Bajard
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Rafael de Arganta
Bajard
Mons war ernst als er von den Übergriffen erzählte.
Bajard ... immer öfter Bajard.
Erst erzählte man ihm von den falschen Gardisten die Steuern einforderten, dann
Darion ihm von den Rahalern die dort mit den Geist unschuldiger mit den Lehren Alatars vergifteten... dann waren es Krieger, die unschuldige Frauen als Hexen verschrieen und damit sie um das Verbrennen herumkommen, sollten sie Zahlen... und nun einfache Erpresser.
Es nahm überhand.
Aber wer sollte auch reagieren? Der Graf hatte hier keine Macht, und Bajard damals ihrer Bitte stattgegeben sich selber regieren zu können und Neutral zu bleiben.
Die königliche Garde, würde hier also nicht helfen können...
Sie nicht ... aber seine Leute.
Er klärte Mons auf, befahl ihm das er mit den anderen nun des öfteren in Bajard nach dem Rechen sehen sollte.
Vielleicht würde ihre alleinige Anwesenheit schon ausreichen, solche Übergriffe, und Betrügereien zu verhindern.
Er verabschiedete sich noch von dem neuen Schwert der Allianz, ging dann heim sich um ziehen, um dann mit Kaylaigh die er vor der Tür traf, dann gemeinsam zur Weihe der Kapelle der Allianz gen Berchgard zu gehen.
Nach der Weiche, würde er auch den Rest seinen Leute instruieren, die Augen auf Bajard zu lenken.
Bajard ... immer öfter Bajard.
Erst erzählte man ihm von den falschen Gardisten die Steuern einforderten, dann
Darion ihm von den Rahalern die dort mit den Geist unschuldiger mit den Lehren Alatars vergifteten... dann waren es Krieger, die unschuldige Frauen als Hexen verschrieen und damit sie um das Verbrennen herumkommen, sollten sie Zahlen... und nun einfache Erpresser.
Es nahm überhand.
Aber wer sollte auch reagieren? Der Graf hatte hier keine Macht, und Bajard damals ihrer Bitte stattgegeben sich selber regieren zu können und Neutral zu bleiben.
Die königliche Garde, würde hier also nicht helfen können...
Sie nicht ... aber seine Leute.
Er klärte Mons auf, befahl ihm das er mit den anderen nun des öfteren in Bajard nach dem Rechen sehen sollte.
Vielleicht würde ihre alleinige Anwesenheit schon ausreichen, solche Übergriffe, und Betrügereien zu verhindern.
Er verabschiedete sich noch von dem neuen Schwert der Allianz, ging dann heim sich um ziehen, um dann mit Kaylaigh die er vor der Tür traf, dann gemeinsam zur Weihe der Kapelle der Allianz gen Berchgard zu gehen.
Nach der Weiche, würde er auch den Rest seinen Leute instruieren, die Augen auf Bajard zu lenken.
- Mory'tael
- Beiträge: 24
- Registriert: Sonntag 6. September 2015, 14:17
Bajards Neutralität, Bajards bester Schutz. Der freie Hafen Bajard, die Anlegestelle der Neuankömmlinge auf Gerimor. Immer Öfter richtete sich das Augenmerk des Lethyren auf diese Stadt und immer mehr sah er wie die einstige Neutralität sich langsam zu einer festen Bindung mit Varuna verdichtete. Welch Narren sie doch waren, so ihre Neutralität sie vor den Horden des Einen schützte, würde ihr Bund mit Varuna nur erneut Kämpfe um das freie Land auf den Plan rufen. Die Rolle Bajards in den Landen Gerimor war zu wichtig als das Rahal sich aus dieser Stadt einfach so vertreiben ließe. Es war dem Lethyren Bewusst das Bajard nicht anzutasten ist solang es Neutral bliebt und es den Schutz aller Reiche genießt. Doch würde sich die Lage um vieles ändern so Bajard seine Neutralität aufgeben würde.
Die Flammen des Zornes würden ihre Städte vernichten, Ehe Varuna auch nur die Möglichkeit hätte die wackligen Barikaden aufzurichten, welche Bajard ein falsches Gefühl der Sicherheit gaben. Varuna konnte nicht gleichermaßen all seinen Städten Schutz gewähren ob der Bedrohung aus den Landen Rahals. Die Augen des großen Schwarzen schauten aufmerksam auf Bajard, darauf lauernd zuzuschlagen, um sich anzueignen was von vornherein sein war. Man würde weiter seine Grenzen in Bajard austesten und die Spione des einen mit Gold überhäufen so sie in Bajard ausharren.
Die Flammen des Zornes würden ihre Städte vernichten, Ehe Varuna auch nur die Möglichkeit hätte die wackligen Barikaden aufzurichten, welche Bajard ein falsches Gefühl der Sicherheit gaben. Varuna konnte nicht gleichermaßen all seinen Städten Schutz gewähren ob der Bedrohung aus den Landen Rahals. Die Augen des großen Schwarzen schauten aufmerksam auf Bajard, darauf lauernd zuzuschlagen, um sich anzueignen was von vornherein sein war. Man würde weiter seine Grenzen in Bajard austesten und die Spione des einen mit Gold überhäufen so sie in Bajard ausharren.
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Arton Langenfels
Arton zog seine schönsten Sachen an, die er von der Schneiderin Hooriya Razin vor langer Zeit bekam an. Er wollte nicht mit dreckigen Sachen vor der Heiligkeit stehen. So, machte er sich auf dem Weg zur Kapelle.
Alle die konnten waren dort um bei dieser Weihe anwesen zu sein. Die Heiligkeit sprach einige gebete für diese Kapelle aus und die Mitstreiter lauschten mit geschlossenden Augen diesen Worten.
Nach einiger Zeit, es war eine schöne Weihe standen sie vor der Kapelle. Alyssa Arnis, die Heiligkeit verabschiedete sich schon.
" Mitstreiter der Allianz des Lichts " diese Worte klangen ernst und sie kamen von Rafael. Er erzählte von den geschnissen Bajard
" Wir sollten diesen Bürgern helfen, sollten unsere Hilfe gebraucht werden. So halten dort ausschau des öftern. "
Die Mitstreiter nickten ihm zu und so wird es geschehen.
Alle die konnten waren dort um bei dieser Weihe anwesen zu sein. Die Heiligkeit sprach einige gebete für diese Kapelle aus und die Mitstreiter lauschten mit geschlossenden Augen diesen Worten.
Nach einiger Zeit, es war eine schöne Weihe standen sie vor der Kapelle. Alyssa Arnis, die Heiligkeit verabschiedete sich schon.
" Mitstreiter der Allianz des Lichts " diese Worte klangen ernst und sie kamen von Rafael. Er erzählte von den geschnissen Bajard
" Wir sollten diesen Bürgern helfen, sollten unsere Hilfe gebraucht werden. So halten dort ausschau des öftern. "
Die Mitstreiter nickten ihm zu und so wird es geschehen.
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Keely Flinn
Letzendlich hatte sie sich nach all den nur noch schwumrig in ihrem Kopf hallendenden Gesprächen doch übergeben müssen. Noch immer hing ihr der Gestank der alten Katakomben in der Nase um das grässliche Bild des irr mit halbzerissenen Stimmbänern lachenden, von Motten halb abgenagtem und Lidlosem wesen, prangte wie eingebrannt vor ihren Augen sobald sie diese schloss.
Aber weder Cai noch Karl oder Aaron hatten sie dabei gesehen und das erleichterte sie enorm. Mit Hilfe des starken Tavernenschnaps', ruhigen Atemübungen und zuletzt einem mehr als ablenkenden Gespräch konnte sie ihr Gesicht vor den Söldnern wahren. Doch war es just dieser Dialog, welcher sie nun kaum schlafen liess und in ihr gleichermaßen Unruhe wie Misstrauen sähte.
Die Letharen...
sie selber hatte nur selten einen gesehen und plötzlich könnten diese ein wie der Mann sagte "ernstes Problem" für ihren gesammten kleinen Trupp bedeuten.
