Brennen soll das Räuberpack!

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Melakur Vidori

Brennen soll das Räuberpack!

Beitrag von Melakur Vidori »

Ein Räuberlager war da und das mitten im Protektorat der Bruderschaft der Streiter Temoras!

Anfangs ein kaum ernst zunehmender Haufen von drei Trunkenbolden mit Messern in der Hand, war es nun ein mit Holzpalisaden befestigtes Lager, besetzt mit dutzenden Männer, die zwar immer noch versoffene Wegelagerern waren aber immerhin mit ihren Waffen umgehen konnten. Sie überfielen nicht mehr nur kleine verängstigte Laufburschen oder einen in die Jahre gekommen Holzfäller, sondern überfielen auch die Bewohner des Protektorats und die Mitglieder der Bruderschaft.
Es musste etwas geschehen! Das Räuberlager und vor allem die Räuber mussten weg! Verbrennen sollen sie samt ihrem Lager!
Deswegen sollte es eines der Haupthemen der nächsten Versammlung der Bruderschaft sein, aber mit den Vorbereitungen wurde jetzt schon begonnen, denn, dass das Räuberlager angegriffen und niedergerissen werden sollte stand fest nur noch das Wie war zu klären.

Deswegen schlich sich Melakur seit dem Ende der letzten Woche jeden Tag zum Lager der Räuber. Er fertigte einen Grundriss des Lagers, notierte sich die Eigenarten und Gewohnheiten jedes einzelnen Räubers, die vielleicht nützlich werden könnten, welche Waffengattung sie führten, machte ein grobes Schema der Hierarchie dieser Bande und erstellt schon einige grobe Angriffspläne, welche er auf dem Papier niederkritzelte.

15. Eluviar 251
*Schon über eine Stunde hockte Melakur auf einem der Bäume nahe dem Räuberlager an diesem verregneten Morgen. Da er an diesem Tag schon sehr früh aufstand, um das Lager auszukundschaften, hatte er keine Zeit gehabt in der Burg zu frühstücken aber zum Glück hatte er sich ja etwas Proviant mitgenommen. Wie er nun da auf dem Ast sitzt und sich genüsslich ein Stück Fleisch in den Mund schieb, während er beobachtet wie das versoffene Pack ihren Rausch auf dem nun matschigen Erdboden ausschläft, macht er sich seine Gedanken über diese Wegelagerer.

,,Elendes Pack! Ich würde euch alle jetzt gleich erschießen, wenn das nicht gegen die sieben Tugenden verstoßen würde. Aber sowas kennt ihr ja nicht. Ihr verstoßt ja absichtlich gegen jede Tugend.
Tapferkeit. Drei erwachsene Männer, mit Messern und Knüppeln bewaffnet gegen einen kleinen unbewaffneten Laufburschen. Da wäre der kleine Junge tapfer aber nicht diese elenden Räuber.
Ehre.
. Einen alten Holzfäller nachts zu dritt überfallen, der Erste lenkt ihn ab, der Zweite schneidet ihm den Goldbeutel vom Gürtel und der Dritte sticht ihm hinterrücks das Messer ins Kreuz. Noch hinterhältiger geht es wohl kaum noch.
Opferbereitschaft.
. Raffgierig seine Beute horten und ja keinem anderen etwas davon abgeben. Das einzige was ein Räuber opfern würde wäre einer seiner Kameraden, damit sein eigener Anteil an der Beute noch größer wird.
Mitgefühl.
. Einem bis aufs letzte Hemd ausgeraubte Opfer, das um Gnade bettelnd auf den Knien herumrutsch, die Kehle durchzuschneiden zeugt nicht von Mitgefühl, sondern von Kaltherzigkeit.
Gerechtigkeit.
,,Wir nehmen es den Reichen und geben es denen, die es brauchen, nämlich uns‘‘ Pah, das ich nicht lache. Wohlstand und Reichtum muss man sich verdienen und nicht anderen rauben.
Geistigkeit.
. In eine Kirche zu gehen, um dort den Priester zu verspotten, das Inventar zu rauben, die Gläubigen anzupöbeln und den Göttern zu lästern beweist nicht das man besonders geistlich ist, sondern vom genauen Gegenteil.
Demut.
. Sich über alles und jeden lustig zu machen und sich über jedwede Instanz zu setzen, selbst die göttliche, zeigt wie arrogant und selbstüberschätzend ihr seid. ‘‘


