Verschlafen sass Cynric an dem kleinen Tisch, welcher zu dem spärlichen Mobilar seiner kleinen Zelle gehörte. Durch das kleine vergitterte Fenster gegenüber schienen die ersten Sonnenstrahlen des Tages herein. Bald begann der erste Vogel zu zwitschern und es schien, als währe dies das Zeichen für die Bürger Varunas langsam zu erwachen. Von weit entfernt hörte man einen schweren Karren durch die Pflasterstrassen der Stadt des Lichtes rumpeln. Die Schritte marschierender Soldaten drangen bis in die Mauern des Kerker vor und ein deutliches "Garnision stillgestanden" hallte von den kahlen, nur mit Fackel geschmückten Wänden. Doch Cynric nahm all diese Geräusche nur gedämpft wahr. Er hatte seinen Kopf auf die Arme gelegt und war kurz davor noch einmal in das Reich der Träume zu gleiten. Das Stroh in der Ecke, auf welchem er genächtigt hatte, war noch warm und er war versucht sich wieder nieder zu legen.
Doch hörte er schon wieder die Schritte des Gardisten, welcher ihn an diesem Morgen geweckt hatte und nun regelmässig seine Runden dreht, peinlich genau und, wie es Cynric schien auch mit Freude, darau achtend, dass sich auch kein Gefangener seiner Strafe durch das Flüchten in den Schlaf entziehen mag. Er zuckte zusammen. Auf das Brüllen des Gardisten folgten verärgerte Flüche aus allen Teilen des Kerkers. Wenigstens das Brüllen und Schreien beherrschen diese verfluchten Hexenknechte unglaublich gut, dachte er sich. Der Kerl in der benachbarten Zelle schien wieder einmal geschlafen zu haben. Das Klatschen von Wasser war zu höhren. Für einen Augenblick durchzuckte selbst Cynric ein Hauch von Mitleid. Der Arme würde wohl den ganzen Tag in seiner nassen Kleidung dasitzen. In diesen kühlen und feuchten Gemäuern würde es lange dauern, bis diese trocknen würde. Mit einem Grinsen stand der Gardist plötzlich vor Cynrics Zelle. Gähnend richtete dieser sich in seinem Stuhl auf und lächelte den verblendeten kühl an. Dieses Lächeln schien dem Soldaten nicht zu behagen und er zischte: "Dir wird das Lachen noch vergehen, wenn in zwei Tagen über dein Schicksal verhandelt wird." Schnell schien er sich jedoch wieder zu fassen und er setzte wieder sein fröhliches Grinsen auf, welches dem Rahaler so Selbstgefällig schien, wie diese verfluchte Stadt selbst. Gerade setzte der Gardist an, seine Runde fortzusetzen, als plötzlich die Schritte eines zweiten Soldaten schnell näher kamen. "Alric," dies Stimme schien dem zweiten Soldaten zu gehören. Er musste gerade die Treppen hinunter gelaufen sein, denn er sprach mit vielen Atempausen, "Kannst du am Tag des Donners mein Schicht übernehmen?" "Hm, am Tag des Donners, sagt du? Ich könnte mit dir Tauschen, wenn du die meine am Tag darauf übernimmst," antwortete der Alric. "Gibt es denn einen Grund, mitten in der Woche?" "Ach, an dem Tag ist diese grosse Auktion angesetzt, von der die ganze Stadt zu sprechen scheint. Ich hätte eigentlich dort Dienst, doch möchte mein Weib gern mit mir zusammen an dieser Geschäftemacherei teilnehmen." Alric brummte: "Gut, es könnte vielleicht ganz interessant dort werden, zumal wie ich hörte das Ganze Spektakel auf einem Platz zwischen Varuna und Rahal stattfinden soll und auch einige aus der schäbigen Garde der Alatarknechte anwesend seien werden." Hätte er Cynric nicht den Rücken zugekehrt, hätte er den funkelnden Hass in seinen Augen wargenommen, doch so fuhr er fort: "Also gut, wenn du meinen Dienst übernimmst, können wir gern tauschen. Ich werde gleich abgelöst, dann können wir ins Geschäftszimmer gehen und das klären." Langsam entfernten sich die beiden Soldaten von der Zelle und ihr Stimmen wurden leiser.
