Blut!

Falk Hinrah

Blut!

Beitrag von Falk Hinrah »

Mit gesenktem Haupt kniete Falk vor dem hölzernen Gestell auf dem sein Neffe lag. Ermordet hatten ihn Alliestra und Caillean in den frühen Morgenstunden am Wegekreuz gefunden. In seinem eigenen Blut liegend.

Blut!

Eine Blutspur hatte zu ihm geführt, nachdem man ihm die tödliche Wunde zugefügt hatte musste er noch ein Stück gekrochen sein bevor er einen langsamen und schmerzhaften Tod gestorben war.

Blut!

Doch Isgar war nicht ohne den ersten Schritt zu seiner Rache gestorben, er musste sich gewehrt haben, denn bei seiner Leiche fand man Bruchstücke einer Rüstung. Einer Rüstung deren Farben die Mörder deutlich identifizierten. Klar waren die Farben unter dem sie bedeckenden Blut zu erkennen.

Blut!

Drei Tage... drei Tage sollte die Trauer dauern. Drei kurze Tage der Klage über das abrupte Ende eines nur dreiundzwanzig Sommer kurzen Lebens. Keine Zeit gab es in diesem kurzen Leben für Heldentaten die seine Nachkommen besingen könnten. Nicht einmal Zeit für Nachkommen die sein Blut weiter tragen würden.

Blut!

Die Trauer war beschlossen, drei Tage würde Grimwould geschlossen darnieder liegen. Nur jene die kamen um ihre Trauer um Isgar mit dem Clan zu teilen würden Einlass erhalten. Man würde sich auf eine harte Zeit vorbereiten müssen. Denn obwohl die Rache in aller Heimlichkeit gesehen würde, bestand die Gefahr dass die Mörder heraus finden würden wer da seine Rache vollzog.
Doch der Clan Hinrah würde vorbereitet sein. Die Schmieden sollten heiss laufen, die Bögen surren und die Schneiderei gewachste Stoffe hervorbringen. Vorratslager würde man im Wald anlegen, Vorräte an Waffen und Zeltstoff. Die Hinrah waren schwere Bedingungen gewohnt, würden ihre Opfer den Winter ebenso willkomen heissen?

Blut!

Es gab nur eine Möglichkeit den Mord an einem des Blute Thrails zu rächen. Mehr Blut, Unmengen an Blut und abgeschlagene Köpfe auf dass die Geister der Erschlagenen Isgar im Nachleben als Sklaven dienen würden.
Und Falk würde den Sohn seiner kleinen Schwester rächen, blutig rächen. Scylfing würde erst wieder in der Scheide ruhen wenn sein Blutdurst gestillt, sein Hass befriedigt war. So lange blieb der mächtige Zweihänder mit einem Strick auf seinen Rücken geschnallt.
Das Blut der Hinrah war wenig geworden und wenn nicht bald andere Tiefländer kämen würde es verdünnen und schliesslich ganz verschwinden. Thrails Blut war kostbar wenig. Und nun ging einer der Ihren ohne einen Erben von dieser Welt. Ein weiteres Stück dass sich Falk aus dem Leib geschnitten fühlte. Ein weiterer, unnötiger Tod der einem einstmals stolzen und grossen Volk den Weg ins Vergessen ebnete.

Doch sie würden nicht sang und klanglos scheiden. Noch Generationen sollten sich an den vermutlich letzten Kampf der Hinrah erinnern. Einen langsamen, schmerzhaften und blutgen Kampf. Wie es Isgars Todeskampf gewesen sein musste. Langsam... schmerzhaft... und blutig.
Ari´derya

Beitrag von Ari´derya »

Ari`derya fluchte leise. Wieso nur war ihre Last so schwer? Nur mit Mühe und sehr langsam gelang es ihr, die wenigen Meter bis zum verabredeten Treffpunkt hinter sich zu bringen. Mal schleifte sie ihre Last auf dem Boden hinter sich her, mal wuchtete sie diese halb über ihre Schulter und legte so einige kleine Schritte zurück. Endlich erreichte sie den Ort, an dem die Glaubensbrüder Leandro und Con Con`arey auf sie, die Corrupta Alataris, warteten. Auch der weise Lethyr Mory`tael befand sich, zu ihrer Überraschung, dort. Erleichtert legte sie das etwa mannshohe und –breite, in mehrere Stofflagen eingewickelte Bündel vor den Füßen der Brüder ab und beorderte sie, dieses zur Kutsche zu bringen, ehe sie sich Mory’tael zuwandte. Natürlich wollte dieser wissen, um was es sich bei dem Bündel handelte. „Ein toter Hinrah…“ antwortete sie ihm. Der Lethyr war darüber sehr erzürnt, hatte er doch seine Pläne mit dem Clan Hinrah, und diese beinhalteten nicht, dass ein Clansmitglied durch ein Mitglied der Bruderschaft zu Tode kam. Wütend verlangte er zu wissen, wer für den Tod des Hinrahs verantwortlich war. „Ich habe ihn getötet“ sagte sie schlicht und seltsam ruhig angesichts seiner Wut.

