Unwetter am Horizont

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Malachai Schwarzmourne
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Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Langsam hebt er den Becher an und nimmt einen tiefen Schluck. Es war wirklich die dreckigste Spelunke, die er finden konnte, doch der Schneesturm kam unvorbereitet und so konnte er wenigstens im warmen sitzen, selbst wenn die Sauberkeit der Becher zu wünschen übrig blieben.
Aber es sollte helfen...und auch Schattenhuf war wenigstens bei den anderen Pferden überdacht, wobei, wenn man das Wiehern des Pferdes vernahm, könnte ein jeder meinen, es freue sich über diese Raue, kalte und tödliche Umwelt.
Der Raum wurde nur spärlich beleuchtet von einigen Kerzen und Lampen, viele suchten Unterschlupf, was der Wirt gleich ausnutzte, indem er verhängte, dass Aufenthalt nur bei Kauf von Getränken gestattet sei. Es war sein gutes Recht, die Abzocke von armen Bauern...wenn er meint, er könne in Frieden damit leben, so würde es zumindest nicht Malachai stören.
Doch es schien andere negativ aufzustossen, die Stimmung wurde spürbar angespannter, viele wollten nach Hause, zu ihrem Hofe oder der Familie. Doch der größte Umschwung kam, als 3 Männer die Spelunke betraten. Zuerst vielen die Schwerter und der schwere Lederwams auf. Einer, er stand in der Mitte, hatte eine Augenklappe und einige Narben. Er war unrasiert und kurzhaarig. Die neben ihnen, glichen sich sehr, beide lange, straßenköterblonde Haare, einen Schnauzer...nur die Größe und die Gesichtszüge waren anders. Der eine, überhoben, der andere eher vorsichtig.
Der Mann in der Mitte ging vorran, die anderen folgten. Es war klar, dass er der Chef in dieser Bande war. Seine Schwertscheide schleifte über den Boden, während er langsam durch die Spelunke auf den Wirt zu ging. Erst starrten alle, dann wandten sie die Blicke der Neuankömmlinge ab und hofften wohl, innerlich verschwinden zu können.
Der Chef der Bande sprach mit dem Wirt, die Angst in jenen Banditen aller Spelunken war ihm im Gesicht gesprochen.
Doch Malachai störte sich wenig daran.
Er blieb weiter in seiner dunklen Ecke sitzen und trank weiter an seiner Milch, wartend, bald wieder aufbrechen zu können.
Der Wirt hob die Hand, sein Zeigefinger deutete auf Malachai und der Chef nickte nur, sich vom Tresen abstossend, schritt er langsam in jene dunkle Ecke, gefolgt von seinen Schosshündchen.
Er griff nach einem Stuhl am Nebentisch, auf dem jemand saß, zog ihn einfach weg, so dass der Gast auf den Boden fiel, aber nichts sagte und setzte sich an Malachais Tisch.
Er hatte die Kaputze tief in das Gesicht gezogen, das schwammige Licht der Spelunke liess die Stelle, an der sein Gesicht sitzen sollte, nur ewige Leere erscheinen.
Doch der Chef störte sich nicht daran.
"Ich habe gehört, dass dieser schöne schwarze Mustang deiner ist da draußen?"
Malachai schaute auf, sein Blick schien den Chef zu durchbohren, aus ihm lesend.
"Mag sein.", entgegnete er ihn nur knapp und nahm einen weiteren Schluck.
"Tja mein Freund, dann tut es mir leid, du hast ihn nicht angebunden...und das heisst, dass es ein Wildpferd ist und somit nehme ich ihn in beschlag."
Er lachte schäbig, was seine verfaulten und stinkenden Zähne zum Vorschein brachte. Seine Begleiter lachten ebenso.
"Wenn du das meinst."
Das lachen verstoppte, der Chef schaute nun böse drein.
"Ja das meine ich."
"Na dann, nehme ihn dir."
Der Chef haut mit der Fest auf den Tisch, die Gäste zuckten zusammen, mieden aber weiterhin Blickkontakte. Dann erhob er sich und stampfte mit seinen Freunden hinaus.
Es dauerte nur wenige Minuten. Man hörte trotz des Sturmes das aufwiehern eines Pferd, das zerschellen von Holz und das stöhnen einiger Männer. Dann wurde es auf den Schlag ruhig.
Malachai nahm einen weitern Schluck aus dem Becher und stellte ihn ruhig ab, während es totenstill in der Spelunke war.
Dann trat jemand die Tür ein. Der Chef und seine Handlanger traten ein. Er blutete am Kopfe und hielt sich den Bauch.
"Dein verdammter Gaul", brüllte er und stampfte näher.
Malachai schaute wieder hoch, der Chef wirkte nun jämmerlicher als vorher.
"Er hat mich getreten und dann ist er auf mir rumgetrampelt und fortgelaufen."
"Und mich hat er gebissen.", unterbrach der kleinere der beiden Hündchen seinen Chef, was ihn böse Blicke einhandelte.
Malachai senkte wieder seinen Blick, nahm einen Schluck, ehe er ruhig sprach.
"Was glaubst du, warum er nicht angebunden war. Weil es ein freies Pferd ist. Und wenn es nicht mit euch gehen will, dann habt ihr wohl Pech."
"Nein, du hast Pech."
Der Chef zog seine Klinge und hielt sie nur wenige Zentimeter vor Malachais Brust.
"Hole dein verfluchtes Pferd, oder ich mache aus deiner Haut einen warmen Wintermantel."
Sein Blick liegt ruhig auf dem Becher, aus den Augenwinkeln erkennt er, wie die anderen beiden nach ihren Waffen greifen.
"Ich sagte dir, es ist ein freies Pferd. Also entweder, du begreifst das und gehst...oder..."
"Oder was?", höhnte der Chef.
"Hör mal", Malachai erhob den Blick. "Ich bin beim besten Willen in einer echt miesen Laune und habe keine Lust, mich mit Walddieben rumzuärgern. Geht einfach und gut ist."
Wieder hallen die Schreie jener durch seinen Kopf, die er leiden liess. Wieder stieg sein Drang an, sich zu wehren, diese Dummköpfe für ihre Törrichtigkeit zu bestrafen, ihnen eine Lektion zu erteilen. Ja, sein inneres hofft, dass dieser Bandit nicht ruhe gibt, dass seine Ignoranz zu groß ist und er wirklich die Klinge gen der Brust Malachais strecken würde.
Soviel ging ihm durch den Kopf in diesem Moment....seine Gedanken schweiften zu Sienara ab, wie sie alleine auf dem Stuhl vor dem Kamin sitzt, vielleicht in Sorge....seine Gedanken schweiften zu Inara ab, wie sie vielleicht gerade mit Marick spielten...seine Gedanken schweiften zu Selina ab, wie sie sich an Arsen kuschelt, während er ihren Bauch streichelt...seine Gedanken schweiften zu Cyrion ab, wie er Leah küsste und ihr seine Liebe gestand...
soviele Menschen....zwischen Glück und Unglück...und er, eine Scheideweg zwischen allen. Vielleicht sollte der Bandit ihn abstechen, vielleicht sollte er es beenden. Doch wäre dies ein würdiges Ende für den Schattenlord? Wäre es nicht abermals die Flucht aus der Problemen? Könnte er nicht gleich von einer Klippe springen, als sich von einen unterpriviligierten Bandit erstechen zu lassen?
Der Bandit began wieder zu sprechen, das fiese lächeln auf seinen Zügen verriet, was er vor hatte. Er würde nicht weichen, zu sehr war er auf die Überzahl erpicht, würde nicht einmal im Traume daran denken, dass unter all den Bauern hier jemand ist, der ein Schwert auch nur vernünftig halten könne. Ja, er bekam zuviel selbstbestätigung, um nun keine Vorsicht walten zu lassen.
Malachai bekam nicht mit, was er sagte, doch ehe er den Satz beenden konnte, schossen seine beiden Handflächen hoch und packten das Schwert an ihrer Seite. Jener griff der Entwaffnung, welche er solange mit Cyrion übte. Er brauchte nicht stark drücken, um sie den Banditen aus den Händen zu reissen und sie einmal über den Boden schleifen zu lassen. Die Überraschung hielt ihn nur auf, unbeweglich, bis der Tisch, den Malachai mit seinen Knien hochhebte und gegen seinen Kinn warf, so dass er Rücklings zu Boden fiel.
Seine Schosshündchen stürmten auf Malachai zu, welcher nun seinen Umhang hebte und zwei der vier Schwerter zog, die nun aufblitzten. Nun begriffen Sie wohl, dass Sie keinen ebenbürtigen Gegner, nein, einen selbstsicheren Gegner vor sich hatten.
Der Kampf dauerte nicht lange, das Adrenalin liess Malachai ´s Herz höher schlagen. Der Kampf, der Siegesdrang...nein...es war nicht Furcht...es war die Erregung, Menschen leid zuzufügen, die Macht über diese jämmerlichen Geschöpfe zu spüren und so schnell es kam, so schnell war es vorbei.
Die Spelunke leerte sich sofort, als die Kampfhandlungen begannen, nur der Wirt verkrichte sich hinter seinen Tresen und zwei, drei Dumme pressten sich an die Wand.
Einer, der kleinere der Beiden lag über einen Tisch, Blut rinnt seiner Wange hinab, bewusstlos. Sein Lederwams durchschnitten, verletzt...nicht tötlich, aber schmerzvoll.
Der andere...zusammengerollt in einer Ecke, die Hand auf seine gebrochene Nase haltend, während seine Augen feucht wurden und er vor sich hinstöhnte. Seine Hose war aufgerissen und voller Blut...er würde die nächsten Wochen sich kaum bewegen können...wenn...dann nur unter schmerzen.
Der Chef lag noch am Boden neben dem ungeworfenen Tisch, sein Kinn lag locker hinab, es schien gebrochen, während Mundflüssigkeit aus diesem quillt. Seine Augen weiteten sich, kaum in der Lage zu sprechen.
In der Mitte des Raumes stand Malachai, die zwei Schwerter von sich leicht hinabgestreckt, ruhig haltend. Er scheidete sich zu den anderen beiden und drehte sich leicht um.
Er ging einige Schritte auf den Chef zu, seine Augen weiteten sich, er stöhnte, wollte sprechen, doch vermochte er nicht, seinen Kiefer bewegen zu können.
Malachai hob das Schwert des Banditen auf, es war alt, rostig und dreckig. Würde man damit niemanden durch den Stich töten, dann spätestens nach einigen Tagen an einer Vergiftung der Wunde. Er musterte die Waffe ganz genau, dann trat er vor den Chef, der etwas stammelte. Anhand der Angst, die in seiner Lunge hervorkroch, konnte Malachai erahnen, dass es geflehe war, betteln, man solle ihn doch lassen und von dannen ziehen.
Doch das Interessierte ihn nicht.
Er stand nun vor ihm, die Klinge in der Hand haltend.
"Es ist immer eine Schande, wenn Krieger ihre Klingen im Kampfgetümmel verlieren, wenn die Waffe herrenlos wird."
Nun wendet sich sein Blick ab, hinab auf den Boden zu jener jämmerlichen Kreatur.
"Ich helfe dir, mein Freund, dass du deine Klinge nicht vergisst."
Wieder weiteten die Augen des Banditenchefs sich, als Malachai die Klinge erst in die Handfläche jenes bohrten, der unter schmerzen Aufschrie und dann in das Bein rammte, hindurch, durch Haut, Fleisch und Knochen in den Holzboden herein.
Der Bandit krümmte sich, beugte sich auf, griff nach sein Bein und fiel wieder zurück. Er war wie ein Tierkadaver an der Wand festgenagelt.
Malachai´s Blick wanderte durch die Spelunke, die nun halbwegs zerstört war.
Er ging langsam hinaus zur Tür, der Wirt erhob sich leicht und blickte ihm ängstlich nach, die letzten Besucher an der Wand schienen die Luft anzuhalten.
"Sieht besser aus als vorher.", entgegnet er knapp, als er dann die Tür öffnet und heraustritt, wo Schattenhuf schon auf ihn wartete.
Ein letzter Blick auf seine Hand, sie blutete, so oft und fest schlug er auf die Gesichter ein. Dann stieg er auf Schattenhuf und reitete gen der Dunkelheit, als er in den Schatten der Wäldern gänzlichst verschwand.
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Malachai Schwarzmourne
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Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Dunkle Träume

