Aus der Vergangenheit...in eine Zukunft?
-
Isabelle von Silberloren
Sehr amüsiert von dem Ganzen ging sie neben Aion her hinauf auf Deck und lächelte verzückt als sie die Morgensonne erblickte die sich am Horizont brach.
Den Kapitän nahm sie garnicht wirklich wahr und er musste sich sicher so manches denken, wenn er Aion mit einer bildschönen jungen Frau sah deren Haar wie fliessende Seide im Morgenwind wehte.
Das leichte Sommerkleid lies einen angenehm kühlen Schauer über ihren Körper gehen und sie folgte Aion zum Bug des Schiffes.
Dort sah sie einen Moment die Reling hinab während er das Frühstück ausbreitete. Die Wellen brachen sich schäumend am Schiff und verloren sich wieder in den weiten des Meers. Die Luft roch nach Salz und war herrlich frisch. Es tat ihr gut und sie war lange nicht mehr so unbeschwert mit dem Schiff gefahren.
Als sie den Blick wieder abwante saß Aion bereits auf seinem Umhang. Das er die Robe links herrum trug liess sie immernoch aus. Es währe ihm sicherlich nur schrecklich peinlich gewesen und die Nähte sah man sowieso nicht allzugut. Mehreren flüchtigen Blicken würde diese Faux Pas gewiss entgehen und sie hatte keinen Grund ihn mehr in Verlegenheit zu bringen als er es selbst schon getan hatte.
Seine Einladung als er auf den Umhang klopfte verstand sie mit voller Absicht miss und drängte sich neben ihn und sah zum Bug hinaus.
"So kann ich besser sehen" Log sie mit einem weichen Lächeln.
Der Morgenwind trug den süsslichen Geruch ihres Parfüms, ein sanfter Geruch nach Vanillie und Rosenblüten war es heute wie man vermuten konnte. Ihr Haar bewegte sich leicht während sich die hälfte dessen über den Boden ergoss, ein paar Strähnen wehten ihr immer wieder ins Gesicht. Es hatte keinen Sinn sie jedesmal wieder aus dem Gesicht zu wischen. Sie beliess es einfach dabei.
Kurz ging ihr Blick über das eher magere Essen. "Keine Marmelade?..." jammerte sie klagend und schaute Aion anklagend an.
"Merkt euch gut Aion: Blumen und Früchte mag ich besonders gerne." kam auch gleich darauf noch die Belehrung. Dann jedoch griff sie nach den dargebotenen Essenssachen und aß eines der belegten Brote. Hunger hatte sie schon und irgendwie fand sie es süss wie sehr Aion sich bemühte.
Er war ein guter Mann. Ein liebenswürdige Mann.
Was würde sie noch alles über ihn lernen? Über den Magier der vor nur wenigen Wochen einfach durch Zufall in ihre Dienste gelangt war und um den sich im Moment beinah all ihre Gedanken drehten.
Was hatte er mit ihr gemacht?...
Den Kapitän nahm sie garnicht wirklich wahr und er musste sich sicher so manches denken, wenn er Aion mit einer bildschönen jungen Frau sah deren Haar wie fliessende Seide im Morgenwind wehte.
Das leichte Sommerkleid lies einen angenehm kühlen Schauer über ihren Körper gehen und sie folgte Aion zum Bug des Schiffes.
Dort sah sie einen Moment die Reling hinab während er das Frühstück ausbreitete. Die Wellen brachen sich schäumend am Schiff und verloren sich wieder in den weiten des Meers. Die Luft roch nach Salz und war herrlich frisch. Es tat ihr gut und sie war lange nicht mehr so unbeschwert mit dem Schiff gefahren.
Als sie den Blick wieder abwante saß Aion bereits auf seinem Umhang. Das er die Robe links herrum trug liess sie immernoch aus. Es währe ihm sicherlich nur schrecklich peinlich gewesen und die Nähte sah man sowieso nicht allzugut. Mehreren flüchtigen Blicken würde diese Faux Pas gewiss entgehen und sie hatte keinen Grund ihn mehr in Verlegenheit zu bringen als er es selbst schon getan hatte.
Seine Einladung als er auf den Umhang klopfte verstand sie mit voller Absicht miss und drängte sich neben ihn und sah zum Bug hinaus.
"So kann ich besser sehen" Log sie mit einem weichen Lächeln.
Der Morgenwind trug den süsslichen Geruch ihres Parfüms, ein sanfter Geruch nach Vanillie und Rosenblüten war es heute wie man vermuten konnte. Ihr Haar bewegte sich leicht während sich die hälfte dessen über den Boden ergoss, ein paar Strähnen wehten ihr immer wieder ins Gesicht. Es hatte keinen Sinn sie jedesmal wieder aus dem Gesicht zu wischen. Sie beliess es einfach dabei.
Kurz ging ihr Blick über das eher magere Essen. "Keine Marmelade?..." jammerte sie klagend und schaute Aion anklagend an.
"Merkt euch gut Aion: Blumen und Früchte mag ich besonders gerne." kam auch gleich darauf noch die Belehrung. Dann jedoch griff sie nach den dargebotenen Essenssachen und aß eines der belegten Brote. Hunger hatte sie schon und irgendwie fand sie es süss wie sehr Aion sich bemühte.
Er war ein guter Mann. Ein liebenswürdige Mann.
Was würde sie noch alles über ihn lernen? Über den Magier der vor nur wenigen Wochen einfach durch Zufall in ihre Dienste gelangt war und um den sich im Moment beinah all ihre Gedanken drehten.
Was hatte er mit ihr gemacht?...
-
Aion Astarioth
Marmelade? Nun, das würde während der Reise wohl eher unwahrscheinlich sein. "Tut mir leid, aber auf Reisen ist es für Bürgerliche nicht so komfortabel wie für Adlige. Und da wir unerkannt reisen, werden wir wohl mit dem Vorliebe nehmen müssen, was wir haben... und sobald wir an Land kommen, was die Natur uns gibt." Mit entschuldigendem Lächeln schnitt ich mir eine Scheibe Brot ab und belegte sie mit Wurst. Ich fand eigentlich, dass dies ein recht angenehmes und volles Frühstück für eine Reise war, aber das sollte ich wohl besser für mich behalten. Also betrachtete ich den Horizont versonnen, während ich mich aufs Essen konzentrierte. Und siehe da, langsam begann ein Streifen Land sich abzuzeichnen. "Seht, wir sind bald da!" machte ich sie darauf aufmerksam und deutete gen des Landstriches, der rasch näher kam. Da wir ohnehin langsam fertig mit dem Frühstück waren, verstaute ich die restlichen Lebensmittel wieder im Beutel. "Wir sollten unsere Sachen packen und an Deck bringen, wir werden bald anlegen" mit diesen Worten geleitete ich sie zu den Kabinen zurück, wo wir unser Gepäck zusammensuchten und an Deck brachten.
In diesem Moment liefen wir auch schon in den kleinen Hafen ein und der Kapitän legte die Laufplanke aus. Ich führte die Pferde samt dem Gepäck von Deck und winkte ihr dann, mir zu folgen. Mit einem kleinen Lächeln deutete ich umher. "Dies ist die kleine Hafenstadt Norfelden. Nicht gerade elegant, dafür gemütlich und relativ sicher. Von hier aus werden wir unsere Reise beginnen, sobald ich einige nötigste Dinge bei den Händlern besorgt habe." Ich wollte noch etwas anfügen, doch in diesem Moment hörte ich einen überraschten Aufschrei und ein kleines Etwas rannte auf mich zu und klammerte sich an meinem Bein fest. Erstaunt blickte ich herab.
"Aion, Aion, Aion, du bist zurück!!" rief es in piepsender Stimme von Kniehöhe herauf und zwei bezaubernde Kinderaugen blickten mich strahlend an. "Sinah!" lachend nahm ich das kleine Mädchen auf den Arm und strich ihr übers Haar. "Wo ist deine Mutter, dass du hier so allein herum läufst?" Die Kinderaugen füllten sich mit Tränen und sie klammerte sich mit ihrem kleinen Ärmchen um meinen Hals. Dann brachte sie den Mund ganz nah an mein Ohr und flüsterte "Nicht mehr da... " Ungläubig blickte ich das Mädchen an, während einer der nahe stehenden Männer auf mich zutrat. "Sinahs Mutter machte sich auf den Weg in die Berge, doch sie ist noch nicht zurück gekehrt" sprach er mich mit einem Seufzen an. "Wie lange ist das nun her?" Der Mann wiegte den Kopf. "Vier Tage in etwa." Sinah indes klammerte sich an mich und rief aus. "Aber ich hab gesagt, du kommst wieder, ich hab allen gesagt du wirst kommen und Mama finden, und jetzt bist du da!" Ich runzelte leicht die Stirn. Gen des Mannes sagte ich "Ich werde sehen was ich tun kann, ich bin im moment selbst auf Reisen ins Gebirge, wenn ich dabei etwas herausfinde, werde ich euch helfen." Gen Sinah gewand sagte ich dann tröstend "Wir werden deine Mama wiederfinden, ganz bestimmt. Pass du hier auf alles auf, bis sie zurück ist, ja?" Mit diesen Worten drückte ich das Mädchen einmal sacht an mich, ehe ich sie dem Mann reichte, der sie wohl bei sich aufnehmen würde bis dahin. Soweit ich wusste, war er ihr Onkel und würde gut für sie sorgen.
Ich bat den Mann noch, mir die benötigten Reiseutensilien zu bringen, denn er war Händler. Dann wandte ich mich gen Isabelle und lächelte entschuldigend. "Verzeiht, das war jetzt etwas plötzlich... Doch ich denke, im frühen Nachmittag können wir aufbrechen."
In diesem Moment liefen wir auch schon in den kleinen Hafen ein und der Kapitän legte die Laufplanke aus. Ich führte die Pferde samt dem Gepäck von Deck und winkte ihr dann, mir zu folgen. Mit einem kleinen Lächeln deutete ich umher. "Dies ist die kleine Hafenstadt Norfelden. Nicht gerade elegant, dafür gemütlich und relativ sicher. Von hier aus werden wir unsere Reise beginnen, sobald ich einige nötigste Dinge bei den Händlern besorgt habe." Ich wollte noch etwas anfügen, doch in diesem Moment hörte ich einen überraschten Aufschrei und ein kleines Etwas rannte auf mich zu und klammerte sich an meinem Bein fest. Erstaunt blickte ich herab.
"Aion, Aion, Aion, du bist zurück!!" rief es in piepsender Stimme von Kniehöhe herauf und zwei bezaubernde Kinderaugen blickten mich strahlend an. "Sinah!" lachend nahm ich das kleine Mädchen auf den Arm und strich ihr übers Haar. "Wo ist deine Mutter, dass du hier so allein herum läufst?" Die Kinderaugen füllten sich mit Tränen und sie klammerte sich mit ihrem kleinen Ärmchen um meinen Hals. Dann brachte sie den Mund ganz nah an mein Ohr und flüsterte "Nicht mehr da... " Ungläubig blickte ich das Mädchen an, während einer der nahe stehenden Männer auf mich zutrat. "Sinahs Mutter machte sich auf den Weg in die Berge, doch sie ist noch nicht zurück gekehrt" sprach er mich mit einem Seufzen an. "Wie lange ist das nun her?" Der Mann wiegte den Kopf. "Vier Tage in etwa." Sinah indes klammerte sich an mich und rief aus. "Aber ich hab gesagt, du kommst wieder, ich hab allen gesagt du wirst kommen und Mama finden, und jetzt bist du da!" Ich runzelte leicht die Stirn. Gen des Mannes sagte ich "Ich werde sehen was ich tun kann, ich bin im moment selbst auf Reisen ins Gebirge, wenn ich dabei etwas herausfinde, werde ich euch helfen." Gen Sinah gewand sagte ich dann tröstend "Wir werden deine Mama wiederfinden, ganz bestimmt. Pass du hier auf alles auf, bis sie zurück ist, ja?" Mit diesen Worten drückte ich das Mädchen einmal sacht an mich, ehe ich sie dem Mann reichte, der sie wohl bei sich aufnehmen würde bis dahin. Soweit ich wusste, war er ihr Onkel und würde gut für sie sorgen.
Ich bat den Mann noch, mir die benötigten Reiseutensilien zu bringen, denn er war Händler. Dann wandte ich mich gen Isabelle und lächelte entschuldigend. "Verzeiht, das war jetzt etwas plötzlich... Doch ich denke, im frühen Nachmittag können wir aufbrechen."
-
Isabelle von Silberloren
Gerührt betrachtete Isabelle aus dem Hintergrund herraus wie Aion mit dem Kind umging. Wieviele Qualitäten würde er wohl noch haben?
Es schien als würden ihn die Leute hier alle kennen und einen Moment lang kam sie sich sehr "Aussen vor" vor. Als Aion sich dann wieder umdrehte und sie ansprach, winkte sie nur ab und meinte:
"Schon gut wir sind ja nicht in Eile Aion. Habt ihr vor nach der vermissten Frau zu suchen? Hätte ich doch meinen Bogen mitnehmen sollen? Ist es hier so gefährlich?"
Die Fragen stapelten sich während Isa den Blick über das beschauliche Dörfchen schweifen liess. Am Nachmittag würden sie aufbrechen. Ein wenig kam sie sich vor wie in eine andere Welt versetzt.
Trotz der eher unschönen Nachrichten und der Herzerweichenden Szene vor ein paar Minuten war ihr nach lächeln und sie trat auf Aion zu und griff sich mit beiden Händen seinen Arm.
"Besser wir tun so als gehörten wir zusammen, Aion. Dann wird keiner großartige Fragen stellen." Sie lächelte unschuldigst zu ihm hinauf und ging mit ihm durch die Strassen. Ein wenig Zeit hatten sie ja noch zum Erkunden der kleinen Stadt...
Es schien als würden ihn die Leute hier alle kennen und einen Moment lang kam sie sich sehr "Aussen vor" vor. Als Aion sich dann wieder umdrehte und sie ansprach, winkte sie nur ab und meinte:
"Schon gut wir sind ja nicht in Eile Aion. Habt ihr vor nach der vermissten Frau zu suchen? Hätte ich doch meinen Bogen mitnehmen sollen? Ist es hier so gefährlich?"
