Suche nach .... ja wonach eigentlich

Cuno Tyranis

Suche nach .... ja wonach eigentlich

Beitrag von Cuno Tyranis »

Als er an diesem Abend von Deidrui in Varuna aufbrach waren seine Gedanken in allen Richtungen unterwegs und er ritt am Stadttor welches nach Berchgard führte vorbei. Kurz bevor er an der Straße zum Schloss angekommen war bemerkte er seinen Irrtum und wendete mit einem kurzen Fluch sein Pferd. Diesmal fand er den Weg durchs Tor,nickt den Wachen abwesend zu welche ihn verwundert beobachteten. Er ließ Blitz frei laufen irgendwann schreckte er auf und merkte das er vor seinem Haus stand,so hatte der gute den Weg nach Haus allein gefunden. Cuno stieg von seinem Pferd und legte ihm noch etwas Heu vor nachdem er es angebunden hatte.

Dann stieg er die Stufen zu seinem Haus empor,wenigstens so kam ihm auf einmal in den Sinn würde er hier keine Probleme mit Hochwasser haben. Ein wenig schief lachte er auf ,wenn es jemand gehört hätte würde dieser wohl denken das er entweder total betrunken war oder von allen guten Geistern verlassen. Oben angekommen stieß er die Tür auf und betrat die Stube in der bisher lediglich ein paar Stühle sowie ein Tisch standen. Er nahm den Trinkschlauch den er sich in der Taverne in Berchgard noch hatte füllen lassen mit gutem Roten und nahm einen Zug daraus.
Die Haustür hatte er aufstehen lassen und nun saß er verloren im Haus ,starrte auf die Flammen im Kamin wie sie hin und her flackerten. Cuno fühlte sich erschöpft und totmüde.war er doch schon früh zur Jagd aufgebrochen. Es hatte sich auch gelohnt das Leder konnte er gut verkaufen und morgen würde er auch noch die Hasen verkaufen . Sein Blick ging kurz zu den an einem Haken aufgehängten Langohren,ja es waren schon prächtige Exemplare sie würden ihm einige Goldstücke einbringen. So beschloss er ins Bett zu gehen ,schüttelte die Stiefel vom Fuß. Einer flog irgendwo unter den Tisch,der andere verfehlte knapp den Kamin und landete in der andern Ecke der Stube. Sodann schlurfte er ins Nebenzimmer wo er sich aufs Bett fallen ließ.

Stundenweise warf er sich auf dem Bett hin und her rollte von einer Seite auf die andere,aber der Schlaf wollte einfach nicht zu ihm kommen. Zu sehr drehten sich seine Gedanken um den vergangenen Abend. Spät kam er von der Jagd heim nachdem er seine Geschäfte abgeschlossen hatte. Deidrui kam ihm entgegen,sie wollte grade wieder aufbrechen nachdem sie wohl eine ganze Weile auf ihn gewartet hatte. Nicht ohne Stolz zeigte er ihr seine Jagdbeute die er dann hinauf ins Haus schaffte. Später dann machten sie sich auf den Weg zum Bogner westlich von Varuna um Pfeile zu beschaffen und damit der Bogner Deidrui eine Kniffe zeigen würde So verging die Zeit wie im Fluge und sie erlegte noch zwei Hasen. Nach einem kurzen Abstecher zu den Katakomben machten sie sich auf den Rückweg zu den Pferden. Dort grade angekommen kam ein Mann des Weges welchen Deidrui recht freundlich begrüßte und ihn mit Namen ansprach .Der Verlauf des Gesprächs bei welchem Cuno sich irgendwie fehl am Platze vorkam war ein hin und her zwischen Deidrui und ihm. Die Dinge die dort besprochen wurden sie gefielen Cuno nicht wirklich ausgenommen gut. Mittlerweile lag er nicht mehr im Bett sondern lief im Zimmer auf und ab. Es mussten darüber wohl einige Stunden vergangen sein den draußen brach bereits die Morgendämmerung an.


Cuno schnappte sich eine Robe und seinen Umhang ,in jenen wickelte er das Notwendigste ein. Dann nahm er seinen Bogen und das Bündel Pfeile welches er am Vortage gefertigt hatte und ging nach draußen zu seinem Pferd . Er lud die ganze Dinge auf und verschnürte sie vor unter hinter dem Sattel damit sie nicht herunter fielen. Dann schaute er nochmal zum Haus hinauf, ach diese Hasen ja . Er ging und holte sie dann verschloss er die Tür und ruckelte nochmal prüfend daran. Seufzend stand er eine Weile da seine Gedanke suchten sich ihren Weg zu Deidrui. Es musste sein er brauchte Klarheit und jene würde er nur allein für sich finden tief in den Wäldern Gerimors. Zuvor jedoch machte er sich noch auf den Weg zum Handwerkshaus in Berchgard und lieferte die Hasen dort ab. So das wäre erledigt nun kann es wohl losgehen ,er lenkte sein Pferd hinaus aus Berchgard.

Würde Deidrui des Abends nach ihrem Besuch auf Lameriast noch an seinem Hause vorbei schauen stünde sie vor verschlossener Tür und einem dunklen Hause. Sollte sie in Berchgard herumfragen bei den Wachen am Stadttor würde sie erfahren das er in Richtung Varuna davon geritten sei. Er hätte wohl etwas vor sich hin gesprochen davon das er in die Wälder wolle weil er sich über einiges klar werden müsse .........
Zuletzt geändert von Cuno Tyranis am Mittwoch 16. Juli 2008, 01:53, insgesamt 1-mal geändert.
Cuno Tyranis

Beitrag von Cuno Tyranis »

Er hatte noch einiges in Varuna zu besorgen,das alles war jedoch nicht so wichtig wie jenes was er nun zu tun gedachte. Sein erster Weg führte ihn zu Deidrui´s Haus,in Ermangelung eines Briefkastens schob er den Brief unter die Tür. Oben auf legte er einige Vergissmeinnicht. Leise seufzend stand er vor dem Haus und sah sich hin und hergerissen. Als er ein Geräusch im Haus vernahm eilte er zügig von dannen.


Wenn Deidrui jenen Brief finden und öffnen wird,würde sie seine ungelenke Schrift entdecken.

Das Mondlicht

Dein gedenkend irr' ich einsam
Diesen Strom entlang;
Könnten lauschen wir gemeinsam
Seinem Wellenklang!

Könnten wir zusammenschauen
In den Mond empor,
Der da drüben aus den Auen
Leise taucht hervor.

Freundlich streut er meinem Blicke
Aus dem Silberschein
Stromhinüber eine Brücke
Bis zum stillen Hain. —

Wo des Stromes frohe Wellen
Durch den Schimmer ziehn,
Seh' ich, wie hinab die schnellen
Unaufhaltsam fliehn.

Aber wo im schimmerlosen
Dunkel geht die Flut,
Ist sie nur ein dumpfes Tosen,
Das dem Auge ruht. —

Dass doch mein Geschick mir brächte
Einen Blick von dir!
Süßes Mondlicht meiner Nächte,
Mädchen, bist du mir!

Wenn nach dir ich oft vergebens
In die Nacht gesehn,
Scheint der dunkle Strom des Lebens
Trauernd still zu stehn;

Wenn du über seinen Wogen
Strahlest zauberhell,
Seh' ich sie dahingezogen,
Ach! nur allzuschnell!


