Nicht wert Mama genannt zu werden

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Rahel de Winter

Nicht wert Mama genannt zu werden

Beitrag von Rahel de Winter »

Sie rannte aus der Taverne so schnell sie konnte und ritt los. Wohin …wie weit …sie wusste es nicht einmal. Sie musste fort weit fort, es gab eh kein zurück mehr. Tränen sie liefen ihr übers Gesicht vermischten sich mit dem einsetzenden Regen.

Dabei war das alles so nie geplant gewesen. Sie brauchte doch nur Abstand ein wenig Abstand, doch sie wollte auch keine Versprechungen machen, die sie vielleicht nie einlösen würde können. Das würde Rehya doch nur noch mehr verletzen. Sie hatte versagt., als Mutter komplett versagt. Das Gespräch war ihr aus der Hand geglitten, wie hatte das passieren können? Sie hatte das getan was sie am allerwenigsten wollte, Rehya verletzen.

Der Regen wurde stärker und durch die einsetzende Nacht war die Hand kaum noch vor den Augen zu sehen. Verflucht wo war sie nur? Wie weit war sie geritten?

Das Pferd scheute plötzlich, wovor konnte sie nicht sehen. “Nein, bitte nicht die Wölfe” schoss es ihr durch den Kopf während sie aus dem Sattel flog. Sie hatte Glück es waren keine Wölfe, doch was es war, war in dieser Dunkelheit nicht auszumachen. Ihre letzten Gedanken weilten bei denen die sie so sehr liebte und doch so verletzt hatte. Bevor sie etwas sehr sehr hartes am Kopf traf und sie die Dunkelheit in Empfang nahm
Rafael von Arganta

Beitrag von Rafael von Arganta »

Er verstand nicht wirklich was in Rahels vor sich ging, und egal was er versuchte sich ein zu reden das Gefühl das ihm etwas die Brust abschnürte blieb. Vor einer halben Stunde noch hatten sie beieinander gesessen und jetzt da er zurück kam, lief sie an ihm vorbei und wollte gehen... für Immer.
Wo war das Glück geblieben, das sie hatten, was war auf einmal los das sie gehen wollte?
Nein Ging. Er verstand die Welt irgendwie nicht mehr.
Rehya hatte sich, Rotz und Wasser heulend unter dem Tisch verkrochen und bei dem Anblick zeriss es ihm fast das Herz.
Wieder einmal ...
Angelina... Felicitas und jetzt auch Rahel... er war eben wohl kein Mann der es wert war geliebt zu werden.
Es war besser so. Es war wie immer, er musste damit leben. Alleine zu... Nein... er hatte Rehya und mit ihr .. mehr als er sich erhoffen konnte.
Dennoch wollte er wissen warum Rahel nun gegangen war.

Nachdem er nun Rehya beruhigt hatte mit ihr und Samira am Kloster war, machte er sich auf die Suche.
Ihr Haus, sein Haus, dann ritt er gen Bajard, und fing ihr Pferd das scheuend an ihm vorbeiritt.
Es musste etwas passiert sein.
Der Nächst Beste Gardist wurde informiert dann holte er Kiara und suchte nach Rahel mit ihr.
Bajard, sie war sicher gen Bajard, so wie das letzte mal.
Und so fand er sie dann irgendwann.
Am Boden liegend, blutend...
Erschrocken sprang er ab, hetzte zu ihr um erleichtert fest zu stellen das sie noch lebte.
„Was machst du nur.“ Wisperte er unglücklich, dann fasste er sie unter, die Wunde vermochte er nicht zu verbinden noch zu heilen., und machte sich auf den schnellsten Wege auf zu Zoe.

Schon vom Weiten rief er den Namen der Heilerin, und als jene öffnete trug er Rahel direkt an ihr vorbei ins Behandlungszimmer.
„Frag mich nicht was ihr passiert ist.“ Meinte er noch bevor die Heilerin bei ihm war, und trat vom Tisch zurück. „Ich weiss es nicht. Aber hilf ihr bitte. Die Wunde blutet sehr stark, aber das tun Kopf wunden immer.
Er ließ Zoe vorbei, und trat zurück.
Grübelnd und versuchend das Gefühl in sich zu verdrängen.
Nein... Keine Komplizierten Beziehungen mehr.
Rahel wollte gehen, Rehya lag wohl immer noch im Bett ... weinend, oder trotzig, er musste zu ihr, obwohl er gerne bleiben würde.
„Gibst du mir Bescheid was mit ihr ist ?“ meint er ruhig, „Aber für mich... für Sie ist es besser wenn sie mich nicht mehr zu sehen bekommt. Sie hatte diesen Unfall als sie... ich weiss nicht fort ging von Uns.“
Und mit diesen Worten, obwohl sie ihm schwer fielen und ihm das Herz fast brachen, drehte er sich um, die verdutzte Zoe stehen lassend und verließ das Haus.
Er musste jetzt zu Rehya, sie würde ihn brauchen.
Rehya von Arganta

