[Spielerquest] Rache ist...

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Yalia Flarens

[Spielerquest] Rache ist...

Beitrag von Yalia Flarens »

"Yalia Flarens!
Ich werde nun die Liste deiner Schandtaten vortragen"
Irgendjemand versetzte ihr von der Seite einen Stoß, und seltsamerweise landete ihr Hals in einer Position auf dem Schafott, die den Henker gerad zu dazu einlud, ihren Kopf von den Schultern zu trennen.
"Diebstahl"
Sie konnte das Grinsen unter der Maske des Mannes spüren, als wäre sein Haupt unverhüllt, dann wurde ihr Kopf fester auf den Baumstamm gedrückt.
Keine Fesseln hielten ihre Gliedmaßen, aber sie konnte sich kein Bisschen rühren.
"Respektlosigkeit gegen den Hauptmann"
Yalia konnte den Henker nicht mehr sehen, aber sie fühlte die besorgniserregende Präsenz seines Schwertes, das einen engen Bogen um ihren Nacken schlug.
"Ungehorsam bis zur Befehlsverweigerung"
Der gewichtige Mann nahm seinen Fuß endlich von ihrem Rücken.
Es fühlte sich an, als hätte jemand etwas von ihrem Mund gerissen, das sie die ganze Zeit über am Atmen gehindert hatte.
--wann hat er seine Fuß dort hingestellt?--
Mühevoll startete sie den nächsten Versuch sich zu rühren, doch es blieb bei einem leichten Zucken, bis ihre Kraft wieder verebbte.
"Und schließlich, geplanter Mord am Hauptmann selbst."
Die Axt des Henkers sauste herbei, und Yalias Herz machte einen Sprung, doch das Blatt schroff dicht an ihrem Hals vorbei und zertrennte nur ein paar Haare.
--woher wissen sie von meinem Plan?--
"Ich verurteile dich hiermit zum Tode durch das Fallbeil"
Die gelben Zähne des Henkers blitzten noch einmal hämisch auf, dann sauste die Klinge der Guillotine hinab.
Sie spürte den Schnitt nicht, aber der Kopf fiel zu Boden, und auch der gefesselte Körper landete daneben, direkt vor ihrem Gesicht.
Irgendwo am Rande ihres Bewusstseins erklang ein kühles, bitteres Lachen.
--das alles ergibt keinen Sinn--
Yalia musste zusehen wie ihr eigener Körper langsam zu verwesen begann. Der Gestank stieg ihr in die Nase.
--das muss ein Traum sein--
Ein Wimpernschlag, ein Tag, verging die Zeit, das Blutige Fleisch quoll vor ihrem Kopf, und Übelkeit stieg in ihr hoch.
--es muss--


Yalia schlug die Augen auf.
Die Hand, von kaltem Schweiß benetzt, tastete an ihrem Hals.
Sie war noch am Leben, der Geruch der Verwesung kam nicht von ihrem Körper, sondern von dem Broken blutigen Fleisches auf ihrem Kopfpolster.
Es dauerte einen Momente, bis die Müdigkeit weit genug zurückgewichen war, damit sie offensichtliche Ungereimtheit ihr ins Auge stach.
Mit einem entsetzten Keuchen fuhr sie herum.
Hellwach wie sie nun war, stellte sie sofort fest dass ihr Haar sich ungewohnt bewegte, und ein Blick auf den Polster gab ihr Gewissheit.
Über den Stoff verteilt lagen dunkelbraune Strähnen, die Kapuze ihres Umhanges daneben auf dem Boden, statt angenäht an den Umhang, wo sie hingehört hätte.
Panik stieg erst in ihr auf, als sie das Stück Fleisch eingehender betrachtete:
Ein Rinnsal von Blut suchte sich seinen Weg nach unten.
Weit war es noch nicht gekommen, also konnte derjenige, der es dort hingelegt hatte noch nicht weit sein.
Eine eisige Kälte zog sich über den Rücken nach unten, dann packte sie alles, was wenigstens von geringem Wert war zusammen.
Etwas fehlte.
Sie konnte ihre Maske nicht mehr finden, die Maske von Alexyos, das einzige Stück in Gildenfarbe das sie bei sich hatte.
--egal--
Ihre Glieder waren noch zu müde um zu laufen, also führte sie ihre Schritte lediglich etwas eilig aus dem Zelt.
Dann erklang das Lachen.
Es war kalt und ganz und gar humorlos, und sie fragte sich einen kurzen Moment lang ob sie nicht vielleicht doch noch in ihrem Albtraum war, doch sie wusste dass die Hoffnung falsch war, als ihre Schenkel im Laufen zu schmerzen begannen.
Sie würde zurückkehren ins Lager der Sturmkrähen.
Keine weitere Nacht würde sie ohne Schutz verbringen.
Nicht bei einer drohenden Gefahr wie dieser.
Zuletzt geändert von Yalia Flarens am Freitag 15. August 2008, 20:07, insgesamt 3-mal geändert.
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Tajara Nair
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Beitrag von Tajara Nair »

