Jarrefs Tod

Antworten
Nevyn Silberhand

Jarrefs Tod

Beitrag von Nevyn Silberhand »

Als der Ritter zurück zum Haus kam von einem Ritt in die Stadt, fiel ihm als erstes Bruder Esgaron auf,
wie dieser mit niedergeschlagen wirkendem Gesichtsausdruck vor der Haustür hockte und in einem Eimer einen rötlichen
Flecken aus seinem Arbeitskittel wusch.
Besorgt stieg Nevyn vom Pferd, band es an und trat zu seinem Glaubensbruder.
"Der Herrin Segen, Bruder...alles in Ordnung mit Dir?"
Esgaron blickte zu ihm auf und antwortete traurig "Bruder Jarref liegt unten aufgebahrt. Er wurde erschlagen."
Kurz darauf stand Nevyn im Keller neben dem Sarg, in dem Bruder Jarrefs Leichnam gewaschen und sorgsam mit einer
Kräutertinktur eingerieben lag.
Er wirkte friedlich, kaum mehr Anzeichen dafür, was geschehen war.
Mortys hatte ihn gebracht, berichtete Esgaron.
Und Frau de Velgy sei wohl gar Zeugin der Bluttat gewesen...
Stumm nickend nahm Nevyn dieso Informationen auf, derweil waren auch Bruder Beak und Schwester Farina hinzugekommen.
Gemeinsam beschlossen sie, zur Heilerstube zu reiten, um mehr über den Vorfall zu erfahren.
Frau de Velgy konnte sicher auch Beistand gebrauchen, so nahe wie Bruder Jarref und sie sich gestanden hatten.
An der Heilerstube jedoch war niemand anzutreffen und Nevyn ritt wieder in Richtung des Hauses und Feder und
Pergament zu holen.
Auf dem Weg dorthin entdeckte er Mortys, der mit einigen anderen am Spielplatz stand.
Anders als sonst liess sich Nevyn dieses Mal nicht auf ein Gespräch ein, auch wenn es Sire de Arganta vielleicht
vor den Kopf stiess, dass jene Dame, die er auf Nevyn zu verweisen suchte, weiterhin mit ihm vorlieb nehmen durfte.
Zusammen mit Mortys führte ein Ritt zu dem Ort des Geschehens.
Er wirkte friedlich, wenn man von den Kampfspuren und dem Blut im Schnee absah...
Esgaron
Beiträge: 0
Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Beitrag von Esgaron »

Nevyn kehrte alsbald zur Heilerstube zurück, wo Beak, Farina und Esgaron immer noch seiner Rückkehr harrten, er berichtete ihnen kurz von dem Ort an welchem Jarref den Tod fand.
Noch am selben Abend waren Farina und er mit der Organisation der Bestattung betraut worden. Er hatte noch nie eine solche vorbereiten müssen und war sich unsicher was zu tun sei, Farina schien es ebenso zu gehen da sie Bruder Nevyn später im Gildenheim danach fragte was genau zu tun sei.
Ein Priester wäre von Nöten, das war klar... er würde Hochwürden Mecandis aufsuchen um mit ihr über die Bestattung zu reden und zwar möglichst bald...
An jenem Abend redeten sie noch eine ganze Weile, vornehmlich über den Tod und das er ein Teil des Lebens sei, lange noch mochten die Lichter im Hause der Bruderschaft brennen, doch irgendwann wurden auch sie gelöscht und man begab sich zur Ruhe.
Yejide

Beitrag von Yejide »

[Für den Char Jarref gepostet]

"Zei-Zeit .. zu gehen." presste er letzte Worte hervor, kaum mehr als ein heiseres Flüstern. Aber er wollte es nicht. Er wollte noch nicht gehen, doch er spürte, dass der Augenblick gekommen war, da er Abschied nehmen musste. Das Atmen schmerzte und er überlegte es sein zu lassen. Seine Lider wurden zunehmend schwerer und er kämpfte gegen die drängende Müdigkeit, die bedrohlich und erdrückend, wie ein tiefer Schatten, über ihn kam. Die Umgebung, die Welt, der Traum verblasste und nur mit Mühe erkannte er letzte Silhouetten der kahlen Bäume, Umrisse eines Gaules und die Tochter der Sonne. Sie war bei ihm. So nah. So schön. Doch ihr Haar war grau und düster. Er dachte darüber nach, doch er konnte es nicht verstehen. Er ließ es bleiben, denn es war anstrengend und viel mehr befürchtete er, dass er vergessen hatte ihr zu sagen, wie sehr er sie liebte.

