Varuna - Lebst du noch?
-
Darna von Hohenfels
Varuna - Lebst du noch?
Es war leicht, etwas zu unterstellen, was einem nur als zufälliger oder flüchtiger Eindruck erschien, ohne daß man es näher überprüfte. Aber... was ihr als flüchtiger Eindruck erschienen war, stellte sich bei näherer Betrachtung nur umso gravierender heraus.
"Ich weiß ja nicht, wie es genauer im Umland aussieht, aber ist dir mal aufgefallen, wie sehr die 'einfache Bevölkerung' in der Stadt ausgedünnt ist?", fragte sie ein paar Tage später die Gelegenheit nutzend Adrian, als sie sich in der Bibliothek ihres Anwesens bei einem Tee unterhielten.
"Du meinst in Varuna?"
Sie nickte: "Wo früher einfache Läden waren, sind die Häuser umgebaut - und bergen Stadtangestellte oder Gardeangehörige in ihren Mauern."
"Ja, das ist mir nicht unbekannt - aber kann man es den Menschen verdenken?"
Nein, konnte man nicht, da lag das Problem... sie hatte selber länger über die Gründe nachgegrübelt, aber auch darüber, wie die Entwicklung vielleicht umzukehren wäre.
"Weißt du, wann der letzte große Markt stattfand?" Sie sah ihn besorgt an, die Frage mehr rethorisch. Markt konnte in Varuna jeden Sonntag sein, das war der übliche Termin, aber irgendwie... stand kaum mehr etwas dahinter. Die Regelmäßigkeit war zur langweiligen Routine geworden, die sich selber aushöhlte und starb wie ein von innen verfaulender Baum.
"Ich selbst war schon lange nicht mehr auf einem, um dies zu prüfen...", erwiderte Adrian nachdenklich - und rührte ein weiteres Problemfeld an, das ihr im Kopf herumspukte. Er schien kaum mehr aus dem Schloß herauszukommen.
"Goldener Käfig", ging es ihr durch den Sinn. "Was passiert denn auch, wenn er raus will? Kaum einschätzbare Gefahr, und alles kriegt die blanke Panik. Aber es muß doch einen Mittelweg geben, kopflos in vorderster Frontreihe auf den Feind zuzustürmen oder gar nicht mehr aus dem Schloß rauszukommen! Die Bevölkerung deiner Grafschaft droht noch zu vergessen, wie du aussiehst, herrje! Es sei denn, sie kamen mal zu einem Gerichtstermin."
Sie grollte innerlich, denn damit einher ging auch eine andere Sorge, über die sie weniger konkret nachzudenken wagte: Wie sehr ihr Umfeld es plötzlich massiert auf sie abgesehen hatte, seit sie Paladin geworden war, hatte sie zu spüren bekommen - ließ sich das noch steigern, wenn es tatsächlich dazu käme, daß sie sich an Adrian band? Sie hatte herzlich wenig Lust, ihrem Dienst an der Göttin nicht einmal mehr nachkommen zu können, weil sie abgeschirmt hinter Mauern zu sitzen hatte. Lieber...
Sie brach die Grübelei darüber ab.
"Höchstwahrscheinlich würde es mich nicht einmal wundern, wenn man weniger aus Glauben denn mehr aus Sicherheitsgefühl lieber Rahal sucht. Womit sie erreicht hätten..."
"...was sie wollten. Schön, daß dir das auch gewahr wird", dachte sie und senkte den Kopf, nicht in der Lage und willens, ihm zu widersprechen. Hatte Adrian den Pinsel mit schwarzer Farbe aber erstmal in die Hand bekommen, ließ er ihn auch nicht so schnell wieder los: "Bajard gab seine Neutralität ja auch auf und sucht den militärischen Schulterschluss mit Rahal."
Ja, der Vorwurf verdichtete sich immer mehr, doch versuchte sie sein Augenmerk wieder auf seine eigene Stadt zu lenken: "Was Kryndlagor nicht verbrannt hat, starb bei der Pest oder sah spätestens danach wohl zu, aus der Stadt zu kommen - aber die Grafschaft braucht einfache Menschen, Siedler, Stadtbürger, allein von Adel und Militär lebt es sich nicht."
"Und selbst die Garde scheint Nachwuchsprobleme zu haben" - aber das sagte sie noch nicht.
Adrian nickte bedächtig. "Aber wie mag es klingen, wenn ich von Sicherheit und Obhut spreche - ich glaube ja selbst nicht einmal wirklich daran. Ich konnte sie nie beschützen, wie es doch meine Pflicht ist."
"Dann lass es", warf sie ernst ein, "Ich würde es dir ja selber nicht glauben."
"Wie lang dauert es wohl noch, bis man mir auf den Kopf zusagt, ein schlechter Regent zu sein der doch besser zurücktrete."
Oh wie sie solche Worte von ihm hasste! "Du hast sie beschützt", widersprach sie energisch, "So gut, wie Menschen sich vor umgreifenden Katastrophen eben retten lassen. Ich möchte nicht wissen, was die Pest bei einem Herrscher angerichtet hätte, dem es erstmal egal gewesen wäre, ob im Armenviertel Leute sterben?"
"Malen wir uns dies lieber nicht aus. Doch wer stellt sich die Frage, wenn man die Toten sieht, ob ich etwas hiergegen geleistet hätte - es kann nur den Eindruck erwecken, es sei gleich."
Damit hatte er trotz allem Negativen den Ball dorthin gespielt, wo sie ihn brauchte: Sie konnte Vorschläge anbringen, nun nachdem er das Problem selber in Worte gekleidet hatte.
"Du musst das leben, was du in den Stunden der Not predigst: Durchhalten und weitermachen - es lässt sich nicht verhindern, daß Menschen sterben, das Böse lenkt seine Aufmerksamkeit immer wieder auf Varuna... doch es gibt lebenswerte Dinge, die ein Rahal niemals bieten wird.
Was soll an einer Stadt schon reizen, die mit geducktem Kopf einzig auf den nächsten Schlag wartet? Hinter den Mauern muß das Leben weitergehen, mehr noch: Lebendiger als zuvor am besten."
Sie fing an, scheinbar von einem Traum zu reden, und sah man sich die Fakten an, war es auch einer.
"Du weisst, ich würde dies nie nach aussen hin aufzeigen, aber im Grunde.. ist es denn anders?"
Mit wenigem hätte er sie mehr schockieren können, auch wenn sie etwas dergleichen befürchtet hatte. Er hatte also schon aufgegeben. Sie holte tief Luft.
"Es ist kein Wunder, daß es so ist, wenn du im Hinterkopf doch selber so denkst", begann sie leicht verärgert. "Glaubst du, ich fragte mich nicht, warum ich die schwarze Kleidung überhaupt wieder ausgezogen hatte, bevor ich sie Andreys wegen wieder anlegte? Soll ich sie jetzt anbehalten, der nächste Verlust kommt ja bestimmt?"
"Was erwartest du? Daß ich ich durch die Straßen hüpfe, Blumen werfe und rufe das Leben ist schön?" - seine Stimme hatte ihren zynischen Klang zurückgewonnen. "Wenigstens auch eine Form von Kraft", wie sie gedanklich kommentierte und selber verbal sich ihm anpasste:
"Das Hüpfen und Blumen werfen darfst du Kindern überlassen, nachdem du sie erfolgreich vom letzten überzeugt hast", konterte sie grimmig.
"Vielleicht sollte ich bei Antares anfangen...", meinte er nachdenklicher.
Einen Moment beobachtet sie ihn, abwartend, was ihre Worte auslösten. Und das Ergebnis gefiel ihr nicht. Mit eher ärgerlicher Miene vergrub er sich wieder hinter der Teetasse.
"So leicht kommst du mir nicht davon." Sie nahm ihn erneut unter Feuer, nur diesmal mit sanfterer Stimme: "Der nächste Winter steht der Stadt bevor, dagegen wirst du genauso wenig machen können wie gegen Pest oder sonst etwas. Was wird er bringen? Decken verteilen und bibbernd still auf den nächsten Frühling hoffen, während die Worte schal werden, die von 'irgendwann besser' reden?
Oder schaffst du es noch, dich auf Schnee zu freuen und der Jahreszeit tatsächlich was Gutes abzugewinnen?"
Schneebälle - sie mochte sie nicht, es untergrub doch impertinent jegliche Authorität, diese Dinger zu werfen oder selber abzubekommen... aber sich mit dieser wohl harmlosesten aller Waffen vor Spaß juchzend herumzubalgen, das... entlockte ihr doch jedesmal wieder ein Lächeln.
Der Graf des gebeutelten Hohenfels wog skeptisch den Kopf: "Wenn der Schnee es sein wird, durch den ich erfrierdende Bevölkerung in Sicherheit bringen muss, dann werde ich mich kaum erfreuen... Ich sollte wohl die Wachen an der Grenze mehren, bevor Rahal sich überraschend revanchiert."
Sie presste die Lippen zusammen. Er weigerte sich wirklich hartnäckig, zur Abwechslung mal wieder in zivilen Verhältnissen zu denken.
"Wenn du nichts tust, tu ich was!", stieß sie verärgert hervor, "Und dann deck dich im Schloß ruhig weiter mit alten Trauerflaggen zu!"
"An was denkst du denn bitte?"
"Aufleben!" - sie verschüttete den restlichen Tee fast mit einer unterstreichenden aufbegehrenden Geste.
"Wie wäre es zur Abwechslung mal mit bunten Wimpeln, statt mit Trauerflor? Wann war der letzte Markt? Wann wurde im Theater das letzte Mal gesungen oder ein spaßiges Gedicht zitiert?"
"Ich verstehe ja worauf du hinauswillst...", wandte er ein, doch sie kam gerade in Fahrt:
"Wann wurde die Bardenbühne auf dem Markt das letzte Mal benutzt, wann war die letzte offene Audienz für's Volk, wann hat Herr Weinschenk die letzte Runde Bier geschmissen?"
"Aber man kann Fröhlichkeit nicht befehlen."
"Himmelgöttergesäß und Zwirn nochmal!", fluchte sie und schnaubte, "Nein, aber man kann sie anregen! Die Ritter grübeln, wie sie die Grenzen sichern - wann haben sie sich zum letzten Mal aus Spaß und um der Ehre willen geschlagen?
Hat Rahal uns besiegt, indem es uns den Lebenswillen geraubt hat und nur noch auf den..."
"Um dann...", sprach Adrian dazwischen, schüttelte den Kopf und schluckt sichtlich eine Bemerkung hinunter.
"...Gnadenstoß zu lauern braucht?", vollendete sie und funkelte ihn an. Sie dachten beide das Gleiche, aber begegnetem dem Gedanken unterschiedlich. "Kämpfe, verflucht nochmal! Und für diesen Kampf gibt es kein Schwert, zu dem du greifen kannst! Lebe!"
Sie funkelte ihn an und er blickte zu ihr auf, in den Augen noch immer etwas Stumpfes.
"Um dann was?", griff sie seinen begonnen Einwand auf, "Damit dann einer vielleicht verletzt im Zelt liegt, während Rahal angreift? Aber weißt du was? Sie stehen dann drei anderen gegenüber, die ihnen trainiert und mit frischem Mut in den Weg springen, und nicht mit einem fatalistischen 'Na endlich!', weil sie drei Monate auf dem Hintern sitzend auf sie gewartet haben!"
