Quälend langsam verging die Nacht , obwohl der größte Teil schon vorbei war. Das Feuer war herunter gebrannt und wieder entfacht worden, die Kerzen ausgetauscht, aber so richtig wollte die Zeit nicht herum gehen. Sie schwiegen größtenteils und lasen, es war nur das knistern des Feuers und das Rascheln des Papiers zu hören. Selina rieb sich die Augen, die von dem schwachen Licht und den kleinen Buchstaben brannten, dass es sie fast Wahnsinnig machte.
Irgendwann hatte Cyrion das düstere Schweigen unterbrochen. Er hatte Selinas Nachricht bekommen und den Jungen geholt. Er blieb nicht lange, auch wenn er forschende Blicke auf sie alle richtete, doch als Selina ihm noch einmal sagte, dass Marick fort musste, ging er.
Und wieder herrschte Schweigen. Nun unterbrochen durch das Kratzen einer Feder auf Papier.
Selina ging kurz nach draußen und zog tief die Luft in ihre Lungen ein und schloss für einen Moment die Augen. Als sie wieder ins Haus kam, war er verschwunden. Sie hatte niemanden herausgehen hören, geschweige denn reingehen und die Tür war ebenso verschlossen.
Sie fragte die anderen, doch sie schauten so verwirrt wie sie.
Auf seinem Schreibtisch fanden sie die Aufzeichnung und Selina stockte der Atem. Es wurde also ernst und sie noch schweigsamer. Ein Jeder besann sich auf seine Stärken.
[ASK-Quest] Echo der Vergangenheit
- Malachai Schwarzmourne
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- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Lange saß er noch an dem kleinen See auf dem Gelände der Akademie, in die tiefe Dunkelheit des Himmels starrend.
Es war soviel passiert an diesem Tage und der Schmerz der Wunden an seinen Bauch und seinem Rücken liessen ihn weiter daran erinnern.
Sie hatten ihn besiegt, ja, der Abtrünnige war vernichtet...und dieses mal hoffentlich für immer.
Doch da war noch mehr, Wahrheiten, die Malachai erfuhr...und die er erst einmal verdauen musste.
Zuerst waren da weitere schändliche Taten, die der Abtrünnige mit seinen Körper tat.
Er war es, der den Dieb bezahlte, um Inara zu berauben und entführen, er war es, der den Seuchendämon auf die Schatten hetzte und er war es, gegen den Malachai in seiner Bewusstlosigkeit gekämpft hatte, als Arsen., Selina und Cyrion ihm beistanden.
Er fässt sich an den Kopf.
Nein, es war der Abtrünnige, er tat es...Malachais einziger Fehler war, nicht den doch genialen Plane des ewigen Feindes zu erkennen.
Wie präzise er dafür sorgte, nicht entdeckt zu werden, Symptome am Körper, wie diese Müdigkeit Malachai weiß zu machen, es läge an der Sorge um seine Frau, wäre das Gift des Seuchendämons.
Doch da war mehr, was der Abtrünnige vor seinem Ableben preis gab, in seinem Hohn, seinen Spott...er war trotz des Giftes so Siegessicher.
Er verabscheite Malachai´s Vater so sehr...und nun wusste er auch war:
Er war der damalige Schattenlord.
Malachai hatte sich seit diesem Traum mit Sienara immer gefragt, wo sein Vater dort gewesen wäre, als er als Säugling auf seine Reinheit geprüft war...und er war da, er hatte ihn sogar auf dem Arm...als Schattenlord.
Malachai seufzte.
Er tat ihm unrecht, sie waren sich ähnlicher, als er es jemals zu Träumen gewagt hätte.
Welch Leid widerfuhr ihm, er kann nun seinen Selbstmord nachempfinden, wusste er doch zu gut, was es heißt, Verantwortung für soviele Tote zu übernehmen.
Doch Tote, die gab es bei ihm dieses mal nicht, nein, nur der Abtrünnige starb...und das nun für immer.
Malachai ging mit seiner Hand an den Bauch. Die Wunde brannte ordentlich. Doch er versuchte, es so gut wie es ging zu ignorieren.
Selina, Arsen, Sienara...sie haben Wunder bewirkt, haben es geschafft...sie sind alle sehr stark und Sie haben eben ihre Stärke genutzt.
Arsen, dessen Dolch genau die Stelle traf an Malachais Körper, die er aufzeichnete.
Selina, die den Abtrünnigen ablenkte, damit Arsen den Dolch nutzen konnte und Sienara, die dann am Ende verhinderte, dass eben jener wieder einen Körper besetzt....Sarah´s Körper...
Sie war eine Schatten und bei den Gedanken überflog Malachai ein schmunzeln. Wie konnte er SIE übersehen?
Sicher, der innere Instinkt, ist nicht ein Radar, der pie-genau auf jemanden zeigt, er hatte das Gefühl der nähe eines Schattens immer auf Selina und Arsen bezogen. Schliesslich waren Sie immer bei Sarah.
Doch der Abtrünnige, er erkannte Sie...und wollte ihren jungen, starken Körper.
Doch Sienara verhinderte es mit all ihrer Kraft und nachdem Sie den Abtrünnigen aus Malachai´ s Körper vertrieben, konnten Selina und Arsen auf ihn einschlagen und am Ende verbrennen.
Solch ein Dämon, solche Macht...sein Körper war voller schwarzem Blute überzogen. Er regenerierte sich aus wenigen Tropfen eben jenes Blutes, er benutzte es, als Waffe, benutzte Malachai ´s Blut, liess schwarze Ranken aus seinen Händen hervorschiessen, die die anderen Angriff, bis er Sarah packte, sie drückte, sie töten wollte.
Malachai schrie im inneren, er wehrte sich dagegen...ja griff seine Seele an...und konnte Ihn aus seinen fast toten Körper rausscheuchen.
Das Blut, welches Malachai am Dolche für den Abtrünnigen liess, es war vergiftet, Malachai´s ganzer Körper war mit einen langsamwirkenden Gift überzogen. Er hatte es sich schon einen Tag vorher gegeben, er hatte genau gerechnet. Er wollte sicher gehen, dass der Abtrünnige auch stirbt, wenn er vollends die Kontrolle über seinen Körper gehabt hatte.
Und so schindete Malachai Zeit, ehe er Selina und Arsen den Angriff befahl...
Befehlen...wie das klingt...er war wieder durch und durch Schattenlord...er ist der Schattenlord...
Dies wurde ihm nun klar. Er kann seinem Schicksal nicht entkommen, es ist sein Weg...und anstatt dagegen anzukämpfen, wird er es nun nutzen, um das Böse von ihm und seiner Familie fern zu halten.
Familie....verrückte Familie...
Malachai ging sich mit dem Finger über seine Lippen, die Augen schliessend.
Sienara...sie saßen lange am See, sprachen über Gefühle...
Ausgerechnet Arsen sprach es so laut ihr Gegenüber an...dass der Abtrünnige nur mit Gefühlen spielen konnte, die wirklich da waren.
Er dachte, Sie hätte es gewusst...schien Sie aber nicht...das er von tausenden Frauen, Sie erwählt hätte für eine Heirat im Vollsuff...das der Abtrünnige hierbei nur die Gefühle für diese Frau gefunden hätte.
Er nahm ihre Hand, Sie bestätigte die Gefühle und Sie lagen noch Stunden da.
Er erzählte ihr alles, er war ehrlich zu ihr, sagte ihr, dass er Inara liebte, beichtete aber auch seine Bedenken, ob er es Inara antun kann, wieder diese Ängste und Sorgen zu ihr zu führen.
Sie verstand, dass er ihr nichts versprechen konnte, doch Sie gab auch zu, dass Sie ihn nicht mit Inara sehen will.
Er seufzte...der Abtrünnige verstand es, ein Meer aus Chaos zu hinterlassen.
Sie wollte einen Test machen, er sollte die Augen schliessen.
Welch verrückte Idee hat Sie nun wieder, doch er tat es.
Er schloß die Augen und ehe er weiter darüber nachdenken konnte, berührten ihre zärtlichen Lippen die Seine und Sie küssten sich. Es war nur ein kurzer Kuss, doch eben jener liess Malachai alles vergessen, den schmerz der Wunde, die Geschehnisse des Tages...wirklich alles und er war glücklich, wollte diesen Moment niemals enden lassen.
Doch Sie wussten beide, dass er Enden müsse und so blieb es in dieser Nacht nur bei diesem einen Kuss.