Die Fragen stapelten sich während Isa den Blick über das beschauliche Dörfchen schweifen liess. Am Nachmittag würden sie aufbrechen. Ein wenig kam sie sich vor wie in eine andere Welt versetzt.
Trotz der eher unschönen Nachrichten und der Herzerweichenden Szene vor ein paar Minuten war ihr nach lächeln und sie trat auf Aion zu und griff sich mit beiden Händen seinen Arm.
"Besser wir tun so als gehörten wir zusammen, Aion. Dann wird keiner großartige Fragen stellen." Sie lächelte unschuldigst zu ihm hinauf und ging mit ihm durch die Strassen. Ein wenig Zeit hatten sie ja noch zum Erkunden der kleinen Stadt...
-
Aion Astarioth
So tun als gehörten sie zusammen? Meine Güte, das würde eine Menge Fragen bei den Dorfbewohnern aufwerfen... aber für den Moment beließ ich es dabei. Bald auch schon trat der Händler auf uns zu. Er betrachtete Isabelle leicht verwundert, sagte jedoch nichts, als ich kaum merklich den Kopf schüttelte. Die Dorfbewohner würden nichts von dem hiesigen Geschehen an die Ohren meines Vaters dringen lassen, sie hassten ihn fast ebenso wie ich. Ich machte mich daran, die Waren auf den Pferden festzuschnallen, wobei ich den größten Teil auf mein Pferd lud, da ich im Gebirge damit wohl besser klarkommen würde, als Isabelle. Dann wandte ich mich ihr zu. "Für gewöhnlich gibt es im Gebirge nichts gefährlicheres als die wilden Tiere. Ich denke, es wird alles in Ordnung sein. Aber nur für den Fall, sollten wir Augen und Ohren offen halten." Meine Zweifel behielt ich vorerst für mich. Vielleicht hatte sich die Frau einfach nur verlaufen und es würde sich alles ganz einfach klären. Ich wollte Isabelle nicht unnötige Sorgen bereiten. "Kommt, machen wir uns auf den Weg. Wenn wir gut voran kommen, sind wir zum Mittagessen schon tief im Gebirge, ich kenne dort den ein oder anderen gemütlichen Lagerplatz." Ich löste die Zügel der Pferde von den Halteringen und reichte ihr die ihren. Dann schwangen wir uns auf die Pferde und machten uns auf den Weg aus dem Dörfchen. Ungefähr fünf Stunden würden wir zu Pferd unterwegs sein, bis wir die Höhle und den Eingang zum Tal erreichen würden. Mit einer Mittagsrast dazwischen würden wir also noch vor der Dämmerung dort ankommen und sicher lagern können. Und dort würde ich dann auch ohne Gefahr ruhen können... Mir fehlte der Schlaf schon zu lange.
-
Isabelle von Silberloren
Inferno schien die Abwechslung sehr zu geniessen, denn der extrem temperamentvolle Mustanghengst war zur abwechslung mal sehr friedlich wie Isabelle feststellte.
Geruhsam trabte er neben Aion`s Thyrenhengst und sie konnte sich in aller Seelenruhe die Umgebung ansehen. Bäume, Gräser, Büsche, mehrere Tiere die sich darin versteckten oder ganz offensichtlich zur Schau stellten. Es war ein angenehmer Ritt den sie beide da führten.
Ab und zu ging ihr Blick auch zu Aion den sie immer wieder musterte.
Wer war er eigendlich?...
Sie wusste mittlerweile einiges über diesen Mann. Einen Mann der aus Ideal und Entschlossenheit auf all das verzichtet hatte, dass ihm sein Geburtsrecht zugesprochen hätte. Ein Mann der von seinem Vater verraten und verkauft wurde und dessen Vater die eigene Mutter umgebracht haben soll.
Ein Mann der seine Schwester irgendwo verloren hatte und sich offenbar sehr um sie sorgte.
Während den Stunden des Ritts starb irgendwann ihr Lächeln und sie sah nachdenklich auf den Weg vor sich. Inferno trabte weiter ruhig und ungewöhnlich friedlich auf der leicht befästigten Strasse und brachte sie näher an ein großes Gebirge, dass sie schon von der Stadt aus hatte sehen können. Dies war wohl ihr Ziel wie Aion erklärt hatte.
Mittlerweile, die Sonne war in den späten Mittagsstunden hinter den Bergen verschwunden und die Kurze Rast über hatten sie über Belanglosigkeiten gesprochen, gingen schwerere Gedanken durch Isabelles Kopf.
War sie egoistisch?
War er nicht viel schlimmer dran als sie?
Müsste sie sich für all das entschuldigen?
Hätte sie ihn garnicht fragen sollen ob sie wirklich los zogen?
Er hatte doch sicherlich besseres zu tun als mit einer jungen Adligen durch die Wildniss zu reisen um ein Tal zu betrachten. Er musste doch sicher viele Sorgen in seinen Gedanken tragen.
Er half ihr ihre Sorgen zu vergessen...was tat sie dafür?
Wieder ging ihr Blick zu ihm hin. Er sah müde aus. Sehr müde sogar. Vermutlich hatte er die letzten Tage ihrer Reise nicht sonderlich viel geschlafen.
"Lasst uns Rasten Aion. Da hinten sieht es doch ganz gemütlich aus."
Sie deutete zu einer Baumgruppe nahe des Weges. Der Wind würde von der Gebirgsmauer ein wenig abgeschwächt werden. Sie würden gut dort schlafen können.
Geruhsam trabte er neben Aion`s Thyrenhengst und sie konnte sich in aller Seelenruhe die Umgebung ansehen. Bäume, Gräser, Büsche, mehrere Tiere die sich darin versteckten oder ganz offensichtlich zur Schau stellten. Es war ein angenehmer Ritt den sie beide da führten.
Ab und zu ging ihr Blick auch zu Aion den sie immer wieder musterte.
Wer war er eigendlich?...
Sie wusste mittlerweile einiges über diesen Mann. Einen Mann der aus Ideal und Entschlossenheit auf all das verzichtet hatte, dass ihm sein Geburtsrecht zugesprochen hätte. Ein Mann der von seinem Vater verraten und verkauft wurde und dessen Vater die eigene Mutter umgebracht haben soll.
Ein Mann der seine Schwester irgendwo verloren hatte und sich offenbar sehr um sie sorgte.
Während den Stunden des Ritts starb irgendwann ihr Lächeln und sie sah nachdenklich auf den Weg vor sich. Inferno trabte weiter ruhig und ungewöhnlich friedlich auf der leicht befästigten Strasse und brachte sie näher an ein großes Gebirge, dass sie schon von der Stadt aus hatte sehen können. Dies war wohl ihr Ziel wie Aion erklärt hatte.
Mittlerweile, die Sonne war in den späten Mittagsstunden hinter den Bergen verschwunden und die Kurze Rast über hatten sie über Belanglosigkeiten gesprochen, gingen schwerere Gedanken durch Isabelles Kopf.
War sie egoistisch?
War er nicht viel schlimmer dran als sie?
Müsste sie sich für all das entschuldigen?
Hätte sie ihn garnicht fragen sollen ob sie wirklich los zogen?
Er hatte doch sicherlich besseres zu tun als mit einer jungen Adligen durch die Wildniss zu reisen um ein Tal zu betrachten. Er musste doch sicher viele Sorgen in seinen Gedanken tragen.
Er half ihr ihre Sorgen zu vergessen...was tat sie dafür?
Wieder ging ihr Blick zu ihm hin. Er sah müde aus. Sehr müde sogar. Vermutlich hatte er die letzten Tage ihrer Reise nicht sonderlich viel geschlafen.
"Lasst uns Rasten Aion. Da hinten sieht es doch ganz gemütlich aus."
Sie deutete zu einer Baumgruppe nahe des Weges. Der Wind würde von der Gebirgsmauer ein wenig abgeschwächt werden. Sie würden gut dort schlafen können.
-
Aion Astarioth
Prüfend nahm ich die von Isabelle vorgeschlagene Stelle in Augenschein. "In schätzungsweise einer Stunde könnten wir den Eingang zum Tal erreichen. Ich würde es vorziehen, noch solange weiter zu reisen, wenn es euch nichts ausmacht..." Diese Worte wählte ich mit Bedacht. Sie hatte wohl gemerkt, dass ich müde war, doch noch durfte ich mich nicht dem samtigen Schlaf hingeben. Nicht hier draussen. So also zogen wir weiter durchs Gebirge. Ein schmaler Pfad führte uns an einer Schlucht entlang und als die Sonne schon langsam begann, am Berghang zu versinken, erblickte ich endlich die Höhle. "Seht, dort ist der Eingang!" ich deutete auf die Höhle und ritt darauf zu. Isabelle folgte mir dicht, und als wir am eingang standen, stiegen wir ab und führten die Pferde hinein. Nach wie vor funkelten diese seltsamen Kristalle im Stein und verströmten ein beruhigendes blaues Licht. Lächelnd ließ ich uns ein wenig Zeit, damit Isabelle dieses Wunder betrachten könne, ehe wir die Höhle ganz durchquerten. Als wir endlich wieder ins Freie traten, sog ich tief die Frische Bergluft ein. Wie sehr ich diesen Ort liebte, merkte hier mal wieder. Die natürliche Stille, das Zwitschern der ögel und das Rauschen des kleinen Baches. Ich saß auf und hörte hinter mir, wie Isabelle das gleiche tat. Nach kurzer Zeit schon gelangten wir an die kleine Hütte, die ich noch so gut in Erinnerung hatte. Flink saß ich ab und band das Pferd an. Dann betrat ich die gemütliche Holzhütte und rief: "Meine Grüße, alter Mann!" Ein verhutzelter Alter stapfte die Treppe herab und brummte mich an: "Wen nennst du hier alt, Bürschlein?" Dann jedoch trat er auf mich zu und umarmte mich. "Schön, dich wieder hier zu sehen. Und was bringst du uns hier?" fragte er mit einem Blick auf Isabelle, die hinter mir eingetreten war. "Das ist Isabelle, ich hatte das Gefühl, sie würde die Erkenntnis dieses Ortes brauchen können." meinte ich lächelnd. Mit einem freundlichen Schmunzeln nickte der Alte. "Du siehst zum fürchten aus, Aion, ab hinauf mit dir, leg dich eine Weile hin, ich werde mich um unseren Gast schon kümmern" scheuchte er mich mit einer Handbewegung weg. Ich lächelte entschuldigend gen Isabelle. "Ihr könnt ihm vertrauen, er wird sich um unser Wohl in diesem Tal kümmern." Mit diesen Worten stolperte ich mehr als ich ging, die Treppe hoch und ließ mich ins Gästebett sinken. Ich hörte die beiden sich unten noch gedämpft unterhalten, ehe ich schon in tiefen Schlummer versank..
-
Isabelle von Silberloren
Die Höhle war atemberaubend schön. Lange betrachtete Isabelle die seltsamen Kristalle die jenes sanfte Leuchten verströmten. Immer wieder hielt sie an und betastete das seltsame Material voller Faszination.
In dem Moment musste sie wie ein kleines Kind gewirkt haben.
Dann endlich erschien das Tal von dem Aion nun schon so oft gesprochen hatte, vor ihren Augen.
Es lag eine idyllische Stille über dem naturbelassenen Streifen Erde.
Sicherlich musste Eluive diesen Ort besonders reichlich gesegnet haben. Isabelle konnte es fast körperlich spühren.
Die Pferde bewegten sich nun langsam und träge durch das Tal bis zu der Hütte zu der Aion sie beide führte.
Die Begrüssung des alten Eremiten liess nur den Schluss zu das Aion ihn sehr gut kannte und kaum das sie irgendwelche Einwände hatte bringen können war Aion auch schon fort und oben verschwunden.
Der Alte wunk sie auf eine für sie völlig unnatürlich selbstverständliche Art und Weise mit sich. "Na komm mein Kind...reden wir ein wenig. Wenn Aion dich schon den langen Weg herbringt."
In etwas das wohl eine Küche, Esszimmer und Wohnzimmer in einem war kramte der Alte in einem massiven Küchenschrank während er wage auf die Sitzgruppe deutete. Einfache Stühle, ein schlichter schmuckloser Tisch.
Isabelle nahm platz und zog das knielange Haar in einer automatischen Geste unter ihrem Po hervor.
Der Alte setzte Tee auf und schlürfte zu ihr hin.
"Na lass dich mal ansehen Kindchen..." Die verhunzelten Augen betrachteten sie nun aufmerksam und er stubste ihren Kopf von links nach rechts.
"Was für ein hübsches Ding Aion mir da bringt. Sieht ihm so garnicht ähnlich das er ein so hübsches Mädchen in seiner obhut hat. Naja...von seiner Schwester abgesehen."plauderte der Alte und setzte sich schwerfällig.
Der Mann musste sicherlich schon die 60. oder 70. gesehen haben.
"Was plagt dich denn mein Kind hmm? Wesshalb kommst du so weit zu mir?"
Isabelle wusste nicht genau wie sie darauf antworten sollte und liess den Blick einen Moment unschlüssig schweifen ehe sie den Alten wieder ansah.
Dann seufzte sie einmal auf und begann zu erzählen. Wer sie war. Was ihr passiert war. Die Heirat und der plötzliche tod ihres Gatten. Wie einsam sie in Varuna war und wie Aion ihr geholfen hatte.
Sie wusste nicht genau warum aber sie hatte das Gefühl dem Alten all das ohne Scheu erzählen zu können. Ihre Geheimnisse würde er höchstwahrscheinlich mit ins Grabe tragen. Hier kam wohl nicht oft besuch.
Nachdem Isabelle geendet hatte - der Tee stand längst vor ihnen und die Sonne war untergegangen- holte der Alte tief luft und sah sie musternd an.Die buschigen Augenbrauen zogen sich zusammen und die runzlige Stirn warf noch mehr Falten.