Sie atmete durch und fügte ruhiger an: "Auch ständig wachsam sein erschöpft, Adrian. Gönn deinem Volk Erholung, sie können nicht mehr."
Es war ihm deutlich anzusehen, wie es in ihm zwischen abnickendem Einsehen und schwarzsehendem Trotz kämpfte.
"Wer trägt hier Schwarz - du oder ich?", brummte sie, "Ich werde es ablegen können - du auch?"
Damit stand sie auf und ließ ihn eine Weile alleine in der Bibliothek schmoren. "Hoffentlich habe ich es nicht übertrieben", dachte sie besorgt, als er etwas später verschlossen wirkend und knapp angebunden ging.
"Ich weiß ja nicht, wie es genauer im Umland aussieht, aber ist dir mal aufgefallen, wie sehr die 'einfache Bevölkerung' in der Stadt ausgedünnt ist?", fragte sie ein paar Tage später die Gelegenheit nutzend Adrian, als sie sich in der Bibliothek ihres Anwesens bei einem Tee unterhielten.
"Du meinst in Varuna?"
Sie nickte: "Wo früher einfache Läden waren, sind die Häuser umgebaut - und bergen Stadtangestellte oder Gardeangehörige in ihren Mauern."
"Ja, das ist mir nicht unbekannt - aber kann man es den Menschen verdenken?"
Nein, konnte man nicht, da lag das Problem... sie hatte selber länger über die Gründe nachgegrübelt, aber auch darüber, wie die Entwicklung vielleicht umzukehren wäre.
"Weißt du, wann der letzte große Markt stattfand?" Sie sah ihn besorgt an, die Frage mehr rethorisch. Markt konnte in Varuna jeden Sonntag sein, das war der übliche Termin, aber irgendwie... stand kaum mehr etwas dahinter. Die Regelmäßigkeit war zur langweiligen Routine geworden, die sich selber aushöhlte und starb wie ein von innen verfaulender Baum.
"Ich selbst war schon lange nicht mehr auf einem, um dies zu prüfen...", erwiderte Adrian nachdenklich - und rührte ein weiteres Problemfeld an, das ihr im Kopf herumspukte. Er schien kaum mehr aus dem Schloß herauszukommen.
"Goldener Käfig", ging es ihr durch den Sinn. "Was passiert denn auch, wenn er raus will? Kaum einschätzbare Gefahr, und alles kriegt die blanke Panik. Aber es muß doch einen Mittelweg geben, kopflos in vorderster Frontreihe auf den Feind zuzustürmen oder gar nicht mehr aus dem Schloß rauszukommen! Die Bevölkerung deiner Grafschaft droht noch zu vergessen, wie du aussiehst, herrje! Es sei denn, sie kamen mal zu einem Gerichtstermin."
Sie grollte innerlich, denn damit einher ging auch eine andere Sorge, über die sie weniger konkret nachzudenken wagte: Wie sehr ihr Umfeld es plötzlich massiert auf sie abgesehen hatte, seit sie Paladin geworden war, hatte sie zu spüren bekommen - ließ sich das noch steigern, wenn es tatsächlich dazu käme, daß sie sich an Adrian band? Sie hatte herzlich wenig Lust, ihrem Dienst an der Göttin nicht einmal mehr nachkommen zu können, weil sie abgeschirmt hinter Mauern zu sitzen hatte. Lieber...
Sie brach die Grübelei darüber ab.
"Höchstwahrscheinlich würde es mich nicht einmal wundern, wenn man weniger aus Glauben denn mehr aus Sicherheitsgefühl lieber Rahal sucht. Womit sie erreicht hätten..."
"...was sie wollten. Schön, daß dir das auch gewahr wird", dachte sie und senkte den Kopf, nicht in der Lage und willens, ihm zu widersprechen. Hatte Adrian den Pinsel mit schwarzer Farbe aber erstmal in die Hand bekommen, ließ er ihn auch nicht so schnell wieder los: "Bajard gab seine Neutralität ja auch auf und sucht den militärischen Schulterschluss mit Rahal."
Ja, der Vorwurf verdichtete sich immer mehr, doch versuchte sie sein Augenmerk wieder auf seine eigene Stadt zu lenken: "Was Kryndlagor nicht verbrannt hat, starb bei der Pest oder sah spätestens danach wohl zu, aus der Stadt zu kommen - aber die Grafschaft braucht einfache Menschen, Siedler, Stadtbürger, allein von Adel und Militär lebt es sich nicht."
"Und selbst die Garde scheint Nachwuchsprobleme zu haben" - aber das sagte sie noch nicht.
Adrian nickte bedächtig. "Aber wie mag es klingen, wenn ich von Sicherheit und Obhut spreche - ich glaube ja selbst nicht einmal wirklich daran. Ich konnte sie nie beschützen, wie es doch meine Pflicht ist."
"Dann lass es", warf sie ernst ein, "Ich würde es dir ja selber nicht glauben."
"Wie lang dauert es wohl noch, bis man mir auf den Kopf zusagt, ein schlechter Regent zu sein der doch besser zurücktrete."
Oh wie sie solche Worte von ihm hasste! "Du hast sie beschützt", widersprach sie energisch, "So gut, wie Menschen sich vor umgreifenden Katastrophen eben retten lassen. Ich möchte nicht wissen, was die Pest bei einem Herrscher angerichtet hätte, dem es erstmal egal gewesen wäre, ob im Armenviertel Leute sterben?"
"Malen wir uns dies lieber nicht aus. Doch wer stellt sich die Frage, wenn man die Toten sieht, ob ich etwas hiergegen geleistet hätte - es kann nur den Eindruck erwecken, es sei gleich."
Damit hatte er trotz allem Negativen den Ball dorthin gespielt, wo sie ihn brauchte: Sie konnte Vorschläge anbringen, nun nachdem er das Problem selber in Worte gekleidet hatte.
"Du musst das leben, was du in den Stunden der Not predigst: Durchhalten und weitermachen - es lässt sich nicht verhindern, daß Menschen sterben, das Böse lenkt seine Aufmerksamkeit immer wieder auf Varuna... doch es gibt lebenswerte Dinge, die ein Rahal niemals bieten wird.
Was soll an einer Stadt schon reizen, die mit geducktem Kopf einzig auf den nächsten Schlag wartet? Hinter den Mauern muß das Leben weitergehen, mehr noch: Lebendiger als zuvor am besten."
Sie fing an, scheinbar von einem Traum zu reden, und sah man sich die Fakten an, war es auch einer.
"Du weisst, ich würde dies nie nach aussen hin aufzeigen, aber im Grunde.. ist es denn anders?"
Mit wenigem hätte er sie mehr schockieren können, auch wenn sie etwas dergleichen befürchtet hatte. Er hatte also schon aufgegeben. Sie holte tief Luft.
"Es ist kein Wunder, daß es so ist, wenn du im Hinterkopf doch selber so denkst", begann sie leicht verärgert. "Glaubst du, ich fragte mich nicht, warum ich die schwarze Kleidung überhaupt wieder ausgezogen hatte, bevor ich sie Andreys wegen wieder anlegte? Soll ich sie jetzt anbehalten, der nächste Verlust kommt ja bestimmt?"
"Was erwartest du? Daß ich ich durch die Straßen hüpfe, Blumen werfe und rufe das Leben ist schön?" - seine Stimme hatte ihren zynischen Klang zurückgewonnen. "Wenigstens auch eine Form von Kraft", wie sie gedanklich kommentierte und selber verbal sich ihm anpasste:
"Das Hüpfen und Blumen werfen darfst du Kindern überlassen, nachdem du sie erfolgreich vom letzten überzeugt hast", konterte sie grimmig.
"Vielleicht sollte ich bei Antares anfangen...", meinte er nachdenklicher.
Einen Moment beobachtet sie ihn, abwartend, was ihre Worte auslösten. Und das Ergebnis gefiel ihr nicht. Mit eher ärgerlicher Miene vergrub er sich wieder hinter der Teetasse.
"So leicht kommst du mir nicht davon." Sie nahm ihn erneut unter Feuer, nur diesmal mit sanfterer Stimme: "Der nächste Winter steht der Stadt bevor, dagegen wirst du genauso wenig machen können wie gegen Pest oder sonst etwas. Was wird er bringen? Decken verteilen und bibbernd still auf den nächsten Frühling hoffen, während die Worte schal werden, die von 'irgendwann besser' reden?
Oder schaffst du es noch, dich auf Schnee zu freuen und der Jahreszeit tatsächlich was Gutes abzugewinnen?"
Schneebälle - sie mochte sie nicht, es untergrub doch impertinent jegliche Authorität, diese Dinger zu werfen oder selber abzubekommen... aber sich mit dieser wohl harmlosesten aller Waffen vor Spaß juchzend herumzubalgen, das... entlockte ihr doch jedesmal wieder ein Lächeln.
Der Graf des gebeutelten Hohenfels wog skeptisch den Kopf: "Wenn der Schnee es sein wird, durch den ich erfrierdende Bevölkerung in Sicherheit bringen muss, dann werde ich mich kaum erfreuen... Ich sollte wohl die Wachen an der Grenze mehren, bevor Rahal sich überraschend revanchiert."
Sie presste die Lippen zusammen. Er weigerte sich wirklich hartnäckig, zur Abwechslung mal wieder in zivilen Verhältnissen zu denken.
"Wenn du nichts tust, tu ich was!", stieß sie verärgert hervor, "Und dann deck dich im Schloß ruhig weiter mit alten Trauerflaggen zu!"
"An was denkst du denn bitte?"
"Aufleben!" - sie verschüttete den restlichen Tee fast mit einer unterstreichenden aufbegehrenden Geste.
"Wie wäre es zur Abwechslung mal mit bunten Wimpeln, statt mit Trauerflor? Wann war der letzte Markt? Wann wurde im Theater das letzte Mal gesungen oder ein spaßiges Gedicht zitiert?"
"Ich verstehe ja worauf du hinauswillst...", wandte er ein, doch sie kam gerade in Fahrt:
"Wann wurde die Bardenbühne auf dem Markt das letzte Mal benutzt, wann war die letzte offene Audienz für's Volk, wann hat Herr Weinschenk die letzte Runde Bier geschmissen?"
"Aber man kann Fröhlichkeit nicht befehlen."
"Himmelgöttergesäß und Zwirn nochmal!", fluchte sie und schnaubte, "Nein, aber man kann sie anregen! Die Ritter grübeln, wie sie die Grenzen sichern - wann haben sie sich zum letzten Mal aus Spaß und um der Ehre willen geschlagen?
Hat Rahal uns besiegt, indem es uns den Lebenswillen geraubt hat und nur noch auf den..."
"Um dann...", sprach Adrian dazwischen, schüttelte den Kopf und schluckt sichtlich eine Bemerkung hinunter.
"...Gnadenstoß zu lauern braucht?", vollendete sie und funkelte ihn an. Sie dachten beide das Gleiche, aber begegnetem dem Gedanken unterschiedlich. "Kämpfe, verflucht nochmal! Und für diesen Kampf gibt es kein Schwert, zu dem du greifen kannst! Lebe!"
Sie funkelte ihn an und er blickte zu ihr auf, in den Augen noch immer etwas Stumpfes.
