Schatten und Dämonen

Der Erzähler

Schatten und Dämonen

Beitrag von Der Erzähler »

Entkommen...

Dieser kleine Mensch ist wieder....entkommen.

Ich bin entzückt, solch eine Ausdauer haben seine letzten beiden Gefährten nicht an den Tag gelegt.

Aber der Tag meiner vollkommenen Rache wird kommen, wo ich auch den letzten der Schatten in meine Reihen der Pestilenz ziehe.


Der massige Dämon saß auf seinem Thron aus Knochen und Fäkalien, während er in seinen wirren Gedanken rekapitulierte, was eigentlich geschehen war.

Büßen wird auch der letzte seiner Art...mich einzusperren. MICH!
Zuletzt geändert von Der Erzähler am Donnerstag 7. August 2008, 11:59, insgesamt 2-mal geändert.
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Malachai Schwarzmourne
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Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Schmerz, innerlicher schmerz, der ihn began aufzufressen.
Schweiß entrinnt seiner Stirn, hinab, über die Wange, an seiner Narbe, tropfend wie die Essenz allen Lebens und doch so unscheinlich klein.
Wo war er nur, was hat er getan?
Lebte er noch?
Er erinnerte sich..langsam, schwach...er war weder im Dies-, noch im Jenseits. Er war krank, schwer krank...nein....es war Gift, eine Seuche...Seuche....ja...der Seuchendämon.

"Allen Übel, allen Krankheiten, gar die Pest.....jeglicher Gestank auf dieser Welt. Würde man dies zu einem Wesen formen, so erhält man den Seuchendämon. Ein eidles, gar widerwärtiges Wesen, was nur danach trachtet, die Seuche zu verbreiten und sich die Lebewesen gefügig zu machen. Ja, sie gleichen dem Tode, doch sind Sie weitaus mehr als dies. Es ist der Wille des Überlebens, der die Wesen dazu bringt, ihr neues Schicksal zu akzeptieren und sich als Untertanen des Seuchendämons zu stellen."

So stand es geschrieben im schwarzen Buch der Schatten. Es hiess auch:

"...toter Brüder und Schwestern. Doch es gelang einen, den weisen der Schatten, mithilfe des Schattenlords, den Seuchendämon zu bändigen und auf ewig tief in den Tunneln der Schatten, verbuttelt in der Erde, umringt von Metallen der Zwerge, zu verschliessen. Möge die Seelen aller gnädig sein, die diesem Untier zum opfer...."

Ja, die Schatten, sie nahmen ihn gefangen und sperrten ihn weg. Ein Gefängnis, dass die unsterbliche Seele dieses Monsters auf ewig fern halten würde von allem Leben.

"Es ist deine Schuld....mein Bruder....allein deine."

Die Stimme? Konnte er es sein. Ist er am Ende doch Tot?
Ein Licht....es heisst immer, man sähe ein Licht, wenn man stirbt...doch es....es ist anders, es ist nicht friedvoll, gar hinreissend. Doch die Stimme...man muss ihr folgen.
"Du hast alle Warnungen ignoriert, aus Habsucht, aus eigennutz...du hast die Schatten vernichtet...und wofür? Um dein Weib wieder zu finden...und nun? Sie sind alle tot....die Schatten, die dir vertraut haben, deine Frau, weil du unfähig warst, Sie zu finden...ja gar Cyrion, meinen und deinen Bruder, hast du den Verstand geraubt. Er wollte es nicht mehr, er konnte es nicht mehr....es ist alles seine Schuld.""NEEEEEIIIIIIIIINNN", ich schrie, doch es schien zu entschwinden, als fehlte mir jegliche Kraft dazu.
"Du hättest Sie alle retten können...du...alleine...ja....sogar mich einst...du hast mich sterben lassen wie alle anderen...doch empfange nun deine Strafe."
"SCHWEIG....BRUDER....SCHWEIG......VALION....WARUM TUST DU DAS.....WARUM VALION..."


Ein lachen, ein entsetzliches Lachen...und Valion verschwand. Er hatte recht...ja...ich war an allem Schuld...ich liess Sie sterben...weil ich zu unfähig war.


Der Körper Malachai´s heilt nur schwach. Doch er regt sich, als ob er in einem Alptraum gefangen ist, als ob ihm irgendetwas plagt. Sein Gesicht verzieht sich, vor Schmerz, doch es scheint, als würden die Wunden, die seine Haut nun zierten, heilen...nein...es ist ein innerlicher Schmerz, ein Konflikt, den er auszutragen hat.

"Mein Lord, hier ein Bericht von den jüngsten Aktivitäten. Ihr solltet euch vorallem Bajard anschauen."
"Warum sollte ich das tun, junger Schatten?"
"Nun...es scheint dort eine bedrohliche, unterirdische Macht entstanden zu sein, ein Dämon, der Untote heraufbeschwört und wie es scheint, eine Seuche zu verbreiten."

"Und was hat das mit uns zu tun?"
"Nun....nunja...mein Schattenlord...",
der Schatten wirkte verunsichert, gar ein wenig verängstigt, ob er wirklich mir widersprechen sollte und eines besseren Belehrens....hätte ich doch nur auf ihn gehört.
"Es ist so...mein Schattenlord...das..."
"...das wir einst vor langer Zeit einen mächtigen Dämon, den Seuchendämon verschlossen haben...tief in den Höhlen jener Gänge, die wir tagtäglich durchstreift haben...und ihr glaubt nun, dass es dieser Dämon ist, der Bajard heimsucht?"

Der Schatten wollte nicken, doch ich unterbrach ihn....wieder einmal.
"Ich glaube nicht, dass wir so unwissend gewesen sind und dies nicht bemerkt hätten. Zudem ist er seit langen Jahren eingesperrt, umgeben von der dicken Erde und zwergischen Metallen, die jeglicher Magie entsagen. Er ist es nicht, wahrscheinlich nur wieder eine dieser kleinen Tricks der Diener Krathors, die vermehrt in Bajard hausen."
"Aber..."
"Kein aber....nun geht."

Der Schatten ging, doch er wollte dem nachgehen. Wie naiv ich war.
Doch man mag mir dies verzeihen...meine Frau war verschwunden und ich sorgte mich.

"LÜGEN....UNFÄHIGER BRUDER....LÜGEN..."

Kann es sein...nach Valion nun die nächste Erscheinung? Wo bin ich hier, was geschieht mit mir? Warum nur...warum musste das geschehen?

"Was ist....erkennst du deine eigene Schwester nicht mehr? Die Schwester, die du Ermordet hast?"
"Fiona...nein...es war nicht so...es...."
"Was war nicht so? Für ein Weib hast du deine eigene Familie getötet...leugnest du es?"
"Nein...aber...du...."
"Und nun...nun hast du alle verloren? ALLE....die Schatten, deine Familie, deine Freunde....ja...auch deine Frau. DU ALLEINE....bist wie eine Seuche und jeder, der dir zu nahe kommt, ist gleich dem Tode."

Sie hatte recht....ja...ich brachte meine Schwester um...sie war im Wahn, sie wollte Inara töten...sie stürmte auf Sie los...ich durchbohrte ihr Herz mit meiner Klinge...es hätte einen anderen Weg geben müssen...ich hätte für Sie da sein sollen...ich habe versagt.

