Des Abends bittersüsse Folge
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Cyrion Sha´Ar
Jemand berührte ihn, liess schmale Finger über seine Schlefe, seine Wange rieseln. Die Linie seines Kiefers entlang. So angenehm, aber wer...? Seine Augen öffneten sich und sein Blick striff Leah, welche auf ihn herab sah, ein Lächeln in ihren schönen Zügen. Ihre eine Hand wanderte über seine Brust, wanderte unter die offene Lederweste, die er trug, zeichnete die Federn des Tattoos nach, welche über sein Schlüsselbein gingen. Die Finger der anderen tanzten immer noch über sein Gesicht, kitzelten angenehm seine Haut. Sein Kopf lag auf ihrem Schoss, weich gebettet auf diesen Schenkeln, die er so gerne berühren wollte. Ihr Geruch, so rein, so unberührt von Parfüms und Ölen, umgab ihn. So verlockend sinnlich....
Seine Hand strebte in die Höhe, berührte ihre Wange, legte sich an diese. Diese Frau... Wusste sie, wie verlockend ihr Gesichtausdruck war? Das er überhaupt seinen Kopf auf ihrem Schoss betten durfte, war schon...! Ihre Augen schlossen sich, sie lehnte ihre Wange an seine Finger. "Küss mich..." raunte sie leise. Cyrions Augen weiteten sich überrascht. Doch währte die Überraschung nur kurz, setzte er den Ellenbogen auf dem Boden auf und drückte sich hoch, sich gleichzeitig zu ihr drehend, immer willig, ihr zu diensten zu sein.
Ein Rabe krächzte leicht und seine Aufmerksamkeit wurde kurz abgelenkt, sein Blick schweifte umher, suchte den Raben, den er... Ein Moment der Irritation. >Eine Blumenwiese...?< Sommerliche Blumen wiegten sich leicht in der Brise. Bäume rauschten leise in der Nähe und doch fand die Sonne wärmend ihren weg zu ihnen. Von einem Raben keine Spur...
Wieder berührten ihn warme Finger an der Brust, schoben sich die Weste zur Seite und legten sich über sein Herz. "Cyrion....?" Die leise Stimme wie die Berührung liess seinen Blick wieder zu ihr schweifen. Wieder weiteten sich seine Augen, als sein veilchenblauer Blick die Blumenkrone auf ihrem Haar fand. Jene Blumenkrone, mit Gold und Silberdraht gebunden und lebenden Blumen der Jahreszeit gesteckt, ruhte auf ihrem Haupt. Ihre Gestalt war in jene fast etherisch wirkende seidene Kleid gehüllt, so zart und dünn, das jede Brise es bewegte, der Anschein sich gab, als würde es gleich vom tanzenden Wind gestohlen werden mitsamt der zarterblühten Frau darin. Ihr Anblick nahm ihm den Atem... Leah... eine Braut... seine Braut... Sein Herz unter ihrer Hand klopfte heftig und er schluckte schwer. So schön... so schön seine Leah... Zum ersten mal fühlte er Scheue, als er mit langen Fingern ihr Gesicht zu ihm drehte und sie nach einem Moment des Innehaltens küsste.... Sie zart küsste und seine Finger über ihre Wange gleiten liess, zu ihrem Haar hinauf, während die andere ihre Tallie streifte, über den zarten Stoff hinweg ihren Rücken hinauf. Er verging in jenem Kuss, welchen sie willig erwiederte, ertrank in ihrem Duft, der seine Sinne füllte. "Leah...." murmelte er leise an ihrem Mund. Gott er wollte sie berühren, wollte... Warme Finger berührten ihn an den Rippen, wanderten die Narbe entlang, die über diesen lag, wanderte weiter und glitten über seine Haut zu seinen Schulterblättern. Scharf zog er die Luft bei dieser Berührung ein. Leah, die freiwillig soviel nackte Haut von ihm berührte?! Sein Blick weitete sich einmal mehr, als sie leise raunte, ein Lächeln auf ihren Zügen, welches von Liebe und Vertrauen sprach. "Ja..." >Ja?!< Einfach nur Ja? Wieder huschte sein Blick zu der Krone auf ihrem Kopf. Seine Braut... Seine Frau... Sich auf die Knie aufrichtend zog er sie mit sanftem Griff, aber wohl entschlossen, an sich, sie nicht einfach nur küssend, sondern ihren Mund essend. Finger wanderten seinen Hals hoch, schoben sich in sein Haar an seinem Hinterkopf. Fordernd und doch so sanft, seine Leah... Sich vorbeugend liess er sie sanft nieder, immer noch im Kuss mit ihr verbunden, nach ihren Lippen haschend, während sein Arm sie sicher hielt zwischen ihren Schulterblättern. Kastanienbraues Haar vermischte sich mit schwarzem, als er ihr sanfte Küsse auf die Lider, die Augenbrauen setzte, einen nach dem anderen, eine Kette von Küssen ihre Schlefe entlang bis zu ihrem Puls setzte, der unter seiner Berührung flatterte. Ein leises Tönen des Wohlbehagens von ihrer Seite, während sich ihre Finger unter der Weste auf seinem Rücken spreizten. Ein Lächeln zeigte sich flüchtig auf seinen Zügen, dann wanderte seine Zungenspitze ihren Hals hinab und endete mit zarten Küssen oberhalb ihres Schlüsselbeines. Kein Widerstand von ihr, als seine Finger ihre Seite entlang wanderte und sich zu ihrer Hüfte vortaste, sich vorsichtig über die Grenze zum Bein traute und sich um ihren Po wölbte. >Götter...< Ein Königreich das sie ihm schenkte... Ein Arm schlang sich um seinen Kopf, während er zu ihr hoch linste und nichts als Wohlgenuss vorfand, ein Ausdruck, der in ihm alles zusammen zog... diese Frau... so leidenschaftlich, wie er gedacht hatte...
Der weiche Stoff des Ärmels gleitete ihren Arm herab, während er sein Gewicht verlagerte, ein Knie zwischen ihre setzte. Sein Kopf neigte sich zur Seite und wieder nibbelte er seinen Weg zu ihrer Schulter, diesmal die zarten Küsse auf die Innenseite ihres Armes setzend. Leise zog sie den Atem ein, kicherte dann... War er so zart gewesen, das es kitzelte? Wieder fand sich ein Lächeln auf seinen Zügen, dann beugte er sich hinab, den Rand ihres Ausschnitts mit nibbelnden Küssen zu versehen, langsam... so langsam herabwandernd. Warm strich sein Atem über ihre Haut, dann berührte etwas seine Wange und er blickte auf. Eine Blume, die sie geflückt hatte und deren Blütenblätter nun, sich drehend, seine Wange berührten. Der Blick wanderte einen Hauch überrascht zu ihr hin - ein Ablenkungsmanöver? Machte sie das doch unruhig? In ihren Zügen ein Lächeln, herzlich, voller Liebe. Der Blick verhangen und doch...
Eine Spur der Unruhe? Er war sich nicht sicher. Doch zeigte sich auf seinen Zügen jener warme Blick voller Zärtlichkeit, dann führte er mit der Hand, welche er von ihrer Tallie nahm, ihre Blütenhaltende Hand zu seinen Lippen, küsste Zart jenen Puls an ihrem Handgelenk. Der Puls flatterte wie ein Kolibriflügel unter seinen Lippen. Also doch unruhig.... Ah... er würde sich Zeit lassen... Sie hatten alle Zeit der Welt. Es eilte nicht... Niemand würde sie hier stören... Als er die Lippen löste und die Augen öffnete, fiel sein Blick auf die Blume, welche goldenen Pollen auf einer seine Strähnen hinterlassen hatten... >Pollen...< Eine Idee kam ihm und er nahm ihr die Blüte mit sanften Zug ab, lies den Blick auf ihr ruhen, während er die Blätter sanft von jener Vertiefung zwischen ihren Schlüsselbeinen an ihrem Hals senkrecht runter zur Mitte ihres Ausschnitts gleiten liess, die Blume leicht zwischen seinen Fingen drehend, das der goldene Pollen einen süssen Weg auf ihrer zarten hellen Haut hinterliess. Ihr Atem wurde angehalten, als die Blüte zwischen ihre Brüste gelegt wurde, die Finger ihren Bauch berührten, als er den Stiel dort ruhen liess. "Meine Schöne... Darf ich...?" Die Worte nur geraunt, liess er seine Lippen sanft über ihre Fingerspitzen huschen, hatte er ihre Hand zu sich hochgehoben. Gefühle huschten über ihr Gesicht, dieses ein offenes Buch wie immer... Doch schliesslich nickte sie, den Atem einmal mehr anhaltend. Ein Lächeln zeigte sich wieder auf seinen Zügen, er küsste ihre Hand ein letztes Mal, bevor er diese mit der seinen ergriff, die Finger mit ihren verschränkte und selbiges auch mit der anderen machte. Mit sanften Druck senkte er beide Hände links und rechts von ihren Schultern in das duftende Grass und beugte sich herab, jene Spur aus goldenen Staub an ihrem Hals zu kosten....
Immerwährende Dunkelheit erfüllte das Zimmer während draussen still und leise der Schnee fiel. In dem Bett lag eine Gestalt, das schwarze Haar ergoss sich über seinen blossen Rücken und einige Strähnen gleiteten zur Seite, als sein Arm sich unter dem Kissen hervor schob und etwas oberhalb seines Kopfes zur Ruhe kam. Die Augen unter den Lidern huschten hin und her und sein Atem kam und ging in ruhigen sicheren Zügen. Die Mundwinkel hoben sich, und ein kleines Lächeln, so flüchtig wie ein Traum, benetzte seine Lippen. Ein leises Seufzen war zu hören, dann wurde es wieder still um den Träumenden.
Seine Hand strebte in die Höhe, berührte ihre Wange, legte sich an diese. Diese Frau... Wusste sie, wie verlockend ihr Gesichtausdruck war? Das er überhaupt seinen Kopf auf ihrem Schoss betten durfte, war schon...! Ihre Augen schlossen sich, sie lehnte ihre Wange an seine Finger. "Küss mich..." raunte sie leise. Cyrions Augen weiteten sich überrascht. Doch währte die Überraschung nur kurz, setzte er den Ellenbogen auf dem Boden auf und drückte sich hoch, sich gleichzeitig zu ihr drehend, immer willig, ihr zu diensten zu sein.
Ein Rabe krächzte leicht und seine Aufmerksamkeit wurde kurz abgelenkt, sein Blick schweifte umher, suchte den Raben, den er... Ein Moment der Irritation. >Eine Blumenwiese...?< Sommerliche Blumen wiegten sich leicht in der Brise. Bäume rauschten leise in der Nähe und doch fand die Sonne wärmend ihren weg zu ihnen. Von einem Raben keine Spur...
Wieder berührten ihn warme Finger an der Brust, schoben sich die Weste zur Seite und legten sich über sein Herz. "Cyrion....?" Die leise Stimme wie die Berührung liess seinen Blick wieder zu ihr schweifen. Wieder weiteten sich seine Augen, als sein veilchenblauer Blick die Blumenkrone auf ihrem Haar fand. Jene Blumenkrone, mit Gold und Silberdraht gebunden und lebenden Blumen der Jahreszeit gesteckt, ruhte auf ihrem Haupt. Ihre Gestalt war in jene fast etherisch wirkende seidene Kleid gehüllt, so zart und dünn, das jede Brise es bewegte, der Anschein sich gab, als würde es gleich vom tanzenden Wind gestohlen werden mitsamt der zarterblühten Frau darin. Ihr Anblick nahm ihm den Atem... Leah... eine Braut... seine Braut... Sein Herz unter ihrer Hand klopfte heftig und er schluckte schwer. So schön... so schön seine Leah... Zum ersten mal fühlte er Scheue, als er mit langen Fingern ihr Gesicht zu ihm drehte und sie nach einem Moment des Innehaltens küsste.... Sie zart küsste und seine Finger über ihre Wange gleiten liess, zu ihrem Haar hinauf, während die andere ihre Tallie streifte, über den zarten Stoff hinweg ihren Rücken hinauf. Er verging in jenem Kuss, welchen sie willig erwiederte, ertrank in ihrem Duft, der seine Sinne füllte. "Leah...." murmelte er leise an ihrem Mund. Gott er wollte sie berühren, wollte... Warme Finger berührten ihn an den Rippen, wanderten die Narbe entlang, die über diesen lag, wanderte weiter und glitten über seine Haut zu seinen Schulterblättern. Scharf zog er die Luft bei dieser Berührung ein. Leah, die freiwillig soviel nackte Haut von ihm berührte?! Sein Blick weitete sich einmal mehr, als sie leise raunte, ein Lächeln auf ihren Zügen, welches von Liebe und Vertrauen sprach. "Ja..." >Ja?!< Einfach nur Ja? Wieder huschte sein Blick zu der Krone auf ihrem Kopf. Seine Braut... Seine Frau... Sich auf die Knie aufrichtend zog er sie mit sanftem Griff, aber wohl entschlossen, an sich, sie nicht einfach nur küssend, sondern ihren Mund essend. Finger wanderten seinen Hals hoch, schoben sich in sein Haar an seinem Hinterkopf. Fordernd und doch so sanft, seine Leah... Sich vorbeugend liess er sie sanft nieder, immer noch im Kuss mit ihr verbunden, nach ihren Lippen haschend, während sein Arm sie sicher hielt zwischen ihren Schulterblättern. Kastanienbraues Haar vermischte sich mit schwarzem, als er ihr sanfte Küsse auf die Lider, die Augenbrauen setzte, einen nach dem anderen, eine Kette von Küssen ihre Schlefe entlang bis zu ihrem Puls setzte, der unter seiner Berührung flatterte. Ein leises Tönen des Wohlbehagens von ihrer Seite, während sich ihre Finger unter der Weste auf seinem Rücken spreizten. Ein Lächeln zeigte sich flüchtig auf seinen Zügen, dann wanderte seine Zungenspitze ihren Hals hinab und endete mit zarten Küssen oberhalb ihres Schlüsselbeines. Kein Widerstand von ihr, als seine Finger ihre Seite entlang wanderte und sich zu ihrer Hüfte vortaste, sich vorsichtig über die Grenze zum Bein traute und sich um ihren Po wölbte. >Götter...< Ein Königreich das sie ihm schenkte... Ein Arm schlang sich um seinen Kopf, während er zu ihr hoch linste und nichts als Wohlgenuss vorfand, ein Ausdruck, der in ihm alles zusammen zog... diese Frau... so leidenschaftlich, wie er gedacht hatte...
Der weiche Stoff des Ärmels gleitete ihren Arm herab, während er sein Gewicht verlagerte, ein Knie zwischen ihre setzte. Sein Kopf neigte sich zur Seite und wieder nibbelte er seinen Weg zu ihrer Schulter, diesmal die zarten Küsse auf die Innenseite ihres Armes setzend. Leise zog sie den Atem ein, kicherte dann... War er so zart gewesen, das es kitzelte? Wieder fand sich ein Lächeln auf seinen Zügen, dann beugte er sich hinab, den Rand ihres Ausschnitts mit nibbelnden Küssen zu versehen, langsam... so langsam herabwandernd. Warm strich sein Atem über ihre Haut, dann berührte etwas seine Wange und er blickte auf. Eine Blume, die sie geflückt hatte und deren Blütenblätter nun, sich drehend, seine Wange berührten. Der Blick wanderte einen Hauch überrascht zu ihr hin - ein Ablenkungsmanöver? Machte sie das doch unruhig? In ihren Zügen ein Lächeln, herzlich, voller Liebe. Der Blick verhangen und doch...
Eine Spur der Unruhe? Er war sich nicht sicher. Doch zeigte sich auf seinen Zügen jener warme Blick voller Zärtlichkeit, dann führte er mit der Hand, welche er von ihrer Tallie nahm, ihre Blütenhaltende Hand zu seinen Lippen, küsste Zart jenen Puls an ihrem Handgelenk. Der Puls flatterte wie ein Kolibriflügel unter seinen Lippen. Also doch unruhig.... Ah... er würde sich Zeit lassen... Sie hatten alle Zeit der Welt. Es eilte nicht... Niemand würde sie hier stören... Als er die Lippen löste und die Augen öffnete, fiel sein Blick auf die Blume, welche goldenen Pollen auf einer seine Strähnen hinterlassen hatten... >Pollen...< Eine Idee kam ihm und er nahm ihr die Blüte mit sanften Zug ab, lies den Blick auf ihr ruhen, während er die Blätter sanft von jener Vertiefung zwischen ihren Schlüsselbeinen an ihrem Hals senkrecht runter zur Mitte ihres Ausschnitts gleiten liess, die Blume leicht zwischen seinen Fingen drehend, das der goldene Pollen einen süssen Weg auf ihrer zarten hellen Haut hinterliess. Ihr Atem wurde angehalten, als die Blüte zwischen ihre Brüste gelegt wurde, die Finger ihren Bauch berührten, als er den Stiel dort ruhen liess. "Meine Schöne... Darf ich...?" Die Worte nur geraunt, liess er seine Lippen sanft über ihre Fingerspitzen huschen, hatte er ihre Hand zu sich hochgehoben. Gefühle huschten über ihr Gesicht, dieses ein offenes Buch wie immer... Doch schliesslich nickte sie, den Atem einmal mehr anhaltend. Ein Lächeln zeigte sich wieder auf seinen Zügen, er küsste ihre Hand ein letztes Mal, bevor er diese mit der seinen ergriff, die Finger mit ihren verschränkte und selbiges auch mit der anderen machte. Mit sanften Druck senkte er beide Hände links und rechts von ihren Schultern in das duftende Grass und beugte sich herab, jene Spur aus goldenen Staub an ihrem Hals zu kosten....
Immerwährende Dunkelheit erfüllte das Zimmer während draussen still und leise der Schnee fiel. In dem Bett lag eine Gestalt, das schwarze Haar ergoss sich über seinen blossen Rücken und einige Strähnen gleiteten zur Seite, als sein Arm sich unter dem Kissen hervor schob und etwas oberhalb seines Kopfes zur Ruhe kam. Die Augen unter den Lidern huschten hin und her und sein Atem kam und ging in ruhigen sicheren Zügen. Die Mundwinkel hoben sich, und ein kleines Lächeln, so flüchtig wie ein Traum, benetzte seine Lippen. Ein leises Seufzen war zu hören, dann wurde es wieder still um den Träumenden.
Zuletzt geändert von Cyrion Sha´Ar am Dienstag 9. Dezember 2008, 21:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Cyrion Sha´Ar
Erneut ging er die Liste durch, überschaute, ob er auch wirklich alles zusammen hatte. Die Strohmatte, zusammengerollt, lag neben dem Korb mit dem Essen. Sie war schwer, und das wunderte ihn wenig. In die Matte war immerhin auch eine Decke und zwei grössere Wärmsteine eingerollt, welche er in das Feuer legen konnte, um sie dann - in Tücher gewickelt, Leah unter die Füsse legen konnte. Vielleicht zog sie dann endlich mal diese vermaledeiten Stiefel aus, die ihr bis an die Schenkel gingen... Vielleicht durfte er sie ihr sogar ausziehen... Er hing diesem verlockendem Gedanken einen Moment nach, bevor er schwer seufzte.
"Wenn Schweine fliegen können...."
Neben der gerollten Wurst von diversem Material zum bequemen Niederlassen hatte er ein recht grosses Bündel Trockenholz zusammengeschnürt für das Lagerfeuer. Nichts verdarb die Laune so sehr wie Qualm, der einem bei ungünstigem Wind in die Augen biss. Ein Korb stand ebenfalls da, gefüllt mit allerlei Leckereien, die man leicht zubrereiten konnte, aber auch Naschereien... Hase am Spiess, mit Marmelade gefüllte Keckse, Schokoladenröschen.... für die Schokoladenröschen hatte er sich abgearbeitet, bis er zwei Holzstücke soweit bearbeitet hatte, das sie die Negativhälften von einer Rose bildeten. Das Ergebnis sah wirkte doch wie eine Rosenblüte... Mit ein bisschen Wohlwollen... eine fast geschlossene Blüte... wenn nicht unterwegs etwas abbrach... Aber er hatte auch vom Bauern einiges ergattert. Quark mit früchten... In Honig eingelegte Früchte... Er hoffte, unter den Sachen irgendetwas gefunden zu haben, was ihr gefiel. Wieder blickte er über die Liste. Die Tassen, die Zinnkanne... Pfefferminztee... der Honig... Aye. Sein Blick schweifte weiter, blieb auf dem Tisch hängen, wo sein Werk sich in den letzten Phasen des Trocknens befand. Er hatte einige Zeit gebraucht, bis er die Masse eingefärbt hatte. Er mochte selbst Süsses, wusste also, wie man Marzipan herstellte, aber es einfärben... Dann hatte er sie mühselig und in Kleinarbeit geformt. Jedes Blatt einzeln, dann an Asttengel setzen, Blüten oder Blätter formend. Marzipan herzustellen war nicht einfach... Er brauchte Mandeln, welche teuer waren, die er zerrieb und mit uralten Honig, welcher schon kristallisierte in einem Wasserbad köchelte, rührte, bis die Masser nicht mehr am Löffel kleben blieb. Zwei Drittel Nüsse und ein Drittel Waldhonig. Rosenwasser und noch einige Gewürze hinzu, die den Geschmack veredeln sollten. Die Masse wurde dann mit Haselnussmehl angeknetet und geformt. Ein teures vergnügen, aber es lohnte sich. Wieder flog sein Blick über den kleinen Strauss weisser Wildrosen aus Marzipan. Aye... den würde er in den Korb legen - zu aller oberst, damit er nicht zerdrückt wurde.
Unruhig ging er hinaus und blickte auf eine weitere Kreation seiner Küche, die eingebuddelt im Schnee lag. Er hoffte, das dieses hier schmecken würde... Er hatte bisher nur einmal dieses gefrorene Frucht-Sahne-Gemisch hergestellt und meinte, das es nicht schlecht schmeckte. Sahne, etwas Milch und Honig und zuletzt Früchtebrei verrühren und draussen einfrieren lassen. Er hoffte, das ihr dies gefiel.
Wieder ging er unruhig umher. Ein Ausflug mit ihr... Er hatte sich einen schönen Ort gesucht - möglich, das sie ihn kannte. Aber dennoch... Sollte er den Besen mitnehmen, falls die Stelle wieder einschneite? Er war vor ein paar Stunden dort gewesen und hatte den Schnee beiseite gefegt - vielleicht Sinnlos, wenn es wieder schneite, aber er war so ruhelos, er musste etwas tun, selbst wenn es für die Katz war. Vielleicht sollte er einen mitnehmen... man wusste nie. Und wenn der Platz wieder eingeschneit war - würden sie sich auf dem Schnee niederlassen, würde die Feuchtigkeit bald durch die Strohmatte ziehen, die Decke würde feucht werden und... und... Er stand auf, schnappte sich den Besen und stellte ihn zu der kleinen Ausrüstung.