Wieder spürte sie das Gefühl des Triumphes und Stolzes, dass sie schier überrollt hatte als der Hinrah vor ihren Füßen in der Taverne zu Rahal sein Leben aushauchte. Isgar war sein Name, so glaubte sie zumindest. Nie wieder würde er seine Stimme erheben um Alatar, den einzig wahren Gott, zu beleidigen und Seine Jünger zu verspotten, nie wieder würde er Hand an sie, die Corrupta Alataris, legen können. Viel zu lange hatte sie seine Schmähungen ertragen müssen. Zu weich war sie gewesen… schon bei ihrer letzten Begegnung hätte sie ihn nicht nur verwunden, sondern töten müssen. Doch hatte Ari`derya dies, aus ihr mittlerweile schier unbegreiflichen Gründen, nicht getan. Vielleicht war es die Hoffnung gewesen, einen Mann mit seinem Zorn und seinen Fähigkeiten doch noch für Alatar gewinnen zu können, vielleicht auch der Glaube, seine Verwundung würde ihm eine Lehre sein. Doch sie hatte sich getäuscht. Er hatte ihr, sobald er ganz gesundet war, in der Taverne zu Rahal, in IHRER Heimatstadt aufgelauert, sie erneut verspottet, verhöhnt und sogar Hand an sie gelegt. Wie eine x-beliebige, schwache Menschenfrau hatte er sie behandelt, sie an den Haaren gezogen, gewürgt.. Natürlich hatte sie sich gewehrt, und es gelang ihr, seinem Griff zu entkommen. Zwar führte sie nur einen einfachen Dolch mit sich und er eine Streitaxt, jedoch gelang es ihr, nach hartem Kampf, in welchem mal sie, und mal er die Oberhand hatte, ihn zu überwältigen. Bald darauf floss sein Blut aus einem tiefen Schnitt an seiner Kehle...

Sie hatte ihn töten müssen, erklärte sie Mory`tael, welcher sie zornig festhielt. Er wusste zu viel über ihr wahres Ich, sein Weiterleben hätte eine Gefahr bedeutet für die Bruderschaft und das Volk der Letharen. Und er hatte sie angegriffen... hätte sie ihn verschonen und feige davonlaufen sollen?Gewiss nicht!
Außerdem... würde niemals auch nur ein Schatten des Verdachts auf Ari`derya, die Lethra, oder die Corrupta Alataris fallen... Sie holte einige Rüstungsteile aus ihrer Tasche und zeigte sie dem Lethyren. Es waren Rüstungsteile eines varunesischen Gardisten. Man würde die Leiche Isgars am Wegekreuz ablegen, die Rüstungsteile daneben, und alles nach einem Kampf aussehen lassen. Somit würde kein Zweifel mehr daran bestehen, wer für den Tod des Hinrahs verantwortlich war.. Mory`taels Wut verrauchte allmählich, er schien den Plan zu billigen. Gemeinsamen brachen die Corrupta, Mory`tael und die beiden Anwärter der Bruderschaft zum Wegekreuz auf...
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Mory'tael
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Beitrag von Mory'tael »

Das Blut eines Hinrah ist geflossen trotz des Verbotes welches Mory aussprach. So achtete man also die Worte des Mittellethyren. So arbeitete man mit ihm zusammen in den Reihen Rahals. Der Zorn in dem Mittellethyr brannte regelrecht aus seinen Augen. Schmerz würde der Lohn der Bruderschaft sein so ihre Erklärung nicht gut sei und sie den Plan zur Expansion des Vaters Reiches damit behinderten. Doch wurde Mory schnell klar das die Lethra keine andere Wahl hatte als dieses wertlose Halbmenschenwesen in das Reich der Krähe zu schicken. So sollte dieser Leichnahm vielleicht trotzdem seinen Nutzen haben um den Clan der Hinrah in den Krieg gegen Varuna zu hetzen.

Wie würde man erklären das ein toter Hinrah das Siegel Varunas in seine sterbenden Händen festkrallt und es Blutspuren gibt welche den Weg nach Varuna suchten. Es war so einfach zwei fliegen mit einer Klappe zu schlagen. So lies Mory kurzerhand den Kutscher beseitigen lies um keine Zeugen zu hinterlassen und sein Blut zum Spurenlegen zu nutzen. Die Reste der Leiche würde man verscharren und die Kutsche nahe Bajard in Flammen legen.