In Liebe Cuno



_______
Verfasser des Gedichts
Nikolaus Lenau (1802-1850)
Deidrui

Beitrag von Deidrui »

Sie schaute ihm nach, bis das Dunkel ihn verschlang und sie ihn nicht mehr sah. Es schmerzte sie jedesmal mehr ihn gehen zu lassen. Ihr Herz wollte rufen "Wartet Cuno, bleibt bei mir!", aber ihr Mund tat es nicht. Hatte sie Angst? Angst ein Stück ihrer selbsterschaffenen Sicherheit aufzugeben und ihr Herz zu öffnen? Doch langsam wurde ihr klar, dass sie dieses längst getan hatte. Bei jeder seiner Berührungen, wenn er sprach, ja allein, wenn sie ihn von weiten sah, durchströmte sie dieses Gefühl. Sie kannte es vorher nicht, woher auch, aber sie wollte keinesfalls, dass es aufhörte.
Deidrui schaute hoch in die Sterne, seufzte und ging dann die Stufen zu ihrem Haus empor. Ihr Haus, sie lächelte bitter bei dem Gedanken. Darin befand sich nichts außer ein paar Kerzen. Sie nächtigte auf einer Schlafrolle und alles was sie besaß trug sie stets bei sich. Sie fühlte sich hier auch nicht zuhause.
Es zog sie eigentlich nichts in dieses leere, einsame Gemäuer. Sie öffnete die Tür und blieb auf der Schwelle stehen. Sofort schossen ihr die gestrigen Bilder durch den Kopf, ihr Abschied von Etherion. Sie würde ihn vermissen, aber er wollte weiterziehen und glaubte Deidrui in guten Händen.
Sie schüttelte den Kopf, um die Gedanken zu vertreiben, trat ein und schloß die Tür hinter sich. Ihre Stiefel flogen in eine Ecke, der Umhang in die andere und ihre Hose blieb dort liegen, wo sie sie auszog.
Sie legte sich auf ihre Schlafstatt, sie war müde, erledigt. Ihre Gedanken glitten zu Cuno. Er gab sich so viel Mühe mit ihr, gab ihr seine Liebe und sein Vertrauen.
Dann dachte sie an ihre Vorstellung morgen in der Akademie zu Schwert und Kunst. Ein Lächeln huschte über ihre Lippen, ja sie hatte sich entschieden. Aber wie würde es wohl werden, würde sie ihrem Ziel ein Stück näher kommen? Aber was noch wichtiger war, würde Cuno solange warten?
Deidrui fiel in einen tiefen Schlaf, sie war das Jagen einfach noch nicht gewöhnt.
Die Sonne stand schon etwas höher, als sie erwachte. Ihr erster Gedanke, Cuno. Er wirkte gestern abend, nach ihrem Gespräch mit dem Legionär Viridian, etwas besorgt.
Sie erhob sich unter stöhnen und ächzen von ihrem "Bett". "Deidrui, bleib bei den Hasen und lass die Rehe noch in Ruhe." Sie rieb sich den schmerzenden Arm samt Schulter. Ob sie das Haus Drachenfels aufsuchen sollte? Aber erstmal brauchte sie etwas zu trinken, ihr Blick schweifte durch den Raum, auf der Suche nach ihrem Wasserkrug. Da sah sie einen weißen Umschlag mit Blümchen obenauf an der Tür. Was ist das, vor allem von wem?
Sie ging zur Tür und nahm erst die Blumen. Sie betrachtete sie, schnupperte dran, "Vergißmeinnicht" murmelte Deidrui. Dann nahm sie den Brief, beguckte ihn von allen Seiten und öffnete ihn schließlich.
Sie erkannte sofort die Schrift von Cuno. Ihr Herz fing an schneller zu schlagen, Bauchkribbeln stellte sich ein. Sie begann zu lesen... .

Sie lies das Blatt langsam sinken, ungläubig schaute sie nochmals drauf und las insgesamt viermal seine Zeilen. Ein wunderschönes Gedicht, unterzeichnet mit "In Liebe Cuno.". Fragen stellten sich ihr. Wann hat er das vorbei gebracht? Wieso hat er nicht geklopft? Wieso nicht persönlich übergeben? Wieso....... .
Aber sie hatte nicht allzuviel Zeit zum Nachdenken, sie mußte nach Lameriast in die Akademie. Und da sich Deidrui schonmal dort verlaufen hat, wollte sie lieber eher aufbrechen. Zu spät kommen, nein, keinesfalls. Sie will Schülerin der ASK werden und den bestmöglichsten Eindruck hinterlassen. Nachdem sie sich fertig gemacht, etwas gegessen hatte, ging sie zu den Ställen und holte Roonar. Sie klopfte ihm an den Hals und lächelte. Ja, es war eine sehr schöne Überraschung von Cuno. Er gab ihr soviel, was konnte sie ihm bieten?
Sie stieg auf, ritt nach Bajard zum Hafen und nahm das nächste Schiff nach Lameriast. Die Aufregung wurde immer größer, was wird sie Cuno heute abend sagen können, wie werden die anderen Leute dort sein? Wird sie aufgenommen?

Sie nahm direkt das Schiff nach Berchgard. Cunos Haus ist nicht allzuweit vom Hafen entfernt. Sie ging extra früher von der Akademie weg, um ihn noch zu sehen. Sie führte Roonar zu Grilkas Stall und schaute gleich, ob Blitz eventuell dort stand. Nein, aber sie dachte sich, dass Cuno ihn vor seinem Haus angebunden hat. Gutgelaunt ging sie durch Berchgard gen Cunos Haus. Als sie dort ankam, brannte kein Licht und sein Pferd stand dort auch nicht. Ihre Stirn in Falten legend, dachte sie "Wo ist er? Noch bei der Jagd?". Sie stieg die Treppe empor, klopfte, aber innen regte sich nichts. Sie setzte sich auf eine Stufe, letztes Mal kam er ja auch, sie mußte gar nicht allzu lang warten.
Aber diesmal war es anders, es wurde immer dunkler und später. Niemand kam des Weges, nur ein paar Ratten. Deidrui wurde unruhig. Sie begann sich doch irgendwie Sorgen zu machen. Sie stand auf und ging wieder Richtung Stall, vielleicht wußte Grilka etwas, aber die schüttelte den Kopf. Deidrui trat an eine Torwache heran, ob er ihn heute schon gesehen hätte. "Ihr meint Cuno Tyranis, den Jäger?" Deidrui nickte schnell. "Der ist wohl heute in der Früh weggeritten und murmelte nur etwas von Varuna, Wald und Zeit. Ich weiß nicht, ob es Euch weiterhilft....." "Ich danke Euch sehr!" unterbrach sie den Gardisten, drehte sich nach ein paar Abschiedsworten um und ging zurück zu den Ställen. Gerade als sie Roonar holen wollte, fiel ihr sein Brief wieder ein. Sie kramte in ihrer Tasche und holte das Buch heraus, welches er ihr gab, mit einem von ihm verfassten Gedicht. Sie hatte heute morgen den Brief darin abgelegt und auch vorsichtig die Blumen, zum pressen. Deidrui ging in die Taverne und suchte sich eine stille Ecke. Dort las sie den Brief wieder und wieder und jedesmal war es schwieriger geworden die Worte zu entziffern. Die Tinte verlief stellenweise und immer neue Tropfen weichten das Papier dort auf, wo die Träne landete.
Jetzt erst verstand sie. Warum erst jetzt? Warum nicht schon heute vormittag? Warum....................?
Eine Frau trat zu ihr und fragte, ob alles in Ordnung sei und ob sie ihr irgendwie helfen könne. Deidrui schüttelte den Kopf, lächelte gequält, bedankte sich höflich und fragte sie, ob sie eventuell Papier und Feder dabei hätte. Deidrui dachte, was für eine dämliche Frage, wer trägt schon dauernd Pergament, Feder und Tinte mit sich rum.
Die Frau betrachtete Deidrui mitleidig "Tut mir leid, aber mit Papier kann ich nicht dienen, aber den Rest vermag ich aufzutreiben." Sie drehte sich um, ging zum Wirt, wechselte ein paar Worte mit ihm und kam lächelnd wieder zu Deidrui zurück, stellte das Fass vor sie und legte die Feder daneben. "Laßt es einfach liegen, wenn ihr fertig seid." Sie strich Deidrui fast mütterlich über die Schulter und ging.
Schnell ein Blatt aus dem Buch gerissen, der linke Rand total zerfranst, die Feder eingetaucht begann sie zu schreiben. Immer wieder wischte sie sich mit der rechten Hand über die Augen, sie wollte das der Brief lesbar bleibt. Seufzend las sie noch einmal ihre Zeilen, faltete das Stück Papier zweimal, stand auf und ging wieder zu Cunos Haus. Sie stolperte die Treppen hinauf und schob den Brief unter der Tür durch, nicht ohne vorher nochmal vergeblich geklopft und gelauscht zu haben. Nichts.
Sie rannte bis zu den Ställen, verlangte Roonar, saß auf und ritt langsam zurück nach Varuna........... .
Zuletzt geändert von Deidrui am Donnerstag 17. Juli 2008, 21:59, insgesamt 2-mal geändert.
Deidrui

