Aus der Vergangenheit...in eine Zukunft?
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Aion Astarioth
Nass... und kalt! Das waren die ersten Worte, die mir zu meiner jetztigen Situation einfielen. Doch die Wasserschlacht war wirklich amüsant gewesen. Und zu sehen, wie Isabelle aus sich herausging und sich so frei gehenliess... das war es wert gewesen. Und nun lehnte ich hier an diesem Baum, in der untergehenden Sonne und lauschte mit geschlossenen Augen auf die Klänge der Natur. Und auf etwas anderes. Leise erhob sich Isabelles Stimme über die Naturgeräusche hinweg. Sie hatte eine wunderbare Singstimme und wenn sie nicht das Schneiderhandwerk für sich erwählt hätte, wäre ihr die Rolle einer Edelbardin sichher auch nicht schlecht gestanden. Mit unmerklichem Schmunzeln lauschte ich ihrem Gesang. Ein schönes Lied... hatte sie es selbst gedichtet? Und worin lag der tiefere Sinn dieses Textes? Nun... ich wollte mir nicht zu viele Gedanken machen, lieber schwieg ich und genoss die süßen Töne, die sich übers Land trugen und eine leichte beschwingte Atmosphäre verbreiteten.
Die Sonne war schon fast untergegangen, ehe wir uns auf den Rückweg machten. Mittlerweile waren unsere Kleider auch wieder trocken, so dass wir uns keine Erkältung zuziehen würden. In der Hütte angekommen zündete ich ein wärmendes Feuer im Kamin an und setzte mich davor. "Kommt, leistet mir ruhig Gesellschaft" meinte ich lächelnd zu Isabelle und deutete auf das Fell vor dem prasselnden Feuer, auf dem ich platz genommen hatte. "Ich beisse auch nicht" Als sie sich neben mir niedergelassen hatte, nickte ich zufrieden und blickte in die Flammen.
"Dieser Tag heute... war wahrlich erholsam." brach ich das Schweigen nach einer Weile. "Für morgen hat unser Gastgeber uns zu sich in die Höhle eingeladen. Ich denke, er möchte euch etwas zeigen. Was das sein wird, kann ich bisher nicht beurteilen, doch ich denke, es wird wohl alles seinen Sinn haben. Und am Tag danach... sollten wir unsere Abreise vorbereiten." Diese Worte zerrten vage an meiner Seele, als ich sie aussprach. Den Frieden verlassen... die Stille und Ruhe... den Balsam meines Seelensturmes. Und doch, ich konnte mich ja nicht ewig an ein Sinnbild klammern in der Hoffnung es möge mir Friede schenken. Also würden wir uns übermorgen auf den Rückweg machen... und sehen was diese Erlebnisse uns für die Zukunft würden geschenkt haben...
Die Sonne war schon fast untergegangen, ehe wir uns auf den Rückweg machten. Mittlerweile waren unsere Kleider auch wieder trocken, so dass wir uns keine Erkältung zuziehen würden. In der Hütte angekommen zündete ich ein wärmendes Feuer im Kamin an und setzte mich davor. "Kommt, leistet mir ruhig Gesellschaft" meinte ich lächelnd zu Isabelle und deutete auf das Fell vor dem prasselnden Feuer, auf dem ich platz genommen hatte. "Ich beisse auch nicht" Als sie sich neben mir niedergelassen hatte, nickte ich zufrieden und blickte in die Flammen.
"Dieser Tag heute... war wahrlich erholsam." brach ich das Schweigen nach einer Weile. "Für morgen hat unser Gastgeber uns zu sich in die Höhle eingeladen. Ich denke, er möchte euch etwas zeigen. Was das sein wird, kann ich bisher nicht beurteilen, doch ich denke, es wird wohl alles seinen Sinn haben. Und am Tag danach... sollten wir unsere Abreise vorbereiten." Diese Worte zerrten vage an meiner Seele, als ich sie aussprach. Den Frieden verlassen... die Stille und Ruhe... den Balsam meines Seelensturmes. Und doch, ich konnte mich ja nicht ewig an ein Sinnbild klammern in der Hoffnung es möge mir Friede schenken. Also würden wir uns übermorgen auf den Rückweg machen... und sehen was diese Erlebnisse uns für die Zukunft würden geschenkt haben...
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Isabelle von Silberloren
Während Isabelle so nah bei Aion saß, der mal wieder irgendwie Gedankenverloren irgendwohin starrte, vermutlich ins Feuer, ging sie selbst ihren Gedanken nach.
Es war ein wundervoller Tag gewesen. Das Lied hallte immernoch in ihren Gedanken. Es war ein Lied das sie vor langer Zeit gehört hatte. Damals war sie höchstens 12 Jahre alt gewesen und doch erinnerte sie sich in diesem Moment so gut daran. Es war ein wenig seltsam.
Er beisst nicht...
Kurz sah sie verstohlen zu ihm auf. Was sollte das eigendlich heissen?
Hatte er gedacht sie würde annehmen er habe irgendwelche unzüchtigen Gedanken, wenn sie so nah bei ihm saß?
Kurz wurde sie rot um die Wangen. Ein komischer Gedanke der ihr da gerade durch den Kopf gegangen war. Doch sie vertraute Aion. Sie vertraute ihm sehr. Vielleicht sogar zuviel, wie es ihr manchmal vorkam. Sollte sie nicht zumindest ein wenig argwöhnischer sein oder woher kam dieses grenzenlose Vertrauten das sie ihm entgegen brachte?
Kam das aus den Gefühlen die ständig ihr Herz flattern liessen?
"Nur vernarrtheit..." wisperte sie leise, wohl erst viel zu spät realisierend das er es durchaus gehört haben könnte und wurde schnell knallrot. Vielleicht hatte sie ja Glück und er ging wieder seinen Gedanken nach.
Als er endlich das Schweigen brach und ihr erklärte was Morgen geplant war, nickte sie nur leicht. Gewiss würde auch der morgige Tag viel neues, schönes und entdeckungsreiches bieten. Das Tal hier war ein wahres Mysterium an natürlichen Wundern.
Der Blick allerdings den er hatte als er erwähnte das sie Übermorgen wieder abreisen würde liess sie stuzig werden. Sie war ansich eine ganz gute Menschenkennerin, wenn sie diese Fähigkeit auch ab und an zu trügen schien.
Bedauerte er das sie bald wieder gehen würden?
War er doch gerne mit ihr hier?
Oder war er einfach nur gerne hier?
Plagten ihn andere Sorgen? Seine Schwester vielleicht?
Machte er sich Sorgen um Isabelle?
Sie wusste es wie so oft nicht. Was wusste sie denn überhaupt? Es war so frustierend. Aion liess auch keinen Funken an Anhaltspunkt aufkommen. Er war stets ein Gentelman. Ruhig, besonnen, ab und zu sehr Fröhlich, meist ein Stückchen zu ernst und er liess nicht durchschimmern was er wirklich empfand.
Das machte ihr das Ganze vermutlich so schwer. Sie konnte ihn einfach nicht einschätzen. Was hinter diesem hübschen Gesicht mit den dunklen Strähnen vor sich ging.
Hörbar atmete sie tief ein, als sie Luft und Mut holte und lehnte sich an ihn. Die Beine seitlich an den Körper ziehend und den Kopf auf seine Schulter ablegend. Vermutlich würde sie gleich wissen ob er sie hasste...
Es war ein wundervoller Tag gewesen. Das Lied hallte immernoch in ihren Gedanken. Es war ein Lied das sie vor langer Zeit gehört hatte. Damals war sie höchstens 12 Jahre alt gewesen und doch erinnerte sie sich in diesem Moment so gut daran. Es war ein wenig seltsam.
Er beisst nicht...
Kurz sah sie verstohlen zu ihm auf. Was sollte das eigendlich heissen?
Hatte er gedacht sie würde annehmen er habe irgendwelche unzüchtigen Gedanken, wenn sie so nah bei ihm saß?
Kurz wurde sie rot um die Wangen. Ein komischer Gedanke der ihr da gerade durch den Kopf gegangen war. Doch sie vertraute Aion. Sie vertraute ihm sehr. Vielleicht sogar zuviel, wie es ihr manchmal vorkam. Sollte sie nicht zumindest ein wenig argwöhnischer sein oder woher kam dieses grenzenlose Vertrauten das sie ihm entgegen brachte?
Kam das aus den Gefühlen die ständig ihr Herz flattern liessen?
"Nur vernarrtheit..." wisperte sie leise, wohl erst viel zu spät realisierend das er es durchaus gehört haben könnte und wurde schnell knallrot. Vielleicht hatte sie ja Glück und er ging wieder seinen Gedanken nach.
Als er endlich das Schweigen brach und ihr erklärte was Morgen geplant war, nickte sie nur leicht. Gewiss würde auch der morgige Tag viel neues, schönes und entdeckungsreiches bieten. Das Tal hier war ein wahres Mysterium an natürlichen Wundern.
Der Blick allerdings den er hatte als er erwähnte das sie Übermorgen wieder abreisen würde liess sie stuzig werden. Sie war ansich eine ganz gute Menschenkennerin, wenn sie diese Fähigkeit auch ab und an zu trügen schien.
Bedauerte er das sie bald wieder gehen würden?
War er doch gerne mit ihr hier?
Oder war er einfach nur gerne hier?
Plagten ihn andere Sorgen? Seine Schwester vielleicht?
Machte er sich Sorgen um Isabelle?
Sie wusste es wie so oft nicht. Was wusste sie denn überhaupt? Es war so frustierend. Aion liess auch keinen Funken an Anhaltspunkt aufkommen. Er war stets ein Gentelman. Ruhig, besonnen, ab und zu sehr Fröhlich, meist ein Stückchen zu ernst und er liess nicht durchschimmern was er wirklich empfand.
Das machte ihr das Ganze vermutlich so schwer. Sie konnte ihn einfach nicht einschätzen. Was hinter diesem hübschen Gesicht mit den dunklen Strähnen vor sich ging.
Hörbar atmete sie tief ein, als sie Luft und Mut holte und lehnte sich an ihn. Die Beine seitlich an den Körper ziehend und den Kopf auf seine Schulter ablegend. Vermutlich würde sie gleich wissen ob er sie hasste...
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Aion Astarioth
Kurz hoben sich meine Brauen nach oben, als ich spürte wie Isabelle sich an meine Schulter anlehnte. Dann jedoch hob ich einen Mundwinkel in andeutungsweisem Lächeln. Sie war sicherlich müde vom langen Wandern heute. Ich zog eine Decke vom nahestehenden Stuhl und legte sie ihr fürsorglich um die Schultern. "Lasst mich euch eine Geschichte erzählen, Isabelle..." meinte ich dann mit leiser Stimme. Ich deutete ihr Schweigen als Zustimmung und stimmte eine Geschichte an, die ich vor langer langer Zeit einmal selbst erzählt bekommen hatte.
Vor langer langer Zeit... mehrere hundert Jahre ist es schon her... erzählte man sich, dass es in einem einsamen Wald ein Orakel gebe. Dort, tief im Tannenwald, solle es eine Höhle geben, von überirdischem Licht erhellt, und nur die wenigsten seien in der Lage, jene zu finden. Eines Tages also machten sich drei Brüder auf den Weg zu jenem Orakel. Viele Tage, Monde, Jahre reisten sie umher, und schließlich und letztendlich kamen sie an einem dunklen Tannenwald an. Viele Abenteuer hatten sie auf dieser Reise zu bestehen, viele Erfahrungen, gutes, wie auch schlechtes.
So betrat nun der erste Bruder, der älteste, den Wald. Bald auch fand er das Orakel. Er betrat die Höhle und fand ein wunderschönes Mädchen vor. Ihr Haar und ihre Haut waren schneeweiss, wie frisch gefallener Schnee. Mit geschlossenen Augen fragte sie den ersten Bruder: "Willst du deinem Schicksal ins Angesicht blicken?" Voller Eifer stimmte der junge Mann zu, war er sich doch eines langen und erfolgreichen Lebens gewiss. Und so öffnete das Mädchen ihre Augen, und jene waren wie tiefe, endlose Ozeane. Gebannt von diesem Anblick vermochte der Mann seinen Blick nicht abzuwenden, doch was er in ihren Augen erblickte, liess ihn entsetzt zurücktaumeln. Vor Angst zitternd verließ er die Höhle und kehrte nach Hause zurück. Denn er hatte den Tod in den Augen des Mädchens erblickt. Zuhause angekommen sperrte er sich in sein Zimmer ein und weigerte sich fortan, das Haus zu verlassen. Jahre vergingen so, ehe ein schreckliches Unwetter heraufzog und ein Blitz das Haus in Flammen stehen ließ. Und so fand der erste Bruder seinen Tod.
So betrat nun indes der zweite Bruder, der zweitälteste, den Wald. Bald fand auch er das Orakel und das wunderhübsche Mädchen mit schneeweisser Haut und Haaren. Und auch ihn fragte das Mädchen mit geschlossenen Augen: "Willst du deinem Schicksal ins Angesicht blicken?" Voll Eifer stimmte auch er zu, denn ebenso wie sein älterer Bruder war er sich eines reichhaltigen Lebens gewiss. Und wiederum öffnete das Mädchen ihre Augen, und jene waren wie tiefe, endlose Ozeane. Was der Mann darin erblickte, liess ihn erzittern und voller Angst lief er davon. Denn auch er hatte den Tod in den Augen des Mädchens erblickt. Anders als sein Bruder jedoch nahm er all sein Gold und verprasste es in kürzester Zeit für Wein Weib und Gelage. Ruiniert und heruntergekommen lebte er lange Jahre in der Gosse, ehe er eines Nachts im Winter bitterlich erfror. Und so fand der zweite Bruder seinen Tod.
