Schatten von Lameriast

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Shessidyr Shartir
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Schatten von Lameriast

Beitrag von Shessidyr Shartir »

Teil I: Fleischgewordene Alpträume

Mittlerweile sind schon Wochen ins Land gegangen, seit Niana Kytarr zuletzt zu Gast auf der Burg Eisenwart war. Relativ friedliche Wochen, die die Alatnerfeiern beinhalteten als der erste Schnee sich wie ein weißer Mantel auf die Welt legte.

Wie in jedem Jahr war diese Zeit eine besinnliche und ruhige. Geschenke wurden aus uraltem Brauchtum an geliebte Menschen verteilt. Ob nun aus Pflichtgefühl oder Zuneigung sei mal dahingestellt. Die weiße Pracht wirkte so beruhigend auf die Gemüter, dass man meinen konnte, dass die Welt für eine kurze Zeit alle Konflikte vergessen haben muss.

Schneemänner, Schneeballschlachten, Tannengrün, bunte Wimpel, festliche Momente, all das waren Dinge, die die Leute an dieser schönen Jahreszeit liebten.

Und die Nacht kam nun deutlich schneller als zur Sommerszeit und viele Leute gingen nun zu Zeiten zu Bett, zu denen sie im Sommer noch fröhlichst zechten. Für einige ein Garant für sanfte Nachtruhe... und für andere wiederrum ein schrecklicher Moment.

Lameriast - das oberste Stockwerk der Burg Eisenwart.

Hinter einer verschlossenen, schmiedeeisernen Türe hervor dringen seltsame Geräusche nach außen. Es klingt wie beständiges Kratzen... wie Fingernägel, die unruhig auf Stein herumfuhrwerken. Shessidyr sass unruhig in der Ecke der Räumlichkeiten von Tribun Armoran Mares... ihrem Adoptivvater. Er war einer der wenigen, die sie nicht als ein Monster in Menschengestalt ansahen, nein, er empfand sogar etwas wie Fürsorge für sie. Ja, er war immer für sie da, wenn sie in Schwierigkeiten war... oder gerade dabei war, welche zu machen.

Er hatte etwas strenges an sich... etwas militärisches. Etwas, was auf ihm gegenüber stehende respekteinflößend wirkte. Er erhob schon oft seine Stimme, ja. Doch immer hat er sich auf eine für ihn ganz besondere Art dafür entschuldigt. Er nannte sie nunmal "Tochter"... und sie nannte ihn ... oh, es gab so viele Namen für ihn.

Der Frühlingstod... der den ekelhaften Blumensohn für sie töten wollte!
Der Geistervater... der durch die Wände gehen kann!
Der Namensvater... der sich voller Stolz und Freude ihr "Vater" nennt.
Der Blutvater... der, der ihr immer wieder sein kostbares Blut gibt, obwohl es der MEISTER verboten hat.

Doch bei all seiner Macht, Kraft und Erfahrung konnte er sie nicht vor ihrem eigenen Wahn beschützen. Schon fast kalkweiße Haut mit hervorgedrückten Adern war seit einigen Wochen ihr Gewand. Blutunterlaufene Augen starrten glotzig in dem eigentlich sehr stilvoll gestaltetem Zimmer umher und suchten und beobachteten Dinge, die eigentlich nicht da sind. Die Arme überzogen von brutalen Kratzern, zugefügt von den eigenen klauenartigen Fingernägeln und kalter Schweiß ist überall an dem ungepflegten, zitternden und abgemagerten weiblichen Körper zu erkennen, welcher in zerfetzte Gewänder gehüllt ist...
[img]http://img183.imageshack.us/img183/3712/fatalframesvlwi8.jpg[/img]
Zuletzt geändert von Shessidyr Shartir am Donnerstag 17. Januar 2008, 06:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Shessidyr Shartir
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Beitrag von Shessidyr Shartir »

Teil II: Träume sterben im Morgengrauen

Vor zwei Monaten trug es sich zu, dass Niana Kytarr, die berühmte Bardin aus Bajard, zum letzten Mal auf Burg Eisenwart zu Gast weilte. Shessidyr gab ihr damals den Namen "Schönsang". Doch so sehr Barden auch auf Unterhaltung, geschickte Wortwahl und Kurzweil spezialisiert sind... sie sind ebenfalls Meister darin, andere zu beeinflussen... und in diesem Falle folgten fatale Konsequenzen. Denn als die Bardin aus leicht verletztem Stolz heraus ihr grausiges Können des "Schreies der Todesfee" an den Tag legte, vernebelte sich der sowieso schon extremst geschädigte Geist Shessidyrs noch weiter und liess die wahnsinnige Dienerin des Burgherren Deslon in Visionen von eigenen Alpträumen abdriften, welche sie von diesem Tag an verfolgten und ihr den Schlaf raubten. So bekam die Bardin Niana Kytarr schliesslich den Namen "Todessang".

Das traurige Ergebnis von zwei Monaten Schlafmangel, Alpträumen, Essensverweigerung und Flüssigkeitsmangel kauert nun verängstigt und von Verfolgungswahn geplagt in den Räumlichkeiten des Tribuns Mares und beginnt, sich eine eigene Geschichte der Ereignisse zu stricken...

Der Blutvater sagte, dass sie den Todessang nicht anrühren darf.
Warum sagte er das?
Wollte er sie schützen?
Nur vor was?
Will er vielleicht nur mit ihr spielen?
Aber das Spielzeug wurde immer dem Namen geschenkt, ja.
Doch warum hat sie den
MEISTER so lange nicht mehr gesehen?
Hat
ER etwas damit zu tun?
Böse Shessidyr!
Der
MEISTER ist immer ein guter Herrscher!
Ja, ist er!
Doch warum darf sie die sie nicht anrühren und der er schon?
Fürchtet er sich, dass der Name verletzt werden könnte?
Nein, er will die sie schützen!
Der Todessang wird von ihnen beschützt.
Sie wollen nicht, dass der Name sie tötet.
Töten?
Nein... spielen, ja.
Sie wird sie finden...
Ihr Fleisch öffnen...
Und den Wein freilassen...
Ja, das wird sie...!!
Und dann wird der Todessang ein eigener Alptraum!


