Feurige Blume der goldenen Stadt

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Shirin Ifrey

Feurige Blume der goldenen Stadt

Beitrag von Shirin Ifrey »

Sie spurtete in gebeugter Haltung durch den Sand. Als ein Zauber sie traf machte sie einen Satz, rollte sich auf der Schulter ab und verschwand hinter einem schützenden Felsen. „Ich hasse diese Scarabeus.“, murrte sie aus und tockte mit ihren Hinterkopf nachdenklich auf den Felsen. Sie hörte es deutlich rascheln und wie etwas durch den Sand näher kam. Kurz umfasste ihre Hand entschlossen den Bogen. Dann schüttelte sie knapp den Kopf, schulterte den Bogen rasch, zurrte ihren Köcher fester und sprang auf – um kurz darauf Fersengeld zu geben. Gerade als die ersten Sonnenstrahlen die goldene Stadt trafen kam sie in Menek’ur an. Der gewohnte Morgengang zum Ahnengrad war rar ausgefallen, auf dem Heimweg konnte sie jedoch noch ein paar Harpien entfedern, somit war ihre Jagd nicht völlig sinnlos. Zu Hause angekommen ging sie geschafft die Treppe hinauf, entledigte sich ihrer Rüstung und lies sich einfach in ihr Bett fallen. Sie hörte im Halbschlaf wie die Tür zugezogen wurde, wohl war es genau die Zeit wo ihr Bruder sich auf in die Minen machte.

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Ihre Gedanken schweiften zu den letzten Abend. Sie war bei Sezai eingefallen und hatte bei ihm zu Abend gegessen denn sie selbst hatte nichts zu Hause. Sezai erzählte ihr von einer Insel, Lameriast solle sie heißen, dort gäbe es große Monster die langsam seien. Er bereute es wohl gleich ihr das erzählt zu haben, denn kurz darauf verkündete Shirin schon das die Insel bald von ihr heimgesucht würde. Mit Sezai kam sie gut zurecht, auch wenn sie merkte das er sehr auf sein Soldatentum wert legte, denn er war ein sehr verschlossener Zeitgenosse. Doch brachte sie ihn gestern Abend schon zum Grinsen – das war ja immerhin ein Anfang.
Shirin fuhr sich durch das hellbraune Haar. Thara sagte ihr, sie würde mit einem solchen Haar sicherlich einen angesehenen Mann finden. Nun drehte sie sich in ihrem Bett herum und vergrub das Gesicht in den Kissen. Einen Mann? Das sagte sie Saahir auch schon als jener ebenfalls damit anfing: „Ich bin eine Säbelschwingerin, der Bogen ist mein Webstuhl, die Rüstung mein feines Kleid. Welcher Mann sucht sich so eine Frau aus? Neda, ich bin froh so wie es ist.“ Saahir konnte das jedoch kaum glauben und sagte ihr wie hübsch sie sei und sicherlich bald einigen Männern den Kopf verdrehen würde. Shirin hatte damals ganz das Gefühl als wäre Saahir schon der Erste, - bei dem Gedanken musste sie sogleich grinsen.
Drehte sich alles um das eine leidige Thema?
Sie richtete sich auf und zog sich ein schlichtes Gewand über. Nein, sie musste sich nun sicherlich auf wichtigeres konzentrieren und dies war ihre Ausbildung. Noch heute würde sie nach Lameriast reisen und diese großen Monster aufsuchen von denen Sezai sprach. Sie musste sich beeilen, die Reise würde lange dauern und sie hatte ihre Waffen noch auf Fordermann zu bringen.

