Die Dunkelheit
-
Greneva Caillon
Dunkelheit ist voraussehbar.
Eigentlich.
Jede Nacht wurde es dunkel.
...
Doch warum hat DAS keiner kommen sehen?
Warum hat keiner gewusst, dass sich die Sonne verdunkeln würde?
Hatten die Ahnen den Mimir nichts gesagt, keinen von ihnen gewarnt?
Nicht dass die Anguren, die sich in der Feste zusammendrängten, keine langen Dunkelheiten gesehen hatten – die Nächte auf Scathlan und auf Fuachtero konnten durchaus lang sein.
Aber gar so viel Zeit nahmen sie nie in Anspruch… und so angsteinflößend waren sie auch nicht…
Dunkelheit macht Angst.
Und Angst schürt allerlei negative Emotionen – von Verzweiflung bis zu Hass.
Fiona spürte gerade Letzteres besonders deutlich. Sie war eine MacAgrona gewesen…
Nein, falsch, sie war immer noch eine! Zumindest pochte sie ständig darauf… und musste deshalb Ärger und Angst ertragen, die nun auf die Verbliebenen dieses Clans prasselten.
„Angur hat's linke Aug' g'schloss'n“… so’n Unsinn! 'R wird nua g'blendet sein, 's gibt sich wied'r.
„MacAgrona sin Schuld“… ni’t mehr w’e alle And’rn!
Dunkelheit macht offenbar wahnsinnig. Lebewesen brauchen Licht, um gut zu leben – alles andere ist ungesund. Sonst entstehen Bosheit und Verrat, bricht Vertrauen und Zusammenhalt.
Fiona sah hinunter in den Hof, wo Vinleif sich mit Skalbjarn, seinem Mimir, besprach. Hoffentlich hatte der Chieftain eine Ahnung, was los war… einen Plan, was zu tun war.
Denn er musste sich wieder beweisen, sich und die Richtigkeit von Argails Entschlüssen. Doch Dunkelheit wegzaubern konnte er nicht… Mimir war er nicht. Doch vielleicht konnte es Skalbjarn. Bestimmt sprachen die beiden auch darüber.
Fiona selbst aber hatte noch keinen Befehl erhalten… Also verbrachte sie die Zeit damit, selbst nach ihrer Meinung zu handeln. Sarahlain wollte mit ein paar Anderen jagen gehen, weil in der Feste nur wenig Fleisch gelagert war, und hat nach einem Trank gefragt, der sie in der Dunkelheit besser sehen lassen würde. Den Ahnen – und Jall – sei Dank, dass Fiona eine Mischung aus leicht zu beschaffenden Reagenzien kannte, die tatsächlich eine bessere Sicht bewirkte.
Wieder, wie in vergangener Zeit oft, verbrachte sie viele Stunden in der Kräuterküche und mischte ein ganzes Faß von dem Trank an… wie oft war sie mit Jall durch die Ebenen und Wälder von Fuachtero gestreift oder hatte ihm beim Brauen zugesehen. Er war neben ihrer Schwester die engste Vertrauensperson Fionas gewesen, ihr Lehrer, ihr zweiter Vater – und nun war er verschollen. Würde vielleicht nicht zurückkommen. Vielleicht.
Stattdessen war Vinleif nun der, der immer ein umsichtiges, authoritäres Auge auf sie hatte, wenn es ihre Schwester nicht konnte. Keine wirkliche Vertrauensperson. Der unbekannte Chieftain.
Er musste nun gegen etwas Unnatürliches ankommen; einen Feind, der schleichend zugrunde richten konnte, der Angst und Wahnsinn verbreiten konnte, auf dessen Seite die Zeit stand.
Und hinter Vinleif standen nur die Wenigsten der Anguren…
Plötzlich kam Skalbjarn herein, geschickt vom Chieftain: Fiona solle etwas mischen und sie würde schon wissen, was. Sie wird es wissen? Unsicher gab sie dem MacGjallar-Mimir einige Tränke zur Sicht in Dunkelheit mit zum Verteilen. Das brauchten die Anguren wohl eben am Dringensten… Doch sie wußte zu gut, dass Tränke zeitlich begrenzt waren; ebenso, wie ihre Hilfe gegen die „Plage“. Die Lösung des Problems musste komplexer sein – es betraf schließlich alle. Anguren, wie Nicht-Anguren.
Das war eindeutig eine Aufgabe für die Mimir nicht für Fiona.
…
Wo war Jall…?
Vielleicht.
Bestand Hoffnung?
"Misch'n, Fjona, misch'n!" rief sie sich selbst zur Ordnung und konzentrierte sich auf ihren Beitrag zum Kampf gegen die Dunkelheit.
Eigentlich.
Jede Nacht wurde es dunkel.
...
Doch warum hat DAS keiner kommen sehen?
Warum hat keiner gewusst, dass sich die Sonne verdunkeln würde?
Hatten die Ahnen den Mimir nichts gesagt, keinen von ihnen gewarnt?
Nicht dass die Anguren, die sich in der Feste zusammendrängten, keine langen Dunkelheiten gesehen hatten – die Nächte auf Scathlan und auf Fuachtero konnten durchaus lang sein.
Aber gar so viel Zeit nahmen sie nie in Anspruch… und so angsteinflößend waren sie auch nicht…
Dunkelheit macht Angst.
Und Angst schürt allerlei negative Emotionen – von Verzweiflung bis zu Hass.
Fiona spürte gerade Letzteres besonders deutlich. Sie war eine MacAgrona gewesen…
Nein, falsch, sie war immer noch eine! Zumindest pochte sie ständig darauf… und musste deshalb Ärger und Angst ertragen, die nun auf die Verbliebenen dieses Clans prasselten.
„Angur hat's linke Aug' g'schloss'n“… so’n Unsinn! 'R wird nua g'blendet sein, 's gibt sich wied'r.
„MacAgrona sin Schuld“… ni’t mehr w’e alle And’rn!
Dunkelheit macht offenbar wahnsinnig. Lebewesen brauchen Licht, um gut zu leben – alles andere ist ungesund. Sonst entstehen Bosheit und Verrat, bricht Vertrauen und Zusammenhalt.
Fiona sah hinunter in den Hof, wo Vinleif sich mit Skalbjarn, seinem Mimir, besprach. Hoffentlich hatte der Chieftain eine Ahnung, was los war… einen Plan, was zu tun war.
Denn er musste sich wieder beweisen, sich und die Richtigkeit von Argails Entschlüssen. Doch Dunkelheit wegzaubern konnte er nicht… Mimir war er nicht. Doch vielleicht konnte es Skalbjarn. Bestimmt sprachen die beiden auch darüber.
Fiona selbst aber hatte noch keinen Befehl erhalten… Also verbrachte sie die Zeit damit, selbst nach ihrer Meinung zu handeln. Sarahlain wollte mit ein paar Anderen jagen gehen, weil in der Feste nur wenig Fleisch gelagert war, und hat nach einem Trank gefragt, der sie in der Dunkelheit besser sehen lassen würde. Den Ahnen – und Jall – sei Dank, dass Fiona eine Mischung aus leicht zu beschaffenden Reagenzien kannte, die tatsächlich eine bessere Sicht bewirkte.
Wieder, wie in vergangener Zeit oft, verbrachte sie viele Stunden in der Kräuterküche und mischte ein ganzes Faß von dem Trank an… wie oft war sie mit Jall durch die Ebenen und Wälder von Fuachtero gestreift oder hatte ihm beim Brauen zugesehen. Er war neben ihrer Schwester die engste Vertrauensperson Fionas gewesen, ihr Lehrer, ihr zweiter Vater – und nun war er verschollen. Würde vielleicht nicht zurückkommen. Vielleicht.
Stattdessen war Vinleif nun der, der immer ein umsichtiges, authoritäres Auge auf sie hatte, wenn es ihre Schwester nicht konnte. Keine wirkliche Vertrauensperson. Der unbekannte Chieftain.
Er musste nun gegen etwas Unnatürliches ankommen; einen Feind, der schleichend zugrunde richten konnte, der Angst und Wahnsinn verbreiten konnte, auf dessen Seite die Zeit stand.
Und hinter Vinleif standen nur die Wenigsten der Anguren…
Plötzlich kam Skalbjarn herein, geschickt vom Chieftain: Fiona solle etwas mischen und sie würde schon wissen, was. Sie wird es wissen? Unsicher gab sie dem MacGjallar-Mimir einige Tränke zur Sicht in Dunkelheit mit zum Verteilen. Das brauchten die Anguren wohl eben am Dringensten… Doch sie wußte zu gut, dass Tränke zeitlich begrenzt waren; ebenso, wie ihre Hilfe gegen die „Plage“. Die Lösung des Problems musste komplexer sein – es betraf schließlich alle. Anguren, wie Nicht-Anguren.
Das war eindeutig eine Aufgabe für die Mimir nicht für Fiona.
…
Wo war Jall…?
Vielleicht.
Bestand Hoffnung?
"Misch'n, Fjona, misch'n!" rief sie sich selbst zur Ordnung und konzentrierte sich auf ihren Beitrag zum Kampf gegen die Dunkelheit.