Malachai erhob sich, er musste ruhen, seinen Körper schonen. Schon in wenigen Stunden würde er sich mit Sienara und Deidrui zu einer Insel begeben und einen Orden mit einem Dämon einmal erklären, dass man nicht versucht, Freunde des Schattenlords und Mitglieder der Akademie zu tyranisieren.
Ja, er war wieder da...und nun began der Angenehme Teil dieses Lebens...als Schattenlords.
Es war soviel passiert an diesem Tage und der Schmerz der Wunden an seinen Bauch und seinem Rücken liessen ihn weiter daran erinnern.
Sie hatten ihn besiegt, ja, der Abtrünnige war vernichtet...und dieses mal hoffentlich für immer.
Doch da war noch mehr, Wahrheiten, die Malachai erfuhr...und die er erst einmal verdauen musste.
Zuerst waren da weitere schändliche Taten, die der Abtrünnige mit seinen Körper tat.
Er war es, der den Dieb bezahlte, um Inara zu berauben und entführen, er war es, der den Seuchendämon auf die Schatten hetzte und er war es, gegen den Malachai in seiner Bewusstlosigkeit gekämpft hatte, als Arsen., Selina und Cyrion ihm beistanden.
Er fässt sich an den Kopf.
Nein, es war der Abtrünnige, er tat es...Malachais einziger Fehler war, nicht den doch genialen Plane des ewigen Feindes zu erkennen.
Wie präzise er dafür sorgte, nicht entdeckt zu werden, Symptome am Körper, wie diese Müdigkeit Malachai weiß zu machen, es läge an der Sorge um seine Frau, wäre das Gift des Seuchendämons.
Doch da war mehr, was der Abtrünnige vor seinem Ableben preis gab, in seinem Hohn, seinen Spott...er war trotz des Giftes so Siegessicher.
Er verabscheite Malachai´s Vater so sehr...und nun wusste er auch war:
Er war der damalige Schattenlord.
Malachai hatte sich seit diesem Traum mit Sienara immer gefragt, wo sein Vater dort gewesen wäre, als er als Säugling auf seine Reinheit geprüft war...und er war da, er hatte ihn sogar auf dem Arm...als Schattenlord.
Malachai seufzte.
Er tat ihm unrecht, sie waren sich ähnlicher, als er es jemals zu Träumen gewagt hätte.
Welch Leid widerfuhr ihm, er kann nun seinen Selbstmord nachempfinden, wusste er doch zu gut, was es heißt, Verantwortung für soviele Tote zu übernehmen.
Doch Tote, die gab es bei ihm dieses mal nicht, nein, nur der Abtrünnige starb...und das nun für immer.
Malachai ging mit seiner Hand an den Bauch. Die Wunde brannte ordentlich. Doch er versuchte, es so gut wie es ging zu ignorieren.
Selina, Arsen, Sienara...sie haben Wunder bewirkt, haben es geschafft...sie sind alle sehr stark und Sie haben eben ihre Stärke genutzt.
Arsen, dessen Dolch genau die Stelle traf an Malachais Körper, die er aufzeichnete.
Selina, die den Abtrünnigen ablenkte, damit Arsen den Dolch nutzen konnte und Sienara, die dann am Ende verhinderte, dass eben jener wieder einen Körper besetzt....Sarah´s Körper...
Sie war eine Schatten und bei den Gedanken überflog Malachai ein schmunzeln. Wie konnte er SIE übersehen?
Sicher, der innere Instinkt, ist nicht ein Radar, der pie-genau auf jemanden zeigt, er hatte das Gefühl der nähe eines Schattens immer auf Selina und Arsen bezogen. Schliesslich waren Sie immer bei Sarah.
Doch der Abtrünnige, er erkannte Sie...und wollte ihren jungen, starken Körper.
Doch Sienara verhinderte es mit all ihrer Kraft und nachdem Sie den Abtrünnigen aus Malachai´ s Körper vertrieben, konnten Selina und Arsen auf ihn einschlagen und am Ende verbrennen.
Solch ein Dämon, solche Macht...sein Körper war voller schwarzem Blute überzogen. Er regenerierte sich aus wenigen Tropfen eben jenes Blutes, er benutzte es, als Waffe, benutzte Malachai ´s Blut, liess schwarze Ranken aus seinen Händen hervorschiessen, die die anderen Angriff, bis er Sarah packte, sie drückte, sie töten wollte.
Malachai schrie im inneren, er wehrte sich dagegen...ja griff seine Seele an...und konnte Ihn aus seinen fast toten Körper rausscheuchen.
Das Blut, welches Malachai am Dolche für den Abtrünnigen liess, es war vergiftet, Malachai´s ganzer Körper war mit einen langsamwirkenden Gift überzogen. Er hatte es sich schon einen Tag vorher gegeben, er hatte genau gerechnet. Er wollte sicher gehen, dass der Abtrünnige auch stirbt, wenn er vollends die Kontrolle über seinen Körper gehabt hatte.
Und so schindete Malachai Zeit, ehe er Selina und Arsen den Angriff befahl...
Befehlen...wie das klingt...er war wieder durch und durch Schattenlord...er ist der Schattenlord...
Dies wurde ihm nun klar. Er kann seinem Schicksal nicht entkommen, es ist sein Weg...und anstatt dagegen anzukämpfen, wird er es nun nutzen, um das Böse von ihm und seiner Familie fern zu halten.
Familie....verrückte Familie...
Malachai ging sich mit dem Finger über seine Lippen, die Augen schliessend.
Sienara...sie saßen lange am See, sprachen über Gefühle...
Ausgerechnet Arsen sprach es so laut ihr Gegenüber an...dass der Abtrünnige nur mit Gefühlen spielen konnte, die wirklich da waren.
Er dachte, Sie hätte es gewusst...schien Sie aber nicht...das er von tausenden Frauen, Sie erwählt hätte für eine Heirat im Vollsuff...das der Abtrünnige hierbei nur die Gefühle für diese Frau gefunden hätte.
Er nahm ihre Hand, Sie bestätigte die Gefühle und Sie lagen noch Stunden da.
Er erzählte ihr alles, er war ehrlich zu ihr, sagte ihr, dass er Inara liebte, beichtete aber auch seine Bedenken, ob er es Inara antun kann, wieder diese Ängste und Sorgen zu ihr zu führen.
Sie verstand, dass er ihr nichts versprechen konnte, doch Sie gab auch zu, dass Sie ihn nicht mit Inara sehen will.
Er seufzte...der Abtrünnige verstand es, ein Meer aus Chaos zu hinterlassen.
Sie wollte einen Test machen, er sollte die Augen schliessen.
Welch verrückte Idee hat Sie nun wieder, doch er tat es.
Er schloß die Augen und ehe er weiter darüber nachdenken konnte, berührten ihre zärtlichen Lippen die Seine und Sie küssten sich. Es war nur ein kurzer Kuss, doch eben jener liess Malachai alles vergessen, den schmerz der Wunde, die Geschehnisse des Tages...wirklich alles und er war glücklich, wollte diesen Moment niemals enden lassen.
Doch Sie wussten beide, dass er Enden müsse und so blieb es in dieser Nacht nur bei diesem einen Kuss.
Malachai erhob sich, er musste ruhen, seinen Körper schonen. Schon in wenigen Stunden würde er sich mit Sienara und Deidrui zu einer Insel begeben und einen Orden mit einem Dämon einmal erklären, dass man nicht versucht, Freunde des Schattenlords und Mitglieder der Akademie zu tyranisieren.
Ja, er war wieder da...und nun began der Angenehme Teil dieses Lebens...als Schattenlords.
[img]http://www.bilder-upload.eu/upload/6f34ff-1435746730.gif[/img]
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Cyrion Sha´Ar
Wieder setzte er den 2 jährigen Knaben vor sich in den Sattel, hielt ihn sicher in seinen Armen, während er durch die verschneite Landschaft Richtung Varuna ritt. Es war bereits nach 9 Uhr... Spät für ihn, aber es brauchte Zeit, den Knaben reisefertig zu machen, nachdem er aufwachte. Schnee knirschtet trocken unter den Hufen, während der Kleine bei jeder Spur, die sie sahen, drauf deutete, und fragte, welches Tier das war. Bei Raubtieren freilich, schaute er genauer hin, versuchte ein zu schätzen, wie alt die Spur sein könnte. Da es schon seit ein paar Tagen dünne Flocken schneite konnte man ungefähr sagen, wie lang es her war, anhand der Tatsache, wie stark die Spur mit Neuschnee bedeckt war. Wieder kamen sie an Spuren vorbei und der Kleine fragte zum xten Mal die gleiche Frage, obwohl sie schon so oft an solche einer Spurbahn vorbei gekommen sind. Mit der ihm üblichen Geduld antwortete er. Er wusste, es würde noch eine Weile dauern, bis der Junge genug Verstand hatte, sich zu merken, welche Spur welche war. Er, Cyrion, würde sich freuen, wenn der Tag kam, das der Kleine von selbst aus der Erinnerung heraus draufdeutete und in sein ihm üblichen Art sagte: 'Langohr!'