[img]http://img156.imageshack.us/img156/4962/nightmarezpi5.png[/img]

Mit einem Male erhob sich die ausgemergelte Gestalt ruckartig und wackelte zu der schweren Türe des Raumes. Sie war abgesperrt. Sie haben sie eingesperrt! Wie ein Tier... hält der Blutvater sie etwa auch für eine Bestie? Das ist ungerecht... nur spielen... und artig sein! Der MEISTER will es so! Und der Name muss funktionieren... und das tut er nur ohne den Todessang... ja!

Shessidyrs Augen verformten sich zu einer aggressiven Grimasse. Den Legionären der Burg ist dieser Gesichtsausdruck mittlerweile mehr als nur bekannt... einige mussten sogar bereits dafür büßen, zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort gewesen zu sein.

Doch diesmal richtete sich die angestaute Wut des wahnsinnigen Geistes gegen das Schloss des Zimmers von Tribun Mares. Genie und Wahnsinn beschreiben stets eine riskante Gratwanderung... und in diesem Falle hat das wahnsinnige Genie nicht lange gebraucht, um mit zwei Fingernägeln, einem Dolch und einem Metallstück das massive Schloß der beschlagenen Türe zu öffnen, woraufhin sich diese mit leisem und zickigem Knarzen öffnete...

Zur selben Zeit, ganz in der Nähe. Die junge Legionärin Kyara Dilangra lehnte nachdenklich auf der Brustwehr des Daches der Burg Eisenwart. Ihre Gedanken waren bei der morgigen Versammlung der Legion. Es würden neue Befehle verteilt werden... und gleichzeitig ein ehemaliger Legionär bestraft werden. Nur wusste sie nicht, ob sie zu der Versammlung anwesend sein könnte, denn der Winter ging nicht gerade zartfühlend mit der jungen Frau um und bescherte ihr den nervtötenden Anflug einer Erkältung.

Als ihre Augen gerade den klaren Sternenhimmel Lameriasts bewunderten und sich die ersten Gedanken an eine Krankmeldung herauskristallisierten, fing ein seltsames, knarrendes Geräusch aus dem naheliegenden Gang der Fürstenquartiere die Aufmerksamkeit der Legionärin ein. Sie hatte zwar gerade keinen Wachdienst, aber demnoch ist es die Pflicht eines jeden Legionärs der eisernen Warte, verdächtige Dinge zu untersuchen.

Langsam öffnete sie die prunkvolle Tür, welche zu den Quartieren des Fürsten führte und trat vorsichtig in den mit Fackeln beleuchteten Gang hinein. Es war nichts ungewöhnliches dort - lediglich die Türe zum Büro des Tribuns schwang langsam und knarzend auf und zu. In Gedanken dachte sie sich, dass der Tribun wohl einmal wieder vor lauter Arbeit vergessen haben muss, sie abzusperren. Also trat sie näher, zog die schwere Tür mit einem Ruck zu und freute sich bereits auf das Gesicht des Tribuns, wenn sie ihm davon berichten würde.

Doch die Freude des Mädchens wurde jäh unterbrochen, als ein aggressives und vertrautes Fauchen hinter ihr das Blut in den Adern gefrieren liess und kurze Sekunden später etwas mit ungeheurer Wucht auf ihren Rücken sprang. Die Legionärin Dilangra hatte gerade noch genug Zeit zu erkennen, dass sie eben von Shessidyr angesprungen wurde, als heftige Schmerzen sie überwältigten.

Ihre eigenen Wahnvorstellungen liessen Shessidyrs Wut und Gewalttätigkeit ins Unermessliche wachsen, als sich schon ihre Zähne in die Schulter der Legionärin bohrten und die Krallen einige heftige Verletzungen am Bauch hinterliessen. Laut waren die Schreie der hilflosen Legionärin, als die wütenden Schläge und Kratzer nicht einmal aufhörten, als sie bereits zusammengekauert am Boden lang und der Schockmoment nachliess.

Doch schon bald war es vorbei. Eine gnädige Ohnmacht überkam die Legionärin und im selben Moment liess Shessidyr von ihrer "Beute" ab. Der sonst so gepflegte Gang des Fürstenquartieres bot ein Bild des Grauens. Die Legionärin Dilangra lag in einer großen und sickernden Pfütze ihres eigenen Blutes, während blutige Fußspuren andernorts ihren Weg durch die Burg suchten, keinen Gedanken an die verwundete Kameradin vergeudend.

Man könnte meinen, in diesem Gang hat ein blutiges Attentat stattgefunden. Doch der in Blut geschriebene Schriftzug an der Wand oberhalb der regungslosen Legionärin spricht eine andere Sprache... denn dort steht krakelig geschrieben:
"ToDeSsAnG"

[img]http://img515.imageshack.us/img515/1056/blutigewutwp1.png[/img]

Die wachhabenden Legionäre Lynred Yuiai und Leon Dellen wunderten sich nicht weiter, als eine ihnen wohl vertraute in Fetzen gehüllte Gestalt am Tor entgegenkam und auch so schnell aus der Burg huschte, wie sie erschien. Lediglich die dunklen Fußabdrücke machten die Legionäre stutzig... konnte es sein... ja, es war Blut!

Lachend scherzten sie, dass der Burgherr wohl einmal wieder ein Spielzeug gebracht haben muss, welches eben genüsslich zerlegt wurde. Doch der bald folgende Alarm, als die bewusstlose und übel zugerichtete Legionärin Dilangra im Gang vor dem Tribunsbüro gefunden wurde, liess die beiden aufhorchen und sich bewusst werden, dass ihre Befürchtungen nun doch wahr wurden...

Bevor sie zum Ort des Geschehens eilten, betrachteten sie abermals aufmerksam die blutigen Fußtapser nackter Füße.