"Einsamkeit, mein schönes Kind...ist eine Gefährliche Sache. Erst suchst du nur ein wenig Abgeschiedenheit, dann gewöhnst du dich daran... und ehe du dich versiehst bist du ein alter Mann in einer versteckten Tal den kaum wer besuchen kommt." Sprach er bedeutungsschwanger und lies die Worte ein wenig auf Sie wirken. Dann holte er erneut luft.
"Magst du ihn?..Du hast viel von ihm erzählt. Aion, der arme Junge. Soviele Schicksale hat er durchlebt und ich habe ihm lange zugehört."
Die unverblühmte Frage liess sie schlagartig tiefrot werden und sie senkte verlegen den Blick.
"Ich weiss es nicht...er ist so...anders als die Männer die ich bisher kennenlernte. Er ist so..einfühlsam wenn er will. Aber ich fühle mich schlecht das ich all das auf ihn lade. Ich glaube er braucht eher meine Hilfe statt ich seine..."
Der Alte lachte dunkel und kratzig und schob seinen knöchernen Leib wieder hoch um eine weitere Tasse Tee zu holen.
"Weisst du mein schönes Kind...jung zu sein ist ein Segen. Und du bist noch sehr jung. Du solltest dir das gönnen was dein Herz möchte. Aber...auch wenn meine Zeiten lange vorbei sind..kann ich dir eines sagen Kindchen.."
Er wante sich schon wieder um und hob die buschigen Brauen erneut.
"Nichts auf dieser Welt das sich zu haben lohnt, fällt einem in den Schoss. Wenn du glaubst das du dich um ihn kümmern musst..dann tu das. Wenn du glaubst das du dich bei ihm wohl fühlst , dann tu das. Aber du solltest dich nicht an etwas klammern das dir nur neu und aufregend erscheint. Damit ist weder dir noch ihm geholfen und er hat bereits genug gelitten..."
Sie liess die Worte des Alten ein wenig in sich ruhen und verarbeitet ihre Bedeutung ehe sie nickte.
"Ich..bin müde. Ich würde mich gerne hinlegen."
Der Alte nickte nur gütig und deutete die Treppe hinauf die Aion schon bestiegen hatte.
"Hoffe Aion hat dir etwas platz im Bett gelassen...ansonsten hab ich auch noch eine Schlafrolle Kindchen. Ist nicht viel aber besser als im Gras zu schlafen ney?"
Erneut flammten ihre Wangen auf und sie nickte schnell.
"Ich komme zurecht.."
Damit huschte sie schon hinauf und nahm sich gleich die Bettrolle die sie ausrollte und in dem kleinen Zimmer hinlegte. Die dünne Decke war völlig ausreichend in dem warmen Klima.
Das Kleid zog sie aus, war sie sich sicher Aion würde tief und fest schlafen und keinen Blick auf sie erhaschen können. In ein leichtes Nachthemd gekleidet, ergab sie sich selbst ihrem Schlaf...
In dem Moment musste sie wie ein kleines Kind gewirkt haben.
Dann endlich erschien das Tal von dem Aion nun schon so oft gesprochen hatte, vor ihren Augen.
Es lag eine idyllische Stille über dem naturbelassenen Streifen Erde.
Sicherlich musste Eluive diesen Ort besonders reichlich gesegnet haben. Isabelle konnte es fast körperlich spühren.
Die Pferde bewegten sich nun langsam und träge durch das Tal bis zu der Hütte zu der Aion sie beide führte.
Die Begrüssung des alten Eremiten liess nur den Schluss zu das Aion ihn sehr gut kannte und kaum das sie irgendwelche Einwände hatte bringen können war Aion auch schon fort und oben verschwunden.
Der Alte wunk sie auf eine für sie völlig unnatürlich selbstverständliche Art und Weise mit sich. "Na komm mein Kind...reden wir ein wenig. Wenn Aion dich schon den langen Weg herbringt."
In etwas das wohl eine Küche, Esszimmer und Wohnzimmer in einem war kramte der Alte in einem massiven Küchenschrank während er wage auf die Sitzgruppe deutete. Einfache Stühle, ein schlichter schmuckloser Tisch.
Isabelle nahm platz und zog das knielange Haar in einer automatischen Geste unter ihrem Po hervor.
Der Alte setzte Tee auf und schlürfte zu ihr hin.
"Na lass dich mal ansehen Kindchen..." Die verhunzelten Augen betrachteten sie nun aufmerksam und er stubste ihren Kopf von links nach rechts.
"Was für ein hübsches Ding Aion mir da bringt. Sieht ihm so garnicht ähnlich das er ein so hübsches Mädchen in seiner obhut hat. Naja...von seiner Schwester abgesehen."plauderte der Alte und setzte sich schwerfällig.
Der Mann musste sicherlich schon die 60. oder 70. gesehen haben.
"Was plagt dich denn mein Kind hmm? Wesshalb kommst du so weit zu mir?"
Isabelle wusste nicht genau wie sie darauf antworten sollte und liess den Blick einen Moment unschlüssig schweifen ehe sie den Alten wieder ansah.
Dann seufzte sie einmal auf und begann zu erzählen. Wer sie war. Was ihr passiert war. Die Heirat und der plötzliche tod ihres Gatten. Wie einsam sie in Varuna war und wie Aion ihr geholfen hatte.
Sie wusste nicht genau warum aber sie hatte das Gefühl dem Alten all das ohne Scheu erzählen zu können. Ihre Geheimnisse würde er höchstwahrscheinlich mit ins Grabe tragen. Hier kam wohl nicht oft besuch.
Nachdem Isabelle geendet hatte - der Tee stand längst vor ihnen und die Sonne war untergegangen- holte der Alte tief luft und sah sie musternd an.Die buschigen Augenbrauen zogen sich zusammen und die runzlige Stirn warf noch mehr Falten.
"Einsamkeit, mein schönes Kind...ist eine Gefährliche Sache. Erst suchst du nur ein wenig Abgeschiedenheit, dann gewöhnst du dich daran... und ehe du dich versiehst bist du ein alter Mann in einer versteckten Tal den kaum wer besuchen kommt." Sprach er bedeutungsschwanger und lies die Worte ein wenig auf Sie wirken. Dann holte er erneut luft.
"Magst du ihn?..Du hast viel von ihm erzählt. Aion, der arme Junge. Soviele Schicksale hat er durchlebt und ich habe ihm lange zugehört."
Die unverblühmte Frage liess sie schlagartig tiefrot werden und sie senkte verlegen den Blick.
"Ich weiss es nicht...er ist so...anders als die Männer die ich bisher kennenlernte. Er ist so..einfühlsam wenn er will. Aber ich fühle mich schlecht das ich all das auf ihn lade. Ich glaube er braucht eher meine Hilfe statt ich seine..."
Der Alte lachte dunkel und kratzig und schob seinen knöchernen Leib wieder hoch um eine weitere Tasse Tee zu holen.
"Weisst du mein schönes Kind...jung zu sein ist ein Segen. Und du bist noch sehr jung. Du solltest dir das gönnen was dein Herz möchte. Aber...auch wenn meine Zeiten lange vorbei sind..kann ich dir eines sagen Kindchen.."
Er wante sich schon wieder um und hob die buschigen Brauen erneut.
"Nichts auf dieser Welt das sich zu haben lohnt, fällt einem in den Schoss. Wenn du glaubst das du dich um ihn kümmern musst..dann tu das. Wenn du glaubst das du dich bei ihm wohl fühlst , dann tu das. Aber du solltest dich nicht an etwas klammern das dir nur neu und aufregend erscheint. Damit ist weder dir noch ihm geholfen und er hat bereits genug gelitten..."
Sie liess die Worte des Alten ein wenig in sich ruhen und verarbeitet ihre Bedeutung ehe sie nickte.
"Ich..bin müde. Ich würde mich gerne hinlegen."
Der Alte nickte nur gütig und deutete die Treppe hinauf die Aion schon bestiegen hatte.
"Hoffe Aion hat dir etwas platz im Bett gelassen...ansonsten hab ich auch noch eine Schlafrolle Kindchen. Ist nicht viel aber besser als im Gras zu schlafen ney?"
Erneut flammten ihre Wangen auf und sie nickte schnell.
"Ich komme zurecht.."
Damit huschte sie schon hinauf und nahm sich gleich die Bettrolle die sie ausrollte und in dem kleinen Zimmer hinlegte. Die dünne Decke war völlig ausreichend in dem warmen Klima.
Das Kleid zog sie aus, war sie sich sicher Aion würde tief und fest schlafen und keinen Blick auf sie erhaschen können. In ein leichtes Nachthemd gekleidet, ergab sie sich selbst ihrem Schlaf...
-
Aion Astarioth
Gähnend reckte ich mich und blinzelte in das helle Sopnnenlicht, welches durch die Fenster hereinfiel. Mit einem zufriedenen Aufseufzen setzte ich mich auf. Welch ein Frieden hier doch herrschte... dieses Gefühl war wahrlich nicht zu vergessen. Dann fiel mein Blick auf die schlafende Isabelle und ich musste unwillkürlich schmunzeln. Ob ihr der Pfad der Erkenntnis eröffnet werden würde? Ob ihr diese innere Ruhe zuteil werden würde? Nun... wenn schon, dann sollte sie die selben Möglichkeiten haben, wie ich bei meinen ersten Besuch. Ich nahm Tinte und Feder zur Hand und setzte einen kurzen Text auf.
Werte Isabelle,
Dieser Tag ist ausgezeichnet, um in den Wäldern spazieren zu gehen und dieses kleine Tal zu erkunden. Hier wird euch nichts etwas anhaben können. Schaut euch um, beobachtet, und wir werden uns zum Abend essen wieder sehen.
In Hochachtung,
Aion
Dann plazierte ich den zettel so, dass sie ihn beim Aufwachen direkt erblicken würde und schlich mich leise aus der Hütte. Ich wusste, wo ich den alten finden würde und machte mich auf den Weg. Und tatsächlich, er saß dort in der Höhle, wo ich einst das zeichen der Erkenntnis angenommen hatte. Schweigend ließ ich mich neben ihm nieder und versank in tiefe Meditation. Nach einer weile sprach er: "Ihr Herz ist schwer beladen, doch wenn sie wahrlich dazu bereit ist, wird sie hier linderung erfahren können." Ich nickte lediglich. Die Erkenntnis musste hier jeder Mensch für sich selbst finden. Was würde Isabelle wohl im Wald erblicken, und welche Erkenntnis würde ihr dies geben? Ich dachte an meine eigenen Erfahrungen zurück.
Am ersten Tag, an dem ich durch den Wald wanderte, sah ich eine Ricke mit ihrem Kitz, die gemeinsam speisten. Ich erkannte die Liebe einer Familie, die Wärme und Geborgenheit. Am zweiten Tag sah ich ein Wolfsjunges, dass sich angstvoll in eine Erdhöhle kauerte, nahe daneben der Körper seiner Mutter, von Bisswunden übersäht. Ich erkannte, die Mutter hatte sich fr ihr Junges geopfert und hatte tapfer gekämpft, um ihm das Leben zu ermöglichen. Trauer durchflutete mich damals. Am dritten Tag erblickte ich das Wolfsjunge, wie es mutig durch den Wald tapste und sich dem neuen Leben entgegenstellte. Es schlug seine Beute, baute sich eine eigene Existenz auf, es gab nicht auf sondern kämpfte. Diese erkenntnis zeigte mir, dass ich nicht aufgeben sollte. Meine Mutter hatte sich geopfert, um mir das Leben zu ermöglichen, hatte mir eine neue Zukunft geschenkt.
Ich hoffte, auch Isabelle würde aus den Erfahrungen, die sie auf den einsamen Spaziergängen machen würde, eine Erkenntnis ziehen, und Frieden in ihrer Seele finden. Was sie wohl gerade bobachtete? Ein unmerkliches schmunzeln zog sich über meine Lippen, ehe ich mich wieder, wie der alte, meinen Meditationen hingab. Diesmal war ich Mentor, nicht Schüler...
Werte Isabelle,
Dieser Tag ist ausgezeichnet, um in den Wäldern spazieren zu gehen und dieses kleine Tal zu erkunden. Hier wird euch nichts etwas anhaben können. Schaut euch um, beobachtet, und wir werden uns zum Abend essen wieder sehen.
In Hochachtung,
Aion
Dann plazierte ich den zettel so, dass sie ihn beim Aufwachen direkt erblicken würde und schlich mich leise aus der Hütte. Ich wusste, wo ich den alten finden würde und machte mich auf den Weg. Und tatsächlich, er saß dort in der Höhle, wo ich einst das zeichen der Erkenntnis angenommen hatte. Schweigend ließ ich mich neben ihm nieder und versank in tiefe Meditation. Nach einer weile sprach er: "Ihr Herz ist schwer beladen, doch wenn sie wahrlich dazu bereit ist, wird sie hier linderung erfahren können." Ich nickte lediglich. Die Erkenntnis musste hier jeder Mensch für sich selbst finden. Was würde Isabelle wohl im Wald erblicken, und welche Erkenntnis würde ihr dies geben? Ich dachte an meine eigenen Erfahrungen zurück.
Am ersten Tag, an dem ich durch den Wald wanderte, sah ich eine Ricke mit ihrem Kitz, die gemeinsam speisten. Ich erkannte die Liebe einer Familie, die Wärme und Geborgenheit. Am zweiten Tag sah ich ein Wolfsjunges, dass sich angstvoll in eine Erdhöhle kauerte, nahe daneben der Körper seiner Mutter, von Bisswunden übersäht. Ich erkannte, die Mutter hatte sich fr ihr Junges geopfert und hatte tapfer gekämpft, um ihm das Leben zu ermöglichen. Trauer durchflutete mich damals. Am dritten Tag erblickte ich das Wolfsjunge, wie es mutig durch den Wald tapste und sich dem neuen Leben entgegenstellte. Es schlug seine Beute, baute sich eine eigene Existenz auf, es gab nicht auf sondern kämpfte. Diese erkenntnis zeigte mir, dass ich nicht aufgeben sollte. Meine Mutter hatte sich geopfert, um mir das Leben zu ermöglichen, hatte mir eine neue Zukunft geschenkt.