Friedlich schlafen die Menschen in tiefster Nacht...und jeder in seiner eigenen Traumwelt. Dabei kann es mal vorkommen, dass sich jene schneidet mit der einer anderen, dass diese Träume gar deutungen und zukunftsweisend sein könnten...anders aber auch, einfach nur unbedeutende Träume, deren man keine Beachtung mehr schenkt, wenn man erwacht, vom ersten Sonnenstrahl des Tages geküsst.
Träume...können einen Sachen zeigen, die man vergessen hat...Träume...können einen Sachen zeigen, die man sich wünscht...Träume können einen Sachen zeigen, wo man gerade steht, was um einen passiert...und Träume können einen das zeigen, was passieren kann...in guten, wie in schlechten Falle.
So ergibt es sich, ein Traum, der durch die Köpfe jener schwirren, die dafür empfänglich sind...die sich nicht davor verschliessen und wissbegierig jenes sehen wollen, was geschehen kann, wenn eine Person die falschen Wege wandelt.


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Hektisch rennt die vermummte Person durch die dunklen Straßen der Stadt. An ihrer Hand ein Kind, gerade einmal Zehn Jahre alt. Sie reisst es eher mit sich, der kleine Junge, kaum im Stande ihren großen Schritten mitzuhalten.
Sie biegt um eine Ecke, ihr Blick wandert nach hinten, doch den Gedanken zu haben, stehen zu bleiben, kommt ihr nicht in den Sinn.
Weiter rennt sie, an dunklen Fenstern vorbei. Der kleine Junge stolpert und fällt, seine Augen füllen sich mit Tränen und er beginnt leicht zu weinen.
"Shhhhh....Marick...ist ja in Ordnung."
Die weibliche Stimme spricht ruhig auf den Jungen ein und nimmt ihn auf den Arm, ehe sie dann schnellen Schrittes weiter rennt.
"Wo ist meine Mami?", sagt der kleine Junge schluchzend, die vermummte Gestalt jedoch rennt nur weiter.
Dann, ein huschen, sie bleibt aprubt stehen, schaut sich um. Sieht einen Schatten von einem Dach zum anderen springen. Sie fokusiert jene Stelle, ruhig atmend, ob sich etwas tut. Dann wendet sie sich wieder und rennt einen zahn zügiger, an einer Kreuzung erkennt sie in einiger Entfernung die Laterne eines Gardisten. Sie setzt nun all ihre Kraft ein, rennt weiter, immer weiter.
"Heh Sie...was machen Sie zu jener späten Stunde hier?", ruft es aus der Ferne, der Gardist richtet seine Laterne gen der vermummten Frau.
"Sie müssen uns helfen", keucht sie schwer, als Sie vor dem gerüsteten Manne zum stehen kommt und Marick auf den Boden setzt.
"Wir werden verfolgt...man will mir den Jungen nehmen."
Der Gardist hebt seine Hellebarde an und beäugt die Frau eher unglaubwürdig.
"Wer verfolgt euch werte Dame und wo?"
Er schaut sich um, weit und breit niemand zu sehen.
"Er ist da, er kommt...das spüre ich...bringt mich und den Jungen in euer Kastell...bitte, ihr müsst und Schützen."
Der Gardist überlegt kurz, dann nickt er.
"Gut...kommt mit."
Er dreht sich gerade um, geht einen Schritt, als er plötzlich stockt. Ein leises Geräusch zerschneidender Luft, dann ragt die Schwertspitze aus dem Rücken des Gardisten, welcher schwer atmend noch kurz etwas stammelt und dann auf die Knie zu Boden sinkt.
Die Vermummte unterdrückt einen Schrei, packt den Jungen an die Hand und beginnt zu laufen, nur wenige Meter, dann offenbart sich vor ihr in der Dunkelheit die Kontur eines schwarzen Mannes, welcher ruhigen Schrittes auf Sie zu geht.
Sie schaut zurück, zu dem Leichnahm des Gardisten, dessen Blut nun den Boden tränkt, dann wieder auf den Verhüllten Schatten vor ihr.
Sie zerrt den Jungen hinter sich und zieht ein kleines Schwert hervor.
"Verschwinde du Monster.", schreit sie laut dem Manne entgegen.
"Du wirst ihn nicht bekommen...du Mörder."
Er tritt in den Lichtkegel der Laterne vom Gardisten, welche auf den Boden liegt.
"Sienara...du tust mir unrecht. Ich bin sein Vater...und mein Sohn gehört zu mir. Er bekommt seine Ausbildung."
Sienara zieht ihre Maske und Kaputze hinab und hält ihm die Klinge entgegen.
"Damit er auch so wird wie du Malachai? Ein Mörder? Ein Schlächter?"
Ihr Gesicht ist verschwitzt, ihre Augen feucht und ihre Hand zittert leicht.
Dann zieht jener Vermummte die Maske und Kaputze hinab, einige Narben zierren nun sein Gesicht schon, doch merklich jene am Auge, die er seit seiner Kindheit trägt.
Der Junge strahl und schaut zu ihm.
"PAPA!", ruft er begeisternd, doch als er zu ihm rennen will, zerrt Sienara ihn zurück.
"Siehst du Sienara, der Junge braucht seinen Vater. Sei also nicht törricht und gebe ihn mir."
"Niemals...du hast Sie getötet....du hast...."
Ihre Stimme versagt, doch Sie versucht, sich zu fassen.
"Sie liess mir keine andere Wahl. Sie wollte den Jungen vor mir verstecken, wollte mir nicht sagen, wo er ist. Ich wäre aber auch nicht auf die Idee gekommen, dass Sie ihn dir gab...gerade dir, welche in ihren Augen ihr lieben entriss."
"Sie vertraute mir, wusste sie doch, dass wir ein gemeinsames Schicksal hatten...das wir beide so närrisch waren, einem Monstrum unsere Liebe zu schenken...dass wir beide...dass...wir dieses Monstrum erschuffen."
"Du tust dir und ihr unrecht...das, was ich bin, bin ich. Es ist mein wahres Wesen, meine Natur."
"LÜGNER."