"Um dann was?", griff sie seinen begonnen Einwand auf, "Damit dann einer vielleicht verletzt im Zelt liegt, während Rahal angreift? Aber weißt du was? Sie stehen dann drei anderen gegenüber, die ihnen trainiert und mit frischem Mut in den Weg springen, und nicht mit einem fatalistischen 'Na endlich!', weil sie drei Monate auf dem Hintern sitzend auf sie gewartet haben!"
Sie atmete durch und fügte ruhiger an: "Auch ständig wachsam sein erschöpft, Adrian. Gönn deinem Volk Erholung, sie können nicht mehr."
Es war ihm deutlich anzusehen, wie es in ihm zwischen abnickendem Einsehen und schwarzsehendem Trotz kämpfte.
"Wer trägt hier Schwarz - du oder ich?", brummte sie, "Ich werde es ablegen können - du auch?"
Damit stand sie auf und ließ ihn eine Weile alleine in der Bibliothek schmoren. "Hoffentlich habe ich es nicht übertrieben", dachte sie besorgt, als er etwas später verschlossen wirkend und knapp angebunden ging.
Zuletzt geändert von Darna von Hohenfels am Dienstag 4. Dezember 2007, 16:02, insgesamt 3-mal geändert.
-
Darna von Hohenfels
"Wenn du nichts tust, tu ich was!", hallte es ihr im Kopf nach - es sollte auch keine leere "Drohung" bleiben, doch dann waren vorher Dinge abzuklären.
So gelangte ein Schreiben zum Rathaus, allgemein an "den Rat" adressiert, ordentlich gefaltet, mit einem blau-weiß-roten Band umschlungen und dem Elbenauer Hirschwappen im Siegelwachs.
"Die Streitbare und der guten Götter Wohlwollen mit der Stadt Varuna und ihrem ehrwürdigen Rat!
Es fällt leicht, die zurückliegenden schweren Tage aufzuzählen, die unser geliebtes Varuna mit Krieg, Heerscharen geschuppter Wesen und unsichtbaren Gegner wie Gift und Krankheit gebeutelt haben. Ich will sie nicht näher erneut aufrollen und wach werden lassen, doch bekümmert es mich, eine Stadt zu erleben, die für den einfachen Bürger keinen Anreiz mehr darzustellen scheint - und wie sollte man es ihm auch verdenken.
Doch das Leben geht weiter, dies muß die Botschaft nach Zeiten der Not sein, und dies lebendiger und bunter als je zuvor, denn ist man sonst nicht als Verbliebener tot am Körper, so wäre man es im Herzen. Und auch dann hat der Feind gesiegt.
Varuna sollte und hat Dinge zu bieten, die ein Bajard oder gar Rahal niemals schenken können werden: Unbeschwertes Kinderlachen, geschäftiges Treiben, Fürsorge der Stadtoberen, ein lichtes lebendiges Wesen, wie es nur eine große Stadt des Reiches Alumenas unter der Schirmherrschaft der guten Götter gewähren kann.
Davon darf man aber nicht nur träumen, davon sollte man nicht nur reden, dafür muß man auch was tun. Die Menschen Varunas und der Grafschaft hatten oft und lange genug den Trauerflor dichter vor Augen als einfache bunte Flaggen und Wimpel. Die kalte Jahreszeit steht ins Haus, und ich möchte nicht nur gewährleistet sehen, daß die Menschen gerade mal mit einer gespendeten warmen Decke auf ein verregnetes Frühjahr hoffen.
Ich möchte den Stadtrat darum bitten, aus Engagement meiner Person und mithilfe der mir zu Diensten stehenden Personen Leben nach Varuna zu bringen. Und ich denke, als erstes muß dem Auge präsentiert sein, daß sich etwas ändern soll.
Angesichts kahl gewordener Bäume möchte ich von Holzarbeitern grünes Nadelgewächs in die Stadt holen und aufstellen lassen, bei Schneidern und Glasern bunte Wimpel und gefärbte Laternen organisieren und Varuna nicht nur im predigenden Wort, sondern auch einem sehenden Auge das erfreuende Licht des Guten wiedergeben.
Damit auch die Herzen wieder zu sehen lernen, die verschlossen sind.
Ich bitte den Rat um freundliche Genehmigung und Unterstützung belebender Projekte im eigenen Ermessen.
Mit respektvoller Hochachtung und Dank,
Darna Freiherrin von Elbenau
Paladin in Diensten der Herrin Temora"
Dem offiziellen Brief ist ein zweites Pergament hinzugefügt, mit farbigen Tinten reich verziert, die die Götter des lichten Pantheons in segnenden Gesten darstellen, über einer unten am Rand des Papiers befindlichen Stadtansicht Varunas.
Darauf in verschnörkelter Schrift folgende Zeilen:

Feiger Gedanken
bängliches Schwanken,
weibisches Zagen,
ängstliches Klagen
wendet kein Elend,
macht dich nicht frei.
Allen Gewalten
zum Trutz sich erhalten,
nimmer sich beugen,
kräftig sich zeigen,
rufet die Arme
der Götter herbei.
- Aeriniel na Tarma -
(#: Johann Wolfgang von Goethe)
So gelangte ein Schreiben zum Rathaus, allgemein an "den Rat" adressiert, ordentlich gefaltet, mit einem blau-weiß-roten Band umschlungen und dem Elbenauer Hirschwappen im Siegelwachs.
"Die Streitbare und der guten Götter Wohlwollen mit der Stadt Varuna und ihrem ehrwürdigen Rat!
Es fällt leicht, die zurückliegenden schweren Tage aufzuzählen, die unser geliebtes Varuna mit Krieg, Heerscharen geschuppter Wesen und unsichtbaren Gegner wie Gift und Krankheit gebeutelt haben. Ich will sie nicht näher erneut aufrollen und wach werden lassen, doch bekümmert es mich, eine Stadt zu erleben, die für den einfachen Bürger keinen Anreiz mehr darzustellen scheint - und wie sollte man es ihm auch verdenken.
Doch das Leben geht weiter, dies muß die Botschaft nach Zeiten der Not sein, und dies lebendiger und bunter als je zuvor, denn ist man sonst nicht als Verbliebener tot am Körper, so wäre man es im Herzen. Und auch dann hat der Feind gesiegt.
Varuna sollte und hat Dinge zu bieten, die ein Bajard oder gar Rahal niemals schenken können werden: Unbeschwertes Kinderlachen, geschäftiges Treiben, Fürsorge der Stadtoberen, ein lichtes lebendiges Wesen, wie es nur eine große Stadt des Reiches Alumenas unter der Schirmherrschaft der guten Götter gewähren kann.
Davon darf man aber nicht nur träumen, davon sollte man nicht nur reden, dafür muß man auch was tun. Die Menschen Varunas und der Grafschaft hatten oft und lange genug den Trauerflor dichter vor Augen als einfache bunte Flaggen und Wimpel. Die kalte Jahreszeit steht ins Haus, und ich möchte nicht nur gewährleistet sehen, daß die Menschen gerade mal mit einer gespendeten warmen Decke auf ein verregnetes Frühjahr hoffen.
Ich möchte den Stadtrat darum bitten, aus Engagement meiner Person und mithilfe der mir zu Diensten stehenden Personen Leben nach Varuna zu bringen. Und ich denke, als erstes muß dem Auge präsentiert sein, daß sich etwas ändern soll.
Angesichts kahl gewordener Bäume möchte ich von Holzarbeitern grünes Nadelgewächs in die Stadt holen und aufstellen lassen, bei Schneidern und Glasern bunte Wimpel und gefärbte Laternen organisieren und Varuna nicht nur im predigenden Wort, sondern auch einem sehenden Auge das erfreuende Licht des Guten wiedergeben.
Damit auch die Herzen wieder zu sehen lernen, die verschlossen sind.
Ich bitte den Rat um freundliche Genehmigung und Unterstützung belebender Projekte im eigenen Ermessen.
Mit respektvoller Hochachtung und Dank,
Darna Freiherrin von Elbenau
Paladin in Diensten der Herrin Temora"
Dem offiziellen Brief ist ein zweites Pergament hinzugefügt, mit farbigen Tinten reich verziert, die die Götter des lichten Pantheons in segnenden Gesten darstellen, über einer unten am Rand des Papiers befindlichen Stadtansicht Varunas.
Darauf in verschnörkelter Schrift folgende Zeilen:
Feiger Gedanken
bängliches Schwanken,
weibisches Zagen,
ängstliches Klagen
wendet kein Elend,
macht dich nicht frei.
Allen Gewalten
zum Trutz sich erhalten,
nimmer sich beugen,
kräftig sich zeigen,
rufet die Arme
der Götter herbei.
- Aeriniel na Tarma -
(#: Johann Wolfgang von Goethe)
-
Darna von Hohenfels
Sie atmete tief durch. In Schwertbergen - der Grafschaft, in der Elbenau lag - kannte die Geschichte jedes Kind, doch hier hatte sie keine Aufzeichnungen darüber gefunden. In der Heimat wurde der Mann namens Kjal teils wie ein Lokalheiliger behandelt, andere sprachen generell von einem Wunder, das dem alten Mann widerfahren sei, andere... hielten es für ein Märchen und beteiligten sich trotzdem an dem netten Brauch.
Sie schmunzelte schief und schaute auf das Papier.
Nun hatte sie die letzten drei Stunden damit zugbracht, die
-> [url=http://www.alathair.de/forum/viewtopic.php?t=27423]Geschichte[/url]
so getreu und lebendig erzählt wie möglich neu aufzuschreiben. Hoffentlich hatte sie nichts Wichtiges vergessen oder Ungebührliches dazuerfunden... aber nein, den Namen hatte sie noch sehr gut in Erinnerung, und die Sache mit dem Holzstern...
Frau de Velgy hatte eine Abschrift haben wollen, und sie fragte sich, wie man sie noch weiter verbreiten konnte. Unaufdringlich. Vielleicht gefiel es ja jemandem, und es wären nicht nur Kleinigkeiten aus den Spendenkisten bei Kirche und Kloster und aus dem eigenen Besitz des Anwesens, die anderen hoffentlich eine Freude machen würden.
Aber... Abschriften. Da war einer der Haken.
"Herr Mondiiiiin?"
Sie schmunzelte schief und schaute auf das Papier.
Nun hatte sie die letzten drei Stunden damit zugbracht, die
-> [url=http://www.alathair.de/forum/viewtopic.php?t=27423]Geschichte[/url]
so getreu und lebendig erzählt wie möglich neu aufzuschreiben. Hoffentlich hatte sie nichts Wichtiges vergessen oder Ungebührliches dazuerfunden... aber nein, den Namen hatte sie noch sehr gut in Erinnerung, und die Sache mit dem Holzstern...
Frau de Velgy hatte eine Abschrift haben wollen, und sie fragte sich, wie man sie noch weiter verbreiten konnte. Unaufdringlich. Vielleicht gefiel es ja jemandem, und es wären nicht nur Kleinigkeiten aus den Spendenkisten bei Kirche und Kloster und aus dem eigenen Besitz des Anwesens, die anderen hoffentlich eine Freude machen würden.
Aber... Abschriften. Da war einer der Haken.
"Herr Mondiiiiin?"
Zuletzt geändert von Darna von Hohenfels am Mittwoch 5. Dezember 2007, 21:40, insgesamt 1-mal geändert.
