Nur an dritter Stelle

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Dalana D´Ron

Nur an dritter Stelle

Beitrag von Dalana D´Ron »

Wut wich der Frustration, der Frustration wich der immer da gewesene Einsamkeit und es folgte die alt bekannte Traurigkeit. Tage war es nun schon her das Zeron und sie im Streit auseinander gegangen waren. Tage war es her das sie auch nur zwei Sätze mit ihm geredet hatte und Tage war es her das sie ihren Platz an seiner Seite gefunden hatte. Immer wieder war sie, ein Schatten ihrer selbst, ihren alltäglichen Dingen nachgegangen. Sie hatte mehr Pflichtbewusst an allen Treffen der Allianz teilgenommen, doch wirklich war sie ehr mit ihren Gedanken bei Zeron. Immer wieder schlich sich diese kleine Stimme in ihren Kopf, die ihr böse Dinge zu flüsterte. Dinge die sie nicht hören wollte.

_Du stehst bei ihm nur an dritter Stelle, akzeptier das._


Nein, dass durfte nicht sein, er liebte sie doch!

_ Wenn er dich lieben würde, hätte er Rafael nicht davon abgehalten dich in den Futtertrog zu werfen?!_

Er hat nun einmal diesen ausgeprägten Sinn von Gehorsam!

_ Ein Mann sollte die Frau die er liebt, schätzen und Ehren, genau wie eine Frau es ihrem Mann gegenüber tat._

Sie presste ihre Hände gegen ihre Ohren um somit die Stimmen aus ihren Kopf zu bekommen. Jeder um sie her rum strahlte vor Glück. Rafael der nun bald Heiraten würde. Arton dessen Zuneigung zu diesem Mädchen nicht zu übersehen war. Sie jedoch verlor sich wieder in diesen Strudel von Einsamkeit. Die Bitterkeit darüber kroch in ihr empor wie eine Krankheit die ihren gesamten Widerstand auffressen wollte.

Sollte sie wirklich mit Zeron so hart ins Gericht gehen? Sollte sie nicht einfach hinnehmen das sie vor Rafael und vor der Garde stand?! Nein, ihr Stolz ließ es einfach nicht zu so plausibel zu denken. Doch hatte ihre „Liebe“ so überhaupt eine Chance auf Dauer zu bestehen? Wenn keiner einen Schritt auf den anderen zuging? Sie wusste das sie selbst stur bleiben wird, zu sehr war sie innerlich wütend darüber das sie für ihn nur an dritter Stelle kam.

Und wenn sie damit alles kaputt machte, so waren es doch der Schicksalswege die dies zuließen.
Dalana D´Ron

Beitrag von Dalana D´Ron »

- Atem nach Alkohol und Fleisch riechend. Kehliges Geröchel welches an ihr Ohr dringt, schweiß Geruch der ihr Übelkeit bereitet und Schmerzen, qualvolle Schmerzen die wie Flammen in ihren Körper brennen. Dann dieses Lachen, diese dreckige Lachen.-


Mit einem spitzen Schrei erwachte die Schützin, hektisch suchte ihr Blick die kleine Waldlichtung ab. Doch niemand befand sich in ihrer Nähe. Nur ein Traum Dalana, nur wieder ein böser Traum. Mit klopfenden Herzen legte sie sich wieder auf ihren Bett aus Moos und Zweigen. Sie spürte den kalten Angstschweiß der von ihrer Stirn hinab lief. Langsam begann sie laut zu zählen.

1

-Nur ein Traum.-

2

-Dir kann nichts passieren-

3

-Du kannst dich Verteidigen-


4

- Er ist weg, weit weg.-

Und wie immer funktionierte dieser Trick. Ihr Pulsschlag nahm wieder seinen normalen Rhythmus an und auch ihr Herz klopfte auf ganz normale Art und Weise. Wie ein kleines Kind rollte sie auf die Seite und zog ihre Knie gegen ihre Brust. Sie war doch so nahe bei ihren Freunden, nur wenige Schritte trennten sie von dem Haus der Allianz, doch sie wollte diese wenigen Schritte nicht gehen. Sie hatte vor etwas Angst, einer Angst die sie selbst nicht erklären konnte. In der gesamten zeit wo sie alleine war, hatte sich die Angst an ihr genähert und es begannen auch wieder diese Träume. Dalana hatte allmählich das Gefühl als würde sie verrückt werden. Es hatte lange gedauert bis sie den Ekel vor Männern abgeschüttelt hatte und nun, seit diesem Streit mit Zeron, war er wieder da. Der Kokon aus kalten, abneigenden, hass erfüllten Gefühlen, war wieder entstanden.

