Ein neues altes Leben? (RP Geschichte)

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Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Wie eine Wöfin die ihr Junges verteidigt, so fuehlte sich Erinna. Sie giftete Alli an, warum wusste sie selber nicht und doch sie wusste es. Verstanden hatte sie nur das wenn Lu und Erik Seymour nicht nähmen, Alli ihn nehmen würde und ihre Logik sagte ihr das der Kleine dann nicht mehr im Clan leben würde. Sie sah ja Alli selber fast nie mehr im Clan.

Ach sie vermisste so sehr die Gespräche die sie früher mit Alli hatte. Damals war kein Thancred andeuernd dabei. Damals war noch Alli einfach da. Der Clan war eine Familie, jeder war fuer den anderen da. Doch mitlerweile musste man selbst um die wenigen Mitglieder bangen, dass sie einfach gingen. Nichtmal den Familienring trug Alli mehr.

Traurig hatte sie Alli hinterhergesehen. Warum? Warum ausgerechnet Thancred, keiner konnte ihn so wirklich leiden. Er empfand den Clan barbarisch in seinen Traditionen und er hatte nur augen fuer Alli. Er war wie sagte man? Ein ein Mann Mensch. Er würde sich im Clan noch schwerer anpassen als sie selber es getan hatte.

Er sah nicht ein warum er seinen Turm aufgeben muesste, wenn er in den Clan käme, es war doch logisch. Claner lebten in Grimwould und nicht auf der Welt verstreut. Eine Familie wohnte zusammen und nicht mal hier ine Klecks und da ein klecks. Der Gedanke Seymour da im Turm wie eine Fremde besuchen zu muessen tat ihr schmerzhaft weh und sie drückte Seymour fester an sich. Nein! Niemals! eher wollte sie ihre Sachne packen und Seymour mitnehmen, egal wohin sie ginge.

Sie hoffte das sie den Kleinen doch adoptieren dürfe, wenn Falk sehen würde das sie reif war dieses Kind aufzuziehen. Als Erik sagte das er nicht mehr an ihn gedacht hatte, nach der Feier, selbst Alli wusste nicht was passiert war und sofort fühlte Erinna sich wie eine Wölfin im Netz, als wenn Thancred ihr den Kleinen wegnehmen wolle.

Sie merkte immer mehr, wie sehr der Clan Alli verlor. Eine steife Haltung ging durch ihren Körper, als sie Seymour fragte bei wem er am liebsten wohnen muesste, wenn er sich entscheiden müsste. Seymour sagte

bei edina
un lu
un erik
un falk
un caily
seymour ni gehn, seymour bleib in grimwolt


Alli meinte Erinna wolte den kleinen beeinflussen und Erinna griff Alli an.

Ich beeinflusse ihn nicht, ich frage ihn nach seiner Meinung, so wie man jeden gleichwertigen Menschen fragt. Er weis ganz genau was er will und wenn Falk ihn fragt und das hoert dann weis er das keiner ihn beeinflusst hat. Eine Frage ist keine beeinflussung.

wieder sagte Seymour

edina am libsta
erik lib
lu lib


Erinnas augen leuchteten sanft bei Seymours Worten. Immer wieder sagte Seymour

edina am libsta

Als Alli überstürzt ging, weil Erinna ihr sagt das Alli eh nur noch im turm lebe, trübte es Erinna sehr. Auch stieg hass in ihr auf. Was war aus der Zuneigung geworden die sie mal zueinander hatten? Dieser Thancred machte alles kaputt. Warum? Warum? WARUM? schrie es in ihrem Herzen. Langsam ging sie mit Seymour wieder nach oben und erklärte ihm was "traurig" sei, weil sie ihm gesagt hatte das sie muede war und traurig. Feste kuschelte sich Seymour an sie und sie spürte darin auch eine menge Trost.

War es schon so weit gekommen, das man sich um ein Lebewesen stritt? Warum lies niemand Seymour selber entscheidne wo er sein wollte und wen er eventuell als eltern haben wollte?
Caillean Hinrah

Beitrag von Caillean Hinrah »

Sie spuerte die Spannungen im Clan.

Cailly schuettelte sachte den Kopf. Koennen diese Kindskoepfe nicht einmals einen Moment Frieden geben? Sich wohlfuehlen? Einfach nur arbeiten und leben? immer diese meinungsverschiedenheiten?

Keiner wusste dass Cailly draussen war und sie essentielle Bruchstuecke durch ein geoffnetes Fenster hoerte.

Einem Zweijaehrigen selber entscheiden lassen?
nein
das geht nicht


Nicht umsonst war es so dass Erwachsene fuer die kinder sprachen und vor dem Schamanin das in aller Deutlichkeit erklaerten.

Bei Erinna haben wir das voellig vergessen. Auch sie ist noch keine erwachsene... aber alt genug um fuer ihr Handeln verantwortlich gemacht zu werden. Doch fuer einen zweijaehrigen... muss ein Erwachsener vor dem Clansrat sprechen. Fuer ihn. Fuer ein Kind? Und seymour war ganz sicherlich eines. er brabbelt ja sogar noch.


natuerlich hat seymour erinna lieb Ulfarr *beruhigt sie stumm ihren Sohn, an dem sie fest glaubte dass sie ihn gebaeren wuerde und nicht ein maedchen.*

Aber keiner der erinnas geschichte kannte.... konnte ernsthaft daran glauben ihr das Kind wegzunehmen. Sie konnte es nicht. Und wenn sie selber ihn adoptieren musste an Erinnas statt. dann hatte sie halb naechstes jahr drei kinder.

