Leise knarzte der Hocker, ungefähr im selben Tonfall der Lederhose.
Der hellblaue Blick legte sich auf den Spiegel und traf dort auf ein ausdrunckloses Gesicht. Schwielige Hände griffen nach einer Maske aus festen Zweikopfleder und banden diese um die untere Hälfte des Gesichts. Dann wurde eine ölige, mit schwarzen Fingerabdrücken bedeckte Dose geöffnet. Der Geruch von zerlassenem Walfett, Zedernhartz und Mossextrakt stieg daraus empor.
Langsam tauchten die Finger in die schwarz scheinende Substanz und strichen sie über die sichtbaren Teile des Gesichts wo es eine dunkelgrüne Färbung hinterließ. Nach und nach verschwand mehr und mehr der hellen Haut unter einer hauchdünnen, nach Moos riechenden Schicht dunklen Grüns bis das helle Blau strahlender, entschlossener Augen alles war was an Helligkeit blieb.
Falks Vorbereitungen für die Blutrache mochten emotionslos und kalt erscheinen, doch das war die äussere Hülle des Jarls der seinem Clan ein Quell der Ruhe und Zuversicht sein sollte. Innerlich vermisste er die sanfte Weichheit Cailleans und ihren warmem Rücken an seinem Bauch im Schlaf. Er vermisste Erinnas Lachen und die heissen Küsse seiner Frau.
Doch Erinna, Viola und Caillean waren in Sicherheit. Und so schob Falk die Gedanken an seine Liebsten einfach beiseite, ein Reflex den zahlreiche Schlachten ausgeprägt hatten. Dann hob sich das scharfe Rasiermesser und kratzte das überzählige, grüne Fett gemeinsam mit Bartstoppeln von Wange und Kinn, nur eine unabwaschbare grüne Schicht zurück lassend die sich einzig mit klarem Brand wieder würde entfernen lassen. Langsam wurde das Messer an der Dose abgestrichen um das grüne Fett für spätere Anwendung auf zu heben. Es hatte sich drei Jahre lang gehalten, es würde noch einige weitere Jahre in der Dose halten und nur einen hauchdünnen, nach schlimmligem Brot riechenden Film ansetzen.
Dann begann der unschöne Teil... die scharfen Krumen ritzten kleine Schnitte in Falks Schädel als dieser das ungemalene Salz in seine Haare rieb und schmerzhaft drang das Salz in diese Schnitte. Doch es musste sein, nur Salz konnte den Ruß aus dem mit Wachs versetzten Brandwasser ziehen und so das blonde Haar Falks in ein nachts unsichtbares Schwarz tauchen.
Dann erhob er sich langsam und schritt zum Fenster. Unten auf dem Hof, im Licht der Fackeln trugen die Hände alles nötige zusammen. Die grosse Zeltplane, die Holzstangen, ein Fässchen Pökelfleisch, ein Fass mit Wasser, und mehrere Kisten voller Felle, Waffen und den nötigsten Dingen für ein Feldlager.
Die Sonne würde aufgehen, Falk würde sich seine Garderobe für die kommende Woche heraus suchen und sich einigen Kampfübungen unterziehen um seine Konzentration zu steigern und bis zum Abend zu halten. Und sobald die Sonne unter gehen würde... würden sie Grimwould verlassen. Während des Tages würde er Shaja und Freia aussenden um einen Ort für das Zeltlager zu finden. Dann würden sie ausrücken, die Hände würden das Lager aufbauen und die Schwerter... nun... die Schwerter würden töten.
Doch der Plan hatte sich geändert. Es würde nur um das Leben einer Hand voll Gardisten gehen, die Bauernhöfe vor Varuna würden das Feuer nicht kennen lernen. Zu viele Freunde und potentielle Verbündete hatten Falk um Schonung für die Ernte gebeten. Und mit den Vorräten die die Elfen anboten... sah der Winter mit einem mal nicht mehr so bedrohlich für den Clan aus. Zum ersten Mal konnte sich Falk die feste Überzeugung leisten dass alle aus dem Clan den Winter überleben würden. Der Grund Varuna mit Hunger für den Verlust eines Clansjägers zu strafen war damit vergessen. Und Liella und Aasim sollten ihren Willen haben.