Beitrag von Deidrui »

Liebster Cuno,

ich vermag nicht in Worte zu fassen, was ich gerade fühle.
Wo seid Ihr?
Warum seid Ihr gegangen?
Etwa wegen mir?
Ich weiß nicht, wann Ihr wieder hier seid, ob Ihr wiederkommt, aber falls Euch Euer Weg nach Varuna, an mein Haus führt, so werdet Ihr es leer
oder anderweitig vermietet vorfinden.
Aber ich will Euch nicht im Ungewissen lassen, will nicht, dass Ihr Euch sorgt.
Ihr werdet mich in der Akademie zu Schwert und Kunst finden und ich werde jeden Tag nach Euch Ausschau halten, solange bis mir jemand andere Kunde überbringt.
Mein Herz ist Euer, seid Euch dessen gewiss!!!!

Eure Euch liebende Deidrui


Nachdem der Brief untergeschoben wurde, entfaltet er sich leicht. Hier und da sind geschriebene Worte zu erkennen.
Cuno Tyranis

Beitrag von Cuno Tyranis »

Müde saß Cuno an dem kleinem Feuer mitten auf der Waldlichtung,über dem Feuer auf einem Spieß steckte ein Hase. Hin und wieder tropfte etwas von dem wenigen Fett ins Feuer und verbrannte zischend. Dies riss ihn hin und wieder aus seinen Gedanken an Deidrui. Um ihn herum erklang aus den tiefen des Waldes das Heulen Wölfen,meist war es sehr fern. Aber letzte Nacht erwachte er kurz weil er das Gefühl hatte das sich jemand in seinem kleinen Lager umher trieb. Leise hob er den Kopf an und sah sich um,keine 7 Fuß entfernt von ihm stand eine recht großer Wolf und tat sich an den Überresten seines Abendessen gütlich. Im Dunkel suchte er nach seiner Axt für den Fall das der Appetit des Grauen noch nicht gestillt sein sollte. Dieser jedoch zog nach einer Weile ab und hin und wieder knackte ein Zweig auf seinem Weg. Cuno lag noch eine ganze Weile wach bis er in den Schlaf hinüber dämmerte.


Traum:

„ Er fand sich auf einer Wiese wieder welche über und über mit Margariten übersät war. Eine liebliche Melodie erklang von irgend woher und in jenem Augenblick sah er Deidrui wie sie zu der Melodie tanzend um ihn schwebte. Cuno versuchte sie zu erreichen doch immer wieder entwand sie sich seinen Armen. Immer kam sie ihm einen kurzen Moment zuvor ,wer an ihrem Ort war sie schon wieder fort. Er eilte ihr nach um sie einzufangen und ihr einen ihrer sanften lieblichen Küsse zu stehlen. Jedoch je mehr er sich anstrengte umso weiter entfernte sie sich von ihm,er konnte sie nicht einholen. Er rief ihren Namen damit sie stehen bliebe .....



DEIDRUIIIIIIIIIII

Er schreckte hoch und blickte sich um, seine Gedanken drehten sich noch um den Traum. Verwirrt blickte er sich und rieb sich den Schlaf aus den Augen,als ihm bewusst wurde wo er sich befand seufzte er aus tiefstem Herzen.
Er war allein mitten auf einer Waldlichtung,allein mit seinem Pferd das ihn ansah als wollte es sagen was machst Du Dummkopf hier geh zu ihr.
Murrend sagte er zum Pferd ,schaue nicht so was verstehst Du schon von Liebe. Seid Tagen fühlte er einen Schmerz in seinem Herzen,jedoch war es kein körperlicher. Seine Sehnsucht nach Deidrui wurde mit jedem Tag den er hier war größer,aber konnte noch nicht zurück. Oh liebste Deidrui könntet ihr nur fühlen wir ihr mir fehlt,wie sehr ich euch liebe . Erneut entrang sich ein tiefes Seufzen seiner Brust, um sich abzulenken von seinen Gedanken an sie. Von der selbst auferlegten Einsamkeit spannte er den Bogen und überprüfte seine Ausrüstung. Machte sich auf die Suche nach dem Zwölfender den er gestern kurz vor Anbruch der Dämmerung gesehen hatte er wollte ihn und er würde ihn bekommen. Das Leder was er daraus gewinnen konnte würde sich gut verkaufen. So streifte er lange durch den Wald und suchte nach jenem Hirsch. Der aber war verschwunden und wollte es wohl auch bleiben,den ganzen Tag suchte Cuno nach ihm jedoch ergebnislos. Nun dann vielleicht morgen, auf dem Rückweg zu „seiner“ Waldlichtung erlegte er noch zwei Rebhühner. Cuno saß auf dem dem leicht modrigen Baumstamm und rupfte die Rebhühner die Feder die ihm brauchbar erschienen legte er für Pfeile beiseite. Er war dort auf dieser Lichtung und rupfte die Vögel,seine Gedanken jedoch flogen wie Vögel hoch am Himmel. Sie kreisten und dann als hätten sie entdeckt wonach sie suchten schwebten sie hinab in jenes Haus das Deidrui bewohnte. Dort sah er sie in seiner Vorstellung,sie lächelte ihm zu
Bald würde er zurückkehren nach Varuna und dann würde er sie in seine Arme schließen und nie wieder hergeben,das schwor er sich in diesem Moment. Der Gedanke das sie derweil auf Lameriast bei der Akademie sein könnte kam ihm gar nicht erst.
Später nun als die beiden Rebhühner über dem Feuer garen fing sich sein Blick einmal mehr in dem prasselnden Flammen. Er zog ein Stück zerknittertes Pergament aus seiner Robe und einen kurzen abgenutzten Kohlestift. Die letzten Tage wenn er nicht auf der Jagd war hatte er schreiben geübt. Er hatte auf der Rinde der Birken geschrieben, bei den älteren Bäumen schälte diese sich ab. Wenn man vorsichtig zu Werke ging konnte man auf diese Art recht große Stücke lösen. Auf diesen so hatte Cuno herausgefunden konnte man recht gut schreiben. Langsam Buchstaben für Buchstaben formend fuhr der Stift über das Pergament.


