In den Kerkern Varunas

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Orvil Raugrund

In den Kerkern Varunas

Beitrag von Orvil Raugrund »

Wer des Abends am Kastell zu Varuna vorbei geht wird leise ein Liedchen vernehmen das von den vergitterten Fenstern herüber getragen wird


Gefangner Mann, ein armer Mann!
Durchs schwarze Eisengitter
Starr' ich den fernen Himmel an,
Und wein' und seufze bitter.

Die Sonne, sonst so hell und rund,
Schaut trüb' auf mich herunter;
Und kömmt die braune Abendstund',
So geht sie blutig unter.

Mir ist der Mond so gelb, so bleich,
Er wallt im Witwenschleier;
Die Sterne mir -- sind Fackeln gleich
Bei einer Todtenfeier.

Mag sehen nicht die Blümlein blühn,
Nicht fühlen Lenzeswehen;
Ach! lieber säh' ich Rosmarin
Im Duft der Gräber stehen.

Vergebens wiegt der Abendhauch
Für mich die goldnen Aehren;
Möcht' nur in meinem Felsenbauch
Die Stürme brausen hören.

Was hilft mir Thau und Sonnenschein
Im Busen einer Rose?
Denn nichts ist mein, ach! nichts ist mein,
Im Muttererdenschoose.

Kann nimmer an der Gattin Brust,
Nicht an der Kinder Wangen,
Mit Gattenwonne, Vaterlust
In Himmelsthränen hangen.

Gefangner Mann, ein armer Mann!
Fern von den Lieben allen,
Muß ich des Lebens Dornenbahn
In Schauernächten wallen.

Es gähnt mich an die Einsamkeit,
Ich wälze mich auf Nesseln;
Und selbst mein Beten wird entweiht
Vom Klirren meiner Fesseln.

Mich drängt der hohen Freiheit Ruf;
Ich fühl's, daß Temora nur Sklaven
Und mich nur für die Ketten schuf,
Um mich damit zu strafen.

Was hab' ich, Brüder! euch gethan?
Kommt doch, und seht mich Armen!
Gefangner Mann! ein armer Mann!
Ach! habt mit mir Erbarmen!
Hein Klabund

Beitrag von Hein Klabund »

Hein lag auf seiner Pritsche und hörte diesem grauenvollen Gesang zu. schlafen konnte er nicht, nicht in dieser 4x4 Schritt großen Zelle mit Pritsche.

Sein Kopf fühlte sich schwer an und er schmerzte, ja so einiges begann zu schmerzen, sein Bauch und sein Beinstumpf noch dazu.

Er brauchte Schnaps, wenn es sein muss auch Bier, er hasste diesen Zustand, dieses abartige Gefühl nüchtern zu sein und jeden einzelnen Muskel, der sich seit Jahren nicht mehr gemeldet hatte wieder zu spüren.

Er rüttelte an der Gittertür, flehte so manch eine vorbeigehende Wache aufs erbärmlichste um eine Flasche billigen Fusel an. Er hielt es nicht aus, jede Menge Bilder in seinem Kopf, die er bisher mit genügend Alkohol hatte ertränken können.
Wo war der eigentliche stolz des kleinen Mannes hin?
Wo war der Wagemut und seine Kühnheit?

Alles weg, zusammen mit seinem Alkoholrausch. Seine Laune wurde schlechter, je länger der grauenvolle Gesang des Herren in der hintersten Zelle dauerte. Wäre dieser Lump wenigstens in der Zelle neben ihm gewesen, dann hätte er ihm das Maul durch die Gitter stopfen können.

Aye, das Maul stopfen...

Hein versuchte sich abzulenken, versuchte einige Pläne durch seinen Kopf fliegen zu lassen, doch es half nichts, dieser Gesang störte. Viel war ihm nicht geblieben und würden die Wachen oder einer der hohen Herren rausfinden, dass er stark an der Befreiung von Vincent Vandera beteiligt war und selbst auch den Rang eines Kapitäns unter den Piraten inne hielt, würde es wohl nicht so angenehm werden.

