So schnell ging das also, man verschwand und ward vergessen. Ungeduldig trommelten die blassen Fingerspitzen auf das staubige Buch. Bei jedem Kontakt wirbelten kleine Staubwirbel auf, tanzten im flackernden Kerzenlicht und sanken wieder herab um erneut durch das nervenaufreibende Fingerspiel zum Tanz gefordert zu werden. Starr ruhten die eisblauen Augen auf einem Punkt in der kleinen Flamme, diesen Punkt ohne weitere Regung fixierend. Sie hatte es so gewollt und bekommen was sie gewollt hatte, ganz wie es die blasse Schönheit gewohnt war – warum also war sie nicht zufrieden damit? Was wäre wenn..? Ziemlich prompt stockte das Fingerspiel sie hielt in jeder Bewegung inne, einem verschreckten Reh gar nicht so unähnlich. In Sekundenschnelle änderte sich der Ausdruck auf den Zügen, wich einer wütenden Fratze, das Wachs der Kerze schoss in alle Richtungen davon noch ehe der Doch erlosch und das Geschehen in tiefe Schwärze tauchte. Wechselhaft und immer auf der Suche nach den verschiedenen Wegen die zum Ziel führten. Vieles rangelte die Tage um ihre Aufmerksamkeit. Wer Verrat beging muss nichts so sehr fürchten als neuerlichen Verrat. Lanaya war nicht dumm, sie sicherte nahezu alle Möglichkeiten ab und veranlasste Schritte diverse Personen betreffend ohne das diese davon wussten. Der Einsatz hatte sich gesteigert und das Spiel gewann an Reiz. Niemanden gab es auf den sie sich hierbei verlassen würde.
Es bedeutet, alleine zu sein.
Bedeutet nicht darüber zu sprechen.
Bedeutet die Zweifel im Stillen zu begraben oder daran zu zerbrechen.
Frage nicht nach dem Warum, frage nach dem was zu dem Warum geführt hat. Nur so überlebst du Lana, nur so....
Ja es war lange her, zu lange vielleicht und dennoch erinnerte sie sich an eine Zeit die ihr wie ein anderes Leben erschien. Unwissend... ungefährlich.. fröhlich. Wahrlich lange hatte sie gebraucht den Panzer um sich herum zu erschaffen, selten hatte er Risse bekommen und lange hatte es gedauert bis er gebrochen war. Doch nun hatte sie die Quittung bekommen und der Schmerz nagte. Zugeben würde sie es nicht. Arkorither klagen nicht, sie klagte nicht. ER jedoch verspottete sie, nahm sie hoch und schien nicht fähig diese Gefühle einer Menschenfrau zu begreifen. Im Grunde war es seltsam erheiternd, was sollte ein Wesen wie ER auch damit anfangen? Nur selten machte er sich bemerkbar, ließ sie wissen das er noch da war und griff mit eisernen Klauen zu. Soviel Wissen gab es, soviel nützliche 'Experimente' und soviel Zeit musste sie opfern um auf ihren Rücken zu achten. Arme, kleine Arkorither, unverstanden und nicht am Platz den sie sich erträumten. Ein irres Kichern drang aus ihrem Mund, hallte von den Wänden wieder und verstummte erst nachdem sie zwei weitere Kerzen entzündet hatte. Nun war die Kammer wieder in behagliches Licht getaucht. Zuckende Schatten vermittelten den Eindruck einer gewissen Lebendigkeit und trügerischer Friede machte sich breit. Sie war gespannt wann der Erste IHN fordern würde, wecken was besser ungeweckt blieb. Nachdenklich nippte sie an dem schweren, roten Wein. Geschmack hatten viele Dinge verloren, meist jedoch haftete ihnen der fade Beigeschmack ungewollter Erinnerungen bei die sorgsam verbannt wurden wann immer sie sich ans Licht wagten. Glas um Glas wurde getrunken, brütend über die jüngsten Begebenheiten sinnierend.
Etwas körperliche Entspannung täte euch gut Baronin, ihr wisst gar nicht was euch entgeht!
Zeit den Wein bei Seite zu schieben. Dummerweise war der Gedanke gedacht und hatte sich festgesetzt. Nie wieder hatte sie jemanden kennen gelernt der ihr gegenüber diese Dreistigkeit an den Tag legte. Doch genau das hatte sie an dem Ritter gemocht, er war direkt gewesen gleichsam pflichtbewusst und verschwiegen. Einem Glas Wein und einem fordernden Wortgeplänkel war er nie abgeneigt gewesen. Das Niveau war hierbei sehr hoch geblieben, keiner der Beiden hatte sich bei der Wortwahl auf das Gebiet des Pöbels herabgelassen. Unweigerlich hoben sich ihre Mundwinkel etwas an. Mit ihm war sie in der Arena erschienen, hatte an seiner Seite den Kampf verfolgt und um jenen Mann gebangt der den schützenden Panzer beseitigt hatte. Nur einen Moment der Schwäche hatte es gegeben, den sie niemals vergessen würde. Doch damals hatte er ihren Blick unter all den Menschen gesucht. Sie war stolz gewesen, stolz und verliebt. Jahrelang verweilte sie an seiner Seite, gewann einen Krieg und ließ die Ernte in seinen Händen zurück. Wahrlich, sie hatte vieles erreicht, für ihn. Gerüchte, Tratsch und das wechselnde Verhalten hatten sie auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Sollte er den Weibern nachsteigen mit einem hatte ER recht. Er brauchte sie nicht und sie brauchte ihn nicht die Notwendigkeit war nicht länger gegeben. Das Band zerschnitten und sie hätte nicht einmal sagen können wann entglitten war wonach sich ein Teil ihrer Sehle gesehnt hatte. Neue Seiten bieten neue Möglicheiten, vielleicht war es Zeit diese zu nutzen. Der gierige Blick des Veteranen war ihr nicht entgangen, ein schmieriger Landsmann. Noch viel zu schwach als das sie ihm einen längeren Blick geschenkt hätte. Nicht mehr als ein passables Spielzeug unter vielen. Kratzend fuhr die Feder über das Pergament und allen Gedankengängen zum Trotz musste sie folgende Worte lesen.
Nur der feste Glaube,
daß Eiswind und Feuersturm einander nie besiegen,
läßt mich die langen, finsteren
Nächte durchstehen.
Oh wie sie sich dafür hasste. Der Hass war noch schlimmer als SEIN spöttisches Lachen. In ihren Augen hatte ER recht und sie allen Grund für ihre Reaktion. Tief durchatmend schloss sie die Augen einige Momente um der Emotion nicht die Oberhand zu gewähren. Zur Nachtzeit würde sie den Trieben nachgeben und den Durst ihrer Klinge stillen. Wunderschön war der Klang wenn sie zusammen tanzten und die Luft erfüllt von tödlichem Gesang. Die Nacht war dem Abend gewichen, es war spät und sie beschloss sich in Rahal umzusehen. Etwas trieb sie hinaus, ließ sie nicht zur Ruhe kommen und lenkte die Schritte in Richtung der Bank. Münzen wechselten den Besitzer, Pergament fand in ihre Hand, dann sah sie neben sich. Wie hatte der Mann so dicht dann sie herankommen könnten? >>Verzeiht, habt ihr etwas gesagt?<< Im unverbindlichsten Tonfall, ein gekonntes Lächeln auf den Zügen. Verflixt, sie kannte den Kerl. Aber erkannte er sie? Forschend glitten die eisblauen Augen über die kränklichen Züge während ihre Mundwinkel sich hoben. Sie erinnerte sich, wusste wer er war – WAS er war. Schon auf dem Weg zur Türe ließ sie sich Zeit, sollte er sich erinnern würde sie die Möglichkeit nutzen und die Beziehungen vertiefen – ansonsten würde er sie nicht wiedersehen.
Liebesspiel der anderen Art
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Varoth Lycron
Verdammt.... Diese eisblauen Augen.... Auch wenn ihr Äußeres nicht dem glich mit welchem sie sonst jedem Kerl den Kopf verdrehen konnte mit nur einer einzigen Bewegung, oder einem Lächeln auf ihren makellosen Zügen ihres so ansehnlichen Gesichtes.... doch selbst jenes Trugbild was sie den Leuten mit einer einfachen Manipulation des Liedes vorgaukelte genügte nicht um diese Augen vergessen zu können. Als er sie schon hatte die Bank betreten sehen, stieg er ihr nach wie ein Auftragsmörder welcher seinem Opfer folgte dessen Kehle es galt zu durchtrennen.
Sich durch die hinter ihr zufallenden Türe hindurch gewunden wie eine Schlange, hatte er sie scheinbar in einem Moment ertappt in der sie unachtsam war.
Dem Herrn zum Gruße...
