Nun war schon so lange Zeit vergangen, seit sie im Handelshaus ihre Lehre begonnen hatte, inzwischen war sie schon Gesellin und Meisterin geworden, und vor einiger Zeit hatte Luciana, ihre Großmeisterin zu ihr gesagt, dass sie nun ihre Lehr- und Gesellenjahre hinter sich habe und sich überlegen solle, wie ihr großmeisterliches Werkstück aussehen solle.
Viele Nächte brütete sie nun darüber, welches Werkstück sie fertigen würde.
Es wurden viele Kreationen gezeichnet, wieder verworfen und wieder gezeichnet, bevor sie sich für zwei Stücke, also ein Hemd für einen Herren und eine edle Damenbluse entschied.
Jedoch diese beiden sollte etwas ganz Besonderes werden.
Endlich hatte sie die Entwürfe fertig.
Die Bluse sollte aus Seide gefertigt werden, mit einer raffinierten Zierschnürung im Rücken und fast durchsichtigen Ärmeln, welche ganz zart in Floralstickerei mit Glanzgarn bestickt werden.
Das Herrenhemd soll aus feinstem Leinen gewebt, locker sitzend, vorne mit feinen Biesen gearbeitet und an den Ärmeln wollte Amelie eine Schnürung arbeiten, damit es perfekt zur Bluse der Dame passen würde.
Und zum Verschließen von Hemd und Bluse….da wollte sie Thancred bitten, ihr kleine Knöpfe aus Metall zu schlagen.
Wie auch schon bei dem Brautkleid machte sie sich auch diesmal auf die lange Reise mit dem Schiff nach Menek’Ur um einen Seidenstoff zu erstehen.
Die Händler auf der Insel hatten sie wie immer nicht enttäuscht, und so hatte sie die Möglichkeit mit zwei wunderschönen Seidenstoffen wieder zurück ins Zunfthaus zu kehren.
Die nächsten Tage verbrachte sie damit, den Leinenstoff zu weben, und mit den dünnen Fäden gelang ihr das auch ziemlich gut.
Was wohl die nächsten Tage bringen würden?
Das Meisterstück
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Thancred
mit erstaunen hörte der Zausel das Ansinnen der jungen Schneiderin
silberne Knöpfe,.. nun aus silber liess sich vieles machen ringe und schmuck,.. sogar mancherlei Werkzeuge, warum nicht auch fein ziselirte Knöpfe
zurückschrecken vor der Idee?
ein Schmied? nie im Leben... also frisch gewagt!
wie Ziernieten sollten sie beschaffen sein,...mit einem etwas längerem Knebel,...den kopf ziselirt wie die broschen oder armspangen die er schon zu vielen aus des mondlichts Tränen gefertigt hatte,
so sass er eine Weile am Schmelzfeuer und schnitzte in Speckstein eine Hohlform in jene goss er nach und nach das flüssige Metall
die Rohlinge legte er in ein kleines leeres Fässchen und gab Wasser und Quazsand hinzu dies Fässchen schwenkte er eine ganze Weile klimpernd und rauschend tat der Sand darinnen seine Pflicht und als die Sanduhr zweimal gedreht war konnte er den ersten glänzenden Rohling herausnehmen. Flink und mit heiserem Singsang tat die Ffeile ihren Dienst, frass begierig Grate und Überstände
bis ein münzartiger Knopfkopf übrigblieb,...der Beelzebub ist ein Eichhörnchen und die stecken ja bekanntlich gern in den kleinen Dingen
verkniffen und doch mit Liebe zum Detail versuchte er nun mit dem Gravirstössel eine Nadel und eine Rose vor einem verschlungenem A
in die Platte der Knöpfe zu graviren, würde des Bären Auge Wohlgefallen in dieser kleinen Arbeit finden?,,.. nun wers nicht versuchte würd es nie erfahren
silberne Knöpfe,.. nun aus silber liess sich vieles machen ringe und schmuck,.. sogar mancherlei Werkzeuge, warum nicht auch fein ziselirte Knöpfe
zurückschrecken vor der Idee?