Lautes Beben erschütterte die Gänge der Schatten. Die Fackeln flackerten kurz und es halten die Schreie jener, die starben.
"Mein Schattenlord, wir werden Angegriffen, es kommt aus dem 3. Korridor gen Süden. Es sind Untote, viele Untote. Sie kamen durch die Wände und stürmen nur so hinein."
Der Schattenlord zückte seine Klingen.
"Läute die Alarmglocken, es sollen ALLE Schatten versuchen, zum Nordkorridor in die großen Hallen zu gelangen, wir müssen uns..."
Wieder ein lauter Knall und das wetzen von Schwertern, die auf Metall einprügeln.
"...uns versammeln."
Der Schatten nickte, erst als er sich umdrehte, merkte, dass dieser junge Mensch am Rücken verwundet war. Doch er war stark, er war motiviert, sich in den Kampf zu stürzen.
Er lief zum anderen Ende des Ganges, zu einer Wand und öffnete ein kleines Fach darin.
Ein pechschwarzer Faden war dort, er riss an ihn, mehrere Male und schon began es laut in den Tunneln zu läuten.
Dann verschwand er nach links.
Der Schattenlord nahm den entgegengesetzten Weg.
"ALLE SCHATTEN ZU DEN HALLEN, ALLE SCHATTEN ZU DEN HALLEN....WIR WERDEN ANGEGRIFFEN."
Eine Mischung aus den Alarmglocken, dem Geschrei von sterbenden Menschen und den Befehlsrufen der kommandierenden Schatten waren zu vernehmen.
Der Schattenlord lief zum Südkorridor, zwei seiner 4 Schwerter gezückt, als er eine Ecke umbog und seine Augen sich weiteten.
Untote....es war eine ganze Armee und ein Gestank, der sichtbare, grüne Formen annahm. Es waren alle da, Zombies, Skelette und Lichkönige. Vor ihnen übersät mit den toten Körpern der Schatten, andere, die gerade ihr Leben aushauchten, als Sie versuchten, die Bedrohung aufzuhalten.
Dies war kein normaler Angriff, es war eine Invasion.
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Selina Talmar
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Arsen Talmar
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Beitrag von Arsen Talmar »

Die schweren Vorhänge, die den kleinen Raum abteilten, ließen keinen Lichtschimmer durchdringen. Alleine das Licht der Kerzenflamme warf seinen flackernden Schein auf das schmale Bett, auf dem die reglose Gestalt lag und ihren wohl schwersten Kampf ausfocht, und es war noch längst nicht sicher wer hier den Sieg davontragen würde. Ab und zu fiel Selinas Schatten in den Raum, wenn sie nach dem wimmernden Bündel sah, welches seinen Platz auf der Brust seines Vaters gefunden hatte, sonst regte sich nichts im Schlafraum der Akademie. Ja selbst das sonst so lebendige Holz des Haupthauses schien voller Erwartung den Atem anzuhalten.

Wie lange ich schon auf den leblosen Körper starrte, der mit Bandagen ans Bett gefesselt war, ich weiß es nicht mehr. Seid Flynn gegangen war saß ich in der Ecke des kleinen Raumes, wachte über den mit sich und den Verwundungen Kämpfenden und hing meinen Gedanken nach. Immer wieder fragte ich mich wieso ich an jenem Abend in Bajard gewesen war und natürlich was dort wirklich geschehen war, aber auf beides fand ich keine Antwort. So wenig wie auf die eine Frage: Wie, bei allen Mächten der Finsternis, war es ihm gelungen dieses Höllenfeuer lebend zu überstehen, er, den man den Schattenlord nannte.

Irgendwie schien seine Existenz, sein Leben mit dem von Selina und mir verbunden zu sein, denn immer wieder hatten sich unsere Wege gekreuzt, und es schien der einzig annehmbare Grund zu sein weshalb ich dieses Fischernest aufgesucht hatte obwohl ich es wie die Pest hasste. Waren meine Frau und ich Teil von Geschehnissen geworden von denen wir nicht einmal wussten dass es sie gab? Hatten überirdische Mächte mit uns Katz und Maus gespielt um uns nun unseren Platz zuzuweißen? Wie anders war es möglich dass ich zur richtigen Zeit an genau der Stelle im Schatten herumlungerte als sich dieses Loch im Boden auftat und der Schattenlord, gehetzt von untoten Horden, heraussprang? Noch jetzt sehe ich seine wirbelnden Klingen vor mir wie sie ihm Luft verschafften und Knochen und modernde Leichnahme zurückstießen. Nun ja, bis dieses riesige, grüne.. Ding auftauchte, etwas dass entfernt an einen riesigen Krebs erinnerte. Ich hoffe der Bewusstlose wird wieder aufwachen und uns erzählen können, was dass gewesen war und natürlich die Frage beantworten wie ein Mensch eine Säule höllischen Feuers überleben kann… denn ich hatte sie gesehen diese Feuersäule und wie er danach wie Asche im Wind verschwunden war. Ja, ich hatte ihn für tot gehalten und dies auch an der Akademie so kundgetan und einige damit in Entsetzen und Trauer versetzt, allen voran meine eigene Frau.

Doch noch größer war die Fassungslosigkeit die folgte als wir den tag darauf hier in der Akademie fast wörtlich über ihn stolperten. Seine Wunden waren schwer und er hatte kaum noch Kraft, doch eben mit jener hielt er das wimmernde Bündel im Arm, seinen Sohn. Selina konnte das Kind grade noch schützend in die Arme nehmen da sackte die Gestalt des Schattenlords zusammen und wäre Flynn nicht zur Stelle gewesen, keine Ahnung was geschehen wäre. Ich war erstaunt wie viel der einstige Schreiner in der Heilkunst gelernt hatte, wie fingerfertig er gewordne war wenn es galt Wunden zu versorgen. Sollte der Bewusstlose jemals wieder genesen so hat er dies zum grossteil Flynn zu verdanken.

Meine Augen brennen vor Müdigkeit, doch etwas hält mich hier im Raum fest am Bette des mit sich Kämpfenden, ebenso wie Selina, die immer wieder nach dem Kind sieht. Irgendetwas in mir sagt dass er es schaffen wird und wir die Antworten erhalten werden auf die wir hoffen, doch so schwer es auch fällt wir werden geduld haben müssen. Wieder kommt meine Frau herein und kurz blinzelt das Tageslicht in dem Raum. Diese Nacht hat er also überstanden, wie viele werden noch folgen, bevor der Kampf in ihm zu Ende ist, denn er kämpft das spürt man nur zu deutlich, und er die Augen öffnen wird? Ich weiß es nicht, ebenso wenig wie Selina oder Flynn, der immer wieder nach ihm sieht. Uns bleibt nur noch eins…. Warten….
Zuletzt geändert von Arsen Talmar am Samstag 9. August 2008, 20:58, insgesamt 2-mal geändert.
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Selina Talmar
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Beitrag von Selina Talmar »

Langsam wich die Nacht dem Tag und graues Licht kroch durch die Vorhänge und tauchte die Gesichter Selinas und Arsens in fahles Licht und löste die flackernde Kerze am Bett ab.
Doch das Licht des Tages, veränderte das aussehen der beiden nicht. Blass und müde saßen sie reglos da, sie auf dem Boden mit einem Kind im Arm, er am Bett. Im Bett eine ebenso blasser Mann, mit schmerzverzerrtem Gesicht. Seine Haare klebten mittlerweile nass an seinen Schläfen. Doch war er völlig reglos und das lag nicht an den Fesseln, die ihn ruhig halten sollten.
Die ganze Nacht hatten sie neben ihm verbracht, gewacht das sich ein Zustand nicht verschlechtert. Doch er wurde auch nicht besser. Es schien als waren nicht die Verletzungen an seinem Zustand schuld, sondern seine Erinnerungen.
Eigentlich hätte Selina vor etlichen Stunden gehen sollen mit dem Kind, aber das Kind in ihrem Arm fing direkt an zu greinen, als sie sich von dem Bett entfernen wollte. Also hatte sie den Kleinen erst auf die Brust des Vaters gelegt und war dageblieben. Sie hätte eh keine Ruhe gefunden zu Hause.
Sie hatte sich noch nicht von dem Schrecken erholt. Erst die Nachricht er sei tot, dann war er plötzlich da mit einem Kind im Arm und halb tot. Flynn hatte ihn verarztet und sie hatten ihn nach oben gebracht. Seit dem hatte er sich nicht geregt. Ob er gerade bei Bewusstsein war, konnte sie nicht sagen.
Irgendwann war der Knirps aufgewacht und fing an zu weinen. Selina hatte ihm etwas zu trinken gegeben und er war mit einer Haarsträhne in seiner Hand in ihrem Arm wieder eingeschlafen.
Als sie den Kleinen von der Brust des Schattenlords nahm, regte er sich kurz, als wolle er den kleinen festhalten. Doch die Bewegung war kraftlos und erlosch, bevor seine Hand den Kleinen erreichte.
Es schnitt Selina ins Herz, den Schmerz in seinem Gesicht zu sehen, doch sie konnten ihm diesen nicht nehmen.
So ging es die ganze Nacht. Abgesehen von dem Kind war kein Laut zu hören. Hin und wieder legte sie das Kind wieder auf seine Brust, so sie es schaffte ihre Haare aus dem Griff des Kleinen zu befreien. Doch sie ließ das Kind nie lange auf der Brust des Vaters, denn er schien dadurch nicht ruhiger und das Kind schien die Unruhe zu spüren und begann oft zu weinen. Nun hielt sie es seit Stunden im Arm, ihre Haare mittlerweile gelöst, damit der Kleine eine lange Strähne zum festhalten hatte und sie den Kopf bewegen konnte.
Nun erhob sie sich und ging auf die andere Seite des Bettes hinüber und berührte Arsen an der Schulter. Ihre Glieder waren steif und sie unterdrückte einen schmerzenslaut. Sie muss wohl eingenickt gewesen sein, was ihr steifer Nacken verriet. Nun war Arsen dran sich einen Moment ruhe zu gönnen. Doch er schüttelte nur den Kopf. Seinem Gesicht nach zu urteilen, hatte er sich kein einziges Mal bewegt, sondern sorgenvollen über den Krankengewacht. Sie wusste er würde nicht eher gehen, eh sich der Schattenlord erholte.
Doch dazu brauchten sie beide Kraft. Kraft, die sie nicht im Übermaß hatten, zu schnell waren die Ereignisse gekommen. Selina drückte Arsen kurzerhand den Kleinen mit den Worten: “ Ich hol etwas zu essen. Und da der Kleine nicht wegwill.” in die Arme.
Arsen sah sie verwundert an. Und sie musste Lachen, so verdutzt war sein Gesicht, so hilflos sah ihr Gatte gerade aus mit dem Kind im Arm. Hell und klar klang ihr Lachen durch den Schlafsaal. Fast nahm das Lachen, die drückende Stimmung von ihnen. Es klang befreit und jung. Immer noch lachend ließ sie ihren Gatten zurück und machte sich auf die Suche nach etwas essbaren.
Doch als sie mit einem Tablett wieder kam, erstarb ihr das Lachen wieder auf den Lippen. Auch wenn es amüsant mit anzusehen war, wie Arsen versuchte den Kleinen ruhig zu stellen. Ein Blick auf den Schattenlord, ließ sie das vergessen. Wieder war sein Gesicht von schmerzen verziert, schlimmer noch als vorher. Schnell rette sie das Kind aus den Armen Arsens und stellte ihm etwas zu essen hin. Und nahm an seiner stelle am Bett platz.
Der Erzähler