Grüßte er sie höflich nachdem er Stück für Stück von ihr mit seinen Augen abtastete während sie damit beschäftigt war einige Sachen in ihr Schließfach zu verräumen.
Zuckte sie ?....er konnte es nicht sagen...waren ihre Bewegungen so fließend während sie ihren Körper der reinen Wolllust aufrichtete, dass er es nicht genau sehen konnte.
Verzeit habt ihr etwas gesagt ?
Jene Worte sprach sie recht Monoton, während ihre eisblauen Augen an ihm auf und abglitten.
Das Gesicht... es wirkte wahrlich im ersten Moment anders als ihr natürliches... doch war auch jene Form ausreichend um jemanden den Kopf zu verdrehen und alles von ihm zu bekommen, wenn sie nur mit den Wimpern einmal schlug und ihre schmalen Mundwinkel etwas anhob.
War es ein Lächeln ? Für einen Moment dachte er sie habe gelächelt, doch war es so schnell verflogen das man nicht sagen konnte ob sie nun Lächelte oder nicht. Ihr schützender Panzer welchen sie um sich so schnell aufbauen vermochte wie er es noch von keiner gesehen hatte, war gewiss hart wie ein Stein und ebenso Spitz wie der Stachel einer Rose.
Nicht selten kam es vor das Männer die mit ihr liebäugelten schnell jenen Stachel von ihr in den Rücken gerammt bekamen als es schon zu spät war jenes Spiel zu durchschauen.
Sie hatte sich schon auf den Weg zur Türe gemacht, entweder kein Interesse an ihm oder wollte sie nur ein Spiel mit ihm spielen..... doch als die Worte erneut gesprochen wurden, nur diesmal mit ihrem Namen bliebt sie wie eingefroren in ihrer Bewegung stehen....
Dem Herrn zum Gruße Hochgeboren von Shevanor
Sie blieb wahrhaftig stehen... der Moment war gekommen, er würde entscheiden ob sie nur mit ihm gespielt hatte oder er sich einfach getäuscht hatte.... bei letzterem müsste er an seinen Fähigkeiten wahrlich Zweifeln.... doch was war das? Ein entzücktes Lächeln... er sah schon gar nicht mehr die Maske welche sie sich aufgelegt hatte um zu verschleiern wer sie war.... nein er sah sie wie er sie kannte nicht etwa das er durch jene Maske hindurch blicken konnte, nein jenes Gesicht welches er damals zum ersten mal sah würde er gewiss, niemals vergessen.
Sie wechselten einige Worte und schon bald war ihnen bewusst das sie viel zu Reden hatten, waren doch schon Monde vergangen seit dem sie sich das letzte mal sahen und bis in die späten Morgenstunden gemeinsam sinnierten.
Sich durch die hinter ihr zufallenden Türe hindurch gewunden wie eine Schlange, hatte er sie scheinbar in einem Moment ertappt in der sie unachtsam war.
Dem Herrn zum Gruße...
Grüßte er sie höflich nachdem er Stück für Stück von ihr mit seinen Augen abtastete während sie damit beschäftigt war einige Sachen in ihr Schließfach zu verräumen.
Zuckte sie ?....er konnte es nicht sagen...waren ihre Bewegungen so fließend während sie ihren Körper der reinen Wolllust aufrichtete, dass er es nicht genau sehen konnte.
Verzeit habt ihr etwas gesagt ?
Jene Worte sprach sie recht Monoton, während ihre eisblauen Augen an ihm auf und abglitten.
Das Gesicht... es wirkte wahrlich im ersten Moment anders als ihr natürliches... doch war auch jene Form ausreichend um jemanden den Kopf zu verdrehen und alles von ihm zu bekommen, wenn sie nur mit den Wimpern einmal schlug und ihre schmalen Mundwinkel etwas anhob.
War es ein Lächeln ? Für einen Moment dachte er sie habe gelächelt, doch war es so schnell verflogen das man nicht sagen konnte ob sie nun Lächelte oder nicht. Ihr schützender Panzer welchen sie um sich so schnell aufbauen vermochte wie er es noch von keiner gesehen hatte, war gewiss hart wie ein Stein und ebenso Spitz wie der Stachel einer Rose.
Nicht selten kam es vor das Männer die mit ihr liebäugelten schnell jenen Stachel von ihr in den Rücken gerammt bekamen als es schon zu spät war jenes Spiel zu durchschauen.
Sie hatte sich schon auf den Weg zur Türe gemacht, entweder kein Interesse an ihm oder wollte sie nur ein Spiel mit ihm spielen..... doch als die Worte erneut gesprochen wurden, nur diesmal mit ihrem Namen bliebt sie wie eingefroren in ihrer Bewegung stehen....
Dem Herrn zum Gruße Hochgeboren von Shevanor
Sie blieb wahrhaftig stehen... der Moment war gekommen, er würde entscheiden ob sie nur mit ihm gespielt hatte oder er sich einfach getäuscht hatte.... bei letzterem müsste er an seinen Fähigkeiten wahrlich Zweifeln.... doch was war das? Ein entzücktes Lächeln... er sah schon gar nicht mehr die Maske welche sie sich aufgelegt hatte um zu verschleiern wer sie war.... nein er sah sie wie er sie kannte nicht etwa das er durch jene Maske hindurch blicken konnte, nein jenes Gesicht welches er damals zum ersten mal sah würde er gewiss, niemals vergessen.
Sie wechselten einige Worte und schon bald war ihnen bewusst das sie viel zu Reden hatten, waren doch schon Monde vergangen seit dem sie sich das letzte mal sahen und bis in die späten Morgenstunden gemeinsam sinnierten.
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Lanaya Shevanor
So hatte er sie also wirklich erkannt. Langsam, bedacht langsam drehte sie sich, wechselte einige Worte mit ihm und beschloss kurzerhand ihn zu einem Glas Wein mit sich zu bitten. Wie zu erwarten gewesen war kam er der Bitte nur zu gerne nach. Rasch erkannte sie das er nützlich sein konnte, das er ihr vielleicht etwas geben konnte das sie haben wollte. In wie weit hatte sich seine Macht gemehrt? Wie sehr brauchte er die Seinen für ihr Vorhaben? Abschätzend wog sie die Möglichkeiten ab. Der Einsatz war kostbar, sie wollte ihn nicht verlieren. Der Preis nicht unerheblich doch im Grunde unbedeutend für jemanden wie sie. Nein, noch war sie nicht bereit den Einsatz in seine Hände zu geben, immerhin müsste sie hierfür etwas freigeben was ihr kostbarer erschien als die Anderen dieser Art. Gefäße gab es sicherlich genug, das Passende würde sich in der Zeit finden die der Diener benötigte zu wachsen. Stunde um Stunde zog sich hin, beide webten ein Netz aus Fragen, Antworten und Gesten. Interessant, er beherrschte dieses Spielchen besser als erwartet. Bald schon wusste er viel, zu viel. Die Arkoritherin sicherte sich ab. Hätte er sich geweigert das Ritual zu vollziehen hätte sie ihn selbstverständlich als ihren Gast in den Mauern der schwarzen Burg behalten. Ob er sie wieder verlassen hätte?
Kälte und Dunkelheit der fremden Sphäre umfing die beiden Körper jene sie durchquerten. Es viel ihr nicht schwer die Menschen auf diesem Wege an einen anderen Ort zu der eigenen Sphäre zu geleiten. Meeresrauschen und knirschender Sand unter den Stiefeln empfing die Beiden am Ziel der magischen Reise. Ein einziger Blick nur und Klangbilder wurden verschoben, neu definiert und für sich benutzt. Sie mochte die Art und Weise der Seinen. Lange war es her seit sie mit einer der Mächtigsten seiner Art das Vergnügen hatte. Süßes Klagen mal zart, mal voller Pein und Lautstärke. Wie die Arten des Todes unterschiedlich doch von ihrer eigenen Note durchzogen. Harmonierend mit der eigenen Art das Lied in seine Form zu zwingen entstanden wahrhaft köstliche Symphonien die ganz nach ihrem Geschmack waren. Noch wollte sie nicht in ihnen aufgehen, noch hielt sie sich zurück, lauschte, beobachtete. Ungeschickt war er nicht – überragend konnte man es allerdings auch nicht nennen. Schmächtiger, kranker Körper genährt von der Kraft des einst durch den Orden erschaffenen Dämonen. Stunden strichen dahin und von den Klingen troff das Blut zur Erde. Langsam bot der Ort eine Herausforderung und endlich, verwandelte sie sich. Gelbe, raubtierhafte Augen in einem grauen, abstoßendem Gesicht welches auf einem kurzen, kräftigen Hals seinen Anschluss fand. Dem wuchtigen Körper sah man die Kraft an und selbst an den ledernen Schwingen fanden sich scharfe Krallenfortsätze. Lanaya liebte diesen Körper, er war stark, wendig und bestach mit scharfen Sinnen die einem Menschen weit überlegen waren. Nun war es ihr gleich ob sie mit einem Partner oder alleine an Ort und Stelle stand.