Tief atmete er die frostige Morgenluft ein. Noch hörte sich der Schnee trocken an. Aber gegen Mittag, nachmittag und in der Nähe der Stadt würde der Schnee feuchter sein und knirschen, am Schuhwerk kleben bleiben. Lästig, aber solang der Schnee noch nicht ganz so hoch lag, würde er damit zurecht kommen. Gedankenvoll betrachtete er eine Bärenspur - aber diese war schon eingeschneit genug, das sie vielleicht mehr als einen Tag alt sein musste. Er entspannte sich wieder und richtete seine Aufmerksamkeit nach Vorne, fasste den Jungen allerdings fester und zog ihn mehr zu sich.
Marick... Selina hatte ihn wissen lassen, das der Junge doch nicht bei ihr bleiben konnte und hatte ihn eines Abends an Cyrion weiter gegeben. Leider hatte er zu dem Zeitpunkt nicht viel erfahren können, ausser das es wohl in der Schwebe stand, ob Malachai nun tatsächlich Lameriast verlassen würde oder nicht. Vom Gefühl her konnte Cyr sagen, das Selina der Gedanke seiner Abreise nicht gefiel. Und wissend, wie stur die Frau sein konnte, war ihm klar, das sie etwas gegen seine Abreise tun würde. Doch was... Oder hatte sie schon etwas getan und deswegen musste der Knabe fort? Er war sich nicht sicher. Die kurze Zeit, die er dort gewesen war, war das Gespräch am Lagerfeuer vom brütendem Schweigen nicht nur gedämpft, sondern praktisch nicht vorhanden gewesen. Nun wenn sie es ihm nicht sagen wollten - er war ein geduldiger Mensch und er wusste, das Malachai beizeiten verrückte Pläne entwickelte. Wobei er nie recht wusste, ob sie wirklich verrückt oder genial waren. Vor allem waren sie riskant!
Er atmete leise aus, Sorge klar in seinen Zügen, während er von der Wiese auf einen schwach abgebildeten Weg wechselte. Dieser würde ihn zu den ersten Vororten Varunas bringen. Die Wege würden von da an matschiger werden, vielleicht schorfig, wenn der Boden gefroren war. So oder So, Cyrion musste unter umständen wieder auf die Seiten ausweichen, wo der Boden noch nicht ausgetreten war.
Wieder atmete er aus, sah, wie sein Atem zu Nebel gefrierte. Malachai. In letzter Zeit gingen seine Gedanken häufig zu seinem Bruder. Was hatte er vor? Möglich, das es diesmal eine Art Idee war, bei der Cyrion sein Veto ausprechen würde? Er hielt es nicht für unwahrscheinlich. Aber dies war reine Spekulation! Es konnte sein, das Selinla und Arsen auch beschlossen hatten, Malachai beständig auf den Fersen zu bleiben, während er in Bajard umherstreifte. Ein guter Grund, Marick in seine, Cyrions, Obhut zu geben.
Was immer es war, Cyrion würde es wohl die nächsten Tage festellen. So oder so, würde er in der nächsten Zeit zur Akademie reisen und sehen, was es neues zu erfahren gab. Vielleicht hatten sie gute Nachrichten. Vielleicht würde er auch erfahren, das es Malachai schlechter ging. Oder aber er würde nichts erfahren, weil niemand wusste, wo Malachai steckte.
Sorgen legten einen Schatten um Cyrions Augen, aber er würde gute Miene zum bösen Spiel machen. Der Kleine war bei ihm und verlangte seine Aufmerksamkeit. Und die Elbenaus würde es merken, wenn er Trübsal blies. Eine Maske aufsetzen, die es ihm erlaubte, niemanden wissen zu lassen, was er gerade dachte. War es mal wieder soweit? Er seufzte schwer. Offenbar ja.
Tief atmete er die frostige Morgenluft ein. Noch hörte sich der Schnee trocken an. Aber gegen Mittag, nachmittag und in der Nähe der Stadt würde der Schnee feuchter sein und knirschen, am Schuhwerk kleben bleiben. Lästig, aber solang der Schnee noch nicht ganz so hoch lag, würde er damit zurecht kommen. Gedankenvoll betrachtete er eine Bärenspur - aber diese war schon eingeschneit genug, das sie vielleicht mehr als einen Tag alt sein musste. Er entspannte sich wieder und richtete seine Aufmerksamkeit nach Vorne, fasste den Jungen allerdings fester und zog ihn mehr zu sich.
Marick... Selina hatte ihn wissen lassen, das der Junge doch nicht bei ihr bleiben konnte und hatte ihn eines Abends an Cyrion weiter gegeben. Leider hatte er zu dem Zeitpunkt nicht viel erfahren können, ausser das es wohl in der Schwebe stand, ob Malachai nun tatsächlich Lameriast verlassen würde oder nicht. Vom Gefühl her konnte Cyr sagen, das Selina der Gedanke seiner Abreise nicht gefiel. Und wissend, wie stur die Frau sein konnte, war ihm klar, das sie etwas gegen seine Abreise tun würde. Doch was... Oder hatte sie schon etwas getan und deswegen musste der Knabe fort? Er war sich nicht sicher. Die kurze Zeit, die er dort gewesen war, war das Gespräch am Lagerfeuer vom brütendem Schweigen nicht nur gedämpft, sondern praktisch nicht vorhanden gewesen. Nun wenn sie es ihm nicht sagen wollten - er war ein geduldiger Mensch und er wusste, das Malachai beizeiten verrückte Pläne entwickelte. Wobei er nie recht wusste, ob sie wirklich verrückt oder genial waren. Vor allem waren sie riskant!
Er atmete leise aus, Sorge klar in seinen Zügen, während er von der Wiese auf einen schwach abgebildeten Weg wechselte. Dieser würde ihn zu den ersten Vororten Varunas bringen. Die Wege würden von da an matschiger werden, vielleicht schorfig, wenn der Boden gefroren war. So oder So, Cyrion musste unter umständen wieder auf die Seiten ausweichen, wo der Boden noch nicht ausgetreten war.
Wieder atmete er aus, sah, wie sein Atem zu Nebel gefrierte. Malachai. In letzter Zeit gingen seine Gedanken häufig zu seinem Bruder. Was hatte er vor? Möglich, das es diesmal eine Art Idee war, bei der Cyrion sein Veto ausprechen würde? Er hielt es nicht für unwahrscheinlich. Aber dies war reine Spekulation! Es konnte sein, das Selinla und Arsen auch beschlossen hatten, Malachai beständig auf den Fersen zu bleiben, während er in Bajard umherstreifte. Ein guter Grund, Marick in seine, Cyrions, Obhut zu geben.
Was immer es war, Cyrion würde es wohl die nächsten Tage festellen. So oder so, würde er in der nächsten Zeit zur Akademie reisen und sehen, was es neues zu erfahren gab. Vielleicht hatten sie gute Nachrichten. Vielleicht würde er auch erfahren, das es Malachai schlechter ging. Oder aber er würde nichts erfahren, weil niemand wusste, wo Malachai steckte.
Sorgen legten einen Schatten um Cyrions Augen, aber er würde gute Miene zum bösen Spiel machen. Der Kleine war bei ihm und verlangte seine Aufmerksamkeit. Und die Elbenaus würde es merken, wenn er Trübsal blies. Eine Maske aufsetzen, die es ihm erlaubte, niemanden wissen zu lassen, was er gerade dachte. War es mal wieder soweit? Er seufzte schwer. Offenbar ja.