Jede Jagd hat einmal ein Ende

Krötenleich... Krötenleich.... Cynthia brauchte Krötenleich! Wicerlich! Wollte sie damit etwa eine Suppe kochen? Es würde jedoch auch ihre Stinkeplörre erklären, die sie zusammenmixte und das Wunden angeblich so wunderbar desinfiziert. Was sollte das Ganze eigentlich?
Seufzend verließ sie beritten das Lager und strebte auf den Hafen zu. Sie war im Grunde froh einmal davon los zu kommen und Gerimor wieder zu besuchen. Wer wüsste schon, wie Lange sie noch Gelegenheit dazu hatte?
Was Bajard angeht war dieses Dorf für sie gegessen. es war verloren - eine Enklave Eisenwarts - nicht mehr lange und seine Banner hingen hier herum - dann käme Rahal - brennt Bajard nieder - befestigt seine Banner - dann kommt Varuna - tötet die Rahaler - und wieder hängen Banner aus.
Riesenechsen - Sümpfe - gutes Jagdgebiet um an Kröteneier ranzukommen - sicherheitshalber hatte sie sich einen Beutel eingepackt wo sie diese Dinger aus den eiersäcken aufbewahren konnte. Ihr graute schon vor dem Gestank der ersten erlegten Echse...
...einer Echse.
Da war doch eine Echse.
Das schwere Tier das auf seinen mächtigen Hinterbeinen angestapft kam trug einen schwer gepanzerten Reiter - und sie wusste nur zu gut was es trug - jene Blauhaut war es, so vermutete sie, jene, die ihr schon einmal vor kurzem schwere Verletzungen mit seiner Pantherklaue zufügte - eine grässliche furchteinflößende Waffe - und die Narben trug sie nach wie vor am Oberarm.
Die Gelegenheit. Kleines, das ist die Gelegenheit für dich...
: die bereits wieder gespannte Armbrust leicht anhebend machte sie einen Satz vor, den Reiter fixierend löste sie den Schuss mit Betätigung ihres Hebels - und der Bolzen sauste auf den lethrixor zu.
Der Bolzen traf - und der Lethar wurde von seinem Reittier geworfen - TREFFER
Ein schweres Schnaufen, eine zuckende Bewegung und er kam zum erliegen während die Echse voranpreschte und sich wohl in den Sümpfen indes verzog.
Sie trat langsam auf den am Boden liegenden Lethrixor zu und sie zog die Maske zurück. ein hämisches Grinsen. Zeit der Rache. zeit der Genugtuung.
: die Armbrust - sicher er sei besinnungslos, ablegend zog sie die rote Kapuze zurück und beäugte besonders das Letzarenohr zu seiner Linken - sie griff an ihren Gürtel und zog den Dolch - dieses dort ansetzend um ihm jenes abzutrennen - eine angemessene Trophäe.
Doch dann - ruckartig drehte er seinen Kopf, gerade als Tajara ansetzte, dem Lethrixor ihre verdiente Trophäe abzutrennen - was zumindest nur sein halbes Ohr kosten mochte. Dies jedoch war ihr gegeben, schnell verstaute sie es - viel zu stolz um es wieder herzugeben wich sie zurück - ein Augenblick der Unaufmerksamkeit - welch Fehler.
Sie konnte nur noch schützend die harme hochreißen wie der schwere Leib des Letharen auf sie zugestürzt ham und sich auf sie warf, die Pantherklaue, die er ergriffen hatte an ihre Kehle haltend war es besiegelt - ihr todesurteil wenn man so wollte.
"Deine Hochmütigkeit gereicht dir stets zu Fehlern, Waschweib!!" Das unangenehme Zischeln seiner Stimme ließ es ihr kalt dem Rücken herunterlaufen, nur zu gerne hätte sie sich jetzt die Ohren zugehalten.
: sie spuckte ihm ins Gesicht - ein letzte Aufbäumen ihres Trotzes - sie würde sich nicht unterkriegen lassen - selbst wenn es ihren Tod bedeuten würde. Nur eine Tatsache tat ihr wirklich leid - nein es waren sogar zwei.
Die eine Tatsache war, dass sie die Sonyame zurücklassen müsste. Diesmal gäbe es wohl kein entkommen vor dem Tod. Nur eine Tatsache würde wohl bleiben - jene dass Tajara so gut es ihr möglich war kämpfte.
Lameriast - sie hoffte die Prophezeihung erfülle sich nicht - und Lameriast ginge mit ihrem Tode unter.
"Mit diesem Trotz wirst du noch bei kra'thor landen", zischelte es ihr entgegen.
"Das entscheidest nicht du, du elende Hochelfen..." - sie wollte noch Nachgeburt sagen doch ihr Kopf explodierte förmlich. Sie sah grelle Lichtblitze - und dann fiel sie in die Schwärze der Besinnungslosigkeit.

Tajara bekam nicht mit wie der Lethrixor sie hochhob und auf die zurückkehrende Echse warf, deren blutiges Maul sich an einer Riesenechse gütlich getan hatte - blutverklebt war das Gras um die beiden herum, ob der wunden der beiben - und als sie so davoneilten, die Echse und der Lethar blieben nur jene blutspuren übrig - ihre Armbrust und etwas das im letzten Moment der Lethar hinter sich warf - eine abgetrennte maske mit dem zeichen der Sturmkrähen!
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Xinthra

Zwei verdammte Tage!

Beitrag von Xinthra »

Wo steckte sie nur? War sie wieder irgendwo reingestolpert? Ihre Ongemae, ihre Leibwache, war nicht da seit zwei Tagen. sollte man sich schon Sorgen machen? Tajara verschwand öfter mal einfach so und kam dann wieder, sie hätte einen Letharen umgehauen. Toll, sie bringt sich in Lebensgefahr mal eben so. Doch so war sie eben, ihre große Klappe brachte sie häufig in Probleme und ihre Schießkunst holte sie meist wieder heraus. Doch.. zwei Tage, verdammt nochmal Tajara, was hast du jetzt wieder angestellt! schalt sich Xinthra selbst, während sie sich am Tisch das Hirn zermarterte, wo sie ihre abtrünnige Schwester finden könnte. Vielleicht in Bajard, bei ihrer Mutter, doch Fehlanzeige, In Bajard hatte sie auch niemand gesehen, was nicht verwunderlich war denn in Bajard sehen die Leute ohnehin nur das, was sie wollen. Auf Trotteldorf dürfte sie sich nicht verlassen.