Wieder huschte sein Blick zum Korb mit dem Essen... hatte er zuviel Süsszeug eingepackt? Vermutlich... Marzipanbrot... Keckse... Vielleicht sollte er auch normales Brot und Aufschnitt mit einpacken... Unschlüssig ging er in den Keller, wo seine Vorräte waren. Es sollte ihr an nichts fehlen. Immerhin hatte ihm Savea tatsächlich erlaubt, sie auszuführen. Konnte man das eine offizielle Erlaubnis zum Werben nennen? Er wusste es bis heute nicht. Aber eines wusste er sicher! Er würde jede Gelegenheit nutzen, dieses Mädchen zu überzeugen, das er der rechte Mann für sie war. Das nur er für sie in Frage kam. Und dazu war ihm jedes Mittel recht. Wieder huschte sein Blick über die vorbereiteten Sachen für den Ausflug, als er einige eingeschlagene Scheiben Schicken und einen kleinen Brotlaib, sowie etwas Butter hinzufügte. Würde das reichen? Waren alle Eventualitäten abgedeckt? Wieder raufte er sich unruhig das Haar und griff nach seinem Umhang, beschloss, spazieren zu gehen, die Unruhe los zu werden. Vielleicht fand er noch ein paar Haselnüsse, Walnüsse... vielleicht sogar Maronen, die er dem ganzen noch hinzufügen konnte. Schwer atmete er ein und aus, in das blendene Weiss des Schnees blickend. So viel zu planen. So viel zu bedenken. Aber das machte ihm nichts aus. Wenn er dafür nur ein Lächeln auf ihren Zügen sehen würde. Aye...Der Ausflug musste perfekt werden!
"Wenn Schweine fliegen können...."
Neben der gerollten Wurst von diversem Material zum bequemen Niederlassen hatte er ein recht grosses Bündel Trockenholz zusammengeschnürt für das Lagerfeuer. Nichts verdarb die Laune so sehr wie Qualm, der einem bei ungünstigem Wind in die Augen biss. Ein Korb stand ebenfalls da, gefüllt mit allerlei Leckereien, die man leicht zubrereiten konnte, aber auch Naschereien... Hase am Spiess, mit Marmelade gefüllte Keckse, Schokoladenröschen.... für die Schokoladenröschen hatte er sich abgearbeitet, bis er zwei Holzstücke soweit bearbeitet hatte, das sie die Negativhälften von einer Rose bildeten. Das Ergebnis sah wirkte doch wie eine Rosenblüte... Mit ein bisschen Wohlwollen... eine fast geschlossene Blüte... wenn nicht unterwegs etwas abbrach... Aber er hatte auch vom Bauern einiges ergattert. Quark mit früchten... In Honig eingelegte Früchte... Er hoffte, unter den Sachen irgendetwas gefunden zu haben, was ihr gefiel. Wieder blickte er über die Liste. Die Tassen, die Zinnkanne... Pfefferminztee... der Honig... Aye. Sein Blick schweifte weiter, blieb auf dem Tisch hängen, wo sein Werk sich in den letzten Phasen des Trocknens befand. Er hatte einige Zeit gebraucht, bis er die Masse eingefärbt hatte. Er mochte selbst Süsses, wusste also, wie man Marzipan herstellte, aber es einfärben... Dann hatte er sie mühselig und in Kleinarbeit geformt. Jedes Blatt einzeln, dann an Asttengel setzen, Blüten oder Blätter formend. Marzipan herzustellen war nicht einfach... Er brauchte Mandeln, welche teuer waren, die er zerrieb und mit uralten Honig, welcher schon kristallisierte in einem Wasserbad köchelte, rührte, bis die Masser nicht mehr am Löffel kleben blieb. Zwei Drittel Nüsse und ein Drittel Waldhonig. Rosenwasser und noch einige Gewürze hinzu, die den Geschmack veredeln sollten. Die Masse wurde dann mit Haselnussmehl angeknetet und geformt. Ein teures vergnügen, aber es lohnte sich. Wieder flog sein Blick über den kleinen Strauss weisser Wildrosen aus Marzipan. Aye... den würde er in den Korb legen - zu aller oberst, damit er nicht zerdrückt wurde.
Unruhig ging er hinaus und blickte auf eine weitere Kreation seiner Küche, die eingebuddelt im Schnee lag. Er hoffte, das dieses hier schmecken würde... Er hatte bisher nur einmal dieses gefrorene Frucht-Sahne-Gemisch hergestellt und meinte, das es nicht schlecht schmeckte. Sahne, etwas Milch und Honig und zuletzt Früchtebrei verrühren und draussen einfrieren lassen. Er hoffte, das ihr dies gefiel.
Wieder ging er unruhig umher. Ein Ausflug mit ihr... Er hatte sich einen schönen Ort gesucht - möglich, das sie ihn kannte. Aber dennoch... Sollte er den Besen mitnehmen, falls die Stelle wieder einschneite? Er war vor ein paar Stunden dort gewesen und hatte den Schnee beiseite gefegt - vielleicht Sinnlos, wenn es wieder schneite, aber er war so ruhelos, er musste etwas tun, selbst wenn es für die Katz war. Vielleicht sollte er einen mitnehmen... man wusste nie. Und wenn der Platz wieder eingeschneit war - würden sie sich auf dem Schnee niederlassen, würde die Feuchtigkeit bald durch die Strohmatte ziehen, die Decke würde feucht werden und... und... Er stand auf, schnappte sich den Besen und stellte ihn zu der kleinen Ausrüstung.
Wieder huschte sein Blick zum Korb mit dem Essen... hatte er zuviel Süsszeug eingepackt? Vermutlich... Marzipanbrot... Keckse... Vielleicht sollte er auch normales Brot und Aufschnitt mit einpacken... Unschlüssig ging er in den Keller, wo seine Vorräte waren. Es sollte ihr an nichts fehlen. Immerhin hatte ihm Savea tatsächlich erlaubt, sie auszuführen. Konnte man das eine offizielle Erlaubnis zum Werben nennen? Er wusste es bis heute nicht. Aber eines wusste er sicher! Er würde jede Gelegenheit nutzen, dieses Mädchen zu überzeugen, das er der rechte Mann für sie war. Das nur er für sie in Frage kam. Und dazu war ihm jedes Mittel recht. Wieder huschte sein Blick über die vorbereiteten Sachen für den Ausflug, als er einige eingeschlagene Scheiben Schicken und einen kleinen Brotlaib, sowie etwas Butter hinzufügte. Würde das reichen? Waren alle Eventualitäten abgedeckt? Wieder raufte er sich unruhig das Haar und griff nach seinem Umhang, beschloss, spazieren zu gehen, die Unruhe los zu werden. Vielleicht fand er noch ein paar Haselnüsse, Walnüsse... vielleicht sogar Maronen, die er dem ganzen noch hinzufügen konnte. Schwer atmete er ein und aus, in das blendene Weiss des Schnees blickend. So viel zu planen. So viel zu bedenken. Aber das machte ihm nichts aus. Wenn er dafür nur ein Lächeln auf ihren Zügen sehen würde. Aye...Der Ausflug musste perfekt werden!
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Leah Katuri
Schwarz oder weiß, welche Farbe wählst du?
Ruhig ließ sie den Blick schweifen, abwesend , als wäre der prüfende Blick nur ein Ablenken, ein Belügen der eigenen Person. Noch immer rannen die Tränen aus ihren Augen, über die Wange, bis zum Kinn. Die Lichter waren schon längst erloschen und der Wohnraum des Anwesens lag still im dunklem Schattenspiel des Mondes. Ihr Blick ging wieder nach vorn, fixierte einen Moment die Küche, ehe sie endlich den starren Stand aufgab und nach oben ging. Domenys hatte sich gesorgt, er würde wohl am nächsten Morgen nachfragen. Was würde es nun bringen, wenn sie jemanden wecken würde? Es wurde niemand verletzt, niemand wurde angegriffen...lediglich ihr Herz, dass mit jedem Wort mehr auseinandergebrochen war.
Noch immer spürte sie das Ziehen im Magen, der sich krampfhaft zusammendrückte und rebellierte. Jeder Atemzug glich einer Qual, jedes Pumpen des Herzens einem Stich mehr. Warum?
Immer wieder kreisten die Gedanken um diese eine Frage, die sie sich nicht beantworten wollte, auch wenn sie irgendwie wusste, dass es einmal zusammenprallen musste und zu dem Ergebnis kommen würde, wie es nun geschehen war. Vorbei...der Traum war vorbei und sie musste erkennen, dass sie nun aufwachen musste. Aufwachen aus einem Traum, den ihre Umwelt, ihre Umgebung eher kritisch denn fördernd betrachtet hatte.
Die Stubentür wurde langsam aufgedrückt und wieder geschlossen, während sie ein tiefes, heftiges Schlucken versteckte und wieder den Blick vorsichtig in Richtung des Bettes von Viola huschen ließ. Das letzte, was sie wollte, war nun noch mehr Worte um die Ohren gehauen zu bekommen und so stapfte sie direkt zu ihrem Bett und ließ sich kraftlos, samt Kleider und Schuhe, darauf fallen. Ein leichtes Schluchzen folgte, ließ sie in den nächsten Heulkrampf verfallen, als die Gedanken wieder wirr umherkreisten.
Was wird von dir erwartet? Wie weit wirst du dich anpassen müssen? Wirst du....jemand anderes sein?
Schwarz oder Weiß...Warum gab es kein grau, kein Dazwischen? Sie wollte ihn lieben, wie er ist, wollte ihn nicht verändern oder anders haben. Sie hatte ihn als Menschen so geschätzt, wie er war...mit seinen Fehlern, seinen Eigenheiten. Seine Geheimnisse... Und doch gab es auch Augen, die nun auf sie achteten, auf ihr Verhalten. Sie bewegte sich langsam, aber sicher, in verschiedenen Ständen. Man erwartete Benehmen, Höflichkeit. Wie hatte Hochgeboren von Wolfenfels gemeint? Sie habe die Höflichkeit schon, der Rest sei einfach... Wovor hatte Cyrion nur so Angst?
Das Gesicht wurde im Kissen vergraben, während ein weiterer Schauer durch ihren Körper fuhr. Ihr brannten die Augen und jedes Atmen glich eher einem quälenden Schnappen als Durchatmen. Es war vorbei...vorbei...Noch immer wollte sie es nicht sehen, nicht wahrhaben und doch... Der Gedanke beherrschte sie und wiederholte sich stetig, rhythmisch: Es war Vorbei.
Das Herz zog sich zusammen und schmerzte. Warum tat es nur so weh? Warum fühlte sie sich so leer, so kraftlos? Er hatte doch nur Worte benutzt...nur Worte....und doch saßen sie tief und ließen sie nicht los.
Angst...sie wusste nicht, dass er solche Ängste besaß. Sie verstand nicht, dass er es nie erwähnt hatte, nicht gefragt hatte, ob es auch so sein musste. Sie machen dich zu einer leeren Hülle....zu einer Puppe... Schwarz oder Weiß. Es musste doch auch etwas dazwischen geben! Man konnte sich doch auch in verschiedenen Welten bewegen, konnte mehrere Verhalten nachvollziehen!
Nein, sie hatte nicht mehr die Kraft dafür gehabt, gegen ihn zu halten. Seine Worte saßen, ließen sie immer mehr straucheln. Sie wollte ihn nicht verletzen...schwieg. Der erste Ärger war bereits verflogen, als sie am Schrein angekommen war und ihre Gedanken ordnen wollte. Sie hatte wieder einmal viel zu impulsiv gehandelt und unüberlegt. Der Blick des Hochgeboren hatte sie wohl doch noch um einiges verwirrt und mit dem Gefühl zurückgelassen, dass sie etwas Falsches gesagt hatte. Und dann der Schneeball...es war nur ein Scherz, ein Schabernack und dennoch ließ dieser Impuls den Frust herauspfeffern, den sie in diesem Moment verspürte. Sie wollte sich am Schrein sammeln, wollte kurze Momente allein sein, um zu erkennen, dass sie vielleicht eine Spur zu hart gewesen war. Sie hatte sich vorgenommen, mit ihm zu reden...am nächsten Tag. Es klären...und dann....die Stimme hinter ihr, als sie aus dem Schrein schoss und zum Pferd wollte. Eiskalt lief es ihr den Rücken herunter. So ernst...so lauernd. Es steckte so viel mehr in seinen Worten, als sie nur ausdrückten. Langsam näherte er sich mit den Worten an, umkreiste sie regelrecht und begann irgendwann, die letzten finalen Stöße zu verteilen.
Der Schock setzte sich tief und tiefer...auch wenn sie reagieren wollte, so ließ es der eigene Körper nicht zu. Unentwegt schossen ihr die Gedanken durch den Kopf; unentwegt, wie dämlich und übertrieben doch seine Gedanken waren. Doch was sie sagte, war etwas völlig anderes...wie in Trance handelte sie einfach, wollte weg...
Lass mich gehen....gib mich frei...
Die Kleider an ihrer Haut trockneten nur langsam, das nasse Haar lag ihr im Nacken, in der Stirn. Ihr Körper bebte, zitterte vor Aufregung, Kälte, Trauer. Letztendlich scherte sie es in diesem Moment jedoch nicht. Noch immer schwebte sie in einem Zustand zwischen dem Hier und der Situation vorm Schrein.
Hätte Temora das gewollt? Erwartet sie das?
Die Augen pressten sich zusammen, das Gesicht wurde bedeckt von den Händen, als sie zwanghaft versuchte, die Gedanken zu vertreiben. Im Moment war ihr alles gleich...selbst der Glauben. Sie spürte einfach nur diese Leere, diese Sinnlosigkeit...die doch sein musste.
Es war vorbei.
Ruhig ließ sie den Blick schweifen, abwesend , als wäre der prüfende Blick nur ein Ablenken, ein Belügen der eigenen Person. Noch immer rannen die Tränen aus ihren Augen, über die Wange, bis zum Kinn. Die Lichter waren schon längst erloschen und der Wohnraum des Anwesens lag still im dunklem Schattenspiel des Mondes. Ihr Blick ging wieder nach vorn, fixierte einen Moment die Küche, ehe sie endlich den starren Stand aufgab und nach oben ging. Domenys hatte sich gesorgt, er würde wohl am nächsten Morgen nachfragen. Was würde es nun bringen, wenn sie jemanden wecken würde? Es wurde niemand verletzt, niemand wurde angegriffen...lediglich ihr Herz, dass mit jedem Wort mehr auseinandergebrochen war.
Noch immer spürte sie das Ziehen im Magen, der sich krampfhaft zusammendrückte und rebellierte. Jeder Atemzug glich einer Qual, jedes Pumpen des Herzens einem Stich mehr. Warum?
Immer wieder kreisten die Gedanken um diese eine Frage, die sie sich nicht beantworten wollte, auch wenn sie irgendwie wusste, dass es einmal zusammenprallen musste und zu dem Ergebnis kommen würde, wie es nun geschehen war. Vorbei...der Traum war vorbei und sie musste erkennen, dass sie nun aufwachen musste. Aufwachen aus einem Traum, den ihre Umwelt, ihre Umgebung eher kritisch denn fördernd betrachtet hatte.
Die Stubentür wurde langsam aufgedrückt und wieder geschlossen, während sie ein tiefes, heftiges Schlucken versteckte und wieder den Blick vorsichtig in Richtung des Bettes von Viola huschen ließ. Das letzte, was sie wollte, war nun noch mehr Worte um die Ohren gehauen zu bekommen und so stapfte sie direkt zu ihrem Bett und ließ sich kraftlos, samt Kleider und Schuhe, darauf fallen. Ein leichtes Schluchzen folgte, ließ sie in den nächsten Heulkrampf verfallen, als die Gedanken wieder wirr umherkreisten.
Was wird von dir erwartet? Wie weit wirst du dich anpassen müssen? Wirst du....jemand anderes sein?
Schwarz oder Weiß...Warum gab es kein grau, kein Dazwischen? Sie wollte ihn lieben, wie er ist, wollte ihn nicht verändern oder anders haben. Sie hatte ihn als Menschen so geschätzt, wie er war...mit seinen Fehlern, seinen Eigenheiten. Seine Geheimnisse... Und doch gab es auch Augen, die nun auf sie achteten, auf ihr Verhalten. Sie bewegte sich langsam, aber sicher, in verschiedenen Ständen. Man erwartete Benehmen, Höflichkeit. Wie hatte Hochgeboren von Wolfenfels gemeint? Sie habe die Höflichkeit schon, der Rest sei einfach... Wovor hatte Cyrion nur so Angst?
Das Gesicht wurde im Kissen vergraben, während ein weiterer Schauer durch ihren Körper fuhr. Ihr brannten die Augen und jedes Atmen glich eher einem quälenden Schnappen als Durchatmen. Es war vorbei...vorbei...Noch immer wollte sie es nicht sehen, nicht wahrhaben und doch... Der Gedanke beherrschte sie und wiederholte sich stetig, rhythmisch: Es war Vorbei.
Das Herz zog sich zusammen und schmerzte. Warum tat es nur so weh? Warum fühlte sie sich so leer, so kraftlos? Er hatte doch nur Worte benutzt...nur Worte....und doch saßen sie tief und ließen sie nicht los.
Angst...sie wusste nicht, dass er solche Ängste besaß. Sie verstand nicht, dass er es nie erwähnt hatte, nicht gefragt hatte, ob es auch so sein musste. Sie machen dich zu einer leeren Hülle....zu einer Puppe... Schwarz oder Weiß. Es musste doch auch etwas dazwischen geben! Man konnte sich doch auch in verschiedenen Welten bewegen, konnte mehrere Verhalten nachvollziehen!
Nein, sie hatte nicht mehr die Kraft dafür gehabt, gegen ihn zu halten. Seine Worte saßen, ließen sie immer mehr straucheln. Sie wollte ihn nicht verletzen...schwieg. Der erste Ärger war bereits verflogen, als sie am Schrein angekommen war und ihre Gedanken ordnen wollte. Sie hatte wieder einmal viel zu impulsiv gehandelt und unüberlegt. Der Blick des Hochgeboren hatte sie wohl doch noch um einiges verwirrt und mit dem Gefühl zurückgelassen, dass sie etwas Falsches gesagt hatte. Und dann der Schneeball...es war nur ein Scherz, ein Schabernack und dennoch ließ dieser Impuls den Frust herauspfeffern, den sie in diesem Moment verspürte. Sie wollte sich am Schrein sammeln, wollte kurze Momente allein sein, um zu erkennen, dass sie vielleicht eine Spur zu hart gewesen war. Sie hatte sich vorgenommen, mit ihm zu reden...am nächsten Tag. Es klären...und dann....die Stimme hinter ihr, als sie aus dem Schrein schoss und zum Pferd wollte. Eiskalt lief es ihr den Rücken herunter. So ernst...so lauernd. Es steckte so viel mehr in seinen Worten, als sie nur ausdrückten. Langsam näherte er sich mit den Worten an, umkreiste sie regelrecht und begann irgendwann, die letzten finalen Stöße zu verteilen.
Der Schock setzte sich tief und tiefer...auch wenn sie reagieren wollte, so ließ es der eigene Körper nicht zu. Unentwegt schossen ihr die Gedanken durch den Kopf; unentwegt, wie dämlich und übertrieben doch seine Gedanken waren. Doch was sie sagte, war etwas völlig anderes...wie in Trance handelte sie einfach, wollte weg...
Lass mich gehen....gib mich frei...
Die Kleider an ihrer Haut trockneten nur langsam, das nasse Haar lag ihr im Nacken, in der Stirn. Ihr Körper bebte, zitterte vor Aufregung, Kälte, Trauer. Letztendlich scherte sie es in diesem Moment jedoch nicht. Noch immer schwebte sie in einem Zustand zwischen dem Hier und der Situation vorm Schrein.
Hätte Temora das gewollt? Erwartet sie das?
Die Augen pressten sich zusammen, das Gesicht wurde bedeckt von den Händen, als sie zwanghaft versuchte, die Gedanken zu vertreiben. Im Moment war ihr alles gleich...selbst der Glauben. Sie spürte einfach nur diese Leere, diese Sinnlosigkeit...die doch sein musste.
Es war vorbei.
-
Cyrion Sha´Ar
Wie.... Wie konnte es nur passieren? Er betrat das Haus, nein stolperte hinein, schwer keuchend, die Gestalt wirkend, als hätte er sich in Schnee gerollt. Doch war er nur gestolpert, niedergestürzt - nicht nur einmal - während er versuchte, Leahs Pferd zu folgen. Doch der Schnee hier in der Gegend war tiefer... klebriger durch den Nebel, der sich später auf die Oberfläche des Schnees setzte und zu Eis gefror, den Schnee harsch machte.
Das Gesicht war weiss wie der Schnee, der Blick unstet, huschte durch den Raum, als suche er etwas, an dem er sich festhalten konnte. Huschte über Möbel, über das schwarze Holzpferd auf dem Tisch, über den kleinen wollegefüllten Bären. Wanderte weiter in die Dunkelheit des Raums. Kerzen, die nicht brannten, Glut die mit Asche bedeckt war. Dunkelheit, die sich in den Ecken einnistete, wo das Mondlicht nicht hinreichte.
Dunkelheit, die sich seinen Gedanken einnistete.
Wie... Wie war es dazu gekommen...? Worte kreisten in seinem Kopf. Worte die er sagte... Worte die sie sagte.
"...Was von mir übrig bleibt, wenn ich das, was ich bin, verstecke... permanent eine Maske trage. Ob ich dann... überhaupt noch in den Spiegel schauen kann... oder ob mich ein Fremder anschaut... oder Jemand, der nach Aussen hin so wirken muss wie Jemand, der Malachai verachtet..."
Die Erinnerung an die Worte biss ihm ins Herz. Ein jedes tiefer. Seine eigenen Worte, aber sie taten weh... War es wirklich so? Würde es dazu kommen? Würde dies geschehen, wenn er weiter an ihr festhielt? Nur weil irgendwelche verdammten Adligen es so wollten? Adlige, die er nicht kannte... Die ihn nicht interessierten... Weil es die Etikette verlangte... Und wer nicht danach handelte, verlor sein Ansehen. Was war dieses Ansehen wert? Dieses Ansehen, diese Etikette, diese Adligen, die verlangten, das man zur gefühllosen Puppe wurde... die nicht mal an einer Schneeballschlacht teilnehmen durfte. Nur wegen einer Schneeballschlacht mit seinem Bruder, mit den Leuten beim Fest... Nur weil ihn ein adliger Stock-im-Arsch sehen könnte... wie er Spass hatte und lachte... War denn Lachen verboten? War Lachen denn obzöhn?
Er hob die Hände zu den Augen, wollte sie sich wischen, doch die Finger waren schwach, gefühllos, das Leder der Handschuhe nass. So nass wie der Rest seiner Kleidung. Wie lange war er durch den Schnee gestolpert? Er wusste es nicht. Hatte jegliches Zeitgefühl verloren. Sein Blick wanderte an sich herab. Schneeklumpen, die an seiner Kleidung klebten und feucht im Mondlicht glitzerten. Dunkle Flecken um seine Schuhe von Schmelzwasser. Wie lange stand er hier schon und stierte ins Leere? Er konnte es nicht sagen. War das schlecht? Er blickte seine Hand an, die Gedanken schwirrten ihm wirr durch den Geist, das er doch eigentlich frieren müsste... zittern... aber da war nichts. War das schlecht? Er richtete den Blick zum Kamin. Ein Feuer... das war sicher angebracht. Ein Feuer, das ihn wärmte... Er schlurfte mit schweren Beinen zum Kamin - und stolperte über etwas am Boden. Er stürzte, versucht sich zu halten. Die Finger rutschten durch harsches Material, doch konnte er durch die Gefühllosigkeit nicht ausmachen... es streifte sein Gesicht und trocknenes Rascheln war deutlich zu vernehmen, während er sich halb auf ein Knie aufrichtete. >Stroh..? Was macht...?< Dann fiel es ihm ein. Die Strohrolle... Der Picknikkorb, das Feuerholz... Die im Mondlicht Blauweisslichen, ja beinahe glühenden Marzipanblumen. Der Ausflug morgen, um 15 Uhr. Der Ausflug, der nie stattfinden würde...
