Die Reifeprüfung
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Gillian von Tecklenstein
Er stand einige Momente reglos da, die Augen geschlossen und den Rücken zum Zelteingang gewandt. Seine glänzende, harte Rüstung vor ihm und entspannte sich, das was nun kommen würde, darauf hatten sie zugearbeitet und nun war der Zeitpunkt gekommen den Sprung in das Ungewisse zu wagen.
Langsam legte er den schweren Brustpanzer über sein Leinenhemd und ließ die Schnallen einrasten, als hätten sie nur darauf gewartet ihren Herrn in diese Rüstung zu sperren, als wäre es seine Berufung.
Ebenso langsam legte er die Beinschienen an, zog die Armschoner über die muskulösen Arme und streckte sich um sich zu vergewissern das sie es wirklich aushalten würde. Er beugte sich vor und schlug einen Haken mit der rechten Faust um dann zufrieden zu nicken..
Er musste sich konzentrieren, heute würde es nicht darauf ankommen, das er Adelig war oder nicht, heute fielen alle Titel vorerst ab und jeder kämpfte für sich für ein gemeinsames Ziel.
Er durfte keinen Fehler begehen, jeder Fehler würde ihn etwas kosten und das konnten sie sich nicht leisten.
Im Kopf ging er nochmal die Pläne durch, wie schon 100mal vorher, in seinen fingern kribbelte es und er wusste langsam begann der Blutdurst zu kommen.
Sie wollten alle Vergeltung für die langwährigen Lügen und Freiheit, einen freien Geist um endlich dem richtigen Glauben zu folgen, dem Herrn und ihrer Baronin..
Er setzte zum Schluss den Helm auf, sein Schild hing auf seinem Rücken und er spührte den Schwertgurt um seine Hüfte, sein Schwert..
Blutdurst..
Er trat hinaus ins Freie und die Männer blickten zu ihm auf, er hob die Hand und sie taten es ihm gleich und jubelten..
"Formieren..", erklang die Stimme des anderen Kommandanten, sein Blick suchte Sephira, aber er konnte sie nicht erblicken..er hoffte sie würde hier bleiben, fern der Schlacht.
Als Gillian aufsah, blickte er in stolze, optimistische Gesichter..Keine Handwerker mehr, sondern Soldaten, die das verteidigen woran sie glaubten..
Sie hatten es schon geschafft, indem sie diese wenigen Männer dazu gebracht haben etwas zustande zu bringen was Jahre brauchte..
"Alatar ist euer Zeuge wenn ihr hinaustretet aufs Schlachtfeld, ihr kennt kein Mitleid, auch wenn sie eure Brüder und Schwestern sind, sie haben euch belogen ihr Leben lang! zu lange..denn ihr seid es wert die Wahrheit zu erfahren oder nicht?"
Ein zustimmendes Gebrüll entstand, die Männer waren wütend, perfekt..
"Kämpft für eure Zukunft, für eure Vergangenheit und Gegenwart, kämpft für eure Baronin und kämpft für den Alleinzigen, denn er ist bei uns..jeden Moment.."
Sie zogen los, man hörte das einheitliche Gestampfe der Füße Meilenweit, wie sie in einer Einheit dem Ende der heuchlerischen Regierungszeit ihres Vaters entgegentraten.
Langsam legte er den schweren Brustpanzer über sein Leinenhemd und ließ die Schnallen einrasten, als hätten sie nur darauf gewartet ihren Herrn in diese Rüstung zu sperren, als wäre es seine Berufung.
Ebenso langsam legte er die Beinschienen an, zog die Armschoner über die muskulösen Arme und streckte sich um sich zu vergewissern das sie es wirklich aushalten würde. Er beugte sich vor und schlug einen Haken mit der rechten Faust um dann zufrieden zu nicken..
Er musste sich konzentrieren, heute würde es nicht darauf ankommen, das er Adelig war oder nicht, heute fielen alle Titel vorerst ab und jeder kämpfte für sich für ein gemeinsames Ziel.
Er durfte keinen Fehler begehen, jeder Fehler würde ihn etwas kosten und das konnten sie sich nicht leisten.
Im Kopf ging er nochmal die Pläne durch, wie schon 100mal vorher, in seinen fingern kribbelte es und er wusste langsam begann der Blutdurst zu kommen.
Sie wollten alle Vergeltung für die langwährigen Lügen und Freiheit, einen freien Geist um endlich dem richtigen Glauben zu folgen, dem Herrn und ihrer Baronin..
Er setzte zum Schluss den Helm auf, sein Schild hing auf seinem Rücken und er spührte den Schwertgurt um seine Hüfte, sein Schwert..
Blutdurst..
Er trat hinaus ins Freie und die Männer blickten zu ihm auf, er hob die Hand und sie taten es ihm gleich und jubelten..
"Formieren..", erklang die Stimme des anderen Kommandanten, sein Blick suchte Sephira, aber er konnte sie nicht erblicken..er hoffte sie würde hier bleiben, fern der Schlacht.
Als Gillian aufsah, blickte er in stolze, optimistische Gesichter..Keine Handwerker mehr, sondern Soldaten, die das verteidigen woran sie glaubten..
Sie hatten es schon geschafft, indem sie diese wenigen Männer dazu gebracht haben etwas zustande zu bringen was Jahre brauchte..
"Alatar ist euer Zeuge wenn ihr hinaustretet aufs Schlachtfeld, ihr kennt kein Mitleid, auch wenn sie eure Brüder und Schwestern sind, sie haben euch belogen ihr Leben lang! zu lange..denn ihr seid es wert die Wahrheit zu erfahren oder nicht?"
Ein zustimmendes Gebrüll entstand, die Männer waren wütend, perfekt..
"Kämpft für eure Zukunft, für eure Vergangenheit und Gegenwart, kämpft für eure Baronin und kämpft für den Alleinzigen, denn er ist bei uns..jeden Moment.."
Sie zogen los, man hörte das einheitliche Gestampfe der Füße Meilenweit, wie sie in einer Einheit dem Ende der heuchlerischen Regierungszeit ihres Vaters entgegentraten.
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Sephira von Tecklenstein
Blutdurst....
Sie sah es in den Augen der einfachen Männern, sah es in den starren Mienen, die immer wieder die Taktiken im Kopf durchgingen. Es war verrückt, absurd...einfache Bauern, Handwerker sollten in den Kampf ziehen. Doch es war das, was die Baronie am wenigsten erwarten würde: Der Angriff im Inneren des Landes.
Es war eine Befreiung, ein Sprengen der Ketten. Wer, wenn nicht der einfache, geschundene Mann, konnte diese Gefangenschaft befreien? Wer, wenn nicht derjenige, der Leid und Hunger kannte, sollte für eine neue Zukunft, für ein neues Leben kämpfen?
Die Tage der Vorbereitung, das Gewirr in dem Lager schwirrten an ihr vorbei. Ihren Bruder sah sie kaum, zu sehr war man umringt von Gesichtern voll Hoffnung, zu oft musste man sich mit entsprechenden Menschen besprechen. Handelsstrassen sollten abgesperrt werden, die Hauptstadt in ihrer Wirtschaft bedrängt werden, bevor man angriff. Die ersten Handelswägen waren bereits in das eigene Lager gelenkt worden und alsbald würde die Kunde der Revolte ihre Wege in die Residenz Niederstauffenbachs finden. Ab nun durfte es keinen Fehler geben, kein Zögern mehr. Sie konnten auf den Beistand des Einen rechnen, sie wusste, dass sie stärker waren. Erfüllt von Selbstbewusstsein wäre ihr Wille unerschütterlich und bis aufs letzte Blut würden sie jenes bewahren.
Bis zum Äußersten gehen wir, überschreiten die Grenzen für das einzig Wahre...
Nein, auf dem Schlachtfeld wäre sie nur ein zu gutes Objekt, ein Ziel, das man schnell entfernen könnte. Sie zog es vor, im Lager zu bleiben, die Schlachten zu koordinieren, zu erfahren, wer wo gewann, wer wo verlor. Die Männer mussten sorgsam eingesetzt werden, zu wertvoll waren derzeit die Schwertarme, die man für diese Tage hatte. Es war die letzte Chance, die einzige Möglichkeit...ab nun hieß es Nichts oder Alles, Verlieren oder Gewinnen.
"Kämpft für eure Zukunft, für eure Vergangenheit und Gegenwart, kämpft für eure Baronin und kämpft für den Alleinzigen, denn er ist bei uns..jeden Moment.."
Das Gebrüll der Mannen ging wie ein Orkan über das Lager. Die Energie eines neuen Aufschwungs, das berauschende Gefühl der Freiheit erfasste einen jeden. Für einen Moment schien die Zeit still zu stehen und zu elektrisieren. Eine unbändige Nervosität durchwehte ihren Körper, ließ jede Faser vibrieren, als das rhytmische Marschieren der vielen Füße begann. Nur eine handvoll würde zunächst zurückbleiben. Doch die ersten Tropfen, die vom Himmel fielen, prophezeiten stets...
Das Alte wird weggewaschen...und gibt Platz für etwas Neues.
Sie sah es in den Augen der einfachen Männern, sah es in den starren Mienen, die immer wieder die Taktiken im Kopf durchgingen. Es war verrückt, absurd...einfache Bauern, Handwerker sollten in den Kampf ziehen. Doch es war das, was die Baronie am wenigsten erwarten würde: Der Angriff im Inneren des Landes.
Es war eine Befreiung, ein Sprengen der Ketten. Wer, wenn nicht der einfache, geschundene Mann, konnte diese Gefangenschaft befreien? Wer, wenn nicht derjenige, der Leid und Hunger kannte, sollte für eine neue Zukunft, für ein neues Leben kämpfen?
Die Tage der Vorbereitung, das Gewirr in dem Lager schwirrten an ihr vorbei. Ihren Bruder sah sie kaum, zu sehr war man umringt von Gesichtern voll Hoffnung, zu oft musste man sich mit entsprechenden Menschen besprechen. Handelsstrassen sollten abgesperrt werden, die Hauptstadt in ihrer Wirtschaft bedrängt werden, bevor man angriff. Die ersten Handelswägen waren bereits in das eigene Lager gelenkt worden und alsbald würde die Kunde der Revolte ihre Wege in die Residenz Niederstauffenbachs finden. Ab nun durfte es keinen Fehler geben, kein Zögern mehr. Sie konnten auf den Beistand des Einen rechnen, sie wusste, dass sie stärker waren. Erfüllt von Selbstbewusstsein wäre ihr Wille unerschütterlich und bis aufs letzte Blut würden sie jenes bewahren.
Bis zum Äußersten gehen wir, überschreiten die Grenzen für das einzig Wahre...
Nein, auf dem Schlachtfeld wäre sie nur ein zu gutes Objekt, ein Ziel, das man schnell entfernen könnte. Sie zog es vor, im Lager zu bleiben, die Schlachten zu koordinieren, zu erfahren, wer wo gewann, wer wo verlor. Die Männer mussten sorgsam eingesetzt werden, zu wertvoll waren derzeit die Schwertarme, die man für diese Tage hatte. Es war die letzte Chance, die einzige Möglichkeit...ab nun hieß es Nichts oder Alles, Verlieren oder Gewinnen.
"Kämpft für eure Zukunft, für eure Vergangenheit und Gegenwart, kämpft für eure Baronin und kämpft für den Alleinzigen, denn er ist bei uns..jeden Moment.."
Das Gebrüll der Mannen ging wie ein Orkan über das Lager. Die Energie eines neuen Aufschwungs, das berauschende Gefühl der Freiheit erfasste einen jeden. Für einen Moment schien die Zeit still zu stehen und zu elektrisieren. Eine unbändige Nervosität durchwehte ihren Körper, ließ jede Faser vibrieren, als das rhytmische Marschieren der vielen Füße begann. Nur eine handvoll würde zunächst zurückbleiben. Doch die ersten Tropfen, die vom Himmel fielen, prophezeiten stets...
Das Alte wird weggewaschen...und gibt Platz für etwas Neues.
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Der Erzähler
Krieg...nein, ein Aufruhr durchbrach die Ruhe der Baronie. Die vielen kleinen Details, die einem in letzter Zeit aufgefallen waren, begannen, auf einmal Sinn zu machen: Die ausbleibenden Warenlieferungen, die stete Abnahme der Abgaben aus den Minen, die fehlenden Briefe aus den Siedlungen von Verwandten. Es schien, als hätte sich ein langsamer, stetiger Riss quer durch das Land gebildet. Man hatte erfolgreich das System der Abkapselung verwendet, ohne, dass man genauer hinsehen wollte und nach dem Warum des Kernes fragen wollte.
Man sandte Gardisten aus, Richtung Hohenpreissenberg, wo man von ersten Unruhen hörte. Ein jedes Weib, ein jedes Kind würde um den geliebten Vater weinen, der sein Leben dort lassen musste.
Schreckliche Geschichten durchzogen kleine, namenlose Weiler und schließlich auch Niederstauffenbach:
Schonungslos zieht die Meute durch die Baronie, ihre Blicke sind verklärt und hart. Manch einen kannte man. Es war doch jemand von ihnen! Und doch sah er sie so anders an, so voller Hass, so voller Kälte. Kein Erbarmen, wer nicht aufgeben wollte, wurde durch die Klinge gerichtet. Man hört, dass Kinder verschleppt oder getötet werden. Immer wieder dringen Worte wie Panther und der Eine durch die Reihen. Brudermörder! Verfluchtes Pack, wie gelangten sie nur in die Lande? Wie können sie es nur wagen, Lügen zu säen! Der eigene Nachbar, nun dein Feind?
Und der Baron...?