Nichtsdestoweniger musste Varuna für den feigen Mord an Isgar leiden. Doch diese Rache würde sich wesentlich einfacher gestalten. Eine Hand voll Gardisten würden in einer Nacht spurlos verschwinden, lautlose Pfeile, mit Schlafgift versetzte Kuchenringe und die geübten Klingen des Jarls und seiner Schwerter sollten das Schlachtwerk binnen kürzester Zeit, ohne jede Spur die auf den Clan hinweisen würde, verrichten.
Schlachtwerk... langsam wandte sich Falk vom Fenster ab, er konnte seinen Clanshänden vertrauen dass dort untem im Fackelschein alles bereit lag für den morgigen Tag, das wusste er. Trotzdem war es... irgendwie ungewohnt... Schlachtwerk... Messerarbeit... Kriegsschlitzen... Ausdrücke die in seinen Gedanken seit langer Zeit nicht mehr vorkamen.
Einst hatte er drei von sieben Clans in den grossen Krieg geführt, hatte gegen Trolle, Orks und Hochlandbarbaren gekämpft nachdem er die Kontrolle über den Clan Hinrah an sich gerissen hatte indem er seinem Vater die eigene Klinge zu schmecken gab. Doch nichts ist vergänglicher als der Ruhm von gestern und aus dem einstigen Kriegsjarl war ein Siedler geworden, ein Ehemann, ein Vater. Doch es schien nicht richtig... der grosse Krieg mochte einundzwanzig Jahre her sein... doch zwanzig von diesen hatte er nicht erlebt, man sah sie ihm nicht an und aus freien Stücken würde er niemals über die zwanzig Jahre reden die ihm verloren gegangen waren. Es schien erst ein Jahr her zu sein und um so mehr musste er nun schmunzeln.
Wie sehr sich ein Mann doch in nur einem Jahr ändern konnte. Doch noch so viele Kinder, noch so viel Liebe seiner Frau würden jemals wieder den erfahrenen Schlachtengänger aus ihm heraus bringen. Das mochte von Vorteil sein um den Clan zu schützen... doch wie oft hatte es ihm grosse Schwierigkeiten beschert schneller mit der Hand bei der Waffe zu sein als er über Dinge nachdenken konnte?
Ein leises Seuftzen schlich sich in die Dunkelheit, dann öffnete sich die Tür seines Zimmers und er trat langsam in die Trophäenkammer um die grosse Karte von Gerimor auf dem Tisch aus zu breiten. Ein leichtes Nicken folgte und der Blick hob sich zu der schwer gepanzerten Gestalt von Kahor mit seiner neuerdings mit blutigen Runen verzierten Rüstung und der Glatze auf die Kahor sich selbst Runen geschnitzt hatte deren Narben nun weiss und drohend auf ihr zu lesen waren. Ein beeindruckendes Bild bot Kahor, in der blutigen Rüstung halb in der Dunkelheit lehnend und nur das Weiß seiner Augen leuchtete aus dem Schatten hervor.
Lange sollten Falk und Kahor sich unterhalten, über Wege, Rückzugspunkte Taktiken während Shaja aus ihrer Ecke wie immer kommentarlos lauschte und ihren Kompositbogen sowie die Pfeile überprüfte.
Blutige Rache, windige Tage.
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Freia Hinrah
Waldgeister ... das war es was sie sehen und glauben sollten. Wütende zu alles entschlossene Waldgeister. Jene die aus den Nebel kommen und wieder in den Nebel gehen würden wenn sie ihren Blutdurst gestillt hatten. Behutsam trug sie die übelriechende Paste, welche aus einem Gemisch aus von Wildkräutern, altem Stroh, Brennesseln sowie frischen Pferdedung bestand, den es in Grimwould zuhauf gab, in ihrem Gesicht auf und verieb alles bis nicht ein heller Fleck, ihres sonst stets recht sauberen Gesichtes mehr hervorstach. Nur ihre eisblauen Augen verkündeten ihrer Familie, für die sie in wenigen Stunden oder Tagen in den Kampf ziehen würde, wer sie war.
Ihre Gedanken drifteten zu Viola als sie sich selbst, fast bis aufs unkenntlichste getarnt im Spiegel beobachtete. Sie hatte auch diese Nacht nicht gut geschlafen, sondern allen falls mittelmässig gedöst und war immer wieder aufgewacht. Sie fragte sich obe es ihrer kleinen Gut ging und ob dieses seltsame kleinwüchsige und gezeichnete Volk nett zu ihnen war. Am liebsten währe sie sofort aufgesprungen hätte sich auf den Rücken von Mystral gesetzt und währ in dieses seltsamen Land geritten um Cailly Erinna und ihre liebe kleine sofort zurückzuholen, aber tief in ihrem Herzen wusste sie, das es nur einen Weg gab sie schnell wieder zu sehen und zurück zu holen ... einen schnellen und möglichst perfekt ausgeführten Angriff mit möglichst viel Städterblut.