[img]http://img237.imageshack.us/img237/7260/nachtwachenspurenxz2.png[/img]

Die Spur führte nach Westen...

in Richtung Neuhaven...
Zuletzt geändert von Shessidyr Shartir am Donnerstag 17. Januar 2008, 06:16, insgesamt 2-mal geändert.
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Amarissa

Beitrag von Amarissa »

Wie jeden Abend in der Burg, verbrachte Amarissa die Zeit nach dem großen Abendessen im Saal damit, all das Geschirr was sich dabei angesammelt hatte, ob nun benutztes oder nicht gebrauchtes in die Küche hinab zu tragen. Immer wieder ging sie den Tisch ab um zuerst alle Gläser aufzusammen, dann all das Besteck in einen geflochtenen braunen Korb zu legen und alle Teller und Platten aufzustapeln. Nachdem sie ein paar mal die Treppen auf und ab gelaufen war, musste sie nur noch die drei großen Stapel an schmutzigem Geschirr hinunter tragen.
Sie packte sich den einen Stapel der Teller und ging damit langsam gen Treppe, vorsichtig damit sie auch ja nicht stolperte ging sie die ersten paar Stufen der Haupttreppe hinab, als sie einen hellen Schrei hörte. Sofort zuckte ihr Körper zusammen und versteinerte förmlich. War es nur ein normaler Schrei gewesen eines trainierenden Burgbewohners auf dem Übungsplatz, oder ein Schrei des Gefangenen im Keller....für all diese Möglichkeiten war der Schrei von zu weit oben aus der Burg zu ihr hinabgedrungen. Auch war er zu hell und schmerzerfüllt gewesen. Schnell eilte sie mit den Tellern in die Küche und stellte sie auf dem Tisch ab. Wohl war es genau jener Moment in dem sie den Rücken zur türe gewand hatte, in dem hätte jeder an ihr vorbei huschen können ohne das sie ihn gesehen hätte.
Schnell tappelt sie die Stufen hinauf, dabei den Rock mit beiden Händen etwas hochziehend damit sie nicht plötzlich stolperte. Sie schaute sich im ersten Stock um, aber hier war nichts. Sogleich ging sie ein Stockwerk höher und gelangte ins oberste der Stockwerke der Burg. Der Wind wehte frisch über die Mauern und lies ihr Haar hin und her wehen. Sie näherte sich der Mitte des Stockwerks und schaute sich erneut um, aber auch hier war weit und breit nichts zu sehen. Nur die Wache die auf dem kleinen Türmchen der Burg auf einer kleinen braunen Bank saß. Doch scheinbar war der Kopf der Wache weit hinab gesunken bis das Kinn auf dessen Brustpanzer stieß. Amarissas Augen kniffen sich leicht zusammen, wendet sich aber dann ab . Als sie sah, dass die Tür, die zu den Gemächern des Burgherrn und des Tribun führten offen war. Langsam ging sie auf die Türe zu undspähte in den Flur....weit öffneten sich ihre Augen,als sie Kyara so da liegen sah.....Nun entkam ihr ein Schrei..aber eher ein Hilfeschrei, der die Wache auf dem Turm aus ihrem Schlaf riss und sie veranlasste nach zu sehen was dort geschehen war. Amarissa schickte die Wache schnell los um die Brgbewohner zu alamieren....
Zuletzt geändert von Amarissa am Donnerstag 17. Januar 2008, 14:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Khazkal Deslon
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Beitrag von Khazkal Deslon »

Der Burgherr saß gerade in seinem Arbeitszimmer. Als es klopfte, tat er so, als sei er viel beschäftigt und rief mit genervtem Tonfall "Herein!".

Einer der Wachlegionäre trat ein und berichtete ihm von der Angelegenheit.

Mit einem Nicken entliess Khazkal den Soldaten welcher sich hastig entfernte. Er hatte nicht befohlen, ihr nachzustellen, es aber auch nicht untersagt.
Er war enttäuscht. Maßlos enttäuscht. Hatte sie etwa seine Worte für einen Witz gehalten? War all sein Reden Schall und Rauch gewesen? Das hatte er nicht verdient, und doch kam es so oft vor.
Diese vermaledeiten Schwachköpfe forderten ihn dazu auf, seinen Richtspruch zu sprechen. Und da konnte sie sich gewiss sein ... das würde er tun. Ein knappes Leacheln überkam ihn.
"Ob sie dann immer noch in höchsten Tönen vom Meister spricht? Die Menschen sind so schwach ..", meinte er zu sich selbst.
"Sie wird zurück kommen. Sie kann nicht anders, denn Anderswo würde sie an einen Menekanerzirkus verkauft werden. Dem ist sie sich offenbar nicht bewusst.. das Wort des Meisters missachten .. gleich einer Beleidigung.". Mit diesen Worten erhob er sich und verliess das Zimmer. Ein Kopfschütteln seinerseits. Er wollte auf den höchsten Turm gehen. Dort war er oft, wenn es zu Denken gab.
Armoran Mares

Beitrag von Armoran Mares »

Der Abend endete eines Tribuns nicht würdig. Er schlief im Gasthaus der Eisenwart ein, ohne auch nur mitbekommen zu haben wie dem geschah. Im Gasthaus war sonst niemand, zumindest im Erdgeschoss nicht. Somit wurde der ganze Raum nur von seinem unregelmäßigen Schnarchen belebt. Er hingegen bekam davon nichts mit... er war in der Traumwelt.

Er sah sich um, alles war weiß und fast schon zu grell um irgendwas zu erkennen. Er sah an sich herab und begutachtete seine Kleidung. Langsam verging es und er sah wieder normal, jedoch war die Umgebung weiterhin nur weiß. Kein Stein, kein Haus, kein See, keine Wiese.. Wo war er?

Edel war seine Kleidung, ebenfalls in einem hellen Weiß mit bläulicher Verzierung und den Insignien der Eisenwart.

Eine Frau erschien neben ihm, ihr Gesicht war wässrig. Er erkannte sie nicht. Wer war auch sie? Da ihr Gesicht unerkennbar war lenkte er seinen Blick auf die Kleidung. Ein Kleid. Ein weißes Kleid mit selber Insignien. Nun wusste er es, es war seine Hochzeit.