Falk verhaelt sich doch schon wie ein Grossvater zu dem kleinen... was machen wir nur?
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

edina ni bös

Der Kleine Spürte die Spannung und auch die Härte in Erinnas Worten. Leise fluesterte sie

ich bin nicht böse seymour, ich kämpfe... kämpfe um dich

Sie huellte sich so gut sie konnte in Schweigen. Kannte sie es doch selber zu gut, wie sie sich fühlte wenn andere stritten. Warum musste alles so kompliziert sein? Ihre Ziehmutter, die Marla, war kaum älter als sie selber, als jene sie aufnahm und aufzog. Sicher Marla hatte Fehler gemacht, schwerwiegende Fehler, aber warum konnte sie nicht Seymour das geben was sie nie bekam bevor sie nach Gerimor kam? Liebe brauchte der Kleine, Geduld und vor allem ein Zuhause.

Sie hatte aus seinen Worten gehoert das er es gesehen hatte, wie seine Eltern starben, das konnte man nicht in der kleinen Seele heilen. War es nicht gut das Seymour ausgerechnet am Waldrand des Nebelwaldes war? Auf Clansland? Dort hatten sie ihn gefunden, Cailly und sie.

Sie wollte zuerst das Kind nicht, sie war die ersten minuten eifersuechtig auf den Kleinen in den Cailly sofort vernarrt war. Aber dnan kam der Tag an dem sie selber Falk bat das der Kleine im Clan bliebe. Der Tag an dem sie vor dem Kleinen wegrannte, er hinter ihr herrannte und nach ihr geschrien hatte.

Verzweifelt hatte sie sich auf die Bank geworfen und der Knirbs kletterte auf ihren Schoss, kuschelte sich an sie und sagte die magischen Worte

edina lib

Ihr ,fuer Kinder ,damals kaltes Herz ging in dem Moment auf, das Eis darin zerbrach fast schmerzhaft und vorsichtig hatte sie ihn in ihre Arme geschlossen und er war darin eingeschlafen. Ab dem Moment verbrachte sie sehr viel Zeit mit dem Kleinen. Sie erklärte ihm vieles, ja auch das "Hossa" brachte sie ihm bei. Kein Neid kam auf wenn jemand IM Clan sich mit dem Kleinen beschaeftigte.

Die zwei Wochen in Menek'Ur waren auch Ausschlag gebend gewesen. Cailly war damals krank gewesen und Erinna hatte sich um sie gekuemmert und um Seymour. Ihre entzündeten Augen, ihr Heimweh hatte sie hinten angestellt und versucht fuer beide dazusein. Viola war in ihren Augen alt genug um fuer sich selber zu sorgen, immerhin kannte Viola nichts anderes, als fuer sich selber gerade zu stehen, vielleicht hatte sie deswegen sich weniger um Viola gekuemmert. Sie wusste es nicht. Sie war überfordert gewesen, doch versuchte sie es richtig zu machen.

Wärend Seymour mit ihr zusammen am Kamin schlief nähte sie an einer kleinen Mütze, Handschuhen und einem Schal herum. Sie gab sich grosse Mühe dabei, und fuehlte immer wieder nach Seymours Stirn. Die Nacht auf dem Dach war zuviel gewesen. Fieber schuettelte den Kleinen, Husten und Schnupfen. Sie hatte ihn überredet einen von Lailas Tränken zu trinken und ihm dabei versprochen, dass Erik noch mehr Bausteine schreinern würde.

Erst gegen Morgen fiehl Seymour in einen ruhigen Genesungsschlaf und dankbar atmete sie auf. Sie bemerkte nicht wie Cailly ins Bett ging, dazu war sie zu vertieft in ihren Gedanken und in ihre Näharbeit. Winzige Handschuehchen fuer Seymour machte sie, eine kleine Muetze und einen kleinen Schal. Dabei dachte sie an Alli und auch wiedermal an Theor.

Als Seymour den ruhigen Schlaf schlief stand Erinna auf und suchte eine Kleine Kiste heraus, sorgsam schrieb sie Seymours Namen darauf und tat einige Taschen hinein. In eine Tasche packte sie Bauklötze, in eine andere Suesskram und in die letzte die neue Kleidung. Dann erst als es bereits Mittag wurde rollte sie sich am Kamin zusammen, dicht an Seymour und schlief langsam ein.
Alliestra de Mervis

Beitrag von Alliestra de Mervis »

Alli konnt einfach nicht begreifen was in Erinna gefahren ist. Sie wollte arbeiten und viel dazulernen, und das einzige was ihr entgegen kommt ist ablehnung und nur vorwürfe.

Ist es das was sie wirklich wollte?

Sie hat in Thancred einen Mann fürs Leben gefunden und endlich etwas worauf sie sich bei der Arbeit freuen konnte. Warum nur konnte Eri und der rest des Clans das nicht verstehen??