Die Reise nach Lameriast dauerte gar nicht so lange wie sie es zu beginn dachte, sie fand schnell das Lager mit den Monstern. Wirklich eklig sahen sie aus, grün und menschengroß – von solchen Wesen hatte sie bisher nur gelesen. Nachdem sie die lehrreiche Jagd beendet hatte fuhr sie mit einem Schiff wieder zurück nach Hause.
Als sie von ihrer Erkundungstour wieder im Hafen ankam traf sie in Menek’ur auf einen Fremden und Khalida mit Cet’em. Es handelte sich wohl um irgendeine Gefolgschaft. Sie schloss sich Khalida an und führten den nachreisenden Festländer zum Palast. Dort traf sie auch auf Saajid. Irgendwie mochte sie ihn, doch war er im Gleichenzuge auch schon etwas mit Vorsicht zu genießen, das letzte Mal als sie mit ihm zusammen war fackelte er fast das Labor ab, also ein kleiner Tollpatsch. Khalida verabschiedete sich rasch wieder von der kleinen Gruppe, der Festländer wurde zur Esra geführt und kurz darauf verschwand auch Saajid da er von Fuad beordert wurde. Zurück blieb eine hungrige Shirin und zwei Soldaten außerhalb des Saals. – Cet’em und Sezai.



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Ihre kastanienbraunen Augen sahen hinüber zu Sezai. Er trug seine Rüstung und hielt sein Schild fest in der Hand, sehr aufrecht war seine Haltung. Als sie ihn so betrachtete wollte sie ihn irgendwie Ärgern, nun dies war etwas hart ausgedrückt. Doch hang seitdem sie nurnoch zu dritt waren eine bedrückende Stille im Raum. Sie richtete sich geschwind auf und drehte sich im selbigen Zuge zu ihm herum. Als sein Augenpaar dann jedoch direkt in das ihre sah stockte Shirin der Atem und sie war in ihrem Vorhaben sofort eingedemmt. Er schenkte ihr einen warmen Blick, sie selbst bemerkte schon das dies selten an ihm war. Etwas machte diesen Mann interessant, was genau es war konnte sie nicht sagen - noch nicht, sie würde dem schon noch auf den Grund gehen. Sie versuchte ein Gespräch zu beginnen. Sezai jedoch zeigte sich von seiner Soldatischenseite, zu verwirrt von seiner Art verlor sie kurz darauf auch wieder das Interesse an dieser verstockten Situation. Sie verließ den Palast mit flinken Schritten, lieber würde sie nun mit Jemanden durch die Stadt laufen und quatschen, doch alle waren irgendwie beschäftigt.
So lies sie sich alleine auf einer kleinen Bank an einem Brunnen nieder, mit nachdenklichen Blick verfolgte sie das sprudelnde Nass. Die letzten Tage waren so aufregend für sie gewesen, es kündigte sich eine wahre Veränderung in ihrem Leben an. Ob sie darauf gefasst war wusste sie nicht, doch sie würde ihr Bestes tun.
Zuletzt geändert von Shirin Ifrey am Freitag 5. September 2008, 22:57, insgesamt 1-mal geändert.
Shirin Ifrey

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Große kastanienfarbene Augen starrten voran, ihr Körper verkrampfte sich. Sie spürte warme Lippen auf ihren. Sie bewegten sich vorsichtig. Ein Schauer jagte über ihren Rücken hinweg. Eine Hand legte sich an ihren Kiefer. Der Kuss hielt an, sie rührte sich nicht. Es musste passieren, ein guter Freund, er hatte so viele Annährungen gemacht, hatte ihr immer wieder gezeigt was er an ihr fand – doch sie wollte nur Freundschaft. Eine mit blindem Vertrauen. Was sollte sie tun? Es war ungewohnt, noch niemand küsste sie. Doch sie wusste wie er es meinte, was er fühlte. Die Augen schlossen sich als er von ihr abließ und sie drückte sich an seine Brust. Es tat ihr so Leid, all den Schmerz den er nun wegen ihr fühlen würde. All den Hass den er für sie aufbauen würde, denn sie fühlte nicht so wie er. Sie vergrub ihr Gesicht in seiner Brust und genoss seine Nähe, die Nähe eines Freundes. – doch so würde es wohl nicht bleiben, bald würde die Kälte in diese Beziehung treten und er würde sie meiden. Noch einmal rückte sie näher an ihn. „Es tut mir so Leid, Saahir“, sprach sie in Gedanken und löste sich. Sie verließ ihn, verstört und verletzt.