Also begann sie im Umland Bajards und schlug unbewusst die korrekte Richtung ein: Richtung Tirell, am Sumpf vorbei. Eine unglückselige Riesenechse die ihr den Weg zu versperren drohte, schmeckte die kalte Klinge ihres Claymores nur ein Mal, bevor die Geschuppte zu Boden sank und den Weg eher unfreiwillig preisgab. Nur ein Stück weiter, am Rande des Wäldchens bemerkte sie dann, dass sie den richtigen Weg eingeschlagen hatte. Eine große Repetierarmbrust - mit den Kerben wie Jene ihrer Schwester. Dazu das eingebrannte Symbol der Sonyame. Das Gras getränkt von getrocktetem Blut, fast hätte sie die zerschnittene Maske übersehen. Das Symbol darauf.. eine Krähe. Sie kannte es. Einst trug sie es selbst. Die Sturmkrähen! Xinthra wusste nicht, wie sie es geschafft hatten, ihre Schwester zu überwältigen, dieses Pack aus unfähigen Söldnern. Seit Ronya diese Truppe nicht mehr anführte, machten die Söldner alles andere als das, was Söldner eben tun.

Wutentbrannt mit der zerfetzten Maske in der Hand marschierte sie zurück nach Bajard, wo sie Jene leute wähnte, die ihre Schwester gefangen genommen haben mussten. sie ließ gar keinen Zweifel aufkommen, als sie zwei derer vor der Taverne antraf. Ihnen die Maske vor die Füße geworfen brüllte sie sie an. DOch sie hörte nicht, was sie hören wollte. Beide wandten sich ab, einer lachte über sie. Das war zu viel. Niemand spricht so mit einer Sonyame! brüllte sie, ihre Stimme ward in Zwischenzeit merkwürdig verzerrt und die Stimmlage viel niedriger als zuvor noch. Ihr Schwert ziehend rief sie, weiterhin in diesem seltsamen Ton Sterbt, Narren!

Im nun folgenden Kampf ward sie nicht allein zahlenmäßig unterlegen, denn jenes was ihr die seltsame Stimme schenkte, hatte nun auch Gewalt über ihre Kampftechnik erlangt. Pure Wut floß in ihre Attacken, was zwar dazu führte, dass sie einen der Söldner relativ einfach außer Gefecht setzen und seine Rüstung stark beschädigen konnte, sie sich dann aber dem stärker Gepanzerten und weitaus erfahreneren Kämpfer widmete. Dieser wusste geschickt, den Nachteil ihrer wuchtigen Waffe auszunutzen und mit seiner eigenen außer Gefecht zu setzen. Ein gezielter Faustschlag an ihren Helm ließ sie straucheln, der andere, außer Acht gelassene Krieger trat sie gegen die Taille so dass sie stürzte, während sich der Gepanzerte gegen sie warf - Ohne Klinge in der Hand ging sie nieder wie ein Nasser Sack.

Mit seinem Bein stemmte er sich auf ihren Brustkorb, so dass sie kaum mehr Luft bekam. sein Druck hielt stetig an, so dass die dauerhaft fehlende Luft ihr die Besinnung beinahe raubte. So sehr, dass es den beiden möglich war, ihr den Helm abzunehmen und sie mittels eines Hiebes gegen die Schläfe vollends außer Gefecht zu setzen. Mit gefesselten Armen und Füßen ward sie auf ein Pferd verbracht und ungehindert abgeführt zur Festung der Sturmkrähen. Sie wachte erst auf, als sie Söldner sie auf den Zellenboden warfen. Ihre Rüstung bot zwar Schutz gegen Schläge von Waffen, aber nicht von Steinböden. Allmählich rührte sie sich wieder, die Fesseln von Armen und Füßen waren stark genug um schmerzen zu verursachen, schnitten jedoch die Blutzirkulation nicht zu stark ein. Man schob ihr Wasser und Brot in die Zelle. Wohl mehr eine erste Methode der Folter, wie sollte sie in diesem Zustand etwas zu sich nehmen? Abgesehen davon, dass sie gar nicht daran dachte.

sie robbte sich zum Gitter, hob ihre Beine an und ließ die Füße gegen die Gitterstäbe donnern. Abgesehen von dem Krach der dadurch entstand, gelang ihr das gewünschte Aufbrechen der Tür nicht. Selbst wenn es ihr geglückt wäre, hätten die zwei Söldner davor ihre Flucht vereitelt. Nach vielen Versuchen gab sie es dann schließlich auf und blieb keuchend am Boden liegen. Heute war nicht an Schlaf zu denken. Zu viele Söldner hatten mitverfolgt, wie sie in diesem Kerker gelandet war und wen sie angegriffen hatte. Auch wenn der Hauptmann befohlen hatte, sie sei in Ruhe zu lassen. Doch diese Festung müsste noch über einen zweiten Kerker verführen. In ihrer Zelle war Tajara jedenfalls nicht. Es blieb abzuwarten, was die Stumkrähen mit ihr vor hatten.
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Tajara Nair
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Beitrag von Tajara Nair »

Kalte Dusche - oder: Fließend kalt Wasser!