Unsere Liebe ist wie ein
Regenschleier,der sanft fällt,
und.....


Während er dies schrieb fielen im die Augen zu und er schlief ein,dabei murmelte er ihren Namen .....Deidrui
Zuletzt geändert von Cuno Tyranis am Freitag 18. Juli 2008, 00:05, insgesamt 1-mal geändert.
Deidrui

Beitrag von Deidrui »

So lange brauchte Deidrui noch nie, trotz Pferd von Berchgard nach Varuna.
Vielleicht, nein ganz bestimmt sogar, hoffte sie innerlich, Cuno würde ihr noch über den Weg laufen. Aber alles was ihr noch begegnete waren ein paar Unbekannte, an denen sie einfach vorrüber ritt. Die Kapuze des Umhangs tief ins Gesicht gezogen, erkannte sie eh niemand.
Sie brachte Roonar zu Marvin dem Stallmeister. "So mein Junge, deine vorerst letzte Nacht hier.", übergab die Zügel und strich ihm nochmal über das Fell.
Langsam ging sie zum Haus, wer weiß, vielleicht sitzt er ja auf der Treppe und wartet schon. Deidrui hielt die Luft an, als sie um die Ecke bog. Nein, niemand war zu sehen. Ein leichter Seufzer erklang. Sie stieg die Stufen empor, sah kurz zur Nachbartür. Ob sein Regal jetzt wohl steht? Oft hatte sie ihn nicht gesehen.
Dunkelheit umhüllte sie, als sie eintrat und dann die Tür zuzog. Sie nahm die Kälte jetzt viel stärker war. Wieder rinnen Tränen wie klare, zarte Bäche an ihren Wangen hinab. Dann läßt die den Umhang fallen, fast wütend reißt sie die Stiefel nacheinander von ihren Füßen. "Wie kann er es wagen, einfach zu verschwinden? Was denkt er sich?" murmelt sie. Dabei, weil sie nur auf einem Bein steht und immer noch am rechten Schuh zerrt, verliert sie das Gleichgewicht und fällt zu Boden.
Deidrui landet auf ihrem lädierten Arm und beißt sich beim Aufprall in die untere Lippe. "Mmh" stöhnt sie, "verdammt." Sie kniet sich hin und nimmt dann einen kupfernen Geschmack wahr. Ihre Finger streichen vorsichtig, leicht zitternd über die Unterlippe, da es aber zu dunkel im Zimmer ist, sieht sie nichts, sondern spürt nur die Feuchtigkeit. Sie greift nach ihrer Tasche, die neben ihr steht und sucht die Kerze. Nachdem sie letztendlich die Tasche auf dem Boden ausgeschüttet hat, "So ein verfluchter Mist.", fällt ihr ein Kerzenstummel in die Hände. Dieser wird entzündet und Deidrui sieht das Blut an ihren Fingern, auf ihrem Hemd, sogar einige Tropfen auf den Dielenbrettern.
Sie schluchzt, ja sie fängt gar bitterlich an zu weinen. So einsam hat sie sich noch nie gefühlt. Sie kriecht in ihr "Bett" und löscht die Kerze.
Sicher Mutter Morad hat es ihr nie einfach gemacht und sie hat Deidrui quasi, ja, verdammt, aber sie war irgendwie immer da.
Vermisste sie die alte Runzelhexe etwa? Nein, Morad vermisste man nicht; je weiter man von ihr entfernt war, desto mehr hasste man sie.
Ach Cuno... . Ihre Tränen versiegten langsam und sie fiel in einen traumlosen Schlaf.

Erholsam war dieser aber nicht. Sie wachte früh auf, sie hatte Schmerzen, war hungrig und hätte am liebsten wieder angefangen zu weinen.
Deidrui riss sich zusammen, stand auf und betrachtete das Chaos, welches sie heute Nacht fabriziert hatte. "Du mußt auf andere Gedanken kommen, vorallem mußt du packen, die Akademie wartet." dachte sie. Ein Gutes hat es nicht viel zu besitzen, das Packen geht schneller. Nun ja, wenn frau nicht vorher noch alles verschüttet hätte.
Sie griff sich etwas Brot und Wasser und stillte Hunger und Durst, was sich etwas schwieriger als gedacht erwies, denn ihre Lippe war blutverkrustet, geschwollen und sehr empfindlich. Dann kniete sie sich hin und sammelte all ihr Hab und Gut wieder ein und verstaute es in ihrer Tasche. Sie sah an sich herab, nein, so konnte sie nicht los, blutverschmiert. Sie wechselte die Kleidung, nachdem sie sich frisch gemacht hatte und frisierte sich ordentlich. Als sie fertig war und die Tasche anhob, dachte sie noch einmal, ob sie nicht erst zu Liliana oder Trutta Drachenfels gehen sollte. Sie rieb fast gedankenverloren über ihren Arm, schüttelte leicht den Kopf, sah sich nochmals um, ob sie auch alles verstaut hat. Sie öffnete die Tür, ein letzter Blick, ging hinaus, zog sie ran und ging geradewegs zum Stall, ohne sich erneut umzuschauen.
Die wenigen Besitztümer wurden auf Roonar geladen, sie bedankte sich bei Marvin, verabschiedete sich und ritt zum Tor. Den Gardisten nickte sie knapp zu und im Galopp gings zum Hafen nach Bajard.

Sie betrat mit ihrem Pferd den Bootssteg. Ein seltsames Gefühl überkam sie. Die Überfahrt war ruhig gewesen, es waren noch nicht viele Leute unterwegs. Sie ritt geradewegs zur Akademie. Nachdem Roonar angebunden war ging Deidrui in den Schlafsaal, stellte ihre Sachen erstmal beim Kamin ab und machte sich auf die Suche nach jemanden. Aber sie traf niemanden an, es war auch wirklich noch früh. Sie machte eine Runde ums Gelände und entdeckte dann eine kleine Insel voller Blumen und mit ein paar Bäumen an der Küste, nahe der Akademie. Sie lief über die schmale Brücke, lies sich dann im Gras nieder und schaute aufs Meer.
Die ganze Zeit dachte sie nicht daran, aber hier an dem stillen, idyllischen Ort kam es wieder hoch.
Mit Tränen in den Augen flüsterte sie: "Cuno, wo seid ihr?"
Cuno Tyranis

Beitrag von Cuno Tyranis »

