Hoher Besuch in modrigen Hallen

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Drakhon Sokarth
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Hoher Besuch in modrigen Hallen

Beitrag von Drakhon Sokarth »

Mit einem leisen Klacken fiel die massive Eisentür ins Schloss und tauchte den Vorraum zum Kerker in trügerische Stille. Er hielt die Lider noch einige Herzschläge gesenkt und lauschte dem Klirren der Ketten als sein Gast seinen Bewegungsradius auszutesten begann.
Es war ihnen tatsächlich gelungen ihn zu entführen, ihn in ihre Welt zu entführen, so hilflos ihnen ausgeliefert. Er schauderte vor Wonne bei diesen Gedanken ehe er sich zur Ruhe zwang.

Nur einen Markel gab es an dieser bestehenden Situation. Er hatte Rafaels leben als Pfand verwendet. Er durfte ihn nicht töten, aber das hatte er nie vor. Nein er würde diesen Mann in seiner Zelle brechen wie einen morschen Zweig .

“Ist sie auch hier…” riss es ihn aus seinen Gedanken und er musste unwillkürlich lächeln. Ja, diese frage wird er sich immer wieder stellen. Wie so wenige Worte so eine große Wirkung haben konnten, man musste seine Tochter nur ein einziges mal erwähnen und schon würde sie nicht mehr aus seinen Gedanken weichen.
Doch war es ein hartes Stück Arbeit ihn überhaupt bis hier her zukommen. Dachte er zurück überkam ihn nur ein kalter Schauer. Es sollte so einfach werden, sie wollten ihm bei seiner Patroullie auflauern, doch wie das Schicksal es wollte passierten noch andere Krieger eben zu jenem Moment als Rafael sie erreichte das Wegkreuz.
So mussten die am Waldrand versteckten Skelettschützen das Feuer früher als geplant eröffnen um ihm die Möglichkeit zu geben sich in den Wald zurückzuziehen. Wie zu erwarten folgte die kleine Gruppe, bestehend aus 4 Kriegern ihm und seiner Begleiterin zwischen die Bäume, in dessen Zwielicht ein tödliches Katz und Mausspiel ausbrach. Erst als ein wohl platzierter Paralysetrank zwischen den Männern explodierte konnten sie Rafael aus dessen Mitte zerren und den Rückzug antreten. Als der Trank nachließ, und sein Widerstand wuchs reicht ein gezielter wuchtiger Schlag mit der gepanzerten Hand um ins Reich der träume zu schicken, und seinen Körper erschlafft auf dem Pferderücken zur ruhe zu bringen.
Doch sie holten sie wieder ein und stellen sie. Eine unangenehme Situation. Drei schwer bewaffnete Krieger gegen Ihn und seine Begleitung. Er musste sich rasch etwas einfallen lassen und schließlich versteckte er sich hinter dem einzigen, was diese Männer zügeln konnte, Rafaels Leben!
Er Tauschte den Garant für dieses, für ihren Abzug ein und er würde sich daran halten, das leben Rafaels soll nicht durch ihn oder seinen Willen enden.

Der Weg war lang, die Kriegerschaft haben sie im Austausch für Rafaels Leben zurückgelassen, noch immer ward dieser bewusstlos und hing auf seinem Pferd, welches von einigen Skeletten geführt wurde.
Der Mond erhob sich bereits über den dunklen Nachthimmel als sie die Ruinen endlich erreichten. Sie haben uns scheinbar vernichtet, ging es ihm durch den Kopf ehe er auflachen musste und seinen Dienern ein kurzes Zeichen gab ehe jene Rafael aus dem Sattel zogen und ihn in den Keller unter der Ruine zerrten. Leise klappernd zerrten seine knochigen Diener ihren Gast durch die modrigen, verrotten Gänge unter der Erde bis in die Ausgebauten Katakomben ihrer geheimen Zuflucht, wo sie Rafael an die Wand einer Zelle ketteten.

Schwer, modrig und faulig süß lag die Luft abgestanden in der kleinen Kammer um die käfigartige Zelle. Langsam begann ihr Gast zu erwachen, er und seine Begleiterin bei ihm in der Zelle, die Fesseln welche an Ketten in der wand eng an jene gezogen waren hielten ihn im Zaum als jener sich auf seine “Gastgeber” stürzen wollte. Es folgte das übliche Geplänkel zwischen Wärter und gefangenem ehe noch einige befehle an die hiesige Dienerschaft erging. Der Aufenthalt den er Rafael zu teil werden lassen würde.. würde jener nie wieder vergessen.

Doch ehe sie wirklich anfangen würden musste noch einige Vorarbeit geleistet werden. Die Befehle waren eindeutig. Kein Essen, knapp bemessenes Wasser. Und dazu Schlafentzug, wann immer ihr ehrenwerter Gast die Augen schließt erklingt das unangenehme Kratzen von Knochen auf Metall oder ein Eimer kaltem Wasser wird sich über seinen schutzlosen Körper ergießen. Die ersten Tage werden für ihn ansonsten völlig Ereignis los verlaufen, die immer gleiche Prozedur, wenig gesprochene Wörter und seine einsame kleine Zelle. Dies waren die Dinge die ihn zermürben sollten, ihn vorbereiten auf das was folgte.
Schließlich wurde eine Laterne entzündet, das Licht durch eine einzige nicht verdunkelte Klappe direkt in die Zelle gerichtet Doch nicht nur das Licht sollte ihn peinigen, denn aus der Laterne verströmte sich ein schwaches Halluzinogen, für jemanden der nur wenige Stunden im Raum war oder ihn regelmäßig verlies kaum bis gar nicht wahrnehmbar, verursachte es doch nach geraumer Zeit Angst -und Wahnvorstellungen , machte den Geist beeinflussbar, vernebelte den logischen Verstand und machte es gar schwer einen klaren Gedanken zu fassen. Doch es war nur schwach, unterschwellig und erst in der Verbindung mit Schlafmangel, Hunger und durst würde es seine Wirkung wie gewollt entfalten und dem Ritter seinen Aufenthalt angenehm versüßen.
Nun blieb nur noch eines, ein simpler, beiläufig erwähnter Satz.