-
Skalbjarn MacGjallar
Neben seinem Chieftain stand er auf dem Dach der Ruine in der sie ihr Lager aufgeschlagen hatten. Einst mußte es eine recht ansehnliche Grenzbefestigung gewesen sein, doch war sie nun dem Verfall und den Anguren anheim gefallen. Doch am heutigen Tage war dies nicht von Bedeutung.
Anfangs klangen die alten Überlieferungen noch plausibel, die davon erzählten, dass alle 50 oder 100 Winter Angur blinzelte und daher sein Auge für kurze Zeit geschlossen war. Doch öffnete es sich rasch wieder. Doch nicht so heute. Und so ließ er sich von der Besorgnis etwas anstecken, die die restlichen Anguren ergriff. Nach aussen war er natürlich darum bemüht, sich nichts anmerken zu lassen, doch im innern war Skalbjarn so aufgewühlt wie seit dem Tag als in der Alte mit sich genommen hatte nicht mehr.
Fast glücklich über die Gelegenheit sich zurück zu ziehen, machte er sich an die Ausführung von Vinleifs Aufträgen.
Es war nicht leicht Argail und Fiona die Botschaft zu überbringen und so mußte er sich nicht nur auf Vinleif sondern auch auf sein Amt, seine Aufgabe berufen um sich duch die MacAgronas zu schieben und den Beiden Vinleifs Anweisungen zu überbringen.
Danach zog er sich rasch in den Raum zurück, der wohl einst als Bad genutzt wurde. Die Tür wurde mit Vorhängen verhängt und eines der Kohlebecken aufgestellt und die Glut darin angefacht. Als die Glut heiß genug war, gab er etwas Räucherwerk aus seinem Beutel darauf. Der stechende, bewußtseinsöffnende Rauch stieg in dichten, weißen Wolken aus der Pfanne auf. Mit langsamen, tiefen Atemzügen sog er die Luft ein und stieß sie wieder aus. Hierbei beobachtete er die Muster, welche der Rauch auf dem Weg zur Decke zeichnete. Lange betrachtete er nachdenklich die Muster.
Eine geraume Zeit verging ehe er zu dem Entschluss gelangte, wie die anhaltende Finsternis, die Muster des Rauches und die unheimliche, bedrückende Stille der Wildnis zu deuten waren.
Entschlossen drückte er sich aus dem Schneidersitz nach oben und suchte den einzigen Vertreter seines Clans, seines Blutes im Lager auf.
"Hast lang' auf dich wart'n lass'n Skalbjarn"
"D' Zeich'n von d'n Ahn'n deut't m'n nicht leichtfert'g. Sollt'st doch wiss'n."
Missmutig brummte Vinleif seine Zustimmung und sah ihn fragend, fast fordernd an.
"Na eig'ntlich is's nicht v'rwund'rlich, wenn d'r Angur blinz'lt. D's passiert öft'rs...."
"Komm z'r Sach'!"
"'s war ney gut was i'h g'seh'n hab. 's könnt' 's End von d'r Welt sei. Aber d's is' ney sich'r. Aber vorbreit'n sollt m'r uns trozd'm"
Anfangs klangen die alten Überlieferungen noch plausibel, die davon erzählten, dass alle 50 oder 100 Winter Angur blinzelte und daher sein Auge für kurze Zeit geschlossen war. Doch öffnete es sich rasch wieder. Doch nicht so heute. Und so ließ er sich von der Besorgnis etwas anstecken, die die restlichen Anguren ergriff. Nach aussen war er natürlich darum bemüht, sich nichts anmerken zu lassen, doch im innern war Skalbjarn so aufgewühlt wie seit dem Tag als in der Alte mit sich genommen hatte nicht mehr.
Fast glücklich über die Gelegenheit sich zurück zu ziehen, machte er sich an die Ausführung von Vinleifs Aufträgen.
Es war nicht leicht Argail und Fiona die Botschaft zu überbringen und so mußte er sich nicht nur auf Vinleif sondern auch auf sein Amt, seine Aufgabe berufen um sich duch die MacAgronas zu schieben und den Beiden Vinleifs Anweisungen zu überbringen.
Danach zog er sich rasch in den Raum zurück, der wohl einst als Bad genutzt wurde. Die Tür wurde mit Vorhängen verhängt und eines der Kohlebecken aufgestellt und die Glut darin angefacht. Als die Glut heiß genug war, gab er etwas Räucherwerk aus seinem Beutel darauf. Der stechende, bewußtseinsöffnende Rauch stieg in dichten, weißen Wolken aus der Pfanne auf. Mit langsamen, tiefen Atemzügen sog er die Luft ein und stieß sie wieder aus. Hierbei beobachtete er die Muster, welche der Rauch auf dem Weg zur Decke zeichnete. Lange betrachtete er nachdenklich die Muster.
Eine geraume Zeit verging ehe er zu dem Entschluss gelangte, wie die anhaltende Finsternis, die Muster des Rauches und die unheimliche, bedrückende Stille der Wildnis zu deuten waren.
Entschlossen drückte er sich aus dem Schneidersitz nach oben und suchte den einzigen Vertreter seines Clans, seines Blutes im Lager auf.
"Hast lang' auf dich wart'n lass'n Skalbjarn"
"D' Zeich'n von d'n Ahn'n deut't m'n nicht leichtfert'g. Sollt'st doch wiss'n."
Missmutig brummte Vinleif seine Zustimmung und sah ihn fragend, fast fordernd an.
"Na eig'ntlich is's nicht v'rwund'rlich, wenn d'r Angur blinz'lt. D's passiert öft'rs...."
"Komm z'r Sach'!"
"'s war ney gut was i'h g'seh'n hab. 's könnt' 's End von d'r Welt sei. Aber d's is' ney sich'r. Aber vorbreit'n sollt m'r uns trozd'm"
-
Tithus Hemmel
Ad Astra - Zu den Sternen. Ein solcher Ritus ist in der Regel nicht dadurch hervorstechend dass es auf den Geist anstrengend wirkt. Die Jünger des Horteras sind vielmehr zu diesem Ritual bereit, um ihren Geist zu reinigen und wacher daraus hervorzugehen. Bruder Ernesto lehrte Titus diesen Ritus einst - auf diesem Wege erfuhr der dicke Priester auch seinen künftigen Weg - er half ihm die Schatten der Vergangenheit zu überwinden und damit auch seinen Lebensweg zu beschreiten.
Nun war er Hohepriester des Horteras. Sein Pfad mochte in gewisser Weise längst geendet haben, doch sein neuer Weg war schier endlos. Keine Zeit sich auf seinen lorbeeren auszuruhen. Er war der weltliche Wegweiser auf Erden und wenn er dereinst dahinscheiden würde würde ein Stern am Firmament erstrahlen - ihm zu ehren und in gewisser Weise war es dann seine Seele, die in Horteras' Namen den Weg half zu weisen.
Nun durften mehrere Personen daran Teil haben, sich von Geist und Zeit zu lösen und in die unendlichen Tiefen der Freiheit eintauchen - vielleicht war diese Erfahrung gerade für jemanden wie Janus befremdlich, doch sich vom Weltlichen zu Lösen und ein Stück Himmel zu erfahren war alles Andere als eine schlechte Erfahrung. Der Geist musste nur gelockert werden.
Zunächst musste Wildkraut mit Weihwasser besprenkelt werden, ehe es wieder trocknen würde. Auf die Weise würde die Nabelschnur zu Horteras gelegt - und nachdem man sich den berauschenden Rauch jener Pflanze einverleibt hatte war man bereit einzutauchen in die unendlichen Tiefen des Weltenraumes jenseits der Zeit.
Man fühlt in gewisser Weise wie die Gedanken zu einer Feder im Wind werden. Man schwebt im Nichts - zwischen unzähligen abertausenden von Sternen. Und da spielt Zeit wie sie auf Erden existent ist keine Rolle mehr. Es wird beinahe als Lächerlichkeit abgetan und die Urgewalt des Erschaffens wird hier nur all zu deutlich.
Avatare sind es, die den Himmel erleuchten. Gesandte Streiter des Horteras - dazu ausgesandt Zeichen zu senden und den Kindern Eluives den Weg zu weisen. Ein Zeichen des Wohlwollens Horteras, der stets Eluive, seine Schwester und ihr Werk, wenn auch distanziert, mit Zuneigung betrachtete in der Hoffnung, dereinst würde die Welt erkennen, dass keine strengen Gesetze notwendig seien um ein angenehmes Leben auf Erden zu führen. Titus erkannte es - und beschloss jenen Weg zu gehen um künftig in Horteras' Namen Freiheit zu verkünden.
Und Horteras erhörte die Sechs, die anwesend waren, um ihnen ein Zeichen zu geben, eine Hilfestellung. Doch sagte er auch, dass die Zeit noch nicht reif wäre, alle antworten zu erkennen. Die Zeit war gekommen, da die Kinder der Welt sich unter dem Sternenlicht einen sollten - und dass sie selbst nach Antworten suchen müssten. Ein guter Zug eines weisen Sehers. Denn die Menschen mussten ihre antworten selbst finden, und dies war gewissermaßen die Prüfung dafür.
Der Ursprung liegt in der Quelle der Gezeiten. - Was konnte er damit gemeint haben? Den Mond der die Sonne verdeckt? Wer weiß?
Wasser ist ein mächtiger Feind. Auch das war nicht zu überhören. Das Wasser würde besonders im Augenschein genommen werden.