Er setzt sich langsam Hand in Hand mit der Person in Bewegung. Feierliche Musik alles klang Real.. doch ein Rauschen machte sich breit. Knirschende Laute.. Schritte, eilige Schritte durch Schnee. Geschrei... War das ein "Alarm"?


Er riss seinen Kopf hoch als die Türe im Gasthaus aufgestoßen wurde und eine Wache überhastet zu ihm sprach und ihm davon erzählte was geschehen ist. Ein paar Minuten lang sah die Wache ihn an ehe sie vorsichtig fragte.

Tribun?
Dieser schüttelte mit dem Kopf, er schien erst wach werden zu müssen. Ein knappes nicken ehe sich seine Stimme erhob und er die Befehle gab.
Holt den Priester Tyrius! Er soll sich um die Legionärin kümmern. Entsendet Leon und Lynred sie sollen Richtung Neuhaven marschieren und den Hafen bewachen! Auf dem Weg sollen sie auch nach Shessidyr suchen. Falls sie ihnen begegnet festnehmen und zur Eisenwart bringen!
Jawohl mein Tribun!

Die Wache lief los um die Befehle an.. Tyrius, Lynred und Leon zu geben...
Kyara Dilangra

Beitrag von Kyara Dilangra »

Nach ettlichen Stunden der Bewusstlosigkeit wachte Kyara in dem neueröffneten Holzladen der Burg Eisenwart in ihrem Gemach auf.
Langsam schlug sie die Augen auf und starrte zur Decke hoch.
Sie fragte sich wohl in diesem Moment, wie sie hier her gekommen sei, und was geschehen war. Sie überlegte und fasste sogleich an ihre linke Schulter.
Ihre Augen zuckten zusammen - Ihre Zähne biss sie fest aufeinander.
Doch sie konnte ihren Schmerz nicht unterdrücken und schrie letztlich auf.

Aventius hörte dies und ließ seine Werkzeuge aus den Händen fallen und stürmte zu ihr.
Er meinte zu ihr, dass sie noch etwas liegen bleiben solle, damit die Schmerzen etwas erträglicher werden würden.
Daraufhin legte Kyara ihre Hand wieder auf die Bettdecke und schaute ihn mit Tränen in den Augen an.
Die Hand ihres Geliebten griff nun nach dem Hocker, welchen er zum Bette zog und sich zu ihr gesellte.
Seine Hand legte er nun auf ihren Bauch...lauthals schrie Kyara wieder los und krümmte sich vor Schmerzen.
Aventius vergaß wohl, dass Kyara von schlimmen Kratzspuren, gar fast schon von Wunden eines Katanas, dass einen nur sachte gestreift hat, am Bauch übersäht war. Sie schimpfte ihn an und brüllte nach Mitteln zur Unterdrückung des Leidens.

Wer würde auch nicht bei zwei langen, zugenähten Wunden nach solchen verlangen...?

[URL=http://imageshack.us][img]http://img184.imageshack.us/img184/8217/wundenambauchtg1.jpg[/img][/URL]


Aventius bekam ein spezielles Kraut von Tyrius Sendar zugesteckt, welches Kyara am Tage etwa dreimal nehmen sollte und so lange einnehmen müsse, bis wirklich kein Blut mehr durch die genähten Wunden, sowohl am Bauch als auch an der Schulter, herausläuft.

Die beiden sprachen nun über den Verlauf des Geschehnisses -
Er machte ihr eine Suppe und fütterte sie -
Arbeitete dann noch etwas weiter -
Legte sich nach einiger Zeit zu ihr ins Bett und gab ihr einen sanften Kuss -
beide schliefen nach geraumer Zeit ein.
Zuletzt geändert von Kyara Dilangra am Donnerstag 17. Januar 2008, 15:21, insgesamt 2-mal geändert.
Armoran Mares

Beitrag von Armoran Mares »

Während die Suche nach Shessidyr weiterging - sie suchten nicht nach ihr weil sie Angst um andere hatten, sondern um sie - machte sich Armoran auf dem Weg zum Holzladen um die verletzt zu Besuchen um mehr über ihren Zustand in der Erfahrung zu bringen.

Er stellte ihr einige Fragen:


Wie kamst du darauf nachzusehen?
Was genau ist dann passiert?
Ist dir was aufgefallen?
Sagte sie etwas?


Über all dies gab ihm Kyara bescheid. Sie erklärte soweit es ihr möglich war alles Wissenswerte. Armoran nickte dabei immer wieder nur etwas. Aventius stand ebenfalls neben ihr und ihm und lauschte den Worten gespannt und zugleich etwas schockiert. Schockiert? Er durfte selbst schon erleben wie Shessidyr ihn Angriff. Er wusste "wie" sie tickt.

Armoran bedankte sich bei Kyara für all dies zu sprach ihr die Hilfe ihres Priester Tyrius zu den er ihr nochmals vorbeischicken würde.

Kyara und Aventius waren jedoch Neugierig was Shessydir dazu verführte dies zu tun...

Armoran begann zu erzählen:

Einst vor 2 Mondläufen war eine nahe Bekannte des Bürgermeisters von Bajard auf der Eisenwart - Nyana Kytarr. Eine Bardin die sich auf der Burg wohl fühlte. Shessidyr bat sie ihr ein Lied zu spielen ein Lied des Grauens.. Verderbens.. ein Lied FÜR Shessidyr. Es war wie eine Trance in die sie versunken war als die Bardin dies spielte. Doch war dies nicht der Grund. Ich musste bald gehen und hatte das Vertrauen in diese Frau die Burg eigenständig zu verlassen. Sie tat es nicht. Was ich noch von Shessidyr weiß ist das Nyana ihr irgendwas angetan haben muss, was niemand anders ihr zuvor angetan hatte. Ich versuchte es rauszufinden doch nun ist es zu spät.

Wir werden Shessidyr finden, und zudem werden wir ihr Nyana präsentieren damit sie dies was ihr angetan wurde auf gleicher Wage wieder gut zu machen. Die Rechnung zu begleichen, doch nun ruht euch aus...