ein Schmied? nie im Leben... also frisch gewagt!
wie Ziernieten sollten sie beschaffen sein,...mit einem etwas längerem Knebel,...den kopf ziselirt wie die broschen oder armspangen die er schon zu vielen aus des mondlichts Tränen gefertigt hatte,
so sass er eine Weile am Schmelzfeuer und schnitzte in Speckstein eine Hohlform in jene goss er nach und nach das flüssige Metall
die Rohlinge legte er in ein kleines leeres Fässchen und gab Wasser und Quazsand hinzu dies Fässchen schwenkte er eine ganze Weile klimpernd und rauschend tat der Sand darinnen seine Pflicht und als die Sanduhr zweimal gedreht war konnte er den ersten glänzenden Rohling herausnehmen. Flink und mit heiserem Singsang tat die Ffeile ihren Dienst, frass begierig Grate und Überstände
bis ein münzartiger Knopfkopf übrigblieb,...der Beelzebub ist ein Eichhörnchen und die stecken ja bekanntlich gern in den kleinen Dingen
verkniffen und doch mit Liebe zum Detail versuchte er nun mit dem Gravirstössel eine Nadel und eine Rose vor einem verschlungenem A
in die Platte der Knöpfe zu graviren, würde des Bären Auge Wohlgefallen in dieser kleinen Arbeit finden?,,.. nun wers nicht versuchte würd es nie erfahren
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Amelie Toberen
Nur kurze Zeit, nachdem sie Thancred gebeten hatte, ihr Knöpfe zu schmieden, lagen diese auch schon in ihrer Truhe. Ganz fein gearbeitete Silberknöpfe, die auf der vorderen Seite eine Nadel und eine Rose aus einem verschlungenen A eingraviert hatten. Voll Bewunderung sah sie drauf. Thancred war wirklich Meister seines Faches. Schon alleine diese Knöpfe waren es wert, dass sie all ihre Liebe und Bemühungen in ihre Meisterarbeit steckte.
Als sie genug Stoff verwebt hatte, begann sie den Schnitt zu zeichnen um das Hemd aus dem Leinen und die Bluse aus Seide zuschneiden zu können. Als Größenvorlage nahm sie die Maße von Rondrian und Estrella.
Nachdem sie nun Vorderteil, Rückenteil, Ärmel und Besätze zugeschnitten hatte, legte sie die Ärmel vor sich auf den Tisch und zeichnete mit einer ganz feinen Feder florale Linien und angedeutete Blüten auf den durchscheinenden Stoff, nahm die feinste Nadel zur Hand und den dünnen Seidenfaden und startete sogleich die Ärmel nun zu besticken.
So saß sie viele Nächte und bestickte die Ärmel, und endlich konnte sie zufrieden auf ihre Arbeit sehen. Nun war der aufwändigste Teil ihres Meisterstücks vollbracht.
Mit flinker Hand nähte sie nun alle Teile zusammen, fertigte die Schnürung im Rücken, besetzte die Blusenlänge, den Halsausschnitt und die Ärmellänge mit dem feinen Stoff, zog die selbst gedrehte Kordel aus dünnem Seidengarn durch die Zierschnürung, nähte die Silberknöpfe an, plättete noch die Bluse und fertig war ihr erstes Meisterstück.
Die nächsten Nächte verbrachte sie damit das Herrenhemd ebenso fertig zustellen.
Zuerst führte sie die feinen Biesen am Vorderteil mit einem kaum sichtbaren Zierstich aus und die Schnürung am Ärmel. Dazu wurde das schmale Band nicht zu einer Kordel gedreht sondern aus dem feinen, weichen Leinen zu eben diesem zusammen genäht.
Sorgfältig verband sie mit Nadel und Faden die Leinenteile und fertigte diese aus.