Etwas Großes ist im Kommen. Die Welt stand vermutlich vor einem Scheideweg - und Titus war nicht der Einzige der einen baldigen Weltuntergang zu befürchten hatte.
Was planten die Götter nur? Oder vielmehr - was stimmte mit der Welt nicht? Wie lange würde die andauernde Dunkelheit noch andauern? Jeder Einzelne - die Heilerinnen Nuria und Taralea, der magier Janus, der Druide Kilyan und die beiden Sternenjünger Quintus und Titus würden sich jene Frage stellen müssen.
Und dann war da noch diese Blume - diese seltsame sich von Dunkelheit nährende Blume, wie es schien, allergisch gegen jedwede Berührung. Ein Omen? Ein Zeichen? ist das nicht ausgesprochen seltsam? Wer weiß? Die Zukunft birgt viele Geheimnisse, sie zu ergründen jedoch ist das oberste Ziel.
Die Lösung liegt in Vergangenem, forscht nicht im Kommenden. - Es wurde Zeit, Antworten zu suchen.
Nun war er Hohepriester des Horteras. Sein Pfad mochte in gewisser Weise längst geendet haben, doch sein neuer Weg war schier endlos. Keine Zeit sich auf seinen lorbeeren auszuruhen. Er war der weltliche Wegweiser auf Erden und wenn er dereinst dahinscheiden würde würde ein Stern am Firmament erstrahlen - ihm zu ehren und in gewisser Weise war es dann seine Seele, die in Horteras' Namen den Weg half zu weisen.
Nun durften mehrere Personen daran Teil haben, sich von Geist und Zeit zu lösen und in die unendlichen Tiefen der Freiheit eintauchen - vielleicht war diese Erfahrung gerade für jemanden wie Janus befremdlich, doch sich vom Weltlichen zu Lösen und ein Stück Himmel zu erfahren war alles Andere als eine schlechte Erfahrung. Der Geist musste nur gelockert werden.
Zunächst musste Wildkraut mit Weihwasser besprenkelt werden, ehe es wieder trocknen würde. Auf die Weise würde die Nabelschnur zu Horteras gelegt - und nachdem man sich den berauschenden Rauch jener Pflanze einverleibt hatte war man bereit einzutauchen in die unendlichen Tiefen des Weltenraumes jenseits der Zeit.
Man fühlt in gewisser Weise wie die Gedanken zu einer Feder im Wind werden. Man schwebt im Nichts - zwischen unzähligen abertausenden von Sternen. Und da spielt Zeit wie sie auf Erden existent ist keine Rolle mehr. Es wird beinahe als Lächerlichkeit abgetan und die Urgewalt des Erschaffens wird hier nur all zu deutlich.
Avatare sind es, die den Himmel erleuchten. Gesandte Streiter des Horteras - dazu ausgesandt Zeichen zu senden und den Kindern Eluives den Weg zu weisen. Ein Zeichen des Wohlwollens Horteras, der stets Eluive, seine Schwester und ihr Werk, wenn auch distanziert, mit Zuneigung betrachtete in der Hoffnung, dereinst würde die Welt erkennen, dass keine strengen Gesetze notwendig seien um ein angenehmes Leben auf Erden zu führen. Titus erkannte es - und beschloss jenen Weg zu gehen um künftig in Horteras' Namen Freiheit zu verkünden.
Und Horteras erhörte die Sechs, die anwesend waren, um ihnen ein Zeichen zu geben, eine Hilfestellung. Doch sagte er auch, dass die Zeit noch nicht reif wäre, alle antworten zu erkennen. Die Zeit war gekommen, da die Kinder der Welt sich unter dem Sternenlicht einen sollten - und dass sie selbst nach Antworten suchen müssten. Ein guter Zug eines weisen Sehers. Denn die Menschen mussten ihre antworten selbst finden, und dies war gewissermaßen die Prüfung dafür.
Der Ursprung liegt in der Quelle der Gezeiten. - Was konnte er damit gemeint haben? Den Mond der die Sonne verdeckt? Wer weiß?
Wasser ist ein mächtiger Feind. Auch das war nicht zu überhören. Das Wasser würde besonders im Augenschein genommen werden.
Etwas Großes ist im Kommen. Die Welt stand vermutlich vor einem Scheideweg - und Titus war nicht der Einzige der einen baldigen Weltuntergang zu befürchten hatte.
Was planten die Götter nur? Oder vielmehr - was stimmte mit der Welt nicht? Wie lange würde die andauernde Dunkelheit noch andauern? Jeder Einzelne - die Heilerinnen Nuria und Taralea, der magier Janus, der Druide Kilyan und die beiden Sternenjünger Quintus und Titus würden sich jene Frage stellen müssen.
Und dann war da noch diese Blume - diese seltsame sich von Dunkelheit nährende Blume, wie es schien, allergisch gegen jedwede Berührung. Ein Omen? Ein Zeichen? ist das nicht ausgesprochen seltsam? Wer weiß? Die Zukunft birgt viele Geheimnisse, sie zu ergründen jedoch ist das oberste Ziel.
Die Lösung liegt in Vergangenem, forscht nicht im Kommenden. - Es wurde Zeit, Antworten zu suchen.
-
Nuria Mondin
- Beiträge: 0
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Dass Magierrituale seltsam waren, hatte sie nun ja erfahren. Aber die Gefolgschaft von Horteras war scheinbar noch schräger drauf. Als sie an der Pfeife zog, rebellierte ihr Körper... es dauerte eine Weile, bis sie das Beißen im Hals mit Husten bekämpft hatte und ihre Augen nicht mehr tränten. Wahrscheinlich war sie einmal mehr etwas zu stürmisch an die Sache herangegangen. Aber was dann kam, was sie wahrnahm, war allemal ein paar Halsschmerzen wert. Sie war sich zwar nicht sicher ob sie einfach nur total von dem Kraut berauscht oder dies tatsächlich eine göttliche Offenbarung war, aber zumindest schienen die anderen das Gleiche zu spüren, wie sich im anschließenden Gespräch herausstellte. Doch viel Zeit blieb ihr zunächst nicht, darüber nachzugrübeln... zunächst war es Janus' Untersuchung der Pflanze, die mit dem für Magier zu typischen brachialen Ungeduld durchgeführt wurde. Sie konnte sich ein wenig Schadenfreude nicht erwehren, dass seine Versuche, der guten Pflanze ein Blatt zu rauben, vollkommen aussichtslos waren und ihm nicht mehr als ein paar Piekser in den Fingern und eine kräftige Scharte im Dolch einbrachten. Das Literaturstudium des Nachwuchses der Schwesternschaft war ebenso noch nicht allzu weit vorangeschritten... offensichtlich fehlte ihnen noch etwas Übung, die Dinge richtig einzuschätzen.
Doch als die Menschen gingen, folgte ein langes Gespräch mit ihrem elfischen Gast. Shalaryl hatte, wie sie es nannte, ihre Unterhaltungen im Anschluss an das Horteras- Ritual sowie Janus vergebliche Bemühungen an der Blume beobachtet und verzichtete vor Nuria nunmehr auf ihre unauffällige Vogelgestalt, um ein wenig elfischer an die Betrachtung der Blume heranzugehen. Sie stellte Fragen, die eindeutig auf mehr Sachkunde hinwiesen. Nach der Zirkulation des Wassers innerhalb der Blume zu verschiedenen Tag- und Nachtzeiten. Gemeinsam hatten sie über die möglichen Energiequellen der Blume noch eine Weile gefachsimpelt. Ob sie ein Insekt beobachtet hätte, welches an dem Nektar sich labte. Letzteres war ein guter Gedanke, sie würde am nächsten Tag darauf achten. Eine kleine Fliege ließ sich bei der Dunkelheit schnell übersehen, aber sie würde geduldig und wachsam sein. Sie waren dank des Wintereinbruchs zwar nicht mehr sehr zahlreich... aber man würde ja sehen. Zudem hatte sie begonnen, in den Sternensagen nach Antworten zu suchen... denn um welche Pflanze es sich handelte, da war sie sich nunmehr relativ sicher. Und genauso sagte ihr irgendwas in ihrem Gedächtnis, dass sie genau jenen Namen schon einmal gelesen und geschrieben hatte... eben als sie in den letzten Jahren sich die alten, zerschlissenen Bücher vornahm und sie ins Reine übertrug. Es blieb noch eine Menge zu tun in den nächsten Tagen... und wenn sie ihr Bauchgefühl nicht täuschte, würde das Gewächs im Vorgarten, Dunkelheit und verunsicherte Tiere nicht das einzige Problem bleiben.