Beitrag von Der Erzähler »

Gierig klapperten die Kieferzangen des Dämons als er die letzten Tunnel zum Einsturz brachte und so einige schwer verletzte Schatten einsperrte.

"Rache...bittersüß so sagt man. Gar köstlich, meint ihr nicht?" Der Dämon glotzte mit seinen Stielaugen auf einen Leichnam, welcher sich kurz darauf erhob und sich an seine Seite stellte.

"Hmm hmm, einer ist entkommen...so sagt ihr mein getreuer Lakai? Überlebt hat diese Made, die sich so tief in unser Fleisch fraß? Hmm ich verstehe! Soll sie leben, die Pestilenz wird sie finden und sie zu uns bringen...ja Yamm, das wird sie! Wie? Ihr erinnert euch nicht? Dann lasst uns doch euer kleines gar dümmliches Gehirn auffrischen!"

Der Dämon schien bis hier einen Monolog mit dem Leichnam zu führen, der jedoch keinerlei offensichtliche Antwort von sich gab.

Erinnerungen...

Der Dämon drehte sich durch die Erde, seine Lakain hatten eine neue Heimstätte gefunden, die sicher und vorallem groß genug war.

Was der Dämon bis hier hin jedoch nicht wusste, war, dass die Schatten ihn als direkte Bedrohung für das Gleichgewicht ansahen, was bedeutete, der Dämon musste verschwinden.

Viel zu mächtig war er gewesen, als das man ihn hätte dauerhaft bannen oder sogar töten können. Die Schatten hingegen versuchten es und fuhren dabei bittere Verluste ein, während sich die Reihen des Dämons mit den frisch gefällten Leichen wieder auffüllten. Die Krankheit hatte gerade ihren Höhepunkt erreicht, die Schatten soweit zurückgedrängt, da geschah es. Ein Schatten, wagemutig und tollkühn lockte den Dämon unter vorbehalt einer Verhandlung in die Bannkammer unter Barjad.

Der Dämon kannte dieses Gefängnis und war vorerst vorsichtig, jedoch nicht vorsichtig genug, der Schatten hatte magische Sicherheitsvorkehrungen getroffen, ein jeder der diese Kammer einmal betrat kam nicht mehr hinaus. Ein magisches Siegel, das so stark war um selbst den Dämon hier drin gefangen zu halten. Der Schatten wusste, er würde sterben, denn er musste hier auf den Dämon warten, jedoch würde er ihn schwächen oder gar töten, mit einem Gurt aus etlichen Tränken über die Brust geschnallt, harrte er aus, bis der Dämon sich durch die Wand schraubte.

Durchgebrochen und anfangs noch überlegen fühlend spottete der Dämon.

"Ein Wurm!? EIN WURM!? Du willst mich aufhalten kleiner Mensch? Verhandlungen führen? DU hast doch nichts, was für mich von interesse wäre!" Der Dämon lachte kreischend, stoppte doch auf einmal und schaute mit seinen Stielaugen auf den kleinen Menschen. "Nein...das kann nicht! Ihr könnt nicht!" Kreischend wollte sich der Dämon durch die Wand schrauben, jedoch vergebens. "Mensch...Weichtier...DAS war ein Fehler!"

Der Schatten, welcher sich für diese Aufgabe opferte und mit dem Dämon eingeschlossen war, sah nicht mehr als einen grünen Klumpen, welcher in seinem Gesicht landete, bevor er starb.

Der Dämon klopfte mit seinen Tentakeln die Wände entlang, ein magisches Gitter, mächtig genug ihn zu halten...

Der Dämon harrte aus, denn er konnte es, er hatte Zeit und würde seine Kräfte regenerieren und warten, darauf warten diesem Gefängnis zu entfliehen und Rache an all den Schatten zu üben.
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Malachai Schwarzmourne
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Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Die Schmerzen scheinen schlimmer zu werden. Stetig und umso mehr verzerrte sich sein Gesicht, als würde er kämpfen, innerlich kämpfen und als würde er jenen Kampf verlieren.
Wer weiß, welch Qualen er erlitten hatte und noch erleiden muss.
Wer weiß, was aus ihm wird, jenen Mann, den man als Schattenlord kannte...doch auch jener Mann, Vater und geliebter Ehegatte, den wenige als Malachai Schwarzmourne erkennen würden.
Wieder...wieder dieser Schmerz...wieder diese Gedanken, die ihn fern ab von der Realität, von seinen Bewusstsein hielten.

"Siehst du es.....siehst du, was du aus uns gemacht hast. Erkennst du das Ausmass deiner glanzvollen Arbeit?"
Dem Hohn folgte der Spott, es war grausam, seine Stimme zu hören, zu wissen, dass er doch Recht hatte.
"Was willst du....lass mich in Ruhe....lasst mich alle in Ruhe?"
"Ha...das hättest du wohl gerne, du Nichtnutz..."
"...du Miesetäter..."
"...du MÖRDER...."
Zu der einen Stimme gesellten sich zwei andere, mir wohl vertrauten Stimmen.
"Ziehvater....Stiefbruder....Keldorn..."

Ja...Sie waren es...jene, die ich tötete, die ich folterte...jene, die mir Schmerz zubereitet haben....jene...dessen Tot ich nicht bereue und niemals bereuen werde.
"Und? Was es das wert?"
"Deine Rache?"
"Deine Mordlust?"
"Alles, ja alles hattest du verloren....ALLES..."

Die Wörter prügelten auf mich ein wie Hammerschläge und nach all dem folgte ein Chor aus irrem lachen.