Der Name euerer Söldnergruppierung fiel im Zusammenhang mit dem Wort Verräter!
Warum? Was hatten sie, die nicht mit Informationen gespeist wurden denn verraten? Überläufer wäre eine Sache gewesen, doch hatten sie bei den wenigen bisherigen Aufträgen entweder kein Gegenspieler- System vor sich gehabt (zum wem sollte man bitte bei einer Auktionsbewachung überlaufen?) oder aber stets die Frontentreue bewahrt. Vielleicht hatte man mal gewagt zu fragen, zu murren aber den Handelspartner bisher nie im Stich gelassen... im Gegenteil!
Warum waren es gerade die Letharen, deren Kontakt ihr völlig fremd war, die sie so unheilvoll in ihre Gespräche miteinbezogen?
Und wer war dieser Igor Sturmfaust? Wirklich nur ein Hauch von Konkurrenz oder aber doch ein Mann, der sich ihrer auf die übelste Art und Weise annehmen sollte?
Voller Panik krampfte sich ihr Herz zusammen und mit einem Ruck stand sie auf. Es war zwar noch unglaublich früh und der Morgennebel lag über ihrem Heimatstädtchen Bajard, doch musste sie sofort ins Gasthaus und hoffte verzweifelt Cai, Alano, Karl, Aaron, Lidoi, Arazul, Grom, Farbiano oder aber sofort entweder Amelion oder Argeon zu erwischen.
Vielleicht würde sich einer von ihnen den richtigen Reim auf diese beklemmende Geschichte machen können...
Aber weder Cai noch Karl oder Aaron hatten sie dabei gesehen und das erleichterte sie enorm. Mit Hilfe des starken Tavernenschnaps', ruhigen Atemübungen und zuletzt einem mehr als ablenkenden Gespräch konnte sie ihr Gesicht vor den Söldnern wahren. Doch war es just dieser Dialog, welcher sie nun kaum schlafen liess und in ihr gleichermaßen Unruhe wie Misstrauen sähte.
Die Letharen...
sie selber hatte nur selten einen gesehen und plötzlich könnten diese ein wie der Mann sagte "ernstes Problem" für ihren gesammten kleinen Trupp bedeuten.
Der Name euerer Söldnergruppierung fiel im Zusammenhang mit dem Wort Verräter!
Warum? Was hatten sie, die nicht mit Informationen gespeist wurden denn verraten? Überläufer wäre eine Sache gewesen, doch hatten sie bei den wenigen bisherigen Aufträgen entweder kein Gegenspieler- System vor sich gehabt (zum wem sollte man bitte bei einer Auktionsbewachung überlaufen?) oder aber stets die Frontentreue bewahrt. Vielleicht hatte man mal gewagt zu fragen, zu murren aber den Handelspartner bisher nie im Stich gelassen... im Gegenteil!
Warum waren es gerade die Letharen, deren Kontakt ihr völlig fremd war, die sie so unheilvoll in ihre Gespräche miteinbezogen?
Und wer war dieser Igor Sturmfaust? Wirklich nur ein Hauch von Konkurrenz oder aber doch ein Mann, der sich ihrer auf die übelste Art und Weise annehmen sollte?
Voller Panik krampfte sich ihr Herz zusammen und mit einem Ruck stand sie auf. Es war zwar noch unglaublich früh und der Morgennebel lag über ihrem Heimatstädtchen Bajard, doch musste sie sofort ins Gasthaus und hoffte verzweifelt Cai, Alano, Karl, Aaron, Lidoi, Arazul, Grom, Farbiano oder aber sofort entweder Amelion oder Argeon zu erwischen.
Vielleicht würde sich einer von ihnen den richtigen Reim auf diese beklemmende Geschichte machen können...
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Aldred Ravenor
Schon lange war er ein Bürger des friedlichen Fischerdorfes. Die Ruhe und Abgeschiedenheit dieses Ortes kamen seinem Streben nach geruhsamen und intensiven Studien sehr entgegen. Ab und an hatte es kleinere Probleme mit Fremden gegeben........ Auseinandersetzungen, die Auswärtige in dies kleine beschauliche Nest trugen.
Da gab es diesen Vorfall mit den Menschen, Zwergen und diesem Letharen. Blutvergießen lag in der Luft und so hatte er sich eingeschaltet. Sollten sie sich doch vor den Toren die Köpfe einschlagen. Fremde waren wichtig für das bisschen Handel, der Bajard zwar nicht wohlhabend machte, aber die Dorfbewohner vor der Armut schützte. Den Letharen hatte er kurzerhand der Stadt verwiesen, doch die Zwerge waren streitlustig und es brauchte eine Weile und ein wenig Magie, bis sie halbwegs besänftigt waren. Manchmal fehlte einfach eine Stadtwache, das stimmte schon.
Auch Elfen hatten sich nach Bajard verirrt und priesen das Anleinen von Pferden als Tierquälerei. Ganz Unrecht hatten sie sicher nicht – ließen manche doch Ihr Pferd tagelang angebunden, so dass die Dorfgemeinschaft, oder wer grade vorbeikam, diesen ein wenig Heu zustecken musste. Doch für ein Gehege hatte sich bisher kein geeigneter Platz innerhalb der Mauern finden lassen. Und es war eben eine Angelegenheit der Bürger Bajards.
So oder so war Aldred die Einmischung Auswärtiger ein Dorn im Auge. Ein friedliches Dorf und eigenständig! Das war es in den letzten Jahren gewesen und sollte es auch weiterhin sein. Der Dorfklatsch zeigte jedoch, dass diese unangenehmen Aktivitäten eher zu als abnahmen. Tief in Gedanken strich er sich fast zärtlich über den Bart und wieder drängte sich die Idee in seinen Schädel, sich bei den nächsten anstehenden Bürgermeisterwahlen aufstellen zu lassen. Für Ruhe und Ordnung würde er sorgen und vor allem auf die Unabhängigkeit Bajards pochen. Weder wollte er Bewaffnete in den Farben Rahals, noch in denen der Varuneser in Bajard sehen. War der erste Schritt einmal getan, würde das Dorf, das er inzwischen als seine Heimat ansah, nur zu schnell ganz und gar von den einen oder anderen übernommen werden. Gedanken an eine Bürgerwehr oder 2 –3 angeheuerte Gardisten kursierten in seinem Kopf, so dass nach außen Stärke demonstriert wurde und in dem Dorf selbst wieder Ruhe einkehrte.
Hin- und her lief er in seiner Kammer und brütete die eine oder andere Idee aus.....
Da gab es diesen Vorfall mit den Menschen, Zwergen und diesem Letharen. Blutvergießen lag in der Luft und so hatte er sich eingeschaltet. Sollten sie sich doch vor den Toren die Köpfe einschlagen. Fremde waren wichtig für das bisschen Handel, der Bajard zwar nicht wohlhabend machte, aber die Dorfbewohner vor der Armut schützte. Den Letharen hatte er kurzerhand der Stadt verwiesen, doch die Zwerge waren streitlustig und es brauchte eine Weile und ein wenig Magie, bis sie halbwegs besänftigt waren. Manchmal fehlte einfach eine Stadtwache, das stimmte schon.
Auch Elfen hatten sich nach Bajard verirrt und priesen das Anleinen von Pferden als Tierquälerei. Ganz Unrecht hatten sie sicher nicht – ließen manche doch Ihr Pferd tagelang angebunden, so dass die Dorfgemeinschaft, oder wer grade vorbeikam, diesen ein wenig Heu zustecken musste. Doch für ein Gehege hatte sich bisher kein geeigneter Platz innerhalb der Mauern finden lassen. Und es war eben eine Angelegenheit der Bürger Bajards.
