Wie angelt man sich einen Adeligen ?
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Constance von Dragenfurt
Wie angelt man sich einen Adeligen ?
Was für ein Tag, ein anstrengender dazu. Den ganzen Tag hatte sie schon das Haus umgeräumt und immer wieder etwas gefunden was ihr nicht passte. Dahin eine Blume mehr und da ein Schrank weniger. Schlussendlich war sie am späteren Nachmittag dennoch einmal halbwegs zufrieden. Zufrieden setzte sie sich an ihren Tisch, auf dem allerlei Braugeräte zu finden waren. Das Buch darauf aufschlagend, in welchem sie ihre Warenbestände verzeichnet hatte, seufzte sie daraufhin. Zuvieles war bereits leer oder schon fix verkauft. Und als sie dann ihre Kräuterbestände überprüfte muss sie leicht resignieren. Da mussten wohl einige Bauern angeschrieben werden und sie musste wohl endlich einmal Silvan in den Hintern treten das er ihr von seinen Beutezügen einmal verschiedene Dinge mitbringt. Aber eigentlich ein ganz normales Dasein.
Am späteren Abend schaute dazu noch ihre Schwester Mariella bei ihr vorbei. Constance wusste innerlich das sie es sich nicht nehmen lassen würde sie zu besuchen, schon alleine da sie etwas neidisch war das Constance ein eigens Haus besass und Silvan jenes zulässt.
Mir großen Augen huschte Mariella hinter ihr her, als sie ihr das Haus zeigte. Gross war es wahrlich nicht, aber ausreichend für alles notwendige. Ein kleines Bad und vor allem einen riesigen Kleiderschrank der sie fast sprachlos machte. Eingeschnappt war ihr erster Vorschlag natürlich zu tauschen und Constance in ihre Kammer zu schicken, damit sie hier wohnen konnte. Mit einem lachen schickte sie Mariella wieder herunter, ehe sie noch zwei Flaschen Wein aus dem Schrank nahm und zwei Gläser dazu. Jenes Ereignis, endlich wieder in einem eigenen Haus der Freiheit zu sitzen musste gefeiert werden.
Es war eine menekanischer Dattelwein der geöffnet wurde, sehr süss und äusserst süffig.
Eigentlich begann das Gespräch belanglos. Mit kleinen Neckereien das Constance sich erlauben durfte alleine zu leben und vor allem viel mehr Freiheiten genoß als Mariella.
Nach dem ersten leeren Glas aber schwing ihr Thema auf die Männer um. Vor allem daher, das die beiden versuchten zu erörtern wer denn zu ihrem lieben Bruder Silvan passen würde. Allerdings wurde dies Thema schnell abgehakt, da man seine Vorstellungen ja kannte und er eine politische Heirat so oder so immer vorzog. Also die Frau die ihm genügt sollte erst noch geboren werden, war der letzte Satz der beiden Frauen.
Danach aber begann das Gespräch interessanter zu werden. Denn es ging darum welche Männer bisweilen für die beiden Frauen in Frage kommen würden. Aber man kam schnell darauf das es bisweilen keine große Auswahl gäbe. Zuerst wurde Sir von Reensdorf erörtert. Aber da er ansich „nur“ den Titel eines Reichsritter inne hatte wurde dies schnell wieder verworfen. Es wäre nicht in Silvans Sinne und nicht hoch genug.
Danach kam man auf den Freiherrn von Weylenstein. Constance selber kannte ihn kaum, dafür aber ihre Schwester wohl umso besser. Schnell kam man darauf das jener wohl ein Auge auf Mariella geworfen haben könnte. Auch wenn sie nicht wirklich begeistert wirkte, als sie über ihn sprach. Da der Freiherr der Bürgermeister der Stadt ist, hatte er wohl sogut wie nie einmal Zeit. Die Bücher und Schriften auf dem Amt erörtere er wohl als seinen Lebensinhalt und für Privates war er nur durch Überredungen zu bekommen. Nein, solch einen Mann wünschte sich ihre Schwester nicht.
Als nächstes kam man auf den Baron von Wolfenfels zu sprechen. Schnell wurden sich beide einig das er sehr gut aussieht und ein souveränes Auftreten hatte. Irgendwie erschien es Constance, das Mariella sie bei jenem Namen komisch ansah. Aber ihr selbst fiel noch einiges mehr zu Yarin ein. Ein Mann der im adeligen Umgang perfekt war, ein absoluter Gentlemen. Ein wunderbarer Gesprächspartner, mit dem es nie langweilig wurde. Er ist der Hofmagier, der Leiter des Konvents.
Schnell bemerkte Constance selbst das sie ein wenig ins schwärmen kam und auch Mariella bemerkte dies und neckte sie sogleich deswegen.
Ansich war jenem nichts entgegenzusprechen. Er war eine äusserst gute Partie in der Stadt. Er hatt einen hohen Stand, einen sehr guten Leumund. Perfekt in den Augen Silvans, da waren sich die beiden schnell sicher.
Und als man sich dessen sicher wurde ging es bei den beiden Frauen hoch her. Eine Diskussion enstand wie man denn am besten einem Adeligen imponieren könnte, ohne dabei wie eine einfache Bürgersfrau zu wirken die einem Mann hinterherläuft.
Schnell kam man dabei auf Mutters alte Schule zu sprechen und diskutiere eifrig in jenen Dingen. Parfüm war dabei das erste große Thema. Constance musste auflachen, denn zuwas hatte sie denn die Alchemie studiert wenn ihr nicht auch so etwas gelänge herzustellen. Danach platzte Mariella damit heraus während eines Spazierganges einfach zu stolpern und danach .. ja das wusste man ja. Ein Mann der eine Frau aus der Not rettet und sie schützt, was gab es denn schöneres. Dann kam man noch auf die Idee bei ihm einmal etwas zu vergessen, das Taschentuch dabei als erste Variante annehmend.
Und viele andere Dinge diskutierten die beiden Frauen zunehmend aus, während der Inhalt der Weinflasche immer weiter schrumpfte.
Inmitten der Diskussion platze dann einfach Mariella heraus das die beiden jenes genau planen werden um den Baron für Constance zu gewinnen. Zwar protestierte sie selbst Anfangs dagegen, aber sie selbst hatte doch schon länger ein Auge auf ihn geworfen.
Danach versuchte Constance den Spieß einfach einmal herumzudrehen und Mariella nach einem Verehrer auszufragen. Oder jemanden der für sie in Frage kommen würde. Sie verneinte jenes zwar deutlich, zu deutlich in ihren Augen. Wie gut kannte sie ihre Schwester doch wenn sie sich um ihre Schwester dahingehend mühte wenn sie nicht selbst etwas im Hintergrund hätte. So stichelte sie Mariella immer weiter in jener Hinsicht auf, bis sie abwürgte indem sie sagte das jenes eh keine Zukunft hätte.
Nur eine Verbindung hätte keine Zukunft wenn sie sich unterhalb ihres Standes verliebte.
Die Standpauke darauf wirkte allerdings ein wenig zu hart.
Was dachte sie sich dabei? Wusste sie nicht was passiert wenn Silvan auch nur einen Hauch davon erfahren würde? Hatte sie selbst es nicht damals erlebt als er sie und Arenvir in der Taverne erwischte weil sie einen falschen Blick austauschten? Aber jenes wusste glücklicherweise Mariella nicht. Mariella wurde vor ihr immer kleiner und verschüchterter. Der Name war es, der ihr wichtig war. Wenn sie wusste wer es war, konnte sie vielleicht noch etwas retten. Die folgende Frage aber sollte alles aufschliessen. Ist es wenigstens jemand der darauf hoffen kann einmal geedelt zu werden? Als sie jenes auch noch bejahte begannen ihre Gedanken zu kreise und alle möglichen Personen durchzugehen. Aber immer wieder kam sie nur auf den einen Gedanken und dies durfte nicht sein !
Hatte er nicht einst ihr versprochen um sie anzuhalten wenn er geedelt wird?
Der Name viel und es wurde still im Raum. So still das man eine Nadel hätte fallen lassen können. Constance griff zu ihrem frisch gefüllten Glas Wein und trank jenes in einem Zug aus.
Am späteren Abend schaute dazu noch ihre Schwester Mariella bei ihr vorbei. Constance wusste innerlich das sie es sich nicht nehmen lassen würde sie zu besuchen, schon alleine da sie etwas neidisch war das Constance ein eigens Haus besass und Silvan jenes zulässt.
Mir großen Augen huschte Mariella hinter ihr her, als sie ihr das Haus zeigte. Gross war es wahrlich nicht, aber ausreichend für alles notwendige. Ein kleines Bad und vor allem einen riesigen Kleiderschrank der sie fast sprachlos machte. Eingeschnappt war ihr erster Vorschlag natürlich zu tauschen und Constance in ihre Kammer zu schicken, damit sie hier wohnen konnte. Mit einem lachen schickte sie Mariella wieder herunter, ehe sie noch zwei Flaschen Wein aus dem Schrank nahm und zwei Gläser dazu. Jenes Ereignis, endlich wieder in einem eigenen Haus der Freiheit zu sitzen musste gefeiert werden.
Es war eine menekanischer Dattelwein der geöffnet wurde, sehr süss und äusserst süffig.
Eigentlich begann das Gespräch belanglos. Mit kleinen Neckereien das Constance sich erlauben durfte alleine zu leben und vor allem viel mehr Freiheiten genoß als Mariella.
Nach dem ersten leeren Glas aber schwing ihr Thema auf die Männer um. Vor allem daher, das die beiden versuchten zu erörtern wer denn zu ihrem lieben Bruder Silvan passen würde. Allerdings wurde dies Thema schnell abgehakt, da man seine Vorstellungen ja kannte und er eine politische Heirat so oder so immer vorzog. Also die Frau die ihm genügt sollte erst noch geboren werden, war der letzte Satz der beiden Frauen.
Danach aber begann das Gespräch interessanter zu werden. Denn es ging darum welche Männer bisweilen für die beiden Frauen in Frage kommen würden. Aber man kam schnell darauf das es bisweilen keine große Auswahl gäbe. Zuerst wurde Sir von Reensdorf erörtert. Aber da er ansich „nur“ den Titel eines Reichsritter inne hatte wurde dies schnell wieder verworfen. Es wäre nicht in Silvans Sinne und nicht hoch genug.
Danach kam man auf den Freiherrn von Weylenstein. Constance selber kannte ihn kaum, dafür aber ihre Schwester wohl umso besser. Schnell kam man darauf das jener wohl ein Auge auf Mariella geworfen haben könnte. Auch wenn sie nicht wirklich begeistert wirkte, als sie über ihn sprach. Da der Freiherr der Bürgermeister der Stadt ist, hatte er wohl sogut wie nie einmal Zeit. Die Bücher und Schriften auf dem Amt erörtere er wohl als seinen Lebensinhalt und für Privates war er nur durch Überredungen zu bekommen. Nein, solch einen Mann wünschte sich ihre Schwester nicht.
Als nächstes kam man auf den Baron von Wolfenfels zu sprechen. Schnell wurden sich beide einig das er sehr gut aussieht und ein souveränes Auftreten hatte. Irgendwie erschien es Constance, das Mariella sie bei jenem Namen komisch ansah. Aber ihr selbst fiel noch einiges mehr zu Yarin ein. Ein Mann der im adeligen Umgang perfekt war, ein absoluter Gentlemen. Ein wunderbarer Gesprächspartner, mit dem es nie langweilig wurde. Er ist der Hofmagier, der Leiter des Konvents.
Schnell bemerkte Constance selbst das sie ein wenig ins schwärmen kam und auch Mariella bemerkte dies und neckte sie sogleich deswegen.
Ansich war jenem nichts entgegenzusprechen. Er war eine äusserst gute Partie in der Stadt. Er hatt einen hohen Stand, einen sehr guten Leumund. Perfekt in den Augen Silvans, da waren sich die beiden schnell sicher.