Ich hoffte, auch Isabelle würde aus den Erfahrungen, die sie auf den einsamen Spaziergängen machen würde, eine Erkenntnis ziehen, und Frieden in ihrer Seele finden. Was sie wohl gerade bobachtete? Ein unmerkliches schmunzeln zog sich über meine Lippen, ehe ich mich wieder, wie der alte, meinen Meditationen hingab. Diesmal war ich Mentor, nicht Schüler...
-
Isabelle von Silberloren
Als Isabelle wach wurde war der Morgen schon fast dem Mittag gewichen. Sie hatte lange geschlafen. Lange und traumlos. Das kleine Zimmer der Hütte empfand sie als warm und stickig und ihr Nachthemd klebte leicht an ihrem Körper. Ein verschlafener Blick verriet ihr, dass Aion nicht hier war. Stattdessen sah sie den einsamen Zettel der gut sichtbar platziert worden war.
Aion war also schon vorraus geangen und sie sollte sich die Umgebung alleine ansehen.
Sie seufzte leise. Es liess sich wohl nicht ändern und das Tal war wirklich bildschön. Es würde sicherlich viel zu entdecken geben.
Also zog sie sich an, nachdem sie sich notdürftig gewaschen hatte und sich das Haar gekämmt.
Dann verliess sie das Haus und trat hinaus. Mittlerweile war es Mittag und die Sonne schien hell auf das Tal hinab. Ein hübscher Hut gab ihr ein wenig Schatten während sie langsam ihre Erkundung antrat.
Große Blumenwiesen in hunderten von Farben. Sie liebte Blumen. Diese Blumen erinnerten sie an ihre Heimat. Es hatte etwas sinnbildliches, wie sie das Blumenmeer so betrachete.
Sie liebte Blumen...und sie liebte ihr Volk. Jede dieser Blumen könnte ein Mensch sein der zu ihr auf sah und dem sie ihre Liebe zuteil kommen lassen wollte. Das Volk wünschte sich gute Regenten. Regenten die das Land erblühen liessen. Ihre Familie hatte das über all die vielen Jahrzehnte geschafft. Sie würde das fortführen müssen. Dies war ihr Erbe, das Blut das sie in sich trug.
Die Blumen bestaunend spazierte sie weiter. Die Erde des seichten Tampelpfades dem sie folgte knirschte unter ihren Absätzen. Die Sandalen die sie trug waren nicht unbedingt für die Wildniss gedacht, aber das hier war mehr ein Spaziergang in einer schönen Aue.
Ein kleiner Bach brach sich über mehrere Felsen und bildete immer wieder winzige Seen in der Landschaft. Zog sich durch das Tal wie eine Ader flüssigen Lebens. Sie entschied sich dazu sich an einen der kleinen Seen zu setzen und zog die Sandalen aus um die Füsse darin zu baden.
Das Wasser war herrlich kühl und kristall klar. Ein paar kleine Fische tummelten sich darin und stubsten neugierig an ihre Zehen. Vermutlich hofften die Fische sie sei etwas zu essen. Sie musste lachen als es kitzelte und liess den Blick durch die weitschweifige Ferne schweifen.
Hier war alles völlig unberührt. Ruhe und Abgeschiedenheit erfüllten diesen Ort wenngleich er vor Leben nur so pulsierte. Hier spührte sie Eluive`s Werk, ihre Macht besonders stark. Es erinnerte sie sehr an die Wälder der Silberloren auch wenn diese ganz anders aussahen.
Oft hatte sie früher dort ihre Zeit verbracht. War hindurch geritten und hatte die bildschönen Tropenwälder ihrer Heimat bewundert.
Wieder fiel ihr ein wie sehr sie ihre Heimat, ihren Geburtsort liebte. Es war ein wunderschöner Fleck Erde und sie wusste das sie dort jederzeit mit wärme und Herzlichkeit begrüsst wurde.
Seltsamer Weise war das hier genauso gewesen. Der alte Eremit hatte sie ohne irgendwelche Urteile aufgenommen. Ohne zu fragen wer sie ist oder warum sie kam. Was sie will oder sonst irgendetwas. Es schien einfach selbstverständlich. Sie fand das sehr herzlich.
Ganz anders war es in Varuna wo die Anonymität scheinbar das Leben bestimmte. Sie hatte Briefe versant und gehofft Anschluss zu finden. Bislang mit mäßigem Erfolg.
Während das Wasser an ihren Beinen entlang plätscherte lehnte sie sich ins Gras zurück und blickte in den Himmel. Die Ruhe hier war wirklich angenehm. Aber irgendwie...
Sie erinnerte sich an die Reise. Sie hatte die Zeit mit Aion genauso genossen. Er war manchmal so lustig. Isabelle war sich sicher das er das garnicht sein wollte, aber seine kleinen Fehler machten ihn nur noch viel sympathischer.
Sie war traurig gewesen als sie seine Nachricht gelesen hatte. Eigendlich hatte sie sich vorgestellt, dass er mit ihr gemeinsam die Schönheit dieses Tals erkundete. Es währe sicher schön geworden. Aber vermutlich wollte er erstmal mit einem Alten Freund sprechen der wohl viel für ihn getan hatte. Sie musste ihm diese Zeit einfach zugestehen. Das war sie ihm schuldig...und noch mehr als das.
Was ihr immernoch nicht so wirklich einleuchtete war die Tatsache warum Aion sich so unglaublich viel Mühe gab. Teilweise sogar sehr liebevoll.
Was trieb ihn dazu? Warum stellte er seine eigenen Sorgen so weit zurück um Isabelle`s zu lindern?
Was konnte sie nur für ihn tun?
Das er den flüchtigen Kuss nicht gerade genossen hatte war ihr mittlerweile auch bewusst und sie schämte sich dafür. Vermutlich war sie ihm viel zu nahe getreten. Vielleicht wollte er genau diesen Abstand von ihr? Und warum auch nicht? Sie war seine Herrin. Eine Adlige aus uraltem Geblüt. Er war ein Discipulus. Sein Weg bis zum Magus war noch weit und lang und er hatte sicher genügend damit zu tun zu studieren, seine Schwester zu suchen und Isabelle`s Schutz zu gewährleisten den er geschworen hatte.
Dennoch...irgendwie flogen ihre Gedanken doch immer wieder zu ihm. Er faszinierte sie. Solch einen Mann hatte sie in ihrem kurzen aber ereignissreichen Leben noch niemals kennengelernt. Er war so einzigartig in ihren Augen und das zog sie sehr an. Beinah wie eine Motte vom Licht angezogen wird.
Aber war es dann nicht doch mehr als ein wenig Närrerei die sie da empfand? Vermutlich schon. Aber...
Sie schloss ihre Gedanken und öffnete die Augen wieder um sich zu erheben. Mittlerweile lag ein goldener Glanz über dem Tal den die Abendsonne über das Gebirge schickte. Ihre Füsse striff sie am Gras ab um sie ein wenig zu trocknen ehe sie wieder in ihre Sandalen schlüpfte und langsam den Rückweg antrat.
Der Weg war sehr verworren und manchmal hatte sie den Eindruck sie habe sich verlaufen was ihr einen kurzen Schrecken durch die Glieder schickte ehe ihr ein Baum oder ein Busch wieder bekannt vorkam und sie erleichtert aufatmete.
Dadurch jedoch sah sie sich auch sehr viel aufmerksamer um.
Sie konnte die Hütte schon sehen als sie stehen blieb weil ihr Auge etwas entdeckt hatte. Eine Blume. Rot-Orange und Rosa faltete sich die exotische Blüte aus und wurde am Stengel mit feingliedrigen gezackten Blättern geziert. Sie entspang mitten in einer Ansammlung von Steinen. Weit ab der ganzen Blumenwiesen. Hier wuchs eigendlich nicht viel ausser Moss...und dieser Blume.
Was hatte das wohl zu bedeuten?...
Vermutlich das man manchmal Dinge dort fand wo man sie am wenigsten Erwartete. Und das neues Erblühen kann an Orten wo man es nicht für möglich gehalten hätte. Ihr Drang die Blume mitzunehmen war groß doch sie kämpfte ihn eisern herrunter. Die Blume hatte viel Kraft investiert um hier zu blühen, sie sollte auch hier ihr Ende finden.
Mit einem sanften Lächeln ging sie das letzte Stück zurück zu der Hütte.
Aion saß draussen auf einem Stuhl und trank irgendwas. Es machte den Eindruck als habe er bereits auf sie gewartet und sie konnte nicht anders als ihm ihr bezaubernstes Lächeln zu schenken und direkt auf ihn zuzugehen.
"Ich bin wieder da...wartet ihr schon lange Aion?"
Aion war also schon vorraus geangen und sie sollte sich die Umgebung alleine ansehen.
Sie seufzte leise. Es liess sich wohl nicht ändern und das Tal war wirklich bildschön. Es würde sicherlich viel zu entdecken geben.
Also zog sie sich an, nachdem sie sich notdürftig gewaschen hatte und sich das Haar gekämmt.
Dann verliess sie das Haus und trat hinaus. Mittlerweile war es Mittag und die Sonne schien hell auf das Tal hinab. Ein hübscher Hut gab ihr ein wenig Schatten während sie langsam ihre Erkundung antrat.
Große Blumenwiesen in hunderten von Farben. Sie liebte Blumen. Diese Blumen erinnerten sie an ihre Heimat. Es hatte etwas sinnbildliches, wie sie das Blumenmeer so betrachete.
Sie liebte Blumen...und sie liebte ihr Volk. Jede dieser Blumen könnte ein Mensch sein der zu ihr auf sah und dem sie ihre Liebe zuteil kommen lassen wollte. Das Volk wünschte sich gute Regenten. Regenten die das Land erblühen liessen. Ihre Familie hatte das über all die vielen Jahrzehnte geschafft. Sie würde das fortführen müssen. Dies war ihr Erbe, das Blut das sie in sich trug.
Die Blumen bestaunend spazierte sie weiter. Die Erde des seichten Tampelpfades dem sie folgte knirschte unter ihren Absätzen. Die Sandalen die sie trug waren nicht unbedingt für die Wildniss gedacht, aber das hier war mehr ein Spaziergang in einer schönen Aue.
Ein kleiner Bach brach sich über mehrere Felsen und bildete immer wieder winzige Seen in der Landschaft. Zog sich durch das Tal wie eine Ader flüssigen Lebens. Sie entschied sich dazu sich an einen der kleinen Seen zu setzen und zog die Sandalen aus um die Füsse darin zu baden.
Das Wasser war herrlich kühl und kristall klar. Ein paar kleine Fische tummelten sich darin und stubsten neugierig an ihre Zehen. Vermutlich hofften die Fische sie sei etwas zu essen. Sie musste lachen als es kitzelte und liess den Blick durch die weitschweifige Ferne schweifen.
Hier war alles völlig unberührt. Ruhe und Abgeschiedenheit erfüllten diesen Ort wenngleich er vor Leben nur so pulsierte. Hier spührte sie Eluive`s Werk, ihre Macht besonders stark. Es erinnerte sie sehr an die Wälder der Silberloren auch wenn diese ganz anders aussahen.
Oft hatte sie früher dort ihre Zeit verbracht. War hindurch geritten und hatte die bildschönen Tropenwälder ihrer Heimat bewundert.
Wieder fiel ihr ein wie sehr sie ihre Heimat, ihren Geburtsort liebte. Es war ein wunderschöner Fleck Erde und sie wusste das sie dort jederzeit mit wärme und Herzlichkeit begrüsst wurde.
Seltsamer Weise war das hier genauso gewesen. Der alte Eremit hatte sie ohne irgendwelche Urteile aufgenommen. Ohne zu fragen wer sie ist oder warum sie kam. Was sie will oder sonst irgendetwas. Es schien einfach selbstverständlich. Sie fand das sehr herzlich.
Ganz anders war es in Varuna wo die Anonymität scheinbar das Leben bestimmte. Sie hatte Briefe versant und gehofft Anschluss zu finden. Bislang mit mäßigem Erfolg.
Während das Wasser an ihren Beinen entlang plätscherte lehnte sie sich ins Gras zurück und blickte in den Himmel. Die Ruhe hier war wirklich angenehm. Aber irgendwie...
Sie erinnerte sich an die Reise. Sie hatte die Zeit mit Aion genauso genossen. Er war manchmal so lustig. Isabelle war sich sicher das er das garnicht sein wollte, aber seine kleinen Fehler machten ihn nur noch viel sympathischer.
Sie war traurig gewesen als sie seine Nachricht gelesen hatte. Eigendlich hatte sie sich vorgestellt, dass er mit ihr gemeinsam die Schönheit dieses Tals erkundete. Es währe sicher schön geworden. Aber vermutlich wollte er erstmal mit einem Alten Freund sprechen der wohl viel für ihn getan hatte. Sie musste ihm diese Zeit einfach zugestehen. Das war sie ihm schuldig...und noch mehr als das.
Was ihr immernoch nicht so wirklich einleuchtete war die Tatsache warum Aion sich so unglaublich viel Mühe gab. Teilweise sogar sehr liebevoll.
Was trieb ihn dazu? Warum stellte er seine eigenen Sorgen so weit zurück um Isabelle`s zu lindern?
Was konnte sie nur für ihn tun?
Das er den flüchtigen Kuss nicht gerade genossen hatte war ihr mittlerweile auch bewusst und sie schämte sich dafür. Vermutlich war sie ihm viel zu nahe getreten. Vielleicht wollte er genau diesen Abstand von ihr? Und warum auch nicht? Sie war seine Herrin. Eine Adlige aus uraltem Geblüt. Er war ein Discipulus. Sein Weg bis zum Magus war noch weit und lang und er hatte sicher genügend damit zu tun zu studieren, seine Schwester zu suchen und Isabelle`s Schutz zu gewährleisten den er geschworen hatte.
Dennoch...irgendwie flogen ihre Gedanken doch immer wieder zu ihm. Er faszinierte sie. Solch einen Mann hatte sie in ihrem kurzen aber ereignissreichen Leben noch niemals kennengelernt. Er war so einzigartig in ihren Augen und das zog sie sehr an. Beinah wie eine Motte vom Licht angezogen wird.