Ein Lachen, wie der Tot selber hallte durch die Gänge. Ein Lachen, so schrecklich, dass es die schmerzverzerrten Schreie jene, die starben, überhallen liess.
"Es sind zuviele mein Lord, Sie haben den West und den Südkorridor eingenommen, und marschen nun von allen Richtungen hierher. Wir haben nicht den Hauch einer Chance...wir...wir werden sterben."
Das erste mal sah er, wen er vor sich hatte. Es war kein Schatten, kein weiser alter Krieger, nein, es war ein junger Knabe, gerade erst das 17. Lebensjahr beendet. Doch er war vom Stamme her ein Schatten, mit vielen Talenten, doch niemals dem Tode so nahe gewesen, dass jener selbst die Hand nach ihm ausrichtete.
Der Schattenlord ging zur Seite. Gerade mal eine Handvoll Männer blieben ihm...und die Chance, dass man irgendwie die anderen Schatten rufen könne, blieb aussichtslos.
Er selbst kämpfte sich durch die Horden an Untoten...doch wofür? Um seine Männer zu erreichen...jene, die schon verloren waren?
Nein, er würde Sie nicht aufgeben, würde Sie nicht alleine ihrem Schicksal überlassen.
Es muss einen Ausweg geben....es gab sicher auch einen...doch es fiel ihm keiner ein.
"MEIN LORD, NICHT MEHR LANGE UND SIE HABEN DIE TÜR DURCHBROCHEN?"
"In welcher wurde der Seuchendämon gesehen?"
"Im Nordflügel,"
entgegnete der Schattenlord langsam und ruhig.
Er selbst hatte ihn gesehen, wie er sich über einen toten Schatten beugte, seine stinkende Hand über den Körper hielt und mit einem Lachen jene Leiche, Tot, Emotionslos, aufstand, nach einem Schwert griff und dem Herr der Untoten folgte.
Nur mit Mühen konnte der Schattenlord ein ähnliches Schicksal entgehen. Mit 2 seiner 4 Schwertern gezückt, kämpfte er sich in Rage, Blind, durch die ihm sich im Wege stellenden Untoten, weniger Agil, mehr grob und ungezielt, striffen die verrosteten Säbel und Äxte seine Arme und Beine. Er rannte, durch die Gänge, wie er nie gerannt ist. Er schrie, man solle das Tor öffnen, das große Tor zu den Barracken. Man öffnete ihm, wollte aber gleich wieder schliessen, als Hände untoter Wesen aus den Wänden schossen und nach dem Schattenlord griffen. Hände, aus denen Körpern wurde und der Schattenlord preschte an ihnen vorbei, wetzte seine Klingen in die Mauern und die letzten 3, die draussen waren, wurden mit dem Schwerte enthauptet, bevor er dann in Sicherheit durch die Tür rannte.
"Lord, was sollen wir nur tun? Sagt, wie kommen wir hier heraus?"
Das pochern gegen die Tore wurde immer lauter, die Schatten stellten alles davor, was Sie fanden und pressten mit ganzer Kraft gegen die Armee.
Langsam ging der Schattenlord an eine Wand und öffnete darin ein Geheimfach. Wieder ein Faden, doch diesmal glänzte er Metallen und die Schatten hielten den Atem an.
"Dantian gab uns eine Absicherung für das totale Ende. Wir sollten es tun, um dem Leben ewiger Verdammnis unter einem Dämon zu entkommen. Wir sollten die Tunnel und somit die Stätte der Schatten vernichten."
Lange blickte er auf diesen Faden....lange....

Wieder zuckte er zusammen, wieder war sein Gesicht schmerzverzerrt und wieder wirkte es schlimmer als an den Abenden davor.
Wieviel Leid und wieviele Qualen kann ein Mensch durchhalten?
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Malachai Schwarzmourne
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Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Langsam beruhigte sich sein Körper, als Selina ihm die Träne aus den Augen wischte und leise zu ihm sprach:
"Wo Licht ist, dort ist auch Schatten."
Ihm war nicht bewusst, was er tat, was geschehen war. Sein Inneres schien von der Aussenwelt abgeschottet. Nur als er Selina darum bat, ihn zu töten, stotternd, leise und mit wenig Kraft, wusste er, was er tat.
Er sah sich selbst als die Wurzel allen Übelst, sein innerer Konflikt offenbarte ihn das, was er angerichtet hat und die Schuldgefühle für all das Leid und die Morde schienen ihn aufzufressen und den Kampf zu gewinnen.

"Und...ich hoffe du bist nun zufrieden...erst verlierst du mich, dann gibst du unseren Sohn jemanden, der sein Gedächtnis verliert und anstatt, dass du den Anstand hast, zu sterben, sterben alle anderen und du flüchtest wie ein feiger Hund."
Mir blieb der Atem stehen. Lange, noch sehr lange liess ich diese Worte durch meinen Kopf gleiten.
"Jaja...im Auswinden aus Gefahren bist du sehr geschickt, doch das war es auch. Du hättest dich lieber in die Armee dieses Dämons stellen sollen, dort wärest du mit deiner Anziehung für das Sterben ein prächtiger Untoter gewesen."
Ich wollte Antworten, doch ich konnte nicht. Wie Dolchstiche in mein Herz traten jedes einzelne Wort an meinen Kopf.
Wie konnte Sie es sagen, warum nur, sprach Sie, die er über alles liebte, so finster von ihm.
"Ach...die Worte im Munde verloren?"
"Inara....warum nur? Wo bist du, warum tust du das?"
"WO ICH BIN? TOT DANK DIR....du hattest immer nur die Schatten im Kopfe, nie deine Familie...und als es zu spät war und ich starb, da hattest du nur die Familie und nicht die Schatten im Kopfe....das Ergebnis? Alle Tot....oder dem Wahnsinn nahe. Du bist ein Fluch geliebter Ehemann...ein Fluch für alle, die dir nahe kommen....und ich geniesse den Tot, denn du bist fern ab von mir."

Inara entzog sich mir, ich sah die Gestalt vor mir entgleiten, ins Licht hinein, dort, wo alle waren doch ich nicht hinkam.
Ich wollte sterben, ich WILL STERBEN....zu jenen, die mir wichtig sind, mich entschuldigen, Buse tun für meine Sünden...doch Sie verachteten mich, Sie hielten mich für das Übel, das ihnen soviel Leid bescherrte...und sie hatten Recht....ich bin es, der allen den Tot brachte, der niemanden beschützen konnte....ausser mich selbst. Warum lebe ich noch? Warum bin ich geflohen? Sterben hätte ich sollen...wie ein Schattenlord würdig.

"Unser Schattenlord...tut es....lasst uns nicht das selbe Schicksal erleiden, dass die anderen erlitten haben. Lasst uns Frieden finden. Gemeinsam, als Schatten. Der Kampf ist verloren, doch der Krieg kann zugunsten des Gleichgewichtes hier und jetzt entschieden werden."
Balrat sprach in den ruhigen Worten, wie es einen der ältesten, noch lebenden Schatten zugetragen wurde.
Er legte die Hand auf des Schattenlords Schultern, wie ein Vater zu seinen Sohne, ehe er seine Maske hinab zog und die Kaputze nach hinten abstreifte.
Er war ein Mann hohen Alters, was man seiner körperlichen, muskolösen Struktur nicht ansah. Ein langer, weißer Bart zierte sein Gesicht und ihm fehlte das rechte Auge.
Die anderen Schatten nickten daraufhin und taten es Balrat gleich, indem Sie sich demaskierten...auch der Schattenlord tat dies.
"Ja...ihr habt Recht....so mag die glorreiche Zeit der Schatten zuende gehen."
Er zog an dem Band, alle kneiften für einen Moment die Augen zu....
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Arsen Talmar
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Beitrag von Arsen Talmar »

Ich bin wach, hellwach auch wenn es für Selina und alle anderen so aussehen mag als schliefe ich. Zumindest ist es ein Teil von mir der nicht schlafen kann, der alles in sich aufnimmt als hätte er Angst wichtiges zu verpassen, der weiter über den Bewusstlosen wacht, welcher sich in inneren Qualen und Kämpfen windet. Ja ich kann sie förmlich spüren seine Qualen, scheine sie greifen zu könne ohne jedoch wirklich ihren Sinn, den Grund zu begreifen, zu kennen. Doch auch das was ich spüre reicht um mir zu sagen dass es nicht seine körperlichen Wunden sind die ihn niederdrücken, ihm das Leben kosten können. Nein hier kann kein Flynn, ja nicht einmal seine Lehrmeister was die Heilkunst betrifft mehr helfen. Dies war ein Kampf mit sich selbst, mit seiner Seele, den der Schattenlord austrug und den er, wie ich zu spüren glaubte, dabei war zu verlieren. Das zeigten auch seine Worte zu meiner Frau, in denen er sie bat ihn zu töten.

Dürfen wir ihm seinen Wunsch wirklich verweigern? Ihn weiter in seinem inneren Kampf gefangen halten der ihn aufzehrt, vernichtet? Nun normalerweise hätte ich Selina den Dolch in die Hand gedrückt oder ihr das nötige Gift gegeben um solch einen Wunsch zu erfüllen, aber nicht dieses Mal. Nein, dieser Mann darf nicht sterben, er muss leben, selbst wenn es sich meinem Verständnis entzieht wofür. Hier ist mehr am Werk, zieht eine andere Macht ihre Fäden, spielt ihr Spiel als menschliches Geschick, und auch wenn es mir nicht gefällt, ich bin ein Teil dieses Spiels, ebenso wie Selina und vielleicht auch die Akademie. Warum sollst sollte er nun hier liegen, hier vor uns, seine Qualen erdulden und auf Hilfe und Hoffnung harren? Es muss nun etwas geschehen, denn wer weiß wie lange er noch Willen und Kraft aufbringt sich diesem Kampf zu stellen, sich zu wehren und nicht einfach zu ergeben.