Als so in seine Gedanken versunken ist, hört er plötzlich ein unfreundliches ‚, Ey! ‘‘ von unter her zu ihm herauf grollend. Davon völlig überrascht fällt er wie zu Stein erstarrt, rückwärts den Ast hinunter auf den, zum Glück matschigen; Erdboden und seinem Armbrust ihm nach. Die Banditin, der Melakur ungewollt beim Wasserlassen gestört hatte, takelte wutentbrannt mit ihrem Stab auf ihn zu. Was sollte er nun tun? Die Armbrust lag einen Schritt weit weg, außerdem hatte sich durch den Sturz ein Schuss gelöst und der Bolzen flog irgendwo in den Wald hinein. Die noch halb im Rausch stehende Banditin schlug auf ihn ein doch zum Glück traf sie nur die Schulter und nicht wie wohl von ihr gewollt den Kopf von Melakur. Er hatte keine Wahl er musste sich mit den Fäusten verteidigen. Eine Linke, eine Rechte und noch ein linker Hacken mit den von Nieten gespickten Handschuhen und die Banditin taumelte erst einmal angeschlagen vor sich hin. Genug Zeit, um sich seine Armbrust zu schnappen und zu spannen. Kaum den Bolzen eingelegt stürmte sie auch schon wieder auf ihn zu. In dieser Ungünstigen Lage entschloss er sich kurzerhand sie aus dem Waldstück auf die Straße zu führen, hier konnte er besser schießen. Ihm nachstolpernd, traf sie der Bolzen tödlich, als sie gerade dabei war die Straße zu betreten. Kaum berührte der leblose Körper die Straße kam auch schon Moira angeritten. Melakur erzählt ihr kurz was hier vorgefallen war, nachdem er nun endlich das Stück Fleisch heruntergeschluckt hatte, an welchem er vorhin beim Wegrennen beinahe erstickt wäre. Nachdem dann Moira weggeritten war galt es die Leiche der Wegelagerin zu beseitigen, denn wen man sie finden würde, würden die Räuber bald merken, dass man gegen sie vorgehen würde. Danach setzte Melakur seine Observation fort, doch auch wenn die Leiche beseitigt wurde, würde es doch bald auffallen, dass eine Räuberin fehlte. Auch der Bolzen, der sich durch den Sturz vom Baum löste und den er in der Eile völlig vergessen hatte und nun in irgendeinem Baum im Waldstück steckte, war verräterisch. Besonders dadurch das in den seinen Schaft ‚, Für Temora!‘‘ eingeritzt war und er somit eindeutig als Nicht-Räuber Bolzen gekennzeichnet war.*
Zuletzt geändert von Melakur Vidori am Samstag 17. Mai 2008, 12:02, insgesamt 1-mal geändert.
Melakur Vidori

Beitrag von Melakur Vidori »

17. Eluviar 251

Ein neuer Tag und wieder einmal musste Melaur früh aufstehen, um zum Räuberlager zu gelangen, um es zu observieren. Er war müde, denn die letzte Nacht war lang, aber das Lager musste ausgekundschaftet werden wenn man später beim Angriff keine böse Überraschung erleben wollte.,,Selbst schuld, wenn man sich freiwillig für diese Aufgabe meldete.‘‘
Naja zumindest war das Lager morgens immer ruhig. Es war schon fast die 11. Morgenstunde und es waren kaum ein halbes Dutzend Banditen wach.,, Kein Wunder, wenn man die ganze Nacht durch macht und sich dir Birne zu kippt, da will man ja gar nicht mehr aufstehen. ‘‘ Was gab es nun also zu notieren? Räuber gehen (sehr) spät schlafen; stehen (sehr sehr) spät morgens auf;...
Beim Aufschreiben der Notizen musste man sehr vorsichtig sein, denn dieses Mal kletter Melakur nämlich nicht an einer Eiche oder einem Walnussbaum hoch, sondern an einer Zeder.,, Was für eine bescheuerte Idee ausgerechnet an einer Zeder hoch zu klettern! ‘‘Die Nadeln Zeder schütz nicht einmal halb so gut wie Blätter eines Laubaumes, die Äste waren dünn und zum Sitzen gar nicht geeignet, sodass man sich am Stamm festhalten musste und seine Füße auf zwei Äste abstellte und die Zedernadeln stachen einem ins Gesicht. So wurde jede Notiz zu einer akrobatischen Meisterleistung, bei der es auch noch galt nicht entdeckt zu werden.
Das erste was ein Räuber nach dem Aufstehen tat war, nach einer Flasche Bier zu greifen und einen ordentlichen Schluck davon zu nehmen. Gewaschen wurde sich nicht, egal ob die Kleidung dreckig vom matschigen Boden war auf dem man schlief oder ob noch verkrustete Reste vom letzten abendlichem Festmahl am Hemd zu finden waren, die davon rührten, das man sich nach übermäßigem Alkoholkonsum nicht mehr beherrschen konnte, oder ein anderer. ,, Bäh! Das einzige Wasser da die wohl sehen ist, das Regentropfen. ‘‘– Diese Feststellung zeigte wie sehr sich diese Sorte von Menschen von anderen unterschieden, jedoch taugte diese Tatsache leider nicht entscheidende Information für einen Angriff, also wurde sie gestrichen.-
Danach kletterte man durch kleine undichte Stellen in den Holzpalisaden, um seine Notdurft zu verrichten. Dies war schon eine sehr viel wichtigere Information, nicht wegen den körperlichen Bedürfnissen der Wegelagerer, sondern wegen den nicht vollständig geschlossenen Holzpalisaden. Durch diese Löcher konnte man fast ungehindert durch die Palisaden hindurch, wenn man leicht oder gar nicht gepanzert war wie die Räuber. Ein Krieger in voller Montur konnte also nicht das Räuberpack von hinten her aufmischen und ein Schütze wäre der zahlenmäßigen Überlegenheit der Räuber im Lager auch nicht gewachsen. Also schied das auch schon einmal aus. Aber die Löcher konnten als Fluchtwege benutz werden wenn der Kampf im Lager tobt.,,Mhhh...‘‘ Hier musste man sich etwas einfallen lassen.
Ein Schwachpunkt an der Befestigung war allerdings, dass die Holzpalisaden nur an der Südseite für Schützen begeh- und verteidigbar waren. Auch das das Lager kein Tor hatte konnte genutzt werden, so kann man nämlich direkt einfallen und musste es nicht erst unter dem Beschuss der feindlichen Schützen aufbrechen.