Cuno erwachte früh morgens,es war noch stockfinster um ihm herum. Augen reibend blickte er zur Feuerstelle in der Asche war hier und da noch ein wenig Glut zu sehen. Er raffte auf dem Boden um sich herum eine Hände voll trockener Tannennadeln und Tannenzapfen zusammen. Diese legt er auf die Glut und pustete vorsichtig hinein um sie zu entfachen. Nachdem dann einige kleine Flammen aufloderten legt er feine Holzspäne darüber und nach und nach größere Scheite. Langsam kam das Feuer in Gang und er hing den Spieß mit dem Rest vom Hasen darüber. Als er nun etwas zur Ruhe gekommen war wanderten seine Gedanken zu Deidrui,wie immer wenn er zur Ruhe kam und sich nicht mit anderen Sachen ablenkte oder es versuchte....
Aber dies gelang ihm in den letzten Tagen immer seltener,er vermisste ihr Lachen ihre sanfte Stimme alles an ihr. Den Duft von Veilchen den sie verströmte,die Wärme ihrer Haut wenn sie sich sanft berührten. Ihre zärtlichen aber auch fordernden Lippen auf den seinen,all das fehlte ihm von Stunde zu Stunde mehr.... Es wird Zeit zurückzukehren ich muss sie wiedersehen so schnell wie möglich,sagte er zu sich selbst. Lustlos kaute er auf dem derweil garen Fleisch des Hasen herum,den Rest warf er ins das kleine Feuer. Die Sonne ging langsam goldglänzend auf und er Cuno blieb einen Moment regungslos stehen um die wärmenden Strahlen zu genießen. Bald liebste Deidrui werden meine Finger Dich sanft streicheln wie diese Sonnenstrahlen. Plötzlich musste er laut niesen so das es durch den ganzen Wald schallt,einige Tiere flüchteten aufgeschreckt von dem Lärm. Cuno rieb sich die Nase die Sonnenstrahlen konnten einem die ganze Jagd verderben,aber im Moment war ihm das recht egal. Er raffte sein Hab und Gut zusammen und belud Blitz mit dem Leder und allem was er noch so erlegt hatte. Dann führte er ihn recht eilig in Richtung Varuna, warum nur ist es noch so weit? Er fieberte dem Moment entgegen da er Deidrui wieder in die Arme schließen würde,ja es würde nicht mehr lange dauern.

Plötzlich wurde er langsamer und er wurde unsicher,woher weiß ich das sie das noch will? Nachdem ich sie so habe sitzen lassen ohne ein Wort wo ich hingehe und warum,Zweifel schlichen sich in seine Seele. Vielleicht ist sie mir böse und will mich gar nicht mehr wiedersehen? Die Zweifel wurden immer größer und seine Schritte immer langsamer. Nachdem er mehrere Stunden unterwegs war machte er am Waldrand eine Pause,in der Ferne konnte er schon die Stadtmauern Varunas erkennen wenn er genau hinsah. Cuno machte sich eine Feuer und bereitete sich den Vogel zu den er erlegt hatte. Sein Blick wanderte immer wieder in Richtung der Stadtmauern,seufzend beschloss er heute doch besser noch hier zur nächtigen da er Varuna heute sowieso nicht mehr erreichen würde. Doch eigentlich hatte er Angst auf was er stoßen würde in Varuna ,wie Deidrui reagieren würde. Zum ersten Mal ins einem Leben hatte er Angst.........richtig Angst vor dem was kommen würde.
Zuletzt geändert von Cuno Tyranis am Mittwoch 23. Juli 2008, 09:06, insgesamt 3-mal geändert.
Cuno Tyranis

Beitrag von Cuno Tyranis »

Den ganzen Abend hatte er am Feuer gesessen und sein Blick wanderte immer wieder in Richtung Varuna. In einiger Entfernung kamen immer wieder Leute auf dem Weg vorbei und jedes mal hoffte er aufs neue das Sie dabei wäre. Aber es sollte wohl nicht sein,als dann dunkel wurde raffte er seine Sachen zusammen und macht sich auf den Weg. Je dichter er nach Varuna kam um so schneller schlug sein Herz, Cuno kam es vor als würden die Leute um ihn herum es hören und ihn anstarren. Er beschleunigte seinen Schritt und wollte nur noch weg von hier,er stürmte regelrecht durch das Stadttor wobei er fast noch in eine Wache gerannt wäre. Nun jedoch als er näher zu Deidrui´s Haus kam wurden seine Schritte schwer und langsam. Langsam kam das Viertel in Sicht und er war innerlich aufgewühlt und unsicher,aber auch freudig aufgeregt.
Gleich würden sie sich in die Arme schließen und sich den ganzen Abend festhalten,sich innig küssen und die Gesellschaft des andern genießen. Endlich nun stand er vor ihrem Haus, alles war stockdunkel und keine Geräusche drangen heraus. Es schien alles wie immer die Wachen drehten ihre Runden auf der Stadtmauer dieselben Hunde streunten umher. Und doch war etwas anders etwas fehlte und er wusste was es war,langsam breitete sich dies Bewusstsein in ihm aus. Es musste jetzt sein,Cuno raffte sich auf und klopfte sacht und zögernd an die Tür von Deidrui.
Er wartete länger als man warten würde wenn man Einlass begehrte und hoffte auch nur das kleinste Geräusch zu vernehmen aus dem Haus. Er musste wohl mindestens eine halbe Stunde dort gestanden haben,die Wachen von der Mauer schauten schon misstrauisch zu ihm hinab. Seufzend klopfte er nochmals als sich daraufhin nichts tat machte er sich auf den Weg nach Berchgard zu seinem Haus. Plötzlich lächelte Cuno auf, sie wird dort sein am Haus und auf mich warten ganz sicher. Eilig machte er sich auf und wer ihn sah wie er nach Berchgard eilte musste ihn für verrückt halten.
Während er durch den Ort stürmte ins Oberdorf zu seinem Heim ritt er an einer Menge Leuten vorbei,irgendwo meinte er auch kurz Fabrizio gesehen zu haben. Kaum bekam er die Kurve und er musste über die Katze hinwegsetzen die wie immer umherstreunte. Nun zügelte Cuno das Pferd und sein Blick wanderte zum Haus,dort entdeckte er aber niemanden. Es gab keinen Hinweis darauf das sie dort gewesen war nichts das auf ihre Anwesenheit hinwies Halbherzig band er sein Pferd an und stieg die Treppen hinauf,langsam öffnete er die Tür und trat ein. Er ließ die Packtaschen auf den Boden fallen und sich selbst auf den nächstbesten Stuhl. Seine Gedanken waren bei Deidrui und sein Herz von Schwermut eingefangen. Nun hatte er die Quittung für sein Verhalten und auch zurecht,er hätte ihr wenigstens sagen wohin er ging. Nun war sie weg und wer weiß wohin sie sich aufgemacht hat,vielleicht ja zur Akademie wie sie es wollte. Ja zur Akademie so würde es sicher sein ,dort würde er sie suchen.....aber wie soll ich da hinkommen. Da muss ich auf einen der Seelenverkäufer am Hafen steigen,ein Zittern breitete sich in ihm aus während er an die Schiffe und ans Meer dachte. Cuno´s Blick wanderte durchs Haus und blieb an jenem halboffenem Brief auf dem Boden hängen.
Sofort sprang er auf und eilte zu dem Brief ,hastig hob er ihn auf und bevor er ihn überhaupt las roch er daran. Tief sog er den Duft ein,es war der liebliche Duft von Veilchen der sie umgab wenn sie sich an ihn schmiegte.
Zitternd öffnete er den Brief und dann Wort für Wort las er jenen und noch einmal danach. Erleichtert atmete er auf, Deidrui ist bei der Akademie es geht ihr gut und sie war ihm auch nicht böse. Jedenfalls nicht als sie den Brief schrieb* murmelte er seufzend * , ich muss da irgendwie hinkommen auf diese Insel und die Akademie suchen.....
Cuno Tyranis

