Sternennebel

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Thancred

Sternennebel

Beitrag von Thancred »

Metall!
ein ehernes Lied dass allmeißt nur in schneidender Schrärfe, oder adamantenem Trutz seine Stimme erhebt. Das denken die meißten Leute, so sie überhaupt an Schmiede und Metall in jener Weise denken, oder einen Gedanken verschwenden wollten.
Wie wenig Jene doch ahnten von der Vielgestalt der Wunder in den Werken des Bären; doch Cirmias weiß welch Vielfalt und Schönheit in des Hammers Symphonie verborgen liegt, und in seiner Güte ließ der Bär eine Idee im Kopf eines zauseligen Schmiedes reifen

Samten wie Nebelhauch, sollte diese Strophe gesungen von Hammer und Erz erklingen,
verführerisch und rein wie das Mondlicht auf einem See sein Schein betören !
und lockend, wie die unerreichbaren Funken des Nachthimmels das Funkeln
die Herzen jener berühren die es sahen, und Cirmias´ mannigfaltige Wunder preisen
die auch weitab von Hauen und Stechen eine Melodie wirken, die das Herz durchbohren kann
auf mehr als eine Weise,..... mit mehr als einer Weise.. weit mehr,.. und weit köstlicher!

So suchte er Kristalle des Diamanterzes aus die gerade gewachsen waren,.. und kaum Einschlüsse bargen,... mit weisser Vulkanasche versinterte er jene langsam,...
Nur kleine Mengen bereitete er in spielzeughaft winzigen Tigeln aus Stein mischte Erze mit Kohle und wog die Mengen gar mit der Waage nach
Er nahm sich Zeit,...steigerte nur allmählich und vorsichtig die Hitze der so dass die Glut wie ein Morgenlicht langsam vom Rot zum Gelb hin zum Weiss, und mit dem fauchen des Balges schließlich zum bläulichen sich wandelte sollte doch ein neuer Kristall erwachsen, aus ihnen mit ihnen. diamantene Sterne, die sie die lichthellen Stimmen im Minnelied aus Licht und Erz sein sollten.
Er regelte die Hitze, brannte heisser in dem er gelben Schwefel in die Flammen gab, auch kleinste Schlackespuren weg und wartete sodann, ja Geduld,.. den rechten Zeitpunkt erwarten.. keine Hast!, nichts sollte die helle Reinheit dieses Stückes trüben
So mengte der Zausel schliesslich, als sich die ersten Kristallflocken im abkühlen der glutflüssigen Masse bildeten das Stützmetall dazu, so dass das Erz sich wie ein verführerischer Schleier um die wachsenden Kristallsterne schmiegte, diese streichelte, und das Licht in allen und doch einer Farbe brach, funkelnd,.. wie Tautropfen im Nebel,.. er kühlte eine Form aus Ton und Erden die er mit weißer Asche belegte und tropfte sodann
mit unendlicher Geduld die Legirte Stimme des Lockrufes aus Diamant und Erzen darauf
gleichmässig wuchsen die Kristalle nun, bildeten einen Hauch aus eherner Härte und doch voll Schönheit, gut dass er den Körper für ihr Rüstwerk so genau abgemessen hatte,. So konnte er das Modell formen, ein schelmischen Lächeln umspielte seine Lippen dabei,
und betrachtete mit der Gusstiegel hier einen Tropfen, dort ein Rinnsaal zugebend,
die ganze Nacht das Gedeihen des Stückes, mit stiller Freude.Ja, des Bären Werk zu preisen war ein stilles Vergnügen bisweilen.