Leahs Worte stachen ihm einmal mehr ins Herz. Diese Worte, die sie unter Tränen murmelte, leise, das er sie gerade noch hören konnte. Warum? Warum weinte sie? Warum sagte sie ihm sowas? Warum auf ihn mit Dolchen einhacken, als das er Antworten auf seine Fragen hörte. War denn jeder Rückschluss, den er zog, wahr? War wahr, das von jedem Mitglied dieses Systems namens Etikette erwartet wurde, das er sein wahres Wesen hinter einer Maske versteckte? Das sein Leben fortan nur aus Lügen bestand? Sie hatte es nicht verneint. Nicht einmal verneint...
"Dann lass mich los...geb mich frei,...Cyrion... Warum tust du mir so weh...? Warum...verletzt du mich so...?"
Er, der sie verletzte? Er, den sie einen Wilden nannte? Weil er an einer Schneeballschlacht teilnahm,, nein sie sogar mit Malachai zusammen in Schwung brachte? Einen Wilden, der es nicht wert war, Gatte einer Ritterin zu werden? Sie verletzte er mit seinen Worten? Mit Wahrheiten? Was war mit ihm...? Was war...?
Auf allen vieren wie eine Mähre über der Strohrolle stehend, liess der den Kopf hängen, die Augen weit geöffnet, aber nichts sehend. Feuchtigkeit sammelte sich in seinen Augen, während er verzweifelt versuchte, zu verstehen.
Er hatte gedacht, er würde die heutige Nacht unruhig im Bett verbringen und dann morgen gen Mittag zu ihr eilen, sie zu jenem See bringen, wo sie ein Picknick im Schnee abhalten würden - die wunderbare Aussicht geniessend. Süsse Worte und zarte Berührungen teilend. Wieso war es anders gekommen? Wieso hatte sie ihn verstossen...? Ein schmerzlicher Laut drang aus seiner Kehle, während er die Zähne zusammenbiss. Warum durfte er nicht mit ihr sein? Warum konnte er nicht an ihrer Seite verweilen, so wie er war? Warum war er ein Wilder? Nicht würdig, an der Seite der Ritterin Da'Karr zu stehen. Nicht gut genug, um ihre Hand anhalten zu dürfen...
Sein Brustkorb krampfte sich zusammen, seine Kehle brannte, als ein Keuchen über seine Lippen kam. >Götter... der Ring...!< Der Ring den er bestellt hatte... silberne und goldene Dornenranken, die sich verwoben und ein Band ergaben - und aus dessen Mitte eine silberne Rosenblüte spross. Ein Verlobungsring, wie er bei seinem Volk, seiner Familie üblich war. Der Ring, mit dem er irgendwann demnächst um ihre Hand angehalten hätte... Und das Juwel, jene Rose aus Silber und edlem grünen Gestein. Jene, bei der Thancred nicht wusste, wie lange er brauchen würde, um diese herzustellen. Sollte er den Auftrag zurück ziehen? >Ist es... wirklich vorbei...?<
"Cy...Cyrion Ceyl..on...Sha'Ar... Ich...ich...lehne...lehne eure...Werbe...Werbebemh...."
>'...lehne eure Werbebemühungen ab...'< vollendete er ihre zitternden Worte in Gedanken. >Es ist vorbei...<
Sein Blick verschwamm. Tropfen fielen von seinen Augen herab, verschwanden im Stroh unter ihm. Seine Arme zitterten, die Brust bebte unter dem keuchendem Schluchzen, während die Tränen fielen und er auf der Strohrolle zusammen sackte. Still erklang das Schluchzen, während er den Tränen freien Lauf lies.
Es war vorbei. Der Traum ausgeträumt...
Das Gesicht war weiss wie der Schnee, der Blick unstet, huschte durch den Raum, als suche er etwas, an dem er sich festhalten konnte. Huschte über Möbel, über das schwarze Holzpferd auf dem Tisch, über den kleinen wollegefüllten Bären. Wanderte weiter in die Dunkelheit des Raums. Kerzen, die nicht brannten, Glut die mit Asche bedeckt war. Dunkelheit, die sich in den Ecken einnistete, wo das Mondlicht nicht hinreichte.
Dunkelheit, die sich seinen Gedanken einnistete.
Wie... Wie war es dazu gekommen...? Worte kreisten in seinem Kopf. Worte die er sagte... Worte die sie sagte.
"...Was von mir übrig bleibt, wenn ich das, was ich bin, verstecke... permanent eine Maske trage. Ob ich dann... überhaupt noch in den Spiegel schauen kann... oder ob mich ein Fremder anschaut... oder Jemand, der nach Aussen hin so wirken muss wie Jemand, der Malachai verachtet..."
Die Erinnerung an die Worte biss ihm ins Herz. Ein jedes tiefer. Seine eigenen Worte, aber sie taten weh... War es wirklich so? Würde es dazu kommen? Würde dies geschehen, wenn er weiter an ihr festhielt? Nur weil irgendwelche verdammten Adligen es so wollten? Adlige, die er nicht kannte... Die ihn nicht interessierten... Weil es die Etikette verlangte... Und wer nicht danach handelte, verlor sein Ansehen. Was war dieses Ansehen wert? Dieses Ansehen, diese Etikette, diese Adligen, die verlangten, das man zur gefühllosen Puppe wurde... die nicht mal an einer Schneeballschlacht teilnehmen durfte. Nur wegen einer Schneeballschlacht mit seinem Bruder, mit den Leuten beim Fest... Nur weil ihn ein adliger Stock-im-Arsch sehen könnte... wie er Spass hatte und lachte... War denn Lachen verboten? War Lachen denn obzöhn?
Er hob die Hände zu den Augen, wollte sie sich wischen, doch die Finger waren schwach, gefühllos, das Leder der Handschuhe nass. So nass wie der Rest seiner Kleidung. Wie lange war er durch den Schnee gestolpert? Er wusste es nicht. Hatte jegliches Zeitgefühl verloren. Sein Blick wanderte an sich herab. Schneeklumpen, die an seiner Kleidung klebten und feucht im Mondlicht glitzerten. Dunkle Flecken um seine Schuhe von Schmelzwasser. Wie lange stand er hier schon und stierte ins Leere? Er konnte es nicht sagen. War das schlecht? Er blickte seine Hand an, die Gedanken schwirrten ihm wirr durch den Geist, das er doch eigentlich frieren müsste... zittern... aber da war nichts. War das schlecht? Er richtete den Blick zum Kamin. Ein Feuer... das war sicher angebracht. Ein Feuer, das ihn wärmte... Er schlurfte mit schweren Beinen zum Kamin - und stolperte über etwas am Boden. Er stürzte, versucht sich zu halten. Die Finger rutschten durch harsches Material, doch konnte er durch die Gefühllosigkeit nicht ausmachen... es streifte sein Gesicht und trocknenes Rascheln war deutlich zu vernehmen, während er sich halb auf ein Knie aufrichtete. >Stroh..? Was macht...?< Dann fiel es ihm ein. Die Strohrolle... Der Picknikkorb, das Feuerholz... Die im Mondlicht Blauweisslichen, ja beinahe glühenden Marzipanblumen. Der Ausflug morgen, um 15 Uhr. Der Ausflug, der nie stattfinden würde...
Leahs Worte stachen ihm einmal mehr ins Herz. Diese Worte, die sie unter Tränen murmelte, leise, das er sie gerade noch hören konnte. Warum? Warum weinte sie? Warum sagte sie ihm sowas? Warum auf ihn mit Dolchen einhacken, als das er Antworten auf seine Fragen hörte. War denn jeder Rückschluss, den er zog, wahr? War wahr, das von jedem Mitglied dieses Systems namens Etikette erwartet wurde, das er sein wahres Wesen hinter einer Maske versteckte? Das sein Leben fortan nur aus Lügen bestand? Sie hatte es nicht verneint. Nicht einmal verneint...
"Dann lass mich los...geb mich frei,...Cyrion... Warum tust du mir so weh...? Warum...verletzt du mich so...?"
Er, der sie verletzte? Er, den sie einen Wilden nannte? Weil er an einer Schneeballschlacht teilnahm,, nein sie sogar mit Malachai zusammen in Schwung brachte? Einen Wilden, der es nicht wert war, Gatte einer Ritterin zu werden? Sie verletzte er mit seinen Worten? Mit Wahrheiten? Was war mit ihm...? Was war...?
Auf allen vieren wie eine Mähre über der Strohrolle stehend, liess der den Kopf hängen, die Augen weit geöffnet, aber nichts sehend. Feuchtigkeit sammelte sich in seinen Augen, während er verzweifelt versuchte, zu verstehen.
Er hatte gedacht, er würde die heutige Nacht unruhig im Bett verbringen und dann morgen gen Mittag zu ihr eilen, sie zu jenem See bringen, wo sie ein Picknick im Schnee abhalten würden - die wunderbare Aussicht geniessend. Süsse Worte und zarte Berührungen teilend. Wieso war es anders gekommen? Wieso hatte sie ihn verstossen...? Ein schmerzlicher Laut drang aus seiner Kehle, während er die Zähne zusammenbiss. Warum durfte er nicht mit ihr sein? Warum konnte er nicht an ihrer Seite verweilen, so wie er war? Warum war er ein Wilder? Nicht würdig, an der Seite der Ritterin Da'Karr zu stehen. Nicht gut genug, um ihre Hand anhalten zu dürfen...
Sein Brustkorb krampfte sich zusammen, seine Kehle brannte, als ein Keuchen über seine Lippen kam. >Götter... der Ring...!< Der Ring den er bestellt hatte... silberne und goldene Dornenranken, die sich verwoben und ein Band ergaben - und aus dessen Mitte eine silberne Rosenblüte spross. Ein Verlobungsring, wie er bei seinem Volk, seiner Familie üblich war. Der Ring, mit dem er irgendwann demnächst um ihre Hand angehalten hätte... Und das Juwel, jene Rose aus Silber und edlem grünen Gestein. Jene, bei der Thancred nicht wusste, wie lange er brauchen würde, um diese herzustellen. Sollte er den Auftrag zurück ziehen? >Ist es... wirklich vorbei...?<
"Cy...Cyrion Ceyl..on...Sha'Ar... Ich...ich...lehne...lehne eure...Werbe...Werbebemh...."
>'...lehne eure Werbebemühungen ab...'< vollendete er ihre zitternden Worte in Gedanken. >Es ist vorbei...<
Sein Blick verschwamm. Tropfen fielen von seinen Augen herab, verschwanden im Stroh unter ihm. Seine Arme zitterten, die Brust bebte unter dem keuchendem Schluchzen, während die Tränen fielen und er auf der Strohrolle zusammen sackte. Still erklang das Schluchzen, während er den Tränen freien Lauf lies.
Es war vorbei. Der Traum ausgeträumt...
Zuletzt geändert von Cyrion Sha´Ar am Montag 22. Dezember 2008, 19:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Cyrion Sha´Ar
Schlapp... er fühlte sich so schlapp... Benommenheit lag beständig leicht auf seinen Sinnen. Denken wurde zunehmend schwerer. Und ihm war warm, doch gleichzeitig fröstelte er. Eine Erkältung? So schnell? Er hatte sich schon am Morgen Schlapp gefühlt, als er aufgewacht war... Er wusste nicht, wie lange er dort auf der Strohmatte gelegen hatte, wann er in sein Zimmer gegangen war, sich aus den feuchten Kleidern geschält hatte und ins Bett gekrochen war.
Irgendwie hatte er es geschafft, sich etwas anzuziehen und zu Thancred zu reisen - nach Berchgard. Die kalte Luft hatte seinen Geist etwas geklärt, aber die Kraftlosigkeit blieb. Thancred... Er hatte ihm allerlei gute Ratschläge gegeben, sein Mädchen zurück zu gewinnen. Doch ob sie sich umsetzen liessen. Er wusste nicht mal mehr, wie er jetzt einen kunstvollen Satz bilden sollte. Seine Gedanken so zähflüssig wie Schneckenleim. Besser, weiter im Bett zu bleiben. Aber... er hatte Durst... so Durst... Der Blick schwankte zur Seite, zum Nachttisch. Der Krug... da war er... Er musste nur... Cyrion blinzelte einmal... zweimal. Leer... Der Krug war leer... Wann hatte er....? Er wusste es nicht. Aber er war so durstig. Er musste Wasser holen. musste....
Er atmete schwer, keuchte, als er sich aufsetzte, einen Moment verhielt und die Beine über die Bettkante schob. Der Boden fühlte sich kalt unter seinen nackten Sohlen an. Der Raum schwankte... nein... er schwankte. Die Schwäche, die an seinem Körper nagte und sich zeigte, als er versuchte, die Kiste zu heben, in dem sein Gut aus Thancreds Haus war, hatte ihn nun fest im Griff. Es machte Mühe, sich zu erheben und am Bettpfosten fest zu halten. Wieder pfiff der Atem aus seiner Lunge... Sein Hals schmerzte ihm. Warum war sein Mund so trocken? Warum schmerzte Schlucken so sehr? Krank... er war krank... Keine Erkältung... Grippe? Hatte er... einen Trank gegen Grippe? Er wusste es nicht. Konnte nicht denken. Der Versuch, den Inhalt seiner Heilkiste sich vor Augen zu führen, wurde zunichte gemacht. Entgiftung, Heiltränke... Nachtsicht... Aber ihm fiel nicht ein, ob er einen Trank gegen Grippe hatte... oder wo der war. Der Blick streifte ziellos durch den Raum. Da... diese Truhe... die war es doch, oder? Er stolperte auf sie zu, liess sich neben ihr auf die Knie fallen. Der Deckel wurde ergriffen. So schwer... So schwer... Er keuchte schwer, musste sich schier übermenschlich anstrengen, damit er den Deckel der schweren grossen Truhe anheben konnte.Dann knallte der Deckel hinten über. Säcke und Taschen in dieser... in einer Ecke einige Trankfässer gestappelt. Er fing an zu kramen, die Finger wanderten kraftlos umher. Wo... wo war... Doch machte nichts wirklcih Sinn. Er brauchte lange, um eine Beschriftung zu entziffern... das Geschriebene zu verstehen. Er fand nicht, was er suchte. Der Blick schweifte wieder trübe umher, während er über der Kiste zusammen sackte. Er fand ihn nicht... den Trank... hatte er überhaupt einen? Wieder keuchte er schwer, versuchte zu schlucken, doch ging dieses in ein trockenes Husten über, was seinen Hals umso mehr schmerzen liess. Ihm war so heiss... Warum war er aus dem Bett? Oh... die Medizin... nein... Das wars nicht... Wasser... Aye... deswegen war er aus dem Bett gestiegen. Er richtete sich wieder auf, zog sich mühselig an dem Bettpfosten hoch... der Krug.. er musste den Krug nehmen. Denken war so schwer... Er konnte sich gerade nur auf eine Sache konzentrieren. Den Krug mit sich führend, blickte er die Treppe hinab. Schaffte er das? Heute morgen hatte er das noch gekonnt... Er musste... Er brauchte Wasser... Sich am Geländer festkrallend, so gut er konnte, ging er die erste Stufe hinab.
Sein Atem pfeifte, als er den nicht ganz gefüllten Krug hinstellte und sich ins Bett fallen liess... Wassertropfen flossen sein nacktes Bein hinab. Wasser, das er verschüttet hatte, als er auf den Stufen das Gleichgewicht verloren hatte. Er war erschöpft... so erschöpft allein davon, eine Treppe hinunter zu gehen, den Krug in eine Regentonne draussen zu tauchen und wieder in sein Zimmer hoch gehen. Grippe ja. Und er war allein. Nicht gut... Vielleicht sollte er zu den Nachbarn gehen. Doch erst ausruhen... Ausruhen, ja. Der Blick ging stier ins Leere, traf dann den Krug und klebte an diesem, während er neuen Atem schöpfte. So durstig... Als er glaubte, es schaffen zu können, hob er den Krug an und goss sich Wasser in ein Glas. Etwas wurde verschüttet... Sein Gleichgewichtssinn war wirklich hinüber... Das Glas wurde ergriffen und er trank. Trank in gierigen Zügen. Kühles Nass, das seine vom Husten wunde Kehle traf. Das Glas war nicht mal halb leer, als ihm Wasser aus allen Poren schoss, Schweiss sich bildete. Nass, das sich verschwenderisch über ihm ausbreitete und seinen überhitzten Körper kühlte, kaum das sein Körper bemerkte, das er Wasser zu sich nahm. Ein weiteres Mal füllte er das Glas, trank erneut, stellte es dann wieder ab. Er liess sich zurück sinken in die Felle, zog diese zu seinem Hals hinauf. Jetzt... jetzt konnte er schlafen. Das dachte er zumindestens... Bis der Reizhusten ihn aus dem Dämmerschlummer riss. Schmerz schoss ihm in die Kehle, doch der Husten hatte ihn gepackt, liess ihn nicht los, bis er nach Luft japste. Gemartert verharrte er in seiner gekrümmten Haltung, bis der Schmerz in seiner Kehle nachliess. Erst dann konnte er sich langsam entspannen. Morgen... Morgen würde er bei den Nachbarn Hilfe suchen. Morgen, bei Licht... wenn er etwas sah. Er schloss die Augen und schniefte leise. Hoffentlich würde jemand da sein...
Seine Gedanken fielen ins Dunkle, als der Schlaf ihn anheimholte. Runzeln entstanden auf seiner Stirn, als Fieberträume sich in ihm breitmachten, während Schweiss ihm von dieser tropfte. Die heisere Stimme wisperte leise Worte... Alpträume, die das Fieber brachte.
Der Morgen brach an... und ihm folgte der Mittag, bei dem die Pferde die erste Unruhe zeigten, das niemand kam, sich um sie zu kümmern. Keine frischen Spuren führten von dem Gut fort. Niemand hatte es verlassen. Selbst die Spuren, welche der Krieger in der Nacht hinterlassen hatte, als er Wasser holte, waren eingeschneit. Keine neue Spur hatte sich dieser dazugesellt.
Irgendwie hatte er es geschafft, sich etwas anzuziehen und zu Thancred zu reisen - nach Berchgard. Die kalte Luft hatte seinen Geist etwas geklärt, aber die Kraftlosigkeit blieb. Thancred... Er hatte ihm allerlei gute Ratschläge gegeben, sein Mädchen zurück zu gewinnen. Doch ob sie sich umsetzen liessen. Er wusste nicht mal mehr, wie er jetzt einen kunstvollen Satz bilden sollte. Seine Gedanken so zähflüssig wie Schneckenleim. Besser, weiter im Bett zu bleiben. Aber... er hatte Durst... so Durst... Der Blick schwankte zur Seite, zum Nachttisch. Der Krug... da war er... Er musste nur... Cyrion blinzelte einmal... zweimal. Leer... Der Krug war leer... Wann hatte er....? Er wusste es nicht. Aber er war so durstig. Er musste Wasser holen. musste....
Er atmete schwer, keuchte, als er sich aufsetzte, einen Moment verhielt und die Beine über die Bettkante schob. Der Boden fühlte sich kalt unter seinen nackten Sohlen an. Der Raum schwankte... nein... er schwankte. Die Schwäche, die an seinem Körper nagte und sich zeigte, als er versuchte, die Kiste zu heben, in dem sein Gut aus Thancreds Haus war, hatte ihn nun fest im Griff. Es machte Mühe, sich zu erheben und am Bettpfosten fest zu halten. Wieder pfiff der Atem aus seiner Lunge... Sein Hals schmerzte ihm. Warum war sein Mund so trocken? Warum schmerzte Schlucken so sehr? Krank... er war krank... Keine Erkältung... Grippe? Hatte er... einen Trank gegen Grippe? Er wusste es nicht. Konnte nicht denken. Der Versuch, den Inhalt seiner Heilkiste sich vor Augen zu führen, wurde zunichte gemacht. Entgiftung, Heiltränke... Nachtsicht... Aber ihm fiel nicht ein, ob er einen Trank gegen Grippe hatte... oder wo der war. Der Blick streifte ziellos durch den Raum. Da... diese Truhe... die war es doch, oder? Er stolperte auf sie zu, liess sich neben ihr auf die Knie fallen. Der Deckel wurde ergriffen. So schwer... So schwer... Er keuchte schwer, musste sich schier übermenschlich anstrengen, damit er den Deckel der schweren grossen Truhe anheben konnte.Dann knallte der Deckel hinten über. Säcke und Taschen in dieser... in einer Ecke einige Trankfässer gestappelt. Er fing an zu kramen, die Finger wanderten kraftlos umher. Wo... wo war... Doch machte nichts wirklcih Sinn. Er brauchte lange, um eine Beschriftung zu entziffern... das Geschriebene zu verstehen. Er fand nicht, was er suchte. Der Blick schweifte wieder trübe umher, während er über der Kiste zusammen sackte. Er fand ihn nicht... den Trank... hatte er überhaupt einen? Wieder keuchte er schwer, versuchte zu schlucken, doch ging dieses in ein trockenes Husten über, was seinen Hals umso mehr schmerzen liess. Ihm war so heiss... Warum war er aus dem Bett? Oh... die Medizin... nein... Das wars nicht... Wasser... Aye... deswegen war er aus dem Bett gestiegen. Er richtete sich wieder auf, zog sich mühselig an dem Bettpfosten hoch... der Krug.. er musste den Krug nehmen. Denken war so schwer... Er konnte sich gerade nur auf eine Sache konzentrieren. Den Krug mit sich führend, blickte er die Treppe hinab. Schaffte er das? Heute morgen hatte er das noch gekonnt... Er musste... Er brauchte Wasser... Sich am Geländer festkrallend, so gut er konnte, ging er die erste Stufe hinab.
Sein Atem pfeifte, als er den nicht ganz gefüllten Krug hinstellte und sich ins Bett fallen liess... Wassertropfen flossen sein nacktes Bein hinab. Wasser, das er verschüttet hatte, als er auf den Stufen das Gleichgewicht verloren hatte. Er war erschöpft... so erschöpft allein davon, eine Treppe hinunter zu gehen, den Krug in eine Regentonne draussen zu tauchen und wieder in sein Zimmer hoch gehen. Grippe ja. Und er war allein. Nicht gut... Vielleicht sollte er zu den Nachbarn gehen. Doch erst ausruhen... Ausruhen, ja. Der Blick ging stier ins Leere, traf dann den Krug und klebte an diesem, während er neuen Atem schöpfte. So durstig... Als er glaubte, es schaffen zu können, hob er den Krug an und goss sich Wasser in ein Glas. Etwas wurde verschüttet... Sein Gleichgewichtssinn war wirklich hinüber... Das Glas wurde ergriffen und er trank. Trank in gierigen Zügen. Kühles Nass, das seine vom Husten wunde Kehle traf. Das Glas war nicht mal halb leer, als ihm Wasser aus allen Poren schoss, Schweiss sich bildete. Nass, das sich verschwenderisch über ihm ausbreitete und seinen überhitzten Körper kühlte, kaum das sein Körper bemerkte, das er Wasser zu sich nahm. Ein weiteres Mal füllte er das Glas, trank erneut, stellte es dann wieder ab. Er liess sich zurück sinken in die Felle, zog diese zu seinem Hals hinauf. Jetzt... jetzt konnte er schlafen. Das dachte er zumindestens... Bis der Reizhusten ihn aus dem Dämmerschlummer riss. Schmerz schoss ihm in die Kehle, doch der Husten hatte ihn gepackt, liess ihn nicht los, bis er nach Luft japste. Gemartert verharrte er in seiner gekrümmten Haltung, bis der Schmerz in seiner Kehle nachliess. Erst dann konnte er sich langsam entspannen. Morgen... Morgen würde er bei den Nachbarn Hilfe suchen. Morgen, bei Licht... wenn er etwas sah. Er schloss die Augen und schniefte leise. Hoffentlich würde jemand da sein...