Letztendlich betrat nun auch der dritte Bruder, der jüngste, den Wald. Und auch er fand das Orakel und das Mädchen von schneeweisser Haut und Haar. Und auch ihn fragte das Mädchen mit geschlossenen Augen: "Willst du deinem Schicksal ins Angesicht blicken?" Gelassen stimmte der Jüngste dieser Frage zu. Und erneut öffnete das Mädchen ihre Augen, und jene waren wie tiefe, endlose Ozeane. Der Mann blickte ihr tief in die Augen, nickte, lächelte und ging davon. Er kehrte nach hause zurück, nahm sich Weib und Kind und lebte ein glückliches und erfülltes Leben. Und als der Tag kam, da er sterbenskrank wurde, rief er seine Kinder an sein Bett und erzählte ihnen diese Geschichte. Sein jüngster, ein aufgeweckter Junge fragte ihn: "Vater, was hast du in den Augen des Orakels gesehn?" Und sein Vater lächelte und sagte: "Den Tod mein Junge, ich habe den Tod gesehen..." Der Junge machte große Augen und ein anderer fragte: "Aber Vater, hattest du denn keine Angst, wie deine Brüder?" Da setzte der alte Mann sich auf und sprach ernst zu seinen Kindern. "Natürlich hatte ich Angst, jeder Mensch hat Angst, wenn er den Tod vor Augen sieht. Jedoch bedenket eines: Am Ende des Schicksals eines jeden Menschens steht der Tod. Wie man sein Leben bis dahin gestaltet, was man anfängt mit der Zeit, die einem gegeben ist, das liegt völlig in der eigenen Hand. Ob man ängstlich flieht und dem Leben den Rücken kehrt, ob man alles was man hat verprasst und sein Leben vorzeitig zerstört, oder ob man sich ein wenig Glück sucht, all das kann man selbst entscheiden. Ja ich sah den Tod in den Augen des Orakels, doch ich beschloss, mein Leben so zu gestalten, dass ich im Nachhinein behaupten könne: Ja, dieses Leben war es wert, gelebt zu werden!" Und mit diesen Worten schied der Mann mit einem friedlichen Lächeln auf der Welt von den Lippen.
Hier ließ ich die Geschichte verstummen und blickte zu Isabelle, die immernoch mit schläfrigen Augen an mich gelehnt ruhte. Fürwahr, es war eine ernste Geschichte gewesen, doch auch eine, die viel Lebensweisheit enthielt, und die mir in Krisenzeiten stets etwas Halt gegeben hatte. Weder zu harsch, noch unpassend fand ich diese Geschichte selbst für eine Lady, denn mit dem Schicksal würde ein jeder irgendwann konfrontiert werden, und wieviel mehr könnte es einen Menschen behindern, das Leben stets durch einen rosanen Schleier zu sehen?
Vor langer langer Zeit... mehrere hundert Jahre ist es schon her... erzählte man sich, dass es in einem einsamen Wald ein Orakel gebe. Dort, tief im Tannenwald, solle es eine Höhle geben, von überirdischem Licht erhellt, und nur die wenigsten seien in der Lage, jene zu finden. Eines Tages also machten sich drei Brüder auf den Weg zu jenem Orakel. Viele Tage, Monde, Jahre reisten sie umher, und schließlich und letztendlich kamen sie an einem dunklen Tannenwald an. Viele Abenteuer hatten sie auf dieser Reise zu bestehen, viele Erfahrungen, gutes, wie auch schlechtes.
So betrat nun der erste Bruder, der älteste, den Wald. Bald auch fand er das Orakel. Er betrat die Höhle und fand ein wunderschönes Mädchen vor. Ihr Haar und ihre Haut waren schneeweiss, wie frisch gefallener Schnee. Mit geschlossenen Augen fragte sie den ersten Bruder: "Willst du deinem Schicksal ins Angesicht blicken?" Voller Eifer stimmte der junge Mann zu, war er sich doch eines langen und erfolgreichen Lebens gewiss. Und so öffnete das Mädchen ihre Augen, und jene waren wie tiefe, endlose Ozeane. Gebannt von diesem Anblick vermochte der Mann seinen Blick nicht abzuwenden, doch was er in ihren Augen erblickte, liess ihn entsetzt zurücktaumeln. Vor Angst zitternd verließ er die Höhle und kehrte nach Hause zurück. Denn er hatte den Tod in den Augen des Mädchens erblickt. Zuhause angekommen sperrte er sich in sein Zimmer ein und weigerte sich fortan, das Haus zu verlassen. Jahre vergingen so, ehe ein schreckliches Unwetter heraufzog und ein Blitz das Haus in Flammen stehen ließ. Und so fand der erste Bruder seinen Tod.
So betrat nun indes der zweite Bruder, der zweitälteste, den Wald. Bald fand auch er das Orakel und das wunderhübsche Mädchen mit schneeweisser Haut und Haaren. Und auch ihn fragte das Mädchen mit geschlossenen Augen: "Willst du deinem Schicksal ins Angesicht blicken?" Voll Eifer stimmte auch er zu, denn ebenso wie sein älterer Bruder war er sich eines reichhaltigen Lebens gewiss. Und wiederum öffnete das Mädchen ihre Augen, und jene waren wie tiefe, endlose Ozeane. Was der Mann darin erblickte, liess ihn erzittern und voller Angst lief er davon. Denn auch er hatte den Tod in den Augen des Mädchens erblickt. Anders als sein Bruder jedoch nahm er all sein Gold und verprasste es in kürzester Zeit für Wein Weib und Gelage. Ruiniert und heruntergekommen lebte er lange Jahre in der Gosse, ehe er eines Nachts im Winter bitterlich erfror. Und so fand der zweite Bruder seinen Tod.
Letztendlich betrat nun auch der dritte Bruder, der jüngste, den Wald. Und auch er fand das Orakel und das Mädchen von schneeweisser Haut und Haar. Und auch ihn fragte das Mädchen mit geschlossenen Augen: "Willst du deinem Schicksal ins Angesicht blicken?" Gelassen stimmte der Jüngste dieser Frage zu. Und erneut öffnete das Mädchen ihre Augen, und jene waren wie tiefe, endlose Ozeane. Der Mann blickte ihr tief in die Augen, nickte, lächelte und ging davon. Er kehrte nach hause zurück, nahm sich Weib und Kind und lebte ein glückliches und erfülltes Leben. Und als der Tag kam, da er sterbenskrank wurde, rief er seine Kinder an sein Bett und erzählte ihnen diese Geschichte. Sein jüngster, ein aufgeweckter Junge fragte ihn: "Vater, was hast du in den Augen des Orakels gesehn?" Und sein Vater lächelte und sagte: "Den Tod mein Junge, ich habe den Tod gesehen..." Der Junge machte große Augen und ein anderer fragte: "Aber Vater, hattest du denn keine Angst, wie deine Brüder?" Da setzte der alte Mann sich auf und sprach ernst zu seinen Kindern. "Natürlich hatte ich Angst, jeder Mensch hat Angst, wenn er den Tod vor Augen sieht. Jedoch bedenket eines: Am Ende des Schicksals eines jeden Menschens steht der Tod. Wie man sein Leben bis dahin gestaltet, was man anfängt mit der Zeit, die einem gegeben ist, das liegt völlig in der eigenen Hand. Ob man ängstlich flieht und dem Leben den Rücken kehrt, ob man alles was man hat verprasst und sein Leben vorzeitig zerstört, oder ob man sich ein wenig Glück sucht, all das kann man selbst entscheiden. Ja ich sah den Tod in den Augen des Orakels, doch ich beschloss, mein Leben so zu gestalten, dass ich im Nachhinein behaupten könne: Ja, dieses Leben war es wert, gelebt zu werden!" Und mit diesen Worten schied der Mann mit einem friedlichen Lächeln auf der Welt von den Lippen.
Hier ließ ich die Geschichte verstummen und blickte zu Isabelle, die immernoch mit schläfrigen Augen an mich gelehnt ruhte. Fürwahr, es war eine ernste Geschichte gewesen, doch auch eine, die viel Lebensweisheit enthielt, und die mir in Krisenzeiten stets etwas Halt gegeben hatte. Weder zu harsch, noch unpassend fand ich diese Geschichte selbst für eine Lady, denn mit dem Schicksal würde ein jeder irgendwann konfrontiert werden, und wieviel mehr könnte es einen Menschen behindern, das Leben stets durch einen rosanen Schleier zu sehen?
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Isabelle von Silberloren
Schweigend lauschte Isabelle der Geschichte die Aion ihr erzählte. Sie fühlte sich wohl während sie so bei ihm saß, die weiche Decke um ihre Schultern. Sie konnte spühren wie er atmete, seinen Brustkorb heben und senken spühren. Leicht vernahm sie sogar seinen Puls der durch seine Adern schoss und ihn mit Leben füllte.
Die Geschichte jedoch machte sie nachdenklich und nachdem er geendet hatte wand sie den Blick von ihm ab und betrachtete eine Weile die prasselnden Flammen des Kamins.
Ohne ihn anzusehen, Aion hatte vermutlich schon damit gerechnet das sie seine Geschichte garnicht kommentieren würde, sprach sie dann leise:
"Man soll seinem Schicksal ins Gesicht blicken. Nicht vor dem Tod fliehen, damit ein Leben lebenswert ist.
Ich frage mich..."
Sie stockte und sah nun zu ihm auf. Durch die Nähe zu ihm war ihr Gesicht nicht weit von seinem entfernt und das Jadegrün ihrer Augen glitzerte wie Juwelen im Dämmerlicht des Feuers, während der Schein ihr Haar in tiefem Rot glänzen liess, das in der Sonne so unnatürlich wirkte.
"Warum fliehst du dann Aion?...Ich beobachte dich nun schon so lange. Ich sehe das du tiefen Schmerz mit dir trägst. Das du ständig in deinen Gedanken schwelgst und ich sehe die Bitterkeit in deinen Augen. Ich sehe die Wand die sich um deine Gestalt zieht und dich hinter Ernst und Witz gleichermaßen einmauert. Ist das deine Wahl die Augen des Orakels zu verstehen und ihre Botschaft zu akzeptieren?...Du..."
Sie brach kurz ab da sie spührte wie ihr die Röte in die Wangen schoss und wante den Blick wieder ab, nun vor sich auf den Boden blickend.
"Du wirkst oft so unsagbar traurig. Ich frage mich...schon seid wir hier sind...ob ich es bin die einsam ist..oder ob du es bist. Wesshalb du das alles tust...wesshalb du mir so sehr helfen möchtest. Ob du dich selbst in mir sieht und "Dich" retten willst..oder ob es etwas anderes ist..."
Ein tiefes Seufzen rann ihr über die dunklen Lippen, die nun ungeschminkt waren und ihre Augenlider senkten sich ein ganzes Stück. Ihre Augen halb offen lassend betrachtete sie die Decke die um sie lag. Den Boden vor ihr und aus dem Augenwinkel Aion an dem sie lehnte.
Die Geschichte jedoch machte sie nachdenklich und nachdem er geendet hatte wand sie den Blick von ihm ab und betrachtete eine Weile die prasselnden Flammen des Kamins.
Ohne ihn anzusehen, Aion hatte vermutlich schon damit gerechnet das sie seine Geschichte garnicht kommentieren würde, sprach sie dann leise:
"Man soll seinem Schicksal ins Gesicht blicken. Nicht vor dem Tod fliehen, damit ein Leben lebenswert ist.
Ich frage mich..."
Sie stockte und sah nun zu ihm auf. Durch die Nähe zu ihm war ihr Gesicht nicht weit von seinem entfernt und das Jadegrün ihrer Augen glitzerte wie Juwelen im Dämmerlicht des Feuers, während der Schein ihr Haar in tiefem Rot glänzen liess, das in der Sonne so unnatürlich wirkte.
"Warum fliehst du dann Aion?...Ich beobachte dich nun schon so lange. Ich sehe das du tiefen Schmerz mit dir trägst. Das du ständig in deinen Gedanken schwelgst und ich sehe die Bitterkeit in deinen Augen. Ich sehe die Wand die sich um deine Gestalt zieht und dich hinter Ernst und Witz gleichermaßen einmauert. Ist das deine Wahl die Augen des Orakels zu verstehen und ihre Botschaft zu akzeptieren?...Du..."
Sie brach kurz ab da sie spührte wie ihr die Röte in die Wangen schoss und wante den Blick wieder ab, nun vor sich auf den Boden blickend.
"Du wirkst oft so unsagbar traurig. Ich frage mich...schon seid wir hier sind...ob ich es bin die einsam ist..oder ob du es bist. Wesshalb du das alles tust...wesshalb du mir so sehr helfen möchtest. Ob du dich selbst in mir sieht und "Dich" retten willst..oder ob es etwas anderes ist..."
Ein tiefes Seufzen rann ihr über die dunklen Lippen, die nun ungeschminkt waren und ihre Augenlider senkten sich ein ganzes Stück. Ihre Augen halb offen lassend betrachtete sie die Decke die um sie lag. Den Boden vor ihr und aus dem Augenwinkel Aion an dem sie lehnte.
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Aion Astarioth
Isabelles Worte hatten mich tief in meiner Seele getroffen. So tief, dass ich es mir fast selbst nicht eingestehen mochte. Waren das nicht all die Fragen, die ich mir so lange selbst gestellt hatte? Waren dass nicht die Fragen die mir so sehr auf dem Herzen brannten? Ich atmete tief durch, ehe ich zum sprechen ansetzte. Ich konnte es ihr nicht sagen, nicht die ganze Wahrheit, all das, was mich so sehr in meinen eigenen Mauern einkerkerte. Also sprach ich sie wieder, jene Worte die ich mir selbst immer und immer wieder eingeredet hatte, um die innere Leere erträglicher zu machen, um mein Handeln vor mir selbst zu rechtfertigen...
"Ich fliehe nicht... ich habe meine Vergangenheit akzeptiert und aus meinen Fehlern gelernt. Diese Bitterkeit in meinen Augen... sie schützt mich. Das ist meine Mauer, die ich um meine Seele errichtet habe, um meinen Kern niemals verletzlich darzubieten. Einst sagte ich zu Yuna: Sei achtsam, ob du dein Herz offenbarst, denn niemals wirst du verletzlicher sein. Diese Worte habe ich mir zu eigen gemacht. Ich behalte meine Schale bei, die mich schützt und das, was ich für mich behalten will, in mir verbirgt. Es mag nicht die beste Wahl sein, doch ist es gewiss auch nicht die schlechteste. Lieber harre ich allein aus, als mich erneut verletzlich darzubieten und am ende wiederum allein zu sein, was den Schmerz nur vergrössert."