‚Nun Arsen, wenn du schon so schlau bist dann tu auch was!’ rufe ich mir selbst in beißenden Spott zu, weiß ich doch zu gut dass so etwas leichter gesagt wie getan ist. Helfen.. nun wie hilft man jemand der in sich selbst gefangen ist, dessen Geist sich selbstständig gemacht hat und den Weg in die Wirklichkeit nicht zurückfindet. Wäre er greifbar, körperlich, nun ein anständiger Schlag über den Kopf und er wäre wehrlos und man könnte ihn dorthin bringen wo er hingehört, selbst wenn man ihn dazu Fesseln muss. Aber einen hüllenlosen Geist fesseln ist nun eine andere Sache. Denk nach Arsen, man hat dir doch nun bei allen unheilvollen Dämonen wirklich genug beigebracht um Leute nach deinem Willen zu manipulieren, dass du mit ihnen spielen kannst, da muss doch auch für solche Fälle eine Lösung dabei sein.

Mhm sicher gibt es Pflanzen und die nötigen Tränke daraus, die ebenso Wahnvorstellungen hervorrufen wie sie wieder zurück nehmen können. Nur wird das hier den nötigen Erfolg haben? Oder wird das alles nur noch verschlimmern? ‚Als ob es noch schlimmer werden könnte, du Narr! Sieh hin! Wenn nichts unternommen wird stirbt er!’ Wenn ich sein verzerrtes Gesicht ansehe wird mir nur allzu klar wie wahr das ist. Wir und er haben nicht mehr viel Zeit wenn der Kampf noch gewonnen werden soll, also werde ich es versuchen und auf den Erfolg hoffen. Mein Geist und mein Körper scheinen diese Entscheidung zu billigen, denn nun öffne ich auch für die anderen sichtbar die Augen. Selina sieht mich erst verwundert, dann als sie meine Augen sieht fragend und mit ein wenig Hoffnung an, doch mehr als ihr kurz zulächeln vermag ich in meinen momentanen Überlegungen nicht. Dazu sind meine Gedanken viel zu sehr mit Tränken und Pflanzen ausgefüllt helfen können. Mein kurzes „ Ich reite nach hause, bin bald zurück!“ stürzt alle sicher noch mehr in Verwirrung, aber es bleibt keine Zeit für lange Erklärungen. Ich eile aus dem Haus und schon bald hört man Faile’s donnernden Hufschlagen sich von der Akademie entfernen und dem kleinen Haus im Norden Lameriasts zustreben, dort wo sich vielleicht das Leben des Schattenlords entscheiden wird…
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Selina Talmar
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Beitrag von Selina Talmar »

Wieder senkte sich die Nacht über Lameriast. Doch Selina konnte nicht einmal sage die wie vielte es war. Die Dritte oder vierte?
Es war auch egal. Seit dem der Schattenlord in der Akademie aufgetaucht war, mehr tot als lebend, war eh jeder Tag gleich verlaufen.
Und diese Nacht versprach genauso ereignislos zu verlaufen. Sie hatte sich nachdem sie vor einem der Kamine in der Akademie aufgewacht war und das Kind bei Severine und Thoran gut aufgehoben wusste, wieder an das Bett des Schattenlords gesetzt. Arsen schlief auf der anderen Seite, zumindest dachte sie das.
Lange sah sie den Schattenlord einfach nur an. Verzweiflung wuchs in ihr. Sie erreichten ihn nicht, er kämpfte immer nich den Kamof gegen sich selbst und sein Gesicht war schmerzverzerrter denn je.
Aus einem Impuls heraus nahm sie seine Hand in ihre und strich ihm, die schweißnassen Haare aus dem Gesicht. Dabei strichen ihre gelösten Haare über seine Haut. Warum egnau konnte sie nicht sagen, aber die Berührung schien etwas zu verändern.
Er versuchte einen Namen zu nennen. Immer und immer wieder versuchte er es. Bis der Name Inara aus ihm herausschrie. Danach sackte er wieder in sich zusammen und verkrampfte sich wieder. Ein Schrei folgte kurz danach noch. Dann versank er wieder in seinen Kampf.
In dem Moment steckte Thoran sein Gesicht durch den Vorhang. Er wollte die Antworten haben, die sie ihm nicht geben konnte. Sie konnte ihm lediglich sagen was er war. Wer er war vermutete sie nur. Doch sie konnte ihm nicht sagen, das die Anwesenheit des Schattnlords auch Änderungen für die Akademie bedeuten würde. Sie selbst und Arsen hatten vor langer Zeit ein Bündnis mit dem Schattenlord geschlossen, aus welchem Freundschaft wurde. Zumindets konnte man das Verhältnis so nennen. Auch wenn Selina und Arsen seine Anonymität respektierten.
Sie wussten beide es hatte Folgen der Angriff, wie das Auftauchen. Doch wie sollte sie das erklären? Sie wusste es einfach und bläute Thoran ein stillschweigen zu waren, denn es war besser, wenn keiner wusste, wer hier lag. Thoran ging unbefriedigt wieder, doch er kündigte an er wolle mehr Antworten haben. Sie seufzte und blickte wieder zum Schattenlord. Wie lange saß sie nun hier?
Wieder drückte sie seine Hand, ihre andere Hand weilte an seiner Wange.
Wie hilflos man sein konnte.
Doch wieder regte er sich. Diesmal versuchte er sie anzusprechen.
Er öffnete die Augen und sie sah Rauch in seinen Pupillen. Der Rauch verschwand und er versuchte seine Kraft zusammen um etwas zu sagen. Wieder versuchte er ihren Namen zu nennen.
Doch was er dann sagte jagde ihr ein Schauder über den Rücken.
“Selina töte mich” “ Ich bringe Gefahr”
Sie drückte seine Hand fester und schmiegte sie an ihre Wange. Tränen rannen ihr darüber. Sie erzählte ihm von seinem Kind, dass er deswegen leben musste. Doch er wand den Kopf hin und her bis sie schließlich beide Hände an seine Wangen legte und den Kopf festhielt. Eindringlich sprach sie zu ihm.
“ Sieh mich an”. Wieder öffnete er die Augen, wieder war Rauch darin, der zu verschwinden schien. Doch noch etwas noch merkwürdigeres geschah. Seine Adern wurden schwarz, Pech schwarz, aber nru solange wie der Nebel in seinen Augen weilte. Was war das?
Sie schaute ihn an und sagte ihm wieder das er leben würde.
Doch wie konnte sie zu ihm vordringen.
Was war es was ihn zum Lord der Schatten machte? Sein Kind zeigte ebenso merkwürdige Angewohnheiten. Wenn es nicht bei ihm war, oder bei ihr im Arm schien es manchmal zu verschwinden einfach so. Doch merkwürdiger weise nicht bei ihr oder bei Arsen. Was verbannd sie mit dem Schattenlord?
Doch als sie sich die Frage stellte, durchzuckte sie ein Gedanke.
Die Münze!
Ja sicher, warum hatte sie nicht eher daran gedacht. Schnell fischte sie die Münze aus ihren Dekoltee und drückte sie dem Schattenlord in die Hand. Gerade als er sich wieder verkrampfte und den Kampf wieder aufnahm. Fest schloss sie seine Hand um die Münze und ihre Hand um seine und drückte sie fest.
Wie durch ein wunder schien er wieder ruhig zu werden. Und noch einmal fand er die Kraft etwas zu sagen.
“Die Schatten sidn tot”. Doch irgendetwas sagte ihr, dass nicht alle tot waren. Und ein einziger Satz kam ihr in den Sinn.