Beitrag von Cuno Tyranis »

Wer in den letzten Tagen am Hafen von Berchgard entlang kam wird vielleicht Cuno aufgefallen sein der sich stundenweise dort herumdrückte und die Schiffe beobachtete. Mit einer gewissen Faszination die sich aus Abscheu und Neugier zusammensetzte sah er dem Treiben der Hafenarbeiter zu. Jene gingen beladen das man meinen könnte sie würden jeden Moment zusammenbrechen unter der Last über eine schmale Planke vom Schiff. Cuno bewunderte sie wie sie so selbstverständlich als wäre es eine glatte Straße darüber marschierten 6 Fuß über dem Wasser. Auch ging er zur Werft und sah den Schiffszimmerleuten zu wie sie die Schiffsplanken bearbeiteten. Nach und nach wuchs der Rumpf des neuen Schiffes in die Länge,die Segelmacher saßen da und gingen ihrer Arbeit nach.
So auf dem trockenen sah so ein Schiff ja recht vertrauenerweckend aus aber verdammt nochmal im Wasser wer weiß schon was die da aushielten. Angewidert dachte er an die Überfahrt nach Bajard damals ,die Wellen rollten über das Schiff und warfen es hin und her .Der Maat hatte ihn fesseln lassen und unter Deck geschafft nachdem er vor Angst fasst über Bord gesprungen wäre mitten im Meer weit weg von jedem Land. Auf seine Frage hin wie weit es wohl noch zum Land wäre meinte der Maat 500 Meter. Krampfhaft versuchte Cuno Umrisse von Land auszumachen,als der Maat dies bemerkte meinte jener nur knapp , nach unten und zeigte in die Tiefe. Erschaudernd ließ Cuno sich hinab in den Bauch des Schiffes führen . Er wollte nichts mehr sehen und hören,nie mehr werde ich eines dieser Schiffe betreten...nie wieder. Oh liebste Deidrui was tust du mir nur an,warum musstet du auf diese Insel? Er ging zurück zum Pier wo die Schiffe nach Lameriast für gewöhnlich ablegten. Die Gedanken gingen zurück zum gestrigen Abend in der Taverne der Frau Leinenbach. Sie hatten ihn ausgelacht ganz sicher, nur weil er darüber geredet hatte das er eine Brücke bauen wollen nach Lameriast......Dann sagte das Kräuterwe....aeh Frau Drachenfels das die Zwerge einen Tunnel wohl gegraben hätten dorthin, so hätte sie gehört. Aber irgendwie bezweifle ich das die mich dadurch lassen würden * murmelte er vor sich hin* ,außerdem hab ich nicht genug Zeit mich mit denen soweit anzufreunden das ich den Tunnel benutzen darf. Bis dahin bin ich wahrscheinlich alt und grau....und Deidrui hat sich jemand andern gesucht . Verzweifelt schüttelt er den Kopf und beobachtete wieder die Seelenverkäufer die sich Schiffe nannten.
Zuletzt geändert von Cuno Tyranis am Donnerstag 24. Juli 2008, 08:29, insgesamt 1-mal geändert.
Cuno Tyranis

Beitrag von Cuno Tyranis »

Auf einem Poller sitzend zog er gedankenverloren ein Stück zerknittertes Pergament hervor. Suchend blickte er sich um nach einer Unterlage auf der er etwas schreiben konnte. Cuno lachte auf schreiben er ,es war eher ein besseres malen der Lettern. Er ging zum dem Händler am Hafen und bat darum den Tisch nutzen zu dürfen. Dieser nickte und wies ihm einen Platz,Cuno ließ sich dort nieder und schärfte den Kohlestift bis er recht spitz war. Sein Blick schweifte üher den Hafen und er beobachtete die Möwen eine Weile...
Dann nach einer Weile fing er an Buchstaben aufs Pergament zu bringen.


Wenn ich eine Möwe wär
Und zwei Flügel hätt,
dann flög ich über Meer.
Weil ichs aber nicht kann,
bleib ich hier .

Mein Herz sehnt sich nach Dir
Seelenpein hier allein .
Ich würde eine Brücke bauen,
um übers Meer zu laufen..

Bin ich gleich weit von dir,
Bin ich doch im Schlaf bei dir,
Und red’ mit dir;
Wenn ich erwachen tu,
Bin ich allein.

Es vergeht keine Stund in der Nacht,
Da mein Herz nicht erwacht,
Und an dich denkt,
in meiner Liebe zu Dir,
hab ich Dich im Herzen tief versenkt.

Euer Euch liebender und schmerzlich vermissender Cuno



Ein Bote mag zur Akademie nach Lameriast reisen um jenen Brief an Deidrui auszuhändigen so er sie findet. Nachdenklich schaut Cuno ihm nach als er aufs Schiff steigt.
Zuletzt geändert von Cuno Tyranis am Donnerstag 24. Juli 2008, 09:00, insgesamt 2-mal geändert.
Cuno Tyranis

Beitrag von Cuno Tyranis »

Als ob er nicht schon genug mit seinen Gedanken seiner Seelenpein zu tun hatte die wie Bänder aus Stahl um sein Herz legten. Nein nun musste er wieder zum Heilerhaus. Er schleppte sich dort hin,kalter Schweiss stand ihm auf der Stirn. Aus der Bißwunde suppte trotz des Verbandes noch Blut durchmischt mit einer eitrigen Flüssigkeit. Er war auf der Jagd und in seinen Gedanken nicht bei der Sache ,sondern bei ihr....So bemerkte er den Wolf der sich auf ihn stürzte erst viel zuspät. Jener verbiß sich in seinem Bein und Cuno blieb nichts anderes übrig als zu versuchen ihm die Kehle durchzuschneiden. Dies gelang ihm auch mit einigen Schwierigkeiten,das Blut des Wolfes spritze aus dessen Kehle . Achtlos warf er den Kadaver beiseite und setzte sich auf den Boden,die Schmerzen waren sehr stark und trieben ihm die Tränen in die Augen. Er ließ das Blut aus der Wunde heraussickern und nach einer Weile legte einen straffen Verband an welcher wohl das Blut zumindest für eine Weile stoppte. Und nun sass er vor dem Haus der Kräuterweiber.....kalter Schweiss ran ihm von der Stirn seine Haare waren auch schon durchnässt und ihm schwindelte hin und wieder.
Cuno Tyranis

