Ein Hauch von Rosen...

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Nevyn Silberhand

Ein Hauch von Rosen...

Beitrag von Nevyn Silberhand »

...und Sandelholzduft umgab den Brief, den der Ritter nun schon zum vierten Mal durchlas.
Müde und zerschunden war er heimgekommen, als er auf der Vortreppe einen Manne dösend vorfand.
Jener berichtete, er habe eine Botschaft für ihn und händigte ihm das Schreiben aus.
Er solle auf eine Antwort warten...und dürfe nichts über die Senderin sagen...
Schon nach der zweiten Zeile ruckte erst eine und eine weitere Zeile später auch die andere
Braue nach oben.
"Werter Nevyn...""...geht mir nicht mehr aus dem Kopf...""...wiedersehen..."
Und statt einer Unterschrift lediglich eine fein gezeichnete Rose.
Wer, bei Temora, konnte das sein?
Sichtlich verwirrt schickte er den Bote zurück mit der Nachricht, jene Unbekannte möge sich einige Tage
später in der Taverne zu Varuna einfinden.
...
An besagtem Abend brach der Bruderschaftler schon frühzeitig auf.
Die Idee, ein paar Brüder zum sichern mitzunehmen, hatte er nach kurzem Überlegen wieder verworfen.
In Varuna würde schon nichts passieren.
So verzichtete er auf Rüstung oder Waffen, lediglich den Schwertgurt schnallte er gewohnheitsmäßig
um, denn die Klinge war für ihn mehr als nur eine Waffe.

In der Taverne angekommen, suchte er einen Platz in der Nähe des Kamins und liess sich dort nieder.

Nach kurzer Zeit tauchte sie dann auf, in feinem Kleid und ordentlich zurechtgemacht.
Lediglich die Haaare sahen etwas strapaziert aus, doch solch Kleinigkeiten taten dem Gesamtbild keinen
Abbruch und wenngleich das Gespräch doch eher stockend verlief, war die junge Dame ihm doch irgendwie
symphatisch.
Sie berichtete ihm, dass sie ihn vor einiger Zeit schon gesehen hätte und er ihr nicht mehr aus dem
Kopf gehen würde...das sie ihn gerne kennenlernen wolle
So kam es dann, dass er sie einlud, ihn ihm Haus der Bruderschaft zu besuchen.
Zu einem selbstgekochten Abendessen.
Insgeheim hoffte er, dadurch auch wieder einmal einen Gast bewirten zu können, der seine Kochkünste
zu schätzen wüsste, denn die Brüder und Schwestern schlangen meist nur gierig alles in sich hinein...
Das Menü stand schnell fest und so machte er sich daran, die notwendigen Zutaten zusammenzusuchen.
Gracia Orthez

Beitrag von Gracia Orthez »

Carlos und sie erhielten den Auftrag von einer Lethra. Der Name von ihr kannte sie nicht, und das spielte auch keine Rolle, denn Hauptsache das Gold stimmte. Der Lohn sollte ein großer sein, für das was sie für die Lethra tun sollten.
Nevyn Silberhand war der Name der Person, die ausspioniert werden sollte. Allerhand an Informationen wollte die Lethra haben. Von der Lieblings Speise bis hin zu seinen Gewohnheiten; einfach alles.
Wer eignete sich dafür nicht besser als sie? Der Plan war ganz einfach:
Sich einschmeicheln bei Nevyn, sein vertrauen gewinnen, und vielleicht auch noch mehr. Das wichtigste war, dass sie an Informationen gelangen musste. Egal wie, und egal mit welchen mitteln.
Das sie dabei ein verliebtes Mädchen von Lande spielen sollte, war ihr nur recht. Waren Männer doch überall gleich. So setzte sie einen Liebesbrief auf, und umschmeichelte ihn mit den süßesten Worten und bat um ein Treffen. Schneller als gedacht fand auch jenes statt, in der Taverne zu Varuna. Fein gekleidet, in hellen Stoffen erschien sie zu dem Treffen, und stelle sich ihm als Monia vor. Sie plauderten ein wenig und das Gespräch zog sich bis in die späteren Abendstunden.
Alles verlief soweit gut, und er wollte Monia sogar wieder sehen.

Einige Tage später war es dann soweit. Mit kurzer Verspätung holte Nevyn sie von der Kutsche zu Varuna ab, und geleitete sie zu seinem Haus, in dem auch schon ein köstliches Mahl auf sie wartete.
Sie speisten und tranken während sie sich Unterhielten. Die Gespräche gingen meistens immer in dieselbe Richtung:
Temora seine Herrin.
Temora die gütige Göttin
Temora hier Temora da...

Unter anderen umständen hätte sie ihn gefragt ob er noch ganz beisammen sei, sein Leben so einer Gottheit zu verschreiben, doch die Maskerade musste gewahrt bleiben. Und so lies sie all das über sich ergehen, um nur an die kleinsten Informationen zu gelangen.
Doch wie sich Raustellte würde dies noch mehrerer Treffen fordern, denn einfach war es nicht alles aus ihm herauszukitzeln, ohne sich dabei selbst zu Verraten. Keine Frage konnte direkt gestellt werden, dies war zu offensichtlich. Alles musste so aussehen, als ob es das Interesse des jungen Landmädchens sei, die mit ihm Sprach und so neugierige Fragen stellte.
Der Abend neigte sich zunächst dem Ende zu und diesmal war das Rendezvous aufschlussreicher für sie gewesen. Glücklicherweise schien ihm ihre Gesellschaft zu gefallen, und so wurde auch schon Ort und Zeit für die nächste Verabredung vereinbart. Und so schlich sie sich immer mehr in das Vertrauen und vielleicht das Herz eines Mannes, von dem sie persönlich eigentlich gar nichts wollte und es für sie einfach nur ein Auftrag war. Eine Dringlichkeit die erledigt werden musste...
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