Warum macht Eri ihr immer wieder Vorwürfe das sie in der Mine steht und um Erze zu suchen, oder aber im Laden um Kunden zu bedienen?
Hatte nicht Cailly den Wunsch geäussert das man den Laden auch auffüllen soll mit allem was man herstellen kann?

Warum begriff Eri das einfach nicht das eine erwachsene Aufgaben hatte und diese auch erfüllen möchte?

So langsam kroch bei Alli unbehagen hoch und sie kommt immer mehr ins Grübeln ob sie so noch weiterleben soll oder dem Clan einfach verlassen sollte solange es noch nicht zum grossen Streit gekommen ist.

Sie fühlte sich bis jetzt eigentlich sehr wohl im kreise der Familie, aber irgendwie schafft Eri es immer wieder das sie sich immer mehr unwohl fühlte.

Sie hatte sich doch nur angeboten Seymour zu adoptieren wenn Erik und Lu ihn nicht nehmen wollten, damit er den Clan nicht verlassen muss.
Und das nächste was ihr entgegen kam waren Vorwürfe und eine welle Hass seitens Eri.
Sie konnte doch nicht ernsthaft annehmen das Falk es erlauben würde das sie den kleinen aufziehen dürfte, als seine Mutter.
Eri ist doch selbst noch nicht Erwachsen was sie gestern ja wieder einmal bewiessen hat.

Was ist nur mit dem Clan los in letzter zeit?

Sie konnte es sich auch nicht mehr erklären. War er doch wie eine Familie für sie gewesen und hatte sie sich doch eigentlich sehr wohl gefühlt dort und immer gerne ihre arbeit verrichtet

Aber die Sätze die sie in letzter zeit zu hören bekommt lassen sie immer mehr zweifeln ob sie noch richtig ist oder lieber gehen sollte.

Bist du noch die Feinschmiedin vom Clan? Wenn ja dann wirds mal wieder zeit das du die bestände auffüllst

Das gab ihr doch wirklich sehr zu denken. Sie solle nicht so viel in der Mine sein, aber die Bestände auffüllen das darf sie.
Wie sollen die denn aufgefüllt werden wenn sie kein Erz suchen soll oder darf?
Fragen über Fragen die ihr aber wohl niemand beantworten wird weil sie meist nur auf Eri und ihre Vorwürfe trifft.

Thancred soll seinen Turm, den er zusammen mit mir in Liebe einrichtet, aufgeben?
Wozu das ganze? Shajy hat ein Haus das auch nur sie und Kahor nutzen und dort sogar seit Wochen wohnen. Warum durfte sie dann nicht mit Thanc zusammen den Turm bewohnen?
Warum haben die einen rechte und die anderen nur Pflichten?

Sie schaut mehr als verwundert auf alles was sie hört und erlebt und macht sich sehr viele Gedanken darüber ob es das wirklich ist was sie noch möchte. Thanc gibt ihr sehr viel halt den sie im moment im Clan nicht zu spüren bekommt.

Dort sieht sie nur eine keifende Eri die sich bei fast jeder gelegenheit nur ankeift und mit Vorwürfen überhäuft.
Und wenn sie ihr dann helfen will damit der kleine nicht gehen muss wird sie auch noch fertig gemacht.

Komm wir gehen, das muss ich mir nicht länger anhören hat sie zu Thanc gesagt und ist dann zur Türe gegangen
Wenn du dich wieder vernünftig unterhalten kannst dann weisst du ja wo ich zu finden bin hat sich noch zu Eri gerufen und die Türe dabei aufgestossen.

Der kleine tat ihr am meisten leid dabei....er wollte nicht das Alli geht....und es hat ihr fast das Herz zerrissen das er gebittelt hat das sie bleiben solle, aber sie konnte einfach nicht weiter diese Vorwürfe anhören.

Immer wenn sie gebraucht wird war sie zur stelle. Sei es für das Handfasting, oder aber das Waren aufgefüllt werden sollen. Oder aber wenn jemand etwas brauchte von ihr. Sie hatte noch nie ihre Hilfe verweigert. Auch nicht als Erik bat das sie ihm doch helfen solle auf dem Markt. Sie hat ihre Arbeit stehen und liegen lassen und ist ihm zur Seite geeilt, weil er doch teil ihrer Familie ist.
Eine Familie die leider immer mehr von Eri regiert wird wie es scheint.

Vielleicht sollte ich wirklich gehen und mein Glück alleine versuchen. Zumindest müsste ich dann kein schlechtes Gewissen mehr haben wenn ich in der Mine stehe und meiner Arbeit nachgehe ..murmelt sie halblaut vor sich hin
Thancred

Beitrag von Thancred »