Eines Tages, während sie an dem Hemd arbeitete, erklärte ihr noch Luciana Forstnam, dass sie, um den Titel Großmeisterin tragen zu dürfen, an viele Orte reisen musste, um ihr Wissen zu vervollständigen.
Aber erst wollte sie ihre Meisterstücke fertig stellen.
Nun wurden Knopflöcher gearbeitet, Knöpfe wieder daran genäht, alle Nähte versäubert, die Länge und der Halsausschnitt besetzt, an die Ärmellänge nähte sie noch Bündchen und fertig war das Hemd.
Man musste ihr wohl die vielen schlaflosen Nächte ansehen, denn Dame von Drachenfels bemerkte, als sie sie im Zunfthaus besuchen kam, dass sie irgendwie nicht gesund aussah.
Amelie musste ihr fest versprechen, sie am nächsten Tag im Heilerhaus aufzusuchen.
Aber ihre Meisterstücke waren nun endlich fertig und so hoffte Amelie dass ihre Meisterin Gefallen dran finden würde.
Als sie genug Stoff verwebt hatte, begann sie den Schnitt zu zeichnen um das Hemd aus dem Leinen und die Bluse aus Seide zuschneiden zu können. Als Größenvorlage nahm sie die Maße von Rondrian und Estrella.
Nachdem sie nun Vorderteil, Rückenteil, Ärmel und Besätze zugeschnitten hatte, legte sie die Ärmel vor sich auf den Tisch und zeichnete mit einer ganz feinen Feder florale Linien und angedeutete Blüten auf den durchscheinenden Stoff, nahm die feinste Nadel zur Hand und den dünnen Seidenfaden und startete sogleich die Ärmel nun zu besticken.
So saß sie viele Nächte und bestickte die Ärmel, und endlich konnte sie zufrieden auf ihre Arbeit sehen. Nun war der aufwändigste Teil ihres Meisterstücks vollbracht.
Mit flinker Hand nähte sie nun alle Teile zusammen, fertigte die Schnürung im Rücken, besetzte die Blusenlänge, den Halsausschnitt und die Ärmellänge mit dem feinen Stoff, zog die selbst gedrehte Kordel aus dünnem Seidengarn durch die Zierschnürung, nähte die Silberknöpfe an, plättete noch die Bluse und fertig war ihr erstes Meisterstück.
Die nächsten Nächte verbrachte sie damit das Herrenhemd ebenso fertig zustellen.
Zuerst führte sie die feinen Biesen am Vorderteil mit einem kaum sichtbaren Zierstich aus und die Schnürung am Ärmel. Dazu wurde das schmale Band nicht zu einer Kordel gedreht sondern aus dem feinen, weichen Leinen zu eben diesem zusammen genäht.
Sorgfältig verband sie mit Nadel und Faden die Leinenteile und fertigte diese aus.
Eines Tages, während sie an dem Hemd arbeitete, erklärte ihr noch Luciana Forstnam, dass sie, um den Titel Großmeisterin tragen zu dürfen, an viele Orte reisen musste, um ihr Wissen zu vervollständigen.
Aber erst wollte sie ihre Meisterstücke fertig stellen.
Nun wurden Knopflöcher gearbeitet, Knöpfe wieder daran genäht, alle Nähte versäubert, die Länge und der Halsausschnitt besetzt, an die Ärmellänge nähte sie noch Bündchen und fertig war das Hemd.
Man musste ihr wohl die vielen schlaflosen Nächte ansehen, denn Dame von Drachenfels bemerkte, als sie sie im Zunfthaus besuchen kam, dass sie irgendwie nicht gesund aussah.
Amelie musste ihr fest versprechen, sie am nächsten Tag im Heilerhaus aufzusuchen.
Aber ihre Meisterstücke waren nun endlich fertig und so hoffte Amelie dass ihre Meisterin Gefallen dran finden würde.