Synessia war gefasst worden…
Dies stand außer Frage...
Doch…
… Was bleibt?
… Welche Möglichkeiten?
… Wem vertrauen?
… Wohin wenden?
… Warum immer diese Ungewissheit?
Langsam geht Tyrius um den Tisch herum und setzt sich auf einen der Stühle und kramt die Briefe des letzen Wechsels mit Selina noch einmal hervor. Genau werden sie gelesen und studiert.
Dann hebt er den Blick auf die Kerze vor sich.
Diese Kerze war im Prinzip besser dran als er selber.
Sie empfand keine Gefühle. Sie bestand nur aus dem einen Sinn und Zweck … zu verbrennen.
Ein leises knarzen von der Haustür und sie öffnet sich langsam. Wie in Trance dringt dieser Laut an Tyrius Ohr doch stört er sich nicht im Geringsten daran und blickt weiter unentwegt auf die Kerze.
Titus war Heim gekommen… doch weiterhin ignoriert Tyrius ihn.
Erst als es mit einem mal laut kracht und Titus die Hand auf den Tisch geschlagen hat fährt Tyrius sein Kopf in seine Richtung.
„Sie haben sie…“
…
Stille!
…
Die ersten Worte die ihm über die Lippen kommen und sogleich der Grundlegende Punkt seiner Laune, seiner Gefühle und seines Auftretens. Grund genug das andere schon das Handtuch geworfen hätten und auch er hatte kurz davor gestanden doch dann war ihm die Lösung erschienen.
Es würde Riskant werden aber es wäre Möglich.
„Titus ich brauche deine Hilfe… ich muss mich wappnen…“
Leise seine Stimme weiterhin, während er langsam sich hoch drückt und um den Tisch herum tritt.
„Hilf mir meine Rüstung zu Segnen auf das sie mir mehr Schutz bieten mag und außerdem.. ich muss lernen.. lernen wie ich effektiver und präziser auf das Lied Einfluss nehmen kann.“
Nur ein sachtes Nicken entkommt Titus und sogleich wendet er sich um und geht aus der Haustür.
Tyrius blickt ihm einen Augenblick nach, ehe er dann Titus hinaus folgt.
Vorbereitungen für den Kampf
-
Tyrius Sendar
Tag 1 - Vorbereitungen
Bumm bumm…
Bumm bumm…
Ruhig und Rhythmisch geht der Herzschlag, während Tyrius aufrechter Art und Weise vor Titus steht.
Die blaugrauen Augen sind ruhig und ernst auf Titus gerichtet, während er aufmerksam seinen Worten lauscht.
Titus bildete ihn tatsächlich aus. Nun, da Tyrius ein Kampf bevor stand war es auch unvermeidlich, dass er Hilfe annahm. Er würde sicherlich nicht unvorbereitet in die Burg zurück kehren.
‚Synessia..‘
Im Geist bildet sich ein Bild der Eisenwart..
Schreie dringen aus dem Kerker hinauf..
Eine Gänsehaut fährt Tyrius über den Körper und er zittert einmal stark und die Beine drohen ihm einzuknicken.
So taumelt er einmal, ehe er dann von Titus zurück in die Realität geholt wird als dieser ihm eine Frage stellt.
„Was fühlst du?“
‚Wie was fühle ich? Meint er die Umgebung? Meint er mich selbst?...
Letztlich kommt es auf das Selbe raus.‘
„Ich fühle …
… Angst
… Ungewissheit
… Unbehagen
… Sorge.“
Ein Kopfschütteln Titus auf diese Antwort zeigt Tyrius sofort, dass er nicht verstanden hatte.
Was wollte Titus dann von ihm?
Diese Gefühle waren nun einmal dominierend in ihm.
‚Synessia..‘
Wieder gleiten seine Gedanken ab.
Doch nicht lang, dann…
„Tyrius! Konzentrier dich! Du musst deine Gefühle ausblenden… die Angst und die Sorge verpuffen lassen…
Dich von der Freiheit des Sternenvaters durchfahren lassen, sie fühlen, sie aufnehmen und sie leben!“
‚Ich soll die Freiheit leben? Wie denn nur? Begreift er denn nicht wie ich mich fühle? Begreift er denn nicht was es bedeutet solch eine Ungewissheit erleben zu müssen?‘
Nein.. er hat recht..
