Gedanken der ganz Kleinen

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Evelyn Jade

Gedanken der ganz Kleinen

Beitrag von Evelyn Jade »

Sie kicherte im Schlaf. So wohl fühlte sie sich in diesem Zimmer und in diesem Haus und besonders in dem Bett.
Dabei war sie nur losgezogen um Max zu suchen, der sie gestern zur Taverne gebracht hatte. Aber einen Ritter zu kennen war für Evelyn eine ganz große Ehre und sie hoffte das er ihr bald wenn sie sich hoffentlich wiedersehen würden ganz viele Geschichten erzählt.
Aber heute hatte sie Cuno und Deidrui kennengelernt und einen Mann mit ganz gruseliger Robe gesehen, da hatte sie große Angst das er sie einfangen wollte und zuhause essen würde..

Ihre Mama hatte das erzählt und Evi hatte sie da mit großen und eher ungläubigen Augen angeschaut, aber nun hatte sie es geglaubt und versteckte sich hinter Cuno und hoffte das er sie beschützen würde..
Er hatte gesagt er ist genau wie Max auch ein Ritter, auch ein lieber Ritter und sie freute sich denn sie mochte keinen bösen Ritter, die waren sicherlich nicht lieb zu ihr.

Dann hatte er sie getragen den ganzen weiten Weg bis zu dem großen Haus und dort hatte sie mit Deidrui auf dem Bett gehüpft bis Deidrui sich den Kopf gestoßen hatte, aber Evi hatte gepustet und dann war alles wieder ganz gut!
Deidrui hatte Cuno aus dem Bett gestoßen und dann war aber Evi ganz traurig weil sie keine Eltern mehr hat die sie auch lieben und mit ihr spielen und da nahm sie sich ganz fest vor jemanden zu finden der sie lieben wollte und ihre mama und ihr papa wurde..
Denn alleine bleiben wollte sie nicht und derjenige musste auch katzi mögen..
Cuno Tyranis

Beitrag von Cuno Tyranis »