So oder so war Aldred die Einmischung Auswärtiger ein Dorn im Auge. Ein friedliches Dorf und eigenständig! Das war es in den letzten Jahren gewesen und sollte es auch weiterhin sein. Der Dorfklatsch zeigte jedoch, dass diese unangenehmen Aktivitäten eher zu als abnahmen. Tief in Gedanken strich er sich fast zärtlich über den Bart und wieder drängte sich die Idee in seinen Schädel, sich bei den nächsten anstehenden Bürgermeisterwahlen aufstellen zu lassen. Für Ruhe und Ordnung würde er sorgen und vor allem auf die Unabhängigkeit Bajards pochen. Weder wollte er Bewaffnete in den Farben Rahals, noch in denen der Varuneser in Bajard sehen. War der erste Schritt einmal getan, würde das Dorf, das er inzwischen als seine Heimat ansah, nur zu schnell ganz und gar von den einen oder anderen übernommen werden. Gedanken an eine Bürgerwehr oder 2 –3 angeheuerte Gardisten kursierten in seinem Kopf, so dass nach außen Stärke demonstriert wurde und in dem Dorf selbst wieder Ruhe einkehrte.
Hin- und her lief er in seiner Kammer und brütete die eine oder andere Idee aus.....
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Argeon
*Wie so oft saß Argeon auf seinem Pferd Silberstern am Stadttor von Bajard, er musterte die kommenden und gehenden Leute und ließ in Gedanken versunken seinen Blick über das kleine Dorf gleiten*
Bajard. Dieses kleine gemütliche Fischerdorf, eigentlich so weit weg vom Trubel der Insel und doch auf einmal mitten zwischen den Fronten. Auch für die Sturmkrähen war Bajard ein beliebter Treffpunkt und am besten geeignet um die politische Neutralität der Söldner zu zeigen.
Doch nun merkten auf einmal die Führer in Rahal und Varuna des Wertes von Bajard auf. Sollte es einem der Konfliktpartner gelingen, die Macht auf Bajard auszudehnen, so wäre der letzte neutrale Ort auf dieser Insel verschwunden. Und dem Sieger wäre es ein leichtes, alle Neuankömmlinge sofort in seinen Bann zu nehmen...
*Argeon strich sich nachdenklich mit der Hand über das Kinn*
Hier musste etwas geschehen. Es lag auch im Interesse der Sturmkrähen, dass Bajard weiterhin politisch neutral und vor allem unabhängig blieb.
Da größt Problem war wohl das Fehlen einer Garde in Bajard. Einer Garde die für Ordnung in den Strassen sorgte und unabhängig von ihrer politischen Gesinnung die Rechte aller schützte.
*Argeon erinnerte sich an ein Gespräch und eine Idee keimte in ihm auf. Langsam breitete sich ein zufriedenes Lächeln auf seinem Gesicht aus. Sofort stellte er sein Pferd ab und begab sich in eine Schreibstube, dort verfasste er einen Brief den er vom Schreiber mehrfach kopieren ließ. Sobald der Schreiber fertig war, würde Argeon die Bürger Bajards in Ihren Geschäften, Häusern und natürlich in ihrer Taverne aufsuchen und ihnen freundlich eine Kopie überreichen.*
Werte Bürger von Bajard,
Ich wende mich an Euch alle, da Ihr zur Zeit noch ohne Bürgermeister seid. Aber ich hoffe, dass sich in diesem Zeiten jemand finden wird, der bereit und legitimiert dazu ist, für die Bürger von Bajard zu sprechen. Denn ich erhoffe mir ein Gespräch mit ihm, um ihm ein Angebot zu unterbreiten.
Mit Sicherheit habt Ihr alle von den Unruhen in und um Bajard Notiz genommen. Zwielichtige Gestalten tummeln sich in den Strassen, erpressen, belügen und berauben sogar die Bewohner und Gäste Eures schönen Dorfes.
Vermehrt ziehen Krieger durch Euer Dorf. Diese maßen es sich an im Namen von Alatar oder Eluvie, und nicht zuletzt auch in Eurem Namen, Bürger von Bajard, auf den Straßen für Ordnung zu Sorgen. Dabei nimmtjeder seine eigene Grundsätze zur Grundlage und oktruiert Eurem Dorf damit die Gesetzgebung von Varuna oder Rahal auf.
Doch seid Ihr ein neutrales Dorf, und diese Neutralität ist für Euch und für das Gleichgewicht auf dieser Insel von entscheidender Bedeutung. Ohne Euer Dorf, gäbe es keinen neutralen Rückzugspunkt und Neuankömmlinge könnte direkt von einer politischen Gesinnung eingenommen werden.
Dennoch Bedarf es einer starken Hand, die in EUREM Namen die Ordnung auf Bajards Straßen, Höfen und in den öffentlichen Gebäuden wieder herstellt und vor allem erhält.
Darum biete ich Euch, Bürger von Bajard unsere Dienste an. Wir, als Freie und Unabhängige Söldner mit einer politisch völlig neutralen Einstellung könnten für Euch die Garde von Bajard stellen.
Damit wäre Euer Dorf geschützt und die Ordnung wäre sichergestellt. Vor allem aber, behaltet Ihr Eure politische Neutralität und Eure Unabhängigkeit von den beiden Mächten Varuna und Rahal.
Solltet Ihr Interesse an meine Angebot haben, so bitte ich Euch mit mir in Kontakt zu treten. Gerne bin ich bereit Eure Fragen zu beantworten.
Uns wäre es eine Ehre für Bajard tätig zu werden und die Bürger und Gäste Eures Dorfes zu schützen.
Ich entbiete den Bürgern zu Bajard meine Grüße,
Hauptmann Argeon
Die Sturmkrähen
Freie Söldner zu Gerimor
Bajard. Dieses kleine gemütliche Fischerdorf, eigentlich so weit weg vom Trubel der Insel und doch auf einmal mitten zwischen den Fronten. Auch für die Sturmkrähen war Bajard ein beliebter Treffpunkt und am besten geeignet um die politische Neutralität der Söldner zu zeigen.
Doch nun merkten auf einmal die Führer in Rahal und Varuna des Wertes von Bajard auf. Sollte es einem der Konfliktpartner gelingen, die Macht auf Bajard auszudehnen, so wäre der letzte neutrale Ort auf dieser Insel verschwunden. Und dem Sieger wäre es ein leichtes, alle Neuankömmlinge sofort in seinen Bann zu nehmen...
*Argeon strich sich nachdenklich mit der Hand über das Kinn*
Hier musste etwas geschehen. Es lag auch im Interesse der Sturmkrähen, dass Bajard weiterhin politisch neutral und vor allem unabhängig blieb.
Da größt Problem war wohl das Fehlen einer Garde in Bajard. Einer Garde die für Ordnung in den Strassen sorgte und unabhängig von ihrer politischen Gesinnung die Rechte aller schützte.
*Argeon erinnerte sich an ein Gespräch und eine Idee keimte in ihm auf. Langsam breitete sich ein zufriedenes Lächeln auf seinem Gesicht aus. Sofort stellte er sein Pferd ab und begab sich in eine Schreibstube, dort verfasste er einen Brief den er vom Schreiber mehrfach kopieren ließ. Sobald der Schreiber fertig war, würde Argeon die Bürger Bajards in Ihren Geschäften, Häusern und natürlich in ihrer Taverne aufsuchen und ihnen freundlich eine Kopie überreichen.*
Werte Bürger von Bajard,
Ich wende mich an Euch alle, da Ihr zur Zeit noch ohne Bürgermeister seid. Aber ich hoffe, dass sich in diesem Zeiten jemand finden wird, der bereit und legitimiert dazu ist, für die Bürger von Bajard zu sprechen. Denn ich erhoffe mir ein Gespräch mit ihm, um ihm ein Angebot zu unterbreiten.
Mit Sicherheit habt Ihr alle von den Unruhen in und um Bajard Notiz genommen. Zwielichtige Gestalten tummeln sich in den Strassen, erpressen, belügen und berauben sogar die Bewohner und Gäste Eures schönen Dorfes.