Ich muss begreifen, ich muss fühlen…
Freiheit…
„Titus?..“
„Tyrius? Was ist?“
„Ich werde in einigen Tagen zur Eisenwart zurück kehren… um genau zu sein in drei bis vier Tagen…“
„Dann wirst du nicht alleine gehen…“
„Doch werde ich,… ich will dich nicht da mit hinein ziehen… die Burg… die Legion… es wird mir niemand zuhören… ohne Gewalt werde ich mir kein Ohr verschaffen können.“
Ja Gewalt… so sehr er dies auch hasst blieb ihm dennoch nichts anderes übrig.
Nein er würde nicht so töricht sein und sich einfach so überwältigen lassen.
Die Gepflogenheiten der Burg und der Legion waren nun schon so sehr in sein Fleisch und Blut übergegangen zu wissen, was ihr nächster Schritt sein würde.
„Ich werde nicht zulassen, dass ich dich auch noch verliere.“
„Titus.. dann hilf mir bei meiner Ausbildung die nächsten Tage und hilf mir meine Rüstung zu Weihen..“
Einen Augenblick ruhen Titus seine Augen auf Tyrius, welcher nur ruhig zurück schaut.
„Aber natürlich doch Bursche. Aber nun wieder zurück…
Was fühlst du… und dieses Mal befreie dich von den Gefühlen der Angst und der Ungewissheit, denn sie lenken deinen Geist ab…“
Langsam nickt Tyrius und schließt die Augen.
Kaum sind die Augen geschlossen drohen wiederum die Gefühle aufzukommen und ihn zu überwältigen..
Der Kerker kommt ihm in Erinnerung und der Geruch von getrocknetem Blut steigt ihm in die Nase.
‚Nein…‘
Ein Bild schiebt sich in seinen Geist… Synessia.. an einen Pfahl gekettet… Schwer verletzt…
‚Nein…‘
Doch die Konzentration beginnt zu schwinden
‚Synessia… was tun sie dir an…
Nein … nein… nein…. Ich muss mich konzentrieren…‘
„Ich bin Frei…
… ich bin Frei …
....... ich bin FREI!“
Er reißt die Augen auf und starrt Titus an. Die Umgebung… Eindrücke und Gedanken strömen auf ihn ein. Er hört, er spürt, er sieht!
Weite Ebene und Bäume in der Ferne..
Sterne am hohen Himmelszelt..
Dann dringen Laute an sein Ohr..
Melodische Klänge..
…
„Titus… ich höre das Lied..“
Bumm bumm…
Ruhig und Rhythmisch geht der Herzschlag, während Tyrius aufrechter Art und Weise vor Titus steht.
Die blaugrauen Augen sind ruhig und ernst auf Titus gerichtet, während er aufmerksam seinen Worten lauscht.
Titus bildete ihn tatsächlich aus. Nun, da Tyrius ein Kampf bevor stand war es auch unvermeidlich, dass er Hilfe annahm. Er würde sicherlich nicht unvorbereitet in die Burg zurück kehren.
‚Synessia..‘
Im Geist bildet sich ein Bild der Eisenwart..
Schreie dringen aus dem Kerker hinauf..
Eine Gänsehaut fährt Tyrius über den Körper und er zittert einmal stark und die Beine drohen ihm einzuknicken.
So taumelt er einmal, ehe er dann von Titus zurück in die Realität geholt wird als dieser ihm eine Frage stellt.
„Was fühlst du?“
‚Wie was fühle ich? Meint er die Umgebung? Meint er mich selbst?...
Letztlich kommt es auf das Selbe raus.‘
„Ich fühle …
… Angst
… Ungewissheit
… Unbehagen
… Sorge.“
Ein Kopfschütteln Titus auf diese Antwort zeigt Tyrius sofort, dass er nicht verstanden hatte.
Was wollte Titus dann von ihm?
Diese Gefühle waren nun einmal dominierend in ihm.
‚Synessia..‘
Wieder gleiten seine Gedanken ab.