Sie erhebte wieder ihre Waffe gen Malachai, fest entschlossen, ihn zu töten.
"Tante Sienara...?", wimmerte der kleine Junge, zu ihr hinaufblickend, wohl nicht verstehend, was vor sich geht.
"Nun gib mir den Jungen Sienara...stell dich mir nicht in den Weg."
Er geht einen energischen Schritt nach vorne, die Hand nach ihm ausstreckend, als Sienara eine Handbewegung macht und Malachai rücklings nach hinten fliegt.
"Nein Malachai, niemals wirst du auch das Kind verderben."
Die Fässer dämpfen seinen Aufprall, als er zu Boden geht, bleibt er kurz liegend, sich am Kopfe fassend, dann erhebt er sich.
"Du lässt mir keine Wahl...ich will es nicht...aber du lässt mir keine Wahl.", die Stimme Malachai´s klingt ruhig, doch innerlich spürt man den Zorn in ihr.
"So wie du es ihr antatest...so hattest du keine Wahl? Umgebracht hast du Sie....seine Mutter...deine Frau....Inara....hast du umgebracht...wie soviele andere....Menschen, die du Freunde und Verwandte geschimpft hast...soviele starben durch deine Hand. Es ist keine Selbstjustiz mehr, nein, es ist dein eigenes Vergnügen."
Sienara senkt die Hand, die langsam aufhört zu leuchten.
"Deine Zauberei ist stark...wirklich...ich habe es nicht kommen sehen."
Er fässt sich langsam unter seinen Umhang und zieht zwei Schwerter hervor.
"Doch deine magischen Taschenspielertricks werden mich nicht aufhalten."
Sienara weitet kurz die Augen, ist dann aber umso entschlossener.
Sie stösst Marick ein wenig hinter sich.
"Geh hinter die Fässer.", faucht sie einmal kurz, was Marick dazu bewegt, zu tun, was sie sagt.
Malachai stürmt auf Sie zu, Sienaras Hand beginnt abermals zu leuchten und wieder diese Handbewegungen, die Feuerbälle hervorbringen.
Einer erwischt Malachai am Arm, den anderen beiden weicht er aus, holt aus und schlägt zu.
Seine Klinge trifft auf das Kurzschwert Sienaras.
"Du kannst mich nicht besiegen.", raunt er hervor. Dann holt er mit der anderen Hand aus.
Sienara lehnt sich zurück und tritt Malachai das Bein weg, selber sich auf den Boden schmeissend, um der zweiten, anrückenden Gefahr des Metalls zu entweichen.
Dann erhebt sie sich und wieder leuchtet ihre Hand. Sie macht eine Greifform in jener und Malachai beginnt zu röcheln. Es wirke, als würde Sie ihn anheben und am Halse drücken.
"Tut mir Leid Malachai...aber...du bekommst ihn nicht."
Er röchelt und greift sich selber an den Hals nach der unsichtbaren Hand suchend.
Sie schliesst die Augen, eine Träne rinnt ihrer Wange hinab...erst, als das Röcheln verstummt, schaut sie auf.
Den Kopf gesenkt, hängt Malachai weiter in der Luft.
"Es tut mir wirklich leid.", sagt sie leise, seufzend.
Gerade, als Sie den Körper hinabfallen lassen möchte, erhebt sich der Kopf und mit einem dämonischen Grinsen blickt er zu ihr hinab.
"Das braucht es dir nicht."
Er macht eine Handbewegung, die Verbindung bricht und er landet auf seinen Füßen.
Im Lichtkreis offenbaren sich seine Augen, schwarz verdunkelt, mit dem Blute, was er in sich trägt. Seine Haut, zeigt deutlich schwarze Blutsadern, die langsam hervorstechen.
"Ich sagte dir doch, du kannst mich nicht bezwingen...nicht solange ich die Macht des schwarzen Blutes in mir trage."Erschrocken und mit geweiteten Augen starrte Sie ihn an.
"Du...du...verräts alle Ideale...du...verfällst der Macht...dem Einfluss...wie einst der Abtrünnige...?"
Malachai schüttelt leicht den Kopf.
"Nein...ich bin mehr, als der Abtrünnige...ich bin der Schattenlord...und im Gegensatz zu ihm, lasse ich mich nicht von der Macht kontrollieren, ich nutze Sie, für das, was ich brauche."
"Lüge...du Narr....Lüge...es hat dein Herz verfinstert...hat dich Abtrünnig gemacht...dich verraten...und jene Menschen, die du liebtest."
Wieder erhebt sich ihre leuchtende Hand, doch ehe Sie auch nur einen weiteren Spruch hervorbringen konnte, schiessen aus den Händen und aus dem Rücken Malachais soetwas wie schwarze Tentakel auf Sie zu. Sie versucht Sie abzuwehren, mit Schwert und Magie, doch wenn einer verschwand, tauchten neue auf.
Die Straße füllte sich mit dem schwarzen Blute, und Sie wurde ihrer nicht mehr Herr, während Marick schrie.
"Sienara...ich gab dir die Wahl...du hast den falschen Weg genommen...und bezahl für deine Entscheidung."
Während sich die Tentakel um die Hände und den Körper Sienaras ringen, ihr beginnen, die Luft zuzudrücken, stürmt Malachai mit angehobener Klinge hervor. Es ist das Geräusch von zerschneidenden Fleisch, ein stöhnen, der letzte Blick einer Frau, die in die verdorbenen Augen ihres früheren Geliebten blickt...Augen, die sterben...hilflos...enttäuscht...wissend, den kleinen Jungen nicht vor seinem Vater schützen zu können, ehe ein zweiter Stich folgt und der Körper langsam zu Boden fällt, als die schwarzen Tentakel sich von ihr lösen und wieder in den Körper ihres Besitzers zurück weichen.
"Welches Herz...Sienara...welche Gefühle...Sienara...mein Leben, ist Perfekt geworden...ich habe Macht...und keine Schwäche...nichts, was mich mehr behindert zu handeln...und mein Sohn, wird lernen, ebenso zu leben und bald meinen Thron besteigen...als neuer, rechtmässiger Schattenlord."

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Der Traum findet ein Ende. Es wird Menschen geben, die erwachen und vergessen...es wird Menschen geben, die erschrecken und aufwachen...was ist nun real...war es ein Alptraum??Oder war es eine düstere Zukunft, die sich offenbarte??
Ob Träume es vermögen, dass Handeln der Menschen zu beeinflussen, weiß keiner...doch man weiß, dass Träume viele Stunden der Nacht einnehmen und eben jene fast ein halbes Leben besitzen.
So möge man dies ignorieren oder es mit erschreckender Sorge auffassen.
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Sienara Schwarzmourne

Beitrag von Sienara Schwarzmourne »

Mit einem Wimmern erwachte sie aus einem furchtbaren Traum. Kämpfte mit Leibeskräften gegen die feindliche Bettdecke, die sie zu ersticken drohte. Oder waren es furchtbare Tentakeln die sie in einem festen Griff hatten? Sie rang nach Luft, fassungslos, verwirrt umher blickend in das halbdunkel ihres Schlafzimmers. Marick! Mit einem Satz war sie aus dem Bett und stürmte in das kleine Zimmer des Jungens. Es war leer, natürlich war es leer. Marick war schon seit Tagen bei seiner Mutter, lebte nicht mehr bei ihr. Niemand außer ihr war noch in diesem Haus, niemand außer ihr nannte dieses Haus noch ein Zuhause. Hilflos hielt sie sich am Kopfende des kleinen Bettes fest bis ihr Atem sich wieder beruhigt hatte.

Dieser Traum… sie war dabei ihre Nerven und den Verstand noch dazu, zu verlieren.
Er hatte sie umgebracht, die beiden Frauen die er liebte. Die ihn liebten. Der Blick aus seinen kalten Augen verfolgte sie noch jetzt, jenseits dieses Traumes. War es das wie alles enden würde? Würden sie ihn erdrücken mit ihrer Liebe, ihn zu dem machen was sie dort gesehen hatte? Würde ihm alles egal sein auf dem Weg zu neuer, gefühlloser Macht. Der Gedanke an diesen Mann, den sie nicht mehr zu erkennen vermochte, zerriss ihr das Herz. Mit zitternden Händen bedeckte sie die Stellen ihres Körpers, die durch sein Schwert durchbohrt wurden, den Schmerz den sie im Traum empfand konnte sie jetzt noch spüren. Die verwirrten Schreie von Marick wie er nach seiner Tante Sienara rief, Malachai’s gefühllos gesprochene Worte als er ihr das Leben nahm. Selbst ihre im Traum viel weiter entwickelte Gabe konnte ihn nicht aufhalten auf seinem Weg.