Erste Vorkehrungen werden in Niederstauffenbach getroffen, man riegelt sich hermetisch ab. Die Gardisten werden formiert und ausgerüstet, die Bevölkerung dazu aufgerufen, keine Fremden aufzunehmen oder unbekannte Gesichter in die Läden zu lassen. Jederzeit könnte der Angriff stattfinden und das Einzige, was nun hilft, ist die Hoffnung. Eine Hoffnung, dass Hilfe kommen würde...
Viele hörten oder lasen mit einem Kopfschütteln die neuen Verordnungen. Wem trauen, wenn selbst der ehemalige Bruder auf einmal vernebelt wurde mit Lügen von diesem blutvernarrten Gott? Niederstauffenbach war eine Stadt mit stets wechselnden Gesichtern, ein Ort, an dem jeder Handel vorgenommen wurde. Doch die neuen Regelungen engten den Handel ein, viele Papiere mussten vorgewiesen werden, um überhaupt Einlass an den Toren zu bekommen. Und dann das Vertrauen der Bürger...vielleicht war es doch einfach nur ein gewiefter Spion, der die Stadt ausspionieren wollte?
Die Strassen begannen, leerer zu werden, die Herzen verschlossen sich...vor Angst.
In der Residenz Bergstein derweil machte man sich bereit, alle nötigen Briefe auszusenden in die Nachbarlehen. Nur einer jedoch sollte ankommen, keiner der Boten lebend zurückkehren. Die Söldner wussten, dass der Brief in Weylenstein angekommen war....Nun gut, man würde herausfinden, um was dieser alte Heuchler von Baron gebeten hatte.
Eilends wurde die Depesche in Weylenstein weitergereicht, an den dortigen Zuständigen jeglicher diplomatischer Anliegen. Wichtig sei es und so geschah es noch am gleichen Tage, dass Antarian eine Kopie des Schreibens erreichen würde, mit folgendem Wortlaut:
Unter den Schwingen der Tugend und Lichtbringerin, sowie unter der gütigen Herrschaft unseres Truchsesses und seiner Hoheit, entbiete ich meine Grüße an die Diplomaten des Lehens Weylenstein, sowie an die Hochgeboren von Weylenstein!
Dunkle Wolken drängen über den Horizont der Baronie. Hochgeboren von Tecklenstein erholt sich nur langsam von seiner Krankheit und der Kopf wird nach und nach klarer. So wurde mir erst jetzt die Order überbracht, mich hilfesuchend an euch zu wenden. Als persönlicher Berater ist es meine Pflicht, stets um das Wohl der Baronie und seines Hochgeboren bemüht zu sein und umso schneller, gar rascher ereilt die Bitte eure Lande.
Um keine weitere Zeit zu vergeuden, wird die Sachlage euch möglichst formlos nun mitgeteilt:
Die Baronie wird derzeit überschattet von Aufruhren und Übergriffen auf die kleinen Siedlungen. Bisher weiß man, dass die Mannen sich innerhalb der Baronie formiert haben, soweit man informiert ist, aufgrund von Unzufriedenheit. Gerüchte besagen, es würde sich um Anhänger des Brudermörders handeln, welches wir derzeit jedoch keineswegs unterstützen oder bekräftigen wollen.
Ein spätes Einschreiten ist zuzugestehen aufgrund jener Situation, wie ich euch zuvor mitteilte in Bezug auf Hochgeboren von Tecklenstein.
Einzelne Truppen wurden ausgesandt in die Dörfer, um die Unruhen zu dämmen. Die Nachricht über Erfolg jener blieb jedoch bisher aus, sodass sich Niederstauffenbach genötigt sah, sowohl Handel, als auch Einlass in die Stadt einzuschränken.
So sei unsre Bitte nicht nur um Güter bemüht, welche nur allzu rasch ausgehen können. Stets haben wir in jenem Jahreslauf Probleme mit Warenlieferungen gehabt, wie es bekannt sein sollte durch den Briefwechsel der Diplomaten untereinander. Waren, Lebensmittel stärken Arm und Geist des Mannes, doch bedarfen wir auch dieser Männer, die mit einem starken Schwertarm für Ordnung und freie Geister kämpfen sollen.
In respektvollster Weise wird erbeten, sich um die Gebiete Witmaar und Hohenpreissenberg zu bemühen, wissen wir doch um die derzeitige Sicherheit des Klosters keinerlei Verbleib.
Möge Temora uns die nötige Wärme schenken, Licht bieten in Zeiten der Düsterheit und dafür sorgen, dass die Geister wieder rein und klar werden!
Melanos Hegbert,
Berater seiner Hochgeboren von Tecklenstein,
welcher die Worte seiner Hochgeboren verschriftlichte;
handelnd im Sinne seiner Hochgeboren und
der Baronie von Tecklenstein
*Darunter prangt das Siegel der Familie Tecklenstein und eine rasche Unterschrift zeigt das Kürzel Sarans, welches wohl von ihm selbst unterzeichnet wurde*
Derweil ziehen die Gerüchte weiter durch die Hauptstadt...Gerüchte der Angst und Sorge. Wem kann ich trauen, wem kann ich noch in die Augen sehen, ohne einen Verdacht? Kerker füllen sich....die Angst wächst...und irgendwo draussen, in den Dörfern und Siedlungen, sterben unter Geschrei und Schmerzen Menschen, die einen angeblich falschen Glauben tragen.
Man sandte Gardisten aus, Richtung Hohenpreissenberg, wo man von ersten Unruhen hörte. Ein jedes Weib, ein jedes Kind würde um den geliebten Vater weinen, der sein Leben dort lassen musste.
Schreckliche Geschichten durchzogen kleine, namenlose Weiler und schließlich auch Niederstauffenbach:
Schonungslos zieht die Meute durch die Baronie, ihre Blicke sind verklärt und hart. Manch einen kannte man. Es war doch jemand von ihnen! Und doch sah er sie so anders an, so voller Hass, so voller Kälte. Kein Erbarmen, wer nicht aufgeben wollte, wurde durch die Klinge gerichtet. Man hört, dass Kinder verschleppt oder getötet werden. Immer wieder dringen Worte wie Panther und der Eine durch die Reihen. Brudermörder! Verfluchtes Pack, wie gelangten sie nur in die Lande? Wie können sie es nur wagen, Lügen zu säen! Der eigene Nachbar, nun dein Feind?
Und der Baron...?
Erste Vorkehrungen werden in Niederstauffenbach getroffen, man riegelt sich hermetisch ab. Die Gardisten werden formiert und ausgerüstet, die Bevölkerung dazu aufgerufen, keine Fremden aufzunehmen oder unbekannte Gesichter in die Läden zu lassen. Jederzeit könnte der Angriff stattfinden und das Einzige, was nun hilft, ist die Hoffnung. Eine Hoffnung, dass Hilfe kommen würde...
Viele hörten oder lasen mit einem Kopfschütteln die neuen Verordnungen. Wem trauen, wenn selbst der ehemalige Bruder auf einmal vernebelt wurde mit Lügen von diesem blutvernarrten Gott? Niederstauffenbach war eine Stadt mit stets wechselnden Gesichtern, ein Ort, an dem jeder Handel vorgenommen wurde. Doch die neuen Regelungen engten den Handel ein, viele Papiere mussten vorgewiesen werden, um überhaupt Einlass an den Toren zu bekommen. Und dann das Vertrauen der Bürger...vielleicht war es doch einfach nur ein gewiefter Spion, der die Stadt ausspionieren wollte?
Die Strassen begannen, leerer zu werden, die Herzen verschlossen sich...vor Angst.
In der Residenz Bergstein derweil machte man sich bereit, alle nötigen Briefe auszusenden in die Nachbarlehen. Nur einer jedoch sollte ankommen, keiner der Boten lebend zurückkehren. Die Söldner wussten, dass der Brief in Weylenstein angekommen war....Nun gut, man würde herausfinden, um was dieser alte Heuchler von Baron gebeten hatte.
Eilends wurde die Depesche in Weylenstein weitergereicht, an den dortigen Zuständigen jeglicher diplomatischer Anliegen. Wichtig sei es und so geschah es noch am gleichen Tage, dass Antarian eine Kopie des Schreibens erreichen würde, mit folgendem Wortlaut:
Unter den Schwingen der Tugend und Lichtbringerin, sowie unter der gütigen Herrschaft unseres Truchsesses und seiner Hoheit, entbiete ich meine Grüße an die Diplomaten des Lehens Weylenstein, sowie an die Hochgeboren von Weylenstein!
Dunkle Wolken drängen über den Horizont der Baronie. Hochgeboren von Tecklenstein erholt sich nur langsam von seiner Krankheit und der Kopf wird nach und nach klarer. So wurde mir erst jetzt die Order überbracht, mich hilfesuchend an euch zu wenden. Als persönlicher Berater ist es meine Pflicht, stets um das Wohl der Baronie und seines Hochgeboren bemüht zu sein und umso schneller, gar rascher ereilt die Bitte eure Lande.
Um keine weitere Zeit zu vergeuden, wird die Sachlage euch möglichst formlos nun mitgeteilt:
Die Baronie wird derzeit überschattet von Aufruhren und Übergriffen auf die kleinen Siedlungen. Bisher weiß man, dass die Mannen sich innerhalb der Baronie formiert haben, soweit man informiert ist, aufgrund von Unzufriedenheit. Gerüchte besagen, es würde sich um Anhänger des Brudermörders handeln, welches wir derzeit jedoch keineswegs unterstützen oder bekräftigen wollen.
Ein spätes Einschreiten ist zuzugestehen aufgrund jener Situation, wie ich euch zuvor mitteilte in Bezug auf Hochgeboren von Tecklenstein.
Einzelne Truppen wurden ausgesandt in die Dörfer, um die Unruhen zu dämmen. Die Nachricht über Erfolg jener blieb jedoch bisher aus, sodass sich Niederstauffenbach genötigt sah, sowohl Handel, als auch Einlass in die Stadt einzuschränken.
So sei unsre Bitte nicht nur um Güter bemüht, welche nur allzu rasch ausgehen können. Stets haben wir in jenem Jahreslauf Probleme mit Warenlieferungen gehabt, wie es bekannt sein sollte durch den Briefwechsel der Diplomaten untereinander. Waren, Lebensmittel stärken Arm und Geist des Mannes, doch bedarfen wir auch dieser Männer, die mit einem starken Schwertarm für Ordnung und freie Geister kämpfen sollen.
In respektvollster Weise wird erbeten, sich um die Gebiete Witmaar und Hohenpreissenberg zu bemühen, wissen wir doch um die derzeitige Sicherheit des Klosters keinerlei Verbleib.
Möge Temora uns die nötige Wärme schenken, Licht bieten in Zeiten der Düsterheit und dafür sorgen, dass die Geister wieder rein und klar werden!
Melanos Hegbert,
Berater seiner Hochgeboren von Tecklenstein,
welcher die Worte seiner Hochgeboren verschriftlichte;
handelnd im Sinne seiner Hochgeboren und
der Baronie von Tecklenstein
*Darunter prangt das Siegel der Familie Tecklenstein und eine rasche Unterschrift zeigt das Kürzel Sarans, welches wohl von ihm selbst unterzeichnet wurde*
Derweil ziehen die Gerüchte weiter durch die Hauptstadt...Gerüchte der Angst und Sorge. Wem kann ich trauen, wem kann ich noch in die Augen sehen, ohne einen Verdacht? Kerker füllen sich....die Angst wächst...und irgendwo draussen, in den Dörfern und Siedlungen, sterben unter Geschrei und Schmerzen Menschen, die einen angeblich falschen Glauben tragen.
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Antarian von Weylenstein
In den frühen morgen Stunden am 10. Ashatar im Jahre 251 herrschte zum ersten mal in der Geschichte von Weylenstein völlige ruhe auf dem großen Marktplatz. Die Freischaft Weylenstein war seit seiner Gründung noch niemals selbst bedroht in seiner Existenz. Doch die Aufstände im Benachbarten Lehen bereitete dem Vogt der Stadt große sorgen und könnten unangenehme Auswirkungen auf das eigene Lehen haben. Wer kann schon sagen wo alles die Anhänger des Brudermörders sich versteckt halten und lauern. Jedoch waren die Anweisungen von Antarian, dem Lehnsherren klar. Man wird keinen starken Feinde als Nachbarn dulden. Noch am Vorabend wurden alle Strategischen Ziele besprochen und ein weiterer Brief für einen guten Freund des Freiherren verfasst und abgeschickt. Der Vogt blickte ins Gesicht des Alten Ritters der Ihm gegenüber stand. Letzte Worte wurden Ausgetauscht bevor er den Platz dem Ritter überließ.
Gut gestaffelt, Diszipliniert und hervorragend Ausgerüstet standen die Soldaten aus Weylenstein auf dem großen Marktplatz. Doch fehlt es trotz aller Übung an aktiver Kampferfahrung. Sicher, man hat in der Vergangenheit kleinere Scharmützel mit Diebesbanden gehabt. Aber dies ist mit einem Schlachtfeld nicht zu Vergleichen. Der Alte Ritter konnte die Angst riechen. Denn auch unter seinen Soldaten hatte sich schnell das Gerücht herumgesprochen das in Tecklenstein etwas nicht stimmt. Und als Sie die Bestätigung des Ritters hörten das man gegen die Anhänger des Brudermörders zieht, sorgte das nicht gerade für große Freude. Doch als Soldat hat man keine Wahl. Man erhält seinen Sold und folgt. Und so setzte sich die große Kolonne in Bewegung. Bogen schützen, schwere Infanterie und leichte Reiterei. Tecklenstein würde kein Schreiben erhalten über das Aufbrechen der Soldaten. Denn man dachte nicht daran sich dem Feind anzukündigen. Er würde es schon Erfahren. Auf die eine oder andere weise.
