Über Langbeiner und ihr Gold

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Murgrim Hammerfaust

Über Langbeiner und ihr Gold

Beitrag von Murgrim Hammerfaust »

Es war wirklich erstaunlich.
Vor kurzem erst betrat Murgrim das erste mal die Oberfläche. Die anderen Zwerge hatten ihm schon einiges davon erzählt, meist nur seltsame Dinge über die Bewohner und ihre Gebräuche, allerlei merkwürdiges Zeug. Er musste sich einfach selbst ein Bild davon machen. Viele behaupteten die dort lebenden langbeinigen Wesen, auch als Menschen bekannt, würden zu nichts taugen und man solle sie jeden Tag gehörig verprügeln, aber das konnte Murgrim nicht bestätigen.
Wann auch immer er an die Oberfläche ging grüßten ihn die Menschen mit Respekt und waren auch sehr neugierig. Für die Langbeiner war es wohl auch nicht alltäglich einen echten Sohn des Cirmias zu Gesicht zu bekommen. Auch wenn Murgrim die Sprache der Menschen am Anfang nicht sehr gut beherrschte bemühte er sich doch immer um Kontakt zu den Langbeinern. Ständig bedrängten sie ihn mit Fragen und Bitten. Die einen wollten etwas über die Arbeit in den Minen wissen, die anderen übers Schmieden und wieder andere wollten alles über seinen Steinbeißer erfahren. Zu Beginn ängstigte es Murgrim ein wenig, schließlich war er so viele Worte nicht gewohnt, aber mit der Zeit genoss er es immer mehr so im Mittelpunkt zu stehen.
Meist konnte er garnicht allen Anfragen der Menschen nachkommen, und so fingen einige an ihm Gold anzubieten nur damit er sich ihnen zuerst widmete, und so begann langsam eine Idee in seinem Hinterkopf zu keimen. Es war wirklich beängstigend wieviel die Langbeiner bereit waren zu zahlen für ein paar einfache Waren aus den Händen eines Zwergs. Na gut, die stümperhafte Arbeit der Menschen hielt keinem Vergleich stand und so war es nicht verwunderlich dass ein jeder etwas von zwergischer Qualität haben wollte. Wann immer Murgrim auch an die Oberfläche kam verkaufte er irgendwelche Sachen. Angefangen von Steinen und Erzen bis hin zu Waffen und Rüstungen. Oftmals musste er sich zusammenreißen damit er nicht rot wurde wenn wieder ein Langbein einen unverschämt hohen Preis für Dinge bezahlte die in Nilzadan so alltäglich waren.
So beschloss Murgrim sich einmal mit seinem Bruder Gorimm zusammenzusetzen und darüber nachzudenken wie man die Langbeiner noch besser ausnutzen... noch besseren Handel mit den Menschen treiben konnte. Man müsse sich irgendwie organisieren, vielleicht sogar ein Haus in der Stadt der Langbeiner kaufen.
Beide waren sich einig, eine leichtere Methode an Gold zu kommen würde ihnen so schnell nicht einfallen!
Zuletzt geändert von Murgrim Hammerfaust am Freitag 15. August 2008, 01:52, insgesamt 1-mal geändert.
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