Ein vages Lächeln legte sich auf meine Lippen, doch eher recht schief. Waren das nicht die Worte die ich mir Nacht für Nacht einflüsterte, um mein Handeln zu rechtfertigen, meine mir selbst auferlegte Einsamkeit? Und doch... ich brachte es nicht über mich, dieser Mauer zu entfliehen... würde es vielleicht niemals können.
"Ich fliehe nicht... ich habe meine Vergangenheit akzeptiert und aus meinen Fehlern gelernt. Diese Bitterkeit in meinen Augen... sie schützt mich. Das ist meine Mauer, die ich um meine Seele errichtet habe, um meinen Kern niemals verletzlich darzubieten. Einst sagte ich zu Yuna: Sei achtsam, ob du dein Herz offenbarst, denn niemals wirst du verletzlicher sein. Diese Worte habe ich mir zu eigen gemacht. Ich behalte meine Schale bei, die mich schützt und das, was ich für mich behalten will, in mir verbirgt. Es mag nicht die beste Wahl sein, doch ist es gewiss auch nicht die schlechteste. Lieber harre ich allein aus, als mich erneut verletzlich darzubieten und am ende wiederum allein zu sein, was den Schmerz nur vergrössert."
Ein vages Lächeln legte sich auf meine Lippen, doch eher recht schief. Waren das nicht die Worte die ich mir Nacht für Nacht einflüsterte, um mein Handeln zu rechtfertigen, meine mir selbst auferlegte Einsamkeit? Und doch... ich brachte es nicht über mich, dieser Mauer zu entfliehen... würde es vielleicht niemals können.
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Isabelle von Silberloren
Aions Worte trafen Isabelle vermutlich so hart wie ihre ihn.
Er musste wirklich grauenvolles durchgemacht haben wenn er tatsächlich von dem überzeugt war das er ihr da sagte.
Ihr Blick ging wieder zu ihm auf und er hätte schon völlig blind sein müssen um nicht zu sehen wie leid Aion Isabelle tat.
Ihre Augen glitzerten leicht in den Flammen, anders als eben noch. Es war die Traurigkeit die in ihren Augen quoll und ihren Blick flimmern liess.
Zaghaft ging ihre Hand in die Höhe und legte sich an seine Brust, direkt über dem Herzen, zumindest dort wo sie seines vermutete. Ihre Finger gruben sich ganz leicht in das Hemd das er trug, um ihm deutlich zu suggerieren wo ihre Hand lag während sie ihm weiter ins Gesicht sah.
"Was du da sagst...das beantwortet mir zumindest eine meiner Fragen, Aion. Denn..nicht ich bin es die wirklich hilfe braucht. Ich bin einsam, das stimmt und das leugne ich nicht. Aber...mit dir bin ich nicht mehr einsam.
Ich habe angst. Angst vor so vielem, sogar vor der Dunkelheit. Aber mit dir habe ich diese Angst nicht mehr so stark.
All das, obwohl ich vieles nicht verstehe das in meinem Herzen vor sich geht wenn ich dich ansehe, beweist mir eines:
Das man zusammen stärker sein kann. Glücklicher. Fröhlicher..sogar Freier."
Jetzt ronnen ihr die ersten Tränen über die Wangen und sie konnte nichtmal wirklich sagen warum sie plötzlich weinte. Es war einfach so unsagbar traurig, machte ihr das Herz zu schrecklich schwer was er da sagte und viel schlimmer noch glaubte sie zu begreifen was das hiess.
"Ich...würde dir gerne helfen, Aion. Ich...mag dein Lächeln. Ich mag es wenn du lachst. Ich mag es..." sie schluchzte leise. "..wenn du dich so ungeschickt anstellst und dann ganz verlegen tust...Es gibt so viele Dinge die man an die mögen kann. Aber..."
Träne um Träne quoll aus ihren Augen und benässte ihr Gesicht während sie tapfer weiter zu ihm aufsah, auch wenn sie durch den Schleier nicht mehr viel von ihm erkennen konnte.
"Aber wenn du dir nicht selbst erlaubst dich zu mögen...wirst du sehr einsam und alleine und traurig sterben, Aion. Und den Gedanken ertrage ich irgendwie nicht...vielleicht weil ich selbst so schreckliche Angst vor der Einsamkeit habe..."
Jetzt endlich brach ihre Stimme und sie konnte keinen Ton mehr formen. Stattdessen warf sie sich ihm fast entgegen, das Gesicht in seinen Schoss drückend und weinte eine lange Zeit lang.
Die Tränen versiegten als sie endlich einschlief und Aion für diese Nacht sich selbst überliess, jedoch näher bei ihm liegend als jemals schicklich gewesen währe.
Er musste wirklich grauenvolles durchgemacht haben wenn er tatsächlich von dem überzeugt war das er ihr da sagte.
Ihr Blick ging wieder zu ihm auf und er hätte schon völlig blind sein müssen um nicht zu sehen wie leid Aion Isabelle tat.
Ihre Augen glitzerten leicht in den Flammen, anders als eben noch. Es war die Traurigkeit die in ihren Augen quoll und ihren Blick flimmern liess.
Zaghaft ging ihre Hand in die Höhe und legte sich an seine Brust, direkt über dem Herzen, zumindest dort wo sie seines vermutete. Ihre Finger gruben sich ganz leicht in das Hemd das er trug, um ihm deutlich zu suggerieren wo ihre Hand lag während sie ihm weiter ins Gesicht sah.
"Was du da sagst...das beantwortet mir zumindest eine meiner Fragen, Aion. Denn..nicht ich bin es die wirklich hilfe braucht. Ich bin einsam, das stimmt und das leugne ich nicht. Aber...mit dir bin ich nicht mehr einsam.
Ich habe angst. Angst vor so vielem, sogar vor der Dunkelheit. Aber mit dir habe ich diese Angst nicht mehr so stark.
All das, obwohl ich vieles nicht verstehe das in meinem Herzen vor sich geht wenn ich dich ansehe, beweist mir eines:
Das man zusammen stärker sein kann. Glücklicher. Fröhlicher..sogar Freier."
Jetzt ronnen ihr die ersten Tränen über die Wangen und sie konnte nichtmal wirklich sagen warum sie plötzlich weinte. Es war einfach so unsagbar traurig, machte ihr das Herz zu schrecklich schwer was er da sagte und viel schlimmer noch glaubte sie zu begreifen was das hiess.
"Ich...würde dir gerne helfen, Aion. Ich...mag dein Lächeln. Ich mag es wenn du lachst. Ich mag es..." sie schluchzte leise. "..wenn du dich so ungeschickt anstellst und dann ganz verlegen tust...Es gibt so viele Dinge die man an die mögen kann. Aber..."
Träne um Träne quoll aus ihren Augen und benässte ihr Gesicht während sie tapfer weiter zu ihm aufsah, auch wenn sie durch den Schleier nicht mehr viel von ihm erkennen konnte.
"Aber wenn du dir nicht selbst erlaubst dich zu mögen...wirst du sehr einsam und alleine und traurig sterben, Aion. Und den Gedanken ertrage ich irgendwie nicht...vielleicht weil ich selbst so schreckliche Angst vor der Einsamkeit habe..."
Jetzt endlich brach ihre Stimme und sie konnte keinen Ton mehr formen. Stattdessen warf sie sich ihm fast entgegen, das Gesicht in seinen Schoss drückend und weinte eine lange Zeit lang.
Die Tränen versiegten als sie endlich einschlief und Aion für diese Nacht sich selbst überliess, jedoch näher bei ihm liegend als jemals schicklich gewesen währe.
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Aion Astarioth
Isabelles worte trafen mich wie ein schwall eiskaltes wasser. Und ihre Tränen... Tränen, die sie wegen mir vergoss. Als sie ihren Kopf schluchzend an mir vergrub streichelte ich ihr sacht übers Haar. "Shhh... weine nicht..." murmelte ich leise, wohl das erste mal das ich sie duzte. "Wie soll ich deinen Schmerz lindern, wenn der meine dich schon so verletzt..." Etwas hilflos blickte ich auf das zusammengekuschelte Bündel Frau hinab, das da in meinem Schoß schluchzte. Was macht Mann in solch einer Situation? Gute Frage... ich strich ihr einfach nur sacht übers Haar und murmelte ihr leise beruhigende Worte zu, bis sie dann schließlich in Schlummer fiel. Doch... nun lag sie in meinem Schoß, wie sollte ich da selbst schlafen? Vorsichtig hob ich ihren Kopf an und richtete mich auf. Sanft hob ich sie auf die Arme und trug sie die Treppe zum Gästezimmer hinauf. Ihr Kopf ruhte an meiner Brust, die Augen leicht gerötet vor Tränen. Vorsichtig legte ich sie auf dem Bett ab und tupfte ihr mit einem Tuch sacht die Trnenspuren von den Wangen. Dann zog ich die Decke über sie und machte mich leise auf den Weg nach unten. Wie viele Ereignisse muss es eigentlich geben, damit einem der Schädel platzt...? Fragte ich mich, ehe ich das von ihrem Tränen durchnässte Hemd über den Kopf zog und mich unter die Decke meines Lagers verzog. Allmählich machte sich nämlich ein stechendes ziehen hinter meinen schläfen bemerkbar. Kopfweh... na wunderbar, hoffentlich war wenigstens das bis zum morgen weg...
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Isabelle von Silberloren
Es war schon fast Morgen als Isabelle wieder aufwachte. Zu ihrer Überraschung lag sie oben im Bett. Ihre Kleider immernoch an.
Ihre Augen brannten ein wenig. Sie erinnerte sich, sie war unter Tränen eingeschlafen.
Mit der gleichen Trauer die gleich wieder in ihrem Herzen aufquoll zog sie die Kleider aus, nurnoch in ihre sündig teure Seidenunterwäsche gehüllt blieb sie einen Moment im Zimmer stehen.
Unschlüssig...
Dann jedoch warf sie sich das Nachthemd über und tapste wieder hinab.
Aion lag unten im Wohnraum und schlief. Unruhig wie sie glaubte zu erkennen. Er hatte eine Nachdenkliche Falte auf der Stirn während er wohl aus reiner Müdigkeit die Augen geschlossen hielt.
Langsam tapste sie zu ihm hin, griff das Kissen das sie ihm schon letzte Nacht unter den Kopf geschoben hatte, tat es wieder und kniete sich an seine Seite.
Vielleicht hörte er es, vielleicht auch nicht. Vielleicht erreichte es aber auch sein Unterbewusstsein. Sie wusste ja selbst nicht was sie da tat aber hauchzart und leise liess sie ihre Stimme ein weiteres mal erklingen:
Der Erste Schritt
Du sagst: Wir müssen reden.
Du gehst.
Ich sage: Setz dich. Es ist nur ein Gespräch
Du lächelst mich höflich an
Ich starre höflich zurück
Eine Art von Fenster
Vielleicht das Richtige
Du gehst rechts
Ich gehe links..
Die Zeilen verschwimmen
Irgendwer hat wohl schuld
Und du beginnst dich zu fragen
Warum du kamst
Wann gingst du falsch
Du verlorst etwas wichtiges
Irgendwo auf dem Weg
Und die Bitterkeit zerfrisst dich
Ich würde mit dir auf bleiben
Die ganze Nacht
Ich weiss...
Wie man ein Leben rettet
Du weisst es wohl am besten
Denn nach alledem müsstest du es
Du baust einen Tränenlosen Schild
Ohne wirkliche Chance auf Erlösung
Mache eine Liste was falsch ist
Dinge die ich dir längst sagte
Du vermisst es
Ich sollte dich küssen...
Wann gingst du falsch
Du verlorst etwas wichtiges
Irgendwo auf dem Weg
Und die Bitterkeit zerfrisst dich
Ich würde mit dir auf bleiben
Die ganze Nacht
Ich weiss...
Wie man ein Leben rettet
Du hebst deine Stimme
Ich senke meine
Schenke dir eine letzte Möglichkeit
Bevor du den Weg verlierst
Brichst mit dem was kommen könnte
Du fragst dich was du denken sollst
Insgeheim gibst du alles zu
Alles was ich sagen kann:
Du bist nicht der selbe
Und du fragst dich,
Warum du kamst
Wann gingst du falsch
Du verlorst etwas wichtiges
Irgendwo auf dem Weg
Und die Bitterkeit zerfrisst dich
Ich würde mit dir auf bleiben
Die ganze Nacht
Ich weiss...
Wie man ein Leben rettet
Nachdem sie geendet hatte und ihre Augen schon wieder wässrig waren, stand sie auf und ging hinaus. Sie wollte sich waschen. Das Erste das er heute sehen sollte waren nicht die traurigen, tränenunterlaufenen Augen der Frau die er beschützen wollte.
Ihre Augen brannten ein wenig. Sie erinnerte sich, sie war unter Tränen eingeschlafen.
Mit der gleichen Trauer die gleich wieder in ihrem Herzen aufquoll zog sie die Kleider aus, nurnoch in ihre sündig teure Seidenunterwäsche gehüllt blieb sie einen Moment im Zimmer stehen.
Unschlüssig...
Dann jedoch warf sie sich das Nachthemd über und tapste wieder hinab.
Aion lag unten im Wohnraum und schlief. Unruhig wie sie glaubte zu erkennen. Er hatte eine Nachdenkliche Falte auf der Stirn während er wohl aus reiner Müdigkeit die Augen geschlossen hielt.
Langsam tapste sie zu ihm hin, griff das Kissen das sie ihm schon letzte Nacht unter den Kopf geschoben hatte, tat es wieder und kniete sich an seine Seite.
Vielleicht hörte er es, vielleicht auch nicht. Vielleicht erreichte es aber auch sein Unterbewusstsein. Sie wusste ja selbst nicht was sie da tat aber hauchzart und leise liess sie ihre Stimme ein weiteres mal erklingen:
Der Erste Schritt
Du sagst: Wir müssen reden.