11. Ashatar. Die Soldaten aus Weylensten kommen gut vorran. Die Stimmung innerhalb der Soldaten verbesserte sich nicht wirklich, denn es war ein Gewaltmarch durch das Gebirge. Der 1. Teil des Planes sollte bald beginnen. 2 weitere Versorgungsgüter mit Baumateriallien und Handwerkern gut bewacht verließen etwa 24 Stunden nach dem Aufbruch der Soldaten Weylenstein. Immer wieder reitete die Leichte - Reiterei etwas vor raus um mögliche Personen abzufangen die Ihr kommen vieleicht Ankündigen konnten. Jedoch umso näher Sie den Grenzen von Tecklenstein kamen mussten Sie öfters kleine Umwege machen oder sich Versperrendes Geröll für die Versorgungskarren frei Arbeiten. Absicht, oder hatte Irgendein Unwetter die Schuld? Letztendlich war`s auch egal für den Ritter. Denn man würde sich an Plan halten.
Gut gestaffelt, Diszipliniert und hervorragend Ausgerüstet standen die Soldaten aus Weylenstein auf dem großen Marktplatz. Doch fehlt es trotz aller Übung an aktiver Kampferfahrung. Sicher, man hat in der Vergangenheit kleinere Scharmützel mit Diebesbanden gehabt. Aber dies ist mit einem Schlachtfeld nicht zu Vergleichen. Der Alte Ritter konnte die Angst riechen. Denn auch unter seinen Soldaten hatte sich schnell das Gerücht herumgesprochen das in Tecklenstein etwas nicht stimmt. Und als Sie die Bestätigung des Ritters hörten das man gegen die Anhänger des Brudermörders zieht, sorgte das nicht gerade für große Freude. Doch als Soldat hat man keine Wahl. Man erhält seinen Sold und folgt. Und so setzte sich die große Kolonne in Bewegung. Bogen schützen, schwere Infanterie und leichte Reiterei. Tecklenstein würde kein Schreiben erhalten über das Aufbrechen der Soldaten. Denn man dachte nicht daran sich dem Feind anzukündigen. Er würde es schon Erfahren. Auf die eine oder andere weise.
11. Ashatar. Die Soldaten aus Weylensten kommen gut vorran. Die Stimmung innerhalb der Soldaten verbesserte sich nicht wirklich, denn es war ein Gewaltmarch durch das Gebirge. Der 1. Teil des Planes sollte bald beginnen. 2 weitere Versorgungsgüter mit Baumateriallien und Handwerkern gut bewacht verließen etwa 24 Stunden nach dem Aufbruch der Soldaten Weylenstein. Immer wieder reitete die Leichte - Reiterei etwas vor raus um mögliche Personen abzufangen die Ihr kommen vieleicht Ankündigen konnten. Jedoch umso näher Sie den Grenzen von Tecklenstein kamen mussten Sie öfters kleine Umwege machen oder sich Versperrendes Geröll für die Versorgungskarren frei Arbeiten. Absicht, oder hatte Irgendein Unwetter die Schuld? Letztendlich war`s auch egal für den Ritter. Denn man würde sich an Plan halten.
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Sephira von Tecklenstein
Dreck, Staub, Schweiß.....die Luft stand förmlich in der Ebene, in der sie sich bewegten. Das Wechseln der Kleider war zum Luxus geworden, man musste den Schutz unter der Rüstung bei sich behalten und nur der schwere, dunkle Umhang verbarg die Gestalten, die den Weg zum nächsten Lager einschlugen. Man folgte einer Spur aus Verwüstung, Zerstörung...und des Todes.
Nein, keine Verwüstung...es war eine Reinigung. Das Land musste bereinigt werden von den Lügen falscher Götter, verblendete und die, die nicht mehr zu retten waren, mussten entfernt werden. Es war das Richtige Handeln. Keine Gnade für die, die sich nicht dem einzig wahren Herrscher ergeben und ihm dienen wollten!
Mitten drin, einem Trupp Söldner folgend, folgte eine Gestalt, deren Kapuze tief ins Gesicht gezogen war. Sie wollte nicht mehr nach rechts, nicht mehr nach links sehen. Die leeren Gesichter, die ausdruckslosen Augen, die starren, kalten Gliedmaßen. Sie ließen sie nicht mehr los, folgten ihr. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis man das Mädchen dazu zwingen müsste, nicht mehr diesen Aufstand mit zu begleiten. Doch ihr Geist war noch klar, die Gedanken gingen stets um die politischen, diplomatischen Bereiche, während der Blutgeboren seine Taktik ausfeilte und die Männer befehligte. Die Rollen waren klar aufgeteilt und man fragte nicht weiter. Nur manchmal sah einer der Männer besorgt zu der Baronin, dem jungen Ding, welches mit starrer Miene und erschöpftem Ausdruck im Lager stand. In der Nacht hörte man ihre Schreie nicht...sie wurden übertönt von den Schmerzen und Alpträumen der kämpfenden und mutigen Mannen.
Die Befehle waren klar, als das neue Lager aufgeschlagen wurde, nicht weit der Hauptstadt der Baronie: Absichern und Erkunden der Umgebung, Sicherstellen einer ruhigen Nacht, bevor man sich um die Stadtmauern kümmern würde und in der Nacht sich entschiede, wie man jene umgeht.
Einzelne Depeschen glitten durch die schlanken Finger, die leicht zitterten. Sie war wirklich solch Geräuschkulisse nicht gewohnt und musste sich mehr als konzentrieren, nicht einfach aus dem Lager zu rennen und etwas Ruhe zu suchen. Das dunkle Augenpaar schweifte kurz gen Zelteingang, die Brauen zogen sich zusammen. Nein, das Gegröhle, das dumpfe Geschwätz dieser Mannen war nicht ihre Welt. Sie konnte froh sein, wenn sie ihren Zweck erfüllt hatten und sie sie bald wieder auf ihre Felder und in ihre Werkstätten schicken konnte. Nur die Kommandoleiter würden bleiben und die Ausbildung einer Großarmee veranlassen, um dauerhaft die Grenzen zu schützen. Sie wusste nur zu gut um den Ehrgeiz der Blender und Lügner. Die Kunde über die toten Boten war bereits ein Lager zuvor an ihr Ohr gedrungen, doch nun erst konnte sie sich daran machen, die Tauben loszuschicken, die zu den Söldnern gehörten. Einzelne Gruppen waren zurückgeblieben, um die bereits „bereinigten“ Gebiete zu überwachen und die verbliebene Bevölkerung zu deligieren. Es musste viel gelernt werden...
Pfade Richtung Weylenstein vermehrt auf Patrouillen kontrollieren...Sofortiger Bescheid bei Entdeckungen von Vorkommnissen....Rüstet die Bauern, seid auf der Hut!
Eine eindeutige Order, die ihren Weg gen der Weiler ging, vermehrt aufgesetzt, sodass zumindest eine bis zwei ihr Ziel erreichen sollten. Die Söldner waren gefasst und auf der Hut, die Bauern verschärft darauf gedrillt, mit Schwertern und Keulen statt Pieken und Schaufeln umzugehen.
Doch statt einer Patrouille entschied man es einfacher: Die Wege unpassierbar machen, Gerölle schaffen, einzelne Fallen aufstellen. Es war das Sicherste....und würde den eigenen Kopf auf den Schultern belassen.
Im Lager hingegen vor der Hauptstadt war es ruhiger. Die Baronin hatte zunächst veranlasst, dass sich die Truppen wieder sammelten. Sie musste Gillian sprechen, dringend, bald...Einzelne Späher wurden ausgeschickt und es wurde dafür gesorgt, dass man Kontakte zu dem Untergrund in der Hauptstadt hatte...die Order: Beschaffen der Diplomaten...lebendig! Sie brauchte sie für Informationen, später, nachdem sie die Ruhe dafür hätte, sich mit der Politik des Landes zu befassen. Die Gedanken kreisten, schwirrten umher...sie war dankbar dafür, waren es doch jene Momente, die die Bilder aus ihrem Kopf vertrieben:
Ausdruckslose Gesichter, starre Augen...Männer, Frauen, Kinder...eine Blutspur durchzog die Baronie. Reinigung brachte zuvor auch immer eine Spur des Schmutzes und sie...lud jede Menge dieses Schmutzes auf sich.
Währenddessen:
Eine Handvoll Mannen besetzt stoisch die Minen, eine andere das Kloster in dem Gebirge des Nordens. Ein gutes Dutzend, zu wenige...es wird gesagt, man würde bald Männer nachsenden. Sie sind gewillt, bis zu ihrem Ende zu kämpfen. Der Eine....würde es schon richten.
Nein, keine Verwüstung...es war eine Reinigung. Das Land musste bereinigt werden von den Lügen falscher Götter, verblendete und die, die nicht mehr zu retten waren, mussten entfernt werden. Es war das Richtige Handeln. Keine Gnade für die, die sich nicht dem einzig wahren Herrscher ergeben und ihm dienen wollten!
Mitten drin, einem Trupp Söldner folgend, folgte eine Gestalt, deren Kapuze tief ins Gesicht gezogen war. Sie wollte nicht mehr nach rechts, nicht mehr nach links sehen. Die leeren Gesichter, die ausdruckslosen Augen, die starren, kalten Gliedmaßen. Sie ließen sie nicht mehr los, folgten ihr. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis man das Mädchen dazu zwingen müsste, nicht mehr diesen Aufstand mit zu begleiten. Doch ihr Geist war noch klar, die Gedanken gingen stets um die politischen, diplomatischen Bereiche, während der Blutgeboren seine Taktik ausfeilte und die Männer befehligte. Die Rollen waren klar aufgeteilt und man fragte nicht weiter. Nur manchmal sah einer der Männer besorgt zu der Baronin, dem jungen Ding, welches mit starrer Miene und erschöpftem Ausdruck im Lager stand. In der Nacht hörte man ihre Schreie nicht...sie wurden übertönt von den Schmerzen und Alpträumen der kämpfenden und mutigen Mannen.
Die Befehle waren klar, als das neue Lager aufgeschlagen wurde, nicht weit der Hauptstadt der Baronie: Absichern und Erkunden der Umgebung, Sicherstellen einer ruhigen Nacht, bevor man sich um die Stadtmauern kümmern würde und in der Nacht sich entschiede, wie man jene umgeht.
Einzelne Depeschen glitten durch die schlanken Finger, die leicht zitterten. Sie war wirklich solch Geräuschkulisse nicht gewohnt und musste sich mehr als konzentrieren, nicht einfach aus dem Lager zu rennen und etwas Ruhe zu suchen. Das dunkle Augenpaar schweifte kurz gen Zelteingang, die Brauen zogen sich zusammen. Nein, das Gegröhle, das dumpfe Geschwätz dieser Mannen war nicht ihre Welt. Sie konnte froh sein, wenn sie ihren Zweck erfüllt hatten und sie sie bald wieder auf ihre Felder und in ihre Werkstätten schicken konnte. Nur die Kommandoleiter würden bleiben und die Ausbildung einer Großarmee veranlassen, um dauerhaft die Grenzen zu schützen. Sie wusste nur zu gut um den Ehrgeiz der Blender und Lügner. Die Kunde über die toten Boten war bereits ein Lager zuvor an ihr Ohr gedrungen, doch nun erst konnte sie sich daran machen, die Tauben loszuschicken, die zu den Söldnern gehörten. Einzelne Gruppen waren zurückgeblieben, um die bereits „bereinigten“ Gebiete zu überwachen und die verbliebene Bevölkerung zu deligieren. Es musste viel gelernt werden...
Pfade Richtung Weylenstein vermehrt auf Patrouillen kontrollieren...Sofortiger Bescheid bei Entdeckungen von Vorkommnissen....Rüstet die Bauern, seid auf der Hut!
Eine eindeutige Order, die ihren Weg gen der Weiler ging, vermehrt aufgesetzt, sodass zumindest eine bis zwei ihr Ziel erreichen sollten. Die Söldner waren gefasst und auf der Hut, die Bauern verschärft darauf gedrillt, mit Schwertern und Keulen statt Pieken und Schaufeln umzugehen.
Doch statt einer Patrouille entschied man es einfacher: Die Wege unpassierbar machen, Gerölle schaffen, einzelne Fallen aufstellen. Es war das Sicherste....und würde den eigenen Kopf auf den Schultern belassen.
Im Lager hingegen vor der Hauptstadt war es ruhiger. Die Baronin hatte zunächst veranlasst, dass sich die Truppen wieder sammelten. Sie musste Gillian sprechen, dringend, bald...Einzelne Späher wurden ausgeschickt und es wurde dafür gesorgt, dass man Kontakte zu dem Untergrund in der Hauptstadt hatte...die Order: Beschaffen der Diplomaten...lebendig! Sie brauchte sie für Informationen, später, nachdem sie die Ruhe dafür hätte, sich mit der Politik des Landes zu befassen. Die Gedanken kreisten, schwirrten umher...sie war dankbar dafür, waren es doch jene Momente, die die Bilder aus ihrem Kopf vertrieben:
Ausdruckslose Gesichter, starre Augen...Männer, Frauen, Kinder...eine Blutspur durchzog die Baronie. Reinigung brachte zuvor auch immer eine Spur des Schmutzes und sie...lud jede Menge dieses Schmutzes auf sich.
Währenddessen:
Eine Handvoll Mannen besetzt stoisch die Minen, eine andere das Kloster in dem Gebirge des Nordens. Ein gutes Dutzend, zu wenige...es wird gesagt, man würde bald Männer nachsenden. Sie sind gewillt, bis zu ihrem Ende zu kämpfen. Der Eine....würde es schon richten.
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Gillian von Tecklenstein
Die Kämpfe waren kräfteraubend und doch gab es ihm auch ein wenig mehr Stärke und Stolz, wenngleich jeder Gefallene sich in seinem Gehirn einbrannte, jeden den er erschlug war doch eigentlich ein Landsmann, doch sein Glaube so falsch und starr, das es keine andere Möglichkeit gab.
