17. Alatnar d. J. 250
Gestern trugen sich viele Ereignisse zu, die - aufgrund der Übersichtlichkeit, mich dazu veranlassen Tagebuch über meine Experimente zu führen, gibt es doch so viel zu tun - und es ist in der Tat schwierig alles zu vereinen. Somit werde ich meine drei Projakte kurz aufzählen - deren Fortschritte genau beobachten und somit anfangen, meine Forschungen niederzuschreiben.
Projekt: Schattenkiste
Gestern gerieten die Diener des Raben in den Besitz einer Kiste, in welcher sich etwas befand, das die Clerica Rahals für sich begehrte. Sie hat was sie wollte - wir haben was wir wollten, und vielleicht sogar noch mehr. Denn in die Kiste - wohl als Falle, eingebaut befindet sich ein uraltes Wesen aus reinem Schatten. Da meine Seele von ähnlicher magischer Natur erfüllt ist (ich bezeichne dies gerne als Schattenranke, die sich um meine Seele windet) könnte es mir gelingen, das Wesen dereinst zu kontrollieren und es als Waffe zu gebrauchen, indem ich es zum rechten Zeitpunkt freilasse.
Projekt: Schattenranke
Es war mir kürzlich gelungen, die Quelle meiner Kräfte, die der Rabe dereinst in mir verstärkte deutlicher zu manifestieren. Ohja. Ich wachse mit meinen Fähigkeiten. Jedoch gab es einen Nebeneffekt. Sie wurde optisch sichtbar. Meine einst so weißen Haare haben sich faktisch über Nacht in ein tiefes Schwarz gefärbt. Vielleicht ist die Wirkung nur vorübergehend - und sie scheint auf mich keinen Einfluss zu haben. Doch so gewaltig die Quelle meiner Kräfte auch sein mag, so unerforscht und geheimnisvoll ist sie. Vielleicht bin ich die einzige, in jedem Falle eine der wenigen, die jene Macht halbwegs beherrscht und zügeln kann. Wer weiß - in Zukunft mag dies wegweisend sein für mich, mein Tun und der Sache der wir folgen.
Projekt: Anti-Agapikum
Nach wie vor bin ich auf der Suche nach Elfenblut - vielleicht genügt auch das Blut eines Letharen, wobei beides interessante Forschungsobjekte wären. Ich gedenke, anhand des Blutes die Quelle der Unsterblichkeit zu ergründen und ein Mittel herzustellen, das die Menschen größtenteils von Krankheit, in jedem Falle aber vor Sterblichkeit kuriert. Warum? Nun gewiss nicht zum gebrauch. Aber man bedenke die Macht die man ausüben kann, sobald bekannt wird welches Mittel sich in meinem Besitze befindet. Die Menschheit ist gewiss nicht bereit, unserblich zu sein, und ich arbeite allem Voran deshalb nicht gegen den Richter. Doch wer weiß? Vielleicht mag es schon bald soweit sein, und Kriege werden alleine aus solchen Gründen geführt.
Ich werde mich daran halten und schonbald die ersten Erfolge niederschreiben. Einstweilen brüte ich über alten Aufzeichnunmgen zu Massengräbern vergangener Schlachten. Varoth unterbreitete mir gestern Einiges Interessantes.
Experimente - Das Tagebuch der Nekromantin
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Wijay Loreen
18 Alatnar d. J. 250
Ich habe die Kiste nun genauer untersucht, die uns die Clerica zwei Tage zuvor überlassen hatte, woraus sie ihren Schatz bezog, nach dem sie gierte. Weshalb auch immer mag sich uns verschließen, doch es ist mir im Wesentlichen auch egal. Die Ereignisse, die sich da in der Krypta zutrugen - alles was daraufhin folgte - es war im Wesentlichen betrachtet eigentlich keine all zu großartige Sache, bedenke man, dass ich schon Drachen wiedererstehen gesehen habe. Es ist dennoch interessant.
Ich habe mich die letzten Tage mehr und mehr gefragt: Wie wäre es, eine solche Waffe sein Eigen nennen zu können? Wie wäre es ein Wesen gefangen zu halten, um es dann im rechten Moment frei zu lassen? Wie wäre es, ein Wesen zu erschaffen, das so mächtig, so stark, so gewaltig ist, dass einige Leben ausgelöscht werden, ehe man es aufhalten kann?