Hastig wendet sie sich ab vom Kinderbett und verließ das Zimmer. Sie musste hier raus! Raus aus diesem Haus in dem jeder Gegenstand eine neue Erinnerung an vergangene glückliche Tage hervorrief. Sie würde verrückt werden wenn das so weiter ging. Die Kälte die ihr entgegen schlug als sie die Haustür hinter sich zuschlug war eine Wohltat. Mit jedem ziellos gesetzten Schritt durch den Schnee, der sie weiter vom Haus entfernte, beruhigte sie sich etwas. Wieso dieser Traum? In den letzten Tagen hatte sie doch neuen Mut gefasst? Die Treffen mit ihm ließen sie wieder hoffen. Sie hatten lange Gespräche geführt in denen er ihr von seinen Ängsten erzählte, über das was ihm die letzten Tage geschehen war. Sie hatte sich nicht einmal von dem Abend schrecken lassen an dem ein Mann sein Leben ließ in Jepps Taverne. Sie hatte ihn verstanden, versucht ihn zu beruhigen, hatte ihn verteidigt gegen Anschuldigungen des Mordes. Dann der Abend in der Akademie, wo sie fröhlich alberten. Es war schon fast wieder so wie früher, bevor Inara zurück in ihr Leben trat. War sie nicht sogar in seinen Armen eingeschlafen nach einem unfreiwilligen gemeinsamen Bad? Immer wieder hatte er ihr gesagt das er sie liebt und sie hatte ihm geglaubt. Sie glaubt ihm auch jetzt noch. Oder war es alles nur Gerede gewesen?
Hatte sie ihren Traum wegen der gestrigen Heirat von Andreas und Myra? Sie wusste sie hätte fern bleiben sollen. War es nicht nur natürlich das diese Feier sie zermürbte. Wo sonst hatte man klar vor Augen was hätte sein können wenn das Schicksal einem etwas wohlgesonnener wäre. Dort standen zwei Männer, der Eine war einmal der wichtigste Teil ihres Lebens, der Andere war es noch. Der eine als Bräutigam, der andere als Zeuge. Während der ganzen Zeremonie hatte sie sich immer wieder ausgemahlt wie ihre Hochzeit mit Malachai wohl geworden wäre, hatte den Verlobungsring an ihrem Finger gedreht. Es war nur Deidrui zu verdanken, das sie nicht Hals über Kopf den Raum verlassen hatte. Aber schlimmer als alles andere war wohl das was danach geschah. Nachdem Malachai sie auf seinem Pferd nach Hause gebrachte hatte. Auch ihm war anzusehen das dieser Feier ihn mitgenommen hatte. Wie dumm war sie doch gewesen. Hatte ihm angeboten noch mit hinein zu kommen und wie vernichtend waren seine Worte. Er kann nicht… natürlich. Was hatte sie sich eingebildet. Dachte sie doch wirklich für einen Moment, es könnte alles wieder Gut werden. Die Tür hatte sie ihm vor der Nase zugeschlagen nach seinen Worten. Und irgendwann, nach vielen Tränen und noch mehr Selbstmitleid musste sie eingeschlafen sein.

War es also wirklich verwunderlich sich die schlimmsten Dinge im Traum auszumahlen? War der Traum nur ein Spiegel ihrer schlimmsten Befürchtungen? War all das nur ein Traum, oder sah sie gar in eine ferne Zukunft. Und wenn sie, auf welche Weise auch immer, einen Blick in die Zukunft geworfen hatte…war es dann noch zu verantworten ihm ihr Herz zu schenken? Vernichtet sie ihn nicht gerade dadurch? Sollte sie all ihre Kraft zusammen nehmen und ihn verlassen, ihn für immer frei geben. Vielleicht würde er dann mit Inara und seinem Sohn glücklich werden und diese Zukunft blieb allen erspart.
Erschöpft blieb sie stehen und ließ ihren Blick an dem Gebäude empor gleiten, der ihrem Weg jäh ein Ende bereitet hatte. Sie stand vor der Academia, ihrer neuen Lehrstätte. Vielleicht fand sie dort die so dringend benötigten Antworten. Sie hoffte wirklich in diesen Mauern würde sie jemand auslachen weil sie auch nur für einen Moment geglaubt hatte, sie könne in die Zukunft blicken. Dort drinnen fand sich sicher jemand der ihr bestätigte, dass verwirrende Ereignisse auch verwirrende Träume hervor brachten. Geleitet von den Ängsten die in einem schlummerten…
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Selina Talmar
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Beitrag von Selina Talmar »

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Cyrion Sha´Ar

Beitrag von Cyrion Sha´Ar »

"...NEIN!!"
Wild versuchte er nach vorne zu springen... und stellte fest, das er sass, die Felle schwer auf seinen Beinen liegend, das eine davon leicht seitlich, eingeknickt. Schwer keuchte er, liess den Blick umher irren. Mondlicht, das durch die teuren Glasfenster fiel und Schatten warf. Der Mond, der sich in seinem Spiegel befand, Schatten, die von den Fenstergitter den Boden entlang zogen, lang und länger werdend. Sein Zimmer, wie er nach einem Moment verwirrt feststellte. Eben gerade war er doch noch... wollte er...
>Ein Traum... nur ein Traum...<
Er schluckte schwer, atmete tief ein und aus. Liess die Hand über seine Augen, dann über seine Stirn gleiten und die wüsten Haare zurück wischen. Kalter Schweiss befand sich auf seiner Stirn und sein Herz raste noch immer.
Ein Traum... schrecklicher als jener, wo Malachai ihn einen Verräter genannt hatte. Aber so viel realer wirkend.
Malachai.. wie er Sienara umbrachte... Er, Cyrion, hatte dabei nur zusehen können, von einem Baum aus, in dem er...
Er hatte nicht eingreifen können, nur zusehen, wie ein Beiständer, ein Beobachter... ein Geist...
Malachai hatte ihn umgebracht. Er wusste es. Hatte zuerst die Raben getötet, als wären sie lästige Insekten, versuchten diese doch, ihn abzulenken. Und dann... nach einem kurzem Kampf... auch ihn. Er wusste nicht mehr wie er starb. Er wusste nur, das er in dem Traum tot gewesen war. Kaltblütig ermordet von seinem Bruder.
Genauso Kaltblütig, wie er Inara gemordet hatte, die er zu beschützen suchte. Er hatte keine Erinnerung daran... wusste es nur.
Und dann Sienara... Diese grässlichen Tentakel aus Rauch... Diese Kalte Stimme... Malachai, der unsterblich erschien und in Macht ertrank. Macht, die er höher einschätzte als alles andere. Vergessen der Grund für dieses einst heere Ziel, seine Lieben zu beschützen. Vergessen der Schmerz, den diese Macht, aus den Fugen geraten, allein einbrachte.
Malachai als der ultimative Schattenlord, Dunkel und bedrohlich wie der Alka höchstselbst, der einzige Vergleich, der Cyrion in den Sinn kam.

"Was ein grausamer Traum..." gab er leise wieder und ächzte, bevor er aus dem Bett stieg und sich im Dämmerlicht ein Glas Wasser eingoss. Und doch... der Traum liess ihn nicht los, wirkte dieser Malachai doch so befremdend. Ein Dämon in Menschengestalt. Ein Dämon, der über die Leichen seiner Familie und seiner Freunde ging, nur um ein Kind nach seinem Bilde zu formen.
Aber der Junge... Und Sienara... Sie wirkten älter. Der Junge vielleicht 10 Jahre alt.
>Ein Traum der in der Zukunft spielt, hu? Mann, da hat sich Malachai aber zu einem derben Drecksack entwickelt...<
Wieder wischte er die Strähnen weg, sagte sich, das es nur ein Traum war. Ein Alptraum der schlimmsten Sorte, aber...
>Sienara eine Magierin... Mei...<
Sie war keine. Ein Grund mehr, diesen Traum in die Schublade des Vergessens zu stecken. Wenn er doch nicht so verdammt real gewesen wäre.
Sich wieder hinlegend, versuchte er wieder einzuschlafen. Doch trieben seine Gedanken immer wieder zu den Traum. Etwas störte ihn, doch konnte er den Finger nicht drauf legen. Lange Zeit grübelte er noch über den Traum nach, bevor er wieder wegdämmerte.
Zuletzt geändert von Cyrion Sha´Ar am Montag 26. Januar 2009, 21:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Sarah Schwarzmourne
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Registriert: Montag 7. Januar 2008, 03:30

Beitrag von Sarah Schwarzmourne »

Unruhig liegt sie zusammengerollt auf den Fellen, die letzten Tage waren so verwirrend, dieses Ungewisse ob sie nun wirklich wilkommen war und dazugehoerte oder nicht, nein Arsen hat es ihr deutlich gesagt, sie musste ein eigenes Rudel finden, jemanden finden der noch keines besass. Ja Sie hatte dies alles schon einmal erlebt auch wenn es diesmal ein wenig anders war und das Kind noch nicht mal hier, aber es wurde Zeit. Wenn es doch nur etwas wärmer wäre.

Doch dieses mal fesselte Sie ein ganz anderer Traum, nicht die Gedanken der letzten Tage, es schien alles so wirklich, sie war dabei, versteckt im Schatten stand sie verdeckt hinter einem Baum, wie erstarrt stand sie lange zeit da bis…
Die Tentakeln, nein, sie kannte Sie nur zu gut und spürte sie wie an jenem Abend, sie spürte wie sie den ganzen Körper Sienaras umschlangen, dieser Schmerz, sie bekommt kaum noch Luft und langsam geht sie in die Hocke, sie kann sich immer noch nicht rühren, kann nicht eingreifen, kann Sienara nicht helfen doch dann….ihre Augen weiteten sich und sie kruemmt sich zusammen, das Schwert, wieso tut er das?

Der Schmerz war so real und Sarah war froh dass ein Schrei sie aus diesem Traum holte, es dauerte nicht lange ehe ihr auch im wachen Zustand bewusst den Schmerz spürte und wusste wer Sie aus dem Traum befreite, rasch war sie bei Selina am Bett doch ehe Sie reagieren konnte sprang diese auch schon wieder hoch und rauf in die Küche. Sarah hielt sich den Bauch und Sah zu Arsen der wohl auch erst durch den Schrei wach wurde und noch ehe einer der beiden einen klaren Gedanken fassen konnte kam der nächste Schrei und Sarah hatte grosse Mühe auf den Beinen zu bleiben, doch war sie dicht hinter Arsen und mit ihm hoch bei Selina die auf den Fellen lag und sich nicht mehr ruehrte.