Grade kamen sie aus den Sumpfkavernen zurück also sie dort Evi am Wegrand entdeckten ,sie wirkte auf Cuno ein wenig verloren so wie so dort mit Katzi spielte. Langsam gingen Deidrui und Cuno näher um sie nicht zu erschrecken. Sie unterhielten sich mit ihr und und erfuhren so auch das sie nach einem Max suche. Dabei musste Cuno an jenen denken den er kurz zuvor an der Akademie kennen gelernt hatte,auch ihre Beschreibung passte etwa auf ihn. Während sie sich so mit ihr beschäftigten und auch einiges zu lachen hatten stellte sich heraus das sie wohl allein wäre da ihre Eltern im „Himmel“ wären. Jener Max hatte sie wohl zur Taverne in Bajard gebracht dort hätte sie geschlafen erzählte sie ihnen bereitwillig. Dies schien ihm kaum der richtige Ort für die Kleine zu sein. Auf einmal versteckte sie sich hinter Cuno und schaute ängstlich zu jenem Mann in einer dunklen Robe dessen Gesicht auch verhüllt war. Es kam zu einem kurzen Wortwechsel mit jenem in welchem er meinte das sie eine nette kleine Tochter hätten.... Trotz der Situation schaute er einen Moment lächelnd zu Deidrui bevor dies bejahte. Währenddessen kam eine weitere Gruppe des Weges und so entwickelte sich ein Gespräch zwischen den drei Parteien kurzzeitig. Deidrui hatte wohl einen der Männer mit Erwin verwechselt. Nun als die neu hinzugekommenen sich mit dem Verhüllten unterhielten zupfte Evi an Cuno´s Robe und bat darum das sie gehen möchte. Nun dies kam ihm im Grunde genommen ganz recht. So nahm er Evi an der Hand und sie machten sich alle vier auf den Weg. Sie wollten mit der Kutsche dann fahren,aber Katzi schien es nicht zu behagen so gingen sie dann zu fuss weiter. Er meinte dann zu Evi das er wenn sie nicht mehr könne er sie tragen würde. Damit hatte er nun etwas angerichtet,wenige Schritte nachdem sie von der Kutsche weg waren rief sie das sie nicht mehr könne. Deidrui schaute grinsend zu ihm und er ging in die Hocke um Evi auf den Arm zu nehmen,sie legte ihre Arme um seinen Hals und so gingen sie weiter. Kurz vor Berchgard sollte Deidrui dann ein Lied singen, er konnte sich ein Lachen nicht verkneifen als sie anfing zu singen . Einer geht noch,einer geht...... Liebste das ist wohl kaum ein Kinderlied meinte er belustigt zu ihr. So fing die Kleine an ihr ein Lied vorzusingen und sie stimmte dann mit ein. Kurz darauf standen sie vor dem Hause von Liuma, er hatte eine Weile hin und her überlegt aber Liuma hatte es ihm ja angeboten. So brachte er Evi und Deidrui in jenes kleine Zimmer was er bewohnt hatte. Staunend sah Evi sich um und hüpfte auf das Bett, er eilte noch einmal nach Berchgard. Als er zurück kam hüpften die beiden wie Irrwische auf dem Bett herum und er lachte auf. Dann sollte er mitmachen nun warum nicht dachte er bei sich warum auch nicht. So stieg er mit auf das Bett und sie hüpften zu dritt herum bis zu jenem Moment wo Deidrui ihn herunterschubste. Lachend schaute er zu den beiden hin,Evi war nun müde und wollte schlafen. Sie versprachen ihr beide dazubleiben und so legte sie sich hin ,nachdem Deidrui sie zugedeckt hatte schlief sie auch schnell ein. Sie berieten noch eine ganze Weile was passieren sollte und kamen zu dem Schluß das sie Evi nicht so allein lassen können......weiteres würde man sehen. Nachdem Cuno ihr noch seine Baupläne des Hauses verraten hatte nun begaben sie sich auch zur Ruhe.
Deidrui

Beitrag von Deidrui »

Deidrui lag noch lange wach und lauschte den Atemzügen der beiden. Die kurzen, schnellen von Evi, die langsamen und tiefen von Cuno. Sie war eigentlich müde, der Tag war lang. Erst das Turnier an der Akademie, wo sie zwar nicht antrat und "nur" hinter der Bar stand, aber es war immerhin ihr erstes Turnier in allerlei Hinsicht. Deidrui lächelte vor sich hin, in mitten des Gedränges und bedienen eines Kundens, kam Selina und überreichte ihr das Gildenarmband. Eigentlich wollten sie ihr noch was sagen später, aber dazu kam es nicht mehr. Der Ausgang des Turniers war wohl nicht so, wie manche es sich erhofften. Sie seufzte, nun sie würde ja sehen, wenn sie wieder in der Akademie war.
Danach war sie mit Cuno in den Sümpfen, sie war doch froh, das er bei ihr war. Sie wurde besser im Umgang mit Schwert und Schild, aber einige Gegner überlies sie gerne ihm.
Ja und dann, dann wollte er ihr eigentlich etwas zeigen. Deidrui seufzte, aber dann kam Evi. Sie lauschte erneut. Beide schliefen fest.
Ihr Herz und ihr Kopf fochten einen Kampf aus. Einerseits wollte sie die Ausbildung in Ruhe beenden, ohne sich über viel Gedanken machen zu müßen, außer pünktlich bei Thorans Lehrunterweisung zu sein.
Aber andererseits, sie mußte auch ohne Eltern aufwachsen, ja sie kannte ihre nicht mal mehr. Sie hatte keinerlei Erinnerung. Sie konnte Evi doch nicht einfach dem Schicksal überlassen. Die Kleine strahlt soviel Liebe und Wärme aus. Sie sprach Dinge an, über die Deidrui noch nichtmal im geringsten nachgedacht hatte. Hochzeit und Kinder, das war alles so weit weg. War sie alt genug dafür? Ja, war sie reif genug? Aber sie wollte Evi nicht einfach weggeben, an irgendjemanden... .
Als Cuno ihr eröffnete, das er ein Haus für sie beide baute, war sie sprachlos. Er war verrückt. Er tat soviel für sie; Deidrui kam sich manchmal richtig schäbig vor, was hatte sie ihm zu bieten?
Ja, sie konnte ihm nicht mal genau zeigen, wie sehr sie ihn liebte.
Wenn er fort war, sehnte sie sich nach ihm. Waren sie zusammen, fühlte sie sich geliebt und geborgen. Sie seufzte wieder. Kopf gegen Herz, Herz gegen Kopf.
Währrend sie so langsam dahinschlummerte sah sie nochmal im Geiste das Kleine Zimmer im neuen Haus. Evis Zimmer?
Evelyn Jade

