Hinrah, Alatar, Erinna....

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Leor Teslan

Hinrah, Alatar, Erinna....

Beitrag von Leor Teslan »

Der letzte Schlag zerfetze den angeschlagenen Körper der Kreatur.
Als die Klinge das Fleisch verliess, klebte das Blut an ihr, wie die Hoffnung der Gestalt an Alatar.

Mit einem starken Tritt brachte Sie die sterbende Kreatur zum Fall und ging, ohne sich weiter um sie zu kümmern, auf Ihr nächstes Ziel los.
Ihr Zorn wuchs mit jedem Schritt, nichts konnte Sie in Ihrem selbst zerstörenden Hass in die Realität holen.
Durch einen starken, unpräzisen Schlag, trennte Sie einer weiteren Kreatur beide Flügel ab und schlug mit der Faust so fest zu, dass Sie regungslos zu Boden ging.

Verachtende Rufe gingen von der Gestalt aus.

„Ich bin es nicht Wert mich mit diesen Kreaturen, diesen Menschen abzugeben…“
Ging es Ihr durch den Kopf

Seitdem Sie mit einem alten Freund auf das Festland gekommen war, entwickelte sich die Verachtung gegenüber allen anderen immer stärker.
Lange hegte Sie Zweifel, welche Wege die Zukunft für Sie bereithielt, doch nun wurde es immer offensichtlicher.
Durch das führen des Schwertes, konnte endlich etwas erreicht werden, vielleicht würde ein gewisser Sinn das Leben erfüllen.
Die Frage war nur, in wessen Namen dieser Sinn das Leben erweitern soll.

Es waren einige Tage seit Ihrer Ankunft vergangen, doch diese Zeit hat ausgereicht um Ihr über diese Frage Klarheit zu verschaffen.

Seitdem sie die Schönheit Rahals sehen durfte füllte sich der leere Schein in ihrem Herzen,
doch gab es auch Leute die dies anders sahen.

Die Gestalt trat in das Licht einer Fackel und ein Mann, nach Augenschein um die 20 Sommer jung kam zum vorschein.

Er war wie in Trance, als die Kreaturen, sein Schwert, ja der ganze Ort vor seinem geistigen Auge verschwand und Platz machte für die trostlose Landschaft Bajurs.

Rauch brannte in seinen Augen, sie trugen einen schwer verwundeten Mann.
Die Gruppe bestand insgesamt aus zwei Männer und einer sehr jungen Frau, ihr Name fing mit E an, soviel konnte er in dem Gewirr herausfinden.
Der Gedanke wurde von dem Geschrei einer Dämonischen Gestalt unterbrochen, die eine beflügelnde Wirkung auf die Schritte der Gruppe hatte.

Wieder ergab sich die Situation einem anderen, späteren Ereignis.
Er war zusammen mit seinem alten Freund in eine Taverne gekommen um dort ein Kühles Getränk zu sich zu nehmen.
Doch bevor es soweit kommen konnte, kam ihm wieder jene junge Frau entgegen und grüsste ihn.

Ein stechender Schmerz pochte in seiner Schläfe.
Seine Hand fuhr zu seiner Stirn und bemerkte, dass vor Zorn eine Ader pulsierte und die Schmerzen bei jedem Wort, der ihm körperlich unterlegenden Frau zunahmen.

Er war immer noch in der Taverne, nur schien wieder einige Zeit vergangen zu sein.
Die junge Frau war nicht mehr anwesend, dafür stand ihm aber eine andere, für ihn keifende, Frau gegenüber und forderte stets eine Entschuldigung.

Nach einem kurzen Wortgefecht stand wechselte die Gestalt der Frau zu einem muskulösen Mann der von oben auf ihn herabschaute.

Es mag an seiner Eitelkeit oder dem verzerrten Weltbild liegen, dass er die Gefahr nicht erkannte, welche ihm gegenüberstand.
Sein Name lautete Folk, oder so ähnlich, wie die Frau gerufen wurde hatte er schon längst aus seinem Gedächnis verdrängt, nur ein anderer Name brannte sich durch Hass in seine Gedanken.