Das erste das sie vernahm war ein hohler metallischer Klang, als wenn sich eine schwere Tür schließt. Sie hatte vorher noch den unruhigen Traum dass sie am Boden geschleift wurde - und tatsächlich - als sie einiges ihrer Besinnung wiedererlangte war es ihr als blicke sie auf dunkle Eisengitter. Doch die Fülle an Gefühlen und Emotionen die in sie einbrachen war gelinde gesagt überwältigend!
Ein gespenstisches blaues Licht schien von einem Stein aus ihrem Blickwinkel zu kommen, doch kein Licht das erhellte, es verdunkelte - es strahlte Kälte aus.
Kälte! Sie fühlte die Kälte der Wasserpfütze in der sie lag und zuckte augenblicklich zusammen - der einbrechende Kopfschmerz machte es nur noch schlimmer. Was auch immer mit ihr geschehen war - Tajara fühlte dass sie nun alles andere als sicher war. Sie versuchte sich aufzurichten, etwas auszumachen.
Das hohle Rauschen und Rieseln einer Quelle an der rechten Seite ihres Gefängnisses war vermutlich das Erste, was sie akkustisch nach dem hohlen Ton vernahm, und das erklärte auch die kalte Wasserpfütze.
Das Wasser floss um sie herum - und da wurde ihr klar dass es ein Rinnsal war, welches den boden des Gefängnisses fas komplett durchfloss. Sie stämmte sich an der gittertüre hoch und bemerkte wohl jetzt erst, dass sie nicht eine Faser am Körper trug. Ein zischelndes Lachen von außen lenkte ihre Aufmerksamkeit voran.
Die Worte, welche gesprochen waren waren Worte des Hohnes al welche sich Tajara später nicht mehr erinnerte. Sie reagierte wie man eben reagiert wenn man in Gefangenschaft gerät - zumindest gewöhnlich war dies für eine Sonyame - blanker Zorn und kalte Wut!
Kalt war wohl das Sprichwort. Nicht lange - und die unangenehme Zischstimme sprach von einem mann Namens Sandrowal - was auch immer der damit zu tun hatte.
Ja - etwas zu Essen wurde ihr gütigerweise hineingeworfen - in das kalte Wasser. Als sie danach fischte stellte sie schnell fest dass es eine magere kleine Lammkeule war. Wie traurig!
Tajara zerrte und drückte gegen die Gitter, doch sie gaben nicht nach. Als sich die Gestalt, die gänzlich in der Dunkelheit zu verweilen schien schließlich ging blieb sie augenscheinlich allein zurück. Nur fließendes kaltes Wasser.
Tajara musste bald feststellen dass so schnell keienr kommen würde. Sie blieb alleine zurück - wie lange das dauern würde konnte sie nicht sagen - verdursten würde sie wohl nicht - verhungern - erfrieren wohl gewiss.
Schlimmer war dieser schrecklich lästige beruhigende Ton von rieselndem Wasser und die Gewissheit, ob der Kälte keinen Schlaf zu finden. Die Höhle selbst war nicht kaht - das Wasser an ihren Füßen jedoch war es. Und als Minuten zu Stunden wurden - Stunden zu Tagen wurde Verwurrung zu Verzweiflung - und Verzweiflung drohte zu Wahnsinn zu werden. Sie fand keinen Schlaf - und das zehrte an ihrem Geist wie eine grausame Klaue an ihrem Körper.
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Thoran Wynther

Beitrag von Thoran Wynther »

Er zog die Bettdecke bis ans Kinn doch es wurde nicht wärmer. Widerwillig stand er auf und grub aus einer seiner Truhen einige Felle aus die er im Winter immer über das Fussende des Bettes und ein wenig darüberhinaus verteilte. Danach kroch er wider ins Bett und zog eines der Felle bis zur Brust hoch. Er fror noch immer doch sein Körper begann zu schwitzen. Fast eine halbe Stunde blieb er so noch im Bett liegen bis er sich aufmachte in den ersten Stock des Hauses zu gehen. Wozu wohnte er schliesslich mit dem einzigen Heiler Lameriasts unter einem Dach wenn nicht für sowas.

Kurz schilderte er Flynn was ihn bedrückte und die fachmännische Antwort kam sofort. Du hast Fieber! Ganz klar. Daraufhin holte er seine Tasche und begann ihn zu untersuchen. Die Körpertemperatur normal, keine gereizten Symptome, nichts was auf eine Erkältung oder Krankheit hindeuten könnte. Aber Thoran fror weiterhin als würde er mit den Füssen im kalten Wasser stehen. So wurden ihm Tränke verabreicht und irgendwelche komisch riechenden Salben auf den Hals und die Brust verteilt. Nun sollte er wieder in sein Bett gehen und sich warm einpacken.

So lag Thoran hellwach mit den Augen an die Decke blickend im Bett und hörte von irgendwoher Wasser plätschern.

Und während all dies geschah lag in einer Kiste in der letzten Reihe des Lagerraumes gut versteckt, eine armlange Holzkiste in der ein Stein an einem Stab türkis glühte.
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Tajara Nair
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Registriert: Montag 28. August 2006, 16:57

Beitrag von Tajara Nair »