Es war alles vorbei, alles zerstört und nur wegen einem Streit. Sie schmeckte die Salzigen tränen welche auf ihren Lippen perlte. In diesem Momente weinte sie um alles was war und alles was gewesen wäre. Sie weinte um Rafael, um Zeron um ihre Liebe, um eine Liebe die erblühte und verwelkte wie eine Blume. Sie weinte und weinte, sie hörte ihr eigenes Schluchzen in ihren Ohren. Ihr abgemagerter Körper zuckte, unter einem heftigen Weinkrampf, zusammen. Ihre glanzlosen und strähnigen Haare fingen jede einzelne, von ihr geweinte, Träne auf.

Warum konnte sie nicht einfach sterben, jetzt, hier, in diesem Moment. Einfach einschlafen und nie mehr aufwachen. Dann würde das alles vorbei sein und sie wäre in einer Welt wo es keine seelischen Schmerzen gibt, keine Einsamkeit und vor allem keine Gefühle die einen innerlich Zerrütten. Einschlafen und nicht mehr aufwachen, dass war in diesem Augenblick ihr grösster Wunsch.
Rafael de Arganta

Beitrag von Rafael de Arganta »

Suche nach Dalana

Den Brief hatte er nun endlich fortgelegt.
Inzwischen hatte er wohl fast jedem gesagt das Dalana fort war.
Er hatte schon lange gesucht, Leute nach ihr befragt, aber sie noch nicht gefunden.
Still und nachdenklich sah er aus dem Fenster, und entspannte sich an Angelina zu ihm trat, sich an ihn lehnte und ihn umschlang.
„Du denkst an Dalana?“ fragte sie vorsichtig, und Rafael wendete den Kopf, sah sie an und nickte dann.
„ja, das tue ich. Sei mir nicht böse, aber ich weiß was sie durchgemacht hat... damals und es schmerzt zu wissen das sie jetzt wieder alleine durch die Welt läuft, und niemand hat der sie beschützt.“
Angelina schwieg lange bevor sie dann meinte. „Meinst du nicht sie kommt alleine durchs Leben? Sie hat es lange genug vorher getan, und jetzt eben wieder.“ Sie sah ihn an, als er sich in ihren Armen drehte und sie in die seinen zog.

„Sicher kann sie das, Angelina. Doch muss mich das nicht unbedingt freuen oder? Sie hat doch hier Freunde gefunden, wirkliche Freunde, und mit Zeron einen Mann dem sie vertraut.
Und glaube mir das soll schon was heißen bei all dem was sie je erlebt hat, oder ihr geschehen ist.“
Er küsst Angelina kurz und zärtlich, bevor er sie ansieht.
„Sie und ich sind wie Geschwister.“ Meint er dann lächelnd. „Mach dir also keine Gedanken. Mit dir habe ich die Frau meiner Träume gefunden und die tausche ich sicher nicht ein, egal gegen wen oder was. Dalana ist wirklich nur wie eine Schwester, und ich habe soviel Zeit mit ihr verbracht, das es mir nicht egal sein kann was mit ihr geschieht, oder was sie sich antut.“
Er seufzte. „Ich kann sie nicht einfach so gehen lassen! Das ist nicht ihre Art, und nein...“ er legte Angelina den Finger auf die Lippen bevor sie etwas sagen konnte. „ich denke nicht das sie geht weil ich mit dir mein Glück gefunden habe. Eher weil ihr bewusst ist was sie nicht hat, was ihr fehlt im Leben.“
Angelina nickte leicht und sah ihn an. „Vielleicht sollten wir sie alle einmal gemeinsam suchen gehen. Die Allianz, eine großangelegte Suchaktion.“

Ein Lächeln flog über Rafaels Züge als er nickte . Ja eine gute Idee. Sie kann sich nicht ewig verstecken. Vielleicht haben wir so mehr erfolg.“ Meinte er und begegnete ihrem Blick darin versinkend.
Lange blickten sie sich so an, wissend um ihre Gefühle für einander, bevor sie sich von einander lösten. „Tari wird jeden Augenblick kommen.“ Meinte Rafael und Angelina nickte, lächelte ihn jedoch an. „Wir können später ja noch... weiter reden darüber.“ Dann machte sie sich daran den Tisch zu decken. Rafaels Schmunzeln dabei geflissentlich übersehend.
Arton Langenfels

Beitrag von Arton Langenfels »

Arton ritt mit seinem Ross nach Bajard und dort sah er sie, seine Mitstreiter der Allianz. Rafael, Zeron, Angelina und Kayleigh.
Sie unterhielten sich neben der Tarverne am See. So gesellte sich Arton zu ihnen und sie redeten, redeten und redeten.

Schon öfters stellte sich Arton die frage, wo Dalana wohl sein mag. Er hat sie schon länge nicht gesehen und so fragte er Zeron.