Zusammen beschritten sie die schmalen Pfade, teilten Schläge jeglicher Art aus und steckten nicht wenige ein. Bewegungen und Wirken im allumfassenden Klanggefüge glichen einem Tanz. Wann würde er ermüden? Immer wieder warf sie ihm versteckte Seitenblicke zu, verbarg die eigene Erschöpfung nach so vielen Stunden gekonnt und lauerte geradezu auf ein Zeichen der Schwäche. Er hatte sich gut im Griff und ohne es zu wissen rang er ihr eine gewisse Achtung ab. Sie war gespannt, gespannt wie sehr seine Fähigkeiten noch wachsen würden. Stunden trieben sie die Spielchen weiter. Schenkten einander wenig ehe es zurück nach Rahal ging. Vorerst hatte er sie zufrieden gestellt und die Frage seiner Nützlichkeit in das richtige Licht gerückt. Demnach sah sie ihm nach was er sich in der Sicherheit der heiligen Stadt heraus nahm und zog sich nach einem langen Blick zurück. Vielleicht würde er ihn zu deuten wissen...
Kälte und Dunkelheit der fremden Sphäre umfing die beiden Körper jene sie durchquerten. Es viel ihr nicht schwer die Menschen auf diesem Wege an einen anderen Ort zu der eigenen Sphäre zu geleiten. Meeresrauschen und knirschender Sand unter den Stiefeln empfing die Beiden am Ziel der magischen Reise. Ein einziger Blick nur und Klangbilder wurden verschoben, neu definiert und für sich benutzt. Sie mochte die Art und Weise der Seinen. Lange war es her seit sie mit einer der Mächtigsten seiner Art das Vergnügen hatte. Süßes Klagen mal zart, mal voller Pein und Lautstärke. Wie die Arten des Todes unterschiedlich doch von ihrer eigenen Note durchzogen. Harmonierend mit der eigenen Art das Lied in seine Form zu zwingen entstanden wahrhaft köstliche Symphonien die ganz nach ihrem Geschmack waren. Noch wollte sie nicht in ihnen aufgehen, noch hielt sie sich zurück, lauschte, beobachtete. Ungeschickt war er nicht – überragend konnte man es allerdings auch nicht nennen. Schmächtiger, kranker Körper genährt von der Kraft des einst durch den Orden erschaffenen Dämonen. Stunden strichen dahin und von den Klingen troff das Blut zur Erde. Langsam bot der Ort eine Herausforderung und endlich, verwandelte sie sich. Gelbe, raubtierhafte Augen in einem grauen, abstoßendem Gesicht welches auf einem kurzen, kräftigen Hals seinen Anschluss fand. Dem wuchtigen Körper sah man die Kraft an und selbst an den ledernen Schwingen fanden sich scharfe Krallenfortsätze. Lanaya liebte diesen Körper, er war stark, wendig und bestach mit scharfen Sinnen die einem Menschen weit überlegen waren. Nun war es ihr gleich ob sie mit einem Partner oder alleine an Ort und Stelle stand.
Zusammen beschritten sie die schmalen Pfade, teilten Schläge jeglicher Art aus und steckten nicht wenige ein. Bewegungen und Wirken im allumfassenden Klanggefüge glichen einem Tanz. Wann würde er ermüden? Immer wieder warf sie ihm versteckte Seitenblicke zu, verbarg die eigene Erschöpfung nach so vielen Stunden gekonnt und lauerte geradezu auf ein Zeichen der Schwäche. Er hatte sich gut im Griff und ohne es zu wissen rang er ihr eine gewisse Achtung ab. Sie war gespannt, gespannt wie sehr seine Fähigkeiten noch wachsen würden. Stunden trieben sie die Spielchen weiter. Schenkten einander wenig ehe es zurück nach Rahal ging. Vorerst hatte er sie zufrieden gestellt und die Frage seiner Nützlichkeit in das richtige Licht gerückt. Demnach sah sie ihm nach was er sich in der Sicherheit der heiligen Stadt heraus nahm und zog sich nach einem langen Blick zurück. Vielleicht würde er ihn zu deuten wissen...
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Varoth Lycron
Dieser lange Blick hmmm....
Nunja vielleicht war er ab und an etwas zu weit gegangen doch gewiss nicht so weit das sie ihm nicht dafür verzeihen könnte.
Es war nun schon wieder fast einen Mondlauf her als sie sich das letzte mal sahen, er hatte sich bereits Gedanken über ein kleines Geschenk gemacht was er ihr schenken könnte.
Immer wieder blickte er aus seinem Sessel auf den Schreibtisch wo ein verschnürtes Päckchen lag in welchen sich jenes Geschenk befand was er für sie ausgesucht hatte als er auf Menekur war.
Wahrlich hatten jene Kleider ihn eine ganze Stange Gold gekostet welche er sich eigentlich nicht leisten konnte, aber sollte die Aufmerksamkeit doch nicht zu gering ausfallen zumal sie bestimmt anderes gewohnt war als das was sich in jenem Päckchen befand.
Ein leises Seufzen huschte ihm aus dem Mund während er etwas missmutig gen des Feuers im Kamin blickte und von seinem Weinglas nippte. Wie sehr würde er doch nun ihre Gesellschaft schätzen, wenn sie nur bei ihm sitzen und beide miteinander gegen die Außenwelt konspirieren würden.
Ihm war durchaus bewusst das sie sicherlich von ihrem Orden welchen sie leitete eingenommen war somit musste er einfach geduldig warten, wäre es gewiss nicht die eleganteste Art sich ihr einfach aufzudrängen und ihre wahrscheinlich knapp bemessene Zeit zu stehlen.
Irgendwie musste er schmunzeln, als er sich ertappte wie sehr ihm doch etwas fehlte wenn sie nicht da war. Noch eine ganze Weile lagen seine Augen auf den Flammen des Kamins welche spielend hin und her tanzten als ihm auch schon die Augen zufielen und das leere Weinglas fast lautlos gen Boden glitt.
Auch diese Nacht träumte er von ihr, wie sie zu zweit auf einem Berg von Leichen standen und sich das Werk ihrer Zerstörungskraft gemeinsam ansahen. Um Varoth und Lanaya brannten die Häuser ja sie befanden sich in einer Stadt, wenn er auch nicht ganz wusste um welche es sich handelte war es doch egal. Die Häuser brannten die Leute schrien als ihnen das Leben ausgehaucht wurden und Krathor blickte gewiss wohlwollend auf ihn herab.
Es war ein schöner Traum welcher hoffentlich irgendwann einmal in Erfüllung gehen könnte so er weiter für sie interessant blieb.
Nunja vielleicht war er ab und an etwas zu weit gegangen doch gewiss nicht so weit das sie ihm nicht dafür verzeihen könnte.
Es war nun schon wieder fast einen Mondlauf her als sie sich das letzte mal sahen, er hatte sich bereits Gedanken über ein kleines Geschenk gemacht was er ihr schenken könnte.
Immer wieder blickte er aus seinem Sessel auf den Schreibtisch wo ein verschnürtes Päckchen lag in welchen sich jenes Geschenk befand was er für sie ausgesucht hatte als er auf Menekur war.
Wahrlich hatten jene Kleider ihn eine ganze Stange Gold gekostet welche er sich eigentlich nicht leisten konnte, aber sollte die Aufmerksamkeit doch nicht zu gering ausfallen zumal sie bestimmt anderes gewohnt war als das was sich in jenem Päckchen befand.
Ein leises Seufzen huschte ihm aus dem Mund während er etwas missmutig gen des Feuers im Kamin blickte und von seinem Weinglas nippte. Wie sehr würde er doch nun ihre Gesellschaft schätzen, wenn sie nur bei ihm sitzen und beide miteinander gegen die Außenwelt konspirieren würden.
Ihm war durchaus bewusst das sie sicherlich von ihrem Orden welchen sie leitete eingenommen war somit musste er einfach geduldig warten, wäre es gewiss nicht die eleganteste Art sich ihr einfach aufzudrängen und ihre wahrscheinlich knapp bemessene Zeit zu stehlen.
Irgendwie musste er schmunzeln, als er sich ertappte wie sehr ihm doch etwas fehlte wenn sie nicht da war. Noch eine ganze Weile lagen seine Augen auf den Flammen des Kamins welche spielend hin und her tanzten als ihm auch schon die Augen zufielen und das leere Weinglas fast lautlos gen Boden glitt.
Auch diese Nacht träumte er von ihr, wie sie zu zweit auf einem Berg von Leichen standen und sich das Werk ihrer Zerstörungskraft gemeinsam ansahen. Um Varoth und Lanaya brannten die Häuser ja sie befanden sich in einer Stadt, wenn er auch nicht ganz wusste um welche es sich handelte war es doch egal. Die Häuser brannten die Leute schrien als ihnen das Leben ausgehaucht wurden und Krathor blickte gewiss wohlwollend auf ihn herab.