Seine Gedanken fielen ins Dunkle, als der Schlaf ihn anheimholte. Runzeln entstanden auf seiner Stirn, als Fieberträume sich in ihm breitmachten, während Schweiss ihm von dieser tropfte. Die heisere Stimme wisperte leise Worte... Alpträume, die das Fieber brachte.
Der Morgen brach an... und ihm folgte der Mittag, bei dem die Pferde die erste Unruhe zeigten, das niemand kam, sich um sie zu kümmern. Keine frischen Spuren führten von dem Gut fort. Niemand hatte es verlassen. Selbst die Spuren, welche der Krieger in der Nacht hinterlassen hatte, als er Wasser holte, waren eingeschneit. Keine neue Spur hatte sich dieser dazugesellt.
- Malachai Schwarzmourne
- Beiträge: 1606
- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Abermals ein lautes Hämmern gegen die schwere Holztüre. Doch nichts regte sich. Das Hämmern wurde stärker und stärker, gar verzweifelt, vielleicht sogar wütend schlug die Faust gegen die Türe, bis....stille...wie das Hämmern begann, so endete es aprubt. Der Wind pfiff zu so dunkelster Stund zwischen den Bäumen umher, liess den feinen Schnee auf den Boden aufwirbeln. Dann ein einziger Tritt, Holz zersplittert und die Tür fliegt rücklings aus der Halterung hinaus und scheppert gegen einen Stuhl, der unweit von der Tür entfernt stand.
Es gab einen Ohrenbetäubten Lärm, die Offenheit, die nun zu Trage kommt, lässt den kalten Wind und einige Schneeflocken in diesem Sturm hinein.
Langsam senkt er den Fuß, mit dem er die Tür aufgetreten hatte und kommt langsam hinein, die Arme im gegenüberliegenen Ärmel gesteckt, weil er keien Handschuhe besass. Schritt für Schritt, der schwarz vermummte Mann, trat er näher.
Das erste, was ihm auffiel, was die Kälte, die die Räume schon vorher besessenb haben mussten. Das Feuer im Karmin schien schon länger erloschen.
Er machte weitere Schritte, ruhig, entspannt, blickte er weiter um sich.
Der Tisch, wo nur einige Schritte daneben die zerbrochene Haustür lag, war bedeckt mit einigen Sachen. Ein Spielzeugpferd, ein Teddy und ein ausgetrockneter Strauß mit Marzipanrosen.
Woher er wusste, was das ist?
Cyrion hatte ihn im Sommer mit seiner Blütenkunde doch ein wenig genervt. Dennoch, wusste er, dass diese Blumen nur zu ganz besonderen Anlässen genutzt werden.
Ein Rabe kommt hineingeflogen und setzt sich auf den Tisch, leicht nach der Hand pickend, als jene sich zu einen Ring ausstreckt, der dort lag, böse krächzend und seine Augen funkelten ihn an.
"Tut mir Leid Muriel wegen der Tür. Wenn Cyrion wenigstens einen Schlüssel lagern würde, müsste ich sie nicht eintreten."
Er drehte den Blick von dem Ring und den Raben hinab, weiter durch das Haus schauend.
Es schien verlassen, nichts, was darauf deutete, dass irgendwer hier hausen würde.
Die Kisten waren umgestürzt, einige Flaschen und ein Fass ragten über den Boden.
Er ging weiter, zu der Treppe, eine Stufe herauf, der Holzboden unter ihm knarchzte leicht, als er inne hielt.
Wassertropfen, auf dem Boden verteilt.
Er schaute noch einmal zurück. Wieder liess der kalte Wind den weißen Schnee einlass in das Haus, dennoch, er erreichte nicht annähernd die Treppe. Ebenso konnten Sie nicht von den nassen Stiefeln sein, da er seinen Weg dorthin noch nicht fand.
Er kniete sich nieder, steckte leicht den Finger in die kleine Pfütze...es war schon wärmer als wenn es frisch wäre.
Er ging einen weiteren Schritt die Treppe hinauf, Muriel krächzte abermals, wohl wieder ein wenig empört über die Dreistigkeit, eine Tür aufzutreten und hinein zu gehen.
Weiter knarchzte die Stufe, als er ein leises Stöhnen vernahm. Die Augen weiteten sich, alle Vorsicht liess er fallen und nahm 2 Stufen auf einmal. Das stöhnen wurde lauter, als er auf den Fellen seinen Bruder liegen sah, sich leicht windend, die Augen geschlossen.
Malachai riss die Kapuze und Maske hinunter und liess sich im Lauf auf die Knie fallen, einige Zentimeter rutschend direkt zu Cyrion.
Er hob seinen Kopf, heiß war er und überdeckt mit Schweiß.
"Cyrion du Narr...was hast du bloß gemacht?"
Er wischte ihm über die Stirn und legte dann die blanke, kühle Hand auf jene. Er hatte Fieber, ohne Zweifel. Er schaute sich abermals um. Klamotten lagen da, zerknittert. Er griff nach ihnen, sie waren kalt und durch das zusammenziehen der Stoffe schienen Sie auch naß gewesen zu sein. Es waren die Kleidungsstücke, die er am Vortage trug bei der Schneeballschlacht.
Er legte leicht den Kopf wieder auf den Boden, erhob sich und nahm weitere Felle, die er über seinen Bruder legte.
Dann sprang er die Treppe hinab und nahm einiges an Feuerholz, um dann ein Feuer im Kamin zu entzünden.
Es gestaltete sich schwierig, da Wind weiter durch die fehlende Tür einglitt und das entstandene Feuer wieder erlöschte.
So nahm er sich einige, er hoffte leere, PErgamente zur Hand und stopfte sie und das Holz, holte aus seiner Tasche eine kleine Phiole mit durchsichtiger Flüssigkeit und verteilte diese über dem Holz. Ein weiterer Funke und wie durch einen Geist beschworen, rissen die Flammen in die Höhe und brachten sofort ein großes, wärmendes Feuer.
Dann erhob er sich, nahm die teils zerbrochene Tür und stämmte sie gegen den Türrahmen, zog mit dem Fuß einen Stuhl heran und stemmte ihn dann dagegen, sodass Sie aufliegend das Loch decken würde.
Dann ging er wieder hoch zu seinem Bruder, abermals in die Tasche greifend und eine hellblaue Phiole zu ziehen.
Er hob abermals seinen Kopf und legte sie auf seine Knie, dann öffnete er den Verschluß der Phiole mit dem Mund und presste den von Cyrion auf.
"Trink das, du Idiot, das hilft dir. Ich hoffe einfach einmal, dass die Symptome die einer Grippe sind."
Er hält den Mund von Cyrion weit auf, kippt ihm die Phiole hinein und als der letzte Tropfen seinen Gaumen erreichte, drückte er den Mund zu und schluck auf seinen Bauch, dass Cyrion unweigerlich dazu veranlasste, zu schlucken und in einen starken Husten auszubrechen.
Dann legte Malachai vorsichtig den Kopf seinen Bruders auf die Felle zurück und strich sich erst einmal durch die Haare.
"Zu so dunkler Stund bei diesem stürmischen Wetter werden wir wohl keinen Heiler finden."
Er seufzte leicht.
"Dann fang ich mal an, deine Tür zu reparieren und die Pferde zu füttern."
Er blickte zu seinem Bruder, der nun ein wenig ruhiger zu schlafen schien.
Dann machte sich Malachai auf, ein wenig Ordnung in das Chaos zu bringen, Wasser zu besorgen und bei dem Schneesturm die Pferde in Sicherheit zu stellen und ihnen Heu und Hafer zu bringen.
Es gab einen Ohrenbetäubten Lärm, die Offenheit, die nun zu Trage kommt, lässt den kalten Wind und einige Schneeflocken in diesem Sturm hinein.
Langsam senkt er den Fuß, mit dem er die Tür aufgetreten hatte und kommt langsam hinein, die Arme im gegenüberliegenen Ärmel gesteckt, weil er keien Handschuhe besass. Schritt für Schritt, der schwarz vermummte Mann, trat er näher.
Das erste, was ihm auffiel, was die Kälte, die die Räume schon vorher besessenb haben mussten. Das Feuer im Karmin schien schon länger erloschen.
Er machte weitere Schritte, ruhig, entspannt, blickte er weiter um sich.
Der Tisch, wo nur einige Schritte daneben die zerbrochene Haustür lag, war bedeckt mit einigen Sachen. Ein Spielzeugpferd, ein Teddy und ein ausgetrockneter Strauß mit Marzipanrosen.
Woher er wusste, was das ist?
Cyrion hatte ihn im Sommer mit seiner Blütenkunde doch ein wenig genervt. Dennoch, wusste er, dass diese Blumen nur zu ganz besonderen Anlässen genutzt werden.
Ein Rabe kommt hineingeflogen und setzt sich auf den Tisch, leicht nach der Hand pickend, als jene sich zu einen Ring ausstreckt, der dort lag, böse krächzend und seine Augen funkelten ihn an.
"Tut mir Leid Muriel wegen der Tür. Wenn Cyrion wenigstens einen Schlüssel lagern würde, müsste ich sie nicht eintreten."
Er drehte den Blick von dem Ring und den Raben hinab, weiter durch das Haus schauend.
Es schien verlassen, nichts, was darauf deutete, dass irgendwer hier hausen würde.
Die Kisten waren umgestürzt, einige Flaschen und ein Fass ragten über den Boden.
Er ging weiter, zu der Treppe, eine Stufe herauf, der Holzboden unter ihm knarchzte leicht, als er inne hielt.
Wassertropfen, auf dem Boden verteilt.
Er schaute noch einmal zurück. Wieder liess der kalte Wind den weißen Schnee einlass in das Haus, dennoch, er erreichte nicht annähernd die Treppe. Ebenso konnten Sie nicht von den nassen Stiefeln sein, da er seinen Weg dorthin noch nicht fand.
Er kniete sich nieder, steckte leicht den Finger in die kleine Pfütze...es war schon wärmer als wenn es frisch wäre.
Er ging einen weiteren Schritt die Treppe hinauf, Muriel krächzte abermals, wohl wieder ein wenig empört über die Dreistigkeit, eine Tür aufzutreten und hinein zu gehen.
Weiter knarchzte die Stufe, als er ein leises Stöhnen vernahm. Die Augen weiteten sich, alle Vorsicht liess er fallen und nahm 2 Stufen auf einmal. Das stöhnen wurde lauter, als er auf den Fellen seinen Bruder liegen sah, sich leicht windend, die Augen geschlossen.
Malachai riss die Kapuze und Maske hinunter und liess sich im Lauf auf die Knie fallen, einige Zentimeter rutschend direkt zu Cyrion.
Er hob seinen Kopf, heiß war er und überdeckt mit Schweiß.
"Cyrion du Narr...was hast du bloß gemacht?"
Er wischte ihm über die Stirn und legte dann die blanke, kühle Hand auf jene. Er hatte Fieber, ohne Zweifel. Er schaute sich abermals um. Klamotten lagen da, zerknittert. Er griff nach ihnen, sie waren kalt und durch das zusammenziehen der Stoffe schienen Sie auch naß gewesen zu sein. Es waren die Kleidungsstücke, die er am Vortage trug bei der Schneeballschlacht.
Er legte leicht den Kopf wieder auf den Boden, erhob sich und nahm weitere Felle, die er über seinen Bruder legte.
Dann sprang er die Treppe hinab und nahm einiges an Feuerholz, um dann ein Feuer im Kamin zu entzünden.
Es gestaltete sich schwierig, da Wind weiter durch die fehlende Tür einglitt und das entstandene Feuer wieder erlöschte.
So nahm er sich einige, er hoffte leere, PErgamente zur Hand und stopfte sie und das Holz, holte aus seiner Tasche eine kleine Phiole mit durchsichtiger Flüssigkeit und verteilte diese über dem Holz. Ein weiterer Funke und wie durch einen Geist beschworen, rissen die Flammen in die Höhe und brachten sofort ein großes, wärmendes Feuer.
Dann erhob er sich, nahm die teils zerbrochene Tür und stämmte sie gegen den Türrahmen, zog mit dem Fuß einen Stuhl heran und stemmte ihn dann dagegen, sodass Sie aufliegend das Loch decken würde.
Dann ging er wieder hoch zu seinem Bruder, abermals in die Tasche greifend und eine hellblaue Phiole zu ziehen.
Er hob abermals seinen Kopf und legte sie auf seine Knie, dann öffnete er den Verschluß der Phiole mit dem Mund und presste den von Cyrion auf.
"Trink das, du Idiot, das hilft dir. Ich hoffe einfach einmal, dass die Symptome die einer Grippe sind."
Er hält den Mund von Cyrion weit auf, kippt ihm die Phiole hinein und als der letzte Tropfen seinen Gaumen erreichte, drückte er den Mund zu und schluck auf seinen Bauch, dass Cyrion unweigerlich dazu veranlasste, zu schlucken und in einen starken Husten auszubrechen.
Dann legte Malachai vorsichtig den Kopf seinen Bruders auf die Felle zurück und strich sich erst einmal durch die Haare.
"Zu so dunkler Stund bei diesem stürmischen Wetter werden wir wohl keinen Heiler finden."
Er seufzte leicht.
"Dann fang ich mal an, deine Tür zu reparieren und die Pferde zu füttern."
Er blickte zu seinem Bruder, der nun ein wenig ruhiger zu schlafen schien.
Dann machte sich Malachai auf, ein wenig Ordnung in das Chaos zu bringen, Wasser zu besorgen und bei dem Schneesturm die Pferde in Sicherheit zu stellen und ihnen Heu und Hafer zu bringen.
[img]http://www.bilder-upload.eu/upload/6f34ff-1435746730.gif[/img]
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Cyrion Sha´Ar
Der Atem ging flach und schnell. Schweiss lief ihn die Stirn herab, vermischte sich mit kalten Wassertropfen, die aus den Stoffbeuteln drangen. Malachai hatte Schnee in Beutel gefüllt und sie ihm auf die Stirn, dem Hals und auf die Handgelenke gelegt. Er musste die Temperatur herunter bekommen - der fiebernde Mann im Bett glühte! Mit einem feuchten Tuch wischte er ihm den Schweiss fort, blickte zu dem Wasserbecher auf dem Nachttisch und überlegte, ob er wieder versuchen sollte, seinen Bruder dazu zu bringen, etwas Wasser zu trinken.
Die Grippe hatte ihre Krallen gierig in des Mannes Leib gebohrt. Manches Mal schien es, das er aufwachte, doch war er nicht wirklich bei Bewusstsein. Der Blick, mit dem die veilchenblauen Augen durch den Raum huschten, war unstet. Alpträume verfolgten ihn, wie es schien, denn manches mal bewegten sich die Lippen, als versuche er zu reden, nur, um sich dann als Husten zu erweisen, oder aber er sprach tatsächlich, in einer atemlosen keuchenden Art. So wie gerade eben.
Malachais Hand wurde ergriffen, der Griff überraschend fest!
"Corin... du musst sie retten..."
Cyrion versuchte, sich zu erheben, versuchte, Malachai zu sich zu ziehen. Feuchte Säcke voll Schnee rutschten von dem Kranken herab, als er den Oberkörper halb vom Bett hob. Das Tuch wurde fallen gelassen, die Schultern Cyrions gepackt, als Malachai ihn wieder aufs Bett drückte!
"Bleib ruhig, Cyrion... Alles ist gut. Ich bin bei dir. Sie sind in Sicherheit..."
Der Blick in den Augen war stierend, die Miene voller Furcht!
"...Milady, sie ist in Gefahr! Er will sie töten! Er will Eireen töten! Wir müssen... wir müssen..." D
ie Worte verblichen unter einem Husten, der den gequälten Körper schier zerriss. Sein Bruder presste die Lippen scharf aufeinander, dann gab er leise wieder, als Cyrion ein weiteres Mal nach seinem Arm greifen wollte: "Milady ist in Sicherheit. Dein Vater und Ian sind bei ihr. Ihr wird nichts geschehen. Sie werden sie beschützen." Fiebrige Augen lagen auf Malachai, doch sah er nicht ihn. Der gehetzte Ausdruck löste sich bei seinen Worten. Offenbar waren sie angekommen, denn der Griff löste sich langsam.
"...Smith... Es ist Smith... Er darf... sie nicht..."
Die Stimme verebbte, die Augen schlossen sich wieder, doch eilten sie unter den Lidern hin und her. Welcher Alptraum würde ihn nun verfolgen? Bitter schloss Malachai die Augen und rieb sich die Stirn. Cyrion konnte in diesen Zustand nicht allein gelassen werden. Nicht mal, um ihm eine Suppe zu kochen. Nachher stand er auf und fiel die Treppen hinab! Wieder lag sein Blick sorgenvoll auf Cyrion, während er die Beutel zurück an ihre Plätze legte.
"Was ist nur passiert, nachdem ich dich verliess..."
Ein schweres Seufzen klang durch den Raum, während der Mann wieder den Kopf im bewegte, sich wieder Runzeln auf der Stirn bildeten.
"...Leid... sss tut mir leid... Ich kann nicht... kann nicht..."
Eine Entschuldigung? Hatte dies mit jener Nacht zu tun? Oder träumte er von Dingen aus der Vergangenheit? Dinge die geschehen waren? Dingen, die nie passiert waren, aber von Befürchtungen sprachen? Er konnte es nicht sagen. Der Mann war im Delirium - es war oftmals schwer, einen Sinn in seinen Worten zu finden. Das einzige, was er tun konnte, war ihm beruhigende Worte zu zu murmeln. Und wenn er erkannte, worum es ging, überlegen, womit ihm am besten geholfen war. So wie er sich an den Namen Cyrions Bruder erinnert hatte. Wieder streifte sein Blick den Wasserkrug. Noch war genug in diesem. Kein Grund, den Mann in seinem einsamen Kampf allein zu lassen.
Wieder ging der Blick zur Piole. Er hatte sich selbst ebenfalls eine einverleibt, war Grippe doch hochansteckend. Doch wann würde es anfangen, bei Cyrion zu wirken? Aber vielleicht wirkte es schon - und das er in seinen Träumen sprach, war ein Zeichen hierfür - vorher hatte er nur wie ein toter Sack dagelegen und mühsam geatmet, die Haut gerötet und trocken... Jetzt zeigte er Schüttelfrost, schwitzte und sprach - fand die Kraft, die Augen zu öffnen und Malachai gegebenfalls sogar festzuhalten. Auch wenn es nicht Malachai war, den er sah. Vielleicht würde er ja irgendwann von Leah sprechen und er konnte so erfahren, was geschehen war... oder Leah kam vorbei und würde es ihm selbst erzählen.
Leah... er hatte ihr also einen Ring gekauft. Nachdenklich hob er den silbergoldenen Ring ins Licht der Kerze. Ein Dornenband - wie bei Cyrions Siegelring - wie bei dem Ring, den er an einer Kette um den Hals trug. Eine silberne Blüte... Er war sich sicher, das dies ein Verlobungsring war. Warum sonst sollte Cyrion einen Ring nach Art seines Hauses gestalten lassen?
Und warum war Leah nicht hier? Cyrion hatte ihm erzählt, das er Leah hatte ausführen wollen. Doch da er hier alleine war - die Sachen im Wohnzimmer im anderen Haus nicht angerührt... Warum war sie nicht gekommen, hatte nachgesehen, wo Cyrion blieb? Die einzige Erklärung war, das sie ihn nicht erwartete. Also wieder ein Streit... Schwer seufzte er. Diese beiden Kinder.... Hoffentlich würde der Brief sie rasch erreichen. Hoffentlich hatten die beiden Kinder nicht soviel zwischen sich zerstört, das Leah sich nicht bemüssigt sah, sich Sorgen zu machen.
Wieder blickte er zu Cyrion herüber, betrachtete das Bettzeug. Er würde es wechseln müssen - es war nass geschwitzt. "Menschenskind, dich kann man echt nicht alleine lassen..." Seufzend erhob er sich und schaute im Schank nach, ob da frische Bettwäsche zu finden war. Es würde sich darauf einstellen, den Tag und auch die Nacht hier zu verbringen - bis Cyrion die Augen aufschlug und zeigte, das er die Person vor sich wirklich erkannte, zeigte, das er sich seiner Lage bewusst war. Wenn er Glück hatte, würde es nicht allzulange dauern. Hoffentlich würde der Brief Leah erreichen - eine weitere helfende Hand konnte hier gut gebraucht werden - und wenn sie nur Suppe kochte, die sie ihm schon irgendwie einflössen würden.
Hoffnungen... Vielleicht würde ja Mutter, die Cyrion so anbetete, ein Einsehen haben, das ihr närrischer Gläubiger einen göttlichen Wink mit dem kleinen Finger brauchte, und den Brief möglichst bald in Leahs Hände spielen. Ein Mundwinkel zuckte, als er die Decken aus dem Schrank holte und zum Bett herüber trug. Na, er hoffte doch lieber auf die Fähigkeiten des Boten und das Glück. Da hatte er mehr von. Kühle Luft berührte den Leib seines zitternden Bruders, als er die Decken fortzog. Still arbeitete er weiter, hin und wieder leise Worte zu Cyrion murmelnd, als dieser die Augen aufschlug und ziellos durch Malachai hindurch blickte. Es würde Cyrion nichts passieren. Es würde alles gut werden.Er war ja hier...
Die Grippe hatte ihre Krallen gierig in des Mannes Leib gebohrt. Manches Mal schien es, das er aufwachte, doch war er nicht wirklich bei Bewusstsein. Der Blick, mit dem die veilchenblauen Augen durch den Raum huschten, war unstet. Alpträume verfolgten ihn, wie es schien, denn manches mal bewegten sich die Lippen, als versuche er zu reden, nur, um sich dann als Husten zu erweisen, oder aber er sprach tatsächlich, in einer atemlosen keuchenden Art. So wie gerade eben.
Malachais Hand wurde ergriffen, der Griff überraschend fest!
"Corin... du musst sie retten..."
Cyrion versuchte, sich zu erheben, versuchte, Malachai zu sich zu ziehen. Feuchte Säcke voll Schnee rutschten von dem Kranken herab, als er den Oberkörper halb vom Bett hob. Das Tuch wurde fallen gelassen, die Schultern Cyrions gepackt, als Malachai ihn wieder aufs Bett drückte!
"Bleib ruhig, Cyrion... Alles ist gut. Ich bin bei dir. Sie sind in Sicherheit..."
Der Blick in den Augen war stierend, die Miene voller Furcht!
"...Milady, sie ist in Gefahr! Er will sie töten! Er will Eireen töten! Wir müssen... wir müssen..." D
ie Worte verblichen unter einem Husten, der den gequälten Körper schier zerriss. Sein Bruder presste die Lippen scharf aufeinander, dann gab er leise wieder, als Cyrion ein weiteres Mal nach seinem Arm greifen wollte: "Milady ist in Sicherheit. Dein Vater und Ian sind bei ihr. Ihr wird nichts geschehen. Sie werden sie beschützen." Fiebrige Augen lagen auf Malachai, doch sah er nicht ihn. Der gehetzte Ausdruck löste sich bei seinen Worten. Offenbar waren sie angekommen, denn der Griff löste sich langsam.
