Das Feuer reinigt alle Wunden
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Zera Asira
Das Feuer reinigt alle Wunden
Schmerz und Leid hatte sie geprägt, sie schon immer begleitet und einen schlechten Menschen aus ihr gemacht und ob ihrer misslichen Lage überkam sie dennoch ein grinsen. Immerhin musste sie sich nicht dem Schicksal eines natürlichen Todes unterwerfen, jämmerlich die alten Tage dahinsiechen und mit Mitleid überhäuft werden. Wenigstens das konnte das Leben ihr vorenthalten. Hatte sie den Scheiterhaufen verdient? Das spielte jetzt keine Rolle mehr. Das tat es nie. Sie sagte schon immer dass sie sich mit dem Tode egal in welcher Form er sie ereilen mag abgefunden hatte. Schon als sie sich das erste mal dazu entschloss eine Waffe zu erheben hatte sie es. Eigentlich hatte sie bereits abgeschlossen als sie damals ihr Auge verloren hatte. Nun war es tatsächlich an der Zeit. Das Feuer um sie brannte unaufhaltsam seinen Weg zu ihr hoch. Sie biss die Zähne zusammen. Wenigstens diese Genugtuung würde sie ihnen nicht gönnen sie schreien zu hören. Das hatte noch nie jemand. Aus der Menge hallten Rufe die sie zwar wahrgenommen hatte, doch drangen sie nicht in ihren Kopf. Der Krüppel soll brennen! Das Leben zieht angeblich an einem vorbei wenn es sich dem Ende neigt. Das was sie sah war etwas ganz anderes. Die enttäuschten Gesichter ihrer Schwestern wenn sie erfahren würden, dass Zera nie wieder zurückkommen wird geisterten vor ihrem inneren Auge. Die Haut platzte auf während das Fleisch begann zu verkohlen. Das Fleisch nährte sich an ihr, liess sie sich winden vor unerträglichen Schmerzen während die Luft von dem abartigen Gestank verbrannter Haare erfüllt wurde. Die letzten Sekunden ihres Lebens fühlte sie sich jedoch das erste mal frei. Die Narben der Sklaverei hatten von ihrem Körper gelassen.
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Xinthra
Unruhe in der Festung Sturmwind. Zera wurde seit einigen Tagen vermisst, keine Spur, nichts was darauf hindeutete, dass ihr etwas zugestoßen sein könnte. Die Schwestern sandten ihre Jäger aus, und sogar die Ongemae Dux machte sich auf, nach Spuren des Verbleibs von Zera zu suchen. Bereits das zweite Mal kehrten sie erschöpft wieder zurück, erschöpft und erfolglos. Diese bohrende Ungewissheit bedrückte alle, und dennoch würden sie am nächsten Morgen wieder aufbrechen und suchen.