Die Schmerzen ließen es für Kyara unerträglich werden, dies merkte Armoran. Er ging, er ging und machte sich auf die Suche nach seiner "Tochter". Sein erster Zielort war auf direktem Weg zur Küste des Neuhavens. Er war so gekleidet das es ihm nicht kalt wurde, als er Stunden über Stunden durch den Schnee stapfte um sie zu finden. Als die Nacht einbracht scheute er nicht nur mit einer Fackel weiterzusuchen, nach Spuren zu suchen...
Tyrius Sendar

Beitrag von Tyrius Sendar »

Es war spät in der Nacht, als eine Faust an die Tür seiner Kammer schlug.
Fest und stark..
Als Tyrius seine Augen aufschlug und sich aufrichtete, dauerte es einen Moment, ehe er registrierte, das jemand an der Tür war, obgleich diese von dem nächtlichen Besuch nun beinahe aus den Angeln geschlagen wurde.

"Lasst die Tür ganz!", war das Erste was er dann rief und sich vom Bett erhob, woraufhin er dann doch etwas freundlicher das "Herrein!" setzte.
Im Halbdunkel des Zimmers, in voller Rüstung, stand ein Legionär der Burg.

"Ihr müsst euch um die Legionärin Dilangra kümmern, sie wurde angegriffen...", stieß die Wache heraus, noch ehe Tyrius auch etwas sagen konnte.
Nun begann sich eine leichte Verwunderung auf seinem Gesicht auszubreiten.
"Wo?", kam es ihm knapp über die Lippen, während er schon halb in seiner Lederrüstung steckte.

"Vor dem Gemach des Tribuns, Herr."

'Vor dem Gemach des Tribuns? Wie sollte das zugehen... wahrscheinlich war sie mit dem Kopf an die Wand gestoßen oder so, denn niemandem würde es gelingen bis dorthin vorzudringen.. und niemand der Burg würde einen anderen angreifen..' Gedanken huschen durch seinen Geist, als er der Wache schnell über den Burghof folgt. Als er an den Spuren im Schnee vorüber kommt blickt er ein wenig verwirrt und folgt aber weiter, kommentarlos...
Als er schließlich den Gang erreichte und die Legionärin dort am Boden liegen sah, darüber das in Blut geschriebene Wort... begriff er..

Schnell ließ er sich zu der Frau auf auf die Knie fallen und begann sie zu untersuchen.
Das Blut lief nur so daher und kurzerhand begann er sie also zu Verbinden. Die Blutungen mussten schließlich in Ruhe versorgt werden, doch das würde nicht gehen hier im Gang.

Nachdem er so etwa die zehnte Verbandslage über die Wunden gelegt hatte, schickte er die Wache fort, mit der Bitte, sofort ein, eineinhalb Ellen breites und sechs Ellen langes, Brett zu holen.
Gesagt getan verschwand die Wache sofort und Tyrius begann nun die Legionärin vorsichtig auf den Boden zu legen.

Amarissa, welche noch immer im Gang stand, und diese er bis dahin noch überhaupt nicht registriert hatte, gab ein leises keuchen von sich, das ganze mit riesigen Augen beobachtend.
Tyrius ließ seine Finger langsam am Hals der Verwundeten entlang fahren, wobei sich zwei seiner Finger zielsicher an zwei Stellen, leicht am Hals hinein drückten und er ruhig die Augen schloss.

Sein Herz raste und eine gewisse Ratlosigkeit hatte sich in ihm breit gemacht.

Dann jedoch kam der Wachmann zurück und ließ das Brett zu Boden fallen.

Mit gemeinsamen Kräften gelang es, sie auf das Brett zu legen und sie daran mittels einer mitgebrachten Tampen festzubinden.

"Hinunter mit ihr ins Gasthaus.. dort sind die Tische groß genug und wir haben dort frisches Wasser, wie auch Alkohol!"

---

Nur wenig später befanden sich die vier im Gasthaus.
Während Tyrius mit am Brett angefasst hatte, war Amarissa vorgegangen und hatte ihnen die Türen aufgehalten. Nun saß die junge Frau offenbar unter Schock stehend auf deinem Stuhl und beobachtete das Geschehen.

Tyrius hingegen, begann nun sich die Wunden genauer anzusehen und mit ein wenig Wasser und ein wenig Alkohol reinigte er diese.
Der ohnehin schon eingetretene Ohnmachtszustand, war diesbezüglich hervorragend. Zwar konnte er nicht fragen, was genau passiert sei und wie dies passiert sei, doch das Wort "Todessang" an der Wand ließen eigentlich keinen Zweifel offen.

"Amarissa?"
Keine Antwort kam von der jungen Frau.
"Amarissa!"
Dieses Mal hatte er sie mit stärkerem Nachdruck angesprochen und Amarissa sah ihn an.
"Ich fürchte wir müssen das nähen.. die Wunden sind zu tief, als das sie von alleine zuwachsen würden. Die Blutung wird auch erst dann vernünftig stoppen können."

Ein langsames Nicken entglitt ihr.
"Ist gut ich mache alles bereit..."
Es war ihr anzusehen, das es ihr gut tat etwas zu tun zu haben und in windeseile bereitete sie alles vor.

Tyrius hingegen desinfizierte die Wunde noch ein wenig mit dem Alkohol und band dann die Legionärin mit einigen Riemen am Tisch fest.
Sollte sie Aufwachen würde sie sonst einen Aufstand machen und das konnten sie nun nicht gebrauchen.

...


Einen halben Stundenlauf später, waren beide Wunden soweit zugenäht, das das Blut nicht mehr daraus hervor quoll, sondern im Innern ihres Körpers blieb.
Die Haut um die Wunden war gereizt und rot, und lange blutspuren waren an ihrem Bauch zu sehen.

Diese nun vorsichtig abtupfend beendete Amarissa ihr Werk, während Tyrius nun den Stab von der Wand nahm, den er immer mit sich herum schleppte.

"Bindet sie los.."

Die Wache tat wie geheißen und zog sich dann zurück.