Sollte es gut gehen sollte das Land bald den Zorn der Hinrah kosten und das Reich Varuna empfindlich treffen. Köstlich sollte das schreien der ängstlichen Stimmen varunesischer Soldaten in den Ohren der Rahaler klingen. Man würde diese Situation nutzen können um den Hinrahs zu zeigen das der Feind eines Feindes, ein Freund sein kann. Die Zukunft würde zeigen was folgen würde.
Caillean Hinrah

Beitrag von Caillean Hinrah »

Als ihr Magen sich beruhigt hatte und sie sich kalte tuecher aufs gesciht gelegt hatte, die dicken vorhaenge und fenster in ihrem wohnraum verschlossen und zugezogen hatte, einzig eine kleine kerze brennen liess, begann sie zu gruebeln

Arton!
Schoss es ihr durch den Kopf. Arton war der koenigin treu ergeben. genauso wie die Garde. Der Orden. Wie koennen so lammfromme und Goetterfuerchtige menschen einen friedlichen Tieflaender so niedermetzeln?
Auch in ihrem Herzen gaehrte der Hass. Gewaltbereitschaft prickelte in allen nervenenden ihres koerpers, ihres herzens. Sie erinnerte sich was der Hass vermochte. Wie blind er machen konnte. Fast schuldbewusst krabbelte sie zu ihren sachen im daemmrigen licht und las ein buch, dessen seiten schon ganz abgegriffen waren. Gabriel... ein bittersuesser schmerz durchfuhr ihre brust. Was wuenschte sie sich jetzt seinen rat einzuholen... was wuerde er ihr raten?


Welch Irrsinn ergibt man sich aus rache und hass?


sie wollte nicht daran glauben... weigerte sich.. Arton war ein freund.. er wuerde nicht mit solch niederen Menschen etwas zu tun haben. die so hinterlistig, durchtrieben und falsch sind. Gab es so verlogene Menschen in Varuna, die temora anbeteten und insgeheim friedliche Menschen abschlachteten? Ohne Ruecksicht? ohne jegliches gefuehl?

Ihr herz schlaegt hart in ihrer brust, als sie ihre letzten worte nochmals durchdenkt, laut, so dass sie sie hoert.

Wer ist so skrupellos, ohne gefuehl, ein riesiger Kelch voller hass, der keinen boden hat?

Die kerze erlischt und sie sitzt im Dunkeln.. es ist stockfinster... sie zittert, sie ruehrt sich nicht, starrt in die dunkelheit und gruebelt.

Bei den Ahnen... Isgar wurde nciht einfach so ermordet. Wut gaert in ihr. Bittersuess wuerde die rache sein... doch gegen wen... Schmerz macht genausoblind wie liebe.. wenn nicht sogar mehr.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Als sie wachwurde, blickte sie sich im Stall verwirrt um.

was war das fuer ein krach?

Tapsig und vom Schlaf noch unsicher ging sie die Treppe hoch zu Falks und Caillys Wohnung und stolperte erstmal über eine Aisling die voellig am Ende und weinend am Boden hockte, von Freia gehalten. Verwirrt und nichts verstehend schaute Erinna zu Freia, die schlicht sagte

steig auf den wachturm und schau nach sueden erinna

Erinna sah eiseskälte in Freias Augen und wie vom Blitz getroffen stuerzte sie nach druassen, durch das Tor aus der Festung. Ratlos und immer weniger verstehend blickte sie das hohe Gestell an, sie kannte solch eine Sitte nicht, aber alles im Clan weinte und wirkte kalt und unahbar.

Freia trat zu ihr und nahm sie in den Arm und meinte

eine speiche des clansrades ist zerbrochen, isgar ist ermordet worden.

Langsam, ganz langsam begriff Erinna und erstmal kroch Wut in ihr hoch. Er hatte ihr versprochen zurückzukommen, er hatte sein Versprechen gebrochen. Sie hatte soviele Tage auf ihn gewartet, sich insgeheim auf die Jagten gefreut und auch darauf gefreut wieder mit ihm reden zu können.

Freia sagte irgendetwas was nicht wirklich in Erinnas Kopf vordrang und ging dann mit Aisling zusammen wieder in die Festung. Nur Erinna lehnte noch an der Palisade und Falk kniete schluchzend vor dem Gestell auf dem Isgar lag. Unsicher tapste Erinna zu ihrem Vater und ebenso unsicher legte sie eine Hand auf seine Schulter.

Falk umklammerte Erinna förmlich, als habe er Angst sie auch noch zu verlieren.

lass mich nie alleine zurück, lass mich nie ohne dich zurück


schluchze Falk und das erstemal in ihrem LEben begriff sie wirklich, wie lieb Falk sie hatte, das er Angesichts eines Toten auch an sie dachte und sie murmelte ein leises

Danke Isgar

Falk schluchzte auf, als er es vernahm und ihr Hemd wurde langsam richtig nass. Eng lehnte sich Erinna an Falk und murmelte

ohne dich bin ich nie ich und ohne isgar haette ich vieles nie gelernt
Falk Hinrah

Beitrag von Falk Hinrah »

Einsam, unbeweglich, sass der Hüne auf seinem mit Wolfsfellen ausgelegten Thron.
Der flackernde Schein des Feuers und das rötliche Glühen der Kohlebecken war alles was die gute Stube Grimwoulds zu dieser Zeit beleuchtete. Doch auch die Wärme der Felle und des Feuers vermochte die eingefrorenen Gesichtszüge des Jarls nicht zu tauen.
Noch immer sickerten, langsam, Tränen aus seinen trauerumwölkten Augen und liefen über das ausdruckslose Gesicht.