Die Bürger saßen auf den Treppen ihrer Häuser, zitterten als die schwarzen Soldaten die Straßen entlang gingen, sie trauten sich nicht aufzublicken und man sah das schwarze Banner das die Baronie durchzog, die Spur des Einen, der Flügelschlag des Drachen, welcher nun sein Land für sich einnahm.
Die Kadaver wurden in den Morgenstunden verbrannt und der Geruch der Verwesung zog gen Norden.
Junge Soldaten übergaben sich nach ihrem ersten Kampf, das war normal, oft sah man die bleichen Gesichter welche zum ersten Mal zur Waffe gegriffen hatten, doch der Wille und der Glaube war ungebrochen.
Es war das was sie antrieb, weiter ihre Rüstung anzubehalten und die Waffe fest in der Hand zu halten..
Gillians Rüstung war über und über mit Blut seiner Gegner besudelt, seine Augen waren starr geworden und ernst, trotz allem war dies kein Grund zu triumphieren, noch nicht..
Er suchte seine Schwester in einem der Zelte auf, den Helm unter dem Arm geklemmt..
Sie hatten die Schlacht sogut wie gewonnen, was noch zählte war den Baron zu finden und seinen kopf aufzuspießen..
Man war endlich zur verdienten Rache gekommen..Reden wurden gehalten von den Priestern des Einen und die restlichen lebenden Bürger wurden bekehrt, ob sie wollten oder nicht..
Die Bürger saßen auf den Treppen ihrer Häuser, zitterten als die schwarzen Soldaten die Straßen entlang gingen, sie trauten sich nicht aufzublicken und man sah das schwarze Banner das die Baronie durchzog, die Spur des Einen, der Flügelschlag des Drachen, welcher nun sein Land für sich einnahm.
Die Kadaver wurden in den Morgenstunden verbrannt und der Geruch der Verwesung zog gen Norden.
Junge Soldaten übergaben sich nach ihrem ersten Kampf, das war normal, oft sah man die bleichen Gesichter welche zum ersten Mal zur Waffe gegriffen hatten, doch der Wille und der Glaube war ungebrochen.
Es war das was sie antrieb, weiter ihre Rüstung anzubehalten und die Waffe fest in der Hand zu halten..
Gillians Rüstung war über und über mit Blut seiner Gegner besudelt, seine Augen waren starr geworden und ernst, trotz allem war dies kein Grund zu triumphieren, noch nicht..
Er suchte seine Schwester in einem der Zelte auf, den Helm unter dem Arm geklemmt..
Sie hatten die Schlacht sogut wie gewonnen, was noch zählte war den Baron zu finden und seinen kopf aufzuspießen..
Man war endlich zur verdienten Rache gekommen..Reden wurden gehalten von den Priestern des Einen und die restlichen lebenden Bürger wurden bekehrt, ob sie wollten oder nicht..
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Antarian von Weylenstein
Im Monat des Ashatar, am frühen morgen an der Grenze der Baronie Tecklenstein. Die Soldaten aus Weylenstein überschreiten die Grenze. Die Vergangenen Tage waren hart. Immer wieder vesperte Schutt und Gestein die Gebirgskämme, so das die Soldaten viel Zeit damit verbrachten ihren Weg frei zuschaufeln. Hier an diesen Ort wollte man schon vor 3 Tagen sein. Aber nun? War man schon zu Spät? War alles schon Verloren? Der Erste Versorgungszug mit den Handwerkern aus Weylenstein erreichte die Hauptgruppe früher als erwartet, so das man auf dem letzten Abschnitt wieder etwas Zeit gut machen konnte.
Man hatte erwartet im Kloster der Temora herzlichst Empfangen zu werden. Doch zum erstaunen der 5 Soldaten die voraus geritten sind, stellte sich fest das dass Kloster wie verlassen war. Erst als man einige Räume durchsucht hatte fand man einige Schutz suchende Bürger, sowie einige Priester die Tot am Boden lagen. Auf dem Weg nach draußen wurden Sie angegriffen von Aufständischen. Nur mit mühe konnte man den Angriff für sich entscheiden aufgrund besserer Bewaffnung und guter eingespielter Disziplin. Die Angreifer waren wohl auch nur Bauern die man ein Schwert in die Hand drückte und mit nötigsten Unterwiesen hatte. Doch einer konnte Entkommen. Man versuchte Ihn noch einzuholen, aber er war zu schnell. Sicher würde er seine neuen Lehnsherren warnen. Später verschwiegen die Soldaten noch dem Kommandanten des Welyenstein Regimentes das einer entkommen konnte. So das man zu diesen Zeitpunkt noch immer im Glauben war, das niemand Bescheid weiß das man kommt.
Vorkehrungen wurden Getroffen um die Pässe nach Weylenstein zu sichern, sowie die umliegenden Lehen. Sollte das Unterfangen scheitern wollte man einen guten Rückzugs Ort haben. Einige Soldaten blieben entsprechend zurück zum Schutze der Handwerker und um den Aufbau zu Überwachen sowie auch zur Hand zu gehen. Der Rest marschierte in Richtung Herzland von Tecklenstein. Spätestens zu diesem Zeitpunkt würde nun eindeutig klar werden unter den Bürgern des Lehen, dass ein großes gut bewaffnetes Regiment einmarschiert das mit Stolz das Banner von Weylenstein mit sich führt.
Die Reiterei teilte sich in mehre Gruppen auf. Die Erste Gruppe wendete sich in Richtung – Wittmar. Das Ziel die Minen. Die Zweite Gruppe sollte nur die Flanken des Regimentes vor Überraschungen schützen. Die Dritte Gruppe machte sich an die Arbeit die Landwirtschaft in Tecklenstein zu Zerstören in dem Sie alle Felder in Brand setzen. Es war klar, man wollte alle Aufmerksamkeit des Feindes auf sich ziehen damit Wittmar und seine Minen völlig ungeschützt sind. Später am Tag fand eine Person in Prunkrüstung und Eskorte von 20 schwer bewaffneten Reitern sowie einem Kampfmagier Anschluss ans Regiment. Der Lehnsherr von Weylenstein gesellte sich an die Seite seines Vasallen, seines Ritters. Es galt sich einen Übeblick vor Ort zu schaffen.
Man war auf dem Weg zur nächsten Hafen Siedlung in Tecklenstein, wo man baldig einige Transport Schiffe eines Freundes erwartete für einen schnellen weiter Transport. Aber bevor man Sie nutzen konnte galt es auf den Feind zu warten. Auf dem Weg zum Hafen traf man immer wieder auf kleine Gruppen von Bürgern. Sie hatten die Absicht Tecklenstein zu Verlassen. Angst war Ihr - Begleiter. Doch waren die Soldaten aus Weylenstein gnadenlos. Auch nur der Bloße mögliche Verdacht das Jemand Alatar huldigt war Grund genug um Sie nieder zu strecken. Nicht wunderlich so das die Fliehenden Menschen in Tecklenstein bald einen möglichst großen Bogen machten um die vermeidlichen Befreier. Denn Antarian besaß kein Interesse an diesem Land. Sein hier sein hatte andere Gründe.
Man hatte erwartet im Kloster der Temora herzlichst Empfangen zu werden. Doch zum erstaunen der 5 Soldaten die voraus geritten sind, stellte sich fest das dass Kloster wie verlassen war. Erst als man einige Räume durchsucht hatte fand man einige Schutz suchende Bürger, sowie einige Priester die Tot am Boden lagen. Auf dem Weg nach draußen wurden Sie angegriffen von Aufständischen. Nur mit mühe konnte man den Angriff für sich entscheiden aufgrund besserer Bewaffnung und guter eingespielter Disziplin. Die Angreifer waren wohl auch nur Bauern die man ein Schwert in die Hand drückte und mit nötigsten Unterwiesen hatte. Doch einer konnte Entkommen. Man versuchte Ihn noch einzuholen, aber er war zu schnell. Sicher würde er seine neuen Lehnsherren warnen. Später verschwiegen die Soldaten noch dem Kommandanten des Welyenstein Regimentes das einer entkommen konnte. So das man zu diesen Zeitpunkt noch immer im Glauben war, das niemand Bescheid weiß das man kommt.
Vorkehrungen wurden Getroffen um die Pässe nach Weylenstein zu sichern, sowie die umliegenden Lehen. Sollte das Unterfangen scheitern wollte man einen guten Rückzugs Ort haben. Einige Soldaten blieben entsprechend zurück zum Schutze der Handwerker und um den Aufbau zu Überwachen sowie auch zur Hand zu gehen. Der Rest marschierte in Richtung Herzland von Tecklenstein. Spätestens zu diesem Zeitpunkt würde nun eindeutig klar werden unter den Bürgern des Lehen, dass ein großes gut bewaffnetes Regiment einmarschiert das mit Stolz das Banner von Weylenstein mit sich führt.
Die Reiterei teilte sich in mehre Gruppen auf. Die Erste Gruppe wendete sich in Richtung – Wittmar. Das Ziel die Minen. Die Zweite Gruppe sollte nur die Flanken des Regimentes vor Überraschungen schützen. Die Dritte Gruppe machte sich an die Arbeit die Landwirtschaft in Tecklenstein zu Zerstören in dem Sie alle Felder in Brand setzen. Es war klar, man wollte alle Aufmerksamkeit des Feindes auf sich ziehen damit Wittmar und seine Minen völlig ungeschützt sind. Später am Tag fand eine Person in Prunkrüstung und Eskorte von 20 schwer bewaffneten Reitern sowie einem Kampfmagier Anschluss ans Regiment. Der Lehnsherr von Weylenstein gesellte sich an die Seite seines Vasallen, seines Ritters. Es galt sich einen Übeblick vor Ort zu schaffen.
Man war auf dem Weg zur nächsten Hafen Siedlung in Tecklenstein, wo man baldig einige Transport Schiffe eines Freundes erwartete für einen schnellen weiter Transport. Aber bevor man Sie nutzen konnte galt es auf den Feind zu warten. Auf dem Weg zum Hafen traf man immer wieder auf kleine Gruppen von Bürgern. Sie hatten die Absicht Tecklenstein zu Verlassen. Angst war Ihr - Begleiter. Doch waren die Soldaten aus Weylenstein gnadenlos. Auch nur der Bloße mögliche Verdacht das Jemand Alatar huldigt war Grund genug um Sie nieder zu strecken. Nicht wunderlich so das die Fliehenden Menschen in Tecklenstein bald einen möglichst großen Bogen machten um die vermeidlichen Befreier. Denn Antarian besaß kein Interesse an diesem Land. Sein hier sein hatte andere Gründe.
Zuletzt geändert von Antarian von Weylenstein am Montag 18. August 2008, 22:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Sephira von Tecklenstein
„ Was verflucht nochmal! Das kann doch nicht sein!“ Das klirrende Scheppern durchdrang das Zelt, als die Waschschüssel an dem Pfosten zerschellte. Nein, im Krieg und in der Revolution war Anstand nicht mehr gefragt und mehr als einmal geschah es, dass die Baronin nicht Herrin ihrer Selbst war und gut und gerne einmal die Fassung verlor. Man munkelte, es läge an den Nächten, in denen sie schlecht träume; was, das wisse nur Alatar und sie selbst...
Der Bauer taumelte aus dem Zelt heraus, blutige Striemen an seinen Kleidern verrieten, welch Reise er durchgemacht hatte. Die Wunden bei dem Übergriff der Weylensteinschen Armee waren noch immer nicht verheilt und derzeit sah es nicht so aus, als würde man jemanden abberufen, sich um ihn zu kümmern. Es war kaum ein Wochenlauf her, dass er das junge Mädchen gesehen hatte, damals so anmutig, so beherrscht in Sprache und Benehmen. Und nun? Einem hungrigen Panther gleich war sie das Zelt auf und abgeschritten, immer wieder funkelten die Augen wütend und unbeherrscht auf, als sie seinen Worten folgt und dann die harschen Worte, die so gefühllos waren und voller Härte. Noch immer hörte man die Flüche, als auf einmal ein Schemen sich neben ihm bewegte und die Baronin heraustrat, einen Blick in das Lager werfend, nur um im nächsten Moment in Gillians Zelt sich zu begeben, einige Generale mit abberufend auf dem Weg.
„Das Kloster steht unter Schutz der Weylensteinschen Armee. Angeblich sind sie runter in die Dörfer und dort alles abgesichert. Uns erreichen Eildepeschen, dass Felder brennen.“
Sie konnte es nicht fassen, diese ruhigen Mienen, diese endlos ruhigen Mienen der Männer, die sie ansahen, als würde sie ein Gedicht vortragen oder eine Posse reissen.
„Verflucht nochmal, sie kappen unsere Handelswege! Diese elenden Bastarde sorgen dafür, dass wir keine Lebensmittel mehr bekommen! Keiner ist es wert, KEINER!!! Dass er den morgigen Tag noch erblicken darf!“
Ein Schnaufen, wild zitterte der Körper, das Herz raste, als die verständnislosen Mienen sie ansahen. War das Mitleid in dem Blick? Sie wollte ihn nicht haben, konnte es nicht ertragen und umso wichtiger war es, die Befehle kaltschnäuzig über die Lippen zu bringen:
„Wir werden heute nacht mit zwei Dutzend Männern in die Hauptstadt eindringen. Ich werde mit ihnen gehen und die Verständigung zum Untergrund sichern. Die hiesigen Schattenorganisationen der Verbrechergruppierungen haben sich auf unseren Pakt eingelassen, sodass es genügend Männer geben wird, die uns durchschleussen können und uns helfen, die Wachmänner zu überrumpeln.