Ihre Augen glimmten kurz eisig, als sie ein neuen Batzen der stinkenden Substanz aus einem kleinen Bottich hob und ihre Hände und Unterarme gründlichst damit einschmierte, bis sich auch aus diesen bräunlich grüne Stümpfe geworden wahren. Der Geruch verlieh ihren Zimmer den Charme eines Pferdestalles und doch sah sie die Notwendigkeit und vor allem die furchteinflössende Wirkung ihrer Aufmachung. All das hatte sie von ihrem Vater gelernt ... damals in den rauhen Zeiten ...
2 Hundertschaften feindlicher Soldaten hatte zuerst ihr Lager angegriffen und sie schliesslich in den Schutz des Waldes getrieben. Es war einer vieler Kriege den die Städter gegeneinander führten und eigentlich hatte die kleine Gruppe einfacher Männer und Frauen die auf einer Ebene kurz vor dem Wald lagerte nichts mit dem Morden und Schlachten der zwei sich bekriegenden Reiche zu tun, bis der Kommandant der mordenden Bande beschloss sie doch als Bürger des feindlichen Reiches anzusehen. Das Gemetzel war grausam gewesen ... und hatte sie unvorbereitet getroffen. Viele starben in dieser Nacht und das kleine Heer setzte ihnen durch die Wälder nach um auch noch den Rest zu erledigen. Unter der Führung ihres Vaters, von alles verzehrendem Hass durchflutet fanden sich die wenigen Freiwilligen und noch kampftauglichen Krieger und Handwerker des Clanes zusammen um sie teuer mit ihrem eigenen Blute bezahlen zu lassen. Sie waren nur wenige, nichtmal 30 Mann und sahen sich 2 kompletter Hundertschaften gegenüber ... doch niemand der Hedwig an diesen Tag gesehen, seine kaltes von tiefen Zorn zerfurchtes Gesicht gegenüberstand hat, wagte ihm zu widersprechen, als er den Gegenangriff befahl. Sie vertrautem ihrem Jarl und wussten er würde sie niemals offen gegen die Hundertschaften anrennen lassen und als er ihnen den Plan offenlegte war nur ein einheitliches grimmiges Nicken von den Männern und Frauen zu vernehmen. Obwohl ihre Mah sie damals beschwor nicht mitzureiten konnte Freia nicht anders. Zuviele Freunde waren an diesem Tage gestorben, zu wenig Krieger noch übrig geblieben und auch wenn ihre Kunst mit dem Bogen noch weitaus schlechter war als heute, hatte sie es als ihre Pflicht angesehen. Sie erkannte das besorgte Funkeln im Antlitz ihres Vaters, als sie ihm in Leder gehüllt gegenüber stand, den Bogen in der Hand die Pfeile hinten in ihrem Köcher gelegt. Sie wusste schon damals, das ihr Vater als Jarl des kleinen Clanes nicht ablehnen konnte, mit guten Beispiel vorangehen musste um auch den übrigen zu zeigen, dass er sogar das Leben seiner ältesten Tochter für den waghalsigen Plan auf das Spiel setzte um Rache an den Mördern zu nehmen. Sie wusste, dass nur dann auch die Anderen von ihnen bereit waren ihre Söhne und Töchter gehen und erneut ziehen zu lassen, auch wenn wenig Chance auf ein Erfolg bestand. Damals war es ihr Vater gewesen der ihr die übelriechende Masse ins Gesicht schmierte, ihr zeigte aus was er sie herstellte und von seiner Kriegslist sprach. Mit dem einsetzen des herbstlichen Nebels und nach einigen Tagen erfolgloser Suche hatte sich das kleine Heer weiter nach Richtung Westen gewandt. In der kühlen Morgenluft ... die von dicken Nebelschleiern durchdrungen war und mit johlenden Kampfschrei stürzte die kleine Schar Reiter des Clanes in den Kampf. Pfeile kamen durch den Nebel geschossen und die Schreie der Verwundeten und Sterbenden drang durch den Nebel, wie Wasser durch ein Flussbett. Alle Clanskrieger waren bis zur Unkenntlichkeit beschmiert gewesen und so schnell wie der Angriff ausgeführt wurde, so schnell waren sie wieder verschwunden gewesen. So ging es Tage ... Wochen lang ... wann immer Nebel war ritten sie unermüdlich zu kleinen Nadelstichattacken in das feindliche Lager. Schon bald, waren Furcht und Angst ständige Begleiter der noch verbliebenden Hundertschaft. Rufe wurden laut ... rufe von Waldgeistern ... gnadenlosen Rachedämonen und einer unzahl schrecklicher Bestien. Das niedergemetzelte Lager hatten die Soldaten schon längst vergessen ...