Aber war es dann nicht doch mehr als ein wenig Närrerei die sie da empfand? Vermutlich schon. Aber...
Sie schloss ihre Gedanken und öffnete die Augen wieder um sich zu erheben. Mittlerweile lag ein goldener Glanz über dem Tal den die Abendsonne über das Gebirge schickte. Ihre Füsse striff sie am Gras ab um sie ein wenig zu trocknen ehe sie wieder in ihre Sandalen schlüpfte und langsam den Rückweg antrat.
Der Weg war sehr verworren und manchmal hatte sie den Eindruck sie habe sich verlaufen was ihr einen kurzen Schrecken durch die Glieder schickte ehe ihr ein Baum oder ein Busch wieder bekannt vorkam und sie erleichtert aufatmete.
Dadurch jedoch sah sie sich auch sehr viel aufmerksamer um.
Sie konnte die Hütte schon sehen als sie stehen blieb weil ihr Auge etwas entdeckt hatte. Eine Blume. Rot-Orange und Rosa faltete sich die exotische Blüte aus und wurde am Stengel mit feingliedrigen gezackten Blättern geziert. Sie entspang mitten in einer Ansammlung von Steinen. Weit ab der ganzen Blumenwiesen. Hier wuchs eigendlich nicht viel ausser Moss...und dieser Blume.
Was hatte das wohl zu bedeuten?...
Vermutlich das man manchmal Dinge dort fand wo man sie am wenigsten Erwartete. Und das neues Erblühen kann an Orten wo man es nicht für möglich gehalten hätte. Ihr Drang die Blume mitzunehmen war groß doch sie kämpfte ihn eisern herrunter. Die Blume hatte viel Kraft investiert um hier zu blühen, sie sollte auch hier ihr Ende finden.
Mit einem sanften Lächeln ging sie das letzte Stück zurück zu der Hütte.
Aion saß draussen auf einem Stuhl und trank irgendwas. Es machte den Eindruck als habe er bereits auf sie gewartet und sie konnte nicht anders als ihm ihr bezaubernstes Lächeln zu schenken und direkt auf ihn zuzugehen.
"Ich bin wieder da...wartet ihr schon lange Aion?"
-
Aion Astarioth
Als Isabelle so auf mich zukam, dieses leichte Lächeln auf den Lippen, musste ich schmunzeln. Es schien ganz so, als habe sie einen angenehmen Tag genossen. Beim gemeinsamen Abendessen fragte ich sie darüber aus, was sie erlebt habe, und was diese Erlebnisse ihr gezeigt hätten. Aufmerksam lauschte ich ihren Worten und nickte dann lächelnd. Ein kleines Stück innere Ruhe war ihr wohl zuteil geworden. "Morgen werde ich euch auf eurem Spaziergang begleiten" sagte ich dann. "Doch erwartet nicht viele Worte, denn dies ist ein Ort der Ruhe." nun musste ich schmunzeln. Würde sie den Sinn des stillen Beisammenseins verstehen? Das simple Gefühl des nicht alleine seins? Ich reichte ihr noch etwas von dem hausgebackenen Brot und der Gemüsesuppe. Gekocht hatte ich das ganze. Man mag es ja nicht glauben, aber ich war ein garnicht mal so schlechter Koch und wenn es darum ging, aus einfachen Dingen ein Mahl zu zaubern, dass mundete, dann war ich wirklich geschickt. Noch bis tief in die Nacht unterhielten wir uns über die ein oder andere Kleinigkeit, Belange im Reich, oder einfach nur Klatsch. Der Mond stand schon hoch am Himmel, ehe wir uns zur Ruhe legten. Diesmal jedoch bestand ich darauf, ihr das Gästebett zu überlassen. Ich indess schnappte mir die Bettrolle und legte mich unten im Wohnzimmer vor den Kamin. Gestern hatten wir zwar in einem Raum geschlafen, doch selbst hier in der Natur war dies ganz und garnicht schicklich, solange es anders möglich war. Nachdem ich ihr eine gute Nacht gewünscht hatte, begab ich mich wieder ins Wohnzimmer und schenkte mir einen Kelch Wein ein. Ich reckte mich ausgiebig und befreite mich aus den Reisekleidern. Solange ich allein hier unten schlief, konnte ich auch genau so gut nur in Hose dasitzen. Der Alte würde ohnehin erst vor unserer Abreise zurückkehren, er hatte erwähnt er wolle, solange er die möglichkeit dazu habe, meditieren, und wir würden ja schon aufs Haus aufpassen. Gemütlich ließ ich mich auf einem Stuhl nahe dem Feuer nieder, mit dem Rücken zur Treppe, und band mir das lange Haar im Nacken zusammen. Nach einem leichten Schwenker führte ich den Weinkelch an die Lippen. Erstaunlich, dass es hier in diesem Tal einen solch guten Wein gab... Im Nacken fühlte ich die kühle Brise über meine Haut und die Tätowierung streichen, die ich nach meinem ersten Aufenthalt in diesem Tal erhalten hatte. Das Auge in Kreis und Dreieck... Welch Erinnerungen hielten daran fest... Ich lächelte leicht. Dann zog ich, einem Gefühl folgend den ziemlich verknitterten und schon recht mitgenommenen Brief aus der Hosentasche. Wie lange trug ich diesen nun schon bei mir? Die letzten Worte, die Yunas und meine Mutter uns vermacht hatte. Die Worte, die das Geheimnis bargen, welches mich so sehr beschäftigte. "Yuna... verdammt!" murmelte ich. "wo steckst du nur?!" Seufzend ließ ich den Brief auf den Tisch sinken. Mit leichtem Kopfschütteln faltete ich ihn wieder zusammen und warf ihn neben mein Lager. Dann stand ich auf, den letzten Schluck wein trinkend, und reckte mich erneut. Eine kühle Brise strich mir über den nackten Oberkörper. Zeit schlafen zu gehen... Mit müdem Gähnen ließ ich mich auf der Bettrolle nieder und zog die Decke über mich. Mit der Linken nach dem Brief greifend, betrachtete ich jenen ein letztes mal und murmelte: "Egal wo du bist... ich finde dich, auf dass du wieder bei mir bist, bei mir allein!" Dann ließ ich den Brief neben mein provisorisches Kopfkissen, aus meinem zusammengeknüllten Hemd bestehend, sinken und schloss die Augen. Tiefer... traumloser Schlaf... und Vergessen...
-
Isabelle von Silberloren
Sie hatte das Gespräch mit Aion sehr genossen. Viel mehr als sie ihm gegenüber jemals zugeben würde. Ab und an spührte sie die Röte in ihren Wangen aufflammen, doch ihre dunkle, attraktive Bräune kaschierte jene zumindest zum Teil etwas. Wenn er es wahrnahm, so ging er wohl nicht darauf ein.
Sie erzählte ihm was sie gesehen hatte. Wie sie dies mit sich selbst in Verbindung brachte und als er ihr erklärte das er Morgen an ihrer Seite sein würde, da wurde ihr sehr warm ums Herz. Sie freute sich sehr darauf ihn in ihrer Nähe zu haben.
Die letzten Tage waren nichts im Vergleich zu den Zeiten die sie bereits durchlebt hatte, aber sie konnte sich dem Gefühl einfach nicht erwehren das sich immer wieder in ihr Herz stahl wenn sie eine längere Weile in seiner Nähe war.
Der Wunsch ihn für alles was er für sie tat, erneut zu belohnen...diesen Moment zu wiederholen war ab und zu sehr stark in ihr, doch sie rang ihn nieder. Sie wollte ihm nicht noch einmal so nahe treten. Sie wollte...das er es sich auch wünschte.
Der Mond stand bereits hoch am Himmel als sie sich verabschiedete und ihm eine Gute Nacht wünschte. Heute bestand er darauf ihr das Bett zu überlassen und im Wohnzimmer zu schlafen. Sie fühlte sich zwar in seiner Gegenwart wohl, aber sie verstand das nur mehr als gut.
Langsam ging sie die Treppen hoch und zog sich aus und das Nachthemd über um sich nieder zu legen.
Ihre Gedanken kreisten immer und immer wieder um diesen erlebten Tag.
Um das Gespräch mit Aion.
Seinen Gesichtsausdruck wenn sie ihm erzählte.
Er war so ein aussergewöhnlicher Mann und um so mehr Zeit sie mit ihm verbrachte - gerade so Intensiv wie diese Zeit jetzt war - um so mehr spührte sie wie sie sich zu ihm hingezogen fühlte. Sie wollte bei ihm sein!
Es lag jedoch an ihm...sie zu lassen....war es wirklich so hoffnungslos?
Sie konnte nicht schlafen. Die fremde Umgebung, die Unruhe, die Schmetterlinge in ihrem Bauch, die Hitze die im Raum lag ob des Sommers. Es ging nicht.
Vielleicht war Aion ja noch wach und würde ihr gesellschaft leisten?
Leise kroch sie wieder aus ihrem Bett, nur in das Nachthemd gehüllt das sie gerade Sittsam verdeckte aber bestimmt genügend Fantasie offen liess um sie begehren zu wollen, ging sie die Stufen wieder hinab.
Ihre nackten Füsse tapsten leise auf der hölzernen Treppe und sie sah immernoch Licht im Wohnzimmer brennen. Der Alte war heute nicht zurück gekommen. Meditation wie Aion erklärt hatte.
Es war ein komisches Gefühl zu wissen, dass sie völlig alleine mit ihm war.
Irgendwo im nirgendwo. Er hätte vermutlich alles mit ihr tun können und es hätte niemals jemand erfahren. Doch er tat es nicht, im Gegenteil.
Vorsichtig lugte sie in das Zimmer und saß ihn dort sitzen. Halbnackt, was sie stark erröten liess.
Natürlich kannte sie den Körper eines nackten Mannes, immerhin hatte sie mit Haldur das Bett geteilt, aber irgendwie war das doch anders.
Sein Leib glitzerte im Schein der Flammen leicht und er saß dort auf dem Stuhl und trank von seinem Wein. Sie kam sich fast etwas schäbig vor wie sie ihn heimlich beobachtete.
Jetzt erst fiel ihr auch die Tätowierung auf die er trug. Sie hatte sie vorher nie gesehen, weil sein Haar immer offen war. - Sie liebte langes Haar -
In ihrer Heimat war es ein Schönheitsideal, wesshalb ihres so unnatürlich lang war und wesshalb sie jenes so äusserst penibel und hingebungsvoll pflegte.
Ein Auge in einem Kreis und einem Dreieck. Was hatte das zu bedeuten? Phenodain vielleicht?
"Yuna... verdammt!...Wo steckst du nur?!"
Hörte sie ihn murmeln und ihr wurde klamm ums Herz. Es war klar wie sehr er seine Schwester liebte und wie sehr er sie vermisste. Sich Sorgen um sie machte und sie wieder bei sich haben wollte.
Ihr Versteck nicht aufgebend, rang sie den Impuls nieder doch in den Raum zu treten um ihn irgendwie - sie wusste garnicht wie - zu trösten.
Eine sehr lange Zeit beobachtete sie ihn weiter. Wie er sich bewegte. Das Licht mit seinem Körper spielte. Durfte eine Frau begehren? Durfte eine Baroness begehren? Mit hochroten Wangen kämpfte sie auch jene Gedanken nieder!
"Närrerei! Nur verliebtheit Isabelle!" redete sie sich selbst in Gedanken ein während er sich auf sein spartanisches Lager niederlegte.
Sein Hemd bildete sein Kopfkissen....
"Egal wo du bist... ich finde ich, auf dass du wieder bei mir bist, bei mir allein!" hörte sie ihn sagen.
In ihr glühte einen Moment ein Gefühl das sie bis dahin noch nicht kannte.
Eifersucht!
Aber war das denn wirklich angebracht? War sie nicht seine Schwester? War es nicht völlig verständlich das er sie bei sich haben wollte? Sie konnte nichts dagegen tun.
Er war schon eingeschlafen als sie sich wieder nach oben stahl und seine Sachen durchsuchte. Irgendwo musste doch....?
Dann fand sie was sie gesucht hatte und tapste die Treppen wieder hinab und in das Zimmer das immernoch vom Kaminfeuer erleuchtet wurde.
Mit aller Vorsicht schob sie ihm das Kissen, das sie ihm geschenkt hatte, unter den Kopf statt seines Hemdes und blieb eine ganze weile bei ihm sitzen.
Für einen Aussenstehenden musste das wie ein schlimmer Skandal aussehen. Wer wusste wer sie war und wer er war. Ihr machte es in dem Moment nichts aus. Sie waren hier soweit weg von allem..hier zählte das alles nicht.
Mit einem sanften Lächeln liess sie ihn schlussendlich alleine und flüsterte leise in sein Ohr bevor sie ging:
"Ich kann dir deine Schwester nich ersetzen, mein lieber Aion. Aber ich wünschte ich könnte dir zumindest ein wenig des Schmerzes nehmen und dir die Wärme zurück geben die du mir zuteil werden lässt..."
Oben angekommen schlief sie nun besser. Beruhigter ein und ergab sich ihrem Schlaf und ihren Träumen...
Sie erzählte ihm was sie gesehen hatte. Wie sie dies mit sich selbst in Verbindung brachte und als er ihr erklärte das er Morgen an ihrer Seite sein würde, da wurde ihr sehr warm ums Herz. Sie freute sich sehr darauf ihn in ihrer Nähe zu haben.
Die letzten Tage waren nichts im Vergleich zu den Zeiten die sie bereits durchlebt hatte, aber sie konnte sich dem Gefühl einfach nicht erwehren das sich immer wieder in ihr Herz stahl wenn sie eine längere Weile in seiner Nähe war.
Der Wunsch ihn für alles was er für sie tat, erneut zu belohnen...diesen Moment zu wiederholen war ab und zu sehr stark in ihr, doch sie rang ihn nieder. Sie wollte ihm nicht noch einmal so nahe treten. Sie wollte...das er es sich auch wünschte.
Der Mond stand bereits hoch am Himmel als sie sich verabschiedete und ihm eine Gute Nacht wünschte. Heute bestand er darauf ihr das Bett zu überlassen und im Wohnzimmer zu schlafen. Sie fühlte sich zwar in seiner Gegenwart wohl, aber sie verstand das nur mehr als gut.