Wieder in die Realität zurückgekehrt, bemerkte er, dass keine der Kreaturen mehr am Leben war.

Er lächelte selbstzufrieden.
„Erinna…hm…?“
Leise wiederholte er das Wort immer und immer wieder.


„Sie scheint ihnen viel zu Bedeuten…“
Seine Worte verklangen als Echo in der Höhle, deren Boden bedeckt mit dem Blut des Zornes war.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Sie hatte ihn freundlich gegrüsst und in seiner Stimme lag verachtung. Verwundert war sie, aber sie lies es sich nicht anmerken. Zu gut war ihre Laune gewesen. Theor freute sich sie wiederzusehen und das stimmte sie zufrieden. Sie hatte Theor und Leor gestern kennengelernt.

Leor lag am Boden und Theor machte sich sorgen. Erinna erkannte schnell das Übel und zerschlug es mit ihrem Bogen. Eine einfache Riesenspinne, vier Schuss genuegten und es regte sich nicht mehr. Theor bedankte sich bei ihr und gab ihr noch einen Brief fuer ihren Vater mit. Er war ihr gleich sympathisch.

Dann hatte es in Bajard gebrannt und auch ein Mann stand in hellen Flammen, nach viel Wirrwarr schaffte sie es Theor und Leor dazu zu bringen den Mann wegzuschaffen, nachdem man ihn gelöscht hatte. Der Mann schrie in seinen Schmerzen, wimmerte und jedesmal zog sich dabei Erinnas Herz zusammen. Sie konnte noch nie einen Menschen leiden sehen, ohne das es ihr selber wehtat.

Sie war dabei gewesen, seine Wunden zu versorgen, als einer der beiden einen Heiler geholt hatte und sie fühlte sich mal wieder nutzlos, fuer nichts zu gebrauchen, einfach nur ein Kind. Es machte sie Wütend und mit den Worten "männerarbeit" war sie davon gestapft.

Heute hatte sie beide wiedergesehen und dafuer das Leor fuer sie nur Verachtung hate, warum auch immer, sie verstand es nicht, hatte Theor ein freundliches Wort fuer sie. Da sie aber etwas zu tun hatte und zumindes meistens den Worten ihres Vaters Folge leistete, hatte sie keine Zeit gehabt sich mit beiden richtig zu unterhalten und war recht schnell weg gewesen.
Caillean Hinrah

Beitrag von Caillean Hinrah »

Dieser unverschaemte Kerl, was knurrt er meine Tochter so an?

Sie schritt auf ihn zu und stellte ihn zur Rede, warf ihm vor er solle doch ein besseres Beispiel sein fuer eine junges Maedchen.

Sie piesackte ihn und stichelte bis eine grosse rote Ader auf seiner Stirn, pochte.

Leider tat er dann den Fehler, sie als einfaeltig zu bezeichnen. Er war ein Fremder, ein Unwissender. Niemand der sie kannte wuerde sie als einfaeltig einstufen.

Falk mischte sich ein. Lies beide Maenner gehen, waehrend Caillean noch immer schimpfte wie ein Rohrspatz. Schlimmer noch er entschuldigte sich fuer das " verhalten seiner Frau"... Sie waere am liebsten allen Dreien zugleich an die Gurgel gegangen.

"Du solltest dich reden hoeren. Du bist schlimmer als Rahaler Tempelhuren" Das sass. Fast in Traenen aufgeloest sah sie ihn an.

"Rahaler Rattenpack beleidigen Erinna, und ich soll sie einfach so gehen lassen?"
Leor Teslan

Beitrag von Leor Teslan »

TipTapTipTap

Gelangweilt hörte ich meinen Schritten zu, die Stiefel gaben auf dem Pflaster von Varuna einen monotonen Klang von sich

TipTapTipTap

Müsste ich nicht einen dieser gierigen Schmiede entschädigen würde ich mich am liebsten unter einen Baum legen und den Tag genießen, aber nein….

TipTap Hossa Leor!

Ich merkte wie ich instinktiv stehen blieb und meine Hand langsam zu dem Schwertknauf glitt. Als ich mich umdrehte war es jedoch nur Erinna die auf einen Pferd zu mir heruntersah.

