Neugeboren dem Tode geweiht

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Zator A´kinar

Neugeboren dem Tode geweiht

Beitrag von Zator A´kinar »

Noch tiefer zog er die Kapuze ins Gesicht. Unter den vielen berobten Menschen Rahals, so hoffte er, würde er nicht auffallen. In dem Geiste des Mannes arbeitete es fieberhaft, sein Körper war in jedem Augenblick gespannt. Bekannte Stimmen um ihn herum, Menschen, die den Namen des Gottes Alatar preisten. Und doch musste er hier sein. obwohl es ihn sein Leben kosten könnte. Nicht oft im Leben des jungen Mannes hatte er jemandem vertrauen müssen. Nun war es jedoch soweit. Seine braunen Augen huschten im tiefen Dunkel der Kapuze hin und her und beobachteten das Geschehen. Dann erblickte er, wonach er suchte. Mehrere Schritte vor ihm erblickte der Mann, wonach er gesucht hatte. Er verharrte, wartete ab, dann sah er seine Chance kommen, lüftete kurz seine Kapuze, gerade lang genug, dass man für den Bruchteil eines Augenblicks seine scharfen braunen Augen sehen konnte. Ein Zeichen des Verstehens gab ihm Hoffnung, jedoch war es noch immer ein weiter Weg, ein Weg durch eine Stadt voller Feinde. Während er, sich stets im Schatten haltend, seiner Hoffnung durch die Stadt folgte, liefen in seinem Kopf bruchstückartig die Bilder der letzten Tage ab:

Wochenlange Ausflüge in die Wälder, hier konnte er wieder sein, was er war. Sein Bruder, tief in seiner Seele hatte vor Freude geschrien, als er wieder seine Kiefer um warmes, lebendiges Fleisch geschlossen hatte. Und wann immer er zurück nach Rahal kam, wusste er, dass er mehr und mehr Menschlichkeit verlor. Sein immer häufigeres und längeres Fehlen leitete dann ein, was ihm hätte bewusst sein müssen. Die Bruderschaft war nicht länger sein Heim und die Brüder und Schwestern mochten ihn nun als Feind, gar als Verräter sehen. Der Gott, den er gefunden glaubte, schien ihn nun verlassen zu haben. Wieder ging der selbsternannte Verräter in die Wälder und wieder sass er einsam am Feuer und wieder redete er mit seinem Seelenbruder. Und schliesslich reichten sich beide die Hände, zwei Seelen in einem Körper mochten nun Frieden gefunden haben, denn in dieser Nacht wurde ein Pakt geschlossen. Ein jeder sollte seinen Teil bekommen: der eine seine Menschlichkeit, der andere seine Grausamkeit.

Noch immer folgte Zator den Gestalten. Sie passierten das Tor Rahals und liefen den Pfad entlang. Angekommen an dem kleinen Häuschen, sah sich Zator noch einmal um und huschte dann mit durch die Türe.
Laheria A´kinar

Beitrag von Laheria A´kinar »

Ihre Gedanken überschlugen sich als sie den berobten sah.Sie spürte wieder etwas..War er es?
Kurz lüftete er seine Kapuze sodass sie seine Gesichtszüge erkennen konnte.

Sie gab ihm unauffällig ein zeichen ihr zu folgen.Innerlich tobte ein Wirbelsturm durch ihren Körper.
Ihr Bruder war wieder hier.

Sie freute sich und doch war er so vorsichtig, er wollte unerkannt blaiben.
Ob das wohl einen grund hatte.

Er würde ihnen das sicher sagen.
Dies dachte sie den ganzen Weg aus Rahal hinaus und zu ihrem Haus.
Sie öffnete das Tor schaute sich um und da war schon der Schatten durch das Tor gehuscht.
Nun lernte er erstmal seine Nichte kennen.Sie lächelte wie zaghaft die beiden sich gegenüber standen.

Dann bat sie tira draussen zu spielen und Tugor,Zator und sie setzten sich in die Küche.
Er erzählte ihnen alles und sie wusste, das sie ihm helfen würde.
Eine Hilfe welche eine Schwester ihrem Bruder immer gegen würde.

Noch lange dachte sie nach über Zator,wie undurchschaubar er doch war.
Er war ihre Familie.Ihre richtige Familie.
Zator A´kinar

Beitrag von Zator A´kinar »

Die Lider flatterten kurz, dann schnellte die Gestalt auf und kauerte sich, den kleinen Dolch in der rechten Hand haltend, angriffsbereit nieder. Seine Pupillen waren, zwei tiefen, lichtlosen Brunen gleich, weit geöffnet. Nur langsam gewöhnten sich seine Augen an das Halbdunkel des Zimmers und es dauerte einige Augenblicke, bis er von seinem Traum in die Wirklichkeit fand. Langsam entspannte sich Zator und setzte sich, mit dem Rücken an die Wand auf den Dielenboden. Der Dolch glitt ihm aus der Hand und blieb zitternd im Holz stecken.

Langsam wanderte sein Blick durch das kleine Zimmer und blieb an einem Gegenstand hängen. Seine Hand streckte sich aus und griff in weiches Fell. Schwarze, leblose Augen schauten ihn an. Zator setzte den Stoffbären neben sich und in der Stille des Zimmers starrten beide in die Dunkelheit. Innerlich leer und gefühlslos und äusserlich schon recht abgenutzt, schienen beide eine stille Freundschaft geschlossen zu haben. Nur zögerlich, so schien es, ging die Sonne am Horizont auf und mehr und mehr Licht fiel in das kleine Zimmer und auf die beiden stummen Freunde.
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