Langsam ging sie die Treppen hoch und zog sich aus und das Nachthemd über um sich nieder zu legen.
Ihre Gedanken kreisten immer und immer wieder um diesen erlebten Tag.
Um das Gespräch mit Aion.
Seinen Gesichtsausdruck wenn sie ihm erzählte.
Er war so ein aussergewöhnlicher Mann und um so mehr Zeit sie mit ihm verbrachte - gerade so Intensiv wie diese Zeit jetzt war - um so mehr spührte sie wie sie sich zu ihm hingezogen fühlte. Sie wollte bei ihm sein!
Es lag jedoch an ihm...sie zu lassen....war es wirklich so hoffnungslos?
Sie konnte nicht schlafen. Die fremde Umgebung, die Unruhe, die Schmetterlinge in ihrem Bauch, die Hitze die im Raum lag ob des Sommers. Es ging nicht.
Vielleicht war Aion ja noch wach und würde ihr gesellschaft leisten?
Leise kroch sie wieder aus ihrem Bett, nur in das Nachthemd gehüllt das sie gerade Sittsam verdeckte aber bestimmt genügend Fantasie offen liess um sie begehren zu wollen, ging sie die Stufen wieder hinab.
Ihre nackten Füsse tapsten leise auf der hölzernen Treppe und sie sah immernoch Licht im Wohnzimmer brennen. Der Alte war heute nicht zurück gekommen. Meditation wie Aion erklärt hatte.
Es war ein komisches Gefühl zu wissen, dass sie völlig alleine mit ihm war.
Irgendwo im nirgendwo. Er hätte vermutlich alles mit ihr tun können und es hätte niemals jemand erfahren. Doch er tat es nicht, im Gegenteil.
Vorsichtig lugte sie in das Zimmer und saß ihn dort sitzen. Halbnackt, was sie stark erröten liess.
Natürlich kannte sie den Körper eines nackten Mannes, immerhin hatte sie mit Haldur das Bett geteilt, aber irgendwie war das doch anders.
Sein Leib glitzerte im Schein der Flammen leicht und er saß dort auf dem Stuhl und trank von seinem Wein. Sie kam sich fast etwas schäbig vor wie sie ihn heimlich beobachtete.
Jetzt erst fiel ihr auch die Tätowierung auf die er trug. Sie hatte sie vorher nie gesehen, weil sein Haar immer offen war. - Sie liebte langes Haar -
In ihrer Heimat war es ein Schönheitsideal, wesshalb ihres so unnatürlich lang war und wesshalb sie jenes so äusserst penibel und hingebungsvoll pflegte.
Ein Auge in einem Kreis und einem Dreieck. Was hatte das zu bedeuten? Phenodain vielleicht?
"Yuna... verdammt!...Wo steckst du nur?!"
Hörte sie ihn murmeln und ihr wurde klamm ums Herz. Es war klar wie sehr er seine Schwester liebte und wie sehr er sie vermisste. Sich Sorgen um sie machte und sie wieder bei sich haben wollte.
Ihr Versteck nicht aufgebend, rang sie den Impuls nieder doch in den Raum zu treten um ihn irgendwie - sie wusste garnicht wie - zu trösten.
Eine sehr lange Zeit beobachtete sie ihn weiter. Wie er sich bewegte. Das Licht mit seinem Körper spielte. Durfte eine Frau begehren? Durfte eine Baroness begehren? Mit hochroten Wangen kämpfte sie auch jene Gedanken nieder!
"Närrerei! Nur verliebtheit Isabelle!" redete sie sich selbst in Gedanken ein während er sich auf sein spartanisches Lager niederlegte.
Sein Hemd bildete sein Kopfkissen....
"Egal wo du bist... ich finde ich, auf dass du wieder bei mir bist, bei mir allein!" hörte sie ihn sagen.
In ihr glühte einen Moment ein Gefühl das sie bis dahin noch nicht kannte.
Eifersucht!
Aber war das denn wirklich angebracht? War sie nicht seine Schwester? War es nicht völlig verständlich das er sie bei sich haben wollte? Sie konnte nichts dagegen tun.
Er war schon eingeschlafen als sie sich wieder nach oben stahl und seine Sachen durchsuchte. Irgendwo musste doch....?
Dann fand sie was sie gesucht hatte und tapste die Treppen wieder hinab und in das Zimmer das immernoch vom Kaminfeuer erleuchtet wurde.
Mit aller Vorsicht schob sie ihm das Kissen, das sie ihm geschenkt hatte, unter den Kopf statt seines Hemdes und blieb eine ganze weile bei ihm sitzen.
Für einen Aussenstehenden musste das wie ein schlimmer Skandal aussehen. Wer wusste wer sie war und wer er war. Ihr machte es in dem Moment nichts aus. Sie waren hier soweit weg von allem..hier zählte das alles nicht.
Mit einem sanften Lächeln liess sie ihn schlussendlich alleine und flüsterte leise in sein Ohr bevor sie ging:
"Ich kann dir deine Schwester nich ersetzen, mein lieber Aion. Aber ich wünschte ich könnte dir zumindest ein wenig des Schmerzes nehmen und dir die Wärme zurück geben die du mir zuteil werden lässt..."
Oben angekommen schlief sie nun besser. Beruhigter ein und ergab sich ihrem Schlaf und ihren Träumen...
-
Aion Astarioth
Gähnend setzte ich mich auf und blickte mich verschlafen um. Hatte ich das Kissen gestern noch aus meinen Sachen herausgekramt? Leicht verwundert schüttelte ich den Kopf. Dann raffte ich mich auf und machte mich auf den Weg zum Brunnen hinter der Hütte. Frisch gewaschen und angekleidet war es danach ein leichtes, ein leckeres Frühstück zuzubereiten. Frisches Brot, Obst, frische Milch von den Ziegen auf der Weide und dann noch süßen Honig und etwas Käse. Nun, wenn das mal kein reichliches Frühstück für einen Morgen in der Natur war...
Kurz darauf hörte ich auch schon die Stufen knarren. Isabelle musste wohl inzwischen wach geworden sein. Mit einem fröhlichen "Guten Morgen" begrüßte ich sie und deutete gen des reichlich gedeckten Tisches. Das leckere Essen brachte uns zwar um fast jegliche Konversation ausser dem standartmässigen "Guten Morgen" und "Gut geschlafen?" aber das bereute ich keineswegs. Ich liebte nach wie vor meine ruhige Gelassenheit beim Essen. Für mich war es schon fast wie ein Ritual geworden, das Essen zu geniessen, mir des Geschmacks bewusst zu werden und dabei auf die Naturgeräusche um mich herum zu lauschen. So nahm ich dieses stille Beisammensein äußerst wohlwollend hin, und als wir schließlich das Essen beendet hatten, räumte ich den Tisch ab und verstaute die Lebensmittel. Dann wandte ich mich Isabelle zu. "Lasst uns heute ein wenig gemeinsam spazieren gehen. Ich möchte euch den ein oder anderen Ort zeigen, der euch sicherlich gefallen wird, ebenso denke ich, ihr wollt sicherlich auch selbst das ein oder andere entdecken." Mit diesen Worten machte ich einen Deut gen Türe um ihr den Vortritt zu lassen. Vage schmunzelte ich, als ich daran dachte, was ich ihr heute zu zeigen gedachte.
Der kleine Trampelpfad in etwa, der geschwungen den Berg hinauf führte, von Efeu herum bewachsen, still und besinnlich. Dann das Ziel des Pfades, ein kleines Plateau in den Bergen, von dem aus man fast über das gesamte Reich blicken konnte. Bis zum Fischerdorf hinunter, über die weite Ebene und dort, ganz am Horizont würde man sogar die Burg meines Vaters erkennen können. Wie immer, wenn ich dort war, würde ich wohl eine Weile in die Ferne starren, und mich fragen, ob meine Entscheidungen im Leben falsch oder richtig gewesen waren. Würde ich Isabelle etwas aus meinem Leben erzählen? Nein... denn das waren Erinnerungen, die ich tief in meinem Herzen verschlossen hatte.
Dann jedoch später würde ich ihr noch die rauschende Quelle zeigen wollen. Frisches, klares Wasser sprudelte von dort aus den Berg hinab und schenkte dem Land Fruchtbarkeit und Leben. Bäume, Sträucher und Blumen, Tier und Mensch, sie alle erfuhren von diesem klaren reinen Wasser das Geschenk des Lebens.
Ich fragte mich... würde ihr meine stille Gegenwart genügen? Würde sie das Gefühl erreichen, nicht allein gelassen zu sein? Und würde ihr dies in Zukunft helfen, wenn wir wirder zurück wären...?
Kurz darauf hörte ich auch schon die Stufen knarren. Isabelle musste wohl inzwischen wach geworden sein. Mit einem fröhlichen "Guten Morgen" begrüßte ich sie und deutete gen des reichlich gedeckten Tisches. Das leckere Essen brachte uns zwar um fast jegliche Konversation ausser dem standartmässigen "Guten Morgen" und "Gut geschlafen?" aber das bereute ich keineswegs. Ich liebte nach wie vor meine ruhige Gelassenheit beim Essen. Für mich war es schon fast wie ein Ritual geworden, das Essen zu geniessen, mir des Geschmacks bewusst zu werden und dabei auf die Naturgeräusche um mich herum zu lauschen. So nahm ich dieses stille Beisammensein äußerst wohlwollend hin, und als wir schließlich das Essen beendet hatten, räumte ich den Tisch ab und verstaute die Lebensmittel. Dann wandte ich mich Isabelle zu. "Lasst uns heute ein wenig gemeinsam spazieren gehen. Ich möchte euch den ein oder anderen Ort zeigen, der euch sicherlich gefallen wird, ebenso denke ich, ihr wollt sicherlich auch selbst das ein oder andere entdecken." Mit diesen Worten machte ich einen Deut gen Türe um ihr den Vortritt zu lassen. Vage schmunzelte ich, als ich daran dachte, was ich ihr heute zu zeigen gedachte.
Der kleine Trampelpfad in etwa, der geschwungen den Berg hinauf führte, von Efeu herum bewachsen, still und besinnlich. Dann das Ziel des Pfades, ein kleines Plateau in den Bergen, von dem aus man fast über das gesamte Reich blicken konnte. Bis zum Fischerdorf hinunter, über die weite Ebene und dort, ganz am Horizont würde man sogar die Burg meines Vaters erkennen können. Wie immer, wenn ich dort war, würde ich wohl eine Weile in die Ferne starren, und mich fragen, ob meine Entscheidungen im Leben falsch oder richtig gewesen waren. Würde ich Isabelle etwas aus meinem Leben erzählen? Nein... denn das waren Erinnerungen, die ich tief in meinem Herzen verschlossen hatte.
Dann jedoch später würde ich ihr noch die rauschende Quelle zeigen wollen. Frisches, klares Wasser sprudelte von dort aus den Berg hinab und schenkte dem Land Fruchtbarkeit und Leben. Bäume, Sträucher und Blumen, Tier und Mensch, sie alle erfuhren von diesem klaren reinen Wasser das Geschenk des Lebens.
Ich fragte mich... würde ihr meine stille Gegenwart genügen? Würde sie das Gefühl erreichen, nicht allein gelassen zu sein? Und würde ihr dies in Zukunft helfen, wenn wir wirder zurück wären...?
-
Isabelle von Silberloren
Der nächste Morgen kam viel zu schnell und das Blitzen der Morgensonne auf ihrem Gesicht weckte Isabelle.
Der Raum in dem sie war war leer. Natürlich war er das, erinnerte sie sich. Aion hatte ja heute Nacht unten im Wohnraum geschlafen.
Leise raschelnd stand sie aus dem Bett auf. Ihre nackten Füsse tapsten auf dem schlichten Holzboden als sie nach ihrem Rucksack griff um dort neue Kleidung herraus zu holen.
Heute entschied sie sich für einen enganliegenden Rock und eine weite Blouse. Darauf würde sie wieder die leichten Sandalen anziehen die für das warme Wetter ausgesprochen gut waren. Leider waren die Absätze weniger gut dafür geeignet, doch sie konnte sie gut auf ihnen bewegen und war sich sicher das sie gut damit aussah.
Vor dem Fenster, sie hatte es geöffnet um die frische Morgenluft herrein zu lassen, kämmte sie ihr Haar in gleichmässigen Zügen und betrachtete die Morgensonne die sie geweckt hatte.
Hier sah alles noch viel eindrucksvoller aus als sie die Natur eh schon empfand. Wie sich der Himmel in Blau, Purpur, Rot und Orange tauchte während sich die Sonne langsam über den großen Bergmassiven brach.
Die Luft war herrlich frisch und es würde ein warmer, sonniger Tag werden. Sie durfte ihren Hut nicht vergessen. Der war an solch warmen Tagen sicherlich angebracht.
Ein wenig aufgregt war sie als sie mit wehendem Haar die Stufen hinab trat und Aion begrüsste der bereits mit dem Frühstück auf sie wartete.
Das Frühstück war einfach, aber sehr ausgewogen wie sie fand. Es war beinah alles da was man brauchte - bis auf Marmelade - die ihr schon seid mehreren Tagen sehr fehlte. Auch Saft hätte sie gerne gehabt, aber sie nahm mit dem Vorlieb was da war.
Aion war während des Frühstücks sehr still und so blieb sie es auch. Bis auf die üblichen Floskeln die man austauschte und die eigendlich nichts zu sagen hatten. Ihr Blick ruhte jedoch - ob er es bemerkte oder nicht - beinah unerlässlich auf ihm.
Sie war aufgeregt. Heute würde sie den ganzen Tag alleine mit ihm hier in dieser Abgeschiedenheit verbringen. Das brachte ihr Herz zum flattern und liess viele Schmetterlinge in ihrem Bauch umherschwirren.
Kurz fragte sie sich was er ihr heute zeigen würde...