Die Dunkelheit kam über Jarref und er fiel. Er fiel tief, denn es schien kein Ende zu nehmen. Es gab keinen Halt, nichts, woran er sich hätte festklammern können. Er versuchte sich zu winden, um sich zu fassen und nach der Geborgenheit Zoe's zu suchen - Aber er fühlte, dass etwas nicht stimmte, etwas fehlte, als habe er seinen Körper und seine Sinne verloren. Panisch musste er feststellen, dass er am sterben war und all sein verbliebenes Sein sträubte sich dagegen. Es gab Sovieles, das er ihr noch zu sagen hatte, Sovieles zu erzählen. Er durfte nicht gehen. Hatte er Furcht? - Ja, die hatte er. Angst diesen Menschen zu verlieren und zu enttäuschen, der ihm das Schönste beigebracht hatte. Nicht nur Sharazade, sondern auch Samuel hätten gelacht, würden sie sehen, was aus ihm geworden war. Doch er verspürte darüber nichts weiter als Gleichgültigkeit und fasste seinen letzten Gedanken, ehe der Herr nach ihm greifen konnte: Meine Königin - Vergiss mich nicht, doch lerne loszulassen, denn ich war es niemals wert.
Dann herrschte Stille. Und der Dämon fasste Djartan und nahm ihn unter seine Schwingen.
Zoe de Velgy

Beitrag von Zoe de Velgy »


„Gerichtet.“

Immer wieder peitschte dieses Wort des Schwarzgerüsteten in Zoe's Gedanken auf. Es nahm ihr die Luft zum Atmen, schnürte ihr die Kehle zu, liess sie vor Angst erstarren.

„Ich werde ihn töten, werde alles vorbereiten, und ihn samt meiner selbst in die Luft sprengen!“
„Da wird ihm seine Rüstung auch nichts mehr nützen..“


Dies waren Zoe's hasserfüllten und immer wiederkehrenden Worte in den ersten Stunden und Tagen, nach dem ein Ahad kaltblütig Jarref und Zoe für immer getrennt hatte.
Zoe hielt sich mit ihrer Wut, ihrem Hass und ihrem Zorn aufrecht.

Wut auf alles was sie umgab, - auf die Gläubigen Temoras, die Bruderschaft, das Reich. Hass auf den Ahad, Alatargläubige, die Machtlosigkeit und das er sie am Leben gelassen hatte. Zorn auf sich selbst, auf ihr immerwährendes Streben nach Wissen, auf ihre Hilflosigkeit, auf Jarref und jenem dem er bis zum letzten Atemzug wirklich gedient hatte.

Alle möglichen negativen Gefühle hatten sich vom ersten Moment an in ihr vereint. Zoe misstraute jedem. Und so fasste sich in ihrem Wahn und in den ersten Stunden nach der grausamen Tat, den Plan, den Ahad zu töten. Für ihre Worte erntete Zoe von allen Seiten Entsetzen, Bitten, Drohungen und Vorwürfe. Letztendlich wollte man sie für ihre Gedanken in Gewahrsam nehmen, mehrfach. Sie wollten sie zur Vernunft bringen bis sie wieder bei „Sinnen“ war. Dafür verabscheute sie alle umso mehr.. Sie liess sich nicht einsperren und entfloh ihnen mit letzter Kraft.

Drei Tage waren vergangen. Zoe saß in einem der Zimmer des Hauses von Elbenau, zusammengekauert auf dem Bett und alles was an diesem Morgen übrig blieb, war Angst.