Wärend Arsen Sie behutsam wieder runterbrachte ins Bett rief er Sarah rasch zu was sie machen sollte und ohne noch wirklich mitbekommend was jetzt gerade alles wahr und was Traum war oder ist tat sie es und holte Wasser und Tücher und versorgte Selina damit.
War das vorhin ein Traum? Es war so real und die Schmerzen so stark und diese Tentakeln..
Ein Schauder überzog das Mädchen bei den Gedanken daran, sie spürte sie wie an diesem Abend in der Akademie, still blickte sie auf Ihre Beine und schüttelte den Kopf als ob sie die Gedanken abschütteln konnte. Was war nur los? Was war mit Selina? Wo war Mala? Und weshalb dieser Traum?

So viele Fragen und so wenig Antworten
[img]http://img294.imageshack.us/img294/1849/sarahsig.gif[/img]
Hilfe!! Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg!!
Inara Schwarzmourne

Beitrag von Inara Schwarzmourne »

*aus dem Tagebuch von Inara Schwarzmourne*

29. Hartung
Das warten auf Malachai macht mich langsam mürbe. Seit unserem letzten Gespräch sind schon so viele Tage vergangen, aber er hat sich nicht mehr blicken lassen seitdem.
Zum Glück ist Marick bei mir. Er ist ein richtiger Sonnenschein. Ich bin so stolz auf ihn. Heute erst, hat er mir mit Stolz geschwelter Brust gesagt, dass er nun alle Tiere mit Namen kennt auf meinem Hof und danach zählte er alle auf. Ein schlauer kleiner Bursche. Er wird sicher mal genau wie sein Vater.
Aber ich bin sehr froh, dass er wieder lachen kann. Vor einigen Tagen hatte er offenbar einen Albtraum. Er wachte schreiend und weinend auf und rief nach Sienara. Das hat mir sehr weh getan, denn ich fragte mich, warum nicht nach mir? Aber sie war ja für lange Zeit sein Mutter Ersatz, es ist wohl nur ganz natürlich. Trotzdem hatte es eine Ewigkeit gedauert, bis er sich wieder beruhigt hatte. Er stammelte etwas von einem Monster mit langen Armen .. seitdem musste ich tagelang überall vor dem schlafen gehen nachsehen, ob das Monster nicht irgendwo ist. Jetzt hat er sich aber wieder beruhigt. Wahrscheinlich spürt er auch meine Anspannung.

Ich selbst hatte auch einen merkwürdigen Traum. Malachai war zum Tode durch den Strick verurteilt und sollte an diesem Tag gehängt werden. Ich weiss nicht genau seinen Namen, aber jemand hatte die Wachen im Kerker bestochen, damit sie ihm die Flucht ermöglichten. Aber nicht, um ihm zu helfen, nein. Er wollte ihn auf der Flucht umbringen. Er wollte selbst das Vergnügen seines Todes erleben. Ich weiss nicht mehr genau, warum ich mit ihm sprach, aber er sagte es mir mit einem zufriedenen Grinsen in seinem Gesicht. Er wollte mich damit quälen. Das spürte ich ganz genau. Wahrscheinlich dachte er, ich würde nichts gegen ihn ausrichten können. Aber ich sprang auf ihn zu von hinten und verdrehte ihm den Kopf, eine ganze weile geschah gar nichts, so kam es mir vor, und dann mit einem Mal, war sein Genick gebrochen. Ich spüre sogar jetzt noch den Schock in meinen Gliedern. Ich habe nie jemanden umgebracht, woher weiss ich, wie es sich anfühlt? Ein grausames Gefühl... zum Glück wachte ich danach auf. Aber immer wenn ich daran denke, spüre ich noch dieses Gefühl, ich habe jemand umgebracht. Langsam verblasst der Traum aber zum Glück und Marick lenkt mich auch gut ab und beschäftigt mich. Trotzdem frage ich mich, was er zu bedeuten hatte.

Hoffentlich kommt sein Vater bald und erlöst mich aus diesem grausamen Zustand des Wartens. Natürlich wäre ich überglücklich, wenn er sich für mich entscheidet, aber was wird dann aus Sienara. Hat sie nicht eigentlich mehr Recht, mit Malachai zusammen zu sein? Ich kenne ihn kaum noch.. vielleicht renne ich einem Geist der Vergangenheit nach? Wie hat die Zeit ihn verändert? Ich wünschte, ich könnte mehr Zeit mit ihm verbringen um ihn wieder kennen zu lernen und er mich.
Sienara Schwarzmourne

Beitrag von Sienara Schwarzmourne »

Es gibt Tage im Leben an denen man das Gefühl hat, dass kein Weg den man einschlägt je zum Ziel führen wird. Das jeder noch so kleine Pfad sich nur in endlosen Schleifen um das doch so zum greifen Nahe dreht. Nichts was man tut, sagt oder fühlt bringt einen voran. Nein, im Gegenteil, es führt einen vielleicht nur immer weiter weg vom Ziel…

Kopfschüttelnd schloss sie ihr kleines Büchlein wieder und legte die Feder beiseite. Nein, sie war nicht der Typ für Tagebücher, auch wenn es vielleicht gut tun würde, sich einmal alles von der Seele zu schreiben. Ihr fehlte die Geduld und ja, vielleicht auch die Kraft dazu sich allem, was die letzten Wochen passiert war, im geschriebenen Wort entgegen zu stellen. Man nehme nur ihren letzten Versuch etwas zu tun, etwas zu bewegen. Sie war es leid nur tatenlos im Haus zu sitzen, für alle zu lächeln, die immer fröhliche Sien zu sein, die anderen ein aufmunterndes Wort schenkt, während sie selbst am liebsten im Selbstmitleid zerfließen würde. Von Mal zu Mal viel ihr dieses Schauspiel schwerer. Sie fing sogar an ihre Launen an Fremden auszulassen. Von ihrer Zerstreutheit, die sie schon zu spät zum Unterricht kommen ließ, wollte sie gar nicht erst reden.
Das Hin und Her zermürbte sie zusehends. Mal war er da, lagen sie sich in den Armen und küssten sich. Versicherten sich ihrer Liebe und im nächsten Moment war er wieder verschwunden. An anderen Tagen war er nur abweisend zu nennen, stritten sie sich über Nichtigkeiten. Jedes Mal, wenn sie dachte: nun wird alles gut, kam der nächste Schlag. Und jedes Mal wenn sie dachte: nun ist alles vorbei, tat er wieder Dinge die sie hoffen ließen. Sie kam sich fast vor wie ein immer drehendes Kinderspielzeug das jemand vergessen hatte einzupacken.

Also stand ich nun vor ihr, Inara. In ihrem Gesicht war die selbe bange Neugierde zu sehen wie sie sicher auch in dem meinen zu sehen war. Sie war hübsch, aber das hatte ich schon geahnt und befürchtet. Schlimmer war die Einsicht dass ich sie wohl nie hassen können würde. Ein Blick in ihre Augen machte mir das sofort klar. Alles wäre viel einfacher wenn ich sie mit allem bekämpfen könnte was ich habe…

Erschrocken hielt sie inne und betrachtet ihre noch bis eben sauber geführten Notizen zu ihren letzten alchemistischen Versuchen. Die hatte sie gründlich verdorben durch ihr unbewusstes Gekritzel. Seufzend schob sie die Arbeit zurück. Es hatte keinen Zweck, sie konnte sich heute eh auf nichts mehr konzentrieren.
Das Treffen mit Inara und die Reaktionen darauf schwirrten ihr noch zu sehr durch den Kopf. Dabei war es ein nettes Gespräch, für beide sicher nicht einfach aber dringend notwendig. Beide mussten sehen wer die andere Frau in seinem Leben war. Sie sprachen lange über ihre Gefühle, darüber wie es ihnen ging in dieser bizarren Situation. Sie hörte viel Erschütterndes über das Leben der so lange verschollenen Frau auch wenn sie all das wohl lieber nicht gehört hätte. Mitleid für die Rivalin machte sich breit in ihrem Herzen. Für eine Weile an diesem Abend war sie fest entschlossen ihre Sachen zu packen und für immer aus seinem Leben zu verschwinden. Konnte man der Frau noch mehr Leid zumuten? Leid welches sie mit verursacht? Etwas das Inara sagte stimmte sie allerdings nachdenklich und brachte sie dazu, eben diesen Gedanken zu verwerfen. Die Bemerkung sie kenne ihn gar nicht mehr, lief vielleicht einem lang vergangenem Bild eines Mannes nach. Die Bemerkung das es doch Sienara war die den heutigen Malachai kannte und liebte. Und auch ihre Feststellung das Sienara viel besser zu ihm passen würde gab ihr für kurze Zeit ein albernes Gefühl der Hoffnung. Und warum war Malachai nie wieder bei Inara gewesen nach ihrem einen Treffen? Was zu allen ihr bekannten und unbekannten Göttern hatte er vor?
Es war nur tröstlich zu sehen dass es Inara auch nicht besser erging in ihrem ruhelosen Warten auf eine Entscheidung. Nur das diese noch Marick hatte um sie abzulenken, den sie in den Arm nehmen konnte wenn die Hoffnungslosigkeit sie überkam. Marick, ihrer beider Sohn, die stärkste Verbindung zwischen zwei Menschen. Nichts was die beiden Frauen an diesem Abend besprochen hatten würde etwas daran ändern können, das die Entscheidung bei ihm und nur bei ihm lag. Egal wie viele Möglichkeiten sie gedanklich durchspielten. So verabschiedete man sich voneinander, mit viel mehr Verständnis für die andere Frau und der Gewissheit dass wohl eine Jede gute Gründe zu hoffen und zu bangen hatte.

