Als die Zeilen das Augenmerk der jungen Menekanerin erblickten, schürzten sich die Lippen und ein leises Seufzen verklang hinter der Maske. Seicht wurde der Schopf geschüttelt und nochmals fuhren die Augen über den Schrieb.
Rivkah nahm also den Schritt in kauf ihre Freiheit aufzugeben.
Sicherlich würde es der schönste Tag in ihrem Leben sein, jenes konnte Raniya nur hoffen, war Rivkah eine der wenigen Menekanerin, die ihr nicht gleichgültig waren.
Zudem, musste es für Rivkah nicht der selbe Fehler sein, der es damals für Raniya war, als sie den Bund der Ehe einging. Ein Fehler den sie wohl jedem abraten würde zu tätigen.
Wirklich?
Neda, sie würde wohl niemanden raten jemanden nicht zu heiraten, es reichte, das sie über ihren damaligen Fehler wusste. Die Hoffnung das Rivkah keinen begann und wirklich glücklich werden würde oblag den schweren Erinnerungen an vergangene Zeiten.
Wie es sich für eine Menekanerin gehörte, würde sie sich für das junge Glück freuen.
Eigentlich lächerlich sich für das Haus Ifrey oder Irfaan zu freuen, aber es war wieder Zeit die Maske aufzulegen und dem Spiel der überglücklichen Menekaner beizuwohnen.
So würde einige Tage später ein Schreiben mit dem Siegel der Bashir seinen Weg zu Irfaan aus dem Hause Yazir und eines zu Rivkah aus dem Hause der Ifrey, finden.
Wird das Siegel gebrochen, werden einige ordentlich geschriebene Zeilen das Schriftstück schmücken...
Gemeinsam alles tragen: die Freude und den Schmerz.
Gemeinsam alles wagen: das bindet Herz an Herz.
So sollt Ihr vorwärts schauen,
und so schaut Ihr zurück:
Aus liebendem Vertrauen
erwächst beständiges Glück!
Salam Irfaan aus dem Hause Yazir,
Salam Rivkah aus dem Hause Ifrey!
Mit Freude vernahm das Haus der Bashir die Kunde ob der anstehenden Feierlichkeiten. Ebenso lies es uns das Herz erwärmen zu wissen, das zwei Seelen den Weg gefunden haben, eine Einheit zu bilden.
So nehmt vorerst den schriftlichen Weg der Glückwünsche entgegen, auf das die Mutter den Weg, den ihr gemeinsam bestreiten werdet stets mit Licht erhellt.
Ich vermag es mir nicht zu erlauben für die gesamten Kinder des Hauses Bashir zu sprechen, um die zwei genannten Termine der Festlichkeiten mit ihrer Anwesenheit zu erhellen.
Jedoch möchte ich dir Rivkah auf diesem Wege mitteilen, das ich das nötigste tun werde, um deinen letzten Tag als junge, freie Blüte zu Feiern, ehe du den Weg in ein gemeines Leben übergehst.
Nur die Mutter selber wird wissen, ob ich Eurer Zeremonie beiwohnen werde.
Möge Wasser und nicht gänzlich nur der Schatten Eurem Glück beiseite stehen
gez.