Und als man sich dessen sicher wurde ging es bei den beiden Frauen hoch her. Eine Diskussion enstand wie man denn am besten einem Adeligen imponieren könnte, ohne dabei wie eine einfache Bürgersfrau zu wirken die einem Mann hinterherläuft.
Schnell kam man dabei auf Mutters alte Schule zu sprechen und diskutiere eifrig in jenen Dingen. Parfüm war dabei das erste große Thema. Constance musste auflachen, denn zuwas hatte sie denn die Alchemie studiert wenn ihr nicht auch so etwas gelänge herzustellen. Danach platzte Mariella damit heraus während eines Spazierganges einfach zu stolpern und danach .. ja das wusste man ja. Ein Mann der eine Frau aus der Not rettet und sie schützt, was gab es denn schöneres. Dann kam man noch auf die Idee bei ihm einmal etwas zu vergessen, das Taschentuch dabei als erste Variante annehmend.
Und viele andere Dinge diskutierten die beiden Frauen zunehmend aus, während der Inhalt der Weinflasche immer weiter schrumpfte.
Inmitten der Diskussion platze dann einfach Mariella heraus das die beiden jenes genau planen werden um den Baron für Constance zu gewinnen. Zwar protestierte sie selbst Anfangs dagegen, aber sie selbst hatte doch schon länger ein Auge auf ihn geworfen.
Danach versuchte Constance den Spieß einfach einmal herumzudrehen und Mariella nach einem Verehrer auszufragen. Oder jemanden der für sie in Frage kommen würde. Sie verneinte jenes zwar deutlich, zu deutlich in ihren Augen. Wie gut kannte sie ihre Schwester doch wenn sie sich um ihre Schwester dahingehend mühte wenn sie nicht selbst etwas im Hintergrund hätte. So stichelte sie Mariella immer weiter in jener Hinsicht auf, bis sie abwürgte indem sie sagte das jenes eh keine Zukunft hätte.
Nur eine Verbindung hätte keine Zukunft wenn sie sich unterhalb ihres Standes verliebte.
Die Standpauke darauf wirkte allerdings ein wenig zu hart.
Was dachte sie sich dabei? Wusste sie nicht was passiert wenn Silvan auch nur einen Hauch davon erfahren würde? Hatte sie selbst es nicht damals erlebt als er sie und Arenvir in der Taverne erwischte weil sie einen falschen Blick austauschten? Aber jenes wusste glücklicherweise Mariella nicht. Mariella wurde vor ihr immer kleiner und verschüchterter. Der Name war es, der ihr wichtig war. Wenn sie wusste wer es war, konnte sie vielleicht noch etwas retten. Die folgende Frage aber sollte alles aufschliessen. Ist es wenigstens jemand der darauf hoffen kann einmal geedelt zu werden? Als sie jenes auch noch bejahte begannen ihre Gedanken zu kreise und alle möglichen Personen durchzugehen. Aber immer wieder kam sie nur auf den einen Gedanken und dies durfte nicht sein !
Hatte er nicht einst ihr versprochen um sie anzuhalten wenn er geedelt wird?
Der Name viel und es wurde still im Raum. So still das man eine Nadel hätte fallen lassen können. Constance griff zu ihrem frisch gefüllten Glas Wein und trank jenes in einem Zug aus.
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Taralea Mirrosil
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Zuletzt geändert von Taralea Mirrosil am Sonntag 3. August 2008, 20:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Mariella von Dornwald
Durch die feinen Gardinen blickte sie hinab in den Garten. Der Kopf brummte immer noch leicht, obwohl sie bereits ordentlich gegessen und sich mit gerade noch erträglich kaltem Wasser gewaschen hatte. Irgendwie war es ihr gelungen, am Abend zuvor unbemerkt in ihr Zimmer zu gelagen. Mit Sicherheit hätte es ein Donnerwetter gegeben, hätte Silvan sie in ihrem Zustand gesehen. Bereits als sie mit Constance die Weinflasche geelert hatte, spürte sie die ungewohnte Wirkung des Weines, doch der kurze Fußweg nach Hause hatte sie den Alkohol nur noch verstärkt spüren lassen.
Unwillkürlich seufzte sie leise auf. Constances Haus war wunderbar. Klein, aber fein, liebevoll eingerichtet, mit allem, was eine Frau benötigte. Was aber noch viel schwerer aufwog: Es war zumindest eingeschränkt dem stets wachsamen Blick ihres Bruders entzogen. Eines Tages...
Wieder ein Seufzen, dann wandte sie sich vom Fenster ab und machte sich daran, ihr Haar zu richten. Sie griff zu der verzierten Holzbürste, die Mutter ihr geschenkt hatte und strich sorgsam über jede einzelne Strähne, bis auch der letzte Knoten entfernt war und das Haar in gewohnter Manier seidig glänzte. Die monotone Bewegung brachte das altbekannte Ergebnis mit sich: Ihre Gedanken schweiften ab. Zurück zum Haus ihrer Schwester, zurück zu jenem Abend und den verschiedenen Themen. Mariellas Gesicht wurde zu einer missmutigen Maske. Was war sie auch für ein geschwätziges Waschweib! Doch in der vertraulichen Atmosphäre, mit der durch den Wein gelockerten Zunge und unter dem forschenden Blick ihrer Schwester wusste sie schon bald nicht mehr, den Fragen auszuweichen. Das Dumme nur: Sie kannte die Antworten doch selber nicht. Gefühle waren wirklich eine schrecklich verzwickte Angelegenheit. Zu dumm, dass Constance einfach nicht lockergelassen hatte, bis ihr herausgerutscht war, dass sie sich durchaus zu einem Mann hingezogen... Nein, halt. Traf es das denn wirklich? Ja... oder? Fakt war, sie fühlte sich wohl. Doch ob es mit dem gleichzusetzen war, was allgemein als Verliebtheit bezeichnet wurde? Wohl kaum, fehlten doch die berühmten Schmetterlinge und das Abdriften der Gedanken in den unpassensten Momenten.
Mariella runzelte die Stirn. Sie hasste es, wenn sie nicht klar sah und so schob sie das Thema beiseite. So, wie sie es immer tat, auch beim Wein mit ihrer Schwester. Fast schon dankbar hakte sie sofort ein, als Constance den Namen des Barons ein weiteres Mal fallen ließ.
Während sie sich das Bild ihrer Schwester ins Gedächtnis rief, an das verräterische Glänzen in deren Augen denken musste, wann immer sie sich mehr als einen Herzschlag mit diesem Thema beschäftigte, griff Mariella grinsend zu der Schachtel mit ihren Haarnadeln und machte sich daran, aus dem offen über den Rücken fallenden Haaren eine kunstvolle Frisur zu stecken.
Ob Constance sich schon daran gemacht hatte, die Vorkehrungen für den ersten Schritt ihres Planes zu treffen? Wie in Kindertagen hatten die beiden getuschelt und Ränke geschmiedet, bis schließlich eine grobe Vorstellung entstanden war, wie Constance an ihr Ziel gelangte. Die Kunst lag darin, dass niemand es etwas merken durfte. Das gewünschte Ergebnis war simpel und doch höchst kompliziert. Baron Yarin von Wolfenfels sollte sich nichts sehnlicher wünschen, als das Herz der Freiin Constance Catala von Dragenfurt erobern zu dürfen. Welch Ironie, dass der künftige Jäger bereits Beute war, ohne es auch nur zu erahnen. Wenn die Schwestern in einem gut waren, dann in meisterlicher Zusammenarbeit zu bekommen, was sie wollten.
Schritt eins: Der Baron musste unbedingt den Duft Constances so in Erinnerung behalten, dass er ihn auch Tage später wiedererkennen würde. Nämlich an jenem Tag, an dem er ganz zufällig das Tuch ihrer Schwester irgendwo auffinden würde. So er der taktvolle Herr war, den Constance in ihm vermutete, wäre es eine ideale Gelegenheit ihn unauffällig wieder mit ihr in Kontakt zu bringen.
Mariella steckte die letzte Haarnadel fest und betrachtete im Spiegel das Ergebnis. Hier und da zupfte sie noch ein paar Strähnen zurecht, dann erhob sie sich. Da Silvan vermutlich nicht daheim war - wie so oft in letzter Zeit - würde sie sich nun auf den Weg zum Laden ihrer Schwester machen. Sie war gespannt, welche Neuigkeiten diese zu berichten hatte.
Unwillkürlich seufzte sie leise auf. Constances Haus war wunderbar. Klein, aber fein, liebevoll eingerichtet, mit allem, was eine Frau benötigte. Was aber noch viel schwerer aufwog: Es war zumindest eingeschränkt dem stets wachsamen Blick ihres Bruders entzogen. Eines Tages...
Wieder ein Seufzen, dann wandte sie sich vom Fenster ab und machte sich daran, ihr Haar zu richten. Sie griff zu der verzierten Holzbürste, die Mutter ihr geschenkt hatte und strich sorgsam über jede einzelne Strähne, bis auch der letzte Knoten entfernt war und das Haar in gewohnter Manier seidig glänzte. Die monotone Bewegung brachte das altbekannte Ergebnis mit sich: Ihre Gedanken schweiften ab. Zurück zum Haus ihrer Schwester, zurück zu jenem Abend und den verschiedenen Themen. Mariellas Gesicht wurde zu einer missmutigen Maske. Was war sie auch für ein geschwätziges Waschweib! Doch in der vertraulichen Atmosphäre, mit der durch den Wein gelockerten Zunge und unter dem forschenden Blick ihrer Schwester wusste sie schon bald nicht mehr, den Fragen auszuweichen. Das Dumme nur: Sie kannte die Antworten doch selber nicht. Gefühle waren wirklich eine schrecklich verzwickte Angelegenheit. Zu dumm, dass Constance einfach nicht lockergelassen hatte, bis ihr herausgerutscht war, dass sie sich durchaus zu einem Mann hingezogen... Nein, halt. Traf es das denn wirklich? Ja... oder? Fakt war, sie fühlte sich wohl. Doch ob es mit dem gleichzusetzen war, was allgemein als Verliebtheit bezeichnet wurde? Wohl kaum, fehlten doch die berühmten Schmetterlinge und das Abdriften der Gedanken in den unpassensten Momenten.
Mariella runzelte die Stirn. Sie hasste es, wenn sie nicht klar sah und so schob sie das Thema beiseite. So, wie sie es immer tat, auch beim Wein mit ihrer Schwester. Fast schon dankbar hakte sie sofort ein, als Constance den Namen des Barons ein weiteres Mal fallen ließ.
Während sie sich das Bild ihrer Schwester ins Gedächtnis rief, an das verräterische Glänzen in deren Augen denken musste, wann immer sie sich mehr als einen Herzschlag mit diesem Thema beschäftigte, griff Mariella grinsend zu der Schachtel mit ihren Haarnadeln und machte sich daran, aus dem offen über den Rücken fallenden Haaren eine kunstvolle Frisur zu stecken.
Ob Constance sich schon daran gemacht hatte, die Vorkehrungen für den ersten Schritt ihres Planes zu treffen? Wie in Kindertagen hatten die beiden getuschelt und Ränke geschmiedet, bis schließlich eine grobe Vorstellung entstanden war, wie Constance an ihr Ziel gelangte. Die Kunst lag darin, dass niemand es etwas merken durfte. Das gewünschte Ergebnis war simpel und doch höchst kompliziert. Baron Yarin von Wolfenfels sollte sich nichts sehnlicher wünschen, als das Herz der Freiin Constance Catala von Dragenfurt erobern zu dürfen. Welch Ironie, dass der künftige Jäger bereits Beute war, ohne es auch nur zu erahnen. Wenn die Schwestern in einem gut waren, dann in meisterlicher Zusammenarbeit zu bekommen, was sie wollten.
Schritt eins: Der Baron musste unbedingt den Duft Constances so in Erinnerung behalten, dass er ihn auch Tage später wiedererkennen würde. Nämlich an jenem Tag, an dem er ganz zufällig das Tuch ihrer Schwester irgendwo auffinden würde. So er der taktvolle Herr war, den Constance in ihm vermutete, wäre es eine ideale Gelegenheit ihn unauffällig wieder mit ihr in Kontakt zu bringen.