Vermehrt ziehen Krieger durch Euer Dorf. Diese maßen es sich an im Namen von Alatar oder Eluvie, und nicht zuletzt auch in Eurem Namen, Bürger von Bajard, auf den Straßen für Ordnung zu Sorgen. Dabei nimmtjeder seine eigene Grundsätze zur Grundlage und oktruiert Eurem Dorf damit die Gesetzgebung von Varuna oder Rahal auf.
Doch seid Ihr ein neutrales Dorf, und diese Neutralität ist für Euch und für das Gleichgewicht auf dieser Insel von entscheidender Bedeutung. Ohne Euer Dorf, gäbe es keinen neutralen Rückzugspunkt und Neuankömmlinge könnte direkt von einer politischen Gesinnung eingenommen werden.
Dennoch Bedarf es einer starken Hand, die in EUREM Namen die Ordnung auf Bajards Straßen, Höfen und in den öffentlichen Gebäuden wieder herstellt und vor allem erhält.
Darum biete ich Euch, Bürger von Bajard unsere Dienste an. Wir, als Freie und Unabhängige Söldner mit einer politisch völlig neutralen Einstellung könnten für Euch die Garde von Bajard stellen.
Damit wäre Euer Dorf geschützt und die Ordnung wäre sichergestellt. Vor allem aber, behaltet Ihr Eure politische Neutralität und Eure Unabhängigkeit von den beiden Mächten Varuna und Rahal.
Solltet Ihr Interesse an meine Angebot haben, so bitte ich Euch mit mir in Kontakt zu treten. Gerne bin ich bereit Eure Fragen zu beantworten.
Uns wäre es eine Ehre für Bajard tätig zu werden und die Bürger und Gäste Eures Dorfes zu schützen.
Ich entbiete den Bürgern zu Bajard meine Grüße,
Hauptmann Argeon
Die Sturmkrähen
Freie Söldner zu Gerimor
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Aldred Ravenor
Der Abend senkte sich auf das Fischerdorf Bajard und hüllte die Hütten und Gestalten der Bewohner in dunkle Schatten. Schon bald würde die Nacht nur durch vereinzelten Lampenschein davon abgehalten, die Niederlassung gänzlich zu schlucken. Aldred war wie so manchen Abend noch ins Wirtshaus eingekehrt und genehmigte sich ein Glas heißen, gewürzten Wein.
Mit der Bestellung schob ihm der Wirt kurzerhand auch einen Schrieb mit auf den Tisch und blieb einen Augenblick stehen, um die Reaktion des Magiers abzuwarten. Es brauchte nicht lange und er sah seinen Gast scharf die Luft durch die Zähne ziehen. Bevor sich Aldreds Unmut jedoch auf ihn entladen konnte, verzog er sich mit einem „Wohl bekomm’s“ schnell wieder hinter die Theke.
Allein am Tisch und den heißen Wein in der Hand lehnte er sich in seinem Stuhl zurück und erneut begannen Gedanken zu kreisen.
Dieser Hauptmann schien dem Jungen ein Begriff zu sein, so schnell wie dieser die Münze in seiner Tasche verschwinden ließ – nicht ohne vorher einmal kräftig draufzubeißen natürlich. Aldred musste unwillkürlich grinsen. Und schon rannte der Bub denn auch mit einem Stück Pergament in der kleinen schmutzigen Hand los und verschwand um die nächste Ecke. Die Sonne stand schon recht hoch am Himmel und es wäre bald Zeit fürs Mittagessen. Lammkeule sollte es heute geben...... seine Zunge fuhr unbewusst über die etwas blassen Lippen. Er hatte mal wieder wenig geschlafen, und schlecht dazu. Doch hatte er für den Hauptmann schließlich die passende Antwort gefunden.
Hauptmann Argeon,
ich bin kein legitimierter Sprecher Bajards, noch gibt es meines Wissens derzeit einen. Doch als langjähriger Bürger dieses Ortes sehe auch ich Handlungsbedarf und spiele mit dem Gedanken, alsbald eine Bürgerversammlung einzuberufen.
Euer Angebot mag in diesem Falle zur Sprache kommen, doch werde ich dort mit Nachdruck meine Meinung kundtun und bezüglich Euch und Eurer Truppe hätte ich wohl noch meine Zweifel und Bedenken, die Ihr gerne ausräumen könnt, wenn Ihr dazu in der Lage seid. Ihr versteht sicher, dass meine Sorge einzig und allein dem Dorfe Bajard und dessen Bürgern gilt und es eine außerordentliche Veränderung darstellen würde, eine Gruppe Fremder in unsere Mitte aufzunehmen.
Zum ersten sind mir Eure Motive bisher verborgen geblieben. Es war keine Rede von Bezahlung oder sonst einer Gegenleistung, die Ihr sicher früher oder später fordern werdet. Wie also sähe diese Gegenleistung aus?
Ihr wisst, Bajard ist ein Fischerdorf und solltet Ihr Euch Reichtümer versprechen, so muss ich Euch enttäuschen, die werdet Ihr bei uns nicht finden. Wenn ich recht verstehe, führt Ihr eine Söldnergruppe, die sich mit Gold kaufen lässt und es wäre sowohl Rahal als auch Varuna oder sogar den Zwergen ein Leichtes, uns Eure Loyalität wieder abzuwerben, reich wie diese Städte sind. Eure Gedanken zu diesem Thema wären äußerst willkommen.
Zum zweiten würdet Ihr mit Eurer Truppe auf einen Schlag die stärkste Partei in Bajard stellen und was hielte Euch schon noch davon ab, Euch zum Statthalter aufzuschwingen? Wir Bürger müssten bei Rahal oder Varuna um Hilfe bitten und würde auch das akute Problem gelöst, so hätten wir genau das Gegenteil von dem erreicht, was wir anstreben, und zwar jeglichen äußeren Machtquellen unverpflichtet zu bleiben.
Zu guter letzt ist die Beherbergung einer Söldnertruppe, denn darauf liefe es bei einem konsequenten Schutz wohl hinaus, ein zweischneidiges Schwert. Im Dienst sorgten sie für Schutz, diejenigen, die nicht im Dienst sind, sprechen dem Alkohol zu, belästigen die Bürger oder mehr und ihre Kumpanen im Dienst drücken beide Augen zu.
Der letzte Punkt hängt natürlich davon ab, wie gut Ihr Eure Truppe unter Kontrolle habt, und ob Ihr gewillt seid, bei Regelverstoß hart durchzugreifen. Doch wiederspräche das nicht der Lebensart der Söldner, müssten sie sich ruhig und diszipliniert verhalten?
Versteht meine Bedenken nicht als Anklage, denn nichts von dem, was ich beschreibe, konnte bisher eintreten und nun, deshalb heißt es Bedenken. Denn ich gebe Euch nur zu Bedenken, was in den Köpfen mancher Bürger vorgehen mag. Und nutze ich ab und an auch den Plural, spreche ich doch nur für meine Wenigkeit. Ich mag mich irren und die Mehrzahl der Bürger Bajards sind von Eurem Angebot begeistert.
Ich für meinen Teil bin für Argumente offen und ob es Euch beliebt, meine Zweifel beseitigen zu wollen, lasse ich ganz allein in Euren Händen. Doch werdet Ihr mit Eurem Anliegen um eine Bürgerversammlung nicht herum kommen. Überlegt daher sorgsam und bedenkt, wie Ihr an die Bürger herantreten wollt, sofern Ihr an Sprechern für Eure Sache interessiert seid.
Erhabenste Grüße und ebene Wege,
Aldred Ravenor
Bürger Bajards
Mit der Bestellung schob ihm der Wirt kurzerhand auch einen Schrieb mit auf den Tisch und blieb einen Augenblick stehen, um die Reaktion des Magiers abzuwarten. Es brauchte nicht lange und er sah seinen Gast scharf die Luft durch die Zähne ziehen. Bevor sich Aldreds Unmut jedoch auf ihn entladen konnte, verzog er sich mit einem „Wohl bekomm’s“ schnell wieder hinter die Theke.