- Arsen Talmar
- Beiträge: 24
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:41
Es war vorbei! Seltsam obwohl ich mir diesen Satz immer und immer wieder selbst vorsage, so recht glauben mag ich es, selbst nach den ganzen Tagen die seither her vergangen sind, auch jetzt noch nicht. Ich blicke von einem der Bücher auf, die aus der Hand meines Vaters stammen, denn meine Gedanken schweifen immer wieder ab zu dem was geschehen war. Es beschäftigte immer noch meine Gedanken und Träume und raubte mir den Schlaf und manchmal sah ich fast neidisch zu Selina und Sarah, die nun wieder des Nachts ruhig schlafen konnten und dies auch ausgiebig taten. Warum ich nicht, weshalb beschäftigte mich das ganze immer noch so sehr dass es mir den Schlaf raubte? Selbst Malachai war felsenfest der Ansicht der Abtrünnige war endgültig besiegt, der ganze Schrecken wäre vorbei, warum also meine Unruhe? Schon sind sie wieder da … diese Bilder … wieder trüben sie den Blick … ich kann nichts dagegen tun … sie lassen sich nicht vertreiben so sehr ich mich auch dagegen wehre ... aber warum tue ich das … warum gebe ich ihnen nicht einfach nach … vielleicht kommt damit auch die Ruhe zurück.
Und so wandere ich im Geiste zurück zu jenem Tag an dem wir feststellten dass Malachai aus unserer Mitte verschwunden war. Heute weiß ich dass ER es vollbracht hatte, Er … der Abtrünnige, vor Tage aber noch waren alle verwundert. Nun ja, ich weniger denn so sehr wie ich in das Buch vertieft gewesen war hätte glaube ich die ganze Bruderschaft dieser Temorianer durch den kleinen Raum stiefeln können und ich hätte nichts bemerkt. Aber uns war dann schnell klar geworden wo er sein musste, denn seine Notizen auf dem Pergament waren deutlich genug. Wohl war uns allen nicht bei dem Gedanken was auf uns zukommen würde, gewarnt hatte Malachai uns ja nun eindringlich genug, aber wir hatten keine andere Wahl außer der Malachai aufzugeben, wogegen wohl alleine schon Sienara energische Einwände gehabt hätte. Bis auf Siena’s fast hysterischen Lachanfall, sie erinnerte sich das auf diesem Schiff Malachai ja geheiratet hätte, verlief unsere Reise nach Lameriast und zur Akademie sehr schweigsam. Dort trafen wir auf Malachai … wie trügerisch doch der erste Eindruck war … nein dies war nicht unser Freund gewesen, nicht der Schattenlord, nein ER hatte von ihm Besitz ergriffen. Fast wurden wir davon überrascht, denn trotz allen Warnungen hatten wir mit solchem Wahn, solchem Hass und vor allem doch nicht solch tödlichen Gefahr gerechnet. Sicher, es lief alles wie Malachai es sich ausdachte, Selina lenkte ihn ab, mein Dolch traf zielsicher die angegebene Stelle … und doch … mit solcher Kraft und Macht waren wir schlicht überfordert. Nein, er sackte nicht zusammen und verließ Malachai’s Körper, er erstarkte eher noch und nur schwerlich konnten wir seinen gewaltigen Tentakeln entrinnen, lange doch endlich faste er Sarah … ausgerechnet unsere Sarah, die Jüngste und Schwächste, die es nicht hatte nehmen lassen uns zu begleiten. Fast schien uns alles verloren … da endlich … endlich wurde Schwäche sichtbar, ja spürbar würde sie … er wankte … er fiel … dank Malachai dessen Seele sich zur Wehr setzte.
Wie vorausgesagt formte ER sich aus dem schwarzen Blute einen neuen Leib und was nun folgte, nun es brachte wohl endlich Erkenntnis und Klarheit zu Malachai denn mit jedem Worte verschwanden Selbstzweifel, verschwand all sein Selbstmitleid und er kehrte zurück, er … der Schattenlord. All seine Worte, seine Gesten, er leitete uns, führte uns in dieser Stunde der Wahrheit und wir, nun wir folgten ihm denn wir spürten, ja wir wussten er würde unsere Stärken im rechten Augenblicke dorthin lenken, wo sie sein sollten. Und dann war es vollbracht … er fiel … zu Tode getroffen … meine Klingen wurden nicht nur von mir geführt … oh nein, ich spürte die Hände meines Vaters wie er die meinen führte zu tödlichen Stoße … wie er die Klinge zur Kehle führte um es zu beenden. ER zerfloss, bald nur noch ein Klumpen schwarzen Blutes, versickerte im Erdreich, verflüchtigte sich wie Nebel in der Sonne. Der Rest … Erklärungen für die erstarrten Akademieschüler und Lehrer, und die Erkenntnisse das unsere unschuldige kleine Sarah, welche oft verspielt wie ein Kätzchen wirkte, in Wahrheit nur ein weiterer Schatten wahr der nun gefunden ward … gefunden, obwohl sie doch all die Zeit bei uns gewesen war, na ja und die Erkenntnis dass man ab und zu zwei Menschen mit der Nase drauf stoßen muss sich ihrer Gefühle klar zu werden … aber das ist eine andere Geschichte, nämlich die von Siena und Malachai, welche nun mit Deidrui auf der Reise sind … hoffentlich mit dem gewünschtem Ausgang.
Mein Blick klärt sich wieder, mir ist auch nu wohler, auch wenn ich weiter nicht glauben mag dass wir wirklich geschafft hatten was unseren Vätern nicht gelang. Wenn ich nur all jenes lese welches mein Vater niederschrieb scheint mir unser „Erfolg“ noch unwahrscheinlicher … all dies Wissen … seine Versuche … seine Ideen … seine Voraussicht … und wir sollten mehr erreicht haben als jene, die soviel mehr wussten als wir? Unfassbar! Ich beginne endlich zu begreifen was hinter diesem Worte steckt, das für einen einfachen, netten Titel eines Ausbilders hielt … Schattenmeister! Malachai hatte so recht gehabt … Leute wie er machten es Männern wie Selinas Vater erst möglich zu Helden zu werden … gaben ihnen ihr Rüstzeug, ihre Waffenkunst, ihre Ausrüstung … ja ihre Finnesse und … ihr Gift. Ja mein Vater hatte weit mehr Ahnung von dem, was man mir damals bei der unheiligen Bruderschaft beigebracht hatte, und ich werde Monate, vielleicht Jahre brauchen um sein Wissen in mich aufzunehmen … aber es ist mein Erbe, das Erbe meines Vaters welches ich endlich erkannt habe und nun bereit bin es auch anzutreten. Ja ich werde den Weg meines Vaters weitergehen … wie vielleicht eines Tages auch mein Sohn den Weg seines Vaters gehen wird … ich werde ihn gehen bis man auch eines Tages zu mir mit Achtung und Respekt jenes Wort sagen wird auf das ich nun Stolz blicke… Schattenmeister!
Und so wandere ich im Geiste zurück zu jenem Tag an dem wir feststellten dass Malachai aus unserer Mitte verschwunden war. Heute weiß ich dass ER es vollbracht hatte, Er … der Abtrünnige, vor Tage aber noch waren alle verwundert. Nun ja, ich weniger denn so sehr wie ich in das Buch vertieft gewesen war hätte glaube ich die ganze Bruderschaft dieser Temorianer durch den kleinen Raum stiefeln können und ich hätte nichts bemerkt. Aber uns war dann schnell klar geworden wo er sein musste, denn seine Notizen auf dem Pergament waren deutlich genug. Wohl war uns allen nicht bei dem Gedanken was auf uns zukommen würde, gewarnt hatte Malachai uns ja nun eindringlich genug, aber wir hatten keine andere Wahl außer der Malachai aufzugeben, wogegen wohl alleine schon Sienara energische Einwände gehabt hätte. Bis auf Siena’s fast hysterischen Lachanfall, sie erinnerte sich das auf diesem Schiff Malachai ja geheiratet hätte, verlief unsere Reise nach Lameriast und zur Akademie sehr schweigsam. Dort trafen wir auf Malachai … wie trügerisch doch der erste Eindruck war … nein dies war nicht unser Freund gewesen, nicht der Schattenlord, nein ER hatte von ihm Besitz ergriffen. Fast wurden wir davon überrascht, denn trotz allen Warnungen hatten wir mit solchem Wahn, solchem Hass und vor allem doch nicht solch tödlichen Gefahr gerechnet. Sicher, es lief alles wie Malachai es sich ausdachte, Selina lenkte ihn ab, mein Dolch traf zielsicher die angegebene Stelle … und doch … mit solcher Kraft und Macht waren wir schlicht überfordert. Nein, er sackte nicht zusammen und verließ Malachai’s Körper, er erstarkte eher noch und nur schwerlich konnten wir seinen gewaltigen Tentakeln entrinnen, lange doch endlich faste er Sarah … ausgerechnet unsere Sarah, die Jüngste und Schwächste, die es nicht hatte nehmen lassen uns zu begleiten. Fast schien uns alles verloren … da endlich … endlich wurde Schwäche sichtbar, ja spürbar würde sie … er wankte … er fiel … dank Malachai dessen Seele sich zur Wehr setzte.