“Ihr hattet doch eine Tochter, oder Sire von Arganta?” und diese Worte, diese Einfachen Worte würden mehr als alles andere dazu beitragen ihn auf die kommenden Tage vorzubereiten, und zu beschäftigen, seinen Geist zu malträtieren.



Schließlich öffnete er die Augen und zog sich in eine kleine Bibliothek, nahe der Kerkerzelle zurück um den Rufen seines Gefangenen in aller ruhe zu lauschen.
Zuletzt geändert von Drakhon Sokarth am Donnerstag 4. September 2008, 23:58, insgesamt 2-mal geändert.
Rafael von Arganta

Beitrag von Rafael von Arganta »

Nein nein nein ....
Er hielt die Augen geschlossen, aber nur nicht zu sehen, hieß nicht zu wissen wo er war.
Das frösteln ließ kaum nach, doch versuchte er es zu unterdrücken.
Zwei...
Es waren doch nur zwei Rabendiener gewesen.
Wie hatte man sich nur so überrumpeln lassen können.
Zu den Skelette, die für ihn und sicher auch für seine Mitstreiter, normal keine Gefahr darstellten, gesellten sich die diese Wehrwesen der letzten Tage, was sicher kein Zufall war, dazu die Magie der Rabendiener ... Schach Matt.

Die Drei anderen Krieger waren dem ebenso wenig gewachsen wie er und als man ihn niederschlug, vermochte er nicht wirklich was dagegen zu tun.
Und jetzt... das Hier.
Um seine Knöchel, waren Ketten gefasst. Hartes Metall das in seine Haut stach.
Fremd war ihm das Gefühl sicher nicht, hier jedoch hatte die Kette spiel, und so vermochte er sich in seiner kleinen Zelle zu bewegen.
Schritt um Schritt, um nicht der Angst zu verfallen die ihn ergriffen hatte.
Rehya... Rahel, Adrian, Darna, Selissa…
Er richtete die Gedanken an seine Tochter, die Freunde, jene die ihm etwas bedeuteten, und immer wieder Rehya … Rehya …
Er hatte versprochen nie zu gehen, und jetzt? Er hoffte Rahel würde sich trotz allem der letzten Tage um sie kümmern, nein... er wusste es, sie würde.
Die Hand glitt zu seiner Hosentasche und versuchte dort trotz der Ketten etwas zu erhaschen.
Die Finger lang machend, fand er den Gegenstand.
Eine Feder.
Eine Feder die Rehya ihm einmal gegeben hatte und seither sein Glücksbringer gewesen war, den er immer mit sich herumtrug.
Das wäre gegen Alpträume, hatte sie gemeint,
Und weiß Temora war dieses hier eines der grauenvollsten Alpträume die er sich vorstellen konnte.
Krat’hor.
Er haßte den Rabengott und seine Diener mit jeder Faser seines Körpers.

Die Dunkelheit war es dieses mal nicht die ihm Angst machte.
Sein Amulett hing noch immer um seinen Hals und man wusste wohl nicht wirklich welche Kraft ihm innewohnt.
Er würde es ihnen auch nicht zeigen.
Vielleicht war das wie damals in Rahal einer seiner Chancen.
Irgendwann irgendwie würde es ihm von Vorteil sein, Kräfte zu wecken, die man ihm nicht mehr zugestand.
Doch jetzt?
Das Unwohlsein in seinem Magen rührte sicher nicht von der letzten Mahlzeit her.
Alleine seine Umgebung war bedrückend genug, und das er die Letzte Nacht nicht geschlafen hatte, war nun hier nicht gerade von Vorteil für ihn.
Er drückte die Feder in seiner Hand.
Sie gab ihm mehr Kraft als alles andere im Moment. um nicht einfach zu verzweifeln, sich der Angst hin zu geben.

Dazu der Gedanke an seine Tochter, und er hoffte vor allem, sie wäre in Sicherheit.
Zuletzt geändert von Rafael von Arganta am Freitag 5. September 2008, 08:59, insgesamt 2-mal geändert.
Hudgarr Stolzenfels
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Beitrag von Hudgarr Stolzenfels »

Hudgarr saß in der ADL feste als die Nachricht von Rafaels Entführung sie erreichte.
Sofort begannen sie ihn zusuchen, auch wenn Hudgarr nicht glaubte ihn zufinden,
er hoffte mehr darauf einen dieser windigen hinterlistigen Rabendiener in die Finger zubekommen und ihn ausfragen zukönnen.
Leider blieb die Suche ebenso ohne Ergebniss wie die Suche nach Rafael!

Zurück in der Feste veranlasste er sofort das Rehya ins Schloss gebracht wird, denn bei Adrian wird sie sicher sein. Als alles soweit erledigt war, machte er sich auf den weg nach hause, holte Flo und Fleur aus dem bett und brachte auch die beiden nachden er ihnen berichtet hatte was passiert war ins Schloss wo sich Flo dann um Rehya und auch um Fleur kümmern konnte. Hudgarr bezog Posten im eingangsbereich des Schlosses, wo er auf das erwachen von Adrian wartete um ihm Bericht zu erstatten. Er konnte so oder so nicht Schlafen, die sorgen waren einfach zugroß in dieser Nacht.
Zuletzt geändert von Hudgarr Stolzenfels am Freitag 5. September 2008, 09:34, insgesamt 2-mal geändert.
Stephan Naidez

Beitrag von Stephan Naidez »

Stephan war Anwesend, er musste zusehen wie ein Kronritter entführt wurde von zwei Dienern des Raben. Am Abend saß er in der Burg Schwertwacht und sah auf zur Decke...