Der Stab in seinen Händen begann dann schließlich in einem schwachen Licht zu strahlen, welches mehr und mehr zunahm, bis der Stab und die unmittelbare Umgebung von Tyrius und somit auch er selbst in helles, gleißendes Licht getaucht waren.

Einen moment hielt er noch die Augen geschlossen und erhob dann seine Stimme.

"Horteres,...
Stern am Himmel,...

Du der Du uns ein Licht bist in finsterer Nacht.
Du der Du uns Hoffnung gibst im Angesicht der Gefangenschaft.
Du der Du mir Glaube und zugleich Leben bist.

Ich ersuche dich nun um deinen Beistand.
Diese Frau hier, Kyara Dilangra, wurde durch eine andere Frau verletzt, welche nichts für ihre Taten kann.
Doch auch wenn sie unschuldig ist, so hat sie dennoch etwas getan, was schwer zu vergeben ist.
Sie griff einen anderen Menschen an.

Kyara Dilangra war nur ein Opfer, welches ihr auf dem Weg in die Quere kam.

So bitte ich dich nun also,
hoher Sternenvater,
Spende dieser Frau, Kyara Dilangra, die Kraft und die Ausdauer, welche sie benötigt um diese Bürde zu überstehen.
Lass sie nicht zusammenbrechen unter der Last, welche ihr ein anderer Mensch aufgeladen hat.

Befreie sie von ihrer Last, indem du das Gewicht linderst!


Dein Stern sei und ein Licht in dunkelster Stund',

Stern am Himmel,...
Horteras,..."


Dann verstummte er und das Licht begann sich über Kyara auszubreiten.
Die strahlen berührten ihren Körper sacht und fuhren in diesen hinein.
Sie hätte, wäre sie bei bewusstsein gewesen, durchaus die Kraft spüren können, welche ihren Körper zu durchströmen schien und sie hätte erkennen können, das der Schmerz der Wunden ein wenig nachließ.

Einen moment war Tyrius dann, nach dem verblassen des Lichtes, noch stehen geblieben und schaute auf die Legionärin.
Dann ließ er ihr ein Pferd holen.

"Wir bringen sie zu Aventius.. hier auf der Burg wird sie nur daran zu sehr erinnert."

Mit einem Kopfnicken der Wache, wurde dies umgehend in die Tat umgesetzt und so fand sie sich bald zu Hause ein.

Aventius hatte er noch ein paar Kräuter gegeben.
Kräuter, welche die Infektionschance der Wunde verringern und die Heilung der Wunde verbessern sollten.

Drei Stunden war er beschäftigt gewesen, ehe er dann müde und erschöpft ins Bett zurück fiel.

Morgen würde er sich erkundigen müssen, was geschehen war.
Doch vorher bräuchte er Schlaf.
Amarissa

Beitrag von Amarissa »

Nun waren schon ein paar Tage vergangen und noch immer kein Zeichen von Shessydirs Verbleiben ereilte die Burg. Nervös ging sie in der Tavere hin und her, immer wieder durchgehend wo Shessydir nur sein könnte. Auch hatte sie den Tribun nun schon eine Weile nicht mehr gesehen, denn jener hatte sich auf den Weg gemacht nach Shessydir zu suchen. Um ihn machte sie sich eben so Sorgen wie um Shessydir.

Innerlich war sie ganz aufgewühlt und konnte kaum einer ihrer normalen täglichen Arbeiten nachgehen. Irgendwann entschloss sie sich, sich einfach auf den Weg zu Kyara zu machen um nach ihr zu sehen.

Sacht klopfte sie an die Türe des Holzladens und kaum waren ein paar Sekundenläufe verganngen öffnete Aventius ihr die Türe. Ein paar Stunden verweilte sie bei Kyara und ihm. Sie redeten über alles ein wenig, auch schaute sie sich die Wunden an Kyaras Körper an um sicher zu stellen, dass jene auch verheilten und sicht nicht plötzlich entzündeten.
Derweil war Kyara eingeschlafen und Amarissa wolte die beiden nun nicht mehr stören.

Auf dem nach Hause weg schaute sich sie immer wieder um...wohl auf der Suche nach irgendwelchem Zeichen von Shessydir ...
Zuletzt geändert von Amarissa am Freitag 18. Januar 2008, 15:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Khazkal Deslon
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Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Beitrag von Khazkal Deslon »

Einen der Legionäre rief Khazkal zu sich.
"Legionär, du wirst Amarissa aufsuchen. Ihr soll mitgeteilt sein, mein Wunsch ist es, die blutigen Zeichen Flecken zu entfernen. Das sieht nicht schön aus. Ausserdem stinkt es vor meinem Gemach. Das ist mir keineswegs genehm, sagt ihr das so ... mh.. vielleicht etwas netter." Mit einem Nicken entliess Khazkal den Legionär, welcher sich auch unverzüglich zurück zog.
Khazkal saß weiter an seinem Schreibtisch, die Hand auf den Mund gelegt und sein Blick sah nachdenklich auf den Zierbaum, der in der Ecke der Arbeitsstube stand.
Amarissa

Beitrag von Amarissa »

Der Legionär wird Amarissa in der Küche finden und so teilt er ihr die Worte das Burgherrn mit, jedoch schmückt er diese mit vielen netten Worten aus, wie es ihm der Burgherr befohlen hatte.
Wenn auch mit einem sachten Brummeln greift sie sich einen kleinen Holzheimer, der auch nicht mehr so ganz der neuste ist und ein älteres Putztuch sowie ein Stück grober Seife und tappt damit erst einmal gen Burgbrunnen. Dort befüllt sie den Eimer und schleppt ihn samt den anderen Utensilien die Treppen hinauf.

Dort angekommen lässt sie den schweren Eimer neben sich auf dem Boden ab.Ihre Ärmel krämpelt sie weit nach oben und auch den Rock zieht sie ein gutes stück hoch, damit auch er nicht schmutzig wird.