Beitrag von Evelyn Jade »

Ganz übermüdet war sie gestern eingeschlafen, denn das war ein ganz schön aufregender Tag für Evi gewesen.
Nach dem Aufstehen hatte sie mit Katzi das Spielzeug gesehen in dem anderen großen Raum mit den vielen Tischen.
Katzi hatte aber keine Lust zu spielen und hat vor dem feuer schlafi gemacht.

Dann kam Cuno und erzählte ihr das vielleicht Liuma gleich kommen würde und wuuusch das war sie auch schon da und hatte Evi einen schönen Appelmus versprochen und Evi mag das sehr gern!
Aber dann gab es einen gaanz lauten Rumms und Liuma hat das Appelmus runtergeworfen..
Dann hatte sie keine Äppel mehr und hat Evi einen ganz komischen Mus vorgesetzt der so lila aussah und Bananenmilch.
Evi wollte den Mus erst nicht und hat ihn dann zu Cuno geschoben aber alle meinten das es gaanz lecker wär.
Da hatte sie auch Tante Lili kennengelernt, sie wohnt ganz nebenan und macht aua heile.
Sie lachte auch immer ganz fröhlich und Evi mag lustige Menschen..

Schließlich hatte sie doch das Dattelmus probiert und es schmeckte sogar ganz lecker. Ob Katzi das auch gut schmecken würd?
Dann kam auch Feli rein und Evi erkannte Feli sogleich und freute sich sie wiederzusehen.
Sie hatte vergessen wo Feli wohnte und hatte dann in dem Haus mit den vielen tischen geschlafen.

Dann war Evii ganz müde und hat erstmal ein bisschen geschlafen. Als sie dann aufgewacht ist hat Cuno von dem Haus erzählt und sie sind dann los um es sich anzuschauen und die Arbeiter anzufeuern, aber nicht mit Feuer!
Evi hat die Arbeiter dazu gebracht das Haus fertig zu bauen..

Dann hat es ganz doll geregnet und Evi und Cuno sind dann nach Hause gegangen und haben Finn getroffen. Finn ist ganz lustig, er hat eine Katze und auch eine Muuuh, Evi mag Muuhs..
Cuno hat sagt das wir mal Finn besuchen gehen nachher..

Als wir dann trocken waren, meinte Cuno das wir doch jetzt zu Finn gehen können, aber vor dem Haus stand eine ganz feine Dame und Evi bekam einen gelben Apfel von ihr und gab ihr Kirschen.
Angie so heißt sie hatte noch nie Geschenke bekommen und das wunderte Evi doch ganz schön!
So gab sie ihr noch eine Kirsche und Angie war richtig glücklich..
Dann kam auch Deidrui dazu und Evi hat erzählt von dem Haus und von Finn, dann musst Deidrui aber los und Angie hat sich mit Evi vor den Kamin gesetzt und sie haben sich abgekitzelt.