Doch nicht lang, dann…
„Tyrius! Konzentrier dich! Du musst deine Gefühle ausblenden… die Angst und die Sorge verpuffen lassen…
Dich von der Freiheit des Sternenvaters durchfahren lassen, sie fühlen, sie aufnehmen und sie leben!“
‚Ich soll die Freiheit leben? Wie denn nur? Begreift er denn nicht wie ich mich fühle? Begreift er denn nicht was es bedeutet solch eine Ungewissheit erleben zu müssen?‘
Nein.. er hat recht..
Ich muss begreifen, ich muss fühlen…
Freiheit…
„Titus?..“
„Tyrius? Was ist?“
„Ich werde in einigen Tagen zur Eisenwart zurück kehren… um genau zu sein in drei bis vier Tagen…“
„Dann wirst du nicht alleine gehen…“
„Doch werde ich,… ich will dich nicht da mit hinein ziehen… die Burg… die Legion… es wird mir niemand zuhören… ohne Gewalt werde ich mir kein Ohr verschaffen können.“
Ja Gewalt… so sehr er dies auch hasst blieb ihm dennoch nichts anderes übrig.
Nein er würde nicht so töricht sein und sich einfach so überwältigen lassen.
Die Gepflogenheiten der Burg und der Legion waren nun schon so sehr in sein Fleisch und Blut übergegangen zu wissen, was ihr nächster Schritt sein würde.
„Ich werde nicht zulassen, dass ich dich auch noch verliere.“
„Titus.. dann hilf mir bei meiner Ausbildung die nächsten Tage und hilf mir meine Rüstung zu Weihen..“
Einen Augenblick ruhen Titus seine Augen auf Tyrius, welcher nur ruhig zurück schaut.
„Aber natürlich doch Bursche. Aber nun wieder zurück…
Was fühlst du… und dieses Mal befreie dich von den Gefühlen der Angst und der Ungewissheit, denn sie lenken deinen Geist ab…“
Langsam nickt Tyrius und schließt die Augen.
Kaum sind die Augen geschlossen drohen wiederum die Gefühle aufzukommen und ihn zu überwältigen..
Der Kerker kommt ihm in Erinnerung und der Geruch von getrocknetem Blut steigt ihm in die Nase.
‚Nein…‘
Ein Bild schiebt sich in seinen Geist… Synessia.. an einen Pfahl gekettet… Schwer verletzt…
‚Nein…‘
Doch die Konzentration beginnt zu schwinden
‚Synessia… was tun sie dir an…
Nein … nein… nein…. Ich muss mich konzentrieren…‘
„Ich bin Frei…
… ich bin Frei …
....... ich bin FREI!“
Er reißt die Augen auf und starrt Titus an. Die Umgebung… Eindrücke und Gedanken strömen auf ihn ein. Er hört, er spürt, er sieht!
Weite Ebene und Bäume in der Ferne..
Sterne am hohen Himmelszelt..
Dann dringen Laute an sein Ohr..
Melodische Klänge..
…
„Titus… ich höre das Lied..“
-
Tithus Hemmel
Väterchen Titus wurde er oft genannt. Nunja, eine niedliche Form von "Vater" - er war immerhin geweihter Priester, und "Väterchen" hörte er gewiss lieber als "Hochwürden". - für Tyrius war er einfach Titus.
Gleichwohl wer er war, so galt es die Lehren, die er einst von seinem Meister, Bruder Ernesto, gelernt hatte nun weiterzugeben an Tyrius.
Freiheit! Horteras! Es galt nicht das Lied Eluives zu vernehmen oder die Präsenz Temoras. Horteras' Präsenz zeigte sich anders, sie zeigt sich in einem.
Du musst tief in dich gehen und die Freiheit erspüren, die in deinem herzen liegt. Sie muss erwachen, du musst sie fühlen. Du bist frei - und wenn du das verstehst dann bist du Horteras nahe.
Nun gilt es, tief in sich zu gehen, jede Angst in ein positives Gefühl umzuwandeln, sie nicht zu ignorieren sondern sie zuzulassen - aber nur für einen kurzen Moment - und dann mach sie vergessen oder kehre sie um in ein Gefühl der Freude oder Hoffnung.
Das ist Freiheit, alles zu akzeptieren aber dennoch nicht überhand nehmen zu lassen, was schlecht ist in dieser Welt.