Sogleich beginnt sie in schwerer und lang andauernder Arbeit den Bodem vom Blut zu befreien. Fast drei Stunden verbrachte sie damit den Boden zu säubern, bis auch nur jeder all zu kleinste Ritz im Holz verschwunden war und auch der Gestank von Blut sich langsam löste.
Dabei musste sie mehrere male hinab zum Brunnen gehen um neues Wasser einzufüllen und das alte im Meer auszuschütten.

Dann betrachtet sie sich den Schriftzug an der Wand und eher mit Wiederwillen beginnt sie ihn eben so abzuwischen.
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Shessidyr Shartir
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Beitrag von Shessidyr Shartir »

Dichte Wälder... weite dichte und unbewohnte Wälder. Das war eine der typischen Charakteristiken für Lameriast.

Jemanden darin innerhalb kurzer Zeit zu finden war fast unmöglich - noch zusätzlich, wenn schwere Schneefälle und klirrende Kälte wie in den letzten Tagen die Suche noch zusätzlich erschwerten. Lediglich einige unregelmässige Fußspuren, die sich durch ihre mittlerweile orange-schwärzliche Färbung hervortaten, waren die einzigen Anhaltspunkte, die der alleine umherirrende und besorgte Tribun auf seiner Suche nach der verlorenen Tochter hatte.

[img]http://img174.imageshack.us/img174/9302/bfsnowey8.jpg[/img]

Hinter vorgehaltener Hand heisst es immer, dass Menschen gegenüber den älteren Rassen dieser Welt schwach wären und zu sehr zu gefühlsbetonten Handlungen neigen würden. Doch die Menschen haben eine ganz besondere Art mit eben diesen Gefühlen umzugehen, die sie dann zu unfassbaren Leistungen antreiben.

Und genau jene Leistungen führen letztendlich zum Ziel. Denn wenige Kilometer vor Neuhaven stiess der Suchende endlich auf ein weiteres und eindeutiges Zeichen, dass Shessidyr hier gewesen sein muss...

[img]http://img341.imageshack.us/img341/1403/bloodsnowapvf5.jpg[/img]

Im unschuldig weißen Schnee waren einige tiefrote Flecken, welche einen krassen Gegensatz zu dem reinen Weiß bildeten. Und wenige Schritte weiter hing etwas vertrautes an einer winterlichen Baumleiche - eine lange, eng geschnittene Robe in den Farben der Burg Eisenwart. Anscheinend taumelte die Besitzerin von Hunger geplagt an jenem Baum vorbei, als sie etwas nachstellte, und riss sich dabei die schützende Kleidung an jenem Baum vom Leib. Dass die Jagd von Erfolg gekrönt war, war wenige Schritte weiter zu entdecken. Ein bis auf die Knochen, Fell und Organe abgeknabberter Kadaver eines Hasen lag zwischen einigen blattlosen Büschen und stellte ein stummes Zeugnis des Jagdtriebes, der in einem jeden Lebewesen schlummert.

Doch niemand konnte sagen, wann diese Jagdszene stattgefunden hatte und lediglich Mutmassungen blieben offen...
When I hurt you - you take it and you like it!
Lynred Yuiai
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Beitrag von Lynred Yuiai »

Als die beiden Legionäre leon und Lynred den grellen schrei wahrgenommen hatten blickten sie sich kurz gegenseitig an und machten sich mit schnellen Schritten auf den weg woher der Schrei kam.dabei hatten sie shessidyr völlig vergessen, wie sie vor einigen Minuten an ihnen vorbei gehuscht war..

als sie am Gasthaus vorbei kamen trat eine Wache heraus und berichtet ihnen vomB efehl des Tribuns, der besagte,dass sie sich schleunigst auf den weg zum Hafen Neuhavens machen sollen. Salutierend verabschieden sie sich geschwind.

Auf dem weg zu jenem ort, kamen sie an einem Händler vorbei, den die beiden fragten ob ihm eine auffällige Gestalt über den weg gelaufen wäre.

Mit einer hand in seinem bart herumzupfend meinte er:“ nunja es kamen vor kurzem viele leute vorbei .Doch es kamen auch nach einander zwei dunkle gestalten vorbei.“ Er deutet dabei Richtung Westen. „Doch ich habe sie nicht weiter beobachtet „meint er zu ihnen.
Lynred nickt leicht zu ihm und meinte daraufhin:“ Habt dank der Herr!“ Und reicht ihm einen kleinen Beutel, indem sich ein paar Goldmünzen befanden.
Als sich die beiden von ihm abwanten fing der Händler an in die Masse zu rufen: „ ich habe Leder, frische saubere Knochen und allerlei anTränken zu verkaufen... „

wir müssen uns beeilen sprach er zur Seite gen Leon und sogleich machten sie sich auf den Weg.

Endlich am ziel ihres Auftrages angekommen befragen sie einige Leute ob sie eine Frau gesehen hätten, die die kleidung der eisenwart getragen hätte.
Doch ohne erfolg... niemand hatte solch eine gestalt gesehen.

„...lass uns hier ein Feuer machen und warten auf neue Befehle.“ Aufmerksam schaute sich Leon um, immer auf der Suche nach etwas was ihnen weiter helfen könnte. Lynred hingegen starrt wie versteinert nur in den düsteren und leicht nebligen wald hinein...
Zuletzt geändert von Lynred Yuiai am Samstag 19. Januar 2008, 00:29, insgesamt 2-mal geändert.
Tyrius Sendar

Beitrag von Tyrius Sendar »

Nachdem nun immer noch keine neuen Informationen eingetroffen waren, ob Shessidyr schon gefunden worden war oder nicht, begann er nun damit, sich warme Sachen zusammen zu suchen und diese fest und ordentlich in einem großen Rucksack zu verstauen.
Des Weiteren nahm er sich sein Pferd aus dem Stall und legte diesem einen Sattel auf. Für kurze Ritte benötigte er solches nicht, doch hatte er nun vor längere Zeit auf dem Rücken des Tieres unterwegs zu sein, und ein Sattel würde das Tier mehr schonen als sein bloser Hintern in der ledernen Hose es täten.
Unter die Lederrüstung hatte er sich selbst noch zusätzliche Stoffkleidung gezogen und um sein Gesicht hatte er sich einen Schal gewickelt.
Die Augen hatte er sich mit einer Augenbinde verbunden, in welche er zwei kleine Löcher hinein gestoßen hatte und somit die Augen ein wenig gegen die Helligkeit des Lichtes auf dem Schnee geschützt waren.