Aber Angie wollte dann los, und dann kam der Cuno ganz aufgeregt reingerannt und meinte das Haus sei fertig geworden und da sind sie alle hingegangen um das haus anzugucken.
Evi bekam ganz große Augen.

Leider musst Angie dann gehen, aber sie versprach Evi mal zu besuchen.
Evi bekam ein Zimmer oben, für sie und Katzi ganz allllein..!
Dann sagte Deidrui das sie weg musst zu dieser Insel und dann gabs Kussi von Cuno..
Schließlich sind Evi und Cuno dann zu finn gegangen und haben dort ganz süße sachen gegessen.
Dann kam auch die Frau von Finn, aber sie hat gar nichts zu Evi gesagt und war ganz schüchtern..
Dann hat Cuno die müde Evi nach hause getragen und sie ist glücklich eingeschlummert..
Maximilian Steinwald

Die roten Schuhe

Beitrag von Maximilian Steinwald »

Er trat den Rückweg an. Noch immer kreisten seine Gedanken bei dem kleinen Mädchen Evi. Noch einmal hatte er den Weg auf sich genommen, um die Schneiderin zu besuchen. Es legte sich ein lächeln auf seine Lippen, als die Schneiderin ihm helfen konnte. Sie erinnerte sich noch an das kleine Mädchen und machte sich direkt an die Arbeit. Den feinsten roten Stoff zur Hand, mit einer unvergleichlichen Perfektion, machte sie sich ans Werk. Es waren wunderschöne rote Schühchen die sie in stundenlanger Arbeit fertigte. Immer wieder ließ sich Max die Fortschritte zeigen, sie sollten Evi gefallen. Sie sollten ihr eine kleine Freude bringen und ein zartes lächeln in ihr Gesicht zaubern. Er wusste von diesen roten Schuhen, wie gern Eve doch ihre alten roten Schuhe hatte, die sich zurücklassen musste...

Nun stand er vor der Taverne in Bajard und ein letzter Blick fiel auf die Schühchen in seiner Hand. Suchend, prüfend ließ er seinen Blick durch jeden Winkel der Taverne rauschen. Er sah sie nicht. Der Wirt würde wissen, wo sie zu finden sei. Doch er schüttelte nur den Kopf, wohl auch etwas verlegen. Erbost begann Max auf ihn einzudringen. Der Wirt musste doch wissen wo sie sei. Er hatte sie schließlich aufgenommen. Doch seine Reaktionen waren kalt, eher enttäuscht eine billige Arbeitskraft verloren zu haben, warf er Max einen grinsenden Blick zu. Ein Schlag, nur ein Augenblick, es hielt ihn nichts. Der Wirt knickte ein und sein Körper breitete sich auf den Teppich aus, wo er eben noch gestanden hatte. Ein paar Münzen fallend für den Heiler, der den Wirt versorgen sollte, wand Max sich der Tür zu. Verblüfft und mit einem Schrecken folgten ihm die Blicke von ein paar Matrosen, die diesen Morgen in Bajard angelegt hatten. Die Matrosen erstummten, die einzigen Gäste der Taverne am frühen Morgen. Schnell aber wanden sie sich dem Bier vor ihren Nasen zu und fielen wieder in ihr übliches Gelächter und Stimmen Gewirr ein. Sie würden noch am selben Tag abreisen und so kümmerte sie sich wenig dieses kurze Schauspiel. Schmerzerfüllt und seine Hand tastend an sein Gesicht schlich der Blick des Wirts hinter den grünen Umhang her. Blut ergoss sich aus seiner Nase und bald auch über die fühlende Hand. Starr und ohne Wort ließ er den Fremden die Stube verlassen.