" kommt doch auf einen met herein "

lud erinna sie nach grimwould ein, und sie kamen ihrer eEinladung gerne nach, waren sie doch immer noch verwundert über Erinnas seltsames Verhalten Lissie gegenüber, so unhöflich kannte Thancred sie garnicht

bis zu diesem abend

Alliestra hatte ihm viel vom Clansleben erzählt die Sitten und Gebräuche
das zusammenleben,.. die Freundschaft und Liebe, das Füreinander im clan
sei wichtig so brachte seine Liebste ihm das Clansleben nahe
hatte ihm sogar erklärt warum Caillean diese barbarische Sitte des Kinder aus der Familie reissens guthiess,.. er tat sich schwer damit,.. aber sie war unermüdlich

aber vom Gegeneinander giften einander wehtun und aufeinander rumhacken hatte sie ihm nichts erzählt; darum war er erst einmal recht sprachlos als er miterlebte wie sehr Erinna auf Alliestra losging
Sie solle gefälligst iin der Holzfeste sein, und immer ansprechbar sein, und habe die Vorräte aufzufüllen,.. und.. und .. und....
Tat sie das nicht? hatten sie beide nicht sogar nach dem Markt im Regen in der Mine gestanden um Erze zu schürfen?
Alliestras Gewand klebte ihr noch imer nahezu am Körper
und sah noch reizvoller aus so,.. aber auch verletzlich wie sie so mit grossen Augen die Tiraden von Vorwürfen schluckte und in ihren versuchen es Erinna vernünftig zu erklären niedergebügelt wurde

dass Alliestras Gesicht dabei an Farbe verlor und ihre Augen trüb und müde aussahen, traurig, über Undank und Feindseeligkeit die ihr in groben Kellen um die Ohren gehauen wurden das bekam Erinna wohl
garnicht mit.. oder sie scherte sich einen kehricht darum wie ihre Clansschwester sich fühlte
erst recht als Alliestra meinte Erinna sei zu jung um Seymour zu adoptieren
und ERik und Luciana ihm doch die behütete Nähe von Vater und Mutter
besser ersetzen könnten als Erinna allein
Alliestra bot sogar an im unwahrscheinlichen Fall dass erik und Lu
den Wonneproppen nicht nahmen selbst seiymour adoptieren zu wollen amit er nicht ins waisenhaus müsse
aber sofort wurde ihr über den Mind gefahren
feinschmieden sollte sie,.. aber immer in grimwould sein und erz beschaffen doch wie soll das gehen???
wusste erinna nicht wie lange man in der mine stand um nur einige hundert barren eisen zu schürfen?

selbst als der kleine sonnenschein Seimour wach wurde und Erinna ihn behütend herab zum Feuer holte kehrte kein friede ein,..
Luciana und erik würden viel zu tun haben dem Kleinen zu zeigen dass liebe der normalzustand sein sollte wenn erinna immer sich so gebärden sollte

wieder und wieder fragte sie den kleinen noch immer fiebrig dreinblickenden Jungen bei wem er bleiben wolle,.. als ob es nicht erst einmal wichtig sei dass er gesund würde,.. und ruhe wohl besser währ als streit und immerwährende fragen

bei Cailli un eri und Lu und
erik wollt er bleiben
nicht fortgehen aus grimwould und vieeeele Bauklötze
für die Mauer um Grimwould ja das war alles was der Kleine zum glücklichsein brauchte

mit seinem Lachen ging einem das Herz auf,.. ein sonnenstrahl der Fröhlichkeit in der dräuenden düsteren athmosphäre des Clanshauses
sogar Seymour mit seinen wenigen jahren versuchte Alliestra zurückzuhalten als sie traurig und enttäuscht ging
vertrieben von Missgunst und Anfeindung

....


wollte er in so einen Clan gehören? indem Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit mit Füssen getreten werden?
sollte die Frau die er liebte SO behandelt werden? wollte er seine Kinder dort aufwachsen sehen? si behandelt wissen?
diese Fragen gingen ihm durch den Kopf auf dem Rückweg
und all die Stimmen die ihn vor Grimwould und dem Clan gewant hatten,..
ein gefängnis sei das... bisher mochte er das nicht glauben... aber nun?
nun musste er nachdenken über worte.... und Taten
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Wenn Lu und Erik den Kleinen adoptierten war es Erinna weit mehr recht als wenn Alli und Thancred ihn adoptierten.

Der Unterschied war der wie Erinna ihn sah und nicht alleine sah. Lu und Erik arbeiteten im Clan, sie assen im Clan und sie schliefen im Clan. Lu hatte auch mal in Berchgard die Bestände aufgefuellt, das wusste Erinna noch, aber Lu hatte nie wo anders geschlafen als in Grimwould.

Wie sollte das denn mit Seymour werden? Alli ging minen und Thanc kümmerte sich um ihn. Helles Lachen ging durch Erinnas Körper. Ausgerechnet Thanc, er konnte dem Kleinen nicht beibringen wie man sich gegen Panther verteidigen musste, oder wütige Wölfe. Er konnte dem Kleinen auch nicht Schreinern beibringen.

Sie wusste von Seymour, wie sehr der Kleine Holz liebte, sie hatte eine kleine Holzaxt damals in seinem Beutel gefunden und Seymour hatte erzählt das er oft mit seinem Vater im Wald war und ihm geholfen hatte. Was konnte Thanc dem Kleinen denn schon beibringen? Wie man in der Mine stand, seine Lunge kaputtmachte und Erze einschmolz?

Es war im Grunde das gleiche, wie es bei ihr und Tim und Lauri war. Beide waren einem anderen Weg gefolgt als Erinna. Erinna wollte jagen gehen, sie wollte keine Erze zu irgendwas formen. Und das gleiche würde mit Seymour passieren. Wann wollte sie ihm denn erlauben Holz zu hacken? Wenn er zwanzig war? Weil das bei den Städtern so war?