Ja. Ich habe schon Monster erstehen gesehen, ich habe selbst eines gezüchtet. Es rief sich pestillenz. Und so viele Tote gab es dereinst in Varuna, dass der Schnitter im Diensten des Richters reich belohnt worden war.
Essenziell sollte ich anmerken, dass ich es nicht wage, die Kiste zu öffnen. Ich spüre das Verlangen des Wesens, rausgelassen zu werden. Es fühlt sich im Bannkreis unwohl, in dem die Kiste zur Zeit steht. Jedoch - und genau das ist der springende Punkt, mit etwas Geduld, Zeit und Wissen kann ich das Wesen vielleicht zu etwas völlig neuem schaffen. Und sofern es mir dann zuträglich ist werde ich es in die Welt entlassen, um Tod und Zerstörung über sie zu bringen.
Der dumpfe subtile Herzschlag der Schwerze im Zentrum der Kiste ist spürbar. Er ist potenziell gefährlich für jeden, der es wagt, das Ding dereinst zu öffnen. Uralte Magie ist darin verborgen. Wer weiß. Vielleicht finde ich einen Weg.
Und vielleicht ist die Zeit gekommen, da der Orden der Arkorither sein Versprechen einlösen und mir einen Gefallen erweisen muss.
Ich habe die Kiste nun genauer untersucht, die uns die Clerica zwei Tage zuvor überlassen hatte, woraus sie ihren Schatz bezog, nach dem sie gierte. Weshalb auch immer mag sich uns verschließen, doch es ist mir im Wesentlichen auch egal. Die Ereignisse, die sich da in der Krypta zutrugen - alles was daraufhin folgte - es war im Wesentlichen betrachtet eigentlich keine all zu großartige Sache, bedenke man, dass ich schon Drachen wiedererstehen gesehen habe. Es ist dennoch interessant.
Ich habe mich die letzten Tage mehr und mehr gefragt: Wie wäre es, eine solche Waffe sein Eigen nennen zu können? Wie wäre es ein Wesen gefangen zu halten, um es dann im rechten Moment frei zu lassen? Wie wäre es, ein Wesen zu erschaffen, das so mächtig, so stark, so gewaltig ist, dass einige Leben ausgelöscht werden, ehe man es aufhalten kann?
Ja. Ich habe schon Monster erstehen gesehen, ich habe selbst eines gezüchtet. Es rief sich pestillenz. Und so viele Tote gab es dereinst in Varuna, dass der Schnitter im Diensten des Richters reich belohnt worden war.
Essenziell sollte ich anmerken, dass ich es nicht wage, die Kiste zu öffnen. Ich spüre das Verlangen des Wesens, rausgelassen zu werden. Es fühlt sich im Bannkreis unwohl, in dem die Kiste zur Zeit steht. Jedoch - und genau das ist der springende Punkt, mit etwas Geduld, Zeit und Wissen kann ich das Wesen vielleicht zu etwas völlig neuem schaffen. Und sofern es mir dann zuträglich ist werde ich es in die Welt entlassen, um Tod und Zerstörung über sie zu bringen.
Der dumpfe subtile Herzschlag der Schwerze im Zentrum der Kiste ist spürbar. Er ist potenziell gefährlich für jeden, der es wagt, das Ding dereinst zu öffnen. Uralte Magie ist darin verborgen. Wer weiß. Vielleicht finde ich einen Weg.
Und vielleicht ist die Zeit gekommen, da der Orden der Arkorither sein Versprechen einlösen und mir einen Gefallen erweisen muss.
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Wijay Loreen
11. Hartung d. J. 251
Erfolg! Eine lange aussichtslose Suche hat ein Ende - und es ging einfacher als gedacht. Ich habe drei Phiolen mit dem Blut eines Letharen. Ob es selbige Wirkung erzielt wie das Blut eines Hochelfen wird sich zeigen, doch meine Experimente werden heute noch beginnen.
Was als Geschäftsunterredung begann endete in diplomatischer Schönfärberei. Die Letharen wollten etwas von uns? Sie bekommen es. Doch nicht umsonst - oh nein! Denn es endete damit dass ich drei Phiolen letharisches Blut bei mir trug. Der Erschaffung eines Anti-agapikums mag nichts im Wege stehen, sofern ich behutsam arbeite und mit der kostbaren Substanz sparsam umgehe.