Du gehst.
Ich sage: Setz dich. Es ist nur ein Gespräch
Du lächelst mich höflich an
Ich starre höflich zurück
Eine Art von Fenster
Vielleicht das Richtige
Du gehst rechts
Ich gehe links..
Die Zeilen verschwimmen
Irgendwer hat wohl schuld
Und du beginnst dich zu fragen
Warum du kamst
Wann gingst du falsch
Du verlorst etwas wichtiges
Irgendwo auf dem Weg
Und die Bitterkeit zerfrisst dich
Ich würde mit dir auf bleiben
Die ganze Nacht
Ich weiss...
Wie man ein Leben rettet
Du weisst es wohl am besten
Denn nach alledem müsstest du es
Du baust einen Tränenlosen Schild
Ohne wirkliche Chance auf Erlösung
Mache eine Liste was falsch ist
Dinge die ich dir längst sagte
Du vermisst es
Ich sollte dich küssen...
Wann gingst du falsch
Du verlorst etwas wichtiges
Irgendwo auf dem Weg
Und die Bitterkeit zerfrisst dich
Ich würde mit dir auf bleiben
Die ganze Nacht
Ich weiss...
Wie man ein Leben rettet
Du hebst deine Stimme
Ich senke meine
Schenke dir eine letzte Möglichkeit
Bevor du den Weg verlierst
Brichst mit dem was kommen könnte
Du fragst dich was du denken sollst
Insgeheim gibst du alles zu
Alles was ich sagen kann:
Du bist nicht der selbe
Und du fragst dich,
Warum du kamst
Wann gingst du falsch
Du verlorst etwas wichtiges
Irgendwo auf dem Weg
Und die Bitterkeit zerfrisst dich
Ich würde mit dir auf bleiben
Die ganze Nacht
Ich weiss...
Wie man ein Leben rettet
Nachdem sie geendet hatte und ihre Augen schon wieder wässrig waren, stand sie auf und ging hinaus. Sie wollte sich waschen. Das Erste das er heute sehen sollte waren nicht die traurigen, tränenunterlaufenen Augen der Frau die er beschützen wollte.
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Yuna Astaroth
Der Tod ereilt die gütigsten Seelen..
Das säuseln des Windes, fegen der Blätter und die tappsigen kleinen Schritte der Frau erfüllten die so theatralische Stille. Nassklebende, verschwitzte, dreckige Strähnen die das einst so hübsche Gedicht verdeckten - aufgerissene, aufgeschürfte Haut deckten das Ebenbild, die Kleidung nicht weniger zerrissen, einst so adrett geformt und geschneidert. Die Stiefel ranzig und durchlöchert, die Zehen kaum vom Dreck des Morasts zu unterscheiden. Das Gesicht kaum wiederzuerkennen, die einst so feinen Lippen blutig.. Ein leises Whispern, Flüstern oder Murmeln, Raunen, Brummen drang aus der heisernen Kehle. Die ruhige, sanfte Stimme früher war nun nurnoch ein verzweifeltes Grummeln. Ob des leisen Tones der über ihre Lippen wich mochte man vermuten sie wollte die elendige Stimmung mit dem so üblichen Gesang wett machen. Das Mädchen, schon von früh eine begabte, liebliche, so verwischt dies nun in der verdammten Weite der Welt. Man mochte meinen ihr wurde sovieles in die Wiege gelegt, zum Trug, der Schein, die Phrase der Verwirrung.. So scheint dies nun gefallen, verflogen, vergraben .. - begraben. Kalte, eisige Tränen rannen über das schmutzige Gesicht. Sie benetzten ihre rissigen, trockenen, blutverkrustenen Lippen um wie es schien den Fluss des Blutes erneut anzuregen. Durch das lecken über die Lippen, wohl um die Tränen als Wasserinhalt zu schlucken, zerbrach das kaputte Erscheinungsbild.
So schritt das Mädchen also nun, trauernd, völlig stumm - der leisen Stimme geraubt, taub ob der Umgebung um sie herum - vereinsamt durch den angrenzenden Wald. Nicht tief, nicht weit, aber ausreichend um in die großen Kronen, Lichtungen vorzudringen - einen Schlaf zu haben, zu ruhen, Ruhe zu finden.. Gebettet in Äste, schmutzige Blätter, nassen schlammigen Boden, ereilte sie dort der Tiefschlaf.
Auf einer sonnigen Lichtung hin, trabend auf dem größten, muskulösesten Streitroß unter dem Himmelszelt, so weiß wie frisch gefallener Schnee.. Darauf sitzend, wallende Kleider, frisch, hochmütig, Prinzessinnenhaft.. Umrandet von der Sonne, dem unendlichen Licht, einem so schönem Ort. Gefangen in einem Traum, der falschen Realität, letzte Zuflucht. Das fallen in einen tiefen, sehr tiefen Raum. Schwarz, dunkel, kühl und unfreundlich. Aufsteigend in weiß-rosa geformte Wolken, schwebend, fliegend. Abermals stürzend, dem Fegefeuer entkommend, an einer Klippe aufschlagend, dort verharrend.. Flammen umzüngelnd, auflodernd. Hitzewallungen, schwüles Gesicht, aufbrausend. Ein so wohlig geformtes Gesicht auftauchend, süße Lippen, schöne Augen, ihr so vertraut, dennoch geheimnisvoll. Sie musste unwirsch Lächeln, denn sie wusste welches Gesicht es war. Ein kühles, bitteres, vertrautes Lachen das aus der Kehle drang, dann streckte sie ihre rissigen Arme aus, die Finger nach dem Gesicht gespreizt. Auflodernd bevor sie das Ziel erreichte, zuckte es zurück. Den Kopf gesenkt, traurig, verloren, das Lächeln dennoch nicht verwährend.
"So lebe wohl, Bruder."
Aus der Illusion erwacht, geweckt worden, den Traum verlassen, fand sie sich an der Brandung des Meeres wieder. Kein Traum, eine Halluzination also.. Gewandert immer noch während sie an den letzten verbleib der Familie dachte, die helfende Stütze. Gleichgültig den Kopf schüttelnd, an einer Klippe angekommen. Der Blick abschweifend, an die Felsen, das tobende Meer, ein nun zurückkehrendes Lächeln folgte. Zufrieden. Selten in den letzten Tagen, Wochen, Monaten, Augenblicken. Aber es war da. Fortführende Schritte, weiterhin sich dem Rand nähernd, bröckelnde Steine. Das Lächeln verblasste, der zufriedene Ausdruck harrte allerdings noch an - und so wandte sie sich noch einmal um, um der Welt ihre wunderschöne Stimme zu präsentieren.
"Wie ein Phönix, auferstehend, neuanfangend."
Gewährt in die Ewigkeit, setzte sie ihre Füße vom Boden ab, fast fliegend hinunter, das Lächeln wieder zurückkehrend. Und so geschah es das dass junge Mädchen, genannt Yuna von Astaroth - nennenswert durch Ereignisse Yuna Astaroth - das Leben geschlossen verließ, glücklich und zufrieden, genugtuend um ihren Platz Nachfolgern abzutreten. Dann sprang sie.
So schritt das Mädchen also nun, trauernd, völlig stumm - der leisen Stimme geraubt, taub ob der Umgebung um sie herum - vereinsamt durch den angrenzenden Wald. Nicht tief, nicht weit, aber ausreichend um in die großen Kronen, Lichtungen vorzudringen - einen Schlaf zu haben, zu ruhen, Ruhe zu finden.. Gebettet in Äste, schmutzige Blätter, nassen schlammigen Boden, ereilte sie dort der Tiefschlaf.
Auf einer sonnigen Lichtung hin, trabend auf dem größten, muskulösesten Streitroß unter dem Himmelszelt, so weiß wie frisch gefallener Schnee.. Darauf sitzend, wallende Kleider, frisch, hochmütig, Prinzessinnenhaft.. Umrandet von der Sonne, dem unendlichen Licht, einem so schönem Ort. Gefangen in einem Traum, der falschen Realität, letzte Zuflucht. Das fallen in einen tiefen, sehr tiefen Raum. Schwarz, dunkel, kühl und unfreundlich. Aufsteigend in weiß-rosa geformte Wolken, schwebend, fliegend. Abermals stürzend, dem Fegefeuer entkommend, an einer Klippe aufschlagend, dort verharrend.. Flammen umzüngelnd, auflodernd. Hitzewallungen, schwüles Gesicht, aufbrausend. Ein so wohlig geformtes Gesicht auftauchend, süße Lippen, schöne Augen, ihr so vertraut, dennoch geheimnisvoll. Sie musste unwirsch Lächeln, denn sie wusste welches Gesicht es war. Ein kühles, bitteres, vertrautes Lachen das aus der Kehle drang, dann streckte sie ihre rissigen Arme aus, die Finger nach dem Gesicht gespreizt. Auflodernd bevor sie das Ziel erreichte, zuckte es zurück. Den Kopf gesenkt, traurig, verloren, das Lächeln dennoch nicht verwährend.
"So lebe wohl, Bruder."
Aus der Illusion erwacht, geweckt worden, den Traum verlassen, fand sie sich an der Brandung des Meeres wieder. Kein Traum, eine Halluzination also.. Gewandert immer noch während sie an den letzten verbleib der Familie dachte, die helfende Stütze. Gleichgültig den Kopf schüttelnd, an einer Klippe angekommen. Der Blick abschweifend, an die Felsen, das tobende Meer, ein nun zurückkehrendes Lächeln folgte. Zufrieden. Selten in den letzten Tagen, Wochen, Monaten, Augenblicken. Aber es war da. Fortführende Schritte, weiterhin sich dem Rand nähernd, bröckelnde Steine. Das Lächeln verblasste, der zufriedene Ausdruck harrte allerdings noch an - und so wandte sie sich noch einmal um, um der Welt ihre wunderschöne Stimme zu präsentieren.
"Wie ein Phönix, auferstehend, neuanfangend."
Gewährt in die Ewigkeit, setzte sie ihre Füße vom Boden ab, fast fliegend hinunter, das Lächeln wieder zurückkehrend. Und so geschah es das dass junge Mädchen, genannt Yuna von Astaroth - nennenswert durch Ereignisse Yuna Astaroth - das Leben geschlossen verließ, glücklich und zufrieden, genugtuend um ihren Platz Nachfolgern abzutreten. Dann sprang sie.
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Aion Astarioth
Blinzelnd blickte ich in die ersten Sonnenstrahlen, die durch das halb geöffnete Fenster hineinfielen und mich geweckt hatten. Seltsamerweise fühlte ich mich wunderbar erfrischt, selbst nach solch einem Abend. Ich klaubte meine Kleider zusammen und machte mich daran, mich anzuziehen. Heute sollte ein langer, ereignissreicher Tag werden. Nach einem ausgiebigen Frühstück und dem standartmässigen Guten Morgen machten Isabelle und ich uns auf den Weg zur Höhle. Wie sollte es auch anders sein, sprachen wir nicht darüber, was sich gestern abend ereignet hatte. Über manche Dinge sprach man eben nicht... Nach etwa einer Stunde Fußmarsch gelangten wir dann an den Eingang der Höhle, wo der Alte auf uns wartete. Er winkte uns mit sich in die Höhle, wo wir um ein Feuer herum platz nahmen. Die Flammen hinterliessen ein seltsames Schattenspiel an den Wänden und Kräuterduft durchzog die Luft. Leise flüsterte ich Isabelle zu: "Ihr müsst in die Flammen blicken, schaut, was ihr erkennen könnt..." Mit diesen Worten wendete auch ich meinen Blick in die Flammen, versenkte ihn in das Feuerspiel. Gierig leckten die Feuerzungen in die Luft, flammten auf, fielen in sich zusammen, erstarben und gebaren neue Flammen. Und tief, ganz tief in diesem Schauspiel begannen sich Formen zu bilden. Schatten, die sich zusammen zogen, Bilder formten. Der scharfe Kräuterduft zog durch meine Sinne und schärfte meine Wahrnehmung, dämpfte sie jedoch zugleich ab. Vor meinem inneren Auge begannen sich Bilder zu formen, eine Szenerie wurde sichtbar.
Blinzelnd erwachte ich aus meiner Trance. Lodernd standen mir immernoch die Bilder vor Augen. Was war geschehen... wie hatte das geschehen können? Yuna... Nein, ich durfte mich nicht übermannen lassen, durfte nichts nach aussen dringen lassen. Und so harrte meine Mimik nichtssagend, mit dem stets gleichbleibenden, freundlichen Lächeln. Ich wandte mich Isabelle zu, die ebenfalls wohl wieder aus ihren Erkenntnissen erwachte. "Kommt, es ist bereits Abenddämmerung... was ihr gesehen habt, bewahrt es tief in eurem Herzen. Es ist eine einmalige Erfahrung, die niemandem ausser euch gehört... Wir sollten uns auf den Weg zur Hütte machen und ruhen. Morgen Mittag schon reist unser Schiff zurück in unsere Heimat." Ächzend richtete ich mich auf. Das lange sitzen hatte mich Erschöpft, die Konzentration, die Eindrücke und Gefühle. Ich reckte mich leicht, um die Taubheit aus meinen Gliedern zu vertreiben, dann machten wir uns auf den Rückweg. Unterwegs blickte ich Isabelle nachdenklich von der Seite an. Was sie wohl gesehen hatte...
Blinzelnd erwachte ich aus meiner Trance. Lodernd standen mir immernoch die Bilder vor Augen. Was war geschehen... wie hatte das geschehen können? Yuna... Nein, ich durfte mich nicht übermannen lassen, durfte nichts nach aussen dringen lassen. Und so harrte meine Mimik nichtssagend, mit dem stets gleichbleibenden, freundlichen Lächeln. Ich wandte mich Isabelle zu, die ebenfalls wohl wieder aus ihren Erkenntnissen erwachte. "Kommt, es ist bereits Abenddämmerung... was ihr gesehen habt, bewahrt es tief in eurem Herzen. Es ist eine einmalige Erfahrung, die niemandem ausser euch gehört... Wir sollten uns auf den Weg zur Hütte machen und ruhen. Morgen Mittag schon reist unser Schiff zurück in unsere Heimat." Ächzend richtete ich mich auf. Das lange sitzen hatte mich Erschöpft, die Konzentration, die Eindrücke und Gefühle. Ich reckte mich leicht, um die Taubheit aus meinen Gliedern zu vertreiben, dann machten wir uns auf den Rückweg. Unterwegs blickte ich Isabelle nachdenklich von der Seite an. Was sie wohl gesehen hatte...
