Immer wieder schaute die junge Schmiedin aus dem Fenster ihres Hauses. Die Sonne war mittlerweile schon unte rgegangen und noch immer war kein Anzeichen der Gräfin de Arganta zu sehen.
Sie schaute zu der Truhe, wo die beiden Schwerter zu Abholung bereit lagen. Zur 7 Stunde hatte sie die Gräfin erwartet, war den ganzen Tag schon nervös herum gelaufen und hatte die Schwerter immer wieder hervor geholt um ihre Arbeit noch mal zu kontrollieren und diese auf Hochglanz zu polieren, damit sie den besten Eindruck machte. Sie erinnerte sich noch genau an die Worte der Gräfin: "Gebt Euch Mühe, ich dulde keine halbherzige Arbeit." Genau daran hatte sie sich gehalten. Jeden Millimeter der Schwerter hatte sie mit Sorgfald geschmeidet, alles immer wieder kontrolliert, damit ihr ja kein Fehler unterlief.
Nun war die Stunde der Abholung da, sie stand nervös in ihrer Schmiede und es geschah...nichts.
Hatte die Gräfin es sich anders überlegt? War sie zu einem der Schmiede gegangen, die mehr von dem Handwerk verstanden als sie selbst?
Wieder schaute sie aus dem Fenster und überlegte. Vielelicht war ihr auch etwas dazwischen gekommen..oder es lag doch daran, daß sie, Alina, noch nicht die Metalle verarbeitetn konnte, die vielleicht doch eher erwünscht waren...
Wieder ging ihr Blick zum Himmel empor. Fast eine Stunde wartete sie nun schon und niemand war in Sicht. Nicht einmal ein Bote, der die Schwerter an Ihrer statt abholen sollte.
Sie seufzte auf und ging zu der Truhe, in der sich ihre Werkzeuge befanden. Sie nahm eine Picke hervor, schulterte diese und machte sich dann auf den Weg in die Miene. Sie hatte noch zu viele Aufträge abzuarbeiten, als das sie den ganzen Abend tatenlos in der Mine sitzen und warten konnte. Dennoch plagte sie ein schlechtes Gewissen. Immerhin war sie eine Gräfin. Mußte sie nicht warten? Nein, sagte sie sich dann energisch. Sie hatte gewartet, einen Stundenschlag lang. Und sie hatte Aufträge abzuarbeiten. Sie konnte nicht länger warten, wo sie ja noch nicht einmal wußte, ob die Gräfing überhaupt noch erscheinen würde...
So ging sie nachdenklich den Weg zur Mine um dort ihrer Arbeit nachzugehen.