Vernommene Bilder, Worte und Stimmen der letzten Stunden, Tage und Wochen, eilten in sekundenschnelle in ihren Kopf panisch umher. Überschlugen sich wetteifernd und lautstark um an ihr Ziel zu gelangen.


„Ihr könnt der Konfrontation nicht entfliehen.“
„Zo-Zoe.. I-i-ich liebe Di-dich..“
„Er hat keine Wahl.“
„Mei-mein-meine.. Königin..“
„Du wirst nicht verhindern können, dass er seine gerechte Strafe erhält, der Herr ist mit mir.“
„L-l-liebe di-dich.. so-o.. se-sehr..
„Gerichtet.“
„E-es... i-st... Ze-Zeit... Zo..Zoe..“

„Zoe ich bring Dich jetzt heim..“
„Willst Du das er bei uns beigesetzt wird?“
„Lass es raus Zoe..“
„Du darfst das nicht tun, das würde Tantchen töten.“
„Morty's habt ihr ihn zur Bruderschaft gebracht?“
„Das lasse ich nicht zu Zoe!“
„Zoe wir alle brauchen Dich ..“
„Du bist nicht schuld und Du wirst an nichts schuld sein.“
„ Du wirst noch gebraucht.. willst Du uns alle im Stich lassen..?“
„Bewahre sein Andenken in Dir .. Zoe.“
„Das Kloster wird das richtig sein, sie ist ja von Sinnen“

„Zoe bleib einfach liegen.. du musst dich schonen.“
„Ich denke in ein paar Tagen wird er dort bestattet.“
„Eolynwe hatte nur ein paar Kratzer..“
„Thamrael war nur mit Blut beschmutzt.“
„Lass es endlich an Dich ran, verdammt!“
„Der Keller ist schön.“

„Sir Rafael will kommen.“
„Zoe komm doch endlich zu Sinnen!“
„Du kommst nicht weit in Deinem Zustand, Zoe..“
„Wenn du verschwindest leg ich mich in den Wald bis ich erfrier.“
„Besser Du nimmst mich mit“
„Komm zurück ins Haus Zoe“
„Steigt vom Pferd bitte.“
„Wir trauern alle um Jarref.“
„Ich kannte ihn nur flüchtig.“
„Ich habe den Befehl Dich aufzuhalten, wenn du losreitest.“
„Du solltest mich kennen, das ich einen Befehl ausführe.“
„Lass Sie!“


„Morty's hatte den Befehl, Dich vor einer Dummheit zu bewahren.“
„Ich kenn einen, der kann ihn vielleicht umbringen.“
„Eure Maske!“
„Du weisst es ist eine Sünde und Tantchen würde es nicht verstehen.“
„Willst Du das er mit Dir stirbt?“
„Ein Mensch ist tot, wollt ihr wirklich noch für den Tod anderer verantwortlich sein?“
„Es ist Winter und das was Ihr vorhabt, ist nicht gerade förderlich für ihn.“
„An was glaubt Ihr noch Zoe?“
„Weil ich Kronritter bin, Zoe.“
„Sie ist der Meinung ich bin eine Verräterin und alle wollen sie umbringen.“
„Glaubt mir das ich gegen einen toten Ahad sicher nichts habe.“
„Ein Toter für einen Toten.“
„Gerichtet.“
„Ich tue es indem ich das Gute zu schützen versuche, zu stärken.“
„Alles was man tut hat Konsequenzen das solltet ihr bedenken“
„Schrei, meine Liebe. - Es wird das Letzte sein, was Du tust.“
„Frauen sind oft so, wenn einer stirbt“
„Seht ihr die Götter? Wenn man darum bittet das etwas geschieht, geschieht es? NEIN, aber oftmals
gibt es Dinge, die einem Helfen das es geschieht wie man bittet.“
„Alatar tötet, Krat'thor missbraucht die Toten“
"Auf Drei schmeißen wir sie herein, verstanden?"
„Mei-mein-meine.. Königin..“
„Auf zum Meer. Ihre letzten Überreste vernichten.“
„Zoe ihr habt die Gabe Menschen zu helfen. Darauf solltet ihr Euch besinnen.“
„Sie ist nur traurig.“
„Auf nimmer wiedersehen, Livella“
„E-es... i-st... Ze-Zeit... Zo..Zoe..“
„Wievielen Menschen habt ihr geholfen. Das Glück, ihre Dankbarkeit dafür, in ihren Augen gesehen?“
„Habt ihr vergessen wie es sich anfühlt?“
„L-l-liebe di-dich.. so-o.. se-sehr..
„Weil eure Hoffnung dahin ist!“
„Um genau das zu erreichen, Euch zu brechen. Das ist für sie besser als der Tod.“