"...Smith... Es ist Smith... Er darf... sie nicht..."
Die Stimme verebbte, die Augen schlossen sich wieder, doch eilten sie unter den Lidern hin und her. Welcher Alptraum würde ihn nun verfolgen? Bitter schloss Malachai die Augen und rieb sich die Stirn. Cyrion konnte in diesen Zustand nicht allein gelassen werden. Nicht mal, um ihm eine Suppe zu kochen. Nachher stand er auf und fiel die Treppen hinab! Wieder lag sein Blick sorgenvoll auf Cyrion, während er die Beutel zurück an ihre Plätze legte.
"Was ist nur passiert, nachdem ich dich verliess..."
Ein schweres Seufzen klang durch den Raum, während der Mann wieder den Kopf im bewegte, sich wieder Runzeln auf der Stirn bildeten.
"...Leid... sss tut mir leid... Ich kann nicht... kann nicht..."
Eine Entschuldigung? Hatte dies mit jener Nacht zu tun? Oder träumte er von Dingen aus der Vergangenheit? Dinge die geschehen waren? Dingen, die nie passiert waren, aber von Befürchtungen sprachen? Er konnte es nicht sagen. Der Mann war im Delirium - es war oftmals schwer, einen Sinn in seinen Worten zu finden. Das einzige, was er tun konnte, war ihm beruhigende Worte zu zu murmeln. Und wenn er erkannte, worum es ging, überlegen, womit ihm am besten geholfen war. So wie er sich an den Namen Cyrions Bruder erinnert hatte. Wieder streifte sein Blick den Wasserkrug. Noch war genug in diesem. Kein Grund, den Mann in seinem einsamen Kampf allein zu lassen.
Wieder ging der Blick zur Piole. Er hatte sich selbst ebenfalls eine einverleibt, war Grippe doch hochansteckend. Doch wann würde es anfangen, bei Cyrion zu wirken? Aber vielleicht wirkte es schon - und das er in seinen Träumen sprach, war ein Zeichen hierfür - vorher hatte er nur wie ein toter Sack dagelegen und mühsam geatmet, die Haut gerötet und trocken... Jetzt zeigte er Schüttelfrost, schwitzte und sprach - fand die Kraft, die Augen zu öffnen und Malachai gegebenfalls sogar festzuhalten. Auch wenn es nicht Malachai war, den er sah. Vielleicht würde er ja irgendwann von Leah sprechen und er konnte so erfahren, was geschehen war... oder Leah kam vorbei und würde es ihm selbst erzählen.
Leah... er hatte ihr also einen Ring gekauft. Nachdenklich hob er den silbergoldenen Ring ins Licht der Kerze. Ein Dornenband - wie bei Cyrions Siegelring - wie bei dem Ring, den er an einer Kette um den Hals trug. Eine silberne Blüte... Er war sich sicher, das dies ein Verlobungsring war. Warum sonst sollte Cyrion einen Ring nach Art seines Hauses gestalten lassen?
Und warum war Leah nicht hier? Cyrion hatte ihm erzählt, das er Leah hatte ausführen wollen. Doch da er hier alleine war - die Sachen im Wohnzimmer im anderen Haus nicht angerührt... Warum war sie nicht gekommen, hatte nachgesehen, wo Cyrion blieb? Die einzige Erklärung war, das sie ihn nicht erwartete. Also wieder ein Streit... Schwer seufzte er. Diese beiden Kinder.... Hoffentlich würde der Brief sie rasch erreichen. Hoffentlich hatten die beiden Kinder nicht soviel zwischen sich zerstört, das Leah sich nicht bemüssigt sah, sich Sorgen zu machen.
Wieder blickte er zu Cyrion herüber, betrachtete das Bettzeug. Er würde es wechseln müssen - es war nass geschwitzt. "Menschenskind, dich kann man echt nicht alleine lassen..." Seufzend erhob er sich und schaute im Schank nach, ob da frische Bettwäsche zu finden war. Es würde sich darauf einstellen, den Tag und auch die Nacht hier zu verbringen - bis Cyrion die Augen aufschlug und zeigte, das er die Person vor sich wirklich erkannte, zeigte, das er sich seiner Lage bewusst war. Wenn er Glück hatte, würde es nicht allzulange dauern. Hoffentlich würde der Brief Leah erreichen - eine weitere helfende Hand konnte hier gut gebraucht werden - und wenn sie nur Suppe kochte, die sie ihm schon irgendwie einflössen würden.
Hoffnungen... Vielleicht würde ja Mutter, die Cyrion so anbetete, ein Einsehen haben, das ihr närrischer Gläubiger einen göttlichen Wink mit dem kleinen Finger brauchte, und den Brief möglichst bald in Leahs Hände spielen. Ein Mundwinkel zuckte, als er die Decken aus dem Schrank holte und zum Bett herüber trug. Na, er hoffte doch lieber auf die Fähigkeiten des Boten und das Glück. Da hatte er mehr von. Kühle Luft berührte den Leib seines zitternden Bruders, als er die Decken fortzog. Still arbeitete er weiter, hin und wieder leise Worte zu Cyrion murmelnd, als dieser die Augen aufschlug und ziellos durch Malachai hindurch blickte. Es würde Cyrion nichts passieren. Es würde alles gut werden.Er war ja hier...
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Liralia Naudron
Leah war grade aus dem Haus, kurz durchatmend ließ sich Lira auf ihr Bett fallen, es tat irgendwo schon weh ihre Freundin, ihre Schwester so zu sehen, so traurig. Wollte sie ihr doch am liebsten diese Trauer nehmen, versuchte sie sie auf zu heitern, aber es war wohl alles noch zu frisch, diese ganzen Zweifel was Cyrion betraf, er war ein Trottel, das sagte selbst sein Bruder, der wohl es eigentlich auch nicht war. Der Bruder, dem nicht zu trauen war, dem Bruder der eine Gefahr war, Leah gar verderben? Es war wohl besser so, sie vor dieser Familie so es den eine war zu schützen, zwei Männer die sich als Familie sahen und doch rege Frauen sammelten, wie sie jetzt wusste. Zum einen Cyrion, der schon zwei Frauen und unzählige ungenannte wahrscheinlich gehabt hatte, es irgendwie geschafft hatte Leah zu gewinnen mit seinem Gerede, vermutlich war sie einfach bloß jedesmal eingeschlafen, wundern würde mich das nicht, dachte Lira bei sich. Und dazu sein Bruder Malachai, wie Leah ihr gesagt hatte, der wohl gar ein Ehebrecher war, eine tolle Familie barg sich da im Hintergrund und in die sollte Leah hinein heiraten? Das würde Lira zu verhindern wissen und das Cyrion die Frechheit besaß noch zu behaupten Lira würde gut zu seinem Bruder passen, saß dem ganzen noch die Krone auf. Aber das war im Grunde mittlerweile nicht mehr von belang, es war vorbei, wie Leah schon sagte und Lira's einzige Aufgabe würde darin bestehen ihre Schwester auf zu richten und ihre neue Freude ins Leben zu tragen, immerhin gab es noch soviel was sie begeistern würde. Hoffentlich diesen Cyrion aus ihren Gedanken treiben... mit seinem Götter lästernden Bruder, der eine häretische Phrase an die nächste heftete. Es wäre nicht gut für eine Adlerritterin sich in solch einem Umfeld zu bewegen, bei der Gütigen das wär es nicht und wenn Cyrion sich auch nur einmal wieder in Leah's Nähe wagen würde, sollte ihm die All-Mutter ihre Gnade erweisen, Lira würde es nicht tun, diesmal nicht....
Zuletzt geändert von Liralia Naudron am Freitag 26. Dezember 2008, 20:05, insgesamt 1-mal geändert.
- Malachai Schwarzmourne
- Beiträge: 1606
- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Abermals drückte Malachai den Schwamm aus, dann legte er ihn, eiskalt vom Schneewasser gefüllt, auf die Stirn Cyrions.
Es ging ihm langsam besser, schrittweise, wie Malachai empfand. War er doch wenigstens bei seinen Träumen und Gedanken im Diesseits angekommen und versuchte energisch, sich vom Bette zu erheben und zu Leah zu kommen.
Was ist bloß passiert?
Was hat Cyrion ausgesprochen, dass Leah es nicht einmal wagt, nach jenen kranken, fast sterbenden Manne zu blicken, den Sie doch so liebte.
Nein, stattdessen schickte Sie ihre Schwester, das paradebeispiel von jenen Leuten, die Malachai immer in den Adel stufte.
Es wunderte ihn nun noch weniger, wie Leah, als Freigeist, sich so beeinflussen lässt.
Energisch, gar fanatisch hielt Lira an ihrem Götterglauben fest, gar stand Sie kurz davor, mit gezückter Klinge gen Malachai zu preschen. Es hätte ihm sicherlich ein Funken leid getan, ihr etwas antun zu müssen, doch ihre Abfälligkeiten, ihr Gehabe...ja...Cyrion WAR und IST ein Trottel, da pflichtete er ihr bei...doch er ist daneben noch ein warmherziger, fürsorglicher und guter Mensch...etwas, was das Volk des Adels gerne übersieht.
Langsam erhob er sich und ging wieder die Treppe hinauf zum Kessel. Er schürrte das Feuer und füllte jenen abermals mit Wasser. Dann nahm er einige Kräuter und verschmisste Sie dazu. Die Suppe roch schon schrecklich, schmecken tat sie bei weitem nicht besser...doch Sie half...ein Rezept von Inara...ein Rezept seiner verstorbenen Frau.
Er seufzte und lehnte sich an die Wand.
Seine Familie...immer Ärger mit seiner Familie...und er...er ist der ruhende Pol in der Mitte.
Er streift sich durch sein Haar, schiebt es langsam aus seinem Gesicht und blickt in die langsam kochende Suppe.
Was es wirklich alles rechtens, was er tat? Konnte er nach so langer Zeit wirklich Inara für Tot erklären? Sich neu verlieben?
Die Liebe...ja die Liebe...
Man seht sich nach ihr, man ergötzt sich an ihr, man lechzt nach ihr...und doch, sie kann soviel Schmerz verursachen, soviel Leid...er erlebte es oft...2 verstorbene Frauen, 2 Teile seines Herzens, zerrissen und zerstückelt und doch auf ewig in ihm. Reicht ein Herz, um nun eine dritte so innig wie die anderen beiden Lieben zu können?
Er liess Inara gehen...sie hatte ein besseres Leben verdient, ohne ihn...ohne diese Qualen und Sorgen, die Sie mit und um ihn besass.
Und Cyrion?
Leah...Engwhyn...Leah....ja....Cyrion musste ebenso durch die Liebe viel leiden, mehr noch...es zeriss ihn fast...und dennoch...hat er nach solanger Zeit, nach sovielen Jahren seiner persönlichen Abstinenz wieder sein Herz geöffnet...wieder für eine Frau...und während Malachai nun glücklich ist, Sienara an seiner Seite zu haben, seinem Sohn eine Mutter und ein richtiges Zuhause schenken zu können, leidet sein Bruder wieder und wieder.
Sicher, er hegt Zorn...egal was ist, egal wie sehr man sich streitet...wenn sie wirklich wegen der Liebe soviel leidet, dann sollte die Sorge um jenen Mann, der den Schmerz verursacht, doch größer sein, so dass man doch einmal seinen feinen Hintern erheben kann um nach ihn zu suchen...und nicht eine unwissende Fanatikerin in die Höhle des Löwens zu hetzen.
Ja, Malachai missfiel ihr verhalten...doch er wusste auch nicht, was alles noch geschah. Er würde Sie nicht verurteilen...nicht für ihren Schmerz...nicht für Cyrions Schmerz....
Sie waren erwachsene Menschen, sie würden es regeln, er wird nach dem Urteilen, was er selber sieht und er kann sich eigentlich nicht vorstellen, Leah zu hassen.
Das Wasser kocht nun stark, er drückt sich von der Wand ab und nimmt eine Schüssel in die Hand, in der er die Suppe einflösst.
Sie roch nun noch schrecklicher, doch die Wirkung kann man wenig abstreiten.
Langsam ging er die Treppe hinab, zu Cyrions Glück blieb er im Bette liegen und setzte sich auf jene Kante.
Diese Schwester, ging es ihm durch den Kopf...vielleicht war er wirklich ein wenig zu schroff zu ihr...doch Sie störte im falschen Augenblick und die Tatsache, dass Sie statt Leah hier war...und dann auch noch die Art der Kälte, die sie ihrem Besuch beilegte, liessen sie nicht im besten Glanz erstrahlen...und zudem...Malachai zwingt niemanden seinen Glauben auf...aber er kann gerne auf das Gewäsch anderer verzichten.
Die Götter haben ihm weder etwas geschenkt, noch mit etwas gesegnet...er toleriert jene Gläubiger und kann unter deren Augen als Ketzer bestens leben.
Es ging ihm langsam besser, schrittweise, wie Malachai empfand. War er doch wenigstens bei seinen Träumen und Gedanken im Diesseits angekommen und versuchte energisch, sich vom Bette zu erheben und zu Leah zu kommen.
Was ist bloß passiert?
Was hat Cyrion ausgesprochen, dass Leah es nicht einmal wagt, nach jenen kranken, fast sterbenden Manne zu blicken, den Sie doch so liebte.
Nein, stattdessen schickte Sie ihre Schwester, das paradebeispiel von jenen Leuten, die Malachai immer in den Adel stufte.
Es wunderte ihn nun noch weniger, wie Leah, als Freigeist, sich so beeinflussen lässt.
Energisch, gar fanatisch hielt Lira an ihrem Götterglauben fest, gar stand Sie kurz davor, mit gezückter Klinge gen Malachai zu preschen. Es hätte ihm sicherlich ein Funken leid getan, ihr etwas antun zu müssen, doch ihre Abfälligkeiten, ihr Gehabe...ja...Cyrion WAR und IST ein Trottel, da pflichtete er ihr bei...doch er ist daneben noch ein warmherziger, fürsorglicher und guter Mensch...etwas, was das Volk des Adels gerne übersieht.
Langsam erhob er sich und ging wieder die Treppe hinauf zum Kessel. Er schürrte das Feuer und füllte jenen abermals mit Wasser. Dann nahm er einige Kräuter und verschmisste Sie dazu. Die Suppe roch schon schrecklich, schmecken tat sie bei weitem nicht besser...doch Sie half...ein Rezept von Inara...ein Rezept seiner verstorbenen Frau.
Er seufzte und lehnte sich an die Wand.
Seine Familie...immer Ärger mit seiner Familie...und er...er ist der ruhende Pol in der Mitte.
Er streift sich durch sein Haar, schiebt es langsam aus seinem Gesicht und blickt in die langsam kochende Suppe.
Was es wirklich alles rechtens, was er tat? Konnte er nach so langer Zeit wirklich Inara für Tot erklären? Sich neu verlieben?
Die Liebe...ja die Liebe...
Man seht sich nach ihr, man ergötzt sich an ihr, man lechzt nach ihr...und doch, sie kann soviel Schmerz verursachen, soviel Leid...er erlebte es oft...2 verstorbene Frauen, 2 Teile seines Herzens, zerrissen und zerstückelt und doch auf ewig in ihm. Reicht ein Herz, um nun eine dritte so innig wie die anderen beiden Lieben zu können?
Er liess Inara gehen...sie hatte ein besseres Leben verdient, ohne ihn...ohne diese Qualen und Sorgen, die Sie mit und um ihn besass.
Und Cyrion?
Leah...Engwhyn...Leah....ja....Cyrion musste ebenso durch die Liebe viel leiden, mehr noch...es zeriss ihn fast...und dennoch...hat er nach solanger Zeit, nach sovielen Jahren seiner persönlichen Abstinenz wieder sein Herz geöffnet...wieder für eine Frau...und während Malachai nun glücklich ist, Sienara an seiner Seite zu haben, seinem Sohn eine Mutter und ein richtiges Zuhause schenken zu können, leidet sein Bruder wieder und wieder.
Sicher, er hegt Zorn...egal was ist, egal wie sehr man sich streitet...wenn sie wirklich wegen der Liebe soviel leidet, dann sollte die Sorge um jenen Mann, der den Schmerz verursacht, doch größer sein, so dass man doch einmal seinen feinen Hintern erheben kann um nach ihn zu suchen...und nicht eine unwissende Fanatikerin in die Höhle des Löwens zu hetzen.
Ja, Malachai missfiel ihr verhalten...doch er wusste auch nicht, was alles noch geschah. Er würde Sie nicht verurteilen...nicht für ihren Schmerz...nicht für Cyrions Schmerz....
Sie waren erwachsene Menschen, sie würden es regeln, er wird nach dem Urteilen, was er selber sieht und er kann sich eigentlich nicht vorstellen, Leah zu hassen.
Das Wasser kocht nun stark, er drückt sich von der Wand ab und nimmt eine Schüssel in die Hand, in der er die Suppe einflösst.
Sie roch nun noch schrecklicher, doch die Wirkung kann man wenig abstreiten.
Langsam ging er die Treppe hinab, zu Cyrions Glück blieb er im Bette liegen und setzte sich auf jene Kante.
Diese Schwester, ging es ihm durch den Kopf...vielleicht war er wirklich ein wenig zu schroff zu ihr...doch Sie störte im falschen Augenblick und die Tatsache, dass Sie statt Leah hier war...und dann auch noch die Art der Kälte, die sie ihrem Besuch beilegte, liessen sie nicht im besten Glanz erstrahlen...und zudem...Malachai zwingt niemanden seinen Glauben auf...aber er kann gerne auf das Gewäsch anderer verzichten.
Die Götter haben ihm weder etwas geschenkt, noch mit etwas gesegnet...er toleriert jene Gläubiger und kann unter deren Augen als Ketzer bestens leben.
[img]http://www.bilder-upload.eu/upload/6f34ff-1435746730.gif[/img]
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Leah Katuri
„Er gab mir die Schuld?“
Das Wort lag schwer im Raum, schwebte geradezu über ihren Schöpfen und drückte sich langsam, unentwegt auf ihre Schultern. Wie...wie konnte Malachai nur?! Er war einer der Letzten, der urteilen durfte, der sich erdreisten durfte..! Liralia hatte ihr doch ganz klar gezeigt, dass sie keine Schuld trug, dass alles aus den Worten Cyrions heraus resultierte. Und nun?
Die Hühner zwickten sie in die Beine, als sie wieder einmal in ihren Tagträumen versank und die Gunst des Allein seins nutzte. Der Blick huschte herunter und ein schwaches Lächeln bildete sich, als das Huhn wie auf Kommande bei dem Blick gackerte und sich aufplusterte. Zuindest lenkte es ab, etwas zu tun. Schon bei Liralia hatte sie am Vormittag gewischt und geputzt, sodass der Boden am Blinken und Blitzen war. Sie hatte sich gerade auf die Küche gestürzt und dessen Staubschichten, als Lira sie über den Besuch bei Cyrion aufklärte.
Die Gedanken ratterten, rotierten. Sie wusste um Liralia und ihre impulsive Art. Sie wusste, wie schnell Malachai wütend werden konnte. Und sie wusste auch, dass ein Zusammentreffen von Beiden alles andere als gut ausgehen würde. Es war eigentlich schon erstaunlich einfach, die ganzen Anfeindungen zu überhören und nur nebensächlich Malachai in ein anderes Licht zu stellen. Sie wusste schließlich nicht, was er genau gesagt hatte, nur, dass er ihr damals das Versprechen gegeben hatte, unter dem Segen einer der Götter zu heiraten. Und sei es Horteras...er müsste doch Malachais Gemüt am nächsten kommen mit dem Drang zur Freiheit. Nur weil man auf eine Weise lebt, heißt das ja nicht, dass man keine eigenen Tugenden hat.
Der Trog füllte sich prasselnd mit den Körnern und zog gierig die gackernden Hühner an, die im nächsten Moment einen riesigen Klumpen zu bilden schienen. Eine Weile besah sie sich einfach nur das Picken und Schaben der Tiere, dann jedoch kletterte sie die Leiter hinauf und setzte sich auf den Heuboden, um die Gedanken weiterkreisen zu lassen.
Schuld...er hat mir die Schuld gegeben...Es beschäftigte sie mehr, als sie es sich eingestand. Hatte sie sich wirklich in den Beiden so getäuscht? War sie wirklich so leicht zu beeinflussen? Dann hätte sie doch dem Letharen nicht widersprochen, nicht diesen nervenraubenden Kampf der Wörter mit den Piraten geführt! Und wenn doch...?
Es war so verrückt...widersprüchlich! Sie dachte an die Abende, als sie in Cyrions Arm lag, mit ihm scherzte, lachte. Sie hatten über die Zukunft gesprochen...eine gemeinsame Zukunft; eine, in der es ein „wir“ gab. Sie wollten Pläne schmieden, wie sie Savea überzeugen konnten, dass er hoffähig war. Er wollte zu Erlaucht von Arganta, bei ihm Unterricht nehmen. Sie hatte Hochgeboren von Wolfenfels gefragt, wie man sich als Dame benehmen musste.
Kaum blitzte der Name auf, verzog sie schon wieder die Miene, und legte die Hände krampfhaft um den Magen. Es hatte alles nach dem Gespräch diesen unglücklichen Verlauf genommen. In dem sie einsehen mussten, dass ihre Welten zu verschieden waren und es zu viele kritische Augen gab. Keine Zukunft wegen fremder Blicke.
Die Gedanken schweiften zu Liralia und ihren Worten. Es war schier einfach, Cyrion die Schuld zu geben, ihn als Trottel, Vollidiot zu bezeichnen. Und irgendwo....war er das auch. Er hatte all seinen Frust, seine Worte auf sie fallen lassen, ohne eine Antwort zu erwarten, ohne ein Gegenwort zu erlauben. Sie hatte geschwiegen an dem Abend, hatte nur zugehört...und war dann gegangen.
Einen Moment schloss sie die Augen, lauschte dem Wind draussen, der pfeifend durch den Stall und die Ritzen zog. Immer wieder schwirrten Wörter, Stimmen durch ihren Schopf. Nichts tun lässt einen nachdenken.
Liralia hatte sie so weit gebracht...hatte sie denken lassen, dass Cyrion, Malachai...sie beide sie nur ausnutzen wollten. Ein Mann, der es auf eines abgesehen hatte: Ihre Ehre. Sie wusste noch um die Abende, als sie eher hektisch als entspannt seine Stube verlassen hatte. Allein dass sie schon ihn besucht hatte...es war ein Fehler, das wusste sie. Doch Herzen werden blind, sobald sie schneller schlagen und sich sehnen...nach einer Person. Sie hatten nur eines im Blick: Wieder dort hinzugehen, wo dieses Herzwummern wieder zunahm. Und Cyrion...hatte jenes Wummern bei ihr erzeugt.
Und jetzt? Jetzt zog es sich bei jedem Gedanken zusammen, schmerzte, zog. Jedes Bild, jeder Gedanke an ihn tat weh und trieb ihr die Tränen in die Augenwinkel. Daheim hätte sie wohl kaum solche Gefühle kennengelernt; dort verließ eine Frau einen Mann nicht und anders rum. Man blieb so lange zusammen, bis das der Tod sie trennte. Und dann...blieb man allein; zumindest als Frau
Liebeskummer. Ein so vollkommen neues, unbeschreibbares Gefühl. Es gab wahrscheinlich Menschen, die ihn schon viel öfters durchlebt hatten, mit ihm auskommen mussten. Es war der erste auf seine Art bei ihr...und schon war sie ihm überdrüssig und hätte jene Erfahrung am liebsten erst gar nicht gemacht.