Beitrag von Rehya von Arganta »

Am Vormittag hatte Papa ihr förmlich eine Einladung zur Schokomilch unterbreitet. "Bei Weinschenks "hatte er gesagt "und lass dich von Rosa bringen".
Fröhlich hüpfend, Rosa vergessend schlüpfte sie aus der Allianzfeste und lief-wie sollte es auch anders sein- einem Mitstreiter der Allianz in die Arme! Darcey sammelte sie auf und brachte sie zurück." Kein Aber" lauteten seine Worte"Ich zieh mich nur schnell um"
Seufzend wartete sie und als sie loswollten kam Alexandre heran.
"Ich soll dir Reiten und Kämpfen beibringen sagt der Sire"erklärte er und setzte sie auf sein Pferd.
"Eine gute Übung du führst die Zügel."
Sowas! Wusste er nicht das sie doch schon längst reiten konnte? Na gut das Pferd war zu lang geraten, die Füsse passten nicht bis runter, und sie brauchte mehr Kraft als bei ihrem Pony. Aber dennoch war er sehr mit ihr zufrieden.
Bei den Weinschenks angekommen wartete Rahel dort bereits. Onkel Huda sass mit einer fremden Frau am Tisch, welche ein schickes Kleid trug und ihn die ganze Zeit über wie gebannt anstarrte. Bestimmt sollte die Fleurs neue Mama werden! Als sie Rahel dies verriet war diese jedoch entsetzt darüber und bestritt es heftigst.
Naja sollte ihr auch egal sein. Sie hatte alles. Einen Papa, der ihr fast jeden wichtigen Wunsch erfüllte, Rahel die sie schon nach und nach heimlich Mama nannte. Für sie war eigentlich alles in Ordnung.
"Sag mal Spatz, was wenn ich verreisen würde?"
Die Worte fuhren wie ein Messer in ihre Aufmerksamkeit.
"Verreisen? Kommst du dann wieder zurück?"fragte sie alarmiert.
"Ich weiß es noch nicht. Das kann ich dir nicht versprechen."zögernd die Worte und doch klangen sie wie eine Totenglocke in den Ohren Rehyas.
Sie schwieg noch immer an den Worten kauend.
"Ich weiß du hasst mich jetzt bestimmt"
Weiter ging es die geflüsterten Worte.
"Was weißt du schon?"eine entgegengeschriene Anschuldigung.
"Weißt du wie das ist?"
Rahel sprach noch immer leise als sie antwortete"Ja, es tut weh aber ich habe dich mehr lieb als alles andere"
Tränen schossen in die Himmelblauen Augen.
"Bin ich denn so schlimm das mir alle Mamas weglaufen?"krächzte sie, der Kloß im Hals schien sie langsam zu ersticken.
"Es liegt nicht an dir. Ich hab dich ganz dolle lieb. Ich habe es doch nur überlegt."
"Woran denn dann?"
"Dein Papa..."weiter kam die Antwort nicht als sie nun gänzlich aufsprang.
"Immer geben alle Papa die Schuld!"Tobte Rehya und sprang vom Stuhl.
"Papa jedenfalls kommt immer wieder der lässt mich nie allein. Du hast mich nicht mehr lieb!"
"Doch ich habe dich lieb, sehr lieb"
Die Worte landeten im Rücken der Kleinen als diese sich abwandte.
"Es ist besser wenn ich gehe."
"Weglaufen.Leb wohl Mama" die kleine Stimme zitterte und Rahel floh.
Nun liefen die Tränen bei der jungen Lady vom Holzschwert und sie krabbelte unter den Tisch.
Mortys versuchte sie hervorzulocken aber er bekam nur ein trotziges"Geh weg ich mag allein sein" zur Antwort.
Weinend sass sie dort die Beine an sich gezogen. Eine Weile bis sie die Feder noch immer weinend hervorzerrte und diese streichelte.
Temora war immer da. Sie ließ sie nie allein.
Dann hörte sie ein Rufen, Papa der nach ihr suchte.
"Papa?" rief sie mit tränenerstickter Stimme und schon krabbelte dieser zu ihr untern Tisch.
"Wo tuts weh?"
"Hab kein Aua kein richtiges Aua"erklärte sie.
"Ich habe ihr wehgetan"klang Rahels Stimme bis untern Tisch und sie konnte sie davor in der Hocke sehen.
Papa zog sie in die Arme sie fest an sich drückend.
"Würdest du auch gehn wenn ich dein echtes Kind wäre?" die Worte klangen gedämpft aus dem Hemd vom Papa.
"Nein dann würde ich dich mit mir nehmen aber so darf ich das nicht."
"Und Papa hierlassen?"
"Sie geht wegen mir Schatz, es ist meine Schuld"stammelte Rafael.
"Ach hör doch auf Rafael!"herrschte ihn Rahel an.
"Wer wegläuft hat mich nicht lieb. Feig ist das!"klagte sie sie an.
"Rehya..."versuchte der Kronritter es.
"Nein das ist feig!"wiedersprach sie trotzig.
"Was soll ich den sonst tun?"fragte Rahel erschüttert.
"Dableiben und kämpfen! Aber weglaufen ist feig!"
"Für was?"
Taktisch war dies der erste Fehler gewesen. Schweigend blickte sie Rehya entsetzt an.
"ich würde alles für DICH tun Spatz du bist wie meine eigenen Töchter für mich!"
"Für mich...."wiederholte sie erschreckend kalt.
"Ja." Rahel nickte.
Da war der zweite taktische Fehler gewesen.
"Mich gibt es aber nicht allein."die Kinderstimme hallte hart hervor.
"Leb wohl Rahel"