Und wann würde der Clan den Kleinen dann zu sehen bekommen? Wenn beide mal nicht zu muede von der Arbeit waren? Wenn einer von beiden Lust hatte mal zum Clan rüber zu kommen um dem Kleinen seine Freunde zu lassen? Sie sah es doch an sich selber? Sie hatte keine Freunde mehr, ausser im Clan, es gab kaum welche in ihrem Alter. Sollte der Kleine in einsamkeit nur umgeben von Alli und Thanc aufwachsen?

Das konnten sie mit ihren eigenen Kindern machen, aber nicht mit Seymour, der die Freiheit gewohnt war, der Holz um sich herum gewohnt war und der von sich selber aus dauernd sagte, dass er Grimwould nicht verlassen wollte.

Sie wollten ihm gestern Milch geben mit Honig. Dabei hustete der Kleine ud Erinna wusste das Milch im Hals noch mehr schleimte, als Wasser. Wollten sie ihn an der bescheurten Milch ersticken? Als Erinna sagte das Milch verkehrt war sagte Alli gleich das Milch guttun würde. Helle Verzweiflung ging durch Erinnas Körper.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Zuerst war sie so rein gar nicht begeistert von der Idee gewesen. Cailly wollte das sie Seymour badete. Grummelnd mit einem Gesicht wie zehn Tage Regenwetter tapste sie hinter Cailly ins Bad. Gerade als sie sich murrend ausziehen wollte, erklärte Cailly ihr wie das Wasser sein musste.

Lauwarm. Erinna guckte mehr als komisch. Wasser war Wasser, entweder kalt oder heiss, was dazwischen gab es fuer sie irgendwie nicht. Sie patschte ihre Hand rein und befand das Waser fuer gut genug. Es gab ein platschen und Seymour sass im fuer ihn tiefen Becken. Geistesgegenwärtig schnappte sich Erinna den Knirps am Hosenträger und zog ihn aus dem Wasser.

Cailly schimpfte kurz mit ihm, weil er neben ihr stehenbleiben sollte eigendlich und Erinna zog sich um, wärend Cailly den triefenden Seymour auszog. Danach hob sie Seymour zu Erinna ins Wasser. Immer noch brummelnd nahm Erinna ihn entgegen und hielt ihn nach Caillys Anweisungen mit einer Hand fest.

Der einzige der zuerst Spass an dem Nassen hatte, war Seymour. Er patschte seine kleinen Haendchen jauchzend ins Wasser. Erinna schnappte sich den Lappen, seifte ihn ein und griff sich dann Seymours Haendchen und wusch sie. Kurz wurde sie rot, als Cailly sagte sie muesste Seymour auch zwischen den Beinen waschen. Erinna wies Cailly auf Marlas Worte hin. Doch Cailly meinte das Seymour sich da noch nicht selber waschen kann und ging in den Schlafraum um zu lesen.

Nachdem Seymour gewaschen war begann dann doch das Wasserspiel. Seymour steckte Erinna etwas mit seiner Begeisterung fuer Wasser an und ihr kam eine Idee. Sie nahm eine Kerze und lies etwas Wachs ins Wasser tropfen. Verdattert schaute Seymour zu wie das Wachs schwamm.

Wachs ist soooo leicht das es wie ein Boot im Wasser schwimmt

erklärte Erinna und formte das Wachs im Wasser zu einem kleinen Reh. Zumindes sah es so aus. Danach wollte Erinna das der Kleine aus dem Wasser ging, weil sie sich noch selber waschen musste. Dem kleinen gefiehl die Idee gar nicht und Erinna sagte dann

Gut, aber nur wenn du dich am Rand ganz fest festhaelst, dann darfst du noch etwas im Wasser bleiben.

Gesagt getan, der Kleine strampelte begeistert mit seinen Beinchen im Wasser, wärend Erinna sich wusch, den Blick keine Sekunde von dem Kleinen nehmend. Als sie sich ihre Haare wusch ging etwas Übermut mit ihr duch und sie tauchte unter Seymour und kitzelte ihn unter den Fuessen.

EDDDIIINNNAAAA ein FIIIIIIISSSH
Edina weg
EDINA EDINA EDINA


Bruellte der Kleine kischernd, Erinna tauchte grinsend auf und mit ernster Mine erklärte Seymour da wäre ein Fisch gewesen. Erinna versuchte ernst zu gucken und hatte so langsam immer mehr Spass daran mit dem Kleinen zu Baden. Langsam das der Kleine es sehen konnte tauchte sie ihre Hand ab und kitzelte ihn wieder unter den Fuessen. Die andere Hand dicht an seinem Rücken um zuzupacken wenn er loslassen sollte vor lachen.

DAAAAAA fish
EDINA GUCK DA FISH


schrie der Kleine lachend und Erinna lachte leise mit.

Der Fisch war ich Seymour.

Ney da fish. edina is edina un ni fish


Na dann war meine Hand der Fisch.