Die Wache ging vorbei, durch die Tür irgendwo hinaus...
Er musste wieder klar denken können und grabbelte seine eiserne Notreserve hervor, hastig war die Flasche entkorkt und in kürzester Zeit fast geleert. Das genügte erstmal für den Anfang...

Vielleicht sollte er eine Wache bestechen, ja aber nur womit? Er hatte nichts dabei gehabt, was nur annähernd ein Reiz darbieten könnte.

Dann musste er also warten, warten darauf das sie ihn rausließen oder einen weiteren Fluchtversuch wagen, diesmal schlägt er den Ton an und hält sich nicht an diesen Orvil...
Orvil Raugrund

Beitrag von Orvil Raugrund »

Die Nacht war mehr als kalt gewesen. Er zitterte fürchterlich und die Lippen waren blau angelaufen als er aufwachte. Er hatte so sehr gehofft das ihm wenigstens etwas zum anziehen geben würden, doch da hatte er sich wohl getäuscht. Zitternd griff er nach der Kanne mit brackigem abgestadenen Wasser um einen Schluck zu nehmen. Jeder Atemzug tat ihm weh , war seine Seite mittlerweile doch blau und gelb angeschwollen von den Tritten des Adeligen. Mühsam raffte er sich auf die schweren Ketten hinter sich herschleifend die sich mittlerweile schon ansehnlich in das nackte Fleishc gegraben hatten. Er kroch langsam zur Zellentür um daran zu rütteln " SO GEBT UNS DOCH WENIGSTENS ETWAS ZU ESSEN"! rief er aus voller Kehle und verfiehl dann in einen Hustenanfall sich auf dem Boden krümmend und etwas Auswurf nach oben fördernd. Das war also die Herrlickeit Varunas. Sie misshandelten einen für eine Lapalie und entkleideten dann einen auch noch um ihm den Kältetod zu übereignen. Er wusste nicht was schlimmer war, verhungern,verdursten oder erfrieren. Zitternd zog er den stinkenden Fetzen Decke etwas um sich um seine Blösse notdürftig zu bedecken. So sollte es also enden. In den Kerkern von Leuten die selbst keinen Deut besser waren als das was sie immer als böse dastellten. " Verflucht sollst du sein Temora , du Hure die solch herzlose Bastarde hervor bringt"!

Er kauerte sich wieder zitternd auf die Pritsche. "Die Gastfreundschaft in dieser Stadt lässt wirklich zu wünschen übrig" murmelte er...gar Rahal behandelte seine Gefangenen wohl mit mehr Respekt. Ja es war falsch was sie getan hatten. Aber diesem Schnösel stand wohl sein "Freiherr" nicht auf die Stirn gepinselt. Und die angebliche Beleidigung ihm gegenüber hätte einen von ihren nicht mehr als ein Schmunzeln abgerungen. Aber dieser Adelige schien wohl durchaus zart beseitet. Ein Mann in samtener Weibergewandungen.....er schüttelte den Kopf und verwarf die Gedanken als er wieder von einem Hustenanfall geschüttelt wurde. Er wusste er müsse sich etwas einfallen lassen bevor er hier zu Grunde geht. Auf den alten Sack in der Zelle wollte er sich diesmal jedenfalls nicht verlassen., Sein ständiges Genörgel um etwas zu Saufen ging ihm langsam gehörig auf den Keks. Aber er wusste das er sich mit dem Alten wohl zusammen raufen müsse. Kurz überlegte er ob er den Wachen nicht einfach sagen solle das der Alte ein Pirat seie um sich frei zu kaufen. Den Gedanken verwarf er dann jedoch wieder. Nein Verrat an Seinesgleichen war nicht schicklich.
Zuletzt geändert von Orvil Raugrund am Mittwoch 5. Dezember 2007, 11:16, insgesamt 2-mal geändert.
Hein Klabund

Beitrag von Hein Klabund »

Die Nacht hatte er kaum überstanden und als er am morgen nochmals am Schloss der Tür etwas zu bewegen, biss er auf granit. Er zitterte zu sehr und hatte Probleme gerade zu gehen. Als er das Stöhnen und Gerumpel aus der anderen Zelle hörte, drückte er sein Gesicht an das Gitter seiner Zelle, welches in die Richtung seines Mithäftlings zeigte.