Der vermeintliche Sklavenhalter

Tajara wusste nicht wie lange sie schon in der kargen trockenen Ecke der Zelle saß - waren es Wochen? monate? Sie verlor jedes Zeitgefühl - geschweige denn dass sie Licht sah. Sie wusste noch wie Licht auf sie wirkte, doch sie hatte die Essenz beinahe vergessen.
Vergeblich fand sie ob des Geplätzschers und der Kälte Schlaf. Hatte sie überhaupt geschlafen? Sie wusste nicht einmal ob sie überhaupt wach war. - ihre Lunge brannte wie Feuer und das Husten war die bislang einzige Geräuschquelle die sie aufzufangen schien.
"Na, bist du bereit dich deinem Schicksal zu stellen, Menschenweib?" - Die Stimme durchdrang die Monotonie wie ein paukenschlag. Aprupt hob sie ihren Blick an.
"Wer bist du? Verdammt, was soll das?" - Ihre Stimme war heiser und belegt doch noch kraftvoll genug sodass sie durch die Höhle drang.
"Nicht ich will etwas von dir. Seine... Eminenz Sandroval wünscht dich.... deinen Körper."
So wie sie bei Verstand war weiteten sich ihre Augen, doch auch das schien eine Qual zu sein. "Wer... wer ist Sandroval."
"Der Orden der Temora hält dich hier gefangen um dein neues Schicksal dir einzutrichtern. Künftig bist du Sandrovals Lustdienerin, die Niederste der Niederen unter den Sklaven. ja, selbst eine Freudendame genießt höhere privillegien als du. Du bist ein Spielzeug, ein Körper mit dem sich Seine eminenz zu vergnügen gedenkt. Du sollst ihm Kinder schenken."
Ein schmerzliches Zucken durchfuhr Tajara. Die unfreundliche kalte Stimme schien von überallher zu dringen - doch vermochte sie nun nicht zu wissen wem diese angehörte. Sie wusste ja kaum noch etwas.
Ja - sie wusste, sie war Sonyame Ongemae Dux Tajara Nair - eine Schwester unter Schwestern - doch wie sie hierhergeraten war - und wann.... das wusste sie nicht.
"Du lügst", zischelte sie ungehalten. "DU LÜÜÜGST!" Kalte Wut durchfuhr Tajaras Körper als sie sich aufrichtete und einen Satz auf die Gitter zumachte. Ihre Fersen standen unter eisig kaltem Wasser als sie an den Gittern zerrte. "DU LÜÜÜÜÜGST!"
"Du willst die Wahrheit nur nicht erkennen", höhnte die Stimme. "Er war bereits hier - als du geschlafen hast hat er sich mit dir vergnügt, und er wird es auch wieder tun."
Sie trat gegen die Gitterstäbe. "DAS IST NICHT WAHR DU ELENDER SOHN EINES OGERS! DU LÜGST! LÜGST! LÜGST! LÜGST!"
Schwäche übermannte sie und sie wich zurück, sank nieder und landete, nackt wie sie war im eisigen wasser. Doch in dem Moment schien dies ihre geringste Sorge zu sein. Ich werde verrückt1
"Ich bin die Sonyame Ongemae Dux Tajara Nair", brabbelte sie - immer wieder brabbelte sie, vor und zurückwippend diese Worte vor sich her. ich darf nicht vergessen wer ich bin - Sie durfte nicht vergessen wer sie war. Sie spürte, dass sie am Vergessen war - sie spürte es mehr als deutlich.
Als sich der Unbekannte zurückzog und sie alleine ließ brach Tajara in Tränen aus. Es war zuviel für sie. Sie konnte nicht schlafen, sie frohr und sie spürte, als sie erneut trocken aufhustete dass sie krank wurde. Ein furchtbarer Tod würde ihr bevorstehen.
Sie umklammerte das einzige das man ihr nicht abgenommen hatte - den türkisen Stein um ihre Hände, und als sie die Augen schloss war ihr als läge sie in einem Bett - gerade hellwach geworden und frierend - ehe sie erneut in einem Wahn abglitt, irgendwo zwischen Schlaf und Wachsein - in einem Strudel von Emotionen und Gedanken, welche sie nicht zuordnen konnte.
Sie wurde nicht einfach nur krank - sie wurde verrückt!
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Xinthra

Beitrag von Xinthra »

Eine lange Nacht. Ihre Augen waren schwer und obwohl Stroh auf dem Boden ausgelegt war, fror sie am ganzen Leib. Die Rüstung war innen mit Leder ausgefüttert, Stiefel trug sie an den Füßen, dort spürte sie die meiste Kälte. Dann dieses andauernde leise und dumpfe Plätschern, wie hypnotisierend. Gedanken schossen ihr in den Sinn, man könnte den Keller einfach fluten und sie hier ersaufen lassen. Doch auch nach einer Stunde war der Zellenboden immer noch trocken. Sie fühlte mit der Wange, denn Füße und Arme hatte man ihr verbunden. Seltsam, dass sie fror obwohl diese Gemäuer sogar beheizt schienen.

Ihre Glieder schmerzten, sie konnte sie nicht bewegen aber was schlimmer war, hämmerten weiter Gedanken auf sie ein. Was, wenn sie selbst diese Kälte nicht spürte, sondern Tajara? Durch die gemeinsamen Erlebnisse auf der Suche nach Orbert und dessen Stab hatte sie diesen zumindest ebenso angefasst. Wenn sie auch kein Pfandträger war, bestand eine Verbindung zwischen Tajara, Thoran und ihr. Einer von beiden würde demnach frieren. Wie am nackten Leib. Verzweiflung machte sich in ihr breit, doch jegliches Zerren an den Fesseln war vergeblich.

Am dritten Tag ihrer Gefangenschaft dann traten einige Söldner vor ihre Zelle. Sie alle trugen ein hähmisches Grinsen im Gesicht. Irgend etwas würde jetzt passieren und es würde ihr sicherlich nicht gefallen. Wieder stellten sie alle dieselben Fragen. Na, wen haben wir denn da fragten sie, jeder für sich, wie man eigentlich mit Kleinkindern spricht um sie zum Lachen zu bringen. Warum sie den Hauptmann angegriffen habe und ob sie wisse dass darauf normalerweise der Tod stehe, fragte man sie. Genervt von den vielen Fragen gab sie nur noch patzige Antworten. Als dann das Tor aufspang ahnte sie zumindest, was nun käme. Der Söldnerhauptmann ergriff ihren Hals, sie kam nicht schnell genug weg und raubte ihr den Atem wie bereits am Tage ihrer Gefangennahme. Als sie durch einen Schwall kalten Wassers wieder zu sich kam, steckten ihre Hände in metallenen Schellen vor einer Wand, Armschoner sowie Harnisch hatte man ihr abgenommen. Ihr Wahnsinnigen was habt ihr getan! schalt sie die Söldner. Deren Hauptmann saß auf einem Holzstuhl, kaum einen Meter neben ihr. Schmerzlich sollte sie erfahren, warum dieser begann, bis fünf zu zählen. Jemand hinter ihr schlug mit einer Mehrschwänzigen Peitsche auf sie ein, an deren Ende sich kleine Metallsternchen befanden, die nicht einfach nur Striemen in den bislang makellosen Rücken schlugen, sondern auch dutzende kleine Wunden hinein rissen. Nicht lang und ihr Rücken war übersäht davon. Warum musstest du auch den Hauptmann angreifen hörte er jenen sprechen, als dieser sich erhob und offensichtlich die Peitsche ergriff. Höchstpersönlich hieb er mit dem Instrument auf empfindlichere Stellen ihres Leibes ein, Xinthra brüllte vor Schmerzen.