Du Gillian wirst das Lager hier abbrechen und zurückkehren gen Witmaar und das Kloster. Sie sind sicher auf dem Weg hier her, sobald sie sämtliche Felder zerstört haben. Und um Himmels Willen beherrsch dich und metzel nicht noch den Rest unsrer Bauern nieder! Wir brauchen sie noch danach, verstanden!? Die sofortigen Abreisemaßnahmen werden gleich weitergeleitet, ich werde meine Männer zusammensuchen. Ach ja...möge der Eine euch stärken.“
Es war schon fast zur Farce geworden. Sie wusste, wie sehr jeder langsam ausgezehrt war, wie sehr die Männer und Frauen des Söldner und Bauernheeres es Leid waren, das Blut zu sehen. Bauern waren schwache Kämpfer. Und sie....ja, sie war auch schwach. Die Träume verschlimmerten sich, wurden zu einer Reise in eine andere Dimension, in der die Welt in einem irren Krieg tobte und sie von Tod, Elend und Blut umgeben war. Blutrausch...
Sie spürte förmlich im Schlaf die kalten Hände des Todgeweihten, der ihren Knöchel umfasste, spürte den Griff des feindlichen Soldaten, der sie am Oberarm packte. Es ekelte sie, ein Schauer überkam sie und ließ Übelkeit aufkommen, sobald er sie an sich zog und mit dem Dolch ihr Hemd aufzuschlitzen begann. Sie sehnte geradezu nach dem Aufwachen und mehr als einmal vermied sie es, wieder einzuschlafen. Traumlose Nächte waren eine dankbare Abwechslung, aber selten.
„Ach ja...eine Ausnahme gebe ich dir Gillian. Da draussen ist ein Lump, der vor seinen Pflichten geflohen ist und seine Kameraden hat sterben lassen. Ich werde ihn zu dir schicken, damit du ihn gerecht strafen kannst. Und dann keine Rast mehr...eilt euch.“
Mit steifer Miene ging sie aus dem Zelt, den Bauer zu sich rufend und ihn an den Blutgeborenen verweisend. Er habe noch Fragen an den Spund, wegen des Angriffes....
Der Bauer taumelte aus dem Zelt heraus, blutige Striemen an seinen Kleidern verrieten, welch Reise er durchgemacht hatte. Die Wunden bei dem Übergriff der Weylensteinschen Armee waren noch immer nicht verheilt und derzeit sah es nicht so aus, als würde man jemanden abberufen, sich um ihn zu kümmern. Es war kaum ein Wochenlauf her, dass er das junge Mädchen gesehen hatte, damals so anmutig, so beherrscht in Sprache und Benehmen. Und nun? Einem hungrigen Panther gleich war sie das Zelt auf und abgeschritten, immer wieder funkelten die Augen wütend und unbeherrscht auf, als sie seinen Worten folgt und dann die harschen Worte, die so gefühllos waren und voller Härte. Noch immer hörte man die Flüche, als auf einmal ein Schemen sich neben ihm bewegte und die Baronin heraustrat, einen Blick in das Lager werfend, nur um im nächsten Moment in Gillians Zelt sich zu begeben, einige Generale mit abberufend auf dem Weg.
„Das Kloster steht unter Schutz der Weylensteinschen Armee. Angeblich sind sie runter in die Dörfer und dort alles abgesichert. Uns erreichen Eildepeschen, dass Felder brennen.“
Sie konnte es nicht fassen, diese ruhigen Mienen, diese endlos ruhigen Mienen der Männer, die sie ansahen, als würde sie ein Gedicht vortragen oder eine Posse reissen.
„Verflucht nochmal, sie kappen unsere Handelswege! Diese elenden Bastarde sorgen dafür, dass wir keine Lebensmittel mehr bekommen! Keiner ist es wert, KEINER!!! Dass er den morgigen Tag noch erblicken darf!“
Ein Schnaufen, wild zitterte der Körper, das Herz raste, als die verständnislosen Mienen sie ansahen. War das Mitleid in dem Blick? Sie wollte ihn nicht haben, konnte es nicht ertragen und umso wichtiger war es, die Befehle kaltschnäuzig über die Lippen zu bringen:
„Wir werden heute nacht mit zwei Dutzend Männern in die Hauptstadt eindringen. Ich werde mit ihnen gehen und die Verständigung zum Untergrund sichern. Die hiesigen Schattenorganisationen der Verbrechergruppierungen haben sich auf unseren Pakt eingelassen, sodass es genügend Männer geben wird, die uns durchschleussen können und uns helfen, die Wachmänner zu überrumpeln.
Du Gillian wirst das Lager hier abbrechen und zurückkehren gen Witmaar und das Kloster. Sie sind sicher auf dem Weg hier her, sobald sie sämtliche Felder zerstört haben. Und um Himmels Willen beherrsch dich und metzel nicht noch den Rest unsrer Bauern nieder! Wir brauchen sie noch danach, verstanden!? Die sofortigen Abreisemaßnahmen werden gleich weitergeleitet, ich werde meine Männer zusammensuchen. Ach ja...möge der Eine euch stärken.“
Es war schon fast zur Farce geworden. Sie wusste, wie sehr jeder langsam ausgezehrt war, wie sehr die Männer und Frauen des Söldner und Bauernheeres es Leid waren, das Blut zu sehen. Bauern waren schwache Kämpfer. Und sie....ja, sie war auch schwach. Die Träume verschlimmerten sich, wurden zu einer Reise in eine andere Dimension, in der die Welt in einem irren Krieg tobte und sie von Tod, Elend und Blut umgeben war. Blutrausch...
Sie spürte förmlich im Schlaf die kalten Hände des Todgeweihten, der ihren Knöchel umfasste, spürte den Griff des feindlichen Soldaten, der sie am Oberarm packte. Es ekelte sie, ein Schauer überkam sie und ließ Übelkeit aufkommen, sobald er sie an sich zog und mit dem Dolch ihr Hemd aufzuschlitzen begann. Sie sehnte geradezu nach dem Aufwachen und mehr als einmal vermied sie es, wieder einzuschlafen. Traumlose Nächte waren eine dankbare Abwechslung, aber selten.
„Ach ja...eine Ausnahme gebe ich dir Gillian. Da draussen ist ein Lump, der vor seinen Pflichten geflohen ist und seine Kameraden hat sterben lassen. Ich werde ihn zu dir schicken, damit du ihn gerecht strafen kannst. Und dann keine Rast mehr...eilt euch.“
Mit steifer Miene ging sie aus dem Zelt, den Bauer zu sich rufend und ihn an den Blutgeborenen verweisend. Er habe noch Fragen an den Spund, wegen des Angriffes....
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Gillian von Tecklenstein
Für einen Krieger, einen Soldaten war dies normal, doch für eine Baronin welche jeden Tag nur an einem Schreibtisch sitzt und irgendwelche Anträge unterzeichnet und die Menschen begutachtet..
Wenn sie ihren Glauben so offen vertretet aber vergisst was die eine Alternative ist, dann wird auch sie einmal verrückt werden in dem Leid sich nicht baden können was um sie herum geschieht..
Gillian hörte sich teilnahmslos alles an was Sephira ihm berichtete, so würde er mit 100 Männern nach Wittmar ziehen.
Er befahl dem Bauern der seine Freunde und Kameraden vernachlässigt hatte mitzugehen, er würde bis zu seinem gerechten Tode für sie kämpfen.
Momentan nutzte es nichts jemanden zu richten nur weil es ihm gut tat..
Er neigte sein Haupt gen Sephira "Möge Alatar mit dir sein", dann brachen sie auf, einfache Rüstungen hatten sie an, damit die Sonne am Himmel sie nicht früher dem Tod entgegenbrachte als der Kampf der ihnen bevorstand..
Nach einer Weile des Maschierens, sahen sie in der Ferne die Feuer..und irgendwo mussten auch diese Eindringle von Weylensteiner sein..
Gillian packte fest den Griff seines Schwertes, ein irres Lächeln auf den Lippen..
Wenn sie ihren Glauben so offen vertretet aber vergisst was die eine Alternative ist, dann wird auch sie einmal verrückt werden in dem Leid sich nicht baden können was um sie herum geschieht..
Gillian hörte sich teilnahmslos alles an was Sephira ihm berichtete, so würde er mit 100 Männern nach Wittmar ziehen.
Er befahl dem Bauern der seine Freunde und Kameraden vernachlässigt hatte mitzugehen, er würde bis zu seinem gerechten Tode für sie kämpfen.
Momentan nutzte es nichts jemanden zu richten nur weil es ihm gut tat..
Er neigte sein Haupt gen Sephira "Möge Alatar mit dir sein", dann brachen sie auf, einfache Rüstungen hatten sie an, damit die Sonne am Himmel sie nicht früher dem Tod entgegenbrachte als der Kampf der ihnen bevorstand..
Nach einer Weile des Maschierens, sahen sie in der Ferne die Feuer..und irgendwo mussten auch diese Eindringle von Weylensteiner sein..
Gillian packte fest den Griff seines Schwertes, ein irres Lächeln auf den Lippen..
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Sephira von Tecklenstein
Ruhig lag Niederstauffenbach in einem trügerischen Dämmerschlaf, als der Mond hinter den verhangenen Wolken auftauchte und ein diffuses Licht auf die Dächer warf.
Man wartete....wartete in dem Schutz der Wälder auf das Zeichen an der Stadtmauer. Man wollte eine Seite absichern und die Wachmänner abfangen, damit der Trupp, der hinter ihr wartete, ruhig und ohne Aufsehen in die Stadt hinein konnte. Sie hatte keine Wahl, musste sich in diesem Fall auf Wildfremde verlassen, die bekannt waren für Trug und Erpressung. Doch auch sie hatte noch ein As im Ärmel, sollte es nicht so verlaufen, wie sie es sich vorstellte.
Endlos schien ihr die Zeit, bis das Blinken des Spiegels im Schein der Wachfeuer aufblitzte. Es war soweit...
Es ist nachts, als die Turmuhr der Kirche die volle Stunde ankündigt. Schatten bewegen sich durch die Gassen der Stadt, greifen nach vorbeiziehenden Wachmännern und ersticken den sofort aufkeimenden Schrei in ein elendiges Gurgeln. Es geht schnell...zu schnell bewegen sich die Schatten fort, teilen sich langsam in den Winkeln und Gassen der Stadt auf, als habe jeder von ihnen sich die Wege vorher gemerkt, würde sie kennen wie seine Westentasche.
Langsam taucht Unmut bei den Gardisten auf, die das Scheppern des Kameraden in der Nachbarstrasse nicht mehr vernehmen. Wo ist er hin? Ist etwas passiert? Die Routen werden geändert, einige geben Nachricht an der Kommandatur des kleinen Wachgebäudes ab. Die ersten leblosen Körper werden gefunden...was zum...?
Auf einmal ein Knistern, ein Knacken und Funken, die aufstoben, ehe mehrere Häuser in lichtem Feuerschein stehen. Man reagiert, lässt die Glocken läuten und ruft die verbliebenen Mannen zusammen, um die Hälfte wieder loszuschicken; Befehl: Wachsamere Blicke, genau hinsehen! Auch in dem dunkelsten Eck!
Menschen, Bürger des Städtchen eilen aus dem Schlaf gerissen auf die Strassen, die Haare wirr im Gesicht, die Hemden unter einem Mantel oder Umhang versteckt. Kinder weinen, schreien, wollen wieder in das Bett, das von den gierigen Flammen eingefangen wird. Es scheint, als würde die halbe Stadt brennen, als hätte man bestimmte Häuser rundum herausgepickt, um die Stadt in einem niederzubrennen. Man handelte, versuchte es zumindest, während einige der Schatten aus den Gassen heraustraten...in den Kleidern der verschwundenen Gardisten. Es würden noch einige weitere ihr Leben verlieren in jener Nacht....wer würde schon in dem Trubel einen leblosen Körper beachten? Wer würde in das Eck sehen, in dem sonst nur die Hunde schliefen?
Auch in der Residenz wurden die Glocken gehört und schreckten Diplomaten, Personal und den Baron auf. Der alte Mann erkannte sofort die Situation, als er aus dem Fenster sah. Nein, diesmal war es kein Unfall, keine Tat eines Brandstifters. Es gibt Zeiten, in denen man sich die Niederlage eingestehen muss und er wusste, wenn er blieb, würde er sterben. Zu lange hatte er gezögert, nicht auf die Stimme in seinem Inneren gehört, die gewarnt hatte. Jetzt...verstand er.
Eilig wurden einige Dinge zusammengepackt und sich umgekleidet, um einen der weniger bekannten Wege durch das Anwesen zu nehmen. Keinem sagte der alte Saran, wo seine Wehe ihn hinführten, nicht einmal Melanos, seinem treuen Gefährten, Vertrauten, Kameraden. Nein, in Zeiten wie jenen war es zu gefährlich, so sehr er ihn schätzte. Man musste getrennte Wege einschlagen, die Spuren möglichst vielfältig gestalten, sodass man es Leid war, jenen zu folgen...
Leise Flamme ohne Licht. Alle Gestalten schattenlos. Lichtlos und schattenlos,
Und das satanische Rot, dies fressende, knirschende braune Rostrot an den Baumwipfeln stockt,
das Grün versteinert in Andacht, die Wiese platt, stumm, wie ein gefrorener grüner See.
Alptraum und Befreiung, so sehr rang das Herz, der Kopf leer und ohne Nachsinnen, als sie durch die Gassen schritt und den Schreien zuhörte, dem Knistern der erbarmungslosen Flammen lauschte. Noch in dieser Nacht würde sie in die Residenz einkehren, den ihr angestammten Platz einnehmen und ein Land aufbauen, das mit dem rechten Glauben und Grundsätzen gefüllt ist. Sie wusste, welchen Preis sie dafür tragen musste, welch Los sie nun bedrängte. Die Bilder würden sicher nicht schwinden, wenn wieder Ruhe eingekehrt war. Tief zog sie die Kapuze des dunklen Umhangs ins Gesicht, zog die Maske bis zur Nasenspitze und ließ den Blick noch einmal kurz über das Chaos der Strassen wandern, ehe sie die Hand hob und sie wieder sausen ließ....die Schatten wurden zu Licht, wurden zu Kämpfern, Befreiern...wurden zu Freiheit.