Max vermutete, dass sich die kleine Evi wohl im Wald verlaufen hat. So, wie es vor ein paar Tagen war. In Eile sprang ritt er die Stellen ab, wo er sie vermutete. Vorbei an der Schneiderei, den Waldwegen, die Straßen rund um Varuna. Jede Seele die er traf befragte er nach diesem hilflosen Mädchen, doch niemand konnte ihm antworten. Er durchkämmte ebenso den nahen Sumpf bei Bajard. Doch keine Spur. Nichts. Sein Blick fiel wieder auf die Seitentasche in der die feinen, zierlichen, roten Schühchen ruhten. Konnte sie sich wirklich so weit weg von der Taverne verirrt haben. Er wusste es nicht. Doch tatenlos konnte er nicht sein. Mit den Gedanken zurückgeworfen in die Vergangenheit, erinnert an das, was er einst verdrängte. Ein Kinderlachen was verstummte und ein regloser Körper in seinen Armen...
Nicht dieses Mal! Ein Schatten Hoffnung lag in seinen Augen. Er trieb sein Pferd voran, die Götter im Nacken, welche einem Mädchen nicht viel Zeit in einem Wald zum Überleben lassen würde. Die Gedanken nur bei ihr. Evi, die kleine Evi...

Ein Wald lag vor ihm, er stieg ab und ließ sein Pferd auf der Wiese stehen. Es war ein gutes Pferd, es würde warten, bis er zurückkehre würde und weidete nun auf dem grünen Meer.
Er hatte kein bestimmtes Ziel, doch es war ein Funke der ihn Trieb, da der Wald nicht sonderlich weit ab von der Straße war. Er schloss nicht aus, dass sie vielleicht auch entführt wurde, die Alten in seinem früheren Dorf sprachen über Hexen und Druiden, welche Kinder aus den Betten stahlen und verführten ein Leben im Schatten zu führen. Er selbst glaube nicht daran, doch es war etwas, woran er sich klammern konnte.

Die Luft wurde zunehmend stickiger und der Boden unter ihm war bedeckt von Moos und Farnkraut. Doch nichts, außer ein paar Hasen und Wild, welches seinen Weg kreuzte. Schon wieder fast aus dem Wald draußen, hielt er inne. Stille. Doch da. Schon wieder. Stimmen! Doch sie waren unverständlich und klangen abgehakt. Er näherte sich auf leisen Sohlen, bedacht nicht das Unterholz zu wecken. Die Stimmen wurden deutlicher, doch kein Wort verstand er. Der Geruch von verbrannten Fleisch und Rauch drang in ihn. Dann wurde es klarer, nun konnte er es auch aus dem Schatten des Waldes sehen. Es waren Orks, die dort am anderen Ende des Waldes ein kleines Lager aufgeschlagen hatten. Drei Orks, welche dabei waren ihr Frühstück zu verzehren. Schmatzend und grunzend schlingen sie das Fleisch herunter. Nicht erkennend und auch nicht wissend wollend was sie wohl auf dem Feuer gebraten hatten trat er auf das Lager zu. Offen, frei von jeder Heimtücke. Den Schwertgriff mit der Rechten nur spürend. Dies reichte ihm, das Gewicht des Schwertes, welches in der Scheide ruhte, hatte etwas beruhigendes. Die Orks sprangen auf als sie ihn kommen sahen. Verdutzt starrten sie ihn an. Nicht gleich die Waffen zogen und mit Gelassenheit wohl nur ihr Fleisch in den Händen haltend. Ein kühler Blick, seine Atmung im Griff. Wie häufig hatte er solchen Kreaturen gegenüber gestanden, zu oft.