Wieder nahm sie die Kerze und lies wieder Wachs ins Wasser tropfen und formte das Wachs zu einem Fisch. Danach nahm sie den Fisch und tauchte ihn ab und sprach in Erzählerstimme

Da ist der Fisch und der Fisch ist so fröhlich gelaunt, er mag den kleinen Seymour unter den Fuesschen kitzeln

Kichernd wehrte Seymour ab. Nach einer Weile sagte Erinna das es nun Zeit war aus dem Wasser zu klettern und sich abzutrocknen, zu Abend zu essen und dann war Schlafenszeit fuer den kleinen. Sie musste ihm versprechen am anderen Tag wieder mit ihm Baden zu gehen. Sie tat es nur widerwillig.

Nachdem sie den kleinen aus dem Wasser gehoben hatte, in ein Handtuch gewickelt und zum Kamin gebracht hatte, sammelte sie Wachsreste aus dem Wasser und einige Haare. Danach trocknete sie vorsichtig seymour ab und zog ihm etwas zum Schlafen an. Sie selber war noch klatschnass und nackt, aber es war ihr wichtiger das der Zwerg warm und trocken war, hatte er doch gerade erst Fieber überwunden.

Wieder machte sie ihm ein Brot, diesmal mit Käse und gab ihm sein lieblingsgetränk. Bananenmilch. Heimlich tat sie etwas Medizin in die Milch bei, damit der Husten und das Niesen besser wurde. Seymour wollte vor dem Kamin schlafen, aber Erinna meinte das sei zu gefährlich und erklärte ihm das der Kamin auch mal Funken sprühen würde und wenn die auf ihn fallen würde das das sehr wehtun würde.
Das sah Seymour ein und lies sich in den Schlafraum tragen wo Erinna ihn sanft einpackte in die Felle.

Seymour Bauklotz bei Nass

Erinna brachte ihm auch noch seinen kleinen Beutel mit den Bauklötzen und Seymour schlief fast sofort ein. Baden war halt anstrengend. Noch immer nackt mit tropfenden Haaren reinigte Erinna das Wasser, sie tauschte es sorgsam aus. Dann erst nachdem sie sich vergewissert hatte das Seymour tief unf fest schlief trocknete sie sich ihre Haare und zog sich an.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Irgendwie war ihr nicht sehr wohl. Hatte sie zuviel gegessen, oder war das Essen nicht mehr ganz so gut gewesen? Die halbe Nacht war sie mit Übelkeit beschaeftigt und mit Fieber. Sie schlief wie immer im Stall, oder eher, wiedermal im Stall.

Innen im Haus fühlte sie sich irgendwie nicht sehr wohl. Die wände gaben ihr den Eindruck als rückten sie zusammen. Morgends sprach sie noch etwas mit Lu, doch rollte sie sich schnell wieder irgendwo zusammen, sie befand das schlaf gut über unwohlsein hinweghalf.

Ausserdem war sie so schrecklich muede und die Hitze und dann die Kälte, dieser Wechsel machte ihr zu schaffen. Nur leicht bekleidet war sie unterwegs gewesen, es hatte ihr ja nichts ausgemacht, ärmellos und auf nackten Sohlen herumzulaufen.

Irgendwann die Nacht hatte sie sich übergeben, sie vermutete nur das sie bestimmt zuviel gegessen hatte, dabei hatte sie so einen Hunger gehabt. Sie seufzte leise und gab sich der Müdigkeit hin.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Mit halb geschlossenen Augen, zitternd legte sie sich zurück. Sie fühlte sich so unglaublich elend. Angestrengt dachte sie nach, sie hatte doch gegessen wie immer, Fleisch. Gut viel mehr als sonst, aber war das der Grund? Hatte sie irgendwas anderes gegessen?

Bei Tim und Lauri, auc hnur Fleisch und in der Taverne 5 Krüge Milch und eine Flasche Met. War die Milch nicht mehr so gut gewesen? Sie verstand es nicht und am liebsten würde sie im Moment sterben.

Immer wieder wurde sie wach und drehte sich zu dem nicht mehr leeren Kübel den sie neben sich stehen hatte. Irgendwie fragte sie sich, wie der dahin gekommen war, sie hatte keinen mitgenommen als sie nach oben in die Felle bei Falk und Cailly gekrochen war.

Mal warf sie die Felle von sich, dann zog sie sie wieder zu sich rauf, mal war ihr unerträglich warm, dann wieder schrecklich kalt. Ihr Hals brannte vom brechen. Sie verschlief den ganzen Tag, nur dann kurz wach um sich zum Kübel zu wenden oder wenn sie plötzlich feststellte das Seymour ja nicht bei ihr in den Fellen war.

Ihr Kopf brummte schrecklich und fühlte sich unendlich schwer an. Husten quälte sie und wenn sie wach war, war sie gereizt. Sie begriff es einfach nicht. Bisher hatte sie sich in ihrem Leben nie wirklich übergeben muessen, zumindes nicht das sie sich an mehrmals erinnern konnte. Nur einmal soweit sie sich erinnern konnte und das war als Falk sie bestrafte weil sie geraucht hatte.