Mit einer letzten Handbewegung strich sie sich den Rest der Masse durch ihr sonnengelbes Haar und liess es, pfahl und trocken erscheinen. Das was nicht im Grünbraun der Masse getüncht war, füllte sie mit Gräsern und Mosen aus die sie sich in ihr Haar flocht. Eisig blickten ihre Augen in das total veränderte Spiegelbild ... und erneut ... zogen sie aus um blutige Rache zu nehmen ...
Ihre Gedanken drifteten zu Viola als sie sich selbst, fast bis aufs unkenntlichste getarnt im Spiegel beobachtete. Sie hatte auch diese Nacht nicht gut geschlafen, sondern allen falls mittelmässig gedöst und war immer wieder aufgewacht. Sie fragte sich obe es ihrer kleinen Gut ging und ob dieses seltsame kleinwüchsige und gezeichnete Volk nett zu ihnen war. Am liebsten währe sie sofort aufgesprungen hätte sich auf den Rücken von Mystral gesetzt und währ in dieses seltsamen Land geritten um Cailly Erinna und ihre liebe kleine sofort zurückzuholen, aber tief in ihrem Herzen wusste sie, das es nur einen Weg gab sie schnell wieder zu sehen und zurück zu holen ... einen schnellen und möglichst perfekt ausgeführten Angriff mit möglichst viel Städterblut.
Ihre Augen glimmten kurz eisig, als sie ein neuen Batzen der stinkenden Substanz aus einem kleinen Bottich hob und ihre Hände und Unterarme gründlichst damit einschmierte, bis sich auch aus diesen bräunlich grüne Stümpfe geworden wahren. Der Geruch verlieh ihren Zimmer den Charme eines Pferdestalles und doch sah sie die Notwendigkeit und vor allem die furchteinflössende Wirkung ihrer Aufmachung. All das hatte sie von ihrem Vater gelernt ... damals in den rauhen Zeiten ...
2 Hundertschaften feindlicher Soldaten hatte zuerst ihr Lager angegriffen und sie schliesslich in den Schutz des Waldes getrieben. Es war einer vieler Kriege den die Städter gegeneinander führten und eigentlich hatte die kleine Gruppe einfacher Männer und Frauen die auf einer Ebene kurz vor dem Wald lagerte nichts mit dem Morden und Schlachten der zwei sich bekriegenden Reiche zu tun, bis der Kommandant der mordenden Bande beschloss sie doch als Bürger des feindlichen Reiches anzusehen. Das Gemetzel war grausam gewesen ... und hatte sie unvorbereitet getroffen. Viele starben in dieser Nacht und das kleine Heer setzte ihnen durch die Wälder nach um auch noch den Rest zu erledigen. Unter der Führung ihres Vaters, von alles verzehrendem Hass durchflutet fanden sich die wenigen Freiwilligen und noch kampftauglichen Krieger und Handwerker des Clanes zusammen um sie teuer mit ihrem eigenen Blute bezahlen zu lassen. Sie waren nur wenige, nichtmal 30 Mann und sahen sich 2 kompletter Hundertschaften gegenüber ... doch niemand der Hedwig an diesen Tag gesehen, seine kaltes von tiefen Zorn zerfurchtes Gesicht gegenüberstand hat, wagte ihm zu widersprechen, als er den Gegenangriff befahl. Sie vertrautem ihrem Jarl und wussten er würde sie niemals offen gegen die Hundertschaften anrennen lassen und als er ihnen den Plan offenlegte war nur ein einheitliches grimmiges Nicken von den Männern und Frauen zu vernehmen. Obwohl ihre Mah sie damals beschwor nicht mitzureiten konnte Freia nicht anders. Zuviele Freunde waren an diesem Tage gestorben, zu wenig Krieger noch übrig geblieben und auch wenn ihre Kunst mit dem Bogen noch weitaus schlechter war als heute, hatte sie es als ihre Pflicht angesehen. Sie erkannte das besorgte Funkeln im Antlitz ihres Vaters, als sie ihm in Leder gehüllt gegenüber stand, den Bogen in der Hand die Pfeile hinten in ihrem Köcher gelegt. Sie wusste schon damals, das ihr