- Shaya Nyrloth
- Beiträge: 176
- Registriert: Freitag 29. September 2006, 06:30
Eine Skizze als Vorlage für ein riesiges Glasmosaikfenster, mit Farbe angedeutet. Ja natürlich, wenn es weiter nichts war. Das war ja nicht viel Arbeit, eine Kleinigkeit, im Handumdrehen erledigt, zwischen dem Frühstück und dem Mittagessen, dem Kehren und Schrubben, dem Aussortieren und Einsortieren, den Spendennachfragen und Besorgungen. Kein Problem...eine Skizze in Farbe... ruckzuck erledigt. Immerhin hatte sie ja noch...
Sie schaute aus dem Fenster, die Tageszeit abschätzend, dann raufte sie sich die Haare und brummte vor sich hin.
...bis zum Abend Zeit.
Sie stieß leise einige Verwünschungen aus, größtenteils gegen sich selbst gerichtet. Warum war sie auch so dumm gewesen zuzusagen, bevor sie erfuhr, welche Ausmaße diese ‚Skizze’ annehmen würde. Und die Euphorie mit der ihre Hochgeboren erklärte und gestikulierte, so dass man fast fürchten müsste unbeabsichtigt eine Ohrfeige zu bekommen. Ein begeisterte Darlegung in schillernden bunten Worten, das Bild sicher schon vor Augen gehabt. Und es hatte sich das Gefühl aufgedrängt, als würden Ihr mit jedem Wort noch neue Sachen in den Sinn kommen, die keinesfalls fehlen durften. Und es kam ihr wie Stunden vor bis endlich ein Ende der Beschreibung in Sicht war. Innerlich hatte Shaya gestern zu später Stunde aufgestöhnt, inzwischen heute auch äußerlich, ohne Zurückhaltung. Übers Knie legen half bestimmt Euphorie zu bremsen. Ein langgezogenes Seufzen bei diesem Wunschdenken.
Vielleicht könnte sie eine Krankheit vortäuschen, nur ein zwei Stunden raus in die Kälte, das sollte doch etwas bringen. Allerdings wäre es dann wohl kein vortäuschen mehr, und die Aussicht ein paar Tage ins Bett gezwungen zu werden ließen sie die Gedanken wieder beiseite wischen. Es half nichts. Da musste sie nun durch. Wie viel Zeit wohl noch war? Abermals ein Blick aus dem Fenster. Erschrocken weiteten sich ihre Augen. „Es kann doch nicht schon, ich hab doch noch nicht einmal...wieso verflucht ist es schon dunk...“ Sie sprang auf und atmete erleichtert durch, als sich herausstellte, dass nur eine dicke graue Wolkenbank gemächlich das Tageslicht verschluckte. Ergeben ließ sie sich auf den Stuhl fallen, griff zur Feder und starrte das leere Stück Papier vor sich an.
In der Mitte also drei Menschen...ein Krieger, ein Priester, ein Handwerker...einander zugewandt in typischer Geste. Der Krieger schutzbereit, der Priester segnend, der Handwerker...ja was...
Sie kratzte sich mit dem Federkiel am Kopf.
...handwerkelnd.
Sie tunkte die Feder ins Tintenfass und begann voller Eifer mit dem Gedanken an Zeitdruck...also schnellem Eifer, fast panisch anmutend. Eine Braue wanderte in die Höhe als ihre ersten Striche lange Spuren hinter sich herzogen. Sie hob die Feder vom Papier und betrachtete sie eingehend auf der Suche nach dem Übeltäter, der ihr die Arbeit erschwerte. Ein kurzes Murren, dann zupfte sie missmutig ein Haar vom Federkiel, zerknüllte das Papier und widmete sich dem nächsten Versuch.
Ein Krieger sollte es werden...schutzbereit...schutzbereit...schutzbereit. Das Wort schien sich in ihren Gedanken einzunisten. Wie sieht ein schutzbereiter Krieger aus. Resigniertes Seufzen, dann das Aufkeimen einer Idee. Die Feder landete auf dem Tisch, stattdessen griff sie zu einem dünnen Stück Kohle, bewaffnete sich mit einem Brett und Papier und stapfte vor die Haustür. „Einen wunderschönen guten Morgen...Herr Orbert, Herr Greger. Ob ich die beiden Herren Gardisten wohl um einen kleinen Gefallen bitten dürfte? Könntet ihr wohl bitte einmal für mich besonders schutzbereit ähem aussehen?“
Sie sah die beiden erwartungsvoll an und erntete verstörte Blicke. „Das sieht nicht gerade so aus, als könnte ich mir vorstellen ihr würdet mich schützen können,“ murmelte sie ihnen entgegen „geht das nicht vielleicht etwas überzeugender? Bitte...ich brauche eure Hilfe um für Milady etwas ‚skizzieren’ zu können.“ Es dauerte einige Minuten bis sie die beiden überzeugt hatte sich zur Verfügung zu stellen. Hier und da gab sie einige kleine hilfreiche Anweisungen, während die Kohle über das Papier tanzte... das Schwert ziehen, das Schild etwas höher, etwas seitlicher drehen, nicht so genervt schauen, etwas ernster, nicht soooo ernst, hilfsbereit schützend und nicht vergraulend.
Sie hielt inne in ihren Bemühungen die Darbietungen aufs Papier zu bringen, als beide sich nach einem kurzen Blickaustausch jeweils in die entgegengesetzte Richtung wandten und vor ihr, gemächlichen Schrittes, flüchteten. „Aber...“ sie sah ihnen verdutzt nach, als sie nur die Worte „Rundgang, könnte länger dauern.“ zu hören bekam. „Das war nicht besonders hilfsbereit!“ empörte sie sich leise, als die beiden schon, jeder für sich, um eine andere Ecke des Hauses verschwanden. Sie warf noch einen letzten Blick auf die Zeichnung und entschied, das dies wohl genügen würde.
Ein segnender Priester...
Das Pergament wurde durch ein neues ersetzt, bevor ihr Weg sie zu den Pferden führte. Ihre Zeichenutensilien verschwanden in einer Satteltasche, dann schwang sie sich auf ihr Pferd und machte sich auf den Weg zum Kloster. Das Pferd untergebracht, wiederum bewaffnet, klopfte sie an die Klosterpforten und setzte sofort ein erfreutes Lächeln auf, als Cassian die Tore öffnete und sie einließ.
„Temora mit Euch an diesem wunderschönen, wenn auch etwas kalten, Morgen...Herr Cassian.“ überfiel sie ihn gleich gedehnter Aussprache, die keine Zweifel daran aufkommen ließ, dass sie etwas wollte. Sie gab ihm keine Zeit zu antworten sondern überflutete ihn mit einem erklärenden und bittendem Redeschwall über den Grund ihres Besuches. War sein Blick erst fragend, wurde er recht schnell irritiert, und als er schließlich sogar resigniert wirkte, wusste sie, dass sie ihn in der Tasche hatte. Und bevor er dazu kam sich bereit zu erklären ihr zu helfen, schenkte sie ihm bereits ein Lächeln mit einem ehrlichen „Danke“ abgerundet.
Zufrieden besah sie sich das Ergebnis zu Papier und ignorierte geflissentlich seinen erleichterten Blick, als sie mit ‚ihm fertig war’. Sie hielt es Cassian aber zugute, dass er sie nicht regelrecht aus dem Kloster schob, um sie loszuwerden, sondern sich freundlich, wie immer, verabschiedete und ihr der Herrin Segen mit auf den Weg gab.
Ein Handwerker beim...handwerken.
Gebückt schlich sie durch die Straßen Varunas auf der Suche nach potentiellen Opfern...potentiellen unwissenden Opfern. Jeder handwerkliche Eindruck, den sie zu Gesicht bekam fand sich zu Papier gebracht wieder. Mancherorts öffnete sie die Tür leise und nur einen Spalt weit um nicht zu stören und einen unverfälschten Blick auf die handwerklichen Tätigkeiten zu erhaschen. Anderenorts, einige Gassen weiter, schielte sie durch Fenster die keine Vorhänge trugen. Und wiederum...
Sie hielt inne und sah über die Schulter nach hinten, als sie am Kragen gepackt und hochgezogen wurde. „Temora zum Gruße, Herr Gard...“ Viel weiter kam sie nicht, denn zur Abwechslung ging ein Redeschwall auf sie nieder, den sie vehement abzuwehren und sich zu verteidigen versuchte. Alsbald war eine hitzige Diskussion entbrannt, während sie von dem Gardisten Richtung Kastell bugsiert wurde. „Sagt das Milady, es war schließlich ihre Idee und nicht meine!“
Die Diskussion fand erst ihr Ende, nachdem sie eine intensive Taschenkontrolle hinter sich gebracht und einen kurzen Blick auf die Zellen geworfen hatte, die ihr als nächstes Ziel angedroht wurden, sollte man sie noch einmal beim Herumschleichen erwischen, egal wie gut die ‚Ausrede’ sein mochte. Höflich wurde sie bis vor die Tore der Stadt geleitet und als sie sich wieder allein fand fluchte und schimpfte sie wie ein Rohrspatz auf dem Weg nach Hause. Herr Greger und Herr Orbert, die ihren Rundgang inzwischen beendet hatten, sahen sich gezwungen einen weiteren, und diesmal gemeinsam, vorzunehmen, und brachten schnellstmöglich einen guten Abstand zwischen sich und Shaya. Recht zufrieden mit ihrer bisherigen Ausbeute an Zeichnungen, die sich auf dem Küchentisch verteilt wiederfanden, ging sie das nächste Problem an.
Unten am Bildrand eine Stadtansicht von Varuna, wenn man weit genug vor dem Südtor stünde, damit über die Mauern Dächer ragen. Rechts nach hinten versetzt eine Andeutung Berchgards...
Mit einem Stoß Pergamente und einem neuen Stück Kohle stand sie vor dem Südtor und starrte auf die Mauern und Zinnen der Stadt. Schritt um Schritt ging sie rückwärts um den Abstand zu erreichen den Milady im Sinn hatte bei ihrer so großartigen Unterbreitung der Idee. Zwischen den Stämmen der Bäume und zahlreichem Buschwerk blieb sie dann stehen, giftete den Wald um sich herum an und fixierte danach mit tödlichem Blick die Stadtmauern Varunas, die zwischen all der kargen wintererwartenden Pflanzenwelt nur noch bruchstückhaft und abgehackt zu sehen waren. „Da kann ich bis nach Bajard laufen und sehe immer noch keine Dächer.“
Einige fachkundige Blicke später, die den höchsten Baum auserkoren, saß sie auf einem Ast in dessen Krone und kritzelte, nun endlich mit Überblick, das Papier voll. Varuna soweit aufs Pergament verbannt richtete sie den Blick in die Ferne in dem Versuch Berchgard auszumachen. Angestrengt kniff sie die Augen zusammen, seufzte und murrte schlussendlich. „Eine Andeutung Berchgards in der Ferne...“ murmelte sie resigniert und sah auf den schwarzen Flecken überragt von tristem Grau irgendwo in der Ferne... „eine treffende Beschreibung, wahrlich.“ Zahlreiche Kohlestrichen später kletterte sie aus dem Geäst. Der Baum zeigte seine Erleichterung in dem er einen Ast knacken ließ und Shaya unsanft zur Erde beförderte, wo sie nach einen erschrockenen Aufschrei und mit einem Ächzen aufkam.