Lasst uns heute ein wenig gemeinsam spazieren gehen. Ich möchte euch den ein oder anderen Ort zeigen, der euch sicherlich gefallen wird, ebenso denke ich, ihr wollt sicherlich auch selbst das ein oder andere entdecken." Diese Worte holten sie aus ihren Gedanken wieder herraus und sie war sich nicht sicher ob sie nicht doch rot geworden war.
Dann jedoch setzte sie sich den hübschen Hut auf und ging vor ihm aus dem Haus raus ehe sie gemeinsam den Pfad entlang gingen.
Die meiste Zeit ging sie schräg hinter ihm und sie hatte das Bedrüfniss sich bei ihm einzuhaken, doch sie liess es.
Er führte sie einige Pfade hinauf, die sie Gestern noch garnicht gesehen hatte. Bis sie beide auf einem großen Plaueau standen. Der Wind zog angenehm kühl an ihrer Kleidung und liess ihr Haar wie seidige Spinnenweben um ihren Körper wehen während er nahe an den Rand trat und die Aussicht betrachtete.
Auch ihr Blick ging über Das was sich ihr bot, doch mehrere Seitenblicke verrieten ihr, dass er weit mehr damit in Verbindung brachte als sie.
Sie sah die weiten Felder, die kleinen Städte, die Wälder und die Berge. Im Hintergrund, weit entfernt, eine Festung die sie nicht zuordnen konnte. Es war am frühen Mittag eine wirklich romantische Aussicht.
Diesmal stellte sie sich neben ihn und ergriff einfach stumm seine Hand.
Den Blick den er ihr zuwarf ignorierend, erinnerte sie sich an die Worte des Alten Eremiten.
Sie musste selbst entscheiden was sie tun wollte und was nicht...
Und sie wollte ihm ein wenig zurück geben von dem was er ihr schenkte.
Vielleicht würde ihn die Berührung stören.
Vielleicht würde er sie geniessen.
Vielleicht würde er sich dagegen streuben.
Aber sie hätte es versucht. Das war es was für sie zählte.
Eine ganze Weile lang standen sie dort oben und liessen den Vormittag dem Mittag weichen. Er schwieg. Das hatte sie irgendwie erwartet.
Er wollte wohl das die Natur auf sie wirkte und nicht er. Ein wenig amüsant war das schon, weil sie es genau umgekehrt empfand.
Es hatte etwas sehr friedliches wie sie da mit ihm stand. Die Hand in seiner, während ihr Haar in dem Wind wehte der das Plateau umspielte und an ihrem Rock zog.
Stumm genoss sie die Zeit einfach, sagte nicht viel.
"Es ist schön hier..."
"Was ist das dort?"
"Möchtest du noch etwas bleiben?"
Waren so die einzigen Dinge die ihre Lippen verliessen.
Schliesslich entschieden sie beide das es besser währe den Weg fortzusetzen und sie errötete zart als sie seine Hand wieder los liess und ihre Kleider und das Haar richtete, während er nun vorran ging.
Es liess sie wirklich seltsame Dinge tun. Seltsam empfinden. Wobei das vielleicht garnicht so seltsam war wie sie dachte...oder wie sie es sich einredete.
Was hätte sie nur dafür gegeben zu wissen was in seinen Gedanken vorging oder was in seinem Herzen..?
Hatte er bemerkt das sie gestern noch bei ihm gewesen war?...
Sie schlug die Gedanken beiseite und liess sich von ihm weiter führen. Der Tag war noch lange....
Der Raum in dem sie war war leer. Natürlich war er das, erinnerte sie sich. Aion hatte ja heute Nacht unten im Wohnraum geschlafen.
Leise raschelnd stand sie aus dem Bett auf. Ihre nackten Füsse tapsten auf dem schlichten Holzboden als sie nach ihrem Rucksack griff um dort neue Kleidung herraus zu holen.
Heute entschied sie sich für einen enganliegenden Rock und eine weite Blouse. Darauf würde sie wieder die leichten Sandalen anziehen die für das warme Wetter ausgesprochen gut waren. Leider waren die Absätze weniger gut dafür geeignet, doch sie konnte sie gut auf ihnen bewegen und war sich sicher das sie gut damit aussah.
Vor dem Fenster, sie hatte es geöffnet um die frische Morgenluft herrein zu lassen, kämmte sie ihr Haar in gleichmässigen Zügen und betrachtete die Morgensonne die sie geweckt hatte.
Hier sah alles noch viel eindrucksvoller aus als sie die Natur eh schon empfand. Wie sich der Himmel in Blau, Purpur, Rot und Orange tauchte während sich die Sonne langsam über den großen Bergmassiven brach.
Die Luft war herrlich frisch und es würde ein warmer, sonniger Tag werden. Sie durfte ihren Hut nicht vergessen. Der war an solch warmen Tagen sicherlich angebracht.
Ein wenig aufgregt war sie als sie mit wehendem Haar die Stufen hinab trat und Aion begrüsste der bereits mit dem Frühstück auf sie wartete.
Das Frühstück war einfach, aber sehr ausgewogen wie sie fand. Es war beinah alles da was man brauchte - bis auf Marmelade - die ihr schon seid mehreren Tagen sehr fehlte. Auch Saft hätte sie gerne gehabt, aber sie nahm mit dem Vorlieb was da war.
Aion war während des Frühstücks sehr still und so blieb sie es auch. Bis auf die üblichen Floskeln die man austauschte und die eigendlich nichts zu sagen hatten. Ihr Blick ruhte jedoch - ob er es bemerkte oder nicht - beinah unerlässlich auf ihm.
Sie war aufgeregt. Heute würde sie den ganzen Tag alleine mit ihm hier in dieser Abgeschiedenheit verbringen. Das brachte ihr Herz zum flattern und liess viele Schmetterlinge in ihrem Bauch umherschwirren.
Kurz fragte sie sich was er ihr heute zeigen würde...
Lasst uns heute ein wenig gemeinsam spazieren gehen. Ich möchte euch den ein oder anderen Ort zeigen, der euch sicherlich gefallen wird, ebenso denke ich, ihr wollt sicherlich auch selbst das ein oder andere entdecken." Diese Worte holten sie aus ihren Gedanken wieder herraus und sie war sich nicht sicher ob sie nicht doch rot geworden war.
Dann jedoch setzte sie sich den hübschen Hut auf und ging vor ihm aus dem Haus raus ehe sie gemeinsam den Pfad entlang gingen.
Die meiste Zeit ging sie schräg hinter ihm und sie hatte das Bedrüfniss sich bei ihm einzuhaken, doch sie liess es.
Er führte sie einige Pfade hinauf, die sie Gestern noch garnicht gesehen hatte. Bis sie beide auf einem großen Plaueau standen. Der Wind zog angenehm kühl an ihrer Kleidung und liess ihr Haar wie seidige Spinnenweben um ihren Körper wehen während er nahe an den Rand trat und die Aussicht betrachtete.
Auch ihr Blick ging über Das was sich ihr bot, doch mehrere Seitenblicke verrieten ihr, dass er weit mehr damit in Verbindung brachte als sie.
Sie sah die weiten Felder, die kleinen Städte, die Wälder und die Berge. Im Hintergrund, weit entfernt, eine Festung die sie nicht zuordnen konnte. Es war am frühen Mittag eine wirklich romantische Aussicht.
Diesmal stellte sie sich neben ihn und ergriff einfach stumm seine Hand.
Den Blick den er ihr zuwarf ignorierend, erinnerte sie sich an die Worte des Alten Eremiten.
Sie musste selbst entscheiden was sie tun wollte und was nicht...
Und sie wollte ihm ein wenig zurück geben von dem was er ihr schenkte.
Vielleicht würde ihn die Berührung stören.
Vielleicht würde er sie geniessen.
Vielleicht würde er sich dagegen streuben.
Aber sie hätte es versucht. Das war es was für sie zählte.
Eine ganze Weile lang standen sie dort oben und liessen den Vormittag dem Mittag weichen. Er schwieg. Das hatte sie irgendwie erwartet.
Er wollte wohl das die Natur auf sie wirkte und nicht er. Ein wenig amüsant war das schon, weil sie es genau umgekehrt empfand.
Es hatte etwas sehr friedliches wie sie da mit ihm stand. Die Hand in seiner, während ihr Haar in dem Wind wehte der das Plateau umspielte und an ihrem Rock zog.
Stumm genoss sie die Zeit einfach, sagte nicht viel.
"Es ist schön hier..."
"Was ist das dort?"
"Möchtest du noch etwas bleiben?"
Waren so die einzigen Dinge die ihre Lippen verliessen.
Schliesslich entschieden sie beide das es besser währe den Weg fortzusetzen und sie errötete zart als sie seine Hand wieder los liess und ihre Kleider und das Haar richtete, während er nun vorran ging.
Es liess sie wirklich seltsame Dinge tun. Seltsam empfinden. Wobei das vielleicht garnicht so seltsam war wie sie dachte...oder wie sie es sich einredete.
Was hätte sie nur dafür gegeben zu wissen was in seinen Gedanken vorging oder was in seinem Herzen..?
Hatte er bemerkt das sie gestern noch bei ihm gewesen war?...
Sie schlug die Gedanken beiseite und liess sich von ihm weiter führen. Der Tag war noch lange....
-
Aion Astarioth
Der Anblick der Burg am Horizont hatte mich wahrlich etwas aus dem Konzept gebracht. Welche Erinnerungen doch daran hingen. Liebevolle Momente mit Yuna und Mutter, so wenige, so hauchzarte Momente. Dann... kalte, unbeugsame Momente mit dem Mann, den ich nicht mehr als meinen Vater anerkannte. Momente, die mich gelehrt hatten, um mein Herz einen Schutzwall zu ziehen. Eine unüberwindliche Mauer, die ich niemandem zu überqueren gestatten würde. Plötzlich fühlte ich eine zarte, zaghafte Berührung an meiner Hand. Kurz wanderte mein Blick und ich erkannte Isabelles Hand, die sich vertrauensvoll in die meine gelegt hatte. War ich nicht nur wegen ihr hier her gekommen? War ich ebenso hier her gekommen um meine Seele zu bereinigen und Frieden zu finden? Würde ich je Friede finden, wenn ich nicht in regelmäßigen Abständen hier her zurück kehren würde, stetig an diesen Ort gebunden?
Genug der müßigen Gedanken. Sacht löste ich meine Hand von ihrer und wir machten uns wieder an den Abstieg. Bis zur Quelle war es noch ein kleines Wegstück, doch wir hatten noch viel Zeit. Hier und da machte ich sie auf die ein oder andere Kleinigkeit aufmerksam. Sei es ein Reh, dass neugierig hinter einem Baum hervorlugte, sei es eine sonnenbeschienene Lichtung, oder einfach nur eine interessante Felsformation. Felsformation... dachte ich, als mir auch promt eine solche ins Auge fiel. Meine Lippen verzogen sich unweigerlich zu einem grinsen, dass ich mit einem Hustenanfall zu kaschieren versuchte, was mir aber leider nicht so ganz gelang. Dieser komische Stein sah doch tatsächlich aus, wie mein alter Freund, der uns Unterschlupf in diesem Tal gewährt hatte. Hatte sie den Stein entdeckt? Sicherlich wunderte sie sich über mein seltsames Benehmen, doch diese Ähnlichkeit war einfach zu lustig. Kopfschüttelnd grinsend betrachtete ich den Stein.
[img]http://userpage.fu-berlin.de/~corff/im/Picture/xunquluu.jpg[/img]
Genug der müßigen Gedanken. Sacht löste ich meine Hand von ihrer und wir machten uns wieder an den Abstieg. Bis zur Quelle war es noch ein kleines Wegstück, doch wir hatten noch viel Zeit. Hier und da machte ich sie auf die ein oder andere Kleinigkeit aufmerksam. Sei es ein Reh, dass neugierig hinter einem Baum hervorlugte, sei es eine sonnenbeschienene Lichtung, oder einfach nur eine interessante Felsformation. Felsformation... dachte ich, als mir auch promt eine solche ins Auge fiel. Meine Lippen verzogen sich unweigerlich zu einem grinsen, dass ich mit einem Hustenanfall zu kaschieren versuchte, was mir aber leider nicht so ganz gelang. Dieser komische Stein sah doch tatsächlich aus, wie mein alter Freund, der uns Unterschlupf in diesem Tal gewährt hatte. Hatte sie den Stein entdeckt? Sicherlich wunderte sie sich über mein seltsames Benehmen, doch diese Ähnlichkeit war einfach zu lustig. Kopfschüttelnd grinsend betrachtete ich den Stein.
[img]http://userpage.fu-berlin.de/~corff/im/Picture/xunquluu.jpg[/img]
-
Isabelle von Silberloren
Mit einem seltsam zufriedenen, fröhlichen Lächeln bestaunte und betrachtete sie alles auf das Aion deutete. Hier und da hielt sie an um sich etwas anzusehen oder eine Blume zu pflücken die sie besonders hübsch fand.
Eine davon steckte sie ihm ins Haar als er gerade sehr seltsam hustete.
Ihre Stirn kräuselte sich leicht während sie sein merkwürdiges Gehabe versuchte zu interpretieren. Lachte er etwa? Über was?...
Ihr Blick ging umher ehe sie den Vermeindlichen Verursacher für sein seltsames Betragen entdeckte. Ein Stein der eine sehr eigenwillige Form besaß. Es war schwer zu sagen ob er von einem Menschen so hergerichtet oder tatsächlich durch puren Zufall so "gewachsen" war aber er sah doch recht amüsant aus. Das Bild eines Gesichtes liess sich darauf erkennen und es schien Aion an irgendetwas zu erinnern, dass ihn so merkwürdig lachen liess.
Sie schenkte ihm eines ihrer schönsten Lächeln während er weiterhin versuchte das ganze zu überspielen. Mit einem viel zu ernsten Räuspern fing er sich endlich wieder und trat mit ihr den weiteren Weg an.
Die Sonne wurde von ein paar Bäumen verdeckt als sie auf eine Lichtung traten. Aus einer großen Formation von Felsen entspang eine Quelle kristallklaren Wassers, die sich langsam in einem kleinen Fluss brach und wand. Es hatte ein wenig von dem Fluss an dem sie Gestern gewesen war, auch wenn das hier mehr als Bach zu bezweichnen sein müsste.