Hatte er etwas übersehen?
Hätte er das ganze verhindern können mit einer anderen Handlung?

Es war das zusammenstehen, diese Starremischung welche den verherenden Ausschlag hatte auf das Ende. Es war von Anfang an eine Falle nur zum Ziele einer bestimmten Sache: Die Entführung vom Sire.

Was würde nun geschehen, wie geht es weiter um die Suche nach dem Sire? taucht er einfach wieder auf und sie haben nur geredet? Das Wort eines Rabendieners .. Nein, darauf wird kein Wort gelegt.

Es war an der Zeit den Bericht am Abend Sire Nevyn vorgelegt. Es seien sicher auch andere Brüder oder Schwestern Anwesend, welche sich um Rafael sorgen werden. Es würde alles sicher geklärt, die Allianz würde auch einen Weg finden.

Rafael wird nicht lange gefangen sein, darauf mein Wort.


Einen Bericht des ganzen mag er dabei noch an die Allianz bringen.
Dalana D´Ron

Beitrag von Dalana D´Ron »

Mittlerweile war auch der Bericht, von Marcos über die Entführung eingetrudelt. Der Morgen zeigte schon seine ersten rötlichen Strahlen am Horizont und Dalana saß immer noch über den Stapel von Papier, was sie auf den kleinen Tisch ausgebreitet hatte. Zuerst hatte sie sich in der Halle breit gemacht, doch dann war sie hinauf in ihr Zimmer gewandert um sich dort an den Tisch zu setzen. Nebenbei konnte sie ein Auge auf die kleine Samira werfen, die friedvoll im Bett schlief. Nachdenklich kratzte die Feder über das Pergament, ohne wirklich etwas Sinnvolles darauf zu schreiben. Sie ahnte das diese Entführung, viel mehr Konsequenzen mit sich bringen wird, als bisher einige dachte. Vor allem für Rafael. Die Schützin seufzte leise auf, in was war er da nun wieder rein geschliddert. „Oh Rafael warum lässt du nicht einmal ein Fettnäpfchen aus.“ Müde wischte sie sich über das Gesicht und blickte wieder auf ihren Bericht von Marcos. Die Worte Cyprians gingen ihr ebenso nicht mehr aus dem Kopf, ob es zwischen diesen ganzen kuriosen und seltsamen Ereignissen wirklich mit rechten Dingen zu geht? Sie schürzte die Lippen, sie und Cyp waren sich einige der Braten roch nicht gut. Dazu die Tatsache das es wohl einen Zeugen gibt, dass man einen dieser „Diener“ in Allianzsachen gesehen hat. Leicht wurde der Kopf geschüttelt, dass alles war mehr als nur skurril. Sie blickte hinaus aus dem Fenster wo die Sonne schon fast komplett aufgegangen war, auch Samira wurde langsam unruhig. „Nun den es wird sich zeigen was dieser Tag noch so für Überraschungen mit sich brachte.“ Dann erhob sie sich, nach einer Nacht ohne Schlaf, wollte sie erst einmal nur Frühstücken mit der kleinen zusammen, um dann volle neuen Tatendrang wieder an die Papiere zu gehen.
Larius von Bourgo

Beitrag von Larius von Bourgo »

Am morgen nach der Entführung machte sich Larius auf den Weg in die Festung.
Noch ahnt er nicht, dass dieser Tag heute ein arbeitreicher und anstrengender Tag werden wird.

In der Festung angekommen erfährt er von Hudgarr was sich am gestrigen Abend zugetragen hat. Mit ihm wartete er auf neue Informationen in der Festung.
Als Alexandre sich zu den zweien gesellte begann die „Ursachenforschung“. Man überlegt wie die Diener des Raben solch einen gezielten überfall durchführen konnten.
Im Gespräch wird die Vermutung geäußert, dass sich innerhalb der Mauern der Allianz ein Spion befindet. Die Anzeichen waren zu deutlich als das man diese ignorieren kann.
Vor kurzen wurde ein Diener mit den Insignien vor Bajard gesehen jetzt diese gut organisierte Entführung.

Um den Spion zu enttarnen hofft man auf die Unterstützung der Temorakirche.
Man beschließt die Idee Alexandres umzusetzen und eine Messe abzuhalten. In dieser Messe soll nicht nur für Sir Rafael gebetet werden sondern auch ein möglicher Spion durch die Priester aufgedeckt werden.

So macht sich Larius an die Arbeit. Ein erster Brief wird an das Kloster gesandt ein zweiter an den Grafen um ihn über die neuen Gegebenheiten zu unterrichten.
Hudgarr Stolzenfels
Beiträge: 6
Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Hudgarr Stolzenfels »

Wären der Stunden die Hudgarr in der Feste Berichte las und plante was als der nächste schritt wäre den sie tun sollten kam ihm ein schlimmer Verdacht!
Was wenn es nur um Informationen geht, wann und wo seine Hoheit Graf Adrian ist, oder wann er auf Reisen ist und wo hin es ginge.

Er dachte an den heutigen Abend, wo er seine Hoheit nach Menek`ur begleiten sollte, er müsse auf jedenfall Verstärkung hohlen, und dafür sorgen das Adrian wohlbehalten ankommt!