" Sag mal wo ist Dalana " sagt er mit ruhiger stimme zu Zeron
Nach diesen Worten senkte Zeron seinen Blick zu Boden.
" Sie ist Weg " antworte Rafael ihm schneller als Zeron
" WIE WEG " rufte Arton herraus, wohl war es für Kay zu laut da sie kurz zusammenzuckte.
So erzählte Rafael von dem Brief und wir sie doch suchen sollten. Mit einem ernstem Gesicht schaut er auf Zeron

" Sag mal, willst du hier Wurzeln schlage. Jetzt Such sie ENDLICH und erhebe deinen Kopf wenn ich mit dir rede " sagte Arton zu ihm

langsam erhob Zeron seinen kopf und erwiederte ihm mit betrüber stimme
" Ich weiß nicht wo ich anfangen soll "

" Es ist besser an einem Ort anzufangen, als an gar keinem Ort anzufangen. Vielleicht möchte sie ja nur von dir gefunden werden Zeron,so gehe und gibt acht auf dich" mit einem ruhigem Ton sagte er dies zu ihm und man sah das Zeron sich langsam auf dem Weg macht.´

So trennten sich die Allianz für den heutigen Tage aber sie werden sich baldig wieder einbefinden um weiter dadrüber zu reden. Arton ritt nach Hause ......

Nur ist dies alles was sie tuen können ? Arton machte sich gedanken und Sorgen um Dalana. Zwar stritten sich schon des öfteren und wechselten heftigte Worte miteinander, was er wohl auch ein wenig vermisste in seinem innerem. Er mochte es manchmal richtig, Dalana zu ärgern, kurz sah man ein lächeln in seinem Gesicht. Beide sind halt Stur, aber er würde alles machen um diese Frau zu finden damit sie wieder da ist.
Dalana D´Ron

Beitrag von Dalana D´Ron »

Da standen sie, die Mitglieder der Allianz. Arton, Rafael, Angelina, Kay und Zeron. Nur bruchstückhaft konnte Dalana einige Worte ihres Gespräches hören. Es ging wohl um sie und ihrem Verschwinden. Jedoch was ihr wirklich innerlich wehtat, war die Tatsache das Arton Zeron beinahe dazu prügeln musste um nach ihr zu suchen. Was sie ihm wirklich so unwichtig? Hatte sie sich das alles doch nicht nur eingeredet? Den Beweis dafür sah und hörte sie nun hier. Tiefer wurde die Kapuze ins Gesicht gezogen, die Allianzler sollten sie nicht sehen. Doch die Schützin wusste selbst, dass es wohl langsam an der Zeit war wieder zurück zu kommen, trotz des Schmerzes und trotz ihres Kummers.

Jedoch was sollte nun aus Zeron und ihr werden? Wie sollte das alles weiter gehen? Und die alles entscheidende Frage war, liebte sie ihn noch? Im Moment verspürte sie ehr Traurigkeit als Liebe. Sie wusste sie brauchte jemanden zum Reden. Zu erst viel ihr Blick auf Arton, ja diese Aura war zu beneiden. Dann glitten die braunen Augen auf Angelina, nein, mit ihr konnte sie nicht reden zu oft hatte Dalana das Gefühl als sehe Angelina sie als Gefahr. Zeron, er war wohl nicht wirklich der richtige, jetzt jedenfalls noch nicht. Dann verharrte ihr Blick auf Rafael, ja sie liebte ihn, sie liebte ihn so wie nur eine Schwester einen Bruder lieben kann. Er war wohl der richtige. So vieles wusste er von ihr, er kannte sie wohl besser als sie sich selbst. Vielleicht konnte er ihr helfen und ihr vielleicht einen Rat geben und ihr tröstende Worte spenden.

Dann bemerkte sie das Zeron mit hängenden Kopf davon trottete. Hatte es Arton tatsächlich geschafft ihn dazu zu bewegen nach ihr zu suchen, doch warum in aller Namen tat er dies nicht von alleine? Warum mussten ihn erst andere dazu bringen. Würde er einfach so verschwinden sie würde das ganze Land auf den kopf stellen, sie würde wahnsinnig werden vor lauter Sorge um ihn. Aber er, nun sie kam ja wohl bei ihm nur an dritter Stelle. Leise seufzend drückte sie die Robe enger um den ausgemergelten Körper. Seit Tagen hatte sie nur Beeren gegessen und diese geringe Nahrung forderte ihren Tribut. Die vorher kräftige und sehnige Statur der Schützin glich beinahe ein Skelett, bestehend aus Haut und Knochen. Auch ihre sonst so Schalk blinzenden Augen lagen tief in den Höhlen und dunkle Ringe zeichneten sich unter jenen ab. Sie würde wohl ein gutes erschreckendes Wesen für die kleinen
Kinder abgeben.

Doch was tat dies schon zur Sache, sie sehnte sich nach ihren Freunden. Sie sehnte sich nach der Allianz welche für sie mittlerweile eine Familie geworden ist. Es war nun wohl an der Zeit zurück zu kehren, zurück in den Schoß ihrer Familie.
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