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Isabelle von Silberloren
Erst als Isabelle schon wieder von Oben herrab kam, wieder in eines ihrer hübschen Kleider gewandet, kam Aion aus dem Wohnraum hinaus und begrüsste sie mit der üblichen - wie sie mittlerweile wusste geheuchelten - freundlich- und Fröhlichkeit.
Sie seufzte innerlich, sagte jedoch nichts sondern machte sich daran mit ihm zu frühstücken. Es wurde nicht viel geredet und ihre Gedanken kreisten ständig um die Dinge die sie Gestern über ihn erfahren hatte.
Über die Erkenntnise die sie über Aion gewonnen hatte.
Würde er seine Schale jemals vor irgendwem fallen lassen? Hatte er sein Vertrauen in die Menschheit denn gänzlich verloren?
Hatte sie eine Chance überhaupt zu ihm vorzudringen. Er wusste es vermutlich nicht, aber ihm war genau das bei ihr sehr leicht gefallen. Ihr Herz war ihm gerade zu zugeflogen. Doch Isabelle hatte eine ganz andere Einstellung zum Leben als er das vorgab.
Immernoch, auch während sie die Pfade wieder entlang gingen, glaubte sie nicht daran, dass das was er ihr Gestern gesagt hatte wirklich das war was er wollte. Es war einfach der leichteste Weg den er gewählt hatte.
Sich verkriechen sodass einem nie mehr weh getan werden kann.
Welch ein grausamer Teufelskreis. Denn so würde er auch nie mehr wirkliches Glück erfahren können. Wie konnte sie ihm dabei nur helfen?
Was konnte sie denn überhaupt tun?
Sie, die schon eine Ehe hinter sich hatte, die man wohl kaum als solche wirklich benennen konnte. Haldur und sie hatten sich gemocht, als Freunde, als Bekannte, als Lebensgefährten.Vielleicht, wenn sie beide mehr Zeit gehabt hätten, hätte sie lernen können ihn zu lieben..aber nach dem kurzen Jahr in dem sie mit Haldur gelebt hatte war davon noch nichts zu spühren gewesen.
Sie musste sich über sehr vieles klar werden. Was wollte sie? Wieviel Freiheit durfte sie sich überhaupt leisten? Wo begann ihre Pflicht und wo begann Knechtschaft in den eigenen Schranken? Was gab ihr Blut ihr auf und was redete sie sich nur ein tun zu müssen um das zu erfüllen?
Was ging in ihrem Herzen vor? Was in ihrem Emotionen?...
Soviele Fragen die sie plagten während sie stumm nebeneinander her gingen bis sie den Alten Eremiten erreichten der an einem Feuer saß.
Die Höhle war getaucht in ein Dämmerlicht der Mittagsonne das durch den Eingang hinein fiel und das seltsam, unwirkliche Flackern der Flammen die das Holz verzehrten.
"Ihr müsst in die Flammen blicken, schaut, was ihr erkennen könnt..." Hörte sie Aion flüstern und begann in die Flammen zu starren.
Anfangs kam sie sich ein wenig albern vor, wie sie in ihrem teuren Seidenkleidchen , in dem sie sicher sehr hübsch aussehen musste, ein wenig Mädchenhaft vermutlich, auf dem nackten Stein sass und in das Feuer starrte.
Doch der Geruch der schweren Kräuter die darin knisterten und das hypnotisierende Spiel der Flammen die auf und niederzüngelten riss sie mehr und mehr in seinen Bann.
Irgendwann begann sie Bilder vor ihren Augen zu sehen. Eine Haluzination vielleicht...oder eine Vision? Sie wusste es nicht.
Verschwommen sah sie ein Haus. Groß und Prächtig wie sie glaubte und in weiss gehalten. Ein großer Garten erstreckte sich in weitläufigen Wiesen im Hintergrund. Große Bäume, Hecken und wunderschöne Blumenbeete. Zwei junge Hunde tollten durch den Garten gefolgt von einer kleinen Gestalt deren Gesicht sie nicht ausmachen konnte. Es war als wollten ihre Augen die Bilder genau an dem Punkt nicht richtig Fokusieren.
Sie schwebte auf das Haus zu. Durch die Tür ins innere. Ein gefühl von Heimat machte sich in ihr Breit während sie durch die Flure schwebte und die Einrichtung betrachtete. Alles war hübsch eingerichtet, sicherlich teuer. Vermutlich das Anwesen einer Adelsfamilie.
Durch eine große Flügeltür kam sie in den Garten. Ein hübscher runder Tisch stand dort mit gusseisernen Gartenstühlen. Darauf dampfte eine Kanne und mehrere Tassen standen dort. Es war ein herrliches Bild das sie da wahrnahm. Es gab ihr tiefen Frieden.
Von hinten spührte sie eine Hand auf ihrer Schulter und ihr Gesicht fuhr langsam herrum.
Sie sah einen Mann dort stehen. Gekleidet in adrette aber lockere Kleidung wie man sie wohl im Alltag in solch einem Haus tragen würde. Auf seinem Jacket sah sie zwei Wappen...
IHRE....
Kurz schoss ein Schreck durch ihre Glieder...
Dann blinzelte sie einige male und saß wieder in der Höhle. Die Sonne ging bereits unter und es würde Abend werden. Sie sah Aion einen Moment lang desorientiert an ehe dieser ihr erklärte sie sollten langsam wieder zurück gehen und was immer sie gesehen hatte, währe nur für ihre Augen bestimmt.
Was hatte sie gesehen?...
Während des langen Marschs zurück dachte sie darüber nach. Im Inneren wusste sie längst was sie gesehen hatte. Etwas das sie sich wohl wünschte. Etwas das ihr Antrieb geben sollte weiterzugehen. War das die Erkenntnis von der Aion gesprochen hatte als sie aufgebrochen waren?
Was hatte er wohl gesehen?
Sie sah zu ihm auf und kurz sahen sie beide sich in die Augen, durch Zufall wohl. Oder...beobachtete er sie?
Sie seufzte leise, dann jedoch trat ein Lächeln auf das hübsche Gesicht der jungen Adligen und ein wenig überschwänglich hakte sie sich bei Aion unter, streckte ihm frech die Zungenspitze herraus als er wohl gerade protestieren wollte und so gingen sie den Weg Arm in Arm den Rest zurück. Sie fühlte sich irgendwie gut...
Sie seufzte innerlich, sagte jedoch nichts sondern machte sich daran mit ihm zu frühstücken. Es wurde nicht viel geredet und ihre Gedanken kreisten ständig um die Dinge die sie Gestern über ihn erfahren hatte.
Über die Erkenntnise die sie über Aion gewonnen hatte.
Würde er seine Schale jemals vor irgendwem fallen lassen? Hatte er sein Vertrauen in die Menschheit denn gänzlich verloren?
Hatte sie eine Chance überhaupt zu ihm vorzudringen. Er wusste es vermutlich nicht, aber ihm war genau das bei ihr sehr leicht gefallen. Ihr Herz war ihm gerade zu zugeflogen. Doch Isabelle hatte eine ganz andere Einstellung zum Leben als er das vorgab.
Immernoch, auch während sie die Pfade wieder entlang gingen, glaubte sie nicht daran, dass das was er ihr Gestern gesagt hatte wirklich das war was er wollte. Es war einfach der leichteste Weg den er gewählt hatte.
Sich verkriechen sodass einem nie mehr weh getan werden kann.
Welch ein grausamer Teufelskreis. Denn so würde er auch nie mehr wirkliches Glück erfahren können. Wie konnte sie ihm dabei nur helfen?
Was konnte sie denn überhaupt tun?
Sie, die schon eine Ehe hinter sich hatte, die man wohl kaum als solche wirklich benennen konnte. Haldur und sie hatten sich gemocht, als Freunde, als Bekannte, als Lebensgefährten.Vielleicht, wenn sie beide mehr Zeit gehabt hätten, hätte sie lernen können ihn zu lieben..aber nach dem kurzen Jahr in dem sie mit Haldur gelebt hatte war davon noch nichts zu spühren gewesen.
Sie musste sich über sehr vieles klar werden. Was wollte sie? Wieviel Freiheit durfte sie sich überhaupt leisten? Wo begann ihre Pflicht und wo begann Knechtschaft in den eigenen Schranken? Was gab ihr Blut ihr auf und was redete sie sich nur ein tun zu müssen um das zu erfüllen?
Was ging in ihrem Herzen vor? Was in ihrem Emotionen?...
Soviele Fragen die sie plagten während sie stumm nebeneinander her gingen bis sie den Alten Eremiten erreichten der an einem Feuer saß.
Die Höhle war getaucht in ein Dämmerlicht der Mittagsonne das durch den Eingang hinein fiel und das seltsam, unwirkliche Flackern der Flammen die das Holz verzehrten.
"Ihr müsst in die Flammen blicken, schaut, was ihr erkennen könnt..." Hörte sie Aion flüstern und begann in die Flammen zu starren.
Anfangs kam sie sich ein wenig albern vor, wie sie in ihrem teuren Seidenkleidchen , in dem sie sicher sehr hübsch aussehen musste, ein wenig Mädchenhaft vermutlich, auf dem nackten Stein sass und in das Feuer starrte.
Doch der Geruch der schweren Kräuter die darin knisterten und das hypnotisierende Spiel der Flammen die auf und niederzüngelten riss sie mehr und mehr in seinen Bann.
Irgendwann begann sie Bilder vor ihren Augen zu sehen. Eine Haluzination vielleicht...oder eine Vision? Sie wusste es nicht.
Verschwommen sah sie ein Haus. Groß und Prächtig wie sie glaubte und in weiss gehalten. Ein großer Garten erstreckte sich in weitläufigen Wiesen im Hintergrund. Große Bäume, Hecken und wunderschöne Blumenbeete. Zwei junge Hunde tollten durch den Garten gefolgt von einer kleinen Gestalt deren Gesicht sie nicht ausmachen konnte. Es war als wollten ihre Augen die Bilder genau an dem Punkt nicht richtig Fokusieren.
Sie schwebte auf das Haus zu. Durch die Tür ins innere. Ein gefühl von Heimat machte sich in ihr Breit während sie durch die Flure schwebte und die Einrichtung betrachtete. Alles war hübsch eingerichtet, sicherlich teuer. Vermutlich das Anwesen einer Adelsfamilie.
Durch eine große Flügeltür kam sie in den Garten. Ein hübscher runder Tisch stand dort mit gusseisernen Gartenstühlen. Darauf dampfte eine Kanne und mehrere Tassen standen dort. Es war ein herrliches Bild das sie da wahrnahm. Es gab ihr tiefen Frieden.
Von hinten spührte sie eine Hand auf ihrer Schulter und ihr Gesicht fuhr langsam herrum.
Sie sah einen Mann dort stehen. Gekleidet in adrette aber lockere Kleidung wie man sie wohl im Alltag in solch einem Haus tragen würde. Auf seinem Jacket sah sie zwei Wappen...
IHRE....
Kurz schoss ein Schreck durch ihre Glieder...
Dann blinzelte sie einige male und saß wieder in der Höhle. Die Sonne ging bereits unter und es würde Abend werden. Sie sah Aion einen Moment lang desorientiert an ehe dieser ihr erklärte sie sollten langsam wieder zurück gehen und was immer sie gesehen hatte, währe nur für ihre Augen bestimmt.
Was hatte sie gesehen?...
Während des langen Marschs zurück dachte sie darüber nach. Im Inneren wusste sie längst was sie gesehen hatte. Etwas das sie sich wohl wünschte. Etwas das ihr Antrieb geben sollte weiterzugehen. War das die Erkenntnis von der Aion gesprochen hatte als sie aufgebrochen waren?
Was hatte er wohl gesehen?
Sie sah zu ihm auf und kurz sahen sie beide sich in die Augen, durch Zufall wohl. Oder...beobachtete er sie?
Sie seufzte leise, dann jedoch trat ein Lächeln auf das hübsche Gesicht der jungen Adligen und ein wenig überschwänglich hakte sie sich bei Aion unter, streckte ihm frech die Zungenspitze herraus als er wohl gerade protestieren wollte und so gingen sie den Weg Arm in Arm den Rest zurück. Sie fühlte sich irgendwie gut...
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Aion Astarioth
Versonnen blickte ich von der Rehling des Schiffes aufs Meer hinaus. Die Abreise war erstaunlich schnell von statten gegangen. Nachdem wir uns Abends ohne viele Worte schlafen gelegt hatten und Morgens in aller Frühe unsere Sachen gepackt hatten und uns auf den Weg gemacht hatten, war es ein leichter weg zurück ins Fischerdorf gewesen. Der Alte hatte sich nicht wieder blicken gelassen, aberr so war er ja immer. Im Fischerdorf fanden wir dann auch heraus, dass die Mutter der kleinen Sina sicher zurückgekehrt war, sie hatte sich wohl lediglich verlaufen. Ein Holzfäller hatte sie dann im Wald gefunden und zurück gebracht. Nun, wo wir an nichts weiteres denken mussten, bezahlte ich uns eine Überfahrt auf einem Schiff und wir quartierten uns ein.
Isabelle hatte sich unter Deck zurück gezogen, vielleicht am Ruhen, oder am Lesen. Ich indess hatte mich an die Rehling des Schiffes begeben, um dem Spiel der Wellen im Wind zuzuschauen. In wenigen Stunden schon würden wir in Bajard eintreffen und das würde das Ende unserer Reise sein. Es war eine angenehme Reise gewesen, ruhig, besonnen, erholsam. Und auch eine Reise der Erkenntnisse. Was Isabelle erkannt hatte, wusste ich nicht. Ich wollte sie auch nicht danach fragen, denn das war etwas, was einem Menschen ganz allein gehört. Meine Erkenntnisse indes... nun, ich hatte über Yunas Verbleib erfahren, hatte erfahren, was mir so auf der Seele gebrannt hatte.