Wie vorausgesagt formte ER sich aus dem schwarzen Blute einen neuen Leib und was nun folgte, nun es brachte wohl endlich Erkenntnis und Klarheit zu Malachai denn mit jedem Worte verschwanden Selbstzweifel, verschwand all sein Selbstmitleid und er kehrte zurück, er … der Schattenlord. All seine Worte, seine Gesten, er leitete uns, führte uns in dieser Stunde der Wahrheit und wir, nun wir folgten ihm denn wir spürten, ja wir wussten er würde unsere Stärken im rechten Augenblicke dorthin lenken, wo sie sein sollten. Und dann war es vollbracht … er fiel … zu Tode getroffen … meine Klingen wurden nicht nur von mir geführt … oh nein, ich spürte die Hände meines Vaters wie er die meinen führte zu tödlichen Stoße … wie er die Klinge zur Kehle führte um es zu beenden. ER zerfloss, bald nur noch ein Klumpen schwarzen Blutes, versickerte im Erdreich, verflüchtigte sich wie Nebel in der Sonne. Der Rest … Erklärungen für die erstarrten Akademieschüler und Lehrer, und die Erkenntnisse das unsere unschuldige kleine Sarah, welche oft verspielt wie ein Kätzchen wirkte, in Wahrheit nur ein weiterer Schatten wahr der nun gefunden ward … gefunden, obwohl sie doch all die Zeit bei uns gewesen war, na ja und die Erkenntnis dass man ab und zu zwei Menschen mit der Nase drauf stoßen muss sich ihrer Gefühle klar zu werden … aber das ist eine andere Geschichte, nämlich die von Siena und Malachai, welche nun mit Deidrui auf der Reise sind … hoffentlich mit dem gewünschtem Ausgang.
Mein Blick klärt sich wieder, mir ist auch nu wohler, auch wenn ich weiter nicht glauben mag dass wir wirklich geschafft hatten was unseren Vätern nicht gelang. Wenn ich nur all jenes lese welches mein Vater niederschrieb scheint mir unser „Erfolg“ noch unwahrscheinlicher … all dies Wissen … seine Versuche … seine Ideen … seine Voraussicht … und wir sollten mehr erreicht haben als jene, die soviel mehr wussten als wir? Unfassbar! Ich beginne endlich zu begreifen was hinter diesem Worte steckt, das für einen einfachen, netten Titel eines Ausbilders hielt … Schattenmeister! Malachai hatte so recht gehabt … Leute wie er machten es Männern wie Selinas Vater erst möglich zu Helden zu werden … gaben ihnen ihr Rüstzeug, ihre Waffenkunst, ihre Ausrüstung … ja ihre Finnesse und … ihr Gift. Ja mein Vater hatte weit mehr Ahnung von dem, was man mir damals bei der unheiligen Bruderschaft beigebracht hatte, und ich werde Monate, vielleicht Jahre brauchen um sein Wissen in mich aufzunehmen … aber es ist mein Erbe, das Erbe meines Vaters welches ich endlich erkannt habe und nun bereit bin es auch anzutreten. Ja ich werde den Weg meines Vaters weitergehen … wie vielleicht eines Tages auch mein Sohn den Weg seines Vaters gehen wird … ich werde ihn gehen bis man auch eines Tages zu mir mit Achtung und Respekt jenes Wort sagen wird auf das ich nun Stolz blicke… Schattenmeister!
Zuletzt geändert von Arsen Talmar am Sonntag 30. November 2008, 18:48, insgesamt 1-mal geändert.
- Selina Talmar
- Beiträge: 457
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Ich hatte mich mit den Worten von Malachai und Sienara verabschiedet, dass ich Arsen suchen wollte, doch ich wollte einfach nur Allein sein. Seit Tagen hatte ich keinen ruhigen Augenblick mehr und ich sehnte mich nach etwas Einsamkeit. Wobei ich war seit dem Abend, als das Blut des Verräters im Gras der Akademie versickerte, einsam.
Arsen war weit weg mit seinen Gedanken, er war fasziniert von den Büchern seines Vaters und schien alles um ihn herum zu vergessen. Doch ich ließ ihn, er hatte es sich verdient, hatte sich den Ruhm verdient, den sich sein Vater erarbeitet hatte mit diesen Schriften.
Immerhin war ich nun nicht mehr die Prinzessin. Und er hatte keinen Grund mehr sich schlecht zu fühlen. Aber dennoch war ich einsam und ich kann mir nicht einmal erklären warum.
Tief unter mir höre ich das Wasser an den Strand schwappen und den Wind an den Felsen über mir zerren. Ja ich bin wieder auf den Berg gestiegen, auf dem Arsen und ich viele Nächte verbracht haben, als wir es das erste Mal mit den orks zu tun hatten. Hier oben bin ich Allein, einsam und kann meinen Gedanken nach hängen. Ich war ewig nicht mehr hier, doch habe ich auch in dieser Dunkelheit den Weg wieder gefunden. Der Wind und der Sturm auf die Insel, hatten den Weg jedoch verändert. Doch meine Sinne waren selten so wach. Sicher fand ich den Weg hinauf und fand ebenso sicher einen Vorsprung auf dem ich gemütlich Platznehmen konnte. Nun Baumeln meine Beine über den Vorsprung unter mir das Meer und der Wind zerrt an meinen Haaren. Ich halte das Gesicht in den Wind und genieße die kalte, schneidende Luft hier oben, sie verspricht Schnee. Doch das Wetter ist mir der Zeit egal. Ich finde auch im Schneetreiben zurück.
Ich weiß nicht ein Mal warum ich hier hochgestiegen bin. Doch es tut gut.
Zu erst habe ich die Bilder verdängt, die seit jenem Abend immer wieder in den Vordergrund wollen. Doch nun lasse ich sie langsam auf mich zukommen. Stück für Stück.
Wir haben es tatsächlich getan, wir haben gesiegt, was unseren Vätern verweigert wurde, haben wir geschafft. Aber haben wir es sicher geschafft?
Ich kann es nicht sagen, ich sah das Blut im Boden versickern, aber wer sagt mir, dass er nie wieder kommt?
Nein halt, ich bin ja mittendrin. Damit verstehe ich es nicht besser, sondern bleibe verwirrt. Was war nur geschehen?
Wir hatten Malachais Plan gefunden doch ihn nicht. Sicher nach dem Plan gab es nu einen Ort, aber warum ausgerechnet die Akademie? Zu viele konnten da mit rein gezogen werden. Unschuldige und unerfahrene junge Leute. Und doch schien die Akademie der richtige Ort. Nur ein Schemen war in der Nähe des Feuers zu sehen. Wen hatten wir da vor uns?
Von der Gestallt her war es Malachai, doch er war es nicht. Der Verräter hatte die Oberhand übernommen. Was nun? Er wusste von unserem Vorhaben. Und er traute es uns nicht zu Malachai zu opfern, nur um ihn zu töten. Doch es war eigentlich ganz leicht. Er redete, ließ seinen ganzen Hass aus sich heraus. Er triefte gerade zu davon. Noch nie habe ich solch einen Hass erlebt, einen Hass der in Verachtung mündete. Verachtung für großartige Menschen. Doch warum, das fanden sie nicht heraus. Doch da war noch etwas anderes. Neben dem Hass und der Verachtung, war da ein weiteres Gefühl. Ich konnte es nicht sehen. Sein Gesicht war tief in der Kapuze verborgen. Und dennoch hatte ich, wie einige Tage zu vor oder einige Stunden vielleicht nur, ein klares Bild von den Gefühlen um mich herum. Angst spürte ich noch. Doch konnte ich nicht klar ausmachen von wem dieses Gefühl kam.
Es hätte von jedem sein können. Doch warum konnte ich dies so deutlich spüren. Ich hatte es schon an dem Abend, als ich erfuhr das Malachai und Sienara geheiratet hatten, dass ich deutlich deren Gefühle wahrnahm. Doch dazu spürte ich wieder mein Blut durch die Adern pulsieren. Es war als ob es erwachte. Als ob das Erbe meines Vaters erwachte, langsam zwar, erst wie ein leises Plätschern, wenn es im Frühjahr langsam anfängt zu tauen, dann wie ein Strom, der aus einem Berg heraus fließt. Nein ich hatte keine Angst mehr. Ich fühlte mich auf einmal sicher. Ich wusste was ich zu tun hatte.