“ Wo Licht ist, da sidn auch Schatten”.
Danach wachte sie wieder schwiegend über ihn. Seine Hand fest in ihrer haltend.
Es war kein großer Erfolg, doch ein kleiner. Aber der würde ihm nicht helfen.
Sie versank in eigene Grübeleien, bis sich Arsen regte. Un dgenau das Aussprach was sie dachte.
Wir müssen ihm irgendwie helfen, diesen Kampf zu gewinnen, aber wie?
Dann war Arsen weg, schnell sehr schnell hörte sie die Hufe Fails über den Weg galoppieren und ebenso schnell verklangen sie wieder.
Sie war allein mit dem Schattenlord und ihren Gedanken.
Es konnte nicht an der Münze gelegen haben. Irgendetwas mussten sie in sich haben, was sie mit ihm verband. Doch was war es?
Das Kind musste es spüren, es vertraute ihnen anscheinend, wie es der Vater getan hatte. Es spürte, was sein Vater durchmachte, denn es war wenn es auf seiner Brust lag, genauso unruhig wie sein Vater.
Ebenso spürrten Arsen und sie, was vorging, sie spürten den Kampf.
Aber warum?
Was ging da vor?
Was hatte er je in den beiden gesehen. In einer Diebin und einem Mörder?
Was war besonders an ihnen? Immer mehr fragen schossen ihr durch den Kopf. Doch keine Antwort.
Dantian Nibilus

Beitrag von Dantian Nibilus »

Dantian hatte von alle Dem nichts mitbekommen. Er saß in Rahal und rührte eine Mixtur um, welche er herzustellen gedachte ...

und da war nichts, was ihn noch an die Schatten band. Es war lange her, dass er der Schattenwirker war.. zu lange. Er hatte den Schattenlord nicht vergessen, dennoch war dieser lange nicht auf ihn zurück gekommen. Der Schattenlord hatte gewusst, wie er ihn erreichen hätte können. Er hatte es nicht getan, und so würde alles in Ordnung sein.

Und so machte Dantian seinen Abendspaziergang durch die Gassen der heiligen Stadt Rahal ohne weiter darüber nachzudenken ...
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Malachai Schwarzmourne
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Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04

Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Langsam beruhigte sich sein Körper, nachdem er abermals tief in der Nacht vor Qualen schrie.
Würde er jemals Erlösung finden?
Ist es das Wert, zu Leben, fern ab von jenen, die er liebte, die ihm etwas bedeuteten.
Sicher, es gab andere Freunde, gute Freunde, die sich um ihn kümmerten, Tagelang kein Auge zu machten, aus Sorge, sein Zustand könne sich verschlechtern.
Doch ist es Freundschaft, wenn er durch seine Qualen Sie mit hinab in den dunklen Sog ziehen würde?
Er wollte dies nicht mehr, er wollte nicht das Zentrum aller Probleme darstellen, nein, er hatte es verdient zu sterben...zur Sicherheit all jener, die noch lebten und das Leben leben sollten.

Wer klatschte da?
Umrisse, ich sehe nur umrisse. Eine Person, kräftig gebaut kam vom Lichte her zu mir.
"Das hast du bestens hinbekommen...Vater."
"Vater? Aber..."

Er kam auf mich zu, weiter nur klatschend, der Spott war in jedem zusammenknallen seiner Hände zu spüren.
"Aber....aber....wer...."
"Was ist Vater...erkennst du mich nicht? Deinen eigenen Sohn?"

Mein Atem stockte, welch Höllenqualen müsste ich denn noch erleben? Welch Streich spielte man hier mit mir?
"Ma...rick?"
Nun war Sie erkennbar, diese Person.
Es war ein junger Mann, gerade so um die 20 Jahre jung. Er hatte ein hübsches Gesicht, es kam mehr nach mir...nur die Augen, die hatte er von seiner Mutter und keine Narbe zierte seine junge Haut.
Er hatte sich seine langen Haare zu seinem Zopf gebunden, wo ich das sah, fiel mir nur mein Bruder Cyrion ein. Als Patenonkel schien er Eindruck hinterlassen zu haben.
"Aber...aber du bist noch ein Baby...und....du lebst doch noch...oder?"
"Achja, wie schön diese Familie doch ist...weißt nicht einmal, wie es um dein eigenes Kind bestimmt ist Vater, es scherrt dich sogar einen Dreck. Gabest mich nach Lust und Laune ab, warst nie für mich da....und dieser Fluch...dieser Fluch, der auf mich lastete."

Er hob die Arme und verschwand in der Dunkelheit, nur um direkt dann hinter mir aufzutauchen und mir einen Schlag zu versetzen. So machtvoll, so kräftig, dass es mich einige Meter über den Boden schliff.
"Siehst du Vater, siehst du, was aus mir geworden ist. Ich bin DU...ein Schatten, ein elendiges Geschöpf, verstossen von der Welt, verflucht in einem Dasein im Untergrund und stetig eine Gefahr für andere. Ja, noch lebe ich, als Kind...doch hattest nicht den Mut zu sterben, du bliebst am Leben...nur um mich zu verfluchen. Nun tue es Vater, tue es....sterb...und gebe den jungen Marick ein normales Leben, fern ab von Gewalt, Hass und Zorn. Fern ab von dir."
Die Worte, sie schnürrten mir die Luft ab. Ja, es war mein Sohn...doch verachtete er mich mehr als jeder Feind, den ich jemals traf.
Wieder verschwand er, und wieder tauchte er vor mir auf, packte mich und schmiss mich abermals einige Meter davon. Ich hörte etwas knacken, es schien einige Rippen zu sein, nur, damit er abermals verschwand und mir einen tritt in die Seite gab.
"Na, wie ist dies Vater? Fühlst du den Schmerz? Spüre ihn, verinnerliche ihn...denn er ist nicht annähernd so stark wie der Schmerz, den ich ertragen musste."
Er stiess mich weg, schaute verachtend zu mir hin.
"Nalos Vater, verteidige dich...zeig, dass du wenigstens hier nicht versagst. Zeig mir, was der ach so tolle Schattenlord drauf hat. Oder sei entlich einmal ein Vater und sterb um mir Erlösung und ein schönes Leben zu schenken...fern ab von dir, Mörder meiner Mutter, Schlächter aller, die dir etwas bedeuteten...STERB..."

Nichts passierte.
Die Schatten schauten sich verdutzt und mit Sorge an.
Der Schattenlord drehte sich nur leicht zur Seite und schaute in das geheime Fach, dann das Seil, dass er in der Hand hatte.
"Meine Güte...sie haben die Seile gekappt, sie müssen Dantians Tränke gefunden haben und nun...wir sind verloren....wir haben verloren."
Malachai senkte den Kopf.
Nein, er konnte nicht aufgeben, er wollte nicht aufgeben. Den Tot fürchteten Sie nicht, aber ein unentliches Leben, gepriesen aus Sklaverei gegenüber ihren Feind...nein...das war es, was ihnen Angst machte.
Der Kampfgeist war gebrochen, die Schatten liessen ihre Schwerter fallen.
"Es ist vorbei mein Freund, wir haben verloren."
Balrat legte seine Hand auf die Schulter Malachais.
"Nein...."
Er blickte verwundert ob des Schattenlords Worte, welcher wieder seine Kaputze und Maske aufgesetzt hat.
"Aber....?"
"Nein....Balrat, mein Freund....all meine Freunde hier....ja, es mag sein, dass wir sterben werden. Doch nicht so...nicht aufgegeben und vorallem, werden wir uns nicht als Untote begegnen und dem Dämon dienen, nein...wir werden Sie aufhalten....und wenn wir sterben, dann als Schatten...ehrenvoll und in Frieden."

Die Köpfe der Schatten begannen zu nicken.
"Dieses Vieh, es wurde schon einmal von uns aufgehalten. WIR SIND SCHATTEN....WIR HABEN GEGEN ARMEEN BESTANDEN, HABEN KÖNIGREICHE FALLEN LASSEN....DA WIRD MAN UNS NICHT GEGEN UNSEREN WILLEN IN UNSEREN VERSTECKEN AUFHALTEN....NEIN WIR ENTSCHEIDEN, WIE WIR STERBEN UND WAS MIT UNS GESCHIEHT."
Der Schattenlord erhob sein Schwert.
"LASST UNS KÄMPFEN, MEINE BRÜDER....UND DIESER BRUT IN DEN ALLERWERTESTEN TRETEN."
Die Schatten erhoben ihre Waffen, ein Gebrüll der Kampfeslust entkam ihr.
Balrat trat näher, stolz war in seinen Augen zu sehen.
"Ihr seit wahrlich unser Lord."
"Danke Balrat...doch nun, wir müssen Durchbrechen, durch den Westflügel...dort werden wir in der Alchemiekammer die Explosionstränke zünden und dieser Brut die Hölle auf Gerimor geben."