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Routinierte Schritte führten ihren Weg durch die Stadt, ihre Rechte legte sich locker auf den Säbelknauf. Die Nacht war in Menek’ur eingekehrt. Alle schienen zu schlafen nur ab und an sah man seichtes Kerzenlicht hinter im Wind hebenden Vorhängen. Die Patrouille verlief sehr ruhig, als sie zum Schluss am großen Basar ankam erblickte sie Fuad. Sollte sie mit ihm über ihr Problem sprechen? Er war immerhin das Oberhaupt, hatte er nicht ein Recht davon zu erfahren? Sie atmete tief durch, richtete ihre Rüstung kurz zurecht und trat zu Fuad. Sie erklärte ihm nur kurz um was es ging, doch genügte es dafür, dass Fuad sich Zeit nahm.
„Erzähle mir genau was Geschehen ist.“
In Fuads Haus löst sie den Schleier und sah ihm betrübt entgegen. Die kastanienbraunen Augen schlossen sich langsam, dann atmete sie tief durch. Saahir und Fuad waren nicht gerade Freunde gewesen und sie würde diese Bindung nun wieder ankratzen - doch er lies ihr keine Wahl.
„Saahir machte mir einen Heiratsantrag. Es war am Abend von Rivkahs Heirat, an jenem Abend floß viel Kaktusschnaps.“ – „Hat es jemand mitbekommen?“ Shirin nickte ihm zu und sprach weiter: „Saajid war dabei und wollte ihn sofort zur Rechenschaft ziehen, er fand es ungeheuerlich das Saahir mir unter solchen Umständen so etwas unterbreitete.“ Fuad lauschte ihr und warf dann ruhig ein: „Es war der Kaktusschnaps.“ Shirin hob ihre Schultern an und gab zurück: „Gewiss war er das. Doch das zweitemal war es kaum der Schnaps.“ Fuads Brauen hoben sich in die Höh und es schien als sei er so gar nicht erfreut darüber, doch er schwieg und lies sie erklären. „Wir kamen gerade vom Festland, er machte Annährungen, woran ich mich mittlerweile gewöhnt habe. Als ich gerade die Laternen am Basar anzündete machte er mir abermals einen Antrag. Nicht wortwörtlich, doch sprach er von gemeinsamer Zukunft..“ Fuad ballte seine Hände zu Fäusten. Er verharrte, sprach jedoch nicht. Shirin konnte nicht deuten ob es vor Wut oder Entsetzen war. „Das ist nicht alles.“ Hörbar schnaufte Fuad aus. „Er.. wollte mich küssen.“ Nun verschwieg sie ihm etwas, nein Saahir wollte sie nicht küssen, er hatte sie geküsst. Doch wenn sie dies Fuad erzählte, würde seine Wut wohl unermesslich sein. „Bitte Fuad, ich bin zu dir gekommen und habe es dir erzählt weil ich ihn nicht heiraten will. Bitte Fuad, sage mir das ich das nicht muss. Sollte er zu dir kommen und um meine Hand anhalten – muss ich ihn Heiraten?“ Nun war die junge Menekanerin voller Furcht und sah Fuad wie gepackt an. Jener schüttelte nun langsam den Kopf. „Ich werde mit ihm reden.“, kam es dann mit, für Shirin jedenfalls, gefährlich ruhiger Stimme. „Neda, auch das Fuad, bitte nicht. Ich möchte nicht das er wegen mir Ärger bekommt – ich möchte ihn doch nur nicht heiraten.“ Fuad nickte und gab ihr dann ihr Wort: „Du musst ihn nicht heiraten. Sollte er zu mir kommen mit jener Bitte, werde ich ihm schon etwas erzählen..“ Shirin seufzte nun erleichtert aus und nickte dann: „Dhabir Fuad.“ Er nickte dann und begleitete Shirin zur Tür. Als sie wieder durch die Straßen Menek’urs lief, schmerzte ihr Herz. Sie hoffte inständig das all dies nicht zu Saahir gelangen würde, denn dann wäre ihre Freundschaft wohl gefährdet. An Sezais Haus machte sie halt, den Blick zur Seite gewandt stand Sorge in ihrem Blick. Sie sah ihn schon lange nicht mehr und es bereitete ihr Sorgen. In jenen Momenten wünschte sie sich das Sezai da wäre, dem sie all dies erzählen könnte..
Shirin Ifrey