Langsam ging ich auf den Verräter zu. Näher und Näher. Die Hände waren hinter dem Rücken, nahe der versteckten Krallen. Der Waffe meines Vaters. Doch ich zog sie nicht. Ich ging einfach weiter auf ihn zu und sprach mit ihm. Doch egal was auch immer er sagte, ich nahm meinen Blick nicht von seinem Gesicht. Und ja nun Schlug mir Angst entgegen. Angst vor einer Berührung. Doch warum um alles in der Welt, wollte er nicht berührt werden?
Doch der Gedanke verschwand so schnell wie er kam. Ich wusste nun wie ich ihn ablenken musste. Unerschrocken trat ich so nah auf ihn zu, wie ich es wagen konnte. Und wirklich er war so überrascht, dass er nur mich für wenige Momente wahrnahm.
Sein Fluch sagte mir es hatte gereicht. Schnell zog ich die Waffen und ging einige Schritte zurück.
Er verhöhnte uns, lachte und spottete.
Bis er uns sogar angriff.
Ich spürte ein heißes Brennen auf meiner Wange, er hatte getroffen, doch ich konnte nicht zulassen, dass er Sienara angriff. Gleichgültig wischet ich das Blut weg und wich den Tentakeln aus, mit denen er uns zu traktieren versuchte.
Er erwischte Siena und wollte einfach nicht aus Malachais Körper weichen.
Ich glaube ich musste noch nie so schnell einen Entschluss fassen. Es schnitt mir ins Herz und schmerzte Stärker als die Wunde an meiner Wange. Doch ich durfte einfach nicht zögern ich konnte nicht. Und im nächsten Augenblick, stach ich ihm die Krallen in den Rücken. Nicht Tief, aber deutlich genug um ihm zu verstehen zu geben, das Ich bereit war Malachai zu töten. Irgendwann werde ich mich dafür bei Malachai entschuldigen, aber die Zeit ist noch nicht soweit.
Ich schwächte ihn weiter und Malachai selbst konnte nun im inneren mit ihm ringen.
Er stach schließlich selbst zu. Und endlich wich der Verräter aus seinem Körper und formte sich aus dem Tropfen schwarzen Blutes, welches an Arsens Dolch klebte zu einer menschlichen Gestallt.
Er redete nun wieder und verspotte uns, doch vor allem suchte er wieder Zweifel in Malachai zusähen. Doch dieser sprach einfach nur weiter und hörte zu. Und wir konnten eins Werden mit der Dunkelheit, verschwanden und schlichen an ihn heran. Dann hieß es warten bis das Gift wirkte. Und dann?
Schnell und lautlos sprang ich vor und führte meine Hand auf sein Herz zu. Langsam drangen die Krallen in seien Haut. Tiefer trieb ich sie hinein, dann zog ich sie wieder raus und verschwand wieder.
Bis Malachai uns das Zeichen gab ihn endgültig zu töten.
Diesmal drangen die Krallen in seinen Hals und ich fühlte wie der Schwall schwarzes Blut auf mir landete. Der Rest versickerte Schlag für Schlag im Boden unter dem Baum.
Dann war es vorbei. Und doch seit dem habe ich das Gefühl, er hat etwas von mir mitgenommen.
Ich versuche immer noch herauszufinden, was es war, doch ich komme nicht drauf.
Ich werde es schon noch herausfinden, es ist wohl auch nicht so wichtig.
Endlos lange saß ich auf diesem Felsen, der Wind wurde stärker und schwächte wieder ab. Doch von Helligkeit war nichts zu sehen und doch musste es mittlerweile wieder Tag geworden sein und noch immer verspüre ich keinen Drang zurück zu kehren.
Vor einigen Tagen fand ich in Malachais Büchern einen Bericht über Elir. Ich konnte ihn nicht lesen, meine Augen brannten von der Dunkelheit und doch das Bild hatte sich in mein Gedächtnis gebrannt. Drei Männer, zwei davon Dunkelhaarig, einer Blond und mit grünen Augen. Ohne auf die Unterschrift zu achten wusste ich wen ich da sah. Marick Schwarzmourne, Jerome Talmar und Elir Sangtor. Drei Freunde kurz vor bevor zwei von ihnen starben. Der Lord mit zwei seinen Vertrauten und Freunden.
Was hatte diese drei Unterschiedlichen Männer verbunden? Nur die Macht der Schatten? Alle drei mussten starke Schatten gewesen sein. Starke Persönlichkeiten und fähig auf ihrem Gebiet. Jerome hatte es seinem Sohn, durch seine Bücher bewiesen. Malachai hatte erst vor wenigen Stunden Gewissheit bekommen, in dem der Verräter Marick schmähte. Und ich?
Bin ich dir gerecht geworden Vater? Kannst du stolz auf mich sein?
Ich weiß nicht genau was du getan hast, aber ich werde Malachai solange quälen, bis ich alles über dich weiß.
Ich die Tochter von Elir Sangtor. Die Tochter von. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal mit Stolz meinen Vater erwähne oder gar an ihn denke.
Aber seit ich das Bild dieser drei gesehen habe, glaube ich nicht mehr an Zufälle. Es war kein Zufall, das Arsen und ich uns begegnet sind. Ebenso wenig war es Zufall, dass Malachai zu uns kam, noch dass Sarah uns fand. Sarah ja unsere liebe kleine Sarah auch sie trug schwarzes Blut in sich. Wer hätte das Gedacht. Doch ich Zweifel an mir selbst. Werde ich diesem Blut gerecht?
Wir drei gehören wohl mit zu den ältesten Schatten, mit dem ältesten Blut und dennoch frage ich mich ob ich diesem Erbe gerecht werde. Ich eine einfache kleine Diebin.
Ich habe keine verborgenen Talente, oder sehe ich sie einfach nicht? Müssen sie erst noch geweckt werden oder ich sie erst noch finden?
Welche Gabe hatte mein Vater?
Arsen war weit weg mit seinen Gedanken, er war fasziniert von den Büchern seines Vaters und schien alles um ihn herum zu vergessen. Doch ich ließ ihn, er hatte es sich verdient, hatte sich den Ruhm verdient, den sich sein Vater erarbeitet hatte mit diesen Schriften.
Immerhin war ich nun nicht mehr die Prinzessin. Und er hatte keinen Grund mehr sich schlecht zu fühlen. Aber dennoch war ich einsam und ich kann mir nicht einmal erklären warum.
Tief unter mir höre ich das Wasser an den Strand schwappen und den Wind an den Felsen über mir zerren. Ja ich bin wieder auf den Berg gestiegen, auf dem Arsen und ich viele Nächte verbracht haben, als wir es das erste Mal mit den orks zu tun hatten. Hier oben bin ich Allein, einsam und kann meinen Gedanken nach hängen. Ich war ewig nicht mehr hier, doch habe ich auch in dieser Dunkelheit den Weg wieder gefunden. Der Wind und der Sturm auf die Insel, hatten den Weg jedoch verändert. Doch meine Sinne waren selten so wach. Sicher fand ich den Weg hinauf und fand ebenso sicher einen Vorsprung auf dem ich gemütlich Platznehmen konnte. Nun Baumeln meine Beine über den Vorsprung unter mir das Meer und der Wind zerrt an meinen Haaren. Ich halte das Gesicht in den Wind und genieße die kalte, schneidende Luft hier oben, sie verspricht Schnee. Doch das Wetter ist mir der Zeit egal. Ich finde auch im Schneetreiben zurück.
Ich weiß nicht ein Mal warum ich hier hochgestiegen bin. Doch es tut gut.
Zu erst habe ich die Bilder verdängt, die seit jenem Abend immer wieder in den Vordergrund wollen. Doch nun lasse ich sie langsam auf mich zukommen. Stück für Stück.
Wir haben es tatsächlich getan, wir haben gesiegt, was unseren Vätern verweigert wurde, haben wir geschafft. Aber haben wir es sicher geschafft?
Ich kann es nicht sagen, ich sah das Blut im Boden versickern, aber wer sagt mir, dass er nie wieder kommt?
Nein halt, ich bin ja mittendrin. Damit verstehe ich es nicht besser, sondern bleibe verwirrt. Was war nur geschehen?
Wir hatten Malachais Plan gefunden doch ihn nicht. Sicher nach dem Plan gab es nu einen Ort, aber warum ausgerechnet die Akademie? Zu viele konnten da mit rein gezogen werden. Unschuldige und unerfahrene junge Leute. Und doch schien die Akademie der richtige Ort. Nur ein Schemen war in der Nähe des Feuers zu sehen. Wen hatten wir da vor uns?