Ich begann ja grundliegend schon mit der Arbeit indem ich gut ein Drittel des Blutes einer Phiole extrahierte und trocknen lasse. Es wird zu Pulver zermahlen und mit einigen Substanzen vermengt. So dickflüssig wie es ist wird dies wohl nicht all zu lange auf sich warten lassen.
Die Phiolen sind sicher verstaut und werden zu gegebener Zeit zum Einsatz kommen. Es muss konserviert werden, denn wer weiß wie schnell - und vor allen Dingen - wie leicht ich daran kommen würde beim nächsten Mal. Doch Überredungskünste, wohlplatzierte süße Lügen mit einem Hauch an Rührung an ihrer Eitelkeit hat mir eingebracht was ich begehre. Diplomatie - wie verlogen - wie falsch - wie amüsant.
Nun - die Versuchsreihen werden wohl am heutigen Tag ihren Anfang nehmen. Ich wünsche, alles geht gut. Der Seelenherr möge mich mit Weisheit segnen - Geht alles gut werde ich wohl schon bald an Menschen experimentieren können. Es ist zweifelhaft, dass sie unsterblich werden, doch möglicherweise gelingt es mir, eine Infizianz aufzuheben. Ich habe immer noch eine Phiole der Pestkrankheit aus Varuna - eine erneuerbare Waffe - vielleicht....
Doch greifen wir dem nicht vor. Ich brachte gut die ganze Nacht damit zu die dunkelrote Gallerte zu untersuchen, um festzustellen - kein Goldberg der Welt könnte ersetzen was ich besitze. Ein wertvolles Gut - und mein Schlüssel, die Menschheit ins Verderbnis zu stürzen - erneut!
Erfolg! Eine lange aussichtslose Suche hat ein Ende - und es ging einfacher als gedacht. Ich habe drei Phiolen mit dem Blut eines Letharen. Ob es selbige Wirkung erzielt wie das Blut eines Hochelfen wird sich zeigen, doch meine Experimente werden heute noch beginnen.
Was als Geschäftsunterredung begann endete in diplomatischer Schönfärberei. Die Letharen wollten etwas von uns? Sie bekommen es. Doch nicht umsonst - oh nein! Denn es endete damit dass ich drei Phiolen letharisches Blut bei mir trug. Der Erschaffung eines Anti-agapikums mag nichts im Wege stehen, sofern ich behutsam arbeite und mit der kostbaren Substanz sparsam umgehe.
Ich begann ja grundliegend schon mit der Arbeit indem ich gut ein Drittel des Blutes einer Phiole extrahierte und trocknen lasse. Es wird zu Pulver zermahlen und mit einigen Substanzen vermengt. So dickflüssig wie es ist wird dies wohl nicht all zu lange auf sich warten lassen.
Die Phiolen sind sicher verstaut und werden zu gegebener Zeit zum Einsatz kommen. Es muss konserviert werden, denn wer weiß wie schnell - und vor allen Dingen - wie leicht ich daran kommen würde beim nächsten Mal. Doch Überredungskünste, wohlplatzierte süße Lügen mit einem Hauch an Rührung an ihrer Eitelkeit hat mir eingebracht was ich begehre. Diplomatie - wie verlogen - wie falsch - wie amüsant.
Nun - die Versuchsreihen werden wohl am heutigen Tag ihren Anfang nehmen. Ich wünsche, alles geht gut. Der Seelenherr möge mich mit Weisheit segnen - Geht alles gut werde ich wohl schon bald an Menschen experimentieren können. Es ist zweifelhaft, dass sie unsterblich werden, doch möglicherweise gelingt es mir, eine Infizianz aufzuheben. Ich habe immer noch eine Phiole der Pestkrankheit aus Varuna - eine erneuerbare Waffe - vielleicht....
Doch greifen wir dem nicht vor. Ich brachte gut die ganze Nacht damit zu die dunkelrote Gallerte zu untersuchen, um festzustellen - kein Goldberg der Welt könnte ersetzen was ich besitze. Ein wertvolles Gut - und mein Schlüssel, die Menschheit ins Verderbnis zu stürzen - erneut!