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„Hast du Rivkah geküsst bevor ihr geheiratet habt?“ Die Frage war absurd, doch lag es Shirin so sehr am Herzen wie selten etwas. Irfaan sah sie skeptisch an, schüttelte dann matt den Kopf und antwortete etwas verblüfft: „Natürlich nicht, das ist gegen die Tradition.“ Shirin zog es das Herz zusammen, so schmerzhaft das sie flüchten musste. „Danke dir, das war auch schon meine Frage!“, verabschiedete sie sich dann rasch und wandte sich herum. Als Sezai ihre Hand hielt sehnte sie sich so stark danach näher zu kommen, seine Lippen zu berühren, ihn zu küssen.. doch er und sie hielten sich zurück, nun träumte sie jede Nacht davon wie es wäre ihn zu küssen. Es musste nur jemand den Namen Sezai in den Mund nehmen und Shirin bekam weiche Knie und wenn sie ihn sah brannte ich ihr Herz vor Sehnsucht. Sehnsucht nach seinen starken Armen die sie bis zu dem einen Abend noch immer freundschaftlich umarmt hatten...

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Er machte Ali vor wie er am besten boxen konnte. Sezai schob seinen rechten Fuß voran und nahm eine straffe Haltung an. Shirins Blick schweifte an ihm hinab. Sie hatte gar keine Augen für Ali der voller Tatendrang nachmachte was Sezai ihm zeigte. Dann klopfte Sezai auch noch auf seine Oberschenkel und Shirinshals wurde plötzlich ganz trocken. War das Rechtens das sie so dachte? War es falsch an ihn zu denken? Sicherlich war es falsch, doch was konnte sie tun? Ihre Gedanken schweiften einfach so ab.. irgendwohin wo sie mit ihm alleine war. Shirin räusperte sich: „Ich gehe Abendessen, Inshallah ihr Beiden!“ Sie stieß sich von dem Boxring ab und lief an den Beiden vorbei zu ihrer Säbelscheide. Würde sie hier verweilen wäre sie verloren, da war sie sich sicher. Gerade als sie die Kaserne verlassen wollte beendeten die Beiden ihre Übungen und Sezai wandte sich Shirin zu. „Ich habe auch noch nicht zu Abend gegessen.“ – „Möchtest du mitkommen?“ /Verdammt, wieso sag ich das? Bin ich total bescheuert?/ Sezai grinste auf und nickte dann: „Gerne Shirin, ich ziehe mich nur rasch um.“ Sie konnte sich selbst Ohrfeigen, nun hatte sie Sezai auch noch zu sich nach Hause eingeladen, das konnte sie unmöglich länger als eine halbe Stunde aushalten. Wie dumm sie war, sie durfte sich ihren Wünschen nicht hingeben. Es war schmutzig, falsch und verdorben. Ganz gegen die Tradition. Als Sezai mit Shirin durch die Gassen der Stadt ging waren beide Mucksmäuschen Still.
Sie konnte ihm nur Quark und etwas Brot anbieten, doch genügte es für ein kleines Mahl. Als sie sich seitlich von ihm nieder lies seufzte sie leise aus. Sie redeten über unwichtiges, bis Sezai das Thema Heiratsanträge anschnitt. Shirin hatte in der Kaserne ihn voller Wut an den Kopf geworfen das sie in der Zeit wo er weg war zwei Heiratsanträge bekam und er nicht da war um ihr zuzuhören. Als Shirin begann von Saajid zu erzählen, spürte sie förmlich wie Sezai kochte. Ihr Blick schweifte an ihm hinab und sie sah wie sich seine Hand zur Faust ballte. Fühlte er wie sie? „Ich habe mit Fuad geredet, ich muss nicht heiraten.“ Nun schien alle Anspannung von ihm gefallen zu sein. Er seufzte fast erleichtert aus und sah Shirin direkt an. Jene wusste gar nicht wie ihr geschah als Sezai ihr erzählte was er fühlte. Er würde nur an sie denken, es gäbe keine Andere für ihn und er liebe sie. Shirin starrte ihn förmlich an. Mittlerweile fühlte sich Sezai wohl schon etwas unwohl, ob sie ebenso fühlte. Nun konnte sie sich nicht mehr halten, sofort kam alles heraus.. alles was sie fühlte und dachte. Welch Wut und Enttäuschung sie empfand als Sezai nicht mehr da war, welch Freude als sie ihn wieder sah – obwohl sie ihn hassen sollte dafür das er sie allein lies. Dann kam es ihr über die Lippen: „..liebe dich..“ Und schon war die Stille in den kleinen Raum eingekehrt. Er griff nach ihrer Hand, sie drückte jene stark. Nun war es ihr egal was die Tradition verlangte, sie musste in seine Nähe. So rücke sie über die Kissen und setzte sich neben ihn um ihren Kopf auf seine Schulter zu legen. Es genügte ihr, um starkes Herzklopfen zu bekommen... genügte um ihr den Atem zu rauben.