Man wartete....wartete in dem Schutz der Wälder auf das Zeichen an der Stadtmauer. Man wollte eine Seite absichern und die Wachmänner abfangen, damit der Trupp, der hinter ihr wartete, ruhig und ohne Aufsehen in die Stadt hinein konnte. Sie hatte keine Wahl, musste sich in diesem Fall auf Wildfremde verlassen, die bekannt waren für Trug und Erpressung. Doch auch sie hatte noch ein As im Ärmel, sollte es nicht so verlaufen, wie sie es sich vorstellte.
Endlos schien ihr die Zeit, bis das Blinken des Spiegels im Schein der Wachfeuer aufblitzte. Es war soweit...
Es ist nachts, als die Turmuhr der Kirche die volle Stunde ankündigt. Schatten bewegen sich durch die Gassen der Stadt, greifen nach vorbeiziehenden Wachmännern und ersticken den sofort aufkeimenden Schrei in ein elendiges Gurgeln. Es geht schnell...zu schnell bewegen sich die Schatten fort, teilen sich langsam in den Winkeln und Gassen der Stadt auf, als habe jeder von ihnen sich die Wege vorher gemerkt, würde sie kennen wie seine Westentasche.
Langsam taucht Unmut bei den Gardisten auf, die das Scheppern des Kameraden in der Nachbarstrasse nicht mehr vernehmen. Wo ist er hin? Ist etwas passiert? Die Routen werden geändert, einige geben Nachricht an der Kommandatur des kleinen Wachgebäudes ab. Die ersten leblosen Körper werden gefunden...was zum...?
Auf einmal ein Knistern, ein Knacken und Funken, die aufstoben, ehe mehrere Häuser in lichtem Feuerschein stehen. Man reagiert, lässt die Glocken läuten und ruft die verbliebenen Mannen zusammen, um die Hälfte wieder loszuschicken; Befehl: Wachsamere Blicke, genau hinsehen! Auch in dem dunkelsten Eck!
Menschen, Bürger des Städtchen eilen aus dem Schlaf gerissen auf die Strassen, die Haare wirr im Gesicht, die Hemden unter einem Mantel oder Umhang versteckt. Kinder weinen, schreien, wollen wieder in das Bett, das von den gierigen Flammen eingefangen wird. Es scheint, als würde die halbe Stadt brennen, als hätte man bestimmte Häuser rundum herausgepickt, um die Stadt in einem niederzubrennen. Man handelte, versuchte es zumindest, während einige der Schatten aus den Gassen heraustraten...in den Kleidern der verschwundenen Gardisten. Es würden noch einige weitere ihr Leben verlieren in jener Nacht....wer würde schon in dem Trubel einen leblosen Körper beachten? Wer würde in das Eck sehen, in dem sonst nur die Hunde schliefen?
Auch in der Residenz wurden die Glocken gehört und schreckten Diplomaten, Personal und den Baron auf. Der alte Mann erkannte sofort die Situation, als er aus dem Fenster sah. Nein, diesmal war es kein Unfall, keine Tat eines Brandstifters. Es gibt Zeiten, in denen man sich die Niederlage eingestehen muss und er wusste, wenn er blieb, würde er sterben. Zu lange hatte er gezögert, nicht auf die Stimme in seinem Inneren gehört, die gewarnt hatte. Jetzt...verstand er.
Eilig wurden einige Dinge zusammengepackt und sich umgekleidet, um einen der weniger bekannten Wege durch das Anwesen zu nehmen. Keinem sagte der alte Saran, wo seine Wehe ihn hinführten, nicht einmal Melanos, seinem treuen Gefährten, Vertrauten, Kameraden. Nein, in Zeiten wie jenen war es zu gefährlich, so sehr er ihn schätzte. Man musste getrennte Wege einschlagen, die Spuren möglichst vielfältig gestalten, sodass man es Leid war, jenen zu folgen...
Leise Flamme ohne Licht. Alle Gestalten schattenlos. Lichtlos und schattenlos,
Und das satanische Rot, dies fressende, knirschende braune Rostrot an den Baumwipfeln stockt,
das Grün versteinert in Andacht, die Wiese platt, stumm, wie ein gefrorener grüner See.
Alptraum und Befreiung, so sehr rang das Herz, der Kopf leer und ohne Nachsinnen, als sie durch die Gassen schritt und den Schreien zuhörte, dem Knistern der erbarmungslosen Flammen lauschte. Noch in dieser Nacht würde sie in die Residenz einkehren, den ihr angestammten Platz einnehmen und ein Land aufbauen, das mit dem rechten Glauben und Grundsätzen gefüllt ist. Sie wusste, welchen Preis sie dafür tragen musste, welch Los sie nun bedrängte. Die Bilder würden sicher nicht schwinden, wenn wieder Ruhe eingekehrt war. Tief zog sie die Kapuze des dunklen Umhangs ins Gesicht, zog die Maske bis zur Nasenspitze und ließ den Blick noch einmal kurz über das Chaos der Strassen wandern, ehe sie die Hand hob und sie wieder sausen ließ....die Schatten wurden zu Licht, wurden zu Kämpfern, Befreiern...wurden zu Freiheit.
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Antarian von Weylenstein
Es waren harte Tage für Antarian. Hier zu Felde bedeutet es arm an Annehmlichkeiten zu sein. Dafür war man Reich an kurzen Nächten und an langen Tagen. Man hatte sein Ziel erreicht. Die Hafenstadt Maliss war in Handstreich genommen. Der Bevölkerunganteil welcher sich nicht darüber freute über den Einmarsch seiner Truppen und zugleich noch Feindseeligkeiten andeuteten wurde kurzer Hand als Feind deklariert und hingerichtet. Die Anwesende Reiterei legte alles an Landwirtschaft in der nähe in Brand. Nun galt es auf die Schiffe, die Soldaten in Wittmar und dem Feind zu warten. Das Dorf wurde entsprechend zu einer "Schein" Verteidigung umgebaut. Alles sollte so aussehen als wolle man dem Feind hier stellen.
Am späten Abend im schnell eingerichteten Hauptquartier des Dorfes verfaßte Antarian ein Schreiben für Sephira von Tecklenstein. Und eine Junge, ansehnliche Frau sollte das Schreiben überbringen. Eine Junge - Dame die man in schwarzen Gewänder hat fest nehmen können. Eindeutig zugehörig zum Feind und Anführerin der Örtlichen Aufsässigen. Ihr wurde noch in dieser Nacht selbiges angetan was man Sephira einst in der Nacht in Varuna antat. Antarian wollte 100 Prozentig sicher gehen das Sephira sich erinnert. Der völlig erschöpften Frau wurde ein Pferd gegeben und ein Brief. Sie würde schon Wissen wo man Sephira findet.
Der Tugendbringerin Ihren Gruß
Sephira von Tecklenstein
Statthalterin Rahals
Ich sende euch mit diesem Schreiben meinen aufrechten Gruß.
So hofft man das man noch in guter Erinnerung geblieben ist. Hatten wir doch in der Vergangenheit ein sehr Persöhnliches Gespräch.
Ich hoffe Ihr habt euren lehren daraus gezogen, insbesondere in dem Punkt seinen Körper zu Verkaufen. Es wäre schade zu Wissen wenn Ihr dieser Praxis weiterhin frönt. Würde es mein Interesse an eurer Person doch nur einen Abbruch bringen. Dazu gesagt, ich habe erst vor kurzen Erfahren welch Leid meine Knechte euch damals in Varuna zugefügt haben. Ich möchte mich als Ehren Mann dafür selbstverständlich Entschuldigen. Ihr erinnert euch sicher noch an diese Nacht?
Ich freue mich auf eine erneute Begegnung, es deutet schließlich alles daraufhin oder glaubt Ihr wirklich, dass euer zusammengewürfeltes Bauernvolk mir ernsthaften schaden zuführen kann? So oder So, ihr werdet mir letztendlich in die Hände fallen. Aus diesem Grunde unterbreite Ich euch folgendes Angebot. Ihr werdet euch bereitwillig in meine Hände begeben und ich verspreche, dass eure sogenannte ''Armee'' freien Abzug aus Tecklenstein erhält sowie eurer geliebten Bevölkerung kein weiteres Leid zugefügt wird.

Freiherr von Weylenstein
Richter der Grafschaft von Hohenfels
Vogt der Reichstadt Varuna
Berater des Reichstruchsess
*Das Schreiben trägt nicht das Siegel von Weylenstein und wurde wohl auch nicht Persöhnlich von Antarian geschrieben bzw. unterschrieben*
Währenddessen in Wittmar; Die Reiterei hat das Dorf erreicht. Einige wenige Bejubelten die ankommenden, viele andere Versteckten sich in Ihren Häusern. Die Reiterei hatte nur ein Ziel. Die Zerstörung der Minen. Es gab kaum Gegenwehr. Der Feind ist wohl auf die Finte hereingefallen? Schnell machte man sich an die Arbeit die Minen zu Zerstören. Mit der Zerstörung der Landwirtschaft und dem Gold sowie Erz Minen wollte man nun sicher stellen das die Tecklenstein für eine lange Zeit wirtschaftlich Ruiniert ist. Noch während den letzten Vorkehrungen zur Zerstörung der Minen haben Melde reiter die Ankunft einer größeren Anzahl Feinde vermeldet. Schnell beendet man seine Arbeit. Die Holzbalken wurden Angesägt. Sehr schnell stürztealles in sich ein. Ziel erreicht. Der Feind näherte sich. Es war klar zu erkennen das Sie den Kampf suchten. Doch die Reiterei setzte auf und merkwürdigerweise, anstatt dem Feind sich zu Stellen suchten sie einen Umweg um dem Feind zu entgehen, auf der Flucht wurden die Häuser noch in Brand gesetzt, um den Feind zubeschäftigen. Sie suchten nur den kürzesten Weg nach Maliss auf.
Am späten Abend im schnell eingerichteten Hauptquartier des Dorfes verfaßte Antarian ein Schreiben für Sephira von Tecklenstein. Und eine Junge, ansehnliche Frau sollte das Schreiben überbringen. Eine Junge - Dame die man in schwarzen Gewänder hat fest nehmen können. Eindeutig zugehörig zum Feind und Anführerin der Örtlichen Aufsässigen. Ihr wurde noch in dieser Nacht selbiges angetan was man Sephira einst in der Nacht in Varuna antat. Antarian wollte 100 Prozentig sicher gehen das Sephira sich erinnert. Der völlig erschöpften Frau wurde ein Pferd gegeben und ein Brief. Sie würde schon Wissen wo man Sephira findet.
Der Tugendbringerin Ihren Gruß
Sephira von Tecklenstein
Statthalterin Rahals
Ich sende euch mit diesem Schreiben meinen aufrechten Gruß.
So hofft man das man noch in guter Erinnerung geblieben ist. Hatten wir doch in der Vergangenheit ein sehr Persöhnliches Gespräch.
Ich hoffe Ihr habt euren lehren daraus gezogen, insbesondere in dem Punkt seinen Körper zu Verkaufen. Es wäre schade zu Wissen wenn Ihr dieser Praxis weiterhin frönt. Würde es mein Interesse an eurer Person doch nur einen Abbruch bringen. Dazu gesagt, ich habe erst vor kurzen Erfahren welch Leid meine Knechte euch damals in Varuna zugefügt haben. Ich möchte mich als Ehren Mann dafür selbstverständlich Entschuldigen. Ihr erinnert euch sicher noch an diese Nacht?
Ich freue mich auf eine erneute Begegnung, es deutet schließlich alles daraufhin oder glaubt Ihr wirklich, dass euer zusammengewürfeltes Bauernvolk mir ernsthaften schaden zuführen kann? So oder So, ihr werdet mir letztendlich in die Hände fallen. Aus diesem Grunde unterbreite Ich euch folgendes Angebot. Ihr werdet euch bereitwillig in meine Hände begeben und ich verspreche, dass eure sogenannte ''Armee'' freien Abzug aus Tecklenstein erhält sowie eurer geliebten Bevölkerung kein weiteres Leid zugefügt wird.
Freiherr von Weylenstein
Richter der Grafschaft von Hohenfels
Vogt der Reichstadt Varuna
Berater des Reichstruchsess
*Das Schreiben trägt nicht das Siegel von Weylenstein und wurde wohl auch nicht Persöhnlich von Antarian geschrieben bzw. unterschrieben*
Währenddessen in Wittmar; Die Reiterei hat das Dorf erreicht. Einige wenige Bejubelten die ankommenden, viele andere Versteckten sich in Ihren Häusern. Die Reiterei hatte nur ein Ziel. Die Zerstörung der Minen. Es gab kaum Gegenwehr. Der Feind ist wohl auf die Finte hereingefallen? Schnell machte man sich an die Arbeit die Minen zu Zerstören. Mit der Zerstörung der Landwirtschaft und dem Gold sowie Erz Minen wollte man nun sicher stellen das die Tecklenstein für eine lange Zeit wirtschaftlich Ruiniert ist. Noch während den letzten Vorkehrungen zur Zerstörung der Minen haben Melde reiter die Ankunft einer größeren Anzahl Feinde vermeldet. Schnell beendet man seine Arbeit. Die Holzbalken wurden Angesägt. Sehr schnell stürztealles in sich ein. Ziel erreicht. Der Feind näherte sich. Es war klar zu erkennen das Sie den Kampf suchten. Doch die Reiterei setzte auf und merkwürdigerweise, anstatt dem Feind sich zu Stellen suchten sie einen Umweg um dem Feind zu entgehen, auf der Flucht wurden die Häuser noch in Brand gesetzt, um den Feind zubeschäftigen. Sie suchten nur den kürzesten Weg nach Maliss auf.