Für eine Statue hätte man ihn halten können wären die Tränen nicht gewesen. Gross, grau, ein mächtiger und stolzer Mann, gebrochen und in bedrückter Haltung auf dem Thron der vormals seine Macht verkündete. Das goldene Schwert in der einen Hand, den Kopf auf die Andere gestützt umwölkt von Trauer und Verlust.

Seine Aufgabe ist es den Clan zu schützen, seine Pflicht bereit zu sein, für jedes Mitglied sein Leben zu geben, sich ein zu setzen, seine Kraft und Fähigkeit dem Clan zu verschreiben.
Doch so sehr er sich kümmerte, so sehr er sich einsetzte, so kräftig er würde, so gern er sein Leben hingeben würde... all das machte den Sohn seiner kleinen Schwester nicht wieder lebendig. Seinen Isgar der zwar sooft Ärger bereitete, aber im Herzen ein guter und liebenswürdiger Mann gewesen war.


Was war bloss passiert? Der Clan hatte seine Kraft verloren, seine Bündnisse bröckelten. Nur die allerbesten Freunde hielten noch zu den Hinrah in dieser schweren Stunde.
Und der Feind hiess Varuna... das Königreich Alathair... eine mächtige Stadt hinter grossen Mauern, eine Garde die in ihrer Zahl gut das Zehnfache der kämpfenden Clansmitglieder ausmachte. Ein leiser Seuftzer lief über seine Lippen.
Wie hatte er sich so in Adrian täuschen können? Wie hatte er bloss so auf das freundliche Lächeln des Grafen herein fallen können? Keine fünf Tage war es her dass eine Gardistin versuchte seine Tochter zu missbrauchen... und nun war Isgar tot... für immer gegangen. Nie wieder sollte sein Lachen in Grimwould erklingen...
Viel zu lange... viel zu lange hatte die Falschheit Varunas ihn und den Clan geblendet. Jetzt lag die Wahrheit kalt und ausgeblutet auf dem Gerüst der letzten Ruhe Isgars. Deutlich sichtbar für einen jeden.

Der Clan war schwach geworden... für die Rache stünden ihnen nur fünf Leute zur verfügung... Shaja und Falk unter diesen die einzig ernst zu nehmenden Kämpfer... dazu kamen Laila als Schamanin, Freia... eine Schneiderin und Aisling die zwar nur eine Bäuerin war... deren Liebe für Isgar ihre Kräfte aber verfünffachen würde.
Sie hatten nicht die geringste Chance einen Gegenangriff von Varuna zu überleben. Darum würden sie Grimwould verlassen müssen, sich in den Wald zurück ziehen bis die Rache vollbracht oder der rächende Clan ausgelöscht war.

Soviel Sorge... soviel Trauer... soviel Leid... doch wenn es sein müsste würden sie Isgar mit erhobenem Haupte ins Totenreich folgen. Stolz, unnahbar, ehrbar und den Traditionen folgend wie sie gelebt hatten.
Der Clan stand kurz vor seinem Untergang, daran gab es keinen Zweifel. Und die Rache aus zu führen würde ihn noch weiter schwächen wenn nicht gleich auslöschen.


Langsam hoben sich die geröteten Augen, die Tränen begannen zu trocknen und der Griff um Scylfing, das Schwert seines Vater festigte sich. Der Clan war schwach, also musste der Jarl Stärke zeigen. Die Moral bewahren und lachend bereit sein in den Tod zu gehen und noch schlimmer... die eigenen Clansmitgliedern in einen Kampf zu schicken der ihren Tod bedeuten konnte.
Doch Falk würde seiner Rolle gerecht werden. Er würde der dunkle Racheengel sein dessen ungebrochener Wille den Clan zusammen halten würde, der starke Anführer der lachend dem Tod entgegen trat.

Dies war seine Prüfung, sein Teil den er erfüllen musste, die Last die er alleine tragen würde, um sie von den Schultern seiner Wölfe zu nehmen.


"Ich danke dir Isgar... du hast uns mehr gegeben als man dir zutrauen würde. Du warst einer von uns und wir werden dich schmerzlich missen. Ruhe nun bei den Ahnen Isgar, grüsse deine Mutter von mir. Vielleicht dauert es nicht mehr lange, bis auch ich bei euch weile."
A´zam Haytham

Beitrag von A´zam Haytham »

Es war eher zufall als er über den Toten stolperte, da er lediglich auf den Weg war um eine runde mit den Doppelköpfen zu 'Diskutieren'.
Die Leiche war jedoch kaum übersehebar, und der Geruch nach Blut lag in der Luft.
Nun bringen die sich auch noch auf offener Strasse um *war sein erster Gedanke als er auf den Toten blickte.
"Ob man was für die bruchstücke der Seltsame Rüstung bekommt?" *war der Zweite*
Doch verwarf er diesen schnell, zum einen wegen den beiden Trauernden Frauen, zum anderen wer wolle schon solche Kaputte Rüsten.
Er blickte noch einmal kurz über die Szene, drückte den Trauernden sein bedauern aus und ging seines weges.