Sie zogen die Waffen an sich und stellten sich an die laut pochernde Tür zum Westflügel.
Der Schattenlord vorne an, seine Hand glitt zum Schloss und nur langsam zog er den Riegel beiseite.
"Für die Schatten, meine Männer...für den Frieden."
Dann öffnete er die Türe.
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Arsen Talmar
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Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:41

Beitrag von Arsen Talmar »

Schatten spielen auf der Wand, sichtbar geworden durch das Kerzenlicht welches ab und zu durch einen Luftzug flackert und fast erlischt. Düsteres Licht lässt den Keller mit seinem großen Steintisch wie eine Höhle erscheinen, eine Gruft in der die Gestalt eines Dämons aus dem Schatten tritt…zumindest lassen die Nebelschwaden mit ihrem beißenden Geruch, welche schwer in der Luft liegen, solche Vorstellungen aufkommen. Jeglichen Zeitbegriff verloren und mit von den Dämpfen in eigenartigen tranceähnlichen Zustand versetzt sitze ich über alte Bücher gebeugt und blicke auf die schillernde Philole, aus der die purpurnen Dämpfe aufsteigen. Zutat und Zutat, Trank um Trank hatte ich vermengt und dann doch wieder weggeschüttet doch nun bin ich mir sicher dies ist der Trank der uns weiterbringen und dem Schattenlord Ruhe und hoffentlich Heilung. Letztendlich werd ich es aber erst wissen, wenn er den Trank zu sich genommen hat, egal wie lange ich nun noch in das Buch und auf die Phiole starre.

Die frische Luft verursacht direkt Schmerzen nach all den eingeatmeten Dämpfen, Krämpfe lassen mich in die Knie gehen und nach Atem ringen. Minuten vergehen bis die Atemnot weicht und ich mich erheben kann, immer noch verschwommen meine Umgebung wahrnehmend als läge ein schwärzlicher Schleier über meinen Augen. Es ist Nacht, nicht vorzustellen wie meine Augen protestieren würden schiene jetzt die Sonne am blauen Himmel, ich glaube ich wäre schlagartig blind geworden. Doch da selbst der Mond ein Einsehen hat und sich hinter Wolken versteckt ist die Nacht eine Wohltat für mich, wie ein zweites Zuhause, und schon wenig später bin ich auf dem Weg zurück zur Akademie. Nur kurz schleicht sich in meinen Geist der Gedanke, dass es eine weitere schlaflose Nacht gewesen war die ich über dem Trank brauen verbracht habe, dann kreist alles in meinem Kopf wieder um den Sterbenden in der Akademie, deren Schemen langsam vor mir aus dem Dunkeln auftauchen.

Selina wartet auf mich am oberen Absatz der Treppe. Sie ist müde, sehr müde, ihre Haare hängen wirr in ihr Gesicht und verdecken wie ein Schleier ihre Augen, aus denen nun Hoffnung aber auch eine stumme Frage schimmern, doch die Antwort auf ihre Frage kann ich ihr nicht geben. Nein, ich weiß nicht ob was ich versuchen werde den Erfolg bringt den wir uns erhoffen, aber es ist der einzige Weg den ich gefunden hatte, finden konnte, und egal was wir nun versuchen würden, es war besser als tatenlos zuzusehen wie der Bewusstlose unter unseren Händen stirbt. Und trotzdem reiche ich nur zögerlich die Phiole, denn nun liegt sein Leben in meinen Händen, ist es nicht nur er selbst der darüber entscheidet, nun ist es auch die Gabe des Falken die sein Leben mitbestimmt. Auch meine Frau zögert, blickt mich an, doch in diesem Blick liegt nun unendliches Vertrauen, nun ist das Zögern verschwunden, steht sie schon bei dem Reglosen und flösst ihm das Elixier ein, abwartend was geschehen mag.

Nichts geschieht, sollte ich mich doch getäuscht haben, meine Gaben und Kenntnisse falsch eingeschätzt, ja gar überschätzt haben? Selina lehnt sich an mich, sucht den Schutz des Armes, den ich um sie lege und wartet voller Hoffnung weiter auf eine Reaktion des Schattenlords. Schon will ich resigniert mich abwenden, da versteift sie sich in meinem Arm, sieht sie doch vor mir erneut den schwarzen Nebel aus seinen Augen entweichen, jene unheimliche Dunkelheit, doch verpufft sie nicht schwach in der Luft wie die Nacht zuvor, nein, diesmal beginnt sie uns einzuhüllen, ein schwarzer Vorhang der uns immer mehr vom Licht entfernt, bis nur noch Nebel existiert und uns gefangen hält, ohne das wir wissen was nun passiert….
Zuletzt geändert von Arsen Talmar am Montag 18. August 2008, 23:22, insgesamt 1-mal geändert.
Der Erzähler

Beitrag von Der Erzähler »

Schlurfen, dem Meister gehorchen....

Er schlich sich vorran, traf nach kurzem herumirren in diesen Tunneln auf seine alten Gefährten. Sie waren im Begriff in die Alchemiekammer zu stürmen und...ja und was dann?
"Was...macht ihr da? Freunde? Schatten?" Der hinterste Schatten fuhr herum, kurz verzog sich sein Gesicht vor ekel, dann streckte er die Hand aus "Was ist...mit dir...geschehen?"

"Angeschlagen, keine Kälte, keine Wärme. Warum habt ihr mich liegen lassen? Nein, der Herr wartet, ja! Der Herr! Blut...schau meinen Arm hinunter, moment...wo ist mein Arm?" er schaute an seiner rechten Schulter hinunter, wo sich jedoch nurnoch ein kleiner angefressener Stumpf befand

Der Schatten, welcher ihm wohl helfen wollte, zog seine Hand zurück
"Was zum...du redest wirres Zeug!"

Der wirre sah langsam von seinem Stumpf hinauf, blickte dem Hilfeleistenden direkt in die Augen, ein grummeln verließ seinen Bauch, darauf ein Würgen, als letztes kam nurnoch ein "Verzeiht mir....HUNGER!" über seine Lippen, ehe er vorran schlurfte um seinen ehemaligen Kameraden zu beissen.

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"Sehr gut...mein getreuer Diener" Dem Dämon triefte der Geifer vor Erregung aus dem, mit etlichen Zangen bewährten Mund "Wir haben sie...Alchemie...hmm, sie wollen doch nicht etwa!? Pah! So sollen sie es versuchen. Hm hm, sollen sie sich mit den Untoten herumschlagen, ich habe genug davon! Ja...ich werde sie mir persönlich holen und ihre Köpfe auslutschen, mjamm!"

Der Dämon schraubte sich ohne große Probleme in die Felswand, während aus den hintersten Gängen mehr und mehr Untote folgten, alle in Richtung der übrigen Schatten schlurfend.

Die Horde von Untoten schien kein Ende zu nehmen, sie sammelten sich, direkt vor den Schatten, unübersichtlich weit in die anderen Tunnel und Schächte, von überall her kamen sie. Kampfbereit hielten ein paar Schatten die sich in einer Linie vor der Kammer aufgestellt hatten die Stellung. Ein jeder Untoter der fiel, wurde direkt von hinten durch einen neuen ersetzt, jeder Schatten der fiel, stand sofort wieder auf und attackierte seine Kameraden. Der Dämon hingegen...schien zu fehlen.
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Malachai Schwarzmourne
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Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Der Rauch verdichtete sich um die Körper von Selina und Arsen. Eingehüllt in jenen unheilvollen Schatten, schienen ihre Gedanken zu schweben, sie zu tragen, in eine andere Welt. Eine Welt voller Qualen und ewiger Pein. Doch nicht für sich selber, nein, dass was Sie sahen, war schlimm, doch es waren die Ängste und Gedanken jemand anderes. Einen Schmerz, den Sie nicht nachvollziehen konnten.
Sie konnten es verabscheuen, Sie konnten ihn bemitleiden, doch Sie konnten nicht das fühlen, was er dabei fühlte, als er es erlebte, als er es tat und als er es nun wieder und wieder sieht.
Die Gedanken, die begannen ihn zu zerreissen wie eine Wolfsbande ihre Beute, nach und nach genüsslich und um des Überlebenswillen.
Sie könnten ihm beistehen, ihn neue Kraft geben, ihm das zeigen, was diese Seuche nicht vermag ihm zeigen zu wollen: Einen Grund, warum er am Leben bleiben sollte.
Sein Körper, welches weiterhin auf diesem Feldbett lag, schmerzte und zerreisste ihn, liess ihn hin und her taumeln. Doch es war anders, er schien von weitem wie mit neuer Kraft gesäät, die Kraft von Schatten, ohne die ein Schattenlord nichts weiter als ein normaler Mensch wäre.