„Wir werden uns nie wieder verlieben...“
Liralia hatte nur genickt, als sie es ausgesprochen hatte. Die Augen öffneten sich langsam wieder und sie kraxelte die Leiter wieder herunter, während sie sich über die geröteten Augen wischte. Es war erstaunlich, wieviel Wasser ein Mensch so speichern konnte in seinem Leben. Sie fürchtete schon fast, irgendwann auszutrocknen an den Augen.
Rasch schloss sie das Gatter hinter sich und ging zu Cassius, der in der Nähe des Baumes stand, um aufzusteigen. Die Kapuze wurde tief in die Stirn gezogen, ein Nicken zu Domenys folgt, ehe sie mit der Zunge schnalzte und wendete, um nach Berchgard zu reiten.
Liralia wollte kochen...und sie durfte spülen. Zumindest wieder Aufgaben, um nicht mehr nachzudenken...
Das Wort lag schwer im Raum, schwebte geradezu über ihren Schöpfen und drückte sich langsam, unentwegt auf ihre Schultern. Wie...wie konnte Malachai nur?! Er war einer der Letzten, der urteilen durfte, der sich erdreisten durfte..! Liralia hatte ihr doch ganz klar gezeigt, dass sie keine Schuld trug, dass alles aus den Worten Cyrions heraus resultierte. Und nun?
Die Hühner zwickten sie in die Beine, als sie wieder einmal in ihren Tagträumen versank und die Gunst des Allein seins nutzte. Der Blick huschte herunter und ein schwaches Lächeln bildete sich, als das Huhn wie auf Kommande bei dem Blick gackerte und sich aufplusterte. Zuindest lenkte es ab, etwas zu tun. Schon bei Liralia hatte sie am Vormittag gewischt und geputzt, sodass der Boden am Blinken und Blitzen war. Sie hatte sich gerade auf die Küche gestürzt und dessen Staubschichten, als Lira sie über den Besuch bei Cyrion aufklärte.
Die Gedanken ratterten, rotierten. Sie wusste um Liralia und ihre impulsive Art. Sie wusste, wie schnell Malachai wütend werden konnte. Und sie wusste auch, dass ein Zusammentreffen von Beiden alles andere als gut ausgehen würde. Es war eigentlich schon erstaunlich einfach, die ganzen Anfeindungen zu überhören und nur nebensächlich Malachai in ein anderes Licht zu stellen. Sie wusste schließlich nicht, was er genau gesagt hatte, nur, dass er ihr damals das Versprechen gegeben hatte, unter dem Segen einer der Götter zu heiraten. Und sei es Horteras...er müsste doch Malachais Gemüt am nächsten kommen mit dem Drang zur Freiheit. Nur weil man auf eine Weise lebt, heißt das ja nicht, dass man keine eigenen Tugenden hat.
Der Trog füllte sich prasselnd mit den Körnern und zog gierig die gackernden Hühner an, die im nächsten Moment einen riesigen Klumpen zu bilden schienen. Eine Weile besah sie sich einfach nur das Picken und Schaben der Tiere, dann jedoch kletterte sie die Leiter hinauf und setzte sich auf den Heuboden, um die Gedanken weiterkreisen zu lassen.
Schuld...er hat mir die Schuld gegeben...Es beschäftigte sie mehr, als sie es sich eingestand. Hatte sie sich wirklich in den Beiden so getäuscht? War sie wirklich so leicht zu beeinflussen? Dann hätte sie doch dem Letharen nicht widersprochen, nicht diesen nervenraubenden Kampf der Wörter mit den Piraten geführt! Und wenn doch...?
Es war so verrückt...widersprüchlich! Sie dachte an die Abende, als sie in Cyrions Arm lag, mit ihm scherzte, lachte. Sie hatten über die Zukunft gesprochen...eine gemeinsame Zukunft; eine, in der es ein „wir“ gab. Sie wollten Pläne schmieden, wie sie Savea überzeugen konnten, dass er hoffähig war. Er wollte zu Erlaucht von Arganta, bei ihm Unterricht nehmen. Sie hatte Hochgeboren von Wolfenfels gefragt, wie man sich als Dame benehmen musste.
Kaum blitzte der Name auf, verzog sie schon wieder die Miene, und legte die Hände krampfhaft um den Magen. Es hatte alles nach dem Gespräch diesen unglücklichen Verlauf genommen. In dem sie einsehen mussten, dass ihre Welten zu verschieden waren und es zu viele kritische Augen gab. Keine Zukunft wegen fremder Blicke.
Die Gedanken schweiften zu Liralia und ihren Worten. Es war schier einfach, Cyrion die Schuld zu geben, ihn als Trottel, Vollidiot zu bezeichnen. Und irgendwo....war er das auch. Er hatte all seinen Frust, seine Worte auf sie fallen lassen, ohne eine Antwort zu erwarten, ohne ein Gegenwort zu erlauben. Sie hatte geschwiegen an dem Abend, hatte nur zugehört...und war dann gegangen.
Einen Moment schloss sie die Augen, lauschte dem Wind draussen, der pfeifend durch den Stall und die Ritzen zog. Immer wieder schwirrten Wörter, Stimmen durch ihren Schopf. Nichts tun lässt einen nachdenken.
Liralia hatte sie so weit gebracht...hatte sie denken lassen, dass Cyrion, Malachai...sie beide sie nur ausnutzen wollten. Ein Mann, der es auf eines abgesehen hatte: Ihre Ehre. Sie wusste noch um die Abende, als sie eher hektisch als entspannt seine Stube verlassen hatte. Allein dass sie schon ihn besucht hatte...es war ein Fehler, das wusste sie. Doch Herzen werden blind, sobald sie schneller schlagen und sich sehnen...nach einer Person. Sie hatten nur eines im Blick: Wieder dort hinzugehen, wo dieses Herzwummern wieder zunahm. Und Cyrion...hatte jenes Wummern bei ihr erzeugt.
Und jetzt? Jetzt zog es sich bei jedem Gedanken zusammen, schmerzte, zog. Jedes Bild, jeder Gedanke an ihn tat weh und trieb ihr die Tränen in die Augenwinkel. Daheim hätte sie wohl kaum solche Gefühle kennengelernt; dort verließ eine Frau einen Mann nicht und anders rum. Man blieb so lange zusammen, bis das der Tod sie trennte. Und dann...blieb man allein; zumindest als Frau
Liebeskummer. Ein so vollkommen neues, unbeschreibbares Gefühl. Es gab wahrscheinlich Menschen, die ihn schon viel öfters durchlebt hatten, mit ihm auskommen mussten. Es war der erste auf seine Art bei ihr...und schon war sie ihm überdrüssig und hätte jene Erfahrung am liebsten erst gar nicht gemacht.
„Wir werden uns nie wieder verlieben...“
Liralia hatte nur genickt, als sie es ausgesprochen hatte. Die Augen öffneten sich langsam wieder und sie kraxelte die Leiter wieder herunter, während sie sich über die geröteten Augen wischte. Es war erstaunlich, wieviel Wasser ein Mensch so speichern konnte in seinem Leben. Sie fürchtete schon fast, irgendwann auszutrocknen an den Augen.
Rasch schloss sie das Gatter hinter sich und ging zu Cassius, der in der Nähe des Baumes stand, um aufzusteigen. Die Kapuze wurde tief in die Stirn gezogen, ein Nicken zu Domenys folgt, ehe sie mit der Zunge schnalzte und wendete, um nach Berchgard zu reiten.
Liralia wollte kochen...und sie durfte spülen. Zumindest wieder Aufgaben, um nicht mehr nachzudenken...
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Cyrion Sha´Ar
"Leah... ich muss zu ihr. Ich muss..." Er stolperte durch den Schnee, versuchte durch diesen zu stacksen, immer vorwärts, das Haar offen, nur die Schläfen mit geflochtenen langen Zöpfen versehen. Wind riss an ihm, fegte ihm Schnee in die Augen, riss an seinen Haaren und an seiner Kleidung. Dei Augen zusammen pressend, versuchte er etwas vor sich zu erkennen. Leah... wo war sie? Sie war irgendwo da vorne - er spürte es, wusste es. Wenn er sich nur genug anstrengte, würde er sie sicher.... Gesichter schienen sich im Schnee zu formen. Verwirrt hielt er inne. Gesichter in den Schneeflocken? Doch ja.. da waren sie. Formten sich scheinbar mit dem Wind, und trieben dann aber weiter, lachend, höhnend. Stimmen wisperten an seinen Ohren, Stimmen, die im Wind säuselten.
...Willst sie heiraten...? ...du...? ...nicht gut genug... ...Wilder... Rabendiener... Schurke...
Höhnende Worte, geraunte Beleidigungen von unbekannten Gesichtern. Unbekannte Stimmen. Doch waren auch bekannte drunter. Lira... Darna... Tilianas... Jene, die er seine Freunde glaubte... aber auch Adlige, die er nur knapp gesehen hatte... Ritter... und auch Tote der Vergangenheit gesellten sich dazu. Ritter Aradan, Eileen, Valion... soviele Gesichter. Sie verwirrten ihn, wisperten dauernd, tauchten auf, streiften ihn scheinbar, verschwanden wieder, spielten mit seinen Sinnen und rissen an seinem Umhang aus Fell. Fell?! Er blickte an sich herab. Ein Fellumhang, Fellfäustlinge, Kleidung aus Fell und Leder. Sein Gesicht mit einem dichtem langen Bart bedeckt. In seiner Hand ein federngeschmückter Speer. Er sah aus wie ein... Wilder... >Was...?!< Der Gedanke wurde nie zuende Gedacht. Die fremden Geister rauschtem mit dem Wind um ihn herum, das er bedenklich schwankte, den Kopf hin und her riss in dem Bemühen, sie zu sehen.
...Wilder... ihrer nicht würdig.... Ritterin Da'Karr unwürdig... Rabendiener... Betrüger... Ehrloser...
"Ist es nur das, was ihr seht?! Eine Ritterin? Was ist mit Leah, der Frau!?"
Das Raunen wurde lauter, jähzornig, Gesichter stürzten auf ihn zu, heulten in ihrem Zorn.
Er verlor das Gleichgewicht und wurde von einer Windböe zur Seite geschleudert, prellte sich die Schulter an einem Baum. Er blickte zur Seite auf den Baum... der ein Schrank war. Ein Schrank mitten im Schneesturm? Verwirrt blickte er diesen an. >Warum...?<
"Was brüllst du so laut? Läufst du schon wieder rum?!"
"Malachai...?" Der Mann war aus dem Nichts erschienen, doch wunderte ihn das wenig. Doch was machte er hier, im Schneesturm..? War er ihm zur Hilfe geeilt, oder war er auch hier, um ihn zu verhöhnen?
Die Gestalt vor ihm betrachtete ihn nachdenklich. Schatten legten sich um sie, als wäre sein um ihn fegender Umhang aus reiner Dunkelheit gemacht und ein lebend Ding, bemüht, um seine Gestalt zu schmeicheln. Cyrion hätte sich in dem Anblick verloren, wäre Malachai nicht vorgetreten und hätte seinen Arm ergriffen. "Immerhin erkennst du mich. Vor ein paar Stunden hast du noch wild mit mir gekämpft und geschrien, das sie Solveigh nicht anfassen sollten." Was... wovon sprach er? Verwirrung machte sich in Cyrion breit. Er? Mit Malachai gekämpft? Er schüttelte leicht den Kopf und wandte den Blick wieder zu Malachais Umhang. Ein Umhang aus Dunkelheit... Vielleicht... "Kannst du mir deinen Schattenumhang leihen? Vielleicht können mich die Schneegeister nicht sehen, wenn ich in Dunkelheit gehüllt bin..."
Eine Augenbraue erhob sich steil, die Stirn gerunzelt. "Schneegeister? Bist du immer noch nicht wach?! Jung ich binde dich jetzt wirklich fest. Kaum drehe ich dir den Rücken zu..." Cyrion verstand nichts. Nichts von dem, was Malachai sagte, machte einen Sinn. Wollte er ihm nicht helfen?! Aber er musste doch zu Leah, musste doch...
Malachai schüttelte den Kopf ob Cyrions Miene und packte ihn. Der Mann wirkte manchmal recht beieinander - es gab schon Zeiten, wo er wach war, wusste wo er war und das er sehr krank war. Zeiten, in denen die beiden sich etwas unterhielten, und die Malachai nutzte, ihn mit dem zu versorgen, was er brauchte und seine Kleidung wechselte - konnte er sich dann doch wenigstens selbst umziehen und wehrte sich nicht. Aber wenn wieder ein Fieberschub kam, wie es bei Grippe üblich war, war er unberechenbar. Mit guten Worten führte er ihn wieder zum Bett, sorgte dafür, das er sich hinsetzte.
"Hör zu... Du ruhst dich hier aus und ich verscheuche die Schneegeister."
Sein Blick war fest auf seinen Bruder gerichtet. Er musste ihn wohl letztlich doch festbinden. Wenn er wieder die Treppe runterfiel und sich etwas brach? Oder bei einem Sturz gegen den Schrank die Nase brach? Doch wie verpacken? Das er sich nicht wehrte? Er konnte sich schon recht rückhaltlos wehren und Malachai hatte schon einen Schlag mit dem Ellbogen in den Bauch gekommen, weil ihn Cyrion für jenen Smith hielt, den Mörder von Eireen. Erst sein Ausruf hatte ihn halbwegs zur Besinnung gebracht und Cyrion hatte ihn erkannt, sich sogleich entschuldigt.
Wieder wanderte Cyrions Blick um ihn herum.
"Dein Umhang..."
>Umhang? Welcher... Ach...< Vielleicht würde er ihn damit narren können. "Ich geb dir meinen Umhang. Und werde die Schneegeister vertreiben. Aber du ruhst dich hier aus, in ordnung? Bis ich wiederkomme. Versprich mir das!"
Einen Moment blickte Cyrion nachdenklich drein, hustete und nickte schliesslich. Malachai tat so, als würde er ihm einen Umhang umlegen und führte gleichzeitig rasch die dünne, aber starke Leine um seinen Bauch herum. Kaum, das er ihn dazu gebracht hatte, sich hinzulegen und die Augen zu schliessen, knüpfte er sie zu einem knoten und führte den rest der Leine zum Bettpfosten in der Wandecke, wo er sie mit nur wenig Spiel festknotete. Jetzt würde er nicht mehr das Bett verlassen können und er, Malachai, hatte eine Sorge weniger. Es brauchte nicht mehr viel, dann lag Cyrion wieder ruhig und zugedeckt im Bett. Ein langer Blick traf den Mann, dann begab sich Malachai wieder nach unten.
Cyrion öffnete die Augen auf und blickte sich um. Er fühlte sich elend... Doch besser als das letzte Mal wo er in diesem Zimmer aufgewacht war. Malachai war nicht zu sehen. Aber er hörte ihn - er redete unten an der Tür mit jemanden. Die Stimmen waren so leise, das er es nicht verstehen konnte. War Leah doch gekommen? Malachai hatte ihm zu verstehen gegeben, das Leah nicht gekommen war, nicht mal geschrieben hatte. Das Lira allerdings erschienen war und wieder mal etwas von Göttern und Tugenden von sich gegeben hatte. Malachai hatte allerdings abgebrochen mit dem Erzählen, als er merkte, das Cyrion das Reden und Zuhören recht erschöpfte.
>Leah ist nicht gekommen...< Die Hand hob sich und bedeckte seine Augen. Es war wirklich vorbei... Wie in den Träumen... Wo er sie suchte und suchte und doch nicht fand. Er schluckte schwer. Sein Hals schmerzte, aber nicht länger von dem Husten, welcher nach und nach verschwand. Seine Kehle, seine Brust schmerzte, wenn er an Leah dachte... Was sollte er tun? Er wusste es immer noch nicht.
Sein Blick wanderte zwischen den Fingern zur Seite, fixierte die Schüssel, die auf dem Nachttisch stand.
>Nicht schon wieder....< Diese fürchterliche Suppe... Die jedesmal scheusslicher schmeckte, wenn er sie trank. Je besser er riechen konnte, desto schlimmer wurde es. "Urgh..." Aber er musste... Malachai hatte ihn schon gezwungen, sie zu trinken, als er sich weigerte - hatte ihm einfach die Nase zugehalten, bis er den Mund aufmachte und ihn zwangsgefüttert. Danach durfte er sich erneut erstmal die Haare waschen und das Kissen neu beziehen. Seufzend griff er nach der Schüssel. Er würde wohl müssen. Wenigstens half sie ihm, diese elendige Grippe zu bekämpfen. Sie war ausgesprochen hartnäckig, aber es ging bergauf. Malachai meinte, es müsse am Stress liegen.
>Stress? Vielleicht eher am Schock.< Er hatte allerdings einen Schock bekommen. Doch verstand er nun, das er offenbar überreagiert hatte. Genauso wie Leah. Es konnte doch nicht sein, das die Adligen wirklich eine Charakterveränderung von ihm verlangten? Adrian war vollkommen natürlich - Rafael auch. So viele die er kannte, waren zwar höflich, wie es die Etikette verlangte, aber doch behielten sie ihre Natürlichkeit. Keiner von ihne wirkte in geringster Weise falsch. Taktvoll aber nicht falsch. Doch wenn dann dem so war, was war zwischen ihm und Leah falsch gelaufen? Was hatten sie beide falsch verstanden? Was hatten sie übersehen? Er wusste es nicht. Der Löffel wurde in die Schüssel zurück gesenkt. War das denn noch wichtig? Es war vorbei... Leah war nicht gekommen. Und würde nicht kommen. Sie wollte nicht mit ihm reden. Ihn nicht sehen. Jegliche Hoffnung vergebens.
Er stellte die Schüssel beiseite. Der Appetit war ihm gänzlich vergangen. Sich zusammenrollen wollend, drehte er sich auf die Seite - nur um festzustellen, das etwas an seinem Bauch zog. Irritiert zog er die Bettdecke beiseite. Ein Seil? Er war ans Bett festbunden?! Ungläubig starrte er jenes an, bis er leicht den Kopf schüttelte und sich doch wieder zusammenrollte. Malachai hatte ihm gesagt, das er schlafwanderte, aber das... Er hatte als Kind bei Fieber manchmal geschlafwandert. Diese Krankheit musste tatsächlich recht schlimm sein.
Leise seufzend schloss er die Augen. Das Einzige, was er jetzt tun konnte, war sich Gesund zu schlafen. Was immer seine Wünsche waren - Leah sehen, mit ihr reden und dies klären, Malachai nochmal wegen Lira ansprechen... alles musste warten, bis er Gesund war. Würde er jetzt etwas unternehmen, er würde nur einen Rückfall bekommen. Wieder mal, wie so oft in seinem Leben, konnte er nur eines tun. Warten....
...Willst sie heiraten...? ...du...? ...nicht gut genug... ...Wilder... Rabendiener... Schurke...
Höhnende Worte, geraunte Beleidigungen von unbekannten Gesichtern. Unbekannte Stimmen. Doch waren auch bekannte drunter. Lira... Darna... Tilianas... Jene, die er seine Freunde glaubte... aber auch Adlige, die er nur knapp gesehen hatte... Ritter... und auch Tote der Vergangenheit gesellten sich dazu. Ritter Aradan, Eileen, Valion... soviele Gesichter. Sie verwirrten ihn, wisperten dauernd, tauchten auf, streiften ihn scheinbar, verschwanden wieder, spielten mit seinen Sinnen und rissen an seinem Umhang aus Fell. Fell?! Er blickte an sich herab. Ein Fellumhang, Fellfäustlinge, Kleidung aus Fell und Leder. Sein Gesicht mit einem dichtem langen Bart bedeckt. In seiner Hand ein federngeschmückter Speer. Er sah aus wie ein... Wilder... >Was...?!< Der Gedanke wurde nie zuende Gedacht. Die fremden Geister rauschtem mit dem Wind um ihn herum, das er bedenklich schwankte, den Kopf hin und her riss in dem Bemühen, sie zu sehen.
...Wilder... ihrer nicht würdig.... Ritterin Da'Karr unwürdig... Rabendiener... Betrüger... Ehrloser...
"Ist es nur das, was ihr seht?! Eine Ritterin? Was ist mit Leah, der Frau!?"
Das Raunen wurde lauter, jähzornig, Gesichter stürzten auf ihn zu, heulten in ihrem Zorn.
Er verlor das Gleichgewicht und wurde von einer Windböe zur Seite geschleudert, prellte sich die Schulter an einem Baum. Er blickte zur Seite auf den Baum... der ein Schrank war. Ein Schrank mitten im Schneesturm? Verwirrt blickte er diesen an. >Warum...?<
"Was brüllst du so laut? Läufst du schon wieder rum?!"
"Malachai...?" Der Mann war aus dem Nichts erschienen, doch wunderte ihn das wenig. Doch was machte er hier, im Schneesturm..? War er ihm zur Hilfe geeilt, oder war er auch hier, um ihn zu verhöhnen?
Die Gestalt vor ihm betrachtete ihn nachdenklich. Schatten legten sich um sie, als wäre sein um ihn fegender Umhang aus reiner Dunkelheit gemacht und ein lebend Ding, bemüht, um seine Gestalt zu schmeicheln. Cyrion hätte sich in dem Anblick verloren, wäre Malachai nicht vorgetreten und hätte seinen Arm ergriffen. "Immerhin erkennst du mich. Vor ein paar Stunden hast du noch wild mit mir gekämpft und geschrien, das sie Solveigh nicht anfassen sollten." Was... wovon sprach er? Verwirrung machte sich in Cyrion breit. Er? Mit Malachai gekämpft? Er schüttelte leicht den Kopf und wandte den Blick wieder zu Malachais Umhang. Ein Umhang aus Dunkelheit... Vielleicht... "Kannst du mir deinen Schattenumhang leihen? Vielleicht können mich die Schneegeister nicht sehen, wenn ich in Dunkelheit gehüllt bin..."
Eine Augenbraue erhob sich steil, die Stirn gerunzelt. "Schneegeister? Bist du immer noch nicht wach?! Jung ich binde dich jetzt wirklich fest. Kaum drehe ich dir den Rücken zu..." Cyrion verstand nichts. Nichts von dem, was Malachai sagte, machte einen Sinn. Wollte er ihm nicht helfen?! Aber er musste doch zu Leah, musste doch...
Malachai schüttelte den Kopf ob Cyrions Miene und packte ihn. Der Mann wirkte manchmal recht beieinander - es gab schon Zeiten, wo er wach war, wusste wo er war und das er sehr krank war. Zeiten, in denen die beiden sich etwas unterhielten, und die Malachai nutzte, ihn mit dem zu versorgen, was er brauchte und seine Kleidung wechselte - konnte er sich dann doch wenigstens selbst umziehen und wehrte sich nicht. Aber wenn wieder ein Fieberschub kam, wie es bei Grippe üblich war, war er unberechenbar. Mit guten Worten führte er ihn wieder zum Bett, sorgte dafür, das er sich hinsetzte.
"Hör zu... Du ruhst dich hier aus und ich verscheuche die Schneegeister."