„Wie geht es euch?“ fragte sie mit einem sanften lächeln.
Auch wenn es mir schwer fiel versuchte ich freundlich zu bleiben.
Ich dachte an ihren Vater, ihre lästige Ziehmutter und daran, dass ich gewisse Pläne mit ihr hatte.

Hinterlistig, oder nur verschlagen ?

Sie wollte mir das Gold für den Schmied geben. Ich vertraute ihr nicht.
Mein lästiges Mitgefühl gebot es mir eine Entschädigung anzubieten, doch auch diese lehnte sie ab.
Es war gewiss kein freudiges Gefühl als ich ihr den Lederbeutel abnahm.
In meinem Kopf hämmerte sich das Wort hinterlistig immer tiefer in meine Gedanken ein.
Vermutlich verfolgte sie einen Plan den ich noch nicht erkennen konnte.

Mich selbst verfluchend gingen wir gemeinsam zu dem Marktstand an dem der Schmied mich erwartete.
Auf dem Weg beobachtete ich meine Umgebung, vielleicht war Falk oder noch schlimmer ihre garstige Ziehmutter hier irgendwo.
Vielleicht war das auch ihr Plan. Mich auf meinem Weg aufzuhalten ?

Jener Gedanke verblasste augenblicklich als ich den Stand des Schmiedes sah – Er war Leer !
Voller Wut trat ich gegen eine Metalltruhe und spürte den beruhigenden Schmerz in meinem Fuss.

Was danach folgte wird mich jede Nacht als Alptraum verfolgen – Ein tiefsinniges Gespräch.
Worte waren noch nie meine Stärke umso weniger galt meinem Interesse dem worüber wir uns unterhalten hatten, jedenfalls flammte es nur kurz auf.

Ich war neu in diesem Lande, doch was sie mir über die Stadt Rahal und ihre Bewohner erzählte übte auf mich eine gewisse Anziehungskraft aus.
Scheinbar wohnten in jenem Ort Menschen mit klaren Verstand, Zielen und einem festen Glauben.

Erinna sprach jedoch so abwertend von jenem Ort, sie wollten die junge Frau dort angeblich schon als Söldner werben. Ich muss ihr beipflichten, trotz ihres Alters war sie ein recht begabtes, vielseitiges und zu dem auch noch recht nett anzuschauendes Mädchen.
Leider scheint ihr Blick gegenüber den Göttern ein wenig getrübt zu sein.
Oft bot ich ihr an, sich Theor und mir anzuschließen um uns und auch unseren Glauben besser kennen zu lernen. Sie mochte scheinbar Theor, jedenfalls überkam mich oft dieses Gefühl in diesem Gespräch und so hoffte ich würde sie darauf eingehen.
Doch dem war nicht so und wieder regnete es Verachtung gegenüber Alatar.

Es gab Augenblicke in diesem Gespräch wo ich am liebsten mein Schwert gepackt hätte und….. ich seufzte leise.
Dafür war es die falsche Stadt, die falsche Zeit und bedauerlicherweise die falsche Person.

Mein Interesse an diesem Gespräch schwand wieder, teilweise flammte der Zorn in mir auf, da Erinna Theor gerne zu sich in den Clan einladen würde.
Sie würden vermutlich reden und seinen noch nicht festen Glauben in eine falsche Bahn lenken!

Wir verabschiedeten uns knapp und formlos.
Ich sollte mehr auf mich selbst bauen, anstatt auf einen Gott. PHA !
Erinna wäre eine noch stärke, noch bessere Frau wenn sie einen Gott hätte der ihr Kraft geben würde, wenn sie einen Gott wie Alatar verehren würde.
Eines Tages werde ich ihr beweisen, dass es Alatar gibt und dann wird sie sich vor seiner Macht beugen müssen.