Man verbrachte sie auf den Stuhl, band sie mit einem Seil daran fest. Der Hauptmann baute sich vor ihr auf, eine Miniaturform einer Peitsche in der Hand haltend. Obwohl ihre Schmerzen groß waren und sie sicherlich nichts gutes zu erwarten hatte, fragte sie was er mit dem Spielzeug wolle. Er schlug sie ihr ins Gesicht. Wieder und wieder, er ließ sie gar nicht zu Wort kommen Das Gesicht von Striemen gekennzeichnet, einige davon blutig, ließ er einen weiteren Söldner ein weißes Pulver in ihr Gesicht blasen. Doch das war kein Pulver. Es war.. Salz! Ihr Gesicht brannte, wie Feuer, sie schüttelte den Kopf doch es brachte nichts. Der Hauptmann warf sie um, samt Stuhl krachte sie auf die Seite, plötzlich schnitt man sie los. Ihre Finger tasteten nach dem Gesicht, wollten es umschließen doch das hätte die Schmerzen nur verschlimmert.

Da war es wie ein Geschenk, dass einer der Söldner den Rest Wasser aus dem Eimer, mit dem sie zuvor aufgeweckt worden war, über sie schüttete. Das Salz wurde so aus den Wunden gespült und die Schmerzen ließen nach. Man warf ihr ein Messer zu. Kämpfen sollte sie, gegen den Hauptmann. Aussichtslos, soviel stand fest. Er ließ keinen Zweifel an ihrer schieren Wehrlosigkeit und eigentlich sollte sie diese Feigheit nicht unterstützen. Doch sie warf das Messer in seine Richtung, vielleicht würde es treffen. Eine Fehleinschätzung. Der Hieb seines Stabes beförderte sie auf den Boden. Mit dem Fuß schob er ihr das Messer wieder hin, sie griff danach. Vielleicht ein überraschender Angriff dachte sie sich, stieß sich von der Wand ab, ihn umzureißen. Sein Stab schmetterte ihr entgegen, sie wurde gegen den Stuhl geschleudert, welcher zerbarst. Der Hauptmann brachte sich nah an die in den Trümmern liegende Kriegerin, welche die Sitzfläche des Stuhles wie eine Art Schild vor sich hielt. Sie stach nach seinem Bein, doch sein Hieb war schneller, der Dolch flog davon. Sie zog ihre Beine an, denn deren Schutz hatte man noch nicht entfernt. So konnte sie eine recht große Fläche ihres Leibes vor seinen Attacken schützen. Sie warf mit einem Trümmer des Stuhles nach ihm und nutzte die Sekunde der Verwirrtheit, um ihre Füße in seine Magengrube zu versenken. Der Hauptmann wich zurück, lächelte schmal. Kaum einen Moment später holte er wieder mit dem Stab aus, Xinthra hielt die Sitzfläche des Stuhles dem entgegen. Doch da, die andere Hand hatte etwas spitzes, ein Messer. Es war nicht mehr aufzuhalten, als es sich in ihren linke Schulter bohrte. Eine Stelle ohne vitale Funktion, doch außerst großem Schmerzfaktor. Die Gegenwehr der Kriegerin brach zusammen, wie auch sie selbst.

Man brachte sie wieder in die Zelle. Erneut passierte nichts. Nichts... Sie sollte auf der Suche nach ihrer Schwester sein, statt dessen war sie Gefangene bei diesen Söldnern. Und sie hatten noch nicht einmal viel gefragt, sondern mehr ihren Sadismus an ihr ausgelebt. Wie sollte das nur ausgehen?
Alexyos Rachus
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Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:41

Beitrag von Alexyos Rachus »

Wer war diese Frau, die es gewagte hatte, den Hauptmann anzugreifen? - Sie wollte ihn töten, ja! - Welcher Grund hatte sie dazu getrieben, sich von ihrer Wut leiten zu lassen und alleine Alexyos anzugreifen? Ach, diese Tajara, stimmt, diese hatte sie erwähnt. Er sollte diese Waldfrau freigeben. Doch eine Gefangene mit diesem Namen hatte er nie gemacht. Was sollte dieser Blödsinn...

Während Alexyos bei Ayane Tarun in der Küche saß und von dem Vorfall in Bajard erzählte, glitt er mit der Handfläche über das linke Platteinbein. Ein langer Kratzer stach markant hervor. Diese Waldfrauanführerin - sie hatte ihm fast sein Bein abgetrennt, doch seiner Agilität hatte er zu verdanken, dass das Resultat ihres unkontrollierten, aber wuchtigen Hiebes "nur" ein Kratzer war... Zakk hätte er beinah beerdigen dürfen. Der Rekrut hatte Glück gehabt, tatsächlich - Hass hatte Xinthra unfähig gemacht, die Schwertbahn gezielt wählen zu können, und so durchschnitt sie den ledernen Brustpanzer Zakks, welcher mit einem langer Kratzer auf dem Brustkorb davon kam...

"Sie scheint eine hohe Position bei den Waldfrauen zu haben, ihr solltet sie nicht töten...", hörte Alexyos, welchen die Müdigkeit zu dominieren begonnen hatte, Ayane sprechen. Natürlich würde er sie nicht töten. Auch wenn sie es verdient hätte. Nicht, weil ihn diese Tajara interessierte, nein - sondern, weil er wissen wollte, woher Xinthra diese blutverschmierte Ledermaske hatte und wie sie an jenem Ort gelangt war. So dachte er an die Maske, und nicht an Tajara... doch sollte er bald erfahren, dass Tajara gefunden werden musste... und zwar so schnell wie möglich!