„Das kann sie nie wieder gutmachen!“ Sie streckte sich unter leisem aufstöhnen und zupfte einige Äste aus Haar und Kleidung, ehe sie den Rückweg, schlecht gelaunt stapfend, in Angriff nahm.
Am Rand und oberen Teil des Bildes Darstellungen der Götter:
...in der linken obere Ecke Eluive als mütterliche Figur in erdfarbenen Tönen, eine Hand schalenartig gehalten, die andere hütend darüber.
...in der rechte obere Ecke Horteras als Weiser in weiß und hellgrau, mahnend einen Hand gehoben, pustet einen Luftwirbel aus seinem Mund.
...oben in Mitte Temora als Ritterin in goldener Rüstung mit einem rotglühenden Schwert in beiden Händen über die Szenerie gehalten, hinter ihr sie knapp überragend ein Adler mit majestätisch ausgebreiteten Schwingen.
...am linkem Seitenrand Phanodain als magierartiger Gelehrter mit Fuchskopf, der den Menschen Schriftrolle und Schreibfeder darbietet.
...am rechten Seitenrand Cirmias als Mann mit Bärenkopf und Lederschürze, der in ähnlicher Art wie Phanodain Sichel und Hammer hält.
Da die Götter sich sicher nicht bereit erklären würden für sie Modell zu stehen, war sie bei diesen Zeichnungen vollkommen auf die Erläuterungen Darnas angewiesen. Jede Gottheit erhielt die Ehre nach den Beschreibungen ihrer Hochgeboren auf sein eigenes Blatt Papier gefesselt zu werden. Blieb nur zu hoffen, dass die Proportionen alle einigermaßen stimmten, nicht dass einer von ihnen auf die Idee käme das Haus dem Erdboden gleichzumachen, weil er sich beleidigt fühlte.
In dem Freiraum zwischen den Füßen der Menschen und der Stadtansicht mit breiten Buchstaben ein Schriftzug: "Allen Gewalten zum Trutz sich erhalten, rufet die Arme der Götter herbei."
Das allerdings war ein Problem. Da hatte Milady wohl verdrängt, dass sie weder lesen noch schreiben konnte. Shaya beschloss zumindest diesen Teil der Arbeit in Darnas ideenreiche Hände zu geben.
Farbe
Sie schob das leise knisterte Papier umher und sortierte die einzelnen Skizzen so wie sie später angeordnet werden mussten. Der ganze Küchentisch wurde davon eingenommen. „Das bekomme ich doch alles nie auf ein einzelnes Blatt Papier. Und schon gar nicht in einer Größe, bei der man keine Lupe zur Hand nehmen muss.“ Nachdenklich fing sie an auf einer Strähne herumzukauen, der Blick starr auf die Bilder gerichtet und gab nach endlosen Minuten erst einmal auf eine Lösung zu finden. Stattdessen wagte sie sich noch einmal in die Stadt und besuchte die Schneiderin nördlich des Marktplatzes um sich einen Schnellkurs im Farbe mischen geben zu lassen. Mit dem gleichen Blick, der deutlich ausdrückte, dass das auf keinen Fall gut gehen konnte, den auch die Schneiderin ihr beim Abschied hinterher warf, versuchte sie ihr Glück woanders.
Ihr nächstes Ziel war der Barbier, dem sie allerlei unterschiedliche Farbtöne abschwatzte, auch wenn er sichtlich wenig begeistert davon war, dass die Farben zweckentfremdet werden sollten. So konnte sie sich das Mischen aber zumindest ersparen. Der Geruch hinterher wäre vielleicht gewöhnungsbedürftig, aber es war ja nie die Rede davon, dass das Ergebnis gut riechen sollte. Zurück im Anwesen und inzwischen auch mit einer Idee im Kopf, wie sie die Bilder alle zusammenfügen könnte, nahm sie die Zeichnungen vom Tisch und verteilte sie übersichtlich am Boden. Danach ging sie ins Gesindezimmer, holte ein frisches Laken hervor und befestigte es stramm auf dem Küchentisch.
Dann machte sie sich an die äußerst unvergnügliche Arbeit die Skizzen mit schwarzer Haarfarbe auf den Stoff zu malen. Als es draußen schon dunkel wurde konnte sie endlich einen zufriedenen Blick auf das vorläufige Werk werfen. Die Stelle wo der Schriftzug landen sollte blieb weiß und unberührt. Mit den anderen Farben erwies es sich dann schon schwieriger, da es sich aber späte rum ein Glasmosaik handeln sollte, beschloss sie die Farben nur andeutungsweise auf das Laken zu bringen. Nicht zuviel, um die Vorlage nicht zu zerstören, weil sie bisher noch nie mit Farben hantiert hatte. Aber auch nicht zu wenig, auch wenn sie sehr zögerlich vorging bei dieser neuen Arbeit, um wenigstens etwas vorlegen zu können, dass fehlende Vorstellungskraft ausgleichen könnte.
Als sie fertig war schien sie doch recht zufrieden mit dem Ergebnis, und dem umliegenden Chaos trotzend, ließ sie alles -offene Haarfärbeflaschen, auf dem Boden herumliegende Pergamente, Tinte und Feder, Kohle und schlussendlich auch das bemalte Laken auf dem Tisch- stehen und liegen und kroch wieder ins Bett, um nachzuholen an Schlaf, was ihre Hochgeboren ihr mit dieser arbeits- und zeitaufwendigen Idee rücksichtslos geraubt hatte.
Sie schaute aus dem Fenster, die Tageszeit abschätzend, dann raufte sie sich die Haare und brummte vor sich hin.
...bis zum Abend Zeit.
Sie stieß leise einige Verwünschungen aus, größtenteils gegen sich selbst gerichtet. Warum war sie auch so dumm gewesen zuzusagen, bevor sie erfuhr, welche Ausmaße diese ‚Skizze’ annehmen würde. Und die Euphorie mit der ihre Hochgeboren erklärte und gestikulierte, so dass man fast fürchten müsste unbeabsichtigt eine Ohrfeige zu bekommen. Ein begeisterte Darlegung in schillernden bunten Worten, das Bild sicher schon vor Augen gehabt. Und es hatte sich das Gefühl aufgedrängt, als würden Ihr mit jedem Wort noch neue Sachen in den Sinn kommen, die keinesfalls fehlen durften. Und es kam ihr wie Stunden vor bis endlich ein Ende der Beschreibung in Sicht war. Innerlich hatte Shaya gestern zu später Stunde aufgestöhnt, inzwischen heute auch äußerlich, ohne Zurückhaltung. Übers Knie legen half bestimmt Euphorie zu bremsen. Ein langgezogenes Seufzen bei diesem Wunschdenken.
Vielleicht könnte sie eine Krankheit vortäuschen, nur ein zwei Stunden raus in die Kälte, das sollte doch etwas bringen. Allerdings wäre es dann wohl kein vortäuschen mehr, und die Aussicht ein paar Tage ins Bett gezwungen zu werden ließen sie die Gedanken wieder beiseite wischen. Es half nichts. Da musste sie nun durch. Wie viel Zeit wohl noch war? Abermals ein Blick aus dem Fenster. Erschrocken weiteten sich ihre Augen. „Es kann doch nicht schon, ich hab doch noch nicht einmal...wieso verflucht ist es schon dunk...“ Sie sprang auf und atmete erleichtert durch, als sich herausstellte, dass nur eine dicke graue Wolkenbank gemächlich das Tageslicht verschluckte. Ergeben ließ sie sich auf den Stuhl fallen, griff zur Feder und starrte das leere Stück Papier vor sich an.
In der Mitte also drei Menschen...ein Krieger, ein Priester, ein Handwerker...einander zugewandt in typischer Geste. Der Krieger schutzbereit, der Priester segnend, der Handwerker...ja was...
Sie kratzte sich mit dem Federkiel am Kopf.
...handwerkelnd.
Sie tunkte die Feder ins Tintenfass und begann voller Eifer mit dem Gedanken an Zeitdruck...also schnellem Eifer, fast panisch anmutend. Eine Braue wanderte in die Höhe als ihre ersten Striche lange Spuren hinter sich herzogen. Sie hob die Feder vom Papier und betrachtete sie eingehend auf der Suche nach dem Übeltäter, der ihr die Arbeit erschwerte. Ein kurzes Murren, dann zupfte sie missmutig ein Haar vom Federkiel, zerknüllte das Papier und widmete sich dem nächsten Versuch.
Ein Krieger sollte es werden...schutzbereit...schutzbereit...schutzbereit. Das Wort schien sich in ihren Gedanken einzunisten. Wie sieht ein schutzbereiter Krieger aus. Resigniertes Seufzen, dann das Aufkeimen einer Idee. Die Feder landete auf dem Tisch, stattdessen griff sie zu einem dünnen Stück Kohle, bewaffnete sich mit einem Brett und Papier und stapfte vor die Haustür. „Einen wunderschönen guten Morgen...Herr Orbert, Herr Greger. Ob ich die beiden Herren Gardisten wohl um einen kleinen Gefallen bitten dürfte? Könntet ihr wohl bitte einmal für mich besonders schutzbereit ähem aussehen?“
Sie sah die beiden erwartungsvoll an und erntete verstörte Blicke. „Das sieht nicht gerade so aus, als könnte ich mir vorstellen ihr würdet mich schützen können,“ murmelte sie ihnen entgegen „geht das nicht vielleicht etwas überzeugender? Bitte...ich brauche eure Hilfe um für Milady etwas ‚skizzieren’ zu können.“ Es dauerte einige Minuten bis sie die beiden überzeugt hatte sich zur Verfügung zu stellen. Hier und da gab sie einige kleine hilfreiche Anweisungen, während die Kohle über das Papier tanzte... das Schwert ziehen, das Schild etwas höher, etwas seitlicher drehen, nicht so genervt schauen, etwas ernster, nicht soooo ernst, hilfsbereit schützend und nicht vergraulend.
Sie hielt inne in ihren Bemühungen die Darbietungen aufs Papier zu bringen, als beide sich nach einem kurzen Blickaustausch jeweils in die entgegengesetzte Richtung wandten und vor ihr, gemächlichen Schrittes, flüchteten. „Aber...“ sie sah ihnen verdutzt nach, als sie nur die Worte „Rundgang, könnte länger dauern.“ zu hören bekam. „Das war nicht besonders hilfsbereit!“ empörte sie sich leise, als die beiden schon, jeder für sich, um eine andere Ecke des Hauses verschwanden. Sie warf noch einen letzten Blick auf die Zeichnung und entschied, das dies wohl genügen würde.
Ein segnender Priester...
Das Pergament wurde durch ein neues ersetzt, bevor ihr Weg sie zu den Pferden führte. Ihre Zeichenutensilien verschwanden in einer Satteltasche, dann schwang sie sich auf ihr Pferd und machte sich auf den Weg zum Kloster. Das Pferd untergebracht, wiederum bewaffnet, klopfte sie an die Klosterpforten und setzte sofort ein erfreutes Lächeln auf, als Cassian die Tore öffnete und sie einließ.
„Temora mit Euch an diesem wunderschönen, wenn auch etwas kalten, Morgen...Herr Cassian.“ überfiel sie ihn gleich gedehnter Aussprache, die keine Zweifel daran aufkommen ließ, dass sie etwas wollte. Sie gab ihm keine Zeit zu antworten sondern überflutete ihn mit einem erklärenden und bittendem Redeschwall über den Grund ihres Besuches. War sein Blick erst fragend, wurde er recht schnell irritiert, und als er schließlich sogar resigniert wirkte, wusste sie, dass sie ihn in der Tasche hatte. Und bevor er dazu kam sich bereit zu erklären ihr zu helfen, schenkte sie ihm bereits ein Lächeln mit einem ehrlichen „Danke“ abgerundet.