Erst jetzt fiel ihm auf, dass der Mann vollkommen nackt war. War dieser Mann denn so eine größere Bedrohung als der kleine dicke? Er hatte zwar einen Tritt der Wache in den Bauch bekommen, doch trockene Klamotten hatten sie ihm noch gegönnt. Sein Versuch, sich im Wasserfass zu verstecken war wohl nicht der beste. Die Wachen waren zwar nicht grade freundlich zu ihm gewesen, nahmen ihm sogar für einen Moment sein Holzbein weg und bewunderten das seltsam hohe Gewicht, doch mehr konnten sie damit auch nicht anfangen. Jaha, der Alte war nicht blöd.
Das Holzbein war eine Sonderanfertigung, mehrmals verbessert und repariert worden, bei der Befreiung von Vincent hatten sie ihm das damals noch hohle Bein durchschossen, ein Bolzen schlug durch das dünne Holz und Hein's kostbarer, im Holzbein gereifter, Rum war ausgelaufen. Hier hatte er gleich am selben Abend noch bei Karl und Dolgan etliche Verbesserungen arrangieren lassen. Eine dünne Blechhülse an die innenseite und dann winzige und vorallem dünne Dauben in die Innenseite gegen die Hülse, ausgebrannt und nochmal extra gewachst.

Hier fanden dann ganz eng einige Wollreste ihren Platz, darüber eine flasche Rum und so etliche Dietriche dazwischen geklemmt, folgen tat eine dünne Holzplatte, alles sehr kompliziert aber mit Nutzen. Man hörte nun nicht mehr, wenn man gegen das Bein klopfte, dass es hohl war und es würde nichts so einfach zu Bruch gehen. Ja, der Mechanismus, da hatte Dolgan ganze Arbeit geleistet, von außen sah es so aus, als wären es die Nieten die den Lederriemen zur Befestigung hielten, doch in Wirklichkeit waren drei davon dünne Metallstäbe, welche man mit etwas Mühe hinausdrücken und anschließend mit etwas Fingerspitzengefühl rausziehen konnte. Jene sorgen dafür, das man den Einlegeboden nicht einfach durchdrücken konnte. Darauf fanden dann etliche Bandagen ihren Platz, die das scheuern am Beinstumpf verhindern sollte.

Ja, der Wachmann nahm das Bein schon etwas genauer unter die Lupe und der Mechanismus war wohl nicht der schlauste aber es funktionierte.

Die Wache fragte ihn jediglich aus welchem Holz dieses komische Ding wäre, da hatte Hein natürlich eine dumme Antwort parat, denn auf eine dumme Frage folgt eine dumme Antwort "Steyneysche nechjoa".

Als er das Bein zurück hatte, schnallte er sich wieder umständlich die Lederriemen an, ruckelte ein wenig an dem Holzbein herum, damit der Beinstumpf dort seinen angenehmen Platz finden möge.
Orvil Raugrund

Beitrag von Orvil Raugrund »

Schwer atmend sank er vor der Tür seines Versteckes zusammen als sie hinter ihm ins Schloss gefallen war. Was war aus dem Alten geworden? Er wusste es nicht. Es war sehr knapp gewesen das wusste er. Der Oberst war ein zäher Hund gewesen und war kein leichtes Spiel. Er war frei...frei...eine zweifelhafte Freiheit. Es war schwer genug gewesen den Weg aus der Stadt zu finden doch er wusste wie man den Blicken der Leute entgeht. Es ging ihm schlecht wie er da im Halbdunkeln seines Versteckes hockte. Der Atem ging rasselnd , die Nacht war so kalt gewesen das des Morgens das Wasser in der Zelle gefroren war. Er wusste er hatte sich eine Lungenentzündugn geholt....nicht gut...garnicht gut. Seine Hände zitterten die gewagte Flucht war zwar geglückt aber nur um Haaresbreite. In diese Sotuation wollte er nie wieder kommen...niemals niemehr....! Der Atem beruhigte sich nur langsam die Brust schmerzte alles war grün und blau die Fuss und Handgelenke abgeschürft von den Ketten der Fesseln. Er würde sich eine Weile nicht auf der Strasse blicken lassen. Weitab der Wege sich verborgen halten.