Cynric fluchte innerlich. Warum musste er in dieser stinkenden Zelle festsitzen? Wie gern hätte währe er an diesem Tag bei seinen Kameraden. Er wollte es diesen eingebildeten Varunern zeigen, ihnen ihre Schwäche bewusst machen. Auf der Strasse fuhr wieder eine Kutsche vorbei. Cynric hörte das schnauben der Pferde. Tag ein Tag aus fuhr diese Kutsche an immer zur selben Zeit und immer mit dem gleichen rumpelnden Geräusch. Der alte Hass keimte wieder in dem Rahaler auf. Diese Menschen leben jeden Tag friedlich und ungestört in ihrem Gespinnst aus Lügen. Wie Tiere folgen sie den falschen Predigten ihrer Priester. Cynric spuckte aus. Es war an der Zeit, diesem Schaffen ein Ende zu bereiten und diesen Mennschen wieder auf den Pfad des gütigen Herren Alatars zu helfen. Und so dies nicht mehr mit Worten möglich ist, so sollten sie die überaus überzeugende Kraft seines Schwertes kenn lernen.
Doch würde er es nicht noch einmal so unüberlegt und vorschnell angehen wie in den Vergangenen Tagen. Dreimal hatte er eine Niederlage hinnehmen müssen, gegen einen Feind, den die Lügen der Hexe schon so weit aufgefressen hatten, dass er keinen Schmerz und keine Erschöpfung mehr zu spüren schien. Er hatte sich gefangen nehmen lassen in seinem Übermut. Hatte das Spiel mit den Gardisten zu weit getrieben und alle Möglichkeiten zu entkommen verstreichen lassen, nur um in die dummen Gesichter der Gardisten zu blicken. Und der einzige Weg hier heraus war der, der ihm am wenigsten behagte. Seine Fassade aufrecht zu erhalten, und die verblendeten in dem Glauben zu lassen, einen einfachen Räuber zu verurteilen, der seinem Opfer nicht einmal eine einzige Goldmünze abgenommen hat und mit dem Schwert nichts vermag als Bauern und Händler einzuschüchtern. Was würde wohl passieren, wenn diesen eingebildeten und von ihrem falschen Stolz geleiteten , erfahren würden, dass ein Gardist Rahals vor ihnen auf der Anklagebank sitzt, der seine Kraft aus der tiefsten Überzeugung im Glauben an den Einen schöpfte?
Langsam begann sich seine Wut gegen sich selbst zu richten. Wie konnte er, ein Streiter im Namen Alatars, sich von zwei Männern festnehmen lassen, deren Ausbilung es grade einmal zuliess, das Schwert an der richtigen Seite zu fassen? Er schüttelte verbittert den Kopf. Er würde es sich selbst und Alatar beweisen müssen, dass er es wert war, sein Schwert im Namen des Einen zu führen. Seine Finger krallten sich in das Holz des Tisches. Er würde es allen Beweisen, sobald er diese grässliche Stadt mit all ihren Lügen und ihrem lächerlichn Prunk verlassen würde.
Im Kerker Varunas
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Zora D´artou
Unruhig lief sie in ihrem Haus auf und ab.Sie konnte es nicht glauben.Wegen versuchten Raubüberfall im gefängnis von Varuna.
Sie ballte ihre Hände und zog ihren Dolch. Sie betrachtete ihn eingehenst.Ein sanftes Lächeln durchzog nun ihr Gesicht.Sie würde ihn rausholen. Schnell suchte sie die Zutaten für einen Apfelkuchen zusammen und machte sich an die Arbeit.
Sie würde ihm einen Besuch abstatten...schon bald
Sie ballte ihre Hände und zog ihren Dolch. Sie betrachtete ihn eingehenst.Ein sanftes Lächeln durchzog nun ihr Gesicht.Sie würde ihn rausholen. Schnell suchte sie die Zutaten für einen Apfelkuchen zusammen und machte sich an die Arbeit.
