Ein Schicksal erfüllt sich [Quest für ganz Lameriast]

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Spjall Hinrah

Beitrag von Spjall Hinrah »

Gerade als Spjall seine Ehre in der großen Halle verlor, fing der Boden an zu beben.. was war das? wo kommt es her? Die vermutung lag auf dem Berg.. Spjall erinnerte sich an die Waffenruhe und das sie vorbeisein müsste.. Sofort rüstete er sich und zusammen mit Hedwig,d em Schamenen des Clans Eilten sie auf ihren Pferden zum Berg.. was werden sie wohl vorfinden?
Der Erzähler

Beitrag von Der Erzähler »

Das Pfand

Endlich hatten sie gefunden, wonach so lange gesucht worden war, und ausgerechnet Lineberg hatte sie zu Orbert geführt... als wandelnde Leiche, und mit dem Auftrag, Orbert zu töten. Er war genauso armselig zur Strecke gebracht worden, wie der Pfandträger selber. Linebergs Körper niedergestreckt von Thoran, Xinthra und Tajara, Orbert von steinernen Harpien zerrissen, als er im Wahn, endlich frei zu sein, zur Küste rannte.

Orbert war die Last, den Fluch, los - er hatte mit dem Leben dafür bezahlt. Und nun? Sie hatten den Stab beim Bankier gelassen, und nachts plagten Thoran in der Unruhe Alpträume. Welch Wunder... doch dieser Traum war anders, und er endete auch nicht in raschem Vergessen, wie es sonst für Träume üblich war.

Der Berg war in seiner gesamten Größe, seiner gesamten Last und Macht zu spüren gewesen. Hatte Orbert nicht gesagt, er versuche die Insel nur zu unterjochen? Hier schien auch alle Macht dafür vorhanden, nichts schien es zu geben, was neben dieser Größe nicht mickrig verblassen müsste.
Im Innern des Berges regte sich etwas, und aus zusammenfließendem Gestein und Lava formte sich eine riesenhafte Kreatur, flüssiges Gold, das einen grob menschenähnlichen Körper nachahmte. Und faustgroße, türkis funkelnde Augen schienen Thoran anzustarren.
"Bringt mir das Pfand, wie es vereinbart worden war, oder sterbt."
Es war keine Drohung. Es war eine Feststellung. Zwischen Fingern, die jeder für sich schon fast die Breite einer Menschenhand hatten, drehte er den Kristall, der aus Tajaras Blut und der Farbe ihrer Haarsträhne geformt worden war. Es war die bekannte Farbe, doch auch der Kristall leuchtete inzwischen türkis.
"Bringt es mir, und es wird wieder Ruhe einkehren. Bringt es mir, und ihr sollt hier siedeln dürfen, der Pakt erneuert sein. Ihr habt viel geleistet, Kurzlebige. Ihr sollt den Schaden, den der Feigling anrichtete, wieder gut machen dürfen."

Dschungelbäume wurden sichtbar, und aus den Augen einer über den Felsen wachenden Steinharpie sah Thoran, wie sich ein Pfad auftat zwischen den Felsen, über die in den letzten Tagen die Harpien stets überflogen hatten. Der bislang unerforschte Höhlenzugang im Unholdsweg...


Als Thoran aufwachte, taten ihm einige Knochen weh - er hatte auf dem Stab gelegen.
Zuletzt geändert von Der Erzähler am Samstag 22. März 2008, 20:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Tajara Nair
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Registriert: Montag 28. August 2006, 16:57

Beitrag von Tajara Nair »

Die erste ruhige Nacht auf Lameriast seit langem.

Tajara befühlte den leuchtenden Kristall, der an einer Silberkette um ihre Brust gelegt wurde. Dieses Ding war die Erinnerung an Aufopferung und - ja - dem Ausgang des Krieges. Die Pfandgemeinschaft hatte es geschafft. Xinthra, Thoran und letztlich auch Tajara hatten Orbert nach ihrer langen Suche, schon beinahe am Rande der Verzweiflung gefunden.

War er wirklich ein Feigling? Tajara konnte sogar verstehen was ihn plagte. Der Stab war für Orbert ein Fluch geworden und die Gemeinschaft bot Orbert an, den Stab an sich zu nehmen um ihm endlich Frieden zu geben. Er hatte wirklich Angst.

Für ihn war die Bürde zur Sklaverei geworden. Für ihn war das Pfand zum Fluch geworden. Und als er die Kiste übergab und davonrannte, wohl um sich endlich davon zu befreien, Tajara ihn gerade mal so folgen konnte hielt Orbert plötzlich den Stab in der Hand und die Harpyen stürzten sich auf ihn um ihn endgültig zu töten. Dann sah Tajara nichts mehr als ein Paar großer Klauen sie hochhob und davonschleuderte.

Erst als sie zu sich kam konnte sie ihrer Schwester berichten was Sache war. Der Stab! Sie sollte das Pfand finden! - Und bald war sie zurück - sie hatte es! Das, wozu sie ausgeschickt waren war gefunden worden - auch wenn es ein teuer erkaufter "Sieg" war.

Man beschloss, den Stab zu verwahren, und am nächsten Tag zu versuchen den Herren des Berges zu erpressen. Sie mussten einfach herausfinden, ob es nun die Wahrheit war, was Orbert ihnen erzählt hatte oder ob der Bergherr die Wahrheit sprach.

Am nächsten Tag brach man auf zum Berg - Thoran, Xinthra und Tajara begegneten einer Gruppe Druiden, die sich ihnen anschlossen. Serendo wollte die Schuld begleichen, die er unwissentlich angerichtet hatte indem er dem Feuerberg das Lebenselexier entzogen hatte und welches nun Kirchenfenster schmückt.