Vermutlich würde er den größeren Fluss speisen der sich hier durch das Tal zog. Ein Ableger vermutlich.
Sie trat langsam an das Ufer und band schon die hohen Riemchen ihrer Sandalen auf, was ihr seltsam blicken liess. Sie kicherte dabei und warf ihre überteuren Sandalen ins Gras um mit nackten Füssen und erhobenem Rock in den Bach zu waten. Das Wasser war herrlich kühl und frisch. Fische gab es hier keine. Das war nicht verwunderlich, immerhin war das Wasser hier viel zu unruhig. Aber die Steine waren angenehm abgeflacht durch die Strömung und gaben einen sanften Untergrund auf dem man laufen konnte.
In er Mitte des Baches musste das Wasser etwa Hüfttief sein und sie band den Rock knapp an der hälfte ihrer Oberschenkel zusammen, das er dort hielt und watete tiefer. Das Gefühl des kühlen Wasserstromes um ihre nackten Beine gab ihr ein unglaublich befreiendes Gefühl.
Dort stehen bleibend blickte sie zurück zu Aion der sie mit einem, für sie mehrdeutigen Blick, beobachtete. Irgendwie schien er zufrieden hatte sie den Eindruck.
Ein wenig kam sie sich in dem Moment vor wie ein Versuchsobjekt das er untersuchte und sich freute das es sich so verhielt wie er es sich erhofft hatte. Daraufhin verzog sie trotzig das Gesicht und warf ihm eine Hand kaltes Wasser zu.
Daraus entbrannte eine kurze aber nichts desto trotz lustige Wasserschlacht die er halbherzig erwiederte indem er immer wieder mit Wasser am Ufer nach ihr trat oder warf.
Ein wenig später ruhte sie unter einer großen Eiche nahe des Flussbeckens. Ihre Kleider waren ziemlich durchnässt und mussten erstmal trocknen, doch sie traute sich nicht sie auszuziehen. Viel zu groß war die Scham die sie dabei empfand. Stattdessen hatte sie die Arme um die Brust gefaltete und die Beine ausgestreckt.
Aion saß einen Meter weiter weg von ihr und betrachtete wieder die Umgebung.
Er schien wirklich viel mit dem allem zu verbinden. Eigendlich müsste ihr das klar sein. Immerhin musste er hier sehr viel Zeit verbracht haben und sehr viel Erkenntnis gewonnen. Er hatte eine schlimme Zeit durchgestanden wie sie wusste. Es entlockte ihr ein kaum hörbares Seufzen während sie mal wieder über ihn nachdachte.
Genoss er die Zeit mit ihr so wie sie diese mit ihm genoss?
Was empfand er nur dabei?
Wollte er einfach nur helfen?
War das reine Selbstlosigkeit?
Was war das....?
Ihr fiel keine Antwort dazu ein. Auf sein Drängen hin , sie sollen noch woanders hingehen schüttelte sie den Kopf. Sie wollte hier bleiben. Es war sehr schön und idylisch hier. Der Abend würde bestimmt wundervoll hier werden.
Einige Stunden vergingen und Aion schien an einem Baum zu dösen als sie sich wieder aus dem Gras erhob und zum Ufer zurück tapste. Ihre Füsse raschelten leise im satten Gras. Das Wasser schoss den Bach hinab und verlor sich irgendwo im Wald. Hier war sehr viel Leben. Genug das man es greifbar spühren konnte, obwohl es hier so abgeschieden war.
Vermutlich war dies der Grund der Aion so friedlich stimmte.
Ihr Blick ging gen Himmel, durch die Blätterdächer wo sich die strahlen der frühen Abendsonne brachen und das Areal in ein warmes Rot-Orangenes Licht tauchten. . . .
Eine weile stand sie so dar, liess Aion vor sich hindösen. Vielleicht gab er ja auch nur vor zu schlafen. Das wusste man bei ihm nie so genau.
Dann erklang ihre helle, zarte Stimme. Erst zaghaft und leise, doch bald liess sie ihre Hemmung fallen und sang gefühlvoll in die Idylle dieses Ortes hinein ihr Lied, das sich irgendwo in den Wäldern verlor und durch den Wind getragen wurde.
Ihre Stimme schwang von Gefühl und Emotion. Das hatte sie schon immer gut beherrscht. Ihre Gefühle durch ihren Gesang gleiten zu lassen.
Er steht in meinem Schatten
Er sieht mehr in mir
Glaubt das ein Licht in mir ist
Er ist sich sicher
Und die Wahrheit macht mich stärker
Erkennt er...?
Ich wache jeden Morgen auf
Mit dieser Stärke direkt neben mir
Ich bin keine Heldin
Ich bin kein Engel
Ich bin nur eine Frau!
Eine Frau die danach strebt geliebt zu werden
Mehr als jede andere
In seinen Augen bin ich
Diese Welt dreht sich, weiter und weiter
Nur er stillt mein Herz
Er ist meine Inspiriation
Mein Morgenstern
Ich zähle nicht, wer mich verliess
Alles was ich Mein nenne
Ich gebe ihm einen Grund
Bis zum Ende aller Zeit
Ich bin keine Heldin
Ich bin kein Engel
Ich bin nur eine Frau!
Eine Frau die danch strebt gebliebt zu werden
Mehr als jede andere
In seinen Augen bin ich!
In seinen Augen
Sehe ich den Himmel
Alles was ich jemals brauchte
In seinen Augen
Alles verfliegt darin
In seinen Augen....wartet er auf mich!
Verschwunden....
Verschwunden...
Verschwunden...
Ohhhhohoooo...
Ich bin keine Heldin...
Ich bin kein Engel...
Ich bin nur...
Eine Frau!!
Eine Frau die geliebt werden möchte
Wie keine andere!
In seinen Augen bin ich!
In seinen Augen bin ich!
In seinen Augen bin ich!
Während sie sang glitten ihre Hände an ihren Busen. Falteten sich dort zusammen und sie schloss die Augen. Sang aus tiefstem Herzen und es machte ihr plötzlich nichts mehr aus das noch jemand hier war, der das vielleicht sogar verstand. Es war als währe sie woanders in dem Moment. Als währe sie jemand anders, während ihr Gesang durch die Wildniss floss und sich irgendwo in der Zeit verlieren würde.
Erst nachdem sie noch lange die Melodie gesummt hatte und der Text schon vorbei war, öffnete sie die Augen wieder und sah erneut gen Himmel auf....
Eine davon steckte sie ihm ins Haar als er gerade sehr seltsam hustete.
Ihre Stirn kräuselte sich leicht während sie sein merkwürdiges Gehabe versuchte zu interpretieren. Lachte er etwa? Über was?...
Ihr Blick ging umher ehe sie den Vermeindlichen Verursacher für sein seltsames Betragen entdeckte. Ein Stein der eine sehr eigenwillige Form besaß. Es war schwer zu sagen ob er von einem Menschen so hergerichtet oder tatsächlich durch puren Zufall so "gewachsen" war aber er sah doch recht amüsant aus. Das Bild eines Gesichtes liess sich darauf erkennen und es schien Aion an irgendetwas zu erinnern, dass ihn so merkwürdig lachen liess.
Sie schenkte ihm eines ihrer schönsten Lächeln während er weiterhin versuchte das ganze zu überspielen. Mit einem viel zu ernsten Räuspern fing er sich endlich wieder und trat mit ihr den weiteren Weg an.
Die Sonne wurde von ein paar Bäumen verdeckt als sie auf eine Lichtung traten. Aus einer großen Formation von Felsen entspang eine Quelle kristallklaren Wassers, die sich langsam in einem kleinen Fluss brach und wand. Es hatte ein wenig von dem Fluss an dem sie Gestern gewesen war, auch wenn das hier mehr als Bach zu bezweichnen sein müsste.
Vermutlich würde er den größeren Fluss speisen der sich hier durch das Tal zog. Ein Ableger vermutlich.
Sie trat langsam an das Ufer und band schon die hohen Riemchen ihrer Sandalen auf, was ihr seltsam blicken liess. Sie kicherte dabei und warf ihre überteuren Sandalen ins Gras um mit nackten Füssen und erhobenem Rock in den Bach zu waten. Das Wasser war herrlich kühl und frisch. Fische gab es hier keine. Das war nicht verwunderlich, immerhin war das Wasser hier viel zu unruhig. Aber die Steine waren angenehm abgeflacht durch die Strömung und gaben einen sanften Untergrund auf dem man laufen konnte.
In er Mitte des Baches musste das Wasser etwa Hüfttief sein und sie band den Rock knapp an der hälfte ihrer Oberschenkel zusammen, das er dort hielt und watete tiefer. Das Gefühl des kühlen Wasserstromes um ihre nackten Beine gab ihr ein unglaublich befreiendes Gefühl.
Dort stehen bleibend blickte sie zurück zu Aion der sie mit einem, für sie mehrdeutigen Blick, beobachtete. Irgendwie schien er zufrieden hatte sie den Eindruck.
Ein wenig kam sie sich in dem Moment vor wie ein Versuchsobjekt das er untersuchte und sich freute das es sich so verhielt wie er es sich erhofft hatte. Daraufhin verzog sie trotzig das Gesicht und warf ihm eine Hand kaltes Wasser zu.
Daraus entbrannte eine kurze aber nichts desto trotz lustige Wasserschlacht die er halbherzig erwiederte indem er immer wieder mit Wasser am Ufer nach ihr trat oder warf.
Ein wenig später ruhte sie unter einer großen Eiche nahe des Flussbeckens. Ihre Kleider waren ziemlich durchnässt und mussten erstmal trocknen, doch sie traute sich nicht sie auszuziehen. Viel zu groß war die Scham die sie dabei empfand. Stattdessen hatte sie die Arme um die Brust gefaltete und die Beine ausgestreckt.
Aion saß einen Meter weiter weg von ihr und betrachtete wieder die Umgebung.
Er schien wirklich viel mit dem allem zu verbinden. Eigendlich müsste ihr das klar sein. Immerhin musste er hier sehr viel Zeit verbracht haben und sehr viel Erkenntnis gewonnen. Er hatte eine schlimme Zeit durchgestanden wie sie wusste. Es entlockte ihr ein kaum hörbares Seufzen während sie mal wieder über ihn nachdachte.
Genoss er die Zeit mit ihr so wie sie diese mit ihm genoss?
Was empfand er nur dabei?
Wollte er einfach nur helfen?
War das reine Selbstlosigkeit?
Was war das....?
Ihr fiel keine Antwort dazu ein. Auf sein Drängen hin , sie sollen noch woanders hingehen schüttelte sie den Kopf. Sie wollte hier bleiben. Es war sehr schön und idylisch hier. Der Abend würde bestimmt wundervoll hier werden.
Einige Stunden vergingen und Aion schien an einem Baum zu dösen als sie sich wieder aus dem Gras erhob und zum Ufer zurück tapste. Ihre Füsse raschelten leise im satten Gras. Das Wasser schoss den Bach hinab und verlor sich irgendwo im Wald. Hier war sehr viel Leben. Genug das man es greifbar spühren konnte, obwohl es hier so abgeschieden war.
Vermutlich war dies der Grund der Aion so friedlich stimmte.
Ihr Blick ging gen Himmel, durch die Blätterdächer wo sich die strahlen der frühen Abendsonne brachen und das Areal in ein warmes Rot-Orangenes Licht tauchten. . . .
Eine weile stand sie so dar, liess Aion vor sich hindösen. Vielleicht gab er ja auch nur vor zu schlafen. Das wusste man bei ihm nie so genau.
Dann erklang ihre helle, zarte Stimme. Erst zaghaft und leise, doch bald liess sie ihre Hemmung fallen und sang gefühlvoll in die Idylle dieses Ortes hinein ihr Lied, das sich irgendwo in den Wäldern verlor und durch den Wind getragen wurde.
Ihre Stimme schwang von Gefühl und Emotion. Das hatte sie schon immer gut beherrscht. Ihre Gefühle durch ihren Gesang gleiten zu lassen.
Er steht in meinem Schatten
Er sieht mehr in mir
Glaubt das ein Licht in mir ist
Er ist sich sicher
Und die Wahrheit macht mich stärker
Erkennt er...?
Ich wache jeden Morgen auf
Mit dieser Stärke direkt neben mir
Ich bin keine Heldin
Ich bin kein Engel
Ich bin nur eine Frau!
Eine Frau die danach strebt geliebt zu werden
Mehr als jede andere
In seinen Augen bin ich
Diese Welt dreht sich, weiter und weiter
Nur er stillt mein Herz
Er ist meine Inspiriation
Mein Morgenstern
Ich zähle nicht, wer mich verliess
Alles was ich Mein nenne
Ich gebe ihm einen Grund
Bis zum Ende aller Zeit
Ich bin keine Heldin
Ich bin kein Engel
Ich bin nur eine Frau!
Eine Frau die danch strebt gebliebt zu werden
Mehr als jede andere
In seinen Augen bin ich!
In seinen Augen
Sehe ich den Himmel
Alles was ich jemals brauchte
In seinen Augen
Alles verfliegt darin
In seinen Augen....wartet er auf mich!
Verschwunden....
Verschwunden...
Verschwunden...
Ohhhhohoooo...
Ich bin keine Heldin...
Ich bin kein Engel...
Ich bin nur...
Eine Frau!!
Eine Frau die geliebt werden möchte
Wie keine andere!
In seinen Augen bin ich!
In seinen Augen bin ich!
In seinen Augen bin ich!
Während sie sang glitten ihre Hände an ihren Busen. Falteten sich dort zusammen und sie schloss die Augen. Sang aus tiefstem Herzen und es machte ihr plötzlich nichts mehr aus das noch jemand hier war, der das vielleicht sogar verstand. Es war als währe sie woanders in dem Moment. Als währe sie jemand anders, während ihr Gesang durch die Wildniss floss und sich irgendwo in der Zeit verlieren würde.
Erst nachdem sie noch lange die Melodie gesummt hatte und der Text schon vorbei war, öffnete sie die Augen wieder und sah erneut gen Himmel auf....