Melakurs Magen grummelte und verlange nach Essen. Er hatte den ganzen Tag noch nichts gegessen aber hier essen konnte er nicht. Er würde von der Zeder fallen, wenn er noch zusätzlich mit Essen hantieren würde und außerdem wollte er sich nicht wie vor zwei Tagen entdecken lassen, als er sich gerade genüsslich ein Stück Fleisch in den Mund schob. So kletterte er wieder vom Baum herab und schlich sich zurück in die Burg.
Melakur Vidori

Beitrag von Melakur Vidori »

20. Eluviar 251

Wieder machte Melakur sich auf zum Räuberlager, um zu sehen ob es dort etwas Neues zu erfahren gab. ,, Mist Wetter! Ich hasse Regen! ‘‘‘‘, fluchte er auf dem Weg dort hin, als ihn ein große Regentropfen direkt im Nacken traf und ihm kalt den Rücken runter lief. Als er dann durch den matschigen Waldboden gestapft war und um das Lager herumschlich enddeckte er auch bald etwas Neues am Lager, es war der Bandit den man an die Holzpalisaden genagelt hatte. ,, Was ist das den?‘‘, fragte er sich leise. Bei näherer Betrachtung erkannte er dann, dass es sich wohl um einen Räuber handelte und nicht um einen Mann den Mann überfallen hatte. ,, Ich möchte zu gerne wissen, warum die sich jetzt schon gegenseitig die Kehle durchschneiden. ‘‘ Als der Regen für eine kurze Zeit aufhörte und die Wolken sich weiterbewegten, sodass sich nun eine Loch in der Wolkendecke über dem Räuberlager auftat, traf Melakur plötzlich etwas direkt ins Auge. ,, Argh, verdammt! ‘‘, fuhr es aus ihm heraus. Er taumelte zwei Schritte zurück in den Schatten eines Baumes und der Schmerz hörte abrupt auf. Hektisch spähte er nach der Ursache für diesen Schmerz und dieser wurde auch alsbald gefunden. ,, Ah es war nur ein Sonnenstrahl, der durch das Loch in der Wolkendecken kam und am Eisentor des Lager in mein Auge reflektiert wurde. Eisentor??? Das war vor drei Tagen noch nicht da. Verdammt! Das verändert jetzt die ganze Situation und macht den Angriff natürlich viel schwieriger! ‘‘ , schoss es ihm durch den Kopf. Sofort stampfte er zurück zur Burg und hinterließ tiefe Spuren im Matsch.
Rafael von Arganta

Beitrag von Rafael von Arganta »

Ein einfaches Treffen hatte es sein sollen, Charlotta mit der Führerin der Gefährtinnen war dort, und er kam mit Alexandre, Hudgar und Cyprian.
Das Gespräch näherte sich dem Ende als man von draussen hatte Stimmgen gehört, und Rafael befahl Alexandre nach zu sehen.
Als dieser sich dann sichtlich im lautstarken Disput mit einigen Strauchdieben befand, entschloss man sich nach zu sehen.