Er saß auf einem billigem Holzstuhl, dessen Beine sich dank seiner großen Last durchbogen. Er war knapp einen Meter von Xinthra entfernt, er betrachtete ihren Gesichtsausdruck von der Seite.
"Eins.", sagte er - doch war es ein Befehl - und Regado schwang die 6-armige Peitsche mit Eisensternenenden auf den Rücken der Frau.
"Zwei.", erklang es knapp und trocken aus seinem Mund. Er war kein Sadist. Doch es war notwendig. Wäre der Alkar selbst der Gefangene, und er hätte das selbe verbrochen wie dieses Waldweib, so hätte er nicht anders gehandelt.
Disziplin, Fanatismus, Prinzipien - die Schlüssel zur Einigkeit, die Mutter des Sieges, die Grundvorraussetzungen, als Außenseiter zu überleben - ja, gar gefürchtet und geachtet zu werden!
Nach dem fünften Schlag nahm er selbst die Peitsche zu Hand. Eine alte Gewohntheit; der Hauptmann beendete eine Sache...

Es war eine gelungene Erniedrigung. Sie sollte die Möglichkeit bekommen, ihn zu töten. Wollte er sich in diesem ungleichen Kampf etwa beweisen, vielleicht dachte diese Frau so? - Nein, das wollte er gewiss nicht. Er wollte ihr aufzeigen, wie klein sie war. Sie sollte Hoffnung haben, diese sollte er zerstören. Ihr Widerstand sollte nun gebrochen werden, und das nicht durch eine Folter, wo sie keine Möglichkeit zur Gegenwehr hätte...
Er hatte leichtes Spiel. Für einen Moment hatte sie ihn überrascht. Sie hatte ihm Holzreste des Stuhles auf den Kopf geworfen. Es spürte den Schmerz - doch äußerlich musste er wie ein Felsen wirken, der durch einen gewaltigen Druck durch die Erde leicht nach hinten geschoben wird, doch der Fels selbst bleibt heil wie zuvor. Er beschloss, die Frau auf den Boden der Realität zurückzuholen... Zack! - Das Rasierklingenmesser drang in die Schultermuskulatur ein, wurde darin etwas gedreht, und ebenso schnell wieder herausgezogen. Sie fiel auf diese Finte ein, sie dachte er hätte nur diesen verfluchten Mahagoniestock, dessen Hieb sie abgewehrt hatte, und ihre rechte Körperseite somit entlößt hatte... Dieser Messerstich. So schmerzhaft. Frei an nennenswerten Nachwirkungen. Doch es ließ sie zusammenbrechen.

"Jetzt hast du uns kennengelernt, wenn du demnächst meine Fragen nicht beantworten wirst, kannst du davon ausgehen, dass dies der Anfang vom Anfang war.", gab der Hauptmann emotionslos von sich. Strafe muss sein. Auch wenn sie reden würde. Zuerst die Strafe, dann die Fragen. Danach vielleicht wieder die Strafe - es sollte von ihr abhängen.
Zuletzt geändert von Alexyos Rachus am Sonntag 24. August 2008, 01:47, insgesamt 5-mal geändert.
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Tajara Nair
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Registriert: Montag 28. August 2006, 16:57

Beitrag von Tajara Nair »

Impressionen vom Wahnsinn (1)