Erst später am Abend erfuhr er das der Tote ein Freund eines Freundes war.
Was natürlicha alles änderte. So berichtete er von den Toten welcher scheinbar nackt dalag und der alzu auffäligen zerstörte Rüstung.
Lange wurde über die Hintergründe diskutiert. Die Rüstung war zu offensichtlicht als das man sie als das man glauben könnte das Varuna dahintersteckt. Kein Krieger verliert so einfach jene, und selbst dann würde er garantiert nicht solche Auffäligen beweise zurücklassen. Bruchstücke einer Plattenrüstung sind schlieslich nichts was man übersieht.
So war viel wahrscheinlicher das jemand für zwist sorgen wollte, den einen wütenden Mob ist es egal wie offensichtlich oder fandenscheinig die Beweise sind, sie wollen nur Rache.
Andere offensichtlichkeiten waren die Nacktheit und die fehlenden Waffen des Todte. Vieleicht wurdne sie ja entfährt um verräteriche Spuren loszuwerden.

Im nachhinein hatte er sich gewünscht den Ort näher zu untersuchen, vieleicht nach Spuren eines Kampfes. Doch wer soll sowas ahnen schlieslich war der Tode da nur einer von vielen Menschen die sich täglich abschlachteten.
Zuletzt geändert von A´zam Haytham am Dienstag 8. November 2005, 16:23, insgesamt 1-mal geändert.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Es war nicht gerecht. Sie spürte eine wieder beginnende Angst, aber sie war eine Kriegerin, sie durfte sich nicht von Angst lähmen lassen, dass hatte sie bis jetzt zumindes schon gelernt.

Man hatte davon gesprochen, das sie und ihre Mutter nach der Trauer gehen muessten. Aber was war mit ihrem Vater? Würde sie mit weggehen, konnte sie nicht mehr an seiner Seite sein, ihn mit ihrem Bogen unterstützen.

Tief im Innern wusste sie, dass es ihre Pflicht war, als Tochter von Caillean und Falk, auf ihre Mutter aufzupassen, trug jene doch das Blut Hinrahs unter ihrem Herzen.

Sie hatte begriffen, das der Welpe , das Baby fuer den Clan wichtiger war, als sie selber. Sie hatte direkt gesagt das sie ihre Mah auf keinem Kampf sehen will, und das Falk nicht zulassen duerfe das sie kämpfen wuerde.

Sie war zweigeteilt. Denn sie liebte beide und sie sagte

ohne euch beide, kann ich nicht mehr leben. fehlt einer von euch beiden fehlt auch etwas von mir.

Die ganze Nacht lehnte sie an dem Pfeiler und starrte in den Himmel.
Trauer zu fuehlen, auszuleben, hatte sie niemals gelernt. Fuer sie gab es keinen Tot. Jeder der starb lebte weiter, in den Herzen derer die ihn geliebt, gemocht hatten. Sie verhielt sich still, denn sie verstand, dass die anderen trauern mussten, um einen Abschied zu finden. Das hatte ihr Emma mal erklärt.

Wütend schlug sie mit der Faust in den Pfeiler und stumm rief sie in den Himmel

warum haust du einfach so feige ab, du wolltest wiederkommen, du hast es mir versprochen! lässt alle hier einfach zurück, der zukunft zu feige! warum hast du nie auf mich gehoert als ich dir sagte das zorn kein weg ist?


Irgendwie schlugen ihre Gedanken um

kahor, wo steckst du? hogarth? wir brauchen euch hier. kommt wieder zurück.

Sie wusste ihre stummen Worte waren ungehoert, aber vielleicht? Vielleicht konnte die Dame im Wind ja stumme Worte hoeren? Sie senkte ihren Kopf und tapste als der Morgen begann zum Gestell und rollte sich darunter, an eine Stelle die nicht mit Blut bedeckt war und hielt Wache. Panther und Pumas konnten muehelos an dem Gestell hochkommen.