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Endlich am Nachmittag „Cuno dämmerte vor sich hin“ kam eine der beiden zum Haus, Sein Bein war inzwischen angeschwollen und die Schmerzen trieben ihn in den Wahn. Sogleich brachte sie ihn hinein auf die Liege im Behandlungsraum und zog ihm den Stiefel aus. Durch die entstehen Schmerzen kam Cuno wieder vollends zu sich, skeptisch beobachtete er das tun von Liliana . Stoisch ließ er es aber geschehen was immer sie da tat,als sie die Wunde reinigte und desinfizierte verzog er das Gesicht vor Schmerz. Sie beschaute sich das Ergebnis des Wolfsangriffs und meinte noch er hätte Glück gehabt das es nicht schlimmer geworden sei. Glück? Cuno lachte gequält auf,das war kein Glück es lag eher an meinem gut geschärftem Jagdmesser. Als sie mit all dem fertig war und die Wunde verbunden gab sie einem wieder einen von ihren widerlich schmeckenden Tränken. Aber da sie halfen nahm er dieses geringere Übel auf sich und kippte den Trank schnell herunter. Der skeptische Blick von ihr als sie ihm sagte er solle sich nun etwas schonen und die Wunde heilen lassen zeigte ihm das sie ihn wohl sehr gut einschätzen konnte derweil. Es mochte aber auch an der langen Erfahrung als Heilerin liegen das sie die Kerle in dieser Beziehung durchschaut. Er versprach ihr das Bein hoch zulegen und die Jagd einige Tage bleiben zu lassen,mühsam und gequält humpelte er dann als sie ihn entlassen hatte raus zu seinem Pferd. Umständlich quälte er sich auf sein Pferd,langsam ritt er Richtung Berchgard aber anstatt nach Haus ins Oberdorf zu reiten führte in sein Weg zum Hafen. Dort war noch reger Betrieb und die ihm verhassten Schiffe wurden beladen und eines legte ab in Richtung Lameriast. Seufzend sah er dem Schiff nach,er wünschte auf dem Schiff zu sein auf dem Weg zu seiner liebsten Deidrui...... Schwermut legte sich auf sein Gemüt und seine Stimmung verschlechterte sich rapide. Er wendete sein Pferd und trieb es an ,dabei ritt er beinah den Hafenmeister um welcher ihm keifend und fluchend hinterher drohte. Vor der Taverne in Berchgard angekommen rief er die Schankmaid heraus,bring mir ein paar Schläuche von eurem guten Roten. Sie brachte ihm wie gewünscht den Wein und er lies einige Münzen in ihre Hand klimpern. Zuhaus angekommen humpelt er die Treppe hinauf, aber auch dort besserte sich seine Stimmung nicht. Alles hier erinnerte ihn an Deidrui, er füllte sich den einen Krug mit Wein und leerte diesen recht zügig. Währenddessen hing er wehmütig seinen Gedanken an Deidrui nach und versuchte ein Lösung für sein Problem zu finden. Zu späterer Stunde schon gut betrunken meinte er plötzlich lallend als könnte ihn jemand hören. Jaaaaawohhhhlll.....* Hick* ischh....bau....eine Brückeeee ...na... Lameriascchhht * Hick*. Dann fiel sein Kopf vorne über auf den Tisch und er schlief sofort ein....
Zuletzt geändert von Cuno Tyranis am Samstag 26. Juli 2008, 09:00, insgesamt 1-mal geändert.
Cuno Tyranis

Beitrag von Cuno Tyranis »

Von starkem Kopfschmerzen geplagt wachte Cuno auf und blickte sich im Zimmer um. Nie wieder trink ich soviel von dem Zeug,langsam quälte er sich nach draußen die Treppe hinunter. Warum hat die nur soviel Stufen auf einmal? Schritt für Schritt tastete er sich hinunter,sollte ihn jemand dabei beobachten würde es ein seltsames Bild ergeben. Unten angekommen steckte er den Kopf in den Wasserkübel, prustend tauchte er wieder auf. Er schüttelte sich als würde er dadurch die Kopfschmerzen vertreiben, das stellte sich aber als großer Fehler heraus. Cuno wurde schwindlig und er musste sich abstützen an Hauswand. Nie wieder trink ich einen Schluck von dem Zeug...nie wieder. Ich muss was essen. Leicht schwankend hin und wieder macht er sich auf zur Taverne in Berchgard. Dort angekommen ließ er sich auf den nächsten Stuhl fallen. Schankmaid ich brauch ein Katerfrühstück deftig und reichhaltig. Die Angesprochene blickte auf von ihrer Arbeit und meinte zu Cuno, tut mir leid Kater ist grade aus nur noch Katze da.... * grinste zu Cuno hinüber*.
Na dann eben etwas Brot und Speck und einen Brocken Käse,sogleich eilte sie nach hinten und brachte ihm das gewünschte.
Das Brot war wohl noch vom Vortage,aber es war eben einfach noch zu früh was erwartete er . Langsam mit den Zähnen mahlend kaute er auf dem Brot herum,zwischendurch wanderte abwechselnd ein Stück Käse oder Speck in seinen Mund. Das Leben kehrte langsam ihn ihn zurück,dadurch aber auch wieder seine Gedanken an seine Liebste.
Ein tiefes Seufzen entrang sich seiner Brust und er schob das Brett mit dem Essen von sich weg. Dazu legte er einige Münzen und rief der Schankmaid zu das er das Gold da gelassen habe. Auf bald und das nächste mal bitte wieder Kater auf Vorrat... * ein Lachen drang aus dem Schankraum während er die Tür schloss* .
Ich muss aus den Klamotten raus und ein Bad könnte auch nicht schaden murmelte er. Auf dem Weg nachhaus entdeckte er auf der Wiese am Wegesrand einige Veilchen und er blieb abrupt stehen. Langsam ging er auf die Wiese und kniete sich nieder um an den Veilchen zu riechen, ein verträumter Ausdruck legte sich auf sein Gesicht. Cuno pflückte eines Der Veilchen und steckte es hinter sein Hutband. Was tust Du mir nur an Deidrui das Du dort auf der fernen Insel weilst * murmelte er traurig *. Gedankenverloren ging er nun weiter bis er vor seinem Haus stand ,erneut entlockte es ihm ein Seufzen. Dann suchte er sich aus seinem Schrank neue Kleidung heraus und eilte mit diesen in Richtung Varuna zur Herberge,öfter schon hatte er dort ein Bad genommen in Ermangelung eines eigenen. Frisch gebadet und mit frischer sauberer Kleidung machte er sich auf in den kleinen Schankraum der Taverne . Habt ihr mal ein Pergament und eine Feder fragte er die Herbergsmutter. Jene brachte ihm daraufhin das gewünschte,vielen Dank dafür. Langsam brachte er seine Gedanken zu Wort ,die Buchstaben malte er fast kunstvoll auf das Pergament und so bemerkte er gar nicht wie die Zeit dahin ging. Als er von dem fast fertigen Werk aufschaute war es schon fast Mittag. Mit einem kurzen sehnsüchtigem Seufzen macht er sich daran es zu vollenden,nachdem dies getan war streute er etwas feinen Sand darüber um die Tinte zu trocken. Diesen pustete er und begann das verfasste nochmal zu lesen,dabei fielen ihm unbemerkt einige sehnsuchtvolle Tränen auf das Pergament die eine oder andere auch auf das geschriebene.






An die Entfernte



Diese Rose pflück' ich hier,
In der fremden Ferne;
Liebes Mädchen, dir, ach dir
Brächt ich sie so gerne!

Doch bis ich zu dir mag ziehn
Viele weite Meilen,
Ist die Rose längst dahin,
Denn die Rosen eilen.