Die Stimme kam und ging - doch wie oft sie kam wusste sie nicht. manchmal dachte Tajara sie ging öfter als sie kam oder umgekehrt. manchmal hatte sie gar Probleme ihren namen richtig zu deuten. Es war die Hölle auf.... worauf eigentlich? Dunkelheit! Überall nur dunkelheit.
Sie fror - und gleichzeit stand ihr kalter Schweiß auf der Stirn, dieses Wasser war so elendig kalt - es war so furchbar schmerzlich zu wissen, dass da noch irgendetwas war.... nur was?
In einem ihrer zahllosen ruhigen Momente in denen die Zeit dahinkroch wie eine Schnecke am sandigen Boden vor sich war ihr manchmal als beobachteten sie ihre Schwestern - standen vor den Gittern und grinsten Hämisch. "Das hast du dir selbst zuzuschreiben, Schwester", höhnte eine Frau die aussah wie Xin aber eine seltsam männlich-zischelnde Stimme besaß - Ronya stand neben ihr und nickte nur bestätigend, dann holte sie einen Dolch hervor und durchschnitt sich ihre Kehle - Tajara wollte wegsehen - doch sie war zu schwach und zu müde um wegzusehen und sah auf diese oder andere Weise grausam und elendig ihre Schwestern sterben. Tajara wollte etwas dagegen tun, doch es gelang ihr nicht, sich aufzurichten und so konnte sie nur bitterlich weinend zusehen. Dann entrangen sich ihr endlich Schreie - doch die gingen nur ins Leere - und plötzlich war ihr Geist wieder klar und Tajara erkannte, wie töricht sie doch war - niemand war da - und die Einsamkeit war noch schlimmer.
Wieder verging eine Zeit - doch ob es Minuten oder Stunden waren war Tajara nicht gewahr. zumindest war der Sprecher nicht wiedergekommen - doch als sie erneut den Blick müde hob, nicht fähig zu schlafen, was an ihren nerrven zehrte, saß im Wasser vor ihr jemand - vollgerüstet und blickte sie ernst an. Die Rüstung kannte sie nur zu gut - war es doch jene, welche sie selbst trug. Die kräftige blauhaarige Frau blickte Tajara an - und ihr war als blickte sie in einen Spiegel, weit in die Vergangenheit - vor diesem Wahnsinn der schon Jahre anzudauern schien.
Na sieh einer an - du siehst aber gar nicht gut aus Schwester, sprach die Stimme trocken zu ihr.
"W.... wer bist du?" - Tajara versuchte die Worte zumindest auszusprechen, ob es ihr gelungen war, war ihr später nicht mehr geläufig. Doch die Gestalt vor ihr antwortete.
Dummes Mädchen. ich bin du. Das weißt du doch. Du wusstest es schon als du mich gesehen hast.
"Was willst du von mir?" Die Frage war mit sehr müder Stimme gestellt worden - doch sie ahnte es schon selbst.
Ich? Gar nichts. Du wirst verrückt. Als ob du nicht auch das schon gewusst hättest. ich bin doch gar nicht hier. Und die Gestalt begann irre zu kichern - beängstigend bleckte sie die Zähne.
Tajara schüttelte den Kopf. "Du bist nicht wirklich. Du kannst nicht hier sein."
Na das hast du aber großartig erkannt, Schwester. NATÜRLICH bin ich nicht wirklich. Aber ist es nicht schöner, wenn du nicht alleine sein musst?
"Ich weiß ja nicht einmal wo ich bin. Sie versuchen mir etwas einzureden. Aber ich bin doch nicht.... ich bin doch keine..."
Davor hattest du doch immer die meiste Angst? Vielleicht weiß dieser Kerl im Schatten das ganz genau! Darum bist du hier. Das ist sein Vergnügen - im Grunde bist du schon längst eine Dirne, und auch wenn du die Beine nicht dafür breit machen musst - deine Wut alleine betört ihn.
"ich bin verrückt geworden", stammelte sie.
Fast richtig. Ihr Ebenbild rechte den Daumen grinsend in die Höhe. Du bist am VERRÜCKT WERDEN! Und auch das weißt du. Nicht schön, hm?
"Dann hilf mir doch.... Hilf mir bitte. Ich weiß nicht..... ich weiß nicht wie lange ich noch..."
Wie lange du noch durchhältst? Deine Entscheidung, Tajara. Du hast doch sowieso immer entschieden was du tust - und wenn du keine andere Wahl hattest hast du dich irgendwann dagegen gesträubt. Heute ist es anders. Deine Entscheidung kann dir nicht helfen. Er kann dich töten wenn er will - du bist nackt, du bist wehrlos. Es nützt dir nichts!
"Ich bin nie wehrlos. Meine Schwestern..."
...die nicht hier sind...
"...werden mir.... werden mir.... nicht helfen können."
HA! Ganz genau! Hämisch grinste Tajara Tajara an und nickte, spöttisch streckte sie die arme aus und legte sich in das dunkle Wasser. Du bist hier - mit mir - allein - in der Dunkelheit - gefangen - so allein. Der Singsang war schrecklich. Und keiner der dir hilft - keiner der dir beisteht. Traurig - oooh so traurig. Es schien als triebe Tajaras Spiegelbild mit dem Strom der Quelle die am anderen ende der Zelle abzufließen schien.
"Damit hilfst du mir nicht weiter"
Fragender Mimik setzte sich die zweite Tajara auf und beäugte sie kritisch. Wie treffend du das bemerkt hast, Schwester. Nein! Ich helfe dir nicht weiter. Ich bin keine Ratgeberin. Ich bin nur ein Abbild deiner Phantasie. Und das nimmst du mit wenn du hier verrecken solltest. Das! Und nur das!
"Aber..." - Tajara senkte den Kopf ab und schloss die augen, als sie hochblickte - war sie immer noch da, doch nun kauerte sie Tajara gegenüber und setzte eine mitleidige Mimik auf. "Was... was passiert wenn ich hier sterbe?"
Dann stirb als Schwester. Die ruhige monotone Stimme ihres Gegenübers wurde leiser - und dann löste sich die Gestalt vor ihr einfach auf - und Tajara war wieder allein.
Ein leises gequältes Stöhnen als sie den Kopf gegen den kümmerlichen Felsvorsprung lehnte - der verzweiflung nahe saß sie da - allein!
Und so verging der vierte Tag ihrer Gefangenschaft.
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Zakk Dorson

Beitrag von Zakk Dorson »

Zakk fasst sich an sein Handgelenk. Es schmerzt und das nicht zu wenig. Ein Bruch möglicherweise? Wäre kein Wunder, denn beim Kampf
vor einigen Stunden in Bajard mit dieser Waldfrau namens Xinthra flogen wahrlich die Fetzen. Wer jedoch den kürzeren ziehen würd war
schon von Beginn an klar. Möglicherweise wars auch ihr Schicksal. Zu Schade, dass es so eine ansehliche Frau sein muss, dabei wimmelt
Bajard vor hässlichen Idioten, wird sich Zakk denken. Jedenfalls liegt sie nun als Gefangene der Gilde in der Zelle. Was sie mit der Frau nun alles anstellen
werden will Zakk erst gar nicht wissen. Ein Angriff auf den Hauptmann, wird ja zumal mit dem Tode bestraft. Ob sie das nun auch ereilen
wird?
Es ist Mittag und Xinthra liegt verletzt in der Zelle. Zakk betritt das dunkle Verlies und setzt sich langsam auf den Stuhl auf welchem
anscheinend zuvor Alexyos seine Befragung hielt. Kann wohl nicht so viel bei rumgekommen sein, da die Waldfrau sehr mitgenommen aussieht.
"Und...wie gehts?" fragte Zakk trocken und nach einigen Sekunden blickt sie tatsächlich zu ihm rüber und es gelingt fortan etwas, dass man als eine Unterhaltung bezeichnen könnte.
Zakk lenkte das Gespräch auf die Ideologien der Schwestern. "Ich hab gehört, ihr hasst Männer?!" fragt er sie ganz trocken und mit einem
nervigen Grinsen unter seiner Maske. Sie leugnet es zu Zakks Verwundern. "Nicht alle..." sprach sie fortan. Aus Neugier fragt er natürlich auch ob er zu diesen Mistkerlen gehören würde. Warum jedoch, weiß er wohl selbst nicht. Sie bejaht seine Frage und Zakks Laune wurde wohl ansatzweise getrübt. Er erzählt ihr, welch Dummheit es doch war den Hauptmann anzugreifen und hält fortan auch noch ein Monolog über
sich selbst, er wäre kein Sadist wie manche andere hier, er sei da anders - alsob sie das interessieren würde. Letzendendes schiebt Zakk ihr ein Stück Brot und Wasser durch die Gittern. Von einem Danke
keine Spur. Selbst Zakk bleibt kommentarlos und verläst das Verlies nach der kurzen Unterhaltung.
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