Ein erhabenes Bild war es, als die Schwestern versammelt in ihren Ritualroben auf dem Platz der Kraft standen und Elemente wie Götter gleichermaßen anriefen. Weniger von Würde untermalt waren die Bilder, welche sich im Laufe des Rituales in der Kristallkugel auftaten - und nicht immer angenehm die Visionen, die die Schwestern zu spüren bekamen.
Da war einmal Benat. Als Jüngling, im Alltag, auf dem Krankenbett. Doch dann diese abscheuliche Fratze - Krathor, er musste es sein. Und dieses Gefühl unendlicher Leere... eine Gänsehaut breitete sich auf ihrem gesamten Körper aus, wenn sie nur daran dachte. Der Zustand der Seelenlosigkeit, ein wahrhaft eigenwilliges Gefühl. Unwirklich... Gewissheit und wieder neue Fragen taten sich ihr auf. Wie konnte ein normalsterblicher Bürger in den Kontakt mit Krathor kommen? Jenes galt es noch herauszufinden. Seine Motivation schien ihr klar, auch wenn sie über jene Naivität nur den Kopf schütteln konnte.
Und dann - die Geschichte mit jenem Magier. Sein blindes, wütendes Verhalten, seine unendliche Machtgier. Die armen Geschöpfe, welche er heranzog... und welche Unheil über Alathair brauchten. Das Schiffsunglück, die blühende Verderbnis - wie skrupellos konnte ein Mensch sein?
Und zu guter Letzt: Der Tod einer Kreatur in Blitzen und Flammen. Wahrlich, sie wollte in jenen Moment nicht in der Haut Taraleas stecken - sie selbst fühlte bereits die sengende Hitze.
In Bajard wurde das Ende der Katastrophen gefeiert - doch sie wussten, dass das, was dort überwunden wurde, nur ein Etappensieg war. Die Wurzel allen Übels arbeitete nach wie vor ungestört. Und jene galt es zu beheben - sonst würden seine Sprosse bei jeder passenden Gelegenheit erneut aufkeimen. Bald schon würden die Schwestern Rat halten und über weitere Schritte entscheiden.
Neue Perspektiven - das Gefühl des Sterbens [quest]
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Nuria Mondin
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Larissa Feanaro
Es war ihr erstes Ritual... zumindest das erste, welches in dieser Größenordnung und in dieser Wichtigkeit von statten ging. Schon den ganzen Tag war sie nervös, hatte Angst, etwas falsches zu tun. Sie wußte aus dem Unterricht, wie solche Rituale abliefen, was wichtig war, was sie zu tun hatte. Immer und immer wieder hatte sie es vor sich aufgesagt, sie wußte sogar die Worte, die sie nicht sprechen mute, Dinge, die sie nicht tun mußte. Und dennoch wäre sie am liebsten weg gelaufen, wußte sie doch, was geschehen konnte, so einem ein Fehler unterlief.
Sie standen am Platz der Kraft und riefen die Mächte an. Als es soweit war, war sie die Ruhe selbst. Sie tat, was sie tun mußte, spürte die Kraft, die Macht. Und was sie sah.... was geschah... sie schüttelte sich leicht und verzog bei dem Gedanken daran das Gesicht. Es war furchtbar gewesen, Erfahrungen, Bilder... die Manifesttation der Vision... sie konnte noch nicht alles deuten, sie stand noch am Anfang ihrer Ausbildung und gewiß mußte sie mit den Schwestern darüber beraten. Doch eines war sicher: Das was bereits geschehen war, war erst der Anfang....
Sie standen am Platz der Kraft und riefen die Mächte an. Als es soweit war, war sie die Ruhe selbst. Sie tat, was sie tun mußte, spürte die Kraft, die Macht. Und was sie sah.... was geschah... sie schüttelte sich leicht und verzog bei dem Gedanken daran das Gesicht. Es war furchtbar gewesen, Erfahrungen, Bilder... die Manifesttation der Vision... sie konnte noch nicht alles deuten, sie stand noch am Anfang ihrer Ausbildung und gewiß mußte sie mit den Schwestern darüber beraten. Doch eines war sicher: Das was bereits geschehen war, war erst der Anfang....