Es war ein Wunder das sie sich nach diesem Gespräch noch auf den Weg zu Selina und Arsen machen konnte. Wusste sie doch dass er da sein würde. Hatte man sich doch vorher dort für später verabredet. Wie dumm war sie doch ihn bei der Gelegenheit über den Grund ihres dringenden Ausfluges zu belügen. Sie konnte es einfach nicht übers Herz bringen ihm zu sagen wohin sie ging. Mit wem sie sich traf. Vielleicht hatte sie auch einfach nur Angst er könnte versuchen es ihr auszureden. Was auch immer ihr durch den Kopf ging, diese Lüge sollte sie recht bald verfolgen. Kaum angekommen an Selinas Krankenbett, nachdem sie sich überzeugt hatte das ihre Schwägerin zwar schwach aber guter Dinge war, bereute sie ihre Lüge bitterlich. Förmlich belagert wurde sie von allen mit der Fragen über ihren Ausflug. Wie kann es angehen das sie immer das Gefühl hatte, er konnte ihr direkt in die Seele blicken? Als sie dann nicht mehr fähig war diese Lüge weiter aufrecht zu halten und den Grund ihres Ausflugs gestand, traf sie das Schweigen aller hart. Und seinen Blick würde sie so schnell sicher nicht vergessen. Wieder hatte sie etwas Falsches getan, wieder gab es Streit und wieder hatte sie das Gefühl alles verloren zu haben. Auch wenn er sie nach dem Streit wieder in den Arm nahm so blieb der bittere Nachgeschmack. Auch jetzt schmeckte sie ihn noch. Wie weit war sie schon gegangen, nun kam zu allem noch das Lügen.

Wie lange kann ich es noch ertragen, diese Ungewissheit. Und die bessere Frage ist wohl, wie lange will ich es noch ertragen einem Mann hinterher zu sehnen, der sich nicht für mich entscheiden kann. Wie lange kann ich es noch mit mir verantworten ohne mich selbst zu verlieren. Und wie ertrage ich es wenn er eine Entscheidung trifft die ihn zu Inara führt. Wo kann ich noch hin um ihm dann aus dem Weg zu gehen. Wäre ich dann fähig ihn zu hassen um es mir leichter zu machen. Wahrscheinlich nicht und für diese Gewissheit werde ich mich wohl selber hassen, sollte es einmal soweit kommen…

Nach diesen letzten geschriebenen Worten riss sie das Blatt aus ihrem Buch, zerknüllte es und warf es in die Ecke. Nein, sie würde nicht anfangen ein Tagebuch zu schreiben.
Inara Schwarzmourne

Das Ende eines Sturms

Beitrag von Inara Schwarzmourne »

Sie hatte das Fenster weit geöffnet und blickte hinaus, zum Nachthimmel empor, die Arme fest um ihren Oberkörper geschlungen.
Wieder war ein Tag vergangen, einer, an dem sie wie immer ihrem Tagwerk nachging, sich um die Tiere Kümmerte, die Setzlinge pflegte, kochte und backte und versuchte Marik die Mutter zu sein, die er sich wünschte und brauchte. Und doch kreisten ihre Gedanken nur um eines:
einatmen - ausatmen, einatmen - ausatmen.

Sicher, nach Außen hin war alles in Ordnung! Es geschah nun mal, dass sich Männer für eine andere entschieden. So ist nun mal das Leben, oder nicht? ... aber Malachai?
Er sagte, er wolle konsequent sein und hätte sich deswegen für Sienara entschieden. Eine interessante Umschreibung für den Verrat, den er beging.
Sie schnaubte unwillig und betrachtete das Verblassen der entstandenen Dampfwolke. So wie ihr Atem verblasste und sich schließlich im nichts auflöste, so war wohl auch der Mann, den sie einst liebte verblasst und verschwunden.
Konsequent? Dass sie nicht lachte! Konsequent wäre gewesen, zu seinem Schwur zu stehen, den er ihr einst gab bei ihrer beiden Vermählung. Doch den hatte er wohl nur allzu gern vergessen. Aber nicht sie. Sie holte aus ihrer Tasche den Zettel, den sie beim Packen ihrer Sachen gefunden hatte, den Zettel, auf dem er seinen Eheschwur festgehalten hatte:
Wenn die Liebe ewig währt, dann weiß ich, dass ich dich niemals verlieren werde.
Jene Frau, welche mir nicht nur die Liebe gab, sondern auch den Willen zum Leben.
Stetig frage ich mich, wie ich es verdient haben könnte, so jemand schönen, liebevollen, zärtlichen und eleganten wie auch fröhlichen Menschen wie dich Inara, als meine Freundin, meine Geliebte, meine Ehefrau und zukünftig die Mutter meiner Kinder an meiner Seite haben dürfte.
Ich könnte niemals den Tod fürchten, nur besitze ich Angst davor, dich zu verlieren, dich nicht mehr zu spüren, dich nicht in meinen Armen halten zu können oder dich zu küssen.
Der Gedanke, ein Leben ohne dich zu führen, würde mich wahnsinnig machen, so denke ich nicht an schlimme Zeiten, sondern nur an die schönen ... jene, die ich stetig mit dir verbringe.
Ich liebe dich, Inara Tiefenbach, bald Schwarzmourne und ich will dir nicht nur mein Leben anvertrauen, sondern dir meine ewige Liebe und Zuneigung schenken, nicht bis der Tod uns scheidet, denn unsere Liebe zueinander überwindet auch jenes und wird uns auf ewig zusammen binden.
Ich selbst werde dich ewig beschützen und immer für dich da sein. Auch werde ich dich niemals verlassen und stetig in deiner Nähe sein.
Dies ist mein Eheversprechen, das ich meiner Frau gebe.
Ein Versprechen, dicker als Blut, wiegender als ein Pakt und verbindlicher als ein Vertrag.
Dies ist das Zeichen, dass ich dir gebe um stetig bei dir zu sein. Denn Lieben tue ich dich wie niemand anderen auf jener Welt und darüber hinaus.
Ja, ich, Malachai Schwarzmourne, verspreche all jenes dir Inara Schwarzmourne und unsere Ehe wird gesegnet durch all das Glück, dass Menschen verspüren können.
Auf immer und ewig .. und darüber hinaus.


Worte.. nichts als Worte, noch nicht einmal das Pergament wert, auf dem sie standen. Er konnte von Glück sagen, dass Khazkal es ebenso wie er nicht so genau nahm im Halten von Versprechen. Schließlich schwor er damals, sie beide umzubringen, wenn Sie sich nicht an den gegebenen Schwur hielten.
Wieder verspürte sie diese brennende Wut in sich und die Frage nach dem Warum brannte sich in ihr Herz wie ein glühendes Eisen.

Warum hatte er sich damals nicht überzeugt davon, dass sie auch wirklich vergessen hatte? Warum hatte sie das Gefühl, es wäre ihm nur gelegen gekommen? Warum hatte er sich für Sienara entschieden, statt zu ihr zu stehen, wie er es geschworen hatte? Und warum hatte diese nicht den Anstand gehabt, zurückzutreten, als sie erfuhr, dass er noch verheiratet ist?
Warum musste sie so viel erleiden um am Ende mit nichts dazustehen, außer den Ruinen Ihrer Träume?
Würde sie jemals die Antwort auf diese Fragen finden? Oder war es vielleicht sogar besser, dass sie es nicht wusste.

In diesem Punkt beneidete sie die Anhänger des Götterglaubens. Ihr selbst fiel es nach wie vor schwer, sich vorzustellen, dass dies alles gewollt sei, aber wer wusste das schon genau.
Fest stand jedenfalls, dass sich Malachai sehr verändert hatte. Der Malachai, den sie einst auf Burg Eisenwart heiratete hätte seinen Eheschwur niemals gebrochen. Lieber wäre er gestorben, als seine Ehre dermaßen zu besudeln.
Sie seufzte. Manchmal vermisste sie die Zeit dort. Damals hatten sie all die Ängste jener Tage und die Wünsche jener Zeit noch geteilt. Er hatte sie beschützt vor ihren Herren, den Amarths, hatte ihr geholfen mit ihrer Vergangenheit abzuschließen, hatte ihren toten Sohn heim geholt. Und auch sie war immer für ihn da gewesen, hatte ihn aufgefangen, wenn er mal wieder zu hoch geflogen war, war sein Halt im Sog von Gewalt und Intrigen.
Nun hatte er sie verlassen, für eine andere, eine, die selbst den Schatten angehörte. Was hatte sie dem schon entgegenzusetzen, als einfache Bäuerin? Sollte er doch sehen, ob sie ihm nun ebenso Halt gab! Doch sie fürchtete, er würde mit ihr sicher einmal darin ertrinken. Aber das konnte ihr ja nun egal sein. ... sie wünschte, es könnte ihr egal sein.