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In den folgenden Nächten konnte sie nicht mehr in Ruhe schlafen. Der Gedanke an Sezai raubte ihr den Verstand. Jede Nacht wälzte sie sich in ihrem Bett. „Zieh wieder ins Ifreyviertel, ich will dich in meiner Nähe haben.“ Sie seufzte aus, drehte sich herum und vergrub ihr Gesicht in den Kissen. Wieso sagte er so was. Er raubte ihr den Verstand. Selbst bei jagten war sie unaufmerksam, die letzte Wunde prangte noch an ihrem Oberarm.. besser sie ginge in den nächsten Tagen nicht mehr Jagen, bis sich dieses komische Gefühl gelegt hat.
Shirin Ifrey

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Sitte und Etikette Shirin!
Gefühle brechen aus dem Schleier heraus

Er sprang auf und warf dabei den Becher voll mit Wasser um. Im gleichen Zuge erhob sie sich. Der Streit ging in die zweite Runde. Er rief ihr Worte zu, sie stimmte in die Lautstärke ein und schellte ihn das er gar nichts wüsste und sich raushalten sollte. Der Eisenwartler neben ihr schien durch den Streit und die fremde Sprache etwas eingeschüchtert. Faridah rückte auf dem Kissen etwas zurück. Wahid saß wie eine Salzsäule da. Als sich Saleem kopfschüttelnd sinken lies erhob Fuad die Stimme und redete etwas von an den Haaren herausziehen und erziehen. Shirin ballte die Fäuste und sah an sich hinab, nun wurde ihr bewusst was sie tat. Vor Faridah.. vor einem Festländer, ach und selbst wenn sie alleine gewesen wären war dieses Verhalten mehr als unangebracht. Sie hätte ihren Unmut auf Fuad niemals so lauthals rauslassen dürfen und sicher nicht gegen Saleem der von alldem nichts wusste. Sie wandte sich rasch herum und verlies, noch immer innerlich kochend, die Taverne. Nun hatte sie mit einer Strafe zu rechnen, das war ihr bewusst. Als sie daheim ankam machte sie sich schon auf den Besuch von Fuad gefasst, doch sie würde ihm ihre Meinung sagen, so wie sie es immer tat, sie waren immerhin eine Familie. Doch die Strafe würde sie annehmen, mit erhobenen Hauptest. Shirin zog sich den Schleier ab, fuhr sich durch ihr Haar und legte ihre Waffen auf den Tisch ab. Da klopfte es schon. „Wer ist da?“ – „Saleem“. Innerlich seufzte sie auf das es nicht Fuad war. Sie öffnete ihm die Tür und lies ihn hinein. Nun bekam sie zum ersten mal ihren Kopf gewaschen. „Sitte und Etikette, halte dich daran. Wahre das Gesicht des Hauses.“
Innerlich spielten die Gefühle verrückt, sie war wütend und gleichsam schmerzte es das sie das Haus so blamierte vor dem Haus Masari, Wahid und einem Festländer der dazu noch ihr Gast war. „Ich verlange von dir mit Fuad zu reden und sehe von einer Strafe ab.“ Shirin schnaubte aus und nickte auf seine Bitte wieder zurück zur Taverne zu gehen.
Nicht mehr lange saßen sie dort, gleich als sie kam ging Fuad und Wahid. Nun war es ihr schmerzhaft klar geworden und sie spürte das erstemal in ihrer Zeit auf Menekur eine Distanz zu dem Familienoberhaupt. Irgendetwas hatte es ausgelöst das sein Ansehen vor ihr zerbröckelte.