--

„Wenn Du gehst, komme ich mit Zoe“
„Wer.. bist Du Zoe..?“
„Tochter der Sonne..“
„Was ist bloss geschehen..“
"Und manch' einer ist auserkoren, diese Menschen aus der Welt zu nehmen, die eine volle Lebensspanne nicht verdient haben."
„Erkannt habe ich ja schon lange .. das Du Dich verändert hast..“
„Was trachtet Dir nach der Seele?“
„Keine Sorge, Tochter des Mondes. - Er wird nicht hierher kommen.“
„Du kannst nichts dafür Zoe..“
„Nicht nur hässlich, sondern scheinbar auch etwas blöde..“
„Wahre, schändliche Verbrecher von der Welt tilgen um sie zu einem gerechteren und schöneren Ort zu machen.“
„Jetzt brauchen wir ein Grab“
„Der Herrin Beistand in dieser schweren Stunde“
„Mein Herz ist ebenso von Trauer erfüllt wie Eures, dass könnt ihr mir glauben...“
„Ich habe einen Freund und Bruder verloren. - Und ich will wissen wie und warum.“
„Er stand zu seinen Prinzipien und stritt mit mir Seite an Seite“
„Ich.. diene nicht Temora. Oder Eluive, oder einem dieser Götter, Zoe.“
„Doch war ich nicht an seiner Seite, als er starb...IHR schon.“
„Und nun liegt sein Leichnam in unserem Keller! - Einbalsamiert und kalt...“
„Zoe .. Mir .. ist heiß..“
„Niemand wird unvorbereitet losgeschickt...“
„Dann werdet ihr sterben“
„Gerichtet.“
„Was für Blumen möchtet ihr?“
„Wenn ihr einverstanden seid, nehmen wir sie in Gewahrsam, bis sie wieder bei Verstand ist.“

--

„Wer sucht Euch?“
„Kommt doch herein“
„Benötigt Ihr Hilfe, Fräulein de Velgy?“
„Wenn Festhalten Euch nicht hilft, habe ich dergleichen auch nicht vor.“
„Seit mehreren Tagen bereits leider spurlos verschwunden, ich suche sie schon mit fast allen Mitteln.“
„Wenn Ihr Hilfe braucht... Euch genehme Hilfe... scheut Euch bitte nicht, vertraut mir bitte, wenn
es Euch möglich ist, ja?“
„Ihr könnt jederzeit sofort gehen, wenn es Euch beliebt, versprochen.“
„Nichts Arges, aber Ihr könntet daran sterben.“
„Seli hat nen Letharen erlegt, meinen Respekt“
„Könnt Ihr in Eurem Zustand überhaupt andere behandeln, Fräulein de Velgy?“
„Und der Panther hat mich angefallen..“
„Sichere Wege, Frau Zoe“
„Dieser Lethar scheint tot zu sein...“
„Wenn Ihr eine Unterkunft für diese Nacht wollt, in der Euch die Sires sicher nicht suchen werden
und wo Ihr Eure Ruhe habt, um zu genesen... die Stube von Savea und Shaya steht Euch frei.“
Und wer sorgt für Euch, Fräulein de Velgy?
„Einsam sterben ist nur nicht so angenehm.“