Mariella steckte die letzte Haarnadel fest und betrachtete im Spiegel das Ergebnis. Hier und da zupfte sie noch ein paar Strähnen zurecht, dann erhob sie sich. Da Silvan vermutlich nicht daheim war - wie so oft in letzter Zeit - würde sie sich nun auf den Weg zum Laden ihrer Schwester machen. Sie war gespannt, welche Neuigkeiten diese zu berichten hatte.
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Constance von Dragenfurt
Das Parfum.. Schritt 1
„Was für ein Abend..“ dachte sich Constance als Mariella das Haus verlassen hatte. Innerlich seufzte sie einmal tief durch, auch wenn ihr der Wein dabei nicht wirklich half sich zu konzentrieren. „Wie war das noch ? .. stimmt, mit einem richtigen Parfum kann man fast jeden Mann für sich einwickeln.“
Ihre Erinnerungen wanden sich gen Menek`ur bei jenem Gednaken. Hatte sie doch vor einiger Zeit dort ein wunderbares Duftöl erstanden. Doch wo jenes nun genau war, wusste sie auch nicht. Somit machte sie sich daran dieses zu suchen. Sämtliche Truhen, Kisten, Beutel wurden durchsucht.
Herrjee .. dieser Umzug hat ja ein wunderbares Durcheinander hinterlassen. Wie soll man denn hier was anständiges finden?
Im Nächsten Moment hielt sie leise fröhlich aufjauchzend den Flakon in der Hand. Ein plötzliches anklopfen riss sie aber aus den Gedanken und der Flakon rutschte ihr vor diesem Schreck aus den Händen und fiel zu Boden. Mit einem leisen auffluchen ihrerseits versuchte sie noch schnell die gröbsten Spuren zu entfernen, ehe sie sich auf zur Türe machte. Ihre Hände rochen stark nach dem Duftöl, welches eine Mischung aus Kokosnuss und Mandeln war.
Ihr wurde im Moment des öffnens ziemlich anders, als Yarin vor der Türe stand.
Auch das noch.. jetzt .. um diese Uhrzeit .. und heute ? .. Jetzt ? .. verdammt .. ungünstiger ging nun wirklich nicht.
Mit einem höfischen Knicks und den entsprechenden Formeln begrüßte man sich und sie bat ihn hinein. Der Wein machte es ihr nun noch weit schwerer sich zu konzentrieren und ihre Sinne beieinander zu halten. Er hatte wohl per Zufall ihren neuen Laden entdeckt und wollte auf einen Sprung vorbeischauen. Aber der Hammer kam ein wenig später als er auf ihren Duft zu sprechen kam. Das jener eher zu einer Weihnachtszeit passte und sicher nicht zu dieser Jahreszeit.
Himmel .. bei Temora .. und das musste mir jetzt passieren ? Gut .. diese Flakons landen, sobald er das Haus verlassen hat, in der Mülltonne.
Sie musste sich innerlich sehr zusammenreißen, sich nichts anmerken zu lassen, das sie jenen Moment mehr als bereute.
Durch den Wein, der immer mehr an Wirkung hervortrat erleichtere ihr auch so manchen Blickwinkel gen Yarin. Sie merkte das ihre Augen immer wieder, recht direkter zu ihm herrüberblickten.
Reiss dich zusammen Mädchen, das ist unschicklich und das weißt du. Verdammt ich hasse diesen Wein, genau jetzt muss er seine volle Wirkung entfalten.
Somit versuchte sie ein wenig den Abend schneller zu beenden als es ihr eigentlich lieb war. Zugern hätte sie mit Yarin noch weitergeplaudert. Aber das Risiko war ihr einfach zu groß einen Fehler zu begehen der ihr Vorhaben zum scheitern verurteilen konnte.
Sie bemerkte das Yarin recht überrascht war, das sie den Plausch so schnell beenden wollte um ins andere Haus zu gehen. Da erst am nächsten Tag die restlichen Möbel geliefert wurden musste sie wenigstens heute noch im Haus von Silvan, bei Mariella übernachten.
„Was für ein Abend..“ dachte sich Constance als Mariella das Haus verlassen hatte. Innerlich seufzte sie einmal tief durch, auch wenn ihr der Wein dabei nicht wirklich half sich zu konzentrieren. „Wie war das noch ? .. stimmt, mit einem richtigen Parfum kann man fast jeden Mann für sich einwickeln.“
Ihre Erinnerungen wanden sich gen Menek`ur bei jenem Gednaken. Hatte sie doch vor einiger Zeit dort ein wunderbares Duftöl erstanden. Doch wo jenes nun genau war, wusste sie auch nicht. Somit machte sie sich daran dieses zu suchen. Sämtliche Truhen, Kisten, Beutel wurden durchsucht.
Herrjee .. dieser Umzug hat ja ein wunderbares Durcheinander hinterlassen. Wie soll man denn hier was anständiges finden?
Im Nächsten Moment hielt sie leise fröhlich aufjauchzend den Flakon in der Hand. Ein plötzliches anklopfen riss sie aber aus den Gedanken und der Flakon rutschte ihr vor diesem Schreck aus den Händen und fiel zu Boden. Mit einem leisen auffluchen ihrerseits versuchte sie noch schnell die gröbsten Spuren zu entfernen, ehe sie sich auf zur Türe machte. Ihre Hände rochen stark nach dem Duftöl, welches eine Mischung aus Kokosnuss und Mandeln war.
Ihr wurde im Moment des öffnens ziemlich anders, als Yarin vor der Türe stand.
Auch das noch.. jetzt .. um diese Uhrzeit .. und heute ? .. Jetzt ? .. verdammt .. ungünstiger ging nun wirklich nicht.
Mit einem höfischen Knicks und den entsprechenden Formeln begrüßte man sich und sie bat ihn hinein. Der Wein machte es ihr nun noch weit schwerer sich zu konzentrieren und ihre Sinne beieinander zu halten. Er hatte wohl per Zufall ihren neuen Laden entdeckt und wollte auf einen Sprung vorbeischauen. Aber der Hammer kam ein wenig später als er auf ihren Duft zu sprechen kam. Das jener eher zu einer Weihnachtszeit passte und sicher nicht zu dieser Jahreszeit.
Himmel .. bei Temora .. und das musste mir jetzt passieren ? Gut .. diese Flakons landen, sobald er das Haus verlassen hat, in der Mülltonne.
Sie musste sich innerlich sehr zusammenreißen, sich nichts anmerken zu lassen, das sie jenen Moment mehr als bereute.
Durch den Wein, der immer mehr an Wirkung hervortrat erleichtere ihr auch so manchen Blickwinkel gen Yarin. Sie merkte das ihre Augen immer wieder, recht direkter zu ihm herrüberblickten.
Reiss dich zusammen Mädchen, das ist unschicklich und das weißt du. Verdammt ich hasse diesen Wein, genau jetzt muss er seine volle Wirkung entfalten.
Somit versuchte sie ein wenig den Abend schneller zu beenden als es ihr eigentlich lieb war. Zugern hätte sie mit Yarin noch weitergeplaudert. Aber das Risiko war ihr einfach zu groß einen Fehler zu begehen der ihr Vorhaben zum scheitern verurteilen konnte.
Sie bemerkte das Yarin recht überrascht war, das sie den Plausch so schnell beenden wollte um ins andere Haus zu gehen. Da erst am nächsten Tag die restlichen Möbel geliefert wurden musste sie wenigstens heute noch im Haus von Silvan, bei Mariella übernachten.
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Constance von Dragenfurt
Parfum.. aus einem Gedanken wird ein Ziel
Der nächste Tag folgte und ihr Kopf war, nachdem sie einmal ordentlich ausgeschlafen hatte, auch wieder deutlich klarer. In ihrem Kopf schwirrten schon die ganze Nacht, in ihrem Traum, die verschiedensten Rezepturen für Parfums umher.
Das Frühstück fiel heute recht karg aus, durch ihre Eile. Nur einen Apfel und ein Glas mit Apfelsaft zwang sie in sich hinein, hatte sie doch noch soviel heute vor.
Noch während dem Essen schrieb sie in ihr Notizbuch die verschiedensten Blumen, Kräuter und Hölzer hinein, die ihr auf Anhieb einfielen. Die Blumen würde sie ganz sicher hier in der Stadt finden. Waren doch die Straßenränder voll von den verschiedensten und schönsten Blumen um diese Jahreszeit. Auch wusste sie aber, das sie jene nicht so einfach abgrasen konnte, würde man es ihr doch übel nehmen das Bild der Stadt so zu verschandeln.
Nun, zuerst musste dann der Garten der Familie herhalten.
Ein riesiger Rosenstrauch war auf der Rückseite des Hauses. Diesen hatte sie zusammen mit ihrer Schwester hochgezogen. Im Vorderen Bereich wollte Silvan keine Blumen haben, warum auch immer verabscheute er solche Spielerein, wie er es gerne nannte.
So machte sie sich daran zuerst den Garten hinter dem Haus vollends zu plündern. Etliche Efeuranken die am Haus emporwuchsen wurde herabgeschnitten. Der Kräutergarten wurde seines Rosmarin, der Pfefferminze geplündert. Jasmin, dies war der liebste Duft ihrer Schwester, auch jene wurden stark reduziert. In der hauseigenen Küche fand sie noch etwas Vanille, welches eine wundervolle Abrundung mancher Düfte geben würde.
Und viele andere Blumen die sie auf ihrem Wege dort fand, wurden stark reduziert, so das mehr oder minder nur noch ein halber Garten vorhanden war. Mariella würde sie dafür sicher köpfen, wenn sie aber das Ergebnis dafür sieht, wäre sie ihr sicher nicht böse.
Mit einem amüsierten schmunzeln auf den Lippen machte sie sich dann, mit dem vollen Korb unter dem Arm, auf den Weg zu ihrem Haus. Dort den Korb abgestellt kam ihr der Gedanke der verschiedensten Hölzer die sie noch verwenden konnte. Sie benötigte dringend einiges an Zedernrinde, Bergamotte, Ambra und auch Sandelholz. Nur dies würde sie hier innerhalb der Stadt nicht aufinden können.
Da sie jetzt auf die Schnelle keine Begleitung finden konnte, machte sie sich auf den Weg zum Westtor der Stadt. Nach einem kurzen Plausch mit den beiden Wachen am Tor, wurde ihr zugesichert das die Wachen auf dem Turm sie im Auge behalten würden. Auch würde sie einer begleiten, so sie tiefer in den Wald hineinwollte. Als sie aber dann draußen vor dem Tor stand und in den Wald hineinblickte wurde ihr ganz anders. Gerade jetzt müsste sie mit einer Kindheitsangst zurechtkommen. Einmal ganz tief durchatmend ging sie die ersten Schritte in den Wald hinein, aber mehr traute sie sich wirklich nicht. Schon gar nicht soweit, das sie nicht mehr den Waldrand erblicken konnte. Durch ihre Studien erkannte sie recht schnell welche Bäume für ihr Vorhaben nützlich waren. Mit einem kleinen Messer schürfte sie die Rinde jener Bäume ab und legte sie in ihren Korb. Erst als jener gut gefüllt war, machte sie sich auf den Rückweg zu ihrem Haus.
Dort angekommen schweiften ihre Gedanken um die beste Herstellung solcher Duftöle. Sie kannte 3 Herstellungsmöglichkeiten, wobei 2 gleich wieder bei ihr wegfielen. Die kalte und die warme Enfleurage waren sicher die schonensten. Aber hier im Haus war dafür nicht annähernd genug Platz dafür, das sie so viele Bottiche mit Fetten hätte aufstellen können. Und die Zeit für einen Ausbau eines Kellers würde ihr Vorhaben nur unnötig herausziehen. Sie entschied sie sich auf die schnellere Variante, die Destillation. Außerdem hatte sie alle notwendigen Gerätschaften dafür doch hier, auch wenn sie einiges umändern müsse, wäre dies viel schneller machbar.