Von der Gestallt her war es Malachai, doch er war es nicht. Der Verräter hatte die Oberhand übernommen. Was nun? Er wusste von unserem Vorhaben. Und er traute es uns nicht zu Malachai zu opfern, nur um ihn zu töten. Doch es war eigentlich ganz leicht. Er redete, ließ seinen ganzen Hass aus sich heraus. Er triefte gerade zu davon. Noch nie habe ich solch einen Hass erlebt, einen Hass der in Verachtung mündete. Verachtung für großartige Menschen. Doch warum, das fanden sie nicht heraus. Doch da war noch etwas anderes. Neben dem Hass und der Verachtung, war da ein weiteres Gefühl. Ich konnte es nicht sehen. Sein Gesicht war tief in der Kapuze verborgen. Und dennoch hatte ich, wie einige Tage zu vor oder einige Stunden vielleicht nur, ein klares Bild von den Gefühlen um mich herum. Angst spürte ich noch. Doch konnte ich nicht klar ausmachen von wem dieses Gefühl kam.
Es hätte von jedem sein können. Doch warum konnte ich dies so deutlich spüren. Ich hatte es schon an dem Abend, als ich erfuhr das Malachai und Sienara geheiratet hatten, dass ich deutlich deren Gefühle wahrnahm. Doch dazu spürte ich wieder mein Blut durch die Adern pulsieren. Es war als ob es erwachte. Als ob das Erbe meines Vaters erwachte, langsam zwar, erst wie ein leises Plätschern, wenn es im Frühjahr langsam anfängt zu tauen, dann wie ein Strom, der aus einem Berg heraus fließt. Nein ich hatte keine Angst mehr. Ich fühlte mich auf einmal sicher. Ich wusste was ich zu tun hatte.
Langsam ging ich auf den Verräter zu. Näher und Näher. Die Hände waren hinter dem Rücken, nahe der versteckten Krallen. Der Waffe meines Vaters. Doch ich zog sie nicht. Ich ging einfach weiter auf ihn zu und sprach mit ihm. Doch egal was auch immer er sagte, ich nahm meinen Blick nicht von seinem Gesicht. Und ja nun Schlug mir Angst entgegen. Angst vor einer Berührung. Doch warum um alles in der Welt, wollte er nicht berührt werden?
Doch der Gedanke verschwand so schnell wie er kam. Ich wusste nun wie ich ihn ablenken musste. Unerschrocken trat ich so nah auf ihn zu, wie ich es wagen konnte. Und wirklich er war so überrascht, dass er nur mich für wenige Momente wahrnahm.
Sein Fluch sagte mir es hatte gereicht. Schnell zog ich die Waffen und ging einige Schritte zurück.
Er verhöhnte uns, lachte und spottete.
Bis er uns sogar angriff.
Ich spürte ein heißes Brennen auf meiner Wange, er hatte getroffen, doch ich konnte nicht zulassen, dass er Sienara angriff. Gleichgültig wischet ich das Blut weg und wich den Tentakeln aus, mit denen er uns zu traktieren versuchte.
Er erwischte Siena und wollte einfach nicht aus Malachais Körper weichen.
Ich glaube ich musste noch nie so schnell einen Entschluss fassen. Es schnitt mir ins Herz und schmerzte Stärker als die Wunde an meiner Wange. Doch ich durfte einfach nicht zögern ich konnte nicht. Und im nächsten Augenblick, stach ich ihm die Krallen in den Rücken. Nicht Tief, aber deutlich genug um ihm zu verstehen zu geben, das Ich bereit war Malachai zu töten. Irgendwann werde ich mich dafür bei Malachai entschuldigen, aber die Zeit ist noch nicht soweit.
Ich schwächte ihn weiter und Malachai selbst konnte nun im inneren mit ihm ringen.
Er stach schließlich selbst zu. Und endlich wich der Verräter aus seinem Körper und formte sich aus dem Tropfen schwarzen Blutes, welches an Arsens Dolch klebte zu einer menschlichen Gestallt.
Er redete nun wieder und verspotte uns, doch vor allem suchte er wieder Zweifel in Malachai zusähen. Doch dieser sprach einfach nur weiter und hörte zu. Und wir konnten eins Werden mit der Dunkelheit, verschwanden und schlichen an ihn heran. Dann hieß es warten bis das Gift wirkte. Und dann?
Schnell und lautlos sprang ich vor und führte meine Hand auf sein Herz zu. Langsam drangen die Krallen in seien Haut. Tiefer trieb ich sie hinein, dann zog ich sie wieder raus und verschwand wieder.
Bis Malachai uns das Zeichen gab ihn endgültig zu töten.
Diesmal drangen die Krallen in seinen Hals und ich fühlte wie der Schwall schwarzes Blut auf mir landete. Der Rest versickerte Schlag für Schlag im Boden unter dem Baum.
Dann war es vorbei. Und doch seit dem habe ich das Gefühl, er hat etwas von mir mitgenommen.
Ich versuche immer noch herauszufinden, was es war, doch ich komme nicht drauf.
Ich werde es schon noch herausfinden, es ist wohl auch nicht so wichtig.
Endlos lange saß ich auf diesem Felsen, der Wind wurde stärker und schwächte wieder ab. Doch von Helligkeit war nichts zu sehen und doch musste es mittlerweile wieder Tag geworden sein und noch immer verspüre ich keinen Drang zurück zu kehren.
Vor einigen Tagen fand ich in Malachais Büchern einen Bericht über Elir. Ich konnte ihn nicht lesen, meine Augen brannten von der Dunkelheit und doch das Bild hatte sich in mein Gedächtnis gebrannt. Drei Männer, zwei davon Dunkelhaarig, einer Blond und mit grünen Augen. Ohne auf die Unterschrift zu achten wusste ich wen ich da sah. Marick Schwarzmourne, Jerome Talmar und Elir Sangtor. Drei Freunde kurz vor bevor zwei von ihnen starben. Der Lord mit zwei seinen Vertrauten und Freunden.
Was hatte diese drei Unterschiedlichen Männer verbunden? Nur die Macht der Schatten? Alle drei mussten starke Schatten gewesen sein. Starke Persönlichkeiten und fähig auf ihrem Gebiet. Jerome hatte es seinem Sohn, durch seine Bücher bewiesen. Malachai hatte erst vor wenigen Stunden Gewissheit bekommen, in dem der Verräter Marick schmähte. Und ich?
Bin ich dir gerecht geworden Vater? Kannst du stolz auf mich sein?
Ich weiß nicht genau was du getan hast, aber ich werde Malachai solange quälen, bis ich alles über dich weiß.
Ich die Tochter von Elir Sangtor. Die Tochter von. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal mit Stolz meinen Vater erwähne oder gar an ihn denke.
Aber seit ich das Bild dieser drei gesehen habe, glaube ich nicht mehr an Zufälle. Es war kein Zufall, das Arsen und ich uns begegnet sind. Ebenso wenig war es Zufall, dass Malachai zu uns kam, noch dass Sarah uns fand. Sarah ja unsere liebe kleine Sarah auch sie trug schwarzes Blut in sich. Wer hätte das Gedacht. Doch ich Zweifel an mir selbst. Werde ich diesem Blut gerecht?
Wir drei gehören wohl mit zu den ältesten Schatten, mit dem ältesten Blut und dennoch frage ich mich ob ich diesem Erbe gerecht werde. Ich eine einfache kleine Diebin.
Ich habe keine verborgenen Talente, oder sehe ich sie einfach nicht? Müssen sie erst noch geweckt werden oder ich sie erst noch finden?
Welche Gabe hatte mein Vater?
- Arsen Talmar
- Beiträge: 24
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:41
Die Herbststürme bringen immer mehr Kälte mit sich, man kann den Schnee der in der Luft liegt förmlich riechen und sicher mag es nicht mehr lange dauern bis wir ihn auch sehen und unter den Füssen knirschen hören werden. Ich bin wieder im kleinen Hafen von Neuhaven an Land gegangen, nachdem ich in Bajard noch die letzten Bücher aus Malachais Hütte geholt habe, schneide die Worte des redseligen Kapitäns mit dem Wurf des Beutels Gold ab … warum muss dieser Kerl immer wieder versuchen mich in ein Gespräch zu verwickeln, er sollte mich langsam wirklich gut genug kennen … und lasse Faile antraben , während ich mir die Kapuze tief ins Gesicht ziehe. ‚Mistwetter, verdammtes!’ fluche ich in Gedanken während ich langsam auf die Akademie zureite. ‚Hättest du Hornochse vor Tagen gleich alle Bücher mitgenommen könntest du nun vor dem warmen Kamin sitzen und in Ruhe lesen, aber nein…’ Ich schrecke aus meinem Selbstgespräch hoch und lausche … da ist das Geräusch wieder von eilenden Hufen auf den nassen Wegen Neuhavens … und wessen Hufe das waren weiß ich nur zu gut, diesen Klang kenne ich, höre ich ihn doch fast täglich neben mir … da stürmt Ellisande grade in etwas Entfernung an mir vorbei, und damit auch Selina auf ihrem Rücken. Aber das war nicht die Richtung zu unserem Haus, ihr Ritt geht nach Süden … was zum Donner will sie im Süden bei dem Wetter, da gab es doch nichts außer Wald und Orken und … den Berg, ihren Berg wohin sie sich immer zum Nachdenken zurückzieht.