Ich würde an der Academie Bescheid geben müssen, dass sie fortan nicht mehr zu den Schülern zählen würde. Ich würde nach wie vor weiter machen, so wie immer. Und meine Erinnerungen an Yuna würde ich in einem kleinen Kästchen tief in meinem Herzen bewahren. Ich wollte nicht, dass auch nur irgend jemand mein Leid spürte oder erkannte, wollte diesen Schmerz ganz für mich allein, meine eigenen privaten Erinnerungen. Seufzend schüttelte ich den Kopf. Wie lange hatten mich meine Gedanken in Bann gehalten? Dort am Horizont kam schon der Hafen von Bajard in Sicht, es ging nach Hause...
Isabelle hatte sich unter Deck zurück gezogen, vielleicht am Ruhen, oder am Lesen. Ich indess hatte mich an die Rehling des Schiffes begeben, um dem Spiel der Wellen im Wind zuzuschauen. In wenigen Stunden schon würden wir in Bajard eintreffen und das würde das Ende unserer Reise sein. Es war eine angenehme Reise gewesen, ruhig, besonnen, erholsam. Und auch eine Reise der Erkenntnisse. Was Isabelle erkannt hatte, wusste ich nicht. Ich wollte sie auch nicht danach fragen, denn das war etwas, was einem Menschen ganz allein gehört. Meine Erkenntnisse indes... nun, ich hatte über Yunas Verbleib erfahren, hatte erfahren, was mir so auf der Seele gebrannt hatte.
Ich würde an der Academie Bescheid geben müssen, dass sie fortan nicht mehr zu den Schülern zählen würde. Ich würde nach wie vor weiter machen, so wie immer. Und meine Erinnerungen an Yuna würde ich in einem kleinen Kästchen tief in meinem Herzen bewahren. Ich wollte nicht, dass auch nur irgend jemand mein Leid spürte oder erkannte, wollte diesen Schmerz ganz für mich allein, meine eigenen privaten Erinnerungen. Seufzend schüttelte ich den Kopf. Wie lange hatten mich meine Gedanken in Bann gehalten? Dort am Horizont kam schon der Hafen von Bajard in Sicht, es ging nach Hause...
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Isabelle von Silberloren
Einige Tage waren nun vergangen in denen Isabelle wieder zuhause weilte..oder zumindest Das was sie im Moment ihr Zuhause nannte.
Das kleine Haus am Rand von Varuna war nichts spektakuläres aber es war ganz hübsch und abgeschieden. Eine Eigenschaft die nicht nur Positives brachte wie sie mittlerweile wusste.
Immer wieder, gerade wenn sie Abends alleine oben saß, dachte sie an die Tage mit Aion auf ihrer Reise. Es war anstrengend gewesen, ohne Frage. Aber es war eine schöne Erfahrung. Sie hatte etwas über sich selbst gelernt , über die Menschen und über Aion selbst. Sie hatte fremdes Land gesehen und gesehen woher Aion wohl kommen musste.
Absurderweise...fühlte sie sich die Tage nachdem sie wieder in Varuna war wieder genauso einsam und alleine wie vor ihrer Reise. Aber es war ein anderes Gefühl.
Es war keine hilflose Einsamkeit mehr die sie kalt umgriff. Es war eine Einsamkeit von der sie wusste wo sie jene besiegen konnte.
Leider erwies sich das als schwierig und das Leben in Varuna zog an ihr vorbei. Irgendwie zog das alles an ihr vorbei und ihr fehlte der rechte Elan sich überhaupt einzubringen. Oft saß sie den halben Tag einfach nur in ihrem Haus, las etwas oder spielte auf ihrer Geige - die sie nicht sonderlich gut beherrschte.
Aion sah sie in den letzten Tagen selten. Meist ging er Morgens schon um sich seinen Studien zu witmen und kam Abends wieder. Sie konnte es ihm nicht verdenken. Immerhin hatte sie im Moment keinerlei Arbeit für ihn zu tun.
Mit Sir Thelor wollte sie eigendlich auch noch sprechen und fragte sich ob man die Verbrecher gefasst hatte....Aber vermutlich hätte man sie darüber in Kenntnis gesetzt. Sie hoffte nur ihr Vater würde von alledem nichts mitbekommen.
Kurzerhand entschloss sie sich an einem der warmen Nachmittage einen Brief an ihre Eltern zu schreiben. Sie nahm oben auf dem Balkon platz. Sie liebte diesen Ort. Die Blumen hier blühten besonders zu der Jahreszeit besonders schön.
So nahm sie Federkiel und Tinte und begann zu schreiben während der Wind seicht an ihrem hübschen Sommerkleid zog und der Hut den sie Trug um sich von den warmen Strahlen zu schützen leicht wippte.
Liebe Mutter,
Lieber Vater,
Ich bin nun schon eine Weile in Hohenfels und kann euch sagen, dass es eine eindrucksvolle Stadt ist. Die Grafschaft Hohenfels scheint gut regiert von dem ansässigen Grafen und so wie ich ihn kennenlernte ist er wohl ein sehr milder Herrscher.
Ich habe auch eine Leibwache bekommen, Sir Thelor von Reensdorf. Ein Ritter der unter dem Grafen dient. Ich sehe ihn jedoch nur selten. Er verwaltet ein nahegelegenes Ritterlehen und hat viel zu tun.
Mir geht es gut und ich darf mich nicht beklagen. Auch habe ich mir selbst einen Berater an meine Seite geholt um einige Dinge die ich noch nicht so gut selbst entscheiden kann zu besprechen.
Sein Name ist Aion Asterioth und er ist ein Discipulus der Akademia Arcana. Ein Zauberkundiger oder auch Magus genannt. Er ist mir ein guter Freund geworden und geniesst mein Vertrauen.
Ich weiss, Vater, du würdest jetzt fragen ob ich denn auch alle Formalitäten korrekt geklärt habe und kann dir sagen: Ja, das habe ich.
Der Mann ist korrekt vereidigt und alle Verträge gesiegelt und offiziell.
Auch vor dem Grafen ist sein Posten als Leibwache und Berater akzeptiert und abgesegnet. Der Kronritter der hier in der Grafschaft weilt , Sir Graf Rafael de Arganta, selbst hat die dazu nötigen Befugnisse erteilt.
Es geht also alles mit korrekten Mitteln zu, sei unbesorgt.
Meine Nähkünste habe ich hier in der Zeit auch verbessern können. Das wird vor allem dich, Mutter, freuen zu hören. Ich denke, ich kann unserer Familie und unserer Blutslinie alle Ehre machen mit meiner Arbeit die wie mir scheint durchaus recht begehrt ist.
Leider versteht das nicht jeder, besonders solche die keine Bürger des Reiches sind. Aber ich komme damit zurecht.
Ich hoffe meinen lieben Geschwistern geht es gut. Hat Miarina schon Zähne bekommen? Wächst sie gut? Wie geht es meinem geliebten Bruder?
Er müsste doch langsam erwachsen werden.
Bitte lasst mich wissen wie es euch in meiner über alles geliebten Heimat geht. Ich vermisse euch alle sehr.
Ein wenig einsam ist es hier leider schon , muss ich euch gestehen. Der Adel hier ist nicht sehr präsent und scheint sich Neuen eher zu verschliessen wie mir scheint. Oder aber es gibt einfach nicht viele Adelshäuser die hier weilen. Ich kann es euch ehrlich gesagt noch nicht sagen.
Ich hoffe inständig es geht euch allen gut und sende euch meine ganze Zuneigung.
Eure,
Euch liebende Tochter

Den Brief überlas sie nochmal, streute etwas feinen Sand darüber und faltete ihn dann ordentlich um ihn in einen Lederkuvert zu legen. Diesen Siegelte sie anständig. Aion würde ihn sicher Morgen mitnehmen, damit er die Silberloren erreichte.
Mittlerweile brach sich die Sonne schon an den Stadtmauern und warf ein rötliches Licht auf die Stadtsilhuette. Isabelle stand auf und ging zum Geländer um einige Momente hinaus zu blicken und die Stadt zu betrachten in der sie nun schon eine ganze Weile lebte.
Es war so völlig anders als Das was Aion ihr gezeigt hatte. Es wirkte friedlich, aber Isabelle wusste das es das nicht wahr. Hier musste man an jeder Straßenecke aufpassen und sich die Menschen sehr genau ansehen.
So sehr sie von ihrem eigenen Volk geliebt wurde, so wenig war das hier in Hohenfels noch wert. Es war als müsse sie ganz von Neuem anfangen und manch ein Mensch hätte das sicher als sehr aufregend empfunden.
Isabelle jedoch stimmte es schlicht schwermütig.
Sie atmete einmal tief ein und richtete ihre Gedanken auf etwas, das ihr Herz ein wenig leichter werden liess: Aion.
Er hatte sie sehr bewegt in der Zeit. Er war ihr ein guter Freund, ein Begleiter, ein Beschützer...
Aber sie wusste, dass sie da noch mehr empfand. Dinge die sie ihm nicht sagte und von denen sie nicht wusste ob sie ihm diese je sagen sollte.
Ihre Schwäche als sie ihn geküsst hatte, hatte er sicher schon wieder vergessen. Vielleicht war das gut so. Er hatte doch selbst genug Schmerz in seinem Herzen und soviel Sorge. Helfen konnte sie ihm irgendwie nicht...
Oder besser: Er wollte sich nicht helfen lassen. Sich selbst in seinem Panzer einhüllen. Glaubte er denn wirklich an diese Traurigen Worte die er ihr gesagt hatte? War er davon überzeugt?
Fühlte sie etwas das niemals erblühen könnte?...Sie wusste es nicht.
Kurzerhand nahm sie die Geige aus dem Ständer der neben ihr auf dem Balkon stand, griff nach dem Geigenbogen und legte die Geige an. Ihr war nach Musik. Musik die soviel mehr ausdrücken können würde als ihre Lippen sich wagten zu formen. Und leise sang sie zu dem zarten Klang der Geige:
Ich war verloren
Konnte meinen Weg nicht finden
Und ich denke, mehr kann man dazu nicht sagen
Liebe macht mich Blind
Lässt mich seltsame Dinge tun
Aber ich bin hier...hier will ich bleiben
So weine ich jeden Tag
So falle ich jeden Tag
Hast du dich je gefragt..
Warum ich alles an dir liebe?
Aber jeden Tag
Suche ich, Versuche ich
Mein Herz zum schweigen zu bringen
Jeden Weg den ich gehe, könnte ich weinen
Bis in den Schlaf...
Werden wir...
Es hob mich hoch, zog mich von meinen Beinen
Ich kann es nicht erklären
Immernoch liebe ich dich
So weit du auch weg sein magst
Du siehst niemals das Licht des Tages
So vergeht jeder Tag
Und jeden Tag falle ich
Es lässt mich fragen warum...
Mein Leben so wenig wert ist ohne dich
Aber jeden Tag
Suche ich, Versuche ich
Mein Herz zum schweigen zu bringen
Jeden Weg den ich gehe, könnte ich weinen
Bis in den Schlaf...
Werden wir...
Du weisst nie...
Du weisst niemals..
Du weisst niemals wie nah wir einander sind..
Du weisst nie...
Du weisst niemals..
Nein du siehst es nicht...
Das Buch schliesst sich
Und wir versuchen zu vergessen
Aber ich weiss das sich nichts ändert
Wie wir fühlen
Wie das Leben weiter geht
Und das ist so seltsam...
Und so schwindet unser Leben dahin
Jeden Tag...
Prüfungen, Prüfungen mir auferlegt
Jeden Tag...
Ich kann nicht aufhören, an dich zu denken
Jeden Tag...
Es scheint mir, mein Leben ist nichts wert..
Ohne dich...
Aber jeden Tag
Suche ich, Versuche ich
Mein Herz zum schweigen zu bringen
Jeden Weg den ich gehe, könnte ich weinen
Bis in den Schlaf...
Werden wir...
Jeden Tag...
Jeden Tag...
Weisst du das ich es so stark versuche...
Ihre Stimme schwang leise durch den Klang der Geige und gerade mal die Wache vor ihrem Haus und vielleicht jene auf den Stadtmauern mochten sie verstanden haben, doch das machte ihr nichts aus. Niemand kannte die Bedeutung die hinter den Zeilen dieses Liedes steckte....
Das kleine Haus am Rand von Varuna war nichts spektakuläres aber es war ganz hübsch und abgeschieden. Eine Eigenschaft die nicht nur Positives brachte wie sie mittlerweile wusste.
Immer wieder, gerade wenn sie Abends alleine oben saß, dachte sie an die Tage mit Aion auf ihrer Reise. Es war anstrengend gewesen, ohne Frage. Aber es war eine schöne Erfahrung. Sie hatte etwas über sich selbst gelernt , über die Menschen und über Aion selbst. Sie hatte fremdes Land gesehen und gesehen woher Aion wohl kommen musste.
Absurderweise...fühlte sie sich die Tage nachdem sie wieder in Varuna war wieder genauso einsam und alleine wie vor ihrer Reise. Aber es war ein anderes Gefühl.
Es war keine hilflose Einsamkeit mehr die sie kalt umgriff. Es war eine Einsamkeit von der sie wusste wo sie jene besiegen konnte.
Leider erwies sich das als schwierig und das Leben in Varuna zog an ihr vorbei. Irgendwie zog das alles an ihr vorbei und ihr fehlte der rechte Elan sich überhaupt einzubringen. Oft saß sie den halben Tag einfach nur in ihrem Haus, las etwas oder spielte auf ihrer Geige - die sie nicht sonderlich gut beherrschte.