„Sir Rafael sucht Dich am See“
„Auf meinem Grundstück ist ein kleiner Junge, der sie sucht und rumschreit.“
„Er hat Angst um Euch.“
„Der Ahad wird von Alatar geschützt so wie die Paladine von Temora.“
„Du wirst nicht verhindern können, dass er seine gerechte Strafe erhält, der Herr ist mit mir.“
„Wenn müssen wir den Kerl fangen. Ihn auf heiligen Grund bringen, wo Alatar ihn nicht schützen kann.“
„Es ist auch Lucas Ende, er wird Euch in den Tod folgen.“
„..und dann haben sie die Frauen und Kinder von der Mauer geschmissen“
„was soll ich mit Luca machen, soll ich ihn gleich erlösen?“
„Er quält sich nur.“
„..als ob Du hier von einem Tier redest“
„ich lasse meine Tochter nicht im Stich wie sie Luca“
„Sie ist zu feige um weiterzuleben“

„Das is so'n Fluch mit den Kindern, mh? ich hab auch so ne Kleine ...“
„Bleibt bei Darna. Sie hält zu ihrem Wort, hier habt ihr Ruhe und wenn ich selbst jeden
unliebsamen Besucher verjagen muss ... aber werdet Euch erst sicher was ihr wirklich wollt ... denn
bei einem Irrtum tragt nicht nur ihr die Folgen, aye?“
„Fräulein Zoe wird erstmal bleiben ... ich kümmer mich um sie“
„ZOE!“
„Heute hab ich mir nur in den Arm geschnitten, aber wenn Du morgen fort bist, geh ich in den Wald!!“
„WEHE DU BIST NICHT DA MORGEN“
„Zoe .. schaut mich bitte an“
„Schlaft euch aus und wartet morgen mit irgendwelchen Handlungen, Taten, was immer ...bis der Kleine hier war ...“
„Bitte seid noch da wenn ich morgen aufwache..“

--

„Warum bist du hier?“
„Zoe geht’s Dir gut?“
„Du solltest dich schonen Zoe..“
„Wärest Du eine Patientin von Dir..was würdest Du ihr verordnen?“
„Seit wann hast Du etwas gegen das Kloster?“
„Der einzige Ort der uns einfiel an dem Du sicher bist.“
„Zoe niemand will Dir etwas.. wir wollen Dir nur helfen..“
„Auch Sir Nevyn wollte nur dein Bestes Zoe..“
„Ich hoffe Du weißt, daß ich immer für Dich da bin..“
„Lebe wohl und Eluives Segen möge Dich auf Deinen Wegen begleiten..“

„Du meidest seinen Anblick wie den eines Aussätzigen“
„Du weisst das Luca sich grosse Sorgen um Dich macht“
„Das er bereit ist, sich mindestens eine Lungenentzündung zu holen, nur um Dich zu retten.“
„Wenn du stirbst, geh ich erfrieren.“
„Und Rahel wird heulen. Das ist dann Deine Schuld.“
„Ach entschuldige, wir sind nicht wichtig genug, das hab ich vergessen, wir sind nur Deine Familie
Du gehst lieber zu Fremden.“
„Dieses Kind liebt Dich“
„Zoe Du hast Verantwortung“
„Ihr könnt der Konfrontation nicht entfliehen.“
„Die Ungerechten erkennen. Und diese Schlechten, die der Welt und ihren Einwohnern schaden,
dem Herren übergeben“
„Wenn Du Luca so weh tust erwarte keine Gnade“
„Ich werd' mir zumindest keine Sorgen mehr um Dich machen“
„Ich gab gesagt, ich geh mit dir! Du bist fortgelaufen!“
„Fräulein de Velgy, der Tod ist undankbar, wenn er so kommt.“
„Erfreut euch an der Zuwendung, schlagt sie nicht ab. Seid dankbar, dass jemand um Euch bangt.“
„Hilfe ist dort, wo Hoffnung ist.“
„Mögest Du in Empfang nehmen diese Seele.“
„Wenn du fortgehst geh ich erfrieren“
„Dargebracht um Deiner Gunst gerecht zu werden.“
„denk dran, wenn du stirbst, sterb' ich auch“