Sie würde ihm einen Besuch abstatten...schon bald
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Cynric
Ungeduldig und hungrig schritt Cynric in seiner Zelle auf und ab. Wieder hatte es nichts zu Essen gegeben. Wütend nahm er einen Stuhl und schlug ihn gegen die Zellentür. „Wollt ihr mich hier drinnen elendig verhungern lassen?“ schrie er. Mit aller Kraft warf er den Stuhl wieder in die Ecke zurück. Gerade wollte er noch einmal gegen die Gitter schlagen, als plötzlich einer der Gardisten vor ihm stand. „Ist hier bald ruhe?“ schrie er Cynric an. „Soll ich hier drin an Hunger verrecken?“ erwiderte dieser mit gezwungen ruhiger Stimme. „Es gab heute wieder nichts zu Essen.“ „Der Gardist runzelte die Stirn.“ Da muss euch der Soldat, welcher heute Morgen Dienst im Kerker hatte vergessen haben. Ich schaue, ob ich etwas für euch finde.“
Es dauerte lange, bis der Gardist wieder vor Cynric Zelle stand. „Ich konnte leider nichts in der Kaserne finden, doch hat meine Frau mir etwas für euch gegeben.“ Durch die Gitter hindurch reichte er Cynric etwas Brot und Fleisch. Gierig begann dieser sogleich das Brot in sich hinein zu stopfen. „Heda, Soldat, “ sprach er dann etwas leiser. „Ich besitze viel Gold, wenn ihr mich hier rauslasst, soll es euer Schaden nicht sein. Der Soldat schien zu überlegen. „Fünf gefüllte Sack Gold dürft ihr euer eigen nennen, wenn ihr mir zur Flucht verhelft.“ Der Gardist nickte. Gut, ich kenne jemanden, der helfen könnte. Er eilte durch die Gänge davon und einige Zeit verging, bis er in Begleitung eines kleinen schmächtigen, in Lumpen gekleideten Mannes zurückkam. Ohne ein Wort zu sagen, nahm dieser zwei Drähte zur Hand und begann sich an dem Schloss zu schaffen zu machen. Bald erfolgte das erlösende Klicken. Die drei eilten durch einen Kleinen Gang eilten die drei nach Draußen. „Ich lasse euch genug Zeit, die Stadt zu verlassen, dann werde ich Alarm schlagen“, sage der Soldat leise zu dem in Lumpen gehüllten. und vergiss nicht, dir das Gold geben zu lassen…“
Es dauerte lange, bis der Gardist wieder vor Cynric Zelle stand. „Ich konnte leider nichts in der Kaserne finden, doch hat meine Frau mir etwas für euch gegeben.“ Durch die Gitter hindurch reichte er Cynric etwas Brot und Fleisch. Gierig begann dieser sogleich das Brot in sich hinein zu stopfen. „Heda, Soldat, “ sprach er dann etwas leiser. „Ich besitze viel Gold, wenn ihr mich hier rauslasst, soll es euer Schaden nicht sein. Der Soldat schien zu überlegen. „Fünf gefüllte Sack Gold dürft ihr euer eigen nennen, wenn ihr mir zur Flucht verhelft.“ Der Gardist nickte. Gut, ich kenne jemanden, der helfen könnte. Er eilte durch die Gänge davon und einige Zeit verging, bis er in Begleitung eines kleinen schmächtigen, in Lumpen gekleideten Mannes zurückkam. Ohne ein Wort zu sagen, nahm dieser zwei Drähte zur Hand und begann sich an dem Schloss zu schaffen zu machen. Bald erfolgte das erlösende Klicken. Die drei eilten durch einen Kleinen Gang eilten die drei nach Draußen. „Ich lasse euch genug Zeit, die Stadt zu verlassen, dann werde ich Alarm schlagen“, sage der Soldat leise zu dem in Lumpen gehüllten. und vergiss nicht, dir das Gold geben zu lassen…“