Müde und geschafft ging Andre von der Arbeit nach Hause Zum siebten mal hatte er sich nun schon eines tolwütigen Wolfs angenommen, mehrfach hatte er die Bestie gesehen, doch jedes mal entkam sie seinem Pfeil. Langsam begann er an sich zu zweifeln, der Alkohol und das Alter bestätigten ihn nur noch darin.
Er war ein alter Mann, zu nichts mehr nutze. Die Jugend lachte über ihn, wenn sie nicht gerade über ihn spottete. Ja, er war der alte Kerl den man zum Rattenfangen oder zu anderen niederen Arbeiten rufen würde, er würde sie solange machen wie ein Bier für ihn dabei heraus kam.
So schnell wüde er sich nicht beschwehren, war die letzte ehrenwerte Arbeit die er hatte doch in so weiter ferne gewesen.
Bei all seiner Arbeit vergaß er nie die Menschen die ihn bereits auf seinem Weg begleitet und auch verlassen hatten. Selbst die schäbigsten Gäste in der Kneipe hielten ihn für Abschaum, nur nach dem nächsten Biere lechzend und ohne eigenen Willen. Jeder von ihnen nahm an, dass er seinen eigenen Bruder für einige Münzen verkaufen würde. Doch keiner von ihnen nahm wirklich zur Kenntnis wie er jede Woche, immer Donnerstags zum Friedhof ging. Freilich gab er das meiste des Geldes was er sich durch Arbeit verdiente die kaum ein anderer machen wollte für Bier und Schnaps aus, aber ein kleiner Teil war immer fest eingeplant für frische Blumen.
Nur wusste niemand außer dem kleinen Blumenmädchen davon, dass der alte Taugenichts tatsächlich noch etwas anderes als das Saufen im Sinne hatte.
Ihm war es ganz recht, er hatte sich nach wie vor nichts verziehn und schien sich in der Rolle des Trinkers sogar ganz gut zu gefallen. Er hatte kein Interesse daran irgend etwas zu vergessen was geschehen war, ebenso wenig wollte er es verarbeiten. Auf eine bizarre Art und Weise schien für ihn das Leben in Ordnung zu sein zu diesem Moment...
All das sollte sich schlagartig ändern als er an einem Tag von einem seltsamen Mann angesprochen wurde. Dieser gab ihm einen ominösen Brief den er unbedingt so schnell wie möglich überbringen sollte. Der Mann gab ihm im vorraus einige Münzen und jeder der ihn kannte hätte wohl gedacht dass jene die nacht nicht bei ihm überdauern würden. Doch in seinen müden Knochen gab es noch so etwas wie ehrgefühl und deswegen entschloss er sich der Aufgabe gewissenhaft und vor allem nüchtern nachzugehen.
Schnell brachte ihn das Bier auf den Boden der Tatsachen zurück, kaum war die suche in der ersten Taverne erfolglos ließ er sich zu einem Trunk hinreißen.
Als er schließlich angewidert von sich selbst de Straße entlang lief begegnete ihm eine junge Frau die sein Leben verändern sollte.
Ohne jede Berührungsangst und jugendlich Keck begann sie mit ihm zu schwatzen als er sie um Hilfe des Briefes wegen bat.
Obwohl sie bei seinem eigentlichen anliegen nicht behilflich sein konnte schien sie dennoch sehr interessiert an seiner Person als solches zu sein denn sie frug ihn ungewöhnliche Dinge.
Sie sprach genau die wunden Punkte von ihm an, die unnütze, unwürdige Arbeit, die Armut und den Durst nach mehr, nach mehr vom Leben. Schnell ließ er sich von ihren geschickt gewählten Worten überzeugen. Sie versicherte ihm dass ein Leben als Söldner um einiges besser wäre für ihn. Halb vor Stolz erregt und halb peinlich berührt wegen seiner ungeschickten Antworten folgte er ihr. Sie führte ihn durch ein kleines Wäldchen und wurf ihm dabei die ein oder andere kecke Bemerung an den Kopf.
Da stand er nun, vorm Tor der Söldner und einige von diesem nach gold gierenden Haufen waren sogar or Ort und nahmen ihn in Augenschein...