Zumindest die Pfandgemeinschaft kam unbehelligt durch das Herz des Berges - und dort begegneten sie dem Bergherren. Doch schon bald war klar, dass den Dreien nichts anderes übrig blieb als dass sie den Pakt erneuern müssten, welcher letzten Endes der Insel den Frieden wiedergab und das Gemetzel beendete.

Thoran wurde zum Pfandhüter bestimmt - jener Krieger, der, laut Aussage des Bergherren die El'amyr'iast verstand. Er nahm den Stab an sich.

Tajara wurde - angesichts der Tatsache, dass sie bereits einen solchen Pakt schwor um eine Frist zu erhalten, in der sie das Pfand wiedererlangen konnten, ebenfallls dazu bestimmt. Sieben Jahre hatten sie Zeit, ihre Dinge auf Gerimor zu erledigen, danach würden sie die Insel nicht mehr verlassen dürfen, als Gegenleistung hüteten sie nicht einfach nur ein Pfand um die Bewohner vor dem sicheren Tod zu bewahren sondern konnten damit auch verhindern, dass der Geist des Feuerberges wieder erwacht und die Insel mit ihm untergeht.

Eine schwere bürde - dachte sich Tajara als sie den leuchtend türkisen Kristall beäugte - aber es musste getan werden.

Kein Barde würde je darüber singen was diese drei Krieger tun mussten um ihre Heimat vor dem Ende zu bewahren. Dabei war es diese Tat, die so mancher Ritter nicht vollbracht hatte. Aber es war wichtig dass sie es geschafft hatten. und selbst wenn einst kein Barde über die Abenteuer der Pfandgemeinschaft singen und davon erzählen würde - es musste dafür gesorgt werden, dass man nicht vergaß. Denn einmal konnten sie Lameriast vor einem Gemetzel bewahren. Vierzig Jahre zuvor war dies nicht gelungen. Doch es sollte nicht mehr passieren.

Die Geschichte musste gewahrt bleiben.
Kimroth Gruenfels
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Registriert: Freitag 11. Januar 2008, 21:57

Beitrag von Kimroth Gruenfels »

[*del pls*
Zuletzt geändert von Kimroth Gruenfels am Dienstag 10. März 2009, 00:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Tajara Nair
Beiträge: 609
Registriert: Montag 28. August 2006, 16:57

Beitrag von Tajara Nair »

Ein Jahr später

Mit der Tages- und Nachtgleiche etwa würde sich die Rettung Lameriasts jähren. Kaum jemand mochte sich noch daran erinnern - zumindest nicht die neuen Siedler, an dem Tag als es beendet wurde. Wenige nur waren Zeugen jenes Ereignisses, welches vermutlich so bedeutsam war, dass nur der leise Wind Kunde davontrug - bis auf jene, die darum wussten.
In diesen Nächten häuften sich die Träume von Schicksal und Aufgabe, von Bürde und Verstehen. In jenen Nächten träumteTajara das, was sie als ihr Schicksal bekundete.
Die kalten Nächte des Spätwinters wurden kürzer und ein gewaltiger Herzschlag pochte vom Inneren der Insel her. Lameriast! Oh welch herrlich schreckliche Insel? Die Meisten konnten hier ihr ruhiges Leben leben, nichts ahnend der Gefahr, die in ihrem Inneren wohnt.
Das Pfand, es brannte sich in Tajaras Brust. Nicht lange konnte sie Lameriast fern bleiben ohne nicht einen seltsamen Kopfschmerz zu fühlen - dieses Zerren an ihrem Geist das sie zurück nach Lameriast trieb. Die unsichtbare Kette die man um ihren Hals schlang und an der der Bergherr sie nach Lameriast Zerrte schnürte und legte sich jeden Tag enger um sie wenn sie nicht auf lameriast war - wie weit sie gehen konnte ohne nicht völlig apathisch dazusitzen, ihr Geist neben ihr - darauf bedacht nach lameriast zurückzukehren - und ihr Körper, der dieses grässliche Gefühl mit ihr teilen musste.
Die Wenigsten wissen noch, welchen Preis Thoran und sie zahlen mussten - und jene, welche die Geschichte kannten behandelten sie mit Sorgfalt und erzählten sie nur jenen weiter, welche dieses Wissen nicht gegen die Pfandhüter benutzen würden.
Was würde geschehen, wenn man sie töten würde? Der Zorn des Bergherren, für dem es nicht darum ging Leben zu schützen sondern die Insel zu schützen mochte groß sein. Vielleicht brach dereinst der Feuerberg aus als der Feuergeist erwachte und riss die Insel wieder in die fluten aus welchen sie entsprungen war...
Wer wusste das schon. Aber eines war klar. Der Schaden der Pfandhüter wäre der Schaden der Insel. Aber zu welchem Preis? In welchen Belangen? Konnte man das verantworten?
Die Stimme der Insel sprach unablässig zu Tajara. Sie schickte sie dereinst auf eine Reise durch Lameriast, die Wälder und Felder erkunden, das Eiland verstehen lernen. Es galt, Schutz zu geben und dafür zu sorgen, dass Lameriast so wie es war, bestand hatte.
Das Jahr war fast vergangen. Wer erinnerte sich noch an den 23. dieses mondlaufes, als scheinbar unspektakulär mit einem Mal die Monster den Rückzug antraten, die Harpyen kreischend davonflogen und wieder ins Innere des Berges eintauchten, die Orks scheinbar bar ihres Verstandes das Fort wiederbezogen und die Drachen wieder still über ihren Eiern brüteten und damit das Geheimnis in sich trugen. Das Geheimnis der El'amyr'iast - das Geheimnis der Insel.
Zuletzt geändert von Tajara Nair am Dienstag 10. März 2009, 00:51, insgesamt 1-mal geändert.
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