So macht sich Hudgarr an die Planung der Reise!
Alexandre von Galbadan

Beitrag von Alexandre von Galbadan »

Unruhig war er und immer wieder kramte er in den Karten herum um diese durch zu gehen. Eingetragen waren bisher der Ort der vermeidlichen Entführung und alle der Allianz bekannten Orte wo Aktivitäten der Rabendiener bekannt waren. Neben Bajard befand sich weit im Nord Osten an den Hängen der Berge ein dicker Punkt. Dort wo einst der Turm der Rabendiener gestanden hatte und wo die vereinten Truppen von Bruderschaft, Garde und Allianz unter Hilfe des Alten Orden der Phönixe ihre Pflicht getan hatten jenen Schandfleckauszumerzen. Der Rabe war ein Spieler und nun trieb er erneut auf Reichsboden seine finsteren Spiele mit seinen Marionetten die ihm dienten.
Alexandre hoffte das die Priesterschaft der Temora den vermeidlichen Spion entarnen konnte. Vieleicht würde das Rituell und Gebeths unterstützte aufzählen und verinnerlichen der Tugenden jeden Allianzer läutern und so Temora ihnen bei stand den vermuteten Spion enttarnen. Auch wolte er umbedingt noch einmal mit der Allianz so seine Hoheit es erlauben würde den Turm untersuchen. Auch hoffte er so seine hoheit diese Erlaubniss gab das seine Hochgeboren von Dragenfurt ihnen zur Seite stand da das Wissen eines Hochgelehrten Mannes sicherlich von Nöten sein würde. Vieleicht würde seine Eminenz Sandroval ja auch mitgehen und die Worte Temoras vor sich her tragen um sie bei ihrer Aufgabe zu Stärken.
Zudem würden die Augen der Allianz das Hafendorf Bajard unter Beobachtung halten um dort vieleicht eine Spur zu finden die Aufschluss gab über den verbleib des Sirs. Langsam erhob er sich und schritt hinaus. Eine Runde drehen würde vieleicht den Kopf befreihen und ihn auf andere Gedanken bringen. "Temora steh bitte dem Sire bei" Murmelte er noch bevor er aufs Pferd stieg und hinaus ritt.
Rafael von Arganta

Beitrag von Rafael von Arganta »

Papa? Papaaa!
Er schreckte hoch, noch ehe ihn das Wasser traf. Rehya? Hatten sie Rehya hergebracht?
Noch immer waren die schabenden Geräusche da, die Knochenhände die immer wieder ans Gitter schlugen und mühsam öffnete er die Augen.
Die Sorge die Angst in sich spürend, erblickte er vor sich zwei der Untoten die in ihrer Mitte seine Tochter hielten die mit vor Grauen verzehrtem Blick zu ihm sah.
„Du wolltest doch nie wieder weg gehen!“ hielt sie ihm anklagend vor, und dann der Schrei.
„Hilf mir !!! Bitte du bist doch mein Papa, Hilf mir!“ Er sah wie weitere Knochenhände an ihr zerrten und er stürzte mit einem Wütenden, verzweifelten Schrei vor, bis er von den Ketten gehalten, und zurückgeschleudert wurde.

Ein „NEEEIN!“ Brüllend , stemmte er sich weiter verzweifelt dagegen an, riss sich die Handgelenke durch die Schellen blutig, nur ein Ziel vor Augen seine Tochter.
„Lasst sie in Ruhe.“ Sein Rufen sein Schreien beachtete man gar nicht, er musste mit ansehen wie man die Kleine sich wehrend auf den Altar schnallte, und sich überall Blut ausbreitete ohne das man weiter etwas tat.
„Du gehörst mir.“ Hörte er eine Stimme in seinem Kopf und sah wie sich überall aus den Wänden Schatten lösten und auf ihn zuschwebten, eine Statue eines riesenhaften Dämones...
Solch einem wie Nevyn am Turm vernichten konnte, erwachte zum Leben, drehte sich zu ihm und streckt die Riesenhafte Pranke nach Rehya aus.
Rafael taumelte zurück, das Blut am Boden breitete sich aus, erreichte seine Füße und er wich davor zurück, prallte erneut gegen die Wand und riss die Augen auf, als der Gellende Schrei Rehyas ihn erreichte.

Dunkelheit.
Nur das Schaben der Knochenhände war zu hören und sein eigener keuchender Atem.
Nur für den Moment musste er die Konzentration wahren, dann erhellte sich sein Umfeld.
Die Magie des Amulettes war auch hier gewahrt, und kaum wer wusste wirklich davon.
Die Statue des Dämons... es gab keine.
Auf dem Altar, keine Rehya und das Blut .. war sein eigenes das von den Handgelenken hinab tropfte.
Er keuchte auf.
Hieß das das Rehya in Sicherheit war? War das alles ein Traum gewesen oder wurde er langsam verrückt?
Schlaf... er sehnte sich nach Schlaf.
Einen Moment nur die Augen schließen dürfen, sich fallen lassen in die gnädige Dunkelheit, die das Grauen hier vergessen lassen konnte.
Rahel war bei Rehya, und Mortys und Hudgar würden sie auch nicht aus den Augen lassen.
Sie war sicher! Sie war sicher!
Redete er sich immer wieder ein, nicht wissend das er die Worte laut vor sich hin sprach.
Einfach seine Stimme hörend, sich damit beruhigend und langsam sank er in den Ketten nieder, schloss die Augen um fast wie erwartet mit einem Schwall eiskaltem Wasser und einem Stockhieb geweckt zu werden.
Schlaf ... etwas das sich jeder arme Bauer leisten konnte, war Luxus geworden.
Rafael vermochte nicht einmal mehr zu sagen wie lange er schon hier drinnen war.
Tage? Wochen?
Würde Temora noch einmal zu ihm stehen wie sie es damals getan hatte und ihn davor bewahrte seinen Verstand zu verlieren.
„Du gehörst mir!“ hörte er wieder diese Wispernde Stimme die von überall her zu kommen schien, und der Angst die von ihm Besitz nahm vermochte er sich kaum mehr zu erwehren.
Darcey de Mormont

Beitrag von Darcey de Mormont »

Die Standarte,

Nun war es klar, auch wenn er auf Befehl bei der Allianz war, aber das was da gerade geschah kann er nicht dulden. Darcey ergriff die Standarte mit dem Banner des Grafen zu Arzberg und dessen Farben, wie oft hatte er bereits dieses Banner ins Feld getragen. In Arzberg ja da war es doch etwas anders ganz anders. Mann hätte angegriffen lieber einen toten Ritter als eine Ritter in Verräterhand.