Allein am Tisch und den heißen Wein in der Hand lehnte er sich in seinem Stuhl zurück und erneut begannen Gedanken zu kreisen.
Dieser Hauptmann schien dem Jungen ein Begriff zu sein, so schnell wie dieser die Münze in seiner Tasche verschwinden ließ – nicht ohne vorher einmal kräftig draufzubeißen natürlich. Aldred musste unwillkürlich grinsen. Und schon rannte der Bub denn auch mit einem Stück Pergament in der kleinen schmutzigen Hand los und verschwand um die nächste Ecke. Die Sonne stand schon recht hoch am Himmel und es wäre bald Zeit fürs Mittagessen. Lammkeule sollte es heute geben...... seine Zunge fuhr unbewusst über die etwas blassen Lippen. Er hatte mal wieder wenig geschlafen, und schlecht dazu. Doch hatte er für den Hauptmann schließlich die passende Antwort gefunden.
Hauptmann Argeon,
ich bin kein legitimierter Sprecher Bajards, noch gibt es meines Wissens derzeit einen. Doch als langjähriger Bürger dieses Ortes sehe auch ich Handlungsbedarf und spiele mit dem Gedanken, alsbald eine Bürgerversammlung einzuberufen.
Euer Angebot mag in diesem Falle zur Sprache kommen, doch werde ich dort mit Nachdruck meine Meinung kundtun und bezüglich Euch und Eurer Truppe hätte ich wohl noch meine Zweifel und Bedenken, die Ihr gerne ausräumen könnt, wenn Ihr dazu in der Lage seid. Ihr versteht sicher, dass meine Sorge einzig und allein dem Dorfe Bajard und dessen Bürgern gilt und es eine außerordentliche Veränderung darstellen würde, eine Gruppe Fremder in unsere Mitte aufzunehmen.
Zum ersten sind mir Eure Motive bisher verborgen geblieben. Es war keine Rede von Bezahlung oder sonst einer Gegenleistung, die Ihr sicher früher oder später fordern werdet. Wie also sähe diese Gegenleistung aus?
Ihr wisst, Bajard ist ein Fischerdorf und solltet Ihr Euch Reichtümer versprechen, so muss ich Euch enttäuschen, die werdet Ihr bei uns nicht finden. Wenn ich recht verstehe, führt Ihr eine Söldnergruppe, die sich mit Gold kaufen lässt und es wäre sowohl Rahal als auch Varuna oder sogar den Zwergen ein Leichtes, uns Eure Loyalität wieder abzuwerben, reich wie diese Städte sind. Eure Gedanken zu diesem Thema wären äußerst willkommen.
Zum zweiten würdet Ihr mit Eurer Truppe auf einen Schlag die stärkste Partei in Bajard stellen und was hielte Euch schon noch davon ab, Euch zum Statthalter aufzuschwingen? Wir Bürger müssten bei Rahal oder Varuna um Hilfe bitten und würde auch das akute Problem gelöst, so hätten wir genau das Gegenteil von dem erreicht, was wir anstreben, und zwar jeglichen äußeren Machtquellen unverpflichtet zu bleiben.
Zu guter letzt ist die Beherbergung einer Söldnertruppe, denn darauf liefe es bei einem konsequenten Schutz wohl hinaus, ein zweischneidiges Schwert. Im Dienst sorgten sie für Schutz, diejenigen, die nicht im Dienst sind, sprechen dem Alkohol zu, belästigen die Bürger oder mehr und ihre Kumpanen im Dienst drücken beide Augen zu.
Der letzte Punkt hängt natürlich davon ab, wie gut Ihr Eure Truppe unter Kontrolle habt, und ob Ihr gewillt seid, bei Regelverstoß hart durchzugreifen. Doch wiederspräche das nicht der Lebensart der Söldner, müssten sie sich ruhig und diszipliniert verhalten?
Versteht meine Bedenken nicht als Anklage, denn nichts von dem, was ich beschreibe, konnte bisher eintreten und nun, deshalb heißt es Bedenken. Denn ich gebe Euch nur zu Bedenken, was in den Köpfen mancher Bürger vorgehen mag. Und nutze ich ab und an auch den Plural, spreche ich doch nur für meine Wenigkeit. Ich mag mich irren und die Mehrzahl der Bürger Bajards sind von Eurem Angebot begeistert.
Ich für meinen Teil bin für Argumente offen und ob es Euch beliebt, meine Zweifel beseitigen zu wollen, lasse ich ganz allein in Euren Händen. Doch werdet Ihr mit Eurem Anliegen um eine Bürgerversammlung nicht herum kommen. Überlegt daher sorgsam und bedenkt, wie Ihr an die Bürger herantreten wollt, sofern Ihr an Sprechern für Eure Sache interessiert seid.
Erhabenste Grüße und ebene Wege,
Aldred Ravenor
Bürger Bajards
- Beldan Scherenbrueck
- Beiträge: 4
- Registriert: Dienstag 1. September 2015, 12:52
Bedächtigen Schrittes durchmaß er das Dorf. Wie jeden Morgen hatte er die Herberge schon mit den ersten Sonnenstrahlen verlassen und beschäftigte seine müden Knochen mit einem ausgedehnten Morgenspaziergang, bei dem er die Umgrenzung Bajards jedoch nicht zu verlassen pflegte. Anders als dies in Varuna oder auch Rahal der Fall sein mochte, herrschte zu dieser frühen Morgenstunde, wenn der Tau noch die Blätter netzte, im kleinen Fischerdorf schon einige Bewegung. Die Fischer überprüften ihre Boote, räumten die geflickten Netze an Deck und einzelne Schiffe liefen bereits aus, um einen langen Tag auf See zu beginnen. Für Bauern und Knechte schrieben Sonnenaufgang und Sonnenuntergang ohnehin seit Menschengedenken die Arbeitszeiten vor, so dass auch auf den Feldern die ersten müden Gesichter zu sehen waren. Wie dies in so einem kleinen Dorf der Fall ist dauerte es nicht lange, bis sich Schritt für Schritt auch der Rest aus seinen Hütten quälte, den vereinzelten Langschläfer, der wenig auf kleinbäuerliches Geschwätz und argwöhnische Blicke gab, ausgeschlossen. So konnte es folglich passieren, dass man in diesem kleinen Dorf zu solcher Stunde mehr Menschen antraf, als dies in Varuna zur selben Zeit möglich gewesen wäre, obwohl dort zweifelsohne eine weitaus beträchtlichere Anzahl an Menschen wohnte. Umso vermehrter seit den letzten Tagen, in denen sich das Dorf Bajard einer regen Betriebsamkeit und Aufmerksamkeit erfreuen konnte, wie sie in vergangenen Zeiten nur selten vorgekommen war.
Auf seinem Weg durch das Dorf traf Beldan manche Gestalt die er mit einem höflichen Nicken bedachte und manche an der er gedankenverloren vorüberschritt, ohne den dargebrachten Gruß oder freundlichen Ausruf angemessen zu erwidern. Die neue Lebendigkeit und das rege Interesse, das Bajard in der letzten Zeit entgegen geschlagen war und sich sowohl in Worten wie Ereignissen niedergeschlagen hatte, behagten ihm nicht und versahen ihn mit einer Fülle missmutiger und beunruhigter Gedanken. War seinem altersmürben Gemüt die Abgeschiedenheit und Ruhe Bajards ein Segen gewesen, erwies sich die plötzliche Hektik seinem selbstbezogenen Wesen als wenig zuträglich und stimmte ihn zutiefst verdrießlich. Seine Gedanken kreisten lose um die Möglichkeit Bajard für einige Zeit den Rücken zu kehren, um abzuwarten, ob mit dem Vorübergehen einiger Tage und Wochen wieder Ruhe einkehren würde. Freilich blieb die Auswahl an Alternativen derart gering, dass auch hier kein fester Entschluss reifen mochte. Auf den Grund des Königshauses setzte er seinen Fuß mehr aus Gewohnheit denn aus Überzeugung äußerst ungern, die Stadt des Alka wiederum bot einem Mann seines Schlages kaum Reize. Die Wälder und die Ländereien der Barbaren mied er aus Überzeugung, denn die Wildnis war ihm zu unberechenbar, die Art der Anguren und Tiefländer zu ehrbehaftet und – nach seinem Dafürhalten - halsstarrig.