Tatsächlich war es so.
Alexandre erwische zwei Diebe die ein Schaf unter dem Arm trugen, und es nicht her zu geben gedachten.
Dies änderte sich auch nicht, als nun Rafael mit seiner Gruppe, allesamt schwer gerüstete hinzutraten.
Seltsam Großmaulig gaben sie sich und das Warum war schnell geklärt.
Hinter ihnen rottete sich eine Gruppe von ihnen zusammen.
10 ... 20 Mann mochten es gewesen sein.
Allesamt mit Waffen bewaffnet vom Knüppel bis zum Zweihänder, doch schlecht gerüstet, was ihren Kampfgeist nicht im mindesten schmälerte.

20 Mann ... gegen 6 ausgebildete Kämpfer ...
Hudgar der Mann der alle Waffenarten beherschte und als bester Kämpfer galt... Alexandre, der Knappe der sicher bald die Ritterwürden erlangen würde, und den arnsberger Kampfstil gewohnt war... Cyprian... die beiden Kampferfahrenen Gefrährtinnen... Charlotta schnallte ihren Zweihänder vom Rücken und er selber .. Kronritter des Reiches?
Es sprach von Hohn wenn jene wirklich gedachten an zu greifen.
Es würde in einem schieren Gemetzel enden, und das wollte Rafael nicht wirklich.

Er empfahl den "Bauern" ihre Waffen nieder zu legen.
Er forderte sie mehrmals auf, doch jene dachten nicht einmal daran.
War es Mut oder gar Wahnsinn ... nein eher Dummheit die sie verleiteten.
Sie Johlten und sangen lauthals von ihrem Führer Harokas dem Schlitzer, und sie spotteten über jene die ihnen gegnüber standen und dem Reich.
Einfach niederschlagen ? Dann festnehmen?
Rafael fluchte leise und betete insgeheim Eluive oder Temora möge den Menschen dort Hirn geben.
Sie konnten doch nicht wirklich annehmen einen Hauch einer Chance zu haben.
"Die Waffen weg!" brüllte er ihnen noch einmal entgegen, "Es muss kein Blut fließen."
Aber man hörte nicht. Wer dieser Bauern den Angriffsbefehl gab, vermochte er nicht einmal aus zu machen, als der Mob auf sie einstürmte.

Schon hatte Rafael den Schild erhoben wehrte die ersten Angreifer ab, fast fassungslos darüber das sie es wirklich wagen.
Um ihn herum Kampfgeschrei und das Klingen von Stahl auf Stahl.
Nur für den Moment noch begnügte er sich den Angreifer vor ihm der vehement versuchte auf ihn ein zu dreschen mit dem Schild davon zu schieben, noch immer gehemmt auf jene ein zu schlagen, dann jedoch griff ihn ein zweiter Mann an.
Noch einmal brüllte er sie sollen sich ergeben, dann jedoch wehrte er sich und schlug zurück.
Den einen oder andren verletzte er so das sie flohen aber einigen konnte er einfach nicht mehr helfen.

Als die Schlacht vorbei war befahl er aus Berchgard Hilfe zu holen.
Man möge sich um die Toten kümmern und einen Priester auftreiben.
Bevor er zu seinen Leuten ging.
Alle waren wohlauf. Niemand verletzt.
Selbst Luca der hinter ihnen stand hatte nicht einen Kratzer abbekommen.

Langsam näherte er sich dem einzigsten Gefangenen den sie hatten machen können.
Und er verriet ihm das sie wohl aus dem Räuberlager kamen von dem schon länger die Rede war.
Rafael befahl ihm sie hin zuführen und er bot an es zu tun.
Was dann jedoch kam hätte er sich denken können.
Eine Falle.
Noch während sie gingen, wurden sie erneut angegriffen.
Sie schienen von überall her zu kommen. Ein Heuschreckenschwarm gleich und erneut konnten sie nichts tun als sich zu wehren.
Ihrer Aufforderung sich zu ergeben kamen sie nicht nach, sondern suchten ihr Heil darin zu viert oder fünft auf einen der Gerüsteten zu stürmen. Sie hatten wohl mehr Angst vor ihrem Anführer als vor dem Tode.
Rafael drängte sich oftmals zwischen den Angreifern und Luca der so keine Chancen hatte, aber ewig vermochte auch er nicht auf ihn Acht zu geben.
So war am Ende Luka der einzigste auf seiner Seite der verletzt wurde.
Zum Glück nur eine Gehirnerschütterung.
Was war das schon im Gegenzug zu den vielen Leichen um sie herum.
„Eluive vergebe mir.“ Murmelte Rafael um sich herumschauend, und schickte dann erneut Cyprian los, Gardisten zu holen die das hier aufräumen sollten, und dann einen Priester der sich um die Seelen kümmern sollte.
Es wurde wohl wirklich langsam Zeit sich einmal um diesen Harokas selber zu kümmern.
Er würde die Bruderschaft anschreiben, so viel er wusste wollten auch sie sich um diese Banditen kümmern.
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