Aion sah sie in den letzten Tagen selten. Meist ging er Morgens schon um sich seinen Studien zu witmen und kam Abends wieder. Sie konnte es ihm nicht verdenken. Immerhin hatte sie im Moment keinerlei Arbeit für ihn zu tun.
Mit Sir Thelor wollte sie eigendlich auch noch sprechen und fragte sich ob man die Verbrecher gefasst hatte....Aber vermutlich hätte man sie darüber in Kenntnis gesetzt. Sie hoffte nur ihr Vater würde von alledem nichts mitbekommen.
Kurzerhand entschloss sie sich an einem der warmen Nachmittage einen Brief an ihre Eltern zu schreiben. Sie nahm oben auf dem Balkon platz. Sie liebte diesen Ort. Die Blumen hier blühten besonders zu der Jahreszeit besonders schön.
So nahm sie Federkiel und Tinte und begann zu schreiben während der Wind seicht an ihrem hübschen Sommerkleid zog und der Hut den sie Trug um sich von den warmen Strahlen zu schützen leicht wippte.
Liebe Mutter,
Lieber Vater,
Ich bin nun schon eine Weile in Hohenfels und kann euch sagen, dass es eine eindrucksvolle Stadt ist. Die Grafschaft Hohenfels scheint gut regiert von dem ansässigen Grafen und so wie ich ihn kennenlernte ist er wohl ein sehr milder Herrscher.
Ich habe auch eine Leibwache bekommen, Sir Thelor von Reensdorf. Ein Ritter der unter dem Grafen dient. Ich sehe ihn jedoch nur selten. Er verwaltet ein nahegelegenes Ritterlehen und hat viel zu tun.
Mir geht es gut und ich darf mich nicht beklagen. Auch habe ich mir selbst einen Berater an meine Seite geholt um einige Dinge die ich noch nicht so gut selbst entscheiden kann zu besprechen.
Sein Name ist Aion Asterioth und er ist ein Discipulus der Akademia Arcana. Ein Zauberkundiger oder auch Magus genannt. Er ist mir ein guter Freund geworden und geniesst mein Vertrauen.
Ich weiss, Vater, du würdest jetzt fragen ob ich denn auch alle Formalitäten korrekt geklärt habe und kann dir sagen: Ja, das habe ich.
Der Mann ist korrekt vereidigt und alle Verträge gesiegelt und offiziell.
Auch vor dem Grafen ist sein Posten als Leibwache und Berater akzeptiert und abgesegnet. Der Kronritter der hier in der Grafschaft weilt , Sir Graf Rafael de Arganta, selbst hat die dazu nötigen Befugnisse erteilt.
Es geht also alles mit korrekten Mitteln zu, sei unbesorgt.
Meine Nähkünste habe ich hier in der Zeit auch verbessern können. Das wird vor allem dich, Mutter, freuen zu hören. Ich denke, ich kann unserer Familie und unserer Blutslinie alle Ehre machen mit meiner Arbeit die wie mir scheint durchaus recht begehrt ist.
Leider versteht das nicht jeder, besonders solche die keine Bürger des Reiches sind. Aber ich komme damit zurecht.
Ich hoffe meinen lieben Geschwistern geht es gut. Hat Miarina schon Zähne bekommen? Wächst sie gut? Wie geht es meinem geliebten Bruder?
Er müsste doch langsam erwachsen werden.
Bitte lasst mich wissen wie es euch in meiner über alles geliebten Heimat geht. Ich vermisse euch alle sehr.
Ein wenig einsam ist es hier leider schon , muss ich euch gestehen. Der Adel hier ist nicht sehr präsent und scheint sich Neuen eher zu verschliessen wie mir scheint. Oder aber es gibt einfach nicht viele Adelshäuser die hier weilen. Ich kann es euch ehrlich gesagt noch nicht sagen.
Ich hoffe inständig es geht euch allen gut und sende euch meine ganze Zuneigung.
Eure,
Euch liebende Tochter
Den Brief überlas sie nochmal, streute etwas feinen Sand darüber und faltete ihn dann ordentlich um ihn in einen Lederkuvert zu legen. Diesen Siegelte sie anständig. Aion würde ihn sicher Morgen mitnehmen, damit er die Silberloren erreichte.
Mittlerweile brach sich die Sonne schon an den Stadtmauern und warf ein rötliches Licht auf die Stadtsilhuette. Isabelle stand auf und ging zum Geländer um einige Momente hinaus zu blicken und die Stadt zu betrachten in der sie nun schon eine ganze Weile lebte.
Es war so völlig anders als Das was Aion ihr gezeigt hatte. Es wirkte friedlich, aber Isabelle wusste das es das nicht wahr. Hier musste man an jeder Straßenecke aufpassen und sich die Menschen sehr genau ansehen.
So sehr sie von ihrem eigenen Volk geliebt wurde, so wenig war das hier in Hohenfels noch wert. Es war als müsse sie ganz von Neuem anfangen und manch ein Mensch hätte das sicher als sehr aufregend empfunden.
Isabelle jedoch stimmte es schlicht schwermütig.
Sie atmete einmal tief ein und richtete ihre Gedanken auf etwas, das ihr Herz ein wenig leichter werden liess: Aion.
Er hatte sie sehr bewegt in der Zeit. Er war ihr ein guter Freund, ein Begleiter, ein Beschützer...
Aber sie wusste, dass sie da noch mehr empfand. Dinge die sie ihm nicht sagte und von denen sie nicht wusste ob sie ihm diese je sagen sollte.
Ihre Schwäche als sie ihn geküsst hatte, hatte er sicher schon wieder vergessen. Vielleicht war das gut so. Er hatte doch selbst genug Schmerz in seinem Herzen und soviel Sorge. Helfen konnte sie ihm irgendwie nicht...
Oder besser: Er wollte sich nicht helfen lassen. Sich selbst in seinem Panzer einhüllen. Glaubte er denn wirklich an diese Traurigen Worte die er ihr gesagt hatte? War er davon überzeugt?
Fühlte sie etwas das niemals erblühen könnte?...Sie wusste es nicht.
Kurzerhand nahm sie die Geige aus dem Ständer der neben ihr auf dem Balkon stand, griff nach dem Geigenbogen und legte die Geige an. Ihr war nach Musik. Musik die soviel mehr ausdrücken können würde als ihre Lippen sich wagten zu formen. Und leise sang sie zu dem zarten Klang der Geige:
Ich war verloren
Konnte meinen Weg nicht finden
Und ich denke, mehr kann man dazu nicht sagen
Liebe macht mich Blind
Lässt mich seltsame Dinge tun
Aber ich bin hier...hier will ich bleiben
So weine ich jeden Tag
So falle ich jeden Tag
Hast du dich je gefragt..
Warum ich alles an dir liebe?
Aber jeden Tag
Suche ich, Versuche ich
Mein Herz zum schweigen zu bringen
Jeden Weg den ich gehe, könnte ich weinen
Bis in den Schlaf...
Werden wir...
Es hob mich hoch, zog mich von meinen Beinen
Ich kann es nicht erklären
Immernoch liebe ich dich
So weit du auch weg sein magst
Du siehst niemals das Licht des Tages
So vergeht jeder Tag
Und jeden Tag falle ich
Es lässt mich fragen warum...
Mein Leben so wenig wert ist ohne dich
Aber jeden Tag
Suche ich, Versuche ich
Mein Herz zum schweigen zu bringen
Jeden Weg den ich gehe, könnte ich weinen
Bis in den Schlaf...
Werden wir...
Du weisst nie...
Du weisst niemals..
Du weisst niemals wie nah wir einander sind..
Du weisst nie...
Du weisst niemals..
Nein du siehst es nicht...
Das Buch schliesst sich
Und wir versuchen zu vergessen
Aber ich weiss das sich nichts ändert
Wie wir fühlen
Wie das Leben weiter geht
Und das ist so seltsam...
Und so schwindet unser Leben dahin
Jeden Tag...
Prüfungen, Prüfungen mir auferlegt
Jeden Tag...
Ich kann nicht aufhören, an dich zu denken
Jeden Tag...
Es scheint mir, mein Leben ist nichts wert..
Ohne dich...
Aber jeden Tag
Suche ich, Versuche ich
Mein Herz zum schweigen zu bringen
Jeden Weg den ich gehe, könnte ich weinen
Bis in den Schlaf...
Werden wir...
Jeden Tag...
Jeden Tag...
Weisst du das ich es so stark versuche...
Ihre Stimme schwang leise durch den Klang der Geige und gerade mal die Wache vor ihrem Haus und vielleicht jene auf den Stadtmauern mochten sie verstanden haben, doch das machte ihr nichts aus. Niemand kannte die Bedeutung die hinter den Zeilen dieses Liedes steckte....
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Aion Astarioth
Abschied nehmen... das ist immer schwer, oder nicht? Besonders Abeschied nehmen von einem geliebten Menschen. Ich fühle den weichen, samtigen Stoff zwischen meinen Fingern. Ich weiss, er ist schwarz, so schwarz wie die Nacht. So dunkel umnachtet, wie die Seele meiner Schwester gewesen sein muss. Was hat sie wohl gefühlt? Was hat sie gedacht, als sie sich der Freiheit entgegen warf? Wir waren nie frei, es war nie unsere Bestimmung gewesen. Doch das Schicksal kann man ändern, oder nicht? Was wren wir, wenn wir unser Schicksal nicht selbst erschaffen könnten? Puppen, die an seidenem Faden einen Weg entlang geführt werden... oder nicht? Fühlte Yuna so? Sah sie keinen Ausweg aus dem ihr angeborenen Schicksal? Oh Yuna... wieso hast du dich mir nicht anvertraut? Meine Finger umschliessen das seidene Haarband fester. Ich knie vor dem leise plätschernden Wasser des Waldsees. Oh Yuna... deine neblig blauen Augen werden mich wohl ewig verfolgen, so voller Trauer, wie ein kleiner Vogel in seinem Käfig.
Nun stehe ich hier, gedenke deiner... Ich höre leise Schritte, wende den Kopf. Isabelle, was tust du hier? Ich mache Anstalten, den Kopf abzuwenden. Du sollst meine Trauer nicht sehen, mein Leid. Doch dann blicke ich dich direkt an. Auch wenn ich dich damit mit all meinen Gefühlen belaste, ich kann nicht anders. Bist nicht auch du eine Gefangene deines Schicksals? Siehst du es so? Du setzt an zu sprechen, sagst, ich sperre meine Gefühle in mir ein, bis sie mich eines Tages erdrückten. Sagst, du wollest mir helfen, doch wie solltest du das tun, wenn ich mich nicht offenbare.
Wieso beginne ich plötzlich, zu sprechen? Die Worte kommen fliessend, ich berichte dir von Yuna... von unserem Leben. Von meiner Ohnmacht, Yuna zu helfen. Du lauschst schweigend meinen Worten. Dann sagst du, ich müsse lernen zu vertrauen. Dann lass mich dir vertrauen... doch meine ich die Worte auch wirklich so? Kann ich mich öffnen? Zorn blitzt in deinen Augen auf, eine schallende Ohrfeige folgt. Ich mache wohl wirklich alles falsch, nicht? Ich möchte mich abwenden, diese Situation hinter mir lassen. Doch plötzlich kann ich es nicht. Ich trete auf dich zu. Verzeih mir... Sanft schlinge ich meine Arme um dich, lehne den Kopf an deine Schulter. Lehre mich, zu vertrauen... Nimm mich als einen Freund an... Du stockst... schweigst. Habe ich wieder einen Fehler begangen? Du lässt mich verweilen, lässt mich ruhen im Auge des Sturmes. Dann schiebst du mich sacht von dir. Was denkst du von mir...? Du fragst dich, was ich denke...? Gerade jetzt...? Unsicherheit... Trauer... Verlust... Die Frage, wie es weiter gehen soll.
Ich möchte allein sein, möchte mich von Yuna verabschieden. Du lächelst mir sanft zu, du willst schon vorgehen, nach Hause und dich zur Ruhe legen. Du möchtest mir Zeit geben, nicht? Zeit, Abschied zu nehmen... Du schwingst dich aufs Pferd und galloppierst in die Nacht davon. Ich bleibe zurück, allein... und doch wieder auch nicht.
Ich knie erneut nieder, nahe dem Wasser. Ich lasse das Haarband ins kühle Nass gleiten. Yuna... auf dass deine Seele Frieden finden möge. Verzeih mir, dass ich nicht mehr für dich tun konnte... Ist dies nun der Augenblick, einen Schritt vorwärts zu tun? Möchte ich wirklich herausfinden, ob sich das Schicksal ändern lässt? Möchte ich diese Gelegenheit ergreifen? Meine Gedanken schweifen zurück... Weisst du noch, Yuna... du hast immer gern gesungen. Ein bisschen wie Isabelle, nicht? Erinnerst du dich noch an dieses eine Lied, welches du mir so gerne vorsangst? Leise summe ich die Melodie... es ist fast als könne ich deine Stimme hören, die singt, so wie unsere Mutter es einst für dich sang.
Wenn dir in der Nacht, eine Stimme sagt nur Mut
es wird alles wieder gut, werd ich es sein.
führt dich eine Hand auf steinig steilem weg
über den schmalsten Steg, werd ich es sein.
nichts ist zu schwierig, kein weg zu weit
ich schwimm für dich durch den Fluss der Zeit
wo du auch gehn magst, weit weg von mir
ein licht leuchtet dir und ich werd es sein
Gibt es einen Schlüssel zu deinem Herzen
einem besonderen Teil,werd ich es sein
brauchst du einen Freund, der dich in den Arm nimmt
ruf es in den Wind und ich werd es sein
Oh wie ungerecht die Welt scheint
eine unteilbare Liebe zu erschaffen.
wo du auch gehn magst, weit weg von mir
ein licht leuchtet dir und ich werd es sein
Ich werde immer dahinter stehen,
es gibt einen ort für uns zwei.
Bis deine Tränen versiegt sind,
werd ich für dich da sein.
In Sonne und Mond,
in Land und in See,
Der Kern der dich schützt
Ich werd es sein.
nichts ist zu schwierig, kein weg zu weit
ich schwimm für dich durch den Fluss der Zeit
wo du auch gehn magst, weit weg von mir
ein licht leuchtet dir und ich werd es sein
Ich werd es sein...