Doch als die Menschen gingen, folgte ein langes Gespräch mit ihrem elfischen Gast. Shalaryl hatte, wie sie es nannte, ihre Unterhaltungen im Anschluss an das Horteras- Ritual sowie Janus vergebliche Bemühungen an der Blume beobachtet und verzichtete vor Nuria nunmehr auf ihre unauffällige Vogelgestalt, um ein wenig elfischer an die Betrachtung der Blume heranzugehen. Sie stellte Fragen, die eindeutig auf mehr Sachkunde hinwiesen. Nach der Zirkulation des Wassers innerhalb der Blume zu verschiedenen Tag- und Nachtzeiten. Gemeinsam hatten sie über die möglichen Energiequellen der Blume noch eine Weile gefachsimpelt. Ob sie ein Insekt beobachtet hätte, welches an dem Nektar sich labte. Letzteres war ein guter Gedanke, sie würde am nächsten Tag darauf achten. Eine kleine Fliege ließ sich bei der Dunkelheit schnell übersehen, aber sie würde geduldig und wachsam sein. Sie waren dank des Wintereinbruchs zwar nicht mehr sehr zahlreich... aber man würde ja sehen. Zudem hatte sie begonnen, in den Sternensagen nach Antworten zu suchen... denn um welche Pflanze es sich handelte, da war sie sich nunmehr relativ sicher. Und genauso sagte ihr irgendwas in ihrem Gedächtnis, dass sie genau jenen Namen schon einmal gelesen und geschrieben hatte... eben als sie in den letzten Jahren sich die alten, zerschlissenen Bücher vornahm und sie ins Reine übertrug. Es blieb noch eine Menge zu tun in den nächsten Tagen... und wenn sie ihr Bauchgefühl nicht täuschte, würde das Gewächs im Vorgarten, Dunkelheit und verunsicherte Tiere nicht das einzige Problem bleiben.
-
Der Erzähler
Dunkel und kalt ist die Welt. Menschen, Tiere, Pflanzen, alle bekommen das Fehlen der lebensspendenden Sonne gleichermaßen zu spüren. Manche leiden mehr, andere kommen besser damit zurecht.
Doch es gibt Wesen, denen eben jener Umstand zu neuer Kraft verhilft. Die Kreaturen der Dunkelheit sind es, die mehr und mehr von Energie befüllt werden. Gerade jene, die in den Höhlen hausen, wagen sich nun nach vorne, werden vom Lied des Mondes förmlich gerufen.
Die erste knorrige Hand streckt sich aus dem Loch, fauliges Fleisch bahnt sich seinen Weg an die Oberfläche. Gequältes Stöhnen hallt durch die anhaltende Nacht, bedrohlich funkeln rote Augen in der Dunkelheit. Sie erheben sich aus ihren Gräbern, befreien sich aus ihrem Gefängnis. Manch boshafte Gestalt wird versuchen, sich ihrer zu bemächtigen und ihren Rachedurst zu eigenen Zwecken zu lenken.
Sie kommen, Kinder der Göttin, verteidigt Euch!
Doch es gibt Wesen, denen eben jener Umstand zu neuer Kraft verhilft. Die Kreaturen der Dunkelheit sind es, die mehr und mehr von Energie befüllt werden. Gerade jene, die in den Höhlen hausen, wagen sich nun nach vorne, werden vom Lied des Mondes förmlich gerufen.
Die erste knorrige Hand streckt sich aus dem Loch, fauliges Fleisch bahnt sich seinen Weg an die Oberfläche. Gequältes Stöhnen hallt durch die anhaltende Nacht, bedrohlich funkeln rote Augen in der Dunkelheit. Sie erheben sich aus ihren Gräbern, befreien sich aus ihrem Gefängnis. Manch boshafte Gestalt wird versuchen, sich ihrer zu bemächtigen und ihren Rachedurst zu eigenen Zwecken zu lenken.
Sie kommen, Kinder der Göttin, verteidigt Euch!
-
Helmine Corrado
- Beiträge: 0
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Es war spät am Abend als die kleine zierliche Helmine in die Herberge von der Dame Jepp ging. Sie wollte sie besuchen um zu erfahren, ob sie noch irgendetwas benötigt für ihre Herberge. Da es aber der Dame Jepp nicht gut erging, verließ sie mit dem Herr Cedric die Herberge. Nun saß sie dort mit einem Tiefländer Namens Sigfastr aus dem Hause Bunjam. Noch einige Worte haben sie gewechselt, als sie sich von den Stühlen erhebte, die Laternen ausmachten und die Türe feste aber leise schlossen. Sie standen nun beide auf dem Weg vor der Herberge als ein ziemlicher verwester Geruch in ihre Nase kam. Ein lautes Stöhnen erfolgt zugleich welches aus dem Wald der in der Nähe ist, her raus kam. Einige Bürger versammelten sich dann auf dem Weg. Die Bürger die Helmine kannte waren, Arenvir van Tilianas und Janus Aethra. Die anderen Bürger kannte sie nicht mit dem Namen , aber alle näherten sich langsam dem Wald, als Herr Tilianas sagte: Untote Wesen. Fragend war ihr blick als sie dies hörte, da Helmine bisher noch keine Kreaturen sah, geschweige Untote Wesen. Sie bestanden nur aus Knochen, aber sie bewegten sich fort und hatten Schwerter in ihren Händen.
In ihrem Verstand stellten sich einige Fragen,woher kommen diese Kreaturen, was bewegte sie fort und aus welchen Gründen kommen sie aus diesem Loch dort
Die Bürger rüsteten sich und gingen in den Kampf, aufzuhalten war er nicht da die Untoten Wesen immer näher auf die Bürger zugingen und auf Bajard. Helmine, die erst seit drei Monden zum Klerus der Mutter gehörte betete leise und versuchte so den Bürger zu helfen. Ihre Gebete wurden erhört aber es raubte die Kraft von Helmine. Je mehr Gebete sie sprach um den Bürger zu helfen, um so mehr Kraft kostete sie es. Nach einiger Zeit war die erste Armee der Untoten zurück geschlagen.
Schweißperlen befanden sich auf der Stirn von Helmine, laut und schnell war ihr Atem. Sie konnte sich nicht mehr halten und fiel mit dem Hinterteil auf den Boden. Sigfastr half ihr dann auf und sie setzte sich erstmal zu dem Felsen der sich in der Nähe befand um zu Kräften zu kommen. Bei der weiteren Armee der Untoten konnte sie nicht mehr helfen und sie musste zuschauen wie die Bürger kämpften, aber siegreich war es. Nachdem der Kampf vorbei war, erhebte sich Helmine mit wackeligen Beinen, verabschiedete sich kurz von Sigfastr eher sie sich aufmachte zum Kloster.
Dort angekommen, sagte sie mit erschöpfter Stimme einem Diener des Klosters Bescheid er solle die Eminenz Lefar aufsuchen und ihr folgende Worte sagen... Bajard, Untote Wesen, aus Mitgefühl den Bürgern geholfen eher sie in einem Gemach verschwand.
In ihrem Verstand stellten sich einige Fragen,woher kommen diese Kreaturen, was bewegte sie fort und aus welchen Gründen kommen sie aus diesem Loch dort
Die Bürger rüsteten sich und gingen in den Kampf, aufzuhalten war er nicht da die Untoten Wesen immer näher auf die Bürger zugingen und auf Bajard. Helmine, die erst seit drei Monden zum Klerus der Mutter gehörte betete leise und versuchte so den Bürger zu helfen. Ihre Gebete wurden erhört aber es raubte die Kraft von Helmine. Je mehr Gebete sie sprach um den Bürger zu helfen, um so mehr Kraft kostete sie es. Nach einiger Zeit war die erste Armee der Untoten zurück geschlagen.
Schweißperlen befanden sich auf der Stirn von Helmine, laut und schnell war ihr Atem. Sie konnte sich nicht mehr halten und fiel mit dem Hinterteil auf den Boden. Sigfastr half ihr dann auf und sie setzte sich erstmal zu dem Felsen der sich in der Nähe befand um zu Kräften zu kommen. Bei der weiteren Armee der Untoten konnte sie nicht mehr helfen und sie musste zuschauen wie die Bürger kämpften, aber siegreich war es. Nachdem der Kampf vorbei war, erhebte sich Helmine mit wackeligen Beinen, verabschiedete sich kurz von Sigfastr eher sie sich aufmachte zum Kloster.
Dort angekommen, sagte sie mit erschöpfter Stimme einem Diener des Klosters Bescheid er solle die Eminenz Lefar aufsuchen und ihr folgende Worte sagen... Bajard, Untote Wesen, aus Mitgefühl den Bürgern geholfen eher sie in einem Gemach verschwand.
Zuletzt geändert von Helmine Corrado am Samstag 22. November 2008, 08:19, insgesamt 3-mal geändert.
-
Taralea Mirrosil
- Beiträge: 0
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Es war zu erwarten gewesen. Doch dies machte die Sache nicht unbedingt besser. Insgeheim hatte Taralea gehofft, die Kreaturen der Dunkelheit hätten ein wenig länger gebraucht um die Veränderungen an der Oberfläche zu bemerken. Nun aber hatten sie ihre Hände nach dem Land ausgestreckt, das ihnen so lange verwehrt geblieben war.
Der Nachdruck, mit dem die Untoten, Skelette und weitere Unwesen aus den Höhlen gedrungen war, ließ eine Ahnung aufkommen, was sie in der kommenden Zeit zu erwarten hatten.
Vorsorglich hatten die Schwestern begonnen, ihre Vorräte an Wundsalben und Heilkräutern aufzustocken, das Lager wurde ohne Rücksicht auf Verluste geplündert. Verbände wurden zurecht geschnitten und mit heilungsfördernden Tinkturen vorbehandelt. Nicht zu vergessen die Herstellung von Nachtsichttropfen. Der Bedarf war rapide gestiegen.