Das es bereits Mittag war und sie bisher keinen weiteren Bissen zu sich genommen hatte, interessierte sie bis dahin überhaupt nicht. Das Vorhaben stellte sie über alles andere, wodurch aber auch alles andere einfach vergessen wurde. Sie setzt sich an ihren Arbeitsplatz und suchte zuerst alle Phiolen, Flakons und nützlichen Gefäße die sie fand hervor. Sie musste ordentlich und vor allem genau vorgehen. Alles musste sofort genau beschriftet werden, sonst würde sie die Übersicht verlieren.
Zuerst begann sie mit den Kräutern und Blumen. Sie mussten so frisch verwertet werden, wie es nur möglich war. Jede Pflanzenart wurde einzeln aussortiert und in ein Gefäss gegeben. Einen guten Schwung destilliertes Wasser auf den ersten Behälter und er kam auf den Brenner. Es dauerte schon eine kleine Weile bis jenes kochte, aber es durfte auch nicht zu sehr kochen. Der Wasserdampf ging empor in das erste Gefäss was einem Ballon glich, wo dieser auch direkt in den nächsten weitergeleitet wurde. 4 solcher Zwischengefäße hatte sie zusammengebaut, damit der Wasserdampf nach und nach langsam abgekühlt wird. Denn am Schluss sollte nur noch das reine Duftöl herauskommen, welches den Duft enthielt, dessen sie wünschte.
Als sie die erste Phiole des reinen Duftes in der Nase hatte, jauchze sie innerlich vor Freude auf. Genau so wie sie es sich wünschte, ging es auch. Die Jahrelangen Studien an der Akademie würden sich also wirklich langsam bezahlt machen.
Bis weit in die Morgenstunden in den nächsten Tag hinein, machte sie jene Prozederen mit allen anderen Blumen, Kräutern und Rinden. Bis alles aufgebraucht war und sie von allem genug an Ölen vorhanden hatte. Wenn jemand an diesem Tag an ihrem Haus vorbeigegangen wäre. Hätte sicher gedacht, das er inmitten eines Waldes oder eines Blumenbeetes steht, so stark war der Duft.
Erst als sie mit allen fertig war, wurde sie vom Schlaf schlichtweg übermannt. Denn als sie sich an ihren anderen Tisch in der Mitte des Raumes hinsetzte, um sich einige Notizen machen zu wollen, schlief sie einfach über dem Buch ein.
Erst am späten Nachmittag erwachte sie wieder. Ein stöhnen entglitt ihr als sie an ihren Nacken griff, der sichtlich verspannt war, wegen der durchgearbeiteten Nacht. Auch ihr Magen grummelte förmlich lautstark auf, da er schon lange nichts mehr bekommen hatte.
So machte sie sich zuerst einen Tee und dazu gleich zwei Stück leckeren Kuchens, den sie noch auf Vorrat hatte. Noch während des verspäteten Frühstücks gingen ihre Augen wieder auf die Notizen der letzen Nacht. Sie hatte sehr viele verschiedenste Düfte extrahiert. Nun gilt es die richtigen Zusammensetzungen zu finden, damit ein harmonischer und reiner Duft entstehen konnte. 3 Komponenten wollte sie in einem Duft einbringen. Die Kopfnote, die Herznote und die Basisnote. Die Kopfnote soll den ersten Duft darstellen der beim auftragen hervorkommt. Die Herznote kommt als nächstes, etwa aber erst nach einigen Minuten zum Vorschein. Es muss eine perfekte Kombination sein, das die Düfte sich nicht zu sehr unterscheiden um einen Bruch zu verursachen. Die Basisnote ist der eigentliche Duft der über die ganze Zeit getragen wird, welchen man sich wünscht. Alle jene Komponenten müssen unbedingt harmonisch aufeinander abgestimmt werden.
So machte sie sich daran, die passensten Düfte zusammenzustellen. Danach, wenn sie jene hergestellt hatte, würde sich zeigen ob jene zusammenpassen oder nicht.
In den Abendstunden suchte sie alles weitere zusammen. Parfum wird zwar aus den Ölen zusammengestellt, aber jene reine Duft ist so immens stark das man diesen so nicht verwenden konnte. So wurden die einzeln Öle mit reinsten Alkohol und Wasser gestreckt. Der Alkohol lies zu das sich die verschiedenen Öle miteinander mischen lassen und durch das Wasser wurde es soweit gestreckt das der Duft zwar nicht verloren geht, aber man dennoch eine gute Menge herausbekam. Der Alkohol war ebenso dafür da, das der Duft länger auf der Haut haften bleiben kann.
Diesmal aber, nahm sie sich strikt vor, nicht solange durchzuarbeiten. Denn beim zusammenstellen musste sie konzentriert bleiben. Die ersten Düfte würde sie an diesem Tag fertig stellen und die nächsten erst am anderen.
Denn sie hatte noch einen, ganz für sich ins Auge gefasst. Ein Duft aus verschiedenen Rosen mit einem angrenzenden Hauch von Ambra. Und dieser war für Yarin erdacht, denn er musste sie immer an diesem einem einzigartigen Duft erkennen können. Auch war sie sich schnell sicher, das sie jene Duft sicher nicht frei verkaufen würde. Dafür waren alle anderen Duftöle gedacht die sie nun zusammenstellen würde.
So ging sie an die Arbeit.
Der nächste Tag folgte und ihr Kopf war, nachdem sie einmal ordentlich ausgeschlafen hatte, auch wieder deutlich klarer. In ihrem Kopf schwirrten schon die ganze Nacht, in ihrem Traum, die verschiedensten Rezepturen für Parfums umher.
Das Frühstück fiel heute recht karg aus, durch ihre Eile. Nur einen Apfel und ein Glas mit Apfelsaft zwang sie in sich hinein, hatte sie doch noch soviel heute vor.
Noch während dem Essen schrieb sie in ihr Notizbuch die verschiedensten Blumen, Kräuter und Hölzer hinein, die ihr auf Anhieb einfielen. Die Blumen würde sie ganz sicher hier in der Stadt finden. Waren doch die Straßenränder voll von den verschiedensten und schönsten Blumen um diese Jahreszeit. Auch wusste sie aber, das sie jene nicht so einfach abgrasen konnte, würde man es ihr doch übel nehmen das Bild der Stadt so zu verschandeln.
Nun, zuerst musste dann der Garten der Familie herhalten.
Ein riesiger Rosenstrauch war auf der Rückseite des Hauses. Diesen hatte sie zusammen mit ihrer Schwester hochgezogen. Im Vorderen Bereich wollte Silvan keine Blumen haben, warum auch immer verabscheute er solche Spielerein, wie er es gerne nannte.
So machte sie sich daran zuerst den Garten hinter dem Haus vollends zu plündern. Etliche Efeuranken die am Haus emporwuchsen wurde herabgeschnitten. Der Kräutergarten wurde seines Rosmarin, der Pfefferminze geplündert. Jasmin, dies war der liebste Duft ihrer Schwester, auch jene wurden stark reduziert. In der hauseigenen Küche fand sie noch etwas Vanille, welches eine wundervolle Abrundung mancher Düfte geben würde.
Und viele andere Blumen die sie auf ihrem Wege dort fand, wurden stark reduziert, so das mehr oder minder nur noch ein halber Garten vorhanden war. Mariella würde sie dafür sicher köpfen, wenn sie aber das Ergebnis dafür sieht, wäre sie ihr sicher nicht böse.
Mit einem amüsierten schmunzeln auf den Lippen machte sie sich dann, mit dem vollen Korb unter dem Arm, auf den Weg zu ihrem Haus. Dort den Korb abgestellt kam ihr der Gedanke der verschiedensten Hölzer die sie noch verwenden konnte. Sie benötigte dringend einiges an Zedernrinde, Bergamotte, Ambra und auch Sandelholz. Nur dies würde sie hier innerhalb der Stadt nicht aufinden können.
Da sie jetzt auf die Schnelle keine Begleitung finden konnte, machte sie sich auf den Weg zum Westtor der Stadt. Nach einem kurzen Plausch mit den beiden Wachen am Tor, wurde ihr zugesichert das die Wachen auf dem Turm sie im Auge behalten würden. Auch würde sie einer begleiten, so sie tiefer in den Wald hineinwollte. Als sie aber dann draußen vor dem Tor stand und in den Wald hineinblickte wurde ihr ganz anders. Gerade jetzt müsste sie mit einer Kindheitsangst zurechtkommen. Einmal ganz tief durchatmend ging sie die ersten Schritte in den Wald hinein, aber mehr traute sie sich wirklich nicht. Schon gar nicht soweit, das sie nicht mehr den Waldrand erblicken konnte. Durch ihre Studien erkannte sie recht schnell welche Bäume für ihr Vorhaben nützlich waren. Mit einem kleinen Messer schürfte sie die Rinde jener Bäume ab und legte sie in ihren Korb. Erst als jener gut gefüllt war, machte sie sich auf den Rückweg zu ihrem Haus.
Dort angekommen schweiften ihre Gedanken um die beste Herstellung solcher Duftöle. Sie kannte 3 Herstellungsmöglichkeiten, wobei 2 gleich wieder bei ihr wegfielen. Die kalte und die warme Enfleurage waren sicher die schonensten. Aber hier im Haus war dafür nicht annähernd genug Platz dafür, das sie so viele Bottiche mit Fetten hätte aufstellen können. Und die Zeit für einen Ausbau eines Kellers würde ihr Vorhaben nur unnötig herausziehen. Sie entschied sie sich auf die schnellere Variante, die Destillation. Außerdem hatte sie alle notwendigen Gerätschaften dafür doch hier, auch wenn sie einiges umändern müsse, wäre dies viel schneller machbar.
Das es bereits Mittag war und sie bisher keinen weiteren Bissen zu sich genommen hatte, interessierte sie bis dahin überhaupt nicht. Das Vorhaben stellte sie über alles andere, wodurch aber auch alles andere einfach vergessen wurde. Sie setzt sich an ihren Arbeitsplatz und suchte zuerst alle Phiolen, Flakons und nützlichen Gefäße die sie fand hervor. Sie musste ordentlich und vor allem genau vorgehen. Alles musste sofort genau beschriftet werden, sonst würde sie die Übersicht verlieren.
Zuerst begann sie mit den Kräutern und Blumen. Sie mussten so frisch verwertet werden, wie es nur möglich war. Jede Pflanzenart wurde einzeln aussortiert und in ein Gefäss gegeben. Einen guten Schwung destilliertes Wasser auf den ersten Behälter und er kam auf den Brenner. Es dauerte schon eine kleine Weile bis jenes kochte, aber es durfte auch nicht zu sehr kochen. Der Wasserdampf ging empor in das erste Gefäss was einem Ballon glich, wo dieser auch direkt in den nächsten weitergeleitet wurde. 4 solcher Zwischengefäße hatte sie zusammengebaut, damit der Wasserdampf nach und nach langsam abgekühlt wird. Denn am Schluss sollte nur noch das reine Duftöl herauskommen, welches den Duft enthielt, dessen sie wünschte.
Als sie die erste Phiole des reinen Duftes in der Nase hatte, jauchze sie innerlich vor Freude auf. Genau so wie sie es sich wünschte, ging es auch. Die Jahrelangen Studien an der Akademie würden sich also wirklich langsam bezahlt machen.
Bis weit in die Morgenstunden in den nächsten Tag hinein, machte sie jene Prozederen mit allen anderen Blumen, Kräutern und Rinden. Bis alles aufgebraucht war und sie von allem genug an Ölen vorhanden hatte. Wenn jemand an diesem Tag an ihrem Haus vorbeigegangen wäre. Hätte sicher gedacht, das er inmitten eines Waldes oder eines Blumenbeetes steht, so stark war der Duft.