„Bitte, ruht erst, bevor Ihr eine solch schwerwiegende Entscheidung trefft“
„Jede Nacht der Ruhe gibt Euch mehr Sicherheit.“
„Und nun fühlt euren Leib, objektiv..Ihr wisst, dass er keine drei oder vier Morgen Land hinter sich bringen würde.“
„Sollte euch nach Reden zu Mute sein, nach schreien oder schlagen..“

--

„Es gibt da jenes Geheimnis, wovon wir's offenbar die ganze Zeit haben. - Und ja, es ist unangenehm. Es ist nicht schön und es ist definitiv Existent. Und ich weiss.. dass ich gehen würde, vielleicht müsste, würde ich es Preis geben.“
„Auch, wenn Du es keinem sagen wirst, wird.. werden wir Beide damit auseinander brechen.“
„Lass Dir ..Zeit.. Zoe.“
„Aber vielleicht vertraust Du mir in soweit, dass ich Dir auch sicher sagen kann,
was danach geschehen wird.“
„Würdest Du mir denn zuvor versprechen, dass Du es keinem erzählst und möchtest, dass ich bleibe?“
„Es ist Macht, Zoe. Göttliche Macht.“
„Ich liebe Dich, Zoe. - So sehr, dass ich Dir selbst dieses Geheimnis anvertraute, doch Du hast recht damit, dass Du mir nicht versprochen hast, mich nicht für das zu töten, was ich bin.“
„Seine Macht..ist nunmal .. - Angenehm.“
„Ich kann es Dir zeigen, wenn Du das möchtest..“
„Wenn ich Dich hier anspreche..Dann bist Du die Tochter des Mondes. - Nicht Zoe.“
„Auch die Vergänglichkeit spielt in der Harmonie Eluives' eine Rolle.“
„Ich werde mein Gesicht verhüllen. Wenn Du eine Maske hast, dann tue das ebenfalls“
„Weil Du mich liebst und ich Dich, Zoe. - Sonst hättest Du mich getötet. Deswegen ist es 'Bestimmung'“
„Tochter der Sonne.. - „Bei Dir war es das Haar. Es scheint, als hätte es Feuer gefangen und würde strahlen, wie die Sonne selbst. Und auch dein Tun, und dein Auftreten. Du bist ein guter Mensch, Zoe.“

--

„Besonders der Schnee und all' das, hat seinen ganz eigenen Reiz.“
„Ich wär so gern ein kleiner Sonnenstrahl, ein kleiner Lichtblitz, Lichtblick am Horizont..“
„Mei-mein-meine.. Königin..“
„Zeit, die ich mit Dir verbringen kann, ist meine Erfüllteste.“
„L-l-liebe di-dich.. so-o.. se-sehr..
„Tochter des Mondes..“
„E-es... i-st... Ze-Zeit... Zo..Zoe..“



Ein erstickter Schrei und die nüchterne Gewissheit über das jähe Ende von allem, liess sie gänzlich in sich zusammen sacken. Sie fühlte sich elend. Ihr Puls raste, ihr war übel, ihr Körper schmerzte unaufhaltsam und sie war schweissgebadet.

Der Schmerz und Zwiespalt zerriss Zoe innerlich. Sie wusste nicht welchen Schritt sie als nächstes tun sollte. Welchem Pfad sie folgen sollte.. Sie hatte sich vor einiger Zeit für Jarref's Weg entschieden und jenen mit ihm gemeinsam beschritten. Nun war er tot und das einzige was ihr blieb war der Schmerz des Verlustes, ihr unbändiger Hass auf alles was sie umgab und jenes Geheimnis, welches sie mit der letzten gemeinsamen Tat, umso mehr verband.

Hier im Hause Elbenau .. fühlte sie sich am sichersten. Sie hatte Angst, das sie sonst vor Zorn all ihre Geheimnisse verraten würde. Der Bruderschaft wenn sie sie wie geplant in Gewahrsam nahmen oder den Nahestehenden, die sie mit Fragen löcherten. Sie wollte am liebsten alles heraus schreien. Alles sagen. Sie vertraute nur noch Luca. Er hatte immer sein Wort gehalten und nichts verraten. Dennoch konnte sie ihm nicht alles sagen. Der einzige dem sie fast alles erzählen konnte, mit dem sie über all die Geschehnisse der letzten Wochen reden konnte, war gestorben. Und ihm hatte sie versprochen, darüber zu schweigen, für immer. Sie würde ihn nicht verraten können. Auch jetzt nach seinem Tode nicht.