Zuletzt geändert von Antarian von Weylenstein am Mittwoch 20. August 2008, 21:31, insgesamt 2-mal geändert.
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Gillian von Tecklenstein
Er fluchte als er das Werk an den Minen sah, befahl einigen von den Soldaten die steine freizuräumen, sie mussten rasch wieder die Minen sichern und den Eingang stützen so das das Tagwerk beginnen mag.
Mit den restlichen Mannen verfolgte er die gegnerischen Truppen. Der Wille war ungebrochen und der Blutdurst groß. " Rache" zischte eine Stimme in ihren Köpfen und sie zogen gemeinsam weiter ob nun bis in den Tod oder in eine neue Zukunft. Ihnen war nur klar das sie handeln mussten und zurückkehren zur Hauptstadt war diesmal keine Lösung.
Sephira würde schon alles regeln dort, er musste nun seinen Tribut gezahlt bekommen.
Alles feindliche ob nun geblendet vom falschen Glauben oder auch jene die sich des Verrates schuldig gemacht haben können wurden schlichtweg hingerichtet. Nur die kleinste Andeutung konnte einem den Tod bringen und so wurden jene dunklen Soldaten schon bald gefürchtet. Unheilbringend mit ihren Augen in welchem keinerlei Gefühl mehr zu sehen war und nur noch der Durst auf mehr Blut und Leid zu sehen war..
Weylenstein war zu weit gegangen..eindeutig..
Mit den restlichen Mannen verfolgte er die gegnerischen Truppen. Der Wille war ungebrochen und der Blutdurst groß. " Rache" zischte eine Stimme in ihren Köpfen und sie zogen gemeinsam weiter ob nun bis in den Tod oder in eine neue Zukunft. Ihnen war nur klar das sie handeln mussten und zurückkehren zur Hauptstadt war diesmal keine Lösung.
Sephira würde schon alles regeln dort, er musste nun seinen Tribut gezahlt bekommen.
Alles feindliche ob nun geblendet vom falschen Glauben oder auch jene die sich des Verrates schuldig gemacht haben können wurden schlichtweg hingerichtet. Nur die kleinste Andeutung konnte einem den Tod bringen und so wurden jene dunklen Soldaten schon bald gefürchtet. Unheilbringend mit ihren Augen in welchem keinerlei Gefühl mehr zu sehen war und nur noch der Durst auf mehr Blut und Leid zu sehen war..
Weylenstein war zu weit gegangen..eindeutig..
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Sephira von Tecklenstein
Der Gang gab ein klackendes Hallen wieder, als sie hindurchschritt; einer jener Momente, in denen sie sich nur auf das Geräusch konzentrierte und für Momente Ruhe genoss. Immer wieder hielt sie kurz an, der Kopf hob sich, die Ohren lauschten dem Flackern der Kerzen, die rings aufgestellt waren. Doch lauschte sie nur wirklich dem ruhigen Kerzenschein? War es nur der Wind, der sie aufhorchen ließ? Wieder setzte sie ein, sich dabei umwendend und den Gang wieder hinunter gehend, um das klackende Geräusch der Stiefel zu haben. Ein Rhythmus, ein Geräusch...
Man hatte den Baron nicht finden können, als sie die Tore der Residenz sprengten und die Räume nach und nach kontrolliert hatten. Die wenigen Personalbediensteten waren zunächst in Arrest gebracht worden. Zu viel Blut war einfach in dieser Nacht wieder geflossen, zu viel Kälte um sie herum gewandelt. Es gab einen Moment, in dem sie sich einredete, die Seelen zu spüren, wie sie nach ihrem Körper geiferten...
Sie war froh, dass sie die Mauern stehen lassen konnte, sodass eine hermetische Abriegelung der Stadt noch garantiert war. Sämtliche Wachmänner, deren Leben lieb war und es vorzogen, zumindest mit einem geringen Sold weiterhin zu überleben, konvertierten rechtsmäßig und wurden wieder auf die Zinnen gelassen. Sie musste ihnen derzeit vertrauen, es ließe sich einfach nicht bewerkstelligen, eine ganze Stadt zu schützen. Die beiden Glaubensdiener, die sie mit sich genommen hatte, mussten die nächsten Tage ihrer Arbeit mehr als genug nachgehen, bis sie damit rechnen könnte, dass die Häuser wieder bewohnbar gemacht werden könnten. Glücklicherweise hatte man das Zentrum retten können und nur der äußere Ring sah mehr als zerstört aus. Das Lager...war glücklicherweise noch gefüllt, eine Belagerung hatte in jenem Sinne nicht stattgefunden und wurde dementsprechend vom Baron nicht angerührt. Der Baron? Nein, in ihren Augen nur noch Abschaum, der zu feige war, sich seiner Tochter zu stellen. Er musste die Macht gespürt haben, die mit den ausbrechenden Revolten sich ausgebreitet hatte wie ein Lauffeuer. Und doch hätte sie ihn gerne noch einmal gesehen...schließlich wären es nun seine Augen gewesen, die um Leben gebettelt hätten, um Vergebung.
Kaum die Residenz bezogen, wurden die ersten Boten ausgesendet. Die umliegenden Weiler wurden notdürftig versorgt, die Werkstätten wurden wieder geöffnet, die Felder bewirtschaftet. Langsam müsste man den Kreis der Versorgung weiten müssen, doch sie durfte nicht vorschnell handeln. Geduld, Geduld...so hatte es seit je her besser funktioniert, so würde man weiterhin zum Erfolg streben.
Die Depeschen der wandernden Armee des Bruders ereilten schon bald Niederstauffenbach und ebenso schnell sandte man Nachrichten zurück. Wichtig war, zunächst mit der Armee weiterhin zu folgen, die Dörfer noch einmal zu kontrollieren. Des Weiteren sollten je zehn Mann in einem der Dörfer zurück bleiben, um neue Felder zu bestellen. Hunger des Volkes konnte eine gefährliche Waffe werden. Sie selbst hatten jene Waffe angewandt und mussten nun auf der Hut sein. Die Bürger waren noch voller wilder Kräfte....eine Glut, die jederzeit neu entfacht werden konnte.
Warenauflistungen, Handelsverträge, Dokumente... sie hatte nur einen der Handlanger ihres Vaters dingfest machen können und jener schwieg beharrlich. So mussten die Papiere nach und nach gesichtet werden, um einen Überblick zu bekommen. Man würde die Zahlen bald korrigieren müssen; ein Krieg bedeutet in jedweder Hinsicht Verlust und kaum Gewinn.
Sie hielt im Gang inne, als zwei Figuren durch die Tür traten und den Gang entlang auf sie zukamen. Einer der Söldner, gerüstet und stets mit einer Spur Arroganz im Blick, schritt voran, hinter ihm eine junge Frau, scheinbar in ihrem Alter, wie sie einschätzte.
„Baronin. Eine Botin bringt Nachricht. Sie behauptet sie sei von Weylenstein persönlich.“
Das Augenpaar flackerte wild auf, als sie die Worte vernahm. Weylenstein... Welches Spiel wollte er nun mit ihr treiben? Rasch führten sie die Schritte zu der Botin, die schlanken Finger forderten geradezu pedantisch das Papier ein, welches sie in Händen hielt.
„Berichtet.“, knapp und präzise der Befehl an die Gegenüberstehende, während sie das Papier entfaltete und das dunkle Augenpaar darüber huschen ließ. Die Worte der Botin kamen leise, zögernd. Irgendwas schien geschehen zu sein, von dem sie nicht erzählen wollte, während sie Wort für Wort die Situation in Maliss darlegte. Doch die Worte prallten für Momente ab, wurden nur zum Schein gefordert seitens der Baronin, welche sich nun umwendete, das Papier langsam zerknüllend. Bilder blitzten auf, Erinnerungen an eine Nacht, in der sie sich entschieden hatte, dem Tod entgegenzutreten. Die Haltung verkrampfte sich, ein Zittern wurde vehement unterdrückt.
Ehrenmann? Verzeihung? Ein schlechter Scherz, euer Hochgeboren....eure Lüge ist so schlecht, dass sie selbst ein Kind euch nicht abnehmen würde.
„Ihr werdet sofort der Armee nachreiten und bestellen, dass die Fraktion des Feindes in Maliss ist.“
„Baronin, sie wurde gefoltert und ist geschwächt. Es wäre ratsam...“
„SIE WIRD REITEN! Verstanden!?“
Hart wandte sie sich wieder den Beiden zu, das Papier immer noch in der Hand, als sei es ein Fluch, es nicht loszulassen. Der Söldner neigte rasch das Haupt, nur leise kam sein ‘Jawohl Milady.‘ Von den Lippen, während die Miene der Botin immer bleicher wurde. Das Neigen des Hauptes war zäh, langsam, ehe sie sich umwandte. Ihr Blick fiel auf ihren Rücken, musterte die Spur der Nässe, die am Rückgrat klebte...und sie verstand.
Erschöpft würde wohl die Botin zusammenbrechen, sobald die Armee aufgefunden worden war. Bei sich eine Depesche, in der die geschilderten Worte der Botin verschriftlicht wurden, sowie die Ankündigung, dass die Baronin wohl bald zurückkehren würde nach Rahal, um Versorgungen aus der heiligen Stadt zu garantieren. In den nächsten Tagen wären die Positionen vergeben, die Hauptstadt soweit dann sicher. Des Weiteren gab die Nachricht wieder, dass der ‘alleseits geliebte Herr Vater‘ wie eine Ratte Schutz in der stinkenden Kloake wohl gesucht habe und verschwunden sei. Lediglich ein Diplomat sei derzeit in Gefangenschaft und würde noch verhört werden.
Man erwarte in den nächsten Tagen eine neue Zählung der Bürger, sowie Bestände aus den Dörfern und derzeitige, aktuelle Geschehen. Alatar würde es richten...
Man hatte den Baron nicht finden können, als sie die Tore der Residenz sprengten und die Räume nach und nach kontrolliert hatten. Die wenigen Personalbediensteten waren zunächst in Arrest gebracht worden. Zu viel Blut war einfach in dieser Nacht wieder geflossen, zu viel Kälte um sie herum gewandelt. Es gab einen Moment, in dem sie sich einredete, die Seelen zu spüren, wie sie nach ihrem Körper geiferten...
Sie war froh, dass sie die Mauern stehen lassen konnte, sodass eine hermetische Abriegelung der Stadt noch garantiert war. Sämtliche Wachmänner, deren Leben lieb war und es vorzogen, zumindest mit einem geringen Sold weiterhin zu überleben, konvertierten rechtsmäßig und wurden wieder auf die Zinnen gelassen. Sie musste ihnen derzeit vertrauen, es ließe sich einfach nicht bewerkstelligen, eine ganze Stadt zu schützen. Die beiden Glaubensdiener, die sie mit sich genommen hatte, mussten die nächsten Tage ihrer Arbeit mehr als genug nachgehen, bis sie damit rechnen könnte, dass die Häuser wieder bewohnbar gemacht werden könnten. Glücklicherweise hatte man das Zentrum retten können und nur der äußere Ring sah mehr als zerstört aus. Das Lager...war glücklicherweise noch gefüllt, eine Belagerung hatte in jenem Sinne nicht stattgefunden und wurde dementsprechend vom Baron nicht angerührt. Der Baron? Nein, in ihren Augen nur noch Abschaum, der zu feige war, sich seiner Tochter zu stellen. Er musste die Macht gespürt haben, die mit den ausbrechenden Revolten sich ausgebreitet hatte wie ein Lauffeuer. Und doch hätte sie ihn gerne noch einmal gesehen...schließlich wären es nun seine Augen gewesen, die um Leben gebettelt hätten, um Vergebung.
Kaum die Residenz bezogen, wurden die ersten Boten ausgesendet. Die umliegenden Weiler wurden notdürftig versorgt, die Werkstätten wurden wieder geöffnet, die Felder bewirtschaftet. Langsam müsste man den Kreis der Versorgung weiten müssen, doch sie durfte nicht vorschnell handeln. Geduld, Geduld...so hatte es seit je her besser funktioniert, so würde man weiterhin zum Erfolg streben.
Die Depeschen der wandernden Armee des Bruders ereilten schon bald Niederstauffenbach und ebenso schnell sandte man Nachrichten zurück. Wichtig war, zunächst mit der Armee weiterhin zu folgen, die Dörfer noch einmal zu kontrollieren. Des Weiteren sollten je zehn Mann in einem der Dörfer zurück bleiben, um neue Felder zu bestellen. Hunger des Volkes konnte eine gefährliche Waffe werden. Sie selbst hatten jene Waffe angewandt und mussten nun auf der Hut sein. Die Bürger waren noch voller wilder Kräfte....eine Glut, die jederzeit neu entfacht werden konnte.
Warenauflistungen, Handelsverträge, Dokumente... sie hatte nur einen der Handlanger ihres Vaters dingfest machen können und jener schwieg beharrlich. So mussten die Papiere nach und nach gesichtet werden, um einen Überblick zu bekommen. Man würde die Zahlen bald korrigieren müssen; ein Krieg bedeutet in jedweder Hinsicht Verlust und kaum Gewinn.
Sie hielt im Gang inne, als zwei Figuren durch die Tür traten und den Gang entlang auf sie zukamen. Einer der Söldner, gerüstet und stets mit einer Spur Arroganz im Blick, schritt voran, hinter ihm eine junge Frau, scheinbar in ihrem Alter, wie sie einschätzte.