Erst als sie mit allen fertig war, wurde sie vom Schlaf schlichtweg übermannt. Denn als sie sich an ihren anderen Tisch in der Mitte des Raumes hinsetzte, um sich einige Notizen machen zu wollen, schlief sie einfach über dem Buch ein.
Erst am späten Nachmittag erwachte sie wieder. Ein stöhnen entglitt ihr als sie an ihren Nacken griff, der sichtlich verspannt war, wegen der durchgearbeiteten Nacht. Auch ihr Magen grummelte förmlich lautstark auf, da er schon lange nichts mehr bekommen hatte.
So machte sie sich zuerst einen Tee und dazu gleich zwei Stück leckeren Kuchens, den sie noch auf Vorrat hatte. Noch während des verspäteten Frühstücks gingen ihre Augen wieder auf die Notizen der letzen Nacht. Sie hatte sehr viele verschiedenste Düfte extrahiert. Nun gilt es die richtigen Zusammensetzungen zu finden, damit ein harmonischer und reiner Duft entstehen konnte. 3 Komponenten wollte sie in einem Duft einbringen. Die Kopfnote, die Herznote und die Basisnote. Die Kopfnote soll den ersten Duft darstellen der beim auftragen hervorkommt. Die Herznote kommt als nächstes, etwa aber erst nach einigen Minuten zum Vorschein. Es muss eine perfekte Kombination sein, das die Düfte sich nicht zu sehr unterscheiden um einen Bruch zu verursachen. Die Basisnote ist der eigentliche Duft der über die ganze Zeit getragen wird, welchen man sich wünscht. Alle jene Komponenten müssen unbedingt harmonisch aufeinander abgestimmt werden.
So machte sie sich daran, die passensten Düfte zusammenzustellen. Danach, wenn sie jene hergestellt hatte, würde sich zeigen ob jene zusammenpassen oder nicht.
In den Abendstunden suchte sie alles weitere zusammen. Parfum wird zwar aus den Ölen zusammengestellt, aber jene reine Duft ist so immens stark das man diesen so nicht verwenden konnte. So wurden die einzeln Öle mit reinsten Alkohol und Wasser gestreckt. Der Alkohol lies zu das sich die verschiedenen Öle miteinander mischen lassen und durch das Wasser wurde es soweit gestreckt das der Duft zwar nicht verloren geht, aber man dennoch eine gute Menge herausbekam. Der Alkohol war ebenso dafür da, das der Duft länger auf der Haut haften bleiben kann.
Diesmal aber, nahm sie sich strikt vor, nicht solange durchzuarbeiten. Denn beim zusammenstellen musste sie konzentriert bleiben. Die ersten Düfte würde sie an diesem Tag fertig stellen und die nächsten erst am anderen.
Denn sie hatte noch einen, ganz für sich ins Auge gefasst. Ein Duft aus verschiedenen Rosen mit einem angrenzenden Hauch von Ambra. Und dieser war für Yarin erdacht, denn er musste sie immer an diesem einem einzigartigen Duft erkennen können. Auch war sie sich schnell sicher, das sie jene Duft sicher nicht frei verkaufen würde. Dafür waren alle anderen Duftöle gedacht die sie nun zusammenstellen würde.
So ging sie an die Arbeit.
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Constance von Dragenfurt
Die ersten kleinen Schritte
Mittlerweile waren einige Tage vergangen, die aber sichtlich von Erfolg zeugten.
Die kleine Kiste mit den Phiolen, verschiedenster Düfte betrachtete sie recht stolz.
Aber warum heute hier im Haus verbringen? Sie könnte ebenso ihre Notizen in der Taverne bei einem guten Glas Wein vollenden. So zog sie sich schnell etwas angenehmeres an, einige Tropfen ihres für sie selbst konzepierten Parfums auf ihr Dekolte getupft und machte sich auf den Weg. Dabei die kleine Kiste und darauf ihr Notizbuch gelegt. Dort angekommen lief ihr als erstes Luca über den Weg, der sie wahrlich mit Komplimenten über ihr Kleid überwarf. Sie musste innerlich ein wenig lachen, auch wenn er sich wirklich nicht dumm anstellte. Fast wurde sie schon neugierig wo er jenes wohl wieder aufgeschnappt hat. Aber ihre Studien gingen vor und sie verabschiedete sich von ihm.
Ihr Blick konzentrierte sich auf ihre kleine Kiste, die immer wieder leise klirrte. Sie wollte unmöglich riskieren das eine der Proben hier in der Taverne zerschellte. Dadurch aber sah sie Yarin nicht am Tisch in der Ecke sitzen, als sie auf jenen zusteuerte. Völlig erschrocken war sie, als er plötzlich aufstand und die kleine Kiste geriet gefährlich ins schwanken. Zum Glück reagierte Yarin reagierte sofort und brachte jene in ihr Gleichgewicht zurück. In der Kiste rappelte es sorgenerregend so das ihr Blick entsprechend wurde. Nach einer kurzen Frage ob sie sich setzen dürfe und er jenes bejahte, tat sie jenes. Schnell wurde die Kiste geöffnet und sie atmete erleichtert durch als sie sah das nichts beschädigt wurde.
Sie merkte das Yarin neugierig war, was wohl in der Kiste sei. Aber warum alles offenbaren, wenn es noch geheim war. Sie erklärte nur das gut war das keine der Phiolen zerbrach und ein zerreisender Duft diese Taverne umschlang. Als er dann darauf zu sprechen kam das es kaum schlimmer als ein Rosenbeet sein konnte, wusste sie im Moment nichts darauf zu sagen.
Wie meint er denn jenes nun? .. Kompliment oder gefällt es ihm nicht? Herrje er ist aber auch schwer zu beeindrucken.
Die kleine Kiste dann beiseite geschoben begann eine kleine Konservation. Es war sehr angenehm sich mit ihm zu unterhalten. Es schien kaum Langeweile aufzukommen.
Irgendwie kamen sie auf das Thema eines Leibwächters, da sie selbst gerne einmal ausserhalb der Stadt unterwegs sein wollte. Ebenso war ihr Lager, das mit Kräutern und Früchten bestückt sein sollte, fast leer. Aber die Bauern des Reiches schienen kaum auf Briefe zu antworten und daher blieb ihr nichts anderes übrig als selbst jene aufzusuchen.
Plötzlich aber geschah etwas was sie niemals erwartet hatte. Yarin selbst bot seine Begleitung bei ihrem Vorhaben an. Innerlich jauchze sie fröhlich auf.
Ich mit ihm alleine auf einem Ausritt. Wie konnte es denn besser laufen? Hoffentlich mache ich keine falschen Schritte oder falsche Worte. Und nun reiß dich zusammen. Er darf nicht bemerken das du dich so sehr darüber freust!
Als seinerseits dann noch die Worte fielen das er jenes gerne tat um damit auch einmal aus der Stadt zu kommen, freute sie sich noch mehr. Sie musste sich wirklich arg innerlich zusammenreißen damit sie nicht ihr Gesicht verlor. Aber sie selbst sollte die Beute werden und nicht er.
Der weitere Abend verlief in einem guten Gespräch, ehe sie sich dann zu einer ziemlich späten Stunde verabschiedete.
Wie immer legte er ihr den Umhang an, auch wenn dabei wie reinzufällig sein Daumen, wahrlich kurz, ihren Nacken berührte. Es erschien ihr als würde sie unter jenen zufälligen Berührung zusammenzucken, auch wenn sie es als angenehm empfand.
Sie nahm ihre Kiste, das Notizbuch sah sie zwar, ließ es aber auf dem Tisch liegen. Sie selbst wusste das es nicht so dringend war. Alles notwendige hatte sie bereits einmal notiert und das meiste hatte sie eh im Kopf.
So würde sich zeigen ob er es ihr alsbald zurückbringen würde.
Innerlich hoffte sie darauf.
Mittlerweile waren einige Tage vergangen, die aber sichtlich von Erfolg zeugten.
Die kleine Kiste mit den Phiolen, verschiedenster Düfte betrachtete sie recht stolz.
Aber warum heute hier im Haus verbringen? Sie könnte ebenso ihre Notizen in der Taverne bei einem guten Glas Wein vollenden. So zog sie sich schnell etwas angenehmeres an, einige Tropfen ihres für sie selbst konzepierten Parfums auf ihr Dekolte getupft und machte sich auf den Weg. Dabei die kleine Kiste und darauf ihr Notizbuch gelegt. Dort angekommen lief ihr als erstes Luca über den Weg, der sie wahrlich mit Komplimenten über ihr Kleid überwarf. Sie musste innerlich ein wenig lachen, auch wenn er sich wirklich nicht dumm anstellte. Fast wurde sie schon neugierig wo er jenes wohl wieder aufgeschnappt hat. Aber ihre Studien gingen vor und sie verabschiedete sich von ihm.
Ihr Blick konzentrierte sich auf ihre kleine Kiste, die immer wieder leise klirrte. Sie wollte unmöglich riskieren das eine der Proben hier in der Taverne zerschellte. Dadurch aber sah sie Yarin nicht am Tisch in der Ecke sitzen, als sie auf jenen zusteuerte. Völlig erschrocken war sie, als er plötzlich aufstand und die kleine Kiste geriet gefährlich ins schwanken. Zum Glück reagierte Yarin reagierte sofort und brachte jene in ihr Gleichgewicht zurück. In der Kiste rappelte es sorgenerregend so das ihr Blick entsprechend wurde. Nach einer kurzen Frage ob sie sich setzen dürfe und er jenes bejahte, tat sie jenes. Schnell wurde die Kiste geöffnet und sie atmete erleichtert durch als sie sah das nichts beschädigt wurde.
Sie merkte das Yarin neugierig war, was wohl in der Kiste sei. Aber warum alles offenbaren, wenn es noch geheim war. Sie erklärte nur das gut war das keine der Phiolen zerbrach und ein zerreisender Duft diese Taverne umschlang. Als er dann darauf zu sprechen kam das es kaum schlimmer als ein Rosenbeet sein konnte, wusste sie im Moment nichts darauf zu sagen.
Wie meint er denn jenes nun? .. Kompliment oder gefällt es ihm nicht? Herrje er ist aber auch schwer zu beeindrucken.
Die kleine Kiste dann beiseite geschoben begann eine kleine Konservation. Es war sehr angenehm sich mit ihm zu unterhalten. Es schien kaum Langeweile aufzukommen.
Irgendwie kamen sie auf das Thema eines Leibwächters, da sie selbst gerne einmal ausserhalb der Stadt unterwegs sein wollte. Ebenso war ihr Lager, das mit Kräutern und Früchten bestückt sein sollte, fast leer. Aber die Bauern des Reiches schienen kaum auf Briefe zu antworten und daher blieb ihr nichts anderes übrig als selbst jene aufzusuchen.
Plötzlich aber geschah etwas was sie niemals erwartet hatte. Yarin selbst bot seine Begleitung bei ihrem Vorhaben an. Innerlich jauchze sie fröhlich auf.
Ich mit ihm alleine auf einem Ausritt. Wie konnte es denn besser laufen? Hoffentlich mache ich keine falschen Schritte oder falsche Worte. Und nun reiß dich zusammen. Er darf nicht bemerken das du dich so sehr darüber freust!
Als seinerseits dann noch die Worte fielen das er jenes gerne tat um damit auch einmal aus der Stadt zu kommen, freute sie sich noch mehr. Sie musste sich wirklich arg innerlich zusammenreißen damit sie nicht ihr Gesicht verlor. Aber sie selbst sollte die Beute werden und nicht er.
Der weitere Abend verlief in einem guten Gespräch, ehe sie sich dann zu einer ziemlich späten Stunde verabschiedete.
Wie immer legte er ihr den Umhang an, auch wenn dabei wie reinzufällig sein Daumen, wahrlich kurz, ihren Nacken berührte. Es erschien ihr als würde sie unter jenen zufälligen Berührung zusammenzucken, auch wenn sie es als angenehm empfand.