Wenn nun die Menschen gezwungen waren, ihre Häuser und Familien mit Gewalt zu verteidigen, würde es nicht mehr lange dauern, bis sich die Verletzungen häuften. Soviel zum praktischen Teil.
Viel mehr aber beschäftigte Taralea das Ergebnis dieses lustigen Rituals. Sie hätte diese Erfahrung lieber unter anderen Umständen gemacht, doch es tat dem keinen Abbruch, dass es ein faszinierendes Erlebnis gewesen war. Bevorzugten die Schwestern einen klaren Kopf bei ihren Ritualen, schien es bei Horteras wichtig zu sein, sich von dem Hier und Jetzt zu lösen. Dennoch waren ihr die Worte des Priesters noch gut in Erinnerung: Der Schlüssel liegt im Vergangenen. Naja, Vergangenes hatte die Schwesternschaft genug im Angebot, außer ihr und Nuria hatte wohl kaum jemand eine Vorstellung, wie weit die Aufzeichnungen ihrer Vorfahren zurückreichen. Traditionsgemäß führten sie Aufzeichnungen über das, was die Welt bewegt hatte. Auch Nuria und sie hatten damit begonnen, für die nachfolgenden Generationen die Geschehnisse festzuhalten.
Vielleicht war tatsächlich etwas darin zu finden und sei es noch so ein kleiner Hinweis, der zuvor unwichtig erschien. Sie würde also ein weiteres Mal die Bücher wälzen. Viel mehr konnte sie im Moment sowieso nicht tun...
Der Nachdruck, mit dem die Untoten, Skelette und weitere Unwesen aus den Höhlen gedrungen war, ließ eine Ahnung aufkommen, was sie in der kommenden Zeit zu erwarten hatten.
Vorsorglich hatten die Schwestern begonnen, ihre Vorräte an Wundsalben und Heilkräutern aufzustocken, das Lager wurde ohne Rücksicht auf Verluste geplündert. Verbände wurden zurecht geschnitten und mit heilungsfördernden Tinkturen vorbehandelt. Nicht zu vergessen die Herstellung von Nachtsichttropfen. Der Bedarf war rapide gestiegen.
Wenn nun die Menschen gezwungen waren, ihre Häuser und Familien mit Gewalt zu verteidigen, würde es nicht mehr lange dauern, bis sich die Verletzungen häuften. Soviel zum praktischen Teil.
Viel mehr aber beschäftigte Taralea das Ergebnis dieses lustigen Rituals. Sie hätte diese Erfahrung lieber unter anderen Umständen gemacht, doch es tat dem keinen Abbruch, dass es ein faszinierendes Erlebnis gewesen war. Bevorzugten die Schwestern einen klaren Kopf bei ihren Ritualen, schien es bei Horteras wichtig zu sein, sich von dem Hier und Jetzt zu lösen. Dennoch waren ihr die Worte des Priesters noch gut in Erinnerung: Der Schlüssel liegt im Vergangenen. Naja, Vergangenes hatte die Schwesternschaft genug im Angebot, außer ihr und Nuria hatte wohl kaum jemand eine Vorstellung, wie weit die Aufzeichnungen ihrer Vorfahren zurückreichen. Traditionsgemäß führten sie Aufzeichnungen über das, was die Welt bewegt hatte. Auch Nuria und sie hatten damit begonnen, für die nachfolgenden Generationen die Geschehnisse festzuhalten.
Vielleicht war tatsächlich etwas darin zu finden und sei es noch so ein kleiner Hinweis, der zuvor unwichtig erschien. Sie würde also ein weiteres Mal die Bücher wälzen. Viel mehr konnte sie im Moment sowieso nicht tun...
-
Nuria Mondin
- Beiträge: 0
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Mit einem leichten Seufzen machte sie einen weiteren Eintrag in das kleine Büchlein, welches sie nunmehr mit sich herumschleppte. Beschriftet hatte sie es mit "Naturbeobachtungen". Darin war allerdings akribisch jede Unstimmigkeit oder neue Information mit einem Stichpunkt als Gedächtnisstütze notiert.
"Durchgang Untotenheer SK Gang rechts."
Sie seufzte leise. Sie war Shalaryl in die Kavernen gefolgt, als die Menschen mal wieder meinten, sich untereinander streiten zu müssen, als dem Ursprung des Heeres aus Knochen und faulem Fleisch auf den Grund zu gehen. Und sie hatten tatsächlich jenen Durchgang gefunden, welches das ungemütliche Heer genutzt hatte. Am liebsten hätten die beiden Frauen jenen versiegelt, doch wäre dafür einiger Aufwand nötig und die dafür nötige Zeit wollte sie lieber darauf verwendet, der Ursache auf den Grund zu gehen, statt an den Symptomen herumzudoktorn.
Sie blickte nachdenklich auf den vorherigen Eintrag.
Fruchtfliege + L-Nektar = Verpuffen in Lichtblitz.
Den halben Tag hatte sie vor der verdammten Blume gehockt, bis sich endlich ein Insekt erbarmte, freiwillig das Versuchskaninchen zu spielen. Und was war das Ergebnis: Besser nicht trinken. Na toll. Welche Macht der Nektar sonst noch hatte und was man am klügsten mit ihm anstellte, das war ihr noch so gar nicht klar. Aber die Warnung war deutlich: Frohes Herumexperimentieren dürfte höchstwahrscheinlich mindestens mit schweren Verletzungen enden. Sie blickte zurück auf die lange Bücherwand hinter sich und seufzte. Es lag noch ein gutes Stück Arbeit vor ihnen.
"Durchgang Untotenheer SK Gang rechts."
Sie seufzte leise. Sie war Shalaryl in die Kavernen gefolgt, als die Menschen mal wieder meinten, sich untereinander streiten zu müssen, als dem Ursprung des Heeres aus Knochen und faulem Fleisch auf den Grund zu gehen. Und sie hatten tatsächlich jenen Durchgang gefunden, welches das ungemütliche Heer genutzt hatte. Am liebsten hätten die beiden Frauen jenen versiegelt, doch wäre dafür einiger Aufwand nötig und die dafür nötige Zeit wollte sie lieber darauf verwendet, der Ursache auf den Grund zu gehen, statt an den Symptomen herumzudoktorn.
Sie blickte nachdenklich auf den vorherigen Eintrag.
Fruchtfliege + L-Nektar = Verpuffen in Lichtblitz.
Den halben Tag hatte sie vor der verdammten Blume gehockt, bis sich endlich ein Insekt erbarmte, freiwillig das Versuchskaninchen zu spielen. Und was war das Ergebnis: Besser nicht trinken. Na toll. Welche Macht der Nektar sonst noch hatte und was man am klügsten mit ihm anstellte, das war ihr noch so gar nicht klar. Aber die Warnung war deutlich: Frohes Herumexperimentieren dürfte höchstwahrscheinlich mindestens mit schweren Verletzungen enden. Sie blickte zurück auf die lange Bücherwand hinter sich und seufzte. Es lag noch ein gutes Stück Arbeit vor ihnen.
- Malachai Schwarzmourne
- Beiträge: 1606
- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Was geschieht mit ihm?
Diese Dunkelheit, sie vernebelt seinen Verstand, sie lässt ihn die Kontrolle seine Körpers verlieren...ein Verlust zur Realität, lässt ihn Dinge tun, Dinge, die er träumt, wo er denkt, er träumt...doch es geschieht.
Welch Wahnsinn hat ihn befasst, was macht sein Körper, dass er so auf diese Finsternis reagiert, sich an ihr nährt und stärkt, als würde eine Dunkle, tief verborgene Seite die Oberhand gewinnen.
Doch wie war das Möglich?
Wie sollte es gehen...warum nur...verlor er den Verstand?
Warum pochte sein Herz aufgeregt, während sein Geist voller Unmut sich dieser Gefahr entgegen stellte...warum nur?
Diese Dunkelheit, sie vernebelt seinen Verstand, sie lässt ihn die Kontrolle seine Körpers verlieren...ein Verlust zur Realität, lässt ihn Dinge tun, Dinge, die er träumt, wo er denkt, er träumt...doch es geschieht.
Welch Wahnsinn hat ihn befasst, was macht sein Körper, dass er so auf diese Finsternis reagiert, sich an ihr nährt und stärkt, als würde eine Dunkle, tief verborgene Seite die Oberhand gewinnen.
Doch wie war das Möglich?
Wie sollte es gehen...warum nur...verlor er den Verstand?
Warum pochte sein Herz aufgeregt, während sein Geist voller Unmut sich dieser Gefahr entgegen stellte...warum nur?
[img]http://www.bilder-upload.eu/upload/6f34ff-1435746730.gif[/img]
-
Janus Aethra
Dunkelheit.
Fluch für diejenigen, die sich an die wärmenden und schützenden Strahlen der Sonne zu sehr gewöhnt hatten...doch Segen für die, die in der Lage waren die Dunkelheit für sich zu nutzen.
Der Wind wurde kälter und kälter. Nicht nur, weil der Winter nahte - nein. Das fehlende Licht der Sonne machte sich bemerkbar. Ob Mensch, Tier oder Pflanze - die Dunkelheit nagte an allem, das Leben in sich trug. Doch waren da auch noch diejenigen, die ohne Leben waren...