Vater als Jarl des kleinen Clanes nicht ablehnen konnte, mit guten Beispiel vorangehen musste um auch den übrigen zu zeigen, dass er sogar das Leben seiner ältesten Tochter für den waghalsigen Plan auf das Spiel setzte um Rache an den Mördern zu nehmen. Sie wusste, dass nur dann auch die Anderen von ihnen bereit waren ihre Söhne und Töchter gehen und erneut ziehen zu lassen, auch wenn wenig Chance auf ein Erfolg bestand. Damals war es ihr Vater gewesen der ihr die übelriechende Masse ins Gesicht schmierte, ihr zeigte aus was er sie herstellte und von seiner Kriegslist sprach. Mit dem einsetzen des herbstlichen Nebels und nach einigen Tagen erfolgloser Suche hatte sich das kleine Heer weiter nach Richtung Westen gewandt. In der kühlen Morgenluft ... die von dicken Nebelschleiern durchdrungen war und mit johlenden Kampfschrei stürzte die kleine Schar Reiter des Clanes in den Kampf. Pfeile kamen durch den Nebel geschossen und die Schreie der Verwundeten und Sterbenden drang durch den Nebel, wie Wasser durch ein Flussbett. Alle Clanskrieger waren bis zur Unkenntlichkeit beschmiert gewesen und so schnell wie der Angriff ausgeführt wurde, so schnell waren sie wieder verschwunden gewesen. So ging es Tage ... Wochen lang ... wann immer Nebel war ritten sie unermüdlich zu kleinen Nadelstichattacken in das feindliche Lager. Schon bald, waren Furcht und Angst ständige Begleiter der noch verbliebenden Hundertschaft. Rufe wurden laut ... rufe von Waldgeistern ... gnadenlosen Rachedämonen und einer unzahl schrecklicher Bestien. Das niedergemetzelte Lager hatten die Soldaten schon längst vergessen ...
Mit einer letzten Handbewegung strich sie sich den Rest der Masse durch ihr sonnengelbes Haar und liess es, pfahl und trocken erscheinen. Das was nicht im Grünbraun der Masse getüncht war, füllte sie mit Gräsern und Mosen aus die sie sich in ihr Haar flocht. Eisig blickten ihre Augen in das total veränderte Spiegelbild ... und erneut ... zogen sie aus um blutige Rache zu nehmen ...
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Falk Hinrah
Die Pest
Eine hervorragende Tarnung die sie sich da auf die Schnelle ausgedacht hatten. Kaum waren die Zelte errichtet und mit Farnwedeln dem Grün des Waldes angepasst so dass sie eigentlich niemand finden dürfte stolperte auch schon eine Abordnung aus Rahal in ihr Lager.
Wie diese sie gefunden hatten konnte sich Falk nicht erklären, ihre Zelte waren hervorragend verborgen und das klein gehaltene Lagerfeuer war schon so kaum zu erkennen, die Zelte verbargen das Licht gänzlich. Doch man hatte sie entdeckt und einzig der auf die Schnelle erfundenen Tarnung als Pestkolonie verdankten sie es ihre Roben und Masken aufbehalten zu können.
Wenn sich doch Rahal nur fern halten würde. Das Lager galt einer Rache an Varuna, Rahal sollte nun wirklich nichts von den Kriegern des Clans zu fürchten haben.
Doch die List hielt. Thrail hatte sein Volk seit jeher nicht nur in der Kraft des Wolfes sondern auch in der Schläue des verwegenen Raubtieres unterrichtet. Und jeh länger Falk durch die Augenschlitze seiner Maske ins Feuer blickte desto breiter wurde das von gleich zwei Masken verborgene Grinsen. Die Hinrah hatten sich als hervorragende Schauspieler bewiesen und so würde das Pestlager auch nach dem Überfall ein nahezu perfektes Versteck abgeben. Die Masken, die Roben, der gebückte Gang... die körperliche Grösse der Tiefländer war kaum mehr zu erkennen wenn sie so gebückt daher krochen und Eindringlinge in ihr kleines Reich anhusteten bis diese das Weite suchten.