Zoe glaubte sie könnte doch einfach nur ihre Taten preisgeben, dann würde sie gehängt werden.. und alles wäre vorbei. Im nächsten Moment empfand sie die Idee als sinnlos. Erst dachte sie wieder an Luca.. er würde seine Worte sicher wahr machen. Ihr in den Tod folgen.. Aber vielleicht sollte sie wirklich am Leben bleiben. So könnte sie doch Jarref's Weg fortsetzen und somit der Gerechtigkeit weiterhin dienen. Jegliches Leid einzudämmen. Wie irrsinnig all das war. Umso mehr sie andere vor Leid schützte, desto mehr litt sie. Sie glaubte sie verdiene das alles. Für ihr Streben nach Wissen. Für ihre Sünden. Ihre Taten. Es gab nichts rein Gutes in dieser Welt, das hatte sie sich schon vor langer Zeit klar machen können. Aber sie konnte weiterhin ihren Teil dazu beitragen, die Welt zu verbessern. Zu dienen. Den Menschen und ihm.

Andererseits.. war sie dazu fähig? Ohne Jarref diesen Weg zu beschreiten? Sie war sich nicht mehr sicher, wer sie war und was sie ausmachte. Ob sie weiterhin sündigen wollte und konnte.. jetzt wo sie allein war und .. es eigentlich nicht mehr musste. Für Luca .. und Liliana.. und allen die ihr noch etwas bedeuteten, sollte sie sich von diesem Weg abwenden. Sie würden sie alle dafür verachten und ihre Taten nicht verstehen. Allein in den letzten drei Tagen hatte sie all jene schon mehr verletzt als es ihr lieb war. Aber sie konnte nicht anders. Sie musste sie und sich schützen.

Doch da war ihr Verlust und sie hatte auch jene Macht des Herrn gesehen und verspürt und vielleicht.. wenn sie nur wahrhaft diente, würde er ihr Djartan .. vielleicht zurückbringen. Jarref war jetzt bei ihm und durch seinen Dienst war er sicher in der Gunst seines Herrn aufgestiegen. Wenn sie auch diente, würde sie sich nie wieder so machtlos fühlen müssen, wie in jenem Moment, als der Ahad ihr das Liebste nahm. Doch sie hatte Angst, Angst vor jeden weiteren Gedanken, vor eventuellen unbedachten Taten, vor dem nächsten Schritt.

Am liebsten würde sie immer im Schutz des Hauses Elbenau und in diesem Zimmer bleiben, darauf wartend bis ihre Zeit gekommen war. Um sich nicht für einen der vielen Wege entscheiden zu müssen. Zoe wusste das dies nicht möglich war, das auch hier irgenwann Erklärungen erwartet werden würden. Sie wollte die verlangten Erklärungen niemanden geben über den Mord. Über sich. Über Jarref. Sie fühlte sich unfähig und zu aufgebracht. Zu ängstlich. Alleine der Gedanke daran, das Geschehene in Worte zu fassen, schnürte ihr die Kehle zu. Die Angst schien sie mehr und mehr zu übermannen. Sie brauchte jemanden dem sie alles sagen konnte. Aber da gab es niemanden mehr.

Sie konnte auch der Bruderschaft nicht sagen was geschehen war. Denn dann würde sie sich bereits für den nächsten Schritt entschieden haben, dazu fühlte sie sich nicht in der Lage. Zoe glaubte wenn sie ihnen sagen würde, was geschehen war, würde sie die Streiter Temora's ebenfalls in ihr Verderben schicken und bereits dem Herrn dienen. Ihre Seelen ihm darbieten. Ohne zu wissen ob sie dies konnte und wollte.. Jarref war gestorben weil er die Kleidung der Bruderschaft trug. Ihr Zorn darüber .. liess sie vielleicht Dinge sagen, die ihr zum Verhängnis werden könnten. Sie musste schweigen, auch wenn sie das vielleicht letztendlich ganz zerstörte. Alle würden sie sie verachten für das was sie getan hatte oder vielleicht noch tun würde..

