Im laufe des Tages, ereilte ihm wohl die Abschrift in seinem Arbeitszimmer.
Dem Diplomaten gingen derweil viele Dinge durch den Kopf.
So sind es keine rosige Zeit, die Menek’ur dieser Tage ereilt.
Ein nahender Sturm aus dem Süden, ein machtvoller Shanun im Westen, ein böswilliger Übergriff und Vertrauensbruch im Norden.
Fuad ging es alles andere als gut. Denn nirgends konnte er den Platz bisweilen einnehmen, den er sich für sein Leben ersonn.
Doch eines brannte in ihm mehr als die Sorge vor jenem Wüstensturm, gar jener dunklen Gefahr vom Ahnengrab.
Der Angriff aus seine Schwestern des Hause und der Karavane überhaupt. Aber vor allem die sich nun bestätigte Tatsache, dass Rahal Rahal ist.
In den folgenden Zeilen, an den Statthalter Rahals bemüte er sich sichtlich, so man ihm bei seiner Arbeit betrachten konnte, um Ruhe und der geforderten diplomatischen Höfflichkeit.
Auch erhalten der Statthalter und Khalida, wie der Basar je eine Abschrift dieses Schreiben
Salam Statthalterin Azucinnia von Seranyth
Üblich wären wohl folgend noch ein oder zwei höffliche und ernst gemeinte Zusprüche Eurer Person und dem Emir den ihr vorsteht.
Doch trüben die jüngsten Geschehen das Antlitz auf den starken Norden tiefschwarz, vor Enttäuschung, Trauer und gar dem Erwecken früherer Haltungen.
Im Auftrag des Hause Omar und dem Volke des Reiche Menek’ur entsendte ich, Fuad Ifrey, Diplomat Menek’ur und Ratsmitglied unter Gnaden Aasim Omar, euch folgende Zeilen.
Zu tiefst bestürzt nimmt das Hause Omar und auch das bisweilen wohlwollende Volk Menek’ur die jüngsten Geschehen auf, die sich am Tage des Basar in Rahal vollzogen.
Versprach dem Handelsliebenden Volk Sicherheit und einen friedlichen Handel.
Gar unter den zusprechenden Worten des angesehen Alkas, legte das menekanische Volk die Sorge, vor einem böswilligen Übergriff dieser Letharen, nieder.
Doch was geschehen ist, hat nicht nur das friedliebende spüren Volk Menek’urs spüren dürfen.
Wie Euer schreiben mir sagt, haben auch friedliebende Stadtbewohner Rahals und vielleicht auch einfach gemeine Bürger und Händler Gerimors die sichtlich unberechenbare Gefahr dieser dunklen Brut spüren dürfen.
Es sei wohl Eluive zu danken, jene liebende Schöpferin, die sich um all ihre Kinder sorgt, dass keine Todesopfer bis auf ein Lama gegeben hat. Doch trauert Menek’ur um ein jedes Geschöpf, welches sinnlos sein Leben geben musste.
Die Trauer aber vor allem auch die Enttäuschung, Ihr könnt es sicher nachvollziehen, liegt sehr tief.
Ihr selbst solltet euch nun die Fragen stellen, was das Beste für, es wurde gar in der Vergangenheit so oft betont, friedliebendes Reich Rahal ist.
Eine Unterjochung einer dunklen Brut, bei welcher man sich um die Einhaltung seiner eigenen Versprechen stets besorgt sein muss?
Und Unterjochung beginnt unter dem friedliebenden Volk Menek’ur gar da, wenn man gezwungen ist nicht handeln zu dürfen, auch wenn den Worten der Obrigkeit nicht einmal Achtung geschenkt wird.
Der Kopf dieses respektlosen und ruchlosen Letharenmagiers wäre somit das mindeste Übel, um die Achtung und Anerkennung der Obrigkeit Rahals zu sichern und diesen dunklen Tag im kleinen Maße zu sühnen.
Mein Begehr im Namen des Hause Omar ist folgender, euch folgende Dinge vor Augen zu halten.
Wir kamen als Freunde. Wir kamen als Händler.
Wir gingen in Trauer und Schmerz.
So sehen wir den Verlust nicht nur in dem Sterben eines Lamas, eines uns so heiligem Tieres, sondern auch im Verlust des Vertrauens zu Rahal und den früheren Bemühungen um Handel und einem friedliebenden zusammen sein.
Auch befindet sich das Volke Menek’ur zu tiefst gekränkt gar in der Stellung minderer ausgebeuteter Händler, nach diesem Ausgang des Basars.
Es sei nun an Euch und Rahal verursachte Wunden zu verpflegen und wieder zu heilen.
Euer versprechen einer schnellen Klärung und Bereinigung dieses schwarzen Tages einzuhalten.
Bis diese Dinge zu beider Seiten Zufriedenheit vollzogen sind, wird jedoch Menek’ur keinem weiteren Handel mit dem Reiche Rahals eingehen.
Schenke Euch der Wille um ein friedliches Miteinader den nötigen Mut und die nötige Weitsicht
Diplomat des Reiche Menek’ur
Leibwache des Hause Omar
Oberhaupt des Hause Ifrey