Gedankenversunken verweilte er einen Augenblick an einer Hausecke, bevor er den Weg zur Taverne einschlug, um ein Frühstück einzunehmen. Dem Wirt der Taverne war der ältere Mann eine wohlbekannte Gestalt, denn er pflegte hier jeden Tag seine Mahlzeiten einzunehmen und verbrachte auch die meisten Abende an einem der Tische. Freilich betrachtete er ihn trotz der Ausgaben nicht ausnehmend wohlwollend. Seine Kleidung zwar zweifellos ordentlich und verdiente keinen Tadel, wenn sie auch einen Hauch zu städtisch anmutete, denn in den meisten dörflichen Gegenden pflegte man geknöpfte Kragenwesten und mild bauschende Hemden zu meiden, da diese der Feldarbeit und vergleichbaren Tätigkeiten kaum gewachsen waren. Schwerer wog dagegen noch, dass seine weiße Kleidung fleckenlos zu bleiben pflegte. Das Misstrauen entsprang zweifelsohne nicht dem Maß an Ordnungsliebe und sparsamem Vermögen, das man daraus hätte ableiten können, sondern dem viel gewichtigeren Umstand der Untätigkeit, der in dörflichen Gemeinschaften seit jeher mit höchstem Argwohn betrachtet wurde. War einem Dörfler ein Städter schon eine seltsame Gestalt, so war es ein Mann, der trotz vollständiger Untätigkeit seine Mahlzeiten stets zu bezahlen wusste, noch mehr. Welch hehren Gründe könnte es schließlich geben, die solch einen Mann in ein Fischerdorf wie Bajard verschlagen hätten ? Hätte man ihnen gesagt, dass es lediglich einem Bedürfnis an Ruhe entspringen würde und der Mann trotz Untätigkeit alles stets zu zahlen wusste, weil er schlichtweg seine Ersparnisse aufzuzehren bereit war, dann hätte das die Lage allerdings am allerwenigsten gebessert. Schlussendlich erscheint in einem Dorf, wo der Arbeitstag stets mit den ersten Sonnenstrahlen beginnt und mit den letzten zu Ende geht, nichts bedrohlicher als Unregelmäßigkeiten – oder gar Müßiggang.
Nun sprachen die von tiefen Falten gefurchten Züge des Mannes und sein Alter allerdings von einiger Entbehrung und Erfahrung, so dass er der aufdringlichen Missbilligung, wie sie der rohe Verstand des einfachen Menschen beizeiten hervorbringt, größtenteils verschont blieb. An diesem Morgen jedenfalls brachte der Wirt dem Manne eine einfache aber reichliche Mahlzeit aus Eiern, Speck und Graubrot und zögerte auch nicht, die dafür veranschlagten Kreuzer bereitwillig in Empfang zu nehmen. Beldan aß mit großer Gemächlichkeit, wobei sein vorspringendes Kinn sich mit den mahlenden Bewegungen seines Kiefers wog. Aufgrund seines massigen Leibes, der sich irgendwo zwischen seiner früheren Kraft, einer bulligen Natur und den durch das Alters aufgeschwemmten Muskeln eingependelt hatte, hatte er sich eine Art der kraftsparenden Trägheit angewöhnt, die er mittlerweile in allen Tätigkeiten an den Tag zu legen pflegte, unabhängig davon, ob sie ihm wirklich zur Last werden konnten oder nicht. Der Umstand, dass ohnehin keine schwerwiegenderen Unternehmungen vor ihm lagen, die ihn dazu gezwungen hätten eine größere Hast an den Tag zu legen, tat sein übriges, so dass er, als er sich schließlich aufmachte wieder aufzubrechen, bereits eine beträchtliche Zeit in der Taverne zubracht hatte und in ein rege bevölkertes Bajard hinaus trat.
Eine piepsige Stimme riss ihn unvermittelt aus seinen Gedanken. Von einem Hagebuttenstrauch halb verborgen stand ein junges Mädchen mit braunen Zöpfen am Wegesrand und starrte ihn erwartungsvoll an. Zweifelsohne hatte er kein einziges Wort verstanden, so dass er jetzt einen reichlich zerstreuten Anblick bot. Bevor er aber seinem Unverständnis Luft machen konnte hatte sich das Mädchen schon umgewandt und war fortgelaufen. Nur den geflochtenen Weidenkorb mit den roten Hagebutten hatte es am Boden stehen lassen. Zu einem Entschluss war er nicht gekommen.
Auf seinem Weg durch das Dorf traf Beldan manche Gestalt die er mit einem höflichen Nicken bedachte und manche an der er gedankenverloren vorüberschritt, ohne den dargebrachten Gruß oder freundlichen Ausruf angemessen zu erwidern. Die neue Lebendigkeit und das rege Interesse, das Bajard in der letzten Zeit entgegen geschlagen war und sich sowohl in Worten wie Ereignissen niedergeschlagen hatte, behagten ihm nicht und versahen ihn mit einer Fülle missmutiger und beunruhigter Gedanken. War seinem altersmürben Gemüt die Abgeschiedenheit und Ruhe Bajards ein Segen gewesen, erwies sich die plötzliche Hektik seinem selbstbezogenen Wesen als wenig zuträglich und stimmte ihn zutiefst verdrießlich. Seine Gedanken kreisten lose um die Möglichkeit Bajard für einige Zeit den Rücken zu kehren, um abzuwarten, ob mit dem Vorübergehen einiger Tage und Wochen wieder Ruhe einkehren würde. Freilich blieb die Auswahl an Alternativen derart gering, dass auch hier kein fester Entschluss reifen mochte. Auf den Grund des Königshauses setzte er seinen Fuß mehr aus Gewohnheit denn aus Überzeugung äußerst ungern, die Stadt des Alka wiederum bot einem Mann seines Schlages kaum Reize. Die Wälder und die Ländereien der Barbaren mied er aus Überzeugung, denn die Wildnis war ihm zu unberechenbar, die Art der Anguren und Tiefländer zu ehrbehaftet und – nach seinem Dafürhalten - halsstarrig.
Gedankenversunken verweilte er einen Augenblick an einer Hausecke, bevor er den Weg zur Taverne einschlug, um ein Frühstück einzunehmen. Dem Wirt der Taverne war der ältere Mann eine wohlbekannte Gestalt, denn er pflegte hier jeden Tag seine Mahlzeiten einzunehmen und verbrachte auch die meisten Abende an einem der Tische. Freilich betrachtete er ihn trotz der Ausgaben nicht ausnehmend wohlwollend. Seine Kleidung zwar zweifellos ordentlich und verdiente keinen Tadel, wenn sie auch einen Hauch zu städtisch anmutete, denn in den meisten dörflichen Gegenden pflegte man geknöpfte Kragenwesten und mild bauschende Hemden zu meiden, da diese der Feldarbeit und vergleichbaren Tätigkeiten kaum gewachsen waren. Schwerer wog dagegen noch, dass seine weiße Kleidung fleckenlos zu bleiben pflegte. Das Misstrauen entsprang zweifelsohne nicht dem Maß an Ordnungsliebe und sparsamem Vermögen, das man daraus hätte ableiten können, sondern dem viel gewichtigeren Umstand der Untätigkeit, der in dörflichen Gemeinschaften seit jeher mit höchstem Argwohn betrachtet wurde. War einem Dörfler ein Städter schon eine seltsame Gestalt, so war es ein Mann, der trotz vollständiger Untätigkeit seine Mahlzeiten stets zu bezahlen wusste, noch mehr. Welch hehren Gründe könnte es schließlich geben, die solch einen Mann in ein Fischerdorf wie Bajard verschlagen hätten ? Hätte man ihnen gesagt, dass es lediglich einem Bedürfnis an Ruhe entspringen würde und der Mann trotz Untätigkeit alles stets zu zahlen wusste, weil er schlichtweg seine Ersparnisse aufzuzehren bereit war, dann hätte das die Lage allerdings am allerwenigsten gebessert. Schlussendlich erscheint in einem Dorf, wo der Arbeitstag stets mit den ersten Sonnenstrahlen beginnt und mit den letzten zu Ende geht, nichts bedrohlicher als Unregelmäßigkeiten – oder gar Müßiggang.