So verließ auch ich jene Stadt, in der ich mich viel zu lange aufgehalten hatte.
Erst jetzt bemerkte ich einen Mann mit Pfeife, der uns seit kurzem beobachtete.
Tief atmete ich ein und noch tiefer atmete ich wieder aus, bis keine Luft mehr in meinen Lungen war. Ich musste nur noch kurz die Kontrolle behalten, die Stadttore lagen ganz in der Nähe. .
„Zum Glück des Mannes“ fügte ich noch mit einem leichten lächeln in meinen Gedanken hinzu.


Vor Varuna


„Ich glaube an die Ahnen“ äffte ich sie nach „Alatar duldet Mörder“.
Der Zorn der sich während des Gespräches angestaut hat, ließ ich an einem Reh im Wald aus.
Der Tod des Rehs war sinnlos, aber befriedigend.
In meinen Gedanken konnte ich mir Theor schon auf einer sonnenüberfluteten Waldlichtung vorstellen. Wie er unbewaffnet und ruhig atmend den Vögeln lauschte.
Bei diesem Gedanken überkam mich ein gewisser Ekel, besser konnte man seine kostbare Zeit vermutlich nicht loswerden.

So wie euch euer Vater verteidigen würde, dachte ich mir leise, so werde auch ich Theor verteidigen, wenn er auch nur einen Augenblick von den unsichtbaren Gespinsten, den Ahnen sprechen sollte.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Begleitet mich und Theor doch einmal und lernt meinen Gott besser kennen

Langsam hatte Erinna ihren Kopf geschuettelt. Alatars Gläubiger schickten Kinder in den Kampf, sowas kann kein guter Gott sein.

ney, lieber gebe ich die freundschaft zu theor auf, als das ich meinen weg aufgebe. mir bedeutet freundschaft sehr viel, aber nicht wenn diese freundschaft im grunde nur von einer seite kommt.

Dunkel erinnerte sie sich daran wie damals, kaum das sie eine Stunde das Schiff verlassen hatte, jemand sie fuer den Söldnerdienst in Rahal anwerben wollte und ihr damals schon unheimlich war, als sie soviel über Alatar hoerte. Ein Gott der nach Zorn und Perfektion des Zorns und nicht vorhandener Stärke strebte, war fuer sie kein Gott, sondern eine Bestie. Lange, sehr lange hatten sie miteinander gesprochen.

Noch war Theor kein Alatari, das erfuhr sie in dem Gespräch und noch gab sie keine Hoffnung auf. Sie erinnerte sich an Keely, die genauso alt war wie sie selber und die bei den Söldnern war und sie wusste durch zuhoeren, dass die Söldner fuer den Prefektor arbeiteten. Erinna sah fast jeden Tag ihre Freunde an Rahal verlierend oder an irgendeine Liebe.

Nein sie wollte Leor nirgendswohin begleiten, im Laufe des Gespräch spürte sie das wenn sie mit ihm ginge, sie nie wieder glücklich sein konnte und ohne den Clan und ohne Seymour war sie nicht gluecklich.

Geschmeidig wie eine Katze war sie auf ihre Stute gesprungen und gesagt

denkt drüber nach, kraft erlangt man niemals durch etwas nicht existierendes , sondern nur aus sich selber.


Sanft trieb sie ihre Stute an und ritt nach Hause, zu Seymour, den sie fuer sich selber ihren Herzsohn nannte.

jeder mensch hat zorn

hatte Leor gesagt. Sie selber war vor dem Zorn nicht gefeigt, aber sie wusste was Zorn anrichten konnte, wie traurig sie jedesmal war und welche Geduld alle im Clan mit ihr hatten. Jeder andere, auch das wusste sie, hätte sie schon lange vor die Türe gesetzt.

begluecke, so wirst auch du beglueckt sein

Hatte sie zu ihm gesagt und dabei an Caillys Armreif gedacht, es hatte sie gluecklich gemacht ihr den reif zu schenken und sie hatte Caillys Freude in den Augen gesehen. Noch war Theor kein Alatari und vielleicht gefiehl ihm die Sonnenseite des Lebens, die Seite ohne Alatars Zorn und Perfektion besser und vielleicht .....

Nein sie konnte nicht in die Zukunft gucken, sie konnte nur abwarten was die Zukunft bringen würde.
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