Es war ein schöner Traum welcher hoffentlich irgendwann einmal in Erfüllung gehen könnte so er weiter für sie interessant blieb.
Zuletzt geändert von Varoth Lycron am Donnerstag 13. November 2008, 07:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Lanaya Shevanor
Lachend warf sie die silberblonden Haare zurück um sie mit den schmalen Fingern neu zusammen zu nehmen. Sie hatte sich losgesagt und dem Wesen seinen Willen gelassen. Anderes schwebte ihr vor, fesselnderes von dem sie sich mehr versprach als die Herrschaft über den Orden. Vieles war sie gewesen und noch mehr konnte sie sein. Irre klang der ungewohnte Laut von den Wänden wieder was wie verstummen ließ. Wild flackerte der Blick durch die fremde Kammer und blieb am Bett des wenig vertrauten Mannes haften. Ein Spielzeug das sie nur aus einem Grund interessierte. Verbissen hütete sie das kleine Geheimnis und wandte sich in aller Ruhe ab. Sollte er schlafen, sich erholen und an dem verwirrenden Glauben festhalten sie würde ihm je mehr als ein schnelles Ende zugestehen. Ihr ward gleich was er tat solange es ihre Pläne nicht durchkreuzte. Längst schon hatte sie ihre Magie genutzt um sich ein anderes Antlitz zu verschaffen und fand in eine Rolle die ihr erlaubte die Studien weiter zu treiben. Nach und nach erforschte die Arkoritherin unbekanntes Gebiet, die Menschen die so fremdartig im Gefüge zu wirken wussten und kombinierte das Erfahrene mit der alten Anweisung. Nie vergaß sie ihre Zugehörigkeit doch finden würde man die Arcomaga nicht. Stunden wurden zu Tagen, Tage zu Wochen und schließlich verließ sie den Fremden ohne jegliche Nachricht. Kostbarkeiten, Kleider und Geschmeide blieben zurück. Einzig der aufwendige Siegelring fand an den Finger zurück an den er gehörte.
Mit gestrafften Schultern sah sie nicht zurück als ihre Füße sie in Richtung des Hafens trugen. Ein wenig Gold hier, einige Drohungen dort und sie hatte was sie wollte. Vorbereitungen wurden in aller Eile getroffen und abgeschlossen. Wochen verbrachte sie dann in einer kleinen Kammer, ließ nicht zu das jemand diese betrat und schien nicht müde zu werden sich mit einigen, alten Schriften zu befassen. Bewusst setzte sie ihre magischen Fähigkeiten sehr sparsam ein. Alltäglichkeiten wurden neu entdeckt und nicht selten musste sie sich eingestehen wie selbstverständlich sie die Gabe normalerweise gebrauchte. Milered wurde erreicht . Schnell war das beste Pferd gefunden und gesattelt. Tage dauerte der Ritt nach Düsterstein und weitere Tage zurück nach Shevon. Selbst hier webte sie den magischen Schleier, verschaffte sich mit Hilfe ihres einstigen Siegels den notwendigen Zugang zur Burg und stand alsbald vor ihren ehemaligen Vertrauten. Hier erst gab sie sich zu erkennen, zerriss die einfache Tarnung und fand mit erschreckender Schnelligkeit in alte Gewohnheiten zurück. Am Abend jedoch konnte man beobachten wie die ehemalige Baronin mit einem Knie hernieder sank und mit sicherem Griff das Kinn eines Kleinkindes umfasste. Zwei, vielleicht drei Jahre zählte das Mädchen welches ihr mit dunklen, blauen Augen entgegen sah. Fasziniert glitt der Blick der Arkoritherin über das helle Haar und die langen, goldenen Wimpern. Neugierig sah ihr das Mädchen entgegen, hielt still und lachte heiter als die ehemalige Baronin sich erhob und das Kind einmal über sich hielt und an den Seiten kitzelte. Vorsichtig setzte sie das Mädchen ab, sah der Zofe nach die es davon brachte und wandte sich Sravlak zu. >>Ein wunderschönes Mädchen Sravlak. Bedauerlich das sie in Zeiten des Krieges zum ersten Male die Welt erblickte. Gewiss werdet ihr arrangieren was wir vereinbart haben?<< Seine Zustimmung genügte ihr. Langsam wandte sie sich ab, sah über das Land welches sie einst ihr Eigen nannte und lauschte seinen Worten. >>Natürlich hat sie es nicht erfahren, selbst eine Lethra mit ihren Fähigkeiten vermag nicht alles zu erlangen wonach sie strebt. Desweiteren ist der Zeitpunkt gekommen von dem wir sprachen ihr werdet veranla...<< Ein strafender Blick auf seinen erschrockenen Ausruf hin und gelassen brachte sie ihre Worte zu Ende >>...veranlassen was vereinbart wurde. Vier Tage, nicht mehr und nicht weniger. Ihr und eure Frau waren stets meine fähigsten Vertrauten. Deshalb will ich euch eine Empfehlung aussprechen. Eure Tochter wird gewiss die beste Ausbildung erhalten die das Lehen bietet. Es wird der Tag kommen an dem sich entscheidet worüber wir sprachen. Nördlich von Klaras Bucht werdet ihr finden was ich einst verbannte. Sie und ihre Hilfe sind meine Empfehlung an euch.<< Stumm nahm sie die Antworten hin, schwieg auf Fragen und gab weder Bitten noch Drängen nach.
Am Abend verließ die Fremde die man so rasch zum Regenten vorgelassen hatte die Burg bereits wieder. Alleine, ohne das Pferd mit dem sie gekommen war und gehüllt in einfaches Tuch. Die Schritte wirkten sicher und brachten sie innerhalb weniger Stunden in die weniger besiedelten Teile des Lehens. Hier erst nutzte sie ihre Magie und brachte sich auf schnellstem Wege in die Ruinen des Turmes. Erinnerungen lagen in den Trümmern begraben doch noch immer zeugten die verzerrten Klangbilder von der Vergangenheit. Stumm fuhren die Fingerspitzen in gewohnter Geste über den Stein. Von einer Sekunde zur Anderen jedoch entlud sie die Wut die man ihr nicht angesehen hatte in einem Schrei, begleitet von einer Geste die Steine, Erde und ein gutes Stück der Mauer einige Meter weit fort schleuderte. Nachdem der Lärm verstummt und der Staub sich verzogen hatte glitte ihr Blick über die Kerbe jene der Ausbruch hinterlassen hatte. War es nicht immer so das Emotionen etwas zurück ließen? Meist waren es unliebsame Erinnerungen die, besonders prägend, über Jahre nagen konnten. Der Gedanke brachte sie zum Schmunzeln. Bedachter sah sie sich nun um, konzentrierte sich auf die Klangstrukturen und hatte bald schon die Stelle gefunden an der sich die Mächte bündelten. Schmerzliche Eingriffe erschufen groteske Disharmonien während sich Steine verschoben, Muster in die Erde brannten und ein rituelles Zeichen geschaffen wurde. Beharrlich rezitierte sie die Formeln jene sie während der Fahrt studiert hatte und begann damit das Symbol entsprechend vorzubereiten.
Linien durchkreuzten sich, bildeten wirre Muster und langsam versank die Welt in Dunkelheit. Unbemerkt war der Abend der Nacht gewichen und noch immer stand sie hier, mitten in der Öde an einem Ort den die Menschen von Natur aus mieden. Ein letzter Blick über die Landschaft und Lanaya betrat die Mitte des Symboles. Die Bewegung mit der sie die Arme hob war schleppender Natur. Der gewohnte Elan fehlte als wolle sie das Unvermeidliche hinaus zögern dann ging ein Ruck durch den dünnen Körper. Haltung und Aufmachung drückten die gewohnte Macht aus und niemand hätte in diesem Augenblick bestreiten können hier eine Herrscherin vor sich zu haben. Abermals bündelte sie Kräfte zu einem Zweck vor dem sich selbst die Mächtigsten fürchteten. Stunden zog sich der Ritus fort und schließlich erhellte ein greller Blitz die Lichtung. Im nächsten Moment war die Frau auf dem Symbol nicht mehr zu sehen.