Nun sprachen die von tiefen Falten gefurchten Züge des Mannes und sein Alter allerdings von einiger Entbehrung und Erfahrung, so dass er der aufdringlichen Missbilligung, wie sie der rohe Verstand des einfachen Menschen beizeiten hervorbringt, größtenteils verschont blieb. An diesem Morgen jedenfalls brachte der Wirt dem Manne eine einfache aber reichliche Mahlzeit aus Eiern, Speck und Graubrot und zögerte auch nicht, die dafür veranschlagten Kreuzer bereitwillig in Empfang zu nehmen. Beldan aß mit großer Gemächlichkeit, wobei sein vorspringendes Kinn sich mit den mahlenden Bewegungen seines Kiefers wog. Aufgrund seines massigen Leibes, der sich irgendwo zwischen seiner früheren Kraft, einer bulligen Natur und den durch das Alters aufgeschwemmten Muskeln eingependelt hatte, hatte er sich eine Art der kraftsparenden Trägheit angewöhnt, die er mittlerweile in allen Tätigkeiten an den Tag zu legen pflegte, unabhängig davon, ob sie ihm wirklich zur Last werden konnten oder nicht. Der Umstand, dass ohnehin keine schwerwiegenderen Unternehmungen vor ihm lagen, die ihn dazu gezwungen hätten eine größere Hast an den Tag zu legen, tat sein übriges, so dass er, als er sich schließlich aufmachte wieder aufzubrechen, bereits eine beträchtliche Zeit in der Taverne zubracht hatte und in ein rege bevölkertes Bajard hinaus trat.
Eine piepsige Stimme riss ihn unvermittelt aus seinen Gedanken. Von einem Hagebuttenstrauch halb verborgen stand ein junges Mädchen mit braunen Zöpfen am Wegesrand und starrte ihn erwartungsvoll an. Zweifelsohne hatte er kein einziges Wort verstanden, so dass er jetzt einen reichlich zerstreuten Anblick bot. Bevor er aber seinem Unverständnis Luft machen konnte hatte sich das Mädchen schon umgewandt und war fortgelaufen. Nur den geflochtenen Weidenkorb mit den roten Hagebutten hatte es am Boden stehen lassen. Zu einem Entschluss war er nicht gekommen.
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Argeon
Gedankenverloren ritt Argeon auf seinem Pferd in Bajard ein. Silberstern kannte den Weg bereits sehr gut und trottete auch ohne das Zutun seines Herrn in Richtung der kleinen Dorfschenke. Argeon blickte sich zufrieden um und freute sich schon auf den Krug heißen Met, den er sich heute wahrlich verdient hatte.
In den letzten Tagen hatte sich in Bajard einiges getan. Es waren scheinbar einige Händler neu hinzugekommen um von der Beliebtheit des Dorfes zu profitieren und in den Strassen war allerhand Leben. Unwillkürlich musste Argeon lächeln, als er ein paar Jungen sah, die um den Teich herum Gardist und Räuber spielten. Der Blick eines Jungen viel auf ihn und dieser blieb mitten im Lauf stehen und starrte ihn erschrocken an. Dann ließ er seine Freunde einfach stehen und rannte davon, um kurz danach mit einem verknitterten Pergament wiederzukommen.
Er reichte es Argeon und stammelte verlegen und mit hochrotem Kopf: "Verzeiht Herr Söldner... ich sollte Euch das bringen... aber Ihr ward nicht da und dann... hab ichs ganz vergessen... tut mir leid...". Argeon anwortete mit einem unterdrücktem Grinsen: "Na, dafür gibts dann aber heute keine Goldmünze. Wir müssen erstmal sehen, was Du mit Deinem Erbsenhirn angerichtet hast! und in Zukunft kannst Du uns leichter finden. Wir haben ein kurzes Stück vor den Toren der Stadt unser Lager aufgeschlagen."
Argeon öffnete das pergament hastig, als er erkannte das der Absender aus Bajard stammte. Er überflog die Zeilen und machte sich auf den Weg in das geheime Versteck der Söldner. Dort würde er in Ruhe eine Antwort verfassen können.
Werter Herr Ravenor,
zunächst möchte ich Euch für Eure ausführliche und ehrliche Antwort danken. Auch wenn Ihr nicht der lgeitime Sprecher des Dorfes seid, so scheint es mir doch, als wären die Bewohner Bajrads gut darn gerate Euch dazu zu ernennen.
Ich erlaube mir im Folgenden Eure Fragen in der Reihenfolge zu beantworten, bzw. Eure Aussagen zu kommentieren, in der Ihr sie stelltet:
Zunächst möchte ich Euch meine Motive darstellen: Uns geht es nicht darum als Gruppe in Eure Dorfgemeinschaft aufgenommen zu werden. Wir sind eine neutrale Truppe und beabsichtigen das zu bleiben. Natürlich können und wollen wir unsere Hilfe nicht umsonst anbieten. Aber uns ist bewusst, dass Bajard kein reiches Dorf ist. Unsere Forderungen werden sich dementsprechend im Rahmen halten und sind verhandelbar.
In der Hoffnung auf Eure Verschwiegenheit erlaube ich mir aber offen zu sprechen: Neben den pekuniären Interessen ist es von uns aber vor allem politische Erwägungen die uns eine Arbeit für Euer Dorf lukrativ erscheinen lassen. WIr als Söldner werden auf den unterschiedlichsten Seiten kämpfen, und wer heute unser Auftraggeber ist, kann morgen unser Feind sein. Eine neutrale Söldnertruppe ist ohne große Skrupel und ohne politischen Skandal leicht anzugreifen. Nicht so eine offizielle Garde einer unabhängigen Stadt. Unsere größte Entlohnung wäre also ein gewisser politischer Schutz.
Für uns wäre Bajard also ein wichtiger Rückhalt, so dass wir in keinster Weise dazu veranlasst werden könnten, die Loyalität zu Bajard und seinen Bewohnern aufzugeben. Zudem haben wir auch als Söldner einen Ehrenkodex an den wir uns halten.
Eure Bedenken in Bezug auf das Amt des Statthalters kann ich nachvollziehen und, so hoffe ich, auch zerstreuen. Wie bereits erwähnt ist es für uns Söldner von äußerster Wichtigkeit absolute politische Neutralität zu wahren. Indem ich mich zum Statthalter aufschwingen würde, wäre diese Neutralität verloren. Um dieses unzweifelhaft deutlich zu machen, werden wir auch nicht in Bajard seßhaft werden, sondern wir schlagen unser Zeltlager ein gutes Stück vor den Toren der Stadt auf.
Damit sollte auch zugleich Eure Frage zur Beherbung beantwortet sein. Wir beabsichtigen nicht innerhalb der Stadtmauern zu wohnen. Doch stellt unser Lager in der Nähe der Stadt eine kurze Eingreifzeit sicher.
Zur Disziplin meiner Truppe möchte ich noch erwähnen, dass wir bereits seit Monaten häufig Eure Dorfschenke aufsuchen und dort auch zum Teil größere Mengen Alkohol zu uns nehmen. Bisher kam es dabei zu keinerlei Auffälligkeiten. Sollte es dennoch einmal zu etwas derartigen kommen, so kann ich Euch bei meinem Wort versichern, dass die zum Dienst eingeteilten Kameraden das Gesetz Bajard durchsetzten werden, egal wer vor ihnen steht.