Sternennebel 2


Leise schlich er sich durch die Dunkelheit des Unheilsberges, die Oger, erkannte er schon 2 Gänge im Voraus am Geruch. dem Grunzen und dem bisweilen knatternden Hall der Fürze,
nein dorthin wollte er heute nicht,..gut dass er das Mundtuch mit Kiefernöl dabei hatte
OH ja !
die Schlangenkrieger zischten bösartig aus dem einst wunderbaren Torweg Nilzadaans
ein nachdenklicher Blick spähte in das Dunkel,... Schlangenschuppen,...vielleicht sollte er....
Doch nein!. Nein Thancred und abermals nein !
Jenes Lied welches gewoben werden sollte brauchte diese Stimme nicht,.. zu viele Sänger
verderben ein Lied,.. das kein Kanon , sondern ein verführerisches Flüstern, gewoben um einen diamantenen Schrei sein sollte,... weiter pirschte er sich vorsichtig einen Fuß vor den Andren setzend bis er schließlich den noch warmen Wilkommensgruß den ein Zweikopf wohl vor nicht allzu langer zeit extra und allein für ihn hinterlassen hatte
mit einem herzhaft saftigen Schmatzen betrat
, er zerbiss mehr als einen deftigen Fluch zwischen den Zähnen und dem struppigen Bart,
und versuchte an diversen Steinen die Hinterlassenschaft loszuwerden
sieben Schritt ist sie breit diese elende Höhle.. und ausgerechnet......halt...
war da nicht ein Grollen?
Tatsächlich,.. aus dem Nebengang kam ein übellaunig aussehender Troll ein wenig verschlafen schleppte er eine enorme Keule mit sich, und witterte suchend in Thancreds Richtung,.. der sich hinter einigen Kalksintersäulen versteckte, ein angewidert klingender
Laut grollte aus dem Maul des Trolles, der sich aber bald mit dem dumpfen Schlag mischte
Mit dem der erste Bolzen ihm in die Schulter fuhr. Wütend hallte das Brüllen durch die Gänge als der Höhlentroll einen stattlichen Stein aufnahm und ihn in die Richtung des Geschosses schleuderte, „ verflucht der zielt gut“ mit protestierendem Quängeln glitten die Wurfarme zurück als die Armbrust im Splitterhagel aufs neue gespannt wurde und kurz darauf einen weiteren Bolzen gen des Trolles spuckte, vorbei ! elender Mist, und er hatte ihn gesehen! zielstrebig die Keule nun in der Pranke tätschelnd wuchtete sich der weiße Troll
Auf den Schmied zu, na ja er hatte schon damit gerechnet dass so ein Troll nicht unbedingt begeistert reagiren würde wenn er ihm ans Leder wollte,,, er duckte sich unter dem
heranorgelnden nächsten Felsbrocken als das Drahtseil der Armbrust mit sattem Schnappen einrastete; für zielen war keine Zeit mehr allerdings war der Troll auch schon so nah dass seine Massige gestalt den grossteil des Ganges füllte, wenn der mich erwischt wird’s duster!
Also schiessen und abhauen,... erst dann gucken ob du getroffen hast, falls er noch mehr der kinderkopfgrossen Steine aus dem Lendenschurz zaubert, nun aber fürs erste hieß es rennen,
wie ein Karnickel wetzte er im Zickzack durch den Gang und duckte sich hinter eine Steingruppe atmete durch und legte an,.. er humpelte! Also hatte sein letzter schuss doch sein Ziel gefunden, und doch verfolgte der Troll ihn böse knurrend einen weiteren dieser verdammten Steine in der Klaue haltend er legte die Armbrust auf einen dicken Stalagmiten
und zielte diesmal sorgfältig, ein erneuter Schlag hallte durch das Dunkel,..und gurgelnd sank der Troll endlich zu Boden den Bolzen in der Kehle, Cirmias sei dank! Endlich!
Mühsam rappelte sich der Schmied auf und versorgte die stellen an denen Steinsplitter ihm ins Fleisch gefahren waren, wachsam horchte er,.... es war ruhig,.... nun aber hurtig!
Er packte ein Säckchen edles Gerbesalz aus und zückte das Häutemesser
Sorgfältig wählte er die hellsten Stücke der Trollhaut aus zog jene ab,.. bedeckte die Lagen des hellen, faßt weissen Leders nun mit einer Lage Salz ehe er die Nächste zu bergen wagte
Als er genug der Lagen beisammen hatte raffte er sich auf und humpelte davon,..nun lag alles in den Händen von Lu und Allie,.. und... im wohlwollen des Bären! Dank sei Cirmias !
Luciana van Elyn

Beitrag von Luciana van Elyn »

Staunend sah Luciana auf die Lederlagen, die Thancred von der Jagd mitgebracht hatte. Sie verzog das Gesicht und rieb sich über die Nase, so elend stank die Haut des Trolls. Selten sah man dieses weiße Leder, doch war es noch lange nicht genug weiß, um es passend für das Hochzeitsgeschenk zu verwenden. Luciana wusste, dass sie nun eine Menge und langwierige Arbeit vor sich hatte und sie seufzte. „Gebt mir Zeit und viel Ruhe, dann krieg ich das hin!“
Luciana nahm die Lederlagen vorsichtig mit zu sich nach Hause, vorsichtig legte sie jene dort auf den Tisch in ihrer eigenen Schneiderei. Lange besah und befühlte sie das Trollleder. Sie dachte nach. Sie nahm das Gerbermesser zur Hand und schnitt alle unnötigen Teile des Leders ab. Spaltete es und nahm nur das gute Mittelstück des Leders, die Ober- und Unterhaut konnte sie noch für andere Dinge benutzen, aber nicht für diesen Rock oder die Stiefel, die es einmal werden sollten. Ihre Finger kleidete sie in Handschuhe, dann nahm Sie einen Sack Salz zur Hand und rieb die Trollederlagen nacheinander, sorgfältig damit ein. Als sie mit dieser Arbeit fertig war, ging sie mit einer großen Holzwanne in die Küche und befüllte sie mit Wasser, dann stellte sie die Wanne auf den großen Tisch und ging zu den Schränken, um weiteres Salz herauszuholen. Dann eilte sie schnell in die Werkstatt zurück und holte noch ein mit Säurehaltiger Flüssigkeit gefülltes Fläschchen, das sie vor einiger Zeit von Systra erhielt. „Das müsste gut sein, um das Leder weich genug und sauerhaltig zu machen“ murmelte sie vor sich hin, während sie wieder zur Wanne stapfte. Sie griff unter den Tisch in eine Schublade und holte einen Kochlöffel heraus, goss das Salz sowie die Säure ins Wasser und verrührte das ganze solange bis sich das Salz aufgelöst hatte. Danach legte sie die Lederlagen in die Brühe und lies es einige Stunden aufs Leder wirken.
So konnte für den gleichmäßigen Gerbstofftransport gesorgt werden.