In der Festung der Allianz angekommen ging er zur Zeugkammer löste ruhig das Banner von der Standarte, nochmal blickte er es nun an. Ein kurzes Nicken und er tauchte es in den Bottich der Schneiderin wo die Farbe der Allianz zu finden war. Mit blauen Händen befestigte er das Banner wieder an der Standarte.

Im Hof stellte er sich vor die anderen und meinte nur ruhig „Freiheit für Rafael und Tot über die Rabenkinder“.
So dann schwang er sich in den Sattel und führte die erste Patrolie Richtung Bajard.
In den folgenden Tagen kamen etliche weitere dazu, über ganz Gerimor verteilt, und immer war die Standarte dabei mit dem blau verfärbten Wappen von Arzberg.

[img]http://i37.tinypic.com/30w9l41.png[/img]

Den nun Blauen Bären
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Drakhon Sokarth
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Beitrag von Drakhon Sokarth »

„…das Wasser ist nass das Wasser ist nass, wie köstlich schluckt und schlürft sich das das Wassr ist nass, kühl ist das Nass, ich habe davon ein ganzes Fass, denn heute ist das Wasser Naaaass…“

Leise hallten diese Worte zur Begrüßung der Rabendiener durch die modrigen, unterirdischen Hallen ihres Verstecks.
Mit einer schwachen Geste signalisierte er einem der niederen Diener ihm die massive Stahltür zu öffnen, welche kurz darauf dröhnend aufschwang.
Das erste was ihm entgegen schlug war der süßlich-schwere Geruch der sich in der Raumluftbefindlichen Drogen, im Anschluss daran mischten sich Schweiß und andere widerwärtige Gerüche mit ein und er verzog unmerklich das Gesicht.
“Schönen guten Morgen Sire..”, begrüßte er seinen hohen Gast und musterte seinen Gefangenen. Trotz der Tortur der letzten Tage wirkte jener ungewöhnlich wach. Eine Tatsache, die er mit angebrachtem Interesse zur Kenntnis nahm.
Es folgte das übliche Prozedere, der Austausch von Worten, Floskeln und Drohungen. Das übliche Geplänkel zwischen Peiniger und gepeinigtem.

Und so wand er sich nach jener Unterhaltung ab, steuerte auf einen nahen, mit einem schweren Ledertuch abgedeckten Tisch zu und strich fast liebevoll über das raue, abgenutzte Tuch.
Sowohl er als auch Rafael wussten was nun kommen würde, doch würde es nur einer von ihren wahrhaft genießen können.
“Wisst ihr Rafael, ihr seit mir für meinen Geschmack noch viel zu lebendig.”, wisperte er mehr zu sich als wirklich zu seinem Gefangenen und mit einer kurzen Bewegung zog er das Tuch beiseite und gab den Blick auf eine Vielzahl unterschiedlicher Folterinstrumente frei. Sein Blick viel sogleich auf eine kleine, einem Skalpell nicht unähnliche Klinge. Sie umfasste eine kleine Kapillare, gefüllt mit einer dunklen, grünlichen Flüssigkeit. Im Griff war eine entsprechend gefüllte Phiole eingearbeitet und vorsichtig schlossen sich seine Finger um das filigrane Werkzeug.
Er wog es sachte in der Hand als er mit geraden Schritten auf Rafael zuging. Dieser straffte sich und versuchte mit aller Würde, welche ihm geblieben war seinem Peiniger entgegen zu blicken.
Wut, Hass, Verzweiflung lagen in seinem Blick, doch da war noch etwas. Etwas das er nur allzu gut kannte, und ebenso sehr hasste. Zuversicht, Hoffnung und… Glaube! Doch diese Dinge, all diese Dinge würde er aus seinem Verstand treiben, er würde ihn zerbrechen wie einen morschen Stamm sich vergebend gegen einen wütenden Sturm aufbäumte ehe er brach.
So folgte ein Blick über die Schulter, still ja gar lautlos war seine Begleiterin ebenso in den Raum getreten.
“Mhmm wo fangen wir an?”, Sie überlegte kurz ehe ihre Antwort kam. “Die Schulter, heben wir uns das Beste für den Schluss auf.”
Und so sollte es geschehen, das kalte Eisen durchtrennte mühelos den Stoff des Hemdes und schnitt fein und tief in das warme lebendige Fleisch seiner Schulter. Rafael verzog das Gesicht, warf den Kopf zurück, presste ihn gegen die kalte Mauer als das Gift in der Klinge begann seine Wirkung zu entfalten. Es war nicht tödlich oder lähmend nein es griff seine Nerven an, reizte sie und setzte seine Schulter in brand. Mit jedem Herzschlag ebbte das Gift brennend wie Feuer durch seine Schulter und peinigte seinen Körper mit Qualvollen Schmerzschüben. Genussvoll und langsam zog er die Klinge so etwa 5cm durch das warme Fleisch. Einige Tropfen Blut quollen aus dem feinen Schnitt und versackten in dem groben Stoff sein es Hemdes´, jenes in ein tiefes rot färbend.
Es war fast berauschend zuzusehen, wie sich Rafael in Agonie wand, die Augen zusammenkniff und versuchte der Schmerzen Herr zu werden. Nach und nach sackte sein bebender Körper dabei an der mauer herab.
So ließ er ab, einige Augenblicke gönnte er ihm die vage Vorstellung es sei vorbei, bis er ihm die Klinge kaltblütig und tief in die linke Schulter bohrte. Wieder folgte ein Aufschrei der durch die dunklen Kammern hallte und ihn vor Wonne erschaudern ließ, bis er ihn an der tief im Fleisch steckenden, vergifteten Klinge emporzog.
“Behaltet eure.. Fassung Sire Rafael, was soll nur eure Tochter sonst von euch denken..”, wisperte er ihm fast liebevoll zu ehe er die Klinge herauszog und sich in der selben Bewegung abwandte. Dies war doch nur das Vorspiel, es folgten Stunden der Tortur, Stunden der körperlichen Qualen, Stunden der endlosen gequälten Schreie.
Doch dann lief etwas nicht richtig, trotz all der bisherigen Torturen, dem Schmerz dem Blut der Nadeln ja selbst nach dem herausgerissenen Fingernagel fand er noch die Kraft für einen Wutanfall, zerrte an den Ketten als die zweite Rabendienerin wohl einmal zu oft seine kleine, unschuldige Tochter erwähnte.
Überrascht, fast erschrocken von dieser Demonstration der Stärke eines reinen, selbstlosen Herzens wich der Rabendiener zurück, verlor gar einige Momente die Fassung ehe gerade dies in ihm eine unbändige Wut auslöste. Wie konnte diese Kreatur, dieser kleine unwürdige Appetithappen für ihren Herren es wagen ihn aus seiner wohligen Stimmung zu reißen. Rasend vor Zorn griff er den Schürhacken den seine Begleiterin ihm brachte und rammte ihn Rafael gegen die Brust.