„..und wo ist Dein Herr jetzt .. wo wir ihn brauchen..“
„..Das er Dich bei mir lässt..“


Dem Wahnsinn nahe.. wollte sie nicht mehr denken, fühlen, reden. Entscheiden.
Wimmernd, verängstigt und unfähig sich weiter zu rühren.. schlief sie irgendwann wieder erschöpft ein.
Noch war sie halbwegs in Sicherheit.
Zuletzt geändert von Zoe de Velgy am Mittwoch 9. Januar 2008, 10:37, insgesamt 3-mal geändert.
Nevyn Silberhand

Beitrag von Nevyn Silberhand »

Am Abend des 21. Hartung versammelten sich einige der Brüder am Haus der Gemeinschaft.
Dem Aussenstehenden Betrachter mochte auffallen, dass sie nicht wie sonst in die weisse Kleidung der Bruderschaft gehüllt waren, sondern in dunkle Grau, fast Schwarz.
Lediglich die Schwertscheiden gemahnten, dass es sich um Kämpen und Streiter der Bruderschaft handelte.
Zwei von ihnen stiegen auf geheiss des Ritters auf ihre Pferde und in einem ruhigen Trott machten sie sich auf den Weg zum Kloster, um dort Hochwürden Mecandis abzuholen.
Es war kein schöner Anlass, der sie in Richtung Varuna führte, entlang an den Bauernhöfen und Häusern, am Südtor vorbei und schliesslich auf den kleinen Friedhof der Stadt.
Dort wartete bereits eine ausgehobene Grube, gähnend leer und hungrig anmutend, fast schon wartend darauf, die Last aufzunehmen, die derweil noch auf den Schultern von vieren der Brüder lastete.

Neben dem Grab, liessen sie behutsam den Sarg mit Bruder Jarrefs sterblichen Überresten zu Boden, der leichte Duft von Kräutern, mit denen Esgaron ihn gesalbt hatte, war zu riechen.
Es wurden Fackeln entzündet und Aufstellung neben dem Sarg genommen, als Hochwürden Mecandis das Wort erhob.
Auf knappe, aber freundliche Art, die Nevyn so an ihr schätzte, sprach sie über Jarref, sein Leben, seinen Dienst in der Bruderschaft...und seinen Tod.
Meist brauchte es wenige Worte, um viel zu sagen, selbst ein Schweigen ist manchmal hilfreicher als Sturzbachartiges Geschwafel nur um des Redens willen.
Auch Nevyn und die anderen Brüder hielten sich kurz, hoben lediglich Jarrefs mutige Opferbereitschaft hervor, wie er sich tapfer und voller Ehre ganz im Zeichen der Geistlichkeit gegen den gestellt hatte, der seine Geliebte bedrohte und demütig sein Schicksal akzeptiert hatte.
Seiner Seele würde Gerechtigkeit widerfahren in den Hallen Temoras, da war man sich einig.
[img]http://galerie.alathair.de/albums/userpics/12095/normal_beerdigung_jarref.JPG[/img]
Liliana von Drachenfels gemahnte nochmals der Liebe, die Jarref und Zoe verbunden hatte und dann war es soweit.
Gemeinsam wurde der Sarg wieder aufgenommen und in die Grube herabgelassen, der Kreis begann sich zu schliessen und Bruder Esgaron war es, der anschliessend Schaufel um Schaufel Erde in die Grube warf.
Auf die aufgeworfene Erde legten sie einen Blumenkranz aus weissen Lilien und eine Tafel, um das Grab auch für jene zu kennzeichnen, die später Abschied nehmen wollten.

Einzig der Rabe, der sich auf dem Grab niederliss, als die Trauergesellschaft im Aufbruch begriffen war, machte dem Ritter Nevyn ein bischen sorgen...dennoch war es nur ein Rabe...ein ganz normaler Rabe.
Antworten