Hitze und Qualm brachten sie zum Husten. Etwas war nicht wie es sein sollte und dennoch konnte sie eine Veränderung nicht verleugnen. Undeutlich sah sie etwas heran zischen und griff ohne zu überlegen auf ihre Fähigkeiten zurück. Im letzten Moment parierte sie den Hieb der schmalen Schlagwaffe und brachte sich mit drei Schritten auf Abstand. Schmerzlich drangen Worte in ihr Bewusstsein und formten sich nach und nach zu sinnvollen Sätzen als lerne die Wesenheit in Windeseile mit ihr in Verbindung zu treten. Achtsam wartete sie ab, verharrte in der ungastlichen Zwischenwelt. >>Wäre dem nicht so wäre ich nicht bis hier gelangt<< Weitere Fragen und die entsprechenden Antworten folgten. Was sie wollte wurde offen gelegt und der Preis wurde genannt. War sie wirklich bereit ihn zu bezahlen. War es das Wert? Zweifel kamen auf, verunsicherten sie und zum ersten Mal in ihrem Leben erschien ihr eine getroffene Entscheidung nicht länger als richtig. Doch hier, in dieser Zwischenwelt, in seinem Refugium war es zu spät. Sie wusste es – er wusste es. Langsam trat sie durch die Schwaden hindurch in Richtung des Schwertes. >>.. ich stimme zu...<< Mehr war nicht nötig. Bindender hätte der Pakt nicht sein können. Noch einen Moment wurde der Husten unterdrückt, die tränenden Augen zwanghaft geöffnet dann breitete sie die Arme aus. >>ICH STIMME ZU<< Lauter, energischer – worauf wartete er? Sie war nervös und wusste das er sich daran weiden würde. Gerade setzte sie an abermals etwas zu sagen da erklang erneut der zischende Laut. Es war das letzte was die Arkoritherin vernahm. Im nächsten Moment wurde es schwarz vor ihren Augen und der Körper sank zu Boden. Dumpf schlug etwas auf und blieb nach kurzer Zeit neben dem Torso liegen.
An anderer Stelle begann das magische Symbol zu glimmen. Tauchte Ruinen und Nacht in kaltes Blau und nutzt die ihm gegebene Macht um den Zweck zu erfüllen zu dem es geschaffen worden war. An diesem Ort waren nicht wenige Momente sondern Tage verstrichen. Ein Mann wartete mit verschränkten Armen und einem gehetzten Blick nahe der Mauern. Ihm hatte man eine Aufgabe gegeben die ihn verwunderte. Bislang war es ihm nicht vergönnt gewesen Düsterstein zu verlassen. Selbst Shevon hatte er nicht betreten dürfen. Doch hier, an diesem Tage, hatte man ihn an die Grenzen Shevanors beordert und gezwungen zu warten. Den ganzen Tag hatte er gewartet und sich nicht wohl gefühlt. Irgendetwas bargen die Ruinen das noch schlummerte und daran war gewiss nicht dieses wirre Zeichen in seiner Nähe schuld. Fast wäre er bei dem Lichterspiel davongelaufen dann jedoch erkannte er das sich etwas formte. Was es war vermochte er nicht zu erkennen doch nun da nichts weiter passierte entzündete er seine Fackel an seinem kleinen Lagerfeuer und wagte sich näher. Erschrocken zuckte er zurück als seine Stiefelspitze gegen etwas traf und senkte den Lichtschein der Fackel ab. Waren es Sekunden oder eine geschlagene Minute die der Mann damit verbrachte die wirren, silberblonden Haare und hohen Wangenknochen zu betrachten? Zumindest wirbelte er im nächsten Moment herum und übergab sich begleitet von würgenden Geräuschen. Das Gesicht des abgetrennten Kopfes brachte Erinnerungen zurück die den Bann brachen unter dem er die letzten Jahre gelitten hatte. Sorgsam vergewisserte er sich hier keine Fälschung vor sich zu haben und untersuchte Kopf und Körper nachdem sein Magen zur Ruhe gefunden hatte. Bald schon waren die Zweifel beseitigt und er nahm den leblosen Körper auf um ihn über den Rücken des Tieres zu legen das man ihm gegeben hatte. Der Kopf wurde angehoben und er hielt ihn sich einen Moment vor Augen. Noch war sie wunderschön und seltsamerweise hatten die Augen nichts von ihrem Blau verloren. Lange konnte er den Anblick nicht ertragen und rasch ward der Kopf in einer Tasche verstaut. Reiter entfernten sich und unwillkürlich straffte er die Schultern, rechnete mit einem Pfeil oder einer List und wurde nicht sicherer als er das Tier immer weiter führte. Sollte er sie begraben? Bald schon musste sie doch unerträglich stinken? Der Tag verstrich er wollte fort, fort von der Insel und fort von den Ungläubigen. Wann immer er die Leiche der ehemaligen Baronin betrachtete schien sie unverändert.
Tage verstrichen und er zweifelte an seinem Verstand. Dies war gegen alle Naturgesetze die er kannte doch andererseits war die Frau schon immer von Seltsamkeiten und Wundern umgeben gewesen die eines Tages Tod und Schrecken gewichen waren. Milered kam in Sicht. Reiter preschten ihm entgegen, begleiteten ihn auf eines der Schiffe und versorgten ihn mit allem was er brauchen würde um sein altes Leben wieder auf zu nehmen. Während der Fahrt dachte er oft daran den teuren Sarg dessen Deckel ein Abbild der Toten spiegelte einfach zu versenken. Über sich brachte er es jedoch nicht. Zu vieles hatte ihn einst an sie gebunden und zu wenig davon Erfüllung gefunden um sich der Verbitterung hinzugeben. Zudem musste man die Wünsche der Toten respektieren, hatte sie zu achten – auch in diesem Fall. Zumindest betete er sich diese und ähnliche Worte vor. Während der Fahrt wurde der Sarg in den man sie in Milered gebettet hatte nicht geöffnet. Quälend langsam verstrichen die Wochen und zweimal musste er auf ihm unbekannten Insel mit der seltsamen Fracht das Schiff wechseln. In Berchgard verließ er das Schiff und ließ den Sarg zurück. Tage würden verstreichen ehe es die Vorräte aufgestockt hatte und im Grunde hatte er überlegt zu vergessen was er da mitgebracht hatte. Sein Gewissen jedoch plagte den Mann und so ward er es der dem Grafen von Arganta doch noch eine Note sandte. Sollte dieser sich der Nachricht widmen würden ihm die Zeilen wohl sehr verworren erscheinen. Immerhin jedoch sollte man entnehmen können wo und warum sich die Tote dort befand wo Telos sie zurückgelassen hatte. Erleichtert und ziemlich durcheinander wandte er sich ab und war endlich bereit die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Man würde ihn auf dem ganzen Festland nicht finden. Was mit der Leiche passieren würde lag nun in anderen Händen. Sollte man den Sarg öffnen würde sich ein unverändertes Bild zeigen. Der abgetrennte Kopf sorgsam an der richtigen Stelle gebettet die geöffneten, leeren Augen die im gewohnten Blau erstrahlten. Auch der Körper sollte wirken wie man ihn zu Lebzeiten kannte.
Auch an anderer Stelle würde man das Ableben der Arkoritherin bemerken. Was ihr zusätzliche Macht verschafft hatte verblasste und das Band ward bereits in jenem Moment getrennt als man Kopf und Körper getrennt hatte. Etwas zog sich zurück, minderte die Macht und nur wenige würden wissen wie dies möglich sein konnte. Sie war die Einzige gewesen die zurückerlangt hatte was man opferte um zu werden was einen Arkorither ausmacht.
