Der Lauf der Zeit ...

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Fuad Ifrey

Der Lauf der Zeit ...

Beitrag von Fuad Ifrey »

Auch auf Menek'ur ist es soweit.

Fast täglich konnte in den letzten Tagen noch bis tief in die Nacht das Kerzenlicht durch die Fenster des Statthalterbüros beobachten.
Ihm plagte kaum der Unmut in seinen Arbeiten und gönnte er sich einen Moment Ruhe, sah konnte man gar meinen, dass Fuad die Augenblicke der Ruhe nutze, um gar mit etwas Wehmut in die Vergangenheit zu blicken.
Sicher es gab Zeiten, an denen man auch meinen konnte, der gestandene Menekaner würde unter den Lasten zusammen brechen.
Und sicher wäre es das, wenn sich nicht bereits schon in den vergangenen Mondläufen ein Wandel zum Guten auf Menek’ur vollzogen hätte.
Womöglich war es der jüngste Schatten, der das Volk von Menek’ur wieder zum engeren Zusammenhalt führen ließ.
Womöglich war es der Ruf des Hause Omar, der das Volk von Menek’ur ihren traditionellen Werten und Sitten wieder vor Augenschein rief.
Schlicht war es aber der unbrechbare Wille aller Menekaner, der nicht zuließ, dass der Glanz der Wüste zu erloschen begann.
Viele Stunden verbrachten die Menekaner zusammen, um das Gewirr alter Tage wieder zu ordnen. Es waren Stunden geprägt von Mühe und Schweiß.
Gar vollbrachte der unbrechbare Wille, man würde es nicht glauben, würde man nicht selber bei zugegen gewesen sein, dass Menekaner gemein mit dem Haus Omar zusammen an einem Tisch saßen.
Gar dies, wäre noch vor einigen Jahren nie denkbar gewesen.
So spürte man deutlich den Lauf der Zeit, junge kommen alte gehen.
Tradition trifft auf neue Eindrücke und frische Gedanken.
Man konnte diese Werte verbinden.
Mann musste Tradition und jungen Erzgeiz verbinden.
Doch hieß dies auch platz zu machen, dafür zu sorgen das junger Ehrgeiz unter alt eingessenen Trott nicht ungesehen versiegte.
Es war wohl an den Alten den jungen die Tradition vor Augen zu halten. Es war wohl an den Jungen den Alten ihren Lebensabend so schön wie möglich zu gestalten.
Es war schlicht an der Zeit platz zu machen, für neuen ungebrochenen Mut und Antrieb.
Und dies ohne Ängste und Sorgen im eigenen Sud, der Langeweile zu versiegen.
Aufgaben würde es immer geben.
Doch die Tage der hinter dem Schreibtisch waren vorbei.
Saleem Jafaar Ifrey

Beitrag von Saleem Jafaar Ifrey »

Es erfüllte ihn mit Stolz solch ein Vertrauen derer Omar zu erhalten und fortan als Leibarzt eingesetzt zu werden.
Dennoch waren auch seine Eindrücke im Bezug auf die etwas matte Perle der Wüste, Menek'Ur, wohlwollend.
Es wird ein neuer Wind wehen, erhoffte er sich.

Die letzten Tage waren sichtlich mit Mühen gezehrt. Besprechungen, Krankenbesuche und viele Stunden des Austauschs.
Schlussendlich stand die Lösung, zu der er sich bereit fühlt.
Es würde neuen Wind bedeuten, auch die stetige Präsenz der Wüste signalisieren.

Der heutigen Nacht wegen schloss er die Augen und resignierte.
Fuads Anblick war in jenen Tagen nicht sonderlich stählernd. War er doch sonst ein recht aufgeweckter und stetig präsenter Streiter der Wüste, so erschien er vergangener Tage nachdenklich und ein wenig berührt.
Dennoch ward es ein vorankommen des Volkes und Fuad wird einen ehrbaren Platz einnehmen.

Noch einmal stellte er sich noch zu erledigende Aufgaben vor Augen, ehe er sich unter bedingtem Fieber auf die Linke Seite drehte.
Morgen wird es sicher wieder gehen, dachte er, den heutig letzten Blick auf sein Heilungsmittel werfend, daraufhin einschlafend.
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