Seine Gedanken überschlugen sich. Es war alles so schnell gegangen. Die schweren Schritte gepanzerter Stiefel hinter ihm. Die Schreie die , die Wachen auf den Ausbruch aufmerksam machen sollten. Er erinnerte sich nur noch wie er fast in eine Patrollie gerasselt wäre, gerade noch rechtzeitig in eine Seitengasse abgebogen. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals erinnerte er sich, er hatte Angst ja richtig Angst. Irgendwo versteckte er sich seitlich einer Gasse hinter alten Kisten die wohl ein örtlicher Gemüsehändler dort einfach abgestellt hatte. Er sah einen Trupp Wachen vorbei marschieren. Immer noch hatte er das Gefühl von Taubheit das Blut rauschte Ohrenbetäubend fast durch seinen Körper. Irgendwie hatte er es geschafft und insgeheim dankte er den Göttern dafür dem Zugriff dieser gewalttätigen Leute entgangen zu sein. Er erinnerte sich daran, langsam die Hände stark zitternd vor Anstregung hatte er sich den Sträflingsanzug ausgzogen achtlos in die Gasse geworfen. Zwischen den Kisten irgendwo einen alten Kartoffelsack hervor gezogen , mit ein paar kräftigen Handgriffen zum provisorischen Überwurf gemacht. Gekauert hatte er....er wusste nicht wie lang, langsam senkte sich die Sonne dem Abend entgegen und es wurde ruhiger in der Stadt. Als er sich auf den Weg gemacht hatte , ohne vorher umher zu kommen sich noch etwas Pferdedung überall hin zu schmieren. Als Bettler durchgehend und fürchterlich riechend liess ihn die Wache am Tor schliesslich passieren. Wenngleich sehr misstrauisch aber sich doch nicht all zu nah an den scheinbar Verlausten ran trauend. So sie jedoch der Oberst oder ein anderer Vorgesetzter ausfragen wird wer den Tag über die Stadt verlassen habe. So werden die Wache eine recht genau Beschreibung eines blonden, langhaarigen ,bärtigen, völlig verdreckten Mannes der in einen Kartoffelsackgekleidet war geben können der an jenem Abend die Stadt gen Westen verlassen hatte.

So jemand an selbigem Tage noch der Spur folgt und vielleicht Bluthunde dabei hat wird er Oberhalb im Wald einen Kartoffelsack finden sowie einige Fussspuren die sich dann oberhalb vom Wegkreuz im Wald verlaufen. Die Bluthunde werden hier jedoch keine Fährte mehr aufnehmen können aufgrund der vielen Wildtiere die es dort zu finden gibt.


[OOC] So irgendwelche Nachforschungen angestellt werden, kurze Beschreibung via PN an mich und ich sage euch was zu finden ist :)
Zuletzt geändert von Orvil Raugrund am Mittwoch 5. Dezember 2007, 16:20, insgesamt 2-mal geändert.
Hein Klabund

Beitrag von Hein Klabund »

Der Alte schaute mehrfach hinter sich, anscheinend nahm keiner die Verfolgung auf...gut. Er hatte extra drauf geachtet so dicht wie nur möglich an der Mauer zu laufen und jedem, den er von weiten erblicken konnte aus dem Weg zu gehen oder sich in eine Ecke zu verkriechen. Er musste raus aus dieser verfluchten Sträflingskleidung...

Aye! Da war ja was, diese Idioten hatten ihm die stinkenden Lumpen nicht abgenommen, die er sonst immer trug, er hatte es ihnen zwar angeboten aber anscheinend hielt es keiner für Notwendig, sie ihm abzunehmen.