Es begann, als sie, Taralea, Nuria und Janus gerade auf den Dorfeingang Bajards zusteuerten, als sich etwas Fremdes, etwas Böses in die Laute der von der ewigen Nacht verwirrten Waldtiere schlich und der eisige Wind einen fauligen Geruch mit sich führte. Janus kniff die Augen zusammen und spähte mit durchdringendem Blick durch die Dunkelheit. Die Laute, das dumpfe Knacken und Stöhnen, war unklar, der Ursprung kaum auszumachen, doch hatte nicht nur er ihre Präsenz wahrgenommen. Die Menschen, die sich auf der Straße vor Bajard versammelt hatten, blickten teils wachsam, teils ängstlich, teils gar panisch um sich. Das spärliche Licht der Fackeln und Laternen reichte kaum aus, um die Umgebung ausreichend zu erhellen und das zu erkennen, was sich aus Richtung der Sumpfkavernen annäherte. Nur die Wenigsten sahen, wie sich die halb verwesten, wankenden ehemals-Menschen aus der Höhle erhoben und neues Land auskundschafteten... Land, das nicht mehr unter dem Schutz der von ihnen verhassten Sonne lag. Land, das der Horde aus Toten nichts mehr entgegen zu setzen vermochte.
„Sie dringen aus ihren Höhlen hervor! „
So oder so ähnlich waren die Schreie, die ertönten, als bereits das Geräusch von schleifendem Metall das Ziehen von Schwertern und Schildern ankündigte...
Der Kampf dauerte lang; Immer wieder strömten neue Skelette wie Ratten aus einem Nest an die Oberfläche und gingen auf die Menschen los. Das Schlachtfeld wurde in ein wildes Spiel aus Lichtern und Geräuschen getaucht, als flammende Säulen aus dem Boden schießen, herbeigerufene und beschworene Wesen den Kräften der Magier und Priester entsprangen und die Schwertrecken den Unwesen trotzten. Und nach langer Zeit des Kampfes fand man sich in einem Meer aus Knochen und faulenden Körperteilen wieder.
Die Gesichter der Umstehenden zeugten von Schrecken und Erschöpfung, und ein jeder ahnte, auch wenn die Schlacht gewonnen war, so war dies doch nur der Beginn von Größerem gewesen.
Man würde sich vorbereiten...
Fluch für diejenigen, die sich an die wärmenden und schützenden Strahlen der Sonne zu sehr gewöhnt hatten...doch Segen für die, die in der Lage waren die Dunkelheit für sich zu nutzen.
Der Wind wurde kälter und kälter. Nicht nur, weil der Winter nahte - nein. Das fehlende Licht der Sonne machte sich bemerkbar. Ob Mensch, Tier oder Pflanze - die Dunkelheit nagte an allem, das Leben in sich trug. Doch waren da auch noch diejenigen, die ohne Leben waren...
Es begann, als sie, Taralea, Nuria und Janus gerade auf den Dorfeingang Bajards zusteuerten, als sich etwas Fremdes, etwas Böses in die Laute der von der ewigen Nacht verwirrten Waldtiere schlich und der eisige Wind einen fauligen Geruch mit sich führte. Janus kniff die Augen zusammen und spähte mit durchdringendem Blick durch die Dunkelheit. Die Laute, das dumpfe Knacken und Stöhnen, war unklar, der Ursprung kaum auszumachen, doch hatte nicht nur er ihre Präsenz wahrgenommen. Die Menschen, die sich auf der Straße vor Bajard versammelt hatten, blickten teils wachsam, teils ängstlich, teils gar panisch um sich. Das spärliche Licht der Fackeln und Laternen reichte kaum aus, um die Umgebung ausreichend zu erhellen und das zu erkennen, was sich aus Richtung der Sumpfkavernen annäherte. Nur die Wenigsten sahen, wie sich die halb verwesten, wankenden ehemals-Menschen aus der Höhle erhoben und neues Land auskundschafteten... Land, das nicht mehr unter dem Schutz der von ihnen verhassten Sonne lag. Land, das der Horde aus Toten nichts mehr entgegen zu setzen vermochte.
„Sie dringen aus ihren Höhlen hervor! „
So oder so ähnlich waren die Schreie, die ertönten, als bereits das Geräusch von schleifendem Metall das Ziehen von Schwertern und Schildern ankündigte...
Der Kampf dauerte lang; Immer wieder strömten neue Skelette wie Ratten aus einem Nest an die Oberfläche und gingen auf die Menschen los. Das Schlachtfeld wurde in ein wildes Spiel aus Lichtern und Geräuschen getaucht, als flammende Säulen aus dem Boden schießen, herbeigerufene und beschworene Wesen den Kräften der Magier und Priester entsprangen und die Schwertrecken den Unwesen trotzten. Und nach langer Zeit des Kampfes fand man sich in einem Meer aus Knochen und faulenden Körperteilen wieder.
Die Gesichter der Umstehenden zeugten von Schrecken und Erschöpfung, und ein jeder ahnte, auch wenn die Schlacht gewonnen war, so war dies doch nur der Beginn von Größerem gewesen.
Man würde sich vorbereiten...
-
Sardok Telkontar
Der Funkelnde stern ueber dem Stab des alten Priesters, wurde immer schwaecher und verlor immer mehr an Farbe. Es lag einfach an dieser nie gesaettigten Dunkelheit, die alles und Jeden einfach verschlingt.
Doch was ist der Grung fuer diese immer weiter bestehende Dunkelheit? Und was passiert mit den Bewohnern des Waldes, und den Menschen auf den Friedhoefen, die eigendlich bis in alle zeit ruhen wollten.
Sardok bekuemmerte es stark, was zu solch duesterer Zeit auf Gerimor vorging und er wollte es einfach nicht warhaben. Die Menschen in Bajard, waren aengstlich und schienen nicht mit der Dunkelheit zurecht zu kommen. Doch viel konnte man dagegen bis jetzt noch immer nicht tun.
Der alte Priester packte seinen Stab etwas fester, und beschloss sich auf einen Berg zu begeben. Berge sind immer mit dem Wind Eluives bestroemt, und der Ruhe des Cirmias. Zudem ist man dem Sternvater so am nahesten.
Doch der Weg der zum Gipfel des Berges fuehrte war noch duesterer als alles andere was man bis jetzt sehen konnte. Der Stern der den Stab des Priester Fazierte, funkelte aus aller kraft... vergebens. Es war wie eine Dunkle Quelle. Doch es hielt den Willenstarken alten Mann nicht davon ab, den Weg weiter zu wandern, bis er sein Ziel erreicht hatte und den Gipfel erklungen.
Es dauerte seine Zeit.. Doch nach einem gutem Fußmarsch erreichte er dann schliesslich die Berge.
Es ist still hier Oben. Man hoert weit und breit nichts, ausser den Wind.
Es ist beruhigend hier zu sitzen... Und ich hoffe, dass ich hier einen weiteren Hinweis auf die Dunkelheit finde.
So begann Sardok ein paar Goetzen aus dem Rucksack zu holen, und sie neben sich auf zu stellen. Dann fuellte er seinen "Meditation´s" Tabback in die Pfeife und machte es sich so gut es geht gemuetlich. Dann schloss er die Augen und begann wieder mit einem Ritual, was diesmal mehr sagen sollte als "nichts".
Horteras.. Erhoere mich. Ich spreche zu dir um Rat zu suchen.
Rat der mir in dieser Dunklen Stunde weiterhelfen kann.
Deine Juenger und anhaenger, werden immer ungeduldiger, und die Sterne sind nicht mehr zu sehen.
Es scheint, als waerest du auch verschlungen.. Von der Dunkelheit, denn ich bekomme seid geraumer Zeit, kein einziges Zeichen mehr.
Erhoere mich Sternen Vater und erhelle meine Sicht, um weiterhin in der Dunkelheit zu Forschen.
Dein Stern den du mir gabst, um die Sicht zu erleichtern scheint erschoepft, und er kann sich nicht mehr Lange halten. Die Dunkelheit macht ihm Schwer zu schaffen. So gib mir ein zeichen, durch die Dunkelheit und weise mich auf die Ursache hin. Denn sonst werden uns die schoenen Sterne sowie der Mond noch lange verborgen bleiben.
Dann oeffnete er die Augen. Es war ein befriedigendes gefuehl, sich an einem solchen Platz dem Sternvater zu widmen. Und Sardok war der Meinung, dass er ihn von dem Gipfel aus besser erreichen konnte.
Doch was ist der Grung fuer diese immer weiter bestehende Dunkelheit? Und was passiert mit den Bewohnern des Waldes, und den Menschen auf den Friedhoefen, die eigendlich bis in alle zeit ruhen wollten.
Sardok bekuemmerte es stark, was zu solch duesterer Zeit auf Gerimor vorging und er wollte es einfach nicht warhaben. Die Menschen in Bajard, waren aengstlich und schienen nicht mit der Dunkelheit zurecht zu kommen. Doch viel konnte man dagegen bis jetzt noch immer nicht tun.
Der alte Priester packte seinen Stab etwas fester, und beschloss sich auf einen Berg zu begeben. Berge sind immer mit dem Wind Eluives bestroemt, und der Ruhe des Cirmias. Zudem ist man dem Sternvater so am nahesten.