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Wijay Loreen
15. Hartung d. J. 251
Ratten! Überall Ratten! Sie warten nur auf den Tag ihrer Machtübernahme. Einstweilen kopullieren und vermehren sie sich ins Bodenlose wenn man ihre Artenvielfalt nicht eindämmt. Doch wozu? Sie sind nützliche Versuchstiere - und für mein Experiment kommen sie gerade recht.
Ein Teil des Letharenblutes wurde extrahiert, getrocknet und zu dunkelbraunem Pulver zermahlen. Ein interessanter Vorgang offenbarte sich mir als ich versuchte dieses zu weihen. Es gelang mir nicht. Die Substanz verbrannte augenblicklich zu Asche und wurde Unbrauchbar.
Unbrauchbar sagte ich? Mitnichten - das schien nur anfangs so, doch selbst Asche von einstmals lebendiger Materie mag in gewisser Form nützlich sein, und so bewahrte ich das einstmalige Pulver auf - es könnte einen anderen Zweck erfüllen - so dachte ich... Oh wie richtig lag ich doch?
Ich entsinne mich an Schwester Chalys' Seelenfraß. Ich habe die Phiolen alle noch - und eine kann ich für Versuchszwecke gewiss entbehren. Wenn man die Asche verbrannten Letharenblutpulvers beimengt - was würde dann wohl passieren? Nun - die Ratte wäre ein erstes Versuchsobjekt - und so begann ich, eine primitive Rattenfalle zu bauen um wenigstens ein armes Tier einzufangen. Der Wissenschaft mag es großen Wert bringen, was diese Ratte wertvoller macht als so manches Gesindel, welches sich in Bajard herumtreibt. Und dennoch - vielleicht kommt dereinst einer von ihnen ja zu der Ehre als Versuchsobjekt herhalten zu dürfen.
Während ich auf die Ankunft der pestbringenden Invasionstruppe wartete, begann ich also, die erste seelenfraßphiole zu öffnen und begann, dieses komplizierte Gemisch mit dem Aschepulver zu vermengen - ein widerlicher Brei für mancher Augen. Für mich könnte das vielleicht etwas sein das ich künftig noch verwenden kann. Sehen wir zu, was sich ergibt, dachte ich. Oh und was sich ergeben hat war für mich eine positive Überraschung, mit welcher ich nicht rechnete.
Vielleicht reagierte der Rattenkörper etwas empfänglicher für die Drogen in dem Pulver, jedoch, kurz nachdem eine Ratte den Köder, nämlich den abgetrennten Fingers eines Mannes der sich in unsere Schlucht verirrte, zu sich nahm, schnappte die Falle zu. Und schon war es geschehen. Ich hatte ein Versuchsobjekt. Wo war ich stehengeblieben? Ach, richtig!
Der Körper der Ratte reagierte äußerst sensitiv auf das Pulver. Es dauerte nicht lange, da passierte etwas äußerst Merkwürdiges. Die Ratte bekam einen seltsam glasigen Blick, für ein unter Drogen stehendes Tier nicht ungewöhnlich, doch dieses Funkeln der Intelligenz. Das war im höchsten Maße erstaunlich genug um festgehalten zu werden. Dann versuchte es mich in seinem Käfig anzuspringen. Akribisch bohrten sich die Zähne des Nagers in die kleinen Gitterstäbe des Käfigs. Es war erstaunlich! Ich habe ein Mittel kreiert, welches agressiv macht. Doch wäre es damit nicht genug? Oh keineswegs. Ich habe hier vielleicht eine äußerst interessante Entdeckung gemacht.
Als ich eine andere Ratte einfangen konnte und sie vorsichtig in den Käfig setzte - nun ja - sie lebte nicht all zu lange. Die infizierte Ratte bohrte ihre Zähne ins Genick des gesunden Tieres. Und Dann trank es ihr Blut!
Erstaunlicherweise war dies etwas, womit ich nie gerechnet hatte. Auch wenn es nicht das Ziel ist, nach welchem ich strebe - ich habe vermutlich etwas viel besseres erschaffen. Man muss die Unsterblichkeit nicht als Druckmittel nehmen - wenn man die Menschen selbst zu Zombies machen kann, zu gedankenlosen agressiven Mordinstrumenten.
Worauf bin ich hier nur gestoßen?