Sie nahm ihre Kiste, das Notizbuch sah sie zwar, ließ es aber auf dem Tisch liegen. Sie selbst wusste das es nicht so dringend war. Alles notwendige hatte sie bereits einmal notiert und das meiste hatte sie eh im Kopf.
So würde sich zeigen ob er es ihr alsbald zurückbringen würde.
Innerlich hoffte sie darauf.
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Constance von Dragenfurt
Eine Erlaubnis und ihre Folgen
Es war früher morgen als sie erwachte. Innerlich war sie ein wenig aufgewühlt, hatte sie einen nicht so guten Traum gehabt.
Sie wusste das sie heute unbedingt noch Silvan antreffen musste, wenn er denn hoffentlich, wenigstens heute einmal erreichbar war.
Seit ihrer Rückkehr aus der Furt schien sich hier einiges verändert zu haben.
Silvan schaute in keinster Weise einmal bei ihr im Laden vorbei, wie es früher einmal war. Auch so, erschien es ihr, war er immer weniger für die Familie da.
Einen angenehmen familiären Abend hatten sie seit ihrer Rückkehr gar nicht gehabt.
So hoffe das er wenigstens in den frühen Morgenstunden im Haus anwesend ist und sie ihn erwischt bevor er ins Rathaus verschwand. So machte sie sich ohne eine Frühstück direkt auf den Weg zum Haus hin und sie hatte Glück.
Die Erlaubnis das der Baron sie begleiten durfte hatte sie schnell, war es doch mehr eine Bagatelle. Nur schien Silvan vom Thema Yarin von Wolfenfels sonst nicht begeistert. Die Gründe die er ihr dann an den Kopf warf, behielt sie.
Den ganzen Nachmittag war sie innerlich ziemlich aufgeregt. Immer wieder ging sie zum Fenster um nach draussen zu schauen. Aber er war noch immer nicht in Sicht.
Da keine feste Uhrzeit ausgemacht wurde, blieb ihr nichts anderes übrig als zu warten. Aber er würde ganz, ganz sicher kommen.
Gerade als sie nochmals ihre Kleidung und ihre Frisur prüfte, klopfte es plötzlich. Mit einem fröhlichen lächeln auf den Lippen huschte sie die Treppe herunter und ging zur Türe.
Nochmals den sitz des Kleides überprüfend öffnet sie dann und da stand er.
Meine Güte, so unverschämt gut kann nur er aussehen. Bei Temora, reiß dich bloß zusammen Mädchen.
Sich innerlich zur Vernunft scheltend, begrüßte man sich und man wurde sich schnell einige sogleich aufzubrechen. Sie wollte unbedingt die Höfe vor Varuna besuchen, lagen sie doch direkt in der Nähe und hatten sehr gute Angebote.
Beim mittleren Hof trafen sie auch direkt einen der Knechte an. Er bat sie direkt ins Haus zu gehen. Yarin, schaute immer wieder absichernd umher. Irgendwie war es schade, dadurch das er heute ihr Leibwächter war, hatten sie kaum ein Wort miteinander gewechselt. Sie seufzte innerlich auf.
Die Einkäufe auf den beiden Höfen verliefen recht schnell, hatten beide doch das gewünschte in großen Mengen auf Vorrat. Auch wenn sie noch immer bei dem Gedanken schmunzeln musste wie die Knechte und Mägde bei den Summen dreinschauten, für die sie einkaufte. Aber sie kaufte lieber direkt große Mengen, als sooft wegen etwas laufen müssen.
Als die Tragetaschen ihres Pferdes wahrlich bis zum Rand gefüllt waren machten sie sich auf den Heimweg.
So lange Zeit waren seither heute unterwegs und kaum ein Wort wurde gewechselt.
Gut, den Baron nach Möglichkeit nicht mehr als Leibwächter. Auch wenn dieser Gedanke schön zu sein scheint. Aber umso abwesender ist er auch dich zu schützen. Du suchst dir jemand eigenen, dann kannst du dich mit dem Baron auch unterhalten!
Am Haus angekommen half er ihr noch die Kisten voller Obst und Wurzeln in das Haus zu tragen und zu verstauen. Sie spürte die scheinbare Kälte die heute zwischen ihnen herrschte. Aber vielleicht war auch sie selbst es , die jenes heute hervorrief, wenn sie an das Gespräch mit Silvan dachte.
So brachte sie Yarin noch zur Türe und verabschiedete sich. Das Risiko was sie nun bereit war einzugehen, versuchte sie. Ihr Blick hob sich soweit, das sie ihn ziemlich direkt anblickte. Auch wenn in ihr die Hoffnung nicht sehr groß war, hob auch er den seinen Blick gen ihr. Nur wenige Sekunden, wenn überhaupt trafen sich ihre Blicke, ehe beide ihre Augen wieder absenkten. Er verabschiedete sich und als sie die Türe schloss, atmete sie einmal tief durch.
Es war früher morgen als sie erwachte. Innerlich war sie ein wenig aufgewühlt, hatte sie einen nicht so guten Traum gehabt.
Sie wusste das sie heute unbedingt noch Silvan antreffen musste, wenn er denn hoffentlich, wenigstens heute einmal erreichbar war.
Seit ihrer Rückkehr aus der Furt schien sich hier einiges verändert zu haben.
Silvan schaute in keinster Weise einmal bei ihr im Laden vorbei, wie es früher einmal war. Auch so, erschien es ihr, war er immer weniger für die Familie da.
Einen angenehmen familiären Abend hatten sie seit ihrer Rückkehr gar nicht gehabt.
So hoffe das er wenigstens in den frühen Morgenstunden im Haus anwesend ist und sie ihn erwischt bevor er ins Rathaus verschwand. So machte sie sich ohne eine Frühstück direkt auf den Weg zum Haus hin und sie hatte Glück.
Die Erlaubnis das der Baron sie begleiten durfte hatte sie schnell, war es doch mehr eine Bagatelle. Nur schien Silvan vom Thema Yarin von Wolfenfels sonst nicht begeistert. Die Gründe die er ihr dann an den Kopf warf, behielt sie.
Den ganzen Nachmittag war sie innerlich ziemlich aufgeregt. Immer wieder ging sie zum Fenster um nach draussen zu schauen. Aber er war noch immer nicht in Sicht.
Da keine feste Uhrzeit ausgemacht wurde, blieb ihr nichts anderes übrig als zu warten. Aber er würde ganz, ganz sicher kommen.
Gerade als sie nochmals ihre Kleidung und ihre Frisur prüfte, klopfte es plötzlich. Mit einem fröhlichen lächeln auf den Lippen huschte sie die Treppe herunter und ging zur Türe.
Nochmals den sitz des Kleides überprüfend öffnet sie dann und da stand er.
Meine Güte, so unverschämt gut kann nur er aussehen. Bei Temora, reiß dich bloß zusammen Mädchen.
Sich innerlich zur Vernunft scheltend, begrüßte man sich und man wurde sich schnell einige sogleich aufzubrechen. Sie wollte unbedingt die Höfe vor Varuna besuchen, lagen sie doch direkt in der Nähe und hatten sehr gute Angebote.
Beim mittleren Hof trafen sie auch direkt einen der Knechte an. Er bat sie direkt ins Haus zu gehen. Yarin, schaute immer wieder absichernd umher. Irgendwie war es schade, dadurch das er heute ihr Leibwächter war, hatten sie kaum ein Wort miteinander gewechselt. Sie seufzte innerlich auf.
Die Einkäufe auf den beiden Höfen verliefen recht schnell, hatten beide doch das gewünschte in großen Mengen auf Vorrat. Auch wenn sie noch immer bei dem Gedanken schmunzeln musste wie die Knechte und Mägde bei den Summen dreinschauten, für die sie einkaufte. Aber sie kaufte lieber direkt große Mengen, als sooft wegen etwas laufen müssen.
Als die Tragetaschen ihres Pferdes wahrlich bis zum Rand gefüllt waren machten sie sich auf den Heimweg.
So lange Zeit waren seither heute unterwegs und kaum ein Wort wurde gewechselt.
Gut, den Baron nach Möglichkeit nicht mehr als Leibwächter. Auch wenn dieser Gedanke schön zu sein scheint. Aber umso abwesender ist er auch dich zu schützen. Du suchst dir jemand eigenen, dann kannst du dich mit dem Baron auch unterhalten!
Am Haus angekommen half er ihr noch die Kisten voller Obst und Wurzeln in das Haus zu tragen und zu verstauen. Sie spürte die scheinbare Kälte die heute zwischen ihnen herrschte. Aber vielleicht war auch sie selbst es , die jenes heute hervorrief, wenn sie an das Gespräch mit Silvan dachte.
So brachte sie Yarin noch zur Türe und verabschiedete sich. Das Risiko was sie nun bereit war einzugehen, versuchte sie. Ihr Blick hob sich soweit, das sie ihn ziemlich direkt anblickte. Auch wenn in ihr die Hoffnung nicht sehr groß war, hob auch er den seinen Blick gen ihr. Nur wenige Sekunden, wenn überhaupt trafen sich ihre Blicke, ehe beide ihre Augen wieder absenkten. Er verabschiedete sich und als sie die Türe schloss, atmete sie einmal tief durch.
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Mariella von Dornwald
Endlich war er da, der Sommer. Überall herum summte es, Schmetterlinge tanzten durch die Luft, welche von süßen Düften erfüllt war. Dem tat auch kein Abbruch, dass Constance den Garten ziemlich geplündert hatte. Leise seuzfend ließ Mariella sich auf der Bank nieder und den Blick über das Geländer des Balkons schweifen. Wenigstens die Blumenkästen hatte sie verschont, so dass Mariella nun dennoch von einer leuchtenden Pracht umgeben war. Auf einem kleinen Beistelltisch hatte sie ein kühles Glas Pfirsichsaft und ein paar Früchte deponiert. Zusammen mit ihrem Abenteuerroman würde sie es hier sicher eine Weile aushalten können. Der Baldachin -eine wirklich wunderbare Erfindung- hielt die direkten Sonnenstrahlen von ihrem Gesicht fern. So blieb sie von zu vielen Sommersprossen verschont, konnte aber für einige Zeit auf ihrem Beobachtungsposten verharren.
Sie klappte das Buch auf und begann zu schmökern. Eine aufregende Geschichte mit viel Spannung und ein wenig Herzklopfen darin, wie so häufig war die Hauptfigur eine junge Frau, die sich aus ihren Zwängen befreien wollte. Doch heute konnte Mariella nicht so richtig mit ihr fiebern. Nicht, dass es nicht mitreißend geschrieben war oder ihr gar der Verlauf der Geschichte nicht zusagte... Nein, der Lesenachmittag auf dem Balkon diente auch noch einem anderen Zweck. Von hier aus hatte sie die Straße und das Nachbargelände bestens im Blick. Durch die üppigen Blumenkästen war sie selber aber auf den ersten Blick nicht zu erkennen, es galt schon ein weiteres mal hinzusehen, damit man sie entdecken konnte.
Wie praktisch, dass erst vor wenigen Wochen ein gewisser Baron sich in der Straße niedergelassen hatte. Sie hatte Gelegenheit, es von innen zu betrachten, als der Baron ihre Meinung bezüglich der Einrichtungsmöglichkeiten einholte. Schön geschnittene Räume, wenig verschwendeter Platz.
Heute aber war nicht das Innere von Interesse. Die Eingangstüre galt es zu beobachten. Einige Tage schon hielt Mariella ein Auge auf seine Kommens- und Gehenszeiten. Sollte es gelingen, ihm wie zufällig das Tuch in den Weg zu legen, musste sie zumindest in etwa abschätzen können, wann die passenste Gelegenheit war. Bisher hatte er früh das Haus verlassen, war gegen Nachmittag für eine recht kurze Weile daheim gewesen und vorerst nicht mehr aufgetaucht.