Niemand durfte Isgar anrühren, nicht seinen toten Körper schändigen. Leicht waren dunkle Ränder unter ihren Augen zu erkennen, aber Schlaf fand sie nicht. Immer wieder hoerte sie leises Weinen von der Festung her und das schnitt ihr in ihr Herz.
Aisling Hinrah

Tränen und Trauer

Beitrag von Aisling Hinrah »

Tränen... immer waren sie da, flossen wie Blut aus einer Wunde still aus ihren Augen oder schienen von innen gegen ihre Augen zu drücken, dem Moment harrend, wo irgendeine Kleinigkeit sie wieder an Isgar erinnerte. Manchmal trockneten die Tränen wie Blut, das die Wunde verschloss... aber dann brach sie wieder auf.
Das Dach... Weitäugig blickte sie in die Ferne über den Wald. Wind, kalt und beissend, trieb ihr die langen feinen Haare aus dem Gesicht, wechselte ruhelos und unvorhersehbar die Richtung und fegte es ihr wieder um ihre Gestalt, das sie sich mit kalten Fingern einzelne Haarfäden und schlanke Strähnen aus dem Gesicht streifen musste. Kalt... ihr war so kalt... Ob sie nun direkt neben dem Feuer unten sass oder draussen im Freien... Es war sich alles gleich. Dumpf und leer... hohl und ohne Leben ging sie umher, kein echtes Lächeln zierte mehr ihre Lippen, kein Schwung war mehr in ihrem Gang. Ihre Haut so bleich und farblos und ihre Augen trüb und von tiefen Schatten umgeben... Der Funke, der ihnen ihren Glanz gegeben hatte, war entschwunden und wurde durch den beständigen Glanz ungeweinter Tränen ersetzt. Dies und die Röte, die das Weiss ihrer Augen Rosa färbten und den Lidern einen wunden Eindruck gaben, lies einen jeden erkennen, wie zerbrechlich sie zur Zeit war.
Sie blickte über den Holzboden und ihre Pupillen verengten sich, wo sie mit ihm zusammen gegen Falk gekämpft und wo sie beide verloren hatten... Falk hatte Isgar zu Boden gedrückt und ihn mit seinem Gewicht festgehalten. Und sie, zuvor von Falk besiegt, hatte sich wie eine Siegerin auf die beiden draufgesetzt, bis Isgar nur noch ächzte... Sie wandte sich langsam um, drehte den Oberkörper in der Hüfte zu dem riesigen Wasserbassin. Nichts sehend blickte sie auf die Leiter, wo Isgar von Freia ins Wasser geworfen worden war... Von hier oben aus konnte sie auch zum Fluss hinüberblicken... Der Geist eines Lächelns zeigte sich auf ihren Lippen, während vor ihren Augen sich glücklichere Zeiten abspielten. Isgar, wie er sie nach einem nassen Gerangel am Brunnen gepackt und zum Fluss getragen hatte, um sie rein zu werfen... letztendlich hatte sie ihn auch in den Fluss gezogen und sie waren nach dem trocknen zusammengekuschelt eingeschlafen... Die Erinnerung verblasste und ihre Sicht, welcher in dieser verweilte, bis sie verging, klärte sich und fiel auf jenes Gestell, das seinen von hier oben gut sichtbare herzzerreissend stillen Leib trug. Das Lächeln verging wie die letzte Glut eines erstebenden Feuers. Die Augen wirkten starr, geschockt und ihr Atem stockte. Wieder füllten sich die Augen mit Trauer, blutete Leid in diesen Winterhimmelfarbenen Blick. Tränen flossen wieder über ihre bereits salzigen Wangen. „Isgar...“ wisperte sie in den Wind und ihre Schultern zogen sich zusammen, als würde sie körperlichen Schmerz spüren.
Sie hatte ihn geliebt... 'Zu nah verwandt...' war ihr gesagt worden. Zu nah für eine Verbindung... Und doch... Nie war irgend etwas verbotenes geschehen, nie irgendein Wort gefallen, das zu etwas geführt hätte, was diesen zerbrechlichen Zustand zwischen ihnen ins Kippen gebracht hätte. Und doch... wussten sie beide, wie es um den anderen stand. Und nun war er fort!
An einem Ort, wo sie ihn nicht erreichen konnte... Wo sie ihm nicht mehr sagen konnte, das sie ihn liebte...
Nicht mal einen Kuss hatte sie von ihm...
Schluchzend schloss sie die Augen und wandte sich ab, stolperte die Treppen herunter und flüchtete vor dem Anblick, der sich ihr unten auf dem Hof bot.
Caillean Hinrah

Beitrag von Caillean Hinrah »

Als sie die einsame Gestalt ausmachte oben auf dem Dach, stiegen auch ihr die Traenen in die Augen. Soviel leid.. soviel kummer. Jeder huellte sich in schweigen. jeder trauerte fuer sich.. ausser einer kurzen umarmung, wurde ihr bisher kein trost gespendet. sie zog sich mit heftigen kopfschmerzen zuruck in ihre wohnraum bis zum naechsten tag...


und jetzt?

am zweiten tag der trauer lag grimwould dunkeln und stumm auf der lichtung. noch immer sprach man wenig. jeder vergrub sich in seinem eigenem kummer.

sie ging in die schenke ... sie wollte erinnerungen teilen... als andenken an isgar... wenn er schon keine nachkommen und keine heldentaten hatte die fuer ihn sprachen... so sollte es der clan tun.