Mit gestrafften Schultern sah sie nicht zurück als ihre Füße sie in Richtung des Hafens trugen. Ein wenig Gold hier, einige Drohungen dort und sie hatte was sie wollte. Vorbereitungen wurden in aller Eile getroffen und abgeschlossen. Wochen verbrachte sie dann in einer kleinen Kammer, ließ nicht zu das jemand diese betrat und schien nicht müde zu werden sich mit einigen, alten Schriften zu befassen. Bewusst setzte sie ihre magischen Fähigkeiten sehr sparsam ein. Alltäglichkeiten wurden neu entdeckt und nicht selten musste sie sich eingestehen wie selbstverständlich sie die Gabe normalerweise gebrauchte. Milered wurde erreicht . Schnell war das beste Pferd gefunden und gesattelt. Tage dauerte der Ritt nach Düsterstein und weitere Tage zurück nach Shevon. Selbst hier webte sie den magischen Schleier, verschaffte sich mit Hilfe ihres einstigen Siegels den notwendigen Zugang zur Burg und stand alsbald vor ihren ehemaligen Vertrauten. Hier erst gab sie sich zu erkennen, zerriss die einfache Tarnung und fand mit erschreckender Schnelligkeit in alte Gewohnheiten zurück. Am Abend jedoch konnte man beobachten wie die ehemalige Baronin mit einem Knie hernieder sank und mit sicherem Griff das Kinn eines Kleinkindes umfasste. Zwei, vielleicht drei Jahre zählte das Mädchen welches ihr mit dunklen, blauen Augen entgegen sah. Fasziniert glitt der Blick der Arkoritherin über das helle Haar und die langen, goldenen Wimpern. Neugierig sah ihr das Mädchen entgegen, hielt still und lachte heiter als die ehemalige Baronin sich erhob und das Kind einmal über sich hielt und an den Seiten kitzelte. Vorsichtig setzte sie das Mädchen ab, sah der Zofe nach die es davon brachte und wandte sich Sravlak zu. >>Ein wunderschönes Mädchen Sravlak. Bedauerlich das sie in Zeiten des Krieges zum ersten Male die Welt erblickte. Gewiss werdet ihr arrangieren was wir vereinbart haben?<< Seine Zustimmung genügte ihr. Langsam wandte sie sich ab, sah über das Land welches sie einst ihr Eigen nannte und lauschte seinen Worten. >>Natürlich hat sie es nicht erfahren, selbst eine Lethra mit ihren Fähigkeiten vermag nicht alles zu erlangen wonach sie strebt. Desweiteren ist der Zeitpunkt gekommen von dem wir sprachen ihr werdet veranla...<< Ein strafender Blick auf seinen erschrockenen Ausruf hin und gelassen brachte sie ihre Worte zu Ende >>...veranlassen was vereinbart wurde. Vier Tage, nicht mehr und nicht weniger. Ihr und eure Frau waren stets meine fähigsten Vertrauten. Deshalb will ich euch eine Empfehlung aussprechen. Eure Tochter wird gewiss die beste Ausbildung erhalten die das Lehen bietet. Es wird der Tag kommen an dem sich entscheidet worüber wir sprachen. Nördlich von Klaras Bucht werdet ihr finden was ich einst verbannte. Sie und ihre Hilfe sind meine Empfehlung an euch.<< Stumm nahm sie die Antworten hin, schwieg auf Fragen und gab weder Bitten noch Drängen nach.
Am Abend verließ die Fremde die man so rasch zum Regenten vorgelassen hatte die Burg bereits wieder. Alleine, ohne das Pferd mit dem sie gekommen war und gehüllt in einfaches Tuch. Die Schritte wirkten sicher und brachten sie innerhalb weniger Stunden in die weniger besiedelten Teile des Lehens. Hier erst nutzte sie ihre Magie und brachte sich auf schnellstem Wege in die Ruinen des Turmes. Erinnerungen lagen in den Trümmern begraben doch noch immer zeugten die verzerrten Klangbilder von der Vergangenheit. Stumm fuhren die Fingerspitzen in gewohnter Geste über den Stein. Von einer Sekunde zur Anderen jedoch entlud sie die Wut die man ihr nicht angesehen hatte in einem Schrei, begleitet von einer Geste die Steine, Erde und ein gutes Stück der Mauer einige Meter weit fort schleuderte. Nachdem der Lärm verstummt und der Staub sich verzogen hatte glitte ihr Blick über die Kerbe jene der Ausbruch hinterlassen hatte. War es nicht immer so das Emotionen etwas zurück ließen? Meist waren es unliebsame Erinnerungen die, besonders prägend, über Jahre nagen konnten. Der Gedanke brachte sie zum Schmunzeln. Bedachter sah sie sich nun um, konzentrierte sich auf die Klangstrukturen und hatte bald schon die Stelle gefunden an der sich die Mächte bündelten. Schmerzliche Eingriffe erschufen groteske Disharmonien während sich Steine verschoben, Muster in die Erde brannten und ein rituelles Zeichen geschaffen wurde. Beharrlich rezitierte sie die Formeln jene sie während der Fahrt studiert hatte und begann damit das Symbol entsprechend vorzubereiten.
Linien durchkreuzten sich, bildeten wirre Muster und langsam versank die Welt in Dunkelheit. Unbemerkt war der Abend der Nacht gewichen und noch immer stand sie hier, mitten in der Öde an einem Ort den die Menschen von Natur aus mieden. Ein letzter Blick über die Landschaft und Lanaya betrat die Mitte des Symboles. Die Bewegung mit der sie die Arme hob war schleppender Natur. Der gewohnte Elan fehlte als wolle sie das Unvermeidliche hinaus zögern dann ging ein Ruck durch den dünnen Körper. Haltung und Aufmachung drückten die gewohnte Macht aus und niemand hätte in diesem Augenblick bestreiten können hier eine Herrscherin vor sich zu haben. Abermals bündelte sie Kräfte zu einem Zweck vor dem sich selbst die Mächtigsten fürchteten. Stunden zog sich der Ritus fort und schließlich erhellte ein greller Blitz die Lichtung. Im nächsten Moment war die Frau auf dem Symbol nicht mehr zu sehen.
Hitze und Qualm brachten sie zum Husten. Etwas war nicht wie es sein sollte und dennoch konnte sie eine Veränderung nicht verleugnen. Undeutlich sah sie etwas heran zischen und griff ohne zu überlegen auf ihre Fähigkeiten zurück. Im letzten Moment parierte sie den Hieb der schmalen Schlagwaffe und brachte sich mit drei Schritten auf Abstand. Schmerzlich drangen Worte in ihr Bewusstsein und formten sich nach und nach zu sinnvollen Sätzen als lerne die Wesenheit in Windeseile mit ihr in Verbindung zu treten. Achtsam wartete sie ab, verharrte in der ungastlichen Zwischenwelt. >>Wäre dem nicht so wäre ich nicht bis hier gelangt<< Weitere Fragen und die entsprechenden Antworten folgten. Was sie wollte wurde offen gelegt und der Preis wurde genannt. War sie wirklich bereit ihn zu bezahlen. War es das Wert? Zweifel kamen auf, verunsicherten sie und zum ersten Mal in ihrem Leben erschien ihr eine getroffene Entscheidung nicht länger als richtig. Doch hier, in dieser Zwischenwelt, in seinem Refugium war es zu spät. Sie wusste es – er wusste es. Langsam trat sie durch die Schwaden hindurch in Richtung des Schwertes. >>.. ich stimme zu...<< Mehr war nicht nötig. Bindender hätte der Pakt nicht sein können. Noch einen Moment wurde der Husten unterdrückt, die tränenden Augen zwanghaft geöffnet dann breitete sie die Arme aus. >>ICH STIMME ZU<< Lauter, energischer – worauf wartete er? Sie war nervös und wusste das er sich daran weiden würde. Gerade setzte sie an abermals etwas zu sagen da erklang erneut der zischende Laut. Es war das letzte was die Arkoritherin vernahm. Im nächsten Moment wurde es schwarz vor ihren Augen und der Körper sank zu Boden. Dumpf schlug etwas auf und blieb nach kurzer Zeit neben dem Torso liegen.
An anderer Stelle begann das magische Symbol zu glimmen. Tauchte Ruinen und Nacht in kaltes Blau und nutzt die ihm gegebene Macht um den Zweck zu erfüllen zu dem es geschaffen worden war. An diesem Ort waren nicht wenige Momente sondern Tage verstrichen. Ein Mann wartete mit verschränkten Armen und einem gehetzten Blick nahe der Mauern. Ihm hatte man eine Aufgabe gegeben die ihn verwunderte. Bislang war es ihm nicht vergönnt gewesen Düsterstein zu verlassen. Selbst Shevon hatte er nicht betreten dürfen. Doch hier, an diesem Tage, hatte man ihn an die Grenzen Shevanors beordert und gezwungen zu warten. Den ganzen Tag hatte er gewartet und sich nicht wohl gefühlt. Irgendetwas bargen die Ruinen das noch schlummerte und daran war gewiss nicht dieses wirre Zeichen in seiner Nähe schuld. Fast wäre er bei dem Lichterspiel davongelaufen dann jedoch erkannte er das sich etwas formte. Was es war vermochte er nicht zu erkennen doch nun da nichts weiter passierte entzündete er seine Fackel an seinem kleinen Lagerfeuer und wagte sich näher. Erschrocken zuckte er zurück als seine Stiefelspitze gegen etwas traf und senkte den Lichtschein der Fackel ab. Waren es Sekunden oder eine geschlagene Minute die der Mann damit verbrachte die wirren, silberblonden Haare und hohen Wangenknochen zu betrachten? Zumindest wirbelte er im nächsten Moment herum und übergab sich begleitet von würgenden Geräuschen. Das Gesicht des abgetrennten Kopfes brachte Erinnerungen zurück die den Bann brachen unter dem er die letzten Jahre gelitten hatte. Sorgsam vergewisserte er sich hier keine Fälschung vor sich zu haben und untersuchte Kopf und Körper nachdem sein Magen zur Ruhe gefunden hatte. Bald schon waren die Zweifel beseitigt und er nahm den leblosen Körper auf um ihn über den Rücken des Tieres zu legen das man ihm gegeben hatte. Der Kopf wurde angehoben und er hielt ihn sich einen Moment vor Augen. Noch war sie wunderschön und seltsamerweise hatten die Augen nichts von ihrem Blau verloren. Lange konnte er den Anblick nicht ertragen und rasch ward der Kopf in einer Tasche verstaut. Reiter entfernten sich und unwillkürlich straffte er die Schultern, rechnete mit einem Pfeil oder einer List und wurde nicht sicherer als er das Tier immer weiter führte. Sollte er sie begraben? Bald schon musste sie doch unerträglich stinken? Der Tag verstrich er wollte fort, fort von der Insel und fort von den Ungläubigen. Wann immer er die Leiche der ehemaligen Baronin betrachtete schien sie unverändert.