Ich folge ihr nach einer Weile auf ihrem Weg gen Süden sorgfältig darauf achtend dass sie Failes Hufschlag nicht hört, denn stören mag ich sie nicht spüre ich doch die Unruhe in ihr nur all zu deutlich. Ich hab sie all die Tage seid den Geschehnissen mit dem Abtrünnigen beobachtet, auch wenn sie denkt ich würde so tief in den Büchern meines Vaters versunken sein und die Welt um mich herum vergessen haben, sie sucht etwas … etwas das ihr scheinbar verloren ging in diesem Kampfe auf dem Akademiegelände und sie scheint es nicht zu finden ohne Hilfe nur … wie, um alles in der Welt hilft man jemand, der nicht preisgibt was er sucht, was ihn bedrückt. Nur einmal, ein einziges Mal war sie so sehr in Gedanken, in ihrer eigenen Welt so gefangen dass ich sie hatte murmeln hören: „Bin ich dir gerecht geworden Vater? Kannst du stolz auf mich sein?“ War es das? Beginnt nun mein Stern an sich zu zweifeln? Sucht sie nun sich in ihrem Vater so wie ich es vor Tagen auch tat? Unbewusst lege ich meine Hand auf die Satteltasche dort wo jenes Buch schlummert welches sie in der dunklen Nacht vor dem Kampf nur ansah aber nicht wirklich las, dort wo vieles über Elir Sangtor geschrieben steht, teilweise auch aus der Feder meines Vaters .. wird dieses Buch ihre die Ruhe zurückbringen, oder jene Aufzeichnungen meines Vaters über seinen Schüler Elir, der zu seinem Freund wurde? Oder beschäftigt sie etwas ganz anderes und mein Versuch ihr zu helfen schlägt gänzlich fehl? Warum redet sie nicht … vertraut sich mir an … will sie etwas verschweigen … vor mir geheim halten … HALT! Ich zwinge mich zur Ruhe, verscheuche diese Gedanken … aber diese Ungewissheit beginnt auch an mir zu zehren, lässt das schwarze Blut wieder vor sich hin brodeln … geschieht das gleiche auch grade in ihr?
Ellisande, da steht sie … ich hatte recht, Selina ist auf ihrem Berg, trotz des Sturmes der sich ankündigt, aber so was stört sie ja nie, sie würde hier auch bei strömenden Regen hinaufklettern um ihren Gedanken nach zu hängen. Ich folge ihr leise und bedächtig, jeden meiner Schritte setze ich sorgfältig, nicht der kleinste Stein wird aus seinem Platze geschubst, ja fast lautlos folge ich ihr nach oben … und da steht sie ,,, die Haare die sie offen trägt umwehen sie wie ein Banner das zur Schlacht ruft .. ihr Gesicht, vom Wind umtost, ihre Augen starr und abwesend zum Meer gewandt … versunken in ihren Gedanken. Sie muss zerrissener sein als ich selbst dachte … dieser Blick ihrer Augen zeigt es … und mir zerspringt fast mein Herz wenn ich es sehe … es muss ein Ende haben! Ich verschmelze unbewusst mit dem Schatten der Felswand, nutze meine Fähigkeit ihr unbemerkt näher zu kommen und lege die Arme um sie … ihr Schreckensschrei … er bricht ab als meine Lippen sich auf die ihren legen … ihre Arme legen sich um meinen Nacken als ich sie hochhebe und vorsichtig den Weg hinab trage .. sie schmiegt sich an mich als sie mich mit einem Lächeln leise zurechtweist wie sehr ich sie erschreckt habe und ich solle das ja nie wieder tun … ihr Leuchten in den Augen als ich ihr sage welche Bücher ich bei mir habe … alleine dieses Leuchten sagt mir dass meine Gefühle richtig waren … und wenn jene schon richtig waren dann sind es diese auch die mir grade zuflüstern .. nun wird sie ihre Ruhe finden …
Ich folge ihr nach einer Weile auf ihrem Weg gen Süden sorgfältig darauf achtend dass sie Failes Hufschlag nicht hört, denn stören mag ich sie nicht spüre ich doch die Unruhe in ihr nur all zu deutlich. Ich hab sie all die Tage seid den Geschehnissen mit dem Abtrünnigen beobachtet, auch wenn sie denkt ich würde so tief in den Büchern meines Vaters versunken sein und die Welt um mich herum vergessen haben, sie sucht etwas … etwas das ihr scheinbar verloren ging in diesem Kampfe auf dem Akademiegelände und sie scheint es nicht zu finden ohne Hilfe nur … wie, um alles in der Welt hilft man jemand, der nicht preisgibt was er sucht, was ihn bedrückt. Nur einmal, ein einziges Mal war sie so sehr in Gedanken, in ihrer eigenen Welt so gefangen dass ich sie hatte murmeln hören: „Bin ich dir gerecht geworden Vater? Kannst du stolz auf mich sein?“ War es das? Beginnt nun mein Stern an sich zu zweifeln? Sucht sie nun sich in ihrem Vater so wie ich es vor Tagen auch tat? Unbewusst lege ich meine Hand auf die Satteltasche dort wo jenes Buch schlummert welches sie in der dunklen Nacht vor dem Kampf nur ansah aber nicht wirklich las, dort wo vieles über Elir Sangtor geschrieben steht, teilweise auch aus der Feder meines Vaters .. wird dieses Buch ihre die Ruhe zurückbringen, oder jene Aufzeichnungen meines Vaters über seinen Schüler Elir, der zu seinem Freund wurde? Oder beschäftigt sie etwas ganz anderes und mein Versuch ihr zu helfen schlägt gänzlich fehl? Warum redet sie nicht … vertraut sich mir an … will sie etwas verschweigen … vor mir geheim halten … HALT! Ich zwinge mich zur Ruhe, verscheuche diese Gedanken … aber diese Ungewissheit beginnt auch an mir zu zehren, lässt das schwarze Blut wieder vor sich hin brodeln … geschieht das gleiche auch grade in ihr?
Ellisande, da steht sie … ich hatte recht, Selina ist auf ihrem Berg, trotz des Sturmes der sich ankündigt, aber so was stört sie ja nie, sie würde hier auch bei strömenden Regen hinaufklettern um ihren Gedanken nach zu hängen. Ich folge ihr leise und bedächtig, jeden meiner Schritte setze ich sorgfältig, nicht der kleinste Stein wird aus seinem Platze geschubst, ja fast lautlos folge ich ihr nach oben … und da steht sie ,,, die Haare die sie offen trägt umwehen sie wie ein Banner das zur Schlacht ruft .. ihr Gesicht, vom Wind umtost, ihre Augen starr und abwesend zum Meer gewandt … versunken in ihren Gedanken. Sie muss zerrissener sein als ich selbst dachte … dieser Blick ihrer Augen zeigt es … und mir zerspringt fast mein Herz wenn ich es sehe … es muss ein Ende haben! Ich verschmelze unbewusst mit dem Schatten der Felswand, nutze meine Fähigkeit ihr unbemerkt näher zu kommen und lege die Arme um sie … ihr Schreckensschrei … er bricht ab als meine Lippen sich auf die ihren legen … ihre Arme legen sich um meinen Nacken als ich sie hochhebe und vorsichtig den Weg hinab trage .. sie schmiegt sich an mich als sie mich mit einem Lächeln leise zurechtweist wie sehr ich sie erschreckt habe und ich solle das ja nie wieder tun … ihr Leuchten in den Augen als ich ihr sage welche Bücher ich bei mir habe … alleine dieses Leuchten sagt mir dass meine Gefühle richtig waren … und wenn jene schon richtig waren dann sind es diese auch die mir grade zuflüstern .. nun wird sie ihre Ruhe finden …