Isgar wird nicht vergessen werden.... es wird aufgabe der schamanen sein auch jene ihren leuten nahe zu bringen, die wie Isgar starben. zu frueh. zu jung. doch unvergessen in ihren herzen und als Hinweis... dass man immer Feinde hat. und man seine Feinde im Verborgenen kennen muss.
Shan´Rhyl

Der Tod Isgar's!

Beitrag von Shan´Rhyl »

Ruhe! Es war fast schon fast zu ruhig, als Shan’Rhyl durch die, in abendliche Dämmerung verfallene Stadt Rahal schritt. Wieder einmal war er in seinen Scheuklappen Blick verfallen und nahm nur begrenzt die Umgebung war. Wer würde auch schon ein Mitglied der Bruderschaft in Rahal überfallen. Auf einmal bewegte sich der Kopf der verhüllten Gestalt in Richtung der Taverne nahe dem Stadttor. ‚Mal sehen wen wir denn hier vorfinden’ dachte er sich wohl in jenem Moment und lenkte in den Eingangsbereich ein. Im inneren hallten einige dumpfe Stimmen hervor, die sich nicht gerade friedlich anhörten. Mit einem kleinen Ruck stieß er die schweren Türe der Gaststätte auf und trat über die Schwelle. Was sah er da? Ari’derya und ein Hinrah die sich im Clinch befanden? Ein heiseres ‚Alatars Segen’ übertrat seine Lippen und er positionierte sich in der nähe der beiden.

Ari’ widmete ihm ein zunicken ehe der Hinrah belanglose Dinge von sich gab die Shan’ eigentlich nicht im geringsten interessierten. Die ganze Umgebung deutete auf eine Kampfsituation hin und er schien gerade zur ‚Halbzeit’ eingetroffen zu sein. Er erinnerte sich an diesen Hinrah, Isgar! Ari’derya erzählte schon einmal von ihm, und das dieser Mann es war der sie damals bei der Gefangennahme fesselte. Aus irgend einem Grund zog es der Junglethyr vor sich zunächst aus dem Kampf geschehen rauszuhalten! Sie sollte ihre Rache, ihren Kampf, ihre Chance sich zu beweisen bekommen. Es war ihr Kampf, nicht seiner! Nach einer andauernden Phase des Spottes und Hohnes beiderseits gingen sie abermals aufeinander los. Ein Gefecht auf Leben und Tod, in dem jeder der beiden einmal die Oberhand gewann spielte sich vor seinen Augen ab. Doch konnte Ari diesen Hinrah in einem flinken Zug überlisten und über ihn knien, ihren Dolch im Anschlag jener an seiner Kehle einen Platz fand!

Die ganze Sache dauerte Shan’Rhyl jedoch allmählich zu lange. Er ging ein paar Schritte auf die beiden hinzu und hielt kurz vor ihnen inne. „Töte ihn endlich, er hat zuviel gesehen und es ist langsam an der Zeit das du ihn für seinen Hohn und seine Frechheiten bestrafst. TÖTE IHN!!“ fauchte er in Ari’s Richtung, die jedoch aus irgend einem Grund inne hielt und ihren Gegner wie gebannt anstarrte. Plötzlich schien der Tiefländer mit seinen letzten Kräften eine Attacke gegen sie zu starten, wobei Shan’ jedoch der Kragen platzte. Es gab lediglich ein dumpfes Geräusch als die Unterseite des Stabes gegen den Kopf Isgar’s geschlagen wurde, und es dauerte auch nur einen Atemzug bis jener in Ohnmacht fiel. „Töte ihn“ Die von der Lethra geführte Klinge schnitt eine Wunde in die Kehle des Hinrahs. Ein milder tot, wie Shan’ es im nachhinein durch den Kopf schoss. Immerhin war er bewusstlos und merkte nicht einmal etwas davon.

Die beiden Letharen führten noch ein kurzes Gespräch und einige Vorschläge wie man den Tot Isgar’s für sich selbst nutzen konnte fielen. Er würde am nächsten Tag Kyr’laex aufsuchen und ihm berichten.....
Caillean Hinrah

Beitrag von Caillean Hinrah »

*geloescht*
Zuletzt geändert von Caillean Hinrah am Mittwoch 9. November 2005, 16:40, insgesamt 1-mal geändert.
Jamie MacIora

Beitrag von Jamie MacIora »