Damit war es beendet. Eine weitere Mama war weggelaufen. Immer kamen sie mit Papa als Ritter nicht klar. Das waren doofe Ausreden. Wenn man wen wirklich gern hatte, wirklich lieb wie es eine Mama tun sollte, würde man nie das was man liebt verlassen, nicht einmal darüber nachdenken.

Einige Zeit sassen sie noch untern Tisch ehe sie sagte:
"Papa?"
"Ja?"
"Bitte keine Mamas mehr!"
"Nein mein Liebes nie wieder. Versprochen"
Rafael von Arganta

Beitrag von Rafael von Arganta »

Rehya lag in ihrem Bett und schlief.
Dieses Mal hatte Rafael es sich nicht nehmen lassen, und war in seinem Haus geblieben.
Schweigend mit einem Glas Elfenwein auf dem Balkon stehend und auf Rahels Haus hinüber sehend.
Das ihm Tränen die Wange herabliefen merkte er schon gar nicht mehr.
Rehya war hier ... Rehya war bei ihm... sie war nicht tot.
Welch Glück welch unsagbares Glück, nachdem was man ihn hatte glauben machen wollen.
Und Rahel ... Nein.. Tot war auch sie nicht. Sie würde es überleben, aber fort ... war sie dennoch.
„Mach dir keine Sorgen.“ Hatte sie immer gesagt. „An dem Tag da ich es nicht mehr aushalte, werde ich gehen.“
Er senkte den Blick, seine Kiefer mahlten, dann schüttelte er traurig den Kopf.
Dieser Tag war gestern gewesen.
Aus ... Vorbei.
Er war eben ein Ritter dem das Reich vor allem anderen ging... außer...
Seiner Tochter.
Welche Frau kam damit auf Dauer schon klar.
Angelina hatte es niemals behauptet, und sie litt sehr darunter. Still und heimlich sich in ihrer Arbeit vergrabend.
Feli... machte ihm dauernd Vorhaltungen und hätte ihn am liebsten in ihrem Anwesen eingesperrt, weit weit weg von Varuna... und Rahel...
Sie war als Sonnenstrahl so gesehen in sein Leben getreten.
War da wenn er wen brauchte, aber am Ende war alles zu viel gewesen.
Seine Aufgaben und das sie sich nicht zu ihm bekennen konnte... nein Durfte.
Das dauernde Acht geben sich nicht zu versprechen und auch das sie Freunde verlor aus Angst es könnte jemand erfahren.

Aus und Vorbei.
Ja, ihre Entscheidung hatte er zu akzeptieren, er hatte es ihr damals versprochen.
"Bitte keine Mamas mehr!" hörte er Rehyas wispernde Stimme wieder,
"Nein mein Liebes nie wieder. Versprochen" hatte er geantwortet und dem war auch erst einmal so.
Es tat zu weh jedes Mal aufs Neue zu erfahren das er wahrlich kein Glück hatte.
Er wünschte Rahel alles Glück dieser Welt.
Glück das sie wohl so niemals an seiner Seite erfahren würde.
Jetzt war sie wieder frei und würde eines Tages über das alles hinwegkommen.
Vielleicht eine Familie gründen, jemand der sie heiraten würde, und sie konnte Kinder haben.
„Viel Glück Rahel.“ Wisperte er leise und brüchig in den Wind hinein.
„Uns war es nicht vergönnt.“
Und mit diesen Worten drehte er sich um und ging ins Haus zurück.
Er hatte abgeschlossen.
So weh es auch tat.
Er musste jetzt für Rehya da sein.
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