Ueberschaeumendes Temperament und heimliche Rachegelueste

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Caillean Hinrah

Ueberschaeumendes Temperament und heimliche Rachegelueste

Beitrag von Caillean Hinrah »

es war dunkel. und warm.
sie und falk hatten sich nach der trauerfeier bis zur erschoepfung geliebt.

"ich bin schon schwanger" hatte sie seine avancen unten in der schenke abgewehrt, im neckenden Tonfall. Isgars Feuer war erloschen und der Tieflaender war auf dem Weg zu seinen Ahnen und wuerde auf sie warten.

Drei Tage hatten sie getrauert. Jetzt war wieder Zeit fuer die Lebenden. Fuer lachen.. fuer die liebe.

Brummend antwortete falk ihr in vollem bass, der seine brustkorb zum vibrieren brachte wenn er lachte. Sie sah in seine leuchtenden augen und ihr bauch kribbelte aufgeregt mit schmetterlingen.

"dann gehen wir halt auf nummer sicher, aye?"

Caillean war 21, kurz im vergleich zu den tieflaender frauen, die sie um mindestens 20 cm oder mehr ueberragten. Ihre gestalt war schlank, wenngleich mit muskeln von der harten arbeit, die so nicht zu vermuten waren.
Hueftlanges kohlschwarzes Haar das sie am bequemsten in einem wohlgefaelligen dicken zopf zusammengeflochten trug, umrahmte ihr gesicht. sie selbst sah sich nicht als ausserordentlich schoenheit an. aber wenn sie etwas gelernt hatte in den letzten jahre mit falk.. dass sie eine Anziehung auf Maenner ausuebte, derer sie sich nicht bewusst war.

Liander... Ulf... Gabriel.... Falk... sie zog Bilanz. Jetzt wo ihnen allen viel bevorstand. es vielleicht nochmehr tote geben wurden.. Egal was sie tat.. egal wer sie liebte.. begehrte..besitzten wollte.. es war immer Falk den sie waehlte. immer falk zu dem sie ging.

ihr geheimster Schatz waren ein brief und ein buch von Gabriel. Von allen Abschieden.. schmerzte bisher dieser am meisten.. immer noch.

vorsichtig enfaltete sie den brief und las ihn im Daemmerlicht einer Kerze.
Sie las seine Worte immer wieder mal.. es beschaemte sie, dass sie Ruhe in ihnen fand. Falk hatte besseres verdient.. aber trotz der gefahren.. waren sie das erste mal seit vielen monaten gluecklich miteinander... und mehr als das.. zufrieden einander anzugehoeren. Es fuehlte sich gut an. Richtig.
"So wie die Herrin es versprochen hatte, wenn wir ihrem Weg folgen"

Sie tapste barfuss ans fenster und lauschte dem Wind. wie er ihr zaertlich und kuehl durch das dicke Haar strich, ueber ihre wangen.
Irgendwo im Nebelwald bruellte eine Raubkatze. Und ein Schauer lief ueber ihren Ruecken hinauf und wieder hinab.

Sie hatte vor langer zeit Alatar in die Niederhoellen gewuenscht oder sonstwo hin wo grausame Gottheiten die qualen erlitten, die sie in den Aeonen ihrer Existenz verbreitet haben. Sie konnte nur hoffen, dass sie eines tages diesen tag erleben wuerde... oder einer ihrer Enkel und nachkommen, so dass sie es irgenwann... irgendwann zumindest am Ahnenbaum erfahren wuerde, dass diese giftige Getier von einer madenzerfressenen Gottheit ihr Ende gefunden hat.

Ihre fingernaegel schnitten im ihre handinnenflaechen, und sie bemerkte es erst, als sie das leise platschen von blutstropfen auf dem holz in der naechtlichen stille hoerte. Eilig wischte sie es auf. Presste zischend luftholend ein tuch in ihre haende. Es schmerzte. Auch das schrieb sie Alatar zu. Verdammte Katze!!
so friedlich Caillean Hinrah war. so freundlich und sanft. Alatar... er brachte nur das schlechteste in ihr hervor. Wut auf ihn. Hass auf ihn. Rachegelueste, die sie bis auf wenige moment ganz tief in sich verschloss.

Im stillen dachte sie fuer sich, sicher dass er sie hoeren wuerde wenn er wollte.

Irgendwann du verdammtes drecksbiest... bist du faellig.. und ich werde lachen ueber dein Ende. Lachen!! Hoerst du mich du miststueck von einer klauenverseuchten ausgeburt?

Sie taumelte als die wucht ihrer wut ihr bewusst wurde.. ihrer Mordlust.
Sie rang um kontrolle. Sie starrte aengstlich ins naechtliche Nichts.

Nein nein nein
Panik wallte heiss in ihr auf. diese rohen gefuehle... das war nicht sie. Caillean holte tief luft. Ihr herz schlug ihr haemmernd im Ohr.

sie legte sich zu falk. die tuecher immer noch in den geballten fauesten um das blut aufzufangen.

Ich glaube deinen Luegen nicht, hab ich nie, werde ich nie!

Irgendwann bist du faellig du verdammtes biest! Knurrt sie noch vor dem wegdaemmern in den schlaf.
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