Immer wieder suchte sie nach Caillys Hand, sie kam ihr vor wie eine Fee oder sowas, Caillys Hand erschien ihr so richtig guttuend kühl. Fiebrig glänzend huschte ihr Blick wenn sie wach war suchend im Schlafraum umher, ansonsten wirkten ihre Augen trüb. Es hatte bestimmt an der Milch gelegen, oder doch am Fleisch?
Caillean Hinrah

Beitrag von Caillean Hinrah »

Voll Zaertlichkeit streichelte sie ihr das verschwitzte Haar aus dem Gesicht. Wenn ihr einfach nur uebel war dann wuerde am naechsten Tag schon wieder ihr Wildfang froehlich herumhuepfen mit Seymour. Sie gab ihr nach jedem Erbrechen frisches kaltes Quellwasser aus dem brunnen damit ihr hals nicht allzu rauh wuerde, aber am ende hoerte sie Erinna nur noch hilflos kraechzen.

Langsam wuerde sie unruhig. Wann hoerte das auf? Oder war Erinna ernsthaft krank?

"Schlaf ein wenig meine Kleine. Ich schau ob ich Laila finde oder ob sie wieder ihre Streifzuege durch den Wald macht. ich bin bald zurueck"

Sie gab ihr noch einen kuss auf die stirn und zog die felle hoch an ihren Hals, oeffnete ein fenster einen spaltbreit fuer frische luft.
Caillean Hinrah

Beitrag von Caillean Hinrah »

Sie blinzelt sachte, das Feuer in der Hinrahschen Schenke und allgemeinen Aufenthaltsraum knackte einladend und verbreitete wie stets eine angenehme Waerme und Atmosphaere. Sie rieb das Gesicht an Falks Fellumhang, weil ihr das Auge juckte und schaute auf zu Falk. Er erzaehlte immer noch die Geschichte ... Sie laechelte und schloss die Augen, liess sich von seinem warmen Bass einlullen, ihr Kopf rutschte auf seine Brust und sie spuerte seine Stimme in seiner Brust vibrieren.

Sie laechelte im Halbschlaf.

Sie blinzelte erneut.

"Erinna... wer ist der junge Mann nochmals den du nach Grimwould eingeladen hast?"

Sie murmelte es halb verschlafen, sie wusste nichtmals, ob Erinna in dem Moment ueberhaupt da war. Caillean schmiegte sich erneut wohlig brummelnd an Falk und schlummerte friedlich und behuetet weiter.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Fiebrig rappelte sie sich auf, nahm den Kübel und schlich leise aus dem Zimmer. Nur weil es ihr schlecht ging, sollten die anderen wenigstens ihren Schlaf bekommen. Aus der Werkstatt nahm sie noch Felle mit und rollte sich unter den Westturm. Sie verstand es nicht wirklich .

Langsam stand sie auf und tapste in die Küche. Leise klirrte das Geschirr als sie sich einen Becher nahm und vom noch warmen Tee etwas einschuettete. Irgendwer war wohl doch wach geworden, sie hoerte es und vor Schreck verschuettete sie den Tee fast. Sie hatte so unendlichen Durst und trank den Becher hastig aus, ehe sie wieder nach draussen schlich.

Wenn wirklich wer wach war, würde sich vielleicht wundern. Da lief sie in leichten zickzack Linien wie jemand betrunkenes durch den Schnee um das Haus herum zum Westturm. dort rollte sie sich möglichst weit weg von der Kohleschale in die Felle. Die schwarzen Augen glänzten wie Sterne , fiebrig und matt als sie jene zu eben jenen hob und sie betrachtete bis sie verblassten.

Schlaf fand sie keinen wirklichen mehr. Der Fieberschlaf brachte ihr wirre Träume aus denen sie immer wieder hochschreckte. Auch war ihr Schlaf gestört weil sie sich immer wieder zum Kübel wendete, auch wenn nichts mehr wirklich da war, ausser was sie getrunken hatte. Es raubte ihr jedesmal die Luft und keuchend rang sie dann danach.

Morgends tapste sie immer wieder stolpernd und schlapp wieder in die Felle bei Cailly und Falk. bevor sie wieder ein wenig dösen konnte, dachte sie noch daran, dass es Zeit wurde das sie und Seymour aus der Wohnung zogen, damit Falk und Cailly auch mal Zeit fuer sich fanden.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Kühl war es auf ihrem Kopf, dort fehlte etwas. Weil sie einen jungen Mann gekuesst hatte und nichts anhatte wurde sie mal wieder bestraft.

Weithin über das Clansland bis in den Nebelwald hinein konnte man danach das Heulen, gleich einem Wolf, nur heller in der Tonlage hoeren. Schmerz klang daraus hervor und Trauer. Theor konnte es noch hoeren und Falk wäre wohl davon wachgeworden.

Sie zog sich in den Keller zurück. Keiner sollte sie so sehen, nicht so wie damals, als sie Gauglerin im Grunde spielen musste. Tief hinter den Fässer in der einen Ecke rollte sie sich zusammen und liess ihren Tränen freien Lauf.
Lange noch hatte sie danach mit Theor gesprochen, über viele Dinge. Dinge über die er nachdenken musste, und sie glaubte im Herzen ihn verloren zu haben.

Kein Lächeln, das sie doch so liebte, lag mehr auf seinen Lippen. Er sagte zwar das er sie bald wiedersehen würde, aber sie war Zurückweisungen so sehr gewohnt, nur der Clan wies sie nie zurück und auch Aradan nicht, dass sie in ihrem Herzen nicht wirklich daran glaubte.