Dieser Schlag kam nicht unerwartet, nein, ich hätte ihn mit leichtigkeit parrieren können, hätte ihn umstossen können, gar töten.
Doch hatte ich es verdient?
Könnte ich die Bürde auf mich nehmen, meinen eigenen Sohn zu verletzten, jener, der ein Recht darauf besass, mich zu hassen und zu verachten?
"Was ist Vater, denkst du, du tust nun Buße mir und den anderen Gegenüber, denkst du, du kannst dadurch vergessen, dich möglicherweise rauswinden, so wie du es immer tatest, wie eine falsche Schlange."
"Mein Sohn, verstehe mich doch...ich wollte immer nur das Beste."

Wieder kam ein Schlag, es war erstaunlich, welch Kraft mein Sohn entwickelt hatte. Ja, er war ein Schatten durch und durch.
"Das Beste, ha, dass ich nicht lache.Du hast immer für andere gehandelt, immer für die falschen Personen und jene, die dir ach so wichtig sein sollten, die liesest du im Stich. STERB ENDLICH."
Ich verlor die Kraft, ja, ich sollte sterben. Er hatte Recht, mein eigener Sohn. Was ist das Leben wert, wenn selbst das eigene Fleisch und Blut mich verachtet hatte. Was sollte ich schon tun?
Ihn töten, so wie ich immer meine Probleme gelöst habe. Ihn foltern und quälen auf das sich meine Rachegelüste wieder stillen liessen?
Ich war ein Monstrum, nicht besser als irgendwelche Untoten oder gar der Seuchendämon selbst. Ich handelte immer nach Instinkt und dieser fand mehr als einmal den blutigen Weg.
Ein weiterer Tritt, dieser kam kräftiger. Ich flog viele Meter nach hinten, ich hustete, spuckte Blut aus, doch der Schmerz war erträglich, er gab mir Buße für meine Sünden. Er war körperlich, war vergänglich, nicht so wie der Schmerz in meiner Seele, der ewig währen würde.
Ich wollte liegen bleiben, wollte dies beenden....ja....sterben, entlich ruhe und frieden finden.
Doch man wollte es nicht.
Schritte, es war ruhig um meinen Sohn geworden.
Ich warf einen Blick zu ihm, er schaute zu mir...nein...er schaute in meine Richtung, an mir vorbei. Ein fragender Blick, ein Blick, der Verständnisslos war. Fragen zierten seine Ausdrücke und ich folgte seinem Blick.
"Steh auf, mein alter Freund."
Wieder eine Täuschung, wieder ein Trick, um mir mehr Leid vor Augen zu führen?
Ich schaute zu der Hand, die zu mir gereicht war, weiter hinauf und konnte meinen Augen nicht trauen, als ich in die Gesichter von Selina und Arsen blickte.
Welch böse Geister spielten einen Streich mit mir, welch Höllenqualen würden die beiden nun für mich vorbereiten. So entsinne ich mich nicht daran, auch ihnen Schmerz und Leid angetan zu haben...es sei denn...die Wege der Schatten waren immer unergründlich.

"Es ist vorbei mein alter Freund, nun ist es Zeit." Balrat verband seinen schwer blutenden Arm.
Der Schattenlord schaute an ihm vorbei zu der restlichen Handvoll Schatten, die sich tapfer und mutig den Invasoren entgegensetzten, nur um ihre eigenen Freunde, Brüder und Schwestern, gar Väter niederzustrecken weil sie den Fluch des Seuchendämons verfallen sind.
Es war quallvoll mit anzusehen, er wandte den Blick ab, schaute zu den Mixturen an den Tischen.
"Hier muss es sein, Dantian war kein Narr. Vor seiner Abreise sicherte er die Schatten ab, ich weiß es, er wird kein System entwickeln, bei dem es nicht eine Hintertür gab."
Hastig riss er Bücher von den Regalen, warf Tische um, während die Schreie jener nach und nach erlischen, die den Untoten verfallen sind.
Balrat zog seine Waffe wieder an sich.
"Ich werde Sie solange aufhalten, wie es geht mein Schattenlord, bitte...sorgt dafür, dass wir alle den ewigen Frieden finden."
Ehe der Schattenlord etwas sagen konnte, sprang Balrat die Treppe hinauf in den Vorraum der Alchemistenkammer und die Kampfesgeräusche erhhallten zu neuer Lautstärke.
Doch es blieb keine Zeit, ja, er könne kämpfen, doch es wäre ein aussichtsloser Kampf. Er müsse einen Weg finden, um das Gleichgewicht zu halten. Entweder würden Sie überleben...oder alle würden sterben...inklusiver der untoten Brut, die Sie heimgesucht haben.
Wieder dieses Scharben, wieder das bröckeln der Wände.
Nein, sie kamen, Sie suchten sich neue Wege, wenn andere versperrt waren. Wie Fische, die Hindernisse umschwommen, buddelten Sie sich durch die Wände, sie waren fast da und dann hätte er keine Chance mehr.
Er ging zum nächsten Regal und entfernte alle Bücher, da fiel ihm eines ins Auge.
"Was man von den Schatten lernen konnte. Eine Chronik vom Alchemisten zum Attentäter."
Dantian war für seinen Zynismus bekannt. Er nahm das Buch und öffnete es. Es beinhaltete keine Seiten, nein, diese wurden in der Mitte entfernt und beherbergten nur einen Schlüssel.
Der Schattenlord zog ihn und schaute sich um.
Eine kleine, schwarz verzierte Kiste stand auf den Schreibtisch, der Schattenlord wollte Sie heben, doch Sie schien wie festgenagelt.
Ein Schloß, er nahm den Schlüssel, drehte ihn 3x gegen den Uhrzeigersinn und mit jeden Zug merkte er, dass es schwerer ging.
Ein klacken, dann öffnete er langsam die Kiste und sah ein Band, dass mit dem öffnen gezogen wurde.
Leicht hineinblinzelnd erkannte er jenes eiserne Fädchen, dass einst die Falle auslösen sollte, desweiteren zwei Lilafarbene Phiolen.
"Explosionstränke...", hauchte der Schattenlord leicht.
Er nahm jene heraus und drehte sich zu der Tür zur Alchemiekammer.
Es wären genug Tränke und Chemikalien vorhanden, es könnte klappen.
Er schmiss die Phiolen, der schrei von Balrat signalisierte ihn, dass die Zeit knapp wurde.
Eine Explosion erschütterte die Vorräume, wie eine Kettenreaktion sprangen die Explosionen zu den anderen giftigen Chemikalien über und bliessen eine Staubwolke in Dantians Büro, die den Schattenlord zu Boden riss.
Er erhob sich, das Kampfgemetzel schien vorbei, sein Blick wanderte auf den Buchrücken des Buches, indem er den Schlüssel fand.
Es war eine Karte, von den Höhlensystemen der Schatten, mehr noch, beinhaltete es einen Plan, wann welche Ladung hochgehen würde.
Ein Ausweg?
Was hatte er zu verlieren.
Der Plan würde ihn zurück in die Halle führen, würde vorher aber den Nordflügel sprengen. Eine Möglichkeit zu entfliehen?
Wenn der Nordflügel nicht beschädigt....moment...eine zweite Ladung...ja....eine Ladung ist eingezeichnet, leicht unter dem Boden..sie würde einen den Weg ebnen...eine zweite Ladung in den Wänden würde alles zum Einsturz bringen.
Es wäre sehr knapp, doch machbar.
Die Wände bröckelten, langsam glitt eine Hand aus der Wand hervor und riss ein Bild von einem dunklen Reiter in einer dunklen Nacht vor einem dunklen Wald nieder.
Schnell noch prägte sich der Schattenlord den Gang der Explosionsflaschen ein, wann welche Ladung wo hochgehen würde und versuchte dabei, dass Ausmass der Beschädigung bis zum totalen Einsturz zu berechnen.
Dantian war ein Genie ohnesgleichen und er wäre nun der Erretter der Schatten, die jene vor einem unheilbaren Fluch bewahren würden.
Die Hand brach durch, doch mehr kam dahinter ein fauliger Gestand.
War es der Seuchendämon selbst, der durch diesen Weg hinzukommen sollte?
Egal.
Der Schattenlord erhebte sich und seine Hand griff nach der Kiste, die Hand des Untoten ragte hervor und griff nach der seinigen.
Kurzen Moment stille, der Schattenlord schaute zu jener Hand.
"Sterbt ihr widerlichen Bastarde...und fahrt in eure ewige Verdammnis zurück...alleine...ohne die Schatten."
Dann öffnete er die Kiste gänzlichst, sodass der Faden sich bis zum maximum anspannte.
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