Spät in der Nacht klopft eine junge Frau zaghaft an die Türe des Anwesens. Als ihr ein Bediensteter öffnet übergibt sie jenem ein Schreiben, sowie einen Sack in dem sich, filigranst abgewogen, weißes Salz von einem Gesamtgewicht von 50 Stein befindet.
Das Schreiben selbst ist an den Großwesir zugestellt und lautet:
Salam mein Großwesir.
Da es mir leider nicht oft vergönnt ist, Euch gegenüber treten zu dürfen, möchte ich mich mit meinem Ansinnen in diesem Schreiben an Euch wenden, auch wenn ein persönliches Gespräch dem Anlaß angemessen wäre, doch da der Vorfall auf meinem Gemüt lastet und mir dort auch an zu lasten ist, möchte ich ihn rasch aus der Welt geschafft wissen und Euch in diesem Zuge auch versichern, daß ich bereit bin, jene schriftlichen Worte auch nachträglich mündlich zu überbringen.
Zu dem Vorfall an sich, auch wenn es mein gutes Recht war einen Festländer, der mir weismachen wollte, daß 1.000 Goldstücke für 50 Stein gemahlenes, gesiebtes, gefiltertes und gesiedetes Salz gutes Gold seien für das man auf dem Festland ein Haus bekäme als den Betrüger zu bezeichnen, der er ist und seine Bemerkung, daß das Salz meines Hauses auf dem Festland keine 120 Münzen pro 5 Stein Gewicht wert wäre als die Beleidigung, als welche sie gedacht war, doch war es zutiefst ungebührlich, dies in Eurer Gegenwart zu tun und hierfür möchte ich mich bei Euch, mein Großwesir, entschuldigen.
Als Zeichen meines Bedauerns für diesen Vorfall halte ich es für angemessen, Euch die 50 Stein am weißen Gold, welche ihr dem Mann als Bezahlung für seine Dienste feil zu bieten gedenktet für eben jenen Handel zukommen zu lassen und hoffe, daß abgesehen von einer persönlichen Entschuldigung, jener bedauernswerte Zwischenfall somit aus der Welt geschafft sei.
Möget ihr immer kühlen Schatten und süsses Wasser finden mein Großwesir
Nadeeda vom Hause der Bashir
Ein Schreiben, ueberreicht am Anwesen der Omar in der Stadt
Moderator: Menekaner [Mod]