Eingellender Schrei folgte als das glühende Eisen Haut und Fleisch versengte. Und ebenso abrupt ebbte jener auch wieder ab, Rafael war bewusstlos. Seine Finger bebten vor Wut.
“Bleib hier.. bleib WACH! Du gehörst mir… wage es nicht dich vor mir in so etwas wie Ohnmacht zu verkriechen KOMM ZURÜCK!!”, die Worte donnerten durch den Raum während das heiße Eisen immer wieder auf Rafaels Haut zischte, doch keine Regung konnte dem bewusstlosen mehr entlockt werden. Er hatte sich an einen Ort gerettet wo er sicher war, sicher Vor Schmerz und sicher vor Verlust.
Klappernd Warf er schließlich das Eisen in die Ecke und Wand sich ab.
“Sein Verstand ist viel zu klar, zerstört ihn! Verdoppelt die Dosis der Drogen und Quält seinen Leib alle paar stunden mit den Nadeln, lasst seine Nerven brennen bis der Schmerz seinen Schädel zu bersten bringt!”, knurrte er seinen Dienern entgegen ehe er sich mit wehender Robe und in der üblichen Begleitung aufmachte den Raum zu verlassen.
“Bei unserem nähten Treffen Rafael… wird ein teil von dir sterben…”, flüsterte er noch als er die Stufen empor nahm und langsam von der Dunkelheit verschlungen wurde.
Aira Sokarth

Beitrag von Aira Sokarth »

„Der Wald ist kalt der Wald ist tot.“ Mit einem leisen Summen tritt sie durch die Bäume welche die Ruine der Krathoris hinter sich verbirgt. Einzig ihr geschmeidiger, lautloser Gang mag sie von den anderen Rabenkindern unterscheiden. So mag einzig das Klacken der Tür ihre Ankunft in der Ruine ankündigen. Ihr aufmerksamer Blick gleitet zunächst durch den Raum, ehe sie sich Rafael zuwendet. „Guten Abend Rafael“. Ihre giftgrünen Augen nun fest auf ihn gerichtet mustert sie ihn.

Getrocknetes Blut. Schweiß. Er wirkte kraftlos und ausgelaugt. Endlich wirkte die Prozedur. Sie wusste, dass einzig ihre lederne Maske den süßlich-schweren Geruch der Droge und die anderen unangenehmen Gerüche von Schweiß, Blut und lang getragenen Sachen von ihr fern hielt. Langsam nahm sie diese ab. Der Geruchsinn würde schnell offenbaren ob das was sie sah gestellt oder echt war. Es war echt, da bestand kein Zweifel.

Er war wach, doch waren seine Worte zu einem großen Teil wirre und nicht zusammenhängende Wörter. Eine Unterhaltung mit ihm war nicht lange möglich, also hieß es effektiv zu sein. Wieder kam er ihr mit Liebe und den Glauben Temoras. Wie dumm er doch war, wer wenn nicht sie wusste, dass man nicht an Temora glauben musste um Lieben zu können. Doch war er lang nicht mehr so standhaft, er gab es vergleichsweise schnell auf sie von Temora zu überzeugen, was ihr keines Wegs missfiel.

Als sie die weiße Feder vorholte, welche sie ihm am Abend zuvor entwendet hatte wurde das Gespräch doch deutlich interessanter. Er hatte sie von Rahel konnte sie seinen wirren Worten entnehmen und sie solle vor Albträumen schützen. Doch war sie nicht seine Frau. Dennoch schien die Frau zu ihm zu gehören. Sie verstand es ihre Worte so zu wählen, dass sie die Antworten die sie brauchte erhielt ohne das sie die passende Frage dazu stellte. Wie ein kleines Kind versuchte er nach der Feder zu greifen, wie ein Hoffnungsschimmer schien sie für ihn. Nein, sie konnte sie ihm nicht wieder geben, das wäre ein Fehler. Langsam ließ sie die Feder wieder in ihren Ärmel gleiten, sie würde sie schwärzen.

Noch eine Weile beobachtet sie ihn. Redet mit ihm bis seine Worte zunehmend wirrer wurden. Bis sie irre klingen, irre sind. Zufrieden stellt sie fest, dass er morgen so weit sein würde. Selbst das Erwähnen seiner Tochter nahm er nicht mehr mit klarem Verstand wahr. Ja morgen würde es soweit sein. Die Illusion des Todes seiner Tochter würde ihn in den Abgrund stürzen vor dem er stand und er würde fallen.