Nur Rahal müsste mitspielen... fast war Falk verlockt zu den Oberen Rahals zu marschieren und sich ihnen an zu vertrauen damit diese ihnen halfen die Erscheinung als Pestlager aufrecht zu halten. Doch besann er sich bald eines Besseren, der Feind meines Feindes muss nicht unbedingt mein Freund sein... ein Ausspruch den man Thrail nachsagte obwohl er im Thrailamal nirgendswo verzeichnet war.
Shaja hatte sich zur Ruhe gelegt und Laila die sich nicht nur als Pest- sondern auch Leprakank ausgab hielt Wache. Wenn sie müde genug wäre würde er ihre Wache übernehmen und dann Shaja wecken. Nur eine Nacht noch... nurnoch einige kurze Stunden. Dann wäre die Zeit gekommen, die Zeit der Rache.
Doch diese Gedanken liessen sein Gemüt keineswegs düster werden. Im Gegenteil. Wäre die Rache erst vollbracht gäbe es nichts mehr das man Varuna vorhalten würde. Zwar würden die alten Beziehungen nie wieder derart aufleben, doch es verlangte ihn irgendwie schon wieder einmal mit Rafael, Arton und Aradan zu sprechen, vielleicht sogar mit dem Ritter um die Häuser zu ziehen. Es hiess er würde Lina schon bald heiraten.
Und noch besser, wäre die Rche vollbracht und würde man unerkannt davon kommen, müsste man nur einige Tage warten und schauen ob Varuna sich gen Grimwould wandte, man würde nur warten um heraus zu finden ob Varuna einen Verdacht hatte der auf die Tiefländer fiel. Und sollte das nicht der Fall sein, würde Varuna keinen Verdacht hegen... dann könnten sie heimkehren. Und er könnte endlich Caillean wieder zu sich holen, sie in seine Arme schliessen, die küssen und lieben. Er könnte Erinna fest an sich drücken und ihr Gesicht mit Küssen bedecken.
Ein Lächeln bildete sich unter der Maske, mit nur ein wenig Glück, wäre bald alles vorbei und die geliebten Menschen bald zurück in der Umarmung des Clans. Nur Glück, ein winziges, bisschen Glück.
Glück dass sie dringend brauchten. Ein offener Krieg mit Varuna würde den Clan auslöschen und selbst wenn sie bedingungslos kapitulierten würde der Clan niemals zu seiner alten Stärke zurück finden.
Langsam erhob er sich um in sein Zelt zu gehen. Laila würde ihn wecken wenn seine Wache begann.
Eine hervorragende Tarnung die sie sich da auf die Schnelle ausgedacht hatten. Kaum waren die Zelte errichtet und mit Farnwedeln dem Grün des Waldes angepasst so dass sie eigentlich niemand finden dürfte stolperte auch schon eine Abordnung aus Rahal in ihr Lager.
Wie diese sie gefunden hatten konnte sich Falk nicht erklären, ihre Zelte waren hervorragend verborgen und das klein gehaltene Lagerfeuer war schon so kaum zu erkennen, die Zelte verbargen das Licht gänzlich. Doch man hatte sie entdeckt und einzig der auf die Schnelle erfundenen Tarnung als Pestkolonie verdankten sie es ihre Roben und Masken aufbehalten zu können.
Wenn sich doch Rahal nur fern halten würde. Das Lager galt einer Rache an Varuna, Rahal sollte nun wirklich nichts von den Kriegern des Clans zu fürchten haben.
Doch die List hielt. Thrail hatte sein Volk seit jeher nicht nur in der Kraft des Wolfes sondern auch in der Schläue des verwegenen Raubtieres unterrichtet. Und jeh länger Falk durch die Augenschlitze seiner Maske ins Feuer blickte desto breiter wurde das von gleich zwei Masken verborgene Grinsen. Die Hinrah hatten sich als hervorragende Schauspieler bewiesen und so würde das Pestlager auch nach dem Überfall ein nahezu perfektes Versteck abgeben. Die Masken, die Roben, der gebückte Gang... die körperliche Grösse der Tiefländer war kaum mehr zu erkennen wenn sie so gebückt daher krochen und Eindringlinge in ihr kleines Reich anhusteten bis diese das Weite suchten.