Fast der ganze Clan war mitgekommen um Isgar die letzte Ehre zu erweisen. Nachdem sie an der Stelle, wo der Tote aufgebahrt war, einen Moment innegehalten hatten und die Ahnen darum baten ihn wohlgefällig in ihrem Reich aufzunehmen, traten sie in die Festung ein.
Die Zeichen der Trauer aber auch des Zorns hatten tiefe Spuren in den Gesichtern aller hinterlassen. Zur Begrüßung sagte Jamie zu ihnen "Wir sind gekommen um einen der Euren die letzte Ehre zu erweisen, Euer Zorn ist auch unser Zorn, eure Trauer ist unsere Trauer"
Jeder von ihnen hatte etwas mitgebracht das dem Toten mit auf die Reise in das Reich der Ahnen mitgegeben werden sollte. Schönes und Nützliches sollte es dem alten Brauch entsprechend sein. Anghus hatte einige der wertvollen weißen Felle mitgebracht, Lynn überreichte einige Blumen, Moyra hatte frischen Fisch und Laery Met mitgebracht, daß es ihm nie an Hunger oder Durst leiden möge. Jamie legte einige kostbare Edelsteine hinzu, so daß der Fährmann ihn auf angenehme Weise ins Reich der Toten geleiten würde.
Dann wurde Whiskey eingeschenkt und ein Trinkspruch zu Ehren des Toten gesagt. Anschließend liessen sie Falk berichten was geschehen war.
Er berichtete von dem Rüstungstei, daß sie neben dem Toten gefunden hatten und erwähnten daß es die Farben der Wachen in Varuna trug.
Jamie kam die Sache gleich ein wenig komisch vor. Auch Lynn hatte wohl das selbe Gefühl und sie meinte leise daß dies zu offensichtlich sei. Auch Jamie sah das ebenso und fragte sich, wer wohl ein Interesse daran haben könne, daß eine Fehde zwischen den Tiefländern und Varuna deswegen ausbrach. Mehrfach versuchte er Falk darauf hinzuweisen, doch in seiner Trauer und seinem gerechten Zorn war er nicht willens auf seine Argumente einzugehen. Isgars Tod könne nur mit Blut gesühnt werden, viel Blut sagte er nur. Jamie fürchtete daß es das Blut Unschuldiger sein werde und daß auch noch mehr Blut der Hinrahs vergossen werden würde und versuchte erneut Falk umzustimmen, doch dies schien ein zweckloses Unterfangen. Er nahm sich vor am nächsten Tag noch einmal nach Grimwould zu reisen und hoffe Laila dann anzutreffen, vileicht war sie seinen Argumenten empfänglicher eingestellt und er hoffte daß wenigstens sie Falk noch umstimmen konnte.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Mit Muehe zwang sie sich wach zu bleiben.
Leer schien ihre Gedanken. Sie dachte im Grunde an gar nichts mehr.
Ihr Blick lag auf dem Gestell, immer wieder kletterte sie vom Turm und entfernte die Ratten, die versuchten an den Leichnahm zu kommen.

Lange lauschte sie dem immer wieder aufkommenden Weinen der anderen Claner. Still und irgendwie verloren hatte sie dagesessen, als der Clan MacIora da war, schweigend hatte sie zugehoert. Seit Isgars Tot war sie überhaupt, sehr schweigsam geworden und auch irgendwie in sich zurückgezogen.

Sie wollte die Trauer der anderen nicht stören und in ihr gab es noch eine andere Trauer, dass man sie von ihrem Vater trennen wollte und auch musste. Schweigend hatte sie Viola beobachtet, die das Ganze eher Gefühlslos betrachtete und das verstand Erinna nicht.

Wieder begann irgendwann der Morgen, sie hatte die ganze Nacht auf dem Turm verbrahct, in ihrem Kilt und einem Douplet gekleidet. Sie wusste nicht warum sie sich nicht wärmer angezogen hatte, aber selbst das Feuer gestern war nicht in ihren Körper gedrungen. Mitlerweile spürte sie nichtmal mehr die eisige Kälte die von Norden herkam.

An die Bruesstung gelehnt hockte sie wie eine Statue dort. Sie lauschte dem Weinen, den tröstenden Worten die sie unterinander hatten, aber nichts änderte die Tatsache, das sich ihr aller Leben in kürze rapide ändern wuerde.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Wieder begann eine Nacht der Wache. Ihr Schlaf war kurz gewesen und recht unruhig. Jetzt sass sie wieder in ihrem Mantel eingehuellt diesmal oben auf dem Turm und beobachtete alles was so passierte.

Alleine schon eine Fledermaus, oder was auch immer im Wald herumkreuchte erweckte ihre Aufmerksamkeit. Muede rieb sie sich zwischendurch die Augen und betrachtete wie schon so oft die Sterne.

Die Ratten unten quieckten oft gequält und wie schon die Nacht zuvor stief Erinna oftmals den Turm herunter um den Ratten eine Erlösung zu geben und den Körper von Isgar vor ihnen zu schuetzen.

Sie dachte an den kleinen Seymour und auch daran das sie ihr Gesicht verborgen hatte und Freia mit den Augen angefleht hatte den Kleinen zu beschaeftigen, dass er nicht sah das sie weinte. Die Trauer zog sich hin und sie fing an zu zermürben.

Ihr fehlte einfach Falks Lachen, Caillys Lachen, das Lachen von allen und sie war dankbar das der kleine 2 Jahre alte Seymour ihnen wenigstens ein Lächeln abringen konnte.

Mit leicht blauen Lippen sah sie auf, als Freia sie ablösen kam, aber sie wollte nicht weg und rollte sich einfach neben Freia zusammen um ein klein wenig zu schlafen.
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