In der Zeit, als die Lederlagen in der Wanne lagen, ging Luciana hinaus in den Wald, um noch einige Rohstoffe, die sie fürs Gerben benötigte zuholen. Sie schnitt einige Baumrinden von den Bäumen ab und legte jene sorgfältig in ihre Tasche. Nachdem sie genug sammelte, ging sie wieder nach Hause zurück, nahm die Baumrinden heraus, zerbröselte diese in einer Schale und stampfte sie mit einem Mörser ganz fein und bereitete dann einen Sud daraus vor.
Leise summte sie während der Arbeit vor sich hin. Hin und wieder wischte sie sich den Schweiß von der Stirn und rieb sich die Nase, war es doch eine sehr anstrengende Arbeit. Und dieser Gestank dazu, dieser setzte sich in ihrer Nase fest und reizte sie manchmal bis aufs äußerste. Doch Luciana riss sich zusammen, nahm die Lederlagen aus dem salzsäurehaltigen Wasser und rieb jede einzelne sorgfältig mit dem bereits vorbereitenden Sud ein. So wurde das Leder fest und haltbar.

Luciana war fest in ihrem Element, sie öffnete in dieser Zeit keine Türen, hörte kein Klingeln und lies sich durch nichts beirren. Sie war kaum ansprechbar und konzentrierte sich nur auf ihre Arbeit, denn schließlich sollte es perfekt werden.

Nach der anstrengenden Gerberarbeit, stapelte Luci die Lederlagen sorgfältig aufeinander, nahm sie unter den Arm und trug sie hinaus in den Garten, dort hängte sie jene an der langen Wäscheleine auf, direkt dem strahlenden Sonnenlicht aus. Hier konnten die Lagen trocknen und sogar noch ein Stückchen heller werden, weißer und glänzender.
Diese Arbeit zog sich einige Tag hin, viele Stücke zerbrachen, da sie zu spröde waren, Luci hoffte, das das Leder ausreichte. Und es dauerte, und immer wieder musste sie die Gerberarbeit ausführen, von a-z, bis das Leder endgültig das Weiß erlangte, das genau zu den Rüstteilen passte, die Thancred anfertigte. Luciana atmete erleichtert auf, als ihr dies nach einer Woche, langer Arbeit, endlich gelungen ist und machte sich an die eigentliche Schneiderarbeit.
Die Maße von Amelie hatte sie noch, schließlich war sie ihr Lehrling und hier und da musste so manch Kleidungsstück getestet, ausprobiert und vorgeführt werden. Sie packte das Leder zusammen und machte sich wieder auf den Weg in den Laden. Luciana war froh, endlich wieder frische Luft atmen zu können und voller Stolz führte sie Thancred die schönen weißen, frisch gegerbten Lederlagen vor. Thancred nickte anerkennend und Luci erklärte, das sie sich sofort ans Werk machen musste, um den Termin überhaupt einhalten zu können, und während sie noch mit Thancred über den Troll redete und über die Gerbtechnik, die sie angewendet hatte, saß sie auch schon am Tisch und schnitt die Lederlagen in Form. Bedacht das Amelie nicht zur Tür rein kam, kramte sie dann ihr Schneiderwerkzeug zusammen, schnappte sich das Leder wieder und verzog sich nach unten in den Keller, in eines der Zimmer. Dort war es ruhig und keiner würde sie stören, außer vielleicht Alliestra oder Thancred, denn nur die beiden wussten, dass sie dort unten hauste und ihre geschickten, flinken Finger übers Leder walten lies.
Luciana wusste nicht mehr, wie lange sie dort unten saß, aber lange. Sehr lange. Sie nahm sich nich tmal mehr Zeit zum Essen. Sie hatte nur noch Nähen im Kopf. Fertig werden. Nähen. Nichts anderes mehr. Hin und wieder sah man sie einen Schluck Wasser nehmen, hin und wieder antwortete sie auf Fragen, die sie nicht mal richtig wahrnahm, so vertieft war sie in die Schneiderarbeit. Und mit jeder Stunde, mit jeder Minute sah man deutlich wie das herrliche, weiße Leder zu einem langen Rock und einem Paar hohen Stiefeln verarbeitet wurde. Endlich damit fertig, ging sie zu Thancred und überreichte ihm Stolz ihr Werk. Danach machte sie sich erschöpft auf den nach Hause weg. Zu Hause angekommen, bemerkte sie ihren Hunger, aß noch etwas und ging gleich darauf ins Bett. Kaum schloss sie die Augen, schlief sie auch schon tief und fest ein.
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