Doch der Weg der zum Gipfel des Berges fuehrte war noch duesterer als alles andere was man bis jetzt sehen konnte. Der Stern der den Stab des Priester Fazierte, funkelte aus aller kraft... vergebens. Es war wie eine Dunkle Quelle. Doch es hielt den Willenstarken alten Mann nicht davon ab, den Weg weiter zu wandern, bis er sein Ziel erreicht hatte und den Gipfel erklungen.
Es dauerte seine Zeit.. Doch nach einem gutem Fußmarsch erreichte er dann schliesslich die Berge.
Es ist still hier Oben. Man hoert weit und breit nichts, ausser den Wind.
Es ist beruhigend hier zu sitzen... Und ich hoffe, dass ich hier einen weiteren Hinweis auf die Dunkelheit finde.
So begann Sardok ein paar Goetzen aus dem Rucksack zu holen, und sie neben sich auf zu stellen. Dann fuellte er seinen "Meditation´s" Tabback in die Pfeife und machte es sich so gut es geht gemuetlich. Dann schloss er die Augen und begann wieder mit einem Ritual, was diesmal mehr sagen sollte als "nichts".
Horteras.. Erhoere mich. Ich spreche zu dir um Rat zu suchen.
Rat der mir in dieser Dunklen Stunde weiterhelfen kann.
Deine Juenger und anhaenger, werden immer ungeduldiger, und die Sterne sind nicht mehr zu sehen.
Es scheint, als waerest du auch verschlungen.. Von der Dunkelheit, denn ich bekomme seid geraumer Zeit, kein einziges Zeichen mehr.
Erhoere mich Sternen Vater und erhelle meine Sicht, um weiterhin in der Dunkelheit zu Forschen.
Dein Stern den du mir gabst, um die Sicht zu erleichtern scheint erschoepft, und er kann sich nicht mehr Lange halten. Die Dunkelheit macht ihm Schwer zu schaffen. So gib mir ein zeichen, durch die Dunkelheit und weise mich auf die Ursache hin. Denn sonst werden uns die schoenen Sterne sowie der Mond noch lange verborgen bleiben.
Dann oeffnete er die Augen. Es war ein befriedigendes gefuehl, sich an einem solchen Platz dem Sternvater zu widmen. Und Sardok war der Meinung, dass er ihn von dem Gipfel aus besser erreichen konnte.
Zuletzt geändert von Sardok Telkontar am Samstag 22. November 2008, 14:15, insgesamt 1-mal geändert.
-
Tithus Hemmel
Es war ja beinahe voraushzusehen, dass diese Kreaturen aus ihren Höhlen kamen. So gesehen war der dicke Hohepriester keinesfalls überrumpelt. Es war nur zum Mäuse melken, wenn man bedachte, dass die Rabenbrut mit Sicherheit dahinterstecken würde. Doch so oder so begann Titus sich immer mehr zu fragen, ob eine anstehende Bürgermeisterwahl hier in Bajard sinnvoll wäre. Nunja, er würde sich ohnehin keinesfalls aufstellen lassen, obgleich das Drängen Einiger immer lauter wurde. Wozu sollte das gut sein? Nein! Es galt, Bajard zu schützen, nicht zuu führen, und darauf besann Titus sich einstweilen, obgleich seine Arbeit immer drdrückender wurde.
Der gestrige Abend zeigte ihm eines auf - er konnte keine 10 Schritt tun, ohne dass ihn nicht jemand aufhalten würde und etwas von ihm verlangte oder wollte. Trost galt es zu spenden - nachvollziehbar, weshalb Titus auch jedes Mal inne hielt und den menschen Gehör schenkte. Was onnte man auch Anderes tun in dieser schweren Zeit.
Doch dieser Fanatismus dieser neuen schwarzgekleideten Kerle, die in Bajard auftauchten beunruhigte Titus. Sie waren auf ihre Art gefährlich. Gleich wer sich diesen Schwachsinn ausdachte, in jedem Fall waren sie alles Andere als sympathisch.
Davon mal abgesehen brauchte Titus nun dringend Hilfe, und er hoffte, wenn schon die Kirche Temoras scheinbar kein wirkliches Interesse daran zu zeigen schien, dass ihre Eminenz, Sanyarin Lefar mehr zu dieser Thematik beisteuern konnte. Die Antworten kannte sie. Mehr wusste man kaum, doch aus Dunkelheit und Schatten geht auch Licht hervor, und damit waren Namen Bekannt. Namen einiger Weniger, welche sich bereit erklärten, die Welt vor dem kommenden Übel zu schützen.
Taralea, Nuria, Janus, Kilyan, Sardok, Quintus, Arenvir, Alindra, Titus
Nein Menschen im kampf gegen das Unheil. Würden sie etwas erreichen können?
Der gestrige Abend zeigte ihm eines auf - er konnte keine 10 Schritt tun, ohne dass ihn nicht jemand aufhalten würde und etwas von ihm verlangte oder wollte. Trost galt es zu spenden - nachvollziehbar, weshalb Titus auch jedes Mal inne hielt und den menschen Gehör schenkte. Was onnte man auch Anderes tun in dieser schweren Zeit.
Doch dieser Fanatismus dieser neuen schwarzgekleideten Kerle, die in Bajard auftauchten beunruhigte Titus. Sie waren auf ihre Art gefährlich. Gleich wer sich diesen Schwachsinn ausdachte, in jedem Fall waren sie alles Andere als sympathisch.
Davon mal abgesehen brauchte Titus nun dringend Hilfe, und er hoffte, wenn schon die Kirche Temoras scheinbar kein wirkliches Interesse daran zu zeigen schien, dass ihre Eminenz, Sanyarin Lefar mehr zu dieser Thematik beisteuern konnte. Die Antworten kannte sie. Mehr wusste man kaum, doch aus Dunkelheit und Schatten geht auch Licht hervor, und damit waren Namen Bekannt. Namen einiger Weniger, welche sich bereit erklärten, die Welt vor dem kommenden Übel zu schützen.
Taralea, Nuria, Janus, Kilyan, Sardok, Quintus, Arenvir, Alindra, Titus
Nein Menschen im kampf gegen das Unheil. Würden sie etwas erreichen können?
-
Arenvir von Goldenfall
In Unwissenheit und der Muße der Geduld, zeigt sich welcher Geist ruhelos ist. Arenvir war einer jener Geister. Das es so gut wie nichts gab, auf das er sich berufen konnte, das ihm Ergebnisse liefern könnte, zehrte doch an seinen Nerven. Die allgegenwärtige Dunkelheit war nicht das Problem für den Magus, der gerade in dieser Zeit ständig des Lobes über Eluive war, welche ihn mit der Gabe gesegnet hatte.
Doch die Prophezeiung und das Auftauchen der Untoten hatten wenig lobenswertes in sich zu bergen. Als das Gemetzel vorbei, die Anguren endlich gegangen und Janus und Tithus (oder doch eher die Anguren) gerettet waren, und man bei einem Glas Wein besprach, was es wissenswertes über Prophezeiungen, Rituale und Rauschkraut zu wissen gab, setzt er sich daran an die Königliche Bibliothek in Alumenas zu schreiben. Dort lagerten Bücher und alte Manusskripte in Anzahl und Vielfalt, wie sie jeden Gelehrten zum Weinen bringen würden.
Eventuell und mit ein wenig Glück würden sich dort Informationen gewinnen lassen. Doch bis dahin hies es weiter abwarten und alsbald wieder mit den anderen zusammenzutreffen um das weitere Vorgehen auszubaldowern.
"Ich hasse Warten...ich hasse es wirklich..."
Doch die Prophezeiung und das Auftauchen der Untoten hatten wenig lobenswertes in sich zu bergen. Als das Gemetzel vorbei, die Anguren endlich gegangen und Janus und Tithus (oder doch eher die Anguren) gerettet waren, und man bei einem Glas Wein besprach, was es wissenswertes über Prophezeiungen, Rituale und Rauschkraut zu wissen gab, setzt er sich daran an die Königliche Bibliothek in Alumenas zu schreiben. Dort lagerten Bücher und alte Manusskripte in Anzahl und Vielfalt, wie sie jeden Gelehrten zum Weinen bringen würden.
Eventuell und mit ein wenig Glück würden sich dort Informationen gewinnen lassen. Doch bis dahin hies es weiter abwarten und alsbald wieder mit den anderen zusammenzutreffen um das weitere Vorgehen auszubaldowern.
"Ich hasse Warten...ich hasse es wirklich..."
-
Karina DelMur
Flora und Fauna
Diese anhaltende Nacht…
Jetzt, da sie mehr Zeit für solcherlei Dinge hatte, saß die Landwirtin des Rahaler Vorlandes mehrere Abende auf der Terrasse und starrte zu der schwach leuchtenden Corona der Sonnenfinsternis hinauf. Sie hatte schon von dem Phänomen gehört… dass es etwa alle 80-90 Jahre geschah, dass es jedoch nie lange andauerte.