Still stahl sie sich einige Felle aus einer Kiste und machte sich hinter den Fässern im Keller ein Lager, nur ein wenig der Felle war dahinter sichtbar, wenn man zufällig in die Ecke dort sah. Der Abend war lang gewesen, die Gefangennahme bei den Orken zahlte jetzt seinen Tribut.

Sie schaffte es gerade noch nach draussen, als sie das bisschen was sie kurz vorher gegessen hatte wieder ausbrach. Zitternd schlug sie auf den Steintisch ein, heftig nach Luft ringend, Sterne tanzten vor ihren Augen als sie endlich wieder atmen konnte.

Stolpernd schleppte sie sich wieder in den Keller und rollte sich in die Ecke hinter den Fässern und weinte sich in den Schlaf. Seymour war oben bei Falk und Cailly und sie wusste das er da mehr als gut aufgehoben war.
Falk Hinrah

Beitrag von Falk Hinrah »

Seymour in Cailleans Armen zurück lassend horchte Falk auf. Er kannte dieses Heulen. Das Heulen seiner Tochter.

Ihm hatte sie gesagt dass sie in den Keller gehen wollte, doch er hatte gehofft sie würde trotzdem zu ihm kommen.

Eine Stunde, dann noch eine wartete er wach in den Fellen sitzend auf Erinna. Dann rang er sich durch, raffte sich auf und ging in den Keller wo er sie erst nach langem Suchen schlafend fand.
Sein Krümelchen hatte eine Regel übertreten und wie ein guter Vater musste er auch mal streng sein. Es lag an ihm ihr eine klare Linie vor zu geben und solches Verhalten wie sie es an den Tag gelgt hatte konnte nicht toleriert werden.

Vorsichtig legte er sich zu ihr, breitete noch einige Felle über beide und schloss sein armes Mädchen liebevoll in den Arm. Sanft eine leise Melodie summend wachte er über ihren Schlaf bis ihn selbst die Müdigkeit überkam.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Lange traute sie sich nicht, den kahlen Kopf zu zeigen. Mit Kaputze trotz Falks Verbot lief sie herum, doch sobald sie seine Stimme hoerte nahm sie jene ab.

Er war stolz auf sie deswegen, aber sie hatte es nicht verdient und sie wich ihm den ganzen Tag aus. Den ganzen Tag fast hielt sie sich in der Kathedrale auf, auch als Cailly ihr sagte, sie solle sich ins Gasthaus legen mit Wadenwickeln. Cailly hatte ihr Äpfel gegeben, jene hatte sie noch immer nicht angerührt.

Sie hatte Angst entwickelt vor dem Brechen. Aber nur weil sie dabei kaum Luft bekam.

Jetzt lag sie da in der Kathedrale in einem Bett, fiebrig vor sich hinschwitzend. Sie hatte noch Falks Schläfe genäht und noch mit Laila geredet. Fast den ganzen Tag empfand sie Zorn in sich, recht hart sprach sie mit Laila, innerlich sich dagegen wehrend. Sie wollte nicht so mit Laila reden, aber sie konnte es nicht verhindern. Am liebsten haette sie irgendwas zertrümmert, aber irgendwie hielt der Gedanke das sie in Temoras Haus war und der Gedanke an alyssa sie zurück irgendwas in diesem Haus zu zerstören.

Virginie kümmerte sich um sie, legte immer neue kühle feuchte Tücher auf ihre Stirn. Erinna war so unendlich müde, aber in der Fremde in einem Steinhaus, ohne Waldgeruch und ohne Falks Schnarchen, Caillys Atem und Seymours leises Schnarchen konnte sie nicht schlafen. In Grimwould roch es nach holz, nach Tannen, nach Kohleschalen, nach den Bewohnern. Ein Geruch der ihr vertraut war.

Sie hoffte Falk würde bald kommen, nach der Schlacht und sie heimbringen. Sie sehnte sich danach ihren Kopf an seine Schulter zu lehnen und seine stärke zu fühlen. Nein, dachte sie bei sich, er hatte sie bestraft und sie wollte ihn bestrafen. Ihre Gedanken huschten weiter zu Clarissa, die eine falsche Behauptung aufgesetzt hat, die ihren kahlen Kopf sah und Erinna wusste, Clarissa lachte sie inerlich aus, genoss es Erinna zu demütigen.

Sie sagte zu Thancred, das man mit Glatze herumrenne, wenn man im Clan gelogen haette, es war flasch was Clarissa da behauptet hatte, sie kannte es nur einmal das jemand im Clan wegen einer Lüge kahlköpfig war und meinte gleich aller Welt erzählen zu müssen, Erinna hätte gelogen und deswegen keine haare. Clarissa beschmutzte Erinna damit, Erinnas Ehre und es tat Erinna sehr weh.

Bald würden alle von ihr behaupten, sie sei eine Lügnerin. Clarissa meinte sie solle heimgehen und mit ihren Puppen spielen, sie sei ja eh nur ein Kind. Am liebsten wäre Erinna auf sie losgegangen. Aber sie wusste NOCH hatte sie gegen Clarissa keine Chance, ihre Zeit würde kommen, irgendwann und dann würde Clarissa.... Sie unterbrach den Gedanken und wälzte sich in dem fremden Harten Bett herum. Sie fand keinen Schlaf, nicht bevor Falk sie holen kommen würde.
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