Tage verstrichen und er zweifelte an seinem Verstand. Dies war gegen alle Naturgesetze die er kannte doch andererseits war die Frau schon immer von Seltsamkeiten und Wundern umgeben gewesen die eines Tages Tod und Schrecken gewichen waren. Milered kam in Sicht. Reiter preschten ihm entgegen, begleiteten ihn auf eines der Schiffe und versorgten ihn mit allem was er brauchen würde um sein altes Leben wieder auf zu nehmen. Während der Fahrt dachte er oft daran den teuren Sarg dessen Deckel ein Abbild der Toten spiegelte einfach zu versenken. Über sich brachte er es jedoch nicht. Zu vieles hatte ihn einst an sie gebunden und zu wenig davon Erfüllung gefunden um sich der Verbitterung hinzugeben. Zudem musste man die Wünsche der Toten respektieren, hatte sie zu achten – auch in diesem Fall. Zumindest betete er sich diese und ähnliche Worte vor. Während der Fahrt wurde der Sarg in den man sie in Milered gebettet hatte nicht geöffnet. Quälend langsam verstrichen die Wochen und zweimal musste er auf ihm unbekannten Insel mit der seltsamen Fracht das Schiff wechseln. In Berchgard verließ er das Schiff und ließ den Sarg zurück. Tage würden verstreichen ehe es die Vorräte aufgestockt hatte und im Grunde hatte er überlegt zu vergessen was er da mitgebracht hatte. Sein Gewissen jedoch plagte den Mann und so ward er es der dem Grafen von Arganta doch noch eine Note sandte. Sollte dieser sich der Nachricht widmen würden ihm die Zeilen wohl sehr verworren erscheinen. Immerhin jedoch sollte man entnehmen können wo und warum sich die Tote dort befand wo Telos sie zurückgelassen hatte. Erleichtert und ziemlich durcheinander wandte er sich ab und war endlich bereit die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Man würde ihn auf dem ganzen Festland nicht finden. Was mit der Leiche passieren würde lag nun in anderen Händen. Sollte man den Sarg öffnen würde sich ein unverändertes Bild zeigen. Der abgetrennte Kopf sorgsam an der richtigen Stelle gebettet die geöffneten, leeren Augen die im gewohnten Blau erstrahlten. Auch der Körper sollte wirken wie man ihn zu Lebzeiten kannte.
Auch an anderer Stelle würde man das Ableben der Arkoritherin bemerken. Was ihr zusätzliche Macht verschafft hatte verblasste und das Band ward bereits in jenem Moment getrennt als man Kopf und Körper getrennt hatte. Etwas zog sich zurück, minderte die Macht und nur wenige würden wissen wie dies möglich sein konnte. Sie war die Einzige gewesen die zurückerlangt hatte was man opferte um zu werden was einen Arkorither ausmacht.
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Rafael von Arganta
Er starrte auf die Zeilen in seiner Hand, legte sie dann zur Seite, nicht wirklich wissend was genau er davon halten sollte.
Doch er wollte keine Zeit verstreich lassen, so rief er nach Deso und Alexandre um mit ihnen gemeinsam nach Berchgard zu reiten.
Dort angekommen, war es ein leichtes den Sarg zu finden und gänzlich zu bergen.
Rafael widerstand der Versuchung diesen zu öffnen, ließ ihn dann gen der Festung bringen, und so verließ man unter neugierigen Augen der Bevölkerung die Mienerstadt.
Rafael trieb die kleine Truppe an, selber seine Neugier im Zaume haltend bis sie ihr Ziel erreicht hatten.
„Aufmachen.“ Befahl er dann knapp, als die Beiden den Sarg abgestellt hatten.
Deso besorgte zwei Stemmeisen und gemeinsam mit Alexandre öffneten sie den Sarg, schoben den Deckel zur Seite und starrten Minutenlang auf das Bild der für sie Unbekannten.
Rafael indes kannte die Person nur zu gut.
Fast zurückprallend ging er ein Schritt zurück, blieb dann aber stehen und blickte teils mit Genugtuung aber wie er auch irritiert feststellte mit Bedauern auf die Tote.
„Lanaya von Shevanor.“ Wisperte er ihren Namen und straffte sich dann.
Er sollte froh sein das sie tot war.
Er sollte es hinausschreien.. vor Freude !!!! Einen solchen, mächtigen Feind ... tot ... in seinen Händen.
Und dennoch ... Bedauern.
„Schließt den Sarg, bringt ihn in den Keller.“ Meinte er kehlig und trat davon. Hinauf in die Festung auf den Balkon wo er alleine sein Konnte.
Einen mächtigen Gegner weniger.
Erinnerungen schossen ihm durch den Kopf. Erinnerungen an eine starke, hübsche, machtvolle Frau.
Zuletzt ihr Zusammentreffen hinter Varuna, der Kampf, der teilweise interessante Wendungen hatte.
Sie hatte am Ende jetzt bekommen was sie verdient hatte. Den Tod!
Er würde sich mit Adrian zusammensetzen und dann überlegen ob und wenn ja, wie man daraus vielleicht noch Kapital schlagen konnte.
Doch er wollte keine Zeit verstreich lassen, so rief er nach Deso und Alexandre um mit ihnen gemeinsam nach Berchgard zu reiten.
Dort angekommen, war es ein leichtes den Sarg zu finden und gänzlich zu bergen.
Rafael widerstand der Versuchung diesen zu öffnen, ließ ihn dann gen der Festung bringen, und so verließ man unter neugierigen Augen der Bevölkerung die Mienerstadt.
Rafael trieb die kleine Truppe an, selber seine Neugier im Zaume haltend bis sie ihr Ziel erreicht hatten.
„Aufmachen.“ Befahl er dann knapp, als die Beiden den Sarg abgestellt hatten.
Deso besorgte zwei Stemmeisen und gemeinsam mit Alexandre öffneten sie den Sarg, schoben den Deckel zur Seite und starrten Minutenlang auf das Bild der für sie Unbekannten.
Rafael indes kannte die Person nur zu gut.
Fast zurückprallend ging er ein Schritt zurück, blieb dann aber stehen und blickte teils mit Genugtuung aber wie er auch irritiert feststellte mit Bedauern auf die Tote.
„Lanaya von Shevanor.“ Wisperte er ihren Namen und straffte sich dann.
Er sollte froh sein das sie tot war.
Er sollte es hinausschreien.. vor Freude !!!! Einen solchen, mächtigen Feind ... tot ... in seinen Händen.
Und dennoch ... Bedauern.
„Schließt den Sarg, bringt ihn in den Keller.“ Meinte er kehlig und trat davon. Hinauf in die Festung auf den Balkon wo er alleine sein Konnte.
Einen mächtigen Gegner weniger.
Erinnerungen schossen ihm durch den Kopf. Erinnerungen an eine starke, hübsche, machtvolle Frau.
Zuletzt ihr Zusammentreffen hinter Varuna, der Kampf, der teilweise interessante Wendungen hatte.
Sie hatte am Ende jetzt bekommen was sie verdient hatte. Den Tod!
Er würde sich mit Adrian zusammensetzen und dann überlegen ob und wenn ja, wie man daraus vielleicht noch Kapital schlagen konnte.
Zuletzt geändert von Rafael von Arganta am Freitag 5. Dezember 2008, 08:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Varoth Lycron
Der Tag an dem die Verbindung zweier Seelen getrennt wurde.
Zeitgleich während Lanaya ihr Ende fand, saß Varoth unterdessen in seinem Wohnzimmer bei einem Glas Wein in seinem Sessel und starrte in die züngelnden Flammen des Kamins.
Ab und an blickte er suchend auf den leeren Platz neben ihm wo sie sonst verweilte, im ersten Moment sah er zufrieden aus als würde er ein Abbild ihrer selbst dort sitzen sehen.
Doch immer wieder wurde ihm klar das sie nicht da war, er war es bereits gewohnt das sie oftmals ohne etwas zu sagen einfach ein paar Tage verschwunden war doch diesmal war es anders.
Ein ungutes Gefühl plagte in komischerweise, während er hoffte es habe nichts zu bedeuten.
Irgendetwas war einfach anders, er konnte sonst stets einen Teil von ihr spüren doch diesmal schien es so als würde ebenso dieser Teil wie sie, einfach langsam immer weiter und weiter sich entfernen.
Dieser Packt den sie schlossen und welcher sie in gewisser weise miteinander verband war ein Teil von ihm geworden, er hatte sich an das Gefühl gewöhnt das sie stets auf eine gewisse Weise mit ihm verbunden war. Egal zu welcher Zeit auch immer war sie irgendwo in seinem Inneren und lies nicht ab von ihm ebenso wie er es bei ihr tat. Beide waren sich der Konsequenzen des Packtes bewusst und dennoch gingen sie ihn beide ein.
Immer wieder versuchte er irgendwie heraus zu finden was sie gerade tat wie es ihr ging oder wo sie überhaupt sei. Doch da, plötzlich war sie verschwunden, dieses Gefühl in ihm war verschwunden. Er spürte ihre Anwesenheit nicht mehr, schien es doch fast so als wäre sie von einen Moment auf den Anderen vom Erdboden verschluckt worden.
Auch das Lied vermochte jene Verbindung nicht mehr aufrecht zu erhalten und ebenso wie sie aus Varoth verschwand, löste sich auch die Verbindung über das Lied auf.
Varoth fühlte wie sich Einsamkeit in seinem Körper breit machte, ein Gefühl als hätte man ihm einen Teil seines Inneren heraus gerissen. Ja man könnte meinen in Varoth habe sich ein schwarzes Loch geöffnet.
Wieder blickte er gen des Sessels zu seiner Linken, Varoth sah sie ein letztes mal ehe sie wie ein immer blasser werdender Schemen, mit der räumlichen Umgebung verschmolz.
Möge Krathor deiner Seele gnädig sein Lanaya man wird sich gewiss wieder sehen.
Waren die letzten Worte welche seine Lippen an diesen Abend verließen.
Zeitgleich während Lanaya ihr Ende fand, saß Varoth unterdessen in seinem Wohnzimmer bei einem Glas Wein in seinem Sessel und starrte in die züngelnden Flammen des Kamins.
Ab und an blickte er suchend auf den leeren Platz neben ihm wo sie sonst verweilte, im ersten Moment sah er zufrieden aus als würde er ein Abbild ihrer selbst dort sitzen sehen.
Doch immer wieder wurde ihm klar das sie nicht da war, er war es bereits gewohnt das sie oftmals ohne etwas zu sagen einfach ein paar Tage verschwunden war doch diesmal war es anders.
Ein ungutes Gefühl plagte in komischerweise, während er hoffte es habe nichts zu bedeuten.
Irgendetwas war einfach anders, er konnte sonst stets einen Teil von ihr spüren doch diesmal schien es so als würde ebenso dieser Teil wie sie, einfach langsam immer weiter und weiter sich entfernen.
Dieser Packt den sie schlossen und welcher sie in gewisser weise miteinander verband war ein Teil von ihm geworden, er hatte sich an das Gefühl gewöhnt das sie stets auf eine gewisse Weise mit ihm verbunden war. Egal zu welcher Zeit auch immer war sie irgendwo in seinem Inneren und lies nicht ab von ihm ebenso wie er es bei ihr tat. Beide waren sich der Konsequenzen des Packtes bewusst und dennoch gingen sie ihn beide ein.
Immer wieder versuchte er irgendwie heraus zu finden was sie gerade tat wie es ihr ging oder wo sie überhaupt sei. Doch da, plötzlich war sie verschwunden, dieses Gefühl in ihm war verschwunden. Er spürte ihre Anwesenheit nicht mehr, schien es doch fast so als wäre sie von einen Moment auf den Anderen vom Erdboden verschluckt worden.
Auch das Lied vermochte jene Verbindung nicht mehr aufrecht zu erhalten und ebenso wie sie aus Varoth verschwand, löste sich auch die Verbindung über das Lied auf.
Varoth fühlte wie sich Einsamkeit in seinem Körper breit machte, ein Gefühl als hätte man ihm einen Teil seines Inneren heraus gerissen. Ja man könnte meinen in Varoth habe sich ein schwarzes Loch geöffnet.
Wieder blickte er gen des Sessels zu seiner Linken, Varoth sah sie ein letztes mal ehe sie wie ein immer blasser werdender Schemen, mit der räumlichen Umgebung verschmolz.
Möge Krathor deiner Seele gnädig sein Lanaya man wird sich gewiss wieder sehen.
Waren die letzten Worte welche seine Lippen an diesen Abend verließen.
Zuletzt geändert von Varoth Lycron am Mittwoch 10. Dezember 2008, 05:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Rafael von Arganta
Er starrte lange noch auf das frisch zu geschüttete Grab.
„Wir ehren selbst den Feind denn auch er ist ein Kind Eluives.“ Stand auf dem schmucklosem Grabstein.
„Jetzt habe ich dich!“ meinte er leise und emotionslos. „Für immer gefangen in den Mauern der Allianz. Hättest du dir das je gedacht? Aber deine Seele hat jetzt Ruhe. Ein für alle Male Ruhe.“
Lanaya von Shevenor ... Zwei Priester des Horteras und eine der Temora hatten das Grab und die Tote gesegnet, in einer sehr langen Zeremonie, die selbst Rafael schon fast zu lange dauerte. Aber die Worte die Segnungen die gesprochen wurden waren wohl nötig gewesen, um sicher zu gehen das die Seele frieden fand.
Lange genug hatte die Akoritherin auf der dunklen Seite gestanden, nur so würde ihr Seele endlich Frieden finden. Nur schade das es die Frau nicht mehr erfuhr, nicht mehr begreifen konnte.
Hudgarr hatte verlangt das noch ein Name ... Ihr Name an dem Grab angebracht werden sollte, aber irgendwie vermochte Rafael sich noch nicht dazu durch zu ringen.
Sollte wirklich jeder Gast der herkam wissen... erfahren wer hier begraben war?
Rafael behagte das überhaupt nicht.
Viel wichtiger war das niemand wusste wo die Leiche nun war.
Es reichte das die Akorither wussten das er sie hatte.
Der Alka wollte sie nicht, aber diese dunklen Magier hatten deutlichst ihm gegenüber ihr Interesse bekundet.
Aber für Rafael gab es kaum ein Preis den er bereit war mit der Toten zu bezahlen.
Die Gebeine Anaras ... sicherlich. Das hatte er sogar erhofft, doch der Alka ging nicht auf diesen Tausch ein.
Nun jedenfalls lag sie gesegnet hier. Begraben von ihrem Feinde.
Hatte er ihr wahrlich vergeben?
Er wusste es nicht wirklich. Er hegte keinen Groll mehr gegen sie ... warum auch. Sie war tot.
Und sie hatte hoffentlich jetzt .. und hier ihre Ruhe gefunden.
„Wir ehren selbst den Feind denn auch er ist ein Kind Eluives.“ Stand auf dem schmucklosem Grabstein.
„Jetzt habe ich dich!“ meinte er leise und emotionslos. „Für immer gefangen in den Mauern der Allianz. Hättest du dir das je gedacht? Aber deine Seele hat jetzt Ruhe. Ein für alle Male Ruhe.“
Lanaya von Shevenor ... Zwei Priester des Horteras und eine der Temora hatten das Grab und die Tote gesegnet, in einer sehr langen Zeremonie, die selbst Rafael schon fast zu lange dauerte. Aber die Worte die Segnungen die gesprochen wurden waren wohl nötig gewesen, um sicher zu gehen das die Seele frieden fand.
Lange genug hatte die Akoritherin auf der dunklen Seite gestanden, nur so würde ihr Seele endlich Frieden finden. Nur schade das es die Frau nicht mehr erfuhr, nicht mehr begreifen konnte.
Hudgarr hatte verlangt das noch ein Name ... Ihr Name an dem Grab angebracht werden sollte, aber irgendwie vermochte Rafael sich noch nicht dazu durch zu ringen.
Sollte wirklich jeder Gast der herkam wissen... erfahren wer hier begraben war?
Rafael behagte das überhaupt nicht.
Viel wichtiger war das niemand wusste wo die Leiche nun war.
Es reichte das die Akorither wussten das er sie hatte.
Der Alka wollte sie nicht, aber diese dunklen Magier hatten deutlichst ihm gegenüber ihr Interesse bekundet.
Aber für Rafael gab es kaum ein Preis den er bereit war mit der Toten zu bezahlen.
Die Gebeine Anaras ... sicherlich. Das hatte er sogar erhofft, doch der Alka ging nicht auf diesen Tausch ein.
Nun jedenfalls lag sie gesegnet hier. Begraben von ihrem Feinde.
Hatte er ihr wahrlich vergeben?
Er wusste es nicht wirklich. Er hegte keinen Groll mehr gegen sie ... warum auch. Sie war tot.
Und sie hatte hoffentlich jetzt .. und hier ihre Ruhe gefunden.