Ich werd es sein...
Entschlossen drücke ich mich vom Boden ab und blicke in die aufgehende Sonne. Knie ich wirklich schon so lange hier? All diese Gedanken haben mich völlig mein Gefühl für Zeit verlieren lassen. Meine Glieder fühlen sich schwer an. Ich möchte schlafen... ruhen... und erwarten, was das Leben mir nun bietet...
[img]http://www.donfeidner.de/assets/images/CIMG0406_Sunrise_on_the_Rhine.jpg[/img]
Nun stehe ich hier, gedenke deiner... Ich höre leise Schritte, wende den Kopf. Isabelle, was tust du hier? Ich mache Anstalten, den Kopf abzuwenden. Du sollst meine Trauer nicht sehen, mein Leid. Doch dann blicke ich dich direkt an. Auch wenn ich dich damit mit all meinen Gefühlen belaste, ich kann nicht anders. Bist nicht auch du eine Gefangene deines Schicksals? Siehst du es so? Du setzt an zu sprechen, sagst, ich sperre meine Gefühle in mir ein, bis sie mich eines Tages erdrückten. Sagst, du wollest mir helfen, doch wie solltest du das tun, wenn ich mich nicht offenbare.
Wieso beginne ich plötzlich, zu sprechen? Die Worte kommen fliessend, ich berichte dir von Yuna... von unserem Leben. Von meiner Ohnmacht, Yuna zu helfen. Du lauschst schweigend meinen Worten. Dann sagst du, ich müsse lernen zu vertrauen. Dann lass mich dir vertrauen... doch meine ich die Worte auch wirklich so? Kann ich mich öffnen? Zorn blitzt in deinen Augen auf, eine schallende Ohrfeige folgt. Ich mache wohl wirklich alles falsch, nicht? Ich möchte mich abwenden, diese Situation hinter mir lassen. Doch plötzlich kann ich es nicht. Ich trete auf dich zu. Verzeih mir... Sanft schlinge ich meine Arme um dich, lehne den Kopf an deine Schulter. Lehre mich, zu vertrauen... Nimm mich als einen Freund an... Du stockst... schweigst. Habe ich wieder einen Fehler begangen? Du lässt mich verweilen, lässt mich ruhen im Auge des Sturmes. Dann schiebst du mich sacht von dir. Was denkst du von mir...? Du fragst dich, was ich denke...? Gerade jetzt...? Unsicherheit... Trauer... Verlust... Die Frage, wie es weiter gehen soll.
Ich möchte allein sein, möchte mich von Yuna verabschieden. Du lächelst mir sanft zu, du willst schon vorgehen, nach Hause und dich zur Ruhe legen. Du möchtest mir Zeit geben, nicht? Zeit, Abschied zu nehmen... Du schwingst dich aufs Pferd und galloppierst in die Nacht davon. Ich bleibe zurück, allein... und doch wieder auch nicht.
Ich knie erneut nieder, nahe dem Wasser. Ich lasse das Haarband ins kühle Nass gleiten. Yuna... auf dass deine Seele Frieden finden möge. Verzeih mir, dass ich nicht mehr für dich tun konnte... Ist dies nun der Augenblick, einen Schritt vorwärts zu tun? Möchte ich wirklich herausfinden, ob sich das Schicksal ändern lässt? Möchte ich diese Gelegenheit ergreifen? Meine Gedanken schweifen zurück... Weisst du noch, Yuna... du hast immer gern gesungen. Ein bisschen wie Isabelle, nicht? Erinnerst du dich noch an dieses eine Lied, welches du mir so gerne vorsangst? Leise summe ich die Melodie... es ist fast als könne ich deine Stimme hören, die singt, so wie unsere Mutter es einst für dich sang.
Wenn dir in der Nacht, eine Stimme sagt nur Mut
es wird alles wieder gut, werd ich es sein.
führt dich eine Hand auf steinig steilem weg
über den schmalsten Steg, werd ich es sein.
nichts ist zu schwierig, kein weg zu weit
ich schwimm für dich durch den Fluss der Zeit
wo du auch gehn magst, weit weg von mir
ein licht leuchtet dir und ich werd es sein
Gibt es einen Schlüssel zu deinem Herzen
einem besonderen Teil,werd ich es sein
brauchst du einen Freund, der dich in den Arm nimmt
ruf es in den Wind und ich werd es sein
Oh wie ungerecht die Welt scheint
eine unteilbare Liebe zu erschaffen.
wo du auch gehn magst, weit weg von mir
ein licht leuchtet dir und ich werd es sein
Ich werde immer dahinter stehen,
es gibt einen ort für uns zwei.
Bis deine Tränen versiegt sind,
werd ich für dich da sein.
In Sonne und Mond,
in Land und in See,
Der Kern der dich schützt
Ich werd es sein.
nichts ist zu schwierig, kein weg zu weit
ich schwimm für dich durch den Fluss der Zeit
wo du auch gehn magst, weit weg von mir
ein licht leuchtet dir und ich werd es sein
Ich werd es sein...
Ich werd es sein...
Entschlossen drücke ich mich vom Boden ab und blicke in die aufgehende Sonne. Knie ich wirklich schon so lange hier? All diese Gedanken haben mich völlig mein Gefühl für Zeit verlieren lassen. Meine Glieder fühlen sich schwer an. Ich möchte schlafen... ruhen... und erwarten, was das Leben mir nun bietet...
[img]http://www.donfeidner.de/assets/images/CIMG0406_Sunrise_on_the_Rhine.jpg[/img]
Zuletzt geändert von Aion Astarioth am Montag 7. Juli 2008, 00:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Isabelle von Silberloren
Die letzte Nacht war furchtbar gewesen und das, so leid ihr das tat sagen zu müssen, war Aions Schuld.
Wie hatte er sich nur dazu hinreißen lassen können sich nach Bajard zu begeben um sich dort von halbnackten Frauen einlullen zu lassen die Isabelle nur als Dirnen identifizieren konnte. Ein Trugsschluss wie sich herrausstellte doch die Szenerie war eindeutig genug gewesen.
Wie Aion mit diesem leichtbekleideten Mädchen dort gesessen hatte...
Irgendwas hatte da in ihrer Brust geklirrt als sie das sah. Und überhaupt war Bajard nicht unbedingt das Umfeld in dem sie oder er sich herrumtreiben sollten. Sie war überhaupt nur dorthin geritten weil sie Aion nirgends finden hatte können und sie sich ein wenig Sorge machte ihm könne etwas passiert sein. Dem war nicht so, ganz im Gegenteil.
Die ganze Situation war unendlich peinlich für sie gewesen und das es für Belustigung der anderen Gäste - die nicht minder Dirnenhaft gekleidet waren - gesorgt hatte macht das Ganze auch nicht besser.
Zuhause angekommen hatte sie sich noch kurz mit Aion gestritten. Warum nur hatte sie das so getroffen?...Sie hatte kein Recht ihm vorzuschreiben was er tat oder lies...und er hatte auch nicht viel davon gezeigt ob er etwas für sie empfand.
Wieso nur tat ihr das in der Brust so weh ihn so gesehen zu haben?...
Sehr betreten war sie hinauf getrottet und hatte sich das sündig teure Kleid ausgezogen und das Seidene Nachthemd über. Doch schlafen tat sie erst nach fast einer Stunde in der sie ihrem Schmerz der in ihrer Brust tobte einfach freien lauf liess, in der Hoffnung Aion hätte es nicht gehört.
Vermutlich aber, das Haus war ja nicht allzugroß, hatte er es mitbekommen wie lange sie noch geweint hatte...
------------------------------------------------------------------------------------
Am nächsten Morgen wachte Isabelle durch die Sonnenstrahlen auf die in ihr Zimmer schienen. Sie hatte gestern vergessen die Vorhänge zuzuziehen und der Himmel des Bettes war auch noch offen, sodass die Sonne ungehindert auf sie treffen konnte.
Langsam stand sie auf und zupfte das Nachthemd zurecht das etwas schief an ihrem zarten Leib hing.
Kurz lauschte sie die Treppe hinab, prüfend ob Aion noch schlief ehe sie auf nackten Sohlen die Stufen hinab stieg und sich kurz umsah.
Auch hier wurde der Raum, der von der extremen Ordnung dominiert wurde, durch das goldene Licht erhellt wurde.
Aion saß immernoch am Tisch, die Arme darauf verschränkt und den Kopf darauf gelegt schlief er in einer recht unbequem anmutenden Pose.
Isabelle seuftze leise und ihre Wut und ihr Schmerz von gestern waren schon wieder vergessen als sie ihn so sah. Er war wohl einfach etwas zu Naiv, zumindest glaubte sie das.
Vorsichtig zog sie eine feine Wolldecke aus einem der Regale und legte ihm diese um die Schultern ehe sie in seinen Sachen nach dem kunstvoll bestickten Kissen suchte das sie ihm geschenkt hatte.
Das schob sie ihm ganz behutsam unter den Kopf und war froh das nur ein einzelnes Brummen sein Kommentar dazu war.
Wie lange war er wohl noch auf gewesen? Er musste sich sicher Vorwürfe gemacht haben. Ein wenig zurecht wie Isabelle fand. Jedoch betrachtete sie ihn eine Weile und lächelt selig. Irgendwie war es gut ihn bei sich zu haben und der Gedanke er würde die Nacht bei einer anderen Frau verbringen tat ihr tief in der Brust sehr weh. Natürlich würde sie ihm das niemals sagen....
Sie nahm sich aus dem Schrank eine Flasche Kirschsaft und ein Glas und ging leise wieder nach Oben. Sollte er ruhig nochwas schlafen während sie dafür sorgte ihr Haar und ihr generelles Aussehen wieder in Ordnung zu bringen. Sie würde erstmal Baden, das Haar waschen und sich dann der Täglichen Kämmarbeit hingeben. Sie war einige Stunden beschäftigt...
Wie hatte er sich nur dazu hinreißen lassen können sich nach Bajard zu begeben um sich dort von halbnackten Frauen einlullen zu lassen die Isabelle nur als Dirnen identifizieren konnte. Ein Trugsschluss wie sich herrausstellte doch die Szenerie war eindeutig genug gewesen.
Wie Aion mit diesem leichtbekleideten Mädchen dort gesessen hatte...
Irgendwas hatte da in ihrer Brust geklirrt als sie das sah. Und überhaupt war Bajard nicht unbedingt das Umfeld in dem sie oder er sich herrumtreiben sollten. Sie war überhaupt nur dorthin geritten weil sie Aion nirgends finden hatte können und sie sich ein wenig Sorge machte ihm könne etwas passiert sein. Dem war nicht so, ganz im Gegenteil.
Die ganze Situation war unendlich peinlich für sie gewesen und das es für Belustigung der anderen Gäste - die nicht minder Dirnenhaft gekleidet waren - gesorgt hatte macht das Ganze auch nicht besser.
Zuhause angekommen hatte sie sich noch kurz mit Aion gestritten. Warum nur hatte sie das so getroffen?...Sie hatte kein Recht ihm vorzuschreiben was er tat oder lies...und er hatte auch nicht viel davon gezeigt ob er etwas für sie empfand.
Wieso nur tat ihr das in der Brust so weh ihn so gesehen zu haben?...
Sehr betreten war sie hinauf getrottet und hatte sich das sündig teure Kleid ausgezogen und das Seidene Nachthemd über. Doch schlafen tat sie erst nach fast einer Stunde in der sie ihrem Schmerz der in ihrer Brust tobte einfach freien lauf liess, in der Hoffnung Aion hätte es nicht gehört.
Vermutlich aber, das Haus war ja nicht allzugroß, hatte er es mitbekommen wie lange sie noch geweint hatte...
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Am nächsten Morgen wachte Isabelle durch die Sonnenstrahlen auf die in ihr Zimmer schienen. Sie hatte gestern vergessen die Vorhänge zuzuziehen und der Himmel des Bettes war auch noch offen, sodass die Sonne ungehindert auf sie treffen konnte.
Langsam stand sie auf und zupfte das Nachthemd zurecht das etwas schief an ihrem zarten Leib hing.
Kurz lauschte sie die Treppe hinab, prüfend ob Aion noch schlief ehe sie auf nackten Sohlen die Stufen hinab stieg und sich kurz umsah.
Auch hier wurde der Raum, der von der extremen Ordnung dominiert wurde, durch das goldene Licht erhellt wurde.
Aion saß immernoch am Tisch, die Arme darauf verschränkt und den Kopf darauf gelegt schlief er in einer recht unbequem anmutenden Pose.
Isabelle seuftze leise und ihre Wut und ihr Schmerz von gestern waren schon wieder vergessen als sie ihn so sah. Er war wohl einfach etwas zu Naiv, zumindest glaubte sie das.
Vorsichtig zog sie eine feine Wolldecke aus einem der Regale und legte ihm diese um die Schultern ehe sie in seinen Sachen nach dem kunstvoll bestickten Kissen suchte das sie ihm geschenkt hatte.
Das schob sie ihm ganz behutsam unter den Kopf und war froh das nur ein einzelnes Brummen sein Kommentar dazu war.
Wie lange war er wohl noch auf gewesen? Er musste sich sicher Vorwürfe gemacht haben. Ein wenig zurecht wie Isabelle fand. Jedoch betrachtete sie ihn eine Weile und lächelt selig. Irgendwie war es gut ihn bei sich zu haben und der Gedanke er würde die Nacht bei einer anderen Frau verbringen tat ihr tief in der Brust sehr weh. Natürlich würde sie ihm das niemals sagen....
Sie nahm sich aus dem Schrank eine Flasche Kirschsaft und ein Glas und ging leise wieder nach Oben. Sollte er ruhig nochwas schlafen während sie dafür sorgte ihr Haar und ihr generelles Aussehen wieder in Ordnung zu bringen. Sie würde erstmal Baden, das Haar waschen und sich dann der Täglichen Kämmarbeit hingeben. Sie war einige Stunden beschäftigt...