Als Rafael sich in die schützende Ohnmacht rettet öffnete sie die Zelle und trat hinein. Ihre Hand glitt einen kurzen Moment über seine Wange und leise sprach sie. „Armer Junge.“ Dann verließ sie die Ruinen.
Angelina Tjorven

Beitrag von Angelina Tjorven »

Das Buch in ihren schlanken Händen klappte zu als sie erschöpft den Kopf gegen den Rahmen des Fensters lehnte. Immer wieder entweichte ihrer Kehle ein tiefer Seufzer - es war so schwer, gerade jetzt, ihre Gedanken befreien zu können. Schon lange hatte sie sich nicht mehr unter ihrer Gemeinschaft blicken lassen. Zu sehr war sie mit ihrem Lernen beschäftigt - zumindest versuchte sie es. Ihre Gedanken weichten immer wieder zurück an Rafael. Warum wurde Er entführt? Wieso?
Ihre veilchenblauen Augen sahen müde aus dem geschlossenen Fenster, hindurch der Regentropfen, die sich ihren Weg auf dem Glas entlang bahnten und sich verspielt ineinander trafen und als größerer Tropfen bishin zur Leiste krochen und dort ihren Halt verloren. Jeden Abend fing es an zu stürmen und zu regnen. Selbst aus dem Fenster zu sehen lohnte sich nicht mehr, denn immer mehr wurde die Sonne von dunklen Wolken verschlungen und die Blitze regierten und erhellten den Himmel.

Ihre Linke schob sich unter dem Buch hervor und rieb an ihrer Stirn entlang.
Noch nie hatte sie so tiefe Gedanken an einen Mann. Wieso auch? Sie wollte es auch nicht. Rafael sah sie mit anderen Augen - nicht wie Andere. Er ist der Lord der Allianz und sie ein Teil unter seinem Banner - ein Teil der Allianz.
Was auch immer mit ihm geschehen mag, sie hoffte jede Minute darauf das er freigelassen wird. Das sie ihren Spaß an ihn verlieren, ihn gehen lassen - zu uns, zur Allianz und ebenso zu seiner Tochter. Ohne jegliche Schmerzen... ohne Wunden, Narben, die ihn später an die Entführung zurück denken lassen.
Bei Temora... Oh, bitte! Möge Er heil zu uns zurück kehren.
Sie kniff die Augen zusammen, vor Müdigket und auch um sich Tränen zu unterdrücken. Ihr schwebten so viele Gedanken durch den Kopf, sie konnte einfach nicht mehr. Nicht jetzt, nicht klar denken...
Vorsichtig rutschte sie von der Bank als sie das Buch neben sich legte. Mehrmals lief sie in dem kleinen Zimmer auf und ab. Sie konnte nicht ruhen, auch wenn die Müdigkeit an ihr zerrte - zu sehr machte sie sich Sorgen um Ihn.
Wieso gerade Er... Was wollen diese Rabendiener nur von Ihm!
Sie plumste zu Bett, ihre Hände zitterten und ihre rosa Lippen bebten. Ihre Kräfte ließen nach, immer mehr merkte sie wie die Müdigkeit über sie Überhand ergriff.
Zu viel für sie - zu viel für ihren Kopf. Immer mehr Wissen wollte sie erlangen. Sie war zu ehrgeizig! Und doch körperlich und seelisch am Ende. Nun war sie den Tränen nahe. Sie schluchzte im Bett vor sich hin. Sie hatte angst - aber wovor genau?
Mühselig kroch sie zu ihrem Kissen hinauf und kauerte sich in ihrem Bett zusammen. Leise weinte sie vor sich hin... verstummte aber nach wenigen Herzschlägen an einem phiepsen - Die Müdigkeit siegte, und wies sie in einen langen unruhigen Schlaf.
Dalana D´Ron

Beitrag von Dalana D´Ron »

Auf der gesamten Allianz, lag der Schleier der Ungewissheit, bleiern und schwer. Sie waren bisher keinen Schritt weiter gekommen, standen da wo sie begonnen hatten. Keine Spur, nicht die geringste gab es bisher über den Verbleib von Rafael. Alexandre, Larius, Hudgarr jeden Abend saßen sie gebeugt über die Karten und Berichte, doch auch wenn sie alles tausendmal durchsahen, tausendmal durch sprachen es gab keinen einzigen Anhaltspunkt. Mortys, Cyprian und die anderen Ritten beinahe jede Stunde durch die Dörfer des Reiches, immer in der stetigen Hoffnung vielleicht einen Rabendiener ein zu fangen. Das war doch alles wie verhext, als wenn irgendwer verhindern wollte, dass sie Rafael nicht fanden. Zum wievielten Male Dalana ihre Aufzeichnungen zur Hand nahm, wusste sie schon gar nicht mehr. Sie klammerte sich an der Hoffnung, dass sie vielleicht doch etwas übersehen hatte. „Habt ihr Papa Rafael heute gefunden Lana?“. Erklang die zarte Kinderstimme Samiras. Mit einem leisen seufzen, legte die Schützin die Papiere zur Seite. „Komm mal her mein Sonnenschein.“ Das lies Samira sich nicht zweimal sagen und schon war sie bei ihr. Mit einer einzigen Bewegung saß das Mädchen dann auch auf ihren Schoss und kuschelte sich sofort an sie her ran. „ Wir werden alles in unserer Macht stehende tun um Papa Rafael zu finden. Wir werden ihn auch finden, da bin ich mir ganz sicher. Du betest jeden Abend zu Temora, sie wird gewiss dein Rufen erhören und Papa Raf wieder heil zu uns zurück bringen.“