Er war sich Gewiss, dass sie seine Sprache wohl verstehen würden. Ehe sie sich regen konnten, fragte er sie. Seine Stimme war klar und auch kräftig. Er sprach langsam und entschlossen. Die Orks fingen an zu grinsen und keuchend zu lachen. Dann sprach einer von ihnen, dabei schon sein Werkzeug greifend, eine alte Axt, mit zahlreichen Kerben und noch fast frischen Blutspuren. Grinsend blickte er Max an. Durch hechelndes Lachen unterbrochen log er, dass sie ein kleines Mädchen auf der Straße am Waldrand entdeckt hatten und kurz darauf beschlossen, dass es wohl eine gute Mahlzeit abgeben würde. Dann rieb er sich über den Wanst, ehe auch die beiden anderen Orks zu den Waffen griffen. Er zeigte auf ihn und lachte, dass er nun die nächste Mahlzeit sei.
Sie stürzten hoch und rannten ihm entgegen. Max zog sein Schwert. Abschätzend, wissend was passierte. Der Erste, der wohl in Übermut einen großen Schwung mit seiner Axt ausführte verlor seinen Kopf. Eine Drehung, kurze Paraden mit dem Schwert. Einen auf Abstand haltend, gezielte Hiebe. Es war kein langer Kampf...
Nun wurde es ihm langsam klar. Noch hatte er keine Zeit über des Orks nachzudenken. Sein Schwert eben noch an einem Tuch säubernd, sank er zu Boden. Stumm blickte er auf die leblosen Körper der Orks. Dann raffte er sich langsam auf, noch hatte er Kraft, noch waren die Gedanken nicht zu tief in in Eingedrungen. Max zog die Orks auf einen Haufen und legte ein Feuer. Wenigstens sollte kein Unfug mit diesem, was ihm blieb, getrieben werden.
Eine Rauchschwade zog über den Wald hinweg. Dann schaute er sich um. Noch ein paar Schritte und das weite Meer sollte sich vor ihm zeigen.

Ein einsamer und doch mächtiger Baum thronte dort vor dem Meer, umgeben von einer Blumenwiese. Er grub ein Loch zu Fuße des Baumes und sein Griff ging zu den Schuhen, die er noch eingesteckt hatte, bevor er sein Pferd verließ. Sein Blick ruhte noch ein paar Augenblicke auf diesen kleinen, zierlichen, roten Schühchen. Dann gab er sie der Erde hin. In Gedanken bei dem kleinen Mädchen, welches wohl den Orks zu opfern gefallen zu sein schien. Doch Max erkannte nicht die Tücke in den Worten des Orks. Er sah nicht, dass sie eine Spaß mit ihm getrieben hatten. Nicht ein Wort der Wahrheit mag über ihre Lippen gekommen sein, doch keine Zweifel lagen in seinen Gedanken. Es passte für Max zu gut zusammen, das Mädchen ist tot.

Nun wurde es ihm langsam bewusst. Er sackte zusammen auf seine Knie, sich nicht mehr haltend. Seine Arme hingen als ob sie Fremdkörper seien. Sein Kopf schief gelegt und nach unten gerichtet. Das Meer wohl noch im Blick. Seine Augen waren leer. Der Schatten der Hoffnung war gewichen. Ausdruckslos, keine Trauer, die er seit damals verbannt hatte. Auch dieses Mal zeigte sie sich nicht. Doch wieder wurde ein junges Leben dieser Welt entrissen, ein zweites Mal. Die Götter schienen einen Groll gegen ihn zu hegen. Er verfluchte sie. Nun war er wieder allein...
Er betrachtete das kleine Grab der kleinen, roten Schuhe. Sie hätte diesen Ort gern gehabt. Es war idyllisch. Besonders im Frühling, wenn das Blumenmeer sich um den Baum mit duftenden Tönen um den Riesen ergießen würde. Es war friedlich. Das Meer rauschte vor sich hin und sein Blick zog ihn ein letztes Mal aufs Meer und dem Grab mit dem kleinen, feinen, roten Schühchen, ehe er sich auf die Heimreise begab mit den Gedanken bei der kleine Evi. Er hoffte, dass das kleine Mädchen nun endlich wieder Glücklich sein konnte, vereinigt mit denen, die sie liebten...
Zuletzt geändert von Maximilian Steinwald am Mittwoch 20. August 2008, 18:29, insgesamt 2-mal geändert.
Angelina Tjorven