„Baronin. Eine Botin bringt Nachricht. Sie behauptet sie sei von Weylenstein persönlich.“
Das Augenpaar flackerte wild auf, als sie die Worte vernahm. Weylenstein... Welches Spiel wollte er nun mit ihr treiben? Rasch führten sie die Schritte zu der Botin, die schlanken Finger forderten geradezu pedantisch das Papier ein, welches sie in Händen hielt.
„Berichtet.“, knapp und präzise der Befehl an die Gegenüberstehende, während sie das Papier entfaltete und das dunkle Augenpaar darüber huschen ließ. Die Worte der Botin kamen leise, zögernd. Irgendwas schien geschehen zu sein, von dem sie nicht erzählen wollte, während sie Wort für Wort die Situation in Maliss darlegte. Doch die Worte prallten für Momente ab, wurden nur zum Schein gefordert seitens der Baronin, welche sich nun umwendete, das Papier langsam zerknüllend. Bilder blitzten auf, Erinnerungen an eine Nacht, in der sie sich entschieden hatte, dem Tod entgegenzutreten. Die Haltung verkrampfte sich, ein Zittern wurde vehement unterdrückt.
Ehrenmann? Verzeihung? Ein schlechter Scherz, euer Hochgeboren....eure Lüge ist so schlecht, dass sie selbst ein Kind euch nicht abnehmen würde.
„Ihr werdet sofort der Armee nachreiten und bestellen, dass die Fraktion des Feindes in Maliss ist.“
„Baronin, sie wurde gefoltert und ist geschwächt. Es wäre ratsam...“
„SIE WIRD REITEN! Verstanden!?“
Hart wandte sie sich wieder den Beiden zu, das Papier immer noch in der Hand, als sei es ein Fluch, es nicht loszulassen. Der Söldner neigte rasch das Haupt, nur leise kam sein ‘Jawohl Milady.‘ Von den Lippen, während die Miene der Botin immer bleicher wurde. Das Neigen des Hauptes war zäh, langsam, ehe sie sich umwandte. Ihr Blick fiel auf ihren Rücken, musterte die Spur der Nässe, die am Rückgrat klebte...und sie verstand.
Erschöpft würde wohl die Botin zusammenbrechen, sobald die Armee aufgefunden worden war. Bei sich eine Depesche, in der die geschilderten Worte der Botin verschriftlicht wurden, sowie die Ankündigung, dass die Baronin wohl bald zurückkehren würde nach Rahal, um Versorgungen aus der heiligen Stadt zu garantieren. In den nächsten Tagen wären die Positionen vergeben, die Hauptstadt soweit dann sicher. Des Weiteren gab die Nachricht wieder, dass der ‘alleseits geliebte Herr Vater‘ wie eine Ratte Schutz in der stinkenden Kloake wohl gesucht habe und verschwunden sei. Lediglich ein Diplomat sei derzeit in Gefangenschaft und würde noch verhört werden.
Man erwarte in den nächsten Tagen eine neue Zählung der Bürger, sowie Bestände aus den Dörfern und derzeitige, aktuelle Geschehen. Alatar würde es richten...
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Antarian von Weylenstein
Antarian saß auf seinem Pferd, mit seinen Augen konnte er weit auf das Land hinaus sehen. Weiterhin befand sich an Antarians Seite der Alte Ritter, Saran von Tecklenstein.Und was Sie sahen war alles andere als Friedlich. Es lag ein dunkler Schatten auf dem Land. Man hatte Verloren. Der Pass der ins Gebirge führt lag hinter Ihnen. Der Schlüssel zur weiteren Lehen des Königreiches Alumenas. Man war dabei Ihn auszubauen, zu Befestigen. An Antarians Seite befanden sich noch müde wirkende Soldaten, erschöpft vom vielen marschieren. Man konnte Erfolgreich allen Kämpfe aus dem Weg gehen, bis auf kleinere Schlachten, die Trotz Siege oder Niederlagen, keinen Einfluß mehr hatten auf das Schicksal dieser Provinz. Jetzt galt es nur noch diesen Pass zu halten. Und man würde Ihn auch halten können. Die Gehobene Verteidigungsstellung, sie war Perfekt. Mit nur wenigen Soldaten konnte man hier Hunderten entgegen treten während im Hintergrund aus guten Positionen die Bogenschützen leichtes Ziel haben. Sobald die geplanten Anlagen fertig gestellt sind, waren die anderen Lehen vor dem Einfluss des Brudermörders gesichert.
Die Hauptstadt der Baronie; Niederstaufenbach, Sie ist in die Hände des Feindes gefallen. In die Hände der Aufständigen Kinder des Reichsritters. Die Sorgfältige Planung, Sie war umsonst. Man war einfach zu langsam gewesen. Zumindest hatte man einen kleinen Erfolg verbuchen können. Man hatte der Wirtschaft von Tecklenstein langfristig geschadet. Beim Abmarch aus der Provinz wurden einige der kleineren Dörfer zerstört. Zusätzlich legte man Waldbrände, damit das Holz für Wiederaufbau fehlt. Feuer zeichnete das Land und würde seine eigene Form der Reinigung annehmen. Dörfer, Felder, Wälder .. Feuer kennt nur wenige Feinde die in der Lage sind es aufzuhalten. Man ließ nichts anderes als verbrannte Erde zurück. Tecklenstein war Verloren für das Königreich Alumenas. Doch die Kinder des Reichsritters zahlten für Ihren aufstand einen hohen Preis.
Dem Vater von Gillian und Sephira standen die Tränen in den Augen. Sein eigenes Fleisch und Blut hat Ihn verraten. Seine geliebte Frau genommen und das Land das Ihm von Kindes Gebeinen gehörte und Liebte, zerstört. Und dazu die Sinnlose - Gewallt in seinen Augen, ausgeführt von der Person der eigentlich helfen sollte, Antarian von Weylenstein. Doch er schwieg. Er würde darüber kein Wort verlieren.Sein Herz war einfach Gebrochen. Auch wenn er schwor, das er bis zum letzten Atemzug alles Versuchen wird um sein Land wieder zu befreien. Und wenn das heißt zu schweigen, um die Gunst der Örtlichen Lehnsherren zu erhalten, dann würde er es machen. Moralisch gesehen war Antarian schlimmer für sein Lehen gewesen als es seine Kinder hätten jemals sein können. Soviel Tod hatte er gebracht. Und doch, würde kaum Jemand es wagen Ihn anzuklagen. So die Taten von Antarian bekannt werden würden. Denn er hatte dem Volk von Tecklenstein viele der Grundlegensten Güter genommen die einem Leben lassen. Doch damit war Tecklenstein für viele der Reichslehen erstmal keine Bedrohung mehr. Denn Tecklenstein hatte nun ganz andere Sorgen, als benachbarte Lehen und einem Regiment vor dem Toren. Das Volk hungert, .. Das Volk friert. Und in Weylenstein wurde später ausgiebig gefeiert. Mit Speis und Trank. Denn erstmal muß keiner hier im Gebirge mehr sich sorgen machen vor den Anhängern des Brudermörders, sie wurden aus gebremst, mit Methoden, die sicher in mancher Augen als fragwürdig erscheinen.
Die Hauptstadt der Baronie; Niederstaufenbach, Sie ist in die Hände des Feindes gefallen. In die Hände der Aufständigen Kinder des Reichsritters. Die Sorgfältige Planung, Sie war umsonst. Man war einfach zu langsam gewesen. Zumindest hatte man einen kleinen Erfolg verbuchen können. Man hatte der Wirtschaft von Tecklenstein langfristig geschadet. Beim Abmarch aus der Provinz wurden einige der kleineren Dörfer zerstört. Zusätzlich legte man Waldbrände, damit das Holz für Wiederaufbau fehlt. Feuer zeichnete das Land und würde seine eigene Form der Reinigung annehmen. Dörfer, Felder, Wälder .. Feuer kennt nur wenige Feinde die in der Lage sind es aufzuhalten. Man ließ nichts anderes als verbrannte Erde zurück. Tecklenstein war Verloren für das Königreich Alumenas. Doch die Kinder des Reichsritters zahlten für Ihren aufstand einen hohen Preis.
Dem Vater von Gillian und Sephira standen die Tränen in den Augen. Sein eigenes Fleisch und Blut hat Ihn verraten. Seine geliebte Frau genommen und das Land das Ihm von Kindes Gebeinen gehörte und Liebte, zerstört. Und dazu die Sinnlose - Gewallt in seinen Augen, ausgeführt von der Person der eigentlich helfen sollte, Antarian von Weylenstein. Doch er schwieg. Er würde darüber kein Wort verlieren.Sein Herz war einfach Gebrochen. Auch wenn er schwor, das er bis zum letzten Atemzug alles Versuchen wird um sein Land wieder zu befreien. Und wenn das heißt zu schweigen, um die Gunst der Örtlichen Lehnsherren zu erhalten, dann würde er es machen. Moralisch gesehen war Antarian schlimmer für sein Lehen gewesen als es seine Kinder hätten jemals sein können. Soviel Tod hatte er gebracht. Und doch, würde kaum Jemand es wagen Ihn anzuklagen. So die Taten von Antarian bekannt werden würden. Denn er hatte dem Volk von Tecklenstein viele der Grundlegensten Güter genommen die einem Leben lassen. Doch damit war Tecklenstein für viele der Reichslehen erstmal keine Bedrohung mehr. Denn Tecklenstein hatte nun ganz andere Sorgen, als benachbarte Lehen und einem Regiment vor dem Toren. Das Volk hungert, .. Das Volk friert. Und in Weylenstein wurde später ausgiebig gefeiert. Mit Speis und Trank. Denn erstmal muß keiner hier im Gebirge mehr sich sorgen machen vor den Anhängern des Brudermörders, sie wurden aus gebremst, mit Methoden, die sicher in mancher Augen als fragwürdig erscheinen.
Zuletzt geändert von Antarian von Weylenstein am Freitag 29. August 2008, 17:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Sephira von Tecklenstein
Die Baronie ist tot...es lebe die neue Baronie!Plötzlich schien es so als würde die Zeit still stehen, er sah den Wind, das Wasser alles reglos vor sich und er spührte eine zusammenhängende Struktur. Alles ausgehend von den Elementen und alles war verbunden. Wasser, Luft, Feuer und Erde war eins in diesem Moment..
Zum ersten Mal fühlte er sich in diesem Moment geborgen und frei.
Währenddessen zog sich das Gift der Pfeile Weylenstein durch seinen Körper und nach und nach wurden die Körperfunktionen abgestellt.
Seine Mannen werden berichten das sein Blick gen Himmel gerichtet war als er starb, als sitze er dem Vater gegenüber..
Jeder stirbt allein für sich..
Ein großer Preis, den man eingegangen war. Über 2000 Menschen hatten ihr Leben gelassen, Weiler glichen ausgestorbenen Geistersiedlungen. Die Minen waren verschüttet, Felder brannten. Nur langsam begann man nach und nach, wieder ein halbwegs normales Leben aufzunehmen. Man hatte doch gekämpft, wollte, dass es nun besser werden würde. Ein hoher Preis für ein Stückchen Freiheit. Eine Freiheit, die der einfache Mann eigentlich schon hatte. Doch ist Freiheit nur unter dem richtigen Gott die wahre Freiheit? Man dachte nicht darüber nach, wollte, konnte es einfach nicht. Die Felder mussten neu beackert werden, Flüchtlinge kehrten wieder in ihre Heime zurück, die Minen wurden nach und nach von Schutt und Geroll abtgetragen. Lange würde es dauern, bis man sich erholt hatte und doch wog man bereits die ersten Pläne zu einer Neugestaltung der Baronie ab. Man wusste um die Unsicherheiten des Gebirges, wusste, wie leicht die Nachbargrenze dadurch zu einem schwachen Punkt werden konnte, wenn die Mannen einfallen wollten. Fürs erste würden die Patrouillen der Söldner reichen, doch bald müsste man sich auf einen Ausbau der Armee konzentrieren. Starke Arme für eine starke Pranke...für einen starken Glauben. Depeschen wurden nach Rahal und glaubenstreue Länder versendet, um für klerikalen Beistand zu bitten. Das Kloster ward schon längst gefallen, die Mauern fürs erste eingerissen, um bald den demonstrativen Umbau eines Tempels zu beginnen. Doch auch in der Hauptstadt sollten die Templer ein angemessenes Heim finden, um weitläufig nach und nach jede Siedlung kontrollieren zu können. Kontrolle...die Zügel mussten nun straff gehalten werden, kein Fehler durfte zugelassen werden. Der Mob war noch voller Energien, man musste jene in die richtige Richtung lenken und durfte keinen Groll entstehen lassen. Wut, Hass...sie waren ein allzu berauschendes Mittel, um jegliche Regel zu ignorieren und jede Mauer zu durchbrechen.
Die Baronin hatte gut gewählt. Die Hauptmänner, die sich bewährt hatten, führten nun die Baronie unter ihrem Namen, sorgten stets für Berichte und Neuigkeiten in die heilige Stadt. So wurde auch alsbald die Kunde verbreitet, dass der Blutgeboren für sein Land, für die Freiheit und seinen Herrn, Alatar, gestorben war. Ein Mythos um einen schweren Kampf wurde aufgebaut, um die Bevölkerung in Atem zu halten und ihn zu ehren. Seine letzte Ruhe würde der Körper des Kriegers alsbald finden, sobald er in die Hauptstadt überstellt und gesalbt worden war.
An einem frühen Morgen wird eine Pergamentrolle einem Seemann in die Hand gedrückt. Es würde noch Tage dauern, bis die Nachricht Rahal erreichen würde. Der Inhalt birgt nur Vergangenes...von einem verloschenen Leben. Neutral und trocken...wie es sich gehört für einen diplomatischen Ton.
Und die Baronie würde Ruhe finden...irgendwann vielleicht auch sowas wie einen Alltag wieder entstehen lassen können. Irgendwann...