Die grossen braunen Augen Samiras blickten sie an und ein zaghaftes Nicken erging von der kleinen. „Und ich finde es ganz toll wie du dich um Fleur kümmerst.“ Dalana hauchte ihr einen sanften Kuss auf den Haarschopf und ließ sie wieder von ihrem Schoß her runter. „ Dann geh mal zu Fleur Sonnenschein, ich muss noch ein paar Dinge machen. „ Samira drehte sich her rum und ging aus dem Zimmer. Dann befand sich ihre Aufmerksamkeit wieder auf ihren Unterlagen. „Verdammt noch mal es muss doch irgendeinen Hinweis geben. Rafael kann doch nicht so einfach Spurlos verschwunden sein.“ Ihre Hand fuhr donnernd auf die Tischplatte. Die ganze Zeit über hatte sie ihre Gefühle, ihre panische Angst um Rafael zurück gehalten, doch je mehr Tage verstrichen umso grösser wurden sie. Mit einem seltsamen Laut auf den Lippen, vergrub sie ihr Gesicht in ihre Hände. „Rafael wo auch immer du bist, bitte halte durch, bitte sei stark!“ Hauchte sie mit schwerer Stimme. Ihre Hand legte sich auf ihre Kette und umschloss den kleinen Diamanten, der darin eingearbeitet war. Ein Geschenk Rafaels, welches sie immer bei sich trug. „Bitte Rafael komm zu uns zurück.!“
Zuletzt geändert von Dalana D´Ron am Dienstag 9. September 2008, 14:42, insgesamt 1-mal geändert.
Rahel de Winter

Beitrag von Rahel de Winter »

Sie lag ihm Bett und hielt Rehya schützend im Arm. Seit Rafael weg war schlief keine Nacht mehr durch. Immer wieder wurde sie Nachts wach und versuchte ihrer inneren Panik Herr zu werden.



Alles hatte mit dem Besuch seiner Cousinen begonnen, der ihre ganze, bis dahin heile, Welt in ein Chaos stürzte. Die Stachel die in an diesem Abend gepflanzt wurden hatten tief gesessen und sie hatten die halbe Nacht nach einer Lösung gesucht, ehe sie in Rafaels Armen eingeschlafen war. Sie ahnte er selbst hatte nicht halb soviel geschlafen wie sie in dieser letzten gemeinsamen Nacht. Denn als sie morgens erwachte hatte er schon Frühstück bereitet. Er nahm ihr das Versprechen ab nichts unüberlegtes zu tun, sie würden weiterreden morgen Abend, denn diese Nacht würde er im Schloss bleiben müssen. Am nächsten Abend wartete sie vergebens auf ihn, ihre Gedanken überschlugen sich und die Worte seiner Cousine, er würde sich dem fügen hallten immer wieder in ihrem Kopf.
Sie schämte sich inzwischen für die Gedanken, die sie in dieser Nacht gehabt hatte und hoffte inständig, dass sie noch die Möglichkeit haben würde, sich dafür bei ihm zu entschuldigen.

Als sie nach dieser durchwachten Nacht am nächsten Vormittag das Haus verließ, sah sie aus dem Augenwinkel etwas großes graues auf sich zustürmen. Ehe sie sich versah landete sie in der Hecke und ein ungestümer Rymis durchsuchte ihre Taschen nach Äpfeln. Es kostete sie viel Kraft und Überredungskunst das Rymis sie aus ihrer Lage entließ. Als sie ihn dann genauer betrachtete fiel ihr auf das er noch gesattelt und sein Körper voller Kratzer war, als wäre er so durch einen recht dichten Wald gerannt. Als Rahel Rymis in den Stall brachte und versorgte wurde sie wütend, wieso hatte er dieses “Ungetüm” schon wieder nicht richtig festgebunden. Mit ihrer Wut im Bauch machte sie sich auf ins Schloss, doch als sie Adrian über den Weg lief und er ihr diese komischen Fragen über Rymis stellte machte sich Übelkeit in ihr breit, irgendetwas stimmte nicht. Kurz darauf bewahrheitete sich ihr Gefühl und sie schaffte es nur mit Mühe solange die Fassung aufrecht zu erhalten, bis sie alleine war.

Die halbe Nacht hatte sie mit Adrian in der Bibliothek verbracht meist schweigend, sie beschlossen sie mussten stark sein für Rehya, sie durfte von Rafaels Entführung nichts erfahren, für sie war er nur auf einer wichtigen Reise. Noch ahnten beide nicht, dass schon der nahende Morgen die nächste Hiobsbotschaft für sie bereit hielt.

Schon beim Frühstück fragten die Mädchen wo denn Florence wäre, sie wollte doch nur gestern kurz nach Hause, um einige Dinge zu holen. Rahel versuchte die Beiden und auch sich selbst zu beruhigen, sie habe sicher nur daheim übernachtet und bat dann Rosa mit ihnen spielen zu gehen.
Adrian und auch später der gerufene Hudgarr machten sich auf die Suche nach ihr, doch vergebens.
Am späten Vormittag wurden alle Hoffnungen zerstört, Florence war ein Opfer dieser Bestien geworden.

Die nächsten Tage durchstand sie nur dank der Beruhigungstropfen, die Zoe ihr gegeben hatte. Ohne sie hätte sie es nicht geschafft, Rehya und Fleur auch nur ansatzweise so etwas wie Normalität und Zuversicht vorzugaukeln. Rahel war froh das Rosa ihr anzusehen schien wann immer sie mit ihren Kräften am Ende war und sich dann der beiden Mädchen annahm, damit sie wieder zu sich finden konnte.



Sie merkte nicht wie ihr die Tränen über die Wangen liefen und sie leise schluchzte. Erst die leisen im Halbschlaf gemurmelten Worte Rehyas ließen sie wieder zu sich finden. “Mama wein doch nicht Papa ist doch bald wieder da” Der kleine Körper schmiegte sich enger an sie, die geschlossenen Augen sowie die entspannten Gesichtszüge Rehyas, ließen keinen Zweifel daran, dass sie wirklich schlief. “Ja, Spatz, bald ist er wieder da , bestimmt sehr bald schon.* antwortete sie leise und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. Ihre letzten Gedanken galten wie immer Rafael. “Rafael, wo immer du bist wir lieben dich, möge diese Liebe dir die Kraft geben durchzuhalten und zu uns zurück zu finden.”
Zuletzt geändert von Rahel de Winter am Dienstag 9. September 2008, 15:59, insgesamt 1-mal geändert.
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