Die Heldin ihres Romanes hatte nach einer spektakulären Flucht aus der Gefangenschaft von Strauchdieben bereits wieder in die Arme ihres Angebeteten gefunden und das Glas war zur Hälfte geleert, als der Baron wieder sein Heim ansteuerte. Wie immer in gerader Haltung, der Blick huschte aufmerksam und doch ruhig mal hierhin, mal dorthin. Mariella konnte nicht umhin, innerlich ihrer Schwester zuzustimmen. Es gab bei weitem schlechter aussehende Männer.
Mariella machte sich eine kleine Notiz, wobei sie sachte nickte. Wenn die Beobachtung der letzten Tage zutraf, würde er etwa in ein bis zwei Stunden noch einmal aufbrechen, ehe er für die Nacht zuhause einkehrte. Anscheinend versuchte der Baron so oft wie möglich noch zu einem Abendspaziergang aufzubrechen. Die perfekte Gelegenheit. Sie schob ihr kleines ledergebundenes Buch in die Rocktasche und genehmigte sich einen Schluck Saft. Fürs erste war ihre Arbeit getan. Der nächste Schritt konnte erst erfolgen, wenn Constance die Vorraussetzungen geschaffen hatte.
Es war schon herzallerliebst: Da formte ihre Schwester gebetsmühlenartig die Worte nach, welche sie von Kindesbeinen an beide zu hören bekommen hatten. Dass Liebe in ihren Kreisen nicht von Belang war, dass Bindungen nach ihren polititschen Vorteilen geschlossen wurden und nur der Stand zählte. Gleichzeitig aber leuchteten ihre Augen ganz eigentümlich, kam das Gespräch auf den Baron und sie war mit Feuereifer dabei, den Plan in die Tat umzusetzen. Am herrlichsten war noch ihre Reaktion gewesen, als Mariella sie darauf aufmerksam machte. Sofort begann die gefühlte hunderste Wiederholung der Worte. Ob sie selber daran glaubte? Oder war es die Flucht vor den neuen Gefühlen? Mariella seufzte lautlos einmal langgezogen. Sie war mehr und mehr davon überzeugt, dass Gefühle nichts anderes waren, als eine Gemeinheit des Schicksals, die einem das Leben schwer machen sollte.
Wie sonst konnte es sein, dass so schnell alles Gewohnte durcheinandergewirbelt wurde?
Sie klappte das Buch auf und begann zu schmökern. Eine aufregende Geschichte mit viel Spannung und ein wenig Herzklopfen darin, wie so häufig war die Hauptfigur eine junge Frau, die sich aus ihren Zwängen befreien wollte. Doch heute konnte Mariella nicht so richtig mit ihr fiebern. Nicht, dass es nicht mitreißend geschrieben war oder ihr gar der Verlauf der Geschichte nicht zusagte... Nein, der Lesenachmittag auf dem Balkon diente auch noch einem anderen Zweck. Von hier aus hatte sie die Straße und das Nachbargelände bestens im Blick. Durch die üppigen Blumenkästen war sie selber aber auf den ersten Blick nicht zu erkennen, es galt schon ein weiteres mal hinzusehen, damit man sie entdecken konnte.
Wie praktisch, dass erst vor wenigen Wochen ein gewisser Baron sich in der Straße niedergelassen hatte. Sie hatte Gelegenheit, es von innen zu betrachten, als der Baron ihre Meinung bezüglich der Einrichtungsmöglichkeiten einholte. Schön geschnittene Räume, wenig verschwendeter Platz.
Heute aber war nicht das Innere von Interesse. Die Eingangstüre galt es zu beobachten. Einige Tage schon hielt Mariella ein Auge auf seine Kommens- und Gehenszeiten. Sollte es gelingen, ihm wie zufällig das Tuch in den Weg zu legen, musste sie zumindest in etwa abschätzen können, wann die passenste Gelegenheit war. Bisher hatte er früh das Haus verlassen, war gegen Nachmittag für eine recht kurze Weile daheim gewesen und vorerst nicht mehr aufgetaucht.
Die Heldin ihres Romanes hatte nach einer spektakulären Flucht aus der Gefangenschaft von Strauchdieben bereits wieder in die Arme ihres Angebeteten gefunden und das Glas war zur Hälfte geleert, als der Baron wieder sein Heim ansteuerte. Wie immer in gerader Haltung, der Blick huschte aufmerksam und doch ruhig mal hierhin, mal dorthin. Mariella konnte nicht umhin, innerlich ihrer Schwester zuzustimmen. Es gab bei weitem schlechter aussehende Männer.
Mariella machte sich eine kleine Notiz, wobei sie sachte nickte. Wenn die Beobachtung der letzten Tage zutraf, würde er etwa in ein bis zwei Stunden noch einmal aufbrechen, ehe er für die Nacht zuhause einkehrte. Anscheinend versuchte der Baron so oft wie möglich noch zu einem Abendspaziergang aufzubrechen. Die perfekte Gelegenheit. Sie schob ihr kleines ledergebundenes Buch in die Rocktasche und genehmigte sich einen Schluck Saft. Fürs erste war ihre Arbeit getan. Der nächste Schritt konnte erst erfolgen, wenn Constance die Vorraussetzungen geschaffen hatte.
Es war schon herzallerliebst: Da formte ihre Schwester gebetsmühlenartig die Worte nach, welche sie von Kindesbeinen an beide zu hören bekommen hatten. Dass Liebe in ihren Kreisen nicht von Belang war, dass Bindungen nach ihren polititschen Vorteilen geschlossen wurden und nur der Stand zählte. Gleichzeitig aber leuchteten ihre Augen ganz eigentümlich, kam das Gespräch auf den Baron und sie war mit Feuereifer dabei, den Plan in die Tat umzusetzen. Am herrlichsten war noch ihre Reaktion gewesen, als Mariella sie darauf aufmerksam machte. Sofort begann die gefühlte hunderste Wiederholung der Worte. Ob sie selber daran glaubte? Oder war es die Flucht vor den neuen Gefühlen? Mariella seufzte lautlos einmal langgezogen. Sie war mehr und mehr davon überzeugt, dass Gefühle nichts anderes waren, als eine Gemeinheit des Schicksals, die einem das Leben schwer machen sollte.
Wie sonst konnte es sein, dass so schnell alles Gewohnte durcheinandergewirbelt wurde?
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Constance von Dragenfurt
Altes und neues ?
Verschwunden, ja dies war er vor so vielen Monaten. Sie erinnerte sich so ziemlich genau daran, das er ohne ein Wort einfach abgereist war. Und das zu jenem Zeitpunkt als der Konvent niederbrannte. Hatte dies ihn so sehr mitgenommen ? Sein ganzes Herz hing am Konvent, das wusste sie sehr genau.
Die Monate strichen dahin und das Leben ging dennoch weiter.
Ihr Studium ging an der Akademie Arcana weiter. Sie hatte ihre erste Prüfung mit Bravour bestanden.
Und heute ? .. gerade heute..
Sie atmete nochmals tief durch, ehe sie sich im Bett erneut herumdrehte, da sie keinen Schlaf fand.
Wie eine Salzsäule erstarrte sie, als ihre neue Haushälterin Ravea den Namen erwähnte, der vor der Türe stehen soll. Zumindest war Mariella direkt klar im Kopf und die Kommandos schossen schon in ihre Richtung.
Reiss dich zusammen! Los, begrüsse ihn ! Du weisst was zu tun ist !
Sie war zumindest froh, sich noch schnell umziehen zu dürfen. Zumindest war sie froh, als sie in ihrem Zimmer angelangte um dann einen klaren Kopf zu bekommen.
Nicht zu sehr auftragen mit der Kleidung. Ein schönes einfaches wallendes Kleid reicht völlig aus. Und dann das richtige Parfüm auswählen aus ihrer großen Auswahl. Aber eines wusste sie sehr genau. Keinen Rosenduft!
Also nahm sie ein fast schon gegensätzliches zur Hand. Sie öffnete den Flakon und ihre Nase sog sachte den Duft jenes Parfums ein.
Frische Maiglöckchen, Rose und Jasmin mit ihren samtigen Blütenblätten, Sandelholz und Moos mit tiefgründigen, sinnlichen Duftnoten.
Einfach perfekt, dachte sie sich und schon landen zwei Tropfen, verteilt auf ihrem Dekoltee.
Sich nochmals prüfend betrachtend, ging sie dann die Treppe herunter, gen Wohnzimmer. Und dort stand er, auch wenn sie ihn anfangs nur von hinten sehen konnte, da er sich gerade hinsetzte.
Die ersten Worte aussprechend, erhob er sich dann doch wieder sehr rasch.
Und ihr gelang es ihn von ganzen zu erblicken und langsam zu mustern.
Aber jenes tat sie erst genauer, als sich alle gesetzt hatten.
Er hatte sich sehr verändert. Dies ergründete sie ebenso aus dem folgenden Gespräch an jenem späten Abend.
Er war sehr ruhig, zurückhaltend geworden. Man könnte fast sagen traurig, als wenn er sich eine Schuld aufgeladen hatte und diese nun mit sich trug.
Das er ihr so ehrlich gegenüber war und ihr jenes offenbahrte, verwunderte sie ein wenig.
Dennoch, seinem Charme tat jenes in keinster Weise etwas an. Er sah noch immer so unverschämt gut aus, wie früher. Auch wenn eine lange Zeit zwischen dem letzen Treffen lag.
Wenn er das Gespräch nicht unterbrochen hätte, wären sie wohl noch bis spät in der Nacht hier gesessen. Sie selbst hätte dies sicher sehr genossen.
Erst sehr spät fand sie endlich einen unruhigen Schlaf, die Gedanken immer wieder sortieren.
Die nächste Zeit wird zeigen, was wirklich hinter seiner Rückkehr steckte.
Verschwunden, ja dies war er vor so vielen Monaten. Sie erinnerte sich so ziemlich genau daran, das er ohne ein Wort einfach abgereist war. Und das zu jenem Zeitpunkt als der Konvent niederbrannte. Hatte dies ihn so sehr mitgenommen ? Sein ganzes Herz hing am Konvent, das wusste sie sehr genau.
Die Monate strichen dahin und das Leben ging dennoch weiter.
Ihr Studium ging an der Akademie Arcana weiter. Sie hatte ihre erste Prüfung mit Bravour bestanden.
Und heute ? .. gerade heute..
Sie atmete nochmals tief durch, ehe sie sich im Bett erneut herumdrehte, da sie keinen Schlaf fand.
Wie eine Salzsäule erstarrte sie, als ihre neue Haushälterin Ravea den Namen erwähnte, der vor der Türe stehen soll. Zumindest war Mariella direkt klar im Kopf und die Kommandos schossen schon in ihre Richtung.
Reiss dich zusammen! Los, begrüsse ihn ! Du weisst was zu tun ist !
Sie war zumindest froh, sich noch schnell umziehen zu dürfen. Zumindest war sie froh, als sie in ihrem Zimmer angelangte um dann einen klaren Kopf zu bekommen.
Nicht zu sehr auftragen mit der Kleidung. Ein schönes einfaches wallendes Kleid reicht völlig aus. Und dann das richtige Parfüm auswählen aus ihrer großen Auswahl. Aber eines wusste sie sehr genau. Keinen Rosenduft!
Also nahm sie ein fast schon gegensätzliches zur Hand. Sie öffnete den Flakon und ihre Nase sog sachte den Duft jenes Parfums ein.
Frische Maiglöckchen, Rose und Jasmin mit ihren samtigen Blütenblätten, Sandelholz und Moos mit tiefgründigen, sinnlichen Duftnoten.
Einfach perfekt, dachte sie sich und schon landen zwei Tropfen, verteilt auf ihrem Dekoltee.
Sich nochmals prüfend betrachtend, ging sie dann die Treppe herunter, gen Wohnzimmer. Und dort stand er, auch wenn sie ihn anfangs nur von hinten sehen konnte, da er sich gerade hinsetzte.
Die ersten Worte aussprechend, erhob er sich dann doch wieder sehr rasch.
Und ihr gelang es ihn von ganzen zu erblicken und langsam zu mustern.