Seufzend schlang sie ihre Arme fester um ihren fröstelnden Oberkörper, doch sie spürte die Kälte kaum.
Verdammt hatte er sie und das nach allem, was sie für ihn getan hatte. Verdammt indem er sie frei gab.
Freiheit ... kannte sie die Bedeutung dieses Wortes überhaupt? Für sie fühlte es sich genauso an wie Einsamkeit, einfach nur erdrückende quälende Einsamkeit. Wie gerne würde sie sich wieder an einer Schulter anlehnen. Allein sein, das kannte sie eigentlich gar nicht.
Schließlich war sie als Leibeigene aufgewachsen auf einem Gutshof, dort hatte sie nur eine Ecke im Stall zum schlafen genau wie noch weitere 5 Bedienstete.
Mit einem tiefen Seufzen dachte sie an ihre Zeit dort. Sicher, sie musste schuften, bis sie fast umfiel und nicht selten bekam sie die Peitsche des Herrn zu spüren, weil sie sich weigerte, ihm auch noch mit ihrem Körper zu dienen. Besonders schlimm war es, wenn er mal wieder zu viel getrunken hatte, wie so oft. Aber sie erinnerte sich auch an viel Gutes. Da war Edda, die Köchin, die ihr fast wie eine Mutter war. Reinhold, der Stalljunge, von dem sie alles über Pferde wusste. Und allen voran natürlich der jüngste Sohn ihres Herrn, Berengard, ihre erste Liebe. Wie gerne hätte sie mit ihm und ihrer beiden Sohn auf einem Hof wie diesem gelebt. Doch sie waren beide tot, ermordet weil Berengard für das einstand, dass er liebte. Er wollte sich gegen seinen Vater durchsetzen und sie heiraten. Doch der war strikt gegen eine solche Verbindung. Schließlich war sie nur eine Leibeigene, nicht von Stand. Für ihn war sie nur jemand, der seine Blutlinie beschmutzte und verwässerte. Das wollte er nicht zu lassen. Und einen Bastard als Enkel, auch das kam für ihn nicht in Frage. Und so tötete er seinen eigenen Sohn und seinen Enkel durch einen Verrat. Nur einem glücklichen Zufall hatte sie zu verdanken, dass sie nicht auch schon im Reich der Toten war.
Doch was sagte Edda ihr immer? "Kindchen! Alles kommt so, wie es kommen muss! Und wenn dein Herz dich sucht, nach Liebe ruft, dann folge seinem Drang. Benutz dein Herz für dich! Sei wie du bist! Dein ganzes Leben lang!"

Sie hatte nie wirklich verstanden, was sie damit meinte, bis heute. Jetzt wurde es ihr klar. Solange sie nicht mit sich selbst im reinen war, nicht immer nur den schlechten Gedanken nachging, würde sie sich selbst nicht leiden können. Und wenn sie sich schon nicht selbst leiden konnte, warum sollte es dann ein anderer?
Doch wie sollte man hoffnungsvoll in die Zukunft blicken können, wenn sich alles, woran man glaubte, sich ins Gegenteil verkehrte? Wenn man alles hatte und alles wieder verlor? So viel hatte sie durchgemacht, so viele Narben hatten ihr Körper und vor allem ihr Herz. Würde sie denn niemals glücklich werden?
War es denn so falsch, sich zu wünschen, dass jemand da wäre, der sie wahrlich liebte, sie in den Arm nimmt, küsste?
Dabei war sie so fest davon überzeugt gewesen, dass Malachai derjenige war, für den sie bestimmt war. Warum sonst hätte sie so eine Ähnlichkeit mit seiner toten Stephanie gehabt? Sie würde nie den erschrockenen Gesichtsausdruck des Mannes vergessen, der sie damals in Bajard sah und dann sie förmlich anflehte, mit ihm zu kommen. Einer seiner Passagiere hatte sich an Bord seines Schiffes verschanzt und nur sie könnte ihn sicher herauslocken. Was für ein grauenvolles Bild sie damals erwartete, konnte sie noch nicht ahnen. Und was für ein Glück ihr daraus entstand, erst recht nicht. Ja, damals war er vor Trauer und Verzweiflung fast wahnsinnig geworden, seine tote Stephanie in den Armen, noch immer mit ihr sprechend, als würde sie nur schlafen. Der Irrsinn sah sie damals durch seine Augen an und nun konnte sie nur zu gut verstehen, wie verlockend es war, einfach los zu lassen, sich dem Wahn zu ergeben, alles hinter sich zu lassen... Konnte man es ihr verdenken? Mehr als sie konnte man fast nicht ertragen.
Aber im Gegensatz zu ihm konnte sie sich diese Erlösung jetzt nicht erlauben. Schließlich war sie es Marik schuldig, für ihn da zu sein. Nur die Götter wussten, was sie ohne ihn getan hätte. Doch nun, nach einigen Wochen, klappte es schon wieder ganz gut. Sie konzentrierte sich aufs einatmen und ausatmen, nur nicht aufhören damit, immer weiter... Schritt für Schritt und langsam wurde es einfacher. Manchmal fragte sie sich, warum ihr kein einfaches Leben vergönnt war, sondern der Schmerz ihr ständiger Wegbegleiter war. Warum musste sie immer nur kämpfen?
Aber da fiel ihr wieder Edda ein und sie musste schmunzeln. Würde sie jetzt hier sein und sie so sehen, hätte sie sie sicher kräftig ausgeschimpft.
"Mädchen, Mädchen! Vorbei ist es erst, wenn es vorbei ist! Aufgeben kannst du immer noch, wenn du mal auf dem Totenbett liegst. Aber bis dahin gibst du die Hoffnung nicht auf, hörst du?" und dann hätte sie ihr einen kräftigen Stoß in die Rippen verpasst, damit sie sich noch möglichst lange an ihre Worte erinnerte.
Doch was ist zu tun, wenn das Leben, wie man es sich wünschte, für immer vorbei war? Ja, wenn man sich gar kaum noch selbst erkannte?
Andererseits war sie schließlich nicht aus Zuckerguss. Sie hatte schon mehr als einmal bewiesen, wie stark sie war. Und schließlich wollte sie auch keine verbitterte Jungfer werden. Welches Vorbild gab sie Marik, wenn sie stets nur jammerte? Nein, so stellte sie sich ihr Leben nicht vor.
Auch wenn ihr Traum von einem liebenden Ehemann, mit dem sie bis ans Ende ihrer Tage glücklich zusammen lebte, nicht in Erfüllung gegangen war, so gab es doch noch genug anderes, was sie erreichen wollte.

Es gab zwar niemanden, der etwas von ihr erwartete, denn sie hatte schließlich kaum Freunde, keinen Mann und keine Verwandten außer Marik, aber das hieß noch lange nicht, dass sie nichts von sich selbst verlangen konnte und würde. Eigentlich hatte sie es schon lange satt, immer nur die kleine einfältige Bäuerin zu sein in den Augen der anderen. Doch nun war sie ja niemandem mehr verpflichtet, sie war frei, frei wie ein Vogel. Diese Freiheit brachte zwar auch Einsamkeit mit sich, aber vielleicht gewöhnte sie sich irgendwann daran. Und wenn nicht? Nun ja, auf eine Bürde mehr oder weniger kam es nicht mehr an. Und vielleicht kam es ja auch überhaupt nicht auf sie an, sondern nur auf Marik. Er sollte es auf jeden Fall besser haben. Er sollte eine glückliche Kindheit haben.

Ja, ein Neuanfang wäre nun sicher das beste. sie wollte sich wieder besinnen auf das, was sie kannte und liebte. Sie würde sich einen schönen Garten anlegen und darin ein großes Feld. Sie wollte wieder Gemüse, Weizen und Reagenzien anbauen. Die Feldarbeit fehlte ihr schon so lange.
Außerdem lief ihre Mustangzucht gut und vielleicht konnte sie sie ja noch erweitern. Doch zu alledem würde sie Platz brauchen. Doch der war hier begrenzt durch die nahe Strasse nach Varuna, die Nachbarhäuser und den Spielplatz. Vielleicht wäre es besser, sich nach einer neuen Bleibe umzusehen. Gerade anbetrachts der immer spürbarer werdenden Bedrohung des Krieges und der vielen Erinnerungen die an ihrem jetzigen Haus hingen, wollte sie lieber in einem neuen Haus woanders ganz neu anfangen. Am besten war wohl ein Bauplatz nahe der Hauptstadt Adoran. Schließlich mussten die hohen Herren und Damen auch etwas essen und sie war eine ausgezeichnete Köchin. Vielleicht hatte sie dort auch die Möglichkeit, wieder Wein zu keltern oder Schnaps zu brennen? Der Tatendrang juckte schon wieder in ihren Fingern und ein Lächeln stahl sich auf ihre Züge.
Und auch Marik standen in Adoran alle Wege offen, zu werden, was immer er sein wollte.
Ja, genau DAS wollte sie! Wieder sein, wer sie einst war, das war ihr Wunsch. Freundlich, hilfsbereit, fleißig, ehrlich, liebevoll, all das war sie und all diese Tugenden sollte auch Marik von ihr erlernen.
Edda hätte Recht gehabt. Sich ständig nach dem verzehren, was man nicht haben kann, ist dumm, auch wenn es wohl im Wesen der Menschen liegt. Sie sollte sich statt zu jammern, auf das besinnen, was sie hatte, die Vergangenheit ruhen lassen und dankbar sein für die schönen Momente und Erinnerungen, die sie hatte. Und schließlich gab es davon genug, ganz zu schweigen von ihrem größten Glück, ihrem wundervollen Sohn.

