Das Erwachen.

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Esgaron
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Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Das Erwachen.

Beitrag von Esgaron »

Gwain hatte ihn unterwiesen, er hatte ihm gezeigt wie er dazu in der Lage war den Strang des Feuers im Lied eines Gegenstandes zu verändern, ihn zu verstärken und eine Flamme hervorzurufen, beim ersten mal hatte er die Wirkung verfehlt, der Ast dessen Spitze er anstecken sollte platzte mit einem mehr oder minder lauten knallen und zunächst konnte er nicht mehr tun als verdutzt darauf zu starren. Beim zweiten Versuch jedoch gelang es ihm und der Ast fing Feuer, eine kleine Flamme züngelte an seiner Spitze. Auf ein zufriedenes Nicken von Gwain hin lies dieser ihn allein und sagte er habe ihm genug gezeigt damit er ab sofort selbst weiter arbeiten könne, innerhalb seiner Fertigkeiten und eben dies hatte er vor...

Er hatte einige Zeit am Waldrand gesessen den Rücken an einen großen Stein gelehnt, er hatte versucht das Lied um ihn herum zu hören, jede einzelne Note jeden Klang hatte er versucht zu verinnerlichen und zuzuordnen, es war für ihn seine Sache äußerster Konzentration und sein Vorhaben gelang ihm dennoch mehr schlecht als Recht, er schloss die Augen und gab sich ganz der Melodie hin und lauschte ihrem Klang... als er aus seiner Trance erwachte war es bereits Nacht, und er fröstelte, zumindest hatte es nicht geschneit als er hier gesessen hatte, er stützte sich langsam auf und ging in Richtung des Hains, unterwegs hörte er immer wieder vereinzelte Aspekte des Liedes die ihn umspielten wie ein sanfter warmer Sommerwind das Laub der Bäume.

Im Laufe der Meditation entdeckte er immer wieder neue Möglichkeiten das Lied zu verändern, so zum Beispiel konnte er nach einiger Übung die Luft in seiner unmittelbaren Umgebung in geringem Maße aufheizen und somit eine wohlige Wärme erzeugen die ihn umgab, auch schaffte er es einen Krug Wasser welcher gefroren war mithilfe des Liedes wieder aufzutauen, allerdings war er etwas übereifrig so das der Krug zersprang als er es zu unachtsam am Lied wirkte. Nach diesem Missgeschick ließ er vorerst die Finger vom Feuer und befasste sich mit anderen Aspekten des Liedes - so zum Beispiel dem Wachsen von Gräsern, es war mehr oder minder kompliziert das Wachstum zu beschleunigen, er schaffte es nicht wirclich das Graß wachsen zu lassen, aber immerhin einige Zentimeter ließ er es in die Höhe sprießen was er mit einem zufriedenen Nicken seinerseits hinnahm, er würde sich noch weiter der Meditation widmen müssen um das Lied besser und exakter zu verstehen damit er seine Grenzen erweitern konnte.
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