Nur Rahal müsste mitspielen... fast war Falk verlockt zu den Oberen Rahals zu marschieren und sich ihnen an zu vertrauen damit diese ihnen halfen die Erscheinung als Pestlager aufrecht zu halten. Doch besann er sich bald eines Besseren, der Feind meines Feindes muss nicht unbedingt mein Freund sein... ein Ausspruch den man Thrail nachsagte obwohl er im Thrailamal nirgendswo verzeichnet war.
Shaja hatte sich zur Ruhe gelegt und Laila die sich nicht nur als Pest- sondern auch Leprakank ausgab hielt Wache. Wenn sie müde genug wäre würde er ihre Wache übernehmen und dann Shaja wecken. Nur eine Nacht noch... nurnoch einige kurze Stunden. Dann wäre die Zeit gekommen, die Zeit der Rache.
Doch diese Gedanken liessen sein Gemüt keineswegs düster werden. Im Gegenteil. Wäre die Rache erst vollbracht gäbe es nichts mehr das man Varuna vorhalten würde. Zwar würden die alten Beziehungen nie wieder derart aufleben, doch es verlangte ihn irgendwie schon wieder einmal mit Rafael, Arton und Aradan zu sprechen, vielleicht sogar mit dem Ritter um die Häuser zu ziehen. Es hiess er würde Lina schon bald heiraten.
Und noch besser, wäre die Rche vollbracht und würde man unerkannt davon kommen, müsste man nur einige Tage warten und schauen ob Varuna sich gen Grimwould wandte, man würde nur warten um heraus zu finden ob Varuna einen Verdacht hatte der auf die Tiefländer fiel. Und sollte das nicht der Fall sein, würde Varuna keinen Verdacht hegen... dann könnten sie heimkehren. Und er könnte endlich Caillean wieder zu sich holen, sie in seine Arme schliessen, die küssen und lieben. Er könnte Erinna fest an sich drücken und ihr Gesicht mit Küssen bedecken.
Ein Lächeln bildete sich unter der Maske, mit nur ein wenig Glück, wäre bald alles vorbei und die geliebten Menschen bald zurück in der Umarmung des Clans. Nur Glück, ein winziges, bisschen Glück.
Glück dass sie dringend brauchten. Ein offener Krieg mit Varuna würde den Clan auslöschen und selbst wenn sie bedingungslos kapitulierten würde der Clan niemals zu seiner alten Stärke zurück finden.
Langsam erhob er sich um in sein Zelt zu gehen. Laila würde ihn wecken wenn seine Wache begann.
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Shaja
Die Nacht war so seltsam wie sie wunderbar war.
Alle schliefen bei ihr, draussen in der Wildnis, wo sie sich heimisch fühlte.
Was eine Ironie, in Zeiten die so schwer waren, passierten Dinge, die sie mochte.
Was kommen sollte schwebte über ihnen allen, schwer und bedrückend, und doch war man zu Scherzen aufgelegt, sprach gedämpft aber angeregt unter den Masken, immer wieder bereit ein Pestopfer zu mimen.
Das Wort allein verbereitete schon genung Schrecken um ihnen Ruhe zu verschaffen und die wenigen Passanten hielt nicht viel an diesem Ort.
Was kommen sollte.
Ihr Blick fiel auf Falk und Shaja dachte darüber nach, wie sehr sie doch an diesen Mann gebunden war. Nicht als Gefährtin, das kam ihr nicht einmal mehr in den Sinn, nein, es war eher eine Art Ergebenheit.
Das Wissen darum, daß dieser Mann alles für sie tun würde und sie würde sich ganz sicher seiner würdig erweisen.
Dazu gehörte auch dieses Vorhaben mit durchzufechten. Er brauchte sie. Ihre leisen Pfeile, die mitlerweile mit traumwandlerischer Sicherheit ihr Ziel fanden. Ihre guten Augen im Dunkeln. Ihren Instinkt.
Rache. Shaja hielt nicht viel davon, aber Falk schien es mehr zu bedeuten, wie man ihm äusserlich ansah. Und er riskierte viel dafür.
Shaja war sich bewusst wieviel auf dem Spiel stand und Ernst und Disziplin gewannen in diesen Tagen Oberhand vor allen Wünschen und Bedenken.
Jetzt kam es darauf an und das Rudel führt nur einer.
Jetzt zu hadern vergrößerte das Risiko ins Unermessliche und alle mußten am gleichen Strang ziehen.
Sie hatte sich oft gefragt, ob dass den anderen so bewusst war.
Hatte sich gefragt ob es nicht gar unsicher war, soviele, den ganzen Clan einzuweihen.