Zusätzlich werden die auffällig gewordenen Kameraden mit erheblichen Sanktionen meinerseits rechnen müssen. Ein auffälliger Söldner wird also deutlich härter bestraft als ein sonstiger Krawallmacher.
Abschliessend biete ich mich gerne an, vor Euch, und auch vor der Bürgerversammlung, Rede und Antwort zu stehen und eventuell in unverbindliche Vertragsverhandlungen zu treten.
Ich möchte mich abschliessend für die Zeit bedanken, die Euch dieser Brief sicher gekostet hat. Es würde mich freuen in Euch einen Fürsprecher für eine neutrale Garde in Bajard zu finden.
Ich entbiete Euch meine Grüße,
Hauptmann Argeon
Die Sturmkrähen
Freie Söldner zu Gerimor
In den letzten Tagen hatte sich in Bajard einiges getan. Es waren scheinbar einige Händler neu hinzugekommen um von der Beliebtheit des Dorfes zu profitieren und in den Strassen war allerhand Leben. Unwillkürlich musste Argeon lächeln, als er ein paar Jungen sah, die um den Teich herum Gardist und Räuber spielten. Der Blick eines Jungen viel auf ihn und dieser blieb mitten im Lauf stehen und starrte ihn erschrocken an. Dann ließ er seine Freunde einfach stehen und rannte davon, um kurz danach mit einem verknitterten Pergament wiederzukommen.
Er reichte es Argeon und stammelte verlegen und mit hochrotem Kopf: "Verzeiht Herr Söldner... ich sollte Euch das bringen... aber Ihr ward nicht da und dann... hab ichs ganz vergessen... tut mir leid...". Argeon anwortete mit einem unterdrücktem Grinsen: "Na, dafür gibts dann aber heute keine Goldmünze. Wir müssen erstmal sehen, was Du mit Deinem Erbsenhirn angerichtet hast! und in Zukunft kannst Du uns leichter finden. Wir haben ein kurzes Stück vor den Toren der Stadt unser Lager aufgeschlagen."
Argeon öffnete das pergament hastig, als er erkannte das der Absender aus Bajard stammte. Er überflog die Zeilen und machte sich auf den Weg in das geheime Versteck der Söldner. Dort würde er in Ruhe eine Antwort verfassen können.
Werter Herr Ravenor,
zunächst möchte ich Euch für Eure ausführliche und ehrliche Antwort danken. Auch wenn Ihr nicht der lgeitime Sprecher des Dorfes seid, so scheint es mir doch, als wären die Bewohner Bajrads gut darn gerate Euch dazu zu ernennen.
Ich erlaube mir im Folgenden Eure Fragen in der Reihenfolge zu beantworten, bzw. Eure Aussagen zu kommentieren, in der Ihr sie stelltet:
Zunächst möchte ich Euch meine Motive darstellen: Uns geht es nicht darum als Gruppe in Eure Dorfgemeinschaft aufgenommen zu werden. Wir sind eine neutrale Truppe und beabsichtigen das zu bleiben. Natürlich können und wollen wir unsere Hilfe nicht umsonst anbieten. Aber uns ist bewusst, dass Bajard kein reiches Dorf ist. Unsere Forderungen werden sich dementsprechend im Rahmen halten und sind verhandelbar.
In der Hoffnung auf Eure Verschwiegenheit erlaube ich mir aber offen zu sprechen: Neben den pekuniären Interessen ist es von uns aber vor allem politische Erwägungen die uns eine Arbeit für Euer Dorf lukrativ erscheinen lassen. WIr als Söldner werden auf den unterschiedlichsten Seiten kämpfen, und wer heute unser Auftraggeber ist, kann morgen unser Feind sein. Eine neutrale Söldnertruppe ist ohne große Skrupel und ohne politischen Skandal leicht anzugreifen. Nicht so eine offizielle Garde einer unabhängigen Stadt. Unsere größte Entlohnung wäre also ein gewisser politischer Schutz.
Für uns wäre Bajard also ein wichtiger Rückhalt, so dass wir in keinster Weise dazu veranlasst werden könnten, die Loyalität zu Bajard und seinen Bewohnern aufzugeben. Zudem haben wir auch als Söldner einen Ehrenkodex an den wir uns halten.
Eure Bedenken in Bezug auf das Amt des Statthalters kann ich nachvollziehen und, so hoffe ich, auch zerstreuen. Wie bereits erwähnt ist es für uns Söldner von äußerster Wichtigkeit absolute politische Neutralität zu wahren. Indem ich mich zum Statthalter aufschwingen würde, wäre diese Neutralität verloren. Um dieses unzweifelhaft deutlich zu machen, werden wir auch nicht in Bajard seßhaft werden, sondern wir schlagen unser Zeltlager ein gutes Stück vor den Toren der Stadt auf.
Damit sollte auch zugleich Eure Frage zur Beherbung beantwortet sein. Wir beabsichtigen nicht innerhalb der Stadtmauern zu wohnen. Doch stellt unser Lager in der Nähe der Stadt eine kurze Eingreifzeit sicher.
Zur Disziplin meiner Truppe möchte ich noch erwähnen, dass wir bereits seit Monaten häufig Eure Dorfschenke aufsuchen und dort auch zum Teil größere Mengen Alkohol zu uns nehmen. Bisher kam es dabei zu keinerlei Auffälligkeiten. Sollte es dennoch einmal zu etwas derartigen kommen, so kann ich Euch bei meinem Wort versichern, dass die zum Dienst eingeteilten Kameraden das Gesetz Bajard durchsetzten werden, egal wer vor ihnen steht.
Zusätzlich werden die auffällig gewordenen Kameraden mit erheblichen Sanktionen meinerseits rechnen müssen. Ein auffälliger Söldner wird also deutlich härter bestraft als ein sonstiger Krawallmacher.
Abschliessend biete ich mich gerne an, vor Euch, und auch vor der Bürgerversammlung, Rede und Antwort zu stehen und eventuell in unverbindliche Vertragsverhandlungen zu treten.
Ich möchte mich abschliessend für die Zeit bedanken, die Euch dieser Brief sicher gekostet hat. Es würde mich freuen in Euch einen Fürsprecher für eine neutrale Garde in Bajard zu finden.
Ich entbiete Euch meine Grüße,
Hauptmann Argeon
Die Sturmkrähen
Freie Söldner zu Gerimor
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Aldred Ravenor
Wie es schien, wuchs der Handlungsbedarf beinahe täglich und es schien nicht eine Nacht zu vergehen, ohne dass ein Unglück geschah. Einige Fragen würde er dem Herren Argeon noch gerne stellen wollen und so setzte er sich an seinen kleinen Schreibtisch und verfasste wiederum ein Antwortschreiben:
Hauptmann Argeon,
Ihr habt die rechten Worte gefunden und einige meiner Zweifel zerstreut, doch habe ich immer noch einige Fragen an Euch.
Ich biete Euch hiermit ein Treffen, in dem wir offene Fragen diskutieren würden, und solltet Ihr mich überzeugen können, werde ich eine Bürgerversammlung einberufen und in Eurem Sinne Fürsprache halten. Das entscheidet immer noch nicht über die Zustimmung der Bürger, doch ein Anfang wäre gemacht.
Bei Interesse, lasst uns einen Termin beschließen.
In Erwartung und mit Grüßen,
Aldred Ravenor
ooc: Terminabsprache am besten über ICQ
Hauptmann Argeon,
Ihr habt die rechten Worte gefunden und einige meiner Zweifel zerstreut, doch habe ich immer noch einige Fragen an Euch.
Ich biete Euch hiermit ein Treffen, in dem wir offene Fragen diskutieren würden, und solltet Ihr mich überzeugen können, werde ich eine Bürgerversammlung einberufen und in Eurem Sinne Fürsprache halten. Das entscheidet immer noch nicht über die Zustimmung der Bürger, doch ein Anfang wäre gemacht.
Bei Interesse, lasst uns einen Termin beschließen.
In Erwartung und mit Grüßen,
Aldred Ravenor
ooc: Terminabsprache am besten über ICQ
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Argeon