Doch damit sie die Vergangenheit hinter sich lassen konnte, war es nötig, den wichtigsten Teil davon aus ihrem neuen Leben auszuschließen... Malachai.
Sie hatte ihn gewarnt, dass sie ihn nie wieder sehen wollte, wenn er sich für Sienara entschied. Und doch schien er verwundert gewesen zu sein, als sie ihn des Hauses verwies, nachdem er ihr seine Entscheidung für die andere mitgeteilt hatte.
Doch es gab nichts weiter zu sagen, gar nichts. Es war alles gesagt zwischen ihnen. Der Malachai, den sie einst liebte und heiratete, der Vater ihres Kindes ... diesen Malachai gab es nicht mehr. Mit dem brechen seines Eheschwures verschwand er. Und mit einem Mann, der seinen eigenen, selbst gewählten Schwur, nicht halten konnte, mit so einem ehrlosen Mann wollte sie nichts mehr zu tun haben. Einen Schwur hielt man um jeden Preis. Man sucht sich nicht aus, wann man sich an ihn hält und wann nicht. Und hatte er es nicht selbst gesagt? "Dies ist mein Eheversprechen, das ich meiner Frau gebe. Ein Versprechen, dicker als Blut, wiegender als ein Pakt und verbindlicher als ein Vertrag." Und doch waren es am Ende nur Worte für ihn.
Natürlich konnte er seinen Sohn besuchen, wann immer er wollte, aber schließlich kannte er alle Mittel und Wege um nicht gesehen zu werden. Sollte er sie also auch nutzen. Sie ertrug es einfach nicht mehr, ihn zu sehen. Vielleicht würde sie es nie wieder ertragen können. Man würde sehen.
Da war noch immer dieser brennende Schmerz in ihrer Brust, als würde man ihr das Herz bei lebendigem Leibe herausreißen. Die verschmähte Liebe, das Gefühl des Verrats, die Eifersucht auf sein neues Glück und vor allem die immer wieder kehrenden quälenden Fragen die ihr dämonische Stimmen immer wieder und wieder versuchten einzuflüstern... "Kommt er gerade von der anderen? Geht er vielleicht gleich zu ihr? Sie ist so viel besser als ich. Ob er sie heute Nacht wohl liebt, so wie er mich liebte?" Sie schüttelte den Kopf heftig. Nein! Das durfte sie nicht zulassen. Ihnen zuzuhören bedeutete, in den Wahnsinn abzugleiten, oder schlimmer noch, den Lügen und Verlockungen Alatars zu erliegen und rachsüchtig zu werden. Nein, das wollte sie keinesfalls. Das wäre auch das Verderben für Marik und wer weiß für noch wen. Man stelle sich vor, ein Schatten als Anhänger Alathars ... das durfte nicht sein. Sie sollte wohl wirklich den Rat seiner Hochgeboren von Wolfenfels folgen und so schnell wie möglich zum Kloster gehen um dort ihren Glauben zu prüfen und zu festigen. Was sagte er noch gleich? "Ich denke Eluive wird euch am ehesten ansprechen" Was hatte sie schon zu verlieren und wer weiß, vielleicht half es ja auch tatsächlich.

Sie seufzte ein letztes Mal und sah hinauf zu den bereits verblassenden Sternen. Am Horizont kündigte ein roter Schimmer bereits den neuen Tag an. Ja, sie würde ihre Sterne neu ordnen und gleich wie die Sonne sich jeden Morgen gegen die Nacht erhob, so würde auch sie gegen die drohende Dunkelheit in ihrem Herz und ihrem Geist angehen um am Ende noch heller zu strahlen, als davor. Sie nickte leicht. Ja, jetzt beginnt ihr neues Leben und die Burg und Malachai und alles was damit verbunden war, war nun endgültig vorbei!
Eine Träne stahl sich einen brennenden Weg über ihre Wange. Sie hob sie mit dem Zeigefinger von ihrer Haut und betrachtete sie nachdenklich. Die letzte Träne .. dies würde sie sein. Sie hatte fast einen ganzen Ozean geweint in den letzten Wochen und Monaten und wäre fast darin ertrunken. Doch dies hier war die letzte Träne, das spürte sie. Sie glitzerte wie ein Diamant im Schein der eben aufgehenden Sonne. Sie hielt den Finger knapp vor ihren Mund, darauf bedacht, dass die Träne auf ihrer Kuppe liegen blieb. Dann holte sie tief Luft und pustete die Träne von ihrem Finger. Der diamantene Tropfen zerstob in tausende kleine Tröpfchen und flog in alle Richtungen davon. Dann atmete sie tief durch, blickte zur aufgehenden Morgensonne, lächelte und schloss das Fenster.
Ein neuer Tag begann und somit auch der ewige Kreislauf aus Arbeit, der ihre Tage bestimmte. Irgendwann würden ihre Schmerzen sicher endgültig verblassen. Irgendwann würde sie vielleicht auch wieder mit Malachai reden, wenn er sich ihr bewiesen hatte. Irgendwann würde sie auch wieder glücklich sein können. Irgendwann ...
Und bis dahin galt: einatmen - ausatmen, einatmen - ausatmen.. einfach immer weiter von einem Tag zum nächsten.
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Malachai Schwarzmourne
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Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04

Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Lange saß er am Aste des Baumes nahe ihres Anwesens. Still beobachtend, was sich tat.
In einer Hand hielt er einen Brief, sorgfältig zusammengefaltet.
Sie hat ihn geschrieben, voller Bitterkeit und Zorn...aber mit dem Ton Freiheit und Erleichterung, wie Sie vielleicht in jenen Momenten, als Sie das schrieb, gefühlt habe.
Ja, Sie hasste ihn...und das war auch gut so. Er würde weiter die Rolle des "Arschloches" annehmen, wenn ihr so die Trennung ihrer Wege leichter fallen würde.
Jemanden gehen zu lassen, den man liebt, ist schwerer als jemanden, der man gelernt hat zu hassen und das war es, was Inara tun sollte...Malachai hassen.
Sicher, er war verwundert, als Sie ihn des Hauses verwies, ihre einzige Reaktion auf seine Entscheidung. Doch er war naiv, zu glauben, er würde bei ihr sein und ihr helfen....wie solle der Auslöser eines Problemes helfen, eben jenes los zu werden?
Er ging, doch er wusste, dass es nur gut so war, dass Sie mit der Zeit eine Gleichgültigkeit für ihren ehemaligen Mann entwickeln würde.
Es schmerzte ihn sehr, das zu sehen. Doch er entschied sich und nun müsse auch er mit den Konsequenzen leben.
Er blickt hinab, auf das Pergament in seiner Hand.
Ein Neuanfang für Sie wäre sicherlich das beste, mit allem abschliessen und von vorne beginnen...vielleicht fern ab von Malachai.
Er darf seinen Sohn sehen, aber nur, solange Sie ihn nicht sieht. Er schüttelt leicht den Kopf. Ihr Wunsch...sie hat ein Recht darauf, das wird er berücksichtigen und einfach hoffen, dass Sie doch irgendwann in der Zeit wieder ein Wort wechseln könnten.
Es war das beste so...sicher, für alle. Es war das beste, selbst für Marick. Vielleicht wird er doch kein Schatten, vielleicht, wenn Inara ihn erzieht, ja, vielleicht geht er einen eleganteren Weg, tut ehrbares in der Welt.
Vielleicht...
Doch Illusionen machte sich Malachai schon lange keine mehr.
Er verlagert das Gewicht von einem Bein auf das andere.
Der Treueschwur, er brach ihn und er fühlte sich weniger Wert als ein Wegelagerer, ein Dieb...stetig dachte er, was er ihr schwor...und sein Tot wäre eigentlich ein mindesmass an Schuldtilgung, die er tun könne.
Doch er fängt nun nicht an, sich selbst zu strafen oder den Konsequenzen des Handelns zu entweichen.
Er musste damit leben, er würde Sie in Frieden lassen, sie weiter hassen lassen, wenn es ihr hilft auf ihren jetzigen Wege.
Der Schwur, war gebrochen, das Band, vielleicht vernichtet....zerstört...wie so vieles seit der Wende, der totalen Vernichtung seinerseits und derer, die sich ihm anvertrauten.
Der Schwur konnte nicht all das böse und all den Schrecken in der Zeit fernhalten, war nicht belastbar genug.
Er schaute wieder hinab, auf seine Hand, dann zum Haus.
Sie würde fortgehen, ja, ihm sagen, wo sie wohnen würden. Doch würde Sie es ihm verschweigen, könne er es gut verstehen.
Mit einem Satz sprang er vom Ast, die Sonne neigte sich abermals dem Ende des Tages entgegen und die Nacht bereitete sich auf ihre Schicht vor.
Die Lampen auf ihrem Hofe gingen an, sie sah die Silhoutte von einer Frau, wie sie sich runterbeugte und einen kleinen Menschen auf ihren Arm hochhebte.
Er misste Sie...er misste sein altes Leben.
Sie hatten soviele Pläne...doch am Ende hat er nur eines geschafft: Das Sie in einer friedlicheren Welt aufwachsen würden, fern ab von all den Kriegen, von all den Morden und all den Plänen....fern ab von ihm.
Ihr Schmerz wird heilen, ihre Wunden sich schliessen und das Glück wieder einfinden.
Er pfeift einmal leise, hufgetrapel und aus der Dunkelheit kommt ein schwarzes Ross, dass Malachai auf seinen Rücken niedersitzen liess.
Ja, er war Abschaum...und solange es Inara helfen würde, würde er es auch für Sie bleiben.
Ein letzter Blick, leise whispert er die Wort im Wind:
"Mach es gut, Inara Tiefenbach."
Dann entschwindet er in der Dunkelheit.
[img]http://www.bilder-upload.eu/upload/6f34ff-1435746730.gif[/img]
Antworten