Beitrag von Angelina Tjorven »

Als auch sie den Rückweg nach Varuna antrat dachte sie lange über das kleine Mädchen nach. Ihre schlanken Hände zogen den Saum des seidenen Umhanges weiter über ihre Schultern denn es regnete wieder einmal und der Wind war zu dieser Abendstunde bereits etwas abgekühlt.
Den Pfirsich, gelber Apfel wie ihn Evi nannte, den sie ihr schenken wollte tauschte sie mit Angelina gegen zwei dunkelrote Kirschen. Niedlich war es, wie die kleinen Finger nach dem Pfirsich griffen und er so überaus groß in ihrer Hand erschien.
Sie durfte Cuno kennen lernen und wenig später auch Dreidrui. Scheinbar die die Obhut von Evi fortan übernehmen wollen.
Angelina konnte schon immer mit kleinen Kindern, vor allem wenn sie so süß und lebensfreudig wie Evi waren. Zum Fressen gern! dachte sich die junge Frau und musste amüsiert über ihren Gedanken lächeln.
Als sie sich von ihren Gedanken freischüttelte stand sie bereits vor der Herberge in Varuna. Sie seufzte schwer aus, als sie ihren Weg in das Gebäude bahnte und nach einem Zimmerschlüssel verlangte.
Sie konnte nicht aufhören an Evi zu denken. Wie sie sich gegenseitig auf den Kissen vor dem Kamin kitzelten und Evi stärker war als sie, als sie sich umarmten und sie es als wahrlich schön empfand die Kleine in ihren Armen halten zu dürfen. Wie sie die Kirschen gegen ihren Pfirsich tauschte und das herzhafte Kichern... Wundervoll!
Immer wieder zauberten ihre Gedanken an Evi ihr ein Lächeln auf die Lippen.
Ja, wir werden uns wiedersehen, Evi. Ich stehe zu meinen Worten...
Sie schmiss sich in ihr Nachthemd und ging frohen Gemüts zu Bett. Die Nacht wird sicher ruhig enden, denn ihre Gedanken blieben mehrmals immer wieder an Evi hängen...
Cuno Tyranis

Beitrag von Cuno Tyranis »

Die ganze Nacht hatte er sich Gedanken gemacht was diesen Max anging,es schien sich ja um jenen von der Akademie zu handeln. So entschloss er sich einige Zeilen zu verfassen und ihm darin mitzuteilen das Evi sich bei ihnen befände.Sobald dies getan war machte sich ein Bote auf nach Lameriast zur Akademie um nach Max zu suchen.



Seid gegrüsst werter Herr Steinwald,


ihr werdet euch sicher wundern wieso ich euch schreibe,jedoch lies es mir keine Ruhe. So es euch nicht betrifft seht mein Schreiben an euch als Gegenstandslos an und werft es weg. Wir lernten uns vor einigen Tagen ja kurz kennen im beisein meiner Liebsten wenn ihr euch erinnern könnt. Nun so ihr jener Ritter Max seid den die kleine Evi beschrieben hat sei euch gesagt das es ihr gut geht und sie sich in unserer Obhut befindet. Ihr könnt sie gern besuchen kommen ich denke Evi wäre mehr als erfreut darüber Ritter Max wiederzusehen. Ihr findet uns in Berchgard südwestlich des dortigen Handwerkshauses nahe der Stadtmauer. Eine Nachricht sofern ihr derjenige seid wäre sicher angebracht das ihr nicht vor verschlossener Tür stehen mögt.


Somit verbleibe ich mit den besten Grüßen

Cuno Tyranis

PS: Deidrui wird euch sicher auch den Weg zeigen so ihr es nicht findet.
Zuletzt geändert von Cuno Tyranis am Dienstag 19. August 2008, 14:12, insgesamt 1-mal geändert.
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