Zufrieden besah sie sich das Ergebnis zu Papier und ignorierte geflissentlich seinen erleichterten Blick, als sie mit ‚ihm fertig war’. Sie hielt es Cassian aber zugute, dass er sie nicht regelrecht aus dem Kloster schob, um sie loszuwerden, sondern sich freundlich, wie immer, verabschiedete und ihr der Herrin Segen mit auf den Weg gab.
Ein Handwerker beim...handwerken.
Gebückt schlich sie durch die Straßen Varunas auf der Suche nach potentiellen Opfern...potentiellen unwissenden Opfern. Jeder handwerkliche Eindruck, den sie zu Gesicht bekam fand sich zu Papier gebracht wieder. Mancherorts öffnete sie die Tür leise und nur einen Spalt weit um nicht zu stören und einen unverfälschten Blick auf die handwerklichen Tätigkeiten zu erhaschen. Anderenorts, einige Gassen weiter, schielte sie durch Fenster die keine Vorhänge trugen. Und wiederum...
Sie hielt inne und sah über die Schulter nach hinten, als sie am Kragen gepackt und hochgezogen wurde. „Temora zum Gruße, Herr Gard...“ Viel weiter kam sie nicht, denn zur Abwechslung ging ein Redeschwall auf sie nieder, den sie vehement abzuwehren und sich zu verteidigen versuchte. Alsbald war eine hitzige Diskussion entbrannt, während sie von dem Gardisten Richtung Kastell bugsiert wurde. „Sagt das Milady, es war schließlich ihre Idee und nicht meine!“
Die Diskussion fand erst ihr Ende, nachdem sie eine intensive Taschenkontrolle hinter sich gebracht und einen kurzen Blick auf die Zellen geworfen hatte, die ihr als nächstes Ziel angedroht wurden, sollte man sie noch einmal beim Herumschleichen erwischen, egal wie gut die ‚Ausrede’ sein mochte. Höflich wurde sie bis vor die Tore der Stadt geleitet und als sie sich wieder allein fand fluchte und schimpfte sie wie ein Rohrspatz auf dem Weg nach Hause. Herr Greger und Herr Orbert, die ihren Rundgang inzwischen beendet hatten, sahen sich gezwungen einen weiteren, und diesmal gemeinsam, vorzunehmen, und brachten schnellstmöglich einen guten Abstand zwischen sich und Shaya. Recht zufrieden mit ihrer bisherigen Ausbeute an Zeichnungen, die sich auf dem Küchentisch verteilt wiederfanden, ging sie das nächste Problem an.
Unten am Bildrand eine Stadtansicht von Varuna, wenn man weit genug vor dem Südtor stünde, damit über die Mauern Dächer ragen. Rechts nach hinten versetzt eine Andeutung Berchgards...
Mit einem Stoß Pergamente und einem neuen Stück Kohle stand sie vor dem Südtor und starrte auf die Mauern und Zinnen der Stadt. Schritt um Schritt ging sie rückwärts um den Abstand zu erreichen den Milady im Sinn hatte bei ihrer so großartigen Unterbreitung der Idee. Zwischen den Stämmen der Bäume und zahlreichem Buschwerk blieb sie dann stehen, giftete den Wald um sich herum an und fixierte danach mit tödlichem Blick die Stadtmauern Varunas, die zwischen all der kargen wintererwartenden Pflanzenwelt nur noch bruchstückhaft und abgehackt zu sehen waren. „Da kann ich bis nach Bajard laufen und sehe immer noch keine Dächer.“
Einige fachkundige Blicke später, die den höchsten Baum auserkoren, saß sie auf einem Ast in dessen Krone und kritzelte, nun endlich mit Überblick, das Papier voll. Varuna soweit aufs Pergament verbannt richtete sie den Blick in die Ferne in dem Versuch Berchgard auszumachen. Angestrengt kniff sie die Augen zusammen, seufzte und murrte schlussendlich. „Eine Andeutung Berchgards in der Ferne...“ murmelte sie resigniert und sah auf den schwarzen Flecken überragt von tristem Grau irgendwo in der Ferne... „eine treffende Beschreibung, wahrlich.“ Zahlreiche Kohlestrichen später kletterte sie aus dem Geäst. Der Baum zeigte seine Erleichterung in dem er einen Ast knacken ließ und Shaya unsanft zur Erde beförderte, wo sie nach einen erschrockenen Aufschrei und mit einem Ächzen aufkam.
„Das kann sie nie wieder gutmachen!“ Sie streckte sich unter leisem aufstöhnen und zupfte einige Äste aus Haar und Kleidung, ehe sie den Rückweg, schlecht gelaunt stapfend, in Angriff nahm.
Am Rand und oberen Teil des Bildes Darstellungen der Götter:
...in der linken obere Ecke Eluive als mütterliche Figur in erdfarbenen Tönen, eine Hand schalenartig gehalten, die andere hütend darüber.
...in der rechte obere Ecke Horteras als Weiser in weiß und hellgrau, mahnend einen Hand gehoben, pustet einen Luftwirbel aus seinem Mund.
...oben in Mitte Temora als Ritterin in goldener Rüstung mit einem rotglühenden Schwert in beiden Händen über die Szenerie gehalten, hinter ihr sie knapp überragend ein Adler mit majestätisch ausgebreiteten Schwingen.
...am linkem Seitenrand Phanodain als magierartiger Gelehrter mit Fuchskopf, der den Menschen Schriftrolle und Schreibfeder darbietet.
...am rechten Seitenrand Cirmias als Mann mit Bärenkopf und Lederschürze, der in ähnlicher Art wie Phanodain Sichel und Hammer hält.
Da die Götter sich sicher nicht bereit erklären würden für sie Modell zu stehen, war sie bei diesen Zeichnungen vollkommen auf die Erläuterungen Darnas angewiesen. Jede Gottheit erhielt die Ehre nach den Beschreibungen ihrer Hochgeboren auf sein eigenes Blatt Papier gefesselt zu werden. Blieb nur zu hoffen, dass die Proportionen alle einigermaßen stimmten, nicht dass einer von ihnen auf die Idee käme das Haus dem Erdboden gleichzumachen, weil er sich beleidigt fühlte.
In dem Freiraum zwischen den Füßen der Menschen und der Stadtansicht mit breiten Buchstaben ein Schriftzug: "Allen Gewalten zum Trutz sich erhalten, rufet die Arme der Götter herbei."
Das allerdings war ein Problem. Da hatte Milady wohl verdrängt, dass sie weder lesen noch schreiben konnte. Shaya beschloss zumindest diesen Teil der Arbeit in Darnas ideenreiche Hände zu geben.
Farbe
Sie schob das leise knisterte Papier umher und sortierte die einzelnen Skizzen so wie sie später angeordnet werden mussten. Der ganze Küchentisch wurde davon eingenommen. „Das bekomme ich doch alles nie auf ein einzelnes Blatt Papier. Und schon gar nicht in einer Größe, bei der man keine Lupe zur Hand nehmen muss.“ Nachdenklich fing sie an auf einer Strähne herumzukauen, der Blick starr auf die Bilder gerichtet und gab nach endlosen Minuten erst einmal auf eine Lösung zu finden. Stattdessen wagte sie sich noch einmal in die Stadt und besuchte die Schneiderin nördlich des Marktplatzes um sich einen Schnellkurs im Farbe mischen geben zu lassen. Mit dem gleichen Blick, der deutlich ausdrückte, dass das auf keinen Fall gut gehen konnte, den auch die Schneiderin ihr beim Abschied hinterher warf, versuchte sie ihr Glück woanders.
Ihr nächstes Ziel war der Barbier, dem sie allerlei unterschiedliche Farbtöne abschwatzte, auch wenn er sichtlich wenig begeistert davon war, dass die Farben zweckentfremdet werden sollten. So konnte sie sich das Mischen aber zumindest ersparen. Der Geruch hinterher wäre vielleicht gewöhnungsbedürftig, aber es war ja nie die Rede davon, dass das Ergebnis gut riechen sollte. Zurück im Anwesen und inzwischen auch mit einer Idee im Kopf, wie sie die Bilder alle zusammenfügen könnte, nahm sie die Zeichnungen vom Tisch und verteilte sie übersichtlich am Boden. Danach ging sie ins Gesindezimmer, holte ein frisches Laken hervor und befestigte es stramm auf dem Küchentisch.
Dann machte sie sich an die äußerst unvergnügliche Arbeit die Skizzen mit schwarzer Haarfarbe auf den Stoff zu malen. Als es draußen schon dunkel wurde konnte sie endlich einen zufriedenen Blick auf das vorläufige Werk werfen. Die Stelle wo der Schriftzug landen sollte blieb weiß und unberührt. Mit den anderen Farben erwies es sich dann schon schwieriger, da es sich aber späte rum ein Glasmosaik handeln sollte, beschloss sie die Farben nur andeutungsweise auf das Laken zu bringen. Nicht zuviel, um die Vorlage nicht zu zerstören, weil sie bisher noch nie mit Farben hantiert hatte. Aber auch nicht zu wenig, auch wenn sie sehr zögerlich vorging bei dieser neuen Arbeit, um wenigstens etwas vorlegen zu können, dass fehlende Vorstellungskraft ausgleichen könnte.
Als sie fertig war schien sie doch recht zufrieden mit dem Ergebnis, und dem umliegenden Chaos trotzend, ließ sie alles -offene Haarfärbeflaschen, auf dem Boden herumliegende Pergamente, Tinte und Feder, Kohle und schlussendlich auch das bemalte Laken auf dem Tisch- stehen und liegen und kroch wieder ins Bett, um nachzuholen an Schlaf, was ihre Hochgeboren ihr mit dieser arbeits- und zeitaufwendigen Idee rücksichtslos geraubt hatte.
Zuletzt geändert von Shaya Nyrloth am Donnerstag 6. Dezember 2007, 16:50, insgesamt 1-mal geändert.
-
Thancred
Lange sass er sinnend vor dem Bettlaken
auf ein Solches hatten sie die Entwürfe mit allerlei Kohlen und Farben gemacht,.. er lachte rauh auf
das wird noch eine kniffelige Sache _ andrerseits_
Wozu ist eine Pforte da wenn nicht um hindurchzuschreiten...?
oer an der Sufe dazu hängenzubleiben und kräftig auf die Nse zu fallen,
mal sehen welchen weg der Bär mir zugedacht hat vielleicht wie immer ein bisschen von beidem?