Und doch haben wir nun schon einige Tage Dauerfinsternis…
Wieder einmal, wie sooft in diesen ewig scheinenden Tagesläufen, klang das schrille, verängstigte Wiehern eines Fohlens über den Hof zu der in mehrere Lagen Stoff gewickelten Gestalt. Karina schloß müde die Augen. Das Bild war vor ihr:
Die Tiere drängten sich alle zusammen in eine Ecke ihres Geheges oder Stalls und schwiegen meist unter der bedrückenden Spannung, die in der Luft herrschte. Penti und Jack, die Hofhunde drückten sich solange an der Hauswand herum, bis sich die Landwirte ihrer erbarmte und sie beide ins Haus rief. Ihre Augen waren blind in der Dunkelheit und die Viecher daher hilflos. Nur die Katzen sahen trotz der Finsternis gut, huschten aber dennoch, kaum dass sich die Haustüre öffnete, in die Wärme der ofenbeheizten Küche.
Es scheint wirklich etwas in der Luft zu liegen…
Als ihre Lider wieder aufklappten, warf sie einen sorgenvollen Blick aufs Feld.
Die angebauten Pflanzen dort spielten ebenfalls total verrückt. Ständig mussten sie und ihre Mägde sich beeilen, die Kartoffeln möglichst rasch und ganz in der Frühe schon aus dem Boden zu graben, denn sonst fingen sie sofort zu treiben an und man konnte sie nicht mehr essen. Der Kohl nahm seltsame tiefblaue Farbtöne an und war ungeniessbar, der Knoblauch trieb erst gar nicht, dagegen wuchs der Nachtschatten zu einer enormen Größe heran und musste wie hohes Gras geschlagen werden. Alle anderen Gewächse blieben klein und schmächtig oder wurden nicht richtig reif.
Ein Seufzer presste sich durch ihre Lippen hervor.
All der Verdruss, die Sorge und Verzweiflung waren gerade das Schlechteste für sie in ihrer Verfassung… selbst ein Kind, dass noch ungeboren war, war von der Sonne abhängig.
Seine Mutter brauchte das nährende Licht – dringend. So wie ihr gesamter Hof.
Doch wie alle, konnte auch sie nur… hoffen… und beten.
Jetzt, da sie mehr Zeit für solcherlei Dinge hatte, saß die Landwirtin des Rahaler Vorlandes mehrere Abende auf der Terrasse und starrte zu der schwach leuchtenden Corona der Sonnenfinsternis hinauf. Sie hatte schon von dem Phänomen gehört… dass es etwa alle 80-90 Jahre geschah, dass es jedoch nie lange andauerte.
Und doch haben wir nun schon einige Tage Dauerfinsternis…
Wieder einmal, wie sooft in diesen ewig scheinenden Tagesläufen, klang das schrille, verängstigte Wiehern eines Fohlens über den Hof zu der in mehrere Lagen Stoff gewickelten Gestalt. Karina schloß müde die Augen. Das Bild war vor ihr:
Die Tiere drängten sich alle zusammen in eine Ecke ihres Geheges oder Stalls und schwiegen meist unter der bedrückenden Spannung, die in der Luft herrschte. Penti und Jack, die Hofhunde drückten sich solange an der Hauswand herum, bis sich die Landwirte ihrer erbarmte und sie beide ins Haus rief. Ihre Augen waren blind in der Dunkelheit und die Viecher daher hilflos. Nur die Katzen sahen trotz der Finsternis gut, huschten aber dennoch, kaum dass sich die Haustüre öffnete, in die Wärme der ofenbeheizten Küche.
Es scheint wirklich etwas in der Luft zu liegen…
Als ihre Lider wieder aufklappten, warf sie einen sorgenvollen Blick aufs Feld.
Die angebauten Pflanzen dort spielten ebenfalls total verrückt. Ständig mussten sie und ihre Mägde sich beeilen, die Kartoffeln möglichst rasch und ganz in der Frühe schon aus dem Boden zu graben, denn sonst fingen sie sofort zu treiben an und man konnte sie nicht mehr essen. Der Kohl nahm seltsame tiefblaue Farbtöne an und war ungeniessbar, der Knoblauch trieb erst gar nicht, dagegen wuchs der Nachtschatten zu einer enormen Größe heran und musste wie hohes Gras geschlagen werden. Alle anderen Gewächse blieben klein und schmächtig oder wurden nicht richtig reif.
Ein Seufzer presste sich durch ihre Lippen hervor.
All der Verdruss, die Sorge und Verzweiflung waren gerade das Schlechteste für sie in ihrer Verfassung… selbst ein Kind, dass noch ungeboren war, war von der Sonne abhängig.
Seine Mutter brauchte das nährende Licht – dringend. So wie ihr gesamter Hof.
Doch wie alle, konnte auch sie nur… hoffen… und beten.
-
Savira
Die Herrschaft des Mondes
Ihre kleinen blauen Äuglein wendeten sich gen Himmel, als sie nach der Besprechung das geheime Versteck verließ und sich die Kapuze ihrer Robe über den Kopf zog.
Nicht, daß es nicht vorkam, daß der Mond über die Sonne herrschte, alle Jahre, vielleicht einmal pro Generation, für kurze Zeit kam es vor, daß das Gestirn des Raben ihre Gegenspielerin verdeckte, doch so lange?
Sie konnte keine alten Schriften finden, die je von solch einem Ereignis berichtet hätten, und auch den Brüdern und Schwestern war ein solches Ereignis nicht bekannt.
Man hatte beraten, was zu tun sei, was man aus diesem Zeichen des Herrn zu machen hatte, doch niemand hatte eine Vision, hatte ein Gesicht, warum der Herr ihnen diese Gelegenheit sandte.
Jedoch wirft der Herr auch den Auserwähltesten sein Wissen nicht hinterher, man muß schon kommen und es holen.
Sicher war, daß die Knechte des lichten Pantheons, all die Unwissenden der sterbenden Mutter, und die lebensliebenden Spitzohren alles in Bewegung setzen würden, die Macht des Mondes wieder zu brechen.
Das galt es zu verhindern, nur alleine das 'wie' war nicht klar.
Was wußten diese Unwissenden, was sie nicht wußten?
Ausnahmsweise flossen die Informationen aus all den Quellen die sie hatten nur spärlich. Die Brüder und Schwestern wußten nichts. Ein unhaltbarer Zustand.
Einige Schwestern wollten diese besondere Konstellation nutzen, das Werk des Herrn voranzutreiben, die Gräber und Massengräber zu öffnen und den Tod in die Welt zu schicken.
Das war sicher nicht verkehrt, sicher hatte ER die Sonne nicht vom Firmament geschoben, damit seine Diener tatenlos zusahen. Er wrde sie mit Schmerz und Tod strafen, blieben sie untätig und nutzlos für IHN.
Aber solche Rituale lagen anderen besser als ihr, sollten sie sich darum kümmern.
Für sie galt es im großen Rahmen zu denken: Wie war dieser Sieg des Mondes über die Sonne dauerhaft aufrechtzuerhalten und so - vielleicht - das Ende der Welt in einem Meer aus Blut, Knochen und Tod herbeizuführen.
War es so weit, für das Ende aller Tage?
Hatte ER genug Kraft gesammelt um das Sein selbst zu beenden?
Ihre kleinen blauen Äuglein wendeten sich gen Himmel, als sie nach der Besprechung das geheime Versteck verließ und sich die Kapuze ihrer Robe über den Kopf zog.
Nicht, daß es nicht vorkam, daß der Mond über die Sonne herrschte, alle Jahre, vielleicht einmal pro Generation, für kurze Zeit kam es vor, daß das Gestirn des Raben ihre Gegenspielerin verdeckte, doch so lange?
Sie konnte keine alten Schriften finden, die je von solch einem Ereignis berichtet hätten, und auch den Brüdern und Schwestern war ein solches Ereignis nicht bekannt.
Man hatte beraten, was zu tun sei, was man aus diesem Zeichen des Herrn zu machen hatte, doch niemand hatte eine Vision, hatte ein Gesicht, warum der Herr ihnen diese Gelegenheit sandte.
Jedoch wirft der Herr auch den Auserwähltesten sein Wissen nicht hinterher, man muß schon kommen und es holen.
Sicher war, daß die Knechte des lichten Pantheons, all die Unwissenden der sterbenden Mutter, und die lebensliebenden Spitzohren alles in Bewegung setzen würden, die Macht des Mondes wieder zu brechen.
Das galt es zu verhindern, nur alleine das 'wie' war nicht klar.
Was wußten diese Unwissenden, was sie nicht wußten?
Ausnahmsweise flossen die Informationen aus all den Quellen die sie hatten nur spärlich. Die Brüder und Schwestern wußten nichts. Ein unhaltbarer Zustand.
Einige Schwestern wollten diese besondere Konstellation nutzen, das Werk des Herrn voranzutreiben, die Gräber und Massengräber zu öffnen und den Tod in die Welt zu schicken.
Das war sicher nicht verkehrt, sicher hatte ER die Sonne nicht vom Firmament geschoben, damit seine Diener tatenlos zusahen. Er wrde sie mit Schmerz und Tod strafen, blieben sie untätig und nutzlos für IHN.
Aber solche Rituale lagen anderen besser als ihr, sollten sie sich darum kümmern.
Für sie galt es im großen Rahmen zu denken: Wie war dieser Sieg des Mondes über die Sonne dauerhaft aufrechtzuerhalten und so - vielleicht - das Ende der Welt in einem Meer aus Blut, Knochen und Tod herbeizuführen.
War es so weit, für das Ende aller Tage?
Hatte ER genug Kraft gesammelt um das Sein selbst zu beenden?