Ratten! Überall Ratten! Sie warten nur auf den Tag ihrer Machtübernahme. Einstweilen kopullieren und vermehren sie sich ins Bodenlose wenn man ihre Artenvielfalt nicht eindämmt. Doch wozu? Sie sind nützliche Versuchstiere - und für mein Experiment kommen sie gerade recht.
Ein Teil des Letharenblutes wurde extrahiert, getrocknet und zu dunkelbraunem Pulver zermahlen. Ein interessanter Vorgang offenbarte sich mir als ich versuchte dieses zu weihen. Es gelang mir nicht. Die Substanz verbrannte augenblicklich zu Asche und wurde Unbrauchbar.
Unbrauchbar sagte ich? Mitnichten - das schien nur anfangs so, doch selbst Asche von einstmals lebendiger Materie mag in gewisser Form nützlich sein, und so bewahrte ich das einstmalige Pulver auf - es könnte einen anderen Zweck erfüllen - so dachte ich... Oh wie richtig lag ich doch?
Ich entsinne mich an Schwester Chalys' Seelenfraß. Ich habe die Phiolen alle noch - und eine kann ich für Versuchszwecke gewiss entbehren. Wenn man die Asche verbrannten Letharenblutpulvers beimengt - was würde dann wohl passieren? Nun - die Ratte wäre ein erstes Versuchsobjekt - und so begann ich, eine primitive Rattenfalle zu bauen um wenigstens ein armes Tier einzufangen. Der Wissenschaft mag es großen Wert bringen, was diese Ratte wertvoller macht als so manches Gesindel, welches sich in Bajard herumtreibt. Und dennoch - vielleicht kommt dereinst einer von ihnen ja zu der Ehre als Versuchsobjekt herhalten zu dürfen.
Während ich auf die Ankunft der pestbringenden Invasionstruppe wartete, begann ich also, die erste seelenfraßphiole zu öffnen und begann, dieses komplizierte Gemisch mit dem Aschepulver zu vermengen - ein widerlicher Brei für mancher Augen. Für mich könnte das vielleicht etwas sein das ich künftig noch verwenden kann. Sehen wir zu, was sich ergibt, dachte ich. Oh und was sich ergeben hat war für mich eine positive Überraschung, mit welcher ich nicht rechnete.
Vielleicht reagierte der Rattenkörper etwas empfänglicher für die Drogen in dem Pulver, jedoch, kurz nachdem eine Ratte den Köder, nämlich den abgetrennten Fingers eines Mannes der sich in unsere Schlucht verirrte, zu sich nahm, schnappte die Falle zu. Und schon war es geschehen. Ich hatte ein Versuchsobjekt. Wo war ich stehengeblieben? Ach, richtig!
Der Körper der Ratte reagierte äußerst sensitiv auf das Pulver. Es dauerte nicht lange, da passierte etwas äußerst Merkwürdiges. Die Ratte bekam einen seltsam glasigen Blick, für ein unter Drogen stehendes Tier nicht ungewöhnlich, doch dieses Funkeln der Intelligenz. Das war im höchsten Maße erstaunlich genug um festgehalten zu werden. Dann versuchte es mich in seinem Käfig anzuspringen. Akribisch bohrten sich die Zähne des Nagers in die kleinen Gitterstäbe des Käfigs. Es war erstaunlich! Ich habe ein Mittel kreiert, welches agressiv macht. Doch wäre es damit nicht genug? Oh keineswegs. Ich habe hier vielleicht eine äußerst interessante Entdeckung gemacht.
Als ich eine andere Ratte einfangen konnte und sie vorsichtig in den Käfig setzte - nun ja - sie lebte nicht all zu lange. Die infizierte Ratte bohrte ihre Zähne ins Genick des gesunden Tieres. Und Dann trank es ihr Blut!
Erstaunlicherweise war dies etwas, womit ich nie gerechnet hatte. Auch wenn es nicht das Ziel ist, nach welchem ich strebe - ich habe vermutlich etwas viel besseres erschaffen. Man muss die Unsterblichkeit nicht als Druckmittel nehmen - wenn man die Menschen selbst zu Zombies machen kann, zu gedankenlosen agressiven Mordinstrumenten.
Worauf bin ich hier nur gestoßen?
Zuletzt geändert von Wijay Loreen am Dienstag 15. Januar 2008, 08:48, insgesamt 1-mal geändert.