Titus beobachtete Tyrius eine ganze Weile lang - er begann zu verstehen, er vernahm das Lied.
Es ist nicht das Lied Eluives welches du vernimmst. Horteras' Wirken ist anders. Er ist Eluives allsehender Bruder und er wird, wenn du die Freiheit in dir zulässt für dich singen. Das ist sein Wirken.
Er senkt nicht seinen Finger und verrichtet die Arbeit für dich, er wartet darauf dass du beginnst, es selbst zuzulassen. Damit ist der Sternenvater nicht faul und er ist schon gar kein Sadist. Nein! Er tut das was ein Gott eigentlich tun sollte. Du musst selbst wissen was du tust. Sein Lied ist nicht dein Begleiter, du selbst hörst es nur mit den Ohren deines freien Geistes
Und so lernte Tyrius langsam aber beständig.
Gleichwohl wer er war, so galt es die Lehren, die er einst von seinem Meister, Bruder Ernesto, gelernt hatte nun weiterzugeben an Tyrius.
Freiheit! Horteras! Es galt nicht das Lied Eluives zu vernehmen oder die Präsenz Temoras. Horteras' Präsenz zeigte sich anders, sie zeigt sich in einem.
Du musst tief in dich gehen und die Freiheit erspüren, die in deinem herzen liegt. Sie muss erwachen, du musst sie fühlen. Du bist frei - und wenn du das verstehst dann bist du Horteras nahe.
Nun gilt es, tief in sich zu gehen, jede Angst in ein positives Gefühl umzuwandeln, sie nicht zu ignorieren sondern sie zuzulassen - aber nur für einen kurzen Moment - und dann mach sie vergessen oder kehre sie um in ein Gefühl der Freude oder Hoffnung.
Das ist Freiheit, alles zu akzeptieren aber dennoch nicht überhand nehmen zu lassen, was schlecht ist in dieser Welt.
Titus beobachtete Tyrius eine ganze Weile lang - er begann zu verstehen, er vernahm das Lied.
Es ist nicht das Lied Eluives welches du vernimmst. Horteras' Wirken ist anders. Er ist Eluives allsehender Bruder und er wird, wenn du die Freiheit in dir zulässt für dich singen. Das ist sein Wirken.
Er senkt nicht seinen Finger und verrichtet die Arbeit für dich, er wartet darauf dass du beginnst, es selbst zuzulassen. Damit ist der Sternenvater nicht faul und er ist schon gar kein Sadist. Nein! Er tut das was ein Gott eigentlich tun sollte. Du musst selbst wissen was du tust. Sein Lied ist nicht dein Begleiter, du selbst hörst es nur mit den Ohren deines freien Geistes
Und so lernte Tyrius langsam aber beständig.
Zuletzt geändert von Tithus Hemmel am Sonntag 13. April 2008, 12:44, insgesamt 1-mal geändert.
-
Tyrius Sendar
Tag 2 - Meditation und Geistbereinigung
Kühl fühlt sich das Gras an seinen Füßen an.
Die Erde ist noch feucht von der Morgendämmerung und den aufsteigenden Nebelschwaden.
Tief hängen sie über der weiten Ebene und hüllen sie in einen gräulichen Schleier.
Der Nebel hängt bis zu einem Schritt Höhe über dem Boden und darüber ist der Blick frei.
Die Sonne steht hinter den Bergen im Osten und ist im Begriff sich auf Chretien Weg gen Westen zu machen.
Tyrius, mit nichts mehr bekleidet als seiner Priestergewandung und dem Stab in der Hand, lässt sich langsam auf den feuchten Boden sinken und stellt das untere Ende des Stabes auf den Erdboden auf.
Mit beiden Händen umfasst er den Stab und schließt die Augen, das Gesicht der aufgehenden Sonne entgegen gereckt.
Dann wendet er den Kopf einmal und das Gesicht wird dem verschwindenden Mond entgegen gereckt.
‚Sonne und Mond..
Tag und Nacht...‘
Nur noch wenige Sterne stehen hoch am Himmel, als Tyrius sein Gesicht diesen entgegen reckt.
‚Sterne hoch am Himmel…
Einer von euch ist es…
Einer von euch ist Er…
Einer von euch ist der Bruder des Lebens…
Einer von euch ist der Allsehende…
Einer von euch ist der Stern der Sterne…
… der Vater der Sterne…
… Horteras …‘
Langsam senkt er den Blick sodann und atmet einmal tief durch.