Die Nacht war unruhig. Lange machte sie sich Gedanken warum Fuad sich so verhielt. Weshalb er gegenüber des Prinzen alle Häuser anpries, aber es ausließ die Ifreys für den mutigen Einsatz in Rahal zu lobpreisen. Jener Tag auf dem Marktplatz war der schlimmste den sie je erlebte. Sie zitterte als sie sich an die Magie des Letharen zurück erinnerte. Alles fiel auf sie nieder, Feuerregen, Feuerwände, Giftwände.. Elementare. Sie zog die dünne Decke enger um sich und presste die Augen aufeinander. Hier, daheim in ihrem Bett konnte sie sich eingestehen das sie Angst hatte so etwas wieder zu erleben. Und doch würde sie sich für jeden Menekaner wieder in solch Schmerzen und Leid stürzen, ohne zu zögern. Shirin krallte sich fester in die Decke und starrte gen Decke. „Er hatte mich einfach vergessen, er hat vergessen welch Tage ich danach durchstand, nichts erzählte er davon. Er pries alle an, jeden der im Raum war.. nur das Haus Ifrey lies er aus.“ Nun füllten sich ihre Augen mit Tränen und sie gestand sich leise ein das dies der Grund für ihre Distanz war. Das Fuad auch damals, als sie ihn so nötig als Familienoberhaupt gebraucht hatte – nicht da war.

„Es tut mir Leid was gestern Abend geschehen ist, ich habe meine Vernunft verloren. Ich kann es nicht mehr rückgängig machen, doch mich dafür entschuldigen welch Schmach ich über das Haus brachte.“ Fuad reagierte kaum darauf, er nickte nur. Sie erwischt eihn an seiner Werkbank und kam der Bitte Saleems nach, mit Fuad zu reden. Er erzählte ihr die Geschichte von dem Prinzen als Shirin erklärte weshalb sie so missgestimmt war. Versuche dich nicht rauszureden.. du hast mich einfach Vergessen wie du es schon einmal getan hast, gebe es zu! Dann sprach er davon, das der Prinz selbst sehen würde welch Wert die Ifreys in Menek’ur hatten und sie hörte ihm aufmerksam zu. Er erklärte ihr das es wichtig wäre andere Häuser zu Loben. Dann verlangte er von ihr die Sitten und Etiketten der Menekaner zu lernen. Nun musste sie aufschmunzeln, sie wusste wohl was ihr gestattet war und was nicht. Auch wusste sie das sie nachdem gestrigen Abend niemals einen Mann finden würde, eine aufmümpfige temperamentvolle Wüstenjägerin. Welcher Mann will das schon? Aber innerlich kam sie damit zu Recht. Khalida hatte auch keinen Mann und sie war glücklich. Es stimmte sie traurig das Fuad scheinbar in keinsterweise einsah einen Fehler gemacht zu haben. Sicher, sie war gestern diejenige die den schlimmsten Fehler getan hatte, doch auch er war nicht Perfekt und dies zeigte sich wieder mal an den Abend in der Taverne. Shirin verabschiedete sich knapp. Normalerweise enthüllte sie sich vor Fuad, zeigte ihm ihr Lächeln und war offen. Doch bevor sie ihn gegenüber trat schob sie die Maske sogar noch höher und ihre Mimik blieb die gesamte Zeit über distanziert. Es schmerzte. Er trat auf ihren Gefühlen herum, er dachte scheinbar keine Minute darüber nach wie es ihr dabei ging als sie die Geschichte von ihrer Niederlage in Rahal erzählte. Und als sie ihr an dem Abend auch noch die Schuld nehmen wollte.. er kam nicht dahinter wie sie sich fühlte.


Nachdem Gespräch zog sie es in die Wüste, sie suchte sich noch nahe Menek’ur eine Palme und lies sich an dessen Stamm sinken. Sie dachte nach und betrachtete in der Ferne die roten Sandberge der Wüste.
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Nein, alle verlangten danach das man sich benahm und so war wie man es wollte. Doch auf die Gefühle hinter dem Schleier.. die Gefühle hinter den Schild, diese verbargen sich für die Männer der Familie hinter Sitte und Etikette.
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