Nie soll weiter sich ins Land
Lieb von Liebe wagen,
Als sich blühend in der Hand
Lässt die Rose tragen;

Oder als die Nachtigall
Halme bringt zum Neste,
Oder als ihr süßer Schall
Wandert mit dem Weste.


Rosen fliehen nicht allein,
Und die Lenzgesänge,
Auch dein Wangenrosenschein,
Deine süßen Klänge.

O, dass ich, ein Tor, ein Tor,
Meinen Himmel räumte!
Dass ich einen Blick verlor,
Einen Hauch versäumte!

Rosen wecken Sehnsucht hier,
Dort die Nachtigallen
Mädchen, und ich möchte dir
In die Arme fallen!


In Liebe ein euch sehr schmerzlich vermissender Cuno


* Er faltete das Pergament sorgfältig und legte in Ermangelung des Platzes einige abgezupfte Rosenblätter mit hinein. Dann rief er einen Boten zu sich und beauftragte jenen dies Pergament zu Deidrui an der Akademie auf Lameriast zu bringen und es auch nur ihr auszuhändigen. Er reichte ihm noch das Gold für die Überfahrt und einige Münzen als Lohn. *




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Verfasser des Gedichts
Nikolaus Lenau (1802-1850)
Zuletzt geändert von Cuno Tyranis am Dienstag 29. Juli 2008, 12:03, insgesamt 3-mal geändert.
Cuno Tyranis

Beitrag von Cuno Tyranis »

Wieder einmal saß er am Hafen in Berchgard in seinem Blick lag tiefe Sehnsucht aber ebenso tief war seine Verzweiflung. Einer der Männer die an dem Haus bauten das er mit seiner Liebsten teilen würde kam daher. Als jener ihn erblickte kam er herüber und fragte warum Cuno so griesgrämig dort herum sitzen würde .Cuno erzählte ihm von Deidrui und das sie auf Lameriast weilen würde, von seiner Sehnsucht nach ihr. Der Mann meinte nur zu ihm er solle aufs nächste Schiff steigen und zu ihr fahren. Worauf hin Cuno auf energische Weise den Kopf schüttelt und jenem erklärte warum er nicht dahin fahren könnte. Er blickte ihn verwundert an und meinte dann das er ihn begleiten würde auf der Überfahrt und das es doch gar nicht so schlimm sei. Daraufhin wollte er Cuno mit sich nehmen auf das Schiff welches in Kürze nach Neuhaven ablegen würde. Aber er wehrte sich verzweifelt und hielt sich an dem Poller fest der am Pier aufragte. Nach einer Weile gab der andere kopfschüttelnd auf und verabschiedete sich von Cuno. Einerseits erleichtert andererseits auch tief traurig atmete er durch. Bevor der andere ging sah er noch wie der sich mit dem Maat unterhielt und zu ihm zeigte,daraufhin nickte der Maat kurz mit einem Grinsen. Cuno ging wieder zurück an den Tisch beim Fischhändler und setzte sich zu jenem . Sie unterhielten sich über dies und das und auch er wollte ihm einreden das so eine Schifffahrt doch gar nicht so schlimm sei. In der Zwischenzeit waren die Handwerker wieder zurück gekehrt und schlichen sich von hinten an Cuno an. Sie versuchten ihn zu überwältigen,da er aber auch nicht grade schwächlich war wehrte er sich nach Leibeskräften und schickte auch zwei oder drei von ihnen zu Boden. Niemals geh ich auf diesen Seelenverkäufer ihr kriegt mich da niema....plötzlich bekam er von hinten eins über gezogen und es wurde schwarz um ihn herum. Die Männer schafften ihn aufs Schiff aber nicht ohnihm vorher zumindest die Hände gefesselt zu haben.
Die ganze Überfahrt bis kurz vor Neuhaven saß Cuno bewusstlos an ein Deckhaus gelehnt. Dann als er zu sich kam und bemerkte wo er sich befand wollte er fluchend aufspringen. Dies ging aber gründlich daneben da sie ihm inzwischen auch die Füße gefesselt hatten. Mit lautem Fluchen viel er wieder vorn über ,das werdet ihr noch bereuen ich werde euch verprügeln das ihr den Rest eures Lebens daran denken werdet schrie er sie an. Das Schiff legte derweil im Hafen vom Neuhaven an und die fünf Männer griffen sich das Bündel Cuno und trugen ihn an Land.
Dort setzen sie ihn auf eine Bank am Hafenlager und trennten ihm die Fesseln durch. Er wollte aufspringen und auf sie los stürmen aber die Fesseln waren so straff gewesen das seine Füße ihm den Dienst versagten. So ließ er sich zurück auf die Bank fallen und lehnte den Kopf an die Wand. Die Männer zogen lachend von dannen und wünschten ihm noch Glück bei der Suche nach ihr......Langsam wurde ihm klar wo er sich befand und dies weckte seine Lebensgeister ,aber wo nur sollte er anfangen zu suchen?
Zuletzt geändert von Cuno Tyranis am Sonntag 3. August 2008, 20:44, insgesamt 2-mal geändert.
Deidrui

Beitrag von Deidrui »

Wieder einmal war sie an ihrem Lieblingsplatz gewesen - der kleinen Insel. Sie war jeden Tag da und sah aufs Meer. Ihre Gedanken reisten über das Wasser, hin zu dem Einen. Was er wohl gerade macht? Ob er an sie denkt?
Da mußte sie schmunzeln, natürlich, sonst hätte sie vor kurzen nicht die Nachrichten von ihm erhalten. Tränen des Glücks und der Erleichterung weinte sie beim lesen seiner Zeilen. Es war wirklich seine Handschrift, ihre Hände haben gezittert vor Aufregung. Seinen Brief hatte sie unter ihr Kopfkissen gelegt und jeden Abend gelesen.
Auch der Zweite, der einige Tage später eintraf, kam unter das Kissen.

Sie ging summend über den kleinen Steg und anstatt zur Akademie zu gehen, bog sie nach rechts ab und spazierte noch Richtung Hafen. Sie wollte noch nicht "nach Hause", der Abend war schön. Ein leichter Wind ging, der sich in ihren Haaren fing und sie ihr leicht ins Gesicht wehte. Aber das störte Deidrui heute nicht, sie durchströmte dieses Gefühl, war es Glück oder gar Liebe?
Sie ging zwischen ein paar Bäumen hindurch und gelangte auf die Straße. Irgendwie war heute abend so gar nichts los. Sie sah keine Menschenseele.
Deidrui kam an das Bankgebäude und umrundete es. `Huch, da ist ja doch jemand.` Sie erschrak leicht und fühlte sich doch irgendwie leicht gestört. `Wer ist das? Muß der hier stehen?`Im gleichen Moment ärgerte sie sich über sich selber. `Deidrui, sei still.` Sie kam ihm immer näher. Er war groß und kräftig, hatte langes dunkel Haar und trug einen grün-karierten Tartan.
Deidrui verlangsamte ihren Schritt, etwas kleines keimte in ihr auf.
Mit jedem Schritt näher wurde dieses etwas immer größer. Ihr Herz begann schneller zu schlagen, sie hielt die Luft an.
Da, der Mann drehte sich zu ihr um. Sofort traten Tränen hervor, sie begann zu laufen.
"Cuno!"
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