Ob es nicht besser gewesen wäre, die Dunkelheit zu nutzen, um in aller Stille und verborgenheit, gut geplant, mit wenigen ... vieleicht allein, schnell und unauffällig den Schaden anzurichten, der Falk Befriedigung verschaffen mochte.
Sie hätte es getan, sie war so weit und fähig.
Notwendigkeiten, Gefahren und Überlenswille brachten eigene Regeln mit sich. Stellten Gefühle hinten an, für die hier einfach kein Platz war. Schärften die Sinne für die Umgebung und das Praktische. Ignorierten alles was Menschen entfernt als Ehre empfinden würden.
Wenn das Ergebnis recht war, war alles recht um zum Ergebnis zu kommen. Denken, Handeln. Das war alles.
Und nun, ... abhängig von dem richtigen Verhalten der Anderen ... war alles anders.
Still hing Shaja diesen Gedanken nach und blickte in ihren Wachstunden ins Feuer, gewillt das beste daraus zu machen, und zu geben; damit der Clan auch diese Prüfung überstand.
Damit vieleicht irgendwann, endlich Ruhe einkehrte, und sie mit Kahor ... ... ... schnell verdrängt sie den Gedanken.
Alle schliefen bei ihr, draussen in der Wildnis, wo sie sich heimisch fühlte.
Was eine Ironie, in Zeiten die so schwer waren, passierten Dinge, die sie mochte.
Was kommen sollte schwebte über ihnen allen, schwer und bedrückend, und doch war man zu Scherzen aufgelegt, sprach gedämpft aber angeregt unter den Masken, immer wieder bereit ein Pestopfer zu mimen.
Das Wort allein verbereitete schon genung Schrecken um ihnen Ruhe zu verschaffen und die wenigen Passanten hielt nicht viel an diesem Ort.
Was kommen sollte.
Ihr Blick fiel auf Falk und Shaja dachte darüber nach, wie sehr sie doch an diesen Mann gebunden war. Nicht als Gefährtin, das kam ihr nicht einmal mehr in den Sinn, nein, es war eher eine Art Ergebenheit.
Das Wissen darum, daß dieser Mann alles für sie tun würde und sie würde sich ganz sicher seiner würdig erweisen.
Dazu gehörte auch dieses Vorhaben mit durchzufechten. Er brauchte sie. Ihre leisen Pfeile, die mitlerweile mit traumwandlerischer Sicherheit ihr Ziel fanden. Ihre guten Augen im Dunkeln. Ihren Instinkt.
Rache. Shaja hielt nicht viel davon, aber Falk schien es mehr zu bedeuten, wie man ihm äusserlich ansah. Und er riskierte viel dafür.
Shaja war sich bewusst wieviel auf dem Spiel stand und Ernst und Disziplin gewannen in diesen Tagen Oberhand vor allen Wünschen und Bedenken.
Jetzt kam es darauf an und das Rudel führt nur einer.
Jetzt zu hadern vergrößerte das Risiko ins Unermessliche und alle mußten am gleichen Strang ziehen.
Sie hatte sich oft gefragt, ob dass den anderen so bewusst war.
Hatte sich gefragt ob es nicht gar unsicher war, soviele, den ganzen Clan einzuweihen.
Ob es nicht besser gewesen wäre, die Dunkelheit zu nutzen, um in aller Stille und verborgenheit, gut geplant, mit wenigen ... vieleicht allein, schnell und unauffällig den Schaden anzurichten, der Falk Befriedigung verschaffen mochte.
Sie hätte es getan, sie war so weit und fähig.
Notwendigkeiten, Gefahren und Überlenswille brachten eigene Regeln mit sich. Stellten Gefühle hinten an, für die hier einfach kein Platz war. Schärften die Sinne für die Umgebung und das Praktische. Ignorierten alles was Menschen entfernt als Ehre empfinden würden.
Wenn das Ergebnis recht war, war alles recht um zum Ergebnis zu kommen. Denken, Handeln. Das war alles.
Und nun, ... abhängig von dem richtigen Verhalten der Anderen ... war alles anders.
Still hing Shaja diesen Gedanken nach und blickte in ihren Wachstunden ins Feuer, gewillt das beste daraus zu machen, und zu geben; damit der Clan auch diese Prüfung überstand.
Damit vieleicht irgendwann, endlich Ruhe einkehrte, und sie mit Kahor ... ... ... schnell verdrängt sie den Gedanken.