Sein Blick war fest auf seinen Bruder gerichtet. Er musste ihn wohl letztlich doch festbinden. Wenn er wieder die Treppe runterfiel und sich etwas brach? Oder bei einem Sturz gegen den Schrank die Nase brach? Doch wie verpacken? Das er sich nicht wehrte? Er konnte sich schon recht rückhaltlos wehren und Malachai hatte schon einen Schlag mit dem Ellbogen in den Bauch gekommen, weil ihn Cyrion für jenen Smith hielt, den Mörder von Eireen. Erst sein Ausruf hatte ihn halbwegs zur Besinnung gebracht und Cyrion hatte ihn erkannt, sich sogleich entschuldigt.
Wieder wanderte Cyrions Blick um ihn herum.
"Dein Umhang..."
>Umhang? Welcher... Ach...< Vielleicht würde er ihn damit narren können. "Ich geb dir meinen Umhang. Und werde die Schneegeister vertreiben. Aber du ruhst dich hier aus, in ordnung? Bis ich wiederkomme. Versprich mir das!"
Einen Moment blickte Cyrion nachdenklich drein, hustete und nickte schliesslich. Malachai tat so, als würde er ihm einen Umhang umlegen und führte gleichzeitig rasch die dünne, aber starke Leine um seinen Bauch herum. Kaum, das er ihn dazu gebracht hatte, sich hinzulegen und die Augen zu schliessen, knüpfte er sie zu einem knoten und führte den rest der Leine zum Bettpfosten in der Wandecke, wo er sie mit nur wenig Spiel festknotete. Jetzt würde er nicht mehr das Bett verlassen können und er, Malachai, hatte eine Sorge weniger. Es brauchte nicht mehr viel, dann lag Cyrion wieder ruhig und zugedeckt im Bett. Ein langer Blick traf den Mann, dann begab sich Malachai wieder nach unten.
Cyrion öffnete die Augen auf und blickte sich um. Er fühlte sich elend... Doch besser als das letzte Mal wo er in diesem Zimmer aufgewacht war. Malachai war nicht zu sehen. Aber er hörte ihn - er redete unten an der Tür mit jemanden. Die Stimmen waren so leise, das er es nicht verstehen konnte. War Leah doch gekommen? Malachai hatte ihm zu verstehen gegeben, das Leah nicht gekommen war, nicht mal geschrieben hatte. Das Lira allerdings erschienen war und wieder mal etwas von Göttern und Tugenden von sich gegeben hatte. Malachai hatte allerdings abgebrochen mit dem Erzählen, als er merkte, das Cyrion das Reden und Zuhören recht erschöpfte.
>Leah ist nicht gekommen...< Die Hand hob sich und bedeckte seine Augen. Es war wirklich vorbei... Wie in den Träumen... Wo er sie suchte und suchte und doch nicht fand. Er schluckte schwer. Sein Hals schmerzte, aber nicht länger von dem Husten, welcher nach und nach verschwand. Seine Kehle, seine Brust schmerzte, wenn er an Leah dachte... Was sollte er tun? Er wusste es immer noch nicht.
Sein Blick wanderte zwischen den Fingern zur Seite, fixierte die Schüssel, die auf dem Nachttisch stand.
>Nicht schon wieder....< Diese fürchterliche Suppe... Die jedesmal scheusslicher schmeckte, wenn er sie trank. Je besser er riechen konnte, desto schlimmer wurde es. "Urgh..." Aber er musste... Malachai hatte ihn schon gezwungen, sie zu trinken, als er sich weigerte - hatte ihm einfach die Nase zugehalten, bis er den Mund aufmachte und ihn zwangsgefüttert. Danach durfte er sich erneut erstmal die Haare waschen und das Kissen neu beziehen. Seufzend griff er nach der Schüssel. Er würde wohl müssen. Wenigstens half sie ihm, diese elendige Grippe zu bekämpfen. Sie war ausgesprochen hartnäckig, aber es ging bergauf. Malachai meinte, es müsse am Stress liegen.
>Stress? Vielleicht eher am Schock.< Er hatte allerdings einen Schock bekommen. Doch verstand er nun, das er offenbar überreagiert hatte. Genauso wie Leah. Es konnte doch nicht sein, das die Adligen wirklich eine Charakterveränderung von ihm verlangten? Adrian war vollkommen natürlich - Rafael auch. So viele die er kannte, waren zwar höflich, wie es die Etikette verlangte, aber doch behielten sie ihre Natürlichkeit. Keiner von ihne wirkte in geringster Weise falsch. Taktvoll aber nicht falsch. Doch wenn dann dem so war, was war zwischen ihm und Leah falsch gelaufen? Was hatten sie beide falsch verstanden? Was hatten sie übersehen? Er wusste es nicht. Der Löffel wurde in die Schüssel zurück gesenkt. War das denn noch wichtig? Es war vorbei... Leah war nicht gekommen. Und würde nicht kommen. Sie wollte nicht mit ihm reden. Ihn nicht sehen. Jegliche Hoffnung vergebens.
Er stellte die Schüssel beiseite. Der Appetit war ihm gänzlich vergangen. Sich zusammenrollen wollend, drehte er sich auf die Seite - nur um festzustellen, das etwas an seinem Bauch zog. Irritiert zog er die Bettdecke beiseite. Ein Seil? Er war ans Bett festbunden?! Ungläubig starrte er jenes an, bis er leicht den Kopf schüttelte und sich doch wieder zusammenrollte. Malachai hatte ihm gesagt, das er schlafwanderte, aber das... Er hatte als Kind bei Fieber manchmal geschlafwandert. Diese Krankheit musste tatsächlich recht schlimm sein.
Leise seufzend schloss er die Augen. Das Einzige, was er jetzt tun konnte, war sich Gesund zu schlafen. Was immer seine Wünsche waren - Leah sehen, mit ihr reden und dies klären, Malachai nochmal wegen Lira ansprechen... alles musste warten, bis er Gesund war. Würde er jetzt etwas unternehmen, er würde nur einen Rückfall bekommen. Wieder mal, wie so oft in seinem Leben, konnte er nur eines tun. Warten....
Zuletzt geändert von Cyrion Sha´Ar am Samstag 27. Dezember 2008, 16:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Leah Katuri
Der Wind zog pfeifend an den Türangeln, die eher lose in der Verankerung hingen und ließen das Holz aufknarzen. Kälte zog sich über die Dielen, würde jeden, der barfuß hier entlang ging, klamme Füße zurücklassen und einen Schauer über den Rücken. Schneeflocken flogen wirr durch das Schneegestöber und wirbelten immer wieder kreisend durch die Luft.
Ein leises Stöhnen drang durch den kleinen Vorraum des Turmes, ließ erahnen, dass der Haufen in der Ecke nicht eine Ansammlung von Kleidern oder Decken war. Langsam bewegte sich die Gestalt, wechselte im Schlaf die Position und rollte sich auf die Seite. Das Gesicht glitzerte leicht auf im fahlen Schein, der durch die Helligkeit des Schnees durch die Ritzen in den Raum fiel. Schweißperlen hatten sich gebildet, liefen ihr vom Haaransatz herunter über den Nasenrücken, die Wangenpartien, das Kinn. Gesunde Farbe hatte man seit Tagen in dem Gesicht bereits vermisst und gesucht.
Die Lippen öffneten sich im Schlaf kurz, schienen ein Wort bilden zu wollen, ehe nur das kurze Sirren der Luft durch die Lungen zu vernehmen war und die Lippen sich wieder schlossen. Strähnen hatten sich aus dem Zopf gelöst und klebten bereits an ihrer Halsseite und im Gesicht.
Das Fieber hatte sich schnell und erfolgreich den Weg durch den bereits erschöpften Körper gebahnt und ihn sich seiner habhaft gemacht. Jede Faser in ihr nahm den Kampf gegen die Hitze im Körper auf und wollte sie schier vertreiben. Unruhig rollte sie wieder auf die Seite, zerrte die Decke mit und gab so die Rückenpartie frei für die kühle Luft. Schimmernd färbte sich die Haut hervor durch das helle Hemd, das sich bereits mit dem kalten Schweiß vollgesogen hatte, legte sich hier und dort in leichte Falten, während es erbarmungslos an anderen Stellen jede Wölbung des Körpers, jede glatte Oberfläche betonte. Nur flach hob und senkte sich langsam die Brust, ließ erahnen, wie erschöpft der Körper in einen traumlosen Schlaf fiel und allein die Krankheit über ihn kommen ließ.
Wieder bewegte sich die Gestalt, rollte sich auf den Rücken und schob die Decke leicht nach unten. Der Wind zog und zerrte ein weiteres Mal erbarmungslos an den Angeln, ließ den Wind aufpfeifen und seine Kälte schleichend durch die Ritzen ziehen. Die Haare im Nacken stellten sich leicht auf, während erbarmungslos der Schweiß an der Halsseite entlangrann und hinabperlte an den Kragen des Hemdes. Langsam durchzog die Feuchtigkeit mit der Zeit nach und nach die Felle unter sich, die Kissen. Wind und Fieber begannen, zu paktieren, schlossen ihren eigenen Bund und malträtierten die Gestalt, indem die Kälte sich schleichend in den nassen Stoff hineinwob. Ein Zittern durchfuhr den Körper, ein Schaudern verließ die Lippen, während der Schopf zur Seite fiel und der Atem wieder flach herausgepresst wurde. Es war ein leichtes, die Erschöpfung der letzten Tage in pure Müdigkeit umzuwandeln; ein leichtes, das Kratzen im Hals in einen Husten nach und nach entstehen zu lassen. Doch noch wollte das Fieber seine Herrschaft nicht abgeben, wollte drohend und mächtig all seine Möglichkeiten nutzen, ehe es bereit war, zu teilen. Schonungslos bediente es sich all seiner Tricks, all seiner Fähigkeiten...bis der Körper fast ausgetrocknet schien.
Es war früher Morgen, als der Husten sich dazuschlich und trocken durch die Kehle drang. Kratzend und beissend stach er durch den Hals und drang über die Lippen, während sie sich auf die Seite rollte und zusammenkugelte. Kalt...es war so kalt...Zitternd schlug suchten die Hände im Traume gleich die Decke und zogen sie wieder über den Körper, der immer weiter zitterte. Die Nässe hatte sich in der Nacht nur verfestigt und würde kaum ohne ein Wechseln so schnell wieder trocknen. Leise verließ ein weiteres Stöhnen die Lippen, während sie sich auf die andere Seite rollte und so mit dem Rücken in den Raum lag. Man würde wohl erst näher treten müssen von der Türe, um zu erkennen, wer da lag.
Das Fieber hatte seine Herrschaft gefestigt...der Hofstaat durfte nun dazukommen. Und die Krankheit im vollen Umfang sich austoben.
Ein leises Stöhnen drang durch den kleinen Vorraum des Turmes, ließ erahnen, dass der Haufen in der Ecke nicht eine Ansammlung von Kleidern oder Decken war. Langsam bewegte sich die Gestalt, wechselte im Schlaf die Position und rollte sich auf die Seite. Das Gesicht glitzerte leicht auf im fahlen Schein, der durch die Helligkeit des Schnees durch die Ritzen in den Raum fiel. Schweißperlen hatten sich gebildet, liefen ihr vom Haaransatz herunter über den Nasenrücken, die Wangenpartien, das Kinn. Gesunde Farbe hatte man seit Tagen in dem Gesicht bereits vermisst und gesucht.
Die Lippen öffneten sich im Schlaf kurz, schienen ein Wort bilden zu wollen, ehe nur das kurze Sirren der Luft durch die Lungen zu vernehmen war und die Lippen sich wieder schlossen. Strähnen hatten sich aus dem Zopf gelöst und klebten bereits an ihrer Halsseite und im Gesicht.
Das Fieber hatte sich schnell und erfolgreich den Weg durch den bereits erschöpften Körper gebahnt und ihn sich seiner habhaft gemacht. Jede Faser in ihr nahm den Kampf gegen die Hitze im Körper auf und wollte sie schier vertreiben. Unruhig rollte sie wieder auf die Seite, zerrte die Decke mit und gab so die Rückenpartie frei für die kühle Luft. Schimmernd färbte sich die Haut hervor durch das helle Hemd, das sich bereits mit dem kalten Schweiß vollgesogen hatte, legte sich hier und dort in leichte Falten, während es erbarmungslos an anderen Stellen jede Wölbung des Körpers, jede glatte Oberfläche betonte. Nur flach hob und senkte sich langsam die Brust, ließ erahnen, wie erschöpft der Körper in einen traumlosen Schlaf fiel und allein die Krankheit über ihn kommen ließ.
Wieder bewegte sich die Gestalt, rollte sich auf den Rücken und schob die Decke leicht nach unten. Der Wind zog und zerrte ein weiteres Mal erbarmungslos an den Angeln, ließ den Wind aufpfeifen und seine Kälte schleichend durch die Ritzen ziehen. Die Haare im Nacken stellten sich leicht auf, während erbarmungslos der Schweiß an der Halsseite entlangrann und hinabperlte an den Kragen des Hemdes. Langsam durchzog die Feuchtigkeit mit der Zeit nach und nach die Felle unter sich, die Kissen. Wind und Fieber begannen, zu paktieren, schlossen ihren eigenen Bund und malträtierten die Gestalt, indem die Kälte sich schleichend in den nassen Stoff hineinwob. Ein Zittern durchfuhr den Körper, ein Schaudern verließ die Lippen, während der Schopf zur Seite fiel und der Atem wieder flach herausgepresst wurde. Es war ein leichtes, die Erschöpfung der letzten Tage in pure Müdigkeit umzuwandeln; ein leichtes, das Kratzen im Hals in einen Husten nach und nach entstehen zu lassen. Doch noch wollte das Fieber seine Herrschaft nicht abgeben, wollte drohend und mächtig all seine Möglichkeiten nutzen, ehe es bereit war, zu teilen. Schonungslos bediente es sich all seiner Tricks, all seiner Fähigkeiten...bis der Körper fast ausgetrocknet schien.
Es war früher Morgen, als der Husten sich dazuschlich und trocken durch die Kehle drang. Kratzend und beissend stach er durch den Hals und drang über die Lippen, während sie sich auf die Seite rollte und zusammenkugelte. Kalt...es war so kalt...Zitternd schlug suchten die Hände im Traume gleich die Decke und zogen sie wieder über den Körper, der immer weiter zitterte. Die Nässe hatte sich in der Nacht nur verfestigt und würde kaum ohne ein Wechseln so schnell wieder trocknen. Leise verließ ein weiteres Stöhnen die Lippen, während sie sich auf die andere Seite rollte und so mit dem Rücken in den Raum lag. Man würde wohl erst näher treten müssen von der Türe, um zu erkennen, wer da lag.
Das Fieber hatte seine Herrschaft gefestigt...der Hofstaat durfte nun dazukommen. Und die Krankheit im vollen Umfang sich austoben.
- Malachai Schwarzmourne
- Beiträge: 1606
- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Langsam öffnet er die Tür. Sie hängt nur sporadisch in der Angel und bräuchte dank der Risse und dem zugestopften Loch definitiv eine überholung.
Er legt die Rucksacke auf den Boden, aus denen schon die Gurken herausdrücken. Es war ein müheseeliger Ritt, das Wetter wurde bei Zeiten nicht besser...doch es ging nicht anders, er musste neues Gemüse und Fleisch besorgen, waren Cyrions Vorräte beinahe verbraucht.
Langsam liess er die Kaputze hinabgleiten und drückte sich die Maske runter, als er sich vorbeugte um die Rucksäcke abermals aufzuheben.
Ein rascheln, leise und sein Blick wanderte in die Ecke, wo ein Haufen felle lag.
Ratten?
Würde nun, neben der eisigen Kälte, den stürmischen Winden und der Grippe Cyrions Haus auch noch von Ratten befallen werden?
Langsam zog er eine seiner Klingen aus der Scheide unter seinem Umhang und trat hervor.
Abermals ein leichtes bewegen, ein rascheln.
Die Klinge wurde mit der Spitze vorran auf den Punkt gelegt, wo es sich bewegte, kurz davor, bei einem weiteren Rascheln das Tier darunter zu durchbohren.
Dann, leise, ein stöhnen.
Malachai hob die Augenbraue.
War Cyrion der Narr schon wieder hinabgestiegen?
Er nahm langsam die Klinge weg und hob dann leicht die Decke an.
Eine Hand griff nach dieser, ehe er etwas sehen konnte und zog sich die Decke wieder über den Körper.
Sein Blick wanderte aus dem Fenster...der Schneesturm hielt weiter an, keine 2 Meter sicht hatte er.
Dann steckte er die Klinge wieder zurück und griff nun energisch mit beiden Händen an der Decke und riss Sie ohne vorsicht walten zu lassen von der Person hinfort.
Er stockte und staunte nicht schlecht, als er auf den Körper Leahs blickte, welcher im Fieberwahn wie ein kleines Kind quängelte und wild in der Luft die Decke suchte.
Wie kam Sie hierher?
Warum kam Sie hierher?
Hat das törrichte Mädchen sich angesteckt, hat sie sich keinen Trank zugeflossen, der ihren Körper davor schützte?
Er seufzte leicht und legte dann die Decke um Leah. Dann beugte er sich herunter und hob den Haufen mit Fellen und Decken und Leah darunter hoch und trug Sie die Treppe hinauf zu Cyrion, vorsichtig neben seinem Bette auf den Boden legend.
Abermals seufzte er.
"Na klasse...jetzt habe ich zwei Schwerkranke hier...warum hasst ihr beiden mich nur so."
Er wandte sich ab und ging zum Feuer, schürrte es, indem er mehr Holz hinzugab.
"Dann heißt es, doppelte Suppe und Leah eine extraportion Gesundheitstrank."
Hinauf zum Kessel und Kräuter in das noch kochende Wasser werfend, began er, die Suppe vorzubereiten. Nebenbei ein Pergament zückend und darauf einiges niederzuschreiben.
Er legt die Rucksacke auf den Boden, aus denen schon die Gurken herausdrücken. Es war ein müheseeliger Ritt, das Wetter wurde bei Zeiten nicht besser...doch es ging nicht anders, er musste neues Gemüse und Fleisch besorgen, waren Cyrions Vorräte beinahe verbraucht.
Langsam liess er die Kaputze hinabgleiten und drückte sich die Maske runter, als er sich vorbeugte um die Rucksäcke abermals aufzuheben.
Ein rascheln, leise und sein Blick wanderte in die Ecke, wo ein Haufen felle lag.
Ratten?
Würde nun, neben der eisigen Kälte, den stürmischen Winden und der Grippe Cyrions Haus auch noch von Ratten befallen werden?
Langsam zog er eine seiner Klingen aus der Scheide unter seinem Umhang und trat hervor.
Abermals ein leichtes bewegen, ein rascheln.
Die Klinge wurde mit der Spitze vorran auf den Punkt gelegt, wo es sich bewegte, kurz davor, bei einem weiteren Rascheln das Tier darunter zu durchbohren.
Dann, leise, ein stöhnen.
Malachai hob die Augenbraue.
War Cyrion der Narr schon wieder hinabgestiegen?
Er nahm langsam die Klinge weg und hob dann leicht die Decke an.
Eine Hand griff nach dieser, ehe er etwas sehen konnte und zog sich die Decke wieder über den Körper.
Sein Blick wanderte aus dem Fenster...der Schneesturm hielt weiter an, keine 2 Meter sicht hatte er.
Dann steckte er die Klinge wieder zurück und griff nun energisch mit beiden Händen an der Decke und riss Sie ohne vorsicht walten zu lassen von der Person hinfort.
Er stockte und staunte nicht schlecht, als er auf den Körper Leahs blickte, welcher im Fieberwahn wie ein kleines Kind quängelte und wild in der Luft die Decke suchte.
Wie kam Sie hierher?
Warum kam Sie hierher?
Hat das törrichte Mädchen sich angesteckt, hat sie sich keinen Trank zugeflossen, der ihren Körper davor schützte?
Er seufzte leicht und legte dann die Decke um Leah. Dann beugte er sich herunter und hob den Haufen mit Fellen und Decken und Leah darunter hoch und trug Sie die Treppe hinauf zu Cyrion, vorsichtig neben seinem Bette auf den Boden legend.
Abermals seufzte er.
"Na klasse...jetzt habe ich zwei Schwerkranke hier...warum hasst ihr beiden mich nur so."
Er wandte sich ab und ging zum Feuer, schürrte es, indem er mehr Holz hinzugab.
"Dann heißt es, doppelte Suppe und Leah eine extraportion Gesundheitstrank."
Hinauf zum Kessel und Kräuter in das noch kochende Wasser werfend, began er, die Suppe vorzubereiten. Nebenbei ein Pergament zückend und darauf einiges niederzuschreiben.
[img]http://www.bilder-upload.eu/upload/6f34ff-1435746730.gif[/img]
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Cyrion Sha´Ar
Er erwachte früh am Morgen... Er war von Husten geweckt worden und blinzelte irritiert in die Dunkelheit. Leah... er hatte wieder von ihr geträumt... Das sie hier gewesen währe. Und ihm die Treppen raufgeholfen hätte... nachdem er sie endlich einfangen konnte. Davon abhalten, davon zu reiten. Endlich hatte er sie eingeholt. Mal ein Traum, der nicht darin endete, das er durch den Schneesturm stapfte, verirrt, aber dennoch wissend, das er vorwärts musste. Und nun... endlich... hatte sie ihm zugehört... Es hatte eine Weile gedauert... aber sie hatte ihm zugehört. Und war nicht weggelaufen.
>Was ein schöner Traum... wenn er doch nur Wahrheit werden könnte.<
Sich zur anderen Seite rollend, zog er die Beine einmal mehr an und schloss die Augen. Er war gerade wieder am Wegduseln, als ihn wieder ein Husten weckte - doch war es nicht seines. Sein Herz hüpfte wie wild. Nein... konnte es sein? Es hustete erneut - definitiv weiblich. Sich auf die Ellbogen aufrichtend, blickte er über die Schulter. Dort auf dem Boden neben dem Bett lag ein Haufen Felle. Und mitten in diesem Haufen Felle... Sie war hier! Es war kein Traum! Er konnte wieder hoffen... Er konnte...
Das Husten unten wurde ärger. Die Stirn runzelnd, blickte er zur verschärft zu ihr herüber. Angesteckt? Götter, nein..! Sie hatte sich ja mit der Grippe angesteckt.
Selbst schwach auf den Beinen und hustend, eigentlich in einem Zustand, in dem er selbst das Bett hüten sollte, setzte er die Beine über die Bettkannte und sah sich um. Die Kerze wurde angezündet, dann der Haufen Felle und die Frau darin inspiziert. Die Felle waren dunkel, fühlten sich feucht an. Beklemmung machte sich ihn ihm breit und er machte sich daran, die Felle von ihr weg zu schälen. Wenn sie nassgeschwitzt war...
Der Kiefer sackte ihm herunter. Aye... sie war nassgeschwitzt. Schweiss auf ihrer Haut, das Hemd, das an dieser klebte... das weisse Hemd... das durchscheinend vor Nässe war. Brüste, die durch dieses schienen... Sein Mund trocknete schneller aus als ein Regentropfen in der Wüste. Erst, als sie sich bewegte, die Hand schlaftrunken und fieberwirr nach der Decke suchte, kam Bewegung in ihn. Decken... Sie brauchte frische Decken... Felle... und er sollte ihr eins seiner Hemden udn vielleicht eine kurze Hose bereit legen... Und... Sein Blick klebt wieder an ihrer Vorderseite. Götter, was ein Anblick...