Die Hände am Stab belassend wird dieser leicht pulsieren, als Tyrius in eine tiefe Meditation verfällt und seinen Gedanken in seinem Geist freien Lauf lässt sich zu entfalten, sich zu entwickeln, sich zu verändern, sich zu sortieren…
Er fällt…
Und fällt…
Tyrius schaut gebannt unter sich doch dort nur gähnende Leere gehüllt in durchsichtige, milchige Nebelschwaden. Er versucht zu schreien, doch kein Wort kommt über seine Lippen. Beinahe als sei er nicht Herr seines eigenen Körpers. Er spannt sich an.
Schneller und schneller fällt er in die Tiefe und das Ende ist noch immer nicht in Sicht.
Dann mit einem Mal taucht er durch einen Nebelvorhang und fällt in das Licht. Helligkeit und strahlendes Licht umfangen ihn.
‚Horteras… hoher Stern am Himmel… leite mich… führe mich… entsende mir Deine Gunst…
… Du meine Laterne sein in dunkler Nacht,…
… Du mein Schild sein im schweren Kampf,…
… Du mein Wort und Geist sein in schwieriger Zeit,…
… Du meine Hoffnung und mein Leben, …
… Du mein hoher Stern, …
… Du … Horteras…‘
Erneut brechen Gedanken und Erinnerungen in Tyrius hervor und steigen in ihm auf wie ein Phönix aus der Asche.
Seine Heimat, die Flucht…
Das Ritual und die Eisenwart…
Marya und Synessia…
Die Schlacht in Bajard…
Orkheere…
Sinkende Inseln…
Weiße Ebenen…
Blut…
Leben…
Wieder umfängt ihn Dunkelheit, Stille und Einsamkeit. Die Ungewissheit darüber was im Dunkel verborgen liegt wächst. Ungewissheit…
‚Eine Form von Freiheit hatte Titus gesagt, doch keine Positive… Ignorieren.. Akzeptieren…
Die Ungewissheit, die Angst und die Sorge akzeptieren… weiter vordringen..‘
Einmal mehr lichtet sich der Vorhang aus Dunkelheit und lässt Tyrius Blick hindurch.
Hindurch auf eine Tür mit einem großen Metallriegel.
‚Was ist das?‘
Langsam nähert er sich der Tür und greift an den Riegel.
Kaum berühren seine Hände den Riegel durchzucken ihn Bilder und Geräusche weit entfernter Orte.
Massiv und Schwer ist der Riegel.
Als Tyrius beginnt diesen anzuheben durchfahren ihn weitere Bilder und Eindrücke.
Lameriast im Herbst und schließlich im Winter.
Die Eisenwart und ihre Geheimnisse.
Sein Haus auf Lameriast und die ganzen Rituale und Predigten die er gehalten hatte.
Die Hochzeit Deryas und Corians.
Seine Weihe.
Dann ist der Riegel beiseite und die Tür lässt sich öffnen.
Langsam legt er eine Hand auf den Knauf und dreht diesen herum.
Umsichtig und mit äußerster Vorsicht zieht er sodann die schwere Holztür auf.
Dahinter liegt…
Jäh fährt Tyrius aus seiner Konzentration hoch. Doch sofort legt sich ein sanftes Lächeln auf seine Züge. Er hatte es geschafft. Die Freiheit in sich selbst hatte er gefunden gehabt…
Die Erde ist noch feucht von der Morgendämmerung und den aufsteigenden Nebelschwaden.
Tief hängen sie über der weiten Ebene und hüllen sie in einen gräulichen Schleier.
Der Nebel hängt bis zu einem Schritt Höhe über dem Boden und darüber ist der Blick frei.
Die Sonne steht hinter den Bergen im Osten und ist im Begriff sich auf Chretien Weg gen Westen zu machen.
Tyrius, mit nichts mehr bekleidet als seiner Priestergewandung und dem Stab in der Hand, lässt sich langsam auf den feuchten Boden sinken und stellt das untere Ende des Stabes auf den Erdboden auf.