Aber jenes tat sie erst genauer, als sich alle gesetzt hatten.
Er hatte sich sehr verändert. Dies ergründete sie ebenso aus dem folgenden Gespräch an jenem späten Abend.
Er war sehr ruhig, zurückhaltend geworden. Man könnte fast sagen traurig, als wenn er sich eine Schuld aufgeladen hatte und diese nun mit sich trug.
Das er ihr so ehrlich gegenüber war und ihr jenes offenbahrte, verwunderte sie ein wenig.
Dennoch, seinem Charme tat jenes in keinster Weise etwas an. Er sah noch immer so unverschämt gut aus, wie früher. Auch wenn eine lange Zeit zwischen dem letzen Treffen lag.
Wenn er das Gespräch nicht unterbrochen hätte, wären sie wohl noch bis spät in der Nacht hier gesessen. Sie selbst hätte dies sicher sehr genossen.
Erst sehr spät fand sie endlich einen unruhigen Schlaf, die Gedanken immer wieder sortieren.
Die nächste Zeit wird zeigen, was wirklich hinter seiner Rückkehr steckte.
-
Yarin von Wolfenfels
Der Duft nach Natur, Wald und Wiesen lag ihm noch immer in der Nase. Der Duft des Parfüms, das Constance an diesem Tage aufgetragen hatte. Wann immer er auf die Freiin traf, hatte sie einen anderen Duft aufgetragen. Immer waren es sanfte, dezente Düfte. Er versuchte sich gerade zu erinnern, ob das schon immer so war. Hatte er es einfach vorher nie wahrgenommen. Zu Zeiten als er immer im Stress war, gleich ob Konvent, Hofmagier oder Reichsaufgaben. Er hatte sicher einiges übersehen, schlicht weil er gar nicht die Ruhe hatte auf solche Kleinigkeiten zu achten.
Inzwischen war er auch wieder in seinem Heim angekommen. Hier in diesem Haus hatte er gelebt als er in Varuna ankam. Hier hatte sein Weg in dieser Stadt, in diesem Lehen begonnen. In diesem Haus hatte er die ersten Bücher gelesen, hatte geübt, wie man sich in das Lied einstimmte. Er ertappte sich immer wieder bei den täglichen Dingen des Lebens wie vertraut und wie selbstverständlich ihm die Magie geworden war. Er schloss die Augen, fand etwas innerliche Ruhe dabei und versuchte sich an den Moment zu erinnern als er Constance zum ersten Mal getroffen hatte.
Vom ersten Moment an war Constance eine Frau die ihre Worte zwar wählen konnte, aber scheinbar keine Frau weniger Worte. Wo Yarin einen direkten, kurzen Weg ging, da würde Constance einen Umweg von dutzenden Metern gehen. Sicher, sie kam am Ziel an, aber sie kam dort irgendwie an. Zwar war dies ein Zeichen für ihre Bildung, ihren Wortschatz aber zugleich war es doch auch ein Zeichen von Unsicherheit. Aber in den letzten Tagen wurden diese Wege zumindest in einer Hinsicht kürzer, weniger ausschweifend.
Constance konnte in einigen Dingen sicher noch dazu lernen, aber in Yarins Augen lernte die Freiin auch recht schnell, wenn es jemanden gab, der ihr den Weg zeigen konnte. Sie ist zudem eine hübsche Frau, eine angehende Magierin. Und auch in diesem Studium würde ihr Selbstsicherheit nur helfen. Aber so war es im Adel nun einmal üblich. Die Etikette machte es schwer einen Menschen näher kennen zu lernen. Jeder Frau, Constance im Besonderen, hielt sich an die Regeln der Etikette. Und in diese Etikette passte das blumige, ausschweifende Reden. Eine adlige Frau war wie ein ruhiger See. Man konnte die Oberfläche erkennen, mehr lies die Etikette nicht zu. Wenn man Glück hatte und ein leichter Wind aufkam, konnte man einen kurzen Blick unter die Oberfläche werfen. Yarin hoffte das in den kommenden Tagen noch öfter ein ruhiger Wind wehte. Und Yarin hatte auch nichts dagegen, wenn der Wind einmal etwas stärker werden würde. Aber der Herbst bot oft die stärksten Stürme. Und Yarin mochte auch den Geruch von Herbst und Winter.
Inzwischen war er auch wieder in seinem Heim angekommen. Hier in diesem Haus hatte er gelebt als er in Varuna ankam. Hier hatte sein Weg in dieser Stadt, in diesem Lehen begonnen. In diesem Haus hatte er die ersten Bücher gelesen, hatte geübt, wie man sich in das Lied einstimmte. Er ertappte sich immer wieder bei den täglichen Dingen des Lebens wie vertraut und wie selbstverständlich ihm die Magie geworden war. Er schloss die Augen, fand etwas innerliche Ruhe dabei und versuchte sich an den Moment zu erinnern als er Constance zum ersten Mal getroffen hatte.
Vom ersten Moment an war Constance eine Frau die ihre Worte zwar wählen konnte, aber scheinbar keine Frau weniger Worte. Wo Yarin einen direkten, kurzen Weg ging, da würde Constance einen Umweg von dutzenden Metern gehen. Sicher, sie kam am Ziel an, aber sie kam dort irgendwie an. Zwar war dies ein Zeichen für ihre Bildung, ihren Wortschatz aber zugleich war es doch auch ein Zeichen von Unsicherheit. Aber in den letzten Tagen wurden diese Wege zumindest in einer Hinsicht kürzer, weniger ausschweifend.
Constance konnte in einigen Dingen sicher noch dazu lernen, aber in Yarins Augen lernte die Freiin auch recht schnell, wenn es jemanden gab, der ihr den Weg zeigen konnte. Sie ist zudem eine hübsche Frau, eine angehende Magierin. Und auch in diesem Studium würde ihr Selbstsicherheit nur helfen. Aber so war es im Adel nun einmal üblich. Die Etikette machte es schwer einen Menschen näher kennen zu lernen. Jeder Frau, Constance im Besonderen, hielt sich an die Regeln der Etikette. Und in diese Etikette passte das blumige, ausschweifende Reden. Eine adlige Frau war wie ein ruhiger See. Man konnte die Oberfläche erkennen, mehr lies die Etikette nicht zu. Wenn man Glück hatte und ein leichter Wind aufkam, konnte man einen kurzen Blick unter die Oberfläche werfen. Yarin hoffte das in den kommenden Tagen noch öfter ein ruhiger Wind wehte. Und Yarin hatte auch nichts dagegen, wenn der Wind einmal etwas stärker werden würde. Aber der Herbst bot oft die stärksten Stürme. Und Yarin mochte auch den Geruch von Herbst und Winter.
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Constance von Dragenfurt
Die ersten Ziele in Reichweite
Die ersten Tage waren vergangen und langsam wurde das Netz was sie die letzten Wochen gesponnen hatte, zusammengezogen. Sie wusste sehr genau wo sich Yarin gerne am Abend aufhielt. Die Taverne in Varuna hatte einen netten Tisch in einem Eck zu bieten, den auch sie sich bereits als kleinen Stammtisch herausgesucht hatte. Das natürlich diesen auch Yarin sich ins Auge gefasst hatte, passte dafür um so besser. Immer öfter wurden die Abende an denen sie ins Gasthaus ging und dort auch auf Yarin traf. Die Gespräche waren meist sehr unterhaltsam und es machte Spass da er für viele Themen offen war.
An einem Abend aber machte er eine recht direkte Bemerkung ihr entgegen.
„Würde ich Euch nicht besser kennen, ich könnte vermuten Ihr verfolgt mich.?“
Ihr eigene Antwort folgte darauf recht promt, wenngleich sie innerlich leicht amüsiert war.
„Nunja .. der eure Sitzplatz, war lange Zeit der meinige liebste Platz hier in der Taverne, Baron
So scheint es , mir eher als wolltet ihr mir diesen streitig machen?“
Sie spürte während sie miteinander sprachen, das er sie genauer musterte. Vielleicht waren seine Worte ja nur Absicht um mehr zu erfahren.
Innerlich war sie selbst aufgeregt, dennoch versuchte sie jenes nach aussen hin nicht zu zeigen.
Den folgenden Abende versuchte Yarin sie immer wieder aus ihrer Fassung zu bringen durch einige Worte und Sätze in denen er direkt auf sie zielte.
Deutlich spürte sie das er ganz langsam aber sichtlich beharrlich an ihrer äusseren Fassade kratzte und sie sichtlich aufpassen musste, das diese nicht fiel.
Und vor allem die Tage darauf versuchte er es bei den wenigen Treffen immer wieder sie aus ihrer Beherrschung zu bringen. Er konnte wahrlich gut mit Worten umgehen und diese auch entsprechend so formulieren das man nicht sofort dahinter blickte was er damit sagen wollte.
Sie spürte immer wieder wie ihre ihre Maske, mit der sie sich in der Öffentlichkeit bewegte, durch seine Worte zu verschwimmen drohte.
Aber jenes hatte auch seine gute Seite. Merkte sie doch mittlerweile das er versuchte mehr aus ihr heraus zu kitzeln und zeigte deutlich Interesse an dem was sie dachte.
Er zeigte als Interesse und das war es was sie erreichen wollte. Wenn sie dafür einiges aus ihrem Innern dafür preis geben musste, war ihr dies dafür sehr recht.
Die ersten Tage waren vergangen und langsam wurde das Netz was sie die letzten Wochen gesponnen hatte, zusammengezogen. Sie wusste sehr genau wo sich Yarin gerne am Abend aufhielt. Die Taverne in Varuna hatte einen netten Tisch in einem Eck zu bieten, den auch sie sich bereits als kleinen Stammtisch herausgesucht hatte. Das natürlich diesen auch Yarin sich ins Auge gefasst hatte, passte dafür um so besser. Immer öfter wurden die Abende an denen sie ins Gasthaus ging und dort auch auf Yarin traf. Die Gespräche waren meist sehr unterhaltsam und es machte Spass da er für viele Themen offen war.
An einem Abend aber machte er eine recht direkte Bemerkung ihr entgegen.
„Würde ich Euch nicht besser kennen, ich könnte vermuten Ihr verfolgt mich.?“
Ihr eigene Antwort folgte darauf recht promt, wenngleich sie innerlich leicht amüsiert war.
„Nunja .. der eure Sitzplatz, war lange Zeit der meinige liebste Platz hier in der Taverne, Baron
So scheint es , mir eher als wolltet ihr mir diesen streitig machen?“
Sie spürte während sie miteinander sprachen, das er sie genauer musterte. Vielleicht waren seine Worte ja nur Absicht um mehr zu erfahren.
Innerlich war sie selbst aufgeregt, dennoch versuchte sie jenes nach aussen hin nicht zu zeigen.
Den folgenden Abende versuchte Yarin sie immer wieder aus ihrer Fassung zu bringen durch einige Worte und Sätze in denen er direkt auf sie zielte.
Deutlich spürte sie das er ganz langsam aber sichtlich beharrlich an ihrer äusseren Fassade kratzte und sie sichtlich aufpassen musste, das diese nicht fiel.
Und vor allem die Tage darauf versuchte er es bei den wenigen Treffen immer wieder sie aus ihrer Beherrschung zu bringen. Er konnte wahrlich gut mit Worten umgehen und diese auch entsprechend so formulieren das man nicht sofort dahinter blickte was er damit sagen wollte.
Sie spürte immer wieder wie ihre ihre Maske, mit der sie sich in der Öffentlichkeit bewegte, durch seine Worte zu verschwimmen drohte.
Aber jenes hatte auch seine gute Seite. Merkte sie doch mittlerweile das er versuchte mehr aus ihr heraus zu kitzeln und zeigte deutlich Interesse an dem was sie dachte.
Er zeigte als Interesse und das war es was sie erreichen wollte. Wenn sie dafür einiges aus ihrem Innern dafür preis geben musste, war ihr dies dafür sehr recht.