Eine Hand kollidierte auf der Suche nach einer Decke mit seinem Gesicht und er wachte aus dem betörenden Anblick auf! Decken! Aye! Sofort! Er stieg über sie hinweg, hörte sie murmeln und murren, während er in seinem Schrank wühlte. >Da... Felle...< Diese, mit der Fellseite zu ihr hin, über sie legend, folgte noch eine Decke dazu. Als er sie frische Kleidung aus dem Schrank geholt und niedergelegt hatte, fiel ihm ein, das auch die Felle, auf denen sie lag, nass sein müssten. Ein weiterer Blick in den Schrank. Eine ordentliche Bettstatt musste her...
Die restlichen Decken, Felle und der Fellmantel wurden heraus gezogen und niedergelegt. Er fing an zu schitzen, als er sich Kleidung für sich raussuchte, sie anzog und runterstarkste. Wieder stolperte er durch den Schnee, sammelte von drüben die Felle vom Kamin ein, suchte weitere, dazu noch an Decken, was die Truhen hergaben. Beladen wie er es in seinem Zustand gerade noch aushielt, machte er sich auf den Rückweg. Beine und Arme zitterten stark, als er die Stufen hochstieg. Kaum, das er die letzte erreicht hatte, liess er diese fallen und sich auf die Stufen plumpsen. Der Kopf und die Schulter wurden an das Geländer gelehnt, der Kerl schwer genug atmend, das es regelrecht aus seiner Lunge pfiff.
Er musste sich um sie kümmern... egal, wie schlecht es ihm ging - ihr würde es schlechter gehen. Er durfte sie nicht allein lassen. Sie brauchte eine warme weiche Unterlage - die Felle würden das machen. Sein Mantel, der durch Cyrions schiere Grösse lang genug war, würde ihr als Decke zu dienen. Dazu die Decken... Er hoffte, das es reichte.
Felle wurden neben ihr sortiert und übereinander gestapelt. Der Blick ohnehin von Fieber gezeichnet, huschte verlegen davon, aber ein er konnte doch ein scheues Blinzeln nicht lassen, als er die Felle von ihr nahm, sie hochhob und auf die Bettstatt legte, hernach eine Decke über sie werfend und den Mantel über sie ausbreitend. Die feuchten Felle wurden einfach die Treppen runtergeworfen. Neben ihr sank er in sich zusammen. So erschöpft... Aber ihr ging es sicher schlechter. Sie war nicht mal wach geworden, als er sie anhob und auf das Fellbett legte. Er war selbst erhitzt, aber sie fühlte sich trotzdem warm an. Fieber grasierte in ihr... Hätte er doch nur weiter gesucht - vielleicht war doch irgendwo in diesem Haus ein Grippetrank....
Grippetrank... vielleicht war oben... ganz oben noch etwas von der Suppe. Dieser fürchterlichen Suppe von Malachai. Der Blick huschte zur Leiter hin. Konnte er sicher hochgehen? Die Schüssel balancieren mit einer Hand? So erschöpft wie er jetzt war, erstmal nicht. Vielleicht später... Das Hemd und die Stiefel wieder ausziehend, legte er sich in seine Felle und rollte sich zusammen. Der Blick ging zu Leah herüber und das Bild dieses Paars weisser... Ein Lächeln huschte über seine Lippen. Mochten ihn Leah und Lira umbringen, es war ihm egal. Dieser Anblick war ein derber - ungewollter - Bruch der Etikette wert. Die Augen schliessend, liess er den Atem aus seiner Brust fahren. Mit ihr an seiner Seite würde er sicher schneller genesen. Hoffnung machte sich wieder in ihm breit. Sie war hier... Es würde alles wieder gut werden.
>Was ein schöner Traum... wenn er doch nur Wahrheit werden könnte.<
Sich zur anderen Seite rollend, zog er die Beine einmal mehr an und schloss die Augen. Er war gerade wieder am Wegduseln, als ihn wieder ein Husten weckte - doch war es nicht seines. Sein Herz hüpfte wie wild. Nein... konnte es sein? Es hustete erneut - definitiv weiblich. Sich auf die Ellbogen aufrichtend, blickte er über die Schulter. Dort auf dem Boden neben dem Bett lag ein Haufen Felle. Und mitten in diesem Haufen Felle... Sie war hier! Es war kein Traum! Er konnte wieder hoffen... Er konnte...
Das Husten unten wurde ärger. Die Stirn runzelnd, blickte er zur verschärft zu ihr herüber. Angesteckt? Götter, nein..! Sie hatte sich ja mit der Grippe angesteckt.
Selbst schwach auf den Beinen und hustend, eigentlich in einem Zustand, in dem er selbst das Bett hüten sollte, setzte er die Beine über die Bettkannte und sah sich um. Die Kerze wurde angezündet, dann der Haufen Felle und die Frau darin inspiziert. Die Felle waren dunkel, fühlten sich feucht an. Beklemmung machte sich ihn ihm breit und er machte sich daran, die Felle von ihr weg zu schälen. Wenn sie nassgeschwitzt war...
Der Kiefer sackte ihm herunter. Aye... sie war nassgeschwitzt. Schweiss auf ihrer Haut, das Hemd, das an dieser klebte... das weisse Hemd... das durchscheinend vor Nässe war. Brüste, die durch dieses schienen... Sein Mund trocknete schneller aus als ein Regentropfen in der Wüste. Erst, als sie sich bewegte, die Hand schlaftrunken und fieberwirr nach der Decke suchte, kam Bewegung in ihn. Decken... Sie brauchte frische Decken... Felle... und er sollte ihr eins seiner Hemden udn vielleicht eine kurze Hose bereit legen... Und... Sein Blick klebt wieder an ihrer Vorderseite. Götter, was ein Anblick...
Eine Hand kollidierte auf der Suche nach einer Decke mit seinem Gesicht und er wachte aus dem betörenden Anblick auf! Decken! Aye! Sofort! Er stieg über sie hinweg, hörte sie murmeln und murren, während er in seinem Schrank wühlte. >Da... Felle...< Diese, mit der Fellseite zu ihr hin, über sie legend, folgte noch eine Decke dazu. Als er sie frische Kleidung aus dem Schrank geholt und niedergelegt hatte, fiel ihm ein, das auch die Felle, auf denen sie lag, nass sein müssten. Ein weiterer Blick in den Schrank. Eine ordentliche Bettstatt musste her...
Die restlichen Decken, Felle und der Fellmantel wurden heraus gezogen und niedergelegt. Er fing an zu schitzen, als er sich Kleidung für sich raussuchte, sie anzog und runterstarkste. Wieder stolperte er durch den Schnee, sammelte von drüben die Felle vom Kamin ein, suchte weitere, dazu noch an Decken, was die Truhen hergaben. Beladen wie er es in seinem Zustand gerade noch aushielt, machte er sich auf den Rückweg. Beine und Arme zitterten stark, als er die Stufen hochstieg. Kaum, das er die letzte erreicht hatte, liess er diese fallen und sich auf die Stufen plumpsen. Der Kopf und die Schulter wurden an das Geländer gelehnt, der Kerl schwer genug atmend, das es regelrecht aus seiner Lunge pfiff.
Er musste sich um sie kümmern... egal, wie schlecht es ihm ging - ihr würde es schlechter gehen. Er durfte sie nicht allein lassen. Sie brauchte eine warme weiche Unterlage - die Felle würden das machen. Sein Mantel, der durch Cyrions schiere Grösse lang genug war, würde ihr als Decke zu dienen. Dazu die Decken... Er hoffte, das es reichte.
Felle wurden neben ihr sortiert und übereinander gestapelt. Der Blick ohnehin von Fieber gezeichnet, huschte verlegen davon, aber ein er konnte doch ein scheues Blinzeln nicht lassen, als er die Felle von ihr nahm, sie hochhob und auf die Bettstatt legte, hernach eine Decke über sie werfend und den Mantel über sie ausbreitend. Die feuchten Felle wurden einfach die Treppen runtergeworfen. Neben ihr sank er in sich zusammen. So erschöpft... Aber ihr ging es sicher schlechter. Sie war nicht mal wach geworden, als er sie anhob und auf das Fellbett legte. Er war selbst erhitzt, aber sie fühlte sich trotzdem warm an. Fieber grasierte in ihr... Hätte er doch nur weiter gesucht - vielleicht war doch irgendwo in diesem Haus ein Grippetrank....
Grippetrank... vielleicht war oben... ganz oben noch etwas von der Suppe. Dieser fürchterlichen Suppe von Malachai. Der Blick huschte zur Leiter hin. Konnte er sicher hochgehen? Die Schüssel balancieren mit einer Hand? So erschöpft wie er jetzt war, erstmal nicht. Vielleicht später... Das Hemd und die Stiefel wieder ausziehend, legte er sich in seine Felle und rollte sich zusammen. Der Blick ging zu Leah herüber und das Bild dieses Paars weisser... Ein Lächeln huschte über seine Lippen. Mochten ihn Leah und Lira umbringen, es war ihm egal. Dieser Anblick war ein derber - ungewollter - Bruch der Etikette wert. Die Augen schliessend, liess er den Atem aus seiner Brust fahren. Mit ihr an seiner Seite würde er sicher schneller genesen. Hoffnung machte sich wieder in ihm breit. Sie war hier... Es würde alles wieder gut werden.
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Leah Katuri
Dämmrig lag der Bereich vor ihr in einem nebligen Gewust. Es war weder abschätzbar, wo sie sich befand, noch wie spät es war. Kälte schlich sich durch ihre Gelenke und ließen sie frösteln. Rasch rieb sie sich die Oberarme, wendete den Blick zu jenen, als sie stockte. Alte Leinen lagen auf ihrer Haut, jene, wie sie daheim genutzt wurden. Langsam bildete sich ein Bild, das Flackern von Feuer war zu hören, das Knistern des Holzes. Die graublauen Augen fassten langsam flackernd die Stube in den Blick, als sie eine Stimme vernahm. „Leah...“
Der Kopf ruckte über die Schulter, ließ den Stoff des Rockes um ihre Beine rascheln, als sie sich halb wendete. „Wer ist da? Wo...bin ich?“ „Selina...Leah...“
Die Augen weiteten sich, als die Gestalt langsam eine Kontur, eine Form bekam. Langsam bildeten sich die Züge der älteren Schwester heraus. Ihr Blick war so unendlich müde und dennoch...wie immer trug sie dieses tapfere Lächeln auf den Lippen. „Selina? Wie...? Wo ist Gabriel? Wo...sind die Kleinen?“ Auf einmal spürte sie eine Hand, wie sie die ihrige drückte, die Worte beruhigend auf sie einsprachen: „Es geht ihnen gut. Sie sind in Sicherheit.“
„Sie verwechselt dich mit einem ihrer Lieben.“ Gedämpft drang die Stimme zu Selina, als sie langsam die Kleider wechselte und Leah neue anlegte. Vom Fieber gepackt sah sie schon längst nicht mehr die Wirklichkeit. Man konnte nur erahnen, in welchen Ebenen sich die junge Frau wohl gerade bewegte. Und so konnte um ein leichtes aus Selina Talmar jemand anderes werden...eine andere Selina, wie es schien. Die nassen Kleider landeten in der Ecke und man verpackte die Kranke wieder in ihre Felle auf dem Boden.
„Lass dir nicht einfallen, schlecht über einen von uns zu reden.“ Die Stimme erschien hallend und doch so fest, dass es ihr durch Mark und Bein fuhr. „Vater?“ Konnte es sein? Er...hier? Waren die Brüder dann auch hier? Die Männer des Dorfes. Hektisch sah sie sich um, musste erkennen, dass Selina verschwunden war auf einmal. Wie einem Zauber gleich, als habe man sie ihr einfach entrissen. Verwirrt fuhr sie sich durch das offene Haar, welches ihr locker über die Schultern hing, in den Rücken hinein bis in die Wölbung. Es machte alles keinen Sinn, alles schien irgendwie...anders. War sie daheim? Oder...?
Im nächsten Moment hörte sie ein Lachen, welches anschwillte und sich in Gelächter von mehreren Leuten umänderte. Ein Fest! Seit wann durfte sie...? Ungläubig sah sie sich um, ließ den Mund staunend sich öffnen vor all den Farben und der Musik, die sie hörte. Plötzlich vernahm sie einen süßlichen Geruch und man schob ihr einen Becher unter die Nase. Das Gebräu schwappte kurz, sie verzog das Gesicht, als eine Stimme meinte: „Trink Leah!“
Der erste Gedanke sprang in ihren Schopf und ließ sie erstarren. Bei der Gütigen, kein Alkohol! Sie durfte nicht, konnte doch nicht...doch dann die Worte des Vaters, die beruhigten: „Es ist kein Wein, es hilft dir...trink Leah.“ Im nächsten Moment rauschte das Getränk siedend durch den Körper, sie spürte die Hitze in den Wangen, hörte Stimmen, die so vertraut und doch anders waren. Cyrion...
Dämmrig überkam sie eine Dunkelheit und im nächsten Moment spürte sie etwas weiches, auf dem sie auflag, ehe es gänzlich still und dunkel wurde.
„Gabriel... so ein edler Name, aber nachdem, was ich gehört habe, verdient der Mann Prügel.“ Ja, Leah hatte einiges berichtet von daheim. Es gab sicher Dinge, von denen Cyrion noch nichts wusste. Nicht von ihrer Zeit auf der Wanderschaft, nicht, wie sie eigentlich nach Gerimor kam und warum. Es war auch in jenem Moment nicht wichtig. Es galt, endlich die Krankheit zu besiegen und klarer im Kopf zu werden. Endlich wieder zu laufen ohne die elendigen Verschnaufpausen oder Atemnot und Reizhusten. Und Leah...Cyrions Blick striff müde, aber besorgt zu ihr. Feine Schweißperlen hatten sich wieder gebildet und perlten von der Stirn, während sie sich mehr und mehr zusammengekauert hatte unter den Fellen.
„Dann geb ihr nie einen Anlass, ihn in dir zu sehen“ Sollte er sagen, dass es sich bei Gabriel nicht um den Vater handelte? Sollte er...? Es war eigentlich egal, denn jeder, der Leahs Vergangenheit gestriffen hatte, war es wert, verurteilt zu werden. Was hatten sie nur mit dieser jungen Frau gemacht? In welchen abzulehnenden Traditionen erzogen? Jeder Mensch war frei und niemand durfte den Willen bezwingen.
„Das habe ich nicht vor... wirklich nicht.“ Die Worte kamen rauh, leicht trocken, als ein Husten auch Cyrion schüttelte. Götter, es würde noch dauern, bis die Kraft wieder in den Körper zurückkehrte und er eine helfende Hand sein konnte, um Leah mit gesund zu pflegen.
Ein Wispern und Flüstern umgab ihre Ohren, als sie ein irres Kichern vernahm. Irgendwo dazwischen eine Stimme, die sie nur zu gut kannte. Cyrion...er war hier...irgendwo war er. Flattern nahm sie die Umgebung wahr und erkannte Fratzen, Schemen...Verzerrte Wirklichkeiten. Spielte man wieder mit ihren Sinnen? Sie hatte solche Magie schon in den Höhlen erlebt, hatte Dinge gesehen, die nicht real waren. „Wo bin ich?“ Die Frage klang so unwirklich in ihren Ohren, als ein Kratzen im Hals die Umgebung etwas aufklaren ließ und sie leicht farbliche Schimmer erfasste.
„In meinem Zimmer. Du bist krank. Sehr krank, mein Reh.“ Eine verfahrene Situation...wie sollte man mit jemandem umgehen, wenn man nicht wusste, ob sie wach oder am fantasieren war. Cyrion war erschöpft, wollte selbst nur noch ausruhen, als er sein Mädchen im Arm hielt und darauf achtete, dass der Eisbeutel langsam das Fieber senken würde. Er hoffte, dass es zusammen mit den Kräutern Selinas helfen würde und Leah alsbald wieder einen klaren Gedanken fassen könnte. Was sah das Mädchen wohl, was er nicht sah? Sie begann von Dämonen zu sprechen, von Prüfungen...
„Keine Prüfungen, mein Mädchen. Werde nur wieder rasch gesund, aye?“ Er spürte das matte Nicken, spürte, wie sie nach einem weiteren Husten matter und müder wurde und wieder in einen erholenden Schlaf fiel. Schlafen, ja...es war wirklich eine gute Idee. Mühsam und eher gezwungen legte er sie wieder in die Felle und taperte in sein Bett. Nein, die Situation war mehr als schlecht zum ausnutzen und er wusste sicher, dass er sich den ein oder anderen Schimpf von Manchem einheimsen würde. Doch nun zählte erst einmal das Ausruhen...und das Leah gesund werden würde wieder.
Der Kopf ruckte über die Schulter, ließ den Stoff des Rockes um ihre Beine rascheln, als sie sich halb wendete. „Wer ist da? Wo...bin ich?“ „Selina...Leah...“
Die Augen weiteten sich, als die Gestalt langsam eine Kontur, eine Form bekam. Langsam bildeten sich die Züge der älteren Schwester heraus. Ihr Blick war so unendlich müde und dennoch...wie immer trug sie dieses tapfere Lächeln auf den Lippen. „Selina? Wie...? Wo ist Gabriel? Wo...sind die Kleinen?“ Auf einmal spürte sie eine Hand, wie sie die ihrige drückte, die Worte beruhigend auf sie einsprachen: „Es geht ihnen gut. Sie sind in Sicherheit.“
„Sie verwechselt dich mit einem ihrer Lieben.“ Gedämpft drang die Stimme zu Selina, als sie langsam die Kleider wechselte und Leah neue anlegte. Vom Fieber gepackt sah sie schon längst nicht mehr die Wirklichkeit. Man konnte nur erahnen, in welchen Ebenen sich die junge Frau wohl gerade bewegte. Und so konnte um ein leichtes aus Selina Talmar jemand anderes werden...eine andere Selina, wie es schien. Die nassen Kleider landeten in der Ecke und man verpackte die Kranke wieder in ihre Felle auf dem Boden.
„Lass dir nicht einfallen, schlecht über einen von uns zu reden.“ Die Stimme erschien hallend und doch so fest, dass es ihr durch Mark und Bein fuhr. „Vater?“ Konnte es sein? Er...hier? Waren die Brüder dann auch hier? Die Männer des Dorfes. Hektisch sah sie sich um, musste erkennen, dass Selina verschwunden war auf einmal. Wie einem Zauber gleich, als habe man sie ihr einfach entrissen. Verwirrt fuhr sie sich durch das offene Haar, welches ihr locker über die Schultern hing, in den Rücken hinein bis in die Wölbung. Es machte alles keinen Sinn, alles schien irgendwie...anders. War sie daheim? Oder...?
Im nächsten Moment hörte sie ein Lachen, welches anschwillte und sich in Gelächter von mehreren Leuten umänderte. Ein Fest! Seit wann durfte sie...? Ungläubig sah sie sich um, ließ den Mund staunend sich öffnen vor all den Farben und der Musik, die sie hörte. Plötzlich vernahm sie einen süßlichen Geruch und man schob ihr einen Becher unter die Nase. Das Gebräu schwappte kurz, sie verzog das Gesicht, als eine Stimme meinte: „Trink Leah!“
Der erste Gedanke sprang in ihren Schopf und ließ sie erstarren. Bei der Gütigen, kein Alkohol! Sie durfte nicht, konnte doch nicht...doch dann die Worte des Vaters, die beruhigten: „Es ist kein Wein, es hilft dir...trink Leah.“ Im nächsten Moment rauschte das Getränk siedend durch den Körper, sie spürte die Hitze in den Wangen, hörte Stimmen, die so vertraut und doch anders waren. Cyrion...
Dämmrig überkam sie eine Dunkelheit und im nächsten Moment spürte sie etwas weiches, auf dem sie auflag, ehe es gänzlich still und dunkel wurde.
„Gabriel... so ein edler Name, aber nachdem, was ich gehört habe, verdient der Mann Prügel.“ Ja, Leah hatte einiges berichtet von daheim. Es gab sicher Dinge, von denen Cyrion noch nichts wusste. Nicht von ihrer Zeit auf der Wanderschaft, nicht, wie sie eigentlich nach Gerimor kam und warum. Es war auch in jenem Moment nicht wichtig. Es galt, endlich die Krankheit zu besiegen und klarer im Kopf zu werden. Endlich wieder zu laufen ohne die elendigen Verschnaufpausen oder Atemnot und Reizhusten. Und Leah...Cyrions Blick striff müde, aber besorgt zu ihr. Feine Schweißperlen hatten sich wieder gebildet und perlten von der Stirn, während sie sich mehr und mehr zusammengekauert hatte unter den Fellen.
„Dann geb ihr nie einen Anlass, ihn in dir zu sehen“ Sollte er sagen, dass es sich bei Gabriel nicht um den Vater handelte? Sollte er...? Es war eigentlich egal, denn jeder, der Leahs Vergangenheit gestriffen hatte, war es wert, verurteilt zu werden. Was hatten sie nur mit dieser jungen Frau gemacht? In welchen abzulehnenden Traditionen erzogen? Jeder Mensch war frei und niemand durfte den Willen bezwingen.
„Das habe ich nicht vor... wirklich nicht.“ Die Worte kamen rauh, leicht trocken, als ein Husten auch Cyrion schüttelte. Götter, es würde noch dauern, bis die Kraft wieder in den Körper zurückkehrte und er eine helfende Hand sein konnte, um Leah mit gesund zu pflegen.
Ein Wispern und Flüstern umgab ihre Ohren, als sie ein irres Kichern vernahm. Irgendwo dazwischen eine Stimme, die sie nur zu gut kannte. Cyrion...er war hier...irgendwo war er. Flattern nahm sie die Umgebung wahr und erkannte Fratzen, Schemen...Verzerrte Wirklichkeiten. Spielte man wieder mit ihren Sinnen? Sie hatte solche Magie schon in den Höhlen erlebt, hatte Dinge gesehen, die nicht real waren. „Wo bin ich?“ Die Frage klang so unwirklich in ihren Ohren, als ein Kratzen im Hals die Umgebung etwas aufklaren ließ und sie leicht farbliche Schimmer erfasste.
„In meinem Zimmer. Du bist krank. Sehr krank, mein Reh.“ Eine verfahrene Situation...wie sollte man mit jemandem umgehen, wenn man nicht wusste, ob sie wach oder am fantasieren war. Cyrion war erschöpft, wollte selbst nur noch ausruhen, als er sein Mädchen im Arm hielt und darauf achtete, dass der Eisbeutel langsam das Fieber senken würde. Er hoffte, dass es zusammen mit den Kräutern Selinas helfen würde und Leah alsbald wieder einen klaren Gedanken fassen könnte. Was sah das Mädchen wohl, was er nicht sah? Sie begann von Dämonen zu sprechen, von Prüfungen...
„Keine Prüfungen, mein Mädchen. Werde nur wieder rasch gesund, aye?“ Er spürte das matte Nicken, spürte, wie sie nach einem weiteren Husten matter und müder wurde und wieder in einen erholenden Schlaf fiel. Schlafen, ja...es war wirklich eine gute Idee. Mühsam und eher gezwungen legte er sie wieder in die Felle und taperte in sein Bett. Nein, die Situation war mehr als schlecht zum ausnutzen und er wusste sicher, dass er sich den ein oder anderen Schimpf von Manchem einheimsen würde. Doch nun zählte erst einmal das Ausruhen...und das Leah gesund werden würde wieder.