Er stellte sich hinter ein Haus, schaute nach links und rechts, keine Schritte, nichts außer dem Vogelzwitschern war zu hören. Er riss sich diese schäbige Sträflingskleidung vom Leib und grabbelte seine, nicht gerade schönere, Alltagskleidung heraus, schnell war er drin und stiefelte, leicht außer Atem durch das Nordtor, ab über den kleinen Pass und schon war er frei.
Rondrian Toberen

Beitrag von Rondrian Toberen »

Heute wollte Ron mal ein wenig später mit dem Dienst anfangen und hatte vom Vortag schon einiges mehr bearbeitet und nach dem üblichen Grußprozedere am und im Kastell, stapfte er dann hoch in sein Büro wo er gleich eine Notiz fand, dass man seit gestern Abend nun wieder zwei "Gäste" mehr hatte. "Nun gut, erstmal das Schreiben dort drüben beantworten und dann nachschauen, wen wir diesmal einsitzen haben.", nuschelte er mehr zun sich selbst.

Unten dann unterhielt er sich mit den Beiden. Der eine war ein alter zerzauster Mann mit Holzbein und einem fürchterlichen Dialekt, verhielt sich aber ansonsten recht stumm. Der Andere mit langen blonden Haaren und Bart fing gleich mit Beschimpfungen an. Hachja, das Übliche. schoss es Ron durch den Kopf und er rang sich ein Schmunzeln ab. Da sie noch nichts zu essen bekommen hatten, liess er sich auch mal dazu herab, den Gefangenen selbst etwas zu bringen. Das hatte er schon seit seiner Zeit als Korporal nicht mehr machen müssen.

Nun wusste er auch, warum der Mann mit dem Holzbein so stumm gewesen war, denn anscheinend hatte jemand beim Durchsuchen geschlampt und so sah er noch im letzten Moment, wie der Alte mit einer Schüssel nach ihm schlagen wollte. Ein Glück das Ron nur noch mit Plattenrüstung in den Zellentrakt geht und so zerschellte die Schüssel an seinem gepanzertem Arm. Als er dann das Schwert ziehen wollte, zerrte der Alte weiter an seinem Arm und erst einige Hiebe mit der anderen Freien hielten ihn auf Abstand. Und kaum dass er sich des einen entledigt hatte schwang schon die andere Zellentür auf. Verflucht noch eins, wie kann das nur angehen, dachte er und stand nun mit gezücktem Schwert den Beiden gegenüber. Der blonde hatte ein ein Laken in den Händen und warf es in seine Richtung, woraufhin die Beiden den kurzen Moment seiner Verwirrung nutzen und die Flucht ergriffen, um sich anschließend im Besprechsungssaal zu verbarrikadieren.

Die Wachen im Hof und auf den Mauern wurden alarmiert und sollten das Kastell umstellen, aber irgendwie scheinen die Rekruten und Kardisten schon halb im Winterschlaf gewesen zu sein, denn so entkamen die Beiden auf der Rückseite des Kastells, während der Oberst persönlich die Tür aufbrach und nur noch das zerschmetterte Fenster sehen konnte. Wie sie allerdings in Gefangenenkleidung den Blicken der Wachhabenden entkommen konnten, sollte ihm noch eine Weile ein Rätsel bleiben.

Sogleich liess er Suchtrupps zusammenstellen und die Verfolgung aufnehmen. "Und wehe ihr findet nichts brauchbares, denn dann werden das eben nicht die letzten Degradierungen gewesen sein!", bellte er ihnen noch entgegen. Die Gardisten salutierten hastig und marschierten los, auf der Suche nach brauchbaren Sachen. Zudem wurden noch die Bürger ausgefragt, die allerdings mal wieder nichts gesehen haben wollten. Währendessen wurde im Kastell eine genaue Beschreibung der Täter gemacht, sowie ein Phantombild von jedem skizziert und an alle Gardisten verteilt. Steckbriefe sollte es erstmal nicht geben, das würde nur für Unruhe sorgen....
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