Ein Brief an Saahir Ifrey

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Nasira Masari

Ein Brief an Saahir Ifrey

Beitrag von Nasira Masari »

Nur langsam mochte man aus der Ferne der Wüste einen Punkt ausmachen, der sich der Stadt nähern mochte. Aus dem Punkt wurde eine Figur, aus der Figur eine Person. Schnell war der Schritt des Reittieres, welches schnaubend über die Sanddünen preschte; weder Müdigkeit noch Anstrengung konnten den jungen Mann dazu bewegen, die letzten Meter in ruhigem Schritt zu überwinden.

Wichtige Neuigkeiten waren zu überreichen. Neuigkeiten, die nicht von Interesse für die Stadt waren oder für dessen Erhabenen. Und doch war der Inhalt für bestimmte Personen sicher von großer Bedeutung....

Einer der Briefe ging an den jungen Janitschar Saahir, aus dem Hause der Ifrey:

Salam an dich, junger Krieger!

Schon immer verabscheute ich die geschriebenen Worte, doch gehört selbst der Papierkram zu den Aufgaben, die man als Soldat zu erledigen hat. Da ich in meinem Alter jene Reise nicht mehr selbst aufnehmen kann und ich die Stadt seit meinem Dienstende auch lieber meide, findet sich nun jener Schrieb in deine Hände.

Junger Soldat; viel habe ich nachgedacht seitdem du hier warst. Deine Worte veranlassten mich dazu, gewisse Vorbereitungen zu treffen, gewisse Informationen einzuholen. Viel erfuhr ich über dich und dein Leben. Junger Janitschar, mein Wunsch sei es, dass du meine letzte der Töchter, meinen kleinen Wüstensturm Nasira, in deinem Hause aufnimmst. Mit demselben Brief an dich mag auch je ein Schreiben an die Oberhäupter beider Familien eintreffen. Alle Formalitäten sollten somit erst einmal erledigt sein.

Ich bin mir sicher, du wirst mich nicht enttäuschen und gut für meinen Sturm sorgen. Ihr Beide seid füreinander bestimmt, von Eluive füreinander ausgewählt worden. Und ein Mensch darf nicht trennen, was von ihr bestimmt!

Schenke sie dir das Vertrauen, das ich auch in dich habe und gebe dir die Kraft für deinen weiteren Weg, junger Janitschar!


Faarooq Masari,
ehemals dem Erhabenen dienend als treuer Kämpfer und Sekban.
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