Die Sonne schickt bereits die letzten Sonnenstrahlen über den kargen Wüstenboden, als ein Janitshar der Wache ein Schreiben bei Sharie Ifrey abgibt. Es trägt das Siegel der Stadtwache, und wenn man jenes bricht, wird sich folgender, förmlich geschriebener Inhalt entfalten.
Salam Sekban Sharie, aus dem Hause Ifrey.
Es ist schon eine Weile her, dass ihr euren Dienst bei den Truppen des Erhabenen angetreten habt, oder gar ein Interesse an der Ausbildung der Soldaten bekundet.
Aus diesem Grunde wird euer Rang fortan von Sekban auf Jemaat herabgesetzt. Es wird erwartet, dass der Dienst im Harem als Wache weiterhin gewissenhaft ausgeführt wird, ebenso ist ein Erscheinen an den Truppenübungen erwünscht.
Sollten es bestimmte Probleme gewesen sein, die euch das Ausführen eurer Pflichten als Sekban unmöglich gemacht haben, so bin ich gerne zu einem Treffen bereit.
Möge Eluive dir stets deine Wege mit Schatten und Wasser segnen.
Das Siegel brechend und den Brief öffnend, liest sie sich die Zeilen mehrmals durch, ehe sie jenes mit einem nicken zur Seite auf die Anrichte legt.
Den Brief gelesen habend schickt sie den Boten wieder fort. Erst nach einigen Stunden, als die Sonne den Horizont bereits verlassen hat, mag Kahlida ein Antwortschreiben enthalten.
Salam Sajneen Kahlida, aus dem Hause Yasir,
fürwahr seid Ihr der Annahme, das ich schon für längere Zeit nicht mehr zugegen war. Und zu recht werde ich in meiner Position degradiert.
Doch werde ich nicht versprechen können, ob ich dadurch öfters erscheinen werde, nehmen mich doch zusehr die vergangen Geschehnisse meiner Famile und des Hauses mit.
Ich bitte deshalb, um eine gänzliche Suspendierung meines Dienstes, denn ich sehe mich gegenwärtig nicht in der Lage jenen zur Zufriedenheit des Erhabenen und meines Volkes auszuführen.
Infolge dieser Tatsache, werde ich mich einige Zeit in die Wüste zurück ziehen. In der Hoffnung, Geistige ernüchterung durch die heilige Mutter Eluive zu erlangen. Wie lange der Aufenthalt sein wird, kann ich nicht bestimmen, liegt es doch bei der Güte unserer Göttin, in welcher Zeitspanne sie meine inneren Unruhen zu besänftigen vermag.