Unter den Sattel hatte er seinem Pferd eine dicke Decke gezogen und an die Seiten des Sattels hatte er den Schild und auf der anderen Seite das Rapier gebunden.
Sicher war sicher und so kam er wenigstens schnell genug an die Waffe heran, so dies nötig werden sollte.
Ganz am Sattel entlang gelegt hatte er seinen hölzernen Stab befestigt und auch dem Pferd hatte er eine Schneemaske übergezogen, welche jedoch wohl eher mit einer Art Kopfhaube zu vergleichen war, welche sich über Ohren, Stirn, Wangen und Nasenrücken zog, den Hals ein gutes Stück hinab.
Alles an dem Pferd war im dunklen Blau der Eisenwart gehalten, wenngleich das Pferd an sich weiß wie der Schnee selbst war.

Langsam griff er dann nach den Zügeln und führte das Tier in den Schnee hinaus. Dort legte er dem Pferd um die Beine nun die Gelenkwärmer und begann dann sich in den Sattel hinauf zu ziehen und dann das Pferd langsam zum Tor hinüber lenkte.

Die Wachen am Tor öffneten dieses mit einem knarzen der Scharniere und als er langsam hindurch ritt gab er den Wachen noch die Information, so jemand nach ihm fragen sollte, er würde bald zurück sein.
Er würde die Insel abzusuchen beginnen.

Dann ließ er sein Pferd antraben und verschwand im Schneetreiben aus dem Sichtfeld der Wachen.


Als er den Weg, nahe der Burg erreichte, hielt er kurz das Pferd an und somit inne.
Wo sollte er suchen?
Wo könnte sie hingegangen sein, sofern sie überhaupt darüber nachgedacht hatte, wohin sie ging..
Sofern sie überhaupt über soetwas nachdenken könnte,..
Er wusste eindeutig zu wenig über sie, als das er sich hätte ausmalen können, was in ihrem Kopf vor ging, doch das was er von Armoran erfahren hatte, hatte ihm ein ungefähres Bild gegeben und so versuchte er sich nun in ihre Position zu versetzen.

Langsam glitt er aus dem Sattel und kniete sich in den Schnee.
Kälte kroch ihm schnell unter die dicke Robe und ließ die lederne Rüstung leise knarzen, als er seinen Weg, das Pferd am Zügel neben sich herführend, fortsetzte.

Wo sollte er suchen...
Wohin könnte sie gegangen sein...

Immer wieder huschen diese Fragen in seinem Kopf umher.
Eines war zumindest sicher.
Hier draußen war es gefährlich geworden.
Sehr sehr gefährlich. Denn wenn sie jemandem begegnen würde, so wäre dieser in großer Gefahr.
Was selbstredend auch auf ihn selbst zutraf, denn er vertraute nicht unbedingt darauf, das sie ihn als den erkennen würde, der er war.
Ganz zu schweigen davon ob sie dies überhaupt davon abhalten würde ihn anzugreifen.

Immer wieder hielt er auf seinem Weg, den er einfach eingeschlagen hatte ohne nachzudenken, inne und lauschte, die Umgebung betrachtend. Er ließ sich leiten. Wovon? Wenn man ihn dies fragen würde, er würde keine Antwort darauf kennen.
Einzig und allein sein Gefühl war es, das ihm diesen Weg vorschrieb.
Einzig das Gefühl, diese Richtung könnte die Richtige sein.

Doch war sie dies?
Sicher war er sich nicht, doch hatte sich oftmals bewiesen, das er seinem Gefühl mehr vertrauen konnte, als man es für möglich halten würde. Sein Gefühl hatte ihn bislang noch nie fehlgeleitet oder betrogen und so war er nun auf dem Weg, in eine Richtung, welche ihm nur eingeflüstert wurde von seinen Gedanken, seinem Geist und seinem Herzen.
Mit dem einzigen Schild den er besaß...

... seinem Glauben ...
Armoran Mares

Beitrag von Armoran Mares »

Es sind nun schon 2 Tage und Nächte an jenen man den Tribun nicht auf der Eisenwart war. Er war noch immer auf der Suche. Auf der Suche nach seiner "Tochter". In seinem Gesicht standen ihm Müdigkeit, Hunger und fast schon die Verzweiflung geschrieben. Hilflos steuerte er durch den Wald um nach Spuren zu suchen. Er wusste dass es ihm mit jeder Stunde schwerer fallen würde. Der neu fallende Schnee verdeckte alte Spuren.

Mit der Zeit, die er verbittert suchte, schwand auch seine Motivation. Doch die Suche sollte sich gelohnt haben. Was war das..? Ein Stofffetzen ragte aus der frisch gefallenen Schneeschicht heraus. Es war ein Kleiderfetzen in Farben der Eisenwart. Nur noch leicht sah man das Blut, dass er nahe der Robe entdeckt hatte.

Er wurde wacher, heller und aufmerksamer. Er sah sich hektisch um bewegte sich eilig in einem Umkreis um die gefundenen Spuren herum. Nun entdeckte er den Hasenkadaver. Er war sich nun ganz sicher. Kein Raubtier, kein Ureinwohner.. die Art wie der Hase 'gefressen' wurde machte ihm klar das es Shessidyr gewesen sein muss.

Weiter ging er den Spuren nach, seine Haut war sehr von der Kälte geplagt und teilweise war er schon bläulich angelaufen. Doch in der Hoffnung sie zu finden folgte er den nur noch leicht erkennbaren Spuren. Ein paar mal musste er falsch gegangen sein. Mehrere male ging er den Weg zurück um die Spuren wieder neu aufzunehmen...

Er musste viel Zeit verloren haben, doch die Hoffnung stirbt zuletzt..
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