Mit beiden Händen umfasst er den Stab und schließt die Augen, das Gesicht der aufgehenden Sonne entgegen gereckt.
Dann wendet er den Kopf einmal und das Gesicht wird dem verschwindenden Mond entgegen gereckt.
‚Sonne und Mond..
Tag und Nacht...‘
Nur noch wenige Sterne stehen hoch am Himmel, als Tyrius sein Gesicht diesen entgegen reckt.
‚Sterne hoch am Himmel…
Einer von euch ist es…
Einer von euch ist Er…
Einer von euch ist der Bruder des Lebens…
Einer von euch ist der Allsehende…
Einer von euch ist der Stern der Sterne…
… der Vater der Sterne…
… Horteras …‘
Langsam senkt er den Blick sodann und atmet einmal tief durch.
Die Hände am Stab belassend wird dieser leicht pulsieren, als Tyrius in eine tiefe Meditation verfällt und seinen Gedanken in seinem Geist freien Lauf lässt sich zu entfalten, sich zu entwickeln, sich zu verändern, sich zu sortieren…
Er fällt…
Und fällt…
Tyrius schaut gebannt unter sich doch dort nur gähnende Leere gehüllt in durchsichtige, milchige Nebelschwaden. Er versucht zu schreien, doch kein Wort kommt über seine Lippen. Beinahe als sei er nicht Herr seines eigenen Körpers. Er spannt sich an.
Schneller und schneller fällt er in die Tiefe und das Ende ist noch immer nicht in Sicht.
Dann mit einem Mal taucht er durch einen Nebelvorhang und fällt in das Licht. Helligkeit und strahlendes Licht umfangen ihn.
‚Horteras… hoher Stern am Himmel… leite mich… führe mich… entsende mir Deine Gunst…
… Du meine Laterne sein in dunkler Nacht,…
… Du mein Schild sein im schweren Kampf,…
… Du mein Wort und Geist sein in schwieriger Zeit,…
… Du meine Hoffnung und mein Leben, …
… Du mein hoher Stern, …
… Du … Horteras…‘
Erneut brechen Gedanken und Erinnerungen in Tyrius hervor und steigen in ihm auf wie ein Phönix aus der Asche.
Seine Heimat, die Flucht…
Das Ritual und die Eisenwart…
Marya und Synessia…
Die Schlacht in Bajard…
Orkheere…
Sinkende Inseln…
Weiße Ebenen…
Blut…
Leben…
Wieder umfängt ihn Dunkelheit, Stille und Einsamkeit. Die Ungewissheit darüber was im Dunkel verborgen liegt wächst. Ungewissheit…
‚Eine Form von Freiheit hatte Titus gesagt, doch keine Positive… Ignorieren.. Akzeptieren…
Die Ungewissheit, die Angst und die Sorge akzeptieren… weiter vordringen..‘
Einmal mehr lichtet sich der Vorhang aus Dunkelheit und lässt Tyrius Blick hindurch.
Hindurch auf eine Tür mit einem großen Metallriegel.
‚Was ist das?‘
Langsam nähert er sich der Tür und greift an den Riegel.
Kaum berühren seine Hände den Riegel durchzucken ihn Bilder und Geräusche weit entfernter Orte.
Massiv und Schwer ist der Riegel.
Als Tyrius beginnt diesen anzuheben durchfahren ihn weitere Bilder und Eindrücke.
Lameriast im Herbst und schließlich im Winter.
Die Eisenwart und ihre Geheimnisse.
Sein Haus auf Lameriast und die ganzen Rituale und Predigten die er gehalten hatte.
Die Hochzeit Deryas und Corians.
Seine Weihe.
Dann ist der Riegel beiseite und die Tür lässt sich öffnen.
Langsam legt er eine Hand auf den Knauf und dreht diesen herum.
Umsichtig und mit äußerster Vorsicht zieht er sodann die schwere Holztür auf.
Dahinter liegt…
Jäh fährt Tyrius aus seiner Konzentration hoch. Doch sofort legt sich ein sanftes Lächeln auf seine Züge. Er hatte es geschafft. Die Freiheit in sich selbst hatte er gefunden gehabt…
Zuletzt geändert von Tyrius Sendar am Sonntag 13. April 2008, 15:44, insgesamt 1-mal geändert.