Angelina konnte seinen Blick nicht sehen mit der er sie betrachtete als sie fortging, um noch einmal nach einem Patienten zu sehen.
Sie war Heilerin. Die Gesundheit der Menschen war wichtig, und doch verzog er verärgert das Gesicht um sich gleich zu schelten. Er benahm sich schlimmer als ein Kind, und dennoch... seufzend betrachtete er das Arrangement vor dem Kamin. Brot, Fleisch, Käse, Honig, Obst... dazu Kerzen und Rosen.
Was soll’s. „Ein Anderes mal eben.“ Meinte er nur und stellte die Kerzen fort, die eh schon ob der Wärme des Kamins einen leichten Knick hatten.
Er hatte sich extra umgezogen gehabt, sich die besten Sachen angezogen die er hatte, sich die Haare zusammengebunden und alles was an die Gilde erinnerte abgelegt. Er wollte ihr damit zeigen, das der Abend nur ihr alleine gehörte.
Als er dann zu ihr hinüber ging und sie noch ein Kleid anprobierte das Kayleigh ihr gab, war er mehr als erfreut. Angelina sah für ihn so schon wundervoll aus, aber dieses Kleid verbarg kaum etwas und unterstrich ihre Figur, ließ sie elegant aussehen.
Als dann dieser Angurer kam, war Rafael das erste mal schon verärgert, als er dann mitbekam das dieser nicht krank, sondern nur Handeln wollte. Er übte sich in Geduld und als Angelina dann zurückkehrte, machte er den Fehler über Kelan zu sprechen.
Das verdarb ihr den Abend anscheinend vollkommen, und ihm. Er hätte es nicht ansprechen sollen. Es tat ihm weh sie so zu sehen, voller Trauer und Wut. Wut auf jene die ihn damals töteten.
Würde sie wohl lieber ihn an ihre Seite zurückwünschen? Er verwarf den Gedanken sehr schnell wieder.
Nein! Sie war Glücklich! Glücklich mit ihm.
Und irgendwann würden sie sicher wieder Zeit zusammen finden. Das Leben von Menschen war nun einmal wichtiger. Deshalb hatte er sie auch nicht aufgehalten, als sie dann noch einmal fort ging um jemanden zu helfen, der sich wohl die Lungenpest eingefangen hatte.
Fast wehleidig sah er noch einmal auf den Kamin, dann ging er schlafen.
Früh wollte er aufstehen, da Amarad zum Training kommen wollte.
Der nächste Tag war wieder ganz für die Gemeinschaft eingeplant, und fast tat es ihm leid das er nicht mit Angelina einfach ein paar Stunden alleine verbringen konnte.
Aber das war der Fluch der Verantwortungen.
Zu sehr eingespannt waren sie in ihren ... Berufen. Angelina als Heilerin und er in seinen Ämtern. Er verwünschte es manchmal, wenn er sah wie wenig Zeit sie mehr füreinander hatten.