Zumindest war der Brtwuchs wieder einigermaßen normal geworden und er musste diesen nicht mehr wie einen Schal sich um den Hals wickeln,..
und das sollte noch nicht einmal die echte Grösse werden
nein doppelt oder mehr sollt das echte Werk wohl werden,.. da würden etliche Pferdeladungen Quarz durch den Ofen gehen,.. geduldig nahm der Zausel die maße von dem Laken ab und ferrtigte schablonen
diese legte er auf glasplatten die er auf gekühltem silberblech ausgezogen hatte und zückte schliesslich den Diamantdolch
mit einem kreischenden Laut tauchte dieser entlang der Schabblonenkante in das Glas und ritzte es ein,.... mit der Zange schliesslich gelang es ihm die Überstände abzubrechen, doch wie die stücke wieder verbinden?
brummend machte er sich auf zu Alliestra um mit ihr die weitren Schritte zu bereden
auf ein Solches hatten sie die Entwürfe mit allerlei Kohlen und Farben gemacht,.. er lachte rauh auf
das wird noch eine kniffelige Sache _ andrerseits_
Wozu ist eine Pforte da wenn nicht um hindurchzuschreiten...?
oer an der Sufe dazu hängenzubleiben und kräftig auf die Nse zu fallen,
mal sehen welchen weg der Bär mir zugedacht hat vielleicht wie immer ein bisschen von beidem?
Zumindest war der Brtwuchs wieder einigermaßen normal geworden und er musste diesen nicht mehr wie einen Schal sich um den Hals wickeln,..
und das sollte noch nicht einmal die echte Grösse werden
nein doppelt oder mehr sollt das echte Werk wohl werden,.. da würden etliche Pferdeladungen Quarz durch den Ofen gehen,.. geduldig nahm der Zausel die maße von dem Laken ab und ferrtigte schablonen
diese legte er auf glasplatten die er auf gekühltem silberblech ausgezogen hatte und zückte schliesslich den Diamantdolch
mit einem kreischenden Laut tauchte dieser entlang der Schabblonenkante in das Glas und ritzte es ein,.... mit der Zange schliesslich gelang es ihm die Überstände abzubrechen, doch wie die stücke wieder verbinden?
brummend machte er sich auf zu Alliestra um mit ihr die weitren Schritte zu bereden
-
Amelie Toberen
Gestern kam Lady von Elbenau zu Amelie ins Handelshaus und machte eine große Bestellung…..eine sehr große Bestellung.
Es galt viele Wimpel und bunte Bänder herzustellen und das für eine ganze Stadt.
Varuna sollte in neuem Glanz erstrahlen.
Als der letzte Kunde das Handelshaus verließ, es war schon spät Nachts, begann Amelie sogleich einen Schnitt für die Wimpel zu zeichnen.
Sie suchte viele verschiedene dünne Stoffe zusammen, stellte daraus viele verschiedene Größen her, umsäumte sie, verzierte sie mit Fransen und schnitt ebenfalls verschieden lange Bänder zu
Nachdem sie endlich alles vorsichtig in einer großen Tasche verstaut hatte, ritt sie endlich nach Hause und legte sich sehr müde ins Bett.
Am nächsten Morgen wollte sie sogleich sehr früh zu Lady von Elbenau reiten und ihr die gefertigten Arbeiten zeigen.
Es galt viele Wimpel und bunte Bänder herzustellen und das für eine ganze Stadt.
Varuna sollte in neuem Glanz erstrahlen.
Als der letzte Kunde das Handelshaus verließ, es war schon spät Nachts, begann Amelie sogleich einen Schnitt für die Wimpel zu zeichnen.
Sie suchte viele verschiedene dünne Stoffe zusammen, stellte daraus viele verschiedene Größen her, umsäumte sie, verzierte sie mit Fransen und schnitt ebenfalls verschieden lange Bänder zu
Nachdem sie endlich alles vorsichtig in einer großen Tasche verstaut hatte, ritt sie endlich nach Hause und legte sich sehr müde ins Bett.
Am nächsten Morgen wollte sie sogleich sehr früh zu Lady von Elbenau reiten und ihr die gefertigten Arbeiten zeigen.
-
Alliestra de Mervis
Sie schmunzelt etwas als sie ihn zerzaust auf sich zukommen sah, überall kleine Glassplitter im Bart und in den Haaren hängend.
Na was ist denn mit dir passiert? Hast eine Scheibe im Laden aus versehen eingeworfen? Oder was hast sonst angestellt?
Sie hörte sich seine Geschichte grinsend an und nickt hier und da immer wieder.
Das ist doch ganz einfach. Geh in den Wald und nimm ein Gefäss mit. Schneid einen Baum an und fang das Harz auf das aus dem Schnitt rausläuft. Das machst du dann warm und beschmierst die Glasscherben damit und fügst so das eine zum anderen. Immer schön fest andrücken und warten bis es kalt geworden ist damit es schön hält.
Sie holt dann einen Tiegel heraus in dem wohl noch ein bisschen von dem Harz zu sein scheint und macht es heiss um ihn zu zeigen wie er das am besten machen könnte.
Na was ist denn mit dir passiert? Hast eine Scheibe im Laden aus versehen eingeworfen? Oder was hast sonst angestellt?
Sie hörte sich seine Geschichte grinsend an und nickt hier und da immer wieder.
Das ist doch ganz einfach. Geh in den Wald und nimm ein Gefäss mit. Schneid einen Baum an und fang das Harz auf das aus dem Schnitt rausläuft. Das machst du dann warm und beschmierst die Glasscherben damit und fügst so das eine zum anderen. Immer schön fest andrücken und warten bis es kalt geworden ist damit es schön hält.
Sie holt dann einen Tiegel heraus in dem wohl noch ein bisschen von dem Harz zu sein scheint und macht es heiss um ihn zu zeigen wie er das am besten machen könnte.
-
Serendo Radil
Früh machte er sich auf.
Den Weg hatte er vielleicht, bei seinen letzten zwei Begegnungen mti Thancred geebnet. Doch flammte auch in ihm die unstillbare Neugierde auf, welcher dieser ungewöhnliche und vorallem herausfordernde Wunsch hervorruf.
Er mochte nicht lange Thancred in Berchgard suchen. Schlaf war diesem vom Ergeiz befallenen Schmied wohl dieser Tage ein Framdwort.
So machte sich der Druide daran die Gesteine an sich zu nehmen. Mit Vergrößerungsglas und kleiner Picke. Doch aber auch einer kleinen Einhandschaufel gesellte er sich neben Thancred...
Den Weg hatte er vielleicht, bei seinen letzten zwei Begegnungen mti Thancred geebnet. Doch flammte auch in ihm die unstillbare Neugierde auf, welcher dieser ungewöhnliche und vorallem herausfordernde Wunsch hervorruf.
Er mochte nicht lange Thancred in Berchgard suchen. Schlaf war diesem vom Ergeiz befallenen Schmied wohl dieser Tage ein Framdwort.
So machte sich der Druide daran die Gesteine an sich zu nehmen. Mit Vergrößerungsglas und kleiner Picke. Doch aber auch einer kleinen Einhandschaufel gesellte er sich neben Thancred...
-
Thancred
Sand,... alltäglich kristallner Staub und doch im Glas ein unbekanntes Land, und beide, ein Druide und ein Schmied machten sich daran eben jenes Land zu erforschen,
schmolzen immer und immer neue kleine Ländereien ein und versuchten wohl ungetzählte Male; aus Hügellenad und Gebirge eine Ebene zu machen
denn eine Flasche zu blasen ist eine Sache aber eine Glastafel herzustellen.. das stand auf einem ganz andren Blatte.
Da halfen Schaufel und Spaten nicht viel nein da wollte mit Wasser, Silberblech und Holz gearbeitet sein.
Doch nicht genug. eine Ebene doch öd, farblos entdeckten sie nach vielen Versuchen herzustellen doch ihr Leben und Farbe einzuhauchen das brauchte noch so manchen Scheffel Sand, Erden und ja, auch der Kristallenen Schätze die die Expedition in den Feuerschlund bergen konnte, Serendo hatte Wege in seinem Repertoire die dem Schmiede allein wohl niemals eingefallen währen,.. vermengt mit Mineralien konnten Splitter der Kristalle erst schlierig doch mit der Zahl der Versuche immer voller und satter die Welt der Farben entstehen lassen
Auf Serendos Fingerzeig hin entstanden mit dem Schweiss des Schmiedes
Flüsse aus Kobalt,.. Sonnenaufgänge in Magenta und Rubinrot
weite goldockerne Flächen oder Auen aus Kupferschwefelsalz und Splittern des blauen und gelben Kristalles sie begannen zu experiemntiren;
der Mörser des Druiden gebar mit den Stunden immer neue Stäube und Mischungen die sie unter die Quarzmischung mengten,.. lange schon war es dunkel doch in der Hittze der Werkstatt zählte keine Stunde,.. kein Abend .. keine Nacht, es zählten schmelzen und mengen,... den Bblasebalg rühren
dessen Pumpen und Fauchen ihr Athem ihr Herzschlag war
die Rastlosigkeit des Entdecken spüren
ja! Heute war Cirmias nah !
schmolzen immer und immer neue kleine Ländereien ein und versuchten wohl ungetzählte Male; aus Hügellenad und Gebirge eine Ebene zu machen
denn eine Flasche zu blasen ist eine Sache aber eine Glastafel herzustellen.. das stand auf einem ganz andren Blatte.
Da halfen Schaufel und Spaten nicht viel nein da wollte mit Wasser, Silberblech und Holz gearbeitet sein.
Doch nicht genug. eine Ebene doch öd, farblos entdeckten sie nach vielen Versuchen herzustellen doch ihr Leben und Farbe einzuhauchen das brauchte noch so manchen Scheffel Sand, Erden und ja, auch der Kristallenen Schätze die die Expedition in den Feuerschlund bergen konnte, Serendo hatte Wege in seinem Repertoire die dem Schmiede allein wohl niemals eingefallen währen,.. vermengt mit Mineralien konnten Splitter der Kristalle erst schlierig doch mit der Zahl der Versuche immer voller und satter die Welt der Farben entstehen lassen
Auf Serendos Fingerzeig hin entstanden mit dem Schweiss des Schmiedes
Flüsse aus Kobalt,.. Sonnenaufgänge in Magenta und Rubinrot
weite goldockerne Flächen oder Auen aus Kupferschwefelsalz und Splittern des blauen und gelben Kristalles sie begannen zu experiemntiren;
der Mörser des Druiden gebar mit den Stunden immer neue Stäube und Mischungen die sie unter die Quarzmischung mengten,.. lange schon war es dunkel doch in der Hittze der Werkstatt zählte keine Stunde,.. kein Abend .. keine Nacht, es zählten schmelzen und mengen,... den Bblasebalg rühren
dessen Pumpen und Fauchen ihr Athem ihr Herzschlag war
die Rastlosigkeit des Entdecken spüren
ja! Heute war Cirmias nah !
Zuletzt geändert von Thancred am Mittwoch 12. Dezember 2007, 17:43, insgesamt 1-mal geändert.
-
Darna von Hohenfels
Zufrieden betrachtete sie die dicken grünen Zweige und die kleine Schar Holzfäller, die die Tannen für's Aufstellen zurechtlegten. Endlich war genügend Tannengrün gesammelt. Ganze Bäume und hübsche dichte Zweige, die Stoffschleifen von Fräulein Salberg lagen auch schon bereit.
"Vielleicht soll ich Grün tragen als Farbe der Hoffnung, Milady?", klang ihr Nianas Frage im Ohr nach. Wieder sah sie zu den Bäumen und den schweren stabilen Metallständern, die sie halten sollten. Heute im restlichen Licht und morgen im ersten sollte das Werk seinen Beginn nehmen.
"Die ganze Stadt soll Grün tragen", dachte sie entschlossen und ein Lächeln umspielte ihre Mundwinkel.
"Vielleicht soll ich Grün tragen als Farbe der Hoffnung, Milady?", klang ihr Nianas Frage im Ohr nach. Wieder sah sie zu den Bäumen und den schweren stabilen Metallständern, die sie halten sollten. Heute im restlichen Licht und morgen im ersten sollte das Werk seinen Beginn nehmen.
"Die ganze Stadt soll Grün tragen", dachte sie entschlossen und ein Lächeln umspielte ihre Mundwinkel.
-
Trutta van Drachenfels
Von der Absicht Lady von Elbenaus, den Markt zu schmücken, von allgemeinen Festtagsstimmung ergriffen, wollte Trutta auch einen, wenn gleich bescheiden Betrag, zur Lebendig betragen. Als gute Seele des Hauses derer von Drachenfels hatte sie die letzte Zeit mit der Ein- und Herrichtung des Hauses zu tun gehabt. Nun sollte es auch von außen zu sehen sein, dass hier Leben eingekehrt war. Vergnügt summend schmückte sie die Hecke vorm Haus, Eliuve zum Gedenken und dem Betrachter zur Freude.
In stiller Andacht betrachtet sie ihr Werk.
In stiller Andacht betrachtet sie ihr Werk.
-
Darna von Hohenfels
In den Orten Varuna und Berchgard verkünden Stadtrufer und an öffentlichen Plätzen angebrachte Aushänge:
Bürger der Grafschaft und willkommene Gäste, höret!

So sei am Montag, dem 4. Eisbruch 251, zur 18. Stunde des Tages
in die Taverne der Weinschenks
eingeladen!
Der Abend werde angefüllt mit kurzweiligen Lesungen und Vorträgen, wer etwas erheiterndes zum Besten geben möchte, um andere und auch sich selber zu vergnügen,
sende eine Abschrift des angedachten Vortrages bis zum 31. Hartung zum Anwesen der Freiherrin von Elbenau, damit sie das Programm des Abends zusammenstellen kann. Jeder Vortragende genieße den Abend für sich freie Getränke auf ihre Kosten.
Als Ehrengast wird seine Hoheit Adrian Graf von Hohenfels erwartet!"
...
Unter der Hand verteilen die Stadtrufer als offenes Gerücht zudem, die Lady wolle jedem Vortragenden, der seine Hoheit herzlich zum Lachen bringt, eine gesonderte Belohnung von 5 Kronen zahlen...
Bürger der Grafschaft und willkommene Gäste, höret!
So sei am Montag, dem 4. Eisbruch 251, zur 18. Stunde des Tages
in die Taverne der Weinschenks
eingeladen!
Der Abend werde angefüllt mit kurzweiligen Lesungen und Vorträgen, wer etwas erheiterndes zum Besten geben möchte, um andere und auch sich selber zu vergnügen,
sende eine Abschrift des angedachten Vortrages bis zum 31. Hartung zum Anwesen der Freiherrin von Elbenau, damit sie das Programm des Abends zusammenstellen kann. Jeder Vortragende genieße den Abend für sich freie Getränke auf ihre Kosten.
Als Ehrengast wird seine Hoheit Adrian Graf von Hohenfels erwartet!"
...
Unter der Hand verteilen die Stadtrufer als offenes Gerücht zudem, die Lady wolle jedem Vortragenden, der seine Hoheit herzlich zum Lachen bringt, eine gesonderte Belohnung von 5 Kronen zahlen...
Zuletzt geändert von Darna von Hohenfels am Donnerstag 24. Januar 2008, 16:30, insgesamt 2-mal geändert.
-
Zyran Mondin
An belebten Plätzen in ganz Varuna finden sich immer wieder Ausrufer, die folgende Nachricht beherzt und laut vorbringen. Jeder einzelne scheint dabei besonders den Kindern Aufmerksamkeit zu schenken, denn ihnen rät er nicht selten nach dem Vortragen der Nachricht, es an andere junge Bewohner der Stadt weiterzusagen. Vielleicht nicht ganz zufällig haben die Ausrufer dafür die ein oder andere, kleine Süßigkeit dabei – eine köstliche Bestechung für jeden neu rekrutierten Boten der Nachricht.
„Liebe Kinder der Stadt!
Das Haus von Elbenau bittet um eure Hilfe, um die Stadt in der kalten Winterszeit ein wenig schöner zu machen! Die öffentlichen Plätze und Bereiche der großen Straßen sollen Schneemänner schmücken, und der größte Verdienst wird hierbei belohnt!
Sollte eure Familie Hunger leiden, so stellt das Haus von Elbenau zwei Wochen lang genügend Brot und jeden Tag eine warme Suppe für jeden. Zudem bekommt ihr für euch jeden Tag ein Stück Kuchen oder eine Leckerei.
Kinder nicht notleidender Familien erwartet Spielzeug, ein Malkasten und zwei Wochen lang Obst, Kuchen oder Süßspeise. Mitmachen lohnt sich in jedem Fall, eine ausgiebige gute Mahlzeit für euch und eure Familie wird für jeden Teilnehmenden organisiert.
Der Wettbewerb wird über zwei Wochen gehen, jedes Kind soll den Bewohnern des Anwesens bekannt machen, was es gemacht hat und wo es Nachricht über den Gewinn erhalten kann. Die Preisverleihung wird gesondert bekanntgegeben.“
„Liebe Kinder der Stadt!
Das Haus von Elbenau bittet um eure Hilfe, um die Stadt in der kalten Winterszeit ein wenig schöner zu machen! Die öffentlichen Plätze und Bereiche der großen Straßen sollen Schneemänner schmücken, und der größte Verdienst wird hierbei belohnt!
Sollte eure Familie Hunger leiden, so stellt das Haus von Elbenau zwei Wochen lang genügend Brot und jeden Tag eine warme Suppe für jeden. Zudem bekommt ihr für euch jeden Tag ein Stück Kuchen oder eine Leckerei.
Kinder nicht notleidender Familien erwartet Spielzeug, ein Malkasten und zwei Wochen lang Obst, Kuchen oder Süßspeise. Mitmachen lohnt sich in jedem Fall, eine ausgiebige gute Mahlzeit für euch und eure Familie wird für jeden Teilnehmenden organisiert.
Der Wettbewerb wird über zwei Wochen gehen, jedes Kind soll den Bewohnern des Anwesens bekannt machen, was es gemacht hat und wo es Nachricht über den Gewinn erhalten kann. Die Preisverleihung wird gesondert bekanntgegeben.“
-
Darna von Hohenfels
Die Aushänge über den Leseabend werden entfernt, und die Nachricht dazu dürfte schnell die Runde machen:
Der Abend ist abgesagt - zum Anwesen gelangte nicht ein einziges Angebot für eine Beteiligung an dem Leseabend. Die Freiherrin soll nur sarkastisch gesagt haben, sie werde eine Schweigeminute der Trauer für eine Stadt einlegen, die zumindest in diesem Fall an den heiteren Stunden des Lebens nicht interessiert zu sein scheint.
Der Abend ist abgesagt - zum Anwesen gelangte nicht ein einziges Angebot für eine Beteiligung an dem Leseabend. Die Freiherrin soll nur sarkastisch gesagt haben, sie werde eine Schweigeminute der Trauer für eine Stadt einlegen, die zumindest in diesem Fall an den heiteren Stunden des Lebens nicht interessiert zu sein scheint.
-
Merigo
Thanced kam auf Merigo zu und unterhielt sich mit Ihm über den Autrag des Fensters wofür er nun einen sehr großen Rahmen benötigte. Nach dem die beiden sich eine weile über die Gestaltung und usführung unterhalten haben machte sich Merigo auf in den Wald um nach dem passenden Holze zu suchen um einen solch großen Rahmen zu bauen.
Nach ein zwei Tagen im Wald kam Merigo wieder zum Handelshaus jedoch nur um sich die Packpferede zu holen und gleich darauf wieder zu verschwinden. Es mag wieder einen halben Tag gedauert haben bis man Ihn wieder zu gesicht bekommen haben mag, jedoch nun waren die Packpferde hoch beladen mit Ästen und hinter sich zerrten sie vier mächtige Bäume mit sich die er eiligst abladen lies um sie in die Schreinerei bringen zu lassen.
Nun nahm er Maß am herlichen Bleiverglastenfenster und war nun eiligst damit beschäftigt den Rahmen im groben zurecht zu sägen jedoch sägte er nur eine Kante so das er die Balken aneinander um das Fenster legen konnte das oberteil legte er auf drei teile in wasser ein so das man es später genau um das fenster anlegen konnte. Aber bis es soweit war musste es einweichen und sich vollsaugen so das man es biegen konnte. Derweil widmete er sich mit Hobel und stemmeisen der Rahmenverzierung die recht schmuckvoll ausfallen sollte, immerhin ist es ja auch nicht irgendein fenster...
Nach zwei Tägiger arbeit war der Rahmen soweit vollendet doch nun musste er die Oberteile an das fenster anpassen und das wird wohl das schwerste werden...
Mit hilfe von schraubzwingen und viel muskelkraft brachte er die teile an ihren vorbestimmten platz wo er sie durch feuer in der form trocknete und sie sich nicht verwinden konnten. Doch wieder musste ein Tag vergehen ehe er weiter am Rahmen arbeiten konnte da das holz die restfeuchte verlieren musste.
So die zeit verstrichen war nahm er wieder stemmeisen und hobel in die hände und vollendete die verzierung des Rahmens...
Es mögen weitere zwei tage vergangen sein ehe er Thancred zu sich rief und sagte das die Aufgabe erledigt war und er die ware zur abholung freigab...
Nach ein zwei Tagen im Wald kam Merigo wieder zum Handelshaus jedoch nur um sich die Packpferede zu holen und gleich darauf wieder zu verschwinden. Es mag wieder einen halben Tag gedauert haben bis man Ihn wieder zu gesicht bekommen haben mag, jedoch nun waren die Packpferde hoch beladen mit Ästen und hinter sich zerrten sie vier mächtige Bäume mit sich die er eiligst abladen lies um sie in die Schreinerei bringen zu lassen.
Nun nahm er Maß am herlichen Bleiverglastenfenster und war nun eiligst damit beschäftigt den Rahmen im groben zurecht zu sägen jedoch sägte er nur eine Kante so das er die Balken aneinander um das Fenster legen konnte das oberteil legte er auf drei teile in wasser ein so das man es später genau um das fenster anlegen konnte. Aber bis es soweit war musste es einweichen und sich vollsaugen so das man es biegen konnte. Derweil widmete er sich mit Hobel und stemmeisen der Rahmenverzierung die recht schmuckvoll ausfallen sollte, immerhin ist es ja auch nicht irgendein fenster...
Nach zwei Tägiger arbeit war der Rahmen soweit vollendet doch nun musste er die Oberteile an das fenster anpassen und das wird wohl das schwerste werden...
Mit hilfe von schraubzwingen und viel muskelkraft brachte er die teile an ihren vorbestimmten platz wo er sie durch feuer in der form trocknete und sie sich nicht verwinden konnten. Doch wieder musste ein Tag vergehen ehe er weiter am Rahmen arbeiten konnte da das holz die restfeuchte verlieren musste.
So die zeit verstrichen war nahm er wieder stemmeisen und hobel in die hände und vollendete die verzierung des Rahmens...
Es mögen weitere zwei tage vergangen sein ehe er Thancred zu sich rief und sagte das die Aufgabe erledigt war und er die ware zur abholung freigab...