Stärke der Macht

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Kyrsal Aethyr

Stärke der Macht

Beitrag von Kyrsal Aethyr »

Wissen - Die Stärke der Macht

Wissen erlangen um unsere Macht zu fördern war das einzig relevante.
Die Aufgaben die mir übertragen wurden, stellte ich nie in Frage und die Methoden der Informationsbeschaffung waren vielseitig.

Der Meisterschmied.

Wir wurden ausgestattet mit bekannten Waffen, doch mir unbekannten Metallen und Legierungen. Die Aufgabe, alles über die Waffen zu erfahren, sowie die Kampftechniken zu erlernen, stellte sich als einfach heraus. Ein Schmied musste her. Ich hörte vom Handelshaus in Berchgard. Ein Meister seines Faches. Thancred. Er erzählte bereitwillig, alles was wir wissen mussten. Er erklärte uns von Coeliumerze bis Pyrianerze alles. Er erzählte von ihren Wirkungen, die Macht des Sturmes und erklärte anhand von Beispielen, dass es zu jeder Kreatur eine passende Waffe und Legierung gäbe. Wir kauften einige Dinge bei ihm, bedankten und verabschiedeten uns und wussten, dass es nicht der letzte Besuch bei ihm war.

Gorillastudien mit Heilern und Waldläufern.

Eine Heilerin konnte mir doch einiges mehr über Gorillas berichten, als ich zuerst gedacht hatte. Am Tag zuvor war sie durch Vorbereitungen eines anstehenden Kinderfestes abgelenkt und vertröstete mich auf den nächsten Tag. Die Tavernenbesitzerin neben an, bot mir ein Zimmer für einen längeren Zeitraum und ich nutzte den Rest des Tages, um andere Menschen aufzusuchen und mir weitere Informationen zu meiner Aufgabenstellung anzueignen. Menschen antworten allerdings nicht einfach so auf Fragen. Erst wurden Erklärungen gefordert, warum ein junger Mann wie ich, etwas über Wildtiere erfahren wollte. Nach einigen kurzen und zurechtgelegten Halbwahrheiten erhielt ich zumeist meine Informationen.

Die Heilerin, Trutta Drachenfels, suchte ich dann am nächsten Abend erneut auf. Sie konnte mir tatsächlich einiges über die Gebärdensprache der Tiere berichten. Sie erzählte mir alles was sie über die Tiere bisher in Erfahrung bringen konnte und erklärte mir, an welchen Orten ich weitere Fachbücher finden könnte. Ich erfuhr ebenso von einer Gorillafamilie im Südwesten des Landes und konnte mit den mir genannten Informationen auch tatsächlich einige Beobachtungen durchführen.

Einige Zeit verbrachte ich noch damit, Bauern und Bibliotheken aufzusuchen um die erhaltenen Informationen mit meinen Aufzeichnungen zu vergleichen und zu ergänzen. Durch Zufall konnte ich ein Gespräch von Waldläufern belauschen – die sich, wie sich später herausstellte, Waldgeister nannten. Es dauerte nicht lange und ich bat um ein Gespräch mit den beiden. Die Frau, es mag in ihrer Natur liegen, war neugierig und stellte viele Fragen, bevor sie auch nur eine informative Antwort preisgab. Der Mann konnte mir nur Dinge erzählen, die ich schon bereits in Erfahrung gebracht hatte. Sie wollten weitere Waldgeister befragen um mir mehr Antworten zu beschaffen. Das Gespräch war das längste, aber nicht das informativste im Bezug auf meine derzeitige Studie. Doch auch der Kontakt zu diesen Leuten erwies sich als interessant. Sicher waren diese Leute, die sich sehr gut in den Landen, Höhlen und Wäldern auskannten, später noch für andere wichtige Informationen zu gebrauchen.

Bajarder Aufruhr und entführte Magier.

Die Idee eines Ordensbruders, nach einem gemeinsamen Gespräch über unsere Aufgaben, einen der Schüler der Academia Arcana zu entführen, um Antworten für unsere Aufgaben zu erhalten, fand sofortigen, gemeinsamen Anklang und wurde sogleich in die Tat umgesetzt. Wir machten uns zu viert auf den Weg nach Bajard - ein Ort an dem sich wirklich alles herumtrieb – und wurden schon nach kurzer Zeit fündig. Der Wortführer an diesem Abend sollte ich sein und der Magier schien Leute wie uns bereits zu kennen. Nach einigen Wortspielereien und widerlich harmonisch klingenden Applikationen, erhielten wir unsere Antworten zum größten Teil. Die gesamte Entwicklung des Abends stellte mich nicht zufrieden. Damit werde ich mich später noch auseinandersetzen. Vorrangig gilt es die gesammelten Informationen zu überprüfen und zusammen zu fassen. Es bleibt nicht mehr viel Zeit, die Antworten werden schon bald erwartet.
Pavel Istor

Beitrag von Pavel Istor »

Vier Schüler, Suchende auf dem Weg zu einer unvorstellbaren Macht. Vier, die die Gabe in sich trugen. Vier Aufgaben.

Pavel stand, stets unter dem wachsamen Auge der Isabella, in leicht gebückter Haltung vor einem der zahlreichen Bücherregale der Bibliothek, sein Finger wanderte suchend die endlosen Kolonnen der Buchrücken entlang. Hin und wieder blieb er an etwas hängen. "Geschichte der Mentalmagie" war ein solcher Buchtitel, der ihn interessierte. Oder "Die Unvollkommenheit des menschlichen Geistes". Aber für die Lektüre spannender Texte blieb ihm keine Zeit, denn es galt, Antworten zu finden.

Schließlich schien er gefunden zu haben, wonach er suchte. Mit einem entschlossenen und festen Handgriff zog er das Buch heraus und besah sich den Buchdeckel noch einmal genauer. Die kostbaren Seiten waren in dunkles Leder eingebunden worden und feine Goldfäden woben zarte Ornamente zu einem Rahmen für die schon etwas abgewetzten Lettern, die den Inhalt des Buches verkünden sollten. "Magische Geschöpfe, Band 1" Vielleicht würde er nicht zu allen Themen darin Inhalte finden, aber es war sicherlich besser als nichts.

Wenigstens für drei der Themen erhoffte er sich Antworten aus diesem Buch. Da wäre zum einen seine eigene: Vampirfledermäuse. Ihre Gewohnheiten, ihr Aussehen, ihre bevorzugten Gebiete. Wozu sie fähig waren, was sie auszeichnete und vor allem - wie man sie am besten töten konnte. Gerade letzteres hatte er selbst in zahllosen Stunden unter der Erde erkundet. Er hatte einen Hort dieser Fledermäuse ausgemacht und sich ihnen gestellt - für ihn, der er weder kampferprobt noch allzu talentiert war, kein einfaches Unterfangen, aber aus dem Kampf selbst sowie aus den toten Körpern der Fledermäuse, die er erledigen hatte können, konnte er wunderbar Rückschlüsse auf ihr Verhalten und ihre Anatomie ziehen. Ihm fehlte nun vor allem noch die gelehrte Meinung, das Wissen derer, die ihr Leben der wissenschaftlichen Untersuchung verschrieben hatten und alle Ergebnisse in undeutbaren, rätselhaften Texten niederschrieben.

Die Aufgabe von Zyr machte sich da schon leichter. Er hatte selbst schon einige Erkundigungen über die Gorillas eingezogen, hatte mit verschiedenen Leuten gesprochen und auch alle anderen Studiosi befragt, was sie für eine Verwandlung in ein solches zotteliges Tier für notwendig befinden würden. Diese Aufgabe machte Pavel am wenigsten Sorgen - in diesem speziellen Buch fand er aber sowieso auch kein Kapitel über diese Tiere. Vermutlich hätte er nach einem Buch über Verwandlungen oder in einer Tierdokumentation nachschlagen müssen.

Auch Milyen schien mit ihrer Aufgabe gut vorangekommen. Ihr Thema für das Referat, das sie halten durfte, waren die vier Elemente, und insgeheim beneidete Pavel sie entsetzlich. Seit der Elegido im ersten Unterricht vom Wirken und der Zusammensetzung der Elemente berichtet hatte, ließ ihn diese magische Schule nicht mehr los. Er hoffte sehr für Milyen, dass ihr Referat nützlich sein würde.

Lediglich für Cetus Thema versprach sich Pavel noch einige nützliche Informationen aus dem Buch, das nun aufgeschlagen vor ihm auf dem Tisch lag. Flügelaffen galten gewiss auch als magische Wesen oder zumindest als recht sonderbare Kreaturen, die es zu untersuchen galt. Der Magier der Academia Arcana, den sie vor einigen Tagen entführt und ausgequetscht hatten, wusste leider über beide Wesenheiten nicht viel zu berichten - einen Flügelaffen hatte er herbeigezaubert, aber erzählt hatte er nicht viel. Über die Fledermäuse wusste er gleich gar nichts zu berichten. Lediglich das Geschwafel über Donarien und die dazugehörigen Strafen, mit denen die Wesen wohl in der Welt gehalten wurden, war Pavel im Sinn geblieben. Zyr schien mehr darüber zu wissen, er würde ihn noch einmal dazu befragen müssen.

Pavel legte das vollgeschriebene Papier neben sich auf den kleinen Papierstoß, spitzte den Stift ein wenig an und notierte wieder einige Passagen aus dem Buch. Es gab noch viel zu tun für ihn, doch die Zeit wurde